Actegon Energy GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jan Ulli Seibel seit 29.10.2009 | Geschäftsführer |
Martin Dr. Vorderwülbecke seit 27.10.2009 | Geschäftsführer |
Christian Beuth seit 25.2.2009 | Prokura |
Josef Dr. Bohmann seit 23.10.2008 | Prokura |
Stefan Adomeit seit 22.4.2008 | Prokura |
Sabine Wagner seit 22.4.2008 | Prokura |
Josef Salzinger seit 22.4.2008 | Prokura |
Stefan Greger seit 18.1.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AlzChem Hart GmbHTrostbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2007 bis zum 31.12.2007Lagebericht der für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 20071. AllgemeinesDas Unternehmen ist in der Entwicklung, Produktion und im Vertrieb von metallurgischen und chemischen Erzeugnissen für die Gießerei-, Eisen- und Stahlindustrie tätig. Des Weiteren wird Carbid für die chemische Industrie hergestellt und vertrieben. Mit Datum zum 15. März 2007 erfolgte durch die Evonik Degussa GmbH (vormals Degussa GmbH) mittels Gesellschafterbeschluss eine Teilung des Geschäftsanteils an der AlzChem Hart GmbH und die Abtretung von 94 % der von der Evonik Degussa GmbH an der AlzChem Hart GmbH gehaltenen Anteile an die AlzChem Holding GmbH. Die Abtretung erfolgte gemäß Einbringungsvertrag vom 01. August 2007 durch Sacheinlage. Die AlzChem Holding GmbH hat der Einbringung mit Datum vom 09. Juli 2007 zugestimmt. Am 10.01.2007 erfolgte die Eintragung der Aufhebung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zum 31.12.2006 ins Handelsregister. 2. Darstellung des Geschäftsverlaufes2.1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Die Gesellschaft wickelt ihr Geschäft mit Vertriebspartnern ab. Ein Großteil der Carbidmenge wird als Rohstoff bei der Schwestergesellschaft AlzChem Trostberg GmbH eingesetzt. Die Kunden der Vertriebspartner rekrutieren sich aus den Bereichen Stahl- und Gießereiindustrie, Landwirtschaft, Life-Science und sonstige industrielle Anwendungen. Die gute konjunkturelle Situation vor allem in der Stahl- und Gießereiindustrie kommt der Gesellschaft hierbei zu Gute. 2.2. Umsatz und Auftragsentwicklung Der Liefervertrag mit dem Vertriebspartner für Gießereiprodukte wurde zum 31. Dezember 2006 gekündigt. Es wurde ein neuer Vertrag mit Wirkung zum 01. April 2007 abgeschlossen, wobei das erste Quartal 2007 auf Basis des alten Vertragsverhältnisses jedoch in modifizierter Form abgewickelt wurde. Der neue Vertrag sieht im Wesentlichen die Übernahme der bei AlzChem Hart GmbH im Legierungsbetrieb anfallenden Produktionskosten durch den Vertriebspartner vor. Die relevanten Bestände wurden mit Wirkung zum 01. April 2007 abverkauft. Weiterhin bezieht dieser Vertriebspartner ab diesem Zeitpunkt einen Großteil der Rohstoffe auf eigenen Namen und Rechnung und stellt diese kostenfrei der Produktion bei. Die AlzChem Hart GmbH arbeitet in allen Produktbereichen mit Vertriebspartnern auf Basis von Lieferverträgen, wobei der Großteil der Carbidproduktion bei der Schwestergesellschaft AlzChem Trostberg GmbH am Standort Trostberg als Rohstoff für die Kalkstickstoffproduktion eingesetzt wird. Der Vertrieb von carbidbasierten Entschwefelungsmitteln und Legierungen erfolgt über die in 2003 ausgegliederten und in 2004 verkauften Vertriebsgesellschaften. Aufgrund der guten konjunkturellen Situation der Stahl- und Gießereiindustrie kam es zu einem erfreulichen Mengenanstieg für Entschwefelungsmittel und Legierungen. Der Vertrag mit dem Vertriebspartner für Entschwefelungsmittel wurde im Dezember 2007 mit vertraglicher Wirkung zum 31. Dezember 2008 gekündigt mit der Zielrichtung, durch ein Cost Plus orientiertes Modell der Abgabepreise diese Geschäfte auch wirtschaftlicher zu gestalten. 2.3. Beschaffungspolitik Einer positiven Umsatzentwicklung stehen jedoch weiter steigende Strompreise gegenüber, die im Bereich der Entschwefelungsmittel nur teilweise am Markt über die Preise weitergegeben werden können. Bei Schwarzstoffen für die Carbidproduktion wird eine Vielzahl von Kohle-/Kokssorten eingesetzt, die bei unterschiedlichen Bezugsquellen beschafft werden. 2.4. Produktion Die Carbidproduktion verlief auf vernünftiger Kapazitätsauslastung, wobei ein außerordentlicher Ausfall bei Teilaggregaten zu keinen nennenswerten Störungen führte. Der Hauptabnehmer von Carbid ist die Schwestergesellschaft AlzChem Trostberg GmbH, die die gesamte Abnahmemenge als Rohstoff für deren Kalksticksoffproduktion einsetzt. Beide Produktionsprozesse befinden sich in ständiger Abstimmung bezüglich der Qualitätsoptimierung. 2.5. Investition Die Investitionen der Gesellschaft belaufen sich im Geschäftsjahr 2007 auf 3.929 TEUR. Hierin sind folgende größere Projekte enthalten: HEAT Stufe I (2,1 Mio. EUR), CO-Gaskühlung (0,4 Mio. EUR), Erweiterung Silizium Nitrid Anlage (0,2 Mio. EUR). 2.6. Finanzierung Die laufende Liquidität ist durch die Einbindung der Gesellschaft in das Cash-Pooling der Evonik Degussa GmbH zu jederzeit sichergestellt. 2.7. Personal Aufgrund der unbefriedigenden Ergebnissituation in 2005 hat die Geschäftsführung Ende 2006 mit der Arbeitnehmervertretung Gespräche mit dem Ziel aufgenommen, durch weitere Einsparungen im Personalbereich einen zusätzlichen Beitrag für die langfristige Absicherung der Arbeitsplätze zu leisten. Diese Maßnahmen beinhalten unter anderem die Verlängerung der Arbeitszeit und die sozialverträgliche Kürzung von außertariflichen Sozialleistungen. Der gesamte Katalog wurde einvernehmlich in einem sogenannten Standortsicherungsvertrag festgelegt. Die mit der Arbeitnehmervertretung verhandelten und abgestimmten Maßnahmen sind ab dem 01. Januar 2007 wirksam. Die Maßnahmen umfassen unter anderem eine Verlängerung der Arbeitszeit im tariflichen und außertariflichen Bereich und eine Reduzierung der Jubiläumszusagen. Die Maßnahmen wurden in einer Betriebsvereinbarung bezüglich der inhaltlichen und zeitlichen Umsetzung festgelegt. 2.8. Umweltschutz Umweltrisiken aus der Geschäftstätigkeit begegnet die AlzChem Hart GmbH im erforderlichen Maße durch vorbeugende Maßnahmen sowie durch die Bildung von Rückstellungen. Daneben ist die Evonik Degussa GmbH Mitglied im World Business Council for Sustainable Development und hat sich der weltweiten Initiative Responsible Care verpflichtet. Damit wird der Stellenwert einer nachhaltigen Entwicklung und einer auch bezüglich Umweltschutz und Sicherheit verantwortungsbewussten Betriebsweise unterstrichen. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage3.1 Operativer Geschäftsverlauf und Ertragslage
Im laufenden Geschäftsjahr weist die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von 10.988 TEUR aus. Während im Vorjahrsergebnis außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 22.052 TEUR und Erträge aus Steuerumlagen im Konzern in Höhe von 11.750 TEUR enthalten sind, ist das Jahresergebnis 2007 durch einen einmaligen Ertrag aus dem Verkauf einer Silizium Nitrid Anlage an die AlzChem Trostberg GmbH in Höhe von 5.880 TEUR gekennzeichnet. Daneben wurden ergebniswirksame Zuschüsse in Höhe von 1.823 TEUR vereinnahmt. Der Umsatz in 2007 beläuft sich auf 105.057 TEUR. Verglichen mit dem Vorjahr kam es zu einer Steigerung in Höhe von + 5.606 TEUR (+ 5,6 %), was im Wesentlichen auf Mengensteigerungen bei Entschwefelungsmitteln und bei Silizium Nitrid zurückzuführen ist. Durch den Verkauf von Beständen aus dem Legierungsbetrieb an den Vertriebspartner zum 01. April 2007 kam es zu einem einmaligen Umsatz in Höhe von 6,7 Mio. EUR. Die Materialaufwendungen bewegen sich trotz angestiegenem Umsatz auf Vorjahresniveau. Dies hängt im Wesentlichen mit der geänderten Vertragssituation mit dem Vertriebspartner für Legierungen zusammen, da ein Großteil der Rohstoffe bei den Legierungen von dieser Gesellschaft kostenfrei beigestellt wird und somit nicht mehr im Materialaufwand enthalten ist. Zum anderen ist dies auf eine weitere Optimierung der eingesetzten Rohstoffe zurückzuführen. Der Rückgang des Personalaufwands resultiert u.a. aus der Reduktion des Personalstandes. Mit Wirkung zum 01. Januar 2007 wechselten auf Grund einer Vereinbarung im Standortsicherungsvertrag vom 20. November 2006 alle Mitarbeiter, die einen rechtsgültigen Altersteilzeitvertrag unterschrieben hatten, zur Evonik Degussa GmbH, Düsseldorf. Weiterhin sind für die Reduktion des Personalaufwandes im Vergleich zum Vorjahr Einmaleffekte wie die Durchführung einer Altersteilzeitoffensive in Höhe von 2.112 TEUR ursächlich. Der Rückgang der Abschreibungen erklärt sich fast ausschließlich aus der in 2006 vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von 22.848 TEUR. Der sonstige betriebliche Aufwand liegt im Wesentlichen aufgrund höherer Instandsetzungsmaßnahmen und höherer übriger Fremdleistungen deutlich über Vorjahr. Die im Vergleich zum Vorjahr höheren Instandhaltungskosten sind vorrangig durch Maßnahmen im Carbidbetrieb bedingt (1,7 Mio. EUR). In den übrigen Fremdleistungen sind Verrechnungen derjenigen Mitarbeiter enthalten, die zum 01. Januar 2007 einen Altersteilzeitvertrag unterschrieben haben und mit diesem Datum in die Evonik Degussa GmbH übergetreten sind. Da diese Mitarbeiter weiterhin für die AlzChem Hart GmbH arbeiten wurden die Kosten von der Evonik Degussa GmbH weiterbelastet. 3.2 Vermögenslage und Kapitalstruktur Die Vermögens- und Kapitalstruktur setzt sich wie folgt zusammen:
Die Vermögens- und Kapitalstruktur der AlzChem Hart GmbH hat sich zum 31. Dezember 2007 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt geändert: Der Anstieg im Anlagevermögen hängt im Wesentlichen mit den in 2007 vorgenommen Investitionen zusammen. Die Vorräte haben sich vor allem im Bereich der Legierungen reduziert, was im Wesentlichen mit der Verkauf eines Großteils der Bestände des Legierungsbetriebs an den Vertriebspartner zusammenhängt. Das Eigenkapital beinhaltet einen Jahresüberschuss in Höhe von 10.988 TEUR. Hierin enthalten sind Erlöse aus dem Verkauf der Silizium Nitrid Anlage (5,9 Mio. EUR) an die AlzChem Trostberg GmbH am 28. Dezember 2007. Das langfristige Fremdkapital, bestehend aus Rückstellungen für Pensionen, Altersteilzeit, Dienstzeitprämien und Umweltschutz verringerte sich im Wesentlichen aufgrund des Wegfalls der Rückstellungen für Altersteilzeit und aufgrund der Verminderung der Rückstellungen für Pensionen. Die betroffenen Mitarbeiter wechselten mit Wirkung zum 01. Januar 2007 in die Evonik Degussa GmbH. Die Rückstellungen für Altersteilzeit und Pensionen der übergegangenen Mitarbeiter wurden übertragen. Der Rückgang im kurzfristigen Fremdkapital erklärt sich vor allem aufgrund geringerer Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen. 3.3 Finanzlage Die Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit stellen sich wie folgt dar:
Die Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes hat sich um 27,1 Mio. EUR auf 33,9 Mio. EUR erhöht. Dies resultiert u.a. aus der Übernahme des Vorjahresfehlbetrages und der Steuerumlagen durch die Evonik Degussa GmbH (28,9 Mio. EUR). Zum Stichtag weist die AlzChem Hart GmbH ein positives Working Capital von 50.724 TEUR (Vorjahr 53.499 TEUR) aus. Das Working Capital Ratio verbesserte sich von 0,79 auf 0,80. 4. Darstellung wesentlicher finanzieller und nicht finanzieller IndikatorenDie Hauptsteuerungsgrößen liegen in den Kennzahlen EBIT und EBITDA, die monatlich berichtet werden. Ferner werden Aufstellungen zu Instandhaltung/Investitionen, Bestandswerten im Vorratsvermögen, Finanzständen, Cashflows und Plan/Ist-Vergleiche der GuV-Positionen den Verantwortlichen zur Verfügung gestellt.
* einschließlich sonstige Steuern aber
ohne Erträge aus Steuerumlagen
Ein wesentlicher Leistungsindikator der Produktion stellt der Verbrauch an Strom für die Carbid- und Legierungsproduktion dar. Mit einer nachhaltigen Mengenänderung ist in den nächsten Jahren nicht zu rechnen. Kritisch hierbei ist jedoch der nachhaltige Preisanstieg in den letzten Jahren, wobei aus heutiger Sicht nicht mit einer Entspannung zu rechnen ist. 5. Risikomanagementsystem und Risiken der künftigen EntwicklungDas Risikomanagement-System wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr entsprechend der Richtlinien und Vorgaben der Evonik Degussa GmbH fortgeführt. Grundlage dafür ist die enge Kooperation mit dem Konzernbereich. Mit Hilfe von elektronischen Checklisten werden die verschiedenen Unternehmensfunktionen im Hinblick auf ihre individuellen Risiken untersucht. Die redaktionelle Abwicklung erfolgt zentral innerhalb der Business-Line TB in der Business Unit Building Blocks der Evonik Degussa GmbH. Die Geschäftsführung hat nach der Durchführung dieses Risikomanagement-Prozesses folgende wesentliche Risikobereiche identifiziert, die Einflüsse auf die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft haben könnten: • Kosten für Strom: Steigende Kosten beim Strom können nur schwer an die Kunden der Gesellschaft weitergegeben werden. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Energiemanagement im Konzern werden alle Möglichkeiten ausgeschöpft (unter anderem strukturierte Beschaffung), technische und wirtschaftliche Aspekte bezüglich der gesamten Thematik weitgehend zu optimieren. • Branchenkonjunktur: Neben den mit verbundenen Unternehmen erzielten Erlösen erwirtschaftet die Gesellschaft ihre Umsatzerlöse mit carbidbasierten Entschwefelungsmitteln und Legierungen ausschließlich mit den im Jahr 2003 ausgegliederten Vertriebsgesellschaften, die im Jahr 2004 verkauft wurden. Diese beiden Gesellschaften beliefern Kunden aus dem Stahl-, Automobil- und Maschinenbaubereich. Die Gesellschaft ist daher direkt von der Geschäftsentwicklung der in 2004 verkauften Vertriebsgesellschaft für Entschwefelungsmittel und deren Kunden abhängig. Eine Abschwächung der Branchenkonjunktur kann sich somit unmittelbar auf die Ergebnissituation der AlzChem Hart GmbH auswirken. Durch den neuen Vertrag mit dem Vertriebspartner für den Bereich Legierungen ist diese konjunkturelle Abhängigkeit gedämpft. Eine ähnliche Intension ist mit dem Abschluss eines neuen Vertragsverhältnisses mit dem Vertriebspartner für Entschwefelungsmittel geplant. • Wettbewerbsstruktur: Da die Gesellschaft nicht direkt die Endkunden beliefert schlägt sich die Wettbewerbstruktur indirekt auf die Gesellschaft nieder. Um die Situation bezüglich einer geänderten Wettbewerbsituation rechtzeitig zu sensibilisieren, finden kontinuierliche Abstimmgespräche zwischen der AlzChem Hart und den Vertriebspartnern statt. • Währungsrisiken: Zur Begrenzung von Währungsrisiken auf Beschaffungsmärkten schließt die Gesellschaft Devisen-Termingeschäfte ab. Die Gesellschaft beschafft unter anderem als wichtigen Betriebsstoff Koks. Teilweise werden diese Geschäfte in US Dollar durchgeführt. Die Gesellschaft hat zur Absicherung des Kursrisikos Kaufkontrakte in US Dollar abgeschlossen, mit denen Teile dieser Beschaffungsgeschäfte gesichert werden. • Forderungsausfallrisiken: Forderungsausfallrisiken werden durch das Debitorenmanagement überwacht. 6. ChancenDie Gesellschaft hat ein umfangreiches Konversionsprogramm für alle Unternehmensbereiche aufgelegt (Projekt PadA), was zu einer nachhaltigen Ergebnisverbesserung führen soll. Dieses Programm umfasst unter anderem Rationalisierungen in der Verwaltung, organisatorische Optimierungen, Produktionsverbesserungen als auch die Entwicklung neuer margenträchtiger Produkte. In dem Gesamtpaket sind ca. 100 Maßnahmen enthalten, die in einem kontinuierlichen Monitoring von den verantwortlichen Mitarbeiten und der Geschäftsführung nachgehalten werden. Weiterhin wurde, wie bereits aufgeführt, von der Geschäftsführung mit den Arbeitnehmervertretern ein Standortsicherungsvertrag abgeschlossen, durch den über das Projekt PadA hinaus in den Folgejahren weitere Einsparungen im Personalbereich erzielt werden sollen. Positive Ergebniseffekte werden sich durch die Durchführung des Projekts HEAT bei der AlzChem Hart GmbH als auch bei AlzChem Trostberg GmbH ergeben. Hierbei ist geplant bei der Carbidproduktion in Hart andere, kostengünstigere Rohstoffe einzusetzen. Neben den direkten Rohstoffkosteneinsparungen bei Carbid wird sich durch diese Maßnahme das Volumen des bei der Carbidproduktion anfallenden CO-Gases deutlich erhöhen. Dies führt dazu, dass in Trostberg und Schalchen die Zukaufsmengen an alternativen zugekauften Rohstoffen reduziert werden können, was sich dort direkt positiv auf das Ergebnis auswirken wird. Durch das neue Vertragskonzept mit dem Vertriebspartner für Legierungen werden die bisher im Wesentlichen von AlzChem Hart GmbH getragenen Risiken im Bereich der Beschaffung fast ausschließlich vom Vertragspartner getragen. Es ist beabsichtigt in einem drei Phasen Modell die Produktion spätestens nach drei Jahren an diesen Vertriebspartner zu übergeben. Durch die bereits eingeschlagenen und geplanten Maßnahmen sind die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, dass die Gesellschaft auch im Hinblick auf mögliche Konjunkturschwankungen mittelfristig Ergebnisverbesserungen erzielt. 7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des GeschäftsjahresVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, über die nach § 289 Abs. 2 Nr. 1 HGB zu berichten wäre, haben sich nicht ergeben. 8. AusblickDie eingeschlagenen Maßnahmen, wie z.B. das Projekt PadA, der Standortsicherungsvertrag und HEAT, werden bereits kurzfristig zu spürbaren Ergebnisverbesserungen führen. Die Umsetzung des neuen Vertrages mit dem Vertriebspartner für Legierungen führt ebenfalls zu höherer Planungssicherheit. Das operative Ergebnis (EBIT) wird in den nächsten beiden Jahren voraussichtlich unter dem Niveau des Jahres 2007 liegen, da in 2007 ergebniswirksame Forschungszuschüsse sowie ein einmaliger Gewinn aus dem Verkauf der Silizium Nitrid Anlage enthalten sind. Im laufenden Geschäftsjahr 2008 soll zwischen der AlzChem Hart GmbH und der AlzChem Holding GmbH, Trostberg ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen werden. Wie bereits erwähnt, wurde der Vertrag mit dem Vertriebspartner für Entschwefelungsmittel gekündigt, um analog dem neuen Vertragsverhältnis mit dem Vertriebspartner für Legierungen dieses Geschäft im Gegensatz zu Vergangenheit mindestens kostendeckend und ergebnisorientiert abwickeln zu können. Durch die gesellschaftsrechtliche Konzentration unter dem Dach der AlzChem Holding GmbH der Gesellschaften AlzChem Hart GmbH, AlzChem Trostberg GmbH und NIGU Chemie GmbH wurde ein kleiner schlagkräftigen Teilkonzern (AlzChem Gruppe) mit mittelständischen Strukturen, und entsprechend profitablen Perspektiven geschaffen. Es ist beabsichtigt die AlzChem Gruppe mehrheitlich zu veräußern. Der Desinvestitionsprozess hierfür soll noch in 2008 aufgesetzt werden.
Trostberg, 31. Januar 2008 AlzChem Hart GmbH Die Geschäftsführung Stefan Greger Dr. Hermann-Josef Korte Bilanz zum 31. Dezember 2007Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2007
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 01. Januar 2007 bis zum 31. Dezember 2007
Anhang der für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 20071. Allgemeine AngabenDie Gesellschaft wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 29. September 1994 in Trostberg errichtet und am 06. Oktober 1994 ins Handelsregister des Amtsgerichts Traunstein unter Nummer HRB 9017 eingetragen. Für die ehemals unter dem Namen SKW Metallchemie GmbH firmierende Gesellschaft wurde mittels Gesellschafterbeschluss vom 06.07.2001 (UR Nr. L0958/2001 des Notars Wolfgang Lehnert, Trostberg) die formwechselnde Umwandlung in eine Aktiengesellschaft (SKW Metallurgie AG) gemäß § 238 ff. UmwG beschlossen. Der Formwechsel wurde am 20.09.2001 unter der neuen Handelsregister-Nummer HRB 13887 eingetragen. Mit notarieller Beurkundung am 29. Dezember 2004 wurde die SKW Metallurgie AG durch Formwechsel gemäß §§ 190 ff. UmwG in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt und firmierte unter SKW Metallurgie GmbH. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte mit Wirkung zum 14. Januar 2005 unter HRB 16177 beim Handelsregister des Amtsgerichts Traunstein. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 9.600.000 EUR. Das bisherige Grundkapital der SKW Metallurgie AG wurde zum Stammkapital der SKW Metallurgie GmbH. Mit Gesellschafterbeschluss vom 21.11.2006 wurde die Umfirmierung der SKW Metallurgie GmbH in die AlzChem Hart GmbH beschlossen. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 28.11.2006. Gleichzeitig wurde der satzungsgemäße Gegenstand des Unternehmens neu gefasst: Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von sowie der Handel mit metallurgischen und chemischen Erzeugnissen aller Art, ferner das Erbringen von Dienstleistungen auf gewerblichem und industriellem Gebiet. In diesem Rahmen ist die Gesellschaft zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die geeignet sind, den Geschäftszweck der Gesellschaft zu fördern. Die Gesellschaft kann Zweigniederlassungen errichten. Mit Datum zum 15. März 2007 erfolgte durch die Evonik Degussa GmbH, (vormals Degussa GmbH, vormals Degussa AG) mittels Gesellschafterbeschluss eine Teilung des Geschäftsanteils an der AlzChem Hart GmbH und die Abtretung von 94 % der von der Evonik Degussa GmbH an der AlzChem Hart GmbH gehaltenen Anteile an die AlzChem Holding GmbH. Die Abtretung erfolgte gemäß Einbringungsvertrag vom 01. August 2007 durch Sacheinlage. Die AlzChem Holding GmbH hat der Einbringung mit Datum vom 09. Juli 2007 zugestimmt. Für das Berichtsjahr besteht eine umsatzsteuerliche Organschaft zur Evonik Degussa GmbH. Die Gesellschaft hatte am 07./11.03.2003 mit der Degussa AG einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit wirtschaftlicher Wirkung ab 01. Januar 2002 abgeschlossen. Die Hauptversammlungen der SKW Metallurgie AG und Degussa AG haben mit Beschluss vom 14.04.2003 bzw. 09.05.2003 dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zugestimmt. Dieser wurde am 10.08.2003 ins Handelsregister eingetragen. Am 10.01.2007 erfolgte die Eintragung der Aufhebung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zum 31.12.2006 ins Handelsregister. In der Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben. 2.1. Aktiva Die Bewertung der Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungs- oder den steuerlich aktivierungspflichtigen Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile notwendiger Gemeinkosten berücksichtigt; Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Vermögensgegenstände mit zeitlich begrenzter Nutzung werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear oder degressiv abgeschrieben. Die Nutzungsdauern liegen zwischen drei und 40 Jahren. Bei dauernder Wertminderung erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Beim beweglichen Sachanlagevermögen werden Zugänge ab dem Zugangszeitpunkt pro rata temporis nach Monaten abgeschrieben. Die Anschaffungskosten geringwertiger Wirtschaftsgüter (bis 410 EUR) werden im Jahr ihres Zugangs voll abgeschrieben. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und linear über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern liegen zwischen drei und fünf Jahren. Die Vorräte werden unter Anwendung zulässiger Verfahren der Bewertungsvereinfachung zu durchschnittlichen Anschaffungs- bzw. steuerlich aktivierungspflichtigen Herstellkosten auf Basis periodisch aktualisierter Plankosten oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Herstellkosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile des Wertverzehrs des Anlagevermögens. Bei den zu Nominalwerten bilanzierten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden alle erkennbaren Einzelrisiken durch entsprechende Bewertungsabschläge sowie sonstige Risiken durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert. Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Stichtag, die Aufwand für eine bestimmt Zeit danach darstellen. 2.2. Passiva Die Posten des Eigenkapitals werden mit ihrem Nennbetrag ausgewiesen. Der Ausweis der Pensionsrückstellungen erfolgt auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens mit einem Rechnungszins von 4,75 %. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen in ausreichendem Umfang alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Mit ihnen werden Verpflichtungen abgedeckt, die dem Grunde nach erkennbar sind, aber in ihrer endgültigen Höhe noch nicht feststehen. Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Rückzahlungsbetrag ausgewiesen. 2.3. Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsätze gelten mit der Lieferung als realisiert. 2.4. Währungsumrechnung Die Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Mittelkurs am Entstehungstag umgerechnet. Ergeben sich aus der Umrechnung zu den entsprechenden Kursen am Bilanzstichtag niedrigere Forderungen oder höhere Verbindlichkeiten in Euro, so werden die Stichtagskurse angewendet. Geldbestände und Bankguthaben in fremder Währung werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. 3. Erläuterungen zur Bilanz3.1. Aktiva Die immateriellen Vermögensgegenstände der Gesellschaft betreffen aktivierte Rechte, Patente, Lizenzen und Software. Die Entwicklung des Anlagevermögens der AlzChem Hart GmbH ist in der Anlage gesondert dargestellt. Die Vorräte entwickelten sich wie folgt:
Der Rückgang hängt in erster Linie mit dem Verkauf des größten Teils der Bestände aus dem Legierungsbetrieb an die Vertriebsgesellschaft zum 01. April 2007 zusammen. Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr 53.900 TEUR (im Vorjahr: 53.586 TEUR); eine Restlaufzeit über einem Jahr haben Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 127 TEUR (im Vorjahr: 127 TEUR). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 43.988 TEUR (im Vorjahr: 39.858 TEUR) resultieren aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 10.412 TEUR (im Vorjahr: 4.215 TEUR) und aus Finanzforderungen in Höhe von 33.577 TEUR (im Vorjahr: 35.643 TEUR, davon aus Verlustübernahme 17.143 TEUR sowie aus Steuerumlagen 11.750 TEUR). Gegenüber der Gesellschafterin Evonik Degussa GmbH, Düsseldorf, bestehen Forderungen in Höhe von 33.603 TEUR (im Vorjahr: 36.221 TEUR), hiervon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 27 TEUR (im Vorjahr: 578 TEUR), Finanzforderungen aus Cashpool in Höhe von 33.576 TEUR (im Vorjahr: 6.750 TEUR). Im Vorjahr waren noch Finanzforderungen aus der Verlustübernahme in Höhe von 28.893 TEUR ausgewiesen. Gegen die weitere Gesellschafterin AlzChem Holding GmbH, Trostberg bestanden zum Bilanzstichtag keine Forderungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände (1.029 TEUR; im Vorjahr: 646 TEUR) beinhalten unter anderem Forderungen aus Steuerrückerstattungen in Höhe von 764 TEUR (im Vorjahr: 467 TEUR) sowie Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 127 TEUR (im Vorjahr: 127 TEUR). 3.2. Passiva Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2007 unverändert 9.600 TEUR. Die Kapitalrücklage weist zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr unverändert einen Stand von 18.062 TEUR aus. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres beträgt 10.988 TEUR (im Vorjahr: TEUR 0). Aufgrund des bis zum 31. Dezember 2006 gültigen und mit der Evonik Degussa GmbH abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages weist die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2006 ein Jahresergebnis von 0,- TEUR aus. Der Rückgang der Pensionsrückstellungen auf 9.640 TEUR (im Vorjahr: 13.800 TEUR) resultiert überwiegend aus der Übertragung von Pensionsansprüchen (3.879 TEUR) von Mitarbeitern, welche ein Altersteilzeitbeschäftigungsverhältnisunterzeichnet haben, auf die Evonik Degussa GmbH, Düsseldorf. Für die Ermittlung der Höhe der Pensionsrückstellungen lag ein versicherungsmathematisches Gutachten vor. Die Steuerrückstellungen betragen 428 TEUR (im Vorjahr: 202 TEUR), hiervon 159 TEUR für Körperschaftssteuer (im Vorjahr 0 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 11.445 TEUR (im Vorjahr: 18.342 TEUR) reduzierten sich hauptsächlich aufgrund des Übergangs von Mitarbeitern der AlzChem Hart GmbH auf die Evonik Degussa GmbH, die im Rahmen des Standortsicherungsvertrages oder bereits zu einem früheren Zeitpunkt Altersteilzeitvereinbarungen mit der AlzChem Hart geschlossen hatten, da die darauf entfallenden Altersteilzeitrückstellungen ebenfalls übertragen wurden. Weiterhin sind unter den sonstigen Rückstellungen u.a. personalbezogene Rückstellungen (2.866 TEUR, im Vorjahr: 9.857 TEUR), Rückstellungen für Umweltverpflichtungen (7.125 TEUR; im Vorjahr: 6.955 TEUR) sowie Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (1.040 TEUR, im Vorjahr: 1.277 TEUR), die hauptsächlich im Zusammenhang mit einem Liefer- und Serviceleistungsvertrag gebildet wurden. Außerdem sind Rückstellungen für vertragliche Ausgleichsansprüche (230 TEUR; im Vorjahr 61 TEUR), Garantierückstellungen (105 TEUR; im Vorjahr: 99 TEUR) und noch nicht abgerechnete Gebühren aus Lieferungen und Leistungen (78 TEUR; im Vorjahr: 59 TEUR) enthalten. Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 3.719 TEUR (im Vorjahr: 5.670 TEUR) resultieren aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Ferner beinhalten sie Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Evonik Degussa GmbH, Düsseldorf, in Höhe von 295 TEUR (im Vorjahr: 1.670 TEUR). Gegenüber der weiteren Gesellschafterin AlzChem Holding GmbH bestanden zum Bilanzstichtag keine Verbindlichkeiten. Bei der AlzChem Hart GmbH bestehen keine dinglichen Sicherheiten für Verbindlichkeiten. Den Warenverbindlichkeiten liegen die üblichen Eigentumsvorbehalte zugrunde. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse im Berichtsjahr in Höhe von 105.057 TEUR (im Vorjahr: 99.451 TEUR) setzen sich wie folgt zusammen:
Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus mengenbedingten Steigerungen bei Entschwefelungsmitteln und Silizium Nitrid. Weiterhin ist im Umsatz bei Legierungen der Verkauf von Beständen an den relevanten Vertriebspartner zum 01. April 2007 mit einem Volumen von ca. 6.7 Mio. EUR enthalten. Bereinigt man bei den Legierungen den Umsatz um diesen Wert erklärt sich der Rückgang gegenüber Vorjahr aus dem geänderten Vertragsverhältnis mit dem Vertriebspartner für Gießereiprodukte. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 11.839 TEUR (im Vorjahr: 17.066 TEUR) reduzierten sich überwiegend aufgrund des Wegfalls der ertragsteuerlichen Organschaft. Im Vorjahr resultierten hieraus Ertragssteuerumlagen in Höhe von 11.750 TEUR. Demgegenüber steht der Ertrag aus dem Verkauf der Silizium Nitrid Anlage an die AlzChem Trostberg GmbH am 28.12.2007 mit einem Volumen von 5.880 TEUR. Im Weiteren wurden in diesem Jahr Zuschüssen für das Forschungsprojekt HEAT in Höhe von 1.823 TEUR vereinnahmt. Bei diesem Projekt wird der Einsatz von alternativen kostengünstigeren Rohstoffen bei der Carbidproduktion erforscht. Weiterhin sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (1.504 TEUR: im Vorjahr: 238 TEUR) enthalten. Der trotz höherem Umsatz gleiche Materialaufwand wie im Vorjahr hängt in erster Linie mit der vertraglichen Änderung mit der Vertriebsgesellschaft von Gießereiprodukten zusammen. Die Verringerung des Personalaufwands resultiert u.a. aus der Reduktion des Personalstandes (Übertritt zu Evonik Degussa GmbH), der Berechnungsanpassung der Pensionsrückstellung aufgrund der Änderung des Altersversorgungssystemes ab 2008 und aufgrund der noch im letzten Jahr vorgenommenen Altersteilzeit-Offensive in Höhe von 2.112 TEUR. Die Abschreibungen verminderten sich im Vergleich zum Vorjahr um 26.376 TEUR auf 246 TEUR. Ursächlich hierfür sind die im Vorjahr durchgeführten außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von 22.848 TEUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
Der Anstieg bei den Instandhaltungskosten gegenüber Vorjahr ist durch einmalige Maßnahmen im Carbidbetrieb mit einem Volumen in Höhe von 1,7 Mio. EUR bedingt, sowie in einer Vielzahl von Instandsetzungsmaßnahmen am Standort Hart begründet. Die übrigen Fremdleistungen beinhalten die Verrechnung derjenigen Mitarbeiter, die zum 01.01.2007 aufgrund einer Altersteilzeitregelung in die Evonik Degussa GmbH übergetreten sind. Hiermit hängt auch der Aufwand aus der Übertragung von Rückstellung für Pensionsverpflichtungen sowie Altersteilzeitverpflichtungen zusammen. Die höheren F&E Aufwendungen resultieren aus der Durchführung des HEAT Projektes. Die Vorjahresabschreibungen auf das Umlaufvermögen betrafen Forderungen gegen eine in 2006 liquidierte Beteiligung in Frankreich. Die sonstigen Vertriebskosten des Jahres 2006 beinhalten überwiegend Reklamationen. Im Finanzergebnis sind Zinserträge in Höhe von 1.698 TEUR (im Vorjahr: 1.060 TEUR) und Zinsaufwendungen in Höhe von 27 TEUR (im Vorjahr: 8 TEUR) enthalten. Die Zinserträge resultieren aus dem Cashpoolguthaben bei der Evonik Degussa GmbH (1.624 TEUR; im Vorjahr: 468 TEUR), der Finanzierung der SKW Bellegarde S.A.S. (0 TEUR; im Vorjahr: 587 TEUR), sonstigen Zinserträgen mit verbundenen Unternehmen (61 TEUR; im Vorjahr: 0 TEUR) und sonstigen Zinserträgen mit Dritten (13 TEUR; im Vorjahr: 5 TEUR). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag haben das Ergebnis mit 264 TEUR belastet. Im Vorjahr stand dem eine Körperschaftssteuergutschrift in Höhe von 169 TEUR gegenüber. Die sonstigen Steuern in Höhe von 174 TEUR (im Vorjahr: 2.072 TEUR) beinhalten im Wesentlichen die Grundsteuer 62 TEUR (im Vorjahr: 71 TEUR) und die Stromsteuer 109 TEUR (im Vorjahr: 1.998 TEUR). Im Vorjahr war eine Nachzahlung der Ökosteuer für 2001 in Höhe von 1.567 TEUR berücksichtigt. 5. Sonstige AngabenDie durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter stellt sich wie folgt dar:
Der Rückgang der Personalzahlen ergibt sich im Wesentlichen aus dem Übergang der Mitarbeiter am 01.01.2007 zur Evonik Degussa GmbH. Organe Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehörten im Berichtsjahr an:
Die Geschäftsführung erhielt von der Gesellschaft keine Bezüge. Gemäß § 251 HGB liegen bei der Gesellschaft zum Bilanzstichtag 31.12.2007 folgende berichtspflichtige Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen vor:
Derivative Finanzinstrumente Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag Devisenterminkontrakte über den Einkauf von US-Dollar in Höhe von 501 TUSD (im Vorjahr: 1.224 TUSD). Der Nominalwert dazu beträgt 353 TEUR (im Vorjahr: 925 TEUR). Der Marktwert am Bilanzstichtag beträgt TEUR 340 (im Vorjahr: 928 TEUR). Die Marktwerte leiten sich aus den Beträgen ab, zu denen die betreffenden derivativen Finanzgeschäfte am Bilanzstichtag gehandelt bzw. notiert werden, ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Die Marktwerte von Devisentermingeschäften werden auf Basis von Stichtagskursen bestimmt, Terminauf- bzw. -abschläge werden berücksichtigt. Die derivativen Finanzinstrumente selbst werden nicht bilanziert. Drohenden Verlusten, die sich auf Grund von negativen Marktwerten zum Bilanzstichtag ergeben, wird durch die Bildung einer Rückstellung für Drohverluste Rechnung getragen. Zum 31.12.2007 besteht aufgrund eines negativen Marktwertes eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 12 TEUR (im Vorjahr: 3 TEUR). Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Durch die RAG Stiftung, Essen, wird ein Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufgestellt, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht ist. Der Abschluss der AlzChem Hart GmbH wird in den Konzernabschluss der Evonik Degussa GmbH, Düsseldorf, für den kleinsten Kreis von Unternehmen einbezogen, der nach IFRS aufgestellt wird. Dieser wird einschließlich des Konzernlageberichts im elektronischen Bundesanzeiger in deutscher Sprache veröffentlicht.
Trostberg, 31. Januar 2008 AlzChem Hart GmbH Die Geschäftsführung Stefan Greger Dr. Hermann-Josef Korte ErgebnisverwendungAuszug aus der Gesellschafterversammlung vom 09. Mai 2008:Die AlzChem Holding mit Sitz in Trostberg, Eingetragen in das Handelsregister des Amtsgerichts Traunstein unter HRB 4988 und die Evonik Degussa GmbH mit Sitz in Essen, eingetragen in das Handelsregister des Amtsgerichts Essen unter HRB 20227 sind die alleinigen Gesellschafter der AlzChem Hart GmbH mit Sitz in Trostberg (Amtsgerichts Traunstein HRB 16177). Die Gesellschafter fassen in der Gesellschafterversammlung am 09. Mai 2008 folgenden Beschluss:
Trostberg/Essen, 09. Mai 2008 AlzChem Holding GmbH Stefan Greger Dr. Hermann-Josef Korte
Evonik Degussa GmbH Dr. Bernd Lammert Josef Lehr Auszug aus der Gesellschafterversammlung vom 30. September 2008:Ferner wird der Gewinnvortrag in Höhe von 4.900.000 Euro (in Worten: Euro viermillionenneunhunderttausend) unter Abänderung des Gewinnverwendungsbeschlusses vom 09. Mai 2008 an die Gesellschafterin AlzChem Holding ausgeschüttet.
München, 30.09.2008 AlzChem Holding GmbH Stefan Greger Dr. Hermann-Josef Korte
Evonik Degussa GmbH Dr. Bernd Lammert Ralf Blauth Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der AlzChem Hart GmbH, Trostberg, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 31. Januar 2008 PricewaterhouseCoopers
Alexander Winter, Wirtschaftsprüfer ppa. Alexander Fiedler, Wirtschaftsprüfer |
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