Faerch Deutschland GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Georg Schorn seit 28.2.2024 | Prokura |
Rochus Fetsch seit 28.2.2024 | Prokura |
Kilian Erwin Uwe Braunsdorf seit 28.12.2023 | Geschäftsführer |
Peter Dentler seit 2.5.2022 | Geschäftsführer |
Cyrille Cousergue seit 1.4.2009 | Geschäftsführer |
Rémy Schmitt seit 1.4.2009 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
PACCOR Holdings GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Paccor (Ravensburg) Deutschland GmbHRavensburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.20221. Grundlagen der Gesellschaft1.1. Geschäftsmodell Eingebunden in die PACCOR Gruppe produziert und vermarktet die Paccor (Ravensburg) Deutschland GmbH Primärverpackungen für die Lebensmittelindustrie. Die Produktpalette setzt sich aus verschiedenen formfesten 1 Kunststoffverpackungen zusammen. Die Absatzmärkte liegen in Deutschland und im europäischen Ausland. 1.2. Forschung und Entwicklung Paccor (Ravensburg) Deutschland GmbH strebt nach kontinuierlichen Verbesserungen, um die Zufriedenheit der Kunden stetig zu steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, werden im konzerninternen Forschungs- und Entwicklungszentrum "CDI" die Anwendung neuer Konzepte und Technologien erforscht. Die aktuelle Marktentwicklung dient dabei als Orientierungspunkt. CDI ist Bestandteil der Muttergesellschaft PACCOR Packaging GmbH. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltkonjunktur hat sich deutlich schlechter entwickelt als erwartet. Die Inflation ist so hoch wie seit mehreren Jahren nicht mehr, die steigenden Lebenshaltungskosten, die Verschlechterung der finanziellen Konditionen und der Einmarsch Russlands in die Ukraine belasten die Aussichten. Das globale Wachstum hat sich von 6,0% im Jahr 2021 auf 3,2% im Jahr 2022 abgeschwächt. Abgesehen von der globalen Finanzkrise und der akuten Phase der COVID-19-Pandemie, ist dies das schwächste Wachstum seit 2001. Die globale Inflation steigt von 4,7% im Jahr 2021 auf 8,8% im Jahr 2022. In Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt um 1,9% in 2022 gewachsen, trotz Energiekrise und Lieferkettenproblemen und liegt damit leicht über den Erwartungen vom Herbst 2022 mit 1,4%. 2 Im Bereich der Verpackungsmittel hat sich in West- und Osteuropa sogar ein rückläufiger Trend abgezeichnet. Im Jahr 2022 wurde im Vergleich zum Vorjahr rund 491 Mio. Stück weniger verkauft, dies entspricht einem Rückgang von 0,7%. Lediglich in den Sparten Cream und Drinking Milk Products konnte ein Wachstum erzielt werden. Cream ist um 1,1% und Drinking Milk Products um 3,7% gestiegen. 3 2.2. Geschäftsverlauf 2.2.1. Überblick Die Paccor (Ravensburg) Deutschland GmbH sieht sich als Lieferant von formfesten Verpackungsmittel für die Lebensmittelindustrie. Der Absatzmarkt der Paccor (Ravensburg) Deutschland GmbH befindet sich in Deutschland und dem europäischen Ausland. 2.2.2. Leistungsindikatoren Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren für die Steuerung der Gesellschaft sind der Umsatz und das operative Ergebnis (EBIT). Die Umsätze sind im Vergleich zum Vorjahr um 16,1% gestiegen. Dies konnte trotz rückläufiger Verkaufsmengen (Stück, -4,5%) generiert werden. Der Hauptgrund für den Umsatzanstieg waren gestiegene Verkaufspreise, die aufgrund deutlich gestiegener Rohstoffpreise und Energiekosten begründet waren. Im Vergleich zu den Planumsätzen 2022 konnte im Ist eine Steigerung des Umsatzes um ca. 6,6% erzielt werden. Dies ist trotz geringerer Absatzmenge in Tonnen von -1,6% durch eine Steigerung des Verkaufspreises überkompensiert worden. Steigende Rohstoffpreise sowie generelle Preissteigerungen in sämtlichen Bereichen waren die Grundlagen dieser Erhöhungen. Der Jahresüberschuss beträgt im Berichtsjahr 122 TEUR und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 1.436 TEUR verbessert und liegt unter dem Planwert von 838 TEUR. Das EBIT konnte mit 324 TEUR (Vorjahr -1.136 TEUR) gegenüber dem Vorjahr ebenfalls deutlich gesteigert werden und liegt unter dem Planwert von 1.095 TEUR. Der Hauptgrund sind neben Restrukturierungsaufwendungen höhere Reparaturaufwendungen, Frachtkosten und Versicherungsprämien. 2.2.3. Produktion und Kapazität Die produzierte Menge betrug im Jahr 2022 657 Mio. Stück (Vj. 663 Mio. Stück) und lag damit 113 Mio. Stück unter dem Planwert. Die Kapazität wurde zu 85,4% ausgelastet. Die Produktionskapazität ist gegenüber 2021 im Wesentlichen unverändert. 2.2.4. Investitionen Im Geschäftsjahr wurden 38 TEUR investiert. Diesen Investitionen standen planmäßige Abschreibungen von 2.577 TEUR gegenüber. Im Wesentlichen betreffen die Investitionen Betriebs- und Geschäftsausstattungen. 2.2.5. Personalentwicklung Die Anzahl der MitarbeiterInnen hat sich im Jahresdurchschnitt von 84 im Vorjahr auf 85 erhöht. 2.3. Ertrags-, Vermögens-, Finanzlage 2.3.1. Ertragslage Der Umsatz 2022 ist gegenüber dem Vorjahr um 3.896 TEUR auf 28.142 TEUR gestiegen, dies entspricht einer Erhöhung von 16,1%. Hauptgrund sind höhere Verkaufspreise, die auf höheren Rohstoffpreisen und Herstellkosten basieren. Der Materialaufwand stieg von 14.718 TEUR auf 16.325 TEUR an. Dies entspricht einer Erhöhung von 10,9%. Die Änderung resultiert aus den deutlich gestiegenen Rohstoffpreisen am Markt. Der Anstieg der Personalaufwendungen lag bei 8,1%, im wesentlichen aufgrund der Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 3.862 TEUR auf 4.511 TEUR resultiert aus den folgenden Themen: erhöhte Aufwendungen für Instandhaltungen und Reparaturen, gestiegene Versicherungsprämien und erhöhte Frachtkosten. 2.3.2. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme verringert sich um 10,0% auf 11.450 TEUR (Vj. 12.717 TEUR). Das Anlagevermögen in Höhe von 6.387 TEUR (Vj. 8.926 TEUR) beträgt 55,8% (Vj. 70,2%) im Verhältnis zur Bilanzsumme. Das Sachanlagevermögen hat sich um 2.531 TEUR vermindert, da die Abschreibungen (2.577 TEUR) die Zugänge (38 TEUR) wesentlich überstiegen. Der Rückgang der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betrifft primär den Bestand an Kunststoffgranulat und Labels. Der Anstieg der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erklärt sich teilweise durch die höheren Rohstoffpreise, aber auch einen höheren Bestand zur Bevorratung und Vorleistung für Zwecke der Sicherung der zeitgerechten Abwicklung der Kundenaufträge. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultiert aus einem erhöhten Liefer- und Leistungsbezug der Kunden zum Jahresende und einem höheren Verkaufspreis. Das gezeichnete Kapital liegt unverändert bei 2.045 TEUR. Zum Bilanzstichtag hat sich das Eigenkapital durch den Jahresüberschuss um 122 TEUR erhöht und liegt aufgrund der im Vorjahresvergleich geringeren Bilanzsumme bei 33,6% (Vj. 29,3%). Die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen betrifft die Rückstellung für ausstehende Rechnungen, die Garantierückstellungen sowie die Rückstellungen für Personalverpflichtungen einschließlich Restrukturierung. Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 656 TEUR ist auf einen verminderten Liefer- und Leistungsbezug zum Jahresende zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sanken um 833 TEUR aufgrund der vollständigen Tilgung eines Darlehens. Der Finanzmittelfonds bestehend aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten hat sich durch den Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 1.743 TEUR, dem Mittelflüsse aus der Investitionstätigkeit von 38 TEUR und aus der Finanzierungstätigkeit von 1.128 TEUR gegenüberstehen von 347 TEUR im Vorjahr auf 924 TEUR zum 31. Dezember 2022 erhöht. Die Gesellschaft konnte in Geschäftsjahr 2022 jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. 3. Prognosebericht3.1. Planung der Gesellschaft Für das Jahr 2023 wurde ein Umsatz von rund 31,9 Mio. EUR und ein positives EBIT von rund 1,8 Mio. EUR geplant. Dieser Planung lag zugrunde, dass die Absatzmenge in Stück um ca. 5,8% steigt und die Verkaufspreise sich aufgrund der aktuellen Rohstoff- und Energiepreisentwicklung deutlich erhöhen. Durch ein neues, effizienteres Produktionskonzept konnten Kosteneinsparungen in Personalbereich und den Energiekosten eingeplant werden. 4. Chancen- und Risikobericht4.1. Chancenbericht Durch die Einbindung in den Konzernverbund ergeben sich neben Synergien insbesondere auch Marktchancen durch die hohe Innovationsfähigkeit des Gesamtkonzerns, die auch der Gesellschaft in Ravensburg zugutekommt. Für die Gesellschaft ergeben sich Chancen durch demographische Entwicklungen, wie kleinere Haushalte und höhere Lebenserwartung und die damit stetig steigende Nachfrage nach größerer Produktvarianz und -qualität. Der langfristige Erfolg der Paccor (Ravensburg) Deutschland GmbH hängt davon ab, für den bestehenden Kundenkreis ein zuverlässiger und sehr flexibler Lieferant von qualitativ hochwertigen Verpackungslösungen zu sein. 4.2. Risikomanagementsystem Die vorhandenen Managementsysteme, Strukturen und Prozesse stellen sicher, dass Risiken, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens auswirken und ggf. den Fortbestand des Unternehmens gefährden, frühzeitig identifiziert werden. Das interne Kontrollsystem berücksichtigt die aktuelle Risikolage. 4.3. Risiken 4.3.1. Energie- und Rohstoffversorgung Für unsere Standorte in Deutschland besteht ein Rahmenliefervertrag (Strom) mit Laufzeit bis Ende 2024. Dieser Vertrag basiert auf einer Spotmarktreferenz mit der Möglichkeit die Teile des zukünftigen Verbrauchs preislich zu fixieren. Als Basis für die Bewirtschaftung und Mengenermittlung werden in erster Linie die geplanten Produktionsdaten und historischen Verbrauchsdaten herangezogen. Die Bewertung der aktuellen Marktentwicklung wird laufend vorgenommen und zusammen mit der Geschäftsführung abgestimmt. Das Risiko wird als klein eingestuft. Die Rohstoffversorgung wird als mäßiges Risiko angesehen. Zur Minimierung des Risikos sind verschiedene Spezifikationen bei diversen Lieferanten qualifiziert und im Einsatz. 4.3.2. Absatz- und Marktrisiken Absatzrisiken sind Teil der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Paccor (Ravensburg) Deutschland GmbH mildert sie durch eine facettenreiche Geschäftspolitik ab. Unsere strategisch angelegte Produktpalette und das exzellente Markt- und Produktions-Know-How gewährleisten ein hohes Maß an Unabhängigkeit am Markt. Der Abschluss von Rahmenkontrakten mit Großkunden schafft berechenbare Bedingungen. Ständiger Kontakt zu unseren Kunden hilft die Vorgänge am Markt besser zu verstehen. Ein Großteil der Produkte wird an Kunden in wenig zyklischen Branchen der Lebensmittelindustrie geliefert. Das Risiko wird als mittel eingestuft. 4.3.3. Produktionsrisiken Im Wertschöpfungsprozess ist die Gesellschaft dem Risiko von Betriebsunterbrechungen aufgrund von Maschinenausfällen oder möglichen Produktfehlern ausgesetzt. Um dem Risiko von Betriebsunterbrechungen zu begegnen, baut die Gesellschaft ihr Notfall- und Krisenmanagement weiter aus und begegnet dem Maschinenausfallrisiko durch regelmäßige Wartung. Ferner investiert die Gesellschaft gemäß internen Richtlinien und Verfahren in neue, auf dem aktuellen technischen Stand befindliche Maschinen. Zur Reduktion des Risikos von Produktfehlern werden Produktionsprozesse ständig überwacht und weiterentwickelt. Die Implementierung von ISO-9001-konformen Verfahren und Prozessen sowie die Befolgung von sogenannten "Good Manufacturing Practices" (GMP) verringern das Risiko zusätzlich. Darüber hinaus unterliegen die Produktionsprozesse des Konzerns immer wieder der Auditierungen durch das Qualitätsmanagement, durch Kunden sowie durch externe Prüfungs- und Zertifizierungsunternehmen. Daneben sind Investitionen notwendig, um die steigenden Qualitätsbedürfnisse der Kunden zu gewährleisten. Aufgrund aller vorgenannten Faktoren stufen wir das Produktionsrisiko als geringes Risiko ein. 4.3.4. Personalrisiken Die Fähigkeiten und Leistungen der Mitarbeiter sind eine wesentliche Grundlage des Unternehmenserfolges. Die strategische Personalbeschaffung und die Förderung der Entwicklung der Mitarbeiter sind neben der aktiven Unterstützung von Organisations- und Veränderungsprozessen eine wichtige Aufgabe der Personalabteilung. Das Risiko der Mitarbeiterfluktuation, dass den Abgang von wesentlichem Know-How mit sich ziehen würde, wird als mittel eingestuft. Bei Neueinstellungen werden verschiedene Wege beschritten. Ausschreibungen über verschiedene off- und online Plattformen, sowie über Mundpropaganda. 4.3.5. Risiken der Informationsverarbeitung Das primäre Ziel der Informationssicherheit bei Paccor (Ravensburg) Deutschland GmbH ist der Schutz der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen. IT-Risiken sind das Potential, dass eine bestimmte Bedrohung die Schwachstellen eines IT-Systems ausnutzt und die genannten Schutzziele der Informationssicherheit gefährdet. Dabei wird unter folgenden elementaren Gefährdungen unterschieden (basierend auf den Gefährdungskategorien des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik - BSI - in Deutschland): höhere Gewalt, organisatorische Mängel, menschliche Fehlhandlungen, technische Versagen und vorsätzliche Handlungen. Die Maßnahmen von PACCOR zur Gewährleistung der Schutzziele der Informationssicherheit beruhen auf vier Säulen:
Das Risiko wird als mittel eingestuft. 4.3.6. Allgemeine Risikobewertung Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Risiken bzgl. Energiepreissteigerung und deren wertgleiche und fristenkongruente Weitergabe an die Kunden erhöht. Insbesondere die Risiken auf Preise im Energiemarkt haben sich deutlich erhöht. Maßgeblich ausschlaggebend dafür war der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und die daraus resultierenden weltweiten Sanktionen gegen Russland, welche eine enorme Inflation in diversen Bereich nach sich gezogen haben. Aufgrund unserer Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit, der jeweiligen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie unter Berücksichtigung der Wirksamkeit von Gegensteuerungsmaßnahmen, schätzen wir die Risiken insgesamt als nicht bestandsgefährdend für unsere Gesellschaft ein. Im Gesamtbild sind wir der Ansicht, dass die Risikolage als normale unternehmerische Risiken einzustufen sind und keine besonderen Risiken bestehen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden.
1 https://www.imf.org/en/Publications/WEO
Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben1. Jahresabschluss Die Paccor (Ravensburg) Deutschland GmbH, Schubertstraße 27, 88214 Ravensburg ist im Amtsgericht Ulm unter HRB 550400 eingetragen. Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG, jeweils in der aktuellen Fassung, aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Jahresabschluss wird in Euro aufgestellt. 2. Unternehmensgegenstand Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Verpackungen aller Art. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber Vorjahr nicht verändert. Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, inkl. direkt zuordenbarer Anschaffungsnebenkosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauern betragen 3 bis 7 Jahre. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, inkl. direkt zuordenbarer Anschaffungsnebenkosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungssätze sind auf Basis betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauern ermittelt. Bauten werden über 5 bis 33 Jahre, technische Anlagen und Maschinen über 1 bis 19 Jahre und andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung über 1 bis 21 Jahre abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzliche außerplanmäßige Abschreibungen bei dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungswert unter € 1.000,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau sind zum Nennwert angesetzt. Die Beteiligung ist mit den Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen erfolgen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung (gemildertesNiederstwertprinzip). Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Die Forderungen sind zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert ausgewiesen. Erkennbaren Risiken wird durch angemessene Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Sonstige Vermögensgegenstände sowie der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert ausgewiesen. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz berechnet, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Das Eigenkapital ist mit dem Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Langfristige Rückstellungen werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Für die Rückstellung für die Zuwendung anlässlich von Dienstjubiläen liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten vor. Als Rechnungsgrundlage dienen die Richttafeln 2018G von Dr. Klaus Heubeck, es wurde zum 31.12.2022 ein Rechnungszins von 1,44 % (Vorjahr 1,35 %) sowie ein Gehaltstrend von 3,00 % (Vorjahr 2,75 %), ein Beitragsbemessungstrend von 2,75 % (Vorjahr 2,00 %) sowie eine Fluktuationsrate von unverändert 6,00 % zugrunde gelegt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. III. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Zum Bilanzstichtag waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.889 (Vorjahr TEUR 1.712) an eine Factoring - Gesellschaft verkauft. Der abgeschlossene Factoring Vertrag erfüllt die Voraussetzungen für "echtes Factoring". Daher wurde die Finanzierung mit den entsprechenden Forderungen verrechnet. Nach dem Vertrag ist die Paccor (Ravensburg) Deutschland GmbH grundsätzlich verpflichtet, sämtliche Forderungen zum Kauf anzubieten. Ausgenommen hiervon sind Forderungen gegen Debitoren in ausgewählten Ländern sowie einzeln benannte Debitoren. Ebenfalls ausgenommen sind Forderungen aus der Herstellung von Werkzeugen und Formen. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus laufenden Liefer- und Leistungsverrechnungen in Höhe von TEUR 434 (Vorjahr TEUR 388). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten mit TEUR 99 (Vorjahr TEUR 108) Forderungen gegen das Finanzamt aus Stromsteuererstattungen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital betrug im Geschäftsjahr unverändert TEUR 2.045. Die Kapitalrücklage betrifft sonstige Zahlungen des Gesellschafters nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Die Gewinnrücklage umfasst thesaurierte Gewinne aus den Vorjahren. Die PACCOR Packaging GmbH, Düsseldorf ist alleinige Gesellschafterin. Zum 31.12.2022 bilanziert das Unternehmen ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 3.849 (Vorjahr TEUR 3.728). Die Erhöhung des Eigenkapitals ist auf den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von TEUR 122 zurückzuführen, der den Bilanzverlust im Vergleich zum Vorjahr verringert hat.. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.365 (Vorjahr TEUR 885) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalverpflichtungen in Höhe von TEUR 723 (Vorjahr TEUR 462) für ausstehenden Rechnungen in Höhe von TEUR 204 (Vorjahr TEUR 92) und für Garantien in Höhe von TEUR 70 (Vorjahr TEUR 30). Verbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben TEUR 3.705 (Vorjahr TEUR 4.465) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und TEUR 104 (Vorjahr TEUR 0) eine Restlaufzeit über einem Jahr. Es bestehen keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit Restlaufzeit über 5 Jahren. Die Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 489 (Vorjahr TEUR 1.323) gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 489 (Vorjahr TEUR 169). Eine Finanzierung wie im Vorjahr (TEUR 1.153) besteht nicht mehr. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin PACCOR Packaging GmbH belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 220 (Vorjahr TEUR 147). Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben TEUR 489 (Vorjahr TEUR 1.323) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten über einem Jahr oder über 5 Jahren. Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind TEUR 1.551 (Vorjahr TEUR1.526) innerhalb eines Jahres fällig, TEUR 386 (Vorjahr TEUR 790) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Ausleihungen mit TEUR 1.063 (Vorjahr TEUR 1.720), Zuschüsse für Revisionen mit TEUR 667 (Vorjahr TEUR 391) und die Lohn- und Gehaltsabrechnung mit TEUR 201 (Vorjahr TUER 197). Es bestehen keine sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über 5 Jahren. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Abschlussstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen mit einem externen Dritten von TEUR 106, die innerhalb eines Jahres fällig sind. Der Vertrag dient der Zahlungszielverlängerung. TEUR 104 haben eine Restlaufzeit über einem Jahr. Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit über 5 Jahren. IV. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt nach Regionen:
Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen Erträge aus Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 202 (Vorjahr TEUR 155). Erträge aus Fremdwährungsumrechnung lagen nicht vor. Der Personalaufwand enthält die Zuführung zur Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen von TEUR 250 (Vorjahr TEUR 0). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Reparaturen in Höhe von TEUR 1.222 (Vorjahr TEUR 752), Ausgangsfrachten in Höhe von TEUR 1.003 (Vorjahr TEUR 821) Management Fees in Höhe von TEUR 554 (Vorjahr TEUR 771), und Versicherungen TEUR 225 (Vorjahr TEUR 59). Darüber hinaus enthält der Posten Aufwendungen für Paletten, Reinigung, Miete, Gebühren und Beiträge, Reiskosten sowie sonstige verwaltungsbezogene Aufwendungen. Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung lagen nicht vor. Die Zinserträge in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 0) betreffen im Wesentlichen Bankguthaben. Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 162 (Vorjahr TEUR 137) betreffen mit TEUR 57 (Vorjahr TEUR 91) verbundene Unternehmen, mit TEUR 92 (Vorjahr TEUR 42) Ausleihungen, mit TEUR 12 (Vorjahr TEUR 3) Mietkauf und mit TEUR 1 (Vorjahr TEUR 1) die Abzinsung von Rückstellungen. V. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse Im Geschäftsjahr wurden keine Ansprüche aus Sicherheiten gegen die Gesellschaften geltend gemacht. Im Rahmen des Eigentümerwechsels auf Konzernebene wurde die bisherigen Finanzierung des Konzerns über Kreditinstitute durch Gesellschafterdarlehen abgelöst. Die im Vorjahr bestehenden gesamtschuldnerischen Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten mit weiteren verbundenen Unternehmen von TEUR 513.481 sind somit im Geschäftsjahr 2022 vollständig entfallen. Außerbilanzielle Geschäfte Die Gesellschaft hat zur Verbesserung der Liquidität einen Factoring-Vertrag mit der FACTOFRANCE, Paris abgeschlossen, durch welchen das Delkredere bei Verkauf von Forderungen auf die FACTOFRANCE übergeht. Geschäftsführer Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer:
Gemeinsam vertretungsberechtigte Geschäftsführer:
Für die Angaben der Geschäftsführerbezüge wird die Schutzklausel nach §286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen, da nur ein Geschäftsführer im Unternehmen Bezüge erhalten hat. Mitarbeiter Die Beschäftigtenzahl des Geschäftsjahres hat sich im Durchschnitt von 84 im Vorjahr auf 85 erhöht. Im Dezember 2022 waren 17 Angestellte und 66 gewerbliche Mitarbeiter beschäftigt. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 121.871,57 gemeinsam mit dem Verlustvortrag von EUR -7.703.037,86 zusammen somit EUR -7.581.166,29 auf neue Rechnung vorzutragen. Konzernzugehörigkeit Alleinige Gesellschafterin ist die PACCOR Packaging GmbH, Düsseldorf. Deren Anteile werden unmittelbar von der PACCOR Holdings GmbH, Düsseldorf, gehalten. Die Paccor (Ravensburg) Deutschland GmbH wird in den Konzernabschluss der Faerch A/S., Rasmus-Faerch,-Vej 1 7500 Holstebro/Dänemark, einbezogen. Die Faerch A/S stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt und wird bei der Faerch A/S., Rasmus-Faerch,-Vej 1, 7500 Holstebro/Dänemark erhältlich sein. Der Konzernabschluss der Faerch A/S wird zudem in englischer Sprache im Bundesanzeiger unter der PACCOR Holdings GmbH, Düsseldorf, veröffentlicht. Die Paccor (Ravensburg) Deutschland GmbH wird zudem in den Konzernabschluss der AP Moller Holding A/S, Kopenhagen, Dänemark, einbezogen. Die AP Moller Holding A/S stellt als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vor, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.
Ravensburg, den 4. Juli 2023 Die Geschäftsführung Dr. Helmut Ruland Peter Dentler Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Paccor (Ravensburg) Deutschland GmbH, Ravensburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Paccor (Ravensburg) Deutschland GmbH, Ravensburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Paccor (Ravensburg) Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 4. Juli 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Thorsten Neumann, Wirtschaftsprüfer ppa. Michael Neutz, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 10. August 2023 festgestellt. |
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