Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 210548
Vorher
Carl Zeiss Display Technologies GmbHSypro Optics GmbH
Eingetragen
28.3.2006
Branche
Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
vom Amts wegen berichtigt: die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Produkten und deren Komponenten für die Erfassung und Projektion digitaler Informationen sowie die Erbringung von Dienstleistungen für solche Erzeugnisse

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gerald Schatz
seit 26.6.2024
Geschäftsführer
Gregory Bowling Hebard
seit 17.11.2021
Geschäftsführer
Pascal Tobias Grahnert
seit 17.11.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Jabil Circuit Netherlands B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Jabil Circuit Netherlands B.V.
Netherlands
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Jabil Optics Germany GmbH

Jena

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2023 bis zum 31.08.2024

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24

Inhalt

1. Geschäftsentwicklung

2. Finanz- unf Vermögenslage

3. Ertragslage

4. Investitionen

5. Chancen udn Risiken der zukünftigen Entwicklung

6. Ausblick und zusammenfassende Bewertung

1. Geschäftsentwicklung

Die Jabil Optics Germany GmbH (kurz: "JOG") ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft innerhalb des Konzerns der Jabil Circuit Inc., St. Petersburg (USA), einem Auftragshersteller von Elektronikkomponenten. Alleiniger Gesellschafter der JOG ist die Jabil Circuit Netherlands B. V., Eindhoven (Niederlande).

Die JOG ist eng verbunden mit dem Entwicklungsbereich Jabil Optics Engineering, unter dessen Führung innerhalb des Jabil-Konzerns alle Entwicklungsaktivitäten mit Bezug zur Optik zusammengefasst werden. Der Entwicklungsbereich Jabil Optics Engineering hat Entwicklungsstandorte in den USA, Deutschland und China.

Die JOG entwickelt gemeinsam mit anderen Entwicklungsgruppen des Jabil-Konzerns optoelektronische Module für die Bereiche Automotive, Medizin, Consumer und industrielle Produkte, transferiert die Entwicklungsergebnisse zu Produktions-Standorten der Muttergesellschaft Jabil Circuit und betreut die entwickelten Produkte während des Produkt-Lebenszyklus.

Teil der Jabil-Konzernstrategie ist die Verstärkung der weltweiten Entwicklungskapazitäten, um den Anteil von Entwicklungsdienstleistungen mit bestehenden und neuen Kunden zu erhöhen. JOG ist der einzige Optik-Entwicklungsstandort innerhalb des Jabil-Konzerns, der neue Produkte entwickelt oder für die Kunden großserientauglich anpasst. Daneben gibt es im Entwicklungsbereich Jabil Optics Germany weitere Entwicklungsgruppen, die für diese neuen Produkte oder Produktanpassungen Automatisierungs-, Handlings- und Fertigungsprozesse entwickeln.

Mit steigender Komplexität der Produkte und Prozesse ist das Verständnis für den Gesamtprozess von der ersten Produktidee bis hin zum Transfer in eine Massenproduktion ausschlaggebend für eine zuverlässige und planbare Qualität für die stabile Serienfertigung. Alle notwendigen Kompetenzen sind in der Engineering-Organisation von Jabil Optics vorhanden.

Die Entwicklungstätigkeit von JOG konzentriert sich auf Wachstumsmärkte, in denen neue Generationen von optoelektronischen Modulen Innovation und Differenzierung ermöglichen. Dazu gehören Augmented- and Mixed Reality Applikationen, Sensorik im und am Auto, Scanning und Sensing, Safety und Security, Head-up Displays, und hochauflösende Kameramodule für spezielle Anwendungen u.a. auch im Agrarbereich.

Insbesondere im Bereich für Augmented Reality Brillen ist ein starkes Wachstum der Entwicklungsaktivitäten zu verzeichnen. Bis sich diese Produkte für den Massenmarkt durchsetzen, wird es noch weitere Entwicklungszyklen benötigen. Aufgrund vielfältiger technischer Ansätze und sich weiterentwickelnder Komponenten gibt es eine Vielzahl von technischen Ansätzen, die aufwändige und hochkomplexe Projekte mit einer zunehmend größeren Anzahl von Prototypen notwendig machen.

Das befördert das Geschäft der Jabil Optics Germany GmbH, da wir die ganze Bandbreite der benötigten Fähigkeiten und auch die notwendige Infrastruktur umfassend aus eigener Hand anbietenkönnen. Es ist deutlich sichtbar, dass dieses Leistungsspektrum attraktiv für eine zunehmende Anzahl von Kunden ist.

Im Bereich ADAS (Advanced Driver Assistance Systems) und im Bereich Autonomes Fahren entstehen vielfältige neue Applikationen (z. B. Lidar-Systeme) und der Bedarf nach optischen und anderen Sensoren steigt aus unserer Sicht enorm. Ein weiterer, aus unserer Sicht sich rasant entwickelnder Markt ist die Automatisierung in der Produktion, sowohl im Fertigungsbereich z. B. durch Roboter als auch in der Logistik (fahrerlose Transport-Systeme). Für beides sind vielfältige Arten von zumeist optischen Sensoren notwendig.

Das Profil von JOG-Projekten hat sich von klassischen opto-mechanischen Modulen weiter entwickelt hin zu komplexen miniaturisierten optoelektronischen Modulen. Kennzeichnend hierfür sind extreme Anforderungen an den Bauraum (Einsatz in Notebooks, Smartphones und Smart Glasses) sowie höchste Positioniergenauigkeit der im Modul zu integrierenden Komponenten (im Mikrometer-Bereich; Active und Passive Alignment Technologie). Des Weiteren müssen Produkte so entwickelt werden, dass sie massenfertigungstauglich sind (mehrere Millionen Stück pro Jahr) und zusätzliche Qualitätsanforderungen aus den verschiedenen Bereichen (insbesondere Medizin- und Automobilbereich) erfüllen.

JOG hat nach unserer Ansicht eine Schlüsselposition im Jabil Optics Ecosystem. Die Verbindung von Produktentwicklung und der Prozessentwicklung bei JOG (Jena) und der Ausrüstungsentwicklung für die Serienproduktion bei Jabil Kasalis (Boston, Massachusetts) und der Serienproduktion der optoelektronischen Module in verschiedenen Fertigungsstandorten von Jabil soll für den Kunden eine Gesamtlösung bieten und die Anzahl seiner Schnittstellen zu verschiedenen Lieferanten reduzieren.

JOG hat seine Stärken in der ausgewiesenen Optik-Kompetenz, in der hohen Innovation (Patente) und in der Verbindung von Produktentwicklung mit den weltweiten Produktionsstandorten der Muttergesellschaft. JOG unterstützt Kunden insbesondere bei der Industrialisierung für die Massenproduktion und bietet außerdem vielen Kunden die Möglichkeit, Produkte, die bisher nur im industriellen Bereich entwickelt und verkauft wurden, diese in einer späteren Generation so zu entwickeln, dass erhöhte Qualitätsanforderungen aus den Bereichen Medizin und Automobil erfüllt werden können.

Die Entwicklung von optoelektronischen Modulen für neue Consumerprodukte, die Augmented/ Mixed und Virtual Reality Technologien (im Folgenden kurz "AR/VR") unterstützen, wurde im Geschäftsjahr 2023/24 fortgesetzt.

Die Verankerung von JOG mit den Schlüsseltechnologien AR/VR, Lidar, 3D-Sensing und Advanced Camera Systems wird unserer Meinung nach weitere Produktinnovationen in den nächsten Jahren treiben. Jabil Geschäftsbereiche haben in ihrer Langfristplanung erhebliche Umsatz- und Ergebnisbeiträge durch optoelektronische Module verankert, die durch die Jabil Optics Engineering Gruppe gemeinsam mit ihren Kunden entwickelt werden.

Zusätzlich ist Optik oft der "Enabler" für weitaus größere Geschäfte als nur Optische Module, besonders im Bereich Medizintechnik, wo opto-elektronische Module mit geringen Kosten oft ein gesamtes Produkt mit Kosten von mehreren Hunderttausend USD oder sogar Millionen USD für Jabil erst ermöglichen. Auch im Automobilbereich gibt es verschiedene, vielversprechende Entwicklungen im ADAS-Bereich zur Unterstützung des Autonomen Fahrens.

Der Verkauf von Entwicklungsleistungen innerhalb des Jabil-Konzerns und auch direkt an externe Kunden hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter positiv entwickelt. JOG war durch Entwicklungsaufträge sehr gut ausgelastet und hat zusätzlich zu vielen Kundenprojekten auch wichtige interne Projekte umgesetzt. JOG ist voll integriert in den Jabil-Konzern und hat die Beziehungen zu den Business Sektoren Automotive, Industrial, Consumer und Healthcare ausgebaut.

An unserem neuen Produktionsstandort in Jena werden weiter Prototypen und Kleinserien gefertigt. Hier können Produkte bis zu einem höheren Reifegrad entwickelt werden, bevor sie in Jabil-Massenproduktionsstandorte transferiert werden können. Das senkt aus Sicht von Jabil und unseren Kunden letztlich die Kosten, weil derartige schnelle Änderungen an Standorten mit sehr starren Prozessen, die für die Massenproduktion notwendig sind, meist nicht effizient umgesetzt werden können.

Auch im Geschäftsjahr 2023/2024 konnten viele neue und komplexe Entwicklungsprojekte erfolgreich umgesetzt werden. Für zukünftig zu erwartende schnelle Änderungen im Marktumfeld sehen wir uns gut gerüstet. Aktuell liegt der Schwerpunkt unserer Aktivitäten im ConsumerBereich, was sich aber zukünftig auch wieder ändern könnte. Durch eine immer engere Verbindung zu den verschiedenen Jabil Geschäftsbereichen gibt es eine Vielzahl von Kontakten und Möglichkeiten zur Zusammenarbeit. Ein konsequenter Auswahlprozess sorgt dafür, dass vielversprechende Projekte mit positivem Ausblick unterstützt werden.

Das stärkt unserer Meinung nach die Position der Gesellschaft und führt zu einer stärkeren Kundenbindung, da die Jabil Optics Gruppe seinen Kunden das komplette Spektrum der hochkomplexen Produktentwicklung inklusive der Überführung in die Serienfertigung in verschiedenste Fertigungsstandorte weltweit anbieten kann.

In unserer Gesellschaft in Jena können wir Kunden gleichzeitig die Flexibilität einer kleinen, agilen Einheit als auch die Stabilität und die Einkaufsmacht eines Weltkonzerns mit knapp 30 Milliarden Dollar Umsatz bieten. Dies ist ein einzigartiges Konstrukt, weil die meisten unserer Konkurrenten in der Auftragsfertigung nicht über eine ausgewiesene Optik-Kompetenz und gleichzeitig In-house Maschinenentwicklung verfügen.

Für die Zukunft wird angestrebt, am Standort in Jena Kleinserien für verschiedene Kunden und Anwendungen zu fertigen, um dadurch wichtige Informationen hinsichtlich Gutausbeute und Fertigungsstabilität zu bekommen und zusätzlich auch wieder einen Beitrag zum operativen Ergebnis der Gesellschaft zu leisten. Attraktiv ist dieses Angebot besonders für Kunden, die Bedarf zur Unterstützung mit der Active Alignment Technology bzw. für Fertigung in Reinräumen haben, diese Fähigkeiten aber selbst nicht aufbauen können oder wollen, da hierfür umfangreiche Investitionen zu tätigen sind.

Zum Ausbau der Stärken in der Entwicklung optoelektronischer Module führt die Gesellschaft neben kundenfinanzierten Entwicklungsprojekten in geringem Umfang auch für eigene Zwecke Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten durch.

2. Finanz- und Vermögenslage

2.1. Finanzlage

Die JOG ist in den europäischen Cash Pool des Jabil-Konzerns eingebunden. Zum Bilanzstichtag weisen die Salden der Cash-Pool Konten einen positiven Saldo aus. Aufgrund des eigenen positiven Cash-Flows war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihre fälligen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Die voraussichtliche Liquiditätsentwicklung der JOG wird in einer wöchentlichen Projektion sowie in einer rollierenden 3-Monats-Vorschau im Rahmen des Jabil-Konzerns berichtet. Zur Absicherung von Währungsschwankungen zwischen EUR und USD nimmt JOG-Kurssicherungsgeschäfte in Form von Devisentermingeschäften in Anspruch.

2.2. Vermögenslage

Das Gesamtvermögen der JOG beträgt zum Bilanzstichtag 31. August 2024 TEUR 23.949 (im Vorjahr TEUR 19.715). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (Cash Pool Konten). Das Anlagevermögen (TEUR 8.038/Vorjahr TEUR 8.694) ist im abgelaufenen Geschäftsjahr gesunken.

Das Vorratsvermögen hat sich im Geschäftsjahr 2023/24 von TEUR 50 auf TEUR 758 erhöht. Der Aufbau der Vorräte ist dabei insbesondere auf die Erhöhung der Unfertigen Leistungen in den Projekten zurückzuführen, welche zum Bilanzstichtag noch nicht vollständig abgerechnet werden konnten. Für diese gibt es aber klare Vereinbarungen zur Leistungsabrechnung im GJ 2024/25.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.473 haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 12.939 und sonstige Vermögensgegenstände TEUR 300, bilden weitere wesentliche Vermögensposten zum Bilanzstichtag.

2.3. Kapitalstruktur

Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich von TEUR 8.766 weiter auf TEUR 12.570 erhöht. Die Eigenkapitalquote ist von 44,5 % um 8,0 Prozentpunkte auf 52,5 % gestiegen. Hauptgrund ist die Erhöhung des Eigenkapitals durch den Jahresüberschuss im abgelaufenen Geschäftsjahr aber auch der gleichzeitigen Erhöhung der weiteren Passivposten, was zu einer deutlichen Erhöhung der Bilanzsumme geführt hat (von TEUR 19.715 um TEUR 4.234 auf TEUR 23.949).

Die Rückstellungen haben sich von TEUR 7.352 auf TEUR 7.826 erhöht. Die Pensionsrückstellungen sind leicht gestiegen um TEUR 92. Des Weiteren wurden Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 884 (Vorjahr TEUR 602) ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen (TEUR 1.036 / Vorjahr TEUR 776).

3. Ertragslage

Im Geschäftsjahr wurde ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von TEUR 5.184 erzielt. Das Ergebnis nach Steuern beträgt TEUR 3.805 und ist damit erwartungsgemäß positiv.

Vor dem Hintergrund, dass für Entwicklungs- und Fertigungsdienstleistungen innerhalb des Konzerns ein vereinbarter Aufschlag für Intercompany-Verrechnungen realisiert wird, ist ein positives Ergebnis kontinuierlich planbar. Das Ergebnis korreliert regelmäßig mit den Gesamtkosten der Organisation und zusätzlichen Umsätzen für eingesetzte Projektmaterialien.

Die Kundenstruktur hat sich im vergangenen Geschäftsjahr abermals verändert. Aktivitäten für große bestehende Kunden wurden reduziert, zusätzliche neue Kunden konnten gewonnen werden. Dies führt zu einer Reduzierung des Risikos aber auch zu höheren Abstimmungsaufwänden in der Organisation.

Aktuell gibt es umfangreiche Anfragen von externen Kunden und aus verschiedenen Divisionen von Jabil mit den Hauptanwendungen AR/VR, Head-up Displays im Automotive-Bereich sowie verschiedene komplexe Kameraanwendungen. Auf dieser Basis lässt sich weiterhin eine gute Auftragslage und Auslastung für das kommende Jahr erwarten. Abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und Erholung planen wir eine leicht steigende Mitarbeiterzahl, um der Nachfrage entsprechend Rechnung tragen zu können.

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr insgesamt um 28,3 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und betragen TEUR 33.621. Die Entwicklung der konzerninternen Umsätze stieg im Vergleich zum Vorjahr (von TEUR 11.170 auf TEUR 16.097) an. Die Weiterverrechnung von Entwicklungsdienstleistungen im Konzern sowie der Personalkosten an andere Jabil-Standorte bilden aber weiter eine solide Basis der Geschäftstätigkeit. Dabei entstanden Umsätze an Jabil Circuit Singapore in Höhe von TEUR 11.741, JGP San Jose US TEUR 2.535, Jabil Circuit Austria TEUR 638 sowie Jabil Inc. US TEUR 418. Umsätze durch direkte Abrechnung mit externen Kunden wurden in Höhe von TEUR 17.524 erzielt und haben sich im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 15.033) erhöht. Für die Zukunft ist schwer abzuschätzen, ob Umsatzwachstum eher mit externen Kunden oder innerhalb des Konzerns stattfinden wird. Oft führt die Gesellschaft Geschäfte im Auftrag von Business-Units mit lokalen oder regionalen Kunden aus Gründen der Vereinfachung selbst durch, was die Erzielung zusätzlicher Umsätze mit externen Kunden nach sich zieht.

Der Materialaufwand im Geschäftsjahr 2023/24 hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich um TEUR 2.240 auf TEUR 7.850 erhöht. Die Personalkosten sind weiter gestiegen auf TEUR 15.411 (Vorjahr TEUR 14.127) aufgrund von weiteren Personaleinstellungen und Tariferhöhungen.

Der angestrebte Ausbau der Kleinserienfertigung wird auch in Zukunft dazu führen, dass es starke Schwankungen im Bereich der Materialkosten gibt. Ein erheblicher Umfang der Prototypenfertigung findet oft nur über einen eng begrenzten Zeitraum statt.

Aufwendungen für Ertragsteuern wurden in Höhe von TEUR 1.682 erfasst.

4. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023/24 erfolgten Investitionen in Höhe von TEUR 1.074 insbesondere für Maschinen und technische Anlagen (TEUR 871), Software (TEUR 34) sowie Informationstechnik und Geschäftsausstattung (TEUR 160). Die Abgänge in Höhe von TEUR 1.222 entfielen vor allem auf Maschinenverkäufe.

5. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die JOG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr in die bestehenden Tätigkeitsfelder weiter investiert. Mit der Einstellung von neuen Mitarbeitern wurden Kapazität und Fähigkeiten vor allem im Bereich Prototyping und Maschinenentwcklung weiter ausgebaut. So kann aus unserer Sicht zukünftig noch flexibler auf neue Trends in den Wachstumsbereichen Augmented Reality, Hochauflösende Kameramodule und ADAS reagiert und das Geschäft weiter ausgebaut werden.

Insgesamt erwarten wir für die Zukunft zunehmende politische und geostrategische Einflüsse auf unser Geschäft (Handelskonflikte USA - China etc.) Da Entwicklungsaktivitäten schon heute sehr wenig mit Partnern aus dem asiatischen Bereich stattfinden, sind daraus keine Umsatzrückgänge zu erwarten, sondern es wird erwartet, dass mehr Unternehmen aus strategischen Gründen mehr Entwicklungsaktivitäten in Europa und den USA durchführen werden. Das könnte langfristig zu einem Anstieg der Nachfrage führen. Mit dem Bereich für Prototypen- und Kleinserienfertigung in Jena und dem Ausbau unserer Fläche sowie der Investition in einen neuen Reinraum sind wir für diese Entwicklung gut vorbereitet.

JOG ist Entwicklungspartner für neue Optiklösungen im Jabil-Konzern, mit denen man mehr Schritte in der Wertschöpfungskette übernehmen und höhere Margen erwirtschaften will.

Die neuen Technologien in den Wachstumsbereichen haben das Potential, neue Lösungen für Consumer Products, aber auch für Automotive- und Industrieprodukte zu ermöglichen.

Der Jabil-Konzern unterstützt aktiv diese Entwicklung und will im nächsten Geschäftsjahr wiederum den Kompetenzaufbau in den neuen Entwicklungsfeldern fördern.

Es bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken. Die Arbeit an neuen Technologien birgt jedoch immer die Gefahr, dass Projekte unerwartet abgebrochen oder verschoben werden. Das kann zu kurzfristigen Auslastungsproblemen führen. Dem wirkt die Gesellschaft mit dem Abschluss von langfristigen Verträgen auch innerhalb des Jabil-Konzerns entgegen. Die Verankerung im Jabil-Konzern ist nachhaltig.

Wie sich die Situation im Hinblick auf den anhaltenden Krieg und anderen geopolitischen Problemen weiterentwickelt, ist schwer absehbar. Mit der weiteren Verstärkung von digitalen Geschäftsprozessen (virtuelle Kommunikationsmöglichkeiten im Vertrieb etc.) und der Schaffung neuer Vertriebskanäle und Prozesse (z.B. LinkedIn und Digitaler Showroom) bereiten wir uns darauf vor, Kunden auch unter schwierigen Rahmenbedingungen adäquat unterstützen zu können und erhöhen die Flexibilität, um auf unvorhersehbare Ereignisse bestmöglich reagieren zu können.

Auf Messen und ähnlichen Veranstaltungen können wir immer neue Trends verfolgen, viele neue Kontakte knüpfen und daraus viele zukünftige Geschäfte anbahnen.

Für das Geschäftsjahr 2024/25 rechnen wir weiterhin mit einer guten Auslastung und positiven Umsatzentwicklung für alle Bereiche, Design, Engineering, Maschinenentwicklung und Prototypen- und Kleinserienfertigung. Grundsätzlich ist jedoch schwer zu prognostizieren, welcher der Bereiche zukünftig stärker wachsen wird.

Alle Aktivitäten in der Gesellschaft sind darauf ausgerichtet, den Kunden maßgeschneiderte Lösungen anzubieten und sehr schnell auf alle Änderungen zu reagieren. Mit dieser Flexibilität lassen sich mögliche Risiken reduzieren.

Die Gesellschaft ist generell von der allgemeinen Konjunktur nur in begrenztem Umfang abhängig. Aufgrund der Diversifizierung in verschiedene Marktsegmente und Technologien sind aus der sich abzeichnenden konjunkturellen Entwicklung keine wesentlichen Effekte auf die Lage der Gesellschaft zu erwarten. Auch in schwierigen wirtschaftlichen Phasen gibt es häufig einen steigenden Innovationsdruck, um sich mit neuen Produkten von der Konkurrenz abzugrenzen. Das eröffnet für uns neue Geschäftsoptionen. Wenn sich allerdings die gesamtwirtschaftliche Situation dauerhaft eintrüben würde, steigen die Risiken mit einem potentiellen Einfluss auf zukünftige Investitionen und Projekte.

Risiken entstehen im Entwicklungsbereich auch naturgemäß dadurch, dass JOG in entstehenden bzw. jungen Märkten aktiv ist, und damit Risiken, dass sich prognostizierte Marktzahlen nicht einstellen oder sich neue Technologien nicht durchsetzen, verbunden sind. Darüber hinaus kann es bei der Entwicklung von neuen Produkten und Technologien zur Überschreitung der geplanten Budgets kommen.

Entwicklungsverträge mit externen Kunden werden deshalb nach Jabil-Regularien abgeschlossen. Geschäftsrisiken werden turnusmäßig im Rahmen des Konzern-Risk-Assessments bewertet.

Risiken bestehen ferner darin, dass die neuen Technologien neben dem Optikdesign erhebliche Investitionen in Prozesstechnik und Automatisierung benötigen und dieser Aufbau parallel zur Produktentwicklung durchgeführt werden muss. Die Zusammenarbeit in globalen Teams erhöht zusätzlich die Komplexität.

Die Implementierung einer kompletten Infrastruktur für die Entwicklung und Fertigung neuer Generationen von miniaturisierten optoelektronischen Modulen setzt einen weiteren wichtigen Meilenstein für die Zukunft der Gesellschaft.

Geschäftsrisiken werden systematisch analysiert und bei Bedarf Korrekturmaßnahmen eingeleitet.

Zusätzliche Risiken und Chancen resultieren aus der Entwicklung des EUR/USD-Wechselkurses. Dem Risiko versucht die Gesellschaft durch Devisentermingeschäfte sowie Währungsgleitklauseln in Verträgen zu begegnen.

6. Ausblick und zusammenfassende Bewertung

Die Umfeldbedingungen für JOG im Jabil-Konzern sehen wir weiterhin positiv. Der Trend in der Electronic Manufacturing Services (EMS) - Industrie, die traditionelle Wertschöpfung der Auftragsfertigung durch vorgelagerte Stufen der Wertschöpfung anzureichern und dadurch Differenzierung und letztlich höhere Margen zu erwirtschaften, gibt der Technologie- und Produktentwicklung eine nachhaltige Nachfrage im Konzern.

JOG hat es erreicht, durch langjährige Erfahrung auf dem Spezialgebiet Optik, die überwiegend elektronischen Lösungen des Konzerns mit Optik zu verbinden und neue optoelektronische Module für neue Kunden zu entwickeln. Damit hat JOG eine nachhaltige Geschäftsoption aufgebaut. Die Fokussierung auf Entwicklungsdienstleistungen für die Sektoren Automotive, Medizin, Consumer und industrielle Produkte ermöglicht den gezielten Ausbau von Kompetenzen. Die adressierten Technologien Hochauflösende Kameramodule, 3D-Sensing und Augmented Reality Anwendungen (z. B. Smart Glasses) und ADAS repräsentieren jeweils für sich Märkte mit hohem Wachstumspotenzial in den nächsten Jahren.

Die Geschäftsführung erwartet eine gute Auslastung der Entwicklungsressourcen und steigende Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2024/2025 und damit verbunden ein positives operatives Ergebnis und ein Jahresergebnis auf Vorjahresniveau.

Die Verankerung unserer Gesellschaft im Konzern wird weiter verstärkt, wodurch es immer neue Möglichkeiten zum Einsatz unserer Technologien und unseres Know-hows gibt. Dabei arbeiten wir eng mit anderen Entwicklungsbereichen in Jabil zusammen und bieten dem Kunden damit die Lösung komplexer Probleme bei einer gleichzeitigen Reduzierung der Anzahl der Schnittstellen. Damit differenziert sich Jabil von anderen Marktteilnehmern.

Kunden werden auch weiterhin über signifikante Entwicklungsbudgets für Zukunftstechnologien verfügen und aufgrund der globalen Präsenz von Jabil werden wir diesen Kunden sehr flexible Lösungen sowohl für die Unterstützung mit Entwicklungs- aber auch Fertigungsdienstleistungen bieten können.

 

Jena, den 22. November 2024

Jabil Optics Germany GmbH, Jena

gez. Pascal Tobias Grahnert

gez. Gregory Bowling Hebard

gez. Gerald Schatz

BILANZ ZUM 31. AUGUST 2024

AKTIVA

31.8.2024
EUR
31.8.2023
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 8.038.068,30 8.695
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 145.873,91 186
Software 145.873,91 186
II. Sachanlagen 7.892.194,39 8.509
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.041.422,26 1.068
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.850.603,92 6.317
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.000.168,21 1.124
B. UMLAUFVERMÖGEN 15.471.499,97 10.669
I. Vorräte 758.313,10 49
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 746.328,26 38
2. Geleistete Anzahlungen 11.984,84 11
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 14.712.338,63 10.619
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.472.685,52 1.502
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.939.549,75 9.015
3. Sonstige Vermögensgegenstände 300.103,36 102
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 848,24 1
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 439.127,49 351
23.948.695,76 19.715

PASSIVA

31.8.2024
EUR
31.8.2023
TEUR
A. EIGENKAPITAL 12.570.208,59 8.766
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Kapitalrücklage 1.615.626,76 1.616
III. Gewinnvortrag 7.124.634,55 5.906
IV. Jahresüberschuss 3.804.947,28 1.219
B. RÜCKSTELLUNGEN 7.825.755,63 7.352
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.455.383,00 4.363
2. Steuerrückstellungen 883.910,94 602
3. Sonstige Rückstellungen 2.486.461,69 2.387
C. VERBINDLICHKEITEN 3.552.731,54 3.597
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.705.098,46 1.808
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.035.795,10 776
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 549.154,03 391
4. Sonstige Verbindlichkeiten 262.683,95 622
- davon aus Steuern: EUR 226.285,46 (Vorjahr: TEUR 263)
23.948.695,76 19.715

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24

2023/24
EUR
2022/23
TEUR
1. Umsatzerlöse 33.621.488,80 26.203
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 708.178,03 38
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 245.408,70 159
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.233.011,51 1.496
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 866.624,68 (Vorjahr: TEUR 878)
5. Materialaufwand 7.850.075,93 5.610
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 3.364.070,83 2.870
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.486.005,10 2.740
27.958.011,11 22.286
6. Personalaufwand 15.410.845,40 14.127
a) Löhne und Gehälter 13.196.697,98 12.060
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.214.147,42 2.067
- davon für Altersversorgung: EUR 239.624,35 (Vorjahr: TEUR 289)
7. Abschreibungen 1.092.191,05 1.002
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.092.191,05 1.002
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.271.258,77 5.260
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 1.157.953,22 (Vorjahr: TEUR 1.019)
22.774.295,22 20.389
9. Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) -5.183.715,89 -1.897
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 376.587,25 205
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 375.709,25 (Vorjahr: TEUR 205)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 69.339,00 109
- davon Aufwendungen aus der Abzinsung: EUR 69.339,00 (Vorjahr: TEUR 109)
307.248,25 96
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.682.093,86 771
13. Ergebnis nach Steuern 3.808.870,28 1.222
14. Sonstige Steuern 3.923,00 3
15. Jahresüberschuss 3.804.947,28 1.219

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24

I. Allgemeine Angaben

Die Jabil Optics Germany GmbH, Jena, hat ihren Sitz in Jena und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Jena unter der Nummer HRB 210548 eingetragen.

Der Jahresabschluss für die Zeit vom 1. September 2023 bis 31. August 2024 der Jabil Optics Germany GmbH, Jena, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Gesellschaft erfüllt gemäß § 267 HGB zum 31. August 2024 die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft. Größenabhängige Erleichterungen gemäß § 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Soweit die Gesellschaft nach dem Gesetz ein Wahlrecht hat, Ausweise oder Vermerke alternativ im Anhang darzustellen, wurde die Darstellung im Anhang aus Gründen der Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses vorgezogen.

Angaben der auf die Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit ihren Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer, erfasst.

Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Für die Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen, die linear vorgenommen wurden, sind die jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zu Grunde gelegt worden. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Die Vorräte sind, ausgehend von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Die Herstellungskosten der fertigen sowie unfertigen Erzeugnisse und Leistungen enthalten neben Material- und Fertigungseinzelkosten angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten sowie Abschreibungen. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wird ggf. durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Soweit der Zeitwert, der zur Verrechnung mit Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen und ähnlichen langfristigen Verpflichtungen vorhandenen Vermögensgegenstände den Wertansatz dieser Rückstellungen übersteigt, erfolgt ein Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung mit dem Zeitwert unter den sonstigen Vermögensgegenständen.

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag erfasst, welche Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Pensionszusagen, welche neben einem garantierten Mindestbetrag vom Zeitwert abgeschlossener Rückdeckungsversicherungen abhängen, werden mit dem höheren Betrag aus Pensionsverpflichtung und Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen bilanziert.

Vorhandenes Deckungsvermögen wurde mit dem Zeitwert angesetzt und mit den Pensionsverpflichtungen saldiert ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung geschätzten Erfüllungsbetrag passiviert worden. Dabei wurden alle bis zum Abschluss-Stichtag entstandenen und bis zum Tag der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden entsprechend ihrer Restlaufzeit mit dem durchschnittlichen Marktzins der letzten sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag nach § 253 Abs. 1 HGB angesetzt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Angabe der Grundlage für die Umrechnung von Währungsposten

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Ökonomische Sicherungsbeziehungen für Fremdwährungsrisiken werden bilanziell nicht durch Bildung von Bewertungseinheiten nachvollzogen.

II. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens stellt sich wie folgt dar:

Einzelposten des Anlagevermögens

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.9.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.8.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 774.962,51 33.603,88 0,00 808.566,39
774.962,51 33.603,88 0,00 808.566,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.167.555,23 9.249,93 0,00 1.176.805,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.740.273,84 870.987,11 1.103.197,84 8.508.063,11
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.116.883,17 160.461,11 118.495,67 3.158.848,61
13.024.712,24 1.040.698,15 1.221.693,51 12.843.716,88
Finanzanlagen
13.799.674,75 1.074.302,03 1.221.693,51 13.652.283,27
Kumulierte Abschreibungen
1.9.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.8.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 589.261,24 73.431,24 0,00 662.692,48
589.261,24 73.431,24 0,00 662.692,48
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 99.798,46 35.584,44 0,00 135.382,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.423.746,81 701.746,31 468.033,93 2.657.459,19
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.992.490,48 281.429,06 115.239,14 2.158.680,40
4.516.035,75 1.018.759,81 583.273,07 4.951.522,49
Finanzanlagen
5.105.296,99 1.092.191,05 583.273,07 5.614.214,97
Buchwerte
31.8.2024
EUR
31.8.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 145.873,91 185.701,27
145.873,91 185.701,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.041.422,26 1.067.756,77
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.850.603,92 6.316.527,03
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.000.168,21 1.124.392,69
7.892.194,39 8.508.676,49
Finanzanlagen
8.038.068,30 8.694.377,76

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen zum einen Lieferungen und Leistungen an Konzerngesellschaften (TEUR 3.236; i. Vj. TEUR 2.026)

Zum anderen bestehen Forderungen aufgrund der Einbeziehung in das europäische Cash-Pool System der Jabil Gruppe in Höhe von TEUR 9.704 (i. Vj. TEUR 6.989).

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 9.823 enthalten.

3. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Als Rechnungsgrundlagen für die Pensionsverpflichtungen dienten die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck. Dabei erfolgte die Bewertung unter den folgenden Annahmen:

Arbeitgeberfinanzierte Pensionen

Rechnungszins: 1,91 % (Vorjahr 1,90 %)
Gehaltssteigerungen: 3,00 % (Vorjahr 3,00 %)
Rentensteigerungen: 1,00 % (Vorjahr 1,00 %)

Arbeitnehmerfinanzierte Pensionen:

Rechnungszins: 1,86 % (Vorjahr 1,80 %)
Rentensteigerungen: 2,00 % (Vorjahr 2,00 %)
Anwartschaftstrend: 0,00 % (Vorjahr 0,00 %)

Die Bewertung erfolgte auf Basis des Rechnungszinses eines 10-Jahres-Durchschnittszeitraumes. Der handelsrechtliche Erfüllungsbetrag auf Basis des 7-Jahres-Durchschnittszinses beträgt TEUR 4.777; der Unterschiedsbetrag i. S. d. § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt TEUR 19 und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Deckungsvermögen mit einem Zeitwert in Höhe von TEUR 303 (i. Vj. TEUR 309), der den Anschaffungskosten entspricht, wurde mit Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 4.758 (i. Vj. TEUR 4.672) saldiert.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.08.2024
TEUR
31.08.2023
TEUR
Ausstehende Rechnungen 411 278
Urlaubsansprüche, Mehrarbeit und Gleitzeit 773 536
Sonstige Rückstellungen im Personalbereich 1.234 1.309
Gewährleistungen 0 87
Drohende Verluste 8 126
Jahresabschlusskosten 60 51
2.486 2.387

5. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen von Konzerngesellschaften (TEUR 549; i. Vj. TEUR 391. Gleichartige, fällige Forderungen gegenüber denselben Konzerngesellschaften in Höhe von TEUR 87 wurden mit diesen Verbindlichkeiten saldiert ausgewiesen.

6. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

31.08.2024
TEUR
31.08.2023
TEUR
Verbundene Unternehmen 16.097 11.170
Dritte 17.524 15.033
33.621 26.203

7. Periodenfremde Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 202.

III. Sonstige Pflichtangaben

Angaben zu den Mitgliedern der Unternehmensorgane

Die Geschäftsführung oblag im Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis 31. August 2024 Herrn Pascal Tobias Grahnert (Senior Engineering Services Director) und Herrn Gregory Bowling Hebard (Chief Financial Officer). Zum 19. April 2024 gab es einen Geschäftsführerwechsel, Herr Timothy Wayne Traud (Senior Vice President Corporate Finance) wurde abbestellt und Gerald Schatz (Regional Controller) bestellt.

Für die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird vom Wahlrecht gemäß § 286 Abs. 4 HGB i. V. m. § 285 Nr. 9 HGB Gebrauch gemacht.

Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten

Im Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis 31. August 2024 wurden durchschnittlich 117 (i. Vj. 115) Mitarbeiter (Angestellte) beschäftigt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. August 2024 bestehen Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 5.229 (davon TEUR 4.747 Miete).

Angaben nach § 285 Satz 1 Nr. 19 HGB

Zur Absicherung von Währungsrisiken werden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften eingesetzt. Diese Geschäfte beziehen sich auf die Kurssicherung von liquiden Mitteln bzw. Zahlungsströmen in Fremdwährung aus dem operativen Geschäft.

Zum 31. August 2024 bestanden diverse kurzfristige Devisentermingeschäfte, in denen sich die Jabil Optics Germany GmbH, Jena, verpflichtet, zu einem bestimmten Stichtag Devisen im Umfang von TUSD 10.116 gegen Erhalt von Euro zu veräußern.

Angaben zu Finanzinstrumenten (nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert):

Art/Kategorie Nominalbetrag
TEUR
Beizulegender Zeitwert
TEUR
Buchwert (sofern vorhanden)
TEUR
In Bilanzposten (sofern in Bilanz erfasst)
Währungsbezogene Geschäfte 9.807 163 n. a. n. a.

Bei den währungsbezogenen Geschäften handelt es sich um Devisenkaufoptionen. Der beizulegende Zeitwert wurde nach der Market-to-Market Methode zum Stichtagskurs bewertet.

Angaben zu zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten:

Art/Kategorie Nominalbetrag
TEUR
Beizulegender Zeitwert
TEUR
Buchwert (sofern vorhanden)
TEUR
In Bilanzposten (sofern in Bilanz erfasst)
Währungsbezogene Geschäfte 309 -8 -8 Sonst. RSt

Bei den währungsbezogenen Geschäften handelt es sich um Devisentermingeschäfte. Der beizulegende Zeitwert wurde nach der Market-to-Market Methode zum Stichtagskurs bewertet.

Unternehmensbeziehungen

Die Jabil Optics Germany GmbH wird ausschließlich in den durch die Jabil Circuit Inc., St. Petersburg, (Florida, USA) nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (US-GAAP) aufgestellten Konzernabschluss einbezogen. Der Abschluss ist auf der Homepage der SEC (US Securities and Exchange Commission) einzusehen.

Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss der Jabil Optics Germany GmbH für das Geschäftsjahr 2023/2024 beläuft sich laut Gewinn- und Verlustrechnung auf EUR 3.804.947,28. Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Ergebnisse nach dem Abschlussstichtag

Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Bilanzstichtag 31. August 2024 nicht ergeben.

 

Jena, den 22. November 2024

Jabil Optics Germany GmbH, Jena

gez. Pascal Tobias Grahnert

gez. Gregory Bowling Hebard

gez. Gerald Schatz

Ergänzende Angaben zur Offenlegung:

Der Jahresabschluss zum 31. August 2024 wurde in der Gesellschafterversammlung am 16. Dezember 2024 festgestellt. Es wurde zudem beschlossen, den Jahresüberschuss zum 31. August 2024 von EUR 3.804.947,28 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Jabil Optics Germany GmbH, Jena

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Jabil Optics Germany GmbH, Jena, - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis zum 31. August 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jabil Optics Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis zum 31. August 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. August 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis zum 31. August 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Jena, den 22. November 2024

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