Deskcenter AG
Arthur-Hoffmann-Straße 175, 04277 Leipzig, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Bölk seit 2.1.2025 | Vorstandsmitglied |
Martin Alexander Schaletzky seit 13.4.2023 | Vorstandsmitglied |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 2.75% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Deskcenter AGLeipzigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2022 bis zum 31.03.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis 31. März 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Deskcenter AG (im Folgenden: Deskcenter) ist ein international agierender innovativer deutscher Softwarehersteller im Bereich IT Asset Management. Mit einer modularen Softwarelösung setzen unsere Kunden und Partner Projekte im IT Asset-, Software- und Security-Management um. Zum Lösungsportfolio gehören IT Asset Management, OS Deployment, Softwaremanagement, Patchmanagement, Lizenzmanagement, Security & Vulnerability Management sowie Mobile Device Management. Die Deskcenter AG bietet zudem Beratung und Services hinsichtlich Implementierung, Konfiguration und Betrieb der Softwareprodukte, entsprechende Schulungen sowie technischen Support. Über 600 aktive Kunden verschiedener Größenordnungen aus allen Branchen, die meisten davon mit wiederkehrenden Verträgen, vertrauen auf die Softwareprodukte des bereits 2007 gegründeten Unternehmens. Beispiele sind Engelbert Strauss, AOK, Johanniter-Unfall-Hilfe, KiK Textilien Europa, Sonax, die AGAPLESION gAG, die AMEOS Gruppe, Volkswagen, Deutsche Bahn Fernverkehr, The Health Informatics Services (UK) sowie die Unipres Ltd (UK), eine Tochter im Honda Konzern. 2. Forschung und Entwicklung Die Deskcenter Management Suite (DCMS) wird vollständig am Unternehmenssitz in Leipzig konzipiert und entwickelt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigte die Deskcenter durchschnittlich 18 Mitarbeiter im Bereich Software Development sowie 4 Mitarbeiter im Bereich Produktmanagement. Die aktuelle Version 11 (V11) der DCMS ist inzwischen bei dem größeren Teil der Deskcenter Kunden im Einsatz. Mit der kommenden Einführung des neuen, webbasierten, Moduls, dem Deskcenter Advisory Center, ist die V11 optimiert, um besonders mit Partnern als Cloud-Lösung im SaaS (Software-as-a-Service) Model und/oder als Teil von Managed Service Angeboten bei Neukunden platziert zu werden. Das Deskcenter Advisory Center gibt Kunden vorbereitete und erweiterbare Web-Dashboards, die übersichtliche Informationen (vor allem auch in grafischen Formen) aus allen DCMS-Modulen, basierend auf individuellen Wünschen, an Nutzer und Entscheider zur Verfügung stellen. Die Informationen aus dem Deskcenter Advisory Center erlauben es der Unternehmens IT sowie Managed Service Partnern gezielt die Sicherheit der IT-Infrastruktur zu erhöhen, Software- und Hardware-Kosten fortlaufend zu optimieren und dies unter Zeit- und Aufwandersparnissen der eigenen IT-Ressourcen. Gerade auf der Ebene der Entscheider und für Managed Service Partner sind solche Fähigkeiten von elementarer Bedeutung. Mit Beginn des Kalenderjahres 2021 legte die Entwicklungsabteilung den Grundstein für weitere Entwicklungsschritte hin zu einer webbasierten, skalierbaren und modularen Lösung für Endkunden aber auch Managed Service Provider mit einer ständig wachsenden Multi-Mandanten-Infrastruktur. Diese Neuentwicklungen sind besonders auf die Bedürfnisse von heutigen und zukünftigen Marktpartner ausgerichtet und erlauben es diesen ein breites Spektrum von Managed Services auf Basis der Deskcenter Produkte anzubieten. Die Multi-Mandanten-Struktur ist bereits umgesetzt. Die Entwicklung der webbasierten, skalierbaren und modularen Lösung befindet sich im weiteren Verlauf und das Unternehmen rechnet mit einem ersten Kundenrelease dieses neuen Produktes im Laufe des Geschäftsjahres 2024/25. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden TEUR 1.025 als Kosten der laufenden Produktentwicklung aktiviert. Die auf die aktivierten Produktkosten entfallenden Abschreibungen beliefen sich im gleichen Zeitraum auf TEUR 1.057. II. Wirtschaftsbericht 1. Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung und Markt Das Jahr 2022 war für die deutsche Wirtschaft von einer gemischten Entwicklung geprägt, wobei der ITK-Markt eine herausragende Rolle spielte. Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war von einer Kombination aus Herausforderungen und Chancen gekennzeichnet. Der ITK-Sektor hat hier eine treibende Kraft für Wachstum und Innovation dargestellt.1 Konjunkturelle Entwicklung: Die deutsche Wirtschaft erlebte im Jahr 2022 ein moderates Wachstum. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um etwa 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieses Wachstum war jedoch nicht homogen über alle Sektoren verteilt. Besonders der Dienstleistungssektor, in dem der ITK-Markt angesiedelt ist, verzeichnete einen überdurchschnittlichen Anstieg.2 ITK-Markt: Der Informations- und Kommunikationstechnologie-Markt (ITK) spielte eine entscheidende Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands im Jahr 2022. Die steigende Digitalisierung von Unternehmen, insbesondere im Public Sector, und eine hohe Nachfrage nach Cloud Transformation, IT-Modernisierung, Data & Analytics und Individualsoftwareentwicklung trieben den ITK-Sektor voran. Dies führte zu einer erhöhten Nachfrage nach IT-Dienstleistungen, Softwarelösungen und digitalen Produkten. Der E-Commerce-Bereich verzeichnete ebenfalls ein beachtliches Wachstum. Die Verbraucher in Deutschland nutzten vermehrt Online-Plattformen für Einkäufe, was zu einer gesteigerten Nachfrage nach E-Commerce-Infrastruktur und digitalen Zahlungslösungen führte. Dies trug zur Stärkung des ITK-Marktes bei und schuf neue Arbeitsplätze im Bereich der digitalen Technologien. Arbeitsmarkt: Aufgrund der Nachholeffekte bei der digitalen Transformation ist der Bedarf an Digital- und IT-Fachleuten weiter angestiegen. Das hat zu einem Spannungsfeld aus hoher Nachfrage nach externen Digital- und IT-Fachleuten sowie einem sehr angespannten Fachkräftemarkt geführt. Das wiederum hat zu einer Verschärfung des Wettbewerbs um IT-Expertinnen und -experten und in einigen Bereichen infolge höherer Gehälter zu höheren Honoraren geführt. Herausforderungen: Trotz des positiven Trends im ITK-Markt stand Deutschland auch vor einigen Herausforderungen. Datenschutz und Cybersicherheit waren weiterhin wichtige Themen, insbesondere angesichts der zunehmenden Vernetzung und Datenerfassung. Die Abhängigkeit von ausländischen Technologieunternehmen und die Notwendigkeit, die heimische Innovationskraft zu stärken, waren ebenfalls Anliegen, die angegangen werden mussten. 1 Lünendonk-Studie 2023, „Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland“ 2 Die Bundesregierung - Jahreswirtschaftsbericht 2023, 25. Januar 2023 „Robust durch die Krise - Wohlstand erneuern“ Ausblick: Die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands im Jahr 2022 verdeutlichte die zentrale Bedeutung des ITK-Sektors für die Zukunft der deutschen Wirtschaft. Die steigende Nachfrage nach digitalen Lösungen und Dienstleistungen wird voraussichtlich auch in den kommenden Jahren anhalten. Um von diesem Wachstum zu profitieren und gleichzeitig die genannten Herausforderungen anzugehen, wird Deutschland voraussichtlich verstärkt in die Förderung von Forschung, Innovation und Bildung investieren. Insgesamt war das Jahr 2022 für Deutschland geprägt von einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung, die stark von der dynamischen ITK-Branche beeinflusst wurde. Die Fähigkeit, sich den Veränderungen der digitalen Welt anzupassen und gleichzeitig eine starke Innovationskraft aufrechtzuerhalten, wird in den kommenden Jahren von entscheidender Bedeutung sein.3 2. Geschäftsentwicklung Sowohl der Auftragseingang als auch der Umsatz lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr knapp unter denen des Vorjahres. Das Bestandskundengeschäft lief weiterhin sehr stabil. Das Neukundengeschäft war, trotz der insgesamt höheren Nachfrage an externen IT-Dienstleistungen für Digital- und IT-Projekte, für die Deskcenter AG, auch aufgrund fehlender Ressourcen im Bereich Vertrieb eher verhalten. Insbesondere im Partnergeschäft, in der Zusammenarbeit mit Distribution und Systemhäusern und Resellern, konnten nicht die geplanten Auftragseingänge und Umsätze erzielt werden. Die erwartete Skalierung durch Zugang zu neuen Partnern und Märkten, sowohl in Deutschland als auch in Großbritannien, wurde nicht erreicht. In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres musste daher aufgrund der noch nicht zufriedenstellenden Auftragseingangssituation zur Kostenreduzierung weiteres Personal abgebaut werden und im verbleibenden Teil der Belegschaft wurden an vielen Stellen Stunden reduziert. Sowohl die Personalkosten als auch die sonstigen Kosten und betrieblichen Aufwendungen konnten nachhaltig reduziert werden. Die Personalreduzierung hatte aber auch einen direkten Effekt auf das gesamte Geschäft der Deskcenter AG (Neukundengewinnung, Partnermanagement, Professional Services). Trotz der massiven Einsparungen konnte im vierten Quartal das Unternehmen sowohl bzgl. der weiteren Geschäftsentwicklung als auch hinsichtlich der Stimmung in der Belegschaft stabilisiert werden. 3 Lünendonk-Studie 2023, „Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland“ a) Ertragslage Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus der Unternehmenssteuerung auf fakturiertem Auftragseingang, Umsatzerlösen sowie dem operativen Ergebnis auf EBITDA-Basis.
Sowohl der fakturierte Auftragseingang als auch die Umsatzerlöse lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr knapp unter Vorjahresniveau. Das EBITDA ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 691 gestiegen. Hauptgründe hierfür sind die deutlich reduzierten Personalkosten und sonstigen Aufwendungen. Im vergangenen Jahr wurde die Deskcenter Management Suite technisch deutlich weiterentwickelt. Gleichzeitig wurde aber auch Entwicklungskapazität für die technische Anpassung der neuen V11 an die vorherige Version V10 (Wiederbereitstellung bereits bekannter Features und Funktionen) verwendet. Dementsprechend wurden weniger Eigenleistungen aktiviert als im Vorjahr. Die Abschreibungen liegen mit EUR 1,2 Mio. ca. 0,2 Mio. unter den aktivierten Eigenleistungen und damit ca. 22 Prozent über denen des Vorjahres. b) Finanzlage Es bestehen zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten gegenüber Banken aus der Ausnutzung von Kontokorrentlinien und laufende Kreditkartenverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 383. Weiterhin besteht ein langfristiges Darlehen bei der KfW in Höhe von TEUR 90,6 (Vorjahr TEUR 100,0). Der Bestand an liquiden Mitteln beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 409. Aufgrund der im Juni 2022 durchgeführten Kapitalerhöhung war ausreichende Liquidität im restlichen Berichtsjahr jederzeit gegeben. c) Vermögenslage Aktiva
Das Anlagevermögen enthält im Wesentlichen die aktivierten Eigenleistungen für die Deskcenter Management Suite (TEUR 5.878 (Vj: TEUR 6.271)), einen neu entwickelten Softwarekatalog (TEUR 541 (Vj: TEUR 394)) sowie Entwicklungskosten für das neue webbasierte Produkt P4P (TEUR 752 (Vj: TEUR 358)). Neben den Eigenleistungen für die Weiterentwicklung der aktuellen Version 11 der Deskcenter Management Suite (EUR 0,55 Mio.), wurden auch die Entwicklungsleistungen für die Weiterentwicklung des Softwarekatalogs (Schnittstellen zu Drittsystemen, Datenbank) (EUR 0,2 Mio.) sowie die Entwicklungskosten für die im letzten Jahr hinzugekommene neue webbasierte Lösung P4P (EUR 0,45 Mio.) aktiviert. Die aktivierten latenten Steuern haben sich aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen, die in den kommenden 5 Jahren genutzt werden können, um TEUR 685 reduziert. d) Gesamtaussage Der fakturierte Auftragseingang sowie der Umsatz lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt auf Vorjahresniveau. Neben dem Bestandsgeschäft i.H.v. ca. EUR 4,0 Mio. konnten neue Aufträge im Gesamtwert von ca. EUR 2,0 Mio. fakturiert werden. Hier konnten viele Projekte realisiert werden, welche bereits im vergangenen Jahr akquiriert, aber kundenseitig coronabedingt aufgeschoben worden waren. Die Kapitalerhöhung über TEUR 873 im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2022/2023 war notwendig, um eine bevorstehende Liquiditätslücke durch einen auslaufenden Kontokorrentrahmen auszugleichen. Der Wechsel vom Direktgeschäft hin zu einer Fokussierung auf das nationale und internationale Partnergeschäft haben leider nicht wie geplant zu der erwarteten Skalierung von Auftragseingang und Umsatz geführt. Der Wechsel bestehender Vertriebspartner aus der eigenen Direktbetreuung an die Distribution hat die Kommunikation mit Partnern und Endkunden nicht nur schwieriger gemacht, sondern sich auch durch eine Reduzierung der Marge auch direkt negativ auf das operative Ergebnis und die Liquidität ausgewirkt. Aufgrund der nicht zufriedenstellenden Auftragseingangs- und Ergebnissituation mussten in der zweiten Jahreshälfte deutlich Personal und Kosten abgebaut werden. Diese Kostensenkungsmaßnahmen waren im vierten Quartal abgeschlossen, haben aber erst Anfang des neuen Geschäftsjahres 2023/2024 ihre volle Wirkung entfaltet. Trotz der Kostensenkungsmaßnahmen und Personaleinsparungen konnten das Betriebsklima und die Mitarbeiterzufriedenheit auf einem guten Niveau gehalten werden und mit einem starken vierten Quartal sowie einer steigenden Kundenzufriedenheit (ablesbar an dem herausragenden Auftragseingang im März 2023, mit vielen wiederkehrenden Kunden) das Jahr 2022/2023 mit einem positiven EBITDA sowie einer ausgeglichenen Liquidität ordentlich abgeschlossen werden. III. Prognosebericht Die digitale Transformation ist auch weiterhin der Treiber für die positive Entwicklung im IT-Dienstleistungsmarkt. Der Mangel an Digital- und IT-Expertinnen und Experten hatte bereits im Jahr 2022 einen Höchststand erreicht und die digitale Transformation, welche nicht nur von Unternehmen, sondern auch im öffentlichen Sektor massiv vorangetrieben wird, führt dazu, dass die IT-Ausgaben noch immer steigen und sich der IT-Dienstleistungsmarkt weiter von der schwächelnden Konjunkturentwicklung abgekoppelt hat. Zur digitalen Transformation gehört vor allem die Modernisierung der historisch gewachsenen IT-Landschaften, hin zu einer flexiblen, skalierbaren und schnittstellenoffenen IT - für die meisten Unternehmen und Behörden Mammutprojekte. Die digitale Transformation ist darüber hinaus notwendig, um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken, da bereits heute nicht mehr ausreichend IT-Expertinnen und Experten zur Verfügung stehen, um die vielen Alt-Systeme in der IT zu betreuen. Neben der IT-Modernisierung beschäftigen auch die Themen IT-Sicherheit und die bessere Nutzung von Daten, der Wandel zu produktorientierten Teamorganisationen und Nachhaltigkeit die Unternehmen. Der sich verstärkende Mangel an IT-Fachkräften führt auch weiterhin dazu, dass immer mehr Unternehmen und Organisationen auf Partner und Managed Service Provider bauen, um ihre IT-Infrastrukturen kosteneffektiv und sicher gemanagt zu bekommen. Gemäß einer Lünendonk-Studie von November 2023 sind die fünf größten Investitionsschwerpunkte für die Jahre 2024-2025 in den Bereichen Cyber Security / Informationssicherheit, Prozesseffizienz und Automatisierung, IT-Modernisierung (Konsolidierung/Standardisierung, Legacy-Modernisierung), Digital Workplace und Cloud-Transformation (Umbau der Anwendungen und IT-Infrastruktur zu einer Cloud-Architektur). Für die Bewältigung dieser wichtigen und komplexen Herausforderungen braucht es sehr gute Werkzeuge, welche die Endkunden entweder selbst beziehen und einsetzen bzw. über ihre Partner und Managed Service Provider nutzen können. Bei Kunden und Partnern steigt die Nachfrage nach starken IT-Lösungen für die Administration ihrer IT-Infrastruktur. Die Deskcenter Management Suite DCMS V11 bedient mit ihren verschiedenen Modulen genau diese Herausforderungen und Aufgabenstellungen. Die Vertriebsstrategie der Deskcenter AG baut auf drei Säulen. Die erste Säule ist weiterhin der Direktvertrieb, insbesondere bei größeren mittelständischen Kunden, welche komplexere Anforderungen an Software und Werkzeug bzgl. Implementierung und Ausbildung der eigenen IT-Mitarbeiter haben. Die zweite Säule sind Partner, welche entweder als Managed Service Provider, als Vertriebs- oder als Technologiepartner ihren Endkunden gegenüber weitere Service-, Implementierungs- und Beratungsleistungen erbringen können. Die dritte Säule ist der Channel. Hier gibt es bereits eine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Distributoren in Deutschland und Großbritannien, welche wiederum eine breite Partnerbasis mit zahlreichen Endkunden haben. Auf diesen drei Säulen aufbauend, mit einem Bestandsgeschäft von über EUR 4 Mio./ Jahr und einem Neugeschäft von über EUR 2 Mio. im vergangenen Jahr, werden wir unsere Pipeline, unseren Auftragseingang und unseren Umsatz sukzessive weiter ausbauen. IV. Chancen- und Risikobericht Das primäre Ziel der Deskcenter besteht in einem nachhaltigen, profitablen Wachstum und einer damit einhergehenden Steigerung des Unternehmenswertes. Das Risiko- und Chancenmanagement begleitet hierzu die Geschä?ftsentwicklung und trägt zur Sicherung des Unternehmensfortbestandes bei. Risiken Die Deskcenter hat ein den Größenverhältnissen angepasstes internes Kontrollsystem, Controlling-Prozesse und ein Risikomanagement installiert. Die Wirksamkeit der zum Risikomanagement erforderlichen Prozesse und Kontrollinstrumente unterliegt der laufenden Beobachtung des Vorstandes und wird entsprechend den Erfordernissen weiterentwickelt. Das Risikomanagement basiert auf der Identifikation, Bewertung, Steuerung und dem Controlling der Chancen und Risiken für folgende Risikofelder: • ökonomische Risiken, • allgemeine externe Risiken, • personalwirtschaftliche Risiken, • Projekt- und Produktrisiken, • finanzwirtschaftliche Risiken, • Risiken aus Corporate Governance. Ökonomische Risiken Die ökonomischen Risiken, die Deutschland und den Euro-Raum im Jahr 2023/2024 betreffen, sind vielschichtig. Die deutsche Regierung prognostiziert eine Schrumpfung der Wirtschaft um 0,4 % im Jahr 2023, verursacht durch hohe Inflation, steigende Energiepreise und schwachen internationalen Handel4. Der DIHK erwartet eine Kontraktion des Bruttoinlandsprodukts um 0,5 % in 2023 und geht davon aus, dass die Wirtschaft im nächsten Jahr stagnieren wird 5. Fünf Wirtschaftsinstitute sagen voraus, dass das BIP Deutschlands um 0,6 % zurückgehen wird, teilweise bedingt durch steigende Zinssätze, die ihre Auswirkungen zeigen 6. 4 Pressemitteilung Reuters, 6. Oktober 2023: „Exclusive. German Government expects economy to shrink 0.4% in 2023” 5 Pressemitteilung Reuters, 26. Oktober 2023: „German Companies see risks from economic policy, energy prices - DIHK” 6 Pressemitteilung Reuter, 26. September 2023: „Exclusive: German economic institutes forecast 0.6% GDP contraction this year - sources” Diese Prognosen und Risikoabschätzungen spiegeln ein wirtschaftliches Umfeld wider, das durch Unsicherheit und eine Reihe von Herausforderungen gekennzeichnet ist, die von makroökonomischen Faktoren wie Inflation und Zinssätzen bis hin zu spezifischen betrieblichen Risiken wie Cybersicherheit reichen. Die ökonomischen Risiken, die sich aus dem oben beschriebenen wirtschaftlichen Umfeld ergeben, zählen auch zu den wesentlichen ökonomischen Risiken der Deskcenter AG. Eine abschwächende Konjunktur führt oft auch zu einer rückläufigen Investitionsbereitschaft öffentlicher sowie privater Auftraggeber. Auf der anderen Seite bietet Deskcenter Lösungen explizit zur Reduzierung der betrieblichen Risiken sowie zur Kostensenkung in der gesamten IT-Landschaft von Unternehmen. Die Deskcenter bezieht verändernde, konjunkturelle Marktbedingungen im Rahmen monatlicher Forecasts ein und leitet bei Bedarf entsprechende Maßnahmen daraus ab. Allgemeine externe Risiken Marktrisiken Der Markt für Software Asset Management und IT-Infrastrukturmanagement ist ein Markt mit hoher Wettbewerbsintensitä?t. Hierbei sieht sich die Deskcenter auch Wettbewerbern gegenüber, die teilweise deutlich größer sind und über erheblich größere internationale Reichweite verfügen. Ein zunehmender Konkurrenzdruck, insbesondere durch daraus resultierenden Preisdruck sowie der ständigen Notwendigkeit zur Investition in neue Produktinnovationen, könnte die geplant positive Ertragslage der Deskcenter beeinträchtigen. Als Gegenpol zum potenziell steigenden Konkurrenzdruck steht die nach wie vor gute Reputation der Deskcenter im Markt und die zukunftsweisende Technologiebasis und Lösungsbreite der DCMS V11, dem neuen Deskcenter Advisory Center sowie den webbasierten Neuentwicklungen gegenüber. Rechtliche Risiken Die Deskcenter unterhält zu einer Vielzahl natürlicher und juristischer Personen, insbesondere zu Kunden sowie zu Partnern, vertragliche Beziehungen. Es besteht grundsätzlich das Risiko, Verträge einzugehen, die nicht den aktuellen, gültigen Rechtsnormen entsprechen. Die Beziehungen zwischen Deskcenter, den Kunden und Partnern sind durch juristisch geprüfte Standardverträge und über allgemeine Geschäftsbedingungen geregelt. Abweichungen vom Standard sind Gegenstand einer juristischen Prüfung und bedürfen der Freigabe durch den Vorstand. Die Deskcenter hat mögliche Schadensfälle und Haftungsrisiken mit entsprechenden Versicherungen abgesichert. Der Umfang des Versicherungsschutzes wird laufend überprüft und bei Bedarf angepasst. Personalwirtschaftliche Risiken Ein zentraler Erfolgsfaktor der Deskcenter sind ihre qualifizierten Mitarbeiter, welche eine Grundlage für die Entwicklung und Vermarktung der Produkte bilden. Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden, aber auch neue, qualifizierte Mitarbeiter zu finden, ist elementar. Fehlende Mitarbeiter sowie fehlende Qualifikationen würden das Wachstum von Deskcenter temporär bremsen bzw. negativ beeinflussen. Es besteht grundsätzlich das Risiko, durch Fluktuation Kompetenzen zu verlieren. Das Abwandern von Kern-Knowhow-Trägern könnte zumindest kurzfristig zu Schwierigkeiten in der operativen Geschäftstätigkeit führen. Der im vergangenen Jahr aufgrund der schwierigen Geschäftsentwicklung vorgenommene Abbau von Personal und Stundenkapazitäten hat sich im aktuellen Geschäftsjahr insbesondere im Service sowie im Vertrieb bemerkbar gemacht. Umso wichtiger ist es daher - auch vor dem Hintergrund des aktuellen Fachkräftemangels - uns auch weiterhin als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren, um unsere kompetenten Mitarbeiter langfristig zu binden und neue offene Stellen mit geeigneten Fachkräften besetzen zu können. Soweit sinnvoll werden wir uns durch die Nutzung von Personalberatern unterstützen lassen. Im laufenden Geschäftsjahr 2023/24 wird Deskcenter intensiv in die Aus- und Weiterbildung ihres eigenen Personals investieren und darüber hinaus ihre personelle Kompetenz über dedizierte Consulting-, Schulungs-, Support- und Entwicklungspartner weiter ausbauen. Projekt- und Produktrisiken Die Deskcenter AG trägt als Hersteller der Deskcenter Management Suite das Implementierungsrisiko für ihre Produkte. Der Softwaremarkt ist gerade im Bereich der IT-Infrastruktur laufend in Bewegung. Insbesondere die technische Komplexität sowie der Druck, neue Produkte möglichst früh auf den Markt zu bringen, stellen hohe Ansprüche an die Entwicklung und Qualitä?tssicherung. Betriebssystemwechsel und die speziell im Bereich mobiler Endgeräte kurzen Release-Zyklen, bilden eine weitere Herausforderung. Unerwartete Probleme beim Einsatz der Deskcenter Management Suite in komplexen, heterogenen Umgebungen können Entwicklungsressourcen binden und zu einer Verzögerung von geplanten Releases führen. Neue Softwareprodukte und neue Releases können trotz umfangreicher Planung und intensiver Qualitätstests nicht erkannte Fehler enthalten. Die Deskcenter begegnet diesen Risiken durch die ständige Weiterentwicklung ihrer Produkte, intensiver Qualitä?tstests während der Entwicklung und vor Auslieferung einer neuen Version, einer fortwährenden Optimierung ihrer Entwicklungs- und Qualitä?tssicherungsprozesse sowie den Ausbau der Schulungsprogramme für Kunden, Vertriebspartner und Mitarbeiter. Die zu Beginn des Kalenderjahres 2021 vom Vorstand begonnene Einführung agiler Arbeitsmethoden im Unternehmen, insbesondere in den Bereichen Entwicklung, Produktmanagement, Qualitätssicherung und Support, wird auch im laufenden Geschäftsjahr 2023/2024 fortgeführt und in großen Teilen umgesetzt. Dies trägt auch dazu bei, den hohen Anspruch an die Qualität der Software fortlaufend zu sichern. Zudem wird ein sehr intensiver Kontakt zu den Kunden in der Pre- und After-Sales-Phase gepflegt. Finanzwirtschaftliche Risiken Liquidität Die Aufträge und somit der Zufluss von liquiden Mitteln unterliegen Schwankungen, die die Zahlungsfähigkeit der Deskcenter beeinträchtigen könnten. Die Sicherung der Liquidität hat bei der Deskcenter zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit für den Fortbestand des Unternehmens eine hohe Priorität. Der kontinuierliche Bestand an liquiden Mitteln sowie die von langjährigen Hausbanken gewährten Kreditlinien geben der Deskcenter die notwendige Flexibilität zur Bestreitung der operativen Geschäftstätigkeit und versetzen das Unternehmen in die Lage seinen Finanzbedarf jederzeit vollständig zu gewährleisten. Im vergangenen Geschäftsjahr hat die Deskcenter AG zur Finanzierung der Deskcenter UK Ltd. Gesellschafterdarlehen aus eigenen Mitteln zur Verfügung gestellt. Die Deskcenter UK unterstützt seit Anfang dieses Geschäftsjahres aktiv die Deskcenter AG in den Bereichen Vertrieb, Marketing und Produktentwicklung sowohl international als auch für die Region D-A-CH. Diese Unterstützungsleistung wird entsprechend monatlich an die Deskcenter AG weiterbelastet. Damit wird für das laufende Geschäftsjahr in der Deskcenter UK Ltd. ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet. Es besteht das Risiko, dass die Deskcenter UK Ltd. bei ausbleibendem wirtschaftlichem Erfolg fällige Zinsen und Tilgungen nicht fristgerecht leisten kann. Die Deskcenter UK Ltd. wird eng in das Controlling der Deskcenter AG einbezogen. Die Liquiditätssituation sowie der wirtschaftliche Erfolg werden über ein angemessenes Reporting verfolgt. Sollte die geplante Auftrags- und Umsatzentwicklung deutlich verfehlt werden, wäre die Erfüllung aller Zahlungsverpflichtungen ohne entsprechende Kosteneinsparungen ggf. verbunden mit der Zuführung von ausreichenden Eigenmitteln möglicherweise nicht darstellbar. Sinkende Umsätze könnten als denkbare Konsequenzen zu einer schwächeren Ertrags- und damit Liquiditätslage bis hin zu einer Insolvenz führen. Bonitä?t der Kunden Ausbleibende Zahlungen von Kunden aufgrund von Insolvenzen könnten die Liquidität der Deskcenter beeinflussen. Die Deskcenter kann sich auf eine äußerst breite Kundenbasis stützen. Eine Abhängigkeit von einzelnen Kunden besteht nicht. Konkrete Ausfallrisiken beziehungsweise zweifelhafte Forderungen unterliegen einer Einzelwertberichtigung. In den letzten drei Geschäftsjahren mussten Wertberichtigungen nur in geringem Umfang vorgenommen werden. Das Finanz- und Rechnungswesen der Deskcenter entwickelt das Forderungsmanagement kontinuierlich weiter. Das Zahlungsverhalten der Kunden wird regelmäßig überwacht. Aggregierte Kennzahlen, wie die Debitorenlaufzeit, werden um kundenspezifische Analysen abgerundet. Risiken aus Corporate Governance Strategische Risiken Das Portfolio der Deskcenter ist auf die Unterstützung der IT-Administration ihrer Kunden beim Management ihrer IT-Infrastruktur ausgerichtet. Das Unternehmen konzentriert sich klar auf diesen Bereich des IT-Infrastrukturmanagements und entwickelt dafür technologisch sowie funktional marktgerechte Lösungen. Einige Marktbegleiter aus dem Bereich IT Infrastrukturmanagement haben zusätzlich Lösungen aus den Bereichen Service- und Cloud-Management sowie Mobile Device Management in ihren Portfolios. Dem Risiko der für Kunden benötigten Ganzheitlichkeit begegnet die Deskcenter durch strategische Technologiepartnerschaften mit Herstellern komplementärer Lösungen, die an die Deskcenter Management Suite angebunden sind und/oder werden. Der zunehmend auch in Deutschland wahrnehmbare Trend von On-Premise-Nutzung hin zu Cloud- und Managed-Service-Lösungen stellt die Branche vor neue Herausforderungen. Potenzielle Neukunden, insbesondere außerhalb der D-A-CH-Region, könnten sich bei fehlendem Angebot von Cloud-basierten Lösungen seitens der Deskcenter für Produkte von Marktbegleitern entscheiden. Die DCMS V11 sowie das neue Deskcenter Advisory Center ermöglichen nicht nur den Betrieb der Deskcenter Management Suite aus der Cloud, sondern auch den verbesserten Einsatz für Managed Service Partner. Somit besitzt Deskcenter jetzt auch die Technologie und Produkte für Channel Vertriebspartner. Gesamtrisikoeinschä?tzung Die Hauptrisiken im Geschäftsjahr 2023/24 liegen in den Risikofeldern ökonomische Risiken (Konjunktur und eine potentielle Rezession), personalwirtschaftliche Risiken („War for Talents“ in der Gewinnung neuer Mitarbeiter) und Marktrisiken (Marketing-basierter Wettbewerbsdruck). Durch das geplante Unternehmenswachstum und anhaltende Investitionen ist auch die Liquiditätssituation des Unternehmens von besonderer Bedeutung. Diese wird durch ein enges, regelmäßiges Berichtswesen überwacht. Wie im Abschnitt „finanzwirtschaftliche Risiken“ ausgeführt, wäre die Erfüllung aller Zahlungsverpflichtungen ohne entsprechende Kosteneinsparungen ggf. verbunden mit der Zuführung von ausreichenden Eigenmitteln möglicherweise nicht darstellbar, sollte die geplante Auftrags- und Umsatzentwicklung deutlich verfehlt werden. Chancen Aufgrund des Fachkräftemangels im Bereich IT, der hohen Nachfrage nach IT-Modernisierung und Digitalisierung sowie der wachsenden Herausforderungen im Bereich IT-Sicherheit wächst der Markt für IT-Dienstleistungen und damit auch der Markt für die entsprechenden Werkzeuge. Laut der Lünendonk®-Studie 2023 - „Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland“7 rechnen die befragten IT-Dienstleister mit einem Umsatzplus von 12,6 - 13,5 Prozent. 39 Prozent der befragten Unternehmen sehen einen höheren Bedarf an externer Unterstützung bei den Managed Services rund um IT-Operations. Technologisch ist die Deskcenter Management Suite auch weiterhin eines der führenden Produkte im Markt. Die Deskcenter Management Suite (DCMS) bietet die zentrale Verwaltung von IT-Ressourcen, effizientes Asset- und Lizenzmanagement, automatisierte Softwareverteilung und Patch-Management, Remote-Support, verbesserte Sicherheits- und Compliance-Tools sowie anpassbare Berichte und Analysen. Sie rationalisiert den IT-Betrieb, verbessert die Ressourcenzuweisung, reduziert manuelle Aufgaben und erhöht die Systemsicherheit. Die Skalierbarkeit, die Integrationsmöglichkeiten, die benutzerfreundliche Oberfläche und die Kompatibilität mit anderen Anbietern machen die Suite zu einem wertvollen Werkzeug für IT-Experten. Letztendlich spart sie Zeit und senkt die Betriebskosten, was die Effizienz der IT-Verwaltung in Unternehmen insgesamt erhöht. Im Vergleich zu den Marktbegleitern ist die DCMS laut Aussage unserer Kunden und Partner schneller zu installieren und leichter zu bedienen. Deskcenter verfügt über eine eigene Datenbasis (DNA) mit über 17.000 Produkten und 1,7 Mio. Datenpunkten, welche permanent gepflegt und weiterentwickelt wird. Demensprechend können schneller und günstiger sehr gute Resultate erzielt werden. Darüber hinaus kann der Bereich Advisory Center zukünftig als Stand-Alone Produkt gekauft und eingesetzt werden. Hiermit können die Kundenbasis, insbesondere über den Channel und die Partner, schnell ausgebaut und das Geschäft skaliert werden. Deskcenter verfügt über eine stetig wachsende und sehr breite Kundenbasis, die weder regional noch bzgl. der Branche eingeschränkt ist, mit teilweise sehr langen Kundenbeziehungen. Über 90 Prozent der Kunden verlängern regelmäßig ihre bestehenden Verträge und sind auch bereit, diese langlaufenden Verträge vorab zu bezahlen. Das schafft eine belastbare Planungssicherheit bzgl. Liquidität und wiederkehrenden Umsätzen sowie eine stabile Grundlage für den sukzessiven Ausbau des Geschäfts. 7 Lünendonk-Studie 2023 - Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland Aufgrund des Aufbaus der Vertriebsstrategie auf den drei Säulen Direktgeschäft, System- und Vertriebspartner sowie dem Channel, werden auf mehreren Wegen gleichzeitig neue Kunden und Partner akquiriert. Da die DCMS V11 auch darauf ausgerichtet ist, für Managed Service Dienstleister als Lösung und Service für deren bestehende Kunden eingesetzt zu werden, werden wir auch weiterhin in dieses Segment investieren, um ein elementarer Bestandteil von Managed Services Plattformen zu werden und auch hier die Wachstumsraten zu erhöhen. Wir erwarten für das neue Geschäftsjahr eine positive Geschäftsentwicklung auf der Auftragseingangs- und Umsatzseite. Auch auf der Ergebnisseite erwarten wir bei stark reduzierten Kosten gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr nochmals eine deutliche Steigerung. Das Geschäft in der britischen Tochtergesellschaft wird sich in der ersten Jahreshälfte 2023/2024 auf die Betreuung unserer bestehenden Partner und Kunden in Großbritannien fokussieren und darüber hinaus die deutsche Gesellschaft bzgl. Marketing, Presales, Vertrieb und Software Development unterstützen. In der zweiten Jahreshälfte werden wir damit beginnen, das Stand-Alone Produkt Deskcenter Advisory in Deutschland und auch in Großbritannien zu vermarkten. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir ein ausgeglichenes Ergebnis und ab dem kommenden Jahr bei steigendem Auftragseingang und Umsatz ein deutlich positives Ergebnis zum Jahresende. V. Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen („Abhängigkeitsbericht“): Der Vorstand hat in seinem Abhängigkeitsbericht folgende Schlusserklärung nach § 312 Abs. 3 AktG abgegeben: "Der Vorstand der Deskcenter AG bestätigt hiermit gemäß Aktiengesetz § 312, dass es im Geschäftsjahr 2022/2023 weder einen Beherrschungsvertrag noch sonstige Rechtsgeschäfte zwischen der Deskcenter AG und der Alterdesk GmbH und den oben aufgeführten Muttergesellschaften gegeben hat."
Leipzig, 20. November 2023 Deskcenter AG Christoph Harvey Markus Gärtner Vorstand BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Eigenkapitalspiegel vom 1. April 2021 bis 31. März 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis 31. März 2023 zur Offenlegung gemäß § 325 HGB i.V.m. § 326 HGBI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Deskcenter AG hat ihren Sitz in 04277 Leipzig, Arthur-Hoffmann-Straße 175. Sie ist unter HRB 23096 im Handelsregister beim Amtsgericht Leipzig eingetragen. II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den Vorschriften des HGB unter Beachtung des AktG aufgestellt. Der Jahresabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Bilanz wurde gemäß § 266 Abs. 1 und 2 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die Gesellschaft erfüllt die Voraussetzungen für die Einordnung in die Größenklasse einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Von den Aufstellungserleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde teilweise Gebrauch gemacht. III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Dem stehen tatsächliche und rechtliche Gegebenheiten nicht entgegen. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet worden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind - unabhängig vom jeweiligen Zeitpunkt der entsprechenden Zahlungen - im Jahresabschluss berücksichtigt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur Bilanzierung und Bewertung einzelner Abschlussposten wird auf die Punkte IV. und V. verwiesen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden beibehalten. IV. Angaben zu Posten der Bilanz 1. Anlagevermögen Als selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden die Entwicklungskosten der Deskcenter Management Suite (DCMS) sowie weitere Softwareprodukte mit ihren Herstellungskosten (Personalkosten der Entwicklungsabteilung inklusive zurechenbarer Gemeinkosten sowie angemessener Anteile der Kosten der allgemeinen Verwaltung) ausgewiesen. Unter dem Posten "übrige immaterielle Vermögensgegenstände" werden entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Soweit abnutzbar, werden die Vermögensgegenstände linear über ihre (Rest-)Nutzungsdauer abgeschrieben. Das abnutzbare Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer - von 3 bis 13 Jahren - linear vorgenommen. In Vorjahren erworbene Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden übereinstimmend mit steuerlichen Regelungen (§ 6 Abs. 2a EStG) in einem Sammelposten erfasst. Der Sammelposten wird über 5 Jahre linear abgeschrieben. Anteilsbesitz:
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagegitter dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind zu Nennwerten angesetzt. 3. Liquide Mittel Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. 4. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Aktive Rechnungsabgrenzungen werden gebildet für Ausgaben bis zum Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. 5. Aktive latente Steuern Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus - nach Saldierung - insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert und Steuerentlastungen aktiviert. Bei der Ermittlung latenter Steuerentlastungen dürfen nach § 274 Abs. 1 HGB ggf. bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. Die latenten Steuern beruhen zum einen auf Differenzen zwischen der Handels- und der Steuerbilanz durch den Ansatz von selbstgeschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten in der Handelsbilanz. Der Buchwert beträgt zum 31. März 2023 TEUR 7.171,1. Hieraus ergibt sich eine passive Latenz. Zum anderen bestehen steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 12.348,2 zur Körperschaftsteuer und TEUR 12.328,8 zur Gewerbesteuer. Hieraus ergibt sich eine aktive Latenz, die bis zur Höhe der passiven Latenzen saldiert wird. Insgesamt ergeben sich damit im Saldo keine Latenten Steuern (Vorjahr: Überhang aktiver latenter Steuern). Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 15,825 % für die Körperschaftsteuer (inklusive Solidaritätszuschlag) und von 16,100 % für die Gewerbesteuer. 6. Eigenkapital Bei Ansatz und Ausweis des Eigenkapitals wurde den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften Rechnung getragen. Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Gesellschaft beträgt zum Abschlussstichtag EUR 3.217.267,00 (Vorjahr EUR 2.926.347,00) und ist in 3.217.267 auf den Inhaber lautenden Stückaktien (Vorjahr 2.926.347 Stückaktien) mit einem Nennbetrag von je EUR 1,00 aufgeteilt. Das Grundkapital wurde aufgrund der durch Satzungsänderung vom 16. November 2020 erteilten Ermächtigung (genehmigtes Kapital 2020) durch Beschluss des Aufsichtsrates vom 13. Juni 2022 von EUR 2.926.347,00 um EUR 290.920,00 auf EUR 3.217.267,00 erhöht. Die Kapitalerhöhung wurde durchgeführt durch Ausgabe von 290.920 neuen, auf den Inhaber lautenden Aktien im rechnerischen Nennbetrag von EUR 1,00. Der Ausgabebetrag der neuen Aktien betrug EUR 3,00 pro Aktie. Das Bezugsrecht der Aktionäre der Gesellschaft wurde dabei ausgeschlossen. Genehmigtes Kapital: Der Vorstand ist gemäß der Satzung in der Fassung vom 16. November 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 31. Oktober 2025 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 1.296.361,00 durch Ausgabe von bis zu 1.296.361 neuen Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2020). Nach teilweiser Ausschöpfung beträgt das genehmigte Kapital 2020 noch EUR 671.816,00. Den Aktionären ist dabei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen auszuschließen. Die Gesellschaft hält eigene Anteile im Nennbetrag von EUR 4.364,00, die nach § 272 Abs. 2 HGB offen vom "Gezeichneten Kapital" abgesetzt werden. Die Gewinnrücklagen betragen unverändert EUR 7.101,70. Der Bilanzverlust zum 31. März 2023 hat sich wie folgt entwickelt:
In Höhe des Restbuchwertes der selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände (abzüglich der darauf entfallenden passiven latenten Steuern) in Höhe von TEUR 4.881,7 und der aktivierten latenten Steuern aufgrund vorhandener Verlustvorträge in Höhe von TEUR 2.289,4 besteht eine Ausschüttungssperre i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB im Gesamtbetrag von TEUR 7.171,1. 7. Rückstellungen Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. 8. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 20,7 durch eine Globalzession gesichert. 9. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Passive Rechnungsabgrenzungen werden gebildet für Einnahmen bis zum Bilanzstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. V. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Differenzen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr EUR 849,26); die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 1.721,63 (Vorjahr EUR 0,00). VI. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 737,5, die in den Jahren 2023 bis 2025 fällig werden. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Angaben zu Organmitgliedern Vorstand Als Vorstand waren im abgelaufenen Geschäftsjahr bestellt: - Herr Christoph A. Harvey, Kaufmann Herr Harvey hat sein Amt als Vorstand zum 31. März 2023 niedergelegt. - Herr Markus Gärtner, Softwareentwickler Auf die Angabe der Vorstandsbezüge wird unter Anwendung des § 286 Abs. 4 verzichtet. Durch Beschluss des Aufsichtsrates vom 1. März 2023 wurde Herr Martin Alexander Schaletzky mit Wirkung zum 1. April 2023 als Vorstand bestellt. Er vertritt die Gesellschaft satzungsgemäß und ist von den Beschränkungen des § 181 2. Alt. BGB befreit. Aufsichtsrat Herr Dietmar Schulz, Geschäftsführer, Vorsitzender des Aufsichtsrates, Herr Jan Linnemann, Rechtsanwalt, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates, Herr Rony Vogel, Unternehmer und Investor, Herr Patrick Hennings-Huep, Private Equity Investment Partner. Den Mitgliedern des Aufsichtsrates wurde für das Geschäftsjahr 2022/2023 eine Vergütung in Höhe von insgesamt TEUR 60,0 gezahlt. Mitarbeiterzahlen Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres durchschnittlich im Unternehmen beschäftigt:
Nachtragsbericht Das Grundkapital wurde aufgrund der durch Satzungsänderung vom 16. November 2020 erteilten Ermächtigung (genehmigtes Kapital 2020) durch Beschluss des Aufsichtsrates vom 6. September 2023 von EUR 3.217.267,00 um EUR 290.545,00 auf EUR 3.507.812,00 erhöht. Nach teilweiser Ausschöpfung beträgt das genehmigte Kapital 2020 noch EUR 381.271,00. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat vor, den ausgewiesenen Jahresfehlbetrag zusammen mit dem vorhandenen Verlustvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. Anlagespiegel
Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren, im zurückliegenden Geschäftsjahr 2022/2023 hat der Aufsichtsrat die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens sowie wesentliche Einzelmaßnahmen eng begleitet und den Vorstand regelmäßig gemäß den ihm nach Gesetz, Deutschem Corporate Governance Kodex und Satzung obliegenden Aufgaben beraten und überwacht. Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat überzeugte sich innerhalb der rechtlichen und tatsächlichen Möglichkeiten von der Ordnungsmäßigkeit der Tätigkeit des Vorstands. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig und zeitnah (schriftlich und mündlich) über die für die Gesellschaft relevanten Fragen der Strategie, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und Risikoentwicklung unterrichtet. Darüber hinaus legte der Vorstand regelmäßig Monatsberichte vor und berichtete umfassend über Vorgänge von besonderer Bedeutung. Der Aufsichtsrat war somit stets aktuell in alle unternehmensrelevanten Themen eingebunden und hat diese kritisch geprüft und bewertet. Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand gestaltete sich im Geschäftsjahr 2022/2023 offen und konstruktiv. Sitzungen des Aufsichtsrates Im Berichtsjahr 2022/2023 fanden drei Sitzungen des Aufsichtsrats statt, entweder als Präsenzsitzung, als Telefonkonferenz oder in gemischter Form. Die Mitglieder des Vorstands haben an Aufsichtsratssitzungen teilgenommen, soweit der Aufsichtsratsvorsitzende nichts anderes bestimmt hatte. Auch außerhalb dieser Sitzungen fand in persönlichen Gesprächen und in zahlreichen Telefonkonferenzen ein regelmäßiger Austausch zwischen Aufsichtsrat, Vorstand und Führungskräften statt. Zu den wichtigsten Themen gehörten u.a.: - Billigung Jahresabschluss 2021/2022 - Unternehmensplanung / Personalentwicklung - Unternehmensführung / Rechtsangelegenheiten - allgemeine Finanzlage/ Kapitalmaßnahmen - Umsatzentwicklung - Entwicklung Auslandsgeschäft - Aufbau strategischer Partner Produktentwicklung. Alle Maßnahmen, die nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung des Vorstands der Mitwirkung des Aufsichtsrats bedürfen, haben wir ausführlich beraten und unsere Entscheidungen auf Basis der Berichte und Beschlussvorschläge des Vorstands getroffen. Sofern erforderlich, wurden dringliche Beschlüsse des Aufsichtsrats im Umlaufverfahren gefasst. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Den vom Vorstand nach § 312 AktG aufgestellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) hat der Abschlussprüfer geprüft und diesem Bericht den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass • die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten und vom Abschlussprüfer geprüften Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und den Abhängigkeitsprüfungsbericht gemäß§ 314 AktG geprüft. Abhängigkeitsbericht und der Abhängigkeitsprüfungsbericht waren Gegenstand der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates. Einwendungen gegen den Abhängigkeitsbericht und die in ihm enthaltene Schlusserklärung des Vorstands wurden nicht erhoben und dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer wurde Zustimmung erteilt. Personelle Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand Im Berichtszeitraum gab es keine Veränderungen in der Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand. Prüfung des Abschlusses der Deskcenter AG Die ADW Prof. Dr. Ditges GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Leipzig, hat den nach Vorschriften des HGB aufgestellten Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze des Instituts für Wirtschaftsprüfer (IDW) geprüft und mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen. Am 17. Januar 2023 fand die Bilanzaufsichtsratssitzung statt. Alle Aufsichtsratsmitglieder erhielten rechtzeitig vor dieser Sitzung die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns und alle sonstigen Vorlagen. Diese Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats ausführlich besprochen. Der Abschlussprüfer nahm an dieser Sitzung teil, berichtete ausführlich über den Prüfungsverlauf sowie die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte und Diskussionen der Unterlagen sowie seiner ergänzenden Ausführungen zur Verfügung. Der Aufsichtsrat stellte fest, dass keine Einwendungen zu erheben sind, und billigte in der fernschriftlichen Beschlussfassung vom 03. Februar 2023 den Jahresabschluss, der damit festgestellt und zur Veröffentlichung freigegeben ist. Das zurückliegende Geschäftsjahr 2022/2023 war wie das Vorjahr für die Deskcenter AG ein außerordentlich herausforderndes Jahr. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Führungskräften und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deskcenter AG für ihren Einsatz und ihr Engagement im vergangenen Geschäftsjahr.
Für den Aufsichtsrat Dietmar Schulz, Vorsitzender sonstige Berichtsbestandteile
Leipzig, 20. November 2023 Deskcenter AG Christoph Harvey Markus Gärtner Vorstand Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 29.11.2023 festgestellt. BestätigungsvermerkIn dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Deskcenter AG, Leipzig Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Deskcenter AG, Leipzig, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Deskcenter AG, Leipzig, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis zur Hervorhebung mehrerer Sachverhalte Die Gesellschaft weist im Lagebericht darauf hin, dass, sollte die geplante Auftrags- und Umsatzentwicklung deutlich verfehlt werden, die Erfüllung aller Zahlungsverpflichtungen ohne entsprechende Kosteneinsparungen ggf. verbunden mit der Zuführung von ausreichenden Eigenmitteln möglicherweise nicht darstellbar wäre. Sinkende Umsätze könnten als denkbare Konsequenzen zu einer schwächeren Ertrags- und damit Liquiditätslage bis hin zu einer Insolvenz führen. Das Anlagevermögen enthält im Wesentlichen die aktivierten Eigenleistungen für die Deskcenter Management Suite (TEUR 5.878 (Vj: TEUR 6.271)), einen neu entwickelten Softwarekatalog (TEUR 541 (Vj: TEUR 394)) sowie Entwicklungskosten für das neue webbasierte Produkt P4P (TEUR 752 (Vj: TEUR 358)). Diese sind im vergangenen Geschäftsjahr trotz Abschreibungen durch die weiter geführten Entwicklungsaufwendungen für die Version 11 der Deskcenter Management Suite sowie der Entwicklung des Softwarekataloges angewachsen. Zur Finanzierung der Deskcenter UK Ltd. stellt die Deskcenter Gesellschafterdarlehen aus eigenen Mitteln zur Verfügung (TEUR 1.913,3). Der Vorstand weist im Lagebericht darauf hin, dass "das Risiko [besteht], dass die Deskcenter UK Ltd. bei ausbleibendem wirtschaftlichem Erfolg fällige Zinsen und Tilgungen nicht fristgerecht leisten kann". Sofern der wirtschaftliche Erfolg der Deskcenter UK Ltd. ausbleibt, wäre der Wertansatz der Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen entsprechend anzupassen. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Leipzig, 24. November 2023 ADW Prof. Dr. Ditges GmbH Bräunig, Wirtschaftsprüfer Arendt, Wirtschaftsprüfer |
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