Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 503034
Vorher
friedola TECH GmbH
Eingetragen
16.4.2008
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Türen und Fenstern aus Kunststoffen
Gegenstand
ist die Herstellung und der Vertrieb von Con-Pearl-Leichtbauplatten, von technischen Folien und Kunstleder und deren Verformung, Kaschierung, Veredlung, ferner die Konstruktion, die Herstellung und der Vertrieb von Kunststoffbehältersystemen und Systemlösungen für Verpackungs- und Logistikaufgaben sowie von Thermoplastischen Spritzgussteilen, ferner die Herstellung und der Vertrieb von Regeneratwerkstoffen mit allen damit zusammenhängenden Entsorgungs-, Handels- und Aufbereitungsfunktionen. Gegenstand des Unternehmens ist weiter die Verwaltung eigenen Vermögens sowie der Erwerb, das Halten und die Verwaltung von Beteiligungen an anderen Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Fabian Partanen
seit 25.3.2021
Prokura
Prokura
Stefan Hoedt
seit 20.6.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

4 von 5 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Kyle Tech (Lux) S.a.r.l.
Luxembourg
939.000 €
93.90%
C*************** H********
31.000 €
3.10%
D****** D**************
10.000 €
1.00%
H***** H********
10.000 €
1.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

con-pearl GmbH

Geismar

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen

Geschäftsmodell

con-pearl ist Hersteller von innovativen Leichtbau-Kunststoffprodukten für die Packaging- und Automobilindustrie sowie zahlreiche andere Branchen.

Die entwickelten und hergestellten Hohlkammerplatten bestehen aus im Unternehmen gefertigten Polypropylen-Folienbahnen, die nahezu vollständig aus Recyclingmaterial gewonnen werden. Durch thermische Verformung und Laminierung sind die Produkte leicht, stabil, flammhemmend und selbst zu 100 % recycelbar.

Vertriebsseitig ist die Gesellschaft in folgende Geschäftsbereiche/Divisionen unterteilt:

• Automobil, im Wesentlichen

- CP Laderaumsysteme für Light Commercial Vehicle

- CP Kofferraumböden für PKW

- Folien, Bi- und Trilaminate für diverse Anwendungen

• Packaging, im Wesentlichen

- Großladungsträger für unterschiedlichste Kundengruppen

- Systeme

• Compounds im Wesentlichen

- für CP Herstellung

- für Drittkunden aus der Kunststoffindustrie.

Die con-pearl Gruppe beschäftigt weltweit über 275 Mitarbeiter an den Produktionsstandorten in Geismar (Thüringen), Leinefelde, Hillscheid sowie in Greenville (South Carolina, USA). An den Standorten Leinefelde (Thüringen) und Hillscheid betreibt das Unternehmen unternehmenseigene Recyclinganlagen, in denen der eingesetzte Rohstoff, im Wesentlichen hochwertige Polypropylen-Kunststoffe, gewonnen werden.

Ziel und Strategie

Auf der Grundlage unserer partnerschaftlichen Beziehungen zu Kunden und Lieferanten sowie unseres umfassenden technologischen Know-hows bieten wir kundenspezifische Lösungen an, die die Produktionsprozesse unserer Kunden wirtschaftlicher gestalten. Unsere Strategie ist dabei auf ein langfristiges Umsatzwachstum und die konsequente Weiterentwicklung unserer Produkte zur nachhaltigen Erzielung von Erträgen ausgerichtet. Kern der Strategie sind unsere Kompetenzen im Bereich der Herstellung und Verarbeitung von leichten Hohlkammerplatten unter Einsatz von recyceltem Polypropylen aus unserem eigenen Recyclingwerk. Die Qualität unserer Produkte und die Nachhaltigkeit unseres Rohstoffkreislaufs verschaffen uns Alleinstellungsmerkmale gegenüber dem Wettbewerb, die uns in den nächsten Jahren ein profitables Wachstum in unseren Absatzmärkten sowie die Prüfung attraktiver Absatzpotenziale in neuen Marktsegmenten ermöglichen.

Mit dem Ziel unsere Alleinstellungsmerkmale zu stärken und unsere Produkte in weiteren Industriebereichen zu etablieren stellten wir im Jahr 2022 unsere Produktstrategie um. Somit erfolgt wurden unsere Produkte nach Wertschöpfungsstufen eingeteilt und es erfolgte eine gezielte Entwicklung von Anwendungsbereichen im Innenausbau. Aufbauend auf der strategischen Ausrichtung wurde Ende 2022 ein Ziel Bild entwickelt, welches in den Jahren 2023 bis 2026 über Jahresziele und Maßnahmenpläne umgesetzt wird. Diese Jahresziele und Maßnahmenpläne für 2023 wurden im Jahresverlauf zum Teil umgesetzt. Noch nicht abgeschlossene Maßnahmen wurden entweder neu definiert oder nach 2024 übertragen.

Steuerungskonzept

Die wirtschaftliche Planung und Steuerung des Unternehmens erfolgt über mit dem Gesellschafter abgestimmte Rahmenvorgaben. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind dabei und im Rahmen der Steuerung der Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung.

Die operative Steuerung der Gesellschaft obliegt den Geschäftsführern, die sich an der Strategie und den Finanzzielen der Planung des jeweiligen Geschäftsjahrs orientiert. Für die Unternehmenssteuerung ziehen wir insbesondere Kennzahlen wie Umsatzerlöse/Monat, Materialeinsatzquote, EBIT, EBITDA, Bestände an Forderungen und Verbindlichkeiten, den Cashflow, Auftragseingänge und -bestände sowie die Höhe des Vorratsvermögens heran. Diese Finanzkennzahlen werden monatlich ermittelt und die unterjährige Entwicklung dem Jahresplan gegenübergestellt. Die genannten Kennzahlen spiegeln die nachfolgend beschriebene Entwicklung im Geschäftsjahr wider. Soweit wesentliche Ereignisse stattfinden, erfolgt eine fallweise Berichterstattung von den Abteilungsleitern über die Geschäftsführer ebenfalls bis hin zum Vorstand der Muttergesellschaft. In diesen Fällen, wie zum Beispiel wichtige Auftragsvergaben, strategische Investitionen oder wesentliche Finanzierungen, unterrichtet die Geschäftsführung die Muttergesellschaft, unabhängig davon, welche satzungsgemäßen oder gesellschaftsrechtlichen Regelungen bestehen.

Forschung und Entwicklung

Kontinuierlich arbeiten wir an Weiterentwicklungen und Verbesserungen unseres Produktsortiments, um den Anforderungen des Marktes stets gerecht zu werden. Hierzu unterhalten wir einen anwendungstechnischen Entwicklungsbereich mit acht Produktentwicklern. Gleichzeitig entwickeln wir in der Prozess- und Materialentwicklung mit fünf Mitarbeitern die Grundlage für Produktneuerungen, die dem Anwender völlig neue Einsatzgebiete und Anwendungsmöglichkeiten aufzeigen.

Die Optimierung unseres Kernproduktes con-pearl® in Bezug auf seine technischen und optischen Eigenschaften stehen im Mittelpunkt unserer Forschungsarbeiten.

B. Wirtschaftsbericht

Beschleunigte Erholung und anhaltende Herausforderungen in der Weltwirtschaft 2023 1

Im dritten Quartal 2023 erlebte die Weltwirtschaft eine Beschleunigung, getragen von starker Expansionsdynamik in China und den USA, obwohl ein nachhaltiger Aufschwung der globalen Industrieproduktion ausblieb und der weltweite Warenhandel weiterhin sank. Die Konsumstruktur normalisierte sich nach der Pandemie mit einer verstärkten Nachfrage nach Dienstleistungen. Trotz stabilisierter Rohölpreise stiegen die Erdgaspreise, während die Leitzinsen in den USA und im Euroraum voraussichtlich ihre Höchststände erreichten und die Inflation bei gleichzeitig angespannten Arbeitsmärkten deutlich sank. In den USA unterstützten robuste Konjunktur und steigende Realeinkommen die Konsumentenstimmung, während im Euroraum die Konsumnachfrage weiter schwächelte und höhere Energiekosten die Industriekonjunktur weiter belasteten. Im Euroraum lag die Inflation für 2023 bei 5,4 % und in den USA bei 4,1 %. Auch in den Schwellenländern ist die Teuerung hoch, wenngleich die Inflation dort bislang unter der in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften lag. Die Zentralbanken reagierten auf die anhaltend hohen Inflationsraten mit deutlichen Leitzinserhöhungen.

Vor diesem Hintergrund ergab sich für das Jahr 2023 insgesamt ein schwacher Anstieg der weltweiten Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 % (Vorjahr: 2,8 %). Der BIP-Anstieg betrug in den Schwellenländern (4,8 %; Vorjahr: 3,3 %) und in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften (1,6 %; Vorjahr: 2,5 %). In den Vereinigten Staaten betrug der Anstieg der Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 2,5 % (Vorjahr: 1,9 %), im Euroraum 0,5 % (Vorjahr: 3,4 %), im Vereinigten Königreich 0,1 % (Vorjahr: 4,3 %), in Japan 1,9 % (Vorjahr: 1,0 %) und in China 5,2 % (Vorjahr: 3,0 %). In Russland ist die Wirtschaftsleistung um 3,6 % angestiegen (Vorjahr: Rückgang von 1,2 %).

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 %. Im Vorjahr gab es noch einen Anstieg von 1,8 %. Die deutsche Wirtschaft verzeichnete seit Jahresbeginn trotz rückläufiger Inflation und beschleunigten Anstiegs der Lohneinkommen eine Stagnation, was jedoch den Binnenmarkt nicht belebte, da ein Teil des Kaufkraftzuwachses gespart wurde. Globaler Warenhandel und Industrieproduktionen lieferten wenig positive Impulse, während Notenbanken zur Inflationsbekämpfung die Konjunktur dämpften. Deutsche Exporte setzten ihre Talfahrt fort, beeinflusst durch Zinsanhebungen der Europäischen Zentralbank, die eine Abkühlung des Immobilienmarktes bewirkten, und auch Investitionen in Wohnbauten gingen zurück. Der Stellenabbau in der chemischen Industrie signalisiert einen strukturellen Wandel, teilweise durch Verlagerung energieintensiver Produktion ins Ausland. Staatliche Investitionen, vor allem in Rüstungsgüter, bildeten eine der wenigen expansiven Komponenten. Die Konjunkturerholung blieb aus, die Auftragspolster schmolzen ab, und die Produktionskapazitäten sind nicht ausgelastet.

In Deutschland lag die Inflationsrate im Jahresmittel bei 5,9 % (Vorjahr: 6,9 %) und entspricht damit in etwa dem Mittelwert der Volkswirtschaften im Euroraum. Trotz eines Rückgangs der Inflation und eines Anstiegs der Lohneinkommen blieb eine umfassende wirtschaftliche Erholung aus. Dennoch bestehen positive Aussichten auf eine wirtschaftliche Erholung, unterstützt durch eine rückläufige Inflation, zunehmende Lohneinkommen und eine robuste Beschäftigungslage. Die Konjunktur dürfte sich ab dem kommenden Jahr allmählich erholen, unterstützt durch erwartete Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank und eine Belebung des globalen Warenhandels. Allerdings bleibt die kurzfristige Aussicht schwach, beeinträchtigt durch wirtschaftspolitische Unsicherheiten und eine verhaltene Stimmung bei Haushalten und Unternehmen.

1 Vgl. ifo Digital Konjunkturprognose März 2024. Zu finden unter: https://www.ifo.de/publikationen/2024/aufsatz-zeitschrift/ifo-konjunkturprognose-fruehjahr-2024

Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Zukunftsstrategie des Unternehmens ist auf Wachstum ausgerichtet. Hierzu haben wir nicht nur den strategischen Ansatz für Produktportfolio und Marktzugang geändert, sondern auch durch die Akquise eines weiteren Standortes für Kunststoffrecycling in 2021 die Absicherung der wachsenden Materialbedarfe bei enger werdenden Märkten für Restewertstoffe berücksichtigt.

Erträge aus Beteiligungen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 2,3 Mio. führten dazu, dass sich die Eigenkapitalquote und Liquidität verbessert haben.

Die Budgetwerte für 2023 konnten beim Umsatz (Ist: EUR 46 Mio.; Plan: EUR 48,4 Mio.) nicht erreicht werden. Beim EBITDA (Ist: EUR 2,3 Mio.; Plan: EUR 3,1 Mio.) wurden die Budgetwerte ebenfalls nicht erreicht, dagegen beim EBIT (Ist: EUR -0,4 Mio.; Plan: EUR -1,2 Mio.) konnten die Budgetwerte erreicht werden. Das budgetierte Jahresergebnis (Ist: EUR 1,4 Mio.; Plan: EUR 0,3 Mio.) wurde erreicht. Weiterhin wurde mit den Mitarbeitern in 2023 Anpassungen im Lohn- und Gehaltsgefüge von rund 2 % verhandelt, sowie Einmalzahlungen.

Umsatz und Ergebnis

Die Umsätze in den einzelnen Produktbereichen entwickelten sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:

Umsätze/Umsatzanteile

2023

2022

Veränderung

TEUR

%

TEUR

%

TEUR

%

Geschäftsfelder

Foils & Boards

21.109

45,8

28.682

54,0

-7.573

-26,4

Technical Solutions

20.246

44,0

19.038

35,9

1.208

6,3

Material Services

4.317

9,4

4.531

8,5

-214

-4,7

Others

363

0,8

835

1,6

-472

-56,5

46.035

100,0

53.086

100,0

-7.051

-13,3

Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 46 Mio. liegen mit 5 % unter den Erwartungen von EUR 48,4 Mio. Die Materialknappheit in der deutschen Industrie hat zu Beginn des Jahres weiter abgenommen. Im Automobilbau berichten mit 26 % aktuell viele Unternehmen von Beschaffungsproblemen. Für die Automobilbranche ist dies noch immer ein überdurchschnittlich hoher Wert 2 . Dagegen wurden, durch die wirtschaftliche unsichere Situation in Deutschland sowie die starke Reduktion der E-Commerce Nachfrage, Investitionen in Großprojekte im Packaging auf 2024 verschoben oder konnten aufgrund von Lieferkettenunterbrechungen nicht umgesetzt werden. Der Bereich Material Services konnte aufgrund des Markteinbruchs im Recyclingbereich in 2023 kein weiteres Wachstum erreichen und führte somit zu einer Planungsabweichung.

Die Gesamtleistung der con-pearl GmbH erreichte im Geschäftsjahr 2023 EUR 45,5 Mio. (Vj.: EUR 53,1 Mio.).

Die Rohertragsquote erhöhte sich auf 46,7 % von 42,8 % im Vorjahr. Der Grund für die Verbesserung der Rohertragsquote ist, dass die Preisgestaltung trotz der rückläufigen Preisentwicklung bei den Rohmaterialien auf dem Niveau 2022 gehalten werden konnte. Der durchschnittliche Beschäftigungstand erhöhte sich um einen Mitarbeiter auf 243 (Vj.: 242) im Geschäftsjahr 2023. Der Personalaufwand beträgt EUR 12,3 Mio. (Vj.: EUR 12 Mio.), hier sind Effekte aus Kurzarbeit sowie Anpassungen im Lohn- und Gehaltsgefüge enthalten. Der Umsatz pro Mitarbeiter betrug 2023 TEUR 189/MA/p.a. (Vj.: TEUR 219/MA/ p.a.).

Den Abschreibungen von EUR 2,7 Mio. stehen Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von EUR 3,1 Mio. gegenüber, davon sind EUR 1,6 Mio. für Stärkung des Recyclingbereiches am Standort Leinefelde, EUR 0,4 Mio. sind Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen für den Standort Hillscheid. Weiterhin wurde zur Absicherung der Energiekosten und zur Reduzierung der Klimagasemissionen die erste Anzahlung für eine PV-Anlage in Höhe von EUR 0,5 Mio. geleistet. Ebenfalls wurde in die Erneuerung der IT-Struktur in Höhe von EUR 0,1 Mio. investiert.

Der sonstige betriebliche Aufwand beträgt EUR 6,9 Mio. (Vj.: EUR 7,1 Mio.). In den Aufwendungen sind folgende Sondereffekte enthalten, höhere Instandhaltung von TEUR 238. Aufgrund der niedrigen Gesamtleistung in 2023 waren die Kosten für Zeitarbeiter in 2023 um TEUR 286 niedriger. Ebenfalls waren die sonstigen Aufwendungen für außerordentliche Maßnahmen um TEUR 188 niedriger als im Vorjahr.

Das EBITDA verringerte sich von EUR 4,0 Mio. in 2022 auf EUR 2,3 Mio. in 2023. Das Finanzergebnis in Höhe von EUR -0,5 Mio. (Vj.: EUR -0,5 Mio.) blieb konstant zum Vorjahr. Das EBIT beträgt EUR -0,4 Mio. (Vj.: EUR 1,3 Mio.) und damit -0,8 % (Vj.: 2,4 %) vom Umsatz. Für das Geschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.413 (Vj.: TEUR 1.938) ausgewiesen. Die weiterhin hohen Preise im Bereich Energie und Frachten sowie der Markteinbruch im Recyclingbereich führten zu negativen Ergebniseffekten im Vergleich zum Vorjahr.

Als positiver Sondereffekt für 2023 sind die Beteiligungserträge mit verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 2,3 Mio. zu erwähnen.

2 Vgl. https://www.dvz.de/konjunktur-und-maerkte/detail/news/knappheitsindikator-sinkt-unter-langfrist-durchschnitt.html

Finanzlage

Die Finanzlage der con-pearl GmbH war im Jahr 2023 gesichert.

con-pearl ist im Geschäftsjahr 2023 sämtlichen finanziellen Verpflichtungen nachgekommen. Dies ist unverändert auch derzeit zutreffend.

Die Gesellschaft finanziert sich unter anderem durch einen bestehenden Factoring-Vertrag. Der verfügbare Factoring-Rahmen zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 6.770. Zum Ende des Geschäftsjahres standen des Weiteren nicht in Anspruch genommenen Betriebsmittelkreditlinien der Hausbanken in Höhe von TEUR 2.497 (Vj.: TEUR 4.566) zur Verfügung. Der Anstieg der Inanspruchnahme der Kreditlinien ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass liquide Mittel in Höhe von TEUR 1.619 zum Stichtag zur Fremdwährungssicherung in US-Dollar gebunden waren.

Des Weiteren besteht zum 31. Dezember 2023 ein vom Gesellschafter gewährtes Darlehen nebst aufgelaufener Zinsen von TEUR 6.900. Es handelt sich um ein endfälliges Darlehen mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024. Die jährliche Verzinsung beträgt 2,0 %. Für das Darlehen nebst aufgelaufener Zinsen liegt eine qualifizierte Rangrücktrittserklärung des Gesellschafters vor.

Im Jahr 2023 wurden TEUR 2.404 des Gesellschafterdarlehens getilgt.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr bei EUR 3,7 Mio. und sank somit im Vergleich zum Vorjahr um EUR 2 Mio.

Die vorhandenen liquiden Mittel sind zum Bilanzstichtag von TEUR 50 in 2022 auf TEUR 1.665 in 2023 gestiegen, ursächlich hierfür ist die Errichtung eines in US-Dollar geführten Kontos, welches zur Währungssicherung genutzt wird.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt EUR 27,8 Mio. nach EUR 25,6 Mio. im Vorjahr.

Das Anlagevermögen beträgt EUR 17,7 Mio. (Vj.: EUR 17,4 Mio.) und umfasst die Werke Geismar, Leinefelde und Hillscheid. Die Abschreibungen belaufen sich auf EUR 2,7 Mio.

Im Jahr 2023 wurden Investition in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von EUR 3,1 Mio. getätigt. Hiervon wurden EUR 1,6 Mio. für die Stärkung des Recyclingbereiches am Standort Leinefelde investiert, weitere EUR 0,4 Mio. betrafen Ersatz und Erweiterungsinvestitionen für den Standort Hillscheid. Weiterhin wurde zur Absicherung der Energiekosten und zur Reduktion der der Klimagasemissionen die erste Anzahlung für eine PV-Anlage in Höhe von 0,5 Mio. geleistet.

Das Umlaufvermögen inkl. Rechnungsabgrenzungsposten erhöht sich um EUR 2,0 Mio. auf EUR 10,2 Mio., ursächlich hierfür war im Wesentlichen die Errichtung eines in US-Dollar geführten Kontos, welches zur Währungssicherung genutzt wird.

Das bilanziell ausgewiesene Eigenkapital ist auch in 2023 weiterhin positiv. Es ist von EUR 2 Mio. auf EUR 3,4 Mio. gestiegen, ursächlich hierfür war die Reduktion des Verlustvortrags aufgrund Zuführung des Jahresüberschuss des Vorjahres sowie die die Erträge aus Beteiligungen verbundener Unternehmen, welche im Jahr 2023 positiv auf das Ergebnis wirkten.

Der Gesellschaft steht ein Gesellschafterdarlehen mit Rangrücktritt in Höhe von EUR 6,9 Mio. als eigenkapitalähnliche Mittel zur Verfügung. Die Quote des wirtschaftlichen Eigenkapitals, unter Berücksichtigung des Rangrücktritts, beträgt 38 % (Vj.: 44 %).

Die con-pearl GmbH trägt die Pensionslasten für aktive und ehemalige Mitarbeiter der con-pearl-Gruppe. Hierfür sind EUR 3,6 Mio. (Vj.: EUR 3,7 Mio.) zurückgestellt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen EUR 4,5 Mio. (Vj.: EUR 1,9 Mio.). Der Anstieg ist zum einen auf die Aufnahme eines Darlehens zur Finanzierung der PV-Anlage in Höhe von TEUR 460 zurückzuführen. Des Weiteren führte die Bindung von liquiden Mitteln in US-Dollar zur Währungssicherung dazu, dass die Kreditlinien bei den Hausbanken stärker als im Vorjahr in Anspruch genommen wurden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Leasinggesellschaften aus Mietkaufverträgen in Höhe von EUR 1,7 Mio. (Vj.: EUR 0,6 Mio.) werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Erhöhung der Leasingverbindlichkeiten kommt aus der Neuaufnahme von Leasingverträge für die Investitionen für die Stärkung des Recyclingbereiches in Höhe von EUR 1,3 Mio.

An Tilgungen von Krediten und Rückführungen aus Mietkaufverträgen wurden EUR 0,6 Mio. (Vj.: EUR 0,4 Mio.) geleistet. Für die Investition der PV-Anlage wurde ein KfW-Darlehen in Höhe von 2 Mio. EUR aufgenommen mit einer Laufzeit von zehn Jahren, davon wurde in 2023 die erste Auszahlung in Höhe von TEUR 460 in Anspruch genommen.

Die Vermögenslage der con-pearl GmbH war durch die vorliegenden Finanzierungsvereinbarungen im Jahr 2023 durchweg stabil.

C. Risiken, Chancen und Prognosebericht

Allgemeine wirtschaftliche Risiken und Chancen

Die Rahmenbedingungen für unternehmerisches Handeln werden vielseitig bestimmt. Insbesondere konjunkturelle, weltpolitische oder nationale Einflüsse können von den Unternehmen nicht oder nur schwer beeinflusst werden. Ihre Veränderungen können sich jedoch auf den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens mittelbar oder unmittelbar auswirken. Chancen und Risiken können sich auch aus den Finanz- und Kapitalmärkten und deren Rückwirkungen auf die Realwirtschaft ergeben. Insbesondere durch die internationalen Verflechtungen kann die Wettbewerbsfähigkeit eines Beteiligungsunternehmens auch sehr stark durch die Wirtschafts- und Währungspolitik anderer Länder beeinflusst sein. Zum mittel- und langfristigen Risiko muss man auch die immer noch andauernde Euro-Krise zählen. Ihre Auswirkungen lassen sich nur schwer vorhersehen. Schließlich wird das Risikoprofil auch noch durch die innen- und außenpolitische Ausrichtung Deutschlands in den nächsten Jahren bestimmt. Die Steuerpolitik - auch für die Unternehmen - wird durch die zukünftige gesellschaftliche Diskussion bestimmt. Außenpolitisch ergeben sich durch das Handeln der Bundesregierung und die Reaktionen hierauf erhebliche Rückwirkungen .

Die aktuelle Stagnation der deutschen Wirtschaft, die Entwicklung der Zinspolitik sowie der Fortgang der geopolitischen Krise und Konflikte stellen eine wesentliche Unsicherheit für eine belastbare wirtschaftliche Prognose Deutschlands dar. Zugleich ist auch die bestehende Preisentwicklung der Rohstoffe sowie die Problematik von verlässlichen Lieferketten entscheidend für die weitere wirtschaftliche Entwicklung.

Risikomanagement

Das bei con-pearl GmbH vorhandene Risikomanagementsystem ist Bestandteil der gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse. Es wird sichergestellt, dass die Unternehmensleitung wesentliche Risiken frühzeitig erkennt und - falls erforderlich - Maßnahmen zur Gegensteuerung rechtzeitig einleiten kann. Das bei der con-pearl GmbH und den Tochtergesellschaften bestehende Risikomanagement wird in der entsprechenden Aufbauorganisation über alle Bereiche weiterhin ausgebaut und verbessert. In monatlichen Terminen mit den "risk ownern" werden eventuelle Risiken aufgezeigt, bewertet und bearbeitet.

Regelmäßig werden die Unternehmensstrategie, die aktuelle Geschäftsentwicklung und auch Fragen des Risikomanagements sowie die Entwicklung potenzieller Risiken und Chancen im Kreis der Geschäftsführung und mit dem Gesellschafter abgestimmt.

Nachfolgend werden die Chancen und Risiken dargestellt, die für con-pearl GmbH im Berichtsjahr sowie im Prognosezeitraum von wesentlicher Bedeutung sind und die entsprechenden Maßnahmen des Risikomanagements erläutert.

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 ein positives Eigenkapital auf und verfügt über ausreichend freie Finanzmittel. Es liegt eine qualifizierte Rangrücktrittserklärung des Gesellschafters auf die gewährten Darlehen nebst aufgelaufener Zinsen bis zum 31. Dezember 2024 vor. Die weitere Finanzierung der Gesellschaft ist durch die vorliegenden Finanzierungsvereinbarungen gesichert. Nach unserer Einschätzung sind daher derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden.

Umfeld- und Branchenrisiken und -chancen

Absatzrisiken sind für das Unternehmen von zentraler Bedeutung. Konjunkturelle Entwicklungen, die Akzeptanz der Produkte beim Kunden und angemessene Verkaufspreise haben einen wesentlichen Einfluss auf den Geschäftserfolg der con-pearl GmbH. con-pearl ist von der konjunkturellen Entwicklung der Fahrzeugindustrie in Deutschland, Europa und den USA tangiert. Sollte es infolge der aktuellen politischen Lage zu Verwerfungen im internationalen Handel, auch im Handel zwischen USA und China, mit USA und Europa oder mit Russland kommen, so könnte dies große Auswirkungen auf con-pearl haben.

Die Tochtergesellschaft CPNA ist maßgeblich von der Belieferung aus Europa abhängig.

Im Bereich der nationalen und internationalen Fahrzeugindustrie werden im Bereich Verpackung weitere Aufträge erwartet. Die Übertragung dieser Produktgruppen auf andere Kunden und Märkte soll weiter ausgebaut werden. Hier sind neben dem verstärkten Ausbau der Aktivitäten im Bereich der allgemeinen Warenlogistik vor allem die im Jahr 2023 laufenden Vorbereitungen auf den Markteinstieg in die Bauindustrie und den Innenausbau zu nennen. Aufgrund der verhaltenden Marktlage in diesen Branchen verschieben sich die Aktivitäten in das Geschäftsjahr 2024.

Beschaffungsmarktrisiken und -chancen

Dem Risiko einer nicht ausreichenden Versorgung mit Materialien und Rohstoffen in der von con-pearl benötigen Qualität wird durch eine kontinuierliche Überprüfung der Lieferantenbasis sowie der im Werk Leinefelde durchgeführten Wertstoffaufbereitung und strengen Kontrolle unserer Rohstoffe und Fertiggranulate in unserem Materiallabor begegnet. Die Versorgungssicherheit war im abgelaufenen Geschäftsjahr ausreichend vorhanden. Die Entwicklung der Rohstoffmärkte war ab Mitte 2023 von dem Einbruch der Wirtschaftsleistung geprägt. In der Folge kam es zu einem fortschreitenden Preisverfall bei den Eingangsmaterialien trotz des schwachen Angebots. Erst Ende 2023 stabilisierten sich die Preise für Restwertstoffe auf niedrigem Niveau bei ausreichender Verfügbarkeit. Entsprechende Maßnahmen zur Absicherung der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens wurden eingeleitet. Der wirtschaftliche Ausblick auf das Jahr 2024 bleibt sehr gemischt und mit hohen Unsicherheiten bezüglich Kostenentwicklung bei Rohstoffen und Energie. Diese wirken sich für das Unternehmen sowohl in der Eigenversorgung mit Rohmaterial für die con-pearl Produkte als auch bei dem externen Geschäft mit Recyclingmaterialien aus.

Produktionsrisiken und -chancen

Die wesentliche Herausforderung im operativen Bereich besteht in der Sicherstellung der termingerechten Fertigung der Produkte innerhalb der vorgegebenen Qualitätsstandards und einer effizienten Kostenstruktur. Der bestehende Maschinen- und Anlagenpark wird durch Investitionen und regelmäßige Instandhaltungsmaßnahmen auf einem hohen technischen Stand gehalten.

Durch die fortlaufende Optimierung der Prozesse bei Produktionsplanung und -steuerung ist davon auszugehen, dass die Produktivität sukzessive erhöht werden kann.

Das Unternehmen ist erfolgreich nach durchgeführten Audits nach IATF 16949:2016 sowie nach DIN EN ISO 9001:2015, ISO 50001:2011 und ISO 14001:2015 zertifiziert.

Gegen versicherbare Risiken besteht ein angemessener Versicherungsschutz.

IT-Risiken

Die Datensicherheit und -verfügbarkeit wird mittels redundanter Serverstrukturen gewährleistet und entspricht dem aktuellen Stand der Technik. Den IT-Risiken wird mit geeigneten personellen, technischen und organisatorischen Maßnahmen begegnet. Zu einem weiteren zentralen Ziel der con-pearl GmbH gehört die Stärkung der IT-Sicherheit und damit die Umsetzung der IT- und Cybersicherheit. 

Finanzwirtschaftliche Risiken

Weitere Risiken können sich grundsätzlich im finanzwirtschaftlichen Bereich ergeben. Insgesamt bestehen etwaige finanzwirtschaftliche Risiken in Form von Liquiditätsrisiken, Ausfallrisiken, Währungsrisiken sowie Zinsänderungsrisiken.

Als Liquiditätsrisiko wird das Risiko bezeichnet, finanziellen Verpflichtungen nicht rechtzeitig nachkommen zu können. Im Zuge einer Neuordnung der Finanzmärkte und verschärfter Eigenkapital- und Liquiditätsanforderungen der Banken können etwaige mittel- und langfristige Änderungen der Refinanzierungskonditionen für Unternehmen entstehen. Aufgrund der bestehenden Finanzierungsvereinbarungen der Gesellschaft stufen wir das Liquiditätsrisiko jedoch entsprechend als beherrschbar ein. Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit mit Dritten ist die Gesellschaft grundsätzlich einem weltweiten Ausfallrisiko ausgesetzt, das aus einer möglichen Nichterfüllung einer Vertragspartei resultiert. Das Ausfallrisiko wird im Wesentlichen durch den Verkauf der Forderungen im Rahmen des Factorings sowie die Absicherung der Forderungen über eine Warenkreditversicherung adressiert. Wir stufen dieses Risiko aus diesem Grund mit einer geringen Wahrscheinlichkeit von Auswirkungen auf unsere Ergebnisprognose ein. Das maximale Risiko besteht in der Höhe des Buchwertes der Forderungen.

Des Weiteren bestehen Währungsrisiken in Form von Transaktionsrisiken durch mögliche Wertänderungen künftiger Fremdwährungszahlungen aufgrund von Wechselkursschwankungen, die wir zwar mit einer hohen Wahrscheinlichkeit, jedoch von nicht wesentlichen Auswirkungen auf unser Ergebnis einstufen. Das liegt insbesondere daran, dass wir vorwiegend Geschäfte in Euro abwickeln.

Darüber hinaus bestehen Zinsänderungsrisiken in Form von negativen Einflüssen auf das Ergebnis oder den Cashflow durch Veränderung der Zinssätze. Aus solchen Zinsänderungsrisiken rechnen wir zum jetzigen Zeitpunkt lediglich mit einer moderaten Wahrscheinlichkeit von nicht wesentlichen Auswirkungen auf unser erwartetes Jahresergebnis. Weiterhin wurde im Jahr 2022 ein Zinscap von 1,5 % abgeschlossen, der eine Linieninanspruchnahme von EUR 2 Mio. für das Jahr 2023 absichert.

Weiterhin wurde im Jahr 2023 eine Währungssicherung von 6,5 Mio. USD zu einem US-Dollar Kurs von 1,0645 abgeschlossen. Eine Absicherung für das Jahr 2024 zu einem Kurs von 1,07 USD liegt ebenfalls vor.

Insgesamt betrachtet unterliegt die Gesellschaft aufgrund der bestehenden Markt- und Wettbewerbsverhältnisse lediglich den durchschnittlichen branchenüblichen Risiken, denen durch Beobachtung des Marktes und anderer Indikatoren sowie der Ausarbeitung von Handlungsalternativen begegnet wird.

Weitere vom durchschnittlichen Branchenrisiko abweichende wesentliche Risiken aus der eigenen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft oder aus Haftungsübernahmen zugunsten von Gesellschaften der Unternehmensgruppe oder der Muttergesellschaft Blue Cap sind nicht zu erwarten.

Prognosebericht

Wirtschaftliches Gesamtumfeld: Hohe Inflationsraten belasten deutsche Konjunkturaussichten für 2024 3

Nach der Erholung des weltweiten Wirtschaftswachstums im Jahr 2023 (+2,7 %) geht das ifo Institut in seiner Konjunkturprognose vom März 2024 von einem Wachstum der globalen Wirtschaft von 2,3 % im Jahr 2024 und 2,4 % im Jahr 2025 aus. Der Welthandel soll im Jahr 2024 wieder leicht wachsen (+1,7 %) und im Jahr 2025 mit einer Rate von 4,1 % wieder zunehmen.

Weiterhin prägen die hohen, wenn auch sinkenden, Inflationsraten die globale Entwicklung. In der Folge haben die Zentralbanken in den vergangenen Monaten ihre restriktive Geldpolitik beibehalten und die Leitzinsen 2023 weiter erhöht. Das führte bereits zu rückläufigen, wenn auch noch nicht zu den Zielinflationsraten von ca. 2 %. Es ist daher davon auszugehen, dass die Leitzinsen weit bis in das nächste Jahr hinein das wirtschaftliche Umfeld prägen werden.

Das ifo Institut rechnet in seiner Frühjahrsprognose für die deutsche Wirtschaft nur mit einer leichten Erholung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2024 (+0,2 %). Dies wird insbesondere begründet mit einem steigenden Preisdruck aufgrund angestiegener Lohnkosten sowie der nach wir vor hohen Kerninflationsrate. Die Inflationsrate dürfte in Deutschland im Jahr 2024 mit durchschnittlich 2,3 % unter dem Vorjahr (5,9 %) und damit nahe am Mandat der EZB liegen. Die Arbeitslosenquote soll von 5,7 % im Vorjahr auf 5,9 % leicht ansteigen.

Für die USA wird im Jahr 2023 ein leichter Rückgang des Wirtschaftswachstums von 2,5 % auf 2,3 % im Jahr 2024 und 1,7 % im Jahr 2025 erwartet. In ihrer Sitzung im Januar entschied die Fed, den Leitzins vorerst unverändert im Korridor zwischen 4,25 % und 5,5 % zu lassen. Insbesondere ab dem zweiten Quartal 2024 dürften sich nach Expertenmeinung die Geldpolitik "lockern" und die Zinsen fallen - mit entsprechenden Auswirkungen auf den Immobilienmarkt, einer zunehmenden Konsumneigung und auch einer erhöhten Investitionsnachfrage.

Obwohl das Wirtschaftswachstum in China im letzten Jahr als Folge der späten Aufgabe der strikten Null-COVID-Politik zwar mit einem BIP-Wachstum von 5,2 % wieder zunahm, prognostiziert das ifo Institut für die Jahre 2024 und 2025 ein BIP-Wachstum von lediglich 4,4 % bzw. 4,0 %. Grund des rückläufigen Wirtschaftswachstums sei nach Ansicht des IWF vor allem die Krise des Immobilienmarkts und der rückläufige Export. Die mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter zunehmenden geopolitischen Spannungen, insbesondere im Verhältnis zum westlichen Wertebündnis, stellen einen weiteren Unsicherheitsfaktor dar und könnten sich zusätzlich wachstumsdämpfend auswirken. Im Gegensatz zu anderen Ländern hat China derzeit kein Inflationsproblem.

Für das laufende Geschäftsjahr 2024 werden Umsatzerlöse von EUR 48,3 Mio. erwartet. Die im Dezember 2023 verabschiedete Planung basiert auf einer leicht steigenden Umsatzentwicklung gegenüber dem abgelaufenen Jahr 2023. Jedoch liegt die Umsatzerwartung auf dem Niveau von der Planung 2023. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens wurde zu Beginn des Jahres in 2022 angepasst. Die Aufteilung der Geschäftsbereiche entspricht nach der neuen Strategie den Wertschöpfungsstufen. Dies eröffnet Möglichkeiten für neue Marktsegmente. Für das Jahr 2024 strebt das Unternehmen zusätzlich zu den bestehenden Geschäftsfeldern, den Markteintritt in Anwendungen der Bauindustrie und des Innenausbaues an. Ein weiterer Schwerpunkt der Neuausrichtung ist die systematische Nutzung der Trends zu Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft.

Die Planung für 2024 beinhaltet auch Maßnahmen zur weiteren Optimierung der Geschäftsprozesse. Hierzu verweisen wir insbesondere auf die bereits genannten Maßnahmen und Projekte, aus denen Effizienzgewinne zu erwarten sind. Kontinuierliche Verbesserungsprozesse sowie strikte Kostendisziplin sollen auch im Jahr 2024 die Einhaltung der Budgets sichern. Aufgrund der stockenden Umsatzentwicklung in einzelnen Bereichen und der aktuell hohen Kostensituation erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 ein negatives EBIT von EUR 1,6 Mio.

Der Angriffskrieg von Russland und die Unsicherheit über den weiteren Verlauf belastet ebenfalls die globalen politischen Beziehungen und stellt weiterhin eine Unsicherheit für eine belastbare wirtschaftliche Prognose von con-pearl dar. In diesem Zusammenhang ist auch die bestehende Preisentwicklung auf dem Recyclingmarkt und dem Energiemarkt entscheidend für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Dies betrifft unsere Aktivitäten sowohl in Deutschland als auch bei der US-amerikanischen Tochtergesellschaft CPNA.

Die Erholung in der Automobilindustrie wird sich langsam entwickeln, nicht zuletzt auf Grund der Verunsicherung durch den Umbruch auf neue Fahrzeugkonzepte und die Elektromobilität. Als Lieferant von nachhaltigen Leichtbauprodukten rechnet con-pearl mittelfristig mit potenziell positiven Effekten aus dem Strukturwandel der Automobilindustrie Dabei richtet sich das Unternehmen klar auf das Geschäft mit Zulieferern im Nutzfahrzeugsektor aus. Das OEM Geschäft im PKW Bereich ist nicht mehr Bestandteil der Strategie.

Ein weiterhin sichtbarer Trend ist der wachsende Einsatz von Regranulaten in den Kernproduktlinien von con-pearl. Neben con-pearl werden hier verstärkt auch andere Marktteilnehmer aktiv, was langfristig zu einer beschleunigten Durchsetzung von Regranulat am Markt führen dürfte. Diese Entwicklung wird nur kurzfristig gebremst durch das Verhalten der Primärwarenproduzenten, die auf Grund der schwachen Nachfragesituation ihre Preise deutlich gesenkt haben, was nach der derzeitigen Einschätzung noch bis Ende des 2. Quartals 2024 anhalten wird. Auf die aus dieser Entwicklung resultierenden Risiken auf den Beschaffungsmärkten sind wir im vorigen eingegangen.

3 3 Vgl. ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024 des ifo Instituts, veröffentlicht im März 2024, erreichbar unter: https://www.ifo.de/fakten/2024-03-06/ifo-konjunkturprognose-fruehjahr-2024-deutsche-wirtschaft-wie-gelaehmt.

Geismar, den 15. April 2024

con-pearl GmbH

Stefan Hoedt, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023

Vorjahr

EUR

TEUR

A.

Anlagevermögen

I.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte

und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen

Rechten und Werten

235.546,32

240

II.

Sachanlagen

1.

Grundstücke und Bauten

6.811.129,05

7.237

2.

Technische Anlagen und Maschinen

5.382.224,93

4.406

3.

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

2.226.632,19

2.168

4.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

1.286.689,95

1.579

15.706.676,12

15.390

III.

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen

1.739.543,27

1.740

17.681.765,71

17.370

B.

Umlaufvermögen

I.

Vorräte

1.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

2.622.991,90

2.657

2.

Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen

1.920.594,20

2.150

3.

Fertige Erzeugnisse und Waren

1.469.918,34

1.695

6.013.504,44

6.502

II.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

1.195.640,67

930

2.

Forderungen gegen Gesellschafter

160.258,17

131

3.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

713.432,67

108

4.

Sonstige Vermögensgegenstände

284.742,36

310

davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 89.565,00

(Vorjahr: TEUR 90)

2.354.073,87

1.479

III.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

1.665.476,64

50

10.033.054,95

8.031

C.

Rechnungsabgrenzungsposten

120.368,97

152

27.835.189,63

25.553

Passiva

31.12.2023

Vorjahr

EUR

TEUR

A.

Eigenkapital

I.

Gezeichnetes Kapital

1.666.666,00

1.667

II.

Kapitalrücklage

5.746.393,06

5.746

III.

Gewinnrücklagen

Andere Gewinnrücklagen

2.673.990,80

2.674

IV.

Verlustvortrag

-8.056.261,12

-9.994

V.

Jahresüberschuss

1.412.640,16

1.938

3.443.428,90

2.031

B.

Sonderposten für Investitionszuschüsse

885.136,31

974

C.

Rückstellungen

1.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

3.574.904,00

3.659

2.

Steuerrückstellungen

135.006,34

333

3.

Sonstige Rückstellungen

1.214.047,52

1.044

4.923.957,86

5.036

D.

Verbindlichkeiten

1.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

4.463.346,85

1.934

2.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

4.943.309,61

5.209

3.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

6.900.452,79

9.304

4.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

10.913,15

0

5.

Sonstige Verbindlichkeiten

2.264.644,16

1.065

davon aus Steuern: EUR 96.348,33

(Vorjahr: TEUR 77)

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 29.613,69

(Vorjahr: TEUR 4)

18.582.666,56

17.512

27.835.189,63

25.553

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023

Vorjahr

EUR

TEUR

1.

Umsatzerlöse

46.034.764,29

53.086

2.

Verminderung (-) des Bestands an fertigen

und unfertigen Erzeugnissen

-512.506,77

-21

3.

Andere aktivierte Eigenleistungen

24.365,00

3

4.

Sonstige betriebliche Erträge

413.617,86

390

davon aus Auflösung von Sonderposten: EUR 89.132,37

(Vorjahr: TEUR 86)

5.

Materialaufwand

a)

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und

Betriebsstoffe und für bezogene Waren

17.886.947,65

23.934

b)

Aufwendungen für bezogene Leistungen

6.408.393,46

6.396

6.

Personalaufwand

a)

Löhne und Gehälter

9.967.793,28

9.838

b)

Soziale Abgaben und Aufwendungen

für Altersversorgung und für Unterstützung

2.366.160,62

2.153

davon für Altersversorgung: EUR 98.780,50

(Vorjahr: TEUR 39)

7.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen-

stände des Anlagevermögens und Sachanlagen

2.727.461,47

2.708

8.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

6.939.807,87

7.120

9.

Erträge aus Beteiligungen

2.334.537,34

1.200

davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 2.334.537,34

(Vorjahr: TEUR 1.200)

10.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

86.177,43

0

11.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

603.908,62

494

davon aus Aufzinsung: EUR 43.612,00

(Vorjahr: TEUR 121)

davon an verbundene Unternehmen: EUR 160.169,55

(Vorjahr: TEUR 240)

12.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

16.600,38

52

13.

Ergebnis nach Steuern

1.463.881,80

1.963

14.

Sonstige Steuern

51.241,64

25

15.

Jahresüberschuss

1.412.640,16

1.938

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

I. Vorbemerkungen

Die con-pearl GmbH mit Sitz in 37308 Geismar/Thüringen, Ershäuser Straße 4, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Jena unter HRB 503034, unterhält neben dem Stammwerk am Sitz der Gesellschaft eine Betriebsstätte in Leinefelde und Hillscheid.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die im Berichtsjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen den im Vorjahr angewandten Methoden.

Der Fortbestand der Gesellschaft ist derzeit nicht gefährdet, da das Unternehmen nach den bestätigten Liquiditätsplanungen über ausreichend finanzielle Mittel verfügt. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer (2 bis 10 Jahre) linear um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen linear auf der Grundlage der betrieblichen Nutzungsdauer vermindert. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden bis 40 Jahre, technischen Anlagen und Maschinen sechs bis zehn Jahre und bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis acht Jahre.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als EUR 250,00 bis einschließlich EUR 1.000,00 werden im Zugangsjahr in einen Sammelposten eingestellt, der linear über fünf Jahre abgeschrieben wird.

Investitionszuschüsse wurden nicht abgesetzt, sondern als Passivposten ausgewiesen und werden entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegegenstände erfolgswirksam aufgelöst.

Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten ausgewiesen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Die Anschaffungskosten werden mittels Durchschnittsverfahren ermittelt. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessenen Material- und Fertigungsgemeinkosten, alle aktivierungsfähigen Fremdkapitalzinsen, sowie Wertverzehr des Anlagevermögens) bewertet. Die Bewertung erfolgt verlustfrei. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes erfolgt auf Basis von Vergleichspreisen unlängst aufgetretener Geschäftsvorfälle. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Drohende Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für Zinsverluste und das latente Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde im Berichtsjahr eine Pauschalwertberichtigung von 1 % angesetzt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Pensionsrückstellungen wurden auf versicherungsmathematischer Basis nach der Anwartschaftsmethode unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck ermittelt. Bei der Berechnung der Rückstellungen wurde ein Gehaltstrend von 0,0 % p.a. und ein Rententrend von 1,0 % p.a. zugrunde gelegt. Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrags wird pauschal der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (1,82 %), verwendet.

Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde von dem Wahlrecht des Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht.

Es bestehen zusätzliche nicht bilanzierte Pensionsverpflichtungen aus Pensionszusagen für ehemalige Gesellschafter, für die nach Art. 28 EGHGB ein Passivierungswahlrecht besteht, da der Rechtsanspruch der Gesellschafter bereits vor dem 1. Januar 1987 erworben wurde.

Die Sonstige Rückstellungen und die Steuerrückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewissen Verbindlichkeiten sowie drohenden Verluste. Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags soweit notwendig berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind (§ 253 Abs. 2 HGB).

Die im Geschäftsjahr erfassten Drohverlustrückstellung stehen im Zusammenhang mit laufenden Absatzgeschäften. Die Rückstellungen wurden in Höhe der Differenz zwischen der erwarteten Leistungsverpflichtung und dem erwarteten Gegenleistungsanspruch über die verbleibende Vertragslaufzeit gebildet.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten werden mit dem am Tag ihres Entstehens vorliegenden Devisenkassamittelkurs eingebucht. Am Bilanzstichtag werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam unter den Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.

Gemäß § 274 HGB wird eine saldierte Abgrenzung für die voraussichtlichen zukünftigen Steuerbelastungen und Steuerentlastungen aufgrund handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede sowie steuerlicher Verlustvorträge gebildet. Im Falle einer Steuerentlastung wird von dem Aktivierungswahlrecht für aktive latente Steuern nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

B. Erläuterung des Jahresabschlusses

I. Bilanz

1. Anlagenvermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im beiliegenden Anlagenspiegel dargestellt.

Die con-pearl GmbH ist zum 31. Dezember 2023 an folgenden Gesellschaften beteiligt:

 

2023

Con-Pearl Automotive Inc., Greenville, South Carolina (USA)

 

Anteilsquote

100 %

Eigenkapital zum 31. Dezember 2023

TEUR 327

Jahresergebnis

TEUR 84

Con-Pearl North America Inc., Greenville, South Carolina (USA)

 

Anteilsquote

100 %

Eigenkapital zum 31. Dezember 2023

TEUR 6.659

Jahresergebnis

TEUR 1.084

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich auch um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 713 (Vj.: TEUR 108). Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 160 (Vj.: TEUR 131) betreffen sonstige Forderungen. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden im Wesentlichen Forderungen aus Mietkautionen in Höhe von TEUR 90 (Vj.: TEUR 90) sowie Stromsteuern in Höhe von TEUR 106 (Vj.: TEUR 114) ausgewiesen.

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 1.666.666,00 und entspricht dem im Handelsregister eingetragenen Betrag.

4. Sonderposten

Als Sonderposten sind gewährte Investitionszuschüsse (TEUR 885) ausgewiesen. Der Sonderposten wird entsprechend der Abschreibungsdauer der geförderten Anlagegegenstände aufgelöst. Die künftige Ertragssteuerbelastung, die sich bei Auflösung der Sonderposten ergibt, beträgt ca. 30 %.

5. Rückstellungen für Pensionen

Die Pensionsrückstellungen wurden auf versicherungsmathematischer Basis nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Anwendung der Richttafeln 2020 G von Klaus Heubeck ermittelt. Bei der Berechnung der Rückstellungen wurde ein Gehaltstrend von 0,0 % p.a. und ein Rententrend von 1,0 % p.a. zugrunde gelegt. Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrags wird pauschal der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (1,82 %), verwendet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Zinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum Abschlussstichtag TEUR 44 (Vj.: TEUR 202).

Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde von dem Wahlrecht des Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Der sich aus der Bewertungsänderung aufgrund des BilMoG ergebende zusätzliche Rückstellungsbedarf in Höhe von TEUR 589 wurde nicht in voller Höhe den Pensionsrückstellungen zugeführt. Bisher wurde ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 550 zugeführt. Die erforderliche Ansammlung des verbleibenden Zuführungsbedarfs (TEUR 39) soll in den Folgeperioden erfolgen.

Es bestehen zusätzliche nicht bilanzierte Pensionsverpflichtungen aus Pensionszusagen für ehemalige Gesellschafter, für die nach Artikel 28 EGHGB ein Passivierungswahlrecht besteht, da der Rechtsanspruch der Gesellschafter bereits vor dem 1. Januar 1987 erworben wurde.

Der versicherungsmathematische Barwert laut Gutachten für diese nicht passivierten Pensionsverpflichtungen beträgt TEUR 1.033 (Vj.: TEUR 1.098).

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für den Personalbereich (TEUR 399), für Drohverluste (TEUR 550) sowie für ausstehende Gutschriften und Kundenboni (TEUR 130) gebildet.

7. Verbindlichkeiten

 

Gesamtbetrag

Vorjahr

EUR

TEUR

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

4.463.346,85

1.934

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

4.943.309,61

5.209

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

10.913,15

0

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

6.900.452,79

9.304

Sonstige Verbindlichkeiten

2.264.644,16

1.065

Summe

18.582.666,56

17.512

 

Restlaufzeiten

bis 1 Jahr

über 1 Jahr

davon über 5 Jahre

Vorjahr

Vorjahr

Vorjahr

EUR

TEUR

EUR

TEUR

EUR

TEUR

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

4.003.346,85

1.934

460.000

0

0,00

0

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

4.943.309,61

5.209

0,00

0

0,00

0

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

10.913,15

0

0,00

0

0,00

0

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

0,00

0

6.900.452,79

9.304

0,00

0

Sonstige Verbindlichkeiten

1.133.458,09

960

1.131.186,07

106

0,00

0

Summe

10.091.027,70

8.103

8.491.638,86

9.410

0,00

0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit TEUR 4.463 (Vj.: TEUR 1.934) sowie sonstige Verbindlichkeiten aus Mietkäufen mit TEUR 1.728 (Vj.: TEUR 638) demnach in Höhe von insgesamt TEUR 6.191 (Vj.: TEUR 2.572) durch Sicherungsübereignungen des im Wege des Mietkaufs erworbenen beweglichen Anlagevermögens und der Vorräte sowie durch Grundschulden besichert.

8. Latente Steuern

Zum 31. Dezember 2023 ergeben sich aktive latente Steuerentlastungen aus den abweichenden Wertansätzen in der Steuerbilanz bei den Pensionsrückstellungen, sonstigen Rückstellungen und auf steuerliche Verlustvorträge bei Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer sowie passive latente Steuerbelastungen auf in Vorjahren vorgenommene Sonderabschreibungen nach § 4 Fördergebietsgesetz, die saldiert werden. Wegen des Überhangs der Steuerentlastungen wird gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB vom Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht.

9. Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen keine in der Bilanz zu vermerkenden oder im Anhang anzugebenden Haftungsverhältnisse.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und gegliedert.

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft teilen sich folgendermaßen auf die Geschäftsfelder der Gesellschaft auf:

 

Umsätze/Umsatzanteile

 

 

 

2023

 

2022

 

Veränderung

 

TEUR

%

TEUR

%

TEUR

%

Geschäftsfelder

 

 

 

 

 

 

Foils & Boards

21.109

45,8

28.682

54,0

-7.573

-26,4

Technical Solutions

20.246

44,0

19.038

35,9

1.208

6,3

Material Services

4.317

9,4

4.531

8,5

-214

-4,7

Others

363

0,8

835

1,6

-472

-56,5

 

46.035

100,0

53.086

100,0

-7.051

-13,3

Die Verteilung der Umsatzerlöse auf die geografischen Märkte ist wie folgt:

 

Umsätze

Umsatzanteil

Geografische Märkte

TEUR

%

Inland

25.011

59,2

Drittland

10.671

18,7

EU-Ausland

10.371

22,1

 

46.053

100,0  

2. Personalaufwand

Im Jahr 2023 wurde Kurzarbeit aufgrund der aktuellen Auftragssituation durchgeführt, die Ersparnis hieraus betrug 254 TEUR.

3. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Auflösung von Rückstellungen (TEUR 54), Erträge aus der Auflösung der Sonderposten für Investitionszuschüsse (TEUR 89), Erträge aus der privaten Nutzung für KFZ und Bike (TEUR 146) sowie Erträge aus Anlagenverkauf (TEUR 117).

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Betriebsaufwand in Höhe von TEUR 2.965 (inkl. TEUR 1.918 für Wartung, Reparaturen und Instandhaltungen), Verwaltungsaufwand in Höhe von TEUR 1.096 sowie Vertriebsaufwand in Höhe von TEUR 2.796 zusammen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus dem zusätzlichen Rückstellungsbedarf infolge der Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB in Höhe von TEUR 39 enthalten.

C. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus nicht kündbaren Leasingverträgen sowie Mietverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 2.149 davon werden TEUR 755 in 2024 fällig.

Zu den nicht passivierten Verpflichtungen aus Alt-Pensionszusagen wird auf die Ausführungen zu den Rückstellungen für Pensionen verwiesen.

Weiterhin besteht ein Bestellobligo im Rahmen der Anschaffung von technischen Anlagen und Maschinen in Höhe von TEUR 2.600.

2. Derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2023 einen Zinscap mit einem Nominalwert von TEUR 2.000 im Bestand. Der beizulegende Zeitwert zum 31. Dezember 2023 betrug TEUR 0. Der Erwerb des derivativen Finanzinstruments erfolgte zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken variable verzinster Darlehen.

3. Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 48 und für andere Bestätigungsleistungen TEUR 5.

4. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Die Gesellschaft setzt zur Liquiditätsoptimierung hinsichtlich einzelner Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einen Factor ein. Der Vertrag wurde am 1. Februar 2009 geschlossen und wurde im Jahr 2020 mit neuen Vertragskonditionen bis zum 31. Dezember 2024 verlängert. Zum Bilanzstichtag waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beim Factor in Höhe von TEUR 3.230 noch nicht ausgeglichen. Als Sicherheit dienen die Zahlungseingänge der jeweiligen Kunden.

5. Beschäftigtenzahl

 

2023

Vorjahr

Gewerbliche Arbeitnehmer

148

155

Angestellte

67

64

Teilzeit

17

17

Auszubildende

10

5

 

242

241

Geschäftsführer

1

1

 

243

242

6. Mutterunternehmen/Konzernzugehörigkeit

Gesellschafter der con-pearl GmbH ist seit dem 29. August 2019 mit 100 % der Anteile die con pearl Verwaltungs GmbH Geismar, ehemals Blue Cap 10 GmbH, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter HRB 518495.

Muttergesellschaft des kleinsten Konsolidierungskreises ist die con-pearl GmbH, Geismar.

Muttergesellschaft des größten Konsolidierungskreises ist die Blue Cap AG, München. Der Konzernabschluss der Blue Cap wird zur Offenlegung an das Unternehmensregister übermittelt.

7. Geschäftsführer

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023:

Herr Stefan Hoedt,

Die Gesamtvergütung der Geschäftsführung betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 187 (Vj.: TEUR 188).

8. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, bestehen für die Gesellschaft nicht.

9. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.412.640,16 mit dem Verlustvortrag (EUR -8.056.261,12) zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen.

Geismar, den 15. April 2024

con-pearl GmbH

Stefan Hoedt, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten

Stand am

Stand am

01.01.2023

Zugänge

Umbuchungen

Abgänge

31.12.2023

EUR

EUR

EUR

EUR

EUR

I.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche

Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

5.957.513,16

68.485,51

59.262,60

0,00

6.085.261,27

II.

Sachanlagen

1.

Grundstücke und Bauten

25.399.897,40

29.361,93

0,00

0,00

25.429.259,33

2.

Technische Anlagen und Maschinen

44.742.190,55

1.793.143,57

833.391,04

434.338,56

46.934.386,60

3.

Andere Anlagen, Betriebs- und

Geschäftsausstattung

15.206.631,07

365.647,42

195.170,75

17.279,00

15.750.170,24

4.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

1.578.786,51

830.738,12

-1.087.824,39

35.010,29

1.286.689,95

86.927.505,53

3.018.891,04

-59.262,60

486.627,85

89.400.506,12

III.

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen

1.739.543,27

0,00

0,00

0,00

1.739.543,27

94.624.561,96

3.087.376,55

0,00

486.627,85

97.225.310,66

Kumulierte Abschreibungen

Stand am

Stand am

01.01.2023

Zugänge

Abgänge

31.12.2023

EUR

EUR

EUR

EUR

I.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche

Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

5.717.935,80

131.779,15

0,00

5.849.714,95

II.

Sachanlagen

1.

Grundstücke und Bauten

18.163.212,10

454.918,22

0,04

18.618.130,28

2.

Technische Anlagen und Maschinen

40.336.170,72

1.647.698,96

431.708,01

41.552.161,67

3.

Andere Anlagen, Betriebs- und

Geschäftsausstattung

13.038.152,45

493.065,14

7.679,54

13.523.538,05

4.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

0,00

0,00

0,00

0,00

71.537.535,27

2.595.682,32

439.387,59

73.693.830,00

III.

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen

0,00

0,00

0,00

0,00

77.255.471,07

2.727.461,47

439.387,59

79.543.544,95

Buchwerte

Stand am

31.12.2023

Vorjahr

EUR

TEUR

I.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche

Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

235.546,32

240

II.

Sachanlagen

1.

Grundstücke und Bauten

6.811.129,05

7.237

2.

Technische Anlagen und Maschinen

5.382.224,93

4.406

3.

Andere Anlagen, Betriebs- und

Geschäftsausstattung

2.226.632,19

2.168

4.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

1.286.689,95

1.579

15.706.676,12

15.390

III.

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen

1.739.543,27

1.740

17.681.765,71

17.370

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die con-pearl GmbH, Geismar

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der con-pearl GmbH, Geismar, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der con-pearl GmbH, Geismar, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen des Unternehmens bzw. von dessen Teilbereichen ein, um Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Jahresabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Leipzig, den 15. April 2024

Deloitte GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Otter, Wirtschaftsprüfer

Stefan Gneuß, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 14. Mai 2024 festgestellt.

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