SEGO GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kazuhiko Adachi seit 9.8.2017 | Geschäftsführer |
Masaya Nagaoka seit 8.6.2015 | Geschäftsführer |
Sanshiro Ogasawara seit 11.3.2014 | Geschäftsführer |
Toshiyuki Yamamoto seit 11.3.2014 | Geschäftsführer |
Tony Schmidt seit 11.3.2014 | Geschäftsführer |
Mike Schmidt seit 11.3.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
NIFCO INC. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NIFCO KTS GmbHSolingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Bilanz zum 31. Dezember 2017Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
Anhang für das Geschäftsjahr 2017Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der NIFCO KTS GmbH, Solingen, zum 31. Dezember 2017 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Wuppertal unter der Nummer HRB 25466 im Handelsregister eingetragen. Besonderheiten der Form des Jahresabschlusses Größenklassen Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften linear und degressiv vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten inkl. Anschaffungsnebenkosten. Sofern der beizulegende Wert am Bilanzstichtag niedriger war, wurde dieser angesetzt. In die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse fließen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten ein. Dabei wird das strenge Niederstwertprinzip beachtet. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Für das allgemeine Kreditrisiko wird eine pauschale Wertberichtigung vorgenommen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Auf der Passivseite sind als Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Die Posten des Eigenkapitals sind zu Nennwerten angesetzt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag bereits erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten abzudecken. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Mittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalles umgerechnet. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden nach § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Bruttoanlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen. Planmäßige Verteilung des Geschäfts- oder Firmenwertes Für den Geschäfts- oder Firmenwert wurde eine Nutzungsdauer von fünf Jahren unterstellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr ausnahmslos Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus der Forderung aus Ergebnisabführung der Sego GmbH (TEUR 3.354; i. Vj. TEUR 2.149). Das noch zum 31. Dezember 2016 bestehende Darlehen gegenüber der Sego GmbH in Höhe von TEUR 1.000 wurde im Geschäftsjahr 2017 vollständig zurückgezahlt. Es bestehen keine weitere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit der Sego GmbH (Vj. TEUR 14). Die Forderungen gegen die Gesellschafterin Nifco Inc. betragen TEUR 482 (i. Vj. TEUR 86) und resultieren ausschließlich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die anderen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren ebenfalls aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben, wie im Vorjahr, Restlaufzeiten von weniger als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Erstattungen für Körperschaftsteuer, soziale Abgaben, Energiesteuer und Arbeitnehmerdarlehen. In Höhe von TEUR 10 (i. Vj. TEUR 10) haben die sonstigen Vermögensgegenstände Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr. Latente Steuern Latente Steuern wurden auf temporäre Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz berechnet. Unterschiede bestehen in den Positionen Anlagevermögen und sonstige Rückstellungen. Bei der Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 30,0% zu Grunde gelegt. Aufgrund des Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wurde von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Angaben und Erläuterungen zu sonstigen Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Garantieaufwendungen (Einzelgarantien und pauschale Garantien), Rückstellungen für Prüfungskosten und Personalrückstellungen. Verbindlichkeiten Die bilanzierten Verbindlichkeiten sind wie folgt strukturiert:
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Nifco Inc. betragen zum 31. Dezember 2017 TEUR 7.975 (i. Vj. TEUR 9.183) und resultieren aus Darlehen (TEUR 7.950; i. Vj. TEUR 9.164) und aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 25; i. Vj. TEUR 18). Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren, wie im Vorjahr, aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten in Höhe von TEUR 398 (Vj. TEUR 405) Steuern sowie in Höhe von TEUR 89 (Vj. TEUR 0) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben ausnahmslos Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden überwiegend innerhalb Europas erzielt, davon in Deutschland rund 80%. Die Umsatzerlöse werden durch den Verkauf von Kunststoffkomponenten erzielt. Der Großteil der Umsatzerlöse wird mit einem Großkunden erwirtschaftet. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 0). Periodenfremde Erträge sind im Geschäftsjahr 2017 nicht entstanden (Vj. TEUR 0). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0). Außerdem sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 1) enthalten. Erträge aus Beteiligungen Aufgrund des mit der Sego GmbH bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wurde der Jahresüberschuss 2017 der Sego GmbH (verbundenes Unternehmen) in Höhe von TEUR 1.205 (Vj. TEUR 784) an die Gesellschaft abgeführt. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen aus verbundenen Unternehmen belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 0 (i. Vj. TEUR 19). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen betreffen mit TEUR 103 (i. Vj. TEUR 108) Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen. Sonstige Pflichtangaben Haftungsverhältnisse und Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt EUR 0,00. Als sonstige finanzielle Verpflichtungen sind Leasing- und Mietverträge zu nennen:
Ein Mietvertrag besteht für das Betriebsgrundstück in Solingen. Der Mietvertrag hat eine unkündbare Mietdauer von zehn Jahren und ist erstmals im Jahr 2023 kündbar. Nach Ablauf der Grundmietzeit bestehen eine Verlängerungsoption von fünf Jahren sowie eine Kaufoption nach der Grundmietzeit bzw. nach Ablauf der Verlängerungsoption. Mit Vertrag vom 1. Januar 2016 wurde ein Mietvertrag für ein weiteres Betriebsgrundstück in Solingen abgeschlossen. Der Mietvertrag ist erstmals zum 31. Dezember 2025 kündbar. Nach Ablauf der Grundmietzeit bestehen eine Verlängerungsoption von fünf Jahren sowie eine Kaufoption nach der Grundmietzeit bzw. nach Ablauf der Verlängerungsoption. Geschäftsführung Während des Geschäftsjahres 2017 wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: • Herr Tony Schmidt, Kaufmann • Herr Mike Schmidt, Kaufmann • Herr Mike Matthews, Kaufmann (bis 8. Juni 2017) • Herr Sanshiro Ogasawara, Kaufmann • Herr Toshiyuki Yamamoto, Kaufmann • Herr Masaya Nagaoka, Kaufmann • Herr Osamu Kishii (ab 3. August 2016 bis 8. August 2017) • Herr Kazuhiko Adachi, Kaufmann (ab 9. August 2017) Vergütungen der Geschäftsführer und der Mitglieder der Unternehmensorgane Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2017 beträgt TEUR 50. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Mit Vertrag vom 12. Dezember 2013 wurde zwischen der NIFCO KTS GmbH als Organträgerin und der Sego GmbH als Organgesellschaft ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Die Organgesellschaft ist verpflichtet, erstmals ab dem Beginn des im Zeitpunkt der Eintragung des Vertrages im Handelsregister laufenden Geschäftsjahres ihren Jahresüberschuss an die Organträgerin abzuführen. Die Organträgerin ist entsprechend zum Verlustausgleich der Organgesellschaft verpflichtet. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 20. Januar 2014. Konzernzugehörigkeit Die NIFCO KTS GmbH ist Tochter der Nifco Inc., Tokio/Japan. Der Jahresabschluss der NIFKO KTS GmbH, Solingen, wird als verbundenes Unternehmen in den Konzernabschluss der Nifco Inc., Tokio/Japan, als Mutterunternehmen mit dem kleinsten und größten Konsolidierungskreis einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Nifco Inc., der nach Japanischen Financial Reporting Standards ("J-GAAP") aufgestellt wird, einbezogen und nimmt für das Jahr 2017 die Befreiung von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes nach § 292 HGB in Anspruch. Dieser Konzernabschluss ist in den Geschäftsräumen der Nifco Inc. einsehbar. Der Konzernabschluss der Nifco Inc. wird nach seiner Aufstellung in deutscher Sprache im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht werden. Rechnungslegungsunterschiede zwischen HGB und J-GAAP im Konzernabschluss Hier sind insbesondere die folgenden wesentlichen Rechnungslegungsunterschiede zu nennen: Die Gliederung nach J-GAAP richtet sich bei den Vermögensgegenständen nach dem Grad der Liquidierbarkeit und bei den Schulden nach Restlaufzeit. Die Gliederung nach HGB ist im § 266 HGB definiert. Bei der Kalkulation der Abschreibungen liegen zum Teil unterschiedliche Nutzungsdauern der jeweiligen Gegenstände des Anlagevermögens zugrunde. Vorräte sind mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Wiederbeschaffungswert zu bewerten. Entsprechend J-GAAP können Vorräte entweder zu Anschaffungs- oder Herstellkosten oder mit dem niedrigeren Marktwert bewertet werden, es sei denn, der Marktwert ist erheblich niedriger als die Anschaffungs- und Herstellungskosten, wobei dann der niedrigere Marktwert anzusetzen ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind gemäß § 253 Abs. 2 HGB auf den Barwert am Bilanzstichtag abzuzinsen. Rückstellungen für Instandhaltungen nach dem 1. Januar 2010 dürfen nur gebildet werden, wenn die Instandhaltungen im folgenden Geschäftsjahr innerhalb von 3 Monaten nachgeholt werden. Eine derartige Beschränkung der Rückstellungsbildung für Reparaturen und Instandhaltungen besteht nach J-GAAP nicht. Rückstellungen werden nach J-GAAP nicht diskontiert. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:
Vorschlag zur Gewinnverwendung Der Jahresüberschuss in Höhe von T€ 2.146 soll komplett auf neue Rechnung vorgetragen werden. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ereignet.
Solingen, den 15. Februar 2019 Die Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017I. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Die Gesellschaft ist in der Entwicklung, Herstellung, dem Vertrieb sowie der technologischen Weiterentwicklung von Kunststoffen tätig. Hergestellt werden im Wesentlichen Interieur Teile für die Automobilindustrie. Dabei versteht sich die Nifco KTS GmbH nicht als Kunststoff - Lohnspritzerei, sondern vielmehr als Systementwickler für kinematische, komplexe Bauteile auf einem hohen technischen Niveau. Eine der Stärke der Gesellschaft liegt weiterhin in der allgemeinen Firmenkonzeption. Der Verbund mit der Firma SEGO GmbH (technische Konzeption und Werkzeugbeschaffung) zeigt sich auf dem Markt als erfolgreiches Modell. Steuerungssystem Die Gesellschaft bedient sich zur internen Unternehmenssteuerung unterschiedlicher finanzieller Leistungsindikatoren. Zu den wichtigsten Indikatoren zur Steuerung der Gesellschaft gehören u.a. Umsatz und EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern). Darüber hinaus haben wir keinen weiteren wesentlichen finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikator identifiziert. Forschung und Entwicklung Zusammen mit unseren Kunden entwickeln wir technologisch führende und innovative Produkte. Dabei legen wir besonderen Wert auf Wirtschaftlichkeit, Umweltschutz und Nachhaltigkeit des gesamten Produktportfolios. II. Wirtschaftsbericht Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Wie auch bereits im Vorjahr blieb die Nachfrage nach kinematischen Bauteilen der Automobilindustrie im Geschäftsjahr 2017 weiter deutlich positiv. Der Trend der Automobilhersteller nach weiteren neuen Modellen und stabiler Kundennachfrage wirkte sich dabei positiv aus. Nach Angabe des Statistischen Bundesamtes war in 2017 die konjunkturelle Lage in Deutschland gekennzeichnet durch ein kräftiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war um 2,2% höher als in 2016. Die deutsche Wirtschaft ist somit das achte Jahr in Folge gewachsen. Positive Wachstumsimpulse kamen im Jahr 2017 primär aus dem Inland. Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 2,0% höher als in 2016. In Ausrüstungen (vor allem Maschinen, Geräte und Fahrzeuge) wurde preisbereinigt 3,5% mehr investiert als im Vorjahr. Die sonstigen Anlagen, zu denen unter anderem die Ausgaben für Forschung und Entwicklung gehören, lagen ebenfalls um 3,5% über dem Vorjahresniveau. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde im Jahresdurchschnitt 2017 von knapp 44,3 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort Deutschland erbracht. Dies ist der höchste Stand seit der deutschen Wiedervereinigung. Nach ersten Berechnungen waren im Jahr 2017 rund 638.000 Personen oder 1,5% mehr erwerbstätig als ein Jahr zuvor. Das entspricht der höchsten Zunahme seit dem Jahr 2007. Dieser Anstieg resultiert aus einer Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Nifco KTS konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 seine Stellung im Markt als einer der TOP Lieferanten im Kinematikbereich weiter ausbauen. Referenzkunden wie Volkswagen, AUDI, Porsche sowie VOLVO sprechen für sich. Geschäftsverlauf der Gesellschaft
Ertragslage Umsatzentwicklung Die Umsatzerlöse betrugen im laufenden Geschäftsjahr 60,15 Mio. € und sind im Vergleich zum Vorjahr (55,70 Mio. €) um 7,98 % gestiegen. Der Materialaufwand in Höhe von 35,44 Mio. € ist gegenüber dem Vorjahr (33,03 Mio. €) prozentual zur Gesamtleistung (Umsatz +/- Bestandsveränderung) leicht gestiegen. Das Rohergebnis beläuft sich auf 24,43 Mio. € (Vorjahr 24,39 Mio. €). Der Umsatz der Gesellschaft - als wesentlicher Leistungsindikator - ist in 2017 um 7,98% gestiegen. Die Entwicklung lässt sich hauptsächlich zurückführen auf die Übernahme von weiteren Projekten für einige unserer Hauptkunden. Das für das Geschäftsjahr 2017 erwartete vorläufige Umsatzvolumen von 60,1 Mio. € und vorläufige EBIT von 3,4 Mio. € wurden somit bestätigt. Geschäftsergebnis Insgesamt blieb das Rohergebnis von 24,43 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr (24,39 Mio. €) auf einem konstanten Niveau. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) als weiterer wesentlicher finanzieller Leistungsindikator beläuft sich im Geschäftsjahr auf 3,70 Mio. € nach 3,34 Mio. € im Vorjahr. Die Entwicklung des EBIT im Geschäftsjahr entsprach damit den Erwartungen der Gesellschaft. Die Personalkosten sind aufgrund der Erhöhung der Beschäftigtenzahl um T€ 892 gestiegen. Im Jahresdurchschnitt wurden 295 (Vj. 278) aktive Mitarbeiter beschäftigt. Die steigende Mitarbeiterzahl lässt sich auf die erhöhte Auftragslage im Vergleich zum Vorjahr zurückführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf T€ 6.398 und beinhalten im Wesentlichen Raumkosten (T€ 2.555), Kosten der Warenabgabe (T€ 562), Mieten für Einrichtungen (T€ 361), laufende Instandhaltung (T€ 658) sowie sonstige Verwaltungsaufwendungen. Auf Grund des positiven Geschäftsverlaufes betrug der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2017 EUR 2,15 Mio. (i. Vj. EUR 1,83 Mio.). Finanzlage Die Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfristen soweit möglich unter Ausnutzung von Skonto beglichen. Gleiches gilt für die Vereinnahmung von Forderungen. Unser Forderungsbestand ist insgesamt als gesund einzustufen, so dass (aufgrund der sehr guten Bonität unserer Kunden) mit keinen größeren Ausfällen zu rechnen ist. NIFCO KTS finanziert sich neben dem Cash Flow aus der eigenen Tätigkeit im Wesentlichen aus der Nifco-Gruppe und Kreditinstituten. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, die fälligen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Vermögenslage Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 1.720 resultiert aus dem Erwerb der Nifco KTS GmbH & Co. KG durch die Nifco KTS GmbH (ehem. Nifco Deutschland GmbH) sowie dem Erwerb des Ingenieurbüros Peter Schmidt (IBS). Hier wurde eine nach den handelsrechtlichen Regelungen übliche Abschreibungsdauer von 5 Jahren (vor BilRUG) angesetzt. Das Anlagevermögen beträgt im Vergleich zur Bilanzsumme 41,98%. Die Abschreibungen beliefen sich auf T€ 3.457 In 2017 wurde hauptsächlich in den Ausbau der Produktion investiert. Ferner wurden verschiedenste kleinere Investitionen vorgenommen zur Erweiterung und Modernisierung der Betriebsausstattung. Die Veränderung der Vorräte von T€ 9.236 auf T€ 8.921 zum 31. Dezember 2017 resultiert im Wesentlichen aus dem Abbau der unfertigen Leistungen/Erzeugnisse von T€ 6.846 auf T€ 6.121 und dem Aufbau der fertigen Erzeugnisse von T€ 558 auf T€ 904. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Geschäftsjahr 2016 um T€ 2.373 auf T€ 7.348 gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem ausgeweiteten Umsatzvolumen. Die Forderungen bestehen gegenüber wenigen Großkunden mit guter Bonität. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 4.006 (i. Vj. T€ 4.273) bestehen im Wesentlichen gegenüber dem Tochterunternehmen Sego GmbH aufgrund von Gewinnabführung (T€ 3.354.; i. Vj. T€ 2.149). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 8.525 (i. Vj. T€ 9.550) bestehen im Wesentlichen gegenüber der Muttergesellschaft Nifco Inc. Gesamtaussage Auf Grund der Entwicklung in 2017 beurteilen wir die Lage der Gesellschaft positiv. Die Ertrag-, Finanz- und Vermögenslage stellt sich als solide dar. Trotz der ökonomischen Rahmenbedingungen und Herausforderungen im Automobilzulieferbereich und unter Beachtung aller zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts bekannten Gegebenheiten und Fakten liegen gegenwärtig keine Risiken vor, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der NIFCO KTS GmbH wesentlich und nachhaltig beeinträchtigen oder deren Fortbestand in absehbarer Zeit gefährden. III. Prognosebericht Wir gehen davon aus, dass sich der positive Trend des Unternehmens in Zukunft weiter fortentwickelt. Durch weitere geplante Strukturmaßnahmen im Unternehmensbereich werden in Zukunft Voraussetzungen geschaffen eine noch bessere Kundenzufriedenheit zu gewährleisten. In Deutschland wurden 2017 gut 3,4 Mio. Pkw neu zugelassen. Das ist ein Plus von 3 Prozent. Der deutsche Pkw-Markt wuchs im vergangenen Jahr das vierte Mal in Folge und erreichte damit das höchste Volumen dieses Jahrzehnts. Umsatz als auch Beschäftigung waren auf Wachstumskurs. Die Pkw-Produktion in Deutschland konnte das hohe Vorjahresniveau nicht ganz erreichen. Die Exportquote war im Jahr 2017 aber so hoch wie noch nie. Die Automobilbranche leistete im Jahr 2017 erneut einen wichtigen Beitrag zur positiven Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Im Vergleich zu 2016 stieg die Zahl der Mitarbeiter im Jahresmittel um 11.500 Beschäftigte auf 819.996. Gegenüber dem Jahr 2010 schufen die Unternehmen der Automobilindustrie mehr als 118.400 neue Arbeitsplätze. (Quelle: Verband der Automobilindustrie) Die Gesellschaft rechnet für das Gesamtjahr 2018 mit einem gegenüber 2017 leicht geringeren Umsatz sowie einem moderat steigenden EBIT. Für 2019 wird ebenfalls ein leicht geringerer Umsatz im Vergleich zu 2018 prognostiziert. Das EBIT wird für 2019 leicht steigend im Vergleich zum Jahr 2018 erwartet. Grund hierfür ist unter anderem die geringere Firmenwertabschreibung. Um den Kundenanforderungen auch in Zukunft weiterhin gerecht zu werden, sind weitere Investitionen im Bereich der Produktion geplant. Auch werden interne Umstrukturierungsmaßnahmen stattfinden. IV. Chancen- und Risikobericht Risikobericht Wirtschaftliche Risiken Risiken liegen in der zukünftigen Entwicklung der Automobilbranche und des Automobilzulieferermarktes. Auch in Bezug auf das Thema E-Mobility bleibt abzuwarten wie sich der Markt in den nächsten Jahren entwickeln wird. Ein Großteil der Umsätze wird auch in Zukunft mit einem Großkunden erzielt werden. Hieraus ergeben sich sowohl Chancen, als auch Risiken. Die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft ist entscheidend von den Aufträgen des Großkunden abhängig. Auf der anderen Seite zeigt die Vergangenheit, dass eine langfristige und für beide Seiten erfolgreiche Zusammenarbeit möglich ist. Aus heutiger Sicht sieht die Geschäftsführung keine Anzeichen dafür, dass sich die Beziehungen zu dem Großkunden wesentlich verschlechtern werden oder es zu wesentlichen Umsatzeinbußen mit dem Großkunden kommt. Daneben wird versucht die Gesellschaft breiter aufzustellen und neue Kunden zu gewinnen, um die Abhängigkeit vom dem Großkunden weiter zu reduzieren. Unsere Produkte laufen über einen Zeitraum von etwa 6 - 7 Jahren. Risiken der künftigen geschäftlichen Entwicklung bestehen darin, dass unsere Kunden die vorkalkulierten Abnahmemengen für die Produktlaufzeiten nicht garantieren können. Rechtliche Risiken erwachsen insbesondere aus möglichen Gewährleistungsansprüchen aufgrund von Kundenreklamationen im Projektgeschäft. Durch ein effizientes Qualitätsmanagement überwachen wir laufend entsprechende Risiken. Personalrisiken werden begrenzt durch laufende interne sowie externe Schulungsprogramme. Zusätzliche Risiken können wir derzeit nicht erkennen. Auch im Bereich der Liquidität sind aufgrund der Zugehörigkeit zum "NIFCO-Konzern" keine Risiken zu erwarten. Unsere Zahlungsströme steuern wir auf der Grundlage einer Finanz- und Liquiditätsplanung. In Bezug auf unsere liquiden Mittel, Forderungen und Verbindlichkeiten sind wir den branchenüblichen Risiken aus Preisänderungen, Forderungsausfällen, fehlender Liquidität oder aus Zahlungsstromschwankungen ausgesetzt. Konkrete Risiken mit Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage oder die voraussichtliche Entwicklung sind nicht erkennbar. Sicherungsgeschäfte wurden nicht getätigt. Chancenbericht Durch die Integration in die Nifco-Gruppe ist die Gesellschaft auch in die strategischen Entscheidungsprozesse des Konzerns eingebunden und Konzernanforderungen werden in der Gesellschaft Berücksichtigung finden. Chancen ergeben sich weiterhin durch weitere größere Projekte mit einem Großkunden. Hier konnten bereits aufgrund der sehr guten Geschäftsbeziehung in der Vergangenheit erfolgreich Projekte umgesetzt werden. Weiterhin sehen wir durch die Integration in die NIFCO-Gruppe weitere Chancen neue Kunden zu gewinnen. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld im Automobilzulieferbereich. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität und unseres Know-hows sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.
Solingen, 15. Februar 2019 Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der NIFCO KTS GmbH, Solingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 15. Februar 2019 KPMG
AG
Zender, Wirtschaftsprüfer Özgüc, Wirtschaftsprüfer |
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