Stammdaten

Register
Amtsgericht Potsdam HRB 13526
Eingetragen
15.3.2006
Branche
Großhandel mit TabakwarenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und SpirituosenWärme- und Kältehandel
Gegenstand
Der Handel mit sowie der Export und Import von Waren verschiedener Art und das Bewirtschaften und Betreiben von Casinos, Gaststätten und Hotels sowie Partyservice, sofern die entsprechende Genehmigung erteilt wurde.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ines Stieger
seit 10.6.2024
Prokura
Sascha Nemitz
seit 19.9.2022
Prokura
Andreas Stoll
seit 19.11.2018
Prokura
Gregor Widynski
seit 15.3.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert39.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Widynski & Roick GmbHEigenbeteiligung
30.00%
9.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.565 €
70.00%
Germany
17.044 €
30.00%

Beteiligungen

NameAnteil
30.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Widynski & Roick GmbH

Potsdam

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht Geschäftsjahr 2023

Widynski & Roick GmbH

Inhalt

1. Einleitung und Grundlagen des Unternehmens

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland

2.2. Entwicklung des Cateringmarktes in Deutschland

2.3. Entwicklung der W&R GmbH

3. Lage des Unternehmens

3.1. Ertragslage

3.2. Finanzlage

3.3. Vermögenslage

3.4. Leistungsindikatoren

4. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung

4.1. Chancenbericht

4.1.1. Fokussierung im Vertrieb

4.1.2. Erweiterung der Produktpalette und Dienstleistungen

4.1.3. Fortlaufende Weiterentwicklung von Prozessen und Digitalisierung

4.1.4. Nachhaltige Vermarktungsstrategien

4.1.5. Ausbau der Markenbekanntheit

4.1.6. Kundenbindung

4.2. Risikobericht

4.2.1. Risiken aus rechtlichen Entwicklungen

4.2.2. Risiken aus der Veränderung des Nachfrageverhaltes

4.2.3. Ausfallrisiken

4.2.4. Entwicklung der Einkaufspreise

4.3. Prognosebericht

1. Einleitung und Grundlagen des Unternehmens

Der Mittelstand im Bereich Contract-Catering hat in den letzten Jahren eine dynamische Entwicklung durchlaufen. Die Branche ist geprägt von einer Vielzahl an Anbietern, die sich durch Qualität, Service und individuelle Lösungen unterscheiden. In diesem Bericht wird die aktuelle Lage des Marktes, die Herausforderungen sowie die Chancen für die Zukunft der Gesellschaft dargestellt.

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft liegt in der Bewirtschaftung von Betriebsrestaurants, Kantinen und in der Versorgung von Seniorenheimen sowie Schulen und Kindergärten mit warmen und kalten Speisen.

Die Widynski & Roick GmbH (W&R GmbH) ist im Konzernverbund der Flavour Union Group eingebunden.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister in Potsdam eingetragen. Eine Zweigniederlassung für Dresden ist ebenfalls eingetragen.

Die W&R GmbH bezieht ihre eingesetzten Lebensmittel von ausgewählten regionalen und überregionalen Lieferanten. Fortlaufende Qualitätskontrollen sind wichtiger Bestandteil in der Zusammenarbeit mit den Lieferanten.

Zu ihren Kunden zählen große öffentliche Institutionen und privatwirtschaftliche Unternehmen in Berlin und im östlichen Teil Deutschlands sowie in Nordrhein-Westfalen. Die Entwicklungen im Nachfrageverhalten hin zu nachhaltiger Ernährung spiegeln sich im Versorgungsangebot wider.

Wichtige Rahmenbedingungen für die W&R GmbH sind die Regelungen des Lebensmittelrechts.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt.

Die Bundesregierung setzte Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft um, wie zum Beispiel die Strompreisbremse und Entlastungzahlungen für Familien, wie Kindergelderhöhung, höheres Wohngeld. Die Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank hatten ebenfalls Einfluss auf die Investitionsbereitschaft.

Insgesamt blieb die wirtschaftliche Lage, trotz einer wirtschaftlichen Stabilisierung im zweiten Halbjahr, angespannt.

2.2. Entwicklung des Cateringmarktes in Deutschland

Im Jahr 2023 erlebte das Contract-Catering in Deutschland eine bemerkenswerte Entwicklung, die durch verschiedene Trends und Herausforderungen geprägt war.

Nach den Einschränkungen der COVID-19-Pandemie verzeichnete das Contract-Catering eine deutliche Erholung. Viele Unternehmen kehrten zu regulären Essensangeboten zurück. Die Thematik Homeoffice und der damit verbundene Rückgang der Essenteilnehmerzahlen in Betriebskantinen, wird auch in Zukunft diese Branche nachhaltig beeinflussen. In einigen Unternehmen ist aufgrund des starken Rückgangs der vor Ort tätigen Mitarbeiter durch interne Homeoffice-Regelungen die Mittagsversorgung eingestellt worden.

Nachhaltige Ernährungskonzepte gewannen an Bedeutung. Caterer setzten zunehmend auf regionale und saisonale Produkte sowie gesunde Optionen, wie JOB&FIT, um den steigenden Ansprüchen der Verbraucher gerecht zu werden.

Die Nachfrage nach maßgeschneiderten Lösungen nahm zu. Viele Auftraggeber suchten flexible Catering-Modelle, die auf spezifische Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter zugeschnitten sind.

Digitale Lösungen, wie Online-Bestellsysteme und App-basierte Menüs, wurden verstärkt eingesetzt, um die Bestellprozesse zu optimieren.

Angesichts steigender Lebensmittelpreise und Tariflohnanpassungen standen viele Contract-Caterer unter finanziellen Druck die enormen Kosten zu kontrollieren, was oft zu Preisanpassungen führte.

Jedoch erkennen auch viele Unternehmen, dass eine gute Verpflegung zur Mitarbeitermotivation und -zufriedenheit beiträgt. Viele Arbeitgeber investierten in qualitativ hochwertige Verpflegung, um ihre Attraktivität als Arbeitgeber zu erhöhen.

Eine jährliche Markterhebung der größten Contract-Cateringunternehmen in Deutschland, veröffentlicht in der Zeitschrift GV-Praxis, ergab für das Jahr 2023 (GV-Praxis 5/2024), dass die 10 größten Marktteilnehmer ein Umsatzwachstum von 27,8% (VJ 33,4%) verzeichneten. Damit hatten die 10 größten Marktteilnehmer ein höheres Wachstum als der Durchschnitt der 33 größten Markteilnehmer des Gesamtcateringmarktes (2023-25,2%; VJ 31,4%). Die Widynski und Roick GmbH verbesserte sich auf Platz 21 (VJ 24) des Gesamtcateringmarktes.

2.3. Entwicklung der W&R GmbH

Die W&R GmbH hat sich auch im Jahr 2023 ausschließlich organisch entwickelt. Schaut man in die Rangliste der Top-33-Cateringunternehmen in Deutschland auf Basis der Geschäftszahlen 2023, liegt die Gesellschaft nach dem erzielten Umsatz auf Platz 21 (im Vorjahr Platz 24). Im Berichtsjahr wurde ein Umsatz von T€ 33.971 (VJ T€ 24.482) erzielt. Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von 39% (VJ 58%) zum Vorjahr und liegt auf dem Niveau des Prognosewertes 2023. Das gute Umsatzwachstum setzt sich aus Bestandsvertragsgeschäften 36% (VJ 55%) und Neuvertragsgeschäften 3% (VJ 3%) zusammen.

Die gute Umsatzsteigerung ist zum einen begründet durch erfolgreiche Vertragsabschlüsse bei Ausschreibungen im Vertrieb und zum anderen auch durch die Beendigung der Coronaeinschränkungen im Jahr 2023. Das angestrebte positive Jahresergebnis wurde erzielt.

Im Bereich Business wurden 5 Bewirtschaftungsverträge beendet und durch den Abschluss von 4 größeren neuen Verträgen kompensiert. Im Bereich Education wurden 3 Bewirtschaftungsverträge beendet und die Bewirtschaftung an 4 neuen Standorten aufgenommen. Im Bereich Delivery wurden 2 weitere Kunden akquiriert.

Trotz weiterhin hoher Energiekosten und den hohen Preisen für den Einkauf von Lebensmitteln, konnten wir durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und Kunden, mit einem positiven Jahresergebnis abschließen.

Mit der Zertifizierung nach ISO 9001:2015 haben wir die Verpflichtung übernommen, die Managementprozesse im Unternehmen ständig zu verbessern und weiterzuentwickeln. Dafür haben wir die Qualifizierung sowie die Schulungsmaßnahmen von unseren Mitarbeitern im Jahre 2023 fortgeführt.

Mit der Umweltzertifizierung ISO 14001:2015, bei denen die Prozesse in Hinblick auf die Nachhaltigkeit ausgerichtet werden, verpflichten wir uns, saisonal und nachhaltig sowie erhöht Bio-Lebensmittel einzukaufen.

Die Digitalisierung im Bereich der POS-Software (Kassensysteme) sowie im Bereich der Delivery Software wurde auch im Jahr 2023 konsequent vorangetrieben.

Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Investitionen für den Bereich Fuhrpark und Logistik sowie Geschäftsausstattung im Bereich Eventcatering T€ 484. Die Finanzierung für den Bereich Fuhrpark erfolgte durch Aufnahme von Bankdarlehen, währenddessen die anderen Investitionen aus dem Cashflow finanziert wurden.

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 465 (VJ 415) Mitarbeiter.

3. Lage des Unternehmens

Die Entwicklung der Gesellschaft soll anhand der nachfolgenden Geschäftszahlen (Vorjahr) zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dargestellt werden. Insgesamt ist das Geschäftsjahr zufriedenstellend verlaufen.

3.1. Ertragslage

Für die Betrachtung der Ertragslage der Gesellschaft beurteilen wir folgende Geschäftszahlen:

Sales Development (Umsatzentwicklung)

Der Umsatz stieg 2023 auf T€ 33.971 (VJ T€ 24.482). Dieser setzt sich zusammen aus Bestandsverträgen von T€ 32.249 (VJ T€ 23.754) und Neuverträgen T€ 1.722 (VJ T€ 728). Mit einer Umsatzsteigerung von insgesamt 39% (VJ 58%) war die Entwicklung sehr gut. 2023 war das erste Jahr seit Beginn der Corona-Pandemie ohne Lockdowns, Hygienevorschriften sowie Kontakt- und Teilnahmebeschränkungen.

EBT (Ergebnis vor Steuern)

Dem Umsatz steht ein um 32% gestiegener Materialaufwand in Höhe von T€ 13.816 (VJ T€ 10.493) sowie ein um 28% gestiegener Personalaufwand in Höhe von T€ 17.192 (VJ T€ 13.470) gegenüber. Sowohl der Materialaufwand als auch der Personalaufwand sind korrespondierend mit der ausgeweiteten Geschäftstätigkeit gestiegenen. Außerdem angestiegen sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um +8% auf T€ 3.104 (VJ T€ 2.883), was im Wesentlichen auf höhere Fahrzeug- und Reisekosten im Zusammenhang mit ausgeweiteten Vertriebs- und Betreuungstätigkeiten sowie Lizenzgebühren zurückzuführen ist.

Das EBT von T€ 209 T€ (VJ T€ 106) wurde um 96 % gesteigert, liegt jedoch im Verhältnis zum Umsatz bei 0,61% (VJ 0,43%) weiterhin im niedrigen Bereich.

3.2. Finanzlage

Cashflow (Geldfluss)

Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit beträgt T€ 302, der im Wesentlichen für Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung verwendet wurde. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt T€ -515. Nach Rückzahlungen und Neuaufnahmen von Darlehen beträgt der Finanzierungs-Cashflow T€ 38. Finanziert werden v.a. Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Außerdem besteht eine corona-bedingte Finanzierung, die über die kommenden 7 Jahre zurückzuführen ist.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 zu jeder Zeit sichergestellt.

Working Capital Intensität in %

Das Working Capital, die Summe der Vorräte, kurzfristigen Forderungen und Geldmittel abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten, ist um T€ 136 auf T€ 2.974 gestiegen. Bei der Betrachtung des Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, ist die Intensität um 2,8% auf 8,8% gesunken.

Liquidität 2. Grades

Die Liquidität 2. Grades, das Verhältnis der Summe aus kurzfristigen Forderungen und flüssigen Mittel zu kurzfristigen Verbindlichkeiten ist im Geschäftsjahr um 3,5 % auf 226,8 % leicht gestiegen.

Laufzeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Diese Zahl gibt an, wie lange es dauert, bis die Forderungen beglichen werden und hilft bei der Liquiditätsbeurteilung. Sie ist das Verhältnis aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Umsatz multipliziert mit 365 Tagen. Die Verringerung von 47 auf 37 Tagen zeigt uns eine positive Entwicklung.

3.3. Vermögenslage

Eigenkapitalquote in %

Die Eigenkapitalquote zeigt das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme. Sie hat sich von 25,7 % um 2,4 % auf 28,2 % verbessert.

Anlagendeckung in %

Bei der Anlagendeckung wird das Verhältnis von Eigenkapital zum Anlagevermögen berechnet. Sie hat sich ebenfalls verbessert. Mit 135 % (VJ 111 %) ist das Anlagevermögen vollständig durch das Eigenkapital gedeckt. Grund für die Erhöhung der Anlagendeckung sind zum einen Abschreibungen und zum anderen Abgänge aus dem Anlagevermögen im Zuge der Schließung eines Standortes. Liquiditätsreserve

Die Summe der flüssigen Mittel und kurzfristige Forderungen geteilt durch die kurzfristigen Verbindlichkeiten gibt Auskunft, wie kurzfristige Verpflichtungen erfüllt werden können. Die Liquiditätsreserve ist vom Faktor 2,23 auf 2,27 leicht positiv gestiegen. Im Ergebnis übersteigen die kurzfristigen Forderungen und die liquiden Mittel deutlich die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Forderungen und Verbindlichkeiten im Verbundbereich

Im Geschäftsjahr wurden im Zuge der Neuausrichtung der verbundenen Unternehmen und deren Leistungsbeziehungen untereinander Forderungen von verbundenen Unternehmen ausgeglichen und durch den Bezug von Leistungen aus der Unternehmensgruppe entstandenen Verbindlichkeiten beglichen. Es bestehen nunmehr Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 381 (VJ T€ 494).

Fremdkapital

Das Fremdkapital besteht im Wesentlichen aus Rückstellungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten aus dem operativen Geschäft. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Teile der sonstigen Rückstellungen resultieren aus einer corona-bedingten Finanzierungsmaßnahme.

3.4. Leistungsindikatoren

Neben der Umsatzentwicklung (Sales Development) sowie dem Ergebnis vor Steuern (EBT) sind die folgenden Leistungsindikatoren wesentliche Instrumente, um Verbesserungspotenziale zu identifizieren und strategische Entscheidungen zu treffen.

Finanzielle Leistungsindikatoren:

Umsatz je Mitarbeiter

Der Umsatz pro durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter im Jahr 2023 hat sich um T€ 14 auf T€ 73 verbessert. Auch der Umsatz zu den Personalaufwendungen sind um 0,16 € auf 1,98 € gestiegen.

Netto-Durchschnittsbon

Der Durchschnittsbon (netto) ist von 4,80 € auf 4,98 € (3,75 %) gestiegen.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren:

Tischgastentwicklung

Die durchschnittliche Gästezahl pro Öffnungstag war 2022 15.754. Diese ist im Jahr 2023 auf 21.976 gestiegen. Dies entspricht eine Steigerung von 39,5 %.

4. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung

In diesem Bericht werden die Chancen und Risiken dargestellt, die sich im Rahmen der Geschäftstätigkeit der W&R GmbH ergeben. Für den nachhaltigen Erfolg der Gesellschaft ist es entscheidend, dass Risiken und Chancen aus der operativen Tätigkeit frühzeitig erkannt und vorausschauend gesteuert werden.

4.1. Chancenbericht

4.1.1. Fokussierung im Vertrieb

Die strategische Ausrichtung des Vertriebs wurde wieder auf Großkundenakquise und regionalem Wachstum fokussiert. Verträge mit Kundenobjekten, die trotz aller Maßnahmen nicht den gewünschten Ertrag erzielen, werden nicht weitergeführt. Auch für die Zukunft wird dies ein wichtiger Aspekt im Rahmen der Akquise neuer Verträge sowie der Bewirtschaftung bestehender Verträge sein.

Die folgenden Bereiche stehen im Fokus der W&R GmbH

• Bereich Berlin - Im Jahr 2024 wurden Ausschreibungen für die Mittagsversorgung an Schulen und Kindergärten erfolgreich durchgeführt

• Bereich Brandenburg - Im Jahr 2024 erhielt die Gesellschaft erneut den Zugschlag für die Mittagsversorgung für 2 Wissenschaftsstandorte

• Bereich Sachsen - Stabilisierung des regionalen Bereichs durch Integration neuer kleiner Pofitcenter in Bestandsbetriebe

• Bereich NRW - Konzeptionierung für die Versorgung der Mitarbeiter von Standorten, deren Betriebskantinen nach Corona nicht wieder eröffnet wurden.

Nachdem die Mindestlohn- und Tarifentwicklung im Geschäftsjahr 2022 wieder in Kraft gesetzt worden ist und einhergehend damit die Preisverhandlungen mit den Kunden, waren diese auch im Jahr 2023 und werden im Jahr 2024 wieder ein fester Bestandteil unserer Preispolitik mit unseren Kunden sein. Unsere Kunden haben ein sehr großes Interesse daran, dass unsere Mitarbeiter tariflich bezahlt werden, welches sich in der Preisfindung positiv auswirkt.

4.1.2. Erweiterung der Produktpalette und Dienstleistungen

Das Angebot von biozertifizierten Speisen ist bereits seit mehreren Jahren ein wichtiger Aspekt im Unternehmenskonzept. Die erforderlichen Vorgaben und Regelungen zur Bio-Zertifizierung, auch im Zusammenhang mit neuen Regeln der Bundeskantinenrichtlinie (BMLR) haben wir im Jahr 2023 erfolgreich umgesetzt. Durch die Einhaltung aller Nachhaltigkeitskriterien gemäß der Bundeskantinenrichtlinie haben wir die Bedingungen für Zuschusszahlungen Ministerien und andere behördliche Einrichtungen erfüllt. Dieses Konzept strahlt auch auf andere vorhandene und neue Kunden aus, die bereit sind, ein höherwertiges und nachhaltigeres Essen monetär zu unterstützen.

Die Entwicklung unserer Speisepläne mit veganen/vegetarischen, ausgewogenen, gesunden und nachhaltigen Speisen steht im Fokus der Produktentwicklung. In Koch-Workshops mit allen verantwortlichen Küchenmitarbeitern, werden neue Verfahrensweisen zur schonenden Zubereitung von Speisen erarbeitet, sowie die Qualifikation zur Zubereitung von veganen Gerichten weiter ausgebaut. So werden Produkte neu interpretiert und kombiniert.

Mit der Durchführung hochwertiger Veranstaltungen und Caterings durch unsere Flavour-Union-Event Abteilung haben wir unser Portfolio ergänzen können. Dieses wird von unseren bestehenden Kunden positiv angenommen und hat zu erfolgreichen Implementierung einer weiteren Marke der W&R GmbH geführt. Die Marke Flavour-Union-Event hat begonnen, sich auf den freien Markt außerhalb unserer Bestandskunden zu etablieren und wird dieses weiter ausbauen.

4.1.3. Fortlaufende Weiterentwicklung von Prozessen und Digitalisierung

Die Prozesse der W&R GmbH werden regelmäßig weiterentwickelt. Im Fokus steht derzeit die Weiterentwicklung der Einkaufsprozesse.

Die Struktur des Einkaufs wird an die Bedürfnisse der W&R GmbH und der Lieferanten angepasst. So werden die Einkaufsprozesse gebündelt und effizienter gestaltet. Im Fokus stehen dabei Regionalität, nachhaltige sowie biologische Einkaufsprodukte unter Berücksichtigung Optimierung der Einkaufspreise.

Die Nutzung digitaler Systeme mit künstlicher Intelligenz (KI) hat auch in der W&R GmbH Einzug gehalten. Im Jahr 2024 haben wir begonnen, den Workflow mit Hilfe von kognitiver KI im Bereich der Buchhaltung so zu gestalten, dass automatisierte Prozesse entstehen.

4.1.4. Nachhaltige Vermarktungsstrategien

In dem Wandel in der Gesellschaft hin zu lokalen und nachhaltigen Produkten sehen wir eine große Chance und integrieren und fokussieren diese Entwicklungen. Bei der Zubereitung der Mahlzeiten setzen wir auf lokale und saisonale Zutaten, um die Transportwege zu verkürzen und frische Produkte anzubieten. Dies unterstützt nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern mindert auch den CO 2 -Fußabdruck.

Für den Lieferservice benutzen wir umweltfreundliche Verpackung, was von unseren Kunden positiv wahrgenommen wird.

Durch gute Planungen des Speiseplans der Folgewochen wird die Bestellung von Lebensmittel gezielt gesteuert, um Lebensmittelabfälle zu minimieren.

Die Integration von Bio-Lebensmitteln, Fair-Trade-Produkten sowie nachhaltigen Lebensmitteln wird von unseren Kunden sehr positiv angenommen.

Wir bieten gesunde und ausgewogene Optionen an, die unseren Kundenwünschen gerecht werden. So können auch die speziellen Ernährungsbedürfnisse, wie vegan oder glutenfrei, erfüllt werden.

Unsere Mitarbeiter werden in nachhaltigen Praktiken geschult, um die Unternehmenswerte zu verstehen und umzusetzen.

Unsere Position für nachhaltige Betriebsverpflegung wird von unseren Kunden sehr gut angenommen.

4.1.5. Ausbau der Markenbekanntheit

Angebotene Speisen und Dienstleistungen sind stets von hoher Qualität. Die Konsistenz in der Qualität schafft Vertrauen und einen hohen Wiedererkennungswert.

Mit Themenwochen wollen wir das Interesse und die Bindung unserer Kunden weiter erhöhen.

Zum Ausbau der Marke Flavour Union, die für hochwertige Veranstaltungen und Caterings steht, setzen wir auf hohe Qualität, gute Vorbereitung und professionelle Umsetzung. In Kombination mit unseren besonderen Live Cooking Stationen von Livecookintable werden Lunch, Dinner, Dessertbar & Co. echte Erlebnisse, die noch lange in Erinnerung bleiben können.

4.1.6. Kundenbindung

Einholen von Feedbacks und umsetzen von Verbesserungsvorschlägen zeigt unseren Kunden, dass ihre Meinung geschätzt wird und trägt zur Verbesserung des Angebots bei.

Durch Themenwochen wecken wir das Interesse unserer Kunden und bieten ein besonderes Erlebnis.

Wir schaffen Anreize für unsere Mitarbeiter, um als Markenbotschafter zu agieren und die Kundenbindung stärken. Zufriedene Mitarbeiter tragen zu einer positiven Atmosphäre bei, die von unseren Kunden geschätzt wird.

Unsere Köche können bei uns noch ihr gelerntes Handwerk der Kochkunst ausführen und mitgestalten. Ihre kreativen Ideen bereichern tagtäglich die Speisenplanung für unsere Kunden.

4.2. Risikobericht

Gegen potenzielle Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind Systeme eingesetzt, die das rechtzeitige Erkennen der Risiken gewährleisten. Hierzu zählen monatliches Reporting und Controlling, die Liquiditätsüberwachung, ein aus mehreren Personen bestehendes System der Kundenbetreuung, regelmäßige Messung der Kundenzufriedenheit über Befragungen.

Innerhalb des Controllings werden für die Gesellschaft jährlich Budgets erstellt. Die Budgets basieren auf Kennzahlen, unter Berücksichtigung des Vorjahres, der aktuellen Entwicklung sowie bei neuen Objekten aus dem Angebot. Die daraus entstehenden unterjährigen Forecasts, werden monatlich rollierend geprüft und aktualisiert.

Darüber hinaus erfolgen innerhalb des monatlichen Reporting, Sitzungen der regionalen Manager sowie der Geschäftsleitung statt, in denen sowohl die aktuelle Situation als auch die kurz- und mittelfristige Entwicklung am Markt analysiert wird. Sich daraus ergebene Handlungsabfolgen werden nach dem Prinzip des Management-Kreislaufes ausgeführt.

Im Rahmen der potenziellen Risiken im Bereich der Hygiene und des Arbeitsschutzes, werden unterjährig durch unser internes Qualitätsmanagement, unterstützend von externen Fachleuten, regelmäßige Begehungen in unseren Wirtschaftsräumen durchgeführt

4.2.1. Risiken aus rechtlichen Entwicklungen

Wesentliche Risiken für uns bestehen in den Bereichen:

• Lebensmittelrecht,

• Steuerrecht sowie

• Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz.

Änderungen in den gesetzlichen Vorschriften, sei es in Bezug auf Lebensmittelsicherheit, Hygienevorschriften oder Arbeitsrecht, können zusätzliche Herausforderungen für Contract-Caterer darstellen.

Die Einhaltung neuer Vorschriften kann zusätzliche Kosten und Anpassungen erfordern. So können neue Vorschriften im Lebensmittelrecht hohe Investitionen nach sich ziehen, die bei der Preiskalkulation berücksichtig werden müssen.

Im Bereich Steuerrecht ist das Umsatzsteuerrecht für uns von besonderer Bedeutung. So wurden die Umsatzsteuersätze 2024 für die Mittagsversorgung in Betriebskantinen von 7 % auf 19% angepasst. Auch diese Umsatzsteuererhöhung muss in der Kalkulation berücksichtigt werden. Für das Geschäftsjahr 2024 war es noch nicht möglich, diese Umsatzsteuerspanne vollständig in der Preisfindung zu berücksichtigen.

Aktuelle Gesetzgebungen, wie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, können sich perspektivisch auch auf die W&R GmbH auswirken; sei es durch Anfragen von Kunden oder durch die Ausweitung des Anwenderkreises. Dadurch kann es zukünftig zu steigenden Verwaltungsaufwendungen kommen.

Um diesen Risiken zu begegnen, ist es wichtig, dass wir proaktive Strategien entwickeln, um Lieferketten zu diversifizieren, Kostenstrukturen zu optimieren, um flexibler auf dem Markt reagieren zu können.

4.2.2. Risiken aus der Veränderung des Nachfrageverhaltes

Inflationäre Preiserhöhungen im Wareneinkauf können auf Grund von langfristigen Verträgen oft nicht bei der Verkaufspreisfindung berücksichtigt werden, da Kunden oft preissensibel reagieren.

Das positiv wachsende Bewusstsein für Umwelt- und Sozialfragen kann dazu führen, dass unsere Kunden noch höhere Anforderungen an die Herkunft und die Qualität der Produkte stellen. Dieses schafft besondere Herausforderungen in Beschaffungsstrategien, sowie das Risiko einer Überteuerung des Verkaufspreises bedeuten kann, um diesen Erwartungen gerecht zu werden.

4.2.3. Ausfallrisiken

Ein grundsätzliches Ausfallrisiko besteht nicht, jedoch kann es zu Einschränkungen kommen, die zu Rückgängen der Kantinenversorgung führen. Diese sind einzelfallbezogene Situation, zum Beispiel nicht nutzbare Gebäude bzw. Gebäudeteile sowie im Einzelfall durch Standortschließung eines Kunden.

Auch Haushaltssperren bei unseren Vertragspartnern, wie Ministerien und anderen behördlichen Einrichtungen, kann zu Kürzungen im Bereich Veranstaltungs- und Konferenzversorgung führen.

4.2.4. Entwicklung der Einkaufspreise

Globale Ereignisse, wie Pandemien, Naturkatastrophen oder geopolitische Konflikte, können die Lieferketten erheblich stören. Dies kann dazu führen, dass wichtige Waren nicht rechtzeitig verfügbar sind oder nur zu hohen Preisen erworben werden können.

Inflation, Energiepreisentwicklung, Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz sowie überdurchschnittlich große Nachfrage auf kleine begrenzte Ressourcen (Bio, nachhaltig, regional) kann zu Preiserhöhungen bei Lebensmitteln und anderen benötigten Gütern führen.

Für die Anbietung von Bio Zertifizierten Speisen kann es neben den höheren Einkaufspreisen auch zur Verteuerung auf Grund von aufwendigen Dokumentationen kommen. Ebenso können die Nachweise für die Einhaltung aller Nachhaltigkeitskriterien zum erhöhten Aufwand führen.

4.3. Prognosebericht

Sales Development (Umsatzentwicklung)

Im Geschäftsjahr 2024 wird mit einem Umsatz von T€ 36.367 gerechnet. Das entspricht einer Umsatzsteigerung von ca. 7 %. Es sind auch wieder Neuvertragsabschlüsse realisiert worden.

EBT (Ergebnis vor Steuern)

Das geplante Ergebnis vor Steuern mit T€ 223 (WJ T€ 209), wird trotz der erwarteten Umsatzsteigerung auch als Folge der Kostenentwicklung konstant bleiben.

Nach erfolgreicher Überwindung der Coronakrise und den vorliegenden wirtschaftlichen Verhältnissen gehen wir davon aus, dass der Fortbestand des Unternehmens gesichert ist. Die Entwicklung von wichtigen Kriterien, wie den ökologischen und dem CO 2 -Fußabdruck, werden in der Zukunft die Weiterentwicklung der angebotenen Speisen bei unseren Kunden bestimmen.

Der stetig steigende Mindestlohn, regelmäßige Tariferhöhungen sowie dauerhaft erhöhte Preise für Waren und Energie führen dazu, dass eine attraktive Preisgestaltung für unsere Kunden in der Betriebsversorgung ohne Zuwendungen seitens des Vertragspartners nicht mehr möglich ist.

In einem sich immer schnelles veränderndes wirtschaftliches Umfeld, wird auch der Wettbewerb intensiver. Die Notwendigkeit, mit neuen Technologien Schritt zu halten, kann sowohl eine Chance als auch ein Risiko darstellen. Unternehmen, die nicht zeitnah in der Lage sind, sich anzupassen oder neue Technologien zu integrieren, könnten im Wettbewerb zurückfallen.

Bei der Geschäftsanbahnung mit den Auftraggebern wird es stärker als bisher um die Verhandlungen von Zuwendungen gehen, um auch Betriebsstätten mit einer geringeren Essenteilnehmerzahl erfolgreich betreiben zu können.

Der heutige Contract-Cateringmarkt befindet sich auf einer Gradwanderung von dauerhaft gesunkenen Essensteilnehmern in den Bestandsbetrieben, gleichzeitig gestiegenen Qualitätsansprüchen des Kunden und trotzdem einen attraktiven Verkaufspreis anbieten zu können.

 

Berlin, den 19. Dezember 2024

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.366.551,15 1.445.838,55
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 34.714,00 77.487,00
II. Sachanlagen 1.331.837,15 1.368.351,55
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.331.837,15 1.340.765,05
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 27.586,50
B. Umlaufvermögen 5.158.996,87 4.988.206,44
I. Vorräte 390.640,24 376.171,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.945.407,95 3.614.257,10
1. Forderungen gegen Gesellschafter 151.324,09 153.062,01
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.092,48 117.427,44
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.785.991,38 3.343.767,65
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 30.655,44 2.107,46
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 822.948,68 997.777,50
C. Rechnungsabgrenzungsposten 18.242,28 25.327,93
Summe Aktiva 6.543.790,30 6.459.372,92

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.843.492,67 1.659.663,72
I. ausgegebenes Kapital 39.199,00 39.199,00
1. Gezeichnetes Kapital 56.243,00 56.243,00
2. eigene Anteile -17.044,00 -17.044,00
II. Gewinnrücklagen 0,00 0,00
III. Bilanzgewinn 1.804.293,67 1.620.464,72
davon Gewinnvortrag 1.620.464,72 1.555.841,20
B. Rückstellungen 1.478.413,79 1.603.947,23
C. Verbindlichkeiten 3.221.883,84 3.195.761,97
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.165.305,02 1.127.064,95
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 246.260,27 228.156,53
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 919.072,84 898.908,42
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 380.908,70 494.334,77
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 380.908,70 494.334,77
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.675.670,12 1.574.362,25
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.675.670,12 1.574.362,25
Summe Passiva 6.543.790,30 6.459.372,92

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 21.006.129,67 17.108.372,16
2. Personalaufwand 17.192.642,86 13.470.202,58
a) Löhne und Gehälter 14.098.869,15 10.974.481,42
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.093.773,71 2.495.721,16
davon für Altersversorgung 74.798,94 69.680,71
3. Abschreibungen 451.120,56 402.598,27
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 451.120,56 402.598,27
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.104.119,87 3.084.520,65
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 67,68
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.384,76 1.007,46
davon aus verbundenen Unternehmen 89,43 307,46
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 42.379,18 38.611,57
davon an verbundene Unternehmen 4.395,15 887,67
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 24.800,01 41.607,03
8. Ergebnis nach Steuern 192.451,95 71.839,52
9. sonstige Steuern 8.623,00 7.216,00
10. Jahresüberschuss 183.828,95 64.623,52
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.620.464,72 1.555.841,20
12. Bilanzgewinn 1.804.293,67 1.620.464,72

Anhang

Widynski & Roick GmbH

Potsdam

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Widynski & Roick GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Potsdam
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Potsdam
Register-Nr.: HRB 13526

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Die allgemeinen Vorschriften der §§ 238 bis 263 HGB für alle Kaufleute sowie die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gem. §§ 264 ff. HGB wurden beachtet.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den §§ 266 und 275 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Vorjahreszahlen wurden in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zum Vergleich in € angegeben.

Mitzugehörigkeitsvermerke gemäß § 265 Abs. 3 HGB zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung werden im Anhang vorgenommen.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den größenabhängigen Erleichterungen der §§ 276 und 288 HGB und dem Unterlassen von Angaben gem. § 286 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

Die geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angewandt.

Aktiva

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden planmäßig abgeschrieben.

Der Ansatz der Sachanlagen erfolgt zu den Anschaffungskosten. Sie werden planmäßig abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und linear vorgenommen. Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Die Vermögensgegenstände der anderen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden mit einer durchschnittlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig.

Im Geschäftsjahr angeschaffte geringwertige Vermögensgegenstände werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigen beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich werden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen vorgenommen.

Der ausgewiesene Kassenbestand und die Bankguthaben werden zum Nominalbetrag angesetzt.

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Passiva

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Stammkapital laut Gesellschaftsvertrag sowie der Handelsregistereintragung.

Bei den Rückstellungen sind alle ungewissen Verbindlichkeiten und sonstigen erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Der nach § 268 Abs. 5 HGB auszuweisende Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sowie der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und der nach § 285 Abs. 1 Nr. 1a HGB auszuweisende Betrag der Verbindlichkeiten über 5 Jahre wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit im Rahmen der Darstellung eines Verbindlichkeiten Spiegels angegeben.

III. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Aktiva

Die Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens ist als Anlage dieses Anhangs (Anlagenspiegel) dargestellt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände zum Buchwert am 31.12.2023 in Höhe von 34,71 T€ beinhalten im Wesentlichen EDV Software und Applikationen.

Das Sachanlagevermögen beträgt zum 31. Dezember 2023 1.331,84 T€. Insbesondere umfasst es Ladeneinrichtungen sowie Geschäfts- und Büroeinrichtungen.

Die Abschreibungen des Anlagevermögens betragen zum 31. Dezember 2023 451,12 T€. Sie erfolgten entsprechend der Nutzungsdauer der Anlagen.

Der Bestand an Vorräten wurde mit der durchgeführten Inventur am 31. Dezember 2023 bestätigt und erhöhte sich um 14,47 T€ auf 390,64 T€.

Zum 31. Dezember 2023 bestehen Forderungen sowie sonstige Vermögensgegenstände mit folgenden Restlaufzeiten:

Art der Forderung zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 T€ bis 1 Jahr
T€
über 1 Jahr
T€
aus Lieferungen und Leistungen 3.522,91 3.522,91 0,00
(Vorjahr) (3.164,96) (3.164,96) (0,00)
gegen verbundene Unternehmen 8,09 8,09 0,00
(Vorjahr) (117,43) (117,43) (0,00)
gegen Gesellschafter 151,32 11,32 140,00
(Vorjahr) (153,06) (113,06) (40,00)
sonstige Vermögensgegenstände 98,35 267,69 30,66
(Vorjahr) (178,81) (178,81) (0,00)
Summe 3.980,67 3.810,01 170,66
(Vorjahr) (3.614,26) (3.574,26) (40,00)

Durch Rundungsdifferenzen können die vorgenannten Beträge um +/- 0,01 T€ von den tatsächlichen Beträgen abweichen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stellen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar. In den sonstige Vermögensgegenstände sind 35,27 € Forderungen aus Steuern enthalten. Die an den Gesellschafter-Geschäftsführer ausgegebenen Darlehen (nominal 100,00 T€ und nominal 40,00 T€) haben sich im Geschäftsjahr 2023 nicht verändert. Die Darlehen (inklusive Zinsen) valutieren zum 31.12.2023 in Höhe von 144,06 T€. Die Verzinsung des Darlehens 40 T€ war im Geschäftsjahr 0,5% p.a. Für das 100 T€ Darlehen erhöhte sich die Verzinsung ab 1.10.2023 von 0,5% auf 4% p.a.

Die Forderungen gegen den Gesellschafter-Geschäftsführer werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Die liquiden Mittel betragen zum 31. Dezember 2023 822,95 T€. Die Höhe der liquiden Mittel wurde bestimmt durch Guthaben bei Geschäftsbanken und Kassenbeständen.

Der Rechnungsabgrenzungsposten beträgt zum Jahresende 18,24 T€ und beinhaltet hauptsächlich Wartungs- und Lizenzaufwendungen für das Folgejahr.

Passiva

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 1.843,49 T€ und setzt sich zusammen aus dem "gezeichneten Kapital" und dem "Bilanzgewinn".

Das "gezeichnete Kapital" beinhaltet das durch die Gesellschafter eingebrachte Kapital in Form der Bargründung. Mit Urkunde vom 19. Juli 2021 wurde das gezeichnete Kapital nunmehr auf 56.243,00 € an den umgerechneten DM-Betrag angepasst.

Der "Bilanzgewinn" setzt sich aus dem Jahresüberschuss (183,83 T€) und dem Gewinnvortrag (1.620,46 T€) zusammen.

Die Rückstellungen betragen zum 31. Dezember 2023 1.478,41 T€ und enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen des Liefer- und Leistungsverkehrs in Höhe von 485,53 T€, Rückstellungen für Verpflichtungen aus der Rückzahlung von Überbrückungshilfen in Höhe von 551,92 T€, Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 268,58 T€ sowie Rückstellungen für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlüsse 2022 und 2023 in Höhe von 106,08 T€.Zum 31. Dezember 2023 bestehen Verbindlichkeiten mit folgenden Restlaufzeiten:

Art der Verbindlichkeit zum Gesamt davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 T€ bis 1 Jahr
T€
über 1 Jahr
T€
über 5 Jahre
T€
gegenüber Kreditinstituten 1.165,30 246,23 919,07 175,00
(Vorjahr) (1.127,06) (228,16) (623,91) (275,00)
aus Lieferungen und Leistungen 785,66 785,66 0,00 0,00
(Vorjahr) (903,61) (903,61) (0,00) (0,00)
gegenüber verbundenen Unternehmen 380,91 220,63 160,82 0,00
(Vorjahr) (494,33) (494,33) (0,00) (0,00)
sonstige Verbindlichkeiten 925,28 925,28 0,00 0,00
(Vorjahr) (670,76) (670,76) (0,00) (0,00)
Summe 3.257,15 2.177,80 1.079,35 175,00
(Vorjahr) (3.195,76) (2.296,86) (623,91) (275,00)

Durch Rundungsdifferenzen können die vorgenannten Beträge um +/- 0,01 T€ von den tatsächlichen Beträgen abweichen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen mit 220,63 T€ aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit 160,28 T€ aus sonstigen Verbindlichkeiten (Darlehensgewährungen).

Sicherheiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in einem Gesamtbetrag von 355,09 T€ (Vorjahr: 177,63 T€) sind durch Sicherungsübereignung der finanzierten Vermögensgegenstände gesichert. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind unbesichert.

IV. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:

Davon mit einer Restlaufzeit
Art der Verpflichtung Gesamt
T€
bis 1 Jahr
T€
über 1 Jahr
T€
über 5 Jahre
T€
aus Leasingverträgen 309,96 131,79 178,17 3,62
(Vorjahr) (55,59) (39,40) (16,19) (0,00)
aus langfristigen Mietverträgen 228,84 162,75 66,09 0,00
(Vorjahr) (374,32) (141,24) (233,08) (0,00)
Insgesamt 538,80 294,54 244,26 3,62
(Vorjahr) (429,91) (180,64) (249,27) (0,00)

Geschäftsführungsorgan

Im Jahr 2023 gehörten der Geschäftsführung der Gesellschaft folgende Personen an:

• Gregor Widynski, Schwielowsee, ausgeübter Beruf: Kaufmann

Auf die Angabe der gewährten Gesamtbezüge für die Tätigkeit der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans gem. § 285 Nr. 9a HGB wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Angaben gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen folgende Rechte und Pflichten gem. § 42 Abs. 3 GmbHG:

Sachverhalt Betrag
in T€
Forderungen 151,32
Verbindlichkeiten 0,00

Arbeitnehmerzahl

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 465 Arbeitnehmer beschäftigt.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 sind nicht eingetreten.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Potsdam, 18.12.2024

Gregor Widynski, Geschäftsführer

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 284.453,00 0,00 -15.737,61 268.715,39
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.839.595,08 484.066,58 -671.418,86 4.652.242,80
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 27.586,50 31.157,15 -58.743,65 0,00
4.867.181,58 515.223,73 -730.162,51 4.652.242,80
5.151.634,58 515.223,73 -745.900,12 4.920.958,19
ABSCHREIBUNGEN BUCHWERTE
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 206.966,00 42.755,00 -15.719,61 234.001,39 34.714,00 77.487,00
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.498.830,03 408.365,56 -586.789,94 3.320.405,65 1.331.837,15 1.340.765,05
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 27.586,50
3.498.830,03 408.365,56 -586.789,94 3.320.405,65 1.331.837,15 1.368.351,55
3.705.796,03 451.120,56 -602.509,55 3.554.407,04 1.366.551,15 1.445.838,55

Bericht des Aufsichtsrats

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Widynski & Roick GmbH, Potsdam

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Widynski & Roick GmbH, Potsdam, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Widynski & Roick GmbH, Potsdam, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewanten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesenstprechung entsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während der Prüfung feststellen."

 

Berlin, 18. Dezember 2024

MeyPa aud.IT GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Karina Riese, Wirtschaftsprüferin

Mirko Ludwig, Wirtschaftsprüfer

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