AVE Audio
Visual Equipment GmbH
Bergisch
Gladbach
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
Inhaltsverzeichnis
A. Grundlagen der Gesellschaft
I. Geschäftsmodell der Gesellschaft
B. Wirtschaftsbericht
I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
II. Geschäftsverlauf
III. Lage des Unternehmens
C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht
I. Prognosebericht
II. Risiko- und Chancenbericht
D. Unterschrift der Geschäftsführung
A. Grundlagen der Gesellschaft
I. Geschäftsmodell der Gesellschaft
Die AVE Audio Visual Equipment GmbH (im Folgenden:
AVE) hat ihren Sitz in Bergisch Gladbach und ist in den
Bereichen Veranstaltungstechnik und Systemintegration
tätig.
Als Full-Service Dienstleister, mit dem Schwerpunkt
Videotechnik, bieten wir technische Planung, Ausstattung
und Umsetzung von Veranstaltungen aller
Größenordnungen. Dazu zählen unter anderem
Corporate-Events, Kulturveranstaltungen, Messen und
Broadcast-/Streaming-Produktionen.
Im Verkaufs- und Installationsgeschäft liegt der
Fokus auf Konferenz- und Präsentationstechnik,
verbunden mit komplexen Signaldistributions- und
Steuerungssystemen. Dazu kommt Inhouse-Service- und
Wartungsgeschäft.
Hier sind wir vorrangig für Industriekunden,
Bildungseinrichtungen und im öffentlichen Bereich
tätig.
Neben der Zentrale in Bergisch Gladbach betreibt AVE
Niederlassungen in Hannover, Berlin und München.
Größter Standort ist weiterhin die Niederlassung
Hannover, wo etwa die Hälfte der AVE Mitarbeiter
tätig sind. München und Berlin, als kleinere
Niederlassungen, verfügen über einen festen
Kundenstamm und tragen so zur positiven Gesamtentwicklung
bei.
An den einzelnen Standorten werden jeweils regionale
Kontakte gepflegt sowie regionale Projekte akquiriert und
durchgeführt. Dank der noch engeren Vernetzung der
Standorte, können Großprojekte
standortübergreifend bearbeitet, das hohe
Qualitätslevel sichergestellt, und außerdem
Weiterbildung, Ausbildung und Schulung vereinheitlicht
werden. Durch die zentrale Steuerung der
Geschäftsbereiche können Projekte aber auch
administrative Tätigkeiten sehr effektiv gestaltet
werden.
B. Wirtschaftsbericht
I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Das erste Halbjahr 2023 stellte sich in den Bereichen
Systemintegration und Veranstaltung unterschiedlich dar.
Während die Systemintegration eine hohe Projektdichte
in Planung und Umsetzung verzeichnete, war insbesondere der
Zeitraum von Februar bis Mai 2023 in der Veranstaltung
geprägt durch zu geringe Auslastung.
Ab Mai nahm dann die Auftragslage und Projektdichte
auch im Bereich Veranstaltung zu. So war die Auslastung im
gesamten Betrieb, für den Rest des Jahres sehr hoch,
was sich in der Umsatzentwicklung über das gesamte
Geschäftsjahr widerspiegelt.
Grundsätzlich sind beide Bereiche von der
aktuellen Schwäche der deutschen Wirtschaft,
insbesondere der Automobilindustrie, betroffen. Es stehen
kleinere Budgets zur Verfügung und es gibt weniger
Veranstaltungen und Messen im Corporate-Bereich.
Außerdem sind Bauprojekte rückläufig und
viele Unternehmen verfolgen allgemeine Sparmaßnahmen.
Weiterhin wirkten sich insbesondere folgende
äußere Einflüsse potenziell negativ auf das
Geschäft aus:
- Gestörte Lieferketten und mangelnde
Verfügbarkeiten (diese Problematik löste sich
jedoch über den Jahresverlauf mehr und mehr auf)
- Preissteigerungen für Waren,
Dienstleistungen und Energie
- Preisverfall im Pro-AV- und
Konferenztechnik-Sektor
- Krieg in der Ukraine (allgemeine
Verunsicherung)
- Fachkräftemangel (sowohl bezüglich
freiberuflich tätiger Mitarbeiter im Rahmen von
Projekten, als auch bei der Besetzung von freien Stellen im
Unternehmen).
- Anhaltende Inflation (Laut statistischem
Bundesamt lag die Inflation 2023 in Deutschland im
Jahresdurchschnitt bei 5,9% und war damit nur 1% geringer
als in 2022)
Für das Kalenderjahr 2024 rechnet der
Internationale Währungsfonds (IWF) mit einer
weltweiten Wachstumsrate von 3,2 %, wobei das Wachstum in
der Eurozone bei 0,8 % und in den USA bei 2,8 % liegen
soll. In Deutschland soll das Wirtschaftswachstum 0,2%
betragen.
II. Geschäftsverlauf
Durch die unterschiedliche Auslastung in den
Bereichen Systemintegration und Veranstaltung im ersten
Halbjahr 2023, konnten wir den erhöhten Personalbedarf
im Bereich Systemintegration zum Teil mit Personal aus dem
Bereich Veranstaltung decken.
Ab der Jahresmitte kam es dann zu einer sehr starken
Verdichtung von Anfragen und Aufträgen, insbesondere
im Bereich Veranstaltung. Im Bereich Systemintegration
mussten im zweiten Halbjahr ebenfalls diverse
Großprojekte abgewickelt werden, so dass es in vielen
Abteilungen zu einer maximalen Auslastung kam.
Das Installations- und Verkaufsgeschäft
profitierte umsatztechnisch von einer erhöhten
Projektdichte, ausgelöst durch Verzögerungen und
Verschiebungen aus den Vorjahren (Corona-Auswirkungen,
Lieferengpässe etc.).
Dadurch kam es im Jahresverlauf temporär zu
höheren Lagerwerten als üblich.
Im Bereich der Systemintegration war weiterhin ein
starker Preisdruck zu verzeichnen, der zusammen mit den
gestiegenen Kosten für Wareneinkäufe, Transporte,
Dienstleistungen, Reisekosten und Energiekosten, sowie den
Risiken durch Vorfinanzierung, verzögerte
Fertigstellung und Gewährleistungen, dieses
Geschäftsfeld grundsätzlich herausfordernder
werden lässt.
In der Vermietung, besonders im
Ausschreibungsgeschäft, war ebenfalls und weiterhin
ein starker Preiskampf zu verzeichnen.
Aufgrund der gestiegenen Kosten werden bestehende,
längerfristige Rahmenverträge und Vereinbarungen
generell weniger lukrativ.
Auch im Jahr 2023 wurden größere
Infrastrukturprojekte durchgeführt. Unter anderem
wurde auf dem Hauptgebäude in Hannover eine
große PV-Anlage installiert.
Im Vorjahr war für den Berichtszeitraum ein
Umsatzwachstum im oberen einstelligen Prozentbereich
erwartet worden. Tatsächlich lag der Umsatz im
Geschäftsjahr 2023 15,5% über dem Wert des Jahres
2022. Im Bereich der Systemintegration stieg der Umsatz um
etwa 54% zum Vorjahr an. In der Veranstaltung ging der
Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um etwa 14% zurück.
Insgesamt beurteilen wir die
Geschäftsentwicklung als zufriedenstellend.
III. Lage des Unternehmens
Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Steuerung der Gesellschaft erfolgt im
Wesentlichen aufgrund von Kennzahlen, wie insbesondere der
Liquidität, der Entwicklung der Umsatzerlöse und
des Jahresüberschusses, der Auftragseingänge und
der Entwicklung der Anfragesituation.
Ertragslage
Die AVE erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023
mit dem Verkauf und der Vermietung von Medientechnik ein
Rohergebnis von TEUR 7.469 (Vj. TEUR 6.882).
Entgegen der allgemeinen Entwicklung (Kostensteigerung /
Inflation) und der erhöhten
Geschäftstätigkeit, stiegen die Kosten im
Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig an. So wurde ein
Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 555
erzielt, nach einem Jahresüberschuss von TEUR 46
im Vorjahr.
Finanzlage
Die Finanzlage der AVE ist stabil. Verbindlichkeiten
werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und
Forderungen innerhalb der vereinbarten Ziele vereinnahmt.
Vermögenslage
Die Bilanzsumme der AVE beträgt zum 31. Dezember
2023 TEUR 10.029 (Vj. TEUR 10.138).
Das Vermögen der AVE besteht zum
Abschlussstichtag in erster Linie aus dem
Anlagenvermögen (7,0 %), dem Vorratsvermögen
(17,9 %), den Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen (35,2 %) und den liquiden Mitteln
(35,0 %).
Das Mietequipment wird kontinuierlich gewartet und um
neues Material erweitert.
Sämtliche erforderliche Investitionen wurden
nach wie vor aus dem operativen Cashflow bestritten.
Die Vermögensstruktur der AVE ist mit einer
Eigenkapitaldeckung von 83,7 % wie im Vorjahr sehr
solide.
Gesamtaussage der Ertrags-, Finanz-, und
Vermögenslage
Die Entwicklung der Ertrags-, Finanz-, und
Vermögenslage der Gesellschaft für das
Geschäftsjahr 2023 wird vor dem Hintergrund der
schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen als
zufriedenstellend eingeschätzt.
C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht
I. Prognosebericht
Nach einem, wie in den letzten Jahren, schwachen 1.
Quartal und mäßigem 2. Quartal, verbunden mit
einem deutlichen Umsatzrückgang in der
Systemintegration, erwarten wir für die zweite
Jahreshälfte eine gute Umsatzentwicklung, die aber
insgesamt geringer ausfällt als im Vorjahr.
Für den Bereich Veranstaltung ist für 2024
mit einem, im Vergleich zum Vorjahr, ähnlichen
Projektaufkommen und Umsatz zu rechnen. In der
Systemintegration ist von einem deutlichen
Umsatzrückgang, verglichen mit dem letzten Jahr,
auszugehen. Für 2024 rechnen wir daher gesamt mit
einem um ca. 20 % geringeren Umsatz als in 2023 und
einem deutlich rückläufigen
Jahresüberschuss.
Beide Geschäftsbereiche werden weiterhin durch
äußere, wirtschaftliche und geopolitische
Einflüsse beeinflusst, wie unter Punkt B I
beschrieben.
Hauptziele sind der Ausbau des Kundenkreises, um
Abhängigkeiten von einzelnen Kunden zu reduzieren,
gezielter Ausbau von Technologiebereichen und
Dienstleistungen (Inhouse-Services, Managed-Services,
Mediensteuerungs-konzepte, LED-Technik), Ausbau von lokalem
Direkt-Geschäft sowie die Reduzierung der Kosten und
Verbesserung der Profitabilität.
II. Risiko- und Chancenbericht
Risikobericht
Allgemeiner Risikobericht
Für AVE und ihr Kerngeschäft ist die
schwächelnde deutsche und europäische Wirtschaft
ein großer Risikofaktor. Darüber hinaus kann
auch der Fachkräftemangel als Risikofaktor gewertet
werden.
Diverse bereits bestehende Projektaufträge und
aussichtsreiche Projektanfragen für das Jahr 2025
sowie verstärkte Kundenbindungs- und
Marketingmaßnahmen stärken die Hoffnung auf eine
positive Entwicklung für Q4 2024 und das Jahr 2025.
Spezieller Risikobericht
Die Gesellschaft verfügt über ein
umfassendes Risikomanagementsystem, welches aus
unterschiedlichen Elementen besteht. In 2023 wurde das
Controlling personell ausgebaut. Die Mitarbeiter werden
regelmäßig über die wichtigsten
Entwicklungen und Unternehmenszahlen informiert. Das
interne Reporting und die transparente Auswertung der
Unternehmenskennzahlen sorgt für eine ausreichende
Kontrollfähigkeit.
Durch das verstärkte Engagement bezüglich
Berufsausbildung (aktuell drei Ausbildungsberufe) sollen
Fachkräfte entwickelt und Fachkräftemangel
reduziert werden.
Im letzten Jahr wurden speziell Prozesse und
Strukturen bezüglich des Qualitätsmanagements und
der Projektsteuerung angepasst und optimiert.
AVE verfügt über einen solventen
Kundenstamm aus den Bereichen Automotive, Rundfunk,
öffentlichen Einrichtungen, Bildung, Kultur, Politik
und Industrie.
Die Liquiditätslage ist sehr gut. Es sind keine
Engpässe zu erwarten.
Die AVE verfolgt weiterhin eine konservative
Risikopolitik.
Gesamtaussage zur Risikolage
Aufgrund der allgemeinen Risikostreuung und der guten
Liquidität ist die Gesellschaft in der Lage, flexibel
auf eine veränderte Marktsituation zu reagieren.
Insgesamt sehen wir derzeit keine bestandsgefährdenden
Risiken.
Chancenbericht
Grundsätzlich rechnet die AVE, trotz der bereits
beschriebenen, Umfeld bedingten Risikofaktoren und einem
schwächeren Geschäftsjahr 2024, mit einer
positiven Entwicklung des Unternehmens.
Die AVE sieht sich durch ihre Fachkräfte, ihr
umfangreiches Sortiment an Produkten und Dienstleistungen,
die starken und unabhängigen Geschäftsbereiche
Systemintegration und Veranstaltung sowie die sehr gute
Liquiditätslage insgesamt gut aufgestellt.
D. Unterschrift der Geschäftsführung
Bergisch Gladbach, 05.
November 2024
gez.
Daniel Haasbach, (Geschäftsführung)
gez.
Martin Raab, (Geschäftsführung)
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
701.559,33 |
860.777,93 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
15.644,50 |
21.896,50 |
| II.
Sachanlagen |
685.914,83 |
838.881,43 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
13.721,50 |
18.150,50 |
| 2.
technische Anlagen und Maschinen |
89.584,00 |
|
| 3.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
582.609,33 |
820.730,93 |
| B.
Umlaufvermögen |
9.268.576,62 |
9.226.423,82 |
| I.
Vorräte |
1.794.764,58 |
2.441.378,52 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
3.963.086,39 |
3.564.352,90 |
| 1.
Forderungen gegen Gesellschafter |
72.618,90 |
82.841,95 |
| 2.
sonstige Vermögensgegenstände |
3.890.467,49 |
3.481.510,95 |
| III.
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten |
3.510.725,65 |
3.220.692,40 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
58.881,61 |
50.813,77 |
| Aktiva |
10.029.017,56 |
10.138.015,52 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
8.393.939,20 |
7.838.859,27 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
57.776,00 |
57.776,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
8.152.915,84 |
8.152.915,84 |
| III.
Verlustvortrag |
371.832,57 |
418.053,22 |
| IV.
Jahresüberschuss |
555.079,93 |
46.220,65 |
| B.
Rückstellungen |
524.377,93 |
573.164,52 |
| C.
Verbindlichkeiten |
1.103.200,43 |
1.725.991,73 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern |
233.228,25 |
324.760,53 |
| 2.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
0,00 |
510,51 |
| 3.
sonstige Verbindlichkeiten |
869.972,18 |
1.400.720,69 |
| D.
Passive latente Steuern |
7.500,00 |
|
| Passiva |
10.029.017,56 |
10.138.015,52 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
7.468.926,97 |
6.882.047,02 |
| 2.
Personalaufwand |
4.782.451,84 |
4.738.416,66 |
| a)
Löhne und Gehälter |
3.979.069,05 |
3.956.233,03 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
803.382,79 |
782.183,63 |
| davon
für Altersversorgung |
392,03 |
392,03 |
| 3.
Abschreibungen |
477.112,61 |
518.068,74 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
477.112,61 |
518.068,74 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
1.636.241,28 |
1.569.670,11 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
24.293,55 |
-4.216,39 |
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
4.180,56 |
11,47 |
| 7.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
32.639,30 |
0,00 |
| davon
Aufwendungen aus der Zuführung und
Auflösung von latenten Steuern |
7.500,00 |
|
| 8.
Ergebnis nach Steuern |
560.594,93 |
51.663,65 |
| 9.
sonstige Steuern |
5.515,00 |
5.443,00 |
| 10.
Jahresüberschuss |
555.079,93 |
46.220,65 |
Anhang
A.
Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss (bestehend aus Bilanz, Gewinn-
und Verlustrechnung sowie Anhang) der AVE Audio Visual
Equipment GmbH, Bergisch Gladbach, (Amtsgericht Köln,
HRB 45599) zum 31. Dezember 2023 wurde nach den
Vorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB
aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für
mittelgroße Kapitalgesellschaften.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem
Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2
HGB gegliedert.
Der vorliegende Jahresabschluss ist
grundsätzlich unter Beibehaltung der für den
Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze
nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften
geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt
(§§ 265 Abs. 1 S. 2, 266 ff. HGB). Abweichend vom
Vorjahr wurden zur Verbesserung der Klarheit der
Darstellung Waren, die im Rahmen noch nicht
vollständig erfüllter Aufträge bereits an
den Kunden geliefert wurden, nicht mehr unter der
Bilanzposition fertige Erzeugnisse und Waren, sondern unter
der Position unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen
ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde nicht angepasst.
Unter Berücksichtigung der Ausweisänderung
hätten sich am Bilanzstichtag des Vorjahres fertige
Erzeugnisse und Waren in Höhe von 1.405.418,27 €
und unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen in
Höhe von 876.788,76 € ergeben.
Die Bewertung der Vermögensgegenstände und
Schulden erfolgte unter dem Grundsatz der
Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prinzip
gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).
Größenabhängige Erleichterungen bei
der Erstellung (§ 288 HGB) des Jahresabschlusses
werden teilweise in Anspruch genommen.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden
die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und
davon-Vermerke teilweise in diesem Anhang gemacht.
B.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren
unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden maßgebend. Im Einzelnen erfolgte
die Bewertung der Vermögensgegenstände und
Schulden nach den folgenden Grundsätzen:
Die entgeltlich erworbenen immateriellen
Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten
aktiviert und planmäßig linear über 3 - 5
Jahre abgeschrieben. Dabei wird die Nutzungsdauer des
jeweiligen immateriellen Vermögensgegenstands nach
dessen Produktlebenszyklus angesetzt, soweit dieser
verlässlich geschätzt werden kann.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert
(§§ 253, 255 Abs. 1 HGB). Abschreibungen werden
entsprechend der nach steuerlichen Grundsätzen
ermittelten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer
vorgenommen. Zugänge im Geschäftsjahr wurden pro
rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter
bis zu einem Netto-Einzelwert von 800,00 € sind im
Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben; ihr
sofortiger Abgang wurde unterstellt.
Die unfertigen Leistungen werden mit den
Herstellungskosten oder dem niedrigeren am
Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die
Bewertung der Waren erfolgte zu Anschaffungskosten. Alle
erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus
überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter
Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten
ergeben, sind durch angemessene Abschreibungen
berücksichtigt.
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert
abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt.
Mögliche Ausfallrisiken werden durch angemessene
Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.
Die liquiden Mittel werden mit dem Nennwert
angesetzt.
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten dient einer
periodengerechten Erfolgsermittlung. Der Ansatz und die
Abgrenzung erfolgen gemäß § 250 HGB.
Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert
ausgewiesen.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen
Rückstellungen berücksichtigen in angemessenem
Umfang alle erkennbaren Verpflichtungen und Risiken. Ihr
Ansatz erfolgte in Höhe des nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrages.
Verbindlichkeiten wurden mit dem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von
temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen
den handelsrechtlichen Wertansätzen von
Vermögensgegenständen, Schulden und
Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen
Wertansätzen werden diese mit den
unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt
des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge
der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht
abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden
saldiert ausgewiesen.
C.
Angaben zur Bilanz
1. Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens
(Anlagenspiegel) ist diesem Anhang als Anlage
beigefügt. Hieraus ergeben sich die Abschreibungen des
Geschäftsjahres (§ 284 Abs. 3 HGB).
2. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
2.1 Forderungen gegen Gesellschafter
Die Forderungen gegen Gesellschafter beinhalten neben
sonstigen Forderungen in Höhe von
72.310,45 € (Vorjahr: 72.310,45 €) auch
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von
308,45 € (Vorjahr: 10.531,50 €).
2.2 Sonstige
Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände
enthalten Beträge in Höhe von
63.428,24 € (Vorjahr: 63.428,24 €) mit
einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
3. Aktive
Rechnungsabgrenzungsposten
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im
Wesentlichen abgegrenzte Versicherungsbeiträge und
sonstige Aufwendungen für die Folgejahre, die
periodengerecht abgegrenzt werden.
4. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im
Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten
212.461,48 €, Gewährleistungen
57.000,00 €, Jahresabschluss- und
Prüfungskosten 33.500,00 € sowie ausstehende
Rechnungen 176.369,20 €.
5. Verbindlichkeiten
Sämtliche zum Bilanzstichtag ausgewiesenen
Verbindlichkeiten (1.103.200,43 €; Vorjahr:
1.725.991,73 €) haben eine Restlaufzeit bis zu
einem Jahr.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen sowie gegenüber Gesellschaftern betreffen
wie im Vorjahr Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen.
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen bestehen im üblichen Umfang
branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende
Sicherheiten.
Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen
354.555,62 € (Vorjahr: 131.796,37 €)
auf Steuern.
D.
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge
enthalten negative Zinsen in Höhe von 0,00 €
(Vorjahr: 4.592,38 €).
E.
Sonstige Angaben
1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum 31.12.2023 bestehen neben den in der Bilanz
ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige
finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB):
|
davon mit
einer Restlaufzeit
|
|
|
|
bis
|
über
|
|
davon ggü.
|
|
1 Jahr
|
1 Jahr
|
gesamt
|
verbundenen UN
|
aus Mietverträgen
|
258.679,44 €
|
258.679,44 €
|
517.358,88 €
|
129.600,00 €
|
aus
Leasingverträgen
|
30.081,20 €
|
60.442,09 €
|
90.523,29 €
|
0,00 €
|
gesamt
|
288.760,64 €
|
319.121,53 €
|
607.882,17 €
|
129.600,00 €
|
2. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
Angabe der beschäftigten Arbeitnehmer im
Jahresdurchschnitt:
Angestellt Vollzeit
|
88
|
Angestellt Teilzeit
|
3
|
gesamt
|
91
|
3. Gesamtbezüge der Organmitglieder
Für die Angabe der Gesamtbezüge der
Geschäftsführung wird die Schutzklausel des
§ 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.
4. Geschäftsführung
Mitglieder der Geschäftsführung sind:
Herr Daniel Haasbach, Geschäftsführer
Finanzen und Vertrieb, Kürten.
Herr Martin Raab, Geschäftsführer Finanzen
und Vertrieb, Remscheid (seit dem 10.06.2024)
5. Ergebnisverwendungsvorschlag
Die Geschäftsführung schlägt der
Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in
Höhe von 555.079,93 € auf neue Rechnung
vorzutragen.
6. Passive latente Steuern
Die passiven latenten Steuern resultieren im
Wesentlichen aus der Anwendung der steuerlichen
Abschreibung von digitalen Wirtschaftsgütern
gemäß dem BMF-Schreiben vom 22. Februar 2022.
Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 31,7 % zugrunde
gelegt.
Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
|
Passive latente Steuern
in €
|
31.12.2022
|
0
|
31.12.2023
|
7.500
|
Veränderung
|
7.500
|
Bergisch Gladbach, den 5.
November 2024
gez.
Daniel Haasbach, Geschäftsführer
gez.
Martin Raab, Geschäftsführer
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
01.01.2023
EUR
|
Zugänge
EUR
|
Abgänge
EUR
|
Umbuchungen
EUR
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
31.12.2023
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
131.968,77
|
1.124,50
|
0,00
|
0,00
|
133.093,27
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
131.968,77
|
1.124,50
|
0,00
|
0,00
|
133.093,27
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
90.055,40
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
90.055,40
|
2. technische Anlagen
und Maschinen
|
0,00
|
92.850,61
|
0,00
|
0,00
|
92.850,61
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
4.559.462,65
|
223.982,00
|
556.360,00
|
0,00
|
4.227.084,65
|
Summe Sachanlagen
|
4.649.518,05
|
316.832,61
|
556.360,00
|
0,00
|
4.409.990,66
|
Summe
Anlagevermögen
|
4.781.486,82
|
317.957,11
|
556.360,00
|
0,00
|
4.543.083,93
|
|
kumulierte
Abschreibung
01.01.2023
EUR
|
Abschreibung
Geschäftsjahr
EUR
|
Abgänge
EUR
|
Umbuchungen
EUR
|
kumulierte
Abschreibung
31.12.2023
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
110.072,27
|
7.376,50
|
0,00
|
0,00
|
117.448,77
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
110.072,27
|
7.376,50
|
0,00
|
0,00
|
117.448,77
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
71.904,90
|
4.429,00
|
0,00
|
0,00
|
76.333,90
|
2. technische Anlagen
und Maschinen
|
0,00
|
3.266,61
|
0,00
|
0,00
|
3.266,61
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
3.738.731,72
|
462.040,50
|
556.296,90
|
0,00
|
3.644.475,32
|
Summe Sachanlagen
|
3.810.636,62
|
469.736,11
|
556.296,90
|
0,00
|
3.724.075,83
|
Summe
Anlagevermögen
|
3.920.708,89
|
477.112,61
|
556.296,90
|
0,00
|
3.841.524,60
|
|
Zuschreibung
Geschäftsjahr
EUR
|
Buchwert
Geschäftsjahr
31.12.2023
EUR
|
Buchwert
Vorjahr
31.12.2022
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
0,00
|
15.644,50
|
21.896,50
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
0,00
|
15.644,50
|
21.896,50
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
0,00
|
13.721,50
|
18.150,50
|
2. technische Anlagen
und Maschinen
|
0,00
|
89.584,00
|
0,00
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
0,00
|
582.609,33
|
820.730,93
|
Summe Sachanlagen
|
0,00
|
685.914,83
|
838.881,43
|
Summe
Anlagevermögen
|
0,00
|
701.559,33
|
860.777,93
|
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 15.11.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die AVE Audio Visual Equipment GmbH, Bergisch
Gladbach
Prüfungsurteile
Ich habe den Jahresabschluss der AVE Audio Visual
Equipment GmbH, Bergisch Gladbach - bestehend aus der
Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und
Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe
ich den Lagebericht der AVE Audio Visual Equipment GmbH,
Bergisch Gladbach für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.
Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
und · vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit
diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung,
dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung übe ich
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifiziere und beurteile ich die Risiken
wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern, plane und führe
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend
und geeignet sind, um als Grundlage für meine
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden
da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
· gewinne ich ein Verständnis von
dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteile ich die Angemessenheit der
von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehe ich Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich
zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
meines Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteile ich die Gesamtdarstellung,
den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrundeliegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteile ich den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage des Unternehmens.
· führe ich Prüfungshandlungen
zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf
Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise
vollziehe ich dabei insbesondere die den
zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteile die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden
Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Ich erörtere mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung
feststelle.
Overath, den 05. November
2024
gez.
Frank Hagedorn, Wirtschaftsprüfer
|