Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 45599
Vorher
Punkt B Werbegesellschaft mit beschränkter Haftung, Werkstätten für AV-Produktion, Grafik und Fotografie
Eingetragen
5.4.1973
Branche
Großhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Geräten der UnterhaltungselektronikBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
die Herstellung audiovisueller Materialien aller Art, der Handel mit ihnen und die Beteiligung an anderen Unternehmen und die Übernahme von Geschäftsführungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Raab
seit 10.6.2024
Geschäftsführer
Daniel Haasbach
seit 10.1.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Klemens Jakob
Hannover
57.776 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AVE Audio Visual Equipment GmbH

Bergisch Gladbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Inhaltsverzeichnis
A. Grundlagen der Gesellschaft
I. Geschäftsmodell der Gesellschaft
B. Wirtschaftsbericht
I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
II. Geschäftsverlauf
III. Lage des Unternehmens
C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht
I. Prognosebericht
II. Risiko- und Chancenbericht
D. Unterschrift der Geschäftsführung

A. Grundlagen der Gesellschaft

I. Geschäftsmodell der Gesellschaft
Die AVE Audio Visual Equipment GmbH (im Folgenden: AVE) hat ihren Sitz in Bergisch Gladbach und ist in den Bereichen Veranstaltungstechnik und Systemintegration tätig.

Als Full-Service Dienstleister, mit dem Schwerpunkt Videotechnik, bieten wir technische Planung, Ausstattung und Umsetzung von Veranstaltungen aller Größenordnungen. Dazu zählen unter anderem Corporate-Events, Kulturveranstaltungen, Messen und Broadcast-/Streaming-Produktionen.

Im Verkaufs- und Installationsgeschäft liegt der Fokus auf Konferenz- und Präsentationstechnik, verbunden mit komplexen Signaldistributions- und Steuerungssystemen. Dazu kommt Inhouse-Service- und Wartungsgeschäft.
Hier sind wir vorrangig für Industriekunden, Bildungseinrichtungen und im öffentlichen Bereich tätig.

Neben der Zentrale in Bergisch Gladbach betreibt AVE Niederlassungen in Hannover, Berlin und München. Größter Standort ist weiterhin die Niederlassung Hannover, wo etwa die Hälfte der AVE Mitarbeiter tätig sind. München und Berlin, als kleinere Niederlassungen, verfügen über einen festen Kundenstamm und tragen so zur positiven Gesamtentwicklung bei.

An den einzelnen Standorten werden jeweils regionale Kontakte gepflegt sowie regionale Projekte akquiriert und durchgeführt. Dank der noch engeren Vernetzung der Standorte, können Großprojekte standortübergreifend bearbeitet, das hohe Qualitätslevel sichergestellt, und außerdem Weiterbildung, Ausbildung und Schulung vereinheitlicht werden. Durch die zentrale Steuerung der Geschäftsbereiche können Projekte aber auch administrative Tätigkeiten sehr effektiv gestaltet werden.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Das erste Halbjahr 2023 stellte sich in den Bereichen Systemintegration und Veranstaltung unterschiedlich dar. Während die Systemintegration eine hohe Projektdichte in Planung und Umsetzung verzeichnete, war insbesondere der Zeitraum von Februar bis Mai 2023 in der Veranstaltung geprägt durch zu geringe Auslastung.
Ab Mai nahm dann die Auftragslage und Projektdichte auch im Bereich Veranstaltung zu. So war die Auslastung im gesamten Betrieb, für den Rest des Jahres sehr hoch, was sich in der Umsatzentwicklung über das gesamte Geschäftsjahr widerspiegelt.

Grundsätzlich sind beide Bereiche von der aktuellen Schwäche der deutschen Wirtschaft, insbesondere der Automobilindustrie, betroffen. Es stehen kleinere Budgets zur Verfügung und es gibt weniger Veranstaltungen und Messen im Corporate-Bereich. Außerdem sind Bauprojekte rückläufig und viele Unternehmen verfolgen allgemeine Sparmaßnahmen.

Weiterhin wirkten sich insbesondere folgende äußere Einflüsse potenziell negativ auf das Geschäft aus:

- Gestörte Lieferketten und mangelnde Verfügbarkeiten (diese Problematik löste sich jedoch über den Jahresverlauf mehr und mehr auf)
- Preissteigerungen für Waren, Dienstleistungen und Energie
- Preisverfall im Pro-AV- und Konferenztechnik-Sektor
- Krieg in der Ukraine (allgemeine Verunsicherung)
- Fachkräftemangel (sowohl bezüglich freiberuflich tätiger Mitarbeiter im Rahmen von Projekten, als auch bei der Besetzung von freien Stellen im Unternehmen).
- Anhaltende Inflation (Laut statistischem Bundesamt lag die Inflation 2023 in Deutschland im Jahresdurchschnitt bei 5,9% und war damit nur 1% geringer als in 2022)

Für das Kalenderjahr 2024 rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) mit einer weltweiten Wachstumsrate von 3,2 %, wobei das Wachstum in der Eurozone bei 0,8 % und in den USA bei 2,8 % liegen soll. In Deutschland soll das Wirtschaftswachstum 0,2% betragen.

II. Geschäftsverlauf
Durch die unterschiedliche Auslastung in den Bereichen Systemintegration und Veranstaltung im ersten Halbjahr 2023, konnten wir den erhöhten Personalbedarf im Bereich Systemintegration zum Teil mit Personal aus dem Bereich Veranstaltung decken.
Ab der Jahresmitte kam es dann zu einer sehr starken Verdichtung von Anfragen und Aufträgen, insbesondere im Bereich Veranstaltung. Im Bereich Systemintegration mussten im zweiten Halbjahr ebenfalls diverse Großprojekte abgewickelt werden, so dass es in vielen Abteilungen zu einer maximalen Auslastung kam.

Das Installations- und Verkaufsgeschäft profitierte umsatztechnisch von einer erhöhten Projektdichte, ausgelöst durch Verzögerungen und Verschiebungen aus den Vorjahren (Corona-Auswirkungen, Lieferengpässe etc.).
Dadurch kam es im Jahresverlauf temporär zu höheren Lagerwerten als üblich.
Im Bereich der Systemintegration war weiterhin ein starker Preisdruck zu verzeichnen, der zusammen mit den gestiegenen Kosten für Wareneinkäufe, Transporte, Dienstleistungen, Reisekosten und Energiekosten, sowie den Risiken durch Vorfinanzierung, verzögerte Fertigstellung und Gewährleistungen, dieses Geschäftsfeld grundsätzlich herausfordernder werden lässt.

In der Vermietung, besonders im Ausschreibungsgeschäft, war ebenfalls und weiterhin ein starker Preiskampf zu verzeichnen.

Aufgrund der gestiegenen Kosten werden bestehende, längerfristige Rahmenverträge und Vereinbarungen generell weniger lukrativ.

Auch im Jahr 2023 wurden größere Infrastrukturprojekte durchgeführt. Unter anderem wurde auf dem Hauptgebäude in Hannover eine große PV-Anlage installiert.

Im Vorjahr war für den Berichtszeitraum ein Umsatzwachstum im oberen einstelligen Prozentbereich erwartet worden. Tatsächlich lag der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 15,5% über dem Wert des Jahres 2022. Im Bereich der Systemintegration stieg der Umsatz um etwa 54% zum Vorjahr an. In der Veranstaltung ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um etwa 14% zurück.
Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung als zufriedenstellend.

III. Lage des Unternehmens

Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Steuerung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen aufgrund von Kennzahlen, wie insbesondere der Liquidität, der Entwicklung der Umsatzerlöse und des Jahresüberschusses, der Auftragseingänge und der Entwicklung der Anfragesituation.

Ertragslage
Die AVE erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 mit dem Verkauf und der Vermietung von Medientechnik ein Rohergebnis von TEUR 7.469 (Vj. TEUR 6.882). Entgegen der allgemeinen Entwicklung (Kostensteigerung / Inflation) und der erhöhten Geschäftstätigkeit, stiegen die Kosten im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig an. So wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 555 erzielt, nach einem Jahresüberschuss von TEUR 46 im Vorjahr.

Finanzlage
Die Finanzlage der AVE ist stabil. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen innerhalb der vereinbarten Ziele vereinnahmt.

Vermögenslage
Die Bilanzsumme der AVE beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 10.029 (Vj. TEUR 10.138).

Das Vermögen der AVE besteht zum Abschlussstichtag in erster Linie aus dem Anlagenvermögen (7,0 %), dem Vorratsvermögen (17,9 %), den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (35,2 %) und den liquiden Mitteln (35,0 %).

Das Mietequipment wird kontinuierlich gewartet und um neues Material erweitert.

Sämtliche erforderliche Investitionen wurden nach wie vor aus dem operativen Cashflow bestritten.

Die Vermögensstruktur der AVE ist mit einer Eigenkapitaldeckung von 83,7 % wie im Vorjahr sehr solide.

Gesamtaussage der Ertrags-, Finanz-, und Vermögenslage
Die Entwicklung der Ertrags-, Finanz-, und Vermögenslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 wird vor dem Hintergrund der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen als zufriedenstellend eingeschätzt.

C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

I. Prognosebericht
Nach einem, wie in den letzten Jahren, schwachen 1. Quartal und mäßigem 2. Quartal, verbunden mit einem deutlichen Umsatzrückgang in der Systemintegration, erwarten wir für die zweite Jahreshälfte eine gute Umsatzentwicklung, die aber insgesamt geringer ausfällt als im Vorjahr.

Für den Bereich Veranstaltung ist für 2024 mit einem, im Vergleich zum Vorjahr, ähnlichen Projektaufkommen und Umsatz zu rechnen. In der Systemintegration ist von einem deutlichen Umsatzrückgang, verglichen mit dem letzten Jahr, auszugehen. Für 2024 rechnen wir daher gesamt mit einem um ca. 20 % geringeren Umsatz als in 2023 und einem deutlich rückläufigen Jahresüberschuss.

Beide Geschäftsbereiche werden weiterhin durch äußere, wirtschaftliche und geopolitische Einflüsse beeinflusst, wie unter Punkt B I beschrieben.

Hauptziele sind der Ausbau des Kundenkreises, um Abhängigkeiten von einzelnen Kunden zu reduzieren, gezielter Ausbau von Technologiebereichen und Dienstleistungen (Inhouse-Services, Managed-Services, Mediensteuerungs-konzepte, LED-Technik), Ausbau von lokalem Direkt-Geschäft sowie die Reduzierung der Kosten und Verbesserung der Profitabilität.

II. Risiko- und Chancenbericht

Risikobericht
Allgemeiner Risikobericht
Für AVE und ihr Kerngeschäft ist die schwächelnde deutsche und europäische Wirtschaft ein großer Risikofaktor. Darüber hinaus kann auch der Fachkräftemangel als Risikofaktor gewertet werden.
Diverse bereits bestehende Projektaufträge und aussichtsreiche Projektanfragen für das Jahr 2025 sowie verstärkte Kundenbindungs- und Marketingmaßnahmen stärken die Hoffnung auf eine positive Entwicklung für Q4 2024 und das Jahr 2025.

Spezieller Risikobericht
Die Gesellschaft verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem, welches aus unterschiedlichen Elementen besteht. In 2023 wurde das Controlling personell ausgebaut. Die Mitarbeiter werden regelmäßig über die wichtigsten Entwicklungen und Unternehmenszahlen informiert. Das interne Reporting und die transparente Auswertung der Unternehmenskennzahlen sorgt für eine ausreichende Kontrollfähigkeit.

Durch das verstärkte Engagement bezüglich Berufsausbildung (aktuell drei Ausbildungsberufe) sollen Fachkräfte entwickelt und Fachkräftemangel reduziert werden.

Im letzten Jahr wurden speziell Prozesse und Strukturen bezüglich des Qualitätsmanagements und der Projektsteuerung angepasst und optimiert.

AVE verfügt über einen solventen Kundenstamm aus den Bereichen Automotive, Rundfunk, öffentlichen Einrichtungen, Bildung, Kultur, Politik und Industrie.

Die Liquiditätslage ist sehr gut. Es sind keine Engpässe zu erwarten.

Die AVE verfolgt weiterhin eine konservative Risikopolitik.

Gesamtaussage zur Risikolage
Aufgrund der allgemeinen Risikostreuung und der guten Liquidität ist die Gesellschaft in der Lage, flexibel auf eine veränderte Marktsituation zu reagieren. Insgesamt sehen wir derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken.

Chancenbericht
Grundsätzlich rechnet die AVE, trotz der bereits beschriebenen, Umfeld bedingten Risikofaktoren und einem schwächeren Geschäftsjahr 2024, mit einer positiven Entwicklung des Unternehmens.

Die AVE sieht sich durch ihre Fachkräfte, ihr umfangreiches Sortiment an Produkten und Dienstleistungen, die starken und unabhängigen Geschäftsbereiche Systemintegration und Veranstaltung sowie die sehr gute Liquiditätslage insgesamt gut aufgestellt.

D. Unterschrift der Geschäftsführung

 

Bergisch Gladbach, 05. November 2024

gez. Daniel Haasbach, (Geschäftsführung)

gez. Martin Raab, (Geschäftsführung)

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 701.559,33 860.777,93
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 15.644,50 21.896,50
II. Sachanlagen 685.914,83 838.881,43
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.721,50 18.150,50
2. technische Anlagen und Maschinen 89.584,00  
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 582.609,33 820.730,93
B. Umlaufvermögen 9.268.576,62 9.226.423,82
I. Vorräte 1.794.764,58 2.441.378,52
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.963.086,39 3.564.352,90
1. Forderungen gegen Gesellschafter 72.618,90 82.841,95
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.890.467,49 3.481.510,95
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.510.725,65 3.220.692,40
C. Rechnungsabgrenzungsposten 58.881,61 50.813,77
Aktiva 10.029.017,56 10.138.015,52

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.393.939,20 7.838.859,27
I. Gezeichnetes Kapital 57.776,00 57.776,00
II. Kapitalrücklage 8.152.915,84 8.152.915,84
III. Verlustvortrag 371.832,57 418.053,22
IV. Jahresüberschuss 555.079,93 46.220,65
B. Rückstellungen 524.377,93 573.164,52
C. Verbindlichkeiten 1.103.200,43 1.725.991,73
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 233.228,25 324.760,53
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 510,51
3. sonstige Verbindlichkeiten 869.972,18 1.400.720,69
D. Passive latente Steuern 7.500,00  
Passiva 10.029.017,56 10.138.015,52

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.468.926,97 6.882.047,02
2. Personalaufwand 4.782.451,84 4.738.416,66
a) Löhne und Gehälter 3.979.069,05 3.956.233,03
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 803.382,79 782.183,63
davon für Altersversorgung 392,03 392,03
3. Abschreibungen 477.112,61 518.068,74
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 477.112,61 518.068,74
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.636.241,28 1.569.670,11
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 24.293,55 -4.216,39
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.180,56 11,47
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 32.639,30 0,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 7.500,00  
8. Ergebnis nach Steuern 560.594,93 51.663,65
9. sonstige Steuern 5.515,00 5.443,00
10. Jahresüberschuss 555.079,93 46.220,65

Anhang

A.  Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss (bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang) der AVE Audio Visual Equipment GmbH, Bergisch Gladbach, (Amtsgericht Köln, HRB 45599) zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 S. 2, 266 ff. HGB). Abweichend vom Vorjahr wurden zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung Waren, die im Rahmen noch nicht vollständig erfüllter Aufträge bereits an den Kunden geliefert wurden, nicht mehr unter der Bilanzposition fertige Erzeugnisse und Waren, sondern unter der Position unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde nicht angepasst. Unter Berücksichtigung der Ausweisänderung hätten sich am Bilanzstichtag des Vorjahres fertige Erzeugnisse und Waren in Höhe von 1.405.418,27 € und unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen in Höhe von 876.788,76 € ergeben.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prinzip gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§ 288 HGB) des Jahresabschlusses werden teilweise in Anspruch genommen.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise in diesem Anhang gemacht.

B.  Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Im Einzelnen erfolgte die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden nach den folgenden Grundsätzen: 

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über 3 - 5 Jahre abgeschrieben. Dabei wird die Nutzungsdauer des jeweiligen immateriellen Vermögensgegenstands nach dessen Produktlebenszyklus angesetzt, soweit dieser verlässlich geschätzt werden kann.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert (§§ 253, 255 Abs. 1 HGB). Abschreibungen werden entsprechend der nach steuerlichen Grundsätzen ermittelten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Zugänge im Geschäftsjahr wurden pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 800,00 € sind im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Die unfertigen Leistungen werden mit den Herstellungskosten oder dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Bewertung der Waren erfolgte zu Anschaffungskosten. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abschreibungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. Mögliche Ausfallrisiken werden durch angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Die liquiden Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten dient einer periodengerechten Erfolgsermittlung. Der Ansatz und die Abgrenzung erfolgen gemäß § 250 HGB.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen in angemessenem Umfang alle erkennbaren Verpflichtungen und Risiken. Ihr Ansatz erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen.

C.  Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist diesem Anhang als Anlage beigefügt. Hieraus ergeben sich die Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 284 Abs. 3 HGB).

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

2.1  Forderungen gegen Gesellschafter
Die Forderungen gegen Gesellschafter beinhalten neben sonstigen Forderungen in Höhe von 72.310,45 € (Vorjahr: 72.310,45 €) auch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 308,45 € (Vorjahr: 10.531,50 €).

2.2  Sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge in Höhe von 63.428,24 € (Vorjahr: 63.428,24 €) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

3. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen abgegrenzte Versicherungsbeiträge und sonstige Aufwendungen für die Folgejahre, die periodengerecht abgegrenzt werden.

4. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten 212.461,48 €, Gewährleistungen 57.000,00 €, Jahresabschluss- und Prüfungskosten 33.500,00 € sowie ausstehende Rechnungen 176.369,20 €.
5. Verbindlichkeiten
Sämtliche zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Verbindlichkeiten (1.103.200,43 €; Vorjahr: 1.725.991,73 €) haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie gegenüber Gesellschaftern betreffen wie im Vorjahr Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen 354.555,62 € (Vorjahr: 131.796,37 €) auf Steuern.

D.  Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten negative Zinsen in Höhe von 0,00 € (Vorjahr: 4.592,38 €).

E.  Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum 31.12.2023 bestehen neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB):


davon mit einer Restlaufzeit



bis
über

davon ggü.

1 Jahr
1 Jahr
gesamt
verbundenen UN
aus Mietverträgen
258.679,44 €
258.679,44 €
517.358,88 €
129.600,00 €
aus Leasingverträgen
30.081,20 €
60.442,09 €
90.523,29 €
0,00 €
gesamt
288.760,64 €
319.121,53 €
607.882,17 €
129.600,00 €


2. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
Angabe der beschäftigten Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt:

Angestellt Vollzeit
88
Angestellt Teilzeit
3
gesamt
91


3. Gesamtbezüge der Organmitglieder
Für die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

4. Geschäftsführung
Mitglieder der Geschäftsführung sind:
Herr Daniel Haasbach, Geschäftsführer Finanzen und Vertrieb, Kürten.
Herr Martin Raab, Geschäftsführer Finanzen und Vertrieb, Remscheid (seit dem 10.06.2024)

5. Ergebnisverwendungsvorschlag
Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 555.079,93 € auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Passive latente Steuern 
Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der Anwendung der steuerlichen Abschreibung von digitalen Wirtschaftsgütern gemäß dem BMF-Schreiben vom 22. Februar 2022. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 31,7 % zugrunde gelegt.

Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:


Passive latente Steuern in €
31.12.2022
0
31.12.2023
7.500
Veränderung
7.500

 

Bergisch Gladbach, den 5. November 2024

gez. Daniel Haasbach, Geschäftsführer

gez. Martin Raab, Geschäftsführer


Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
31.12.2023
EUR
Anlagevermögen





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
131.968,77
1.124,50
0,00
0,00
133.093,27
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
131.968,77
1.124,50
0,00
0,00
133.093,27
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
90.055,40
0,00
0,00
0,00
90.055,40
2. technische Anlagen und Maschinen
0,00
92.850,61
0,00
0,00
92.850,61
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
4.559.462,65
223.982,00
556.360,00
0,00
4.227.084,65
Summe Sachanlagen
4.649.518,05
316.832,61
556.360,00
0,00
4.409.990,66
Summe Anlagevermögen
4.781.486,82
317.957,11
556.360,00
0,00
4.543.083,93

kumulierte
Abschreibung
01.01.2023
EUR
Abschreibung
Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte
Abschreibung
31.12.2023
EUR
Anlagevermögen





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
110.072,27
7.376,50
0,00
0,00
117.448,77
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
110.072,27
7.376,50
0,00
0,00
117.448,77
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
71.904,90
4.429,00
0,00
0,00
76.333,90
2. technische Anlagen und Maschinen
0,00
3.266,61
0,00
0,00
3.266,61
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
3.738.731,72
462.040,50
556.296,90
0,00
3.644.475,32
Summe Sachanlagen
3.810.636,62
469.736,11
556.296,90
0,00
3.724.075,83
Summe Anlagevermögen
3.920.708,89
477.112,61
556.296,90
0,00
3.841.524,60

Zuschreibung
Geschäftsjahr
EUR
Buchwert
Geschäftsjahr
31.12.2023
EUR
Buchwert
Vorjahr
31.12.2022
EUR
Anlagevermögen



I. Immaterielle Vermögensgegenstände



entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
0,00
15.644,50
21.896,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
0,00
15.644,50
21.896,50
II. Sachanlagen



1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
0,00
13.721,50
18.150,50
2. technische Anlagen und Maschinen
0,00
89.584,00
0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
0,00
582.609,33
820.730,93
Summe Sachanlagen
0,00
685.914,83
838.881,43
Summe Anlagevermögen
0,00
701.559,33
860.777,93

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 15.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die AVE Audio Visual Equipment GmbH, Bergisch Gladbach
Prüfungsurteile
Ich habe den Jahresabschluss der AVE Audio Visual Equipment GmbH, Bergisch Gladbach - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der AVE Audio Visual Equipment GmbH, Bergisch Gladbach für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse · entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile
Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus · identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
· führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Overath, den 05. November 2024

gez. Frank Hagedorn, Wirtschaftsprüfer

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