West - Bus GmbH
Selbe AdresseBetrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich Omnibusbahnhöfen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Claus-Bernd - genannt Bernd - Moll seit 17.2.2026 | Geschäftsführer |
Antje Katharina Büchsenschuß seit 19.11.2025 | Prokura |
Henning Trupke seit 19.11.2025 | Geschäftsführer |
Tobias Brüggen seit 8.12.2021 | Prokura |
Michael Andreas - genannt Andreas - Dr. Gierth seit 18.2.2019 | Geschäftsführer |
Rebecca Klopsch seit 28.8.2013 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Capita Customer Services AG | 50.10% |
| 24.95% | |
| 12.47% | |
| 12.47% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Capita Energie Service GmbHKrefeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023Capita Energie Service GmbH, KrefeldDie Capita Energie Service GmbH, Krefeld, wird beim Amtsgericht Krefeld unter der Nr. HRB 14322 geführt. A. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) erstellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Entsprechend § 15 Nr. 1 des Gesellschaftsvertrages wurde der Jahresabschluss nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung Anlagevermögen Das Anlagevermögen umfasst Sachanlagen der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Abschreibung erfolgt über die Restnutzungsdauer. Umlaufvermögen Die Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. Die Forderungen haben wie im Vorjahr eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen aus Kundenforderungen in Höhe von TEUR 460 (Vj.: 551) und den Umsatzabgrenzungen in Höhe von TEUR 1.284 (Vj.: TEUR 952). Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Umsatzabgrenzungen in Höhe von TEUR 12 (Vj.: 240 TEUR). Die Höhe der sonstigen Vermögensgegenständen beläuft sich auf TEUR 12 (Vj.: TEUR 12). Der Kassenbestand hat sich um TEUR 656 gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 1.128 erhöht. Latente Steuern Aufgrund des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde der aktive Überhang latenter Steuern nicht angesetzt. Aktive latente Steuern resultieren aus Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Bereich der sonstigen Rückstellungen. Gezeichnetes Kapital Es handelt sich um das Stammkapital, welches zum Nennbetrag ausgewiesen wird. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage umfasst die Einlage eines Gesellschafters, ausgehend von dessen Gesellschaftsanteilen, in Höhe von TEUR 199,6. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken, ungewisse Verbindlichkeiten und Verluste aus schwebenden Geschäften. Der Ansatz erfolgte jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen (Angabe in T€):
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert, die zwei Darlehen haben eine Restlaufzeit von 4 Jahren, alle anderen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Darlehensgeber sind ebenfalls Gesellschafter und die Laufzeit der Darlehensverträge endet am 31.12.2027. Es besteht noch eine Verbindlichkeit auf aus Lieferung und Leistung in Höhe von TEUR 107 (Vj.: TEUR 301). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist das Darlehen der Capita Customer Services AG (Gesellschafter) in Höhe von TEUR 179 (Vj.: TEUR 179) enthalten. Es bestehen weitere Zahlungsverpflichtungen für den Kauf von Anlagen (Büroausstattung) von TEUR 95 und der Inanspruchnahme einer IC-Projektdienstleistung von TEUR 29 innerhalb des Unternehmensverbunds (Vj.: TEUR 0). Zusätzlich wurden Intercompany-Aufwände für Projekte und IT-Software in Höhe von TEUR 300 (Vj.: TEUR 0) abgegrenzt. Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus dem Darlehen der SWK ENERGIE GmbH (Gesellschafter) in Höhe von TEUR 172 (Vj.: TEUR 172) und Steuern in Höhe von TEUR 161 (Vj.: TEUR 176). Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen (Angabe in T€):
Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet und in Übereinstimmung mit § 256a HGB bewertet. Im Geschäftsjahr 2023 waren keine Umbewertungen erforderlich. C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse wurden mit Callcenter-Dienstleistungen hauptsächlich aus der Branche Energieversorgung innerhalb Deutschlands realisiert. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere Erträge aus der Verrechnung von Sachbezügen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten im Wesentlichen den Aufwand für freie Mitarbeiter und Leihkräfte. Die Abschreibungen enthalten Abschreibungen auf Sachanlagen im Anlagevermögen. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden insbesondere konzerninterne Umlagen aus der Leistungsabrechnung mit der Capita Customer Services (Germany) GmbH und der Capita West GmbH ausgewiesen. D. Eventualverbindlichkeiten Nach dem Sozialgesetzbuch § 28e SGB IV haftet das entleihende Unternehmen für die Sozialversicherungsbeiträge der beschäftigten Arbeitnehmer als Gesamtschuldner. Aus diesem Sachverhalt ergeben sich für die Capita Energie Service GmbH Eventualverbindlichkeiten im Rahmen der Ausfallhaftung für nicht abgeführte Sozialversicherungsbeiträge durch die beauftragten Personaldienstleistungsgesellschaften. Im Jahr 2022 waren durchschnittlich 12 Mitarbeiter von Personaldienstleistungsgesellschaften beschäftigt. E. Sonstige Angaben Das Unternehmen beschäftigte im Jahr 2023 durchschnittlich 253 festangestellte Mitarbeiter, davon 238 in der Produktion und 14 im operativen und administrativen Bereich. Für das Honorar des Abschlussprüfers wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 15 gebildet. Geschäftsführer im Geschäftsjahr zum Bilanzstichtag waren:
Die Geschäftsführung ist nicht bei der Capita Energie Service GmbH angestellt und erhielt daher von ihr keine Bezüge. Die Geschäftsführer sind gemäß Satzung gemeinsam oder einzeln mit einem Prokuristen vertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des §181 BGB befreit. Die Geschäftsführer erhalten keine direkten Bezüge seitens der Gesellschafter. Mehrheitsgesellschafterin der Capita Energie Service GmbH ist die Capita Customer Services AG, Tägerwilen/Schweiz. Die Capita Energie Service GmbH und die Capita Customer Services AG sind verbundene Unternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Capita plc einbezogen, welcher nach IFRS aufgestellt wird. Der Konzernabschluss ist am Gesellschaftssitz der Capita plc in London erhältlich und auf der Homepage für Investoren https://www.capita.com/investors/results-reports-and-presentations einsehbar. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Krefeld, 28. März 2024 Capita Energie Service GmbH Dr. Andreas Gierth, Geschäftsführer Anton Schenk, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023Capita Energie Service GmbH, KrefeldI. Grundlagen des Unternehmens Die Capita Energie Service GmbH hat ihren Geschäftssitz in Krefeld und erbringt Callcenter- Dienstleistungen in der Branche Energieversorgung. Das Unternehmen beschäftigte im Jahr 2023 durchschnittlich 253 festangestellte Mitarbeiter, davon 238 in der Produktion und 14 im operativen und administrativen Bereich. Die Geschäftsprozesse werden weitestgehend von den Kunden vorgegeben und das Unternehmen unterliegt einer laufenden Qualitätskontrolle durch die Auftraggeber. Die Unternehmen der Capita-Gruppe nutzen grundsätzlich verschiedene Kennzahlen zur Steuerung der Leistungen im Hinblick auf die Erreichung der Unternehmensziele. Im finanzbezogenen Bereich stehen als zentrale Ziele Wachstum und die Profitabilität im Fokus. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Ergebnissteuerung unverändert unter Bezugnahme auf die Umsatzerlöse, den Deckungsbeitrag 1 sowie die Personaleinsatzquote 2. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Auch das Jahr 2023 stellte die deutsche Wirtschaft wieder vor große Herausforderungen. Die erhoffte Erholung nach Einbruch durch die Corona-Epidemie 2020 wurde weiter abgeflacht, so dass das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahr nach ersten Hochrechnungen sogar um 0,3% (2022: +1,8%) zurück ging. Als Grund benannte das statistische Bundesamt (Destatis) die immer noch hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen und die steigenden Zinsen, die sich negativ auf die Nachfrage auswirken. 3 Zwar lag die durchschnittliche Inflationsrate 2023 mit +5,9% um einen Prozentpunkt niedriger als im Vorjahr, aber dies reichte nicht aus, die Konjunktur zu stützen. 4 Ein weiterer Faktor, der sich negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirkte, ist der Mangel an Fachkräften. 5
1 Jahresergebnis korrigiert um die
Abschreibungen, die Zinsen und die Steuern
Der deutsche Markt für Contact-Center/CRM-Services hat in den vorangegangenen Jahren Umsatzsteigerungen verzeichnen können. Nach Schätzungen einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC vom April 20226 konnten die Umsätze in diesem Bereich gerade aufgrund der Corona-Krise gesteigert werden und sollen auch in den nächsten Jahren noch wachsen (2019: 11.565 Mio EUR, 2020: 12.524 Mio EUR, 2021: 12.798 Mio EUR). 7 Von diesen Umsätzen entfallen gut ein Drittel oder 4.199 Mio. EUR auf externe Dienstleister in 2020, was einer prozentualen Zunahme von 4,8% gegenüber 2019 entspricht. 8 Weltweit liegt der Anteil der ausgelagerten Contact-Centers bei 30% und entspricht damit einem Volumen von 106 Mrd. USD. 9 Im europäischen Vergleich konnte sich die Capita Gruppe 2023 mit einem Gesamtumsatz von 1,605 Mrd. Euro auf Platz 2 positionieren. 10 In Bezug auf die Beschäftigtenzahlen sind die deutschen Capita Unternehmen in 2023 viertgrößter Arbeitgeber in diesem Sektor in Deutschland mit 4500 Seats. 11 Die gegenwärtigen Hauptherausforderung für die Branche sind neben äußeren Faktoren (Ukraine-Krieg, Inflation und Arbeitskräftemangel) die Nachfrage nach Digitalisierung und die damit verbunden Investitionen 12 , weshalb nur genügend große oder Nischenanbieter sich behaupten können. So prognostiziert PwC das Verschwinden des klassischen Callcenters ohne spezifische Branchenspezialisierung in einem reinen Inbound-Geschäft bis 2025. 13 Dies wird aber auch einen höheren Druck bei den Margen nach sich ziehen. Die weitere Entwicklung der Gesamtwirtschaft wird als wenig optimistisch eingeschätzt. Zwar ist die Inflation weiter im Sinken begriffen und lag im Januar 2024 bei +2,9% und hat sich damit auch gegenüber dem Vormonat um 0,8% abgeschwächt. 14 Trotzdem hat die Bundesregierung ihre Prognose für das wirtschaftliche Wachstum auf +0,2% für das Jahr 2024 nach unten korrigiert. 15
4 Vgl. Inflationsrate im Jahr 2023 bei +5,9 %.
Pressemitteilung Nr. 020 des Destatis, 16.01.2024. URL:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html
(Stand: 21.02.2024).
Die durch den Russland-Ukraine-Krieg ausgelöste Energiekrise hat zu stark steigender Energiekosten geführt. Als Reaktion auf den Preisanstieg hat sich die Bundesregierung im Herbst 2022 dazu entschieden, Energiekunden mit einer Strom- und Gas-Preisbremse bis Ende 2023 zu entlasten. 16 Für (End-)Verbraucher ist die angespannte Preissituation auf dem Energiemarkt sowie die zukünftige Energieversorgung mit vielen Unsicherheiten verbunden. Dies führt zu einem stärkeren Kontaktbedarf zwischen Energieversorgern und Kunden. Gemäß einer repräsentativen Umfrage haben knapp die Hälfte der Befragten ihren Versorger aktiv kontaktiert oder haben dies vor. 17 Dabei ist der überwiegende Teil der Anfragen entweder per E-Mail oder Telefon gestellt worden. Für dreiviertel der Teilnehmer ist es dabei besonders wichtig, von ihren Energielieferanten frühzeitig über sich ändernde Preise informiert zu werden. Die Hälfte der Befragten erwarteten vertragliche Anpassungen hinsichtlich Zahlungsziele oder Tarifänderungen. Zusätzlich wurden sich mehr Beratungsangebote zu Tarifen, Services und Einspar- Informationen gewünscht. Die gestiegenen Kontaktaufnahmen seitens der Kunden hat bei den Energieversorgern, die auch Auftraggeber der Capita Energie sind, auch zu einem höheren Bedarf an Callcenter-Services geführt. 2. Geschäftsverlauf Die Umsatzerlöse der Capita Energie Service wurden unverändert mit Unternehmen aus der Branche Energieversorgung realisiert. Der Umsatz der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.098 auf TEUR 12.704 gestiegen.
14 Vgl. Inflationsrate im Januar 2024 bei +2,9
%. Pressemitteilung Nr. 051 des Destatis, 09.02.2024. URL:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_051_611.html#:~:
text=Pressemitteilung%20Nr.%
Ein Grund hierfür sind Anpassungen der Kundenpreise u.a. im Zuge der Mindestlohnerhöhung, die im Geschäftsjahr mit 12,00 €/h erstmals vollständig einfließen. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 starteten zusätzlich neue Vertragsverhandlungen mit Bestandskunden, um die im letzten Jahr identifizierten negativen finanziellen Effekte (Krankenquote, Fluktuation und durchschnittliche Bearbeitungszeit) zu minimieren. In diesem Sinn sollte ein ganzheitliches Konzept für ein nachhaltigeres internes und externes Bezahlmodell etabliert werden. Im Mittelpunkt der Verhandlungen standen dabei eine vollständige Vergütung der vereinbarten Leistungen sowie das Lohnniveau an die geforderte Qualität anzupassen, die häufig über den Mindestlohnanforderungen lagen. Nach mehreren Gesprächsphasen bis zum Halbjahr wurden die Verhandlungen erfolgreich beendet und neue Konditionen zur Umsetzung eines neuen Gehaltsmodells im nachfolgenden Geschäftsjahr vereinbart. Mit allen Auftraggebern wurde eine Übergangslösung in Form eine Inflationsausgleichprämie verhandelt, die ab Mitte des Berichtsjahres abgerechnet und an Mitarbeiter ausgezahlt wurde. Weiterhin wirkten sich auch gestiegene Auftragsvolumen aufgrund höherer Kundenkontakte zu Themen wie der umgesetzten Energiepreisbremsen und des vertrieblichen Wettbewerbs über preisgünstige Tarife positiv auf den Umsatz aus. Überdies konnten auch vier Neuprojekte (evd - Energieversorgung Dormagen, Stadtwerke Ratingen, EnCW - Energieversorgung Calw, Bad Honnef AG) an den Start gebracht werden. Analog zum Vorjahr wurden Kapazitäten infolge von Ressourcenmangel am Standort Krefeld auch an verbundene Unternehmen (Intercompany) und externe Partner vergeben. Dabei entfallen ca. TEUR 1.900 Umsatz auf die extern eingebundenen Ressourcen. Das erzielte Wachstum auf Basis des vorliegenden Geschäftsmodells führt zeitgleich zu einem höheren Bedarf an Liquidität. Wesentlicher Treiber für diesen Effekt ist die Tatsache, dass der Aufbau von Ressourcen vorfinanziert werden muss. Weitere Liquidität senkende Effekte waren die Umsetzung der Mindestlohnanpassung, Produktionsineffizienzen im Aufbau (Lernzeiten und Frühfluktuation) sowie nicht bezahlte Produktionsleistungen aufgrund fester Bearbeitungspreise. Zu Sicherstellung der Liquidität für das angestrebte Wachstum der nachfolgenden Geschäftsjahre wurde daher eine Zahlung einer Einlage in die Kapitalrücklage in der 2. Gesellschafterversammlung in 2023 beschlossen. Negativ auf den Umsatzvergleich zum Vorjahr (TEUR 548) wirken sich zwei beendete Projekte aus und nicht vollständig in Umsätze überführten Kapazitäten im Bereich Beratung, Entwicklung und Transformation. Insgesamt hat sich der Umsatz gegenüber 2022 um 32% erhöht und den budgetierten Umsatzwert (TEUR 10.374) um TEUR 2.330 übertroffen. Gründe für die hohe positive Budgetabweichungen liegen u.a. in den nicht budgetierten vier neuen Beauftragungen als auch die Bearbeitung von Mehrvolumen in Bestandsprojekten aufgrund der Energiekrise, die zum Zeitpunkt der Budgeterstellung noch nicht in dem Ausmaß vorhersehbar waren. Zusätzlich sind auch neu verhandelte Konditionen (z.B. Inflationsprämie) nicht Bestandteil des Umsatzbudgets gewesen. Die für 2023 geplante interne Personaleinsatzquote in Höhe von 77% konnte zwar mit den Personalressourcen um 9%-Punkte unterboten werden, allerdings ist hierbei darauf zu verweisen, dass wie im letzten Geschäftsjahr, nicht alle notwendigen Personalressourcen innerhalb der Gesellschaft zur Verfügung standen. Die vertragliche vereinbarten Auftragsvolumen mussten daher mit externen Personalressourcen (Subunternehmer, Leiharbeiter) erreicht werden. Unter der Berücksichtigung aller eingesetzten Ressourcen ergibt sich für das Berichtsjahr demzufolge eine Quote von 78%. Das Ergebnis nach Steuern sinkt gegenüber 2022 von TEUR 411 auf TEUR 367. Der budgetierte Deckungsbeitrag (TEUR 476) wurde um TEUR 165 übertroffen und liegt damit bei TEUR 641 zum Geschäftsjahresabschluss. 3. Ertragslage Hierzu legen wir folgende Kennzahlen offen:
Die gestiegene Gesamtleistung resultiert aus höheren Projektumsätzen in den Bestandsprojekten: SWK (TEUR 1.656), EVO (TEUR 638), ENERVIE (TEUR 525), SWE (TEUR 261), EWE (TEUR 174) und SWS (TEUR 131). Zusätzlich haben sich auch die Neuprojekte EVD (TEUR 189) ab dem zweiten Halbjahr 2023 und CALW (TEUR 67) ab dem 4. Quartal 2023 positiv auf die Umsatzerlösentwicklung ausgewirkt. 18 Demgegenüber steht das im Vorjahr beendete Projekt AVU (TEUR 436) und ein über den Unternehmensverbund realisiertes heruntergefahrenes Projekt (TEUR 97). Ergänzend kommen nicht in Umsatz überführte Aufwände von TEUR 10 hinzu. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit TEUR 132 um TEUR 83 gegenüber dem Vorjahr gestiegen und setzen sich wesentlich aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Umlageerstattungen und verrechneten Sachbezügen zusammen. Die Personalkosten sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.871 angestiegen. Die Personaleinsatzquote (PEQ) sank dabei um 2%-Punkte. Hintergründe für diese Entwicklung sind zum einen die gestiegenen Kosten aufgrund des Mindestlohns (ca. TEUR 600) sowie die Auszahlung der Inflationsprämie (ca. TEUR 300). Zum anderen wurde das Personal um durchschnittlich 20 festangestellte Mitarbeiter (ca. TEUR 450) im Geschäftsjahr aufgebaut. Die PEQ hat sich zwar gegenüber 2022 leicht verbessert, allerdings ist hierbei auf interne und externe Unterstützungsdienstleister hinzuweisen, die kostenmäßig nicht in die Personalkosten einfließen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen liegen mit TEUR 821 deutlich über Vorjahresniveau (TEUR 448). Ursächlich für diese Entwicklung ist vor allem die Änderung des Leistungserbringers. Im Vorjahr wurde ein Projekt komplett über den Unternehmensverbund als Intercompany (IC)-Projekt abgewickelt und in den Umsätzen ausgewiesen. Zur Mitte des Geschäftsjahres wurde dieses Projekt (EWE) vollständig auf die Capita Energie Gesellschaft umgeschrieben (ca. TEUR 600). Neben dem Projekt EWE wurden auch drei weitere Projekte (SWK, ENERVIE, CALW) im IC-Verbund in 2023 produziert, welches zu einer Erhöhung der bezogenen Leistungen in Höhe von TEUR 575 geführt haben. Zusätzlich wurde im Berichtsjahr eine IC-Abgrenzung für IT-Software (TEUR 100) vorgenommen. Die Kosten für Leiharbeiter sind um TEUR 300 auf TEUR 130 gegenüber 2022 zurückgegangen. Für Porto und Weiterberechnungen an Kunden wurden TEUR 16 in 2023 gezahlt. Die Abschreibungen umfassen Büroausstattungen, die im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 80 angeschafft wurden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber 2022 um TEUR 809 erhöht und liegen nun bei TEUR 2.684 (i. Vj. TEUR 1.875). Wesentliche Kostentreiber sind hierbei Aufwendungen für externe Dienstleister (Firmen Snubes, Gates Energy Experts), die im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 426 gestiegen sind. Mit der kontinuierlichen Ausweitung der Mitarbeiterressourcen auf andere Konzernstandorte, sind hier die Kosten um TEUR 141 größer. Die Kosten für Softwarelizenzen verzeichnen einen Anstieg von TEUR 109. Die im Unternehmensverbund und im Dienstleistungsvertrag geregelten zentralen Unternehmensfunktionsbereichsleistungen haben sich um TEUR 225 erhöht. Die Gründe hierfür liegen u.a. in den Verteilungsschlüsseln, die teilweise umsatzbasiert sind und zum anderen sind weitere Unternehmensfunktionen (Personalentwicklung, Recruiting) im Berichtsjahr mit eingeflossen. Die Intercompany-Kosten für die Standortverwaltung haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 136 reduziert. Dies liegt vor allem daran, dass Standortdienstleistungen (Empfang u. Verwaltung) sowie für den Betrieb notwendige Aufwendungen nun direkt über die Gesellschaft und nicht mehr über den Verbund beschafft werden. In 2023 erhöhten sich die Kosten um TEUR 26 für Weiterbildungen (Workshops), Mitarbeiterzuwendungen, Transportkosten für Büroausstattung sowie höheren Kosten für Behörden (z.B. Berufsgenossenschaft). Zur Finanzlage nennen wir folgende Kennzahlen aus unserer Kapitalflussrechnung:
Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultiert aus dem positiven Periodenergebnis von TEUR 407, gesunkenen Rückstellungen (TEUR 113), Verbindlichkeiten gegenüber Kundenanzahlungen (TEUR 194) und Steuern (TEUR 15). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind hingegen um TEUR 425 gestiegen, wobei sich die Forderungen um TEUR 228 reduziert haben. Die Forderungen aus Lieferung und Leistung (TEUR 241) und die sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 1) haben sich gegenüber 2022 erhöht. Im Berichtsjahr 2023 ist gemäß der Beschlussfassung vom 23.11.2023 eine Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 200 durch den Gesellschafter SWK Energie GmbH erfolgt. Die Einzahlung der Kapitalrücklage des Gesellschafters Capita Customer Solutions AG (CH) erfolgte zu Beginn des Jahres 2024 und fällt daher nicht in die betrachtete Periode 2023. Die Liquidität der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 zu jedem Zeitpunkt sichergestellt. 4. Vermögenslage
Der Aufbau der kurzfristigen Vermögenswerte um TEUR 669 resultiert aus dem positiven Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (siehe Abschnitt 3. Ertragslage), der Erhöhung des Kassenbestands um die Kapitalrücklage (TEUR 200) sowie den gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistung (TEUR 13). Die Veränderung in der Kapitalstruktur spiegelt sich im Eigenkapital, dass sich um das positive Periodenergebnis (TEUR 407) und die Kapitalrücklage (TEUR 200) erhöht sowie dem gestiegenen Fremdkapital (TEUR 63) wider. Diesbezüglich stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Intercompany) um TEUR 424, wohingegen sich die Anzahlungen auf Bestellungen (TEUR 194) und sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 15) reduziert haben. Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 128), Steuern (TEUR 90), Urlaub und Mehrarbeit (TEUR 10), Berufsgenossenschaften (TEUR 4) und Prüfungskosten (TEUR 15) haben sich gegenüber dem Vorjahr reduziert. Provisionsrückstellungen sind demgegenüber um TEUR 82 zu 2022 gestiegen. 5. Gesamtaussage Insgesamt bewerten wir den Geschäftsverlauf 2023 für die Capita Energie Service GmbH als erfolgreich. Die Unsicherheiten durch die Energiekrise/-wende sowie die daraus resultierenden Nacharbeiten führen ungebrochen zu einem hohen Kundenservicebedarf im Energiemarkt. Der Bilanzgewinn 2023 hat sich durch das Periodenergebnis gegenüber dem Vorjahr bedeutend gesteigert und liegt bei TEUR 1.152 (i. Vj. TEUR 784). Der Umsatz, der einen wesentlichen finanziellen Leistungsindikator darstellt, liegt im Berichtsjahr um EUR 2.312 über dem Budgetansatz und damit über dem Erwartungswert. Die stärkere Einbindung Dritter in die Produktion, die Zahlung von Inflationsausgleichprämien und das durch den volatilen Energiemarkt ausgelöste höhere Volumen in Bestandsprojekten sowie Neubeauftragungen waren in dem Ausmaß nicht genau in Höhe prognostizierbar. Die Beschaffung und Bereitstellung von ausreichenden Personalkapazitäten, als nicht finanzieller Leistungsindikator, war analog zum Vorjahr eine anhaltende Herausforderung. Das benötigte Personal konnte nicht im Unternehmenskonzern über die im Dienstleistungsvertrag geregelte Personalbeschaffung in ausreichender Qualität und Quantität beschafft werden. Dies hat dazu geführt, dass mehr Produktionskapazität an Dritte weitergegeben werden mussten. Das starke Umsatzwachstum im Berichtsjahr konnte nicht komplett in einen Deckungsbeitrag überführt werden und lag mit TEUR 641 über dem Deckungsergebnis vom Vorjahr (TEUR 574). Vor allem die Einbindung Dritter in die Produktion und nicht bezahlte Produktionsleistungen haben zu finanziellen Ergebniseinbußen geführt. III. Prognose-, Chancen und Risikobericht 1. Prognosebericht Das langfristige Ziel der Capita Gruppe Deutschland bleibt weiterhin die Fähigkeiten des Unternehmens auszubauen und die Marktreichweite und die Marktdurchdringung in einer wachsenden Anzahl an Branchen zu steigern. Unser Augenmerk liegt dabei nach wie vor auf der Vereinfachung unserer Organisation. Die Capita Gruppe setzt dabei weiterhin auf eine Verschlankung der Unternehmensstruktur und die Einführung von neuen Prozessen und Systemen, um die Effizienz zu steigern 19 Der Bereich Customer Management soll die Plattform für zukünftiges Wachstum sein. Für das Geschäftsjahr 2024 wird für die Capita Energie Service ein externer Umsatz (External revenue) in Höhe von TEUR 15.134 budgetiert und liegt damit um ca. 19% über dem Umsatzniveau von 2023. Hierbei sind die Anpassung des Lohnmodells auf 14,00 €/h sowie mehr Volumen und Erbringung von Dienstleistungen zu neuen Fachthemen aus der Energiewirtschaft eingeplant. In den kommenden Jahren planen wir mit der Anpassung der Minutenpreise von 0,93 € (2024) auf 1,00 € (2026), mit der Ausdehnung bezahlten Bearbeitungszeiten für Telefonie und zusätzlich vertraglich angepassten Stundenvergütungen.
Für 2024 erwarten wir im Vergleich zu 2023 höhere Umsatzkosten (Internal cost of sales) aufgrund der Notwendigkeit, Kapazitäten vermehrt über Dritte zu beziehen. Bis 2028 soll der Einsatz von externen Dienstleistern reduziert und mehr eigene Ressourcen aufgebaut bzw. aus dem Unternehmensverbund bezogen werden. Mit dem Standortwechsel in 2025 und der weiteren Umsetzung des Stufenplans zur finanziellen Abbildung von Unterstützungsfunktionen werden sich operative und administrative Ausgaben in den Folgejahren geplant erhöhen. Die Umsetzung des neuen Gehaltsmodells (Anhebung des Grundgehalts nach Mitarbeitergruppen) im Geschäftsjahr 2024 wird zu signifikant höheren Personalkosten gegenüber den Vorjahren (ca. TEUR 100 p.M.) führen. Die im Berichtsjahr umgesetzten Maßnahmen zur Minimierung von negativen Effekten auf das Deckungsergebnis haben bereits erste positive Effekte ab dem 2. Halbjahr, insbesondere bei der sogenannten Früh-Fluktuation (innerhalb der ersten 120 Tage), erzielt. Um diesen positiven Trend fortzusetzen, werden im kommenden Geschäftsjahr weitere Maßnahmen zu Mitarbeiterbindung entwickelt und umgesetzt. Aus diesen Gründen wird eingeschätzt, dass sich das Umsatzwachstum nicht in gleicher Höhe auf das Periodenergebnis niederschlägt, sondern durch höhere Aufwendungen für Personalaufbau und Ausbildung gedämpft wird. Der Umsatz (External revenue) wird weiterhin als wesentlicher finanzielle Leistungsindikator gesehen. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren sind zur Verfügung stehende Personal in ausreichender Menge und Qualität sowie die Personaleinsatzquote. Für 2024 prognostizieren wir Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 15.134 mit einem Deckungsbeitrag von TEUR 535 bei einer durchschnittlichen Personaleinsatzquote von 79% 20. 2. Chancenbericht Die gesamte Struktur und Wirtschaftlichkeit der Capita Deutschland Gruppe wird permanent auf den Prüfstand gestellt und wo möglich und nötig werden weitere Konsolidierungsmaßnahmen durchgeführt. Ziel ist es den Overhead-Bereich zu entlasten und Kosten zu reduzieren, aber auch Standorte zu konsolidieren oder diese durch Projektverschiebungen optimal auszunutzen. Diese bereits angelaufenen oder sich noch in Planung befindlichen Vorhaben führen zu Anfangsinvestitionen, die im Ergebnis jedoch zu Verbesserungen in den Geschäftsprozessen und damit letztlich zu optimierten Ergebnissen führen sollen. Auch in den kommenden Jahren rechnen wir mit einem hohen Kostendruck und einem angespannten Arbeitsmarkt und eine noch stärkere Verlagerung von Produktionskapazitäten (Nearshoring) in osteuropäische Länder. Das Geschäftsmodell der Capita Energie Service wird durch gesellschaftliche und energiewirtschaftliche Subtrends beeinflusst. 21 Die Nachfrage nach flexiblen Arbeitsmodellen, einer anforderungsgerechten Vergütung und die Zunahme komplexer Aufgaben im Kundenservice der Energiewirtschaft haben bis heute zur Anpassung und Weiterentwicklungen bisheriger Modelle geführt. Neue Technologien (u.a. Kl-Automation) und Entwicklungen im Self-Service- Dienstleistungsbereich lösen darüber hinaus nach und nach die klassischen telefonbasierten Callcenter-Tätigkeiten ab. Die Energieversorger bieten vermehrt gesamtheitliche Lösungen für Kunden (z.B. Energieberatung, dezentrale/autarke Energieversorgung) an. 22 Damit steigt der
20 Inklusive Kosten für
Unterstützungsdienstleistungen Dritter.
Bedarf an der Bewältigung komplexerer Aufgaben und die Capita Energie Service wird dementsprechend das bisherige Dienstleistungsportfolio erweitern. In den folgenden Jahren erwarten wir daher die Zunahme neuer Themen durch die Energiewende. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, bündelt die Capita Energie im folgenden Geschäftsjahr ihre bedarfsorientierten Lösungsansätze in einer neu etablierten Organisationseinheit Team Kundenservice Energiewende (KSE). Vor allem bei den Themen Rechnungskorrektur, Marktkommunikation (MaKo) und Gerätewechsel rechnen wir mit steigenden Auftragsvolumen in den nächsten Jahren. 23 Des Weiteren erwarten wir Wachstumspotentiale durch höheres Volumen aufgrund der Kostenentwicklungen auf dem Energiemarkt, die zu mehr Kundenkontakt und Bedarf nach digitalen Lösungskonzepten sowie Beratungsangeboten führen. Für Capita Energie Service als Joint-Venture besteht hier die Chance, diese Dienstleistungserbringung für die Auftraggeber sinnvoll zu standardisieren sowie zu bündeln und so einen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem Wettbewerb zu generieren. Im Neukundengeschäft konnten bereits erfolgreich Verträge mit einem Gesamtumsatz von ca. 1,8 Mio. Euro für das kommende Geschäftsjahr geschlossen werden. Weitere Potentiale bei Ausschreibungen und Kundenakquise werden mit 4,5 Mio. Euro eingeschätzt. 24 3. Risikobericht Die Capita Gruppe steuert das operative Geschäft im Wesentlichen über drei Kennzahlen. Zum einen handelt es sich hierbei um Umsatzerlöse, die täglich überwacht und 10-tägig zu einem Monats-Forecast aufgerechnet werden. Weiterhin steuert die Capita über die Personaleinsatzquoten inkl. Sozialversicherungsbeiträge sowie den Deckungsbeitrag. Die operative Steuerung erfolgt täglich mittels eines standardisierten Berichtswesens in Form eines Management-Summary, welches die genannten Kennzahlen enthalten. Die Finanzbuchhaltung implementiert die wesentlichen Elemente der Kosten- und Leistungsrechnung, um in den monatlichen Abschlüssen ein umfassendes Bild über die Entwicklung der einzelnen Projekte und Kennzahlen zu erhalten und entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen einleiten zu können. Das standardisierte Monatsreporting umfasst die Gewinn- und Verlustrechnung, das Standort-Reporting und das Projektcontrolling, welches die genannten Steuerungselemente ausweist.
23 Quelle: Präsentation 2.
Gesellschafterversammlung 2023 am 23.11.2023, Capita
Energie Service GmbH, S. 19.
Ein Risiko für die Capita Energie Service besteht weiterhin in der Beschaffung und Ausbildung von Personal in ausreichender Qualität und Menge. Die erwarteten positiven Effekte aus der erfolgten Umstellung des internen Bezahlmodells (seit dem 01.01.2024 Grundgehalt von 14,00 €/h je FTE und Monat) und der Umstellung der variablen Vergütung (das sog. LOV-Modell, Leistungsorientierte Vergütung), welches in das sog. MEB-Modell (Mitarbeiter-Erfolgs-Beteiligung) überführt wurde, werden durch das Management der Capita Energie Service GmbH kontinuierlich überwacht und identifizierte Anpassungsbedarfe in entsprechende Maßnahmen überführt. Ein weiteres Risiko wird in der Sicherstellung der Leistungserbringung im Bereich der unterstützenden Funktionen IT und HR gesehen. Die über einen Vertrag geregelte Leistungserbringung erfolgt durch die Capita CSG (Berlin). Es wird erwartet, dass laufende Personalabbaumaßnahmen die Leistungsfähigkeit ggfs. weiter reduzieren könnten. Das Management der Capita Energie Service ist von den Gesellschaftern beauftragt, die Qualität der Leistungserbringung intensiv zu überwachen und im Bedarfsfalle Maßnahmen einzuleiten. 25 a. Risikomanagementsystem Das Risikomanagementsystem der Capita Gruppe umfasst die Projekte des jeweiligen Standortes. Die Chancen und Risiken ergeben sich innerhalb der oben genannten operativen und standardisierten Steuerungskennzahlen. Die Bewertung der Chancen und Risiken für die einzelnen Standorte erfolgt in der Weise, dass die zwischen dem Zeitpunkt der Budgeterstellung und die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes gewonnenen Erkenntnisse in den Projektumsätzen angezeigt werden. Bezogen auf den Umsatz bedeutet das zum Beispiel, dass die Summe der Chancen und Risiken der einzelnen Standorte das Gesamtrisiko der Zielerreichung der budgetierten Umsätze darstellt. b. Bewertung der Chancen und Risiken Operative Risiken Die Bewertung der eingetretenen Chancen/Risiken aus dem Vorjahr sowie die Definition der operativen Chancen/Risiken für das Geschäftsjahr 2023 stellen wir in nachfolgender Tabelle dar:
Die Darstellung zeigt, dass die erste Prognose der Umsätze in 2023 gegenüber dem Budget mit einer Chance von TEUR 15 bewertet und letztlich mit TEUR 2.330 mehr als übertroffen wurde (vgl. Geschäftsverlauf, S. 4f). Für 2024 lassen sich mit den ersten Ergebnissen im Februar noch keine validen Aussagen zum Jahresbudget ermitteln, aktuell können Umsatzchancen mit TEUR 322 bewertet werden. Die im Vorjahr identifizierte Chance im Deckungsbeitrag (TEUR 41) konnte um TEUR 124 gegenüber dem Budget (TEUR 476) gesteigert und ist mit TEUR 600 mehr als positiv ausgefallen. Die Personaleinsatzquote hat sich zu der Erwartung im Vorjahr um 8 Prozentpunkte verbessert, was mit den nicht einfließenden Aufwendungen für externes Personals zusammenhängt. Für 2024 schätzen wir für den Deckungsbeitrag eine Chance von TEUR 107 ein. Finanzielle Risiken Derzeit wird kein wesentliches Risiko für eine substanzielle Verschlechterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft gesehen.
Krefeld, 28. März 2024 Capita Energie Service GmbH Dr. Andreas Gierth, Geschäftsführer Anton Schenk, Geschäftsführer B. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS Wir haben zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht der Capita Energie Service GmbH, Krefeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 in den diesem Bericht als Anlage I (Jahresabschluss) und Anlage II (Lagebericht) beigefügten Fassungen den am 3. April 2024 in Bonn unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wie folgt erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Capita Energie Service GmbH, Krefeld PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der Capita Energie Service GmbH, Krefeld - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Capita Energie Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESAB- SCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. C. GRUNDSÄTZLICHE FESTSTELLUNGEN I. STELLUNGNAHME ZUR LAGEBEURTEILUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER Aus dem von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft aufgestellten Lagebericht heben wir folgende Angaben hervor, die unseres Erachtens für die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft sowie der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken von besonderer Bedeutung sind:
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse vermittelt der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen stellt der Lagebericht die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. II. FESTSTELLUNGEN ZUR RECHNUNGSLEGUNG 1. BUCHFÜHRUNG UND WEITERE GEPRÜFTE UNTERLAGEN Die Buchführung entspricht nach unseren Feststellungen in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und - sofern einschlägig - den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags. Die den weiteren geprüften Unterlagen entnommenen Informationen sind in der Buchführung, im Jahresabschluss und im Lagebericht in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäß abgebildet. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem ist nach unserer Feststellung grundsätzlich geeignet, die Sicherheit der verarbeiteten rechnungslegungsrelevanten Daten zu gewährleisten. 2. JAHRESABSCHLUSS Der von uns geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 ist diesem Bericht als Anlage I beigefügt. Er entspricht nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und - sofern einschlägig - den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden ordnungsgemäß aus der Buchführung und den weiteren geprüften Unterlagen abgeleitet. Die Eröffnungsbilanzwerte wurden ordnungsgemäß aus dem Vorjahresabschluss übernommen. Die für Kapitalgesellschaften geltenden Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsvorschriften sind in allen wesentlichen Belangen beachtet worden. Der Anhang enthält die vorgeschriebenen Angaben zu den einzelnen Posten von Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung und gibt die sonstigen Pflichtangaben richtig und vollständig wieder. Eine Darstellung der für den Jahresabschluss wesentlichen Bewertungsgrundlagen, die zum Verständnis der Gesamtaussage erforderlich sind, findet sich in Abschnitt F.II. Unsere Prüfung hat ergeben, dass der Jahresabschluss insgesamt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. 3. LAGEBERICHT Der von uns geprüfte Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 ist diesem Bericht als Anlage II beigefügt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse vermittelt der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. D. GEGENSTAND DER PRÜFUNG I. GESETZLICHER PRÜFUNGSGEGENSTAND Gegenstand unserer Abschlussprüfung waren die Buchführung und der nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufzustellende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023. Dieser besteht aus
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Gemäß § 317 Abs. 4a HGB hat sich die Prüfung nicht darauf zu erstrecken, ob der Fortbestand des geprüften Unternehmens oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann. Die Verantwortung für Jahresabschluss und Lagebericht haben wir im Bestätigungsvermerk (Abschnitt B.) beschrieben. II. AUFTRAGSERWEITERUNGEN Die gesetzliche Prüfung erstreckte sich weiterhin gemäß § 53 HGrG auf die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung und die Darstellung der wirtschaftlichen Verhältnisse. Wir verweisen hierzu auf unsere Ausführungen in Abschnitt "G. FESTSTELLUNGEN AUS ERWEITERUNGEN DES PRÜFUNGSAUFTRAGS NACH § 53 HGRG" dieses Berichts und Anlage III zu diesem Bericht. E. ART UND UMFANG DER AUFTRAGSDURCHFÜHRUNG Wir haben die Grundzüge unseres prüferischen Vorgehens im Bestätigungsvermerk dargestellt (Abschnitt B.). Darüber hinaus geben wir hierzu nachfolgend weitere Erläuterungen: Risiko- und systemorientierter Prüfungsansatz Grundlage unseres risiko- und systemorientierten Prüfungsansatzes ist die Erarbeitung einer Prüfungsstrategie. Die hierzu notwendige Risikobeurteilung basiert auf der Einschätzung der Lage, der Geschäftsrisiken und des Umfeldes sowie des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems der Gesellschaft. Darüber hinaus berücksichtigen wir bei dieser Einschätzung unser Verständnis vom Prozess der Aufstellung des Jahresabschlusses und von den Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die die gesetzlichen Vertreter als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Auf der Grundlage unserer Risikobeurteilung haben wir die relevanten Prüffelder sowie Prüfungsschwerpunkte auf Abschluss- bzw. Aussageebene bestimmt und das Prüfprogramm entwickelt. In unserem Prüfprogramm wurden Art und Umfang der jeweiligen Prüfungshandlungen festgelegt. Die Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen umfassten Aufbautests, aussagebezogene analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungen (sonstige aussagebezogene Prüfungshandlungen) für die ausgewählten Prüffelder. Dabei wurden Wesentlichkeitsaspekte berücksichtigt. Beschreibung des Prüfungsprozesses Unseren Prüfungsprozess haben wir in Phasen unterteilt, die mit der Auftragsannahme/-fortführung beginnen und sich bis zur Berichterstattung erstrecken. Die nachfolgende Abbildung stellt unseren Prüfungsprozess zusammengefasst grafisch dar.
Die dargestellten Phasen berücksichtigen die vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung. Als Schwerpunkte unserer Prüfung haben wir festgelegt:
jeweils anhand bewusst oder repräsentativ ausgewählter Elemente. Die Bestimmung der jeweiligen Auswahl erfolgte abhängig von unseren Erkenntnissen über das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem sowie von Art und Umfang der Geschäftsvorfälle. Aufgrund der nicht wesentlichen Bedeutung der Vorräte für den Jahresabschluss der Gesellschaft haben wir keine Beobachtung der körperlichen Inventur durchgeführt. Bei der Durchführung von Einzelfallprüfungen haben wir Bestätigungen bzw. Mitteilungen und Auskünfte Dritter eingeholt von für die Gesellschaft tätigen:
Den Lagebericht haben wir daraufhin geprüft, ob er insgesamt den gesetzlichen Vorschriften entspricht sowie mit dem Jahresabschluss und mit den bei unserer Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht und ob er insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt. Dabei haben wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durchgeführt. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise haben wir hierbei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nachvollzogen und die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen beurteilt. Bei unserer Prüfung haben wir die Vorschriften des § 53 Abs. 1 Nr. 1 und 2 HGrG und den IDW Prüfungsstandard "Berichterstattung über die Erweiterung der Abschlussprüfung nach § 53 HGrG" (IDW PS 720) beachtet. Wir haben die Prüfung in den Monaten Februar und April 2023 bis zum 3. April 2024 durchgeführt. Zum Abschluss der Prüfung haben wir von den gesetzlichen Vertretern eine schriftliche Erklärung eingeholt, in der diese mit Datum vom 3. April 2024 die Vollständigkeit der uns erteilten Aufklärungen und Nachweise sowie von Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht bestätigt haben. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft erteilten alle von uns erbetenen Aufklärungen und Nachweise. F. ERLÄUTERUNGEN ZUR RECHNUNGSLEGUNG I. RECHNUNGSLEGUNGSNORMEN Die Gesellschaft hat den Jahresabschluss gemäß § 15 Nr. 1 des Gesellschaftsvertrags nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften aufzustellen. Die Verpflichtung zur Aufstellung eines Lageberichts (nach § 289 HGB) ergibt sich aus dem Gesellschaftsvertrag II. WESENTLICHE BEWERTUNGSGRUNDLAGEN Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfordert aufgrund der gesetzlichen Wahlrechte eine Vielzahl von Bilanzierungs- und Bewertungsentscheidungen seitens der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Anhang (Anlage I) gemäß § 284 HGB beschrieben. G. FESTSTELLUNGEN AUS ERWEITERUNGEN DES PRÜFUNGSAUFTRAGS NACH § 53 HGRG Wir wurden mit einer Erweiterung der Abschlussprüfung nach § 53 HGrG beauftragt. Wir haben die Prüfung gemäß der Auftragserweiterung unter Zugrundlegung des Fragenkatalogs zum IDW-Prüfungsstandard: "Berichterstattung über die Erweiterung der Abschlussprüfung nach § 53 HGrG (IDW PS 720)" durchgeführt. Die Prüfung nach § 53 HGrG hat zu keinen wesentlichen Beanstandungen geführt. Über die in diesem Bericht dargestellten Feststellungen hinaus hat unsere Prüfung keine, an dieser Stelle hervorzuhebenden wesentlichen Beanstandungen ergeben, die nach unserer Auffassung für die Beurteilung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung von Bedeutung sind. Hinsichtlich der gesellschaftsvertraglichen Verpflichtung, einen Jahresabschluss nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufzustellen, verweisen wir auf die Beantwortung der Frage des Fragenkreises 7.d). Die wirtschaftlichen Verhältnisse haben nach unserer Beurteilung keinen Anlass zu wesentlichen Feststellungen ergeben. Im Übrigen verweisen wir auf Anlage III zu diesem Bericht. H. SCHLUSSBEMERKUNG UND UNTERZEICHNUNG DES PRÜFUNGSBERICHTS Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 der Capita Energie Service GmbH, Krefeld, haben wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf, (IDW PS 450 n.F. (10.2021) und IDW PS 720) erstattet. Der von uns erteilte Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt B. dieses Prüfungsberichts wiedergegeben.
Bonn, 3. April 2024 BDO
AG
Offergeld, Wirtschaftsprüfer Veldboer, Wirtschaftsprüfer |
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