Kirchner
GmbH
Gerolzhofen
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023
Lagebericht
zum 30.06.2023
A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit
Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im
Geschäftsjahr 2022/2023 nicht verändert.
Die Kirchner GmbH ist im Groß- und Einzelhandel
regional und überregional tätig.
Das Unternehmen beschäftigt sich vorrangig mit
dem Vertrieb von Maschinen, Werkzeugen und Zubehör
für holzverarbeitende Unternehmen und Montagebetriebe.
Der Vertrieb erfolgt über das stationäre
Ladengeschäft mit Fachberatung, über
Außendienst und Online-Shop.
Weitere Geschäftsbereiche sind der An- und
Verkauf von Gebrauchtmaschinen.
Reparatur- und Servicedienstleistungen mit eigener
Werkstatt.
B. Geschäftsverlauf
Entwicklung der Gesamtwirtschaft
Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im
Jahr 2022 nach Berechnungen des Statistischen
Bundesamtes um 1,9 % gestiegen.
Liefer- und Materialengpässe haben sich
normalisiert.
Die konjunkturelle Entwicklung ist auf Grund
politisch unzureichender Maßnahmen und
Verhältnisse im Gegensatz zum Europäischen
Umfeld, rückläufig.
Positive Signale und Tendenzen sind für
Industrie und Handwerk nicht erkennbar.
Die politisch vorgeschobenen,
unverhältnismäßigen Maßnahmen, haben
in fast allen Bereichen zu nachhaltigen, teils
irreparablen Schäden in Deutschland geführt.
Entwicklung der Branche
In der, das Unternehmen betreffenden Branche, ist an
Hand statistischer Erhebungen von Fachverbänden, ein
deutlich negativer Trend im unteren 2-stelligen
Bereich festgestellt.
Darüber hinaus entwickelt sich ein ruinöser
Preiskampf in der Branche, der Erträge massiv
beeinflusst und die Existenz betroffener Unternehmen mit
schwacher Kapitalausstattung, gefährdet. Die ersten
Unternehmen wurden bereits liquidiert oder über
Insolvenzverfahren abgewickelt.
Voraussichtliche Entwicklung
Für das folgende Geschäftsjahr rechnen wir
auf Grund nachlassender Konjunktur und verändertem
Kaufverhalten, vor allem im Onlinehandel, auch bedingt
durch das Abflauen der Corona-Effekte, mit einem
Umsatzrückgang.
Aktuell ist die Auftragslage noch stabil, mit
vergleichbaren Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr.
Einschätzung der Unternehmensleitung
Die Geschäftsentwicklung der Kirchner GmbH war
zufriedenstellend.
Die Gesamtleistung des Unternehmens hat sich
erwartungsgemäß entwickelt.
Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zu Vorjahr
nahezu unverändert stabil geblieben.
Personalkosten haben sich um ca. 7 %, bedingt durch
Lohnanpassungen und Personalerweiterung erhöht.
Die betrieblichen Aufwendungen konnten um ca.4,5 %
durch Umstrukturierungsmaßnahmen und Tarifanpassungen
mit Dienstleistern, reduziert werden.
Die Ertragslage war zufriedenstellend.
Die Finanzlage des Unternehmens verbessert sich
jährlich.
Gewinne werden maßvoll entnommen, in
Beständen angelegt, die so für das
Unternehmen die beste Wertschöpfung erzielen.
Dementsprechend ist die Vermögenslage sehr
komfortabel und liegt für die Geschäftsform einer
GmbH und in der tätigen Branche weit über dem
Durchschnitt.
Der Kosten-Nutzen-Faktor wird genau beobachtet,
realistisch bewertet und ist Grundlage für die
visionäre Weiterentwicklung des Unternehmens
C. Prognosebericht
Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und
Risiken
Eine Prognose der zukünftigen
Geschäftsentwicklung ist schwierig.
Die Auswirkungen der Konjunktur bzw. die
gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sicherlich
Einfluss auf den geschäftlichen Verlauf unseres
Unternehmens.
Vor allem die Ertragslage dürfte sich, durch
Kostensteigerungen in fast allen Bereichen deutlich
verschlechtern.
Aufgrund der nachlassenden Auftragslage,
ruinösem Preiskampf,
unverhältnismäßig hohem
Lohnkostenanstieg und extrem zunehmendem Krankenstand,
rechnen wir für das Geschäftsjahr 2023/2024 mit
rückläufigem Umsatz, vor allem
rückläufigen Erträgen.
Ein Ergebnis wie im außergewöhnlichen
Geschäftsjahr 2020/2021 oder in dem Folgejahr 2022
2023 wird es nicht mehr geben.
Gerade bei solch erkennbaren Entwicklungen,
haben wir durch jahrzehntelange Erfahrungen, immer
wieder synergetische Kompensationseffekte feststellen
können.
In rezessiv wirtschaftlichen Phasen, verschoben sich
Umsatz und Erträge immer in andere
Geschäftsbereiche.
Hierauf liegt aktuell wieder unser besonderer Fokus.
Chancen sehen wir durch die Kombination und gezielte
Ausprägung unserer unterschiedlichen
Vertriebswege und Standbeine:
D. Risikobericht
Risikomanagementziele und -methoden
Vom Unternehmen sind Maßnahmen getroffen,
mit denen Risikoerkennung, Risikoanalysen und die
Risikokommunikation in täglichen, wöchentlichen
und monatlichen Zyklen sichergestellt werden.
Wesentlich für ein Risikomanagementsystem sind
ein internes Überwachungssystem sowie ein Controlling-
und Frühwarnsystem.
Unser Unternehmen verfügt über umfangreiche
Planungs- und Kontrollinstrumente, um
Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und um
wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Unser wichtigstes Augenmerk liegt auf einer sehr
soliden Kapitalausstattung, das stets sinnvolle,
betriebswirtschaftliche Handeln sicher stellt.
Preisänderungs-, Ausfall- und
Liquiditätsrisiken
Das Ausfallrisiko wird durch Anforderung von Vorkasse
minimiert.
Kauf auf Rechnung ist nur für Stammkunden und
geprüfte Kunden möglich Preisänderungen
werden durch spezielle Programme punktgenau aktualisiert.
Weitere, wesentliche Risiken
Die wesentlichen Herausforderungen liegen derzeit in
den umstrittenen Maßnahmen und Entscheidungen
der aktuellen Politik, die teilweise als unzureichend oder
verbesserungswürdig wahrgenommen werden. Kritiker
sehen in der ideologisch geprägten
wirtschaftspolitischen Ausrichtung eine Gefahr für die
industrielle Basis und den sozialen Zusammenhalt unserer
Gesellschaft. Diese Entwicklungen könnten das
Vertrauen in die wirtschaftliche
Leistungsfähigkeit des Landes
beeinträchtigen.
Risiken, auf die von unserer Seite leider kein
Einfluss genommen werden kann.
Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken
Die für die Kirchner GmbH wirtschaftlichen
Risiken sind in ausschließlich der politisch
beeinflussten, konjunkturellen Entwicklung zu sehen.
Die Entwicklung der Wettbewerber, insbesondere der
großen Online-Plattformen, wird durchgehend
beobachtet.
Die Chancen unser Unternehmen durch die sich
abzeichnende Wirtschaftskrise erfolgreich zu führen,
sehen wir in der Auswahl und Vertrieb neuer Produkte mit
vernünftigen Erträgen, gezielte Umsetzung bereits
geplanter und neuer Verstriebsysteme und Strukturen,
Optimierung betrieblicher Prozesse und mehr Gewichtung auf
den Vertrieb von Produkten, die wir auf Grund unserer
jahrzehntelangen Erfahrungen der jeweiligen
wirtschaftlichen Situation anpassen können.
Bestandsgefährdende Risiken
Bestandsgefährdende wirtschaftliche und
rechtliche Risiken, sowie Risiken mit besonderem
Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage,
bestehen nicht.
Gerolzhofen, im November 2024
Bilanz
Aktiva
|
|
30.6.2023
EUR |
30.6.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
258.550,91 |
272.861,41 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
8.162,00 |
17.674,00 |
| II.
Sachanlagen |
94.110,83 |
99.409,33 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
2.687,00 |
2.954,00 |
| 2.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
91.423,83 |
96.455,33 |
| III.
Finanzanlagen |
156.278,08 |
155.778,08 |
| B.
Umlaufvermögen |
7.113.630,34 |
7.614.788,38 |
| I.
Vorräte |
5.965.622,95 |
5.976.359,02 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
950.253,02 |
929.687,76 |
| 1.
Forderungen gegen Gesellschafter |
30.259,37 |
29.087,16 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
30.259,37 |
29.087,16 |
| 2.
sonstige Vermögensgegenstände |
919.993,65 |
900.600,60 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
141.340,07 |
106.086,04 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
197.754,37 |
708.741,60 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
23.295,00 |
24.812,00 |
| D.
Aktive latente Steuern |
58.028,88 |
|
| Summe
Aktiva |
7.453.505,13 |
7.912.461,79 |
Passiva
|
|
30.6.2023
EUR |
30.6.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
3.752.278,38 |
3.704.343,34 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
102.300,00 |
102.300,00 |
| II.
Gewinnrücklagen |
60.653,80 |
|
| III.
Bilanzgewinn |
3.589.324,58 |
3.602.043,34 |
| davon
Gewinnvortrag |
3.602.043,34 |
3.278.513,08 |
| B.
Rückstellungen |
606.319,30 |
884.325,76 |
| C.
Verbindlichkeiten |
3.094.907,45 |
3.323.792,69 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
885.495,94 |
900.000,00 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
400.000,00 |
900.000,00 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
485.495,94 |
|
| 2.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern |
495.000,00 |
687.451,40 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
0,00 |
577.451,40 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
495.000,00 |
110.000,00 |
| 3.
sonstige Verbindlichkeiten |
1.714.411,51 |
1.736.341,29 |
| davon
mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
1.350.056,47 |
1.421.986,25 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
364.355,04 |
314.355,04 |
| Summe
Passiva |
7.453.505,13 |
7.912.461,79 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.7.2022 - 30.6.2023
EUR |
1.7.2021 - 30.6.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
3.027.791,07 |
4.092.320,46 |
| 2.
Personalaufwand |
1.036.890,80 |
1.022.171,52 |
| a)
Löhne und Gehälter |
829.697,98 |
837.735,29 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
207.192,82 |
184.436,23 |
| davon
für Altersversorgung |
14.448,61 |
14.909,14 |
| 3.
Abschreibungen |
46.624,91 |
49.104,32 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
46.624,91 |
49.104,32 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
1.922.073,39 |
1.982.974,65 |
| davon
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung |
|
6,37 |
| 5.
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens |
9.154,86 |
1.116,54 |
| 6.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
3.490,79 |
2.311,52 |
| davon
Erträge aus Abzinsung |
185,00 |
|
| 7.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
47.786,38 |
22.948,89 |
| davon
an verbundene Unternehmen |
3.431,51 |
|
| davon
sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus
Abzinsung |
7.452,15 |
8.710,00 |
| 8.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
-2.136,63 |
277.707,49 |
| davon
Aufwendungen aus der Zuführung und
Auflösung von latenten Steuern |
2.624,92 |
|
| 9.
Ergebnis nach Steuern |
-10.802,13 |
740.841,65 |
| 10.
sonstige Steuern |
1.916,63 |
1.972,63 |
| 11.
aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines
Gewinnabführungs- oder
Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte
Gewinne |
0,00 |
15.338,76 |
| 12.
Jahresfehlbetrag |
12.718,76 |
-723.530,26 |
| 13.
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr |
3.602.043,34 |
3.278.513,08 |
| 14.
Ausschüttung |
|
400.000,00 |
| 15.
Bilanzgewinn |
3.589.324,58 |
3.602.043,34 |
1. Anhang
für das Geschäftsjahr 2022/2023
I.
Allgemeine Hinweise
Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Gerolzhofen. Sie
ist im Handelsregister des Amtsgerichts Schweinfurt unter
HRB 0849 eingetragen.
Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach
den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des
Bilanzrichtlinie Umsetzungsgesetzes (BilRUG).
Die Gesellschaft wies zum Abschlussstichtag die
Größenmerkmale einer mittelgroßen
Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 III
HGB auf. Größenabhängige Erleichterungen
gem. §§ 276 und 288 HGB wurden teilweise in
Anspruch genommen.
Der vorliegende Jahresabschluss ist
grundsätzlich unter Beibehaltung der für den
Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und
Bewertungsgrundsätzen nach den für
Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des
Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I 2, 266
ff. HGB) worden.
Für eine klare und übersichtliche
Darstellung wurden die Ausweiswahlrechte im Anhang
dargestellt.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
1. Bilanzierungsmethoden
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der
generellen Ansatzvorschriften der
§§ 246-251 HGB sowie unter
Berücksichtigung der besonderen Bewertungsvorschriften
für Kapitalgesellschaften, §§ 268-274a,
276, 277 HGB, erstellt.
Die Bilanz wurde nach den Vorschriften der
§§ 266 ff. HGB in Kontoform
aufgestellt.
In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie in den
Vorjahren die Gliederung nach dem Gesamtkostenverfahren
gemäß § 275 Abs. 2 HGB
gewählt.
2. Bewertungsmethoden
Die Bilanzierung der
immateriellen Vermögensgegenstände und der
Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten unter Berücksichtigung
nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen.
Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die
voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen
Vermögensgegenstandes. Bei den immateriellen
Vermögensgegenständen erfolgte die Abschreibung
linear mit Nutzungsdauern von 3 Jahren.
Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs-
oder Herstellungskosten bis EUR 800,00 wurden aus
Vereinfachungsgründen entsprechend
§ 6 Abs. 2a EStG im Erwerbsjahr
voll abgeschrieben.
Die
Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und
bewertet:
Sonstige Wertpapiere und Edelmetalle zu
Anschaffungskosten
Beteiligungen zu Anschaffungskosten
Die Bewertung der
Vorräte erfolgte mittels des Durchschnitts der
Anschaffungskosten gemindert um Skonti und direkt
zurechenbare Herstellerboni, soweit nicht ein niedrigerer
Wert beizulegen war. Die Bestände an
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu
Einstandspreisen aktiviert.
Geleistete Anzahlungen werdenzum Nennwert angesetzt.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegen
Gesellschafter sowie
sonstige Vermögensgegenstände wurden zum
Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wurde durch
Bildung angemessen dotierter Einzel- und
Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.
Flüssige Mittel wurden zum Nominalwert
angesetzt.
Die
aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten zum
Nominalwert bewertete Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die
Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen.
Aktive latente Steuern werden für
Steuerüberhänge zum Nennwert angesetzt.
Den
Pensionsrückstellungen liegt ein unter
Beachtung von § 253 Abs. 2 HGB ermitteltes
versicherungsmathematisches Gutachten der Züricher
Beteiligungs-AG (Deutschland) 26.06.2023 zugrunde. Die
Berechnungen erfolgten nach der PUC-Methode (Projected Unit
Credit) mit einem Rechnungszinsfuß von 1,80 %
auf Basis der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck.
Steuerrückstellungen werden für die
voraussichtlich anfallenden Gewerbe- und
Körperschaftsteuern gebildet und mit dem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die
sonstigen Rückstellungen erfassen alle
erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und
wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig
war.
Verbindlichkeiten wurden mit ihrem
Erfüllungsbetrag bilanziert.
II.
Angaben zur Bilanz
Nachfolgend werden die in der Bilanz
zusammengefassten Posten gesondert erläutert. Soweit
nichts anderes vermerkt ist, sind die Werte in
tabellarischen Aufgliederungen in TEuro angegeben.
1. Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter
Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im
Anlagespiegel dargestellt.
Anlagenspiegel zum 30.06.2023
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
|
Zugänge
|
kumulierte
Abschreibungen
|
Abschreibungen
|
Buchwert
|
Buchwert
|
|
kosten
|
Abgänge-
|
|
Zuschreibungen-
|
|
|
|
|
Umbuchungen
|
|
vom 01.07.2022
|
|
|
|
01.07.2022
|
|
30.06.2023
|
bis 30.06.2023
|
30.06.2023
|
30.06.2022
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
A. Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
|
1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
116.817,08
|
-70.976,48
|
37.678,60
|
9.509,50
|
8.162,00
|
17.674,00
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
116.817,08
|
-70.976,48
|
37.678,60
|
9.509,50
|
8.162,00
|
17.674,00
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
3.976,34
|
|
1.289,34
|
267,00
|
2.687,00
|
2.954,00
|
2. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
631.866,43
|
31.817,41
|
556.733,73
|
36.848,41
|
91.423,83
|
96.455,33
|
|
|
-15.526,28
|
|
|
|
|
Summe Sachanlagen
|
635.842,77
|
31.817,41
|
558.023,07
|
37.115,41
|
94.110,83
|
99.409,33
|
|
|
-15.526,28
|
|
|
|
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
|
1. Wertpapiere des
Anlagevermögens
|
155.278,08
|
|
0,00
|
|
155.278,08
|
155.278,08
|
2.
Genossenschaftsanteile
|
500,00
|
500,00
|
0,00
|
|
1.000,00
|
500,00
|
Summe Finanzanlagen
|
155.778,08
|
500,00
|
0,00
|
|
156.278,08
|
155.778,08
|
Summe Anlagevermögen
|
908.437,93
|
32.317,41
|
595.701,67
|
46.624,91
|
258.550,91
|
272.861,41
|
|
|
-86.502,76
|
|
|
|
|
2. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände enthalten Forderungen mit
einer Laufzeit größer einem Jahr.
i. H. v. Euro 171.599,44.
3. Latente Steuern
Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf
temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus
handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise
gemäß § 274 HGB. Diese entstehen durch
unterschiedliche Wertansätze der Rückstellungen
in Handels- und Steuerbilanz, wodurch ein aktiver
Steuerüberhang entsteht. Der Steuersatz zur Berechnung
der aktiven latenten Steuern beträgt 27,5500 %.
Vom Ausweiswahlrecht der aktiven latenten Steuern wurde
erstmalig im Wirtschaftsjahr 2022/23 Gebrauch gemacht.
4. Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8
HGB
Gem. § 268 Abs. 8 HGB sind aus der Aktivierung
latenter Steuern TEUR 58 zur Ausschüttung
gesperrt.
5. Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen wurden im
Wesentlichen für Personalverpflichtungen (Urlaub und
Überstunden), Personalkosten AN und GF,
Gewährleistungen, Aufbewahrungs- und
Abschlussprüfungskosten gebildet.
Bei den Rückstellungen für
Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem
Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den
vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach
dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen
sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im
laufenden Geschäftsjahr in Höhe von
EUR 13.123,00.
Davon unterliegen gem. § 253 Abs. 6 HGB
EUR 13.123,00 der Ausschüttungssperre.
6. Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im
Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen in TEUR dargestellt:
Art der Verbindlichkeit
|
|
Restlaufzeit
|
|
|
|
|
bis 1 Jahr
|
1 bis 5 Jahre
|
über 5 Jahre
|
30.06.2023
|
davon gesichert
|
1. Verbindlichkeiten
ggü. Kreditinstituten
|
400
|
486
|
0
|
886
|
0
|
(Vorjahr)
|
(900)
|
(0)
|
(0)
|
(900)
|
(0)
|
2. erhaltene Anzahlungen
auf Bestellungen
|
50
|
0
|
0
|
50
|
0
|
(Vorjahr)
|
(5)
|
(0)
|
(0)
|
(5)
|
(0)
|
3. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
|
801
|
0
|
0
|
801
|
0
|
(Vorjahr)
|
(795)
|
(0)
|
(0)
|
(795)
|
(0)
|
4. Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschafter
|
0
|
495
|
0
|
495
|
0
|
(Vorjahr)
|
(577)
|
(110)
|
(0)
|
(687)
|
(0)
|
5. Sonstige
Verbindlichkeiten
|
499
|
364
|
0
|
863
|
0
|
(Vorjahr)
|
(622)
|
(314)
|
(0)
|
(936)
|
(0)
|
davon aus Steuern
|
251
|
0
|
0
|
251
|
0
|
(Vorjahr)
|
(513)
|
(0)
|
(0)
|
(513)
|
(0)
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davon im Rahmen der
sozialen Sicherheit
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3
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0
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0
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3
|
0
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(Vorjahr)
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(2)
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(0)
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(0)
|
(2)
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(0)
|
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1.750
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1.345
|
0
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3.095
|
0
|
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(2.899)
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(424)
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(0)
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(3.323)
|
(0)
|
Für Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten bestehen Sicherheiten in Form von
Buchgrundschulden und selbstschuldnerische Bürgschaft.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sind durch übliche Eigentumsvorbehalte des Lieferanten
gesichert.
7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Über die aufgezeigten sonstigen finanziellen
Verpflichtungen gemäß §
285 Nr. 3a HGB hinaus sind keine weiteren
für die Beurteilung der Finanzlage wesentlichen
Verpflichtungen zu vermerken.
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen
Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 186
sonstige finanzielle Verpflichtungen.
Miet- und Leasingverträge TEUR 186 davon
bis ein Jahr TEUR 183
III.
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
in Höhe von EUR 70.892,58 (Vorjahr:
EUR 23.886,00) enthalten.
In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind
Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in
Höhe von EUR 185,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
enthalten.
In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind
Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in
Höhe von EUR 7.452,15 (Vorjahr:
EUR 8.710,00) enthalten.
Aufgrund der erstmaligen Einbeziehung von
Herstellerboni und Skonti in den Warenbestand kommt es im
Bereich des Rohergebnisses zu einer außerordentlichen
Bestandsminderung in Höhe von 495.460,05 EUR.
Der Ertragssteueraufwand beträgt
EUR -2.136,63 (Vorjahr: EUR 277.707,49). Darin
enthalten ist die Auflösung von aktiven latenten
Steuern in Höhe von EUR 4.787,60 (Vorjahr:
EUR 0,00) bzw. die Zuführung von aktiven latenten
Steuern in Höhe von EUR 2.162,68 (Vorjahr:
EUR 0,00).
IV.
Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem
Schluss des Geschäftsjahres:
Hier wird auf die Ausführungen im Lagebericht
verwiesen.
V.
Sonstige Pflichtangaben
1. Arbeitnehmer
Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden 35 Angestellte
beschäftigt.
2. Organe
Geschäftsführer: Dipl.-Ing. Gerd
Kirchner, Gerolzhofen Staatl. Gepr. Kfm. Assistent
Marius Kirchner, Gerolzhofen Die Geschäftsführer
sind von den Beschränkungen des § 181 BGB
befreit.
3. Ergebnisverwendungsvorschlag
Die Geschäftsführung schlägt in
Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, das
Jahresergebnis zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue
Rechnung vorzutragen.
sonstige Berichtsbestandteile
UNTERZEICHNUNG
Gerolzhofen 20.12.2024 gez.
Geschäftsführung Gerd Kirchner Marius Kirchner
Geschäftsführer
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 21.12.2024 festgestellt.
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN
ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Kirchner GmbH, Gerolzhofen
PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss
der Kirchner GmbH, Gerolzhofen, - bestehend aus der Bilanz
zum 30. Juni 2023 und der Gewinn‑ und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum
30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der
Darstellung der Bilanzierungs‑ und Bewertungsmethoden
- geprüft. Darüber hinaus haben wir den
Lagebericht der Kirchner GmbH, Gerolzhofen, für das
Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023
geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss
in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für
Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens‑ und
Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer
Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli
2022 bis zum 30. Juni 2023 und
- vermittelt der beigefügte Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht
erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten
Erklärung zur Unternehmensführung.
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben
unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen
Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des
Jahresabschlusses, der den deutschen, für
Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens‑, Finanz‑ und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen,
die sie in Übereinstimmung mit den deutschen
Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des
LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende
Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss
als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen
aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist,
und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von
der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen
wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den
bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang
steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht
und die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen
Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken
wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
- gewinnen wir ein Verständnis von dem
für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die Prüfung
des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den
gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die
Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt
des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der
Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens‑,
Finanz‑ und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts
mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das
von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
- führen wir Prüfungshandlungen zu den
von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf
Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise
vollziehen wir dabei insbesondere die den
zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung
feststellen.
Zweigniederlassung Bayreuth, 20. Dezember 2024
ECOVIS Wirtschaftstreuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Erich Drescher
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Matthias Hersch
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Wirtschaftsprüfer
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Wirtschaftsprüfer
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