Stammdaten

Register
Amtsgericht Schweinfurt HRB 849
Vorher
Ernst Kirchner GmbH
Eingetragen
11.2.1981
Branche
Großhandel mit WerkzeugmaschinenHerstellung von Sägen und von Maschinenwerkzeugen für die HolzbearbeitungTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Gegenstand
Der An- und Verkauf von Maschinen und Werkzeugen für Holz- und Kunststoffbearbeitung sowie aller damit im Zusammenhang stehender Gegenstände.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marius Kirchner
seit 11.12.2014
Geschäftsführer
Martina Kirchner
seit 29.11.2012
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Marius Kirchner
97447 Gerolzhofen
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kirchner GmbH

Gerolzhofen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Lagebericht


zum 30.06.2023
A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit
Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2022/2023 nicht verändert.
Die Kirchner GmbH ist im Groß- und Einzelhandel regional und überregional tätig.
Das Unternehmen beschäftigt sich vorrangig mit dem Vertrieb von Maschinen, Werkzeugen und Zubehör für holzverarbeitende Unternehmen und Montagebetriebe.
Der Vertrieb erfolgt über das stationäre Ladengeschäft mit Fachberatung, über Außendienst und Online-Shop.
Weitere Geschäftsbereiche sind der An- und Verkauf von Gebrauchtmaschinen.
Reparatur- und Servicedienstleistungen mit eigener Werkstatt.

B. Geschäftsverlauf

Entwicklung der Gesamtwirtschaft
Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach  Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,9 % gestiegen.
Liefer- und Materialengpässe haben sich normalisiert.
Die konjunkturelle Entwicklung ist auf Grund politisch unzureichender Maßnahmen und Verhältnisse im Gegensatz zum Europäischen Umfeld, rückläufig.
Positive Signale und Tendenzen sind für Industrie und Handwerk nicht erkennbar.
Die politisch vorgeschobenen, unverhältnismäßigen Maßnahmen, haben in fast allen  Bereichen zu nachhaltigen, teils irreparablen Schäden in Deutschland geführt.

Entwicklung der Branche 
In der, das Unternehmen betreffenden Branche, ist an Hand statistischer Erhebungen von Fachverbänden, ein deutlich negativer Trend im  unteren 2-stelligen Bereich festgestellt.
Darüber hinaus entwickelt sich ein ruinöser Preiskampf in der Branche, der Erträge massiv beeinflusst und die Existenz betroffener Unternehmen mit schwacher Kapitalausstattung, gefährdet. Die ersten Unternehmen wurden bereits liquidiert oder über Insolvenzverfahren abgewickelt.

Voraussichtliche Entwicklung
Für das folgende Geschäftsjahr rechnen wir auf Grund nachlassender Konjunktur und verändertem Kaufverhalten, vor allem im Onlinehandel, auch bedingt durch das Abflauen der Corona-Effekte,  mit einem Umsatzrückgang.
Aktuell ist die Auftragslage noch stabil, mit vergleichbaren Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr.

Einschätzung der Unternehmensleitung
Die Geschäftsentwicklung der Kirchner GmbH war zufriedenstellend.
Die Gesamtleistung des Unternehmens hat sich erwartungsgemäß entwickelt.
Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zu Vorjahr nahezu unverändert stabil geblieben.
Personalkosten haben sich um ca. 7 %, bedingt durch Lohnanpassungen und Personalerweiterung erhöht.
Die betrieblichen Aufwendungen konnten um ca.4,5 % durch Umstrukturierungsmaßnahmen und Tarifanpassungen mit Dienstleistern, reduziert werden.
Die Ertragslage war zufriedenstellend.
Die Finanzlage des Unternehmens verbessert sich jährlich.
Gewinne werden maßvoll entnommen, in Beständen angelegt,  die so für das Unternehmen die beste Wertschöpfung erzielen.
Dementsprechend ist die Vermögenslage sehr komfortabel und liegt für die Geschäftsform einer GmbH und in der tätigen Branche weit über dem Durchschnitt.
Der Kosten-Nutzen-Faktor wird genau beobachtet, realistisch bewertet und ist Grundlage für die visionäre Weiterentwicklung des Unternehmens

C. Prognosebericht
Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken
Eine Prognose der zukünftigen Geschäftsentwicklung ist schwierig.
Die Auswirkungen der Konjunktur bzw. die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sicherlich Einfluss auf den geschäftlichen Verlauf unseres Unternehmens.
Vor allem die Ertragslage dürfte sich, durch Kostensteigerungen in fast allen Bereichen deutlich verschlechtern.
Aufgrund der nachlassenden Auftragslage, ruinösem Preiskampf, unverhältnismäßig  hohem Lohnkostenanstieg und extrem zunehmendem Krankenstand, rechnen wir für das Geschäftsjahr 2023/2024 mit rückläufigem Umsatz, vor allem rückläufigen Erträgen.
Ein Ergebnis wie im außergewöhnlichen Geschäftsjahr 2020/2021 oder in dem Folgejahr 2022 2023 wird es nicht mehr geben.
Gerade bei solch erkennbaren Entwicklungen,  haben wir durch jahrzehntelange Erfahrungen,  immer wieder synergetische Kompensationseffekte feststellen können.
In rezessiv wirtschaftlichen Phasen, verschoben sich Umsatz und Erträge immer in andere Geschäftsbereiche.
Hierauf liegt aktuell wieder unser besonderer Fokus.
Chancen sehen wir durch die Kombination und gezielte Ausprägung unserer  unterschiedlichen Vertriebswege und Standbeine:

D. Risikobericht

Risikomanagementziele und -methoden
Vom Unternehmen sind Maßnahmen getroffen, mit denen Risikoerkennung, Risikoanalysen und die Risikokommunikation in täglichen, wöchentlichen und monatlichen Zyklen sichergestellt werden.
Wesentlich für ein Risikomanagementsystem sind ein internes Überwachungssystem sowie ein Controlling- und Frühwarnsystem.
Unser Unternehmen verfügt über umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente,  um Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und um wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Unser wichtigstes Augenmerk liegt auf einer sehr soliden Kapitalausstattung, das stets sinnvolle, betriebswirtschaftliche Handeln sicher stellt.

Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken
Das Ausfallrisiko wird durch Anforderung von Vorkasse minimiert.
Kauf auf Rechnung ist nur für Stammkunden und geprüfte Kunden möglich Preisänderungen werden durch spezielle Programme punktgenau aktualisiert.

Weitere, wesentliche Risiken
Die wesentlichen Herausforderungen liegen derzeit in den umstrittenen Maßnahmen und  Entscheidungen der aktuellen Politik, die teilweise als unzureichend oder verbesserungswürdig wahrgenommen werden. Kritiker sehen in der ideologisch geprägten wirtschaftspolitischen Ausrichtung eine Gefahr für die industrielle Basis und den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Diese Entwicklungen könnten das Vertrauen in die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit  des Landes beeinträchtigen.
Risiken, auf die von unserer Seite leider kein Einfluss genommen werden kann.

Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken
Die für die Kirchner GmbH wirtschaftlichen Risiken sind in ausschließlich der politisch beeinflussten, konjunkturellen Entwicklung zu sehen.
Die Entwicklung der Wettbewerber, insbesondere der großen Online-Plattformen, wird durchgehend beobachtet.
Die Chancen unser Unternehmen durch die sich abzeichnende Wirtschaftskrise erfolgreich zu führen, sehen wir in der Auswahl und Vertrieb neuer Produkte mit vernünftigen Erträgen, gezielte Umsetzung bereits geplanter und neuer Verstriebsysteme und Strukturen,  Optimierung betrieblicher Prozesse und mehr Gewichtung auf den Vertrieb von Produkten, die wir auf Grund unserer jahrzehntelangen Erfahrungen der jeweiligen wirtschaftlichen Situation anpassen können.

Bestandsgefährdende Risiken
Bestandsgefährdende wirtschaftliche und rechtliche Risiken,  sowie Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, bestehen nicht.
  
Gerolzhofen, im November 2024

Bilanz

Aktiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Anlagevermögen 258.550,91 272.861,41
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8.162,00 17.674,00
II. Sachanlagen 94.110,83 99.409,33
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.687,00 2.954,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 91.423,83 96.455,33
III. Finanzanlagen 156.278,08 155.778,08
B. Umlaufvermögen 7.113.630,34 7.614.788,38
I. Vorräte 5.965.622,95 5.976.359,02
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 950.253,02 929.687,76
1. Forderungen gegen Gesellschafter 30.259,37 29.087,16
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 30.259,37 29.087,16
2. sonstige Vermögensgegenstände 919.993,65 900.600,60
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 141.340,07 106.086,04
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 197.754,37 708.741,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 23.295,00 24.812,00
D. Aktive latente Steuern 58.028,88  
Summe Aktiva 7.453.505,13 7.912.461,79

Passiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.752.278,38 3.704.343,34
I. Gezeichnetes Kapital 102.300,00 102.300,00
II. Gewinnrücklagen 60.653,80  
III. Bilanzgewinn 3.589.324,58 3.602.043,34
davon Gewinnvortrag 3.602.043,34 3.278.513,08
B. Rückstellungen 606.319,30 884.325,76
C. Verbindlichkeiten 3.094.907,45 3.323.792,69
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 885.495,94 900.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 400.000,00 900.000,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 485.495,94  
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 495.000,00 687.451,40
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 577.451,40
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 495.000,00 110.000,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.714.411,51 1.736.341,29
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.350.056,47 1.421.986,25
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 364.355,04 314.355,04
Summe Passiva 7.453.505,13 7.912.461,79

Gewinn- und Verlustrechnung

1.7.2022 - 30.6.2023
EUR
1.7.2021 - 30.6.2022
EUR
1. Rohergebnis 3.027.791,07 4.092.320,46
2. Personalaufwand 1.036.890,80 1.022.171,52
a) Löhne und Gehälter 829.697,98 837.735,29
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 207.192,82 184.436,23
davon für Altersversorgung 14.448,61 14.909,14
3. Abschreibungen 46.624,91 49.104,32
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 46.624,91 49.104,32
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.922.073,39 1.982.974,65
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung   6,37
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 9.154,86 1.116,54
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.490,79 2.311,52
davon Erträge aus Abzinsung 185,00  
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 47.786,38 22.948,89
davon an verbundene Unternehmen 3.431,51  
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 7.452,15 8.710,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.136,63 277.707,49
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 2.624,92  
9. Ergebnis nach Steuern -10.802,13 740.841,65
10. sonstige Steuern 1.916,63 1.972,63
11. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 0,00 15.338,76
12. Jahresfehlbetrag 12.718,76 -723.530,26
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.602.043,34 3.278.513,08
14. Ausschüttung   400.000,00
15. Bilanzgewinn 3.589.324,58 3.602.043,34

1. Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

I.  Allgemeine Hinweise
Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Gerolzhofen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Schweinfurt unter HRB 0849 eingetragen.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie Umsetzungsgesetzes (BilRUG).

Die Gesellschaft wies zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 III HGB auf. Größenabhängige Erleichterungen gem. §§ 276 und 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB) worden.

Für eine klare und übersichtliche Darstellung wurden die Ausweiswahlrechte im Anhang dargestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
1. Bilanzierungsmethoden
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Bewertungsvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268-274a, 276, 277 HGB, erstellt.

Die Bilanz wurde nach den Vorschriften der §§ 266 ff. HGB in Kontoform aufgestellt.

In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie in den Vorjahren die Gliederung nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

2. Bewertungsmethoden
Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgte die Abschreibung linear mit Nutzungsdauern von 3 Jahren.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00 wurden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2a EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:
Sonstige Wertpapiere und Edelmetalle zu Anschaffungskosten
Beteiligungen zu Anschaffungskosten
Die Bewertung der Vorräte erfolgte mittels des Durchschnitts der Anschaffungskosten gemindert um Skonti und direkt zurechenbare Herstellerboni, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Einstandspreisen aktiviert.

Geleistete Anzahlungen werdenzum Nennwert angesetzt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegen Gesellschafter sowie sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wurde durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten zum Nominalwert bewertete Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Aktive latente Steuern werden für Steuerüberhänge zum Nennwert angesetzt.

Den Pensionsrückstellungen liegt ein unter Beachtung von § 253 Abs. 2 HGB ermitteltes versicherungsmathematisches Gutachten der Züricher Beteiligungs-AG (Deutschland) 26.06.2023 zugrunde. Die Berechnungen erfolgten nach der PUC-Methode (Projected Unit Credit) mit einem Rechnungszinsfuß von 1,80 % auf Basis der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck.

Steuerrückstellungen werden für die voraussichtlich anfallenden Gewerbe- und Körperschaftsteuern gebildet und mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig war.

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

II.  Angaben zur Bilanz
Nachfolgend werden die in der Bilanz zusammengefassten Posten gesondert erläutert. Soweit nichts anderes vermerkt ist, sind die Werte in tabellarischen Aufgliederungen in TEuro angegeben.
1. Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Anlagenspiegel zum 30.06.2023


Anschaffungs-, Herstellungs-
Zugänge
kumulierte Abschreibungen
Abschreibungen
Buchwert
Buchwert

kosten
Abgänge-

Zuschreibungen-




Umbuchungen

vom 01.07.2022



01.07.2022

30.06.2023
bis 30.06.2023
30.06.2023
30.06.2022

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
A. Anlagevermögen






I. Immaterielle Vermögensgegenstände






1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
116.817,08
-70.976,48
37.678,60
9.509,50
8.162,00
17.674,00
 Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
116.817,08
-70.976,48
37.678,60
9.509,50
8.162,00
17.674,00
II. Sachanlagen






1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
3.976,34

1.289,34
267,00
2.687,00
2.954,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
631.866,43
31.817,41
556.733,73
36.848,41
91.423,83
96.455,33


-15.526,28




 Summe Sachanlagen
635.842,77
31.817,41
558.023,07
37.115,41
94.110,83
99.409,33


-15.526,28




III. Finanzanlagen






1. Wertpapiere des Anlagevermögens
155.278,08

0,00

155.278,08
155.278,08
2. Genossenschaftsanteile
500,00
500,00
0,00

1.000,00
500,00
 Summe Finanzanlagen
155.778,08
500,00
0,00

156.278,08
155.778,08
 Summe Anlagevermögen
908.437,93
32.317,41
595.701,67
46.624,91
258.550,91
272.861,41


-86.502,76






2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen mit einer Laufzeit größer einem Jahr. i. H. v. Euro 171.599,44.

3. Latente Steuern
Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 274 HGB. Diese entstehen durch unterschiedliche Wertansätze der Rückstellungen in Handels- und Steuerbilanz, wodurch ein aktiver Steuerüberhang entsteht. Der Steuersatz zur Berechnung der aktiven latenten Steuern beträgt 27,5500 %. Vom Ausweiswahlrecht der aktiven latenten Steuern wurde erstmalig im Wirtschaftsjahr 2022/23 Gebrauch gemacht.

4. Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB
Gem. § 268 Abs. 8 HGB sind aus der Aktivierung latenter Steuern TEUR 58 zur Ausschüttung gesperrt.

5. Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalverpflichtungen (Urlaub und Überstunden), Personalkosten AN und GF, Gewährleistungen, Aufbewahrungs- und Abschlussprüfungskosten gebildet.

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR 13.123,00.

Davon unterliegen gem. § 253 Abs. 6 HGB EUR 13.123,00 der Ausschüttungssperre.

6. Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen in TEUR dargestellt:

Art der Verbindlichkeit

Restlaufzeit




bis 1 Jahr
1 bis 5 Jahre
über 5 Jahre
30.06.2023
davon gesichert
1. Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten
400
486
0
886
0
(Vorjahr)
(900)
(0)
(0)
(900)
(0)
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
50
0
0
50
0
(Vorjahr)
(5)
(0)
(0)
(5)
(0)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
801
0
0
801
0
(Vorjahr)
(795)
(0)
(0)
(795)
(0)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter
0
495
0
495
0
(Vorjahr)
(577)
(110)
(0)
(687)
(0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten
499
364
0
863
0
(Vorjahr)
(622)
(314)
(0)
(936)
(0)
davon aus Steuern
251
0
0
251
0
(Vorjahr)
(513)
(0)
(0)
(513)
(0)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
3
0
0
3
0
(Vorjahr)
(2)
(0)
(0)
(2)
(0)

1.750
1.345
0
3.095
0

(2.899)
(424)
(0)
(3.323)
(0)



Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Sicherheiten in Form von Buchgrundschulden und selbstschuldnerische Bürgschaft.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch übliche Eigentumsvorbehalte des Lieferanten gesichert.

7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Über die aufgezeigten sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB hinaus sind keine weiteren für die Beurteilung der Finanzlage wesentlichen Verpflichtungen zu vermerken.

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 186 sonstige finanzielle Verpflichtungen.
Miet- und Leasingverträge TEUR 186 davon bis ein Jahr  TEUR 183
III.  Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 70.892,58 (Vorjahr: EUR 23.886,00) enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 185,00 (Vorjahr: EUR 0,00) enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 7.452,15 (Vorjahr: EUR 8.710,00) enthalten.

Aufgrund der erstmaligen Einbeziehung von Herstellerboni und Skonti in den Warenbestand kommt es im Bereich des Rohergebnisses zu einer außerordentlichen Bestandsminderung in Höhe von 495.460,05 EUR.
Der Ertragssteueraufwand beträgt EUR -2.136,63 (Vorjahr: EUR 277.707,49). Darin enthalten ist die Auflösung von aktiven latenten Steuern in Höhe von EUR 4.787,60 (Vorjahr: EUR 0,00) bzw. die Zuführung von aktiven latenten Steuern in Höhe von EUR 2.162,68 (Vorjahr: EUR 0,00).

IV.  Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres:

Hier wird auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen.

V.  Sonstige Pflichtangaben
1. Arbeitnehmer
Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden 35 Angestellte beschäftigt.

2. Organe
Geschäftsführer: Dipl.-Ing. Gerd Kirchner, Gerolzhofen  Staatl. Gepr. Kfm. Assistent Marius Kirchner, Gerolzhofen Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

3. Ergebnisverwendungsvorschlag
Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, das Jahresergebnis zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

sonstige Berichtsbestandteile

UNTERZEICHNUNG
Gerolzhofen 20.12.2024 gez. Geschäftsführung Gerd Kirchner Marius Kirchner Geschäftsführer


Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 21.12.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN

ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Kirchner GmbH, Gerolzhofen
PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Kirchner GmbH, Gerolzhofen, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn‑ und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs‑ und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kirchner GmbH, Gerolzhofen, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑ und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und
- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz‑ und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz‑ und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Zweigniederlassung Bayreuth, 20. Dezember 2024
ECOVIS Wirtschaftstreuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Erich Drescher
Matthias Hersch
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