Fidal Capital Services GmbH
Selbe AdresseVermittlung von Krediten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Claus Huth seit 22.1.2021 | Liquidator |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
FIDAL AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FIDAL AktiengesellschaftFrankfurt am Main (vormals: Krefeld)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Lagebericht des Vorstands 2016
1. Grundlagen des UnternehmensUnser Unternehmen wurde 1997 als Wertpapierdienstleistungsunternehmen gegründet. Der Schwerpunkt unserer Gesellschaft, die seit 2003 als Aktiengesellschaft firmiert, liegt in der privaten Vermögensverwaltung. Dabei liegt unser Fokus auf der Finanzportfolioverwaltung. Wir verfügen über die dafür erforderlichen Erlaubnisse der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und unterliegen damit der laufenden Überwachung durch die BaFin und die Bundesbank. Der Jahresabschluss sowie die Einhaltung der Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes werden durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG geprüft. Wir sind unabhängig von jeder Konzernbindung in der Hand von privaten Aktionären und beschäftigen gegenwärtig rund 18 Mitarbeiter, die sich im Rahmen von Verwaltungsmandaten vornehmlich um die Disposition von Finanzinstrumenten und die Betreuung von Privatkunden kümmern. Einen Anlageschwerpunkt bilden dabei Wertpapiere des nordamerikanischen Aktienmarktes mit den dazugehörigen Derivaten, aber auch europäische Anlagetitel sowie Fonds, Anleihen und Zertifikate. Mit Wirkung vom 03.08.2016 haben wir unseren Hauptsitz nach Frankfurt verlegt. Aus der seit 2012 dort bestehenden Zweigstelle wurde unser Hauptsitz, aus dem ehemaligen Hauptsitz Krefeld wurde eine Zweigstelle. Darüber hinaus haben wir seit 2012 mit der ebenfalls in Frankfurt am Main ansässigen Thales AG einen Partner als gebundenen Vermittler. Ob Kunden kurz-, mittel- oder langfristig investieren, mehr oder weniger Ertrag erzielen möchten und dafür bereit sind, hohe oder geringe Risiken einzugehen, die Festlegung und die Auswahl der passenden Depotbausteine sind so unterschiedlich wie unsere Kunden selbst. Die Kenntnisse, Erfahrungen und Interessen im persönlichen Gespräch festzustellen sowie das gewünschte Anlageziel zu erfassen, stellt einen signifikanten Ausgangspunkt im Rahmen unseres kundenbezogenen Anlagemanagements dar. Die letztendlichen Vorgaben für die Depotverwaltung werden dann in Form einer schriftlichen Anlagerichtlinie fixiert. Dabei wird eine Anlagestrategie vorgegeben und eine genaue Diversifikation zwischen verschiedenen Anlage- und Risikoklassen festgelegt. Für die Konto- und Depotführung unserer Kunden sowie für die Ausführung der Handelsaufträge arbeiten wir bereits seit Juli 2015 ausschließlich mit zwei in Deutschland ansässigen Banken zusammen. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Marktrückblick Die Aktienmärkte erwischten in 2016 einen denkbar schlechten Start: Schon der erste Börsentag des neuen Jahres begann unter extrem negativen Vorzeichen. Die chinesische Festlandbörse musste aufgrund eines Kursrückgangs von mehr als 5% frühzeitig schließen. Auslöser der chinesischen Aktienmarktkrise waren wiederholte Abwertungen der chinesischen Währung, die zur Kapitalflucht aus China führten. Die Anleger reagierten weltweit mit Panik und Befürchtungen über ein schwächelndes Wachstum der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft machten die Runde. Die Rohstoffpreise sanken und besonders der Ölpreis fiel im Gleichklang mit den Aktienmärkten aufgrund des weltweiten Überangebots und der globalen Rezessionsängste auf einen neuen Tiefststand bei 27 $. Die Börsenstimmung rauschte auf den Tiefpunkt. Nach einer Kurserholung zum Monatsende setzte sich im Februar die Talfahrt der US-Aktienmärkte bis zum 11. Februar zu einem Test der Tiefstkurse vom Januar fort. Als der Ölpreis durch Hoffnungen auf gemeinsame Aktionen von OPEC- und Nicht-OPEC-Mitgliedern unter der Führung von Saudi Arabien und Russland die Ölproduktion - zwar nicht zu kürzen - aber wenigstens auf den Stand von Januar 2016 einzufrieren deutlich nach oben drehte, kam es zu einer Erholungs-Rallye, die bis Mitte März andauerte und den Aktienmarkt ins Plus brachte. Gute US-Wirtschaftsdaten dämpften außerdem die Konjunktursorgen der Anleger. Starke Unterstützung erhielten die Aktien durch die Europäische Zentralbank, deren Maßnahmenpaket deutlicher als vom Markt erwartet ausfiel, da zusätzlich zur Leitzinssenkung und Strafzinserhöhung für Einlagen von Geschäftsbanken bei der EZB auch das monatliche Volumen der Anleiheankäufe von 60 auf 80 Mrd. € angehoben wurde. Auch rückte die US-Notenbank von ihrem Ziel ab, vier Zinserhöhungen in 2016 vorzunehmen und projektierte nun nur noch zwei kleine Zinsanhebungen. Bis zur Jahresmitte standen die Börsen im Banne des drohenden britischen Austritts aus der Europäischen Union. Die Briten entschieden sich am 23. Juni mit knapp 52% zu 48% für einen Austritt aus der EU und erwischten damit die internationalen Börsen auf dem falschen Fuß, denn im Vorfeld hatten die Meinungsforschungsinstitute und besonders die britischen Buchmacher nicht an einen "Brexit" geglaubt. Der DAX fiel zur Börseneröffnung am Tag nach dem Referendum um 10%. Das britische Pfund fiel auf den tiefsten Stand seit 1985. Nach der "Schrecksekunde" und einer deutlichen Erholung im Juli, lief es im Spätsommer an den Aktienmärkten eher seitwärts. Es folgten Debatten über die kommende Zinserhöhung der Fed und der unsichere US-Wahlausgang. Viele europäische Banken litten unter den langanhaltenden Mini-Zinsen im Euro-Raum und dem scharfen Wettbewerb in der Branche. Europäische Banktitel blieben weiter im Abwärtstrend und die Deutsche Bank erreichte ein neues Allzeittief unter 10 Euro. Die Verunsicherung der Anleger durch die kommende Zinserhöhung hielt bis zur US-Präsidentenwahl an. Am 9. November stand die zweite Wahlüberraschung des Jahres fest. Mit 290 der insgesamt verfügbaren 538 Wahlmännerstimmen hatte der Außenseiter Donald Trump überraschend die Wahl zum 45. US-Präsidenten für sich entschieden. Mit seinem Slogan "Make America great again" konnte er viele der 219 Millionen wahlberechtigten US-Bürger für sich gewinnen.Trump hat deutliche Steuersenkungen und milliardenschwere Investitionen in die Infrastruktur angekündigt, die das Wachstum der US-Wirtschaft antreiben sollen. Die Börsenreaktionen waren identisch zur überraschendenden Brexit-Entscheidung. Zuerst fielen die Kurse deutlich, aber nach Trump's staatsmännischem Auftritt freundeten sich die Anleger mit ihm als künftigem US-Präsidenten an und kauften besonders kräftig diejenigen Aktien, die von Trumps Wahlprogramm profitieren sollten. Finanzaktien (weniger Regulierungen), Industrieaktien (verstärkte Infrastrukturinvestitionen) und kleinere US-Aktien (make America great again) waren die erste Wahl. Die am letzten Novembertag erzielte Einigung (erstmals nach acht Jahren) zwischen OPEC- und Nicht-OPEC-Staaten über eine Kürzung der Ölförderung wirkte in den Dezember hinein und katapultierte den Ölpreis und die Kurse der Ölaktien nach oben. Die Aktienmärkte standen auch im letzten Monat des Jahres im Zeichen der geldpolitischen Entscheidungen der Notenbanken in Europa und den USA. EZB-Chef Mario Draghi hielt die Geldschleusen weiter offen und verlängerte das Anleihekaufprogramm um sechs Monate bis Ende März 2017. Das half besonders den europäischen Aktienmärkten. Die europäischen Börsen nahmen das Scheitern des italienischen Verfassungsreferendums gelassen auf, zumal sich dies schon lange im Vorfeld abgezeichnet hatte. Der Deutsche Aktienindex, der im November trotz Trump-Euphorie an der charttechnischen Widerstandsmarke von 10.800, bzw. am bisherigen Jahreshoch noch gescheitert war, konnte das Jahr 2016 mit einer fulminanten Dezember-Rallye positiv abschließen. Das besprochene wirtschaftliche Umfeld sowie die Entwicklung der Aktienmärkte war damit deutlich volatiler und mit deutlich mehr Risiken und Chancen behaftet als im Jahr 2015. Wir haben erfolgreich versucht für unsere Kunden die vorhandenen Marktchancen verstärkt zu nutzen. Dies spiegelt sich in dem Anstieg unserer Provisionserlöse wieder. 2.2 Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens Angesichts der sicher nicht einfachen politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Jahres 2016 haben wir weitgehend unsere Ziele erreicht und sind mit dem Geschäftsverlauf nicht ganz unzufrieden. Wir haben weiterhin Erfolge in der Neuansprache von Kunden, aber auch in der Vergrößerung und der Verbesserung unseres Geschäfts mit bereits bestehenden Kunden. Das insgesamt verwaltete Kundenvermögen hat sich im Berichtsjahr positiv entwickelt. Im Geschäftsergebnis haben wir trotz gestiegener Umsatzerlöse und deutlich niedrigeren Personalkosten eine "rote" Null erzielt. Wir haben bewusst sehr viel Geld in die Verbesserung unseres Marketings und die Erhöhung unseres Bekanntheitsgrades investiert. Dies mit dem Willen, unser Unternehmen weiterzuentwickeln und für eine positive Zukunft auszurichten und zu stärken. Wir sehen uns weiterhin auf dem eingeschlagenen Weg bestätigt. Allerdings sind weitere Anstrengungen notwendig um die Grundlage für die dauerhafte Sicherung der Zukunft unseres Unternehmens sowie die Erlangung einer für unsere Gesellschaft und unsere Aktionäre befriedigenden Rentabilität zu verbessern. Einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung unserer Gesellschaft haben wir mit der Entwicklung unseres neuen EDV-Systems (FACe) geleistet. Die Entwicklung wurde in 2015 zum größten Teil abgeschlossen, das Kernsystem wurde zum 01.01.2016 in Betrieb genommen. Insbesondere zur Anpassung an veränderte regulatorische Anforderungen waren 2016 und werden auch 2017 noch Weiterentwicklungen notwendig sein. Dieses deutlich verbesserte System hat zu erheblichen Arbeitserleichterungen geführt. Die Optimierung der Prozesskette wird die administrativen Abteilungen spürbar entlasten sowie optimierte Möglichkeiten für das Kunden-Center und das Trading bieten. Zudem hat die Einführung des FACe-Systems die Möglichkeit eröffnet, gebundene Vermittler ohne eigene IT an das System anzudocken. Darüber hinaus besteht dann die Möglichkeit, problemlos weitere Schnittstellen zu weiteren Depotbanken zu schaffen, was die Akquisitionsmöglichkeiten in Bezug auf die Kooperationspartner deutlich erhöht. Die Entwicklungskosten in 2015 und 2016 werden über ein Sale und Lease-back Verfahren über einen Zeitraum von 5 Jahren verteilt. Das Jahr 2016 wurde mit einem negativen Jahresergebnis abgeschlossen. Der Jahresfehlbetrag per 31.12.2016 beträgt € 11.569,51 gegenüber dem Verlust von € 96.795,35 im Vorjahr. Der Anstieg der Gesamterträge in Höhe von T€ 31 spiegelt einen Anstieg im Bereich der Provisionserträge von T€ 115 sowie einen Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 84 wider. Dem Rückgang der Personalkosten um T€ 257 stand ein Anstieg der anderen Verwaltungsaufwendungen um T€ 245 entgegen. Damit haben sich alle relevanten bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren- insbesondere der Anstieg der Provisionserträge, der Rückgang der Personalkosten und die mit einem Zuwachs von 3% positive Entwicklung unseres verwalteten Vermögens - positiv entwickelt. Unter Berücksichtigung des Verlustvortrages aus dem Vorjahr sowie der Verrechnung mit Genussrechtskapital wird ein Bilanzverlust in Höhe von € 100.214,05 auf neue Rechnung vorgetragen. 2.3 Vermögens-/Finanz-/Ertragslage Zinsergebnis Das Zinsergebnis als Saldo aus Zinsertrag und Zinsaufwand beträgt T€ -1 (Vorjahr T€ 0) Provisionsergebnis Die Provisionserträge in Höhe von T€ 2.218 haben sich im Vergleich zum Vorjahr (T€ 2.103) um T€ 115 erhöht. Der Provisionsaufwand hat sich auf T€ 75 vermindert (Vorjahr T€ 83). Aufgrund der volatilen Marktlage war gegenüber dem Vorjahr eine höhere Anzahl an Transaktionen möglich und angezeigt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf T€ 30 (Vorjahr T€ 114). Personalaufwand Im Berichtsjahr betrug der Gesamtaufwand aus Löhnen & Gehältern sowie Sozialabgaben, inkl. der Vorstandsbezüge, insgesamt T€ 1.095 (€ 909 Lohn & Gehalt, € 186 Sozialabgaben). Dieses bedeutet eine Reduzierung um T€ 257 oder 19 % (Vorjahr T€ 1.352). Ursächlich hierfür sind insbesondere Verringerungen der Mitarbeiterzahl sowie die niedrigen erfolgsabhängigen Zahlungen an die Mitarbeiter. Die anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von T€ 1.043 haben sich um T€ 245 oder 30,7 % erhöht. (Vorjahr T€ 798). Hier spiegeln sich insbesondere die Kosten für das Sale and Lease-Back unseres neuen EDV-Systems (FACe), sowie unsere deutlich erhöhten Marketingbemühungen wider. Abschreibungen auf Sachanlagen Die Abschreibungen auf Sachanlagen betrugen T€ 26 (Vorjahr T€ 40). Ertragsteuern Vor dem Hintergrund des Verlustes und der steuerlichen Verlustvorträge der Gesellschaft fielen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht an. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag Die FIDAL weist per 31.12.2016 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 12 aus (Vorjahr: Fehlbetrag T€ 97). Bilanz Die Bilanzaktiva waren leicht rückläufig (minus T€ 5). Einem Anstieg der Forderungen an Kreditinstitute (plus T€ 142) steht insbesondere ein Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände (minus T€ 129) entgegen. Die Sonstigen Verbindlichkeiten haben gegenüber dem Vorjahr um T€ 6 auf T€ 104 erhöht. Es handelt sich insbesondere um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie abzuführende Lohn und Kirchensteuer. Die Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr (T€ 61) nahezu mit T€ 63 unverändert. Bilanzielles Eigenkapital und Genussrechtskapital Unter Berücksichtigung des Bilanzverlustes und der Rücklagen ergibt sich per 31.12.2016 ein bilanzielles Eigenkapital in Höhe von T€ 845, was im Vergleich zum Vorjahr (T€857) eine Verminderung von T€ 12 bedeutet. Neben dem um eigene Anteile von T€ 2 verminderten gezeichneten Kapital von T€ 805 beinhaltet das Eigenkapital eine Kapitalrücklage von T€ 84, Gewinnrücklagen von T€ 56 sowie den Bilanzverlust von T€ 100. Die Verminderung ergibt sich durch die Erhöhung des Bilanzverlustes aufgrund der negativen Jahresergebnisse. Ferner ermäßigte sich das Genussrechtskapital durch die Verlustbeteiligung. Die durch die EU-Richtlinie geänderten Solvabilitäts- und Meldevorschriften werden seit deren Gültigkeit am 01.01.2014 umgesetzt und erfüllt. Im Jahresverlauf 2016 waren alle Vorschriften durchweg erfüllt. Das Genussrechtskapital wurde entsprechend der vertraglichen Bedingungen aus dem ausgewiesenen Jahresverlust belastet. Es sind noch nominell T€ 5 Genussrechte gebucht. Hierauf entfiel ein Verlustanteil von T€ 0,1. Für 2016 fallen keine Zinsen an. Liquidität Die FIDAL verfügte im Jahre 2016 stets über ausreichende und hohe liquide Mittel und konnte eingehende Rechnungen überwiegend unter Ausnutzung von Skonti begleichen. Nicht benötigte Liquidität wurde auf Geldmarktkonten geparkt. Die vorhandene Liquidität deckt den Aufwand für mehrere Monate ab. Dies wird auch in den folgenden Jahren entsprechend der Planung unverändert so der Fall sein. 2.4 Mitarbeiter, Kunden und Verfügbarkeit der FIDAL AG Durch die Einführung unseres neuen EDV-Systems "FACe" und die dadurch deutlich schlankeren Arbeitsabläufe waren wir in der Lage, unsere Anzahl Mitarbeiter - insbesondere in der Administration zu verringern. Dies geschah bis auf einen Fall immer einvernehmlich. Wir sehen weiterhin die Vermögensverwaltung für Privatkunden als klassisches "people business", in dem die Menschen im Mittelpunkt stehen. Unser Erfolg wird bestimmt von der Leistungsfähigkeit und der Erfahrung und Qualifikation unserer Mitarbeiter. Von großer Aussagekraft ist hierbei die im Durchschnitt langjährige Betriebszugehörigkeit - nicht wenige Mitarbeiter sind seit der Gründung des Unternehmens ohne Unterbrechung bei uns beschäftigt. Wichtig ist uns die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit dem Arbeitsplatz, dem Arbeitsumfeld, dem Tätigkeitsgebiet und der Entlohnung. Wir freuen uns über das große Interesse an Angeboten zur weiteren Aus- und Weiterbildung. Wir werden diese Wünsche weiter unterstützen und fördern und werden damit einen wesentlichen Beitrag zur positiven Entwicklung und zur Zukunftssicherung unseres Unternehmens leisten. Darüber hinaus sehen wir weiterhin unsere überdurchschnittlich lange Verfügbarkeit als nichtfinanziellen Leistungsfaktor. Wir stehen börsentäglich von 8.30-22.00 Uhr für alle Fragen unserer Kunden als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung. Neben der Verwaltung und dem aktiven Management von Wertpapierdepots in Aktien, Fonds, Anleihen und Zertifikaten wurden auch hochspekulative Anlagen in US-Aktien-optionen für Kunden disponiert. Das verwaltete Volumen per 31.12.2016 (Assets under Management) unterteilt sich in 43,9 % Aktien (Vorjahr 45,4 %), 44,5 % Anleihen/Fonds/Zertifikate (Vorjahr 52,9 %) und 0,5 % Derivate (Vorjahr 1,7 %). Weitere 12,2 % waren in Kundenkontokorrent gebucht. Die Assets under Management konnten im Vergleich zum Vorjahr um 3 % gesteigert werden. Die Summe aller Aufwendungen zum Erwerb von Finanzinstrumenten stieg im Vorjahresvergleich um 36,5%. Die Anzahl der Kunden stieg auf 711 (Vorjahr 673). Nach dem buchhalterischen Abschluss des ersten Quartals hat die Gesellschaft aus dem operativen Geschäft einen Gewinn erwirtschaftet. 3. Ausblick, Chancen und Risiken2016 war ein Jahr des Umbruchs und des Aufbruchs. Wir haben vielfältige Anstrengungen unternommen oder angestoßen um die Gesellschaft in eine erfolgreiche und sichere Zukunft zu führen. Die hierdurch entstandenen Chancen überwiegen die entstehenden Risiken deutlich. Chancen: Die Einführung unseres neuen EDV-Systems "FACE" erlaubt uns weiteres Wachstum bei deutlich verschlankten und damit kostengünstigen Prozessen. Wir sind in der Lage unseren Kunden entsprechend ihrer Wünsche und Ziele optimal zu betreuen. Die Sitzverlegung von Krefeld nach Frankfurt stärkt alleine durch den internationalen Bankenplatz Frankfurt unsere Reputation. Gleichzeitig eröffnen sich hierdurch verbesserte Entwicklungsmöglichkeiten in der Kundenansprache sowie in der Ansprache von potentiellen weiteren Mitarbeiten. Der Aufbau unserer Kapazitäten und Erweiterung unserer Aktivitäten in Frankfurt ist erklärtes Ziel für 2017 und die folgenden Jahre. Seit Mitte des Jahres 2016 sind wir mit einem Finanzdienstleistungsinstitut in Berlin in Fusionsgesprächen. Wir haben am 02. Januar 2017 gegenüber der BaFin und der Bundesbank die Absicht des Beteiligungserwerbs und der späteren Verschmelzung angezeigt. (Anzeige nach § 2c KWG). Die BaFin muss dieses Vorhaben genehmigen, wir erwarten eine positive Aussage hierzu im II. Quartal 2017. Danach besteht die Absicht, das Berliner Unternehmen mit der FIDAL AG zu verschmelzen. Die Entwicklung des gebundenen Vermittlers THALES AG hat im Jahr 2016 stagniert. Die Prognosen der Gesellschaft für 2017 sind deutlich positiver. Das bestätigt sich auch bereits im I. Quartal 2017. Die Gesellschaft wird somit einen entsprechenden Anteil zum Ergebnis der Gesellschaft beitragen. Wir planen bei gegebenen Voraussetzungen, weitere gebundene Vermittler einzubinden. Risiken: Die mit diesen Entwicklungen und Vorhaben einhergehenden Ergebnisse, Kosten und Liquiditätsrisiken werden wir durch ständige Kontrolle und Überwachung minimieren. Bei Fehlentwicklungen sind wir jederzeit in der Lage entsprechend der Notwendigkeiten zu reagieren. Auch haben wir in 2016 mit Wirkung in 2017 unsere Kapitalverhältnisse vollkommen neu geordnet. Das Eigenkapital der Gesellschaft war unterteilt in Vorzugsaktien und Stammaktien. Neue EU einheitliche Vorschriften verbieten seit dem Jahr 2014 eine volle Anrechnung der Vorzugsaktien auf das notwendige Kernkapital. Dies hätte in 2017 zu Problemen in unserer Kapitalausstattung geführt. In getrennten Versammlungen unserer Vorzugsaktionäre und unserer Stammaktionäre haben diese am 20.12.2016 einer Umwandlung der Vorzugaktien in Stammaktien zugestimmt. Nach der Eintragung dieses Beschlusses in das Handelsregister und der notwendigen Zustimmung der BaFin sind damit alle Aktien als Kernkapital anrechenbar. Gleichzeitig haben alle anwesenden Aktionäre einer bedingten Kapitalerhöhung von € 250.000,00 zugestimmt. Damit ist die notwendige Kapitalausstattung für die weitere Entwicklung unserer Gesellschaft gesichert und weiteres Wachstum möglich. Wir prognostizieren daher für das Jahr 2017 einen den Kostenanstieg übersteigenden Anstieg der Provisionserträge sowie einen Anstieg der Kundenanzahl und des verwalteten Kundenvermögens. 5. Risikobericht5.1 Risikomanagementsystem Die vom KWG vorgegebenen besonderen organisatorischen Pflichten von Instituten, insbesondere die Einrichtung eines angemessenen und wirksamen Risikomanagements, sowie die Einhaltung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement der Institute (MaRisk) werden in der FIDAL durch ein mehrstufiges Risiko-System sichergestellt, das Risiken identifiziert, bewertet und überwacht. Dazu wurde eine Risikoinventur durchgeführt, in der die Ergebnisse zu den Marktpreisrisiken, den Adressausfallrisiken, den Liquiditätsrisiken, den operationellen Risiken und den strategischen und Reputationsrisiken dokumentiert wurden. Im Rahmen dessen wurden die Risiken mit den möglichen Auswirkungen auf die Vermögenslage einschließlich der Kapitalausstattung sowie der Ertrags- und Liquiditätslage der FIDAL behandelt. Die Gesellschaft analysiert auf jährlicher Basis ihre Risikotragfähigkeit. Hierzu werden die vorhandenen Risikokapitalbestandteile dem notwendigen Risikokapitalbedarf gegenübergestellt. Auf Basis dieser Analyse übersteigt das vorhandene Risikokapital die potenziellen Risiken. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht. 5.2 Risikokategorien 5.2.1 Eigenmittelrisiko Die CRR (Capital Requirements Regulations) gemäß Artikel 97 - Anforderungen an die Eigenmittelausstattung von Instituten - schreibt vor, die Institute müssen im Interesse der Erfüllung ihrer Verpflichtungen gegenüber ihren Gläubigern, insbesondere im Interesse der Sicherheit der ihnen anvertrauten Vermögenswerte, angemessene Eigenmittel haben. Es ist vorgeschrieben, dass Finanzportfolioverwalter, die nicht befugt sind, sich bei der Erbringung von Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern und Wertpapieren von Kunden zu verschaffen und die nicht auf eigene Rechnung mit Finanzinstrumenten handeln, Eigenmittel aufweisen müssen, die mindestens 25 von Hundert ihrer fixen Gemeinkosten entsprechen. Ob die 25 von Hundert eingehalten werden, wird in den sogenannten Monatsmeldungen, die zum Ende eines jeden Quartals zu erstellen sind und bei der Deutschen Bundesbank einzureichen sind, ermittelt. Anhand der Kontennachweise werden die anrechenbaren Eigenmittel im EKRQU Bogen erfasst und in das Verhältnis zu den fixen Gemeinkosten aus der G+V des letzten festgestellten Jahresabschlusses gesetzt. Das Verhältnis muss größer 25 % ausweisen. Da in der Finanzbuchhaltung alle Aufwendungen real verbucht sind und in der Kostenrechnung alle Kosten kalkuliert werden, sind in den fixen Gemeinkosten auch die nachfolgenden Risiken enthalten. Dies bedeutet, dass in den verbuchten fixen Gemeinkosten alle monetären Auswirkungen von tatsächlich entstandenen Risiken enthalten sind. Die FIDAL geht davon aus, dass durch die Einhaltung der 25 % Grenze alle im normalen Geschäftsbetrieb entstehenden Risiken abgedeckt sind. Lediglich darüber hinaus gehende außergewöhnliche Risiken erfordern zusätzliches Kapital. Dies lässt sich der Risikotragfähigkeitsanalyse entnehmen. 5.2.2 Marktpreisrisiko Zu den Marktpreisrisiken zählen Kursrisiken, Zinsänderungsrisiken, Währungsrisiken sowie Marktpreisrisiken aus Warengeschäften. Die FIDAL legt freie Liquidität fast ausschließlich in Tagesgeldanlagen bei Kreditinstituten an. Geldanlagen in Wertpapieren oder anderen mit Kursrisiken oder Zinsänderungs- und Währungsrisiken versehenen Instrumenten werden nur in kleinem Umfang getätigt. Die hieraus möglichen Marktpreisrisiken sind in der Risikotragfähigkeitsanalyse berücksichtigt. Zur Bedienung von Verbindlichkeiten in US-$ wird ein Währungsguthaben von bis zu US$ 400.000 unterhalten. Zinsänderungsrisiken werden durch Kurzfristanlagen vermieden. Eine Erlaubnis zum Handel in Finanzinstrumenten im eigenen Namen und für eigene Rechnung besteht nicht. 5.2.3 Adressenausfallrisiko Das Adressenausfall- bzw. Kreditrisiko umschreibt das Risiko, das entsteht, wenn Geschäftspartner (im Wesentlichen Kreditinstitute) ihren Verpflichtungen nicht nachkommen könnten. Forderungen gegenüber Kreditinstituten werden täglich ermittelt. Für jedes Kreditinstitut ist durch Kreditbeschluss ein Kreditlimit festgelegt. Jedes Geschäft wird unverzüglich auf das kreditnehmerbezogene Limit angerechnet. Die Einhaltung dieser Limits wird durch die Geschäftsleitung täglich überwacht. 5.2.4 Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko eines Unternehmens, aufgrund fehlender liquider Mittel seinen Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht nachkommen zu können. Die Anlage der freien Liquidität der FIDAL erfolgt ausschließlich durch täglich verfügbare Geldanlagen. Hierdurch wird eine zeitliche Verfügungsbeschränkung vermieden. Auf Basis eines monatlichen Kostenplans sowie aus der Zusammenfassung aller bekannten Geldabflüsse werden für das gesamte Geschäftsjahr eine Liquiditätsentwicklung und eine Liquiditätsplanung erstellt. Die Einhaltung dieser Liquiditätsplanung wird fortlaufend durch die Geschäftsleitung überwacht. Die freie Liquidität deckt auch unvorhergesehene Belastungen. Sie sichert den voraussichtlichen Gesamtaufwand für mehrere Monate. Kreditaufnahmen sowie Rahmenkredite bestanden daher zum Jahresende nicht. Sollte der beabsichtigte Kauf eines weiteren Finanzdienstleistungsunternehmens zum Tragen kommen, so werden wir zur Sicherung unserer jederzeitigen Zahlungsbereitschaft die Einräumung eines Rahmenkredites in Anspruch nehmen. Gegenüber einer Beteiligungsgesellschaft besteht noch eine offene Linie für eine Stille Beteiligung in Höhe von T€ 25. 5.2.5 Operationelle Risiken Alle wesentlichen operationellen Risiken werden mindestens einmal jährlich im Sinne einer Inventur identifiziert und beurteilt. Die Größe des Unternehmens erlaubt der Geschäftsleitung sich fortlaufend über wesentliche operationelle Risiken oder eingetretene Schadensfälle zu unterrichten und unverzüglich alle notwendigen Maßnahmen zur Beseitigung der Ursachen zu treffen. Es wurden folgende Rechtsrisiken und operationelle Risiken im engeren Sinne identifiziert und fortlaufend überwacht: 5.2.5.1 Rechtsrisiko Dieses Risiko wird dadurch bestimmt, dass Geschäfte rechtlich nicht durchsetzbar oder vertraglich nicht korrekt dokumentiert sind. Hinzu kommt die Gefahr der Änderung gesetzlicher Vorschriften und behördlicher Auflagen. Alle vertraglichen Vereinbarungen (Mitarbeiterverträge, Kundenverträge etc.) wurden von Juristen geprüft. Gesetzliche Änderungen und Veränderungen in behördlichen Auflagen und Anforderungen werden durch permanenten Austausch der Geschäftsleitung mit der Compliance-Beauftragten und den für das Unternehmen tätigen Juristen, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern beachtet. Ferner dienen die regelmäßigen Veröffentlichungen der BaFin als Informationsquelle. Die Verantwortung für die zeit- und sachgerechte Umsetzung aller Vorschriften liegt direkt bei der Geschäftsleitung. Eine Sammlung aller Gesetze, Richtlinien und Verordnungen in Bezug auf Finanzdienstleistungs- und Wertpapiergeschäfte steht allen Mitarbeitern zur Verfügung. Besonderen Wert legt die FIDAL AG auf die Einhaltung aller Vorschriften zur Kunden-aufklärung und -dokumentation. Höchstes Ziel ist hier eine uneingeschränkte Kundenzufriedenheit. Die hierzu notwendige, der speziellen Geschäftsart angepasste, Risikoinformation und Risikoaufklärung des Kunden wird dokumentiert. Jegliche Geschäfte werden ausschließlich nur in Abstimmung mit dem Kunden im Rahmen der mit ihm besprochenen und dokumentierten Anlagerichtlinien durchgeführt. Der Kunde wird täglich über alle getätigten Geschäfte informiert und erhält monatlich ein ausführliches Reporting. Es wird immer nur ein Bruchteil des Gesamtvermögens des Kunden risikobehaftet investiert. Alle notwendigen Informationen, Dokumente und Anweisungen sind in einem Organisationshandbuch hinterlegt und stehen allen Mitarbeitern zur Verfügung. Zur Sicherstellung und Weiterentwicklung der Kundenzufriedenheit wird jede Kundenbeschwerde im Beschwerdemanagement durch die Geschäftsleitung und die Compliance Beauftragte bearbeitet. Notwendige Maßnahmen werden veranlasst und koordiniert. Sofern hieraus rechtliche Risiken entstehen, werden diese direkt durch die Geschäftsleitung bearbeitet und überwacht. 5.2.5.2 Betriebsrisiko (operationelles Risiko im engeren Sinne) Es handelt sich um die Gefahr von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder in Folge von externen Ereignissen eintreten. Grundlage für die Beherrschung, Kontrolle und Überwachung der operativen Risiken sind die im Organisationshandbuch hinterlegten Regelungen für das Innehaben und das Delegieren von Befugnissen und Zuständigkeiten und die Trennung von Funktionen sowie die Überwachung der Einhaltung dieser Regeln. Zur Abdeckung von Risiken aus nicht beeinflussbaren externen Ereignissen besteht ein Notfallkonzept das sowohl Wiederanlaufpläne als auch Geschäftsfortführungspläne umfasst. Die Systeme der Gesellschaft sind überwiegend Eigenentwicklungen und werden auch in der Pflege, Wartung und Weiterentwicklung durch erfahrene eigene Mitarbeiter betreut. Neuentwicklungen durchlaufen vor Inbetriebnahmen ein klar definiertes Test- und Freigabeverfahren. Die benutzte Hardware ist Standardware und jederzeit am Markt neu zu beschaffen. Für alle technischen Einrichtungen besteht eine Elektronikversicherung, die neben dem Ausfall auch die Neubeschaffung abdeckt. Die Verfahren zur Sicherstellung der Betriebssicherheit, der Datensicherheit und Fortführungssicherung sind im Rahmen des Organisationshandbuches detailliert beschrieben. Sie stellen die Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften sicher. Besondere finanzielle Risiken entstehen hierdurch nicht. Alle Mitarbeiter werden in der Bedienung der jeweiligen technischen Einrichtungen geschult. Relevante Geschäftsvorfälle werden im 4-Augen-Prinzip bearbeitet (durch zwei Mitarbeiter erfasst und freigegeben oder vor der Freigabe kontrolliert). Hierdurch ist sowohl die Richtigkeit der Dateneingabe als auch der Schutz vor Missbrauch durch einen Mitarbeiter gewährleistet. Eingetretene Schadensfälle werden direkt täglich der Geschäftsleitung berichtet. Diese veranlasst unverzüglich die notwendigen Handlungen und Maßnahmen. Die Systeme mit externem Anschluss (Internet) sind physisch von den Anwendungen getrennt (separate Netzwerke). Somit verfügt kein Rechner, der im Systemverbund auf relevante Server- und insbesondere Kundendaten zugreifen kann, über einen Internetanschluss. Eine Ausnahme stellen Daten von Kunden dar, die durch einen gebundenen Vermittler akquiriert und/oder betreut werden. Diese Daten werden zusätzlich auf einen externen Server gespiegelt (und synchronisiert), der einen sicheren Zugriff auf die relevanten Konto-, Depot- und CRM-Daten gewährleistet. Um Anregungen, Anmerkungen und Mängel aus der internen Kontrolle, der internen Revision, oder Prüfberichten des Wirtschaftsprüfers aufzunehmen, wurde eine Nachverfolgungsdatenbank installiert. Es erfolgt die Erfassung, die Zuordnung der Kompetenz, die Terminierung und die Darstellung des aktuellen Sach- und Bearbeitungsstandes. Die Kooperationsverträge sowie alle formellen und technischen Voraussetzungen für die Zusammenarbeit mit der Baader Bank AG als auch mit der V-Bank AG wurden im Jahr 2012 finalisiert und installiert. Die aus der Vergangenheit bestehende Zusammenarbeit mit der AMT Futures Limited, London, wurde zur Jahresmitte 2015 beendet. Daher können die Kunden der FIDAL ihre Konten und Depots im Rahmen der Finanzportfolioverwaltung derzeit ausschließlich bei der Baader Bank AG, München (Baader Bank) oder bei der V-Bank AG, München (V-Bank) unterhalten. Die Risiken aus dieser Zusammenarbeit mit den Depotbanken sind durch langjährige vertragliche Regelungen begrenzt. Die Arbeitsabläufe sind im Organisationshandbuch definiert und geübt und haben sich seit vielen Jahren bewährt. Alle Verträge wurden durch externe Juristen entwickelt bzw. neu konzipiert, sämtliche Arbeitsabläufe sind getestet und im Organisationshandbuch hinterlegt. Alle Partner verpflichten sich vertraglich auch zur Einhaltung der Best-Execution Bestimmungen - sie berichten jährlich über das Ergebnis der internen Überprüfung der Auflagen. Erfüllungsrisiken und Transferrisiken aus den Geld- und Wertpapierbewegungen sind für die FIDAL AG nicht relevant, da jeder Kunde mit den Partnerbanken in einer direkten Vertragsbeziehung steht. 5.2.8 Strategische Risiken und Reputationsrisiken Die Risiken der zukünftigen Entwicklung des Unternehmens liegen in der Entwicklung der relevanten Märkte sowie in der Entwicklung der rechtlichen und regulatorischen Vorgaben. In beiden Bereichen verfügt die Gesellschaft über die Kompetenz und Handlungsfähigkeit, um frühzeitig relevante Entwicklungen erkennen zu können. Damit ist sie in der Lage, die geeigneten Maßnahmen zur Sicherung des Unternehmens zu ergreifen. Reputationsrisiken werden durch die FIDAL auf folgenden Ebenen definiert. Für alle vier Ebenen zusammen wurde ein Betrag von T€ 40 Risikokapital reserviert. 1. Ebene Kunden Das Risiko durch Fehlverhalten oder Fehleinschätzung der Märkte an Reputation zu verlieren, ist im Bereich von risikobehafteten Geschäften latent immer vorhanden. Die Vergangenheit, insbesondere auch die gerade überstandene Finanzmarktkrise, hat gezeigt, dass auch extreme Situationen die Kundenbindung nicht nachhaltig gefährden. 2. Ebene Angestellte Die FIDAL bietet ihren Mitarbeitern ein angenehmes Arbeitsumfeld und eine faire Kompensation. Die Zufriedenheit der Mitarbeiter wird darüber hinaus durch ein Angebot zur Unterstützung bei Aus- und Weiterbildung verstärkt. Chancengleichheit für alle Mitarbeiter ist die Basis für die Motivation und das Gefühl der Zusammengehörigkeit im Unternehmen. 3. Ebene Geschäftspartner Alle Beziehungen zu den wichtigen Geschäftspartnern bestehen entweder über lange Zeit oder sind aufgrund der Größe und der Reputation sowie des guten Verständnisses der agierenden Personen problemlos und vertrauensvoll. 4. Ebene Regulatoren Die FIDAL sieht die Regulatoren als wichtigen Bestandteil der Finanzdienstleistungsindustrie in Deutschland. Dementsprechend pflegt die FIDAL eine transparente Kommunikation mit den Aufsichtsbehörden. Ferner passt sie ihre Prozesse regelmäßig an die geänderten aufsichtsrechtlichen Anforderungen an. 6. Vorschlag zur GewinnverwendungDer Vorstand schlägt vor, den ausgewiesenen Jahresfehlbetrag per 31.12.2016 in Höhe von € 11.507,87 zusammen mit dem Verlustvortrag von € 88.706,18 zu addieren und den Gesamtbetrag von € 100.214,05 auf neue Rechnung vorzutragen.
Frankfurt, den 19.04.2017 Wolfgang Weber, Vorstand Jahresbilanz zum 31. Dezember 2016 derFIDAL Aktiengesellschaft, Frankfurt am MainAktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016der FIDAL Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main
Anhang zum Jahresabschluss 2016
1. Allgemeine Angaben1.1. Die FIDAL Aktiengesellschaft (nachfolgend FIDAL oder Gesellschaft genannt) hat im Geschäftsjahr ihren Sitz von Krefeld nach Frankfurt verlegt. Sie wird beim Amtsgericht Frankfurt unter der Registernummer HR B 106036 geführt. Die Gesellschaft verfügt nach § 32 KWG über folgende Erlaubnisse:
Die Gesellschaft ist Nichthandelsbuchinstitut. Bei der Rechnungslegung hat die FIDAL die Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute, das Aktiengesetz sowie die handelsrechtlichen Vorschriften beachtet. In den angewendeten Methoden der Bilanzierung und Bewertung gab es gegenüber dem Vorjahr keine Veränderungen. 2. Grundsätze der Bilanzierung und BewertungDie Barreserve wird zum Nennwert ausgewiesen. Die Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert beziehungsweise zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert ausgewiesen. Neue Einzelwertberichtigungen waren im Geschäftsjahr nicht notwendig. Beteiligungen werden zu den Anschaffungskosten bewertet. Im Falle einer dauernden Wertminderung wird die Beteiligung mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Immaterielle Anlagewerte, wie entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden zu Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen bzw. außerplanmäßigen Abschreibungen bei Wertminderungen, bewertet. Die Sachanlagen werden zu den Anschaffungskosten bewertet und um planmäßige oder außerplanmäßige Abschreibungen bei Wertminderungen vermindert. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen € 150,00 und € 410,00 (jeweils ohne Umsatzsteuer) werden aktiviert und im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Vermögensgegenstände bis € 150,00 (ohne Umsatzsteuer) werden direkt im Aufwand erfasst. In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten zeitliche Abgrenzungen bereits getätigter Aufwendungen. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Rückstellungen werden für Verbindlichkeiten, die zum Bilanzstichtag dem Grunde und/oder der Höhe nach ungewiss sind, gebildet. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit über 12 Monate werden abgezinst. Aufwendungen und Erträge wurden periodengerecht abgegrenzt. Der Jahresabschluss wird in Euro ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen wurden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs per Bilanzstichtag in Euro bewertet. 3. Angaben zur BilanzAktiva 3.1. Der Kassenbestand betrug per 31.12.2016 insgesamt € 1.283,02. Fremdwährungen sowie Schecks oder Wechsel waren per 31.12.2016 nicht vorhanden. 3.2. Bei den Forderungen an Kreditinstitute handelt es sich um täglich fällige Kontoguthaben und Guthaben auf Geldmarktkonten.. Eine offene Forderung gegen den ehemaligen Geschäftspartner AMT Futures Limited, London (Finanzdienstleistungsinstitut ist aus Vorsichtsgründen mit € 5.170,93 (Forderung € 13.170,93) bilanziert. Bei den Forderungen an Kunden handelt es sich um Forderungen aus Provisionsansprüchen an Kunden, die durch die kontoführenden Institute ausgeglichen werden. Die ausgewiesenen Forderungen aus der Abrechnung Dezember 2016 wurden im Januar 2017 ausgeglichen.
3.4. Die Beteiligung an der Crowdrange AG Düsseldorf wird nach der Einzelwertberichtigung aus dem Vorjahr im mit dem Erinnerungswert von € 1,00 bilanziert (ursprünglicher Anschaffungspreis inklusive Aufgeld € 18.000,00). An der Thales AG, Frankfurt, Schumannstr. 45, ist die FIDAL AG mit 25% beteiligt. Das Kapital beträgt € 200.000,00. Zum 31.12.2016 besteht ein vorläufiger nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von € 143.620,03. Der letzte vorliegenden Jahresabschluss 2015 zeigt einen Jahresüberschuss von € 32.312,66. Beide Gesellschaften sind nicht börsennotiert. 3.5. Die immateriellen Anlagewerte betragen per 31.12.2016 insgesamt € 11.370,50. Es handelt sich mit € 1.695,50 um Kosten für eine fremd erstellte Webseite und mit € 9.675,00 um Kosten für selbst erstellte EDV-Software. 3.6. Der Gesamtwert der Sachanlagen betrug per 31.12.2016 € 26.378,00 und besteht hauptsächlich aus Betriebsausstattung und Büroeinrichtung. Das Anlagevermögen entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt:
3.7. Umbuchungen auf Zuschreibungen sind nicht vorgekommen. Außerplanmäßige Abschreibungen waren nicht notwendig. 3.8. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen nachrangige Forderungen gegen eine Beteiligungsgesellschaft (€ 200.000,00), sowie Vorsteuerguthaben (€ 10.874,39), enthalten. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben per 31.12.2016 € 22.342,28 eine Restlaufzeit unter 12 Monate und € 200.000,00 über 12 Monate. 3.9. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betragen per 31.12.2016 € 11.489,69. Hierbei handelt es sich vorwiegend um zeitlich abgegrenzte Versicherungsbeiträge. Passiva 3.10. In dem Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten sind keine Positionen mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren enthalten. 3.11. Durch Grundpfandrechte gesicherte Verbindlichkeiten sind nicht vorhanden.
3.13. Zusammensetzung der Rückstellungen
Die Rückstellungen berücksichtigen alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken. Alle Restlaufzeiten sind kleiner als 12 Monate; eine Abzinsung ist daher nicht notwendig. 3.14. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt € 805.468,00/Aktien 805.468 Stück (unter Berücksichtigung von € 1.600,00 - 1.600/Stück Aktien - im eigenen Bestand). Die Aktien haben einen Nennwert von je € 1,00. Zusammensetzung
Die Vorzugsaktien sind mit einem nachzahlbaren Gewinnvorzug ausgestattet, der vorab in Höhe von 35 % des Nennbetrags der Vorzugsaktien aus dem Bilanzgewinn zu leisten ist. Gemäß § 140 Abs. 2 AktG haben die Vorzugsaktionäre das Stimmrecht da der Gewinnvorzug der Vorjahre nicht in voller Höhe gezahlt werden konnte. Auf einer a. o. Hauptversammlung der Vorzugsaktionäre und der Stammaktionäre am 20. Dezember 2016 wurden die Umwandlung der Vorzugsaktien in Stammaktien beschlossen. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgt im Jahr 2017. 3.15. Zusammensetzung des Eigenkapitals
In den a. o. Hauptversammlungen der Vorzugs- und der Stammaktionäre vom 20. Dezember 2016 wurde der Vorstand der Gesellschaft ermächtigt, im Rahmen einer Kapitalerhöhung bis zu € 250.000,00 neue stimmberechtigte Stammaktien bis zum 19.12.2021 auszugeben. Im Rahmen der Ausübung dieses genehmigten Kapitals ist der Vorstand ermächtigt, in einem Einzelfall für eine Kapitalerhöhung bis € 100.000,00 einmalig unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre an strategische Investoren Aktien zum Preis von € 1,00 pro Aktien auszugeben. Im Geschäftsjahr wurden von der Gesellschaft keine Aktien zur Kapitalherabsetzung zurückgekauft. Aus den Vorjahren sind noch Stück 1.600 FIDAL Aktien im Gegenwert von € 1.600,00 im Eigenbestand und noch nicht zur Vernichtung im Handelsregister angemeldet. Diese Rücknahme erfolgte auf Kundenwunsch. In 2016 wurde keine Kapitalerhöhung durchgeführt. 3.16. Angaben nach § 158 Aktiengesetz (Vorschriften zur Gewinn- und Verlustrechnung)
3.17. Die Ausschüttungssperre gemäß § 285 Nr. 28 HGB beträgt aufgrund der Aktivierung von immateriellen/selbstgeschaffenen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens € 9.675,00. Entsprechend den vertraglichen Bedingungen wurden dem am 31.12.2016 vorhandenen Genussrechtskapital (ein Inhaber) aus dem realisierten Jahresfehlbetrag anteilig € 61,64 zugewiesen, so dass sich ein Buchwert für diese Genussrechte in Höhe von € 4.341,21 (Nominell € 5.000,00) ergibt. Im Berichtsjahr wurde kein Genussrechtskapital zurückgezahlt. Aus dem Jahresfehlbetrag 2016 ergeben sich zunächst keine Ansprüche. Der Gesamtbetrag der Vermögensgegenstände, die auf Fremdwährung lauten, beträgt T€ 94. Der Gesamtbetrag der Schulden, die auf Fremdwährung lauten, beträgt T€ 0. 3.18. Der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands lautet wie folgt: Der Bilanzverlust in Höhe von € 100.214,05 wird auf neue Rechnung vorgetragen. 3.19. Angaben unterhalb der Bilanz: Die Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen haben sich von T€ 3 auf T€ 1 reduziert. Andere unwiderrufliche Verpflichtungen gegenüber einem Beteiligungsunternehmen betragen T€ 25. 4. Angaben zu den Erträgen4.1. Aufgliederung der Provisionserträge nach Tätigkeitsbereichen
4.2. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von € 29.780,96 enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen € 5.926,91; erhaltene Nutzungsentschädigungen € 15.355,49; Fremdwährungsumrechnung € 7.721,35; sowie sonstige Erlöse € 777,21. 4.3. Die Zinserträge in Höhe von € 11,99 resultieren aus geparkten liquiden Mitteln der Gesellschaft auf Geldmarktkonten. 5. Angaben zu den Aufwendungen5.1. Die Zinsaufwendungen betrugen insgesamt € 570,00 und betreffen zinsähnliche Aufwendungen. 5.2. Im Berichtsjahr betrug der Gesamtaufwand aus Löhnen & Gehältern und Sozialabgaben insgesamt € 1.095.478,72 (€ 909.113,57 Lohn & Gehalt, € 186.365,15 Sozialabgaben). Der Gesamtaufwand beinhaltet die Vorstandsbezüge. In dem Gesamtaufwand sind Mitarbeiter-Provisionen in Höhe von € 22.200,00 enthalten. 5.3. Die Provisionsaufwendungen betrugen € 75.222,06. 5.4. Die anderen Verwaltungsaufwendungen betrugen € 1.043.476,34. Sie beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für die Geschäftsräume, Marketingleistungen, Kraftfahrzeugkosten sowie diverse Aufwendungen für von Dritten empfangene Dienstleistungen. 5.5. Für Prüfungsleistungen wurden i.S.v. § 285 Nr. 17a HGB im Berichtsjahr insgesamt € 32.250 zurückgestellt (€ 24.500 Abschlussprüfung und T€ 7.750 anteilig WpHG-Prüfung). 5.6. Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen betrugen € 25.852,68. 5.7. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von insgesamt € 18.243,99 beinhalten vornehmlich mit € 9.557,98 Aufwendungen aus Kursdifferenzen Euro/US-Dollar sowie € 5.083,37 für das Internet-Hosting. 5.8. Steuern vom Einkommen und Ertrag sind auf Grund des negativen Jahresergebnisses sowie der steuerlichen Verlustvorträge nicht angefallen. Sonstige Steuern betrugen insgesamt € 1.402,04. Auf das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern wurde verzichtet (§ 274 HGB). 5.9. Der Jahresverlust per 31.12.2016 beträgt € 11.569,51. 6. Sonstige Angaben6.1. Haftungsrisiken: Die Gesellschaft ist Mitglied der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen, Berlin. Reichen die Mittel dieser Entschädigungseinrichtungen nicht aus, so können Sonderbeiträge erhoben werden. 6.2. Die Gesellschaft hat die folgenden wesentlichen betrieblichen Funktionen an andere Unternehmen ausgelagert: Das Rechnungswesen, die Finanzbuchhaltung, die Lohnbuchhaltung und die Bilanzerstellung wurde an die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Treuhand Niederrhein AG, Krefeld, ausgelagert. Die Auslagerung des Marketings an Lück Marketing, Erftstadt, wurde im Dezember 2016 beendet. Ab dem 15.12.2015 wurde die Compliance-Funktion ausgelagert an Herrn Rechtsanwalt Claus Huth, Frankfurt. Durch die Auslagerung von betrieblichen Funktionen ergeben sich unter Kosten-Nutzen-Aspekten positive Effekte auf die Geschäftstätigkeit. Auslagerungen können jedoch zu einem Anstieg der operationellen Risiken aus der Geschäftsabwicklung führen. 6.3. Zukünftige Verpflichtungen aus Leasingverträgen stellen sich wie folgt dar:
Die Leasingaufwendungen betrugen in 2016 insgesamt T€ 147.894,55. 6.4. Das Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr beträgt in Summe € 45.119,68 und entfällt auf die Abschlussprüfung mit € 25.505,00 und andere Bestätigungsleistungen mit € 19.614,68. 6.5. Wir haben auch die Weiterentwicklung des neuen EDV Systems mit Hilfe eines Sale and Lease Back Vertrages mit der MMV Leasing GmbH, Koblenz, finanziert. Durch den Zufluss des Verkaufserlöses konnten die liquiden Mittel erhöht werden. Die Laufzeit des Vertrages beträgt 5 Jahre. Der Verkaufserlös lag bei € 250.062,50, die sich hieraus ergebenden finanziellen Verpflichtungen bis zum Ende der Vertragslaufzeit betragen zum Bilanzstichtag € 222.288.09. 6.6. Die Gesellschaft hat einen langfristigen Mietvertrag abgeschlossen. Aus diesem Mietvertrag bestehen per 31.12.2016 finanzielle Verpflichtungen bis 31.10.2019 in Höhe von T€ 174. Zusätzlich wurde für die Zweigstelle in Frankfurt am Main ein Untermietvertrag mit der THALES AG geschlossen. Aus diesem Mietvertrag bestehen zum Bilanzstichtag finanzielle Verpflichtungen bis 31.10.2017 in Höhe von T€ 18. Die Anmietung von Geschäftsräumen ermöglicht der Gesellschaft den Vertrieb ihrer Produkte und Dienstleistungen sowie die Abwicklung ihres Geschäfts. Aufgrund der Langfristigkeit der Mietverträge können sich Risiken aus der möglichen Abnahme der betriebswirtschaftlichen Attraktivität des jeweiligen Standorts ergeben. 6.7. Von November 2012 bis 03.08.2016 unterhielt die Gesellschaft eine Zweigstelle in Frankfurt am Main, Schumannstr. 45. Mit Wirkung vom 04.08.2016 wurde der Sitz der Gesellschaft an diese Adresse verlegt. Der ehemalige Hauptsitz in Krefeld wurde zur Zweigstelle. 6.8. Seit dem 1. November 2012 hat die Gesellschaft die Haftung nach § 2 Abs. 10 KWG für die THALES AG, 60325 Frankfurt am Main, Schumannstr. 45 übernommen. 6.9. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug 18 Arbeitnehmer. 6.10. Die Gesellschaft hatte im Berichtsjahr zwei Vorstandsmitglieder; Herrn Bankfachwirt Bruno Herbst und Herrn Dipl. Betriebswirt FH Wolfgang Weber. Herr Bruno Herbst hat sein Amt zum 31.12.2015 niedergelegt. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte im Januar 2016. Auf die Angabe der Vorstandsbezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Herr Weber hat ein Aufsichtsratsmandat bei der THALES AG Frankfurt am Main. 6.11. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen € 30.000,00. Tantiemen, Provisionen oder sonstige Nebenleistungen wurden nicht vergütet. 7. NachtragsberichtVorgänge nach dem Bilanzierungszeitpunkt mit Bedeutung für das Geschäftsjahr 2016 sind nicht eingetreten. Die Gesellschaft hatte im Berichtsjahr drei Aufsichtsratsmitglieder:
Frankfurt, den 28.03.2017 Wolfgang Weber, Vorstand Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der FIDAL Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der FIDAL Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 23. Juni 2017 KPMG
AG
Janzen, Wirtschaftsprüfer Peschkes, Wirtschaftsprüferin Bericht des Aufsichtsrates der FIDAL AG über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2016, des Lageberichtes und des Vorschlages für die Verwendung des Bilanzgewinnes gem. § 171 AktiengesetzDem Aufsichtsrat lag der mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk der KPMG Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf vom 23.06.2017 versehene Jahresabschluss der FIDAL AG zum 31.12.2016 nebst Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 vor. Die Unterlagen sind den Aufsichtsratsmitgliedern am 27.06.2017 zugeleitet worden. Der Vorschlag des Aufsichtsrates und des Vorstands der FIDAL AG zur Verwendung des Bilanzgewinns vom 19.04.2017 hat ebenfalls vorgelegen. Der Wirtschaftsprüfer hat an den Verhandlungen des Aufsichtsrats über diese Vorlagen teilgenommen. Die Prüfung der Rechnungslegung der Gesellschaft durch den Abschlussprüfer hat aus Sicht des Aufsichtsrates keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben. Die Rechnungslegung entspricht in vollem Umfang den gesetzlichen Anforderungen und ist im Übrigen im Hinblick auf das vorrangige Ziel der Bestandssicherung des Unternehmens und der Sicherstellung einer dauerhaften Rentabilität zweckmäßig. Die gesetzlichen Vorschriften über den Inhalt des Jahresabschlusses, über die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, über die Wertansätze in der Bilanz sowie die Einhaltung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und Bilanzierung sind eingehalten. Die Rückstellungen entsprechenden den gesetzlichen Anforderungen. Der Lagebericht vermittelt eine zutreffende Vorstellung von der Lage des Unternehmens unter Berücksichtigung der wesentlichen Risiken der künftigen Entwicklung. Der Gewinnverwendungsvorschlag erfüllt die gesetzlichen Anforderungen, insbesondere der §§ 58, 150 AktG und ist nicht zu beanstanden. Die Geschäftsführung der Gesellschaft durch den Vorstand wurde vom Aufsichtsrat in den quartalsmäßig stattfindenden Aufsichtsratssitzungen geprüft und gab ebenfalls keinen Anlass zu Beanstandungen. Als abschließendes Ergebnis unserer Prüfung wird festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind und dass der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr zum 31.12.2016 vom Aufsichtsrat gebilligt wird.
Krefeld, den 6. Juli 2017 Andre Bruckhaus, Aufsichtsratsvorsitzender Auszug der Niederschrift über die
ordentliche Hauptversammlung
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