ASKLEPIOS - ASB Krankenhaus Radeberg GmbH
Pulsnitzer Straße 60, 01454 Radeberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH | 94.00% |
| 6.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ASKLEPIOS - ASB Krankenhaus Radeberg GmbHRadebergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Amtsgericht Dresden HRB 17413Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen und Geschäftsmodell der Gesellschaft Die Gesellschaft betrieb im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Klinik am Standort Radeberg mit insgesamt 145 akutstationären Planbetten. Das mit medizinischer und pflegerischer Qualität einhergehende Leistungsangebot der Klinik erstreckt sich vornehmlich auf die Grund- und Regelversorgung. Die Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA und der ASB Ortsverband Neustadt/Sachsen e.V. sind Gesellschafter der ASKLEPIOS-ASB Krankenhaus GmbH mit Sitz in Radeberg. Asklepios ist im Gesundheitsmarkt mit modernen Einrichtungen und hochqualifizierten Personal zur stationären und ambulanten Behandlung gut positioniert und für die Anforderungen der Regulatorik gewappnet. Ausgehend vom starken Kliniknetzwerk mit insgesamt rund 170 Gesundheitseinrichtungen arbeitet Asklepios fortlaufend an neuen Angeboten, um die Wertschöpfungskette langfristig zu verbreitern. Prävention und Nachsorge als wichtige strategische Zukunftsfelder werden weiterhin fokussiert, um die Vielseitigkeit des Geschäftsmodells bestmöglich zu nutzen. Wohlüberlegte Investitionen in die Digitalisierung des Gesundheitswesens verlängern die Wertschöpfungskette zugunsten neuer Erlösströme. Asklepios treibt die Transformation der Gruppe aktiv voran, um in der integrierten, digitalisierten Gesundheitsversorgung zu den Vorreitern zu zählen. Seit 2011 gehören die MediClin AG und seit 2020 die RHÖN-KLINIKUM AG mehrheitlich zur Asklepios Gruppe. Die RHÖN Kliniken ergänzen das Asklepios-Netzwerk zusätzlich mit fünf starken Standorten. Das dichte Netz an Kliniken und Gesundheitseinrichtungen ermöglicht integrierte Behandlungsketten und den Aufbau medizinischer Cluster. 1) Qualitätsmanagement Für Krankenhäuser gelten eine Vielzahl von gesetzlichen Vorgaben und Richtlinien zum Thema Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung. Das Thema Qualität hat bei Asklepios einen hohen Stellenwert. In allen Asklepios Kliniken ist ein strukturiertes Qualitätsmanagement-System implementiert, das, unabhängig von den Vorgaben einzelner Zertifizierungsverfahren, laufend weiterentwickelt und den aktuellen gesetzlichen Anforderungen angepasst wird. Der Fokus des Asklepios QM-Systems liegt auf den gesetzlich geforderten QM-Instrumenten gemäß QM-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) sowie den Konzernstandards zur Steigerung der Patientensicherheit. Diese Anforderungen gelten als Mindeststandard für alle Kliniken. Neben dem Qualitätsmanagement und der Qualitätssicherung ist in den Asklepios Kliniken ein klinisches Risikomanagement etabliert. Konzernstandards zur Erhöhung der Patientensicherheit werden in allen Kliniken umgesetzt, beispielsweise die Anwendung der OP-Sicherheitscheckliste der WHO, Patientenarmbänder, Vermeidung von Eingriffsverwechslungen, sichere Patientenidentifikation sowie Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit im Rahmen der Arzneimitteltherapie. Dabei werden die Handlungsempfehlungen des Aktionsbündnis Patientensicherheit berücksichtigt. Ein Fehlermeldesystem CIRS ist in allen Asklepios Kliniken etabliert und das Lernen aus Fehlern konzernweit sichergestellt. An die Stelle von externen Zertifizierungen tritt das vom Konzernbereich Qualität entwickelte konzerninterne Asklepios Auditprogramm. Das Programm beinhaltet, neben klinikinternen Audits und Risikoaudits zu Schwerpunktthemen, eine jährliche Auditierung aller Kliniken durch den Konzernbereich Qualität. Die Ermittlung von Kundenanforderungen erfolgt in allen Asklepios Kliniken mittels einer kontinuierlichen Patientenbefragung. Die Ergebnisse dienen der kontinuierlichen Verbesserung der Qualität der Krankenhausbehandlung. Durch die Einführung des "Handlungsindexes" wurde eine gezielte Priorisierung bei der Ableitung von Maßnahmen deutlich erleichtert. Alle Asklepios Rehakliniken sind nach dem von der Bundesarbeitsgemeinschaft Rehabilitation (BAR) anerkannten Zertifizierungsverfahren IQMP-kompakt zertifiziert. B. Wirtschaftsbericht 1) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Bundesregierung rechnet in ihrer Herbstprognose für das aktuelle Jahr mit einem Rückgang des Wirtschaftswachstums von 0,4 Prozent. Im Jahr 2024 erwartet die Bundesregierung einen Anstieg um 1,3 Prozent [1] . Mit Blick auf die Inflation sowie hohe Energiepreise und den bestehenden Fachkräftemangel geht Asklepios insgesamt ebenfalls von einer Beeinflussung auf die Geschäftsentwicklung aus. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach dem Ende der Corona-Pandemie mit ihren Auswirkungen vor allem auf die stationären Leistungserbringer im Gesundheitswesen zeigen sich im Geschäftsjahr 2023 bundesweit wieder steigende Leistungszahlen, wobei das Leistungs- und Fallzahlniveau des Jahres 2019 nicht mehr erreicht wird. Im Jahr 2023 gab es keine Ausgleichszahlungen für Corona-Hilfen mehr in Form von Freihaltepauschalen bzw. Versorgungsaufschlägen. Die Rechnungsbegleichung durch die Krankenkassen innerhalb von 5 Tagen nach Rechnungsstellung wurde bislang bis Ende 2024 verlängert. Das Hilfsprogramm für die Krankenhäuser für die infolge des Ukraine-Kriegs und der Inflation ausgelösten Kostensteigerungen umfasste für den Zeitraum Oktober 2022 bis April 2024 initial EUR 4,5 Mrd. für die individuell nachzuweisenden Mehrkosten für Erdgas, Fernwärme und Strom sowie EUR 1,5 Mrd. für pauschale, an den Bettenzahlen orientierte Hilfen für mittelbar durch die Steigerung von Energiekosten verursachten Kosten. Nachdem die individuell nachzuweisenden Kosten infolge der gesetzlichen Definition der Vergleichszeiträume nur zu geringer Inanspruchnahme führten, wurden EUR 2,5 Mrd. für den Zeitraum September 2023 bis Mai 2024 über pauschale, wiederum an den Bettenzahlen orientierten Zahlungen an die Krankenhäuser verteilt. Die Nachweise für die individuelle Darstellung der Mehrkosten infolge der Kostensteigerungen im Energiebereich zeigen ein Kernproblem des deutschen Gesundheitswesens. Das Nachweisverfahren wurde extrem bürokratisch aufgebaut, die Vorgaben wurden in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich interpretiert und in den meisten Ländern wurden die Krankenkassen mit der Sammlung, Auswertung und Aufbereitung der Anfragen der Krankenhäuser betraut. Regelhaft waren die Budgetverhandler hierbei beauftragt, deren Kompetenz in Energiefragen nicht vorhanden sein kann. Die Bürokratisierung nimmt dabei in allen Bereichen zu. Für Komplexbehandlungen ist eine Strukturprüfung erforderlich, ohne die eine Abrechnung nicht mehr möglich ist. Die vom Medizinischen Dienst hierzu erlassene Richtlinie Regelmäßige Begutachtungen zur Einhaltung von Strukturmerkmalen von OPS-Kodes (StrOPS-RL) umfasst 486 Seiten. Die Kliniken müssen je Operationen- und Prozedurenschlüssel (OPS)-Kode umfangreiche Unterlagen vorbereiten und diese prüfen lassen. Die Pflegepersonaluntergrenzen (PpUG) wurden im Jahr 2023 um die pflegesensitiven Bereiche Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, die Urologie sowie die Rheumatologie ergänzt; ab 2024 wird die Neurochirurgie hinzukommen, womit 93,5% aller Pflegetage von Pflegepersonaluntergrenzen abgedeckt sind. Zudem soll ein Instrument zur Ermittlung des Pflegebedarfs eingeführt werden (PPR 2.0), das weiteren hohen dokumentarischen Aufwand nach sich zieht, ohne dass die Vorgaben zur Einhaltung der Pflegepersonaluntergrenzen aufgehoben werden. Für die Budgetverhandlungen wurden neue Fristen eingeführt, die bei Nichtbeachtung für die Krankenhäuser zu Sanktionen in Höhe von 1 Prozent der abgerechneten Entgelte führen können. Bis 31. Oktober 2023 waren alle Unterlagen der Budgetjahre bis einschließlich des Jahres 2021 einzureichen mit Sanktion bei Nichtvereinbarung der entsprechenden Jahre ab 1. Mai 2024. Bis 31. März 2024 sind die Unterlagen des Jahres 2022 einzureichen mit Sanktion ab 1. Oktober 2024. Diese Fristen werden immer weiter reduziert und für das Budgetjahr 2026 sind die Unterlagen bereits bis 31. Dezember 2025 einzureichen und eine Vereinbarung bis 1. August 2026 zu erzielen, um eine Sanktion zu vermeiden. Die Zeit für Vorbereitung und Verhandlungen verdichtet sich hierdurch enorm und belastet vor allem infolge der einseitigen Sanktionen nur die Krankenhäuser. Bei der Vereinbarung der Pflegebudgets wird ab 2025 das Sonstige Personal und Personal ohne Berufsabschluss - bspw. Personal der aktivierenden Pflege, Pflegehelfer und Stationshilfen - nicht mehr berücksichtigt und soll wieder über die ausgegliederten German Diagnosis Related Groups (aG-DRGs) vergütet werden. Zudem werden Hebammen und Entbindungspfleger ab dem Jahr 2025 unabhängig von ihrer Tätigkeit auf Station bzw. im Kreißsaal vollständig im Pflegebudget berücksichtigt. Die von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach vorgesehene Krankenhausreform zielt darauf ab, die Leistungen der Krankenhäuser in Leistungsgruppen einzuteilen mit einheitlichen Strukturvorgaben bspw. bei der Ausstattung, dem Personal und den Behandlungserfahrungen sowie weiteren verpflichtend vorzuhaltenden anderen Leistungsgruppen. Ohne die Erfüllung dieser Vorgaben dürfen diese Leistungen nicht mehr erbracht werden. Die Vergütung soll sich aufteilen in Vorhaltebudgets und Pflegebudgets mit insgesamt 60 Prozent der bisherigen Finanzierung sowie wie bisher DRGs, die jedoch nur noch 40 Prozent der Vergütung umfassen. In den Jahren 2025 und 2026 erfolgt eine budgetneutrale Phase, ab 2027 soll sich das Vorhaltebudget an den von den Bundesländern den Kliniken zugestandenen Leistungsgruppen orientieren. Mit dem Transparenzgesetz sollen bereits ab 2024 Informationen zur Behandlungsqualität aller Kliniken veröffentlicht werden, an denen sich Patient:innen orientieren können. In diesem Zusammenhang werden die Kliniken den relevanten Leistungsgruppen zugeordnet und dadurch einzelnen Levels (Versorgungsstufen) zugeordnet. Um die Ambulantisierung voranzutreiben werden ab 2024 Hybrid-DRGs eingeführt, die sowohl für Krankenhäuser als auch für niedergelassene Ärzt:innen maßgeblich sein wird und die die Kosten für alle Leistungen mit maximal einer Übernachtung abdecken sollen. Für zwölf verschiedene Eingriffe soll es diese einheitliche Vergütung in der ersten Stufe geben, die teils deutlich unter dem bisherigen DRG-Erlös liegt. In einer zweiten Stufe, voraussichtlich ab 2025, sind insgesamt 55 DRGs in die Auswahl genommen worden, die ebenso zu Hybrid-DRGs transformiert werden sollen. Patienten, die mehr als eine Übernachtung im Krankenhaus verbleiben oder bestimmte Ausschlusskriterien aufweisen, sollen wir bisher über die regulären DRGs abrechenbar sein. C. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 1) Geschäftsverlauf und Ertragslage
Im stationären Bereich lag der Patientenrückgang ebenfalls bei rund 2,8% und ist auch hier einem Rückgang der Fälle in den Bereichen um 118 geschuldet. Die Verweildauer im stationären Bereich ist bei 5,59 Tagen im Jahr 2022 sowie durchschnittlich 5,56 Tagen 2023 nahezu gleichbleibend. Im Jahr 2023 wurden inklusive der Jahresüberlieger 3.522,3 Bewertungsrelationen (BWR) erbracht. Im Vergleich dazu wurden im Vorjahr 3.581 Bewertungsrelationen erbracht. Im ambulanten Bereich wurden insgesamt 9.978 Patienten versorgt. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 728 Patienten.
Die Gesellschaft konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 die Entgeltverhandlungen für ihre Klinikstandorte abschließen, was zu einer zeitnahen Sicherstellung der Erlöse führt. Die Veränderungen der Bewertungsrelationen kamen in einer Verminderung des Umsatzes zum Ausdruck. Dieser sank um 3,6% von EUR 24,7 Mio. auf EUR 23,8 Mio. Euro. Die durchschnittlichen Fallerlöse entwickelten sich insbesondere im stationären Bericht angesichts des veränderten Produktmixes von EUR 4.176 auf EUR 4.058 (-2,8 %) negativ. Aufgrund reduzierter Fallzahlen sank unsere Auslastung gegenüber dem Vorjahr von 55,93% auf 46,00%. Die Umsatzerlöse wurden zu 95,8 % (Vorjahr 96,4%) im akutstationären Bereich und zu 4,2% (Vorjahr 3,6%) im ambulanten Bereich generiert. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von EUR 1,8 Mio. (Vorjahr EUR 2,4 Mio.) enthalten u.a. Erträge aus Hilfs-, Neben-, sonst. Betrieben und Erträge aus Zuwendungen. Der Materialaufwand stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum um 11,9 %, d.h. absolut um EUR 0,9 Mio. auf EUR 7,5 Mio. Die Materialaufwandquote stabilisierte sich mit 31,5 % etwas über auf Vorjahresniveau (Vorjahr 27,1 %). Einerseits zeigten die Maßnahmen zur Reduktion der Sachkosten weiterhin ihre Wirkung. Andererseits hoben gegenläufige diese Entwicklung im Geschäftsjahr auf, wobei insbesondere die Energiekosten ein Kostentreiber bleiben, deren Anstieg bei 33,6 % lag. Die absoluten Personalkosten stiegen um 12,9 % von EUR 12,4 auf EUR 14 Mio. und resultieren in einer Personalaufwandquote, die von 50,2% auf 58,8% anstieg. Insgesamt ist der Anstieg der Personalkosten auf einer Ausweitung der Mitarbeiterzahlen (+9,2%) sowie Tarifsteigerungen (+4%) zurückzuführen. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen verzeichnete die Gesellschaft einen Rückgang um EUR 0,6 Mio. auf EUR 5,0 Mio. (Vorjahr EUR 5,6 Mio.) bzw. -10,7 %. Die Quote lag mit 21 % leicht über Vorjahresniveau. Das operative Ergebnis EBITDA verschlechterte sich gegenüber Vorjahr um EUR 3,3 Mio. und liegt um 57 % unter dem Vorjahr (EUR 2,3 Mio.). Dies entspricht einer Marge von -4,2 % im Geschäftsjahr 2023 (Vorjahreszeitraum: EUR +2,3 Mio. bei einer Marge von 9,7%). Als bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator liegt das EBITDA damit unter der im Vorjahr erwarteten Prognose. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug die Abschreibungsquote 2,5 % und liegt somit in etwa auf dem Vorjahresniveau von 2,8%. 2) Finanzlage und Vermögenslage Die Gesellschaft nimmt am Cash-Pooling des Asklepios Konzerns teil. Die Verzinsung der Cash-Pool-Konten erfolgte unterjährig zu variablen Zinssätzen. Die Forderungen aus dem Cash-Pooling betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 17.500 und werden unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Cash-Pooling Aktivitäten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr somit um TEUR 624. Die Gesellschaft verfügt aufgrund der Ertragslage und der Einbindung in den Konzernverbund stets über ausreichende Liquidität, um ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Die folgende Übersicht stellt die Veränderung der liquiden Mittel im Jahresverlauf dar:
Der Finanzmittelbestand hat sich im Jahr 2023 um EUR 0,1 Mio. auf EUR 19 Mio. erhöht. Der operative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit zeigt einen Mittelzufluss von EUR 0,6 Mio. Ebenso zeigt der Cashflow aus der Investitionstätigkeit einen Mittelabfluss in Höhe von EUR -0,5 Mio. Die Auszahlungen aus der Investitionstätigkeit von EUR 0,5 Mio. beinhalten im Wesentlichen Investitionen in das eigenfinanzierte Anlagevermögen.
Unsere Finanz- und Vermögenslage ist solide. Die langfristigen Vermögensgegenstände finanzieren sich wie schon zum 31. Dezember 2023 zu über 100 % fristenkongruent durch Eigenkapital, Sonderposten nach dem KHG bzw. langfristig zur Verfügung stehendes Fremdkapital. Die Bilanzsumme minderte sich von EUR 42,3 Mio. im Vorjahr auf EUR 41,3 Mio. Der Rückgang in den langfristigen Vermögenswerten ist im Wesentlichen auf die systematische Abnutzung der Vermögenswerte zurückzuführen. Im Bereich der kurzfristigen Vermögensgegenstände ist insbesondere bei den Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen ein Anstieg zu verzeichnen. Die liquiden Mittel haben sich um TEUR 430 auf TEUR 1.554 verringert. Die Ursachen hierfür sind im normalen Geschäftsbetrieb begründet. Das Eigenkapital ist um EUR 1,5 Mio. auf EUR 26,6 Mio. aufgrund des Jahresfehlbetrages 2023 gesunken. Die Eigenkapitalquote ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken und beträgt nun 64,5 % (31. Dezember 2022: 66,7 %). Das langfristige Fremdkapital beträgt EUR 8,0 Mio. (Vorjahr EUR 8,0 Mio.) Es setzt sich aus den sonstigen langfristigen Rückstellungen von EUR 1,3 Mio. (Vorjahr EUR 0,7 Mio.) und den Sonderposten nach dem KHG von EUR 6,7 Mio. (Vorjahr EUR 7,2 Mio.) zusammen. Neben den liquiden Mitteln in Höhe von EUR 1,6 Mio. hat die Gesellschaft Zugriff auf das konzerninterne Cashpooling. 3) Investitionen Zur Steigerung der optimalen Patientenversorgung und Erhaltung der Substanz des Krankenhauses sind regelmäßige Investitionen von höchster Bedeutung. Im Geschäftsjahr wurden folgende Investitionen getätigt:
Fördermittel nach § 9 Abs. 3 KHG wurden im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 477 zugewiesen. Der Bestand an noch nicht verwendeten Fördermitteln beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 3,0 Mio. (Vorjahr EUR 1,7 Mio.). 4) Gesamtaussage der Geschäftsleitung zum Geschäftsverlauf und zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Gesellschaft hat sich im Berichtsjahr positiv entwickelt. Steigende Patienten- und Umsatzzahlen sind zwei der Gründe für die positivere Ergebnisentwicklung im Vergleich zum Vorjahr. Begrenzt wurde dieser Trend jedoch von der weiterhin herausfordernden Kostenentwicklung. Die Schere zwischen Mehrleistungen und den steigenden Kosten aufgrund von kontinuierlich höheren Energiepreisen, Material- und Personalkosten bei gleichzeitig gedeckelten Entlohnungen für diese Leistungen geht weiter auf. Dies bedingt kreative Maßnahmen und Konzepte auf der Leistungsseite, um Effizienzsteigerungen zu erzielen, die diese Kostensteigerungen kompensieren können. Gemäß unserer Erwartung zum 31. Dezember 2022 für das Geschäftsjahr 2023 liegen wir mit dem Umsatz in Höhe von -2,1 % gegenüber dem Vorjahr unterhalb unserer Prognose. Das operative Ergebnis liegt unter dem Vorjahr: Die Entwicklung der Bewertungsrelationen (BWR) in Bezug zur Erwartung vom 31.12.2022 für 2023 konnte nicht realisiert werden. Die Fallzahlen in der ambulanten Versorgung konnten nicht gesteigert werden und sind um 6,8 % gesunken. Die Patientenentwicklung in der stationären Versorgung ist um 2,8 % gesunken. D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1) Prognosebericht Der Ukraine-Krieg und damit verbundene Preissteigerungen sowie die allgemeine Inflation werden noch 2024 Auswirkungen auf die Geschäfts- und Leistungsentwicklung unserer Gesundheitseinrichtungen haben. Unsere Kliniken werden zusätzlich von einem anspruchsvollen regulatorischen Umfeld beeinflusst. Asklepios wird flexibel auf diese Herausforderungen reagieren und Änderungen medizinischer oder regulatorischer Anforderungen umsetzungsstark begegnen, um mögliche Effekte zu mindern. Asklepios hat durch strategische Investitionen in die Bereiche Digitalisierung und Ambulantisierung sowie durch eigenfinanzierte Investitionen in die Gesundheitseinrichtungen eine solide Basis geschaffen, um die Herausforderungen wirtschaftlich gut zu überstehen. Insgesamt rechnet Asklepios für das Jahr 2024 daher mit einer stabilen Umsatzentwicklung und einer insgesamt positiven wirtschaftlichen Entwicklung. Gesamtaussage der Geschäftsführung Vor dem Hintergrund des anspruchsvollen politischen und wirtschaftlichen Weltgeschehens erwartet Asklepios weiterhin Auswirkungen auf die Ergebnis-Margen. Unsere wirtschaftlichen Ziele fokussieren für das Geschäftsjahr 2024 dennoch ein organisches Umsatzwachstum im Bereich von rund 3,5%-4,4% und eine hieraus erfolgende leichte aber nachhaltige Steigerung des EBITDA und des EAT gegenüber dem Vorjahr. Die Eigenkapitalquote wird sich im Geschäftsjahr 2024 gegenüber dem Vorjahr stabil entwickeln. Neben den Finanzzahlen berücksichtigt Asklepios bei der Steuerung des Unternehmens als nicht finanziellen Leistungsindikator die Anzahl der Bewertungsrelationen (BWR) und erwartet eine beständige Entwicklung gegenüber dem Vorjahr. 2) Risiko- und Chancenbericht a) Risiken und Chancenmanagementbericht Asklepios ist aufgrund der Wachstumsdynamik, der Komplexität der Geschäftsverflechtungen, hohen regulatorischen Anforderungen, stetigem wissenschaftlichen, medizinischen und technologischen Fortschritt sowie der faktisch gesetzlichen Aufforderung nach steigender Effizienz und Effektivität und den steigenden Ansprüchen unserer Patient:innen insbesondere dezentral einer Reihe von Herausforderungen und Risiken ausgesetzt. Eine systematische Erfassung der Risiken und gleichermaßen der Chancen versetzt Asklepios in die Lage, den wirtschaftlichen Erfolg langfristig zu sichern, die Ansprüche unserer Patient:innen zu erfüllen und unseren Mitarbeitenden grundsätzlich sichere Arbeitsplätze zu bieten. Die sich schnell ändernden gesundheitspolitischen, strukturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedingungen gilt es zu erfassen und zu steuern. Die Steuerung der damit verbundenen Risiken und Chancen ist eine fortwährende Herausforderung und wichtiger Bestandteil des Managements der Kliniken und des Konzerns. Das Risikomanagement ist bei Asklepios fest etabliert, erfüllt die gesetzlichen Anforderungen und geht über sie hinaus. Prozess des Chancen- und Risikomanagementsystems
Internes Kontrollsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess Im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse der einbezogenen Gesellschaften und den Rechnungslegungsprozess werden solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich erachtet, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Abschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:
b) Risiken Risiken werden analog der Einschätzung auf Ebene der Berichtseinheiten anhand ihrer möglichen negativen Auswirkungen in die Klassen "akzeptabel" (bis 1% EBITDA), "überwachungsrelevant" (bis 5% EBITDA), "handlungsrelevant" (bis 10% EBITDA) und "sehr kritisch" (ab 10% EBITDA) eingeteilt. Die Klassen bilden den jeweiligen Schadenserwartungswert ab, der sich aus der Kombination aus voraussichtlicher Eintrittswahrscheinlichkeit und voraussichtlicher Schadenshöhe ermittelt. Die wesentlichen Risikofelder sind nachfolgend erläutert, die Reihenfolge der genannten Risikofelder spiegelt die gegenwärtige Einschätzung des relativen Risikomaßes für Asklepios wider. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich Risiken im Zusammenhang mit der Corona Pandemie deutlich reduziert, durch höhere Risiken im Bereich Abrechnung- und Erlös und höhere finanzielle Risiken steigt die Gesamtrisikolage jedoch leicht an. Erlös-, Dokumentations- und Budgetrisiken (überwachungsrelevant) Durch die starke gesetzliche Reglementierung ist Asklepios sowohl in täglichen Falldokumentations- und Abrechnungsprozessen als auch in mittelfristigen Entwicklungen der Erlösbudgets Risiken ausgesetzt. Derzeit betrifft dies neben der Zahlungsmoral der Krankenkassen, dem krankheitsbedingten Ausfall von Mitarbeitern (z.B. durch Corona), neue gesetzliche Vorgaben z. B. für die Einführung von Strukturprüfungen, die Erhöhung der Mindestmengen sowie ab 2023 die Verschiebung von stationär zu ambulant und budgetrechtliche Detailfragen wie z. B. konträre Auffassungen über Fallspezifikationen und -vergütungen, die Beurteilung von Strukturvorgaben, die Höhe des Pflegebudgets, laufende Schiedsstellenverfahren mit teilweise nicht vorhersehbarem Ergebnis, verspätet durchgeführte Budgetverhandlungen und mögliche Änderungen im Budgetrecht und den ergänzenden Abrechnungsbestimmungen. Die genannten Risiken können zu einer Verschlechterung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage führen. Bedingt durch die Größe des Konzerns und des vorhandenen Wissens sowie der vorhandenen Datenbestände ergibt sich die Möglichkeit, Standards zu definieren und die Kliniken vor Ort in der Umsetzung der genannten Themen effektiv zu unterstützen. Generell besteht im Bereich des Umgangs mit sensiblen Dienstleistungen, die auch grundsätzlich zu den hoheitlichen Aufgaben gehören, das inhärente Risiko, dass die Privatwirtschaft zurückgedrängt wird. Eine rückwirkende Abwicklung von Verträgen würde den Wegfall von Umsätzen bedeuten, die Auswirkung hingegen ist abhängig vom jeweiligen Produktfeld. Die prognostizierte demografische Entwicklung in einigen Gebieten kann ceteris paribus zu sinkenden Fallzahlen und Umsätzen führen. Die geplante Krankenhausreform kann mittel- bis langfristige Effekte auf die Risikosituation entfalten, konkrete Aussagen bezüglich möglicher Auswirkungen auf Asklepios sind auf Grund des laufenden politischen Prozesses noch nicht abschließend beurteilt werden. Personalrisiken (überwachungsrelevant) Risiken im Personalbereich sind im Gesundheitsmarkt kontinuierlich vorhanden und können zu einer Verschlechterung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage führen. Die Einführung der PpUGV (Pflegepersonaluntergrenzen Verordnung), der PPR 2.0 (Pflegepersonalregelung) sowie der PPP-RL (Personalausstattung Psychiatrie und Psychosomatik Richtlinie) stellt eine zentrale Herausforderung für den gesamten Gesundheitsmarkt dar. Zu den Einzelrisiken gehören u.a. der Fachkräftemangel und die Abwanderung von Schlüsselpersonal sowie die Entwicklung der Personalkosten. Zur Einhaltung der gesetzgeberischen Vorgaben aus den vorgenannten Verordnungen und Richtlinien und zur Vorbeugung des Risikos des Fachkräftemangels, nutzt Asklepios umfangreiche sowohl zentrale als auch dezentrale Rekrutierungsmaßnahmen (auch im Ausland) und Personalentwicklungsprogramme. Durch den Konzernverbund ergeben sich für die Asklepios-Mitarbeiter Möglichkeiten, wie sie in kleineren Strukturen nicht darstellbar sind. Daneben hat die Aus- und Fortbildung der eigenen Fach- und Führungskräfte für uns hohe Priorität. Durch die optimale Qualifizierung unserer Mitarbeiter gewährleisten wir ein hohes Innovationspotenzial und zukunftweisende Prozesse, nicht nur auf dem Gebiet höchstwertiger Medizin, sondern auch bezogen auf unsere wirtschaftlichen Aktivitäten. Zusätzlich führen wir gezielte Personalbindungsmaßnahmen durch, um qualifizierte und motivierte Mitarbeiter langfristig für Asklepios zu begeistern. So beugen wir dem Fachkräftemangel gezielt vor. Über diesen Ansatz tragen wir unserer ökonomischen und unserer gesellschaftlichen Verantwortung gleichsam Rechnung und stärken unsere Marke. Die Entwicklung der Personalaufwendungen hängt stark von der Tarifentwicklung bei den Klinikbeschäftigten ab. Insbesondere die Vergütungen von examinierten Pflegefachkräften, die einen großen Teil unserer Mitarbeiter ausmachen, sind in den vergangenen Jahren aufgrund des bundesweiten Fachkräftemangels in diesem Bereich deutlich gestiegen, wobei berücksichtigt werden muss, dass die direkten Personalkosten des Pflegedienstes über die Pflegebudgets der Kliniken von den Kostenträger refinanziert werden. Ganz besonders deutlich sind die Personalkostensteigerungen vor dem Hintergrund der inflationsbedingt sehr hohen Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst 2023/2024 spürbar. Zur Verringerung der externen Abhängigkeit und für die Möglichkeit, künftige Entwicklungen mitzugestalten, hat Asklepios die Risiken durch flexiblere und nach dezentralen Kriterien differenzierte Haustarifverträge, Arbeits- und Sozialordnungen sowie weitere alternative Vergütungsmodelle erheblich verringert. Die Modelle werden grundsätzlich durch die betreffenden Konzernbereiche vor Abschluss geprüft, alle Tarifverträge / Arbeits- und Sozialordnungen werden grundsätzlich durch den Konzernbereich Personal verhandelt. Ziel von Asklepios ist es, im Rahmen von Tarifverhandlungen möglichst lange Laufzeiten zu vereinbaren, um eine ausreichende Planungssicherheit zu erhalten. In Anbetracht der weiterhin zu erwartenden tarifbedingten Personalkostensteigerungen legt Asklepios ein besonderes Augenmerk auf die bedarfsgerechte quantitative personelle Ausstattung. IT Risiken und Cyber-Risiken (akzeptabel) Asklepios ist von einer funktionierenden IT-Infrastruktur abhängig. Der erfolgreiche Behandlungspfad eines Patienten (von der Aufnahme über die Diagnostik und Behandlung bis hin zur Dokumentation) hängt auch von einer integrierten IT ab. In diesem Zusammenhang sind grundlegende IT-Verfahrensweisen und die Systemstabilität und Sicherheit der IT-Infrastruktur von Bedeutung. Patientensicherheit und Behandlungseffektivität als Schutzziele der Informationssicherheit stehen im Fokus. Störungen in der IT-Integration und -Infrastruktur sowie in den dazugehörigen Verfahren können entsprechende Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben. In diesem Zusammenhang wird das Risikomanagement im IT-Bereich kontinuierlich weiterentwickelt. In den vergangenen Jahren hat sich die allgemeine Risikolage im Bereich der IT durch eine weltweite Steigerung von Cyberangriffen erhöht. Gleichzeitig steigen die Komplexität der IT-Infrastruktur und die Vernetzung auch mit Netzen außerhalb von Asklepios, was eine mögliche Angriffsfläche für Cyber-Attacken erhöht. Um dieser Entwicklung angemessen zu begegnen, ergreift Asklepios weiterhin Maßnahmen, um die IT-Sicherheit weiter zu verbessern und mögliche Cyberangriffe auch zukünftig weiterhin erkennen und abwehren zu können. Das Rechenzentrum ist zum Nachweis des eines funktionierenden Informationssicherheits-Management-Systems zertifiziert und führt darüber hinaus unabhängige interne und externe Audits und Tests durch, welche die Leistungsfähigkeit unserer Sicherheitsmaßnahmen überprüfen. Kredit- und Kontrahentenrisiken (überwachungsrelevant) Dieses Risiko besteht darin, dass ein Vertragspartner seinen Verpflichtungen nicht, nur teilweise oder nicht rechtzeitig nachkommt. Asklepios ist einem aufgrund von Kontrahentenrisiken unerwartetem Verlust von Zahlungsmitteln oder Erträgen ausgesetzt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für einen Sachverhalt sehen wir jedoch als gering an. Durch einen hohen Debitorenanteil an inländischen gesetzlichen Krankenversicherungen einerseits und einem kleineren Anteil öffentlicher Sozialbehörden sowie Privatpatienten andererseits, besteht ein geringes Delkredererisiko. Im Gegensatz dazu ist das Risiko aus Zahlungsverzögerungen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und damit eine Erhöhung der Kapitalbindung im Umlaufvermögen mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit zu beziffern. Bei der Geldanlage verfolgen wir eine konservative und breit gestreute Anlage- und Risikopolitik. Bei den Kontrahenten handelt es sich um Banken mit einem Investment Grade Rating einer anerkannten Ratingagentur, die zusätzlich in Einlagensicherungssystemen integriert sind. Weiterhin werden Beteiligungen kontinuierlich überwacht und bei Abweichungen von den erwarteten Zielen entsprechende Maßnahmen durch die Gesellschaft ergriffen. Zinsänderungsrisiken(akzeptabel) Aus der Geldanlage sowie der Finanzierungstätigkeit können sich Zinsänderungsrisiken ergeben. Diese Risiken werden im Rahmen des Risikomanagements systematisch quantifiziert, fortlaufend bewertet, gesteuert und überwacht. Zur Begrenzung der Zinsänderungsrisiken können situativ auch Zinssicherungsgeschäfte (bspw. Zinsswaps, Zinstermingeschäfte, Forward-Zinsswaps) eingesetzt werden. Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiken (überwachungsrelevant) Dieses Risiko besteht in der Gefahr, anstehende Zahlungsverpflichtungen nicht mehr uneingeschränkt und fristgerecht nachkommen zu können. Die Steuerung der Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiken ist zentrale Zuständigkeit des Konzernbereichs Corporate Finance & Treasury, der hierfür - mit Fokus auf einer effizienten Steuerung der liquiden Mittel - ein Treasury Management System einsetzt. Als finanziell konservativ agierendes Unternehmen und im Einklang mit den Investitionslaufzeiten der Vermögenswerte ist die Finanzierung von Asklepios grundsätzlich langfristig ausgerichtet und beinhaltet überschaubare kurzfristige Refinanzierungsrisiken. Der hohe Bestand an liquiden Mitteln und freien Kreditlinien, der stetige Cashflow, die gute Bonität, die breite Streuung der Finanzierungspartner sowie der Zugang zum Kapitalmarkt unterstreichen einen hohen Grad an Unabhängigkeit gegenüber generellen Kapitalmarktentwicklungen und sicheren die finanzielle Handlungsfähigkeit der Asklepios Gruppe ab. Planungs- und Baurisiken (akzeptabel) Aufgrund der umfangreichen Bautätigkeiten ist Asklepios Risiken durch z. B. Nutzungsänderungen, Abweichungen von Standards in der Bauabwicklung und -steuerung, Betriebseinschränkungen und Bauverzögerungen mit Erlösausfällen bzw. Überschreitungen von kalkulierten Baukosten sowie Terminen oder Planungsfehlern ausgesetzt. Zu den risikoreduzierenden Maßnahmen gehört u. a. die Bereitstellung einer konzerninternen hohen Expertise in der Bauplanung und -durchführung in Form eines eigenen Konzernbereichs für Architektur und Bau. Der Konzernbereich Architektur und Bau unterstützt die Asklepios Kliniken sowohl in der Projektleitung und -steuerung als auch bei der Planung der Projekte. Die Implementierung von standardisierten Vorgaben und Ausstattungsstandards sowie eine laufende Qualitätssicherung der Projekte in Verbindung mit der Identifikation und Analyse projektspezifischer Risiken sowie einer kontinuierlichen, engen Abstimmung mit allen Projektbeteiligten in allen Projektphasen durch den verantwortlichen Konzernbereich ist essentiell, so dass eine umgehende Reaktion auf eventuell auftretende Probleme möglich ist. Im Bereich der Neu- und Erweiterungsbauten unserer Kliniken nimmt Asklepios neben internen Leistungen auch Leistungen von externen Dienstleistern in Anspruch. Aus diesen Leistungen können u.a. Qualitätsdefizite in Planung und Ausführung unserer Projekte entstehen, aber auch Lieferschwierigkeiten in den Lieferketten. Daher legen wir grundsätzlich eine sorgsame und kontinuierliche Qualitätskontrolle und Überwachung all unserer Dienstleister, Baufirmen, Lieferanten und des gesamten Marktes bei Einkaufsentscheidungen, Auftragsvergaben oder Planungsleistungen zugrunde, um diesen Risiken effizient zu begrenzen. Auf diese Weise stellt der Konzernbereich sicher, dass alle eventuellen Projektrisiken bereits zu Beginn eines Bauprojektes systematisch erfasst, bewertet und Steuerungsmaßnahmen abgeleitet werden, um den Eintritt von Risiken sowie mögliche Schadenauswirkungen zu verhindern. Darüber hinaus hat der Konzernbereich Architektur und Bau mit der Einführung eines übergreifenden Projektmanagementhandbuchs für Bauprojekte gewährleistet, dass alle projektbezogenen Prozesse standardisiert sowie Verantwortlichkeiten klar und nachvollziehbar gestaltet sind. Folglich werden prozessbezogene Risiken und Ineffizienzen bei der Bauabwicklung und -steuerung effektiv minimiert. Internationale Konflikte und weitere Krisensituationen (akzeptabel) Der anhaltende Ukrainekonflikt, die sich entwickelnde Lage im Nahen Osten, weitere Konfliktpotentiale im asiatischen Raum, sowie eine Zunahme von weiteren Krisensituationen können sich zu einem Multikrisenszenario entwickeln. Hierdurch können negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und insbesondere die internationalen Lieferketten entstehen. Dies kann zu Preissteigerungen, Einschränkungen der Liefersicherheit und zu einer Verstärkung der Gesamtrisikosituation führen. Leistungsrisiken (akzeptabel) Herausfordernd im Hinblick auf die Leistungsentwicklung erweist sich die gesetzliche Regulierung des Vergütungssystems. Leistungssteigerungen können mit Preisabschlägen vergütet werden, Budgetunterschreitungen können ebenfalls ein Abschlagsrisiko bergen. Wir haben im Bereich der Kostenentwicklung insbesondere bei den Personal- und Materialaufwendungen mit stetig steigenden Kosten zu rechnen, die über den Zuwächsen durch Leistungssteigerungen liegen können. Hierdurch wird die Freisetzung von gebundenem Kapital und somit die Erweiterung des Finanzierungsspielraumes verhindert. Verfahrensrisiken bestehen insbesondere auch bei neuen Geschäftsmodellen wie der Abrechnung von Medizinischen Versorgungszentren. Die angemessene Berücksichtigung daraus resultierender Erlös- und Kostenrisiken gehört daher zu den vorrangigen Aufgaben des Managements, um die seit Jahren auseinandergehende Schere zwischen Erlös- und Kostensteigerungen zu bewältigen. Reputationsrisiken (akzeptabel) Als einer der größten privaten Gesundheitsdienstleister in Deutschland werden wir mit unseren medizinischen Angeboten in der Öffentlichkeit stark wahrgenommen. Das Vertrauen in Asklepios und die Reputation der medizinischen Einrichtungen zu erhalten und weiter zu stärken ist eine zentrale Aufgabe des Konzernbereichs Unternehmenskommunikation & Marketing. Gleichwohl ist nicht auszuschließen, dass negative Berichte in Print-, elektronischen oder digitalen Medien - die ein einseitiges oder gar unzutreffendes Bild realer Zustände in unseren Einrichtungen zeichnen, oder sich ideologisch aufgeladen gegen die Privatisierung im Gesundheitswesen richten - sich belastend auf die Reputation unseres Unternehmens auswirken. Wir treten diesen Risiken durch eine wirksame, transparente und aktive Kommunikation entgegen. Der Konzernbereich Unternehmenskommunikation & Marketing koordiniert dazu eine Vielzahl unterschiedlicher Maßnahmen in den Bereichen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Social Media, Corporate Publishing, Public Affairs sowie Interne und Online-Kommunikation. Ziel ist es, durch eine aktive, strategische sowie einheitliche und transparente Kommunikation einen hohen Wiedererkennungswert für Asklepios zu schaffen, um den Konzern von den Wettbewerbern abzuheben und etwaiger öffentlicher Kritik am Unternehmen sowie einzelner Einrichtungen bereits im Vorwege zu begegnen. Investitionsrisiken (akzeptabel) Asklepios versteht unter Investitionsrisiken, dass nicht durchgeführte oder unrentable Investitionen zu einer veralteten oder nicht zweckgemäßen Infrastruktur führen und die Erschließung neuer Marktpotenziale verhindern. Dadurch können gegebenenfalls Erlösziele nicht erreicht werden (weil bspw. Nutzungsgenehmigungen auslaufen), es können Marktanteile an die Wettbewerber verloren gehen und bei nicht erfüllten Kaufvertragsverpflichtungen Strafzahlungen drohen. Zurzeit beobachten wir auch, dass die Effekte des Klimawandels insbesondere bei Kliniken und Einrichtungen in exponierter geografischer Lage langfristig zu einem erhöhten Investitionsbedarf für ausgleichende Maßnahmen führen können. Das Management beobachtet die stetig sinkenden Fördermittelquoten mit entsprechenden Konsequenzen für die Investitionstätigkeit. Asklepios ist durch seine relativ hohe Innenfinanzierungskraft nicht in gleichem Maße abhängig von der Fördermittelentwicklung wie der überwiegende Teil des Wettbewerbs. Wir nutzen gezielt unsere Finanzstärke für einen hohen Anteil an Eigeninvestitionen. Auf diese Weise steigern wir die Attraktivität unserer Einrichtungen und unterstützen in hohem Maße ein nachhaltiges, organisches Wachstum. Zugleich verbessern Investitionen die Effizienz und führen zu sinkenden Folgekosten. Um dem eigenen Anspruch an qualitativ höchstwertige Medizin gerecht zu werden, investiert Asklepios erheblich in die Kliniken an den einzelnen Standorten. Allerdings werden Investitionen in unsere Kliniken mit einem zunehmend geringeren Teil an Fördermitteln finanziert, das heißt, die Fördermittelquote der Bundesländer entwickelt sich rückläufig. Daraus resultiert das Risiko eines rückläufigen Cashflows, das durch Effizienzmaßnahmen im operativen Geschäft kompensiert werden muss. Haftungs- und Rechtsrisiken (akzeptabel) Relevante Risiken, die sich im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten außerhalb von medizinischen Behandlungen ergeben, werden von der betreffenden Asklepios-Konzerngesellschaft fortlaufend identifiziert, bewertet und soweit erforderlich oder angemessen an die Konzernholding im Rahmen des rechtlich Zulässigen kommuniziert. Darüber hinaus ist Asklepios in verschiedene Rechtsstreitigkeiten involviert, die sich aus dem Kerngeschäft (medizinische Behandlungen) ergeben. Den Ausgang dieser Streitigkeiten vorherzusagen ist nicht immer möglich, dennoch erwartet Asklepios aus den heute anhängigen Verfahren keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage. Im Bereich der Haftungsfälle kann trotz aller bestehenden Vorkehrungen eine Beeinträchtigung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage nicht ausgeschlossen werden. Des Weiteren besteht ein mögliches Haftungsrisiko bei nicht fördermittelrechtsgemäßer Verwendung von Fördermitteln. Es ist daher nicht ausgeschlossen, dass sich bestimmte Vorgehensweisen künftig trotz Prüfung durch die betreffenden Konzernbereiche als anpassungsbedürftig erweisen. Nicht vollständig vermeidbare Ansprüche unserer Patienten haben wir unter Verwendung eines eigenen Modells mit angemessenem extern vereinbartem Selbstbehalt versichert. Damit gelingt es uns, den marktweit stetig steigenden Versicherungsprämien externer Versicherer teilweise zu begegnen, die Liquidität des Konzerns zu erhöhen, die Anspruchsanmeldungen im Interesse der Patienten und des Konzerns selbst zu bearbeiten und gleichzeitig die steigenden Ansprüche aus überwiegend einzelnen Schadenfällen zu berücksichtigen. Neben der Klagebereitschaft von Patienten besteht das Risiko häufiger gestellter Regressansprüche durch Kostenträger. Stetig steigende Prämien sind marktweit für den Sachversicherungsbereich, insbesondere aufgrund ungünstiger Schadensquoten im Baubereich, zu verzeichnen und korrelieren mit unseren erheblich gestiegenen Aufwendungen im Sachversicherungsbereich. Unser interner Bereich für Versicherungen beobachtet aktiv das Marktgeschehen und entwickelt Maßnahmen zur möglichen Minimierung von Schadenanzahl und Schadenhöhe und steuert durch ein gezieltes Versicherungsmanagement die Versicherbarkeit über Selbstbehalte und Prämien. Unser Ziel ist es, moderne auf Patientennähe ausgerichtete medizinische Dienstleistungen anzubieten. Dies wird durch die interne Zusammenarbeit und gezielte Netzwerkbildung unterstützt, wobei der Fokus auf der Etablierung möglichst umfassender Versorgungsketten liegt. Die Asklepios-Strategie, zu der auch zielgenaue Angebote in nachfragestarken medizinischen Bereichen gehören, wird auch in Zukunft dazu beitragen, überdurchschnittliches Wachstum zu generieren. Absatzrisiken im Gesundheitsmarkt können gleichwohl in den Bereichen erwachsen, in denen Standortveränderungen vorgenommen werden müssen oder die Qualitätsbeurteilung durch Patienten und einweisende Ärzte geringer ausfällt als für marktbegleitende Kliniken. Dabei ist uns bewusst, dass Risiken aus Behandlungsprozessen unserer Patienten durch unerwartete Störungen entstehen können. Uns bekannte bilanzierungspflichtige Haftungs- und Rechtsrisiken haben wir durch Rückstellungsbildung berücksichtigt. Zur Deckung der Risikopotenziale bedient sich Asklepios Haftpflichtversicherungen, größtenteils mit Selbstbehalt. Für die Selbstbehalte werden angemessene Rückstellungen gebildet bzw. angepasst. Wir führen derzeit keine Prozesse bzw. sind keine Anspruchsgegner, aus denen wesentliche Veränderungen der Ertragslage resultieren können. Risiken aus Lieferketten (akzeptabel) Der Gesundheitssektor ist wie andere Branchen von weltweit vernetzten Produktions- und Lieferketten abhängig. Dies gilt nicht nur für Arzneimittel, sondern auch für medizintechnische Geräte, medizinische Verbrauchsgüter sowie bauliche Maßnahmen. Es besteht das grundsätzliche Risiko, dass Sachverhalte eintreten, welche die globalen Lieferketten stören oder unterbrechen bzw. deutliche Lieferverzögerungen mit sich bringen ("Port-Congestion"), zunehmend auch bedingt durch den Klimawandel (Starkwetter-Ereignisse, Naturkatastrophen oder Dürren) sowie durch kriegerische Auseinandersetzungen. Grundsätzlich strebt Asklepios an, durch vorausschauende Lagerhaltung und ein deutschlandweites Distributionssystem, eine ausreichende Liefersicherheit mit Arzneimittel und medizinischen Verbrauchsgütern an allen Standorten sicherzustellen. Kommt es jedoch zu langfristigen Störungen der Produktions- und Lieferketten bzw. zu einer langfristigen Unterproduktion besteht das Risiko, dass eine Knappheit bei einzelnen Produkten entsteht. Pharmazeutische Unternehmer müssen im Rahmen ihrer Verantwortlichkeit Krankenhäuser im Falle ihnen bekannt gewordener Lieferengpässe bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln zur stationären Versorgung umgehend informieren. Hierdurch kann Asklepios entsprechende ggf. notwendige weitergehende Steuerungsmaßnahmen einleiten. Für die Versorgung mit medizinischem Verbrauchsmaterial und Verbrauchsartikeln aus den Bereichen Wirtschafts- und Verwaltungsbedarf erfolgt ein regelmäßiger Austausch mit den Hauptlieferanten in Bezug auf die Lieferfähigkeit sowie die Abstimmung potentieller Alternativartikel. In Zukunft wird das Thema Liefersicherheit und Ausfallkonzepte noch verstärkt in die Bewertung und Entscheidung für strategische Rahmenverträge aufgenommen. Des Weiteren wird auch das Thema internationaler Einkauf verstärkt geprüft, um hier einen direkten Zugang zu ausländischen Märkten (für ausgewählte Produkte) zur Versorgungsabsicherung aufzubauen bzw. dies zu prüfen. Im Bereich der Bauabwicklung versucht Asklepios mögliche Risiken durch Lieferengpässe oder Störungen in den Produktions- und Lieferketten zu minimieren, in dem bspw. vorgezogene Materialbestellungen bereits unmittelbar nach Beauftragung der Firmen erfolgen oder mögliche alternative Materialien bereits bei der Planung berücksichtigt. So bleibt Asklepios flexibel und kann eine rechtzeitige Ressourcenverfügbarkeit sicherstellen. Marktpreisrisiko / Preissteigerungen (akzeptabel) Wie für viele Wirtschaftsbereiche besteht auch für die Asklepios Gruppe das Risiko, dass sich auf Grund des dynamischen wirtschaftlichen Umfelds, Kostenschwankungen bzw. Kostensteigerungen in der Beschaffung negativ auf die Ergebnisentwicklung auswirken. Getrieben wird die Preisentwicklung u.a. von Rohstoffknappheit, steigenden Personalkosten und sinkender Produkt-Verfügbarkeit am deutschen Markt. Aufgrund von zunehmender Rohstoffknappheit und einem volatilen Markt bei bestimmten für medizinische Verbrauchsgüter und Arzneimittel benötigten Rohstoffen besteht ein Marktpreisrisiko für den Konzern. Dies betrifft in gleichem Maße Medizingeräte und entsprechende Ersatzteile. Industrie und Dienstleister sind von einem Fachkräftemangel und den Lohnsteigerungen betroffen, was insbes. personalintensive Dienstleistungen betrifft wie bspw. OP-Begleitungen, Serviceeinsätze, Personalüberlassung o.a., und sich dann mittelbar in erhöhten Produktkosten oder neu zu vereinbarender Servicepauschalen niederschlägt. Die Marktsituation in Deutschland (Niedrigpreispolitik, steigende Regulierungen bspw. durch MDR) führt zu Umorientierung der Industrie in andere Märkte (z.B. Europäisches Ausland) was die Produktverfügbarkeit in Deutschland beeinträchtigt. In Bauprojekten von Asklepios werden bereits in einer frühen Projektphase Risikopuffer bei der Kostenermittlung berücksichtigt sowie mögliche Alternativ- und Kosteneinsparmaßnahmen identifiziert. Nicht zuletzt bietet eine kompakte, einfache, wirtschaftliche aber nachhaltige Bauweise größtmögliche Sicherheit bei der Absicherung gegen steigende Baukosten. Zusätzlich ist ein allgemeiner Fachkräftemangel zu beobachten, der insbesondere personalintensive Dienstleistungen betrifft und die Preisentwicklung auch beeinflussen wird. Durch den Abschluss langfristiger Liefer- und Versorgungsverträge und Mehr-Lieferantenstrategien steuert Asklepios diesem Risiko entgegen und verringert mit einer frühzeitigen und gleichzeitig möglichst langfristigen vertraglichen Preisbindung zu beauftragender Lieferunternehmen, die Auswirkungen von Preissteigerungen auf die Ergebnisentwicklung und erhöht die Liefersicherheit. Hygiene- und Infektionsrisiken (akzeptabel) Möglichen Hygiene- und Infektionsrisiken begegnen wir mit angemessenen Hygienemanagementkonzepten, strukturierten Abläufen und Prozessen sowie kontinuierlichen Schulungen der Mitarbeiter. Unsere Arbeitsweise richten wir dabei angemessen auf die Hygienebedürfnisse und -anforderungen aus; die Prozessevaluierungen und -verbesserungen im Rahmen der Qualitätsmanagementprozesse tragen darüber hinaus zu einer weiteren Qualitäts- und Effizienzsteigerung der Abläufe bei. Qualitätsrisiken (akzeptabel) Für unsere Geschäftstätigkeit ist die Behandlungsqualität ein wichtiger Faktor. Betriebsrisiken minimieren wir einerseits durch eine Maximierung der Behandlungsqualität, die wir mit unseren gut ausgebildeten und stetig weitergebildeten Mitarbeitern im Rahmen unserer vordefinierten Behandlungspfade sicherstellen. Andererseits gewährleisten unsere modern ausgestatteten Häuser eine Versorgung auf qualitativ und technisch hohem Niveau. Darüber hinaus stellen wir mit unserem klinischen Risikomanagement (u. a. CIRS) und dem strukturierten Qualitätsmanagement sicher, dass wir über angemessene Präventivsysteme verfügen, mit deren Hilfe potenzielle Fehlerquellen identifiziert und eine Erhöhung der Qualitätsstandards sowie der Sicherheit und Effizienz der Prozesse erreicht werden können. Schlussendlich kann dadurch eine permanente Verbesserung der Patientensicherheit und Behandlungsqualität sowie der Prozessqualität erreicht werden. Risiken aus Wettbewerb (akzeptabel) Im Bereich des Gesundheitswesens sind zahlreiche Wettbewerber auf lokaler und regionaler Ebene tätig. Es besteht das Risiko, dass durch Aktivitäten bestehender Wettbewerber bzw. durch den Eintritt neuer Wettbewerber unser Marktanteil negativ beeinflusst wird. Auch eine mögliche Fehleinschätzung von wichtigen Trends auf allen Marktebenen kann zu einer negativen Umsatzentwicklung führen. Wir begegnen diesen Risiken mit umfassenden Analysen der Wettbewerbssituation, den technologischen und regulatorischen Trends und des allgemeinen Marktumfelds. Die kontinuierliche Verbesserung unserer internen Prozesse ermöglicht es uns die Qualität unserer Leistungserbringung dauerhaft auf höchstem Niveau zu erbringen und durch die Ausnutzung von neuen Entwicklungen stets weiter zu optimieren. Risiken aus Klimawandel (akzeptabel) Die Risiken auf Grund des Klimawandels nehmen weltweit und branchenübergreifend zu. Bezogen auf Asklepios sehen wir mögliche direkte negative Auswirkungen, insbesondere bei Kliniken und Einrichtungen mit exponierter geografischer Lage. Konkrete Indikationen sind neben vermehrten Sturmschäden an Gebäuden, Einschränkungen in der Erreichbarkeit (z.B. durch beschädigte Zufahrtsstraßen) auch zusätzliche notwendige Investitionen, um auch bei langfristig-negativen Entwicklungen die Patientensicherheit und den Patientenkomfort sicherzustellen (z.B. erhöhter Aufwand für Klimatisierung). Zusätzlich besteht die Gefahr, dass auf Grund des Klimawandels indirekte Kostenrisiken auftreten. Hierzu können neben einem Anstieg der Energiepreise (z.B. durch CO 2 -Bepreisung) auch zusätzliche Regularien für den Neubau und für die Renovierung von Gebäuden zählen. Auch besteht das Risiko, dass Standorte ohne gut ausgebaute ÖPNV-Anbindung für Arbeitnehmende an Attraktivität einbüßen, da auf Grund höherer Kraftstoffpreise diese Arbeitsplätze wirtschaftlich weniger lohnenswert sind. Infolge des Klimawandels ist mit einer weiteren Verschärfung der Liefersituation zu rechnen. Aus einer zunehmenden Verknappung von Lebensmitteln und pflanzlichen Grundstoffen für Medikamente erwächst ein finanzielles Risiko durch steigende Produktions- und Lieferkosten. Asklepios beobachtet die klimatischen und politischen Entwicklungen, um bei Bedarf zeitnah entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Risiken aus Akquisitionen und Integrationen (akzeptabel) Durch den Zukauf von Kliniken, medizinischen Einrichtungen oder anderen Unternehmen können Risiken entstehen. Unsere Aufgabe ist es daher insbesondere, die Prozesse und die Infrastruktur des erworbenen Unternehmens schnellstmöglich in den Konzernverbund zu integrieren. Dazu vereinheitlichen wir Prozesse und logistische Abläufe. Kritisch könnte sich der Verlust von wichtigen Führungskräften im Rahmen der Integration sowie nicht sorgfältige und angemessene Due-Diligence-Verfahren auswirken. Wir versuchen, die Risiken der Akquisition zu minimieren, indem wir uns des im Konzern langjährig gewachsenen Transaktions-Know-hows und der damit verbundenen Personen und Methoden bedienen. Compliance-Risiken (akzeptabel) Das Compliance-Risiko beschreibt die fehlende rechtliche und organisatorische Einhaltung der für Asklepios maßgeblichen Gesetze und Normen. Damit gehen rechtliche und wirtschaftliche Risiken für Asklepios einher. Dabei kann es sich um Strafen, Schadensersatzforderungen, Berufsverbote für medizinisches Personal oder Reputations- und Vertrauensschäden und damit einhergehend finanzielle Einbußen handeln. Bestehende Maßnahmen zur Minimierung festgestellter Compliance-Risiken werden fortlaufend überprüft und fortentwickelt. Ein formelles Compliance-Management-System besteht. Governance-Risiken (akzeptabel) Grundsätzlich besteht in schnell wachsenden Konzernen der Größe von Asklepios das Risiko, dass Strukturen zur Führung des Konzerns und zur Etablierung von Kontrollsystemen (bspw. Vier-Augen-Systeme) nicht angemessen greifen bzw. zunächst etabliert werden müssen. c) Chancen Chancen werden analog der Einschätzung auf Ebene der Berichtseinheiten anhand ihrer möglichen positiven Auswirkungen in eine von vier Chancenklassen mit "geringer Chancenerwartung" bis "sehr hohe Chancenerwartung" eingeteilt. Die Chancenfelder sind nachfolgend erläutert, die Reihenfolge der genannten Risikofelder spiegelt die gegenwärtige Einschätzung der relativen Chancenerwartung für Asklepios wider. Chancen aus Markt und Umfeld In diese Chancenkategorie fallen positive Entwicklungen, die sich auf Grund der politischen oder wirtschaftlichen Entwicklung ergeben. Die Stärke des medizinischen Sektors ist die relative Unabhängigkeit von wirtschaftlichen Entwicklungen, sodass wir hier die Chance sehen, auch bei einer sich ändernden wirtschaftlichen Lage unser Wachstum aufrecht zu erhalten. Auch Chancen, die sich im Kontext des Wettbewerbs ergeben, zählen in diese Kategorie. Hier sehen wir Potential im Aufbau und Ausbau der medizinischen Dienstleistungen. Neben den Aspekten der medizinischen Versorgung ergeben sich auch im gesamten Klinikaufenthalt unserer Patienten Möglichkeiten, uns durch moderne Angebote und Services vom Wettbewerb weiter positiv abzuheben. Hierbei greifen wir auf den Erfahrungsschatz unseres bundesweiten Kliniknetzwerkes zurück und orientieren uns am Bedarf und Wohl unserer Patienten. Chancen aus operativer Tätigkeit Chancen aus operativer Tätigkeit beinhalten insbesondere Möglichkeiten zur Weiterentwicklung der Abrechnungsprozesse und Erlössteigerung. Hierzu zählen auch Chancen zur weiteren Verbesserung der medizinischen Qualität durch Einsatz neuer Prozesse, Technologien und Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Die fortlaufende Entwicklung und Implementierung von Kostensenkungsaktivitäten im Kontext der Schaffung von konzernweiten Synergien ermöglicht es uns, unsere Kostensituation gegenüber dem Wettbewerb stetig zu verbessern und dabei die medizinische Leistung auf konstant hohem Niveau zu erhalten. Aufgrund der günstigen Kostenstrukturen sowie der überdurchschnittlichen Kompetenz im Bereich DRG-Erlösmanagement sind wir in der Lage, den Änderungsprozess in zusätzliche Wettbewerbsvorteile umzuwandeln. Die Mitgliedschaft im Kliniknetzwerk "Wir für Gesundheit" bietet Asklepios die Chance, sich in einem Umfeld von hochqualifizierten Leistungsanbietern weiterhin zu etablieren. Das Angebot des Kliniknetzwerks beinhaltet ein trägerübergreifendes, flächendeckendes und qualitätsorientiertes Versorgungsnetzwerk mit dem Ziel, das Wachstum der Mitglieder zu fördern und die Fallzahlen zu steigern. Chancen aus Finanzaktivitäten Unser breiter Finanzierungsmix und hoher Eigenkapitalanteil ermöglicht es uns, langfristige Finanzierungssicherheit zu erreichen und dabei trotzdem flexibel auf günstige Finanzierungsmöglichkeiten zu reagieren. Zusätzlich macht uns unsere Kapitalausstattung zu einem beliebten Partner am Kapitalmarkt, sodass wir von günstigen Refinanzierungskonditionen profitieren können. Neben der allgemeinen Unternehmens- und Wachstumsfinanzierung erreichen wir hierdurch die notwendige Kapitalstärke, um in der Lage zu sein, Chancen frühzeitig zu ergreifen. Strategische Chancen Hierunter werden alle Chancen zusammengefasst, die sich langfristig durch globale Trends und Entwicklungen ergeben. Auch Investitionsprojekte, Akquisitionen, Stärkung der eigenen Marke und der Eintritt in neue Geschäftsfelder zählen in diese Kategorie. Wir beobachten kontinuierlich den Krankenhausmarkt in Deutschland und im Ausland. Unsere langjährige Erfahrung bei der Akquisition und Integration von Kliniken ermöglicht es uns, Investitionschancen und strategische Akquisitionspotentiale frühzeitig zu identifizieren und zu ergreifen. Durch Ausbau bereits bestehender Kliniken und die Erweiterung des vorhandenen Leistungsspektrums betreiben wir gezielt die Stärkung der Marke Asklepios bei Patienten und Mitarbeitern. Infrastrukturelle Chancen Unter infrastrukturellen Chancen verstehen wir alle Themen, die einen positiven Einfluss auf unsere Leistungserbringung haben, jedoch nicht direkt in der operativen Tätigkeit verortet sind. Hierzu zählen insbesondere die Qualifikation und Motivation unserer Mitarbeiter, der intelligente Einsatz von moderner Informationstechnologie und die technische Ausstattung unserer Häuser. Durch die optimale Qualifizierung unserer Mitarbeiter gewährleisten wir ein hohes Innovationspotential und zukunftweisende Prozesse nicht nur auf dem Gebiet der Spitzenmedizin. Zeitgleich können wir durch unsere starke Arbeitgebermarke hoch motiviertes Personal akquirieren. Die Homogenisierung unserer IT-Landschaft reduziert Kosten und steigert die Effektivität und Effizienz der eingesetzten Systeme. Durch gezielte Investitionen können wir flexibel auf Veränderungen der Patientenansprüche reagieren und uns so von unseren Wettbewerbern abheben. Unsere modern ausgestatteten Kliniken gewährleisten eine Versorgung auf qualitativ und technisch hohem Niveau, woraus sich auch Chancen zu künftigen Leistungssteigerungen ergeben. 3) Gesamtaussage der Geschäftsleitung: Zusammenfassung und Ausblick Hinsichtlich der in diesem Bericht erläuterten Risiken - unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der potentiellen finanziellen Auswirkung sowie der gegenwärtigen Geschäftsaussichten - erwartet die Geschäftsführung wie im Vorjahr grundsätzlich keine einzelnen oder aggregierten Risiken, welche die Unternehmensfortführung wesentlich gefährden könnten. Das Management geht davon aus, dass die Ertragskraft der Gesellschaft eine solide Grundlage für die künftige Geschäftsentwicklung bildet und die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stellt.
1 https://www.bundesregierung.de/breg-de
Radeberg, den 3. Dezember 2024 Patrick Hilbrenner, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023in €AKTIVA
Radeberg, 3. Dezember 2024 Patrick Hilbrenner, Geschäftsführer Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023in €
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeines Die ASKLEPIOS-ASB Krankenhaus Radeberg GmbH hat ihren Sitz in Radeberg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Dresden (Reg.Nr. HRB 17413). Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 ist in Anlehnung an die Vorschriften der KHBV sowie nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die einschlägigen Vorschriften des GmbHG wurden beachtet. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie des Anlagennachweises als Bestandteil des Anhangs erfolgte gemäß den Gliederungsschemata der Anlagen 1 bis 3 der KHBV. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre) um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Gebäude werden über eine Nutzungsdauer zwischen 25 und 50 Jahren und bewegliches Sachanlagevermögen über 3 bis 15 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungsdauern orientieren sich an der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von € 150,00 werden ab dem Geschäftsjahr 2023 (Vorjahr: € 250,00) im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Für geringwertige Anlagegüter mit einem Wert zwischen € 150,00 und € 1.000,00 wird in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften ein Sammelposten gebildet, der linear über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben wird. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt mit den Anschaffungskosten zu Durchschnitts- oder niedrigeren Marktpreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Bei den unfertigen Leistungen handelt es sich um Leistungen für am Bilanzstichtag noch nicht entlassene Patienten (Überlieger). Sie werden ausgehend von den zeitanteilig abgegrenzten Erlösen nach an den Kosten orientierten Werten ermittelt. Den Grundsätzen der verlustfreien Bewertung wird Rechnung getragen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die latenten Steuern resultieren aus den temporären Unterschieden zwischen den Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen gemäß § 274 HGB. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bewertet. Die Gewinnrücklagen sind zum Nominalwert bewertet. Zweckentsprechend verwendete Fördermittel nach dem KHG sowie Zuwendungen Dritter zur Finanzierung von Investitionen in aktivierte Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden als Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens ausgewiesen. Sie werden jährlich in Höhe der Abschreibungen auf mit diesen Mitteln finanzierten Anlagegütern aufgelöst. Der Ansatz der Rückstellungen für Jubiläen erfolgt auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens (Teilwertverfahren). Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Der Gehaltstrend wurde mit 3,00 % (Vorjahr 3,00%) angenommen. Der Diskontierungszinssatz beträgt 1,42 % p.a. (Vorjahr 1,37 %). Es wird eine Rückstellung für voraussichtliche Schadenersatzleistungen im stationären Bereich gebildet. Neben den Einzelrisiken aus angemeldeten Schadensfällen werden auch pauschale Bestandsrisiken aus bis zum Ende des Berichtsjahres noch nicht angemeldeten Schadensereignissen berücksichtigt. Der Wertansatz für die sonstigen Rückstellungen berücksichtigt alle zum Zeitpunkt der Bilanzierung erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Langfristige Rückstellungen sind gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst worden. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf der Passivseite werden als Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Erläuterungen zum Jahresabschluss Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 28.282 haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr (Vorjahr T€ 28.079). In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von T€ 17.501 (Vorjahr T€ 16.907) ausgewiesen, von denen T€ 17.501 (Vorjahr T€ 16.877) auf Forderungen aus dem Cash-Pooling und T€ 0 (Vorjahr T€ 30) auf Lieferungen und Leistungen entfallen. Der verbleibende Betrag in Höhe von T€ 42 (Vorjahr T€ 24) entfällt auf Lieferungen und Leistungen. Latente Steuern Zum 31. Dezember 2023 werden aktive latente Steuern in Höhe von T€ 81 (Vorjahr T€ 81) ausgewiesen. Diese entfallen auf Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bilanzansätzen. Bei der Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 15,83 % (Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag) und 14,0 % (Gewerbesteuer) angewandt. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital beträgt € 2.556.200,00 und ist in voller Höhe eingezahlt. Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegt das Eigenkapital in Höhe von T€ 81 einer Ausschüttungssperre aufgrund der Aktivierung latenter Steuern. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten ist im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern entfallen vollständig auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse (Posten 1 bis 4a der Gewinn- und Verlustrechnung) resultieren ausschließlich aus dem Krankenhausbetrieb und wurden ausschließlich im Inland erzielt. Von den Umsatzerlösen entfallen T€ 21.324 (Vorjahr T€ 23.164) auf Akutversorgung. Unter Posten Umsatzerlöse nach § 277 Abs. 1 HGB sind T€ 47 (Vorjahr T€ 64) periodenfremde Erträge enthalten. In den Umsatzerlösen sind ferner periodenfremde Erträge aus Ausgleichsbeträgen von T€ 965 (Vorjahr T€ 0) berücksichtigt. Zuweisungen und Zuschüsse der öffentlichen Hand Im Geschäftsjahr wurden T€ 913 (Vorjahr T€ 38) Zuschüsse für Energiekosten als außergewöhnliche Erträge nach § 26 f KHG vereinnahmt. Sonstige betriebliche Erträge Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen von T€ 323, (Vorjahr T€ 666) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 107 (Vorjahr T€ 124) und Zuwendungen Dritter zum Mutterschutz und Infektionsschutz von T€ 141 (Vorjahr T€ 315). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende wesentlichen periodenfremde Erträge enthalten:
Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen insbesondere Fremdpersonalkosten, Instandhaltungs- und Wartungsaufwendungen, Aufwendungen für zentrale Dienstleistungen, Bezogene Leistungen für den Verwaltungsdienst, Aufwendungen für Schadensfälle, Personalbeschaffungskosten sowie Mieten und Versicherungen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende wesentlichen periodenfremde Aufwendungen enthalten:
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Es bestehen Zinserträge gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 529 (Vorjahr 56). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Es bestehen keine Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen (Vorjahr T€ 13). Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen in Höhe von T€ 1.977 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Sie setzen sich wie folgt zusammen:
Davon gegen verbundene oder assoziierte Unternehmen: T€ 1.863. Abschlussprüferhonorare Bezüglich der Angabe des Honorars für Abschlussprüfungsleistungen, andere Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen und sonstige Leistungen nach § 285 Nr. 17 HGB verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Konzernabschluss 2023 der Broermann Holding GmbH, Königstein im Taunus. Mitarbeiter In der Gesellschaft waren im Berichtsjahr durchschnittlich 182 Mitarbeiter (nach Köpfen) beschäftigt.
Geschäftsführung Die Geschäftsführung setzte sich im Geschäftsjahr 2023 und bis zum Erstellungszeitpunkt wie folgt zusammen:
Die Geschäftsführer haben von der Gesellschaft keine Bezüge erhalten. Die Angaben der Bezüge der Geschäftsführer unterbleibt unter Verweis auf die Schutzvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB, da keiner der Geschäftsführer von der Gesellschaft Bezüge erhält. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen. Konzernzugehörigkeit Gesellschafter der ASKLEPIOS-ASB Krankenhaus Radeberg GmbH sind die Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA, Hamburg, mit 94,0 % und der ASB Ortsverband Neustadt/Sachsen e.V. in Neustadt/Sachsen mit 6,0 %. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA, Hamburg, (kleinster Konsolidierungskreis) einbezogen. Die Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA, Hamburg, wird in den Konzernabschluss der Broermann Holding GmbH, Königstein im Taunus, einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Die Bekanntmachung der Konzernabschlüsse erfolgt im Unternehmensregister.
Radeberg, den 3. Dezember 2024 Patrik Hilbrenner, Regionalgeschäftsführer
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ASKLEPIOS - ASB Krankenhaus Radeberg GmbH, Radeberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ASKLEPIOS - ASB Krankenhaus Radeberg GmbH, Radeberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ASKLEPIOS - ASB Krankenhaus Radeberg GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter der ASKLEPIOS - ASB Krankenhaus Radeberg GmbH sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dresden, den 10. Januar 2025 KPMG
AG
Schrum, Wirtschaftsprüfer Kaiser, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss wurde am 16. April 2025 festgestellt. |
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