Stammdaten

Register
Amtsgericht Iserlohn HRB 792
Eingetragen
14.3.1983
Branche
Architekturbüros für HochbauBeteiligungsgesellschaftenSpezialisierte Bautätigkeiten im Tiefbau
Gegenstand
Die Planung und Ausführung von Hoch- und Tiefbauarbeiten, der Handel mit Baumaterialien sowie artverwandte Geschäfte und die Beratung auf diesen Gebieten. Die Gesellschaft kann im Inland Zweigniederlassungen errichten und sonstige Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck förderlich sind. Sie kann sich auch an anderen Unternehmen des Baugewerbes beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Ostermann
seit 29.1.2026
Prokura
Michael Cronacher
seit 14.7.2025
Prokura
Prokura
Oliver Giele
seit 11.7.2023
Prokura
Geschäftsführer
Lars Weitkamp
seit 5.3.2018
Prokura
Henning Treude
seit 9.9.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Verfuß GmbH

Hemer

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Verfuß GmbH ist tätig im Bauhauptgewerbe und hat ihren Hauptsitz in Hemer, Westfalen, sowie unselbstständige Niederlassungen in Köln, Wipperfürth und Chemnitz. Schwerpunkt der Tätigkeit ist das schlüsselfertige Bauen im Neubau und im Bestand. Die Absatzmärkte liegen im zentralen Nordrhein-Westfalen rings um die jeweiligen Betriebsstandorte. Aktuell sind die wichtigsten Geschäftssegmente der schlüsselfertige Wohnungsbau und der schlüsselfertige Industrie- und Gewerbebau sowie das Bauen im Bestand.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 stellten der fortdauernde Krieg in der Ukraine und der Nahost-Konflikt eine Belastung für die globale Sicherheitslage und den Welthandel dar. Deutschland schnitt im Vergleich der Industrieländer hier besonders schlecht ab und rutschte immer näher an eine Rezession. Hierbei spielten hohe Energiekosten, ausufernde Sozialausgaben und finanzielle Engpässe bei den öffentlichen Haushalten eine große Rolle.

Die Inflation erreichte ihren Höhepunkt und wurde durch mehrfache Erhöhungen der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank bekämpft. Insbesondere die Baukosten steigerten sich bis zur Mitte des Jahres 2023 erheblich.

Gestiegene Zinsen und hohe Baukosten verschlechterten das Investitionsklima im Baubereich derart, dass insbesondere der Wohnungsbau stark rückläufig war. Gegenüber dem Vorjahr wurden circa 30 % weniger Baugenehmigungen erteilt. Da durch den Rückgang des Wohnungsbaus die Wohnungsbauziele der Regierung immer weiter verfehlt wurden, beschloss die Regierung eine Reihe von Fördermaßnahmen zur Stärkung des Wohnungsbaus und zur Verbesserung des Klimaschutzes. Diese veränderten jedoch nur wenig an der Rezession der Bauwirtschaft, die auch im Jahr 2024 weiter andauert.

2. Geschäftsverlauf

Die Verfuß GmbH konnte sich im Jahr 2023 nahezu vollständig von den rezessiven Tendenzen der Bauwirtschaft abkoppeln. Aufgrund des ganzjährig hohen Auftragsbestandes und einer Vielzahl von in der Ausführung befindlichen Projekten wurde die Gesamtleistung des Vorjahres nur um 4,9 % verfehlt und erreichte 48,3 Millionen Euro. Die Gesamtleistung lag somit nur knapp unter dem im Vorjahr prognostiziertem Wert.

Der Auftragsbestand blieb auch bis zum Jahresende auf hohem Niveau, so dass eine gute Auslastung des Personals gegeben war und auch im Jahr 2024 gegeben ist. Offene bzw. freiwerdende Stellen wurden mit qualifiziertem Personal besetzt.

3. Lage

a) Ertragslage

Trotz des Rückgangs der Gesamtleistung hat sich die Ertragslage gegenüber dem Vorjahr verbessert. Das Ergebnis vor Ertragssteuern stieg von 5,5 % auf 6,2 % der Gesamtleistung, in absoluten Zahlen von 2.792 T€ auf 3.008 T€ und lag somit oberhalb des prognostizierten Ergebnisses.

Der Materialaufwand reduzierte sich von 70,7 % auf 70,3 % der Gesamtleistung. Damit blieb das Rohergebnis annähernd auf Vorjahresniveau. Der Personalaufwand stieg nicht zuletzt durch gewinnabhängige Zahlungen auf 9.222 T€ .

b) Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 21,5 % erhöht. Das Anlagevermögen verminderte sich geringfügig, während im Umlaufvermögen insbesondere die Guthaben bei Kreditinstituten von 8,5 Mio.€ auf 10,6 Mio.€ anstiegen. Dem Anstieg der unfertigen Bauten um circa 2 Mio. € stehen entsprechend gestiegene erhaltene Anzahlungen gegenüber. Aufgrund des erwirtschafteten Jahresüberschusses und unter Berücksichtigung der getätigten Ausschüttung aus dem Jahresergebnis des Vorjahres erhöhte sich die Eigenkapitalquote von 29,9 % auf 31,1 % der Bilanzsumme.

c) Finanzlage

Die gute Kapitalausstattung des Unternehmens und die geringe Verschuldung führten zu einer sehr stabilen Liquiditätslage. Im Verlauf des Berichtsjahres wurden keine Kontokorrentlinien in Anspruch genommen. Vorhandene Kontokorrentlinien bei verschiedenen Banken bestehen jedoch unverändert fort.

Leasing hat nur für Kfz-Finanzierungen eine Bedeutung.

Gesamtaussage

Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens ist sehr stabil. Trotz nachlassender Konjunktur sind Umsatzertragskraft und Auftragsbestand auf hohem Niveau.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren werden die bereits erläuterte Gesamtleistung, das Ergebnis vor Steuern sowie die Eigenkapitalquote herangezogen.

III. Prognosebericht

Nachdem Umsatz und Ertrag in den Jahren 2022 und 2023 konjunkturbedingt einen vorläufigen Höhepunkt erreicht haben, ist im Jahr 2024 mit einer um circa 10 % geringeren Gesamtleistung zu rechnen. Zum Berichtszeitpunkt Ende August 2024 verfügt das Unternehmen noch über einen Auftragsbestand in Höhe eines Jahresumsatzes und hat gute Auftragschancen bei der Realisierung weiterer attraktiver Bauprojekte.

Die Einkaufspreise aus Sicht des Generalunternehmers sind seit einem Jahr stabil bzw. rückläufig, so dass einige bereits in den Vorjahren kalkulierte Projekte wieder in den Bereich der Wirtschaftlichkeit gelangen.

Laufende Projekte entwickeln sich hinsichtlich der Kosten- und Leistungsrechnung plangemäß, so dass für das laufende Jahr zwar nicht mit dem Rekordergebnis des Vorjahres gerechnet werden kann, jedoch ein leicht niedrigeres, aber weiterhin deutlich positives Ergebnis erwartet wird. Dementsprechend wird mit einer konstanten Eigenkapitalquote geplant.

Laufende und neue Bauprojekte sind in allen Bausparten zu verzeichnen - im Gewerbe- und Industriebau, im Wohnungsbau und bei Bauten im sozialen Bereich. Der öffentliche Bau spielt eine untergeordnete Rolle. Bauen im Bestand erlangt im Zuge des nachhaltigen Bauens eine immer größere Bedeutung.

Die Beschäftigung ist für 2024 gesichert, und auch für das Jahr 2025 sind die Auftragsbücher bereits gut gefüllt.

Für die weitere Entwicklung wird es maßgeblich sein, ob die konjunkturelle Stagnation in Deutschland überwunden wird und ein neuer Aufschwung zustande kommt. Dies ist nicht zuletzt auch eine Frage der politischen Stabilität und der Sicherheitslage in Europa.

Die Klimagesetzgebung weist darauf hin, dass auch in den kommenden Jahren weitere Bauinvestitionen bei bestehenden und neuen Gebäuden erforderlich sind. Dies bietet Chancen auch für die Verfuß GmbH, die in diesem Bereich eine Spezialisierung auf Nachhaltiges Bauen entwickelt hat.

Trotz aller Krisen herrscht in der Bauwirtschaft nach wie vor Fachkräftemangel. Im Bauunternehmen Verfuß sind alle Stellen qualifiziert besetzt, für freiwerdende Stellen können bislang qualifizierte Bewerber akquiriert werden.

Aufgrund der Ertrags- und Finanzlage sowie des hohen Auftragsbestandes sind die weiteren Ertragsaussichten des Unternehmens positiv.

Die solide finanzielle Basis führt dazu, dass auch in absehbarer Zukunft alle Zahlungs- und Sicherungsverpflichtungen fristgerecht erfüllt werden können.

IV. Chancen- und Risikobericht

Das Risikomanagement des Unternehmens ist im Qualitätsmanagement nach DIN ISO 9001:2015 niedergelegt. Grundlage des Qualitätsmanagements ist das Verfuß-Wiki, welches 2023 erneuert, vom TÜV Rheinland auditiert und ohne jede Abweichung zertifiziert wurde. Auch das Wiederholungsaudit 2024 wurde ohne Abweichung durchgeführt.

Chancen und Risiken aller Geschäftsbereiche werden jährlich in einem Audit gemeinsam zwischen Geschäftsleitung, QM-Team und den Prozessverantwortlichen analysiert, diskutiert und optimiert. Allgemeine Betriebsrisiken sind in einer Risikomatrix dargestellt und ausgewertet.

Die Risiken für die Zukunft sind aus gesamtwirtschaftlicher Sicht unverändert hoch. Die Sicherheitslage in Europa ist aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzungen weiterhin problematisch. Die Politik der Bundesregierung führt zu einer häufigen Veränderung der Rahmenbedingungen, insbesondere im Bereich Immobilien und Wohnungsbau. Deshalb ist hier die Nachfrageentwicklung mit großen Unsicherheiten behaftet.

Politische Krisen, eine Beeinträchtigung des Welthandels und eine Störung der Lieferketten können zu einem erneuten Preisschub bei den Rohstoffen führen, so dass die eingetretene Beruhigung der Baupreise ein schnelles Ende finden kann.

Die im kommenden Jahr anstehenden Bundestagswahlen sowie die schwierige Haushaltslage des Bundes führen gegebenenfalls zu einem Ausbleiben der dringend notwendigen Fördermaßnahmen zur Belebung des Wohnungsmarktes.

Unklar ist auch, inwieweit Deutschland wieder Anschluss an die positive wirtschaftliche Entwicklung der anderen Industriestaaten finden kann und inwieweit die Investitionsneigung der Industrie hiervon berührt ist.

Darüber hinaus stellt das weiterhin hohe Zinsniveau ein Investitionshemmnis dar.

Gleichwohl liegt sowohl für die Baubranche als auch für unser Unternehmen eine große Chance darin, dass ein erheblicher Bedarf an Wohnungen, Kitas und barrierefreien Seniorenwohnungen besteht, und auch die Herausforderung der Energiewende ohne eine Sanierung des Gebäudebestandes nicht zu schaffen sein wird. Diese Bereiche bringen Bauinvestitionen mit sich, für die unser Unternehmen bestens gerüstet ist.

Die Verfuß GmbH ist seit 2023 Mitglied der DGNB Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen und hat dadurch ihre Kompetenz im Nachhaltigen Bauen deutlich gesteigert. Das Unternehmen verfügt über eine Nachhaltigkeitsstrategie. Die Aktivitäten in diesem Bereich werden durch einen Nachhaltigkeitsmanager gesteuert. Seit 2022 wird der CO 2 -Fußabdruck kontinuierlich gemessen.

Im November 2023 hat ein Workshop zur strategischen Entwicklung stattgefunden, in welchem festgelegt wurde, wie sich das Unternehmen auf die sich rasch wechselnden Bedingungen in den nächsten drei Jahren einstellen wird. Daraus folgende Maßnahmen wurden bereits in den Jahreszielen 2024 eingeleitet.

Im Rahmen der Digitalisierung werden vom Bauunternehmen Verfuß weitere Vorgänge digital bearbeitet, so zum Beispiel die Rechnungsbearbeitung und das Mängelmanagement. Durch den Einsatz von Workflow-Software bietet sich die Chance, zahlreiche wiederkehrende Prozesse im Unternehmen zu systematisieren und zu vereinfachen.

Ein großes Risiko stellt die Datensicherheit dar. Bekanntlich sind viele Unternehmen und Institutionen gerade in jüngster Vergangenheit Opfer von Cyberangriffen geworden. Im Bauunternehmen Verfuß wurden in den letzten Jahren zahlreiche Maßnahmen zur Datensicherheit implementiert. Um diese auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen, hat das Unternehmen zu Beginn des Jahres 2024 einen externen Penetrationstest vornehmen lassen und die Ergebnisse in mehreren Workshops ausgewertet, mit dem Ziel, Verbesserungsmaßnahmen durchzuführen. Eine Cyberversicherung ist vorhanden.

Der Fachkräftemangel zieht sich mittlerweile durch alle Bereiche der Gesellschaft und wird in den nächsten Jahren auch weiterhin für das Unternehmen Bedeutung haben. Aktuell sind alle Stellen besetzt.

Für anstehende Wechsel in Führungspositionen des Unternehmens sind jeweils neue Stelleninhaber gefunden und eingearbeitet worden.

Im Frühjahr 2024 wurden turnusmäßig Mitarbeitergespräche mit allen Mitarbeitern im Unternehmen geführt. Die hieraus erzielten Ergebnisse wurden ausgewertet und in Maßnahmen umgesetzt.

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation des Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Das Unternehmen arbeitet in hohem Maße für Stammkunden und für empfohlene Vertragspartner, deren Bonität regelmäßig einer Überprüfung unterzogen wird. Darüber hinaus stellen die starken Verwerfungen im Bau- und Immobilienbereich ein erhebliches Risiko hinsichtlich der Zahlungsfähigkeit der Vertragspartner dar, so dass ein zeitnahes Forderungsmanagement von größter Wichtigkeit ist.

In aller Regel werden Verbindlichkeiten innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen mit der Ausnutzung von Skontoabzügen beglichen. Jedes größere Bauprojekt wird mit einem vertraglich vereinbarten Zahlungsplan gesteuert, was einen kontinuierlichen Zahlungszufluss sicherstellt. Insgesamt sind wir bestrebt, durch ein intensives Risikomanagement den Ausfall von Forderungen fortlaufend zu minimieren. Dazu zählt auch die Einforderung von Zahlungssicherheiten.

V. Bericht über Zweigniederlassungen

Alle Zweigniederlassungen werden als unselbstständige Niederlassungen geführt. Geschäftslage und Risiken sind in vorstehendem Bericht abgebildet.

 

Hemer, 21. August 2024

gez. Georg Verfuß, Geschäftsführer

gez. Henning Treude, Geschäftsführer

gez. Benjamin Kreuzer, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.331.633,46 1.493.031,46
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 97.380,00 145.390,00
II. Sachanlagen 1.230.146,00 1.338.535,00
III. Finanzanlagen 4.107,46 9.106,46
B. Umlaufvermögen 14.565.422,06 11.597.104,88
I. Vorräte 98.899,24 60.071,67
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.832.507,30 3.051.238,44
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 10.634.015,52 8.485.794,77
C. Rechnungsabgrenzungsposten 63.143,00 44.987,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 15.960.198,52 13.135.123,34

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.959.569,75 3.925.800,12
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 400.000,00 400.000,00
III. Bilanzgewinn 3.559.569,75 2.525.800,12
B. Rückstellungen 3.812.648,49 3.840.730,00
C. Verbindlichkeiten 7.173.721,28 5.353.237,22
davon aus Steuern 211.720,46 145.978,48
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 285.788,10 100.965,01
D. Rechnungsabgrenzungsposten 14.259,00 15.356,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 15.960.198,52 13.135.123,34

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 15.478.577,05 15.392.936,81
2. Personalaufwand 9.431.588,37 8.844.934,23
a) Löhne und Gehälter 7.504.916,08 6.977.906,24
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.926.672,29 1.867.027,99
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 403.564,67 365.543,46
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.589.135,40 3.299.781,88
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 816,00 2.450,00
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 67.809,55 10.853,13
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 12.499,00 1.600,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 90.347,32 87.900,37
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 974.249,21 912.808,71
10. Ergebnis nach Steuern 2.045.818,63 1.893.671,29
11. Sonstige Steuern 12.049,00 14.154,00
Jahresüberschuss 2.033.769,63 1.879.517,29

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Hemer. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Iserlohn unter HRB 792 eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Gliederung erfolgt für die Offenlegung nach den gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB in Verbindung mit § 327 HGB sowie § 275 Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 276 Satz 1 HGB vorgeschriebenen Gliederungsschemata. Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung wurden beachtet.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die dem Jahresabschluss 2023 zu Grunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert zum Vorjahr angewendet.

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Das Anlagevermögen wird grundsätzlich zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu € 800,00 werden im Berichtsjahr gemäß § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Der in den Vorjahren gebildete Sammelposten gemäß § 6 Abs. 2a Satz 1 EStG wird im Jahr der Anschaffung und in den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Teile des Gerüst- und Schalungsmaterials werden mit einem Festwert angesetzt. Der Wertansatz wurde zum 31. Dezember 2022 angepasst.

Finanzanlagen werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag werden bei dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Vorräte werden grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag angesetzt.

Bei der Ermittlung der Herstellungskosten der unfertigen Bauten und unfertigen Leistungen werden neben den Materialeinzelkosten, den Fertigungseinzelkosten und den Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. Darüber hinaus werden aktivierungsfähige Kosten der allgemeinen Verwaltung berücksichtigt. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wird beachtet.

Die erhaltenen Anzahlungen werden in voller Höhe von den Herstellungskosten der unfertigen Arbeiten abgesetzt. Soweit die erhaltenen Anzahlungen die Herstellungskosten der unfertigen Bauten insgesamt übersteigen, erfolgt der Ausweis passivisch.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Wertberichtigungen für erkennbare Einzelrisiken sowie eine angemessene Pauschalwertberichtigung zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos angesetzt.

Die anderen Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens sind grundsätzlich mit ihrem Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen enthalten die zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

IV. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung des Anlagevermögens zu Bruttowerten ergibt sich aus dem Anlagenspiegel.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von T€ 356 (Vj. T€ 8) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

In den Forderungen enthalten sind solche gegen Gesellschafter in Höhe von € 10.459,25 (Vj. € 1.109,00).

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von € 1.525.800,12 (Vj. € 646.282,83) enthalten.

Im Rahmen der Verrechnung gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Altersteilzeitrückstellungen in Höhe von T€ 71 mit dem beizulegenden Zeitwert von Deckungsvermögen in Höhe von T€ 56 verrechnet und unter den Sonstigen Rückstellungen (T€ 15) ausgewiesen. Bei dem Deckungsvermögen handelt es sich um eine verpfändete Rückdeckungsversicherung. Der beizulegende Zeitwert (Aktivwert) entspricht den Anschaffungskosten.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Für die Verbindlichkeiten bestehen branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten.

Die Verbindlichkeiten enthalten solche gegenüber Gesellschaftern von € 1.042.469,95 (Vj. € 737.930,88). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt aus der bestehenden umsatzsteuerlichen Organschaft.

Auf die Beteiligungen im Finanzanlagevermögen wurden auf Grund von dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von € 12.499,00 vorgenommen.

V. Sonstige Angaben

Beteiligungen an Arbeitsgemeinschaften

Gesellschaft: ARGE Lungenklinik Hemer 2020
Sitz: Menden
Vertrag: 07.10.2019
Bauzeit: bis Februar 2024
Beteiligungsquote: 50 %
Eigenkapital: € 0,00
Gesellschaft: ARGE Hallenbad Hemer 2021
Sitz: Menden
Vertrag: 14.09.2021
Bauzeit: voraussichtlich bis Ende 2024
Beteiligungsquote: 50 %
Eigenkapital: € 0,00

Für das Geschäftsjahr 2023 wurde durch die ARGE kein Abschluss erstellt, da die ARGE keiner kaufmännischen Buchführungspflicht unterliegt. Der Gewinn aus der ARGE wird durch die Gesellschafter grundsätzlich erst im Jahr ihrer Auflösung realisiert.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte:

Zur Verbesserung der Bilanz- und Kapitalstruktur bestehen Leasinggeschäfte für Kfz, Bürogeräte sowie Fahrräder. Die über die nächsten Jahre zu leistenden Leasingzahlungen betragen T€ 497. Davon entfallen Zahlungsverpflichtungen über T€ 252 auf das kommende Geschäftsjahr und T€ 245 auf die nächsten 1 bis 5 Jahre. Die abgeschlossenen Leasinggeschäfte dienen der Verbesserung der aktuellen Liquiditätssituation sowie der Eigenkapitalquote. Wesentliche Risiken aus den Geschäften sind nicht ersichtlich.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zur gesamtschuldnerischen Haftung verweisen wir auf die bestehenden Beteiligungen an den Arbeitsgemeinschaften. Aufgrund der Kenntnisse über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ARGE-Partner wird nicht mit einer Inanspruchnahme der Verfuß GmbH aufgrund dieser Haftungsverhältnisse gerechnet.

Ferner bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen in Höhe von rd. T€ 337 p.a..

Die Zahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

2023
Geschäftsführer 3
Angestellte 75
gewerbliche Arbeitnehmer 31
Auszubildende 8
117

Organe der Gesellschaft

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

Herr Dipl.-Ingenieur Georg Verfuß, Hemer

Herr Dipl.-Kaufmann Henning Treude, Hemer

Herr Dipl.-Ingenieur Michael Benjamin Kreuzer, Köln

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit und einzelvertretungsberechtigt.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von € 3.559.569,75 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hemer, 3. September 2024

gez. Georg Verfuß, Geschäftsführer

gez. Henning Treude, Geschäftsführer

gez. Benjamin Kreuzer, Geschäftsführer

In der Gesellschafterversammlung vom 17.10.2024 wurde folgender Beschluss gefasst:

"Der Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen."

Anlagespiegel

Anschaffungskosten
Vortrag 1.1.2023
Zugang
Umbuchung
Abgang
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 398.993,51 12.918,50 0,00 0,00 411.912,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 815.500,97 0,00 0,00 0,00 815.500,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.226.232,09 0,00 0,00 0,00 1.226.232,09
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.104.075,87 234.783,17 0,00 134.663,03 3.204.196,01
5.145.808,93 234.783,17 0,00 134.663,03 5.245.929,07
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 5.000,00 7.500,00 0,00 0,00 12.500,00
2. Sonstige Ausleihungen 22.001,68 0,00 0,00 0,00 22.001,68
27.001,68 7.500,00 0,00 0,00 34.501,68
5.571.804,12 255.201,67 0,00 134.663,03 5.692.342,76
Abschreibungen
Vortrag 1.1.2023
Abschreibungen des Geschäftsjahres
Änderungen i.Z. mit Abgängen
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 253.603,51 60.928,50 0,00 314.532,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 433.635,97 24.991,00 0,00 458.626,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 960.873,09 77.501,00 0,00 1.038.374,09
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.412.764,87 240.144,17 134.127,03 2.518.782,01
3.807.273,93 342.636,17 134.127,03 4.015.783,07
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 12.499,00 0,00 12.499,00
2. Sonstige Ausleihungen 17.895,22 0,00 0,00 17.895,22
17.895,22 12.499,00 0,00 30.394,22
4.078.772,66 416.063,67 134.127,03 4.360.709,30
Buchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 97.380,00 145.390,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 356.874,00 381.865,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 187.858,00 265.359,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 685.414,00 691.311,00
1.230.146,00 1.338.535,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1,00 5.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 4.106,46 4.106,46
4.107,46 9.106,46
1.331.633,46 1.493.031,46

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Verfuß GmbH, Hemer

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Verfuß GmbH, Hemer, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Verfuß GmbH, Hemer, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Altena, 4. September 2024

MÄRKISCHE REVISION GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

Jörg Peters, Wirtschaftsprüfer

Theo Bergenthal, Wirtschaftsprüfer

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