Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 7807
Eingetragen
30.8.2005
Branche
Herstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb fördertechnischer und antriebstechnischer Produkte, insbesondere von Zahnriemenantrieben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Claus Helmut Hübner
seit 15.7.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Ammega Group B.V.Eigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Ammega Holding Germany GmbH
Germany
400.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Megadyne GmbH

Borchen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.271,00 22.551,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 656.949,00 693.427,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.191,00 15.976,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 142.393,00 129.655,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 821.533,00 3.550,00 842.608,51
834.804,00 865.159,51
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 5.750,89 35.896,63
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.761.988,01 2.767.738,90 3.772.279,04 3.808.175,67
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.022.640,49 1.011.528,36
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.624.063,39 5.708.532,05
3. Sonstige Vermögensgegenstände 107.908,06 6.754.611,94 38.594,30 6.758.654,71
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 50.672,25 261.364,18
9.573.023,09 10.828.194,56
C. Rechnungsabgrenzungsposten 15.044,00 14.027,00
10.422.871,09 11.707.381,07

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 400.000,00 400.000,00
II. Kapitalrücklage 821.629,00 821.629,00
III. Gewinnvortrag 5.910.211,00 5.910.211,00
IV. Jahresüberschuss 0,00 0,00
7.131.840,00 7.131.840,00
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 223.920,00 400.586,50
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 70.499,24 157.698,06
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.757.313,38 3.762.920,24
3. Sonstige Verbindlichkeiten 239.298,47 254.336,27
- davon aus Steuern EUR 236.334,17 (i. Vj. EUR 245.052,24) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 951,62 (i. Vj. EUR 1.827,61) -
3.067.111,09 4.174.954,57
10.422.871,09 11.707.381,07

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 19.359.836,26 19.480.318,15
2. Verminderung (i. Vj. Erhöhung) des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -861.707,70 1.201.609,47
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.200,12 2.698,64
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 12.688.960,15 14.627.896,93
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 375.653,71 13.064.613,86 417.050,83 15.044.947,76
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.546.586,31 2.429.021,22
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 467.791,63 3.014.377,94 424.135,55 2.853.156,77
- davon für Altersversorgung EUR 7.240,25 (i. Vj. EUR 8.534,23) -
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 79.013,55 80.977,08
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.735.297,63 1.553.017,18
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 63.939,01 17.914,05
9. Ergebnis vor Steuern 671.964,71 1.170.441,52
10. Sonstige Steuern 3.924,93 4.167,93
11. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn 668.039,78 1.166.273,59
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Die Megadyne GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Paderborn unter der Nummer HRB 7807 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear in Anlehnung an die von der Finanzverwaltung veröffentlichten Afa-Tabellen vorgenommen.

In die Herstellungskosten werden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten Material- und Fertigungseinzelkosten, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Abschreibungen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen für alle erkennbaren Risiken angesetzt.

Die liquiden Mittel sind zu Nennwerten bilanziert.

Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Von dem Abzinsungswahlrecht bei einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr wurde kein Gebrauch gemacht.

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses erkannten Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Brutto-Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte einschließlich der Geschäftsjahresabschreibung ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen, der als Anlage beigefügt ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt EUR 3.000,00 (i. Vj. EUR 3.000,00) und betrifft die Sonstigen Vermögensgegenstände.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

TEUR
Kundenboni 45
Gewährleistungen und offene Reklamationen 36
Urlaubsverpflichtungen und Mitarbeiterboni 61

Angabe zu Verbindlichkeiten

Die Zusammensetzung und Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem folgenden Verbindlichkeitsspiegel:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023 bis zu 1 Jahr zwischen 1 und 5 Jahren von mehr als 5 Jahren
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 70.499,24 70.499,24 0,00 0,00
(Vorjahr) (157.698,06) (157.698,06) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.757.313,38 2.757.313,38 0,00 0,00
(Vorjahr) (3,762.920,24) (3.762.920,24) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 239.298,47 239.298,47 0,00 0,00
(Vorjahr) (254.336,37) (254.336,37) (0,00) (0,00)
3.067.111,09 3.067.111,09 0,00 0,00
(Vorjahr) (4.174.954,57) (4.174.954,57) (0,00) (0,00)

Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus dem Cash-Pool in Höhe von EUR 5.385.077,71 (i. Vj. EUR 5.415.716,63). Die übrigen Forderungen resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind, neben Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr, Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus der Ergebnisabführung in Höhe von EUR 668.039,78 (i. Vj. EUR 1.166.273,59) enthalten.

Umsatzerlöse

Der Gesamtumsatz lässt sich wie folgt aufteilen:

2023
TEUR
Deutschland 15.908
EU-Ausland 3.237
Drittland 215
19.360

Nicht bilanzierte sonstige Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von EUR 157.439,06 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing-, Miet-, Lizenz- und Dienstleistungsverträgen.

Sonstige Pflichtangaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt wurden ohne die Geschäftsführer 36 Arbeitnehmer beschäftigt, davon waren 10 gewerblich Tätige und 26 Angestellte.

Geschäftsführer

Während des ablaufenden Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Claus Hübner, Geschäftsleiter Finanzen und Personal, Hamburg

Kay Christian Bärenfänger, Geschäftsleiter Vertrieb und Operations, Buchholz i.d. Nordheide

Konzernzugehörigkeit

Die Megadyne GmbH wird in den Konzernabschluss der Ammega Group B.V., Alkmaar/Niederlande, einbezogen, welche einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen erstellt. Eine Offenlegung erfolgt bei dem Handelsregister der Stadt Alkmaar unter der Nummer 71725385. Den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen stellt die Alpha ABMD Holdco B.V., Alkmaar/Niederlande, auf. Eine Offenlegung erfolgt bei dem Handelsregister der Stadt Alkmaar unter der Nummer 71721975.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Februar 2024 stellte die AMMEGA-Gruppe fest, dass sie nach einem unbefugten Zugriff auf ihr globales Netzwerk Ziel eines Cyberangriffs war. Im Rahmen der Reaktion der Gruppe auf den Vorfall übernahm ein Reaktionsteam die Leitung des Business-Continuity-Managements, indem es geeignete Maßnahmen zur Bewältigung des Vorfalls ergriff. Dazu gehörten eine interne Untersuchung, die Hinzuziehung von Cyber-Sicherheitsexperten, externen Beratern und den Versicherern der Gruppe sowie die Einleitung aller mit der Einhaltung der Vorschriften verbundenen Maßnahmen wie die Benachrichtigung der zuständigen Aufsichts- und Strafverfolgungsbehörden im Hinblick auf die Datenschutzanforderungen in den betroffenen Ländern. Als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme wurden alle IT-Systeme der Gruppe abgeschaltet, um eine Bereinigung der Systeme und einen schrittweisen, risikomindernden Neustart zu ermöglichen.

Obwohl wir in der Lage waren, unseren Betrieb schnell wiederherzustellen, führte der Vorfall zu einer gewissen Unterbrechung der Verkäufe, deren finanzielle Auswirkungen noch ermittelt werden, sowie zu einmaligen direkten Kosten, die zum Teil durch Versicherungserstattungen ausgeglichen werden können. Wir haben und werden weiterhin Investitionen tätigen, um den Schutz unserer Informationstechnologie-Systeme zu verbessern.

Nach unserem derzeitigen Kenntnisstand und den uns vorliegenden Informationen gehen wir nicht davon aus, dass der Cybervorfall Auswirkungen auf unsere Fähigkeit zur Fortführung des Unternehmens haben wird.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Borchen, den 15. Oktober 2024

Megadyne GmbH

Kay Christian Bärenfänger, Geschäftsführer

Claus Hübner, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 235.808,70 0,00 0,00 235.808,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.389.514,01 0,00 0,00 1.389.514,01
2. Technische Anlagen und Maschinen 170.753,40 9.556,50 9.880,00 170.429,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 527.715,37 42.654,05 16.928,17 553.441,25
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.550,00 0,00 3.550,00 0,00
2.091.532,78 52.210,55 30.358,17 2.113.385,16
2.327.341,48 52.210,55 30.358,17 235.808,70
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 213.257,70 9.280,00 0,00 222.537,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 696.087,01 36.478,00 0,00 732.565,01
2. Technische Anlagen und Maschinen 154.777,40 3.340,50 9.879,00 148.238,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 398.059,86 29.915,05 16.926,66 411.048,25
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.248.924,27 69.733,55 26.805,66 1.291.852,16
1.462.181,97 79.013,55 26.805,66 1.514.389,86
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.271,00 22.551,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 656.949,00 693.427,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.191,00 15.976,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 142.393,00 129.655,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 3.550,00
821.533,00 842.608,51
834.804,00 865.159,51

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Megadyne ist zusammen mit Ammeraal Beltech unter dem gemeinsamen Dach AMMEGA tätig. Der AMMEGA-Konzern ist als global agierendes Unternehmen mit mehr als 20 Produktionsstätten sowie Vertriebs- und Fertigungsstätten an über 150 Standorten weltweit vertreten. Die Megadyne GmbH ist für den Vertrieb in Deutschland und Österreich zuständig.

Die Megadyne GmbH vertreibt Antriebsriemen, komplette Bandsysteme für Maschinen jeder Art nebst darauf abgestimmte Komponenten und ergänzende Produkte. Diese werden in Mathi (Italien) entwickelt und vom AMMEGA-Konzern in Europa, Nordamerika sowie Asien hergestellt. In Italien befindet sich weiterhin ein Logistikzentrum der Unternehmensgruppe.

In Borchen befindet sich die Unternehmenszentrale nebst Zentrallager für den Handel in unserem nach organisatorischen Anforderungen errichteten Betriebsgebäude. Daneben haben wir in Langenau eine Verkaufsniederlassung, die auf den Vertrieb von Sonderzahnriemen und Gewebebändern spezialisiert ist.

Die Megadyne GmbH vertreibt die komplette Produktpalette des AMMEGA-Konzerns, und wir streben unverändert eine sich verstetigende überdurchschnittliche Umsatzentwicklung mit einer noch stärkeren Marktdurchdringung an.

Das umfangreiche Produkt- sowie Leistungsspektrum soll unseren Kunden und der Megadyne GmbH dauerhaft Wettbewerbs- und Wertvorteile sichern. Einfluss auf die Grundlagen unseres Unternehmens hat unsere Muttergesellschaft. Andere externe Einflüsse ergeben sich vornehmlich durch die von der Weltkonjunktur abhängige Beschäftigungslage des deutschen Maschinenbaus.

In unserer technischen Vertriebsfunktion widmen wir uns den verschiedenen und anspruchsvollen Bedürfnissen unserer Kunden. Dabei streben wir eine hohe Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit in unseren leistungsfähigen Betriebsteilen an.

2. Forschung und Entwicklung

Die globale Vernetzung des AMMEGA-Konzerns ermöglicht uns den Zugriff auf eine Vielzahl von Informationen sowie Erfahrungen und vereinfacht die Neuentwicklung von Produkten mit der bei der Konzernmutter in Italien konzentrierten Forschung.

Gesonderter Forschungsaufwand entsteht uns nicht. Umfangreiche Kenntnisse aus unserer Kundennähe bringen wir in die Produktentwicklung ein.

3. Wirtschaftsbericht

3.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % geringer als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpfen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland.

Die Megadyne GmbH ist wesentlich vom Maschinen- und Anlagenbau als dessen Zulieferer und vom technischen Handel abhängig und profitiert von dessen Auslastung und Investitionen. Wir fungieren als Vertriebsunternehmen des AMMEGA-Konzerns für den deutschsprachigen Markt, unser um Konzernweiterbelastungen bereinigter Umsatz und das EBITDA sind unsere wesentlichen Leistungsindikatoren.

Langfristig ist die Strategie, dass die Megadyne GmbH die Leistung und Produktivität weiter steigert, stets Kostenbewusstsein zeigt und so ein wertvolles Glied im AMMEGA-Konzern bleibt. Die uns erteilten Aufträge arbeiten wir kontinuierlich ab. Mit unserem Lagerbestand sind wir in der Regel kurzfristig lieferfähig. Dies ist insbesondere bei Ersatzbeschaffungen unserer Kunden vorteilhaft.

Die Megadyne GmbH ist nach der ISO 9001:2015 zertifiziert.

3.2 Ertragslage

Der um Konzernweiterbelastungen bereinigte Umsatz (TEUR 18.305; Vj. TEUR 18.471) ist gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,9 % gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf einen konjunkturellen Abschwung zurückzuführen. Das Rohergebnis auf Basis des unbereinigten Umsatzes verringert sich von TEUR 5.640 auf TEUR 5.436.

Die Rohergebnismarge ist von 29,0 % auf 28,1 % gesunken.

Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 % erhöht (TEUR 3.014, Vj. TEUR 2.853). Im Jahresdurchschnitt waren 36 Mitarbeiter bei der Gesellschaft beschäftigt, davon entfallen 26 auf Angestellte und 10 auf gewerbliche Mitarbeiter.

Der sonstige betriebliche Aufwand erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund gestiegener Konzernumlagen (TEUR +138) um TEUR 182 auf TEUR 1.735.

Aufgrund eines leichten Umsatzrückgangs und gleichzeitig gestiegener Kosten ist das EBITDA von TEUR 1.234 auf TEUR 687 gesunken.

Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag vom 18. Dezember 2020 mit der Ammega Holding Germany GmbH, München, mit Wirkung zum 1. Januar 2021.

3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme verringerte sich um TEUR 1.284, im Wesentlichen bedingt durch einen Rückgang der Vorräte (-TEUR 1.040) und der flüssigen Mittel (-TEUR 211). Der Rückgang der Vorräte ist auf ein verändertes Lieferverhalten unserer Produktionsgesellschaften zurückzuführen.

Den Investitionen von TEUR 52 stehen Abschreibungen von TEUR 79 und Abgänge von TEUR 4 gegenüber, sodass sich das Anlagevermögen verringerte (TEUR 835, Vj. TEUR 865). Die Anlagenintensität erhöhte sich auf 8,0 % gegenüber 7,4 % im Vorjahr.

Das Anlagevermögen war stets ausschließlich über Eigenkapital gedeckt, die Anlagendeckung verstärkte sich von 824,3 % in 2022 auf 854,3 % im Berichtsjahr.

Die Eigenkapitalquote liegt bei 68,4 % (Vj. 60,9 %). Die Zunahme resultiert aus der Verringerung der Bilanzsumme bei gleichzeitig unverändertem Eigenkapital.

Aufgrund der überproportionalen Verminderung der kurzfristigen Verbindlichkeiten im Vergleich zum Rückgang der Bilanzsumme hat sich unsere Verbindlichkeitenquote auf 29,4 % gegenüber 35,7 % im Vorjahr verringert. Dabei haben sich insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 1.006 auf TEUR 2.757 infolge der geringeren Geschäftstätigkeiten mit diesen verringert.

3.4 Finanzlage

Die Liquidität der Gesellschaft wird durch die Einbindung in das konzernweite Cash-Pooling abgesichert. Die finanzielle Lage des Unternehmens ist stabil. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Unsere Anschaffungen erfolgten, wie in den Vorjahren, aus dem Cashflow. Nur die Investitionen in Grundstück und Gebäude wurden in der Vergangenheit durch langfristige Bankdarlehen teilfinanziert, deren Tilgung erfolgte planmäßig. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Der Finanzmittelfonds verringerte sich leicht von TEUR 5.677 zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 5.436 zum 31. Dezember 2023. Er wurde aus den Guthaben der Girokonten, dem Cash-pooling-Konto und geringen Barkassenbeständen gebildet.

3.5 Gesamtaussage

Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens ist stabil. Die Megadyne GmbH konnte sich trotz eines Konjunkturrückgangs und Material- und Lieferengpässen als Folge des Krieges in der Ukraine sowie eines umkämpften Marktes behaupten.

Insgesamt war das Geschäftsjahr 2023 für uns nur bedingt erfolgreich. Aufgrund leicht gesunkener Umsätze bei gleichzeitig gestiegenen Kosten hat sich unser Ergebnis verringert.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Für das Jahr 2024 geht der Branchenverband deutscher und europäischer Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) von einem Produktionsrückgang von 4% im Maschinenbau aus. Gründe hierfür seien die große Verunsicherung in der Branche, die Investitionen und damit Neuaufträge im Maschinen- und Anlagenbau verhindern. Aufgrund der konjunkturellen Rahmenbedingungen gehen wir von einem Umsatzrückgang in 2024 aus.

Es besteht für uns weiterhin ein starker Wettbewerb durch eine zunehmende Konzentration auf Kundenseite und durch die Konkurrenz namhafter Anbieter. Durch unsere konsequente Ausrichtung von Vertrieb und Produktion auf die Bedürfnisse unserer Kunden sehen wir uns hierauf jedoch vorbereitet. Das Risiko wird als mittel eingestuft.

Im Februar 2024 wurde der AMMEGA-Konzern Ziel eines Cyberangriffs, der erhebliche Auswirkungen auf unsere IT-Infrastruktur und Geschäftsprozesse hatte. Dank der schnellen und effektiven Reaktion unseres IT-Teams, der Abschaltung unserer Systeme sowie der Unterstützung durch externe Sicherheitsexperten konnten wir alle betroffenen Systeme wiederherstellen.

Im Rahmen der Reaktion der Gruppe auf den Vorfall übernahm ein Reaktionsteam die Leitung des Business-Continuity-Managements, indem es geeignete Maßnahmen zur Bewältigung des Vorfalls ergriff. Dazu gehörten eine interne Untersuchung, die Hinzuziehung von Cyber-Sicherheitsexperten, externen Beratern und den Versicherern der Gruppe sowie die Einleitung aller mit der Einhaltung der Vorschriften verbundenen Maßnahmen wie die Benachrichtigung der zuständigen Aufsichts- und Strafverfolgungsbehörden im Hinblick auf die Datenschutzanforderungen in den betroffenen Ländern. Als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme wurden alle IT-Systeme der Gruppe abgeschaltet, um eine Bereinigung der Systeme und einen schrittweisen, risikomindernden Neustart zu ermöglichen.

Obwohl wir in der Lage waren, unseren Betrieb schnell wiederherzustellen, führte der Vorfall zu einer gewissen Unterbrechung der Verkäufe, deren finanzielle Auswirkungen noch ermittelt werden, sowie zu einmaligen direkten Kosten, die zum Teil durch Versicherungserstattungen ausgeglichen werden können. Wir haben und werden weiterhin Investitionen tätigen, um den Schutz unserer Informationstechnologie-Systeme zu verbessern. Die Auswirkungen dieses Angriffs in Bezug auf entgangene Umsätze und eventuellen Kundenverlust können nicht genau beziffert werden, da es lediglich zu Verzögerungen in der Auslieferung kam.

Nach unserem derzeitigen Kenntnisstand und den uns vorliegenden Informationen gehen wir nicht davon aus, dass der Cybervorfall Auswirkungen auf unsere Fähigkeit zur Fortführung des Unternehmens haben wird.

Für das Geschäftsjahr 2024 hat unser Konzern bereits umfangreiche Maßnahmen zur Verbesserung unserer Cybersecurity-Strategie gestartet, unter anderem den Aufbau neuer, isolierter Netzwerke, die Verstärkung der Firewalls und Virenscanner auf höchstem Niveau und die Durchführung umfangreicher interner Schulungen zur Cybersecurity. Wir sehen mit den Maßnahmen das Risiko eines erneuten Angriffs als gering an.

Die Megadyne GmbH hat gewichtige Kundenbeziehungen, die zu keinen wesentlichen Abhängigkeiten führen. Qualitätsrisiken im Handelsgeschäft trägt unsere uns beliefernde Muttergesellschaft. Das Risiko wird als gering eingestuft.

Die Megadyne GmbH verfügt über einen weitgehenden Versicherungsschutz und hat für erkannte übliche Risiken Rückstellungen gebildet, die auch für Gewährleistungsverpflichtungen vorsorgen. Das Risiko wird als gering eingestuft.

Chancen sehen wir unverändert in der kompletten Produktpalette, die in dem AMMEGA-Konzern um neue Bereiche erweitert wird, in der Antriebstechnik und in der individuellen Konfigurierbarkeit unserer Produkte. Der hohe Ausbildungsstand unserer Mitarbeiter ist uns sehr wichtig. Die Chance wird als mittel eingestuft.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen Rückgang beim Umsatz vor Konzernweiterbelastungen im unteren zweistelligen Bereich. Das EBITDA wird sich erwartungsgemäß deutlich verringern und leicht über dem erwarteten prozentualen Rückgang der Umsatzerlöse liegen. Der Budgetierungsprozess für das Geschäftsjahr 2025 ist noch nicht abgeschlossen. Grundsätzlich erwarten eine leichte Steigerung der Umsatzerlöse im Vergleich zu 2024 und eine dazu analoge Verbesserung des Ergebnisses.

 

Borchen, den 15. Oktober 2024

Kay Christian Bärenfänger, Geschäftsführer

Claus Hübner, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Megadyne GmbH, Borchen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Megadyne GmbH, Borchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Megadyne GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 28. März 2025

KPMG AG
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