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PSI Metals GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020DER PSI METALS GMBH, DÜSSELDORFGeschäft und StrategieDie PSI Metals GmbH (im Folgenden "PSI Metals") ist ein führender IT-Anbieter für Produktionsmanagementlösungen in der Metallindustrie und vereint Supply Chain Management, Advanced Planning & Scheduling Lösungen mit Produktions- und Logistikoptimierung. PSI Metals steigert die Produktivität seiner Kunden in der Metallindustrie durch Optimierung ihrer Produktionsprozesse. PSI Metals unterstützt sowohl große, global operierende Stahlkonzerne, wie auch Produzenten, die von einem Standort einen regionalen Markt beliefern. Die Kunden der PSI Metals gehören zu den erfolgreichsten Metallproduzenten (Stahl, Aluminium und Kupfer) weltweit. Die PSI Metals ist als 100%iges Tochterunternehmen dem Segment Produktionsmanagement der PSI AG zugeordnet. Sie bearbeitet ihren Markt im Verbund mit den Tochter- und Schwestergesellschaften der PSI Metals-Gruppe. Im Geschäftsjahr 2020 erzielte PSI Metals ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 1.591 gegenüber TEUR 2.998 im Vorjahr. Bei der Gesamtleistung war ein Rückgang von TEUR 24.224 auf TEUR 21.684 (-10,5 %) zu verzeichnen. Geschäftsverlauf und RahmenbedingungenStahlerzeugung mit geringem Wachstum und Covid-19Die Märkte unserer Kunden aus der Aluminium- und Stahlindustrie konnten aus globaler Sicht schon im Jahr 2019 nur ein geringes Wachstum verbuchen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen durch die Covid-19-Pandemie haben eine Industrie getroffen, die schon davor mit strukturellen Problemen zu kämpfen hatte. Die Rohstahlerzeugung ist im EU-Raum, dem Stammmarkt der PSI Metals, im Zeitraum Januar bis Dezember 2020 um 12,3 % eingebrochen. Im Vergleich dazu konnte der Wirtschaftsraum Asien/Ozeanien selbst in diesem Zeitraum ein Wachstum der Rohstahlerzeugung von 1,5 % verzeichnen. Gegen Ende 2020 erreicht aber auch der EU Raum wieder ein leichtes Wachstum der Produktion: von November auf Dezember +9,2 % 1 . In diesem so schwierigen Umfeld spielt das Thema Kosten- und Prozessoptimierung weiterhin eine prägende Rolle. Der Trend zur Digitalisierung in der Stahl- und Aluminiumbranche ist ungebrochen. Dennoch mussten viele Hersteller ihre dahingehenden Initiativen bremsen oder überhaupt anhalten. Neben wirtschaftlichem Druck waren auch Corona-bedingte Kurzarbeit und Homeoffice-Regelungen vieler europäischer Staaten verstärkten Investitionen im Weg. Laufende Projekte konnten unter schwierigen Voraussetzungen dennoch erfolgreich weitergeführt werden. Ganze Abläufe (z.B. Kundentrainings) wurden erfolgreich in den virtuellen Raum transferiert. Die Investitionsfreudigkeit außerhalb Europas war im abgelaufenen Jahr größer. Vor allem in den USA stehen auch bedingt durch fortgeschrittene Systemlebenszyklen bestehender Lösungen größere Investitionen an. Dabei hat ein großes Roll-Out-Projekt in den USA auch positiven Einfluss auf die PSI Metals, da Produktlizenzen und Serviceleistungen bereitgestellt wurden. Gerade in einem von Reisebeschränkungen geprägten Umfeld profitierte die PSI Metals durch weltweit verfügbaren Service und Expertise. Dem Trend hin zu mehr Beteiligung der kundeneigenen IT im Rahmen sogenannter Center of Excellence wird durch die hohe Konfigurierbarkeit des Produkts Rechnung getragen. Dies führte auch zu einer steigenden Zahl an kleineren Upgrade-Projekten. Wie erwartet hat sich die Covid-Krise auch in den Kennzahlen der PSI Metals niedergeschlagen. So ist die Gesamtleistung im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 10,5 % gesunken. Der Auftragseingang sank gegenüber dem Vorjahr um 27,6 % und erreichte im Geschäftsjahr 2020 einen Wert von TEUR 18.187 (2019: TEUR 25.127). Der Anteil des Auftragseingangs aus dem Ausland belief sich 2020 auf 48 % (Vorjahr: 69 %). Dabei konnte die PSI Metals GmbH 2020 hauptsächlich Aufträge von Bestandskunden gewinnen. Der Auftragsbestand in Höhe von TEUR 12.374 sichert trotz des gesunkenen Auftragseinganges die Grundauslastung der PSI Metals-Mitarbeiter für einen großen Teil des Geschäftsjahres 2021. Vor dem Hintergrund der Covid-Krise sind wir mit dem Geschäftsverlauf im Berichtsjahr 2020 insgesamt zufrieden. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslageAus der Gewinn- und Verlustrechnung der beiden letzten Geschäftsjahre ergibt sich nach Zusammenfassungen und Verrechnungen, die nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten vorgenommen wurden, die folgende Ertragsübersicht:
Gesamtleistung gesunkenDie Gesamtleistung der PSI Metals (Umsatz + Bestandsveränderungen) verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.540 auf TEUR 21.684. Fremdleistungsanteil gesunkenDer Einkauf von Fremdleistungen und Waren sank um TEUR 1.134 auf TEUR 3.382. Hier wurden insbesondere Leistungen für Projekte, die bei verbundenen Unternehmen eingekauft werden, reduziert. Personalaufwendungen gesunkenDer Personalaufwand verringerte sich um TEUR 1.119 auf TEUR 13.125. Wesentliche Treiber waren geringere Aufwendungen aufgrund der leicht gesunkenen Mitarbeiteranzahl sowie geringere Rückstellungen für variable Gehaltsbestandteile. Sonstige betriebliche Aufwendungen gestiegenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 647 auf TEUR 5.835 gestiegen. Wesentlicher Faktor war ein Forderungsverlust gegen ein verbundenes Unternehmen, der durch den Covid-19-bedingten Rückgang von Aufwendungen insbesondere für Reisetätigkeiten und Messeaufwendungen nicht kompensiert werden konnte. ErgebnissituationDas Ergebnis vor Steuern ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 2.998 auf TEUR 1.591 gesunken. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung sank von TEUR 2.883 auf TEUR 1.578 im Berichtsjahr. Wesentliche Ursachen dafür sind die gesunkene Gesamtleistung sowie der Forderungsverlust, denen reduzierte Aufwendungen insgesamt und das erhöhte Beteiligungsergebnis gegenüberstehen. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2020 von TEUR 1.578 wird aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Gesellschafterin in voller Höhe an diese abgeführt. FinanzlageDie Cashflow-Rechnung wird nachfolgend dargestellt:
Die monatliche Liquiditätsplanung der PSI Metals und die daraus abzuleitenden Maßnahmen stellen die Deckung des Finanzbedarfs für das operative Geschäft und Investitionen sicher. Über das Risikomanagement erfolgt eine monatlich rollierende Prognose mit einem Planungshorizont von zwölf Monaten. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist mit TEUR 264 (Vorjahr: TEUR -1.969) leicht positiv. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist von TEUR 2.728 auf TEUR 2.232 leicht gesunken. Die Investitionen in Sachanlagen sind gegenüber dem Vorjahr stark gestiegen. Ein weiterer wesentlicher Effekt folgt aus den erneut angestiegenen Erträgen aus Beteiligungen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit resultiert aus der Ergebnisabführung an die Gesellschafterin gemäß Ergebnisabführungsvertrag sowie einem von einer Schwestergesellschaft gewährten Darlehen. Zum Bilanzstichtag verfügte PSI Metals über liquide Mittel in Höhe von TEUR 948. Die Gesellschaft war auch im Berichtsjahr 2020 jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Vermögenslage
Das Vermögen der Gesellschaft ist zu 31,0 % kurzfristig gebunden. Das kurzfristige Vermögen besteht im Wesentlichen aus Forderungen, Vorräten sowie flüssigen Mitteln. Die langfristigen Verbindlichkeiten beinhalten Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (TEUR 1.381), sonstigen Rückstellungen (TEUR 2.846) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 10.721). Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt im Geschäftsjahr 2020 unverändert TEUR 3.001. Die Bilanzsumme der PSI Metals ist im Geschäftsjahr 2020 um 1,6 % auf TEUR 31.235 gestiegen. Die Eigenkapitalquote liegt bei 16,5 % (Vorjahr: 16,8 %). Die Eigenkapitalrendite betrug 30,6 % (Vorjahr: 55,8 %). Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz- und ErtragslageWie erwartet hat die Covid-Krise im Geschäftsjahr 2020 zu einem Rückgang des Auftragseingangs sowie zu einem moderaten Rückgang von Gesamtleistung und Ergebnis geführt. Trotz der Covid-Krise kam es zu keinen Liquiditätsproblemen. Insgesamt stufen wir die aktuelle Lage als stabil ein. Forschung und EntwicklungInnovation und Vorsprung bei der Anwendungs- und der IT-Funktionalität zählen zu den wichtigsten Wettbewerbsvorteilen im Softwaremarkt. Im Jahr 2020 wurde als Bestandteil des Release 5.20 die neue PSImetals Service Platform am Markt eingeführt. Dieses neuartige Software-Framework, unmittelbar aufbauend auf der PSI Java Plattformstrategie der Muttergesellschaft, ist das erste direkte Resultat des FutureLab F&E Programms. Neue im Jahr 2020 gestartete Projekte setzen bereits auf neue Services, die auf der neuen Service Platform betrieben werden. Im Rahmen der FutureLab Initative wurde der Schwerpunkt auf die Themen Business Intelligence sowie KI und Machine Learning gesetzt - und im Begriff Industrial Intelligence subsumiert. Dabei setzte man wieder auf Kundenworkshops, um die Bedarfe direkt an der Quelle zu ermitteln. Parallel hat man an Forschungsanträgen in diesen Themen gearbeitet, mit deren positiven Bescheiden 2021 gerechnet wird. Auch erste Pilotprojekte bei Kunden konnten gestartet werden. Die Funktionalitäten unserer Produkte und der damit verbundene Kundennutzen werden durch enge Zusammenarbeit mit führenden Pilotkunden im In- und Ausland, mit dem Partnerunternehmen PRIMETALS sowie mit Forschungsunternehmen aus dem Bereich Metals (VDEh Betriebsforschungsinstitut GmbH (BFI)) kontinuierlich verbessert. Die so entstehenden Produktkerne stellen die Basis für den Vertrieb und den Export der entstehenden Innovationen dar. Diese werden in Folgeprojekten laufend weiterentwickelt und an die wechselnden Anforderungen in unseren Zielmärkten angepasst. PSI Metals hat den in der PSI AG laufenden Prozess zur Schaffung einer Standardbasis weiter vorangetrieben und konnte auch im Jahr 2020 davon profitieren. MitarbeiterDie hohe Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter stellt für einen spezialisierten Softwareanbieter wie PSI Metals einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil dar. Daher zeichnet sich PSI Metals seit vielen Jahren durch einen besonders hohen Anteil an Akademikern mit speziellen Branchenkenntnissen aus. Der größte Anteil davon besitzt einen ingenieurwissenschaftlichen Abschluss. Nachdem wir im Frühjahr 2020 unsere Rekrutierungsmaßnahmen vorübergehend gestoppt hatten, arbeiten wir jetzt wieder systematisch an der Einstellung und Weiterbildung neuer Mitarbeiter. Unsere bestehenden Programme zur schnellen und professionellen Einarbeitung neuer Mitarbeiter, dem Ausbau der Kompetenz im Bereich der Anwendungsberater sowie des Projektmanagements wurden im Jahr 2020 fortgesetzt. Bei ausgewählten Arbeitspaketen setzen wir nach wie vor auf die Unterstützung durch externe Mitarbeiter, hier insbesondere durch die Zusammenarbeit mit den Tochter- und Schwestergesellschaften. Am 31. Dezember 2020 waren bei der PSI Metals GmbH 133 Mitarbeiter (Vorjahr: 134) beschäftigt. FinanzinstrumenteZur Finanzierung des operativen Geschäfts nutzt PSI Metals Finanzinstrumente, die im Wesentlichen aus Liefer- und Leistungsforderungen und -Verbindlichkeiten sowie liquiden Mitteln bestehen. Die wichtigsten Risiken sind hierbei Ausfall-, Liquiditäts- und Zeitwertrisiken. Ausfall- und Liquiditätsrisiken werden mittels der Verwendung von Kreditlinien und Kontrollverfahren gesteuert. Für die PSI Metals besteht keine Konzentration des Ausfallrisikos bei einzelnen oder einer Gruppe von Vertragspartnern. Wir sind bestrebt, über ausreichende Liquidität und Kreditlinien zu verfügen, um unsere Verpflichtungen zu erfüllen. Da die PSI Metals überwiegend Geschäfte tätigt, die in Euro abgeschlossen werden, besteht ein eingeschränktes Wechselkursrisiko. Im Rahmen des Vertragsmanagements erfolgt bei internationalen Projekten die Absicherung von Wechselkursrisiken in der Regel durch Abschluss der Verträge in Landeswährung mit den jeweiligen lokalen verbundenen Unternehmen, welche dann auch einen Realisierungsanteil übernehmen. RisikoberichtDas Risikofrüherkennungssystem ist konsequent im Unternehmen umgesetzt und weiterentwickelt worden. Durch eine zunehmende Fokussierung auf den Einsatz von Standardkomponenten ("product based project methodology") konnte das Projektrisiko gemindert werden. Die Fokussierung des Unternehmens auf nur eine Branche - die nationalen und internationalen Metallerzeuger und -Verarbeiter - schafft zusätzliche Chancen durch geringere Marketing- und Vertriebskosten und Produktivitätsgewinne durch Nutzung von Synergien. Dem damit verbundenen zusätzlichen Marktrisiko begegnen wir durch folgende Maßnahmen:
Durch die Internationalisierung ergeben sich folgende Chancen und Risiken:
Zusätzliche Chancen ergeben sich aus der vorangeschrittenen Vorfertigung unserer Lösungen sowie der Investition in die Produktbasis. Hierdurch sind zusätzliche Lizenzerlöse sowie eine höhere Sicherheit bei der Abwicklung unserer Projekte zu erwarten. PrognoseberichtDie weitere Geschäftsentwicklung wird stark vom Erfolg der Covid-19-Maßnahmen abhängen. Der internationale Waren- und Personenfluss ist Voraussetzung für die Stahl- und Aluminiumindustrie sowie deren Kunden (Flugzeugbau, Automotive, Consumer Goods, etc.). Politische Entwicklungen in den USA hinsichtlich Protektionismus und Klimaschutz werden unsere Kunden ebenfalls zu spüren bekommen. Dieses Neuaufleben der transatlantischen Beziehung kann für europäische Produzenten nur von Vorteil sein. Die Auswirkungen des Brexit sind im Vergleich dazu eher negativ zu bewerten. Die Covid-19-Pandemie hat 2020 zwar zu einer gebremsten Investitionsbereitschaft im Bereich IT und Digitalisierung geführt, Produzenten haben aber die Zeit genutzt, ihre Strategien und Ideen dazu weiter zu entwickeln. Ein zu erwartender Wirtschaftsaufschwung kann daher direkt zu einer vermehrten Investitionsbereitschaft in diesem Bereich führen. 2021 wohl noch verhalten, aber spätestens 2022 ist damit zu rechnen. Ein zumindest temporäres Risiko ergibt sich durch die hohen EU-Auflagen zum Klimaschutz, die für die europäischen Stahl-Produzenten zu erheblichen Wettbewerbsnachteilen führen könnten. Wie sich damit verbundene Investitionen im Rahmen von Green Steel Programmen auf unser Portfolio auswirken bleibt abzuwarten und wird auch davon abhängen, wie man als PSI Metals, gegebenenfalls auch mit Partnern, durch wertsteigernde Angebote in diesem Themenbereich partizipieren kann. Die Stahl- und Aluminium-Produzenten arbeiten weiter an der Optimierung ihrer Wertschöpfungsketten und sehen sich vermehrt auch einem wandelnden Geschäftsumfeld gegenüber. Gesteigerte Produkt-Diversität bei gleichmäßig hoher Qualität und kürzeren Lieferzeiten sind notwendig, um die Endkunden zu bedienen. Dabei spielt die flächendeckende Vernetzung sowie die schrittweise Nutzung der dadurch gewonnenen Daten eine große Rolle. Die Pandemie hat diese Anforderungen weiter verstärkt. PSI Metals als globaler Branchenführer findet in der Wahrnehmung der Kunden in diesen Bereichen eine sehr gute Akzeptanz. Der technische Grundstein dafür ist mit der Einführung der neuen Softwareplattform-Generation für die nächste Dekade gelegt. Im Rahmen der FutureLab Initiative sollen laufende Projekte im Bereich Big Data und Machine Learning sowie autonome Systeme das Know-how der PSI Metals demonstrieren und über das Produkt auch am Markt positionieren. Ziel der PSI Metals ist es, auch weiterhin den Marktanteil und die führende Position als Lösungsanbieter für Produktionsmanagement in der Metallindustrie auszubauen. Hierzu sollen die folgenden Maßnahmen fortgeführt werden:
Die Strategie der PSI Metals, in ausgewählten Märkten wie den USA, China, Russland, Indien und Brasilien durch verbundene Unternehmen lokal präsent zu sein und somit auch lokale Serviceleistungen anzubieten, soll auch 2021 fortgeführt werden. Dies wird durch die bereits in den Vorjahren begonnene integrierte Planung, Führung und Konsolidierung innerhalb der PSI Metals-Gruppe unterstützt. Kundenzufriedenheit und Produktnutzen stehen für die PSI Metals stets im Vordergrund. Aufgrund der zurzeit fortdauernden Einschränkungen durch die Covid-Krise erwarten wir für die erste Hälfte des Jahres 2021 eine stabile Entwicklung von Umsatz und Ergebnis. Bei einer schnellen Erholung der wirtschaftlichen Gesamtlage in Folge der weltweiten Impfkampagnen könnte sich das Jahresergebnis der PSI Metals schon im Jahr 2021 wieder leicht erholen. Ansonsten rechnen wir mit einem Anstieg von Auftragseingang, Umsatz und Betriebsergebnis im Jahr 2022.
Düsseldorf, 29. April 2021 PSI Metals GmbH Thomas Quinet, Geschäftsführer Jörg Hackmann, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2020PSI Metals GmbH, DüsseldorfAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2020PSI Metals GmbH, Düsseldorf
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020PSI METALS GMBH, DÜSSELDORFI. ALLGEMEINES, WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN1. Rechtliche und wirtschaftliche GrundlagenDer Sitz der Gesellschaft ist in Düsseldorf. Die Gesellschaft ist unter der Firma PSI Metals GmbH im Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Nummer B 56134 eingetragen. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. 2. Allgemeine Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Jahresabschluss der PSI Metals GmbH (im Folgenden "PSI Metals") für das Geschäftsjahr 2020 ist nach den Vorschriften der §§ 242-288 HGB sowie nach den Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Abschluss wurde in Euro erstellt. Nach § 267 HGB gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Erleichterungsvorschriften nach § 288 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Vermögensgegenständen und SchuldenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Soweit außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund einer dauerhaften Wertminderung notwendig sind, werden diese berücksichtigt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Netto-Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden im Zugangsjahr zu einem Pool zusammengefasst und über fünf Jahre abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst worden. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden wie folgt abgeschrieben:
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert, wobei entsprechende Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bei dauerhafter Wertminderung vorgenommen werden. Die unfertigen Leistungen sind in entsprechender Anwendung des § 255 HGB zu Herstellungskosten verlustfrei bewertet, wobei angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung berücksichtigt wurden. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Erhaltene Anzahlungen wurden auftragsbezogen aktivisch von den Vorräten abgesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten angesetzt. Werthaltigkeitsrisiken wurden durch die Bildung entsprechender Wertberichtigungen Rechnung getragen. Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden alle Auszahlungen vor dem 31. Dezember 2020 ausgewiesen, soweit sie einen Aufwand nach dem Abschlussstichtag darstellen. Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten ("Heubeck Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem "Projected-Unit-Credit-Verfahren" ermittelt. Der ausschüttungs- aber nicht abführungsgesperrte Betrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum 31. Dezember 2020 TEUR 1.001. Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden auf Basis folgender Annahmen berechnet:
Bis 2009 wurden die Pensionsverpflichtungen versicherungsmathematisch mit ihrem Teilwert gemäß § 6a EStG auf der Basis eines Zinssatzes von 6 % angesetzt. Durch die erstmalige Anwendung der Bestimmungen des BilMoG hat sich zum 1. Januar 2010 eine Unterdotierung in Höhe von TEUR 1.810 ergeben. In Anwendung des Übergangswahlrechts gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der Unterschiedsbetrag über eine Laufzeit von 15 Jahren verteilt. Zum 31. Dezember 2020 besteht noch ein ausstehender Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 483. Im Geschäftsjahr erfolgte entsprechend eine Zuführung in Höhe von TEUR 121, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen ist. Die gemäß Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB nicht bilanzierte Unterdeckung aus der Unterstützungskasse beträgt TEUR 340. Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Da es sich mit Ausnahme der Jubiläumsrückstellungen nur um kurzfristig fällige Rückstellungen handelt, waren bis auf diese Ausnahme keine zukünftigen Preis- und Kostensteigerungen und Abzinsungseffekte bei der Bewertung der Rückstellungen zu berücksichtigen. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr müssen gemäß den Vorschriften des geltenden HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst werden, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird. Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden alle Einzahlungen vor dem 31. Dezember 2020 ausgewiesen, soweit sie einen Ertrag nach dem Abschlussstichtag darstellen. Die PSI Metals ist in den ertragsteuerlichen Organkreis der PSI AG einbezogen. Latente Steuern auf temporäre oder quasi-permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden auf Ebene des Organträgers ermittelt und bei Passivüberhang - nach Saldierung - auch dort bilanziert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. II. ANGABEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG1. Entwicklung des AnlagevermögensDie Entwicklung des Anlagevermögens und der kumulierten Abschreibungen ist auf Seite 8 des Anhangs dargestellt. 2. Entwicklung der Anteile an verbundenen UnternehmenIm Jahr 2020 ergaben sich keine Änderungen der Finanzanlagen. 3. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeIn den sonstigen Forderungen sind langfristige Forderungen in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 1.306) enthalten. Die anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Gesellschafterin, die PSI AG, in Höhe von TEUR 1.381 (Vorjahr: TEUR 2) sowie sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 38). Des Weiteren bestehen Forderungen gegen andere verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.825 (Vorjahr: TEUR 1.965). Diese resultieren aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.815, Vorjahr: TEUR 1.964) sowie sonstigen Forderungen (TEUR 10, Vorjahr: TEUR 0). 4. EigenkapitalGezeichnetes KapitalDas im Handelsregister eingetragene, voll eingezahlte Stammkapital beträgt zum 31. Dezember 2020 unverändert EUR 3.001.000,00. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage beträgt EUR 2.161.883,94 und hat sich im Berichtsjahr nicht verändert. 5. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für Sonderzahlungen und Provisionen (TEUR 1.800, Vorjahr: TEUR 2.313), Urlaubs- und Mehrarbeitsansprüche (TEUR 438, Vorjahr: TEUR 494), noch zu erbringende Leistungen (TEUR 325, Vorjahr: TEUR 420), Jubiläen (TEUR 115, Vorjahr: TEUR 102), Beiträge zur Berufsgenossenschaft sowie Schwerbehindertenabgabe (TEUR 64, Vorjahr: TEUR 63), Drohverluste (TEUR 27, Vorjahr: TEUR 0), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 15, Vorjahr: TEUR 28) und übrige Verpflichtungen (TEUR 62, Vorjahr: TEUR 203). Im Vorjahr waren Rückstellungen für ausländische Steuern in Höhe von TEUR 90 enthalten. 6. VerbindlichkeitenSämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, auch gegenüber verbundenen Unternehmen, und sonstigen Verbindlichkeiten sind analog zum Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten sind weder durch Pfandrechte noch ähnliche Rechte gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 5.262 (Vorjahr: TEUR 6.708) aus Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, der PSI AG, davon aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.185, Vorjahr: TEUR 2.325), Darlehensverbindlichkeiten (TEUR 1.500, Vorjahr: TEUR 1.500) sowie sonstigen Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung (TEUR 1.578, Vorjahr: TEUR 2.883). Die Verbindlichkeiten gegenüber anderen verbundenen Unternehmen betragen TEUR 5.459 (Vorjahr: TEUR 3.939). Sie resultieren aus Darlehen (TEUR 2.400, Vorjahr: TEUR 1.800) sowie aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 3.059, Vorjahr: TEUR 2.139). 7. Sonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 2) enthalten. Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB sind in Höhe von TEUR 121 (Vorjahr: TEUR 121) enthalten. 8. Honorare des AbschlussprüfersDie Honorare des Abschlussprüfers Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft werden im Konzernabschluss der PSI AG angegeben. III. SONSTIGE ANGABEN1. HaftungsverhältnisseZum Abschlussstichtag besteht eine Subsidiärhaftung aus den Pensionsverpflichtungen im Sinne des § 251 HGB. 2. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte/Sonstige finanzielle VerpflichtungenDiese setzen sich wie folgt zusammen:
Diese setzen sich gegenüber verbundenen Unternehmen wie folgt zusammen:
3. Anzahl der Mitarbeiter
4. GeschäftsführungMitglieder der Geschäftsführung waren:
Die Gesellschaft wird durch zwei Geschäftsführer gemeinsam oder durch einen Geschäftsführer gemeinschaftlich mit einem Prokuristen vertreten. Die Berichterstattung über die Bezüge der Geschäftsführung wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB eingeschränkt. 5. ErgebnisabführungsvertragAm 14. März 2013 hat die PSI AG als herrschendes Unternehmen mit der PSI Metals GmbH einen Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung zum 1. Januar 2013 geschlossen. Der Ergebnisabführungsvertrag wurde auf unbestimmte Zeit abgeschlossen, ist jedoch erstmals nach Ablauf von fünf Jahren nach Eintragung in das Handelsregister der PSI Metals GmbH, die am 19. Juni 2013 erfolgte, kündbar. 6. Konzern- und BeteiligungsverhältnisseDie PSI AG hält 100 % des Stammkapitals der PSI Metals. Die PSI AG erstellt einen Konzernabschluss gemäß § 315e HGB nach International Financial Reporting Standards (IFRS) für den größten und kleinsten Kreis auf. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt. Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen für folgende Tochterunternehmen i. S. v. § 290 HGB, die damit auch verbundene Unternehmen i. S. v. § 271 Abs. 2 HGB sind:
1) Werte gemäß gesetzlicher und
lokaler Bilanzierungsvorschriften vor
Konsolidierungsbuchungen
Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die PSI Metals zum 31. Dezember 2020 nach § 291 HGB nicht verpflichtet, da die PSI AG in ihrer Eigenschaft als deutsche Konzernleitung zum 31. Dezember 2020 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit befreiender Wirkung für die PSI Metals erstellt. 7. NachtragsberichtEs liegen keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor.
Düsseldorf, 29. April 2021 Die Geschäftsführung Thomas Quinet Jörg Hackmann PSI Metals GmbH, DüsseldorfEntwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die PSI Metals GmbH, DüsseldorfPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der PSI Metals GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PSI Metals GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt " Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts " unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 26. Mai 2021 Deloitte
GmbH
Gerald Reiher, Wirtschaftsprüfer Christoph Krause, Wirtschaftsprüfer |
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