Pharma Radebeul GmbH
Selbe AdresseHerstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ulrike Fuchs seit 1.11.2024 | Prokura |
Dirk Dr. Jung seit 23.10.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 20.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Jung Beteiligungen UG (haftungsbeschränkt) | 80.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Arevipharma GmbHRadebeulJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. ALLGEMEINES Die Arevipharma GmbH hat ihren Sitz in Radebeul, Deutschland und ist beim Amtsgericht Dresden unter der Registernummer HRB 23835 eingetragen. Den Abschluss für das Geschäftsjahr hat die Arevipharma GmbH nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie dem Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Der Grundsatz der Stetigkeit in der Darstellung sowie in der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurde beachtet. Es wurden die handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit berücksichtigt. In Ergänzung zum gesetzlichen Gliederungsschema wurde in der Bilanz die Position "Sonderposten für Investitionszuschüsse" eingefügt. II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGMETHODEN Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet. Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigsten beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder verminderter Verwertbarkeit ergeben, sind berücksichtigt. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse bzw. Leistungen erfolgt mit den Einzel- und Gemeinkosten des Material- und Fertigungsbereiches sowie dem Werteverzehr des Anlagevermögens. Verwaltungsgemeinkosten wurden in die Wertansätze einbezogen. Soweit notwendig, wurden Abschreibungen aufgrund von Lager- und Verwertungsrisiken auf den beizulegenden Wert vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Risikobehafteten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigt. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten weist Ausgaben aus, die erst für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag Aufwand darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Auf das Wahlrecht der Bilanzierung aktiver latenter Steuern in der Handelsbilanz wird gemäß §274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Unter dem Sonderposten sind Investitionszuschüsse für Anlagengegenstände ausgewiesen. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt korrespondierend zu den Abschreibungen der Anlagegüter. Die Auflösung wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden gem. § 253 Abs. 2 S. 2 HGB unter Verwendung eines Rechnungszinsfußes von 1,82 % zum Ende des Geschäftsjahres und nach den versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der projizierten Einmalbetragsmethode sowie gemäß den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. K. Heubeck gebildet. Die Anpassung der laufenden Renten wurde mit 2,0 % angesetzt sowie ein Gehaltstrend von 0,0 % p.a. und eine Fluktuationsrate von 0,0 % p.a. zugrunde gelegt. Zur Berücksichtigung des erhöhten kurzfristigen Anpassungsbedarfes aufgrund aufgelaufener Inflationseffekte wurden die laufenden Leistungen der Pensionszusage, in Abhängigkeit vom nächsten Anpassungstermin, fiktiv um 6,92% erhöht. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahmen bewertet. Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem veröffentlichten Zinssatz der Bundesbank abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Unterjährige Geschäftsvorfälle und daraus resultierende Bilanzposten in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung bewertet. Am Abschlussstichtag bestehende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten auf fremd lautende Währung werden unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang). Unter den Finanzanlagen wird die im Jahr 2021 gegründete 100-prozentige Tochtergesellschaft A&Y Life Sciences der Arevipharma GmbH in Höhe von TEUR 700 ausgewiesen. Auf Angaben zum Eigenkapital sowie Jahresergebnis gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird gemäß § 286 Abs. 3 HGB verzichtet. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 7.518 und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind sonstige Forderungen (TEUR 5, Vorjahr: TEUR 47) und sonstige Forderungen gegen Gesellschafter (TEUR 60, Vorjahr: TEUR 8) enthalten. Die sonstige Vermögensgegenstände enthalten Forderungen in Höhe von TEUR 1.046 aus Umsatzsteuer sowie TEUR 195 aus Ertragsteuern. 3. Eigenkapital Die Arevipharma GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Arevi Holding GmbH mit Sitz in Radebeul. Das Stammkapital beträgt unverändert TEUR 52. 4. Pensionsrückstellungen Langfristige Rückstellungen wurden in Höhe von TEUR 3.236 für Pensionen gebildet. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1, S. 3 HGB beträgt TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 144). Für diesen besteht eine Ausschüttungssperre nach §253 Abs. 6 S. 2 HGB. Die Zuführung des BilMoG - Unterschiedsbetrag nach Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB erfolgt über 15 Jahre in Höhe von TEUR 40. 5. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 792 beinhalten u.a.:
Um die Verpflichtungen aus Altersteilzeit nach §8a AltTZG gegen Insolvenz zu sichern, besteht ein Verpfändungsvertrag mit der Commerzbank AG über die Absicherung von Wertguthaben. Das Deckungsvermögen nach §253 Abs. 1 S. 4 HGB ist nach §246 Abs. 2 S. 2 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den entsprechenden Altersteilzeitverpflichtungen unter den Rückstellungen Altersteilzeit saldiert.
6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 29.237 (Vorjahr: TEUR 28.685) aus Darlehen und in Höhe von TEUR 75 (Vorjahr: TEUR 0) aus dem allgemeinen Liefer- und Leistungsverkehr, aus Verbindlichkeiten gegenüber einer Schwestergesellschaft in Höhe von TEUR 3.075 (Vorjahr: TEUR 3.000) aus Darlehen und in Höhe von TEUR 132 (Vorjahr: TEUR 89) aus dem allgemeinen Liefer- und Leistungsverkehr. Verbindlichkeitenspiegel
Es bestehen keine Besicherungen i.S.v. § 285 Satz 1 Nr. 1 Buchstabe b HGB für die vorgenannten Verbindlichkeiten. IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:
Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen den Verkauf von Wirkstoffen für die Arzneimittelproduktion. Darin unterscheiden sie sich in den Tätigkeitsbereichen nicht wesentlich. 2. Sonstige betriebliche Erträge Wesentliche Posten der sonstigen betrieblichen Erträge sind:
Im Jahr 2023 wurde die Strompreisbremse genutzt, die eine Deckelung des Strompreises für einen bestimmten Anteil des Verbrauchs vorsieht. Diese Maßnahme führte zu einer Entlastung der Energiekosten des Unternehmens und wirkte sich positiv auf die Betriebsausgaben aus. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die im Zusammenhang mit nicht auftragsbezogenen Forschungs- und Entwicklungsprojekten angefallenen Aufwendungen wurden in Anwendung des Wahlrechts nach § 248 Abs. 2 HGB nicht aktiviert. Diese Aufwendungen werden grundsätzlich unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gebucht. Aufgrund der Änderungen des BilRUG erfolgt ab dem Geschäftsjahr 2016 die planmäßige Zuführung und die außerplanmäßige Mehrzuführung des BilMoG - Unterschiedsbetrag nach Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB in Höhe von TEUR 40 unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. 4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen TEUR 626 (Vorjahr: TEUR 626) auf verbundene Unternehmen. V. SONSTIGE ANGABEN 1. Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer Durchschnittlich wurden im Berichtsjahr 175 Arbeitnehmer, davon 105 gewerbliche Arbeitnehmer und 70 Angestellte (ohne Geschäftsführung, ohne Auszubildende, ohne Elternzeit), beschäftigt. 2. Angabe von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften Mit Pachtvertrag vom 6. Juni 2005 hat die Arevipharma GmbH den gesamten Geschäftsbetrieb des Synthesewerkes der Pharma Radebeul GmbH aus wirtschaftlichen Gründen gepachtet. Der Vertrag hat eine feste Laufzeit vom 16. Juni 2005 bis zum 31. Dezember 2009. Der Vertrag verlängert sich jeweils bis zum Ende des nächsten Kalenderjahres, falls er nicht durch den Pächter gekündigt wird. Dem Verpächter steht kein Kündigungsrecht zu. Bei Beendigung des Vertrages ist der Pachtgegenstand im betriebsbereiten Zustand einschließlich der vorgenommenen Investitionen zu übergeben. Bei Ersatzbeschaffungen hat der Verpächter vertragsgemäß ein Ankaufswahlrecht zum handelsrechtlichen Buchwert der Vermögensgegenstände. Das Umlaufvermögen sowie die Verbindlichkeiten sind vom Verpächter, analog der Übernahme durch den Pächter bei Vertragsbeginn, bei Pachtende zu übernehmen. Die Arbeitsverhältnisse werden ebenso vom Verpächter übernommen. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing-, Wartungs-, Lizenz- und sonstigen Verträgen bis Laufzeitende von insgesamt TEUR 1.073, Medienverträge in Höhe von TEUR 2.784 und offene Bestellverpflichtungen für ein Investitionsvorhaben in Höhe von TEUR 300. 4. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar, welches dem Geschäftsjahr 2023 zuzuordnen ist, beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 38 und für Steuerberatungsleistungen TEUR 69. 5. Gesellschaftsorgane Als Geschäftsführer ist bestellt:
Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf Angaben zum Gesamthonorar der Geschäftsführerbezüge gemäß § 285 Nr. 9 a) und b) HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 6. Einbeziehung in Konzernabschluss Die Gesellschaft ist ein verbundenes Unternehmen der Arevi Holding GmbH, Radebeul, gemäß § 290 HGB. Der Jahresabschluss der Arevipharma GmbH wird in den Konzernabschluss der Arevi Holding GmbH, Radebeul, einbezogen (kleinster und größter Kreis). Dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. 7. Nachtragsbericht Durch die Änderung des Darlehensvertrages im Jahr 2024 wurde die Laufzeit des Gesellschafterdarlehens bis zum Jahr 2034 verlängert. Zwischen dem Abschlussstichtag 31. Dezember 2023 und der Aufstellung des Jahresabschlusses sind keine weiteren wesentlichen Ereignisse eingetreten, die einen Einfluss auf die Bewertung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben. 8. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung hat mit einer Gesellschafterversammlung am 18. September 2023 eine Vorabgewinnausschüttung i.H. von TEUR 200 beschlossen und schlägt vor den restlichen Jahresüberschuss des Geschäftsjahres auszuschütten. Der Jahresüberschuss beträgt EUR 394.669,08. Einschließlich der Ausschüttung sowie des zu berücksichtigendem Verlustvortrages ergibt sich ein Bilanzverlust in Höhe von EUR 816.505,80. Die Geschäftsführung schlägt vor, diesen auf neue Rechnungen vorzutragen.
Radebeul, 30. Januar 2025 Gez. Dr. Dirk Jung, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht1. Zusammenfassung Das Jahr 2023 war für die Arevipharma GmbH ein Meilenstein auf dem Weg zu langfristigem Erfolg und nachhaltigem Wachstum. Trotz globaler Herausforderungen und Veränderungen in der Nachfrage haben wir ein EBIT von 1.090 TEUR bei einem Umsatz von 48.855 TEUR erzielt - ein Ergebnis, das die Erwartungen übertroffen hat. Mit der strategischen Umstellung des Produktportfolios und dem Beginn personeller sowie organisatorischer Veränderungen sehen wir die Grundlage geschaffen, um unsere Marktposition weiter zu stärken. Wir sind der Überzeugung, dass unsere agilen Strukturen und unser Fokus auf Qualität und Schnelligkeit uns zu einem attraktiven Partner für die internationale Pharmaindustrie machen. Das Jahr 2024 war ein Jahr der Transformation und Chancen, in dem wir überzeugt sind, unsere Innovationskraft und Marktorientierung weiter ausgebaut zu haben. 2. Grundlagen des Unternehmens Die Arevipharma GmbH ist ein führender Hersteller pharmazeutischer Wirkstoffe (APIs) und komplexer Feinchemikalien. Unsere fünf Produktionsanlagen in Radebeul ermöglichen eine cGMP-konforme Herstellung in kleinen und großen Mengen. Besonders spezialisiert sind wir auf das Handling von Betäubungsmitteln, einem Bereich, in dem wir höchste internationale Standards erfüllen. Mit jahrzehntelanger Erfahrung, einer breiten Produktpalette und einem klaren Fokus auf Qualität und Zuverlässigkeit beliefern wir Kunden in aller Welt. Unsere schlanken, agilen Strukturen erlauben es uns, flexibel auf Kundenbedürfnisse einzugehen und maßgeschneiderte Lösungen anzubieten. 3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage a. Ertragslage Das Jahr 2023 war geprägt von strategischen Anpassungen. Der Umsatz und das EBIT, die als zentrale Steuerungsgrößen dienen, entwickelten sich wie folgt: Der Umsatz von 48.855 TEUR lag erwartungsgemäß unter dem Vorjahr (53.428 TEUR), dennoch konnten wir durch Kostenmanagement und gezielte Vertriebsmaßnahmen ein positives EBIT von 1.090 TEUR (Vorjahr 3.529 TEUR) erzielen. Die Nachfrage nach Wirkstoffen, die in den Jahren der COVID-19-Pandemie erhöhte Nachfrage erfuhren, ging erwartungsgemäß zurück. Durch die Neuausrichtung des Produktportfolios haben wir dennoch eine solide Basis für zukünftiges Wachstum geschaffen. Der Rohertrag, exklusive der sonstigen betrieblichen Erträge, ist von 31.090 TEUR auf 29.936 TEUR im Berichtsjahr gesunken, dies entspricht einer Veränderung von 1.154 TEUR und resultiert aus dem geänderten Produktmix. Der Personalaufwand stieg aufgrund von Neueinstellung, Gehaltssteigerungen und Pensionsrückstellungen absolut um 750 TEUR auf 12.316 TEUR (Vorjahr 11.566 TEUR). Das Ergebnis vor Steuern beträgt 463 TEUR (Vorjahr 2.799 TEUR). b. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Arevipharma GmbH beträgt zum 31. Dezember 2023 56.903 TEUR (Vorjahr 55.679 TEUR). Die Aktiva sind geprägt durch das Anlagevermögen mit 12.907 TEUR (Vorjahr 10.307 TEUR) und das Umlaufvermögen mit 43.805 TEUR (Vorjahr 45.237 TEUR) Gesamtvermögensanteil. Das Umlaufvermögen besteht aus den Vorräten mit 28.395 TEUR (Vorjahr 31.849 TEUR), Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände i. H. v. 7.518 TEUR (Vorjahr 5.815 TEUR) und dem Kassen- / Bankbestand mit 7.892 TEUR (TEUR 7.573 TEUR). Die Passivseite beinhaltet das Eigenkapital mit 14.535 TEUR (Vorjahr 14.341 TEUR), Rückstellungen i. H. v. 4.028 TEUR (Vorjahr 5.047 TEUR) und Verbindlichkeiten mit 38.291 TEUR (Vorjahr 36.228 TEUR). Der überwiegende Teil der Rückstellungen beruht auf Pensionsrückstellungen i. H. v. 3.236 TEUR (Vorjahr 2.934 TEUR). Die Verbindlichkeiten beinhalten vorrangig solche, gegenüber verbundenen Unternehmen mit 32.518 TEUR (Vorjahr 31.774 TEUR). c. Finanzlage Der operative Cashflow von 4.778 TEUR ermöglichte Investitionen in Höhe von 4.281 TEUR ohne Fremdfinanzierung. Unsere finanzielle Stabilität und Liquidität von 7.892 TEUR unterstreichen die Stärke und Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens. Ratingunternehmen attestieren dem Unternehmen eine ausgezeichnete Bonität. Die Arevipharma GmbH war im Geschäftsjahr in der Lage Ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Das erreichte Jahresergebnis übertraf die Erwartungen der Geschäftsleitung. 4. Risiko- und Chancenbericht a. Risiken der künftigen Entwicklung Die pharmazeutische Industrie in Europa steht vor großen strukturellen Herausforderungen. Komplexe Verwaltungsvorschriften, insbesondere in Deutschland, können schnelle Entscheidungen und Wettbewerbsfähigkeit behindern. Die hohen Fertigungskosten in Europa, die deutlich über denen in Indien und China liegen, können selbst durch umfassende Effizienzprogramme nicht vollständig kompensiert werden. Während die Zielsetzung, die Produktion von Wirkstoffen nach Europa zurückzuverlangen, ursprünglich politisch unterstützt wurde, hat sich der Trend eher ins Gegenteil verkehrt: Die Beschaffung orientiert sich verstärkt an den niedrigsten Kosten weltweit. Diese Entwicklung erhöht den Wettbewerbsdruck für europäische Hersteller. Als international tätiger Wirkstofflieferant ist die Arevipharma GmbH Währungsrisiken ausgesetzt, die durch die Schwankungen von Wechselkursen zwischen den Währungen der Beschaffungs- und Absatzmärkte entstehen können. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, werden die Zahlungsströme in Fremdwährungen regelmäßig überwacht und Verträge entsprechend gestaltet. Das Forderungsausfallrisiko stellt ein kontinuierliches Risiko für das Unternehmen dar. Verzögerungen bei Zahlungen oder gar Zahlungsausfälle durch zahlungsunfähige Kunden oder Kunden aus Märkten mit instabilen Finanzsystemen können die Liquidität des Unternehmens erheblich beeinträchtigen. Um Forderungsausfälle zu vermeiden, verfügen wir über ein effizientes Mahnwesen, beobachten das Zahlungsverhalten unserer Kunden und holen Wirtschaftseinkünfte ein. Durch die zunehmende internationale Vernetzung und die Erschließung neuer Märkte entstehen neue Herausforderungen für die IT-Systeme und deren Sicherheit. Systemausfälle oder Cyberangriffe können die Geschäftstätigkeit erheblich stören und zu Datenverlust sowie Haftungsansprüchen führen. Um diese Risiken zu minimieren, werden regelmäßige Wartungen, Sicherheitsprüfungen sowie mehrstufige Sicherheitskonzepte umgesetzt. Arevipharma GmbH verfolgt eine proaktive Strategie, um sicherzustellen, dass Hardware, Software und Know-how im IT-Sicherheitsbereich stets auf dem neuesten Stand sind. Die Arevipharma GmbH begegnet diesen Herausforderungen durch eine konsequente Fokussierung auf agile Strukturen, Effizienz und eine proaktive Kundenorientierung. b. Chancen der künftigen Entwicklung Die Arevipharma GmbH soll als bevorzugter Ansprechpartner für die internationale pharmazeutische Industrie wahrgenommen zu werden. Wir sehen uns aufgrund unserer schnellen Anpassungsfähigkeit, Qualität und maßgeschneiderten Lösungen, die wir dank unserer flexiblen, mittelständischen Strukturen anbieten können, als guten Partner in der internationalen Pharmaindustrie. Unsere wesentlichen Wachstumstreiber sind:
Dadurch sind wir optimal positioniert, um unsere Marktanteile auszubauen und nachhaltiges Wachstum zu erzielen. 5. Prognosebericht Das Jahr 2024 war ein Jahr des Aufbaus und der Transformation, in dem wir die Weichen für langfristigen Erfolg gestellt haben. Bereits 2023 haben wir umfassende personelle und organisatorische Veränderungen eingeleitet, um unsere Agilität und Effizienz zu steigern. Mit einer optimierten Struktur und einem hochqualifizierten Team sind wir bestens aufgestellt, um neue Marktpotenziale zu erschließen. Der geplante Umsatz von ca. 42.000 TEUR und ein erwartetes negatives EBIT von -700 TEUR spiegeln Investitionen in die Zukunft wider. Neue Produkte befinden sich in der Zulassungsphase und werden ab 2025 zu einem deutlichen Wachstum von Umsatz und Ertrag beitragen. Unsere strategischen Schwerpunkte liegen auf der Erschließung neuer Märkte, der Ausweitung unserer Kundenbasis und der Integration innovativer Wirkstoffe. Besonders im US-Markt erwarten wir durch unsere Tochtergesellschaft signifikante Zuwächse. Mit einem starken Fokus auf Schnelligkeit, Flexibilität und höchste Qualitätsstandards sind wir als Geschäftsführung davon überzeugt, dass die Arevipharma GmbH ihre Position als zuverlässiger Partner der internationalen Pharmaindustrie weiter stärken kann. Mit einem klaren Fokus auf Innovation, Kundennähe und Agilität sehen wir die Arevipharma GmbH optimal positioniert, um Herausforderungen in Chancen zu verwandeln und langfristigen Erfolg zu sichern.
Radebeul, 30. Januar 2025 Gez. Dr. D. Jung, Geschäftsführer Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht vom 30. Januar 2025 hat die Nexia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt, welcher hier wiedergegeben ist: "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Arevipharma GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Arevipharma GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Arevipharma GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Dresden, den 30. Januar 2025 Nexia
GmbH
Hesse, Wirtschaftsprüferin Schüppel, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 Die Gesellschafterversammlung vom 7. Februar 2025 hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 mit einer Bilanzsumme von 56.903.396,73 EUR und einem Jahresüberschuss von 394.669,08 EUR festgestellt. |
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