Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 23835
Vorher
Hexal Pharma GmbH
Eingetragen
6.11.1980
Branche
Herstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenGroßhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von pharmazeutischen, chemischen und biologischen Produkten; Beteiligung an Unternehmen mit gleichen oder ähnlichem Gegenstand sowie Geschäftsführung von solchen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ulrike Fuchs
seit 1.11.2024
Prokura
Dirk Dr. Jung
seit 23.10.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

20.00% identifiziert80.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
20.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Jung Beteiligungen UG (haftungsbeschränkt)
80.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Arevi Holding GmbH
Germany
52.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Arevipharma GmbH

Radebeul

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 349.635,00 318.871,00
349.635,00 318.871,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.071.347,00 822.096,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 673.371,00 838.861,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.652.631,00 6.000.671,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.460.458,34 2.026.906,14
11.857.807,34 9.688.534,14
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 700.000,00 300.000,00
700.000,00 300.000,00
12.907.442,34 10.307.405,14
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.489.308,33 6.578.663,01
2. Unfertige Erzeugnisse 9.127.707,97 12.610.083,97
3. Fertige Erzeugnisse 13.778.474,77 12.660.015,28
28.395.491,07 31.848.762,26
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.060.770,37 4.606.068,67
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 64.433,75 55.287,42
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.392.821,09 1.154.008,08
7.518.025,21 5.815.364,17
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.891.903,40 7.572.757,80
43.805.419,68 45.236.884,23
C. Rechnungsabgrenzungsposten 190.534,71 135.187,82
56.903.396,73 55.679.477,19

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 52.000,00 52.000,00
II. Kapitalrücklage 15.300.000,00 15.300.000,00
III. Bilanzverlust -816.505,80 -1.011.174,88
14.535.494,20 14.340.825,12
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 48.543,30 63.936,07
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.236.486,00 2.934.277,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 1.189.000,00
3. Sonstige Rückstellungen 791.913,66 923.821,14
4.028.399,66 5.047.098,14
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 926,10 117,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 26.819,91 735.532,19
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.496.296,97 3.479.944,39
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 32.518.423,83 31.774.030,29
5. Sonstige Verbindlichkeiten 248.492,76 237.993,99
- davon aus Steuern EUR 174.611,72 (Vorjahr: EUR 147.632,70)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 11.559,43 (Vorjahr: EUR 12.146,38)
38.290.959,57 36.227.617,86
56.903.396,73 55.679.477,19

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 48.855.228,16 53.428.436,26
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.363.916,51 -1.436.184,60
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.101.770,39 708.373,15
- davon aus Währungsumrechnung EUR 179.786,95 (Vj. EUR 307.087,88)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 16.421.514,68 20.762.587,98
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 134.294,55 139.423,82
16.555.809,23 20.902.011,80
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 10.201.021,15 9.562.940,74
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.114.617,59 2.002.814,65
- davon für Altersversorgung EUR 212.986,68 (Vj. EUR 89.606,20)
12.315.638,74 11.565.755,39
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.659.189,07 1.465.395,55
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 16.972.033,83 15.238.141,18
- davon aus Währungsumrechnung EUR 232.755,19 (Vj. EUR 482.882,52)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 35.738,16 1.538,89
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 663.114,85 731.389,13
- davon aus der Aufzinsung EUR 35.215,00 (Vj. EUR 90.944,11)
- davon von verbundenen Unternehmen EUR 626.474,85 (Vj. EUR 626.474,85)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 14.499,38 216.366,32
11. Ergebnis nach Steuern 448.535,10 2.583.104,33
12. Sonstige Steuern -53.866,02 -53.891,22
13. Jahresergebnis 394.669,08 2.529.213,11
14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -1.011.174,88 -3.540.387,99
15. Ausschüttungen -200.000,00 0,00
16. Bilanzverlust -816.505,80 -1.011.174,88

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. ALLGEMEINES

Die Arevipharma GmbH hat ihren Sitz in Radebeul, Deutschland und ist beim Amtsgericht Dresden unter der Registernummer HRB 23835 eingetragen. Den Abschluss für das Geschäftsjahr hat die Arevipharma GmbH nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie dem Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Der Grundsatz der Stetigkeit in der Darstellung sowie in der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurde beachtet. Es wurden die handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit berücksichtigt.

In Ergänzung zum gesetzlichen Gliederungsschema wurde in der Bilanz die Position "Sonderposten für Investitionszuschüsse" eingefügt.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGMETHODEN

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet. Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bewertet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigsten beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder verminderter Verwertbarkeit ergeben, sind berücksichtigt.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse bzw. Leistungen erfolgt mit den Einzel- und Gemeinkosten des Material- und Fertigungsbereiches sowie dem Werteverzehr des Anlagevermögens. Verwaltungsgemeinkosten wurden in die Wertansätze einbezogen. Soweit notwendig, wurden Abschreibungen aufgrund von Lager- und Verwertungsrisiken auf den beizulegenden Wert vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Risikobehafteten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigt.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten weist Ausgaben aus, die erst für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag Aufwand darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst.

Auf das Wahlrecht der Bilanzierung aktiver latenter Steuern in der Handelsbilanz wird gemäß §274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Unter dem Sonderposten sind Investitionszuschüsse für Anlagengegenstände ausgewiesen. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt korrespondierend zu den Abschreibungen der Anlagegüter. Die Auflösung wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden gem. § 253 Abs. 2 S. 2 HGB unter Verwendung eines Rechnungszinsfußes von 1,82 % zum Ende des Geschäftsjahres und nach den versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der projizierten Einmalbetragsmethode sowie gemäß den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. K. Heubeck gebildet. Die Anpassung der laufenden Renten wurde mit 2,0 % angesetzt sowie ein Gehaltstrend von 0,0 % p.a. und eine Fluktuationsrate von 0,0 % p.a. zugrunde gelegt.

Zur Berücksichtigung des erhöhten kurzfristigen Anpassungsbedarfes aufgrund aufgelaufener Inflationseffekte wurden die laufenden Leistungen der Pensionszusage, in Abhängigkeit vom nächsten Anpassungstermin, fiktiv um 6,92% erhöht.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahmen bewertet. Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem veröffentlichten Zinssatz der Bundesbank abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Unterjährige Geschäftsvorfälle und daraus resultierende Bilanzposten in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung bewertet. Am Abschlussstichtag bestehende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten auf fremd lautende Währung werden unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang).

Unter den Finanzanlagen wird die im Jahr 2021 gegründete 100-prozentige Tochtergesellschaft A&Y Life Sciences der Arevipharma GmbH in Höhe von TEUR 700 ausgewiesen. Auf Angaben zum Eigenkapital sowie Jahresergebnis gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird gemäß § 286 Abs. 3 HGB verzichtet.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 7.518 und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind sonstige Forderungen (TEUR 5, Vorjahr: TEUR 47) und sonstige Forderungen gegen Gesellschafter (TEUR 60, Vorjahr: TEUR 8) enthalten. Die sonstige Vermögensgegenstände enthalten Forderungen in Höhe von TEUR 1.046 aus Umsatzsteuer sowie TEUR 195 aus Ertragsteuern.

3. Eigenkapital

Die Arevipharma GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Arevi Holding GmbH mit Sitz in Radebeul. Das Stammkapital beträgt unverändert TEUR 52.

4. Pensionsrückstellungen

Langfristige Rückstellungen wurden in Höhe von TEUR 3.236 für Pensionen gebildet. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1, S. 3 HGB beträgt TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 144). Für diesen besteht eine Ausschüttungssperre nach §253 Abs. 6 S. 2 HGB. Die Zuführung des BilMoG - Unterschiedsbetrag nach Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB erfolgt über 15 Jahre in Höhe von TEUR 40.

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 792 beinhalten u.a.:

2023 2022
- Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern TEUR 316 305
davon
Jubiläumsvergütung TEUR 88 99
nicht genommener Urlaub TEUR 78 60
Altersteilzeit TEUR 50 42
- Jahresabschluss, Betriebsprüfung und Archivierung TEUR 258 177
- Versicherungsbeiträge TEUR 69 33
- Entsorgungskosten TEUR 56 35

Um die Verpflichtungen aus Altersteilzeit nach §8a AltTZG gegen Insolvenz zu sichern, besteht ein Verpfändungsvertrag mit der Commerzbank AG über die Absicherung von Wertguthaben. Das Deckungsvermögen nach §253 Abs. 1 S. 4 HGB ist nach §246 Abs. 2 S. 2 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den entsprechenden Altersteilzeitverpflichtungen unter den Rückstellungen Altersteilzeit saldiert.

Erfüllungsbetrag aus der Altersteilzeitverpflichtung TEUR 211
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens TEUR 161
Anschaffungskosten des Deckungsvermögens TEUR 161
Altersteilzeit Rückstellung TEUR 50
Aufwand aus Altersteilzeitverpflichtung 2023 TEUR 68

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 29.237 (Vorjahr: TEUR 28.685) aus Darlehen und in Höhe von TEUR 75 (Vorjahr: TEUR 0) aus dem allgemeinen Liefer- und Leistungsverkehr, aus Verbindlichkeiten gegenüber einer Schwestergesellschaft in Höhe von TEUR 3.075 (Vorjahr: TEUR 3.000) aus Darlehen und in Höhe von TEUR 132 (Vorjahr: TEUR 89) aus dem allgemeinen Liefer- und Leistungsverkehr.

Verbindlichkeitenspiegel

31.12.2023 31.12.2022
Restlaufzeit Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr mehr als 5 Jahre gesamt bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr mehr als 5 Jahre gesamt
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 0 0 1 0 0 0 0
2. Erhaltene Anzahlungen 27 0 0 27 736 0 0 736
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.496 0 0 5.496 3.480 0 0 3.480
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 282 32.237 0 32.519 89 31.685 0 31.774
5. Sonstigen Verbindlichkeiten 248 0 0 248 238 0 0 238
6.054 32.237 0 38.291 4.543 31.685 0 36.228

Es bestehen keine Besicherungen i.S.v. § 285 Satz 1 Nr. 1 Buchstabe b HGB für die vorgenannten Verbindlichkeiten.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

2023 2022
Umsatzerlöse Inland TEUR 28.081 37.979
Umsatzerlöse Ausland TEUR 20.774 15.449
davon Europäische Union TEUR 10.970 7.697
davon Resteuropa TEUR 7.039 6.247
davon Afrika, Asien, Amerika, Ozeanien TEUR 2.765 1.505
Umsatzerlöse Gesamt TEUR 48.855 53.428

Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen den Verkauf von Wirkstoffen für die Arzneimittelproduktion.

Darin unterscheiden sie sich in den Tätigkeitsbereichen nicht wesentlich.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Wesentliche Posten der sonstigen betrieblichen Erträge sind:

2023 2022
Erträge aus sonstigen Zuschüssen (Strompreisbremse) TEUR 1.604 29
Erträge aus Energiesteuerentlastung TEUR 192 231
Erträge aus Währungsumrechnung TEUR 180 307
Auflösung von Rückstellungen aus dem Vorjahr TEUR 70 92
Schadenerstattungen durch Versicherung TEUR 31 17
Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse TEUR 15 19

Im Jahr 2023 wurde die Strompreisbremse genutzt, die eine Deckelung des Strompreises für einen bestimmten Anteil des Verbrauchs vorsieht. Diese Maßnahme führte zu einer Entlastung der Energiekosten des Unternehmens und wirkte sich positiv auf die Betriebsausgaben aus.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die im Zusammenhang mit nicht auftragsbezogenen Forschungs- und Entwicklungsprojekten angefallenen Aufwendungen wurden in Anwendung des Wahlrechts nach § 248 Abs. 2 HGB nicht aktiviert. Diese Aufwendungen werden grundsätzlich unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gebucht.

Aufgrund der Änderungen des BilRUG erfolgt ab dem Geschäftsjahr 2016 die planmäßige Zuführung und die außerplanmäßige Mehrzuführung des BilMoG - Unterschiedsbetrag nach Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB in Höhe von TEUR 40 unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen TEUR 626 (Vorjahr: TEUR 626) auf verbundene Unternehmen.

V. SONSTIGE ANGABEN

1. Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Durchschnittlich wurden im Berichtsjahr 175 Arbeitnehmer, davon 105 gewerbliche Arbeitnehmer und 70 Angestellte (ohne Geschäftsführung, ohne Auszubildende, ohne Elternzeit), beschäftigt.

2. Angabe von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften

Mit Pachtvertrag vom 6. Juni 2005 hat die Arevipharma GmbH den gesamten Geschäftsbetrieb des Synthesewerkes der Pharma Radebeul GmbH aus wirtschaftlichen Gründen gepachtet. Der Vertrag hat eine feste Laufzeit vom 16. Juni 2005 bis zum 31. Dezember 2009. Der Vertrag verlängert sich jeweils bis zum Ende des nächsten Kalenderjahres, falls er nicht durch den Pächter gekündigt wird. Dem Verpächter steht kein Kündigungsrecht zu.

Bei Beendigung des Vertrages ist der Pachtgegenstand im betriebsbereiten Zustand einschließlich der vorgenommenen Investitionen zu übergeben. Bei Ersatzbeschaffungen hat der Verpächter vertragsgemäß ein Ankaufswahlrecht zum handelsrechtlichen Buchwert der Vermögensgegenstände. Das Umlaufvermögen sowie die Verbindlichkeiten sind vom Verpächter, analog der Übernahme durch den Pächter bei Vertragsbeginn, bei Pachtende zu übernehmen. Die Arbeitsverhältnisse werden ebenso vom Verpächter übernommen.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing-, Wartungs-, Lizenz- und sonstigen Verträgen bis Laufzeitende von insgesamt TEUR 1.073, Medienverträge in Höhe von TEUR 2.784 und offene Bestellverpflichtungen für ein Investitionsvorhaben in Höhe von TEUR 300.

4. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar, welches dem Geschäftsjahr 2023 zuzuordnen ist, beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 38 und für Steuerberatungsleistungen TEUR 69.

5. Gesellschaftsorgane

Als Geschäftsführer ist bestellt:

Dr. Dirk Jung, Dresden, Geschäftsführer.

Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf Angaben zum Gesamthonorar der Geschäftsführerbezüge gemäß § 285 Nr. 9 a) und b) HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

6. Einbeziehung in Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist ein verbundenes Unternehmen der Arevi Holding GmbH, Radebeul, gemäß § 290 HGB. Der Jahresabschluss der Arevipharma GmbH wird in den Konzernabschluss der Arevi Holding GmbH, Radebeul, einbezogen (kleinster und größter Kreis). Dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

7. Nachtragsbericht

Durch die Änderung des Darlehensvertrages im Jahr 2024 wurde die Laufzeit des Gesellschafterdarlehens bis zum Jahr 2034 verlängert.

Zwischen dem Abschlussstichtag 31. Dezember 2023 und der Aufstellung des Jahresabschlusses sind keine weiteren wesentlichen Ereignisse eingetreten, die einen Einfluss auf die Bewertung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben.

8. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung hat mit einer Gesellschafterversammlung am 18. September 2023 eine Vorabgewinnausschüttung i.H. von TEUR 200 beschlossen und schlägt vor den restlichen Jahresüberschuss des Geschäftsjahres auszuschütten.

Der Jahresüberschuss beträgt EUR 394.669,08. Einschließlich der Ausschüttung sowie des zu berücksichtigendem Verlustvortrages ergibt sich ein Bilanzverlust in Höhe von EUR 816.505,80. Die Geschäftsführung schlägt vor, diesen auf neue Rechnungen vorzutragen.

 

Radebeul, 30. Januar 2025

Gez. Dr. Dirk Jung, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugang Umbuchungen Abgang 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.604.001,37 47.692,62 100.047,20 3.151,21 1.748.589,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.488.603,38 276.269,20 90.390,87 17.191,18 1.838.072,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.456.839,48 0,00 0,00 0,00 8.456.839,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.221.386,35 449.024,19 484.218,99 61.899,12 22.092.730,41
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.026.906,14 3.108.209,26 -674.657,06 0,00 4.460.458,34
33.193.735,35 3.833.502,65 -100.047,20 79.090,30 36.848.100,50
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 300.000,00 400.000,00 0,00 0,00 700.000,00
35.097.736,72 4.281.195,27 0,00 82.241,51 39.296.690,48
Abschreibungen
01.01.2023 Zugang Abgang 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.285.130,37 116.975,82 3.151,21 1.398.954,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 666.507,38 113.685,07 13.467,18 766.725,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.617.978,48 165.490,00 0,00 7.783.468,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.220.715,35 1.263.038,18 43.654,12 16.440.099,41
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
23.505.201,21 1.542.213,25 57.121,30 24.990.293,16
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
24.790.331,58 1.659.189,07 60.272,51 26.389.248,14
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 349.635,00 318.871,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.071.347,00 822.096,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 673.371,00 838.861,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.652.631,00 6.000.671,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.460.458,34 2.026.906,14
11.857.807,34 9.688.534,14
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 700.000,00 300.000,00
12.907.442,34 10.307.405,14

Lagebericht

1. Zusammenfassung

Das Jahr 2023 war für die Arevipharma GmbH ein Meilenstein auf dem Weg zu langfristigem Erfolg und nachhaltigem Wachstum. Trotz globaler Herausforderungen und Veränderungen in der Nachfrage haben wir ein EBIT von 1.090 TEUR bei einem Umsatz von 48.855 TEUR erzielt - ein Ergebnis, das die Erwartungen übertroffen hat.

Mit der strategischen Umstellung des Produktportfolios und dem Beginn personeller sowie organisatorischer Veränderungen sehen wir die Grundlage geschaffen, um unsere Marktposition weiter zu stärken. Wir sind der Überzeugung, dass unsere agilen Strukturen und unser Fokus auf Qualität und Schnelligkeit uns zu einem attraktiven Partner für die internationale Pharmaindustrie machen. Das Jahr 2024 war ein Jahr der Transformation und Chancen, in dem wir überzeugt sind, unsere Innovationskraft und Marktorientierung weiter ausgebaut zu haben.

2. Grundlagen des Unternehmens

Die Arevipharma GmbH ist ein führender Hersteller pharmazeutischer Wirkstoffe (APIs) und komplexer Feinchemikalien. Unsere fünf Produktionsanlagen in Radebeul ermöglichen eine cGMP-konforme Herstellung in kleinen und großen Mengen. Besonders spezialisiert sind wir auf das Handling von Betäubungsmitteln, einem Bereich, in dem wir höchste internationale Standards erfüllen.

Mit jahrzehntelanger Erfahrung, einer breiten Produktpalette und einem klaren Fokus auf Qualität und Zuverlässigkeit beliefern wir Kunden in aller Welt. Unsere schlanken, agilen Strukturen erlauben es uns, flexibel auf Kundenbedürfnisse einzugehen und maßgeschneiderte Lösungen anzubieten.

3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

a. Ertragslage

Das Jahr 2023 war geprägt von strategischen Anpassungen. Der Umsatz und das EBIT, die als zentrale Steuerungsgrößen dienen, entwickelten sich wie folgt: Der Umsatz von 48.855 TEUR lag erwartungsgemäß unter dem Vorjahr (53.428 TEUR), dennoch konnten wir durch Kostenmanagement und gezielte Vertriebsmaßnahmen ein positives EBIT von 1.090 TEUR (Vorjahr 3.529 TEUR) erzielen.

Die Nachfrage nach Wirkstoffen, die in den Jahren der COVID-19-Pandemie erhöhte Nachfrage erfuhren, ging erwartungsgemäß zurück. Durch die Neuausrichtung des Produktportfolios haben wir dennoch eine solide Basis für zukünftiges Wachstum geschaffen.

Der Rohertrag, exklusive der sonstigen betrieblichen Erträge, ist von 31.090 TEUR auf 29.936 TEUR im Berichtsjahr gesunken, dies entspricht einer Veränderung von 1.154 TEUR und resultiert aus dem geänderten Produktmix.

Der Personalaufwand stieg aufgrund von Neueinstellung, Gehaltssteigerungen und Pensionsrückstellungen absolut um 750 TEUR auf 12.316 TEUR (Vorjahr 11.566 TEUR).

Das Ergebnis vor Steuern beträgt 463 TEUR (Vorjahr 2.799 TEUR).

b. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Arevipharma GmbH beträgt zum 31. Dezember 2023 56.903 TEUR (Vorjahr 55.679 TEUR). Die Aktiva sind geprägt durch das Anlagevermögen mit 12.907 TEUR (Vorjahr 10.307 TEUR) und das Umlaufvermögen mit 43.805 TEUR (Vorjahr 45.237 TEUR) Gesamtvermögensanteil. Das Umlaufvermögen besteht aus den Vorräten mit 28.395 TEUR (Vorjahr 31.849 TEUR), Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände i. H. v. 7.518 TEUR (Vorjahr 5.815 TEUR) und dem Kassen- / Bankbestand mit 7.892 TEUR (TEUR 7.573 TEUR).

Die Passivseite beinhaltet das Eigenkapital mit 14.535 TEUR (Vorjahr 14.341 TEUR), Rückstellungen i. H. v. 4.028 TEUR (Vorjahr 5.047 TEUR) und Verbindlichkeiten mit 38.291 TEUR (Vorjahr 36.228 TEUR). Der überwiegende Teil der Rückstellungen beruht auf Pensionsrückstellungen i. H. v. 3.236 TEUR (Vorjahr 2.934 TEUR). Die Verbindlichkeiten beinhalten vorrangig solche, gegenüber verbundenen Unternehmen mit 32.518 TEUR (Vorjahr 31.774 TEUR).

c. Finanzlage

Der operative Cashflow von 4.778 TEUR ermöglichte Investitionen in Höhe von 4.281 TEUR ohne Fremdfinanzierung. Unsere finanzielle Stabilität und Liquidität von 7.892 TEUR unterstreichen die Stärke und Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens.

Ratingunternehmen attestieren dem Unternehmen eine ausgezeichnete Bonität. Die Arevipharma GmbH war im Geschäftsjahr in der Lage Ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Das erreichte Jahresergebnis übertraf die Erwartungen der Geschäftsleitung.

4. Risiko- und Chancenbericht

a. Risiken der künftigen Entwicklung

Die pharmazeutische Industrie in Europa steht vor großen strukturellen Herausforderungen. Komplexe Verwaltungsvorschriften, insbesondere in Deutschland, können schnelle Entscheidungen und Wettbewerbsfähigkeit behindern. Die hohen Fertigungskosten in Europa, die deutlich über denen in Indien und China liegen, können selbst durch umfassende Effizienzprogramme nicht vollständig kompensiert werden.

Während die Zielsetzung, die Produktion von Wirkstoffen nach Europa zurückzuverlangen, ursprünglich politisch unterstützt wurde, hat sich der Trend eher ins Gegenteil verkehrt: Die Beschaffung orientiert sich verstärkt an den niedrigsten Kosten weltweit. Diese Entwicklung erhöht den Wettbewerbsdruck für europäische Hersteller.

Als international tätiger Wirkstofflieferant ist die Arevipharma GmbH Währungsrisiken ausgesetzt, die durch die Schwankungen von Wechselkursen zwischen den Währungen der Beschaffungs- und Absatzmärkte entstehen können. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, werden die Zahlungsströme in Fremdwährungen regelmäßig überwacht und Verträge entsprechend gestaltet.

Das Forderungsausfallrisiko stellt ein kontinuierliches Risiko für das Unternehmen dar. Verzögerungen bei Zahlungen oder gar Zahlungsausfälle durch zahlungsunfähige Kunden oder Kunden aus Märkten mit instabilen Finanzsystemen können die Liquidität des Unternehmens erheblich beeinträchtigen. Um Forderungsausfälle zu vermeiden, verfügen wir über ein effizientes Mahnwesen, beobachten das Zahlungsverhalten unserer Kunden und holen Wirtschaftseinkünfte ein.

Durch die zunehmende internationale Vernetzung und die Erschließung neuer Märkte entstehen neue Herausforderungen für die IT-Systeme und deren Sicherheit. Systemausfälle oder Cyberangriffe können die Geschäftstätigkeit erheblich stören und zu Datenverlust sowie Haftungsansprüchen führen. Um diese Risiken zu minimieren, werden regelmäßige Wartungen, Sicherheitsprüfungen sowie mehrstufige Sicherheitskonzepte umgesetzt. Arevipharma GmbH verfolgt eine proaktive Strategie, um sicherzustellen, dass Hardware, Software und Know-how im IT-Sicherheitsbereich stets auf dem neuesten Stand sind.

Die Arevipharma GmbH begegnet diesen Herausforderungen durch eine konsequente Fokussierung auf agile Strukturen, Effizienz und eine proaktive Kundenorientierung.

b. Chancen der künftigen Entwicklung

Die Arevipharma GmbH soll als bevorzugter Ansprechpartner für die internationale pharmazeutische Industrie wahrgenommen zu werden. Wir sehen uns aufgrund unserer schnellen Anpassungsfähigkeit, Qualität und maßgeschneiderten Lösungen, die wir dank unserer flexiblen, mittelständischen Strukturen anbieten können, als guten Partner in der internationalen Pharmaindustrie.

Unsere wesentlichen Wachstumstreiber sind:

1.

Fokus auf Schnelligkeit und Flexibilität: Im Vergleich zu größeren, unflexibleren Wettbewerbern sind wir in der Lage, schnell auf Marktveränderungen und Kundenwünsche zu reagieren.

2.

Innovative Produktentwicklung: Besonders im Bereich hochwirksamer pharmazeutischer Wirkstoffe und Betäubungsmittel eröffnen sich erhebliche Potenziale, die wir mit gezielter Forschung und Entwicklung ausschöpfen.

3.

Erschließung des US-Marktes: Unsere US-Tochtergesellschaft ermöglicht es uns, den dynamischen US-Markt gezielt zu adressieren und langfristige Partnerschaften aufzubauen. Der US-Markt zählt weltweit als der wichtigste Pharmamarkt und bietet massive Wachstumschancen für verschiedene Produkte unseres Portfolios.

4.

Kundennähe und Vertrauen: Als mittelständisches, inhabergeführtes Unternehmen legen wir großen Wert auf persönliche Beziehungen, Exzellenz und die proaktive Begleitung unserer Kundenprojekte.

Dadurch sind wir optimal positioniert, um unsere Marktanteile auszubauen und nachhaltiges Wachstum zu erzielen.

5. Prognosebericht

Das Jahr 2024 war ein Jahr des Aufbaus und der Transformation, in dem wir die Weichen für langfristigen Erfolg gestellt haben. Bereits 2023 haben wir umfassende personelle und organisatorische Veränderungen eingeleitet, um unsere Agilität und Effizienz zu steigern. Mit einer optimierten Struktur und einem hochqualifizierten Team sind wir bestens aufgestellt, um neue Marktpotenziale zu erschließen. Der geplante Umsatz von ca. 42.000 TEUR und ein erwartetes negatives EBIT von -700 TEUR spiegeln Investitionen in die Zukunft wider. Neue Produkte befinden sich in der Zulassungsphase und werden ab 2025 zu einem deutlichen Wachstum von Umsatz und Ertrag beitragen.

Unsere strategischen Schwerpunkte liegen auf der Erschließung neuer Märkte, der Ausweitung unserer Kundenbasis und der Integration innovativer Wirkstoffe. Besonders im US-Markt erwarten wir durch unsere Tochtergesellschaft signifikante Zuwächse. Mit einem starken Fokus auf Schnelligkeit, Flexibilität und höchste Qualitätsstandards sind wir als Geschäftsführung davon überzeugt, dass die Arevipharma GmbH ihre Position als zuverlässiger Partner der internationalen Pharmaindustrie weiter stärken kann.

Mit einem klaren Fokus auf Innovation, Kundennähe und Agilität sehen wir die Arevipharma GmbH optimal positioniert, um Herausforderungen in Chancen zu verwandeln und langfristigen Erfolg zu sichern.

 

Radebeul, 30. Januar 2025

Gez. Dr. D. Jung, Geschäftsführer

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht vom 30. Januar 2025 hat die Nexia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt, welcher hier wiedergegeben ist:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Arevipharma GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Arevipharma GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Arevipharma GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Dresden, den 30. Januar 2025

Nexia GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Hesse, Wirtschaftsprüferin

Schüppel, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023

Die Gesellschafterversammlung vom 7. Februar 2025 hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 mit einer Bilanzsumme von 56.903.396,73 EUR und einem Jahresüberschuss von 394.669,08 EUR festgestellt.

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