Beteiligungsgesellschaften
Nabertherm GmbH
Bahnhofstraße 20, 28865 Lilienthal, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tobias Christian Gäth seit 13.2.2025 | Prokura |
Henning Dr. Dahl seit 13.2.2025 | Prokura |
Timm Grotheer seit 22.2.2019 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
G*** K******* K****** | 13.00% |
J** F******** W****** | 13.00% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 74.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Nabertherm GmbHLilienthalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023NABERTHERM GMBH, LILIENTHALUnternehmensprofil Die Nabertherm GmbH ist ein weltweit führender Hersteller im Bereich Thermprozess-Technologie und von Industrieöfen. Die Öfen und Anlagen werden am Standort in Lilienthal konstruiert, entwickelt und hergestellt. Der Verkaufsprozess wird von dort aus koordiniert. Hinzu kommt ein weltweites Netzwerk eigener Vertriebsgesellschaften und externer Vertriebspartner. In drei händlerorientierten Key-Account-Bereichen und über verschiedene Industriesegmente werden kleine und mittelgroße Standard- und Serienöfen sowie kundenspezifische Industrieanlagen verkauft. Die eigene Produktion mit hoher Fertigungstiefe basiert auf einer ebenfalls selbst verantworteten Konstruktionsleistung und wird untermauert durch die Qualitätssicherung in Kombination mit einer effizienten Materialwirtschaft. Nabertherm positioniert sich als Partner und Problemlöser seiner Kunden, dies einerseits als verlässlicher Serienlieferant für Händlersortimente und andererseits in Bezug auf spezifische Herausforderungen der Kunden in deren industriellen Fertigungsprozessen. Weiterhin werden durch Service- und Ersatzteilangebote auch Fragestellungen im After-Sales-Bereich bzw. in der Begleitung der Kunden in der Nutzungsphase adressiert. Ein erfahrener und gut ausgebildeter Mitarbeiterstamm sorgt für flexible, kundenorientierte und individuell zugeschnittene Lösungen für Prozessfragen der Kunden weltweit. Wirtschaftliches Umfeld 2023 Im Laufe des Jahres 2023 verschlechterten sich Lage und Wahrnehmung in Bezug auf die wirtschaftliche Situation in unserem Land zunehmend und deutlich. Jenseits dieses Stimmungsbildes ist auf der anderen Seite zu konstatieren, dass nach drei sehr speziellen Jahren in punkto externer Schocks bzw. negativer weltpolitscher Einflussfaktoren eine gewisse Ruhe in den Umfeldbedingungen eingekehrt war: Nach dem "Corona-Jahr" 2020, den signifikanten Krisen auf den Zuliefermärkten und in Wertschöpfungsketten, insbesondere für Elektronik und Elektrik in 2021 ("Supply-Chain-Jahr") sowie der schockhaften Energiekrise in Folge des Kriegsbeginns in der Ukraine in 2022 ("Energie-Krise") war 2023 diesbezüglich tatsächlich ein "normaleres Jahr". Verschlechtert stellten sich für die produzierende Industrie in 2023 dafür aber die konjunkturelle Situation und die Nachfrage nach Komponenten des Maschinenbaus dar. Der Maschinenbauverband VDMA verzeichnete - beginnend bereits ab dem IV. Quartal 2022 - im gesamten Jahr 2023 deutlich rückläufige Auftragseingänge. Für das Gesamtjahr 2023 betrug der Rückgang zum Vorjahr preisbereinigt deutliche 12 %. Der Nachfrageboom nach Investitionsgütern "nach Corona" ab 2021 ist beendet. Positiv zu verzeichnen war aus Sicht der produzierenden deutschen Industrie, dass sich die Versorgungslage bei Vorprodukten endgültig stabilisierte. Nach der bereits einsetzenden Normalisierung im Jahr 2022 gab es im Jahr 2023 im Grunde keine wesentlichen Einschränkungen bei der Verfügbarkeit von Vorprodukten mehr. Fragen der Preisstellung blieben noch kritischer, empfunden stellte sich aber auch bei den Preisen und in der inflationären Entwicklung im gewerblich-produzierenden Bereich eine gewisse Beruhigung ein. Auch wenn unmittelbar wirkende externe Schocks wie in den Jahren 2020 bis 2022 ausblieben: die negative Stimmungslage sowie die empfundene Unsicherheit beim Blick in die Zukunft in Deutschland, gekoppelt mit einer anhaltend unruhigen weltpolitischen Lage waren in Summe keine guten Rahmenbedingungen in 2023. Entsprechend negativ war auch die gemessene Wirtschaftsentwicklung in Deutschland in 2023. Das Bruttoinlandsprodukt fiel um 0,3 %. Auch die weiteren Aussichten bleiben kurzfristig eher trübe und Prognosen der wirtschaftlichen Entwicklung für das nun laufende Jahr 2024 werden von Volkswirten, Instituten und der Bundesregierung zurückgenommen. Im Fokus stehen zudem und zunehmend stärker die - im Grunde schon länger relevanten - Strukturprobleme Deutschlands und Europas wie Überbürokratisierung, scheinbar gewollte Feinregulierung der Wirtschaft durch EU und Nationalstaat, demographischer Wandel und Faktorkosten bei Personal und Energie. Die genannten Faktoren werden die Wettbewerbsposition der produzierenden Industrie Deutschlands perspektivisch eher belasten. Immerhin sind diese kritischen Themenfelder nun in Diskussion. Geschäftsentwicklung bei Nabertherm Wie im deutschen Maschinenbau insgesamt war auch die Entwicklung des Auftragseinganges bei Nabertherm 2023 im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Der Rückgang fiel insbesondere in Teilen unserer Handelsbereiche durchaus deutlich aus. Positiv war hingegen die Umsatzentwicklung, da wir von hohen Auftragsbeständen und eingängen des Vorjahres profitierten. Auf den Beschaffungsmärkten verzeichneten wir eine Beruhigung bei der Preisentwicklung. Zugute kam uns auch, dass wir relativ zum Geschäftsvolumen mit hohen Warenbeständen agierten. Dies nahm Anfang 2023 den Druck, auf hohem Preisniveau bestellen zu müssen. Schrittweise hatte sich dann in 2023 die Preisdynamik abgekühlt, was im Ergebnis dazu führte, dass wir weniger stark als befürchtet von Preiserhöhungen betroffen waren. Sehr unaufgeregt stellte sich zudem die Versorgungslage dar. Bereits in 2022 hatte sich diese verbessert und im Lauf des Jahres 2023 gab es dann keine nennenswerten Probleme mehr. Positiv wirkte sich in den internen Prozessen aus, dass wir in den eher beschäftigungsintensiven Serienbereichen die Anzahl von Mitarbeitenden aus Leiharbeit reduzieren konnten. Weniger Intensität in der Auslastungssituation führte zudem zu insgesamt ruhigeren Prozessen. Ebenfalls hilfreich war, dass die interne Neuordnung unserer Fertigungsbereiche Anfang 2023 abgeschlossen war, nachdem wir die endgültige Inbetriebnahme unseres Bauabschnittes B6 umgesetzt hatten. Das Nachfrageverhalten bei Investitionsgütern blieb zurückhaltender als in den beiden Vorjahre. Dies ist weltweit, aber insbesondere in den entwickelten Volkswirtschaften ein Spiegel der schleppenden Weltkonjunktur, der auch zum Jahreswechsel nach unserer Wahrnehmung noch anhält. Insgesamt verfügten wir über eine noch gute und auskömmliche Auslassung über alle Bereiche des Unternehmens. Ertragslage im Jahr 2023 Die Umsatzerlöse entwickelten sich im Jahr 2023 nochmals positiv, allerdings im Vergleich zu den beiden Vorjahren mit nachlassender Dynamik. Die Umsatzerlöse stiegen um 3,8 % auf € 80,6 Mio. (Vorjahr € 77,6 Mio.). Ausschlaggebend hierfür waren bei nachlassendem Volumen im Auftragseingang der noch gute Auftragsbestand zu Beginn des Geschäftsjahres sowie preispolitische Effekte. In Bezug auf die Gesamtleistung ist zudem die Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen in Höhe von € 1,9 Mio. zu nennen (im Vorjahr geringe Bestandsminderung von unter T€ 100). Das Rohergebnis entwickelte sich sehr positiv und beträgt im Geschäftsjahr 2023 € 60,7 Mio. (Vorjahr € 53,2 Mio.) und stieg damit um gut 14 %. Dies getragen auch vom überproportional zur Gesamtleistung und auch absolut verringerten Materialaufwand in Höhe von € 22,2 Mio. (Vorjahr € 24,8 Mio.). In Summe waren - im Materialaufwand wie auch bei den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen - geringere inflationäre Effekte zu verzeichnen als 2022. Der Personalaufwand stieg inkl. Sozialer Abgaben von € 25,4 Mio. im Vorjahr auf € 28,5 Mio. Auch in Relation zu den erzielten Umsatzerlösen stieg die Personalkostenquote. Bei auf € 16,2 Mio. reduziertem Sonstigen betrieblichen Aufwand (Vorjahr € 19,0 Mio.) und deutlich gesteigertem Beteiligungsergebnis (€ 2,1 Mio. im Vergleich zu € 1,0 Mio. im Vorjahr) liegt das Ergebnis vor Steuern bei € 17,3 Mio. (Vorjahr € 8,6 Mio.). Vermögens- und Finanzlage im Jahr 2023 Die Bilanzsumme stieg im Geschäftsjahr 2023 um ca. 16 % auf € 49,5 Mio. (Vorjahr € 42,7 Mio.). Dies ist primär auf das gute Jahresergebnis und den damit erzielten Aufbau der liquiden Mittel zurückzuführen (€ 19,4 Mio., 31. Dezember 2022 € 15,2 Mio.). Vor dem Hintergrund getätigter Investitionen stieg auch das Sachanlagevermögen stichtagsbetrachtet von € 4,2 Mio. auf € 5,7 Mio. Eine größere Investition betraf vor allem den Beginn des Aufbaus einer Photovoltaik-Anlage, die im laufenden Geschäftsjahr 2024 mit einer Nennleistung von ca. 1 Megawatt in Betrieb gehen soll. Auf der Passivseite stieg vor dem Hintergrund des Jahresergebnisses das auszuweisende Eigenkapital auf € 26,9 Mio., was im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres (€ 22,5 Mio.) eine Steigerung von ca. 20 % darstellt. Die Eigenkapitalquote bleibt nahezu unverändert bei gut 54 %. Die Finanzlage stellte sich auch im abgeschlossenen Geschäftsjahr wieder durchgängig positiv dar. Eine Nutzung von Fremdmitteln zur Finanzierung des Geschäftsbetriebes oder von Investitionen war nicht notwendig. Chancen- und Risiken Die Sortimentsbreite sowie die Präsenz des Unternehmens weltweit auf allen relevanten Absatzmärkten haben über Jahrzehnte hinweg geholfen, insbesondere bei schwierigen Umfeldbedingungen ausgleichend zu wirken. Im Geschäftsjahr 2023 blieb der Anteil des Geschäftes mit industriellen Kunden weiter hoch; einzelne Segmente in denen wir mit Serien- und Standardprodukten auch Handelsbereiche ansprechen, waren im Auftragseingang und im Umsatz rückläufig. Wir sehen weiter die guten Effekte, die potentiell ausgleichend wirken, in der breiten Aufstellung unseres Hauses. Wir steuern Risiken aus Zahlungsausfällen kundenseitig weiter eng. Neben unserem internen Mahnverfahren arbeiten wir bei Zielzahlungen mit kundenbezogenen Kreditlimits, die eng monitort werden. Relevante Ausfälle aus Projektstornierungen oder Zahlungsausfällen waren erneut nicht zu verzeichnen. Ein wesentliches Instrument zur Steuerung von Risiken auf der Vertriebsseite ist zusätzlich unser konsequentes Vertragsmanagement. Unsere internationale Orientierung und die damit im Zusammenhang stehende hohe Exportquote sehen wir unter Risikogesichtspunkten unverändert positiv. Andererseits bestehen naturgemäß Risiken, die sich aus möglichen protektionistischen Tendenzen in der Wirtschafts- und Weltpolitik ergeben. Diese Tendenzen sind zunehmend spürbar und wir beobachten diese Entwicklungen in den jeweiligen Märkten weiter eng und sind im Austausch mit unseren jeweiligen Landesvertretungen. Unsere Geschäfte in Russland und Weißrussland sind in Übereinstimmung mit unseren Überzeugungen und auch handelsrechtlichen Regularien unverändert gestoppt. Sehr wichtig ist es - und war es insbesondere in den drei Geschäftsjahren von 2020 bis 2022 - bei zunächst deutlich rückläufigen und dann stark steigenden Auftragseingängen, über eine gute Kosten- und Beschäftigungselastizität zu verfügen. Im nun von den externen Bedingungen her gesehen ruhigeren Geschäftsjahr 2023 profitierten wir bei der Profitabilität besonders von unserer Fähigkeit, die Kostenstruktur angepasst zu gestalten. Die drei von externen Schocks gekennzeichneten Geschäftsjahre 2020 bis 2022 waren im Management besonders herausfordernd. Die gemachten Erfahrungen im Rahmen der Steuerung unseres Pandemiemanagements, der Anpassungsfähigkeit in der Beschaffungsdisposition und im Notfallplan Energieversorgung sind dokumentiert und haben unser Risikomanagement ergänzt. Bei Bedarf kann jederzeit auf die gemachten Erfahrungen zugegriffen werden. Auf Ebene des betrieblichen Risikomanagements in operativer Hinsicht ist in Bezug auf die Energieversorgung auf den Ausbau der eigenen Energieversorgung hinzuweisen. Mit der Installation der eigenen PV-Anlage werden wir unabhängiger von Preisschwankungen in der Energiebeschaffung, ggf. auch von Risiken in der Energieversorgung. Besondere technische oder betriebswirtschaftliche Risiken aus einer Konzentration auf einzelne Projekte oder auch auf bestimmte sektorale oder geographische Märkte sind weiter nicht gegeben. Die Unabhängigkeit von einzelnen Märkten führt ggf. aber auch zu einer weniger tief angelegten Kenntnis über Mechanismen und Tendenzen solcher Märkte; das kann ein Risiko sein. Im Ergebnis fällt in Bezug auf die bearbeiteten Märkte die Bewertung von Chancen und Risiken bei marktbezogenen Fragestellungen positiv aus. Wir verfolgen über monatliche Reports unverändert die Trends auf den Beschaffungsmärkten sehr eng. Zudem gelingt es in der Regel, Alternativlieferanten für maßgebliche Beschaffungsartikel und in wesentlichen Materialklassen zu definieren. Auf der Beschaffungsseite liegen unverändert keine direkten Fremdwährungsrisiken vor. Wir sind unverändert als sehr ausbildungsfreudiges und -aktives Unternehmen in unserer Region unterwegs. Ende 2023 wurden wir als zweites Unternehmen in der Region überhaupt durch die IHK als "Top-Ausbildungsbetrieb" ausgezeichnet. Wir wollen so den erwarteten Effekten aus Problemen mit der demographischen Entwicklung begegnen. Aus der Möglichkeit bei dieser demographisch anspruchsvollen Entwicklung in Deutschland über einen angemessenen Personalstamm zu verfügen, resultiert in Zukunft aus unserer Sicht besondere relative Chancen und eben auch Risiken. In Fragen der Personalbeschaffung setzten wir weiter auf die eigene Ausbildung. Seit 2021 wurden unsere Angebote abgerundet durch Ausbildungen im Rahmen von dualen Studiengängen und im Bereich Produktdesgin. Positiv ist zu sehen, dass in Nordwestdeutschland nach unserer Einschätzung für technische und technisch-akademische Berufsfelder gute Rahmenbedingungen gegeben sind und relativ weniger maschinenbaulich orientierte Wettbewerber auf dem Feld der Personalakquise auftreten. Auch durch die intensiv betriebene eigene Ausbildung gehen wir davon aus, dass wir Personalbedarfe weiter gedeckt bekommen. Trotzdem setzen wir auf die "Automatisierung" produktionstechnischer Prozesse. Trotz der hierdurch entstehenden Investitionsbedarfe mindern wir damit in gewissem Umfang die Abhängigkeit vom Personalbeschaffungsmarkt und steigern so auch die Effizienz. Erneut und wie in den Vorjahren waren die Versicherungsmärkte zur Prolongationsphase Ende 2023 eher angespannt. Wir konnten aber erneut eine vollumfängliche Fortführung unseres Versicherungsprogrammes umsetzen. Ausblick Wir starten zum Geschäftsjahr 2024 mit einem geringeren Auftragsbestand als im Vorjahr, der allerdings auch historisch sehr hoch lag. Trotzdem ist die Auftragslage noch gut auskömmlich. Festzustellen hingegen ist, dass das Nachfrageverhalten nach Investitionsgütern für die ihrerseits gewerbliche und produzierende Industrie weiter noch als schwach empfunden wird. Wir haben entsprechende Parameter und Prämissen auch zur Anwendung für unsere operative Planung für das Geschäftsjahr 2024 gemacht. Explizite Risiken aus potentiellen externen Ereignissen sind in den Planungen nicht berücksichtigt. Beim Blick auf die unruhige Weltlage konstatieren wir aber, dass diese nicht auszuschließen sind. Unsere Einschätzung für die Beschaffungsmärkte bleibt in punkto Preisdynamik und Versorgungslage positiv. Anders als in verbraucherorientierten Märkten stellen wir eine gewisse Beweglichkeit bei Preisfragen in unserer Lieferantenstruktur fest. Auch hier gilt, dass externe Schocks aus weltpolitischen Ereignissen schwer operativ vorwegzunehmen sind und entsprechend in der Beschaffungsstrategie nicht reflektiert werden können. Wir planen für das nun laufende Geschäftsjahr 2024 mit Umsatzerlösen etwa auf Höhe des Niveaus im Geschäftsjahr 2023. Voraussetzungen für eine spürbare Steigerung sind nicht gegeben. Eine Nachfragebelebung und eine Stärkung des Auftragseingangs sehen wir frühestens im zweiten Halbjahr 2024. Potentielle Auftragseingänge zu diesem Zeitpunkt werden insbesondere im Industriebereich allerdings nicht mehr zu einer signifikanten Realisierung von Umsatzerlösen in 2024 führen. Dies untermauert unseren eher defensiven Ansatz. Nach Abschluss eines sehr erfolgreichen Geschäftsjahres 2023 wird es ebenfalls schwierig sein, die Rohmarge und die Gesamtprofitabilität des Unternehmens auf diesem Niveau zu halten. Wir unterstellen damit eine abgeschwächte Gewinnentwicklung für 2024. Auch wenn das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 in Bezug auf krisenhaften Umfeldbedingungen etwas ruhiger war als die drei Vorjahre, gehen wir weiter für die mittlere Zukunft davon aus, dass Planungshorizonte kürzer ausfallen werden und die Anpassung von Planungsparametern in kürzeren Zeitabständen erfolgen muss. Wachstumspotenzial sehen wir mittel- und langfristig noch in der Weiterentwicklung unseres Produktprogrammes. Wir planen vor diesem Hintergrund unverändert, dass wir produktseitig die Breite unserer Aufstellung für industrielle Prozessfragen beibehalten und opportunistisch noch ausbauen können. In Summe fällt unser Ausblick für die zeitlich mittlere Perspektive weiter gut aus und ist von einem gesunden Optimismus geprägt.
Lilienthal, 1. März 2024 gez. Timm Grotheer, Geschäftsführer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023NABERTHERM GMBH, LILIENTHALAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023NABERTHERM GMBH, LILIENTHALDie Nabertherm GmbH hat ihren Sitz in Lilienthal und ist beim Amtsgericht Walsrode unter der HRB-Nr. 121582 registriert. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. 1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich von Dritten erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig abgeschrieben. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Die beweglichen und unbeweglichen Sachanlagen werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden aus Vereinfachungsgründen im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang behandelt, soweit sie nicht wegen Unwesentlichkeit direkt in den Aufwand gebucht werden. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung am Bilanzstichtag erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Materialgemeinkosten bewertet. Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten wird unterstellt, dass die zuerst angeschafften Produkte zuerst verbraucht werden. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Materialeinzel- und -gemeinkosten, Fertigungslöhne sowie Fertigungsgemeinkosten. Für ungängige und veraltete Erzeugnisse werden ausreichend Bewertungsabschläge vorgenommen. Handelswaren werden zu Anschaffungskosten inkl. Materialgemeinkosten bilanziert. Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten wird unterstellt, dass die zuerst angeschafften Produkte zuerst verbraucht werden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit den am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Für Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden dem Ausfallrisiko entsprechende Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Das darüber hinaus bestehende allgemeine Kreditrisiko wird durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält zukünftige Geschäftsjahre betreffenden Aufwand. Die Abgrenzung erfolgt zeitanteilig entsprechend der Laufzeit. Die Steuerrückstellungen und die Sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Abzinsung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge", die Aufzinsung in dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen" gesondert ausgewiesen. Soweit zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, bestehen, werden die sich daraus ergebenden Steuerbe- und -entlastungen als latente Steuern angesetzt. Latente Steuern werden verrechnet und nicht abgezinst. Von dem Wahlrecht, einen Überhang an aktiven latenten Steuern nicht auszuweisen, wurde Gebrauch gemacht. Die erhaltenen Anzahlungen und die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Posten werden mit dem EZB-Referenzkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei Restlaufzeiten bis zu einem Jahr finden abweichend von den dargestellten Bewertungsmethoden das Anschaffungskosten- und das Realisationsprinzip keine Anwendung, d.h. die Umrechnung zum EZB-Referenzkurs am Abschlussstichtag erfolgt bei diesen Posten unabhängig vom Kurs zum Zeitpunkt der Transaktion. Aufwendungen für Berufsbekleidung werden erstmalig in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis unter dem Personalaufwand. 2. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt. Aktive latente Steuern Aktive latente Steuern werden entsprechend dem Aktivierungswahlrecht gemäß § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt. Die Bewertung erfolgt mit einem Steuersatz von 31 %. Sie beruhen aus Differenzen in der Bewertung und dem Ansatz der Sonstigen Rückstellungen. Forderungen Forderungen gegen verbundene Unternehmen Aus Lieferungen und Leistungen resultierende Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen finden im Berichtsjahr durch höhere erhaltene Anzahlungen bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Berücksichtigung. Insofern ergibt sich kein Aktivposten in der Bilanz. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen und Lieferantenboni. Sämtliche Forderungen (TEUR 4.294) haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Gewinnvortrag Der Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag von TEUR 6.541. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Kosten für Personal, unterlassene Instandhaltungen, Garantieleistungen und Verpflichtungen aus noch zu erbringenden Ofeninbetriebnahmen. Verbindlichkeiten Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen Die Anzahlungen resultieren aus Aufträgen zur Lieferung von projektierten Öfen. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten resultieren aus Lieferungen und Leistungen von vier Unternehmen. Hierin sind erhaltene Anzahlungen von zwei Unternehmen in Höhe von zusammen TEUR 2.491 enthalten. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Die Verbindlichkeiten resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 581 (Vorjahr: TEUR 434). Die Restlaufzeiten der gesamten Verbindlichkeiten betragen wie im Vorjahr weniger als ein Jahr. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Für die Jahre 2024 bis 2026 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus einem Unternehmenspachtvertrag gegenüber einem verbundenen Unternehmen von voraussichtlich TEUR 3.584 sowie aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 221. Es bestehen weitere Verpflichtungen aus Bietungs-, Anzahlungs-, Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsbürgschaften einer Hausbank sowie aus Liefer-, Wartungs- und Serviceverträgen gegenüber sonstigen Unternehmen in einem geschäftsüblichen Umfang. 3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden zu 69,6 % (Vorjahr: 73,5 %) im Ausland erzielt. Beteiligungserträge Die Beteiligungserträge in Höhe von TEUR 2.109 entfallen auf drei verbundene und ein Beteiligungsunternehmen. Zinsen und ähnliche Erträge Der Ausweis enthält TEUR 50 aus der Abzinsung der Jubiläumsrückstellung. 4. Sonstige Angaben Organe der Gesellschaft Die Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung. Dem Aufsichtsrat gehören folgende Mitglieder an: Martin Naber, Hamburg, Geschäftsführer Naber GmbH + Co. KG (Vorsitzender) Dr. Matthias Boehme, Bremen, Rechtsanwalt Kanzlei LOYFORT Christoph Weiss, Bremen, Geschäftsführer BEGO Bremer Goldschlägerei Wilh. Herbst GmbH & Co. KG Dr. Michael Schoenwetter, Toulouse, Entwicklungsleiter Airbus S.A.S. Friedrich-Wilhelm Wentrot, Geschäftsführer im Ruhestand Die ersten vier oben aufgeführten Mitglieder des Aufsichtsrats gehören jeweils dem Vorstand der Nabertherm Stiftung an. Im Jahr 2023 betrugen die Bezüge des Aufsichtsrats TEUR 50. Die Geschäftsführung wurde in 2023 hauptberuflich von Herrn Timm Grotheer, Kaufmann, Bremen, wahrgenommen. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird nach § 286 Absatz 4 HGB verzichtet. Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 445 Mitarbeiter (davon: 199 gewerbliche Angestellte und 246 kaufmännische und technische Angestellte). Des Weiteren beschäftigte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 32 Auszubildende. Anteilsbesitz Die Gesellschaft hält Anteile an den folgenden Tochtergesellschaften:
Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die Naber GmbH + Co. KG, Lilienthal. Diese stellt einen Konzernabschluss auf, der beim Bundesanzeiger zur Bekanntmachung einzureichen ist. Die Nabertherm GmbH, Lilienthal, wird in diesen Konzernabschluss einbezogen. Abschlussprüferhonorar Das Abschlussprüferhonorar beträgt TEUR 21. Für Steuerberatungsleistungen wurden TEUR 8 abgerechnet. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschaftsversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn einen Betrag in Höhe von EUR 12,0 Mio. auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. gez. Timm Grotheer
Lilienthal, 01.03.2024 Weitere Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 16. April 2024 festgestellt.
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Nabertherm GmbH, LilienthalPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Nabertherm GmbH, Lilienthal, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Nabertherm GmbH, Lilienthal, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt ''Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts'' unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, den 26. März 2024 FIDES
Treuhand GmbH & Co. KG
gez. Wagener, Wirtschaftsprüfer gez. Kersten, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrates für das Jahr 2023der Nabertherm GmbHDer Aufsichtsrat der Nabertherm GmbH nahm seine Aufgaben für die Gesellschaft im Jahr 2023 ordnungsgemäß wahr. Änderungen in der personellen Zusammensetzung sowie in den Funktionen der Aufsichtsratsmitglieder haben sich im Berichtszeitraum nicht ergeben. Ausschüsse wurden nicht gebildet. Die Geschäftsführung der Gesellschaft lag im Jahr 2023 ganzjährig in den Händen von Herrn Timm Grotheer. Die Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat durch detaillierte monatliche schriftliche Berichte über die laufende Geschäftsentwicklung unterrichtet. Den schriftlichen Berichten lagen jeweils die betriebswirtschaftliche Auswertung für den abgelaufenen Monat (einschließlich der Zahlen für die abgelaufenen Monate des laufenden Geschäftsjahres und Vergleich mit dem Vorjahr) sowie Aufstellungen über den Auftragseingang, den Auftragsbestand, die Umsätze (gegliedert nach Geschäftsbereichen) und die Finanzdaten (Liquidität, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) bei. Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr vier reguläre Sitzungen abgehalten, in denen die Lage der Gesellschaft und die wesentliche Geschäftsentwicklung behandelt worden sind. In den Sitzungen sind stets die Umsatz- und Ergebnisentwicklung, die Strategie der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften, Fragen der Betriebs- und Vertriebsorganisation sowie der Markt- und der Konjunkturentwicklung behandelt worden. Die Geschäftsführung hat dem Aufsichtsrat über alle wesentlichen Geschäftsführungsmaßnahmen berichtet, insbesondere solche, zu denen nach den geltenden rechtlichen Grundlagen die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war. Der aufgestellte Jahresabschluss des Jahres 2023 sowie der Lagebericht wurden vom durch die Gesellschafterversammlung gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer, der FIDES Treuhand GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bremen, geprüft. Der Prüfungsbericht lag den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss nebst allen Anlagen einschließlich des Lageberichts eingehend und in der Sitzung am 16.04.2024 in Gegenwart des Abschlussprüfers und des Geschäftsführers erörtert. Einstimmig empfahl der Aufsichtsrat den Gesellschaftern, den mit dem uneingeschränkten Testat des Abschlussprüfers vom 26.03.2024 versehenen Jahresabschluss 2023 in der vorgelegten Fassung festzustellen. Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung und -leitung sowie allen Mitarbeitern für die geleistete Arbeit.
Lilienthal, 16.04.2024 Nabertherm GmbH gez. Martin Naber, Vorsitzender des Aufsichtsrates Der Aufsichtsrat Beschluss über die ErgebnisverwendungAuszug aus dem Protokoll der Gesellschafterversammlung vom 16. April 2024: Die Gesellschafter beschließen, einen Betrag von € 12,0 Mio. auszuschütten. Die Ausschüttung erfolgt in Höhe von € 12,0 Mio. aus dem Bilanzgewinn gemäß Jahresabschluss zum 31.12.2023, wobei der verbleibende Betrag auf neue Rechnung vorgetragen wird. |
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