Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 89054
Eingetragen
3.4.2001
Branche
Wärme- und KältehandelGroßhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Installationsbedarf für Gas, Wasser, Heizung und Klimatechnik
Gegenstand
der Import, Export und Handel mit Waren aller Art, ausgenommen Waren, für die eine besondere Erlaubnis erforderlich ist, insbesondere Design, Forschung und Entwicklung, Herstellung, Handel, Einbau, Kundendienst, Versand und Logistik, technische Beratung, vertriebliche Beratung in Bezug auf Haushaltsgeräte und Gewerbegereäte, insbesondere Klimaanlagen, Kühlschränke, Waschmaschinen und Küchengeräte, sowie deren Einzelteile, Zubehör, Computer Hardware und -software.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ka Ming Larry Yuen
seit 10.10.2025
Geschäftsführer
Ralph Kobsik
seit 9.3.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Midea Electrics Netherlands B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Midea Refrigeration (Hong Kong) Limited
HKG
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Midea Europe GmbH

Rüsselsheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2022

der Midea Europe GmbH

Eschborn

Inhalt

I. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Forschung und Entwicklung

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

a) Umsatz- und Auftragsentwicklung

b) Beschaffung

c) Investitionen

d) Finanzierungsmaßnahmen bzw. Vorhaben

e) Personal- und Sozialbereich

f) Umweltschutz

3. Darstellung der Lage

a) Vermögenslage

b) Finanzlage

c) Ertragslage

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

III. PROGNOSEBERICHT

IV. CHANCEN UND RISIKOBERICHT

1. Risikobericht

2. Chancenbericht

3. Gesamtaussage

V. RISIKOBERICHTERSTATTUNG ÜBER DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

VI. BERICHT ÜBER ZWEIGNIEDERLASSUNGEN

I. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Midea Europe GmbH, Eschborn, ist als Vertriebsgesellschaft der chinesischen Midea Group Co., Ltd., Foshan City, China tätig. Die Midea Europe GmbH übernimmt die Verantwortung für die Vertriebsgebiete Deutschland, Österreich, Schweiz und Benelux sowie Skandinavien. Es werden Produkte in den Bereichen Klima (Klimageräte und Luftentfeuchter) und Haushaltsgeräte (z.B. Kühlschränke, Waschmaschinen, Mikrowellen, Staubsauger) vertrieben.

2. Forschung und Entwicklung

Die Midea Europe GmbH unterhält seit 2019 eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung mit Sitz in Stuttgart. Neben der Qualitätsprüfung aktueller Produkte gehört die Entwicklung neuer innovativer Produkte und/oder Funktionen zu den Aufgaben des Bereiches. Zudem wird die Marktforschung und deren Analyse durchgeführt.

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2022 wuchs das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 1,9% 1 (im Vorjahr 2,9 %). Im Vergleich zum Krisenjahr 2021, in dem die Produktion im Zuge der Corona-Pandemie teilweise massiv eingeschränkt war, erhöhte sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2022 in fast allen Wirtschaftsbereichen. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (+4,0%) 2 waren es vor allem der Verkehr und das Gastgewerbe, die zulegten, allerdings ausgehend vom sehr niedrigen Niveau des Jahres 2021. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Handel nahm gegenüber 2021 nur leicht zu.

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html

2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html

Die Arbeitslosigkeit ist 2022 jahresdurchschnittlich merklich gesunken 3. So reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr von 2,6 Mio. auf 2,4 Mio. Menschen 4. Die Rückgänge im Jahresdurchschnitt bei Arbeitslosigkeit beruhen vor allem auf den kräftigen Abnahmen in der zweiten Jahreshälfte nach den Öffnungsschritten im Frühsommer 2022.

3 https://www.arbeitsagentur.de/presse/2023-02-jahresrueckblick-2022

4 https://www.arbeitsagentur.de/presse/2023-02-jahresrueckblick-2022

Der Ausbau des Bereichs Weiße Ware wurde beibehalten und wird durch den Anlauf im Geschäftsbereich von Einbauküchen verstärkt. Das boomende E-Commerce Geschäft wird durch weiteren Ausbau der Vertriebskanäle und Anpassung des Produktportfolios begleitet. Mit Ausnahme des Bereichs der mobilen Klimageräte besitzt die Gesellschaft weiterhin eine eher untergeordnete Marktstellung in ihren Vertriebsgebieten.

Die Umsatzentwicklung übertraf mit erzielten EUR 115 Mio. die Planung von EUR 109 Mio. Dieser Anstieg ist vor allem auf die positive Marktentwicklung in den Bereichen Haushaltsgeräte zurückzuführen, insbesondere bei Klimaanlagen (+5,4 %) und Waschgeräten (+1,7 %). Die Geschäftsführung muss einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 0,7 Mio. feststellen.

2. Geschäftsverlauf

a) Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der Umsatz des Geschäftsjahres reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 7,8 Mio. (-6,3%). Der Bruttoumsatz vor Erlösschmälerungen (Boni, Rabatte und andere) reduzierte sich dabei gegenüber dem Vorjahr um EUR 17,6 Mio. (-13,8%).

b) Beschaffung

Die elektronischen Produkte wurden überwiegend über die Midea Electric Trading Co. PTE Ltd., Singapur, bezogen. Der Materialaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 8,8 Mio. (-9,6%) reduziert.

c) Investitionen

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr Investitionen in Höhe von EUR 0,9 Mio. vorgenommen. Im Wesentlichen wurde in den weiteren Ausbau des Forschungs- und Entwicklungszentrums in Stuttgart und in die Erweiterung der Büroräumlichkeiten in Eschborn investiert.

d) Finanzierungsmaßnahmen bzw. Vorhaben

Die Gesellschaft hat ein positives Eigenkapital von EUR 15,6 Mio.

(Vorjahr EUR 14,4 Mio.). Zur Bilanzsumme ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 36,0% (Vorjahr 19,7%). Der Gewinnvortrag hat sich von EUR 11,8 Mio. im Vorjahr um EUR 3,7 Mio. auf EUR 15,5 Mio. erhöht. Dies liegt zum einen an dem in den Gewinnvortrag eingestellten Vorjahresüberschuss von EUR 2,4 Mio. und zum anderen an einer in laufender Rechnung korrigierten Anpassung des Vorjahresgewinnvortrags in Höhe von EUR 1,3 Mio.

Stichtagsbezogen hat die Gesellschaft Bankguthaben von EUR 11,5 Mio. (Vorjahr EUR 4,8 Mio.). Bankverbindlichkeiten bestehen nicht.

Die Gesellschaft finanziert sich über den Konzernverbund. Zum 31. Dezember 2022 weist die Gesellschaft Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von EUR 16,3 Mio. (Vorjahr EUR 49,3 Mio.) aus.

e) Personal- und Sozialbereich

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 2,4 Mio. (33,9%) auf EUR 9,7 Mio. erhöht. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der höheren Anzahl an Beschäftigten im Forschungs- und Entwicklungszentrums in Stuttgart.

f) Umweltschutz

Programme zum Umweltschutz werden grundsätzlich auf globaler Ebene der Muttergesellschaft geplant.

3. Darstellung der Lage

a) Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist mit EUR 43,3 Mio. gegenüber dem Vorjahr (EUR 73,1 Mio.) stark gesunken. Auf der Aktivseite sind die Vorräte an Handelswaren (EUR 13,1 Mio.; Vorjahr EUR 32,2 Mio.) dank der Optimierung des Lagerbestandes an Handelswaren am stärksten gesunken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit EUR 8,3 Mio. (Vorjahr EUR 18,4 Mio.) haben sich stichtagsbezogen nahezu halbiert.

Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen analog mit dem reduzierten Lagerbestand auf der Aktivseite gesunken (EUR 16,3 Mio.; Vorjahr EUR 49,3 Mio.). Die sonstigen Rückstellungen sind von EUR 5,8 Mio. im Vorjahr auf EUR 6,0 Mio. leicht gestiegen.

b) Finanzlage

Cashflow aus Investitionstätigkeit EUR Mio. -0,8
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit EUR Mio. 8,9
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit EUR Mio. -1,4
Gesamtcashflow EUR Mio. 6,7
Finanzmittelfonds zum Anfang des Geschäftsjahres EUR Mio. 4,8
Finanzmittelfonds zum Ende des Geschäftsjahres EUR Mio. 11,5
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds EUR Mio. 6,7

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war während des Geschäftsjahres 2022 und bis zur Aufstellung des Lageberichts jederzeit sichergestellt.

c) Ertragslage

Infolge der unter 2. Geschäftsverlauf und 3.a) Vermögenslage dargestellten Entwicklung hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 ein negatives Jahresergebnis von EUR 0,1 Mio. (Vorjahr positives Jahresergebnis in Höhe von EUR 2,4 Mio.) erzielt. Die Umsatzerlöse liegen mit EUR 115,1 Mio. unter den Vorjahrumsatzerlösen EUR 122,8 Mio. (-6,3%). Der Rohgewinn (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) von EUR 32,5 Mio. ist um EUR 1,0 Mio. oder 3,2% besser als im Vorjahr (EUR 31,5 Mio.), was deutlich über der Prognose von EUR 21 Mio. liegt. Der Anstieg ist maßgeblich durch die Steigerung der Konzernweiterbelastungen um EUR 6,2 Mio (5,7 %), die Reduzierung des Wareneingangs um EUR 9 Mio (-2,9 %) sowie die positive Umbewertung der Vorräte um EUR 0,83 Mio bedingt. Prozentual ist die Rohertragsmarge mit 28,2% im Geschäftsjahr und 25,6% im Vorjahr leicht gestiegen.

Der Personalaufwand ist vor allem aufgrund des weiteren Ausbaus des Forschungs- und Entwicklungszentrums in Stuttgart um EUR 2,4 Mio. auf EUR 9,7 Mio. gestiegen.

Das EBIT beläuft sich auf EUR -0,2 Mio. (Vorjahr EUR 3,5 Mio.) und liegt damit unter dem Vorjahr und der Planung von EUR 2,4 Mio. Das Jahresergebnis ist mit EUR -0,7 Mio. (Vorjahr EUR 2,4 Mio.) deutlich niedriger als das geplante Jahresergebnis von EUR 2,6 Mio. Die Abweichung zur Planung, bzw. zum Vorjahr lässt sich durch gestiegene Frachtkosten (um EUR 4,6 Mio. im Vergleich zum Vorjahr), Personalaufwendungen (um EUR 2,4 Mio.) bzw. Verkaufsprovisionen (um EUR 0,8 Mio.) erklären. Der Rohgewinn von EUR 32,5 Mio. (Vorjahr EUR 31,5 Mio.) übertraft das Planungsniveau von EUR 21 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um EUR 5,8 Mio. auf EUR 23,8 Mio. gestiegen. Neben der allgemeinen Preissteigerung sind die Aufwendungen für Frachtkosten mit EUR 4,7 Mio., Miete mit EUR 5,4 Mio. sowie Verkaufsprovision mit EUR 2,0 Mio. am stärksten gestiegen.

Die Ertragslage wird außerdem durch die gesunkenen Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens in Höhe von EUR 0,1 Mio. (Vorjahr EUR 3,5 Mio.) beeinflusst.

Die Geschäftsführung beurteilt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Geschäftsjahres 2022 bis zur Aufstellung des Lageberichts angesichts der Rahmenbedingungen als positiv. Sie ist davon überzeugt, dass die Investitionen in den Geschäftsausbau weiterhin eine angemessene Rendite ermöglichen werden.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren unserer Gesellschaft sind die Umsatzerlöse (EUR 115,1 Mio.; Vorjahr EUR 122,8 Mio.) und als Handelsgesellschaft der Rohgewinn (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand: EUR 32,5 Mio.; Vorjahr EUR 31,5 Mio.), das EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen: EUR -0,2 Mio., Vorjahr EUR 3,5 Mio.) sowie das Jahresergebnis (EUR -0,1 Mio.; Vorjahr EUR 2,4 Mio.).

III. PROGNOSEBERICHT

Für das Geschäftsjahr 2023 (basierend auf dem ungeprüften Abschluss 2023) sind Umsatzerlöse in Höhe von ca. EUR 89,5 Mio. angefallen. Das EBIT liegt bei EUR -7,6 Mio. Der Rohgewinn beträgt EUR 26,2 Mio. und der Jahresfehlbetrag beträgt EUR -8,6 Mio. Der Rückgang im Umsatz ist vornehmlich der Zurückhaltung im Konsum der privaten Haushalte begründet. Durch die Ukraine Krise und die rasant steigende Inflation ist die Bereitschaft zur Investition in Konsumgüter sehr zurückhaltend.Die Umsatzerlöse sind für 2024 mit EUR 102,7 Mio. und für 2025 mit EUR 130,9 Mio. geplant. Wir rechnen weiterhin für 2024 mit einem EBIT von EUR 0,7 Mio. und für 2025 mit EUR 1,3 Mio. Für die gleichen Zeiträume planen wir mit einem Jahresergebnis von EUR 0,3 Mio. und EUR 0,7 Mio. sowie mit einem Rohgewinn von EUR 30,8 Mio. und EUR 40,0 Mio.

Der Start in das neue Segment Einbauküchen sowie das weiter stabile Wachstum im Geschäftsbereich E-Commerce können den Rückgang im Kerngeschäft nicht abfangen. Die Rohertragsmargen werden in etwa auf Vorjahresniveau erwartet, sind aber bereits durch die Inflation und der laufenden Ukraine Krise stark unter Druck geraten.

Die Midea Europe GmbH ist ein starker Partner in der Air-Treatment Branche, baut seinen Onlinehandel kontinuierlich aus und begibt sich auf neue Geschäftsfelder wie das Einbauküchengeschäft. Damit stellt sich die Midea trotz der Schwierigkeiten des aktuellen Marktumfeldes (insbesondere der gestörten Lieferketten und hohen Lagermengen) robust und positiv für die Zukunft auf.

Daher sieht die Geschäftsführung keine wirtschaftlichen und rechtlichen Bestandsgefährdungspotentiale. Aufgrund der unter V. dargestellten Maßnahmen liegen keine Hinweise auf ungedeckte Risiken der künftigen Unternehmensentwicklung vor.

IV. CHANCEN UND RISIKOBERICHT

1. Risikobericht

Unternehmerisches Handeln ist immer mit Risiken verbunden. Wir agieren im deutschen Markt als reine Vertriebsgesellschaft des weltweit vertretenen Midea-Konzerns. Grundsätzlich sind wir bestrebt, Risiken zu vermeiden bzw. zu minimieren. Aufgrund unserer Funktion können etwaige Risiken innerhalb des Midea-Konzerns transferiert werden.

Nicht nur die Rohstoff- und Transportkostensteigerungen, sondern auch die hohen Lagerbestände, die im gesamten Markt zu verzeichnen sind, belasten das Ergebnis der Midea Europe GmbH gleichermaßen.

Eine Weitergabe der gestiegenen Kosten hat mit Preissteigerungen im Markt bereits in 2022 begonnen und hat sich in den folgenden Jahren fortgesetzt. Inwieweit sich die Midea Europe GmbH mit ihrer aktuellen Marktposition hier durchsetzen kann, entscheidet über den Erfolg in der Zukunft.

Durch die Erweiterung der Vertriebskanäle, insbesondere dem Online-Handel und dem Einbauküchenbereich, verringert sich das Risiko der Preisabhängigkeit.

Auch das sich ständig anpassende und erweiternde Produktspektrum nutzen wir als Ausgleich zu Schwankungen in Nachfrage und Preis.

Hinsichtlich des Preisänderungsrisikos aufgrund von Wechselkursschwankungen erfolgt wie im Vorjahr der Ein- und Verkauf unverändert fast ausschließlich auf Euro-Basis; mithin resultieren aus diesem Vorgehen keine negativen zukünftigen Folgen.

2. Chancenbericht

Innovative Produktentwicklung ist, nicht zuletzt durch unseren weltweit agierenden Konzern, die Basis für eine hohe Zuverlässigkeit und Qualität. Diese Basis und auch unsere Erfahrungen und flexiblen Reaktionen auf veränderte Situationen erlauben uns, der steigenden Zahl an Mitbewerbern und dem Wettbewerbsdruck standzuhalten.

Nach wie vor ist das Wachstum im Onlinehandel die große Chance, die Marke Midea schnell und prägnant bekannt zu machen. Das gilt über die Ländergrenzen von Deutschland hinaus.

Auch der weitere Ausbau des Einbauküchenspektrums ist eine große Chance, denn dieser Sektor ist der größte Vertriebskanal für Küchengeräte.

Der weitere Aufbau der Marke, gerade in diesen beiden Geschäftsbereichen, wird sich auch positiv auf die Position der Gesellschaft in Deutschland auswirken.

3. Gesamtaussage

Als größte Risiken für die künftige Entwicklung sehen wir die Inflation im Großraum Deutschland und der EU sowie die geopolitischen Risiken (u.a. Ukraine Krise / Nahost Krise / Krise am Roten Meer). Die Auswirkungen hieraus auf die Weltwirtschaft sind nicht eindeutig vorherzusagen. Es ist zu befürchten, dass die Märkte diese Krisen nicht unbeschadet überstehen und die Marktteilnehmer sich auf ein schrumpfendes Potenzial einstellen müssen.

Die nach wie vor stabile Finanzsituation unserer Gesellschaft und Muttergesellschaft sowie die noch nicht gehobenen Potenziale in weiteren Kanälen geben uns die Möglichkeit, die Unsicherheiten und Risiken gut zu bewältigen.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

V. RISIKOBERICHTERSTATTUNG ÜBER DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

Die Midea Europe GmbH sieht sich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen fast ausschließlich Ausfallrisiken ausgesetzt. Diese Risiken werden durch ein sehr restriktives Forderungsmanagement mit ständiger Bonitäts- und Liquiditätsprüfung der Kunden minimiert. Aus diesem Grund und durch die Absicherung der Forderungen in Zusammenarbeit mit einem Kreditversicherer werden keine negativen Konsequenzen auf die zukünftige Entwicklung erwartet.

VI. BERICHT ÜBER ZWEIGNIEDERLASSUNGEN

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Eschborn, den 28. Februar 2025

Die Geschäftsführung

Kaming Larry Yuen, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 190.663,79 58.068,50
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.443.511,82 1.284.900,25
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 722.165,21
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.475.950,00 5.475.950,00
8.110.125,61 7.541.083,96
B.
Umlaufvermögen
I. Vorräte
Handelswaren 13.050.879,02 32.179.707,09
13.050.879,02 32.179.707,09
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.298.032,31 18.417.038,44
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 413.282,07 8.799.984,60
3. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 357.030,11
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.870.355,99 966.080,43
10.581.670,37 28.540.133,58
III. Guthaben bei Kreditinstituten 11.519.041,15 4.806.043,70
35.151.590,54 65.525.884,37
C. Rechnungsabgrenzungsposten 17.857,88 73.765,70
43.279.574,03 73.140.734,03

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Gewinnvortrag 15.467.478,21 11.778.752,05
III. Jahresfehlbetrag/-überschuss -128.259,08 2.377.558,83
15.589.219,13 14.406.310,88
B. Rückstellungen
1. Steuerrücktellungen 552.276,60 552.276,60
2. Sonstige Rückstellungen 6.023.353,69 5.815.412,42
6.575.630,29 6.367.689,02
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 128.912,63
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 621.741,52 1.291.798,36
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.298.858,58 49.308.783,30
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.394.852,30 149.663,66
(davon aus Steuern EUR 149.248,47; Vorjahr: EUR 137.436,77)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 30.887,77; Vorjahr: EUR 0,00)
18.315.452,40 50.879.157,95
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.799.272,21 1.487.576,18
43.279.574,03 73.140.734,03

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 115.071.631,83 122.837.896,33
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.153.047,35 873.946,22
(davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 514.839,51; Vorjahr: EUR 75.269,41)
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren 82.568.709,60 91.344.073,96
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.030.333,10 6.022.685,38
b) Soziale Abgaben 1.625.007,36 1.185.667,73
9.655.340,46 7.208.353,11
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 339.693,11 264.272,04
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 102.751,87 3.474.791,28
442.444,98 3.739.063,32
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 23.754.573,10 17.944.472,27
(davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 257.465,91; Vorjahr: EUR 179.456,14)
-196.388,96 3.475.879,89
7. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 56.251,96 5.475,95
(davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 56.251,96; Vorjahr: EUR 5.475,95)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -14.657,04 1.098.643,90
9. Ergebnis nach Steuern -125.479,96 2.382.711,94
10. Sonstige Steuern 2.779,12 5.153,11
11. Jahresfehlbetrag/-überschuss -128.259,08 2.377.558,83

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Midea Europe GmbH hat ihren Sitz in Eschborn. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Darmstadt unter HR B 89054 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 ist nach den gesetzlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften (§ 267 HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen aufgestellt (§§ 265 Abs. 1, 2, 266 ff. HGB).

Die dem Jahresabschluss zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert zum Vorjahr angewendet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens handelt es sich ausschließlich um entgeltlich erworbene Softwareprodukte, die beim Zugang zu Anschaffungskosten bewertet und danach entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 3 und 5 Jahren linear abgeschrieben werden. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger, linearer Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 3 bis 13 Jahren. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Vermögensgegenstände der Vorjahre bis 2018 mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 bis EUR 1.000 wurden als Sammelposten Geringwertige Wirtschaftsgüter erfasst und auf 5 Jahre abgeschrieben. Seit dem Geschäftsjahr 2020 werden Vermögensgegenstände von geringem Wert, die zu einer selbständigen Nutzung fähig sind, im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zum Nennwert angesetzt und bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet. Die Ausleihungen bestehen gegenüber der Gesellschafterin.

Handelswaren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet; die niedrigeren beizulegenden Werte werden nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt und am Absatzmarkt ermittelt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Fremdwährungsforderungen werden zum Anschaffungskurs oder dem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1% auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet.

Die Guthaben bei Kreditinstituten werden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten wurden vor dem Abschlussstichtag gezahlte Beträge erfasst, die als Aufwand oder Ertrag dem auf den Bilanzstichtag folgenden Kalenderjahren zuzuordnen sind.

Latente Steuern auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz werden nicht angesetzt, da von dem Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht Gebrauch gemacht wird. Die Unterschiede resultieren im Wesentlichen aus Rückstellungen.

Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages (einschließlich zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen) angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden pauschal in Höhe von rund 1% der (gewährleistungspflichtigen) Umsatzerlöse der letzten drei Jahre gebildet.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Devisenbriefkurs im Zeitpunkt der Lieferung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassakurz im Zeitpunkt der Lieferung eingebucht. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden am Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Höchstprinzips bewertet. Kurzfristige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden am Abschlussstichtag ohne Beachtung des Höchstwert- bzw. Realisationsprinzips zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Entwicklung der Abschreibungen im Geschäftsjahr können aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel entnommen werden.

(2) Vorräte

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
Handelswaren 13.708.848,52 33.793.330,21
Abwertungen -657.969,50 -1.613.623,12
13.050.879,02 32.179.707,09

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben folgende Restlaufzeiten:

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.298.032,31 18.417.038,44
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 413.282,07 8.799.984,60
Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 357.030,11
Sonstige Vermögensgegenstände 1.561.368,09 717.983,11
10.272.682,47 28.292.036,26
Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren
Sonstige Vermögensgegenstände 308.987,90 248.097,32
308.987,90 248.097,32
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.581.670,37 28.540.133,58

Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen in voller Höhe Zinsforderungen.

(4) Sonstige Vermögensgegenstände

Beträge für Vermögensgegenstände, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen, bestehen nicht.

(5) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt (TEUR 250).

(6) Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Kundenboni 2.737,3 3.268,7
Gewährleistung 932,5 783,6
Personalkosten 719,5 673,3
Ausgangsfrachten/Lagerkosten 505,9 234,7
Kosten der Werbung 306,7 327,6
Zoll und Bezugsnebenkosten 166,0 220,0
Jahresabschlusskosten 109,8 62,7
Berufsgenossenschaft 78,8 0,0
Aufbewahrungskosten 21,8 21,8
Übrige 445,0 223,0
6.023,3 5.815,4

(7) Restlaufzeiten und Besicherungen der Verbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag bestanden im Hinblick auf die Verbindlichkeiten die folgenden Restlaufzeiten und Sicherheiten:

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,0 128,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 621,7 1.291,8
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.298,9 49.308,8
Sonstige Verbindlichkeiten 1.394,9 149,7
18.315,5 50.879,2

Die Verbindlichkeiten sind, bis auf die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die durch branchenüblichen Eigentumsvorbehalt gesichert sind, ungesichert.

(8) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen wie im Vorjahr in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar.

(9) Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst die Einzahlungen für die Nutzung des Anlagevermögens des Forschungs- und Entwicklungszentrums in Stuttgart, die an die Muttergesellschaft weiterbelastet werden.

V. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

(10) Umsatzerlöse

Es handelt sich im Wesentlichen um Inlandserlöse (63,5%), aber auch EU- und Drittland Erlöse (36,5%). Die Gesellschaft vertreibt im Wesentlichen Klimaanlagen/ -geräte und Weiße Ware. Im Detail stellen sich die Umsatzerlöse wie folgt dar:

2022 2021
Klimaanlagen 64,2% 58,8%
Kühlen 15,7% 19,9%
Waschen 8,9% 7,2%
Andere Haushaltsgeräte 11,2% 14,1%

Die Umsatzerlöse enthalten Vergütungen für erbrachte Leistungen im Konzernverbund i.H.v. TEUR 12.666 (Vorjahr TEUR 6.429). Diese betreffen im Wesentlichen Erträge von Midea Singapur für den fortgeführten Ausbaus des Forschungs- und Entwicklungszentrums in Stuttgart sowie Marketing & Product Support.

(11) Sonstige betriebliche Erträge

Zusammensetzung:

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Herabsetzung EWB 93,6 394,3
Pkw-Nutzung 167,7 156,6
Erträge Kursdifferenzen 514,8 75,3
Sonstige 376,9 247,7
1.153,0 873,9

(12) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge

Aufwendungen für Altersvorsorge bestehen nicht.

(13) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens

Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens enthalten im Wesentlichen Abschreibungen auf uneinbringlichen Forderungen, die auf ungeklärte und stritte Sachverhalte der Vergangenheit zurückzuführen sind.

(14) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Fremdwährungsverlusten i.H.v. TEUR 249 (Vorjahr TEUR 179).

VI. Sonstige Angaben

(15) Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse i.S.v. § 251 HGB bestanden zum Abschlussstichtag nicht.

(16) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen mit einer Laufzeit bis maximal 2026, die nicht in der Bilanz erscheinen und die für die Beurteilung der Bilanz von Bedeutung sind, in Höhe von TEUR 3.607, davon mit einer Restlaufzeit von einem Jahr TEUR 1.505.

(17) Angaben zur Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Die Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 98 (Vorjahr 85). Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 33 (Vorjahr 34) Personen in der Administration und 37 (Vorjahr 34) Personen im Vertrieb, ohne Auszubildende, beschäftigt. Im Forschungs- und Entwicklungszentrum in Stuttgart waren 28 (Vorjahr 18) Personen beschäftigt.

(18) Angaben zum Konzernabschluss

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die

Midea Group Co., Ltd., Foshan City, Republic of China.

Der Konzernabschluss ist bei dem Mutterunternehmen unter www.midea.com einsehbar.

(19) Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung

Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr durch folgende Geschäftsführer vertreten:

Herr Xiaowei Ma, Frankfurt am Main, operativer Geschäftsführer

(bis 09.03.2023)

Herr Lewis Fu, Guandong (China), operativer Geschäftsführer

(bis 19.02.2024)

Herr Wei Fu, Dubai, operativer Geschäftsführer

(seit 19.02.2024 bis 15.12.2024)

Herr Chibing Ma, Guangdong (China), operativer Geschäftsführer

(16.12.2024 - 31.03.2025)

Herr Kaming Larry Yuen, Guangdong (China) operativer Geschäftsführer

(seit 01.04.2025)

Von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

(20) Vorgänge von besonderer Bedeutung

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Stichtag des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- oder Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

(21) Abschlussprüferhonorar

Das Honorar an unseren Abschlussprüfer betrug für das Geschäftsjahr insgesamt TEUR 49. Es wurden nur Abschlussprüfungsleistungen erbracht.

(22) Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführer schlagen vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

(23) Nachtragsbericht

Die deutsche Wirtschaft muss sich aufgrund der im Februar 2022 begonnenen Ukraine Krise auf drastische Änderungen einstellen. Durch die Umstellung der Energielieferungen werden alle Lieferketten unter Druck geraten und neu justiert werden müssen. Die Ungewissheit über das Ende oder gar eine Erweiterung der Krise machen jede Prognose und Planung nahezu unmöglich.

Mit der durch die Energiekrise gestiegenen Inflation entsteht für die Gesellschaft ein Marktumfeld, welches durch gesunkene Konsumausgaben für langlebige Wirtschaftsgüter geprägt sein wird. Hier wird mit flexiblen und kurzfristigen Maßnahmen Gegensteuern nötig sein.

 

Eschborn, den 28. Februar 2025

Kaming Larry Yuen, Geschäftsführer

INHALTSVERZEICHNIS

A. PRÜFUNGSAUFTRAG

B. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

C. GRUNDSÄTZLICHE FESTSTELLUNGEN

I. Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter

1. Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf

2. Künftige Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

3. Zusammenfassende Feststellung

II. Sonstige Verstöße

D. GEGENSTAND, ART UND UMFANG DER PRÜFUNG

E. FESTSTELLUNGEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR RECHNUNGSLEGUNG

I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

2. Jahresabschluss

3. Lagebericht

II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

1. Feststellungen zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses

2. Bewertungsgrundlagen

F. SCHLUSSBEMERKUNG

In Tabellen können Rundungsdifferenzen zu den mathematisch exakt berechneten Werten auftreten.

ANLAGENVERZEICHNIS

1. Bilanz zum 31. Dezember 2022

2. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2022

4. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Besondere Auftragsbedingungen

Allgemeine Auftragsbedingungen

An die Midea Europe GmbH, Eschborn:

A. PRÜFUNGSAUFTRAG

In der Gesellschafterversammlung am 26. Januar 2023 der

Midea Europe GmbH

Eschborn

(im Folgenden auch "Gesellschaft" genannt)

wurden wir zum Abschlussprüfer für das am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr gewählt.

Die Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft wurde mit Wirkung zum 1. Juni 2024 in Forvis Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft umfirmiert. Die rechtliche Identität wurde durch die Umfirmierung nicht berührt.

In Ausführung des uns von der Geschäftsführung erteilten Auftrags haben wir den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 entsprechend § 317 HGB und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Durchführung von Abschlussprüfungen geprüft.

Wir bestätigen gemäß § 321 Abs. 4a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben.

Der vorliegende Prüfungsbericht wurde von uns in Übereinstimmung mit den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n. F. (10.2021)) erstellt.

Für die Durchführung unseres Auftrags und unsere Verantwortlichkeit sind, auch im Verhältnis zu Dritten, die diesem Bericht als Anlage beigefügten Besonderen Auftragsbedingungen für Prüfungen und prüfungsnahe Leistungen der Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft vom 1. Juni 2019 sowie die Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften nach dem Stand vom 1. Januar 2017 maßgebend. Danach ist unsere Haftung nach Nr. 9 der Allgemeinen Auftragsbedingungen begrenzt. Im Verhältnis zu Dritten gelten Nr. 1 Abs. 2 und Nr. 9 der Allgemeinen Auftragsbedingungen.

B. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Midea Europe GmbH, Eschborn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Midea Europe GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Midea Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

§ identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

§ gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

§ beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

§ ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

§ beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

§ beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

§ führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

C. GRUNDSÄTZLICHE FESTSTELLUNGEN

I. Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter

1. Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf

Der Lagebericht der gesetzlichen Vertreter enthält unseres Erachtens folgende wesentlichen Aussagen zur wirtschaftlichen Lage und zum Geschäftsverlauf der Gesellschaft:

"Die Midea Europe GmbH, Eschborn, ist als Vertriebsgesellschaft der chinesischen Midea Group Co., Ltd., Foshan City, China tätig. Die Midea Europe GmbH übernimmt die Verantwortung für die Vertriebsgebiete Deutschland, Österreich, Schweiz und Benelux sowie Skandinavien. Es werden Produkte in den Bereichen Klima (Klimageräte und Luftentfeuchter) und Haushaltsgeräte (z.B. Kühlschränke, Waschmaschinen, Mikrowellen, Staubsauger) vertrieben."

"Die Gesellschaft hat ein positives Eigenkapital von EUR 15,6 Mio. (Vorjahr EUR 14,4 Mio.). Zur Bilanzsumme ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 36,0% (Vorjahr 19,7%). Der Gewinnvortrag hat sich von EUR 11,8 Mio. im Vorjahr um EUR 3,7 Mio. auf EUR 15,5 Mio. erhöht. Dies liegt zum einen an dem in den Gewinnvortrag eingestellten Vorjahresüberschuss von EUR 2,4 Mio. und zum anderen an einer in laufender Rechnung korrigierten Anpassung des Vorjahresgewinnvortrags in Höhe von EUR 1,3 Mio."

"Die Bilanzsumme ist mit EUR 43,3 Mio. gegenüber dem Vorjahr (EUR 73,1 Mio.) stark gesunken."

"Auf der Aktivseite sind die Vorräte an Handelswaren (EUR 13,1 Mio.; Vorjahr EUR 32,2 Mio.) dank der Optimierung des Lagerbestandes an Handelswaren am stärksten gesunken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit EUR 8,3 Mio. (Vorjahr EUR 18,4 Mio.) haben sich stichtagsbezogen nahezu halbiert."

"Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen analog mit dem reduzierten Lagerbestand auf der Aktivseite gesunken (EUR 16,3 Mio.; Vorjahr EUR 49,3 Mio.). Die sonstigen Rückstellungen sind von EUR 5,8 Mio. im Vorjahr auf EUR 6,0 Mio. leicht gestiegen."

"Infolge der [...] dargestellten Entwicklung hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 ein negatives Jahresergebnis von EUR 0,1 Mio. (Vorjahr positives Jahresergebnis in Höhe von EUR 2,4 Mio.) erzielt. Die Umsatzerlöse liegen mit EUR 115,1 Mio. unter den Vorjahrumsatzerlösen EUR 122,8 Mio. (-6,3%). Der Rohgewinn (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) von EUR 32,5 Mio. ist um EUR 1,0 Mio. oder 3,2% besser als im Vorjahr (EUR 31,5 Mio.), was deutlich über der Prognose von EUR 21 Mio. liegt. Der Anstieg ist maßgeblich durch die Steigerung der Konzernweiterbelastungen um EUR 6,2 Mio (5,7 %), die Reduzierung des Wareneingangs um EUR 9 Mio (-2,9 %) sowie die positive Umbewertung der Vorräte um EUR 0,83 Mio bedingt. Prozentual ist die Rohertragsmarge mit 28,2% im Geschäftsjahr und 25,6% im Vorjahr leicht gestiegen."

"Das EBIT beläuft sich auf EUR -0,2 Mio. (Vorjahr EUR 3,5 Mio.) und liegt damit unter dem Vorjahr und der Planung von EUR 2,4 Mio. Das Jahresergebnis ist mit EUR -0,7 Mio. (Vorjahr EUR 2,4 Mio.) deutlich niedriger als das geplante Jahresergebnis von EUR 2,6 Mio. Die Abweichung zur Planung, bzw. zum Vorjahr lässt sich durch gestiegene Frachtkosten (um EUR 4,6 Mio. im Vergleich zum Vorjahr), Personalaufwendungen (um EUR 2,4 Mio.) bzw. Verkaufsprovisionen (um EUR 0,8 Mio.) erklären. Der Rohgewinn von EUR 32,5 Mio. (Vorjahr EUR 31,5 Mio.) übertraft das Planungsniveau von EUR 21 Mio."

"Die Geschäftsführung beurteilt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Geschäftsjahres 2022 bis zur Aufstellung des Lageberichts angesichts der Rahmenbedingungen als positiv. Sie ist davon überzeugt, dass die Investitionen in den Geschäftsausbau weiterhin eine angemessene Rendite ermöglichen werden."

"Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren unserer Gesellschaft sind die Umsatzerlöse (EUR 115,1 Mio.; Vorjahr EUR 122,8 Mio.) und als Handelsgesellschaft der Rohgewinn (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand: EUR 32,5 Mio.; Vorjahr EUR 31,5 Mio.), das EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen: EUR -0,2 Mio., Vorjahr EUR 3,5 Mio.) sowie das Jahresergebnis (EUR -0,1 Mio.; Vorjahr EUR 2,4 Mio.)."

2. Künftige Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Im Zusammenhang mit der Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft im Lagebericht weisen wir insbesondere auf folgende Kernaussagen hin. Diese basieren vielfach auf Annahmen, bei denen wesentliche Beurteilungsspielräume der gesetzlichen Vertreter vorhanden sind.

"Für das Geschäftsjahr 2023 (basierend auf dem ungeprüften Abschluss 2023) sind Umsatzerlöse in Höhe von ca. EUR 89,5 Mio. angefallen. Das EBIT liegt bei

EUR -7,6 Mio. Der Rohgewinn beträgt EUR 26,2 Mio. und der Jahresfehlbetrag beträgt EUR -8,6 Mio. Der Rückgang im Umsatz ist vornehmlich der Zurückhaltung im Konsum der privaten Haushalte begründet. Durch die Ukraine Krise und die rasant steigende Inflation ist die Bereitschaft zur Investition in Konsumgüter sehr zurückhaltend."

"Die Umsatzerlöse sind für 2024 mit EUR 102,7 Mio. und für 2025 mit EUR 130,9 Mio. geplant. Wir rechnen weiterhin für 2024 mit einem EBIT von EUR 0,7 Mio. und für 2025 mit EUR 1,3 Mio. Für die gleichen Zeiträume planen wir mit einem Jahresergebnis von EUR 0,3 Mio. und EUR 0,7 Mio. sowie mit einem Rohgewinn von EUR 30,8 Mio. und EUR 40,0 Mio."

"Nicht nur die Rohstoff- und Transportkostensteigerungen, sondern auch die hohen Lagerbestände, die im gesamten Markt zu verzeichnen sind, belasten das Ergebnis der Midea Europe GmbH gleichermaßen."

"Eine Weitergabe der gestiegenen Kosten hat mit Preissteigerungen im Markt bereits in 2022 begonnen und hat sich in den folgenden Jahren fortgesetzt. Inwieweit sich die Midea Europe GmbH mit ihrer aktuellen Marktposition hier durchsetzen kann, entscheidet über den Erfolg in der Zukunft."

"Innovative Produktentwicklung ist, nicht zuletzt durch unseren weltweit agierenden Konzern, die Basis für eine hohe Zuverlässigkeit und Qualität. Diese Basis und auch unsere Erfahrungen und flexiblen Reaktionen auf veränderte Situationen erlauben uns, der steigenden Zahl an Mitbewerbern und dem Wettbewerbsdruck standzuhalten."

"Als größte Risiken für die künftige Entwicklung sehen wir die Inflation im Großraum Deutschland und der EU sowie die geopolitischen Risiken (u.a. Ukraine Krise / Nahost Krise / Krise am Roten Meer). Die Auswirkungen hieraus auf die Weltwirtschaft sind nicht eindeutig vorherzusagen. Es ist zu befürchten, dass die Märkte diese Krisen nicht unbeschadet überstehen und die Marktteilnehmer sich auf ein schrumpfendes Potenzial einstellen müssen."

"Die nach wie vor stabile Finanzsituation unserer Gesellschaft und Muttergesellschaft sowie die noch nicht gehobenen Potenziale in weiteren Kanälen geben uns die Möglichkeit, die Unsicherheiten und Risiken gut zu bewältigen."

"Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar."

3. Zusammenfassende Feststellung

Wir stellen aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse fest, dass der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Unternehmens vermittelt. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

II. Sonstige Verstöße

Entgegen der Verpflichtung des § 325 HGB hat die Gesellschaft den Jahresabschluss und den Lagebericht für die Geschäftsjahre 2022 und 2023 sowie die sonstigen erforderlichen Unterlagen bisher nicht offengelegt.

Wir verweisen diesbezüglich auch auf § 335 HGB.

D. GEGENSTAND, ART UND UMFANG DER PRÜFUNG

Gegenstand der Prüfung

Gegenstand unserer Prüfung waren der nach den deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen aufgestellte Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und der Lagebericht der Gesellschaft.

Abgrenzung der Verantwortlichkeiten

Wir weisen darauf hin, dass die Geschäftsführung der Midea Europe GmbH die Verantwortung für die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht sowie die dazu eingerichteten internen Kontrollen und die dem Abschlussprüfer gemachten Angaben trägt.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Den Lagebericht haben wir daraufhin geprüft, ob er mit dem Jahresabschluss und den bei unserer Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften entspricht und insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt. Dabei haben wir auch geprüft, ob die voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken zutreffend dargestellt ist.

Die Prüfung der Einhaltung anderer gesetzlicher Vorschriften gehört nur insoweit zu den Aufgaben der Abschlussprüfung, als sich aus diesen anderen Vorschriften üblicherweise Rückwirkungen auf den Jahresabschluss oder den Lagebericht ergeben.

Prüfungsumfang

Unsere Prüfung erfolgte nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass falsche Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.

Gegenstand unseres Auftrags waren weder die Aufdeckung und Aufklärung strafrechtlicher Tatbestände, wie z.B. Unterschlagungen oder sonstige Untreuehandlungen, noch außerhalb der Rechnungslegung begangene Ordnungswidrigkeiten. Gemäß § 317 Abs. 4a HGB hat sich eine Abschlussprüfung auch nicht darauf zu erstrecken, ob die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann. Prüfungsplanung und Prüfungsdurchführung haben wir jedoch so angelegt, dass diejenigen Unregelmäßigkeiten, die für die Rechnungslegung wesentlich sind, mit hinreichender Sicherheit aufgedeckt werden. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Einrichtung und Durchsetzung geeigneter Maßnahmen zur Verhinderung bzw. Aufdeckung von Unregelmäßigkeiten verantwortlich; die Überwachung obliegt der Geschäftsführung der Gesellschaft, die dabei auch das Risiko der Umgehung von Kontrollmaßnahmen berücksichtigt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Gliederungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Ausgangspunkt der Prüfung

Ausgangspunkt war der von uns geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Vorjahresabschluss zum 31. Dezember 2021.

Risikoorientierter Prüfungsansatz

Auf Basis der von uns festgestellten und beurteilten Fehlerrisiken haben wir ein Risikoprofil für die Angaben in der Rechnungslegung erstellt. Zu diesem Zweck haben wir Prüfungshandlungen zur Risikobeurteilung durchgeführt und uns zunächst ein Verständnis von der Gesellschaft sowie ihrem wirtschaftlichen und rechtlichen Umfeld verschafft und darauf aufbauend mit den Unternehmenszielen und -strategien sowie deren Umsetzung beschäftigt, um die Geschäftsrisiken zu bestimmen, die zu wesentlichen Fehlern in der Rechnungslegung führen können. Ausgehend von Gesprächen mit der Unternehmensleitung und der Einsichtnahme in Organisationsunterlagen der Gesellschaft haben wir uns darüber hinaus nach pflichtgemäßem Ermessen von der Ausgestaltung des internen Kontrollsystems ein Verständnis verschafft und beurteilt, welche Maßnahmen die Gesellschaft, insbesondere zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung, ergriffen hat, um diese Geschäftsrisiken zu bewältigen, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.

Auf Grundlage der Risikobeurteilung wurden daraufhin einzelne Prüffelder identifiziert und ein entsprechendes Prüfungsprogramm entwickelt. In diesem Prüfungsprogramm wurden die Schwerpunkte der Prüfung und für jedes Prüffeld die Prüfungsziele sowie die Art und der Umfang der Prüfungshandlungen festgelegt. Zudem wurden auch die zeitliche Abfolge der Prüfung und der Mitarbeitereinsatz geplant.

Prüfungsschwerpunkte

Dabei wurden im Berichtsjahr folgende Prüfungsschwerpunkte festgelegt:

Prozess der Jahresabschlusserstellung

Periodenabgrenzung in der Umsatzrealisierung

Vorratsinventur

Existenz und Werthaltigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Vollständigkeit und Bewertung der sonstigen Rückstellungen

Vollständigkeit der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Vorgenommene Prüfungshandlungen

Wegen der überschaubaren Größe des Unternehmens und der geringen Komplexität der Organisationsstrukturen und Kontrollsysteme haben wir im Wesentlichen aussagebezogene Prüfungshandlungen (analytische Prüfungen und Einzelfallprüfungen) durchgeführt, insbesondere:

Einholen von Bestätigungen der Kreditinstitute

Einholen von Rechtsanwaltsbestätigungen

Einholen von Steuerberaterbestätigungen

Einholen von Saldenbestätigungen der Kunden und Lieferanten auf Basis von Stichproben

Zeitlicher Ablauf und Vollständigkeitserklärung

Wir haben die Prüfung, mit Unterbrechungen, in den Monaten Mai 2023 bis April 2025 durchgeführt.

Die Geschäftsführung hat uns alle verlangten Aufklärungen und Nachweise erbracht.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft haben uns in ihrer abgegebenen Vollständigkeitserklärung schriftlich versichert, dass die erteilten Aufklärungen und Nachweise vollständig sind. Ferner haben sie erklärt, dass alle Geschäftsvorfälle erfasst und im Jahresabschluss und Lagebericht wiedergegeben worden sind.

E. FESTSTELLUNGEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR RECHNUNGSLEGUNG

I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

Unsere Prüfung ergab die formelle und materielle Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung entsprechend den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung und den übrigen gesetzlichen Vorschriften.

Die Bücher der Gesellschaft sind ordnungsgemäß geführt. Die Belegfunktion ist erfüllt. Die Buchführung und die zugehörigen Unterlagen entsprechen nach unseren Feststellungen in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften. Die den weiteren geprüften Unterlagen entnommenen Informationen sind in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäß in der Buchführung, im Jahresabschluss und im Lagebericht abgebildet.

Die Organisation der Buchführung, das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem, der Datenfluss und das Belegwesen sind grundsätzlich geeignet, die vollständige, richtige, zeitgerechte und geordnete Erfassung und Buchung der Geschäftsvorfälle zu gewährleisten.

2. Jahresabschluss

Der von uns geprüfte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 ist in allen wesentlichen Belangen ordnungsmäßig aus den Büchern und den zugehörigen Unterlagen der Gesellschaft entwickelt worden. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind in allen wesentlichen Belangen nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt.

Die Eröffnungsbilanzwerte wurden ordnungsgemäß aus dem Vorjahresabschluss übernommen. Die gesetzlichen Vorschriften zu Ansatz, Ausweis und Bewertung sind in allen wesentlichen Belangen beachtet worden.

Der Anhang enthält die erforderlichen Erläuterungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die sonstigen Pflichtangaben.

Die Gesellschaft macht in ihrem Anhang von der Schutzklausel des § 286 HGB Gebrauch. Die Inanspruchnahme der Schutzklausel ist zu Recht erfolgt.

3. Lagebericht

Der von uns geprüfte Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 entspricht in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften.

II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

1. Feststellungen zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses

Nach unserer pflichtgemäß durchgeführten Prüfung sind wir der Überzeugung, dass der Jahresabschluss insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

2. Bewertungsgrundlagen

Die Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Anhang der Gesellschaft (Anlage 3) enthalten.

Änderungen in den Bewertungsgrundlagen (Ausübung von Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechten sowie Ausnutzung von Ermessensspielräumen) oder sachverhaltsgestaltende Maßnahmen mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben wir im Rahmen unserer Prüfung nicht festgestellt.

F. SCHLUSSBEMERKUNG

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Midea Europe GmbH, Eschborn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 in einer von der als Anlage zu diesem Bericht beigefügten, bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird hingewiesen.

 

Frankfurt am Main, 7. April 2025

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