Stammdaten

Register
Amtsgericht Koblenz HRB 10209
Vorher
Spielbank Bad Neuenahr, Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
24.9.1957
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand und Zweck des Unternehmens ist die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin an der Gesellschaft, die die staatlich zugelassene Spielbank Bad Neuenahr und deren Zweigbetriebe betreibt. Gegenstand und Zweck des Unternehmens ist ferner der Besitz, Betrieb oder die Verpachtung von Gastronomiebetrieben und Hotels, Verkaufsstellen, Wohn- und Geschäftsgebäuden und das Halten von Beteiligungen an anderen Unternehmen gleich welcher Art und Rechtsform sowie die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen, die mit dem verfolgten Gesellschaftszweck in Zusammenhang stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Regina Hupperich
seit 27.11.2024
Prokura
Michael Heinz Seegert
seit 30.3.2006
Geschäftsführer
Sandra Berns
seit 30.3.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (9)

Gesellschafter
Beta

9 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 9 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
P**** S******
169.150 €
19.90%
J**** N***********
161.160 €
18.96%
G**** L***** A*********
136.850 €
16.10%
P**** S*******
125.545 €
14.77%
J****** B****
86.105 €
10.13%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GHI GmbH

Bad Neuenahr-Ahrweiler

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Unternehmenszweck

Die GHI GmbH ist Komplementärin der Spielbank Bad Neuenahr GmbH & Co. KG. Sie ist ohne Einlage mit einem partiarischen Darlehen an dieser Gesellschaft beteiligt. Die GHI GmbH ist Eigentümerin des Kurhauses Bad Dürkheim mit Anbauten, des Oberen Kurparks, des Parkhauses und des Vitalis-Wellnessbades sowie des Hauses Pfalzgraf in Bad Dürkheim. Im Kurhaus befindet sich das Kurpark-Hotel; Teile der Räumlichkeiten sind an die Spielbank Bad Neuenahr GmbH & Co. KG sowie an die Proinsanum GmbH für eine Beauty Lounge vermietet.

Daneben betreibt die GHI GmbH das Kurpark-Hotel mit Parkhaus in Bad Dürkheim sowie die Gastronomie im Automatenspiel der Spielbank Bad Dürkheim und der Spielbank Bad Neuenahr. Die Gastronomie in Bad Neuenahr ist seit 15.09.2023 an "MC Bar & Bistro", Inh. Mihail Cechirlan, verpachtet.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaft und Branchenentwicklung

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahr 2023 von einer Stagnation bei außerordentlich hohen, wenn auch im Verlauf rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese Entwicklung waren vor allem die extremen Kostensteigerungen im Zuge der Energiepreiskrise, die sowohl den privaten Konsum schwächten als auch die Wirtschaft extrem belasteten. Hinzu kamen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die negativen Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen in der Ukraine und in Nahost. Für deutsche Unternehmen hat sich dadurch der weltweite Wettbewerb verschärft. Eine schwache Auslandsnachfrage und hohe Energiekosten lasteten auf der Industrie und den Exporten. Zugleich drückten gestiegene Finanzierungskosten öffentliche und private Investitionen. Die privaten Haushalte hielten sich mit ihren Konsumausgaben zurück, obwohl die Löhne deutlich anstiegen. Durch den Wegfall pandemiebezogener Ausgaben sank der Staatskonsum zudem kräftig.

Für die Gastronomie und Hotellerie war 2023 ein Jahr mit großen Herausforderungen. Zwar konnte das Gastgewerbe in Deutschland im Berichtsjahr rd. 2,6 % mehr Umsätze erwirtschaften als im Vorjahr, das Vor- Corona-Niveau konnte jedoch noch nicht wieder erreicht werden. In den ersten Monaten konnten gegenüber dem noch stark von der Corona-Pandemie geprägten 1. Quartal 2022 hohe Zuwächse verzeichnet werden; im weiteren Jahresverlauf schwächte sich die Entwicklung jedoch dann zunehmend ab. Hohe Energiepreise, stark angestiegene Lebensmittelpreise und Personalkosten stellten die Branche teils vor existenzielle Probleme. Viele Betriebe begegneten dieser Entwicklung durch eine Einschränkung der Öffnungszeiten. Vorrangiges Problem der Branche bleibt allerdings weiterhin die Rekrutierung von Fachkräften und geeigneten Mitarbeitern.

Im Kurpark-Hotel wurde insgesamt ein deutlich besserer Jahresumsatz erzielt als in der vorsichtigen Prognose erwartet. Zurückhaltung bei den Buchungen großer Tagungsveranstalter und Absagen von größeren Busreisegruppen konnten immerhin durch kurzfristige Buchungen von Individualgästen kompensiert werden. Höhere Umsätze bei gleichzeitig einem höheren Aufwand für Energie, Reparaturen und Personal trugen somit insgesamt zu einem unerwartet erfreulichen Jahresergebnis im Kurpark-Hotel bei.

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Entwicklung der Einnahmen im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022

2023 2022 Veränderung Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Kurpark-Hotel + Vitalis 5.183 4.798 385 +8,0
Gastronomie Spielbanken 325 275 50 +18,2
Vermietung 413 394 19 +4,8
Parkhaus 250 197 53 +26,9
Sonstiges 2 5 -3 -60,0
6.173 5.669 504 +8,9

Die Entwicklung der Einnahmen der Berichtsgesellschaft ist ähnlich, jedoch unter der Gesamtentwicklung für das Gastgewerbe in Deutschland. Vor Preisbereinigungen konnte insgesamt ein Umsatzzuwachs von 8,9 % erreicht werden.

Der Logis-Umsatz im Kurpark-Hotel ist von TEUR 2.821 um 11,7 % auf TEUR 3.150 angestiegen. Der durchschnittliche Zimmerbruttopreis hat sich auf EUR 101,05 erhöht (Vorjahr EUR 94,33). Die durchschnittliche Zimmerbelegung sank auf 66,6 % (Vorjahr 66,9 %). Die Umsätze Food & Beverage des Hotels haben sich von TEUR 1.715 auf TEUR 1.794 nach dem Anstieg im Vorjahr nochmals erhöht.

2.2.2 Investitionen

Die Investitionen 2023 betrugen TEUR 288.

Alle für den Betrieb notwendigen Investitionen wurden durchgeführt. Schwerpunkte der Investitionstätigkeit waren die turnusmäßige Renovierung von Zimmern und Bädern in Höhe von TEUR 91 sowie die Erneuerung der Kücheneinrichtung im Kurpark-Hotel mit TEUR 134.

2.2.3 Personal- und Sozialbereich

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt folgende Mitarbeiter in den Geschäftsbereichen:

Vollzeit Teilzeit
2023 2022 2023 2022
Geschäftsführung 1 1 0 0
Jackpot Bar 2 2 2 2
Kurpark-Hotel 47 48 20 20
Gastronomie Bad Neuenahr 0 0 0 0
Vitalis 0 0 1 2
Parkhaus 0 0 1 1
Gesamt 50 51 24 25

Die Personalaufwendungen haben sich im abgelaufenen Jahr von TEUR 2.581 um TEUR 192 auf TEUR 2.773 erhöht. Jährliche Veränderungen in den Gehaltsstrukturen sind neben der Personalentwicklung sowie Erstattungen an Kurzarbeitergeldern im Vorjahr zu berücksichtigen. Darüber hinaus wurden erst im Laufe des Jahres 2022 tarifliche Gehaltserhöhungen von über 15 % wirksam, die sich im Jahr 2023 gänzlich niederschlagen.

2.3 Lage der Gesellschaft

2.3.1 Ertragslage

Die Berichtsgesellschaft schloss das Geschäftsjahr bei um TEUR 431 (= 7,6 %) höheren Umsatzerlösen mit einem Jahresüberschuss von TEUR 379 ab.

Aufgrund einer guten Auslastung des Hotel- und Spielbankbetriebs sowie eines moderaten Investitionsprogramms wurde entgegen der konservativen Planung nach zwei Jahren Corona-Pandemie und angesichts des Ukrainekriegs die Ergebnisprognose übertroffen.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge mit TEUR 74 ist neben Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 33 auch einem einmaligen Ertrag aus der Abtretung von Stellplatz-Baulasten in Höhe von TEUR 28 geschuldet.

Die übrigen Betriebsaufwendungen verzeichneten eine Zunahme um TEUR 157. Neben der Normalisierung des Hotelbetriebs sind diese im Wesentlichem einen Anstieg der Bezugspreise, insbesondere bei den Energiebezügen (+ TEUR 146), geschuldet.

Das Finanzergebnis ist mit TEUR 14 positiv.

Das Ergebnis ist zudem mit Ertragssteuern von insgesamt TEUR 74 belastet.

2.3.2 Finanzlage

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen aus der laufenden Geschäftstätigkeit in voller Höhe nachzukommen. Der bei der Sparkasse Rhein-Haardt eingeräumte Kontokorrentkreditrahmen von TEUR 50 wurde daher im Jahr 2023 nicht in Anspruch genommen.

Der Cashflow (Jahresergebnis + Abschreibungen) betrug TEUR 742 (Vorjahr TEUR 690).

2.3.3 Vermögenslage

Bei einer Anlageintensität (Sachanlagen/Bilanzsumme) von 60,9 % belief sich das Verhältnis von Eigenkapital zu Anlagevermögen auf 62,6 %.

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 9.891 auf TEUR 10.416 erhöht. Auf der Aktivseite ist dies im Wesentlichen durch den Anstieg der flüssigen Mittel angesichts aufgeschobener Investitionen bedingt, denen eine Abnahme des Sachanlagevermögens von TEUR 109 gegenübersteht. Auf der Passivseite wirkten sich im Wesentlichen die Erhöhung des Jahresergebnisses (TEUR 379), der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 120 sowie die Zunahme der sonstigen Verbindlichkeiten mit TEUR 75 aus, denen ein Rückgang der sonstigen Rückstellungen mit TEUR 42 gegenübersteht.

Die Eigenkapitalquote betrug aufgrund der erhöhten Bilanzsumme per 31.12.2023 38,4 % und blieb damit weiterhin auf sehr gutem Niveau.

3. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

3.1 Risikobericht

Hauptumsatzträger der GHI GmbH mit einem maßgeblichen Beitrag zum Unternehmensergebnis ist der Betrieb des Kurpark-Hotels in Bad Dürkheim. Das wesentliche Risiko der Gesellschaft besteht damit in einem möglichen gravierenden Rückgang der Belegung und des Umsatzes im Hotel. Dieser könnte z. B. ausgelöst werden durch

einen schwächeren Konjunkturverlauf; vor allem mit einhergehendem Rückgang des Tagungs- und Seminargeschäfts

Auswirkungen der geopolitischen Krisen

epidemische Flächenerkrankungen

Fachkräftemangel und Lieferantenprobleme

Preisanstiege im Einkauf

mangelnde Attraktivität des Hotelangebots.

Die in der Vergangenheit umgesetzten Maßnahmen und Investitionen zur Attraktivierung des Hotelangebots für Individualgäste haben sich auch in diesem Jahr bewährt, und auch das Seminar- und Tagungsgeschäft hat sich dadurch besser als erwartet entwickelt.

Für die Gesellschaft besteht ein weiteres Risiko im Ausfall von Kundenforderungen oder aus schleppenden Zahlungseingängen. Das Forderungsmanagement lässt solche Gefahren jedoch durch geeignete Kontrollinstrumente in der Regel frühzeitig erkennen. In der Vergangenheit und im Berichtsjahr waren Forderungsausfälle allerdings sehr gering. Neukunden werden dennoch grundsätzlich vor Bestätigung einer Buchung einer Kreditrisikoanalyse unterzogen.

Hauptmieter der Gesellschaft in Bad Dürkheim ist die Spielbank Bad Neuenahr GmbH & Co. KG. Obwohl seit der Flutkatastrophe an der Ahr am 14./15. Juli 2021 der Spielbetrieb am Standort Bad Neuenahr bis zum 28. Juni 2023 ruhte, war die wirtschaftliche Entwicklung der Spielbank Bad Neuenahr GmbH & Co. KG sehr positiv und ein Mietausfallrisiko nicht zu erkennen. Durch die Neuerteilung der Erlaubnis an die Spielbank Bad Neuenahr GmbH & Co. KG bis zum 31.12.2031 haben sich auch die bestehenden Mietverträge bis zu diesem Termin verlängert. Die Mieterträge aus der Spielbank tragen daher erfreulich positiv zum Ergebnis der Gesellschaft bei.

Die Entwicklung der Umsätze des Jackpot Corner Bad Dürkheim war parallel zu der sehr guten Besucherentwicklung im Automatenspiel erneut sehr erfreulich. Auch die seit der Flutkatastrophe an der Ahr geschlossene Gastronomie in der Spielbank Bad Neuenahr konnte inzwischen verpachtet und wiedereröffnet werden.

Die Gewinnung von qualifiziertem Personal stellt, wie in der ganzen Hotellerie und Gastronomie in Deutschland, auch in der Berichtsgesellschaft ein zentrales Problem dar. Qualifiziertes Personal ist - wenn überhaupt - nur mit erheblichen Zugeständnissen bei den Gehältern zu gewinnen. Während der Corona-bedingten Schließungen war es gelungen, das vorhandene Personal durch Aufstockung des Kurzarbeitergeldes an die Gesellschaft zu binden und Abwanderungen weitestgehend zu verhindern. Dennoch besteht weiter die Gefahr, dass die Abwanderung von Personal aus der Gastronomie in krisenfestere Branchen anhält und deshalb ggf. einzelne Dienst- und Serviceleistungen im Hotel eingeschränkt werden müssen.

Mit der politischen Entscheidung, die Reduzierung der Umsatzsteuer auf Speisen von 19 % auf 7 % zum Vorjahresende zu beenden, war das Kurpark-Hotel gezwungen, die hierdurch entstehenden Mehraufwendungen durch eine Preisanpassung im Speisenbereich zu kompensieren. Es ist daher nicht ganz auszuschließen, dass durch die Preisentwicklung von gastronomischen Leistungen der vergangenen drei Jahre die grundsätzliche Nachfrage der Verbraucher nachlassen wird.

Ein Zinsänderungsrisiko besteht für die Gesellschaft nicht, da bei allen Immobilien, die z. T. fremdfinanziert sind, bis zur Endtilgung feste Zinssätze vereinbart worden sind. Eine langfristige Verlängerung der Darlehensvereinbarungen gegenüber der Spielbank Bad Neuenahr GmbH & Co. KG wurde bereits im Vorjahr vollzogen.

Die historisch hohe Inflation hat zu einem Wohlstandsverlust der Bevölkerung geführt. Davon betroffen ist im Wesentlichen der private Konsum, was sich vermutlich auch in der Nachfrage nach touristischen und gastronomischen Leistungen niederschlagen wird. Daraus resultierende Umsatzrückgänge können wohl nur durch weitere Preisanpassungen oder Rationalisierungsmaßnahmen kompensiert werden.

Die nachlassende Konjunktur sowie die geopolitischen Risiken können auch zu einer geringeren Nachfrage nach Seminaren und Tagungen der Geschäftskunden führen. Wesentlichen Einfluss darauf hat die Entwicklung der deutschen exportabhängigen Wirtschaft, die nicht nur durch die hohen Energiekosten am Weltmarkt erheblichen Nachteilen ausgesetzt ist.

Die von der Berichtsgesellschaft in den Jahren 2020 und 2021 erhaltenen Wirtschaftshilfen wurden extern noch nicht abschließend geprüft. Die diesbezüglichen Unterlagen wurden im Januar 2024 eingereicht. Bis zum Abschluss dieser Prüfungen kann eine mögliche Rückzahlungsverpflichtung nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

3.2 Chancenbericht

Einer nachlassenden Attraktivität des Hotelangebotes wird durch regelmäßige Renovierung von Gästezimmern und Bädern entgegengewirkt.

Investitionen in die Seminar- und Tagungstechnik, insbesondere in digitale Medien, haben dazu beigetragen, das Seminar- und Tagungsgeschäft nach der Überwindung der Pandemie wieder zu beleben. Gründe für das Ausbleiben von Buchungen können sein, dass Unternehmen während der Pandemie ihr Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebot strukturell verändert haben und damit die Nachfrage aus diesem Bereich das Vor-Corona-Niveau nicht mehr in vollem Umfang erreichen wird.

Die im Hotel und im Wellnessbereich "Vitalis" durchgeführten Modernisierungsinvestitionen haben gezeigt, dass sie geeignet sind, eine erhöhte touristische Individualnachfrage zu bewirken.

Die voraussichtlich stabile Zukunftssituation der Spielbank Bad Neuenahr GmbH & Co. KG sichert langfristig die Mieterträge aus den Immobilien; auch eine hohe Nachfrage nach städtischem Parkraum ist mittelfristig zu erwarten, wovon das Parkhaus in Bad Dürkheim durchaus profitieren wird.

3.3 Prognosebericht

Das Kurpark-Hotel Bad Dürkheim ist mit seiner derzeitigen Klassifizierung fest im Rhein-Neckar-Raum etabliert. Bei der im Berichtsjahr erfolgten wiederkehrenden Überprüfung konnte die Klassifizierung "Vier Sterne Superior" für weitere drei Jahre bestätigt werden. Schwerpunkte sind das Seminar- und Tagungsgeschäft sowie in zunehmendem Maße Angebote für den Individualgast. Die regelmäßig durchgeführten Investitionen in Zimmer und Bäder bilden auch die Basis für die Beibehaltung des erreichten Standards. Die permanente Aktualisierung der Tagungstechnik entspricht den heutigen Anforderungen der Seminar- und Tagungsgäste. Neben dem im Hotel integrierten 800 qm großen Wellness- und Beauty- Bereich stehen besonders Individualgästen verschiedene Gastronomieangebote mit einer hervorragenden Küche zur Verfügung.

Die Perspektiven der deutschen Wirtschaft werden weiterhin von den Auswirkungen des Ukraine-Krieges und von der geopolitischen Krise im Nahen Osten beeinträchtigt. Der inflationsbedingte Kostendruck sowie die neuerliche Heraufsetzung der Mehrwertsteuer von 7 % auf 19 % für Speisen in der Gastronomie hat die Unternehmen erneut vor sehr große Herausforderungen gestellt. Die Attraktivität der Betriebe wird dadurch in Mitleidenschaft gezogen, was voraussichtlich nicht ohne Auswirkungen auf das Konsumverhalten der Bevölkerung bleiben wird.

Der stabile Arbeitsmarkt zeigt sich wegen fehlender Fachkräfte weitgehend unbeeindruckt. Bestehende Inflationsängste belasten zunehmend die Verbraucherstimmung und es ist unklar, ob die Nachfrage nach Hotel- und Gastronomieangeboten sich auf dem bestehenden Niveau wird behaupten können.

Die GHI GmbH mit dem Hauptumsatzträger Kurpark-Hotel Bad Dürkheim ist gut aufgestellt, um sich im Wettbewerb zu bewähren. Es ist jedoch zu erwarten, dass durch strukturelle Veränderungen der Unternehmen bei Aus-, Fort- und Weiterbildung das Nachfrageniveau der Vergangenheit nach Tagungen und Seminaren nicht mehr erreicht werden kann. Die Entwicklung der touristischen Individualnachfrage lässt allerdings hoffen, dass der verstärkte Trend zu Urlaub im Inland erhalten bleiben wird. Das Kurpark-Hotel hat bereits seit Jahren vorausschauend und laufend seine Angebote in diesem Bereich ausgeweitet und optimiert.

Einige Betriebsbereiche der GHI GmbH sind eng mit den Spielbankbetrieben der Spielbank Bad Neuenahr GmbH & Co. KG in Bad Neuenahr und Bad Dürkheim verknüpft. Durch die Neuerteilung der Erlaubnis ab dem 01.01.2022 an die Spielbank Bad Neuenahr GmbH & Co. KG für zunächst 10 Jahre ist damit eine langfristige Vermietung der Immobilien in Bad Dürkheim sichergestellt.

Von der EU-Kommission wurde am 09.12.2019 ein Prüfverfahren wegen in der Vergangenheit gewährter, möglicherweise unerlaubter Beihilfen gegenüber staatlich konzessionierten Spielbanken in Deutschland eröffnet. Eventuelle Auswirkungen und mögliche finanzielle Risiken für die staatlich konzessionierten Spielbanken und damit für die Berichtsgesellschaft als persönlich haftende Gesellschafterin der Spielbank Bad Neuenahr GmbH & Co. KG sind derzeit immer noch nicht abzuschätzen.

Die Erwartungen der GHI GmbH für das Jahr 2024 sind wegen der vielen Unsicherheiten in Bezug auf das Konsumverhalten aufgrund der anhaltenden Krisen sowie den weiterhin hohen Inflationserwartungen sehr verhalten. Bereits die beiden ersten Monate des Jahres bestätigen diese Einschätzung, weil eine spürbare Zurückhaltung von Individualgästen und Tagungsveranstaltern registriert werden musste.

Angesichts dieser Vielzahl von Unwägbarkeiten und Risiken und der enormen Herausforderungen erwartet die Geschäftsführung bei annähernd gleichen Umsätzen wie im Vorjahr nunmehr ein Jahresergebnis unter dem des Vorjahres.

 

Bad Neuenahr, den 26. März 2024

Dipl.-Kfm. Michael Seegert

Bilanz zum 31. Dezember 2023

GHI GmbH, Bad Neuenahr-Ahrweiler

- zur Offenlegung gem. §§ 325 ff. HGB -

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geleistete Anzahlungen 30.573,77 0
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.640.196,11 5.854
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 700.010,00 498
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.053,00 101
6.344.259,11 6.453
II. Finanzanlagen
Beteiligungen 15.338,76 15
6.390.171,64 6.468
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 81.601,70 70
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 319.930,52 329
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.620.515,84 3.020
4.022.048,06 3.419
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.463,24 4
10.415.682,94 9.891

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 850.000,00 850
II. Kapitalrücklage 149.460,00 149
III. Gewinnvortrag 2.621.772,97 2.292
IV. Jahresüberschuss 379.244,61 330
4.000.477,58 3.621
B. Rückstellungen 170.900,00 208
C. Verbindlichkeiten 6.244.305,36 6.062
davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: EUR 5.812.163,34 (5.824)
10.415.682,94 9.891

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023

GHI GmbH, Bad Neuenahr-Ahrweiler

- zur Offenlegung gem. §§ 325 ff. HGB -

2023 2022
EUR EUR TEUR
1. Rohergebnis 5.388.894,06 4.949
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.284.843,39 2.129
b) Soziale Abgaben 487.666,40 452
2.772.509,79
2.616.384,27 2.368
3. Abschreibungen auf Sachanlagen 363.340,41 360
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.776.661,66 1.620
476.382,20 388
5. Erträge aus Beteiligungen 9.189,95 5
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (0)
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.452,30 0
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (0)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 73.614,74 34
8. Ergebnis nach Steuern 416.409,71 359
9. Sonstige Steuern 37.165,10 29
10. Jahresüberschuss 379.244,61 330

Anhang zum Jahresabschluss 31.12.2023

GHI GmbH, Bad Neuenahr-Ahrweiler

Tz.1 ALLGEMEINES

Die GHI GmbH hat ihren Sitz in Bad Neuenahr-Ahrweiler und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Koblenz (HRB 10209).

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und entspricht in ihrer Gliederung § 275 Abs. 2 HGB. Aus Gründen der Klarheit sind die Positionen "soziale Abgaben" und "Abschreibungen auf Sachanlagen" in der Gewinn- und Verlustrechnung im Vergleich zu § 275 HGB verkürzt dargestellt.

Die Gesellschaft ist eine "Mittelgroße Kapitalgesellschaft" nach § 267 Abs. 2 HGB und damit prüfungspflichtig.

Die größenabhängigen Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB werden in Anspruch genommen.

Die auf den vorangegangenen Jahresabschluss angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Tz.2 BILANZ

Zur Entwicklung der Sach- und Finanzanlagen wird auf den Anlagenspiegel (Tz.3) verwiesen.

2.1 Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder zu Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Die Abschreibungen werden bei den Gebäuden auf eine Nutzungsdauer von 10 bis 50 Jahren, bei der übrigen Betriebs- und Geschäftsausstattung auf eine Nutzungsdauer von 1 bis 10 Jahren angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert von EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden in Anlehnung an § 6 Abs. 2 EStG als Betriebsausgaben sofort abgeschrieben und als Abgang erfasst. Posten unter EUR 250,00 werden direkt als Aufwand erfasst.

2.2 Finanzanlagen

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderung dauerhaft ist.

2.3 Umlaufvermögen

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag bilanziert. Mögliche Ausfallrisiken bei den Forderungen werden durch Einzelwertberichtigungen oder Forderungsausbuchungen berücksichtigt. Diese waren im Berichtsjahr unwesentlich.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen - wie im Vorjahr - nicht.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalbetrag angesetzt.

2.4 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgewiesen werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Verteilung auf spätere Perioden erfolgt zeitanteilig.

2.5 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 850 ist unverändert zum Nennbetrag angesetzt und entspricht der Eintragung im Handelsregister.

Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 149 besteht unverändert zum Vorjahr.

2.6 Rückstellungen

Die Rückstellungen sind ausreichend bemessen und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und gewisse Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Jahresabschlusskosten mit TEUR 30 (Vj. TEUR 30), Personalrückstellungen mit TEUR 63 (Vj. TEUR 42), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen mit TEUR 8 (Vj. TEUR 7) und für unterlassene Instandhaltungsmaßnahmen mit TEUR 30 (Vj. TEUR 40).

2.7 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Zu den Verbindlichkeiten, deren Laufzeiten und Sicherheiten wird auf den Verbindlichkeitenspiegel verwiesen.

Für die Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten (die Angaben in Klammern beziehen sich auf das Vorjahr):

bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr Gesamt davon mehr als 5 Jahre davon besichert *
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
283 5.961 6.244 5.961 2.656
(101) (5.961) (6.062) (5.961) (2.656)

* Art der Besicherung: Grundpfandrechte

Tz.3 ANLAGENGITTER GEMÄSS § 284 ABS. 3 HGB ZUM 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugang 2023 Umbuchung 2023 Abgang 2023 Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Geleistete Anzahlungen 0,00 30.573,77 0,00 0,00 30.573,77
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.467.890,69 0,00 0,00 4.417,94 11.463.472,75
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.722.427,76 253.634,45 98.534,96 16.437,06 2.058.160,11
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 101.296,05 4.053,00 -98.534,96 2.761,09 4.053,00
13.291.614,50 257.687,45 0,00 23.616,09 13.525.685,86
Finanzanlagen
Beteiligungen 15.338,76 0,00 0,00 0,00 15.338,76
Anlagevermögen 13.306.953,26 288.261,22 0,00 23.616,09 13.571.598,39
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugang 2023 Abgang 2023 Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.614.029,58 213.665,00 4.417,94 5.823.276,64
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.224.911,76 149.675,41 16.437,06 1.358.150,11
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6.838.941,34 363.340,41 20.855,00 7.181.426,75
Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen 6.838.941,34 363.340,41 20.855,00 7.181.426,75
Restbuchwerte
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Geleistete Anzahlungen 30.573,77 0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.640.196,11 5.853.861,11
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 700.010,00 497.516,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.053,00 101.296,05
6.344.259,11 6.452.673,16
Finanzanlagen
Beteiligungen 15.338,76 15.338,76
Anlagevermögen 6.390.171,64 6.468.011,92

Tz.4 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Abtretung von Stellplatz- Baulasten von TEUR 28 von außergewöhnlicher Bedeutung enthalten.

Tz.5 SONSTIGE ANGABEN

5.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Folgender Sachverhalt nach § 285 Nr. 3 HGB wird nicht in der Bilanz ausgewiesen: In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Darlehen enthalten, für die die Gläubiger teilweise auf die Zinsen verzichtet haben. Der Zinsverzicht erfolgte unter der Bedingung, dass diese Zinsen beim Objektverkauf der mit den Darlehen finanzierten Immobilien oder beim Ablauf der Darlehen zu bedienen sind. Letzteres nur, wenn die Gesellschaft hierzu wirtschaftlich in der Lage ist. Die aufgelaufenen Zinsverzichte betrugen per 31.12.2023 TEUR 3.233.

Durch diese Handhabung wird die Zinslast aus den Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf den Zeitpunkt der Unternehmensaufgabe bzw. den Verkauf der belasteten Objekte verlagert, um einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb der Gesellschaft zu ermöglichen und aufrecht zu erhalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mieten und Leasing betragen jährlich TEUR 15. Zum Bilanzstichtag beträgt der Gesamtwert der verbleibenden Verpflichtungen TEUR 42 bei längster Laufzeit bis 03.08.2029.

5.2 Arbeitnehmer

Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter setzt sich wie folgt zusammen:

2023 2022
Vollzeitkräfte 50 51
Teilzeitkräfte 24 25
74 76

5.3 Nachtragsbericht

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung sind, nach dem Bilanzstichtag eingetreten.

5.4 Organe der Gesellschaft

5.4.1 Geschäftsführer

Dipl.-Kfm. Michael Seegert, Kirchheim/Weinstraße

Die Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung werden gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

5.4.2 Aufsichtsrat

Prof. Dr. Otto L. Adelberger, Universitätsprofessor em., München - Vorsitzender -
Prof. Dr. Hansheinz Kreuter, Hochschulprofessor em., Herrsching - stellv. Vorsitzender -
Joachim Boehme, Kaufmann, Timmendorfer Strand
Julia Noris-Cramer, Abteilungsleiterin, Iffeldorf
Peter Schmitz, Jurist, Freiburg
Peter Schnelke, Rechtsanwalt, München

Der Aufsichtsrat hat in 2023 - wie im Vorjahr - von der Gesellschaft keine Vergütung erhalten.

5.5 Persönliche Haftung

Die GHI GmbH ist persönlich haftende Gesellschafterin der Spielbank Bad Neuenahr GmbH & Co. KG mit dem Sitz in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Aus der persönlichen Haftung ergeben sich keine derzeit erkennbaren Risiken. Auf das Prüfverfahren der EU Kommission in Tz.3.3 im Prognosebericht des Lageberichts wird jedoch hingewiesen.

5.6 Ergebnisverwendung

Der Geschäftsführer schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 379.244,61 dem Gewinnvortrag von EUR 2.621.772,97 zuzuführen und EUR 3.001.017,58 auf neue Rechnung vorzutragen. Ein Beschluss der Gesellschafterversammlung über die Verwendung des Jahresergebnisses steht noch aus.

 

Bad Neuenahr-Ahrweiler, den 26. März 2024

Dipl.-Kfm. Michael Seegert

Hinweis nach § 325 Abs. 1 HGB i.V.m. § 328 Abs. 1a sowie Abs. 3 HGB:

Vorstehender Jahresabschluss wurde am 22. Mai 2024 festgestellt. In der Gesellschafterversammlung wurde beschlossen, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von EUR 379.244,61 dem Gewinnvortrag von EUR 2.621.772,97 zuzuführen und EUR 3.001.017,58 auf neue Rechnung vorzutragen.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GHI GmbH, Bad Neuenahr-Ahrweiler

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GHI GmbH, Bad Neuenahr Ahrweiler, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GHI GmbH, Bad Neuenahr Ahrweiler, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 27. März 2024

Kesel & Partner PartGmbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
München

Michael Kerner, Wirtschaftsprüfer

Hinweis nach § 328 Abs. 1a S. 2 HGB

Der vorstehende Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss zum 31.12.2023.

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