ASB Altenpflegeheim GmbH BrieskeLiquidiert

01968 Senftenberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Cottbus HRB 2229
Eingetragen
18.7.2005
Branche
Sonstige teilstationäre PflegeeinrichtungenAmbulante Betreuungsdienste für ältere MenschenSonstige soziale Betreuung von älteren Menschen
Gegenstand
Die Gesellschaft verfolgt und fördert die Zwecke des Arbeiter-Samariter-Bundes im Hinblick auf dessen Sozialeinrichtungen. Insbesondere ist der Zweck dieser Gesellschaft Stationäre Einrichtungen, insbesondere Alten- und Pflegeheime, Behindertenheime, Wohnheime u. a. zu übernehmen, zu bauen, zu sanieren, zu betreiben und zu beraten. Ein weiterer Zweck ist die Senioren- und Mitgliederbetreuung sowie die Betreibung der dazu erforderlichen Einrichtungen. Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Wohlfahrtszwecke im Sinne des Abschnittes "Steuerbegünstigte Zwecke" der § 51 ff der Abgabenordnung. Die Gesellschaft ist selbstlos tätig, sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marc Schäfer
seit 21.12.2022
Geschäftsführer
Jana Edel
seit 17.8.2009
Geschäftsführer
Michael Braukmann
seit 16.7.2008
Liquidator

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert0.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Arbeiter-Samariter-Bund Kreisverband Senftenberg e.V.
0.00%
Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Mittel-Brandenburg e. V.
0.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Arbeiter-Samariter-Bund Kreisverband Senftenberg e.V.
Germany
27.062 €
51.04%
Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Mittel Brandenburg e. V. (ASB)
Germany
26.000 €
48.96%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ASB Altenpflegeheim GmbH Brieske

Senftenberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 11.804.030,34 12.589.290,69
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.291,00 8.400,00
II. Sachanlagen 11.173.957,19 11.914.640,69
III. Finanzanlagen 625.782,15 666.250,00
B. Umlaufvermögen 4.037.128,97 4.577.411,13
I. Vorräte 130.417,96 106.147,30
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 877.056,55 745.605,65
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.029.654,46 3.725.658,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.568,60 2.679,36
Aktiva 15.843.727,91 17.169.381,18

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.991.886,91 8.867.754,52
B. Sonderposten aus Zuschüssen und Zuweisungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens 7.026.802,49 7.517.201,29
C. Rückstellungen 478.995,74 490.544,00
D. Verbindlichkeiten 328.003,14 270.221,35
E. Rechnungsabgrenzungsposten 18.039,63 23.660,02
Passiva 15.843.727,91 17.169.381,18

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.350.568,41 7.289.836,30
2. Personalaufwand 7.545.824,38 7.047.317,60
a) Löhne und Gehälter 6.296.586,49 5.901.254,63
b) Sozialabgaben, Altersversorgung und sonstige Aufwendungen 1.249.237,89 1.146.062,97
davon für Altersversorgung 23.552,97 19.769,20
3. Aufwendungen für zentrale Dienstleistungen 89.917,14 82.293,10
4. Steuern, Abgaben, Versicherungen 329.991,30 299.182,39
5. Mieten, Pacht, Leasing 13.500,54 9.699,75
6. Erträge aus öffentlicher und nicht-öffentlicher Förderung von Investitionen 397.558,45 359.161,50
7. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten 490.398,80 490.398,80
8. Abschreibungen 834.012,64 801.932,84
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 834.012,64 801.932,84
9. Aufwendungen für Instandhaltung und Instandsetzung 134.448,60 158.031,02
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen 160.315,13 103.668,24
11. Erträge aus Finanzanlagen 9.739,80
12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 43.179,13 18.210,01
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens 40.436,41
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 18.866,06 25.399,73
davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen 18.866,00 18.908,00
15. Jahresfehlbetrag 875.867,61 369.918,06

Anhang

SENFTENBERG

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

A. Wirtschaftsbericht

l. Das Unternehmen

Die ASB Altenpflegeheim GmbH Brieske ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht. Sitz ist Senftenberg.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Cottbus unter HRB 2229 eingetragen. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Dauer der Gesellschaft ist nicht auf eine bestimmte Zeit beschränkt.

Der satzungsmäßige Gegenstand des Unternehmens (Ziff. ll der Gesellschaftssatzung) ist laut Gesellschaftsvertrag wie folgt gefasst:

• Die Gesellschaft verfolgt und fördert die Zwecke des Arbeiter-Samariter-Bundes im Hinblick auf dessen Sozialeinrichtungen. Insbesondere ist der Zweck dieser Gesellschaft stationäre Einrichtungen, insbesondere Alten- und Pflegeheime, Behindertenheime, Wohnheime u. a. zu übernehmen, zu bauen, zu sanieren, zu betreiben und zu beraten. Ein weiterer Zweck ist die Senioren- und Mitgliederbetreuung sowie die Betreibung der dazu erforderlichen Einrichtungen.

• Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Wohlfahrtszwecke im Sinne des Abschnittes "steuerbegünstigte Zwecke" des § 51 ff der Abgabenordnung. Die Gesellschaft ist selbstlos tätig, sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

• Die Mittel der Gesellschaft dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Gesellschafter und Mitglieder des Arbeiter-Samariter-Bundes dürfen keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder oder Gesellschafter keine sonstigen Zuwendungen der Gesellschaft erhalten. Ausgenommen hiervon ist die angemessene Erstattung von Aufwendungen, die Personen durch die Wahrnehmung der satzungsmäßigen Aufgaben des Arbeiter-Samariter-Bundes entstehen. Für solche Tätigkeiten können angemessenen Aufwandsentschädigungen auch pauschal gewährt werden. Die Gesellschaft darf keine Personen durch Ausgaben, die ihrem Zweck fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigen.

Das Kerngeschäft der ASB Altenpflegeheim GmbH Brieske ist die teil- und vollstationäre Betreuung pflegebedürftiger Menschen.

II. Entwicklung der Branche in der Region (Marktsituation)

Im Hinblick auf die Marktsituation ist zu erwähnen, dass keine neuen Pflegeeinrichtungen im Geschäftsgebiet eröffnet wurden. Die bestehenden Einrichtungen in der Region bedeuten einerseits Konkurrenz bei der Belegung unserer Einrichtung und andererseits aber auch weitere Probleme bei den hart umkämpften Pflegefachkräften. Nach wie vor ist der Fachkraftmangel ein großes Problem aller Pflegeanbieter. Aber auch die Werbung um Senioren, die nach einer meist sehr langen ambulanten Pflege in einem oft sehr schlechten Gesundheitszustand, die stationäre Pflege wünschen, hat längst begonnen.

Die Zahl der Menschen mit einem Pflegebedarf und damit einem entsprechenden Hilfe- und Unterstützungsbedarf ist in der südlichen Region des Landkreises Oberspreewald-Lausitz im Durchschnitt für das Bundesland Brandenburg, als auch im Bundesdurchschnitt am höchsten. (Quelle: Brandenburgische Fachkräftestudie Pflege, Brandenburgisches Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie, Dezember 2013).

Die Einrichtung ist etabliert und wird seitens der Haupt-Zuweiser (Kliniken und Rehabilitationseinrichtung) sowie in der Bevölkerung als kompetenter Anbieter von Pflegeleistungen wahrgenommen.

Die Inanspruchnahme von außerhäuslichen sozialen und pflegerischen Dienstleistungen wird dabei zunehmend unumgänglich. Bei fortgeschrittener Pflegebedürftigkeit, insbesondere auch durch die damit einhergehende psychische Veränderung im Alter, ist häufig eine stationäre Unterbringung von älteren Mitbürgern geboten. Diese Entwicklung erfordert einen in der Tendenz steigenden Bedarf an Pflegekräften auf der einen Seite, aber auch Antworten darauf, wie bei kaum zu erwartenden proportionalen Budgeterhöhungen der Versorgungskassen, eine gute Pflegeversorgung der Menschen bei bezahlbaren Unterbringungskosten gewährleistet werden kann.

III. Die eigene Ausrichtung

Die Einrichtung bietet verschiedene Bausteine der Versorgung von pflegebedürftigen Menschen.

Die teilstationäre und stationäre Pflege wird ergänzt durch ein Angebot an Kurzzeitpflege. Im Netzwerk über den ASB Kreisverband e.V., werden die ambulante Versorgungsleistung und ein Angebot für Betreutes Wohnen für weitest gehende Autonomie der Menschen in ihrer speziellen Situation sichergestellt. Dieses Komplettpaket macht uns attraktiv für eine langjährige "Kundenbindung" und für Entscheidungen, sich für unsere Einrichtung auszusprechen.

Unsere Einrichtung besitzt aufgrund unserer breit aufgestellten Fachkompetenz einen guten Ruf in der Region. Hinzu kommt, dass wir trotz der niedrigen Auslastungen und die daraus resultierenden Defizite auf Entlassungen verzichtet haben. Dies zeichnet uns nach wie vor und vor allem in diesen schwierigen Zeiten als verlässlichen Arbeitgeber aus.

IV. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und Ausblick

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist im Bilanzbericht bereits anhand der Entwicklung der Zahlen aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung gegenüber dem Vorjahr in tabellarischer Form dargestellt. Die wesentlichsten Aussagen zur Vermögens- und Kapitalstruktur sind wie folgt:

Die flüssigen Mittel haben sich gegenüber dem Vorjahresausweis um T€ 696,0 auf T€ 3.029,6 verringert. Der negative Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (T€ -606,8) übersteigt den ebenso negativen Cashflow aus der Investitionstätigkeit (T€ -89,2). Die Finanzlage der Gesellschaft kann aufgrund der Rücklagen aus den letzten Jahren weiterhin als gut bezeichnet werden.

Das Anlagevermögen wurde weiter planmäßig abgeschrieben (T€ 834,0). Gegenläufig waren im Berichtsjahr Investitionen in Höhe von T€ 89,2 zu verzeichnen. Darüber hinaus war eine Teilwertabschreibung i. H. v. T€ 40,4 aufgrund einer dauerhaften Wertminderung erforderlich.

lm Ausweis der Kapitalstruktur ist die Eigenkapitalquote (94,8 %) unter Einbezug der Sonderposten, um 0,6 %-Punkte zum Vorjahr gesunken. Die ursprünglich als Finanzierungshilfen für den Ausbau der stationären Altenpflege gebildeten Sonderposten (= passivierte Zuschüsse) werden über die Restnutzungsdauer der Gebäudeteile ertragserhöhend jährlich aufgelöst.

Das Jahresergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr verschlechtert (Jahresfehlbetrag für 2023 von T€ 875,9 gegenüber Jahresfehlbetrag für 2022 von T€ 369,9). Die Gesamteinnahmen (Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge) sind im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um T€ 109,1 angestiegen. Entgegen kam es zu Kostensteigerungen, insbesondere beim Personalaufwand von T€ 498,5 aufgrund gestiegener Tariflöhne. Des Weiteren kam es zu einer Teilwertabschreibung von T€ 40,4 als außerordentlicher Posten im Geschäftsjahr 2023.

Aus dieser Entwicklung ist grundsätzlich abzuleiten, dass insbesondere im Zusammenhang mit den geplanten Investitionen in die Standortqualität der Einrichtung, das Kosten-Management u. a. in Form einer leistungsfähigen Kosten- und Leistungsrechnung bzw. des Controllings zur Kostenkontrolle für die Unternehmenssteuerung weiter an Bedeutung gewinnen wird.

Neben den beginnenden Arbeiten am Projekt Brandmeldeanlage in 2019 (in den Jahren 2020 bis 2022 pausierend) wurden Investitionen für den Bau einer Photovoltaikanlage getätigt.

V. Mitarbeiteranzahl

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im Jahr 2023 ist mit 186 Mitarbeitern gegenüber dem Vorjahr (178) gestiegen.

Entgegen der Tendenz in anderen Bundesländern, kommen unsere Pflegefachkräfte und Mitarbeiter nach wie vor direkt aus der Region. Wir wollen, trotz der immer schwierigeren Situation, offene Stellen mit Fachkräften aus der Umgebung besetzen.

B. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit den wesentlichen Chancen und Risiken

I. Unternehmensbezogene Risiken

Bedeutende unternehmensbezogene Risiken sind soweit absehbar nicht vorhanden.

Im Jahr 2023 ist der ASB Kreisverband Senftenberg e.V. weiterhin zu 51,0 % sowie der ASB Regionalverband Mittel-Brandenburg e.V. zu 49,0 % an der ASB Altenpflegeheim GmbH Brieske beteiligt.

Daraus ergeben sich aus unserer Beurteilung keine wirtschaftlichen Risiken.

II. Marktbezogene Risiken

Wie bereits weiter vorstehend ausgeführt, wird aufgrund der mittelfristigen demographischen Entwicklungen der Platzbedarf in Pflegeeinrichtungen tendenziell steigen. In diesem Zusammenhang ist es entsprechend dem bundesweiten Trend wahrscheinlich, dass weitere Pflegeeinrichtungen unter verschiedenster Trägerschaft in unserer Region neu entstehen werden und sich der Wettbewerbsdruck auf unsere Einrichtung damit erhöhen kann.

III. Chancenbericht

Unser guter Ruf gründet auch auf unserer Fähigkeit, für schwierige und problembehaftete Pflegefälle Lösungen in unserem Netzwerk anbieten zu können, die anderen Einrichtungen kaum oder nur mit verstärktem personellen und finanziellen Aufwand bewältigen können. Die Ergänzung unseres Angebots durch die Kurzzeitpflege vor Ort sichert zudem Bewohnerklientel.

Um auch in Zukunft bei einem nicht in gleicher Weise wachsenden Budget für die Pflegeversorgung eine sichere Auslastung unseres Hauses zu gewährleisten, muss auch weiterhin verstärkt Augenmerk auf eine Verbesserung der Attraktivität unserer Einrichtung über Investitionen in moderne Ausstattung, sowie der weitere Ausbau von Kooperationen mit anderen sozialen Dienstleistern für ein erweitertes Netzwerk mit neuen Betätigungsfeldern und gemeinsamen Projekten forciert werden.

IV. Prognosebericht

Es wird weiterhin von einer stetig steigenden Belegung ausgegangen. Der Personalbestand für eine Vollauslastung ist bereits vorhanden. Die Auslastung ist bereits von 2023 bis Stand Juni 2024 von ca. 80,0 % auf 85,0 % gestiegen.

Die Investitionsplanung 2024 sieht die Fortführung und den Abschluss der Investitionen am Brandmeldesystem und der Photovoltaikanlage vor.

Mit der Umsetzung des Tarifvertrages zum 01.01.2023 werden sich auch die Personalkosten gegenüber dem Vorjahr wieder erhöhen. Die Pflegesatzverhandlungen zur Refinanzierung werden aktuell mit dem Kostenträger geführt.

Unter Berücksichtigung der genannten notwendigen Ausgaben und Investitionen sowie dem bereits erreichten Personalbestand für eine Vollbelegung, die voraussichtlich erst im Laufe des zweiten Halbjahres erzielt werden kann, wird für das Geschäftsjahr 2024 von einem negativen Jahresergebnis ausgegangen. Der Fehlbetrag sollte allerdings geringer als im Geschäftsjahr 2023 ausfallen.

Die vorgenannten Maßnahmen sind aber für eine mittelfristig erfolgreiche Entwicklung der Gesellschaft dringend erforderlich und aufgrund des finanziellen Polsters wirtschaftlich tragbar.

Unsere Einkaufsbeziehungen bleiben im Wesentlichen unverändert, werden aber unter Berücksichtigung der abzusehenden Kostensteigerung im Einzelfall einer Prüfung unterzogen. Größere Veränderungen im Mitarbeiterstamm sind nicht geplant.

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss 2023 der ASB Altenpflegeheim GmbH Brieske ist in Übereinstimmung mit den maßgeblichen Regelungen des Handelsgesetzbuches (§§ 330, 265 HGB) nach den Regelungen gemäß der Verordnung über die Rechnungs- und Buchführungspflichten der Pflegeeinrichtungen (- kurz PBV) aufgestellt. Das Wahlrecht der Gesellschaft nach § 8 Abs. 1 Satz 1 der Verordnung über die Rechnungs- und Buchführungspflichten der Pflegeeinrichtungen wurde dahingehend in Anspruch genommen.

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte nach Anlage 1 zur Verordnung über die Rechnungs- und Buchführungspflichten der Pflegeeinrichtungen (PBV).

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren in der Form der Anlage 2 zur Verordnung über die Rechnungs- und Buchführungspflichten der Pflegeeinrichtungen gewählt.

Im Anhang wurde von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: ASB Altenpflegeheim GmbH Brieske
Firmensitz laut Registergericht: 01968 Senftenberg OT Brieske
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Cottbus
Register-Nr.: 2229 CB

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten im Geschäftsjahr den Einzelwert von Euro 250,00, aber nicht Euro 800,00 übersteigen, wurden in voller Höhe als Betriebsausgaben berücksichtigt.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Im Berichtsjahr angeschaffte geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von bis zu einem Wert von Euro 250,00 wurden im Jahr des Zugangs als Betriebsaufwand gebucht.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Bewertung erfolgte unter Einbezug der gezahlten Umsatzsteuer (Bruttobewertung). Eine Unterscheidung des Vorratsvermögens in einen Teil mit Bewertung ohne Umsatzsteuer (Anteil Wirtschaftsbetrieb) kann wegen Geringfügigkeit des Umfangs unterbleiben.

Die geleisteten Anzahlungen beinhalten ausschließlich nicht abgerechnete Betriebskosten gegenüber den Bewohnern aus dem Bereich des "Betreuten Wohnens".

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken grundsätzlich zum Nominalwert bewertet. Eine Einzelwertberichtigung war nicht zu bilden. Uneinbringliche Forderungen wurden ausgebucht.

Die Bilanzierung der flüssigen Mittel erfolgte zum Nennwert.

Das Eigenkapital wird unter Berücksichtigung der gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften ausgewiesen.

Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen werden, da es sich um Investitionszuschüsse handelt, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände aufgelöst.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen Euro 315.585,00. Diesen liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten zugrunde.

Bei den sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung zum Bilanzstichtag vorgenommen. Die Abzinsung erfolgt mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Der Ausweis der sonstigen Rückstellungen ergibt sich aus dem Rückstellungsspiegel innerhalb der Erläuterungen zur Bilanz.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der Angabe zu den Restlaufzeitvermerken.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: Euro 10.638.869,22. Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: Euro 11.581.222,58.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge Abgänge-
EUR
Umbuchungen
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 128.487,87
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 128.487,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschließlich der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 19.091.974,43
- darunter: Betriebsbauten und darunter: Betriebsbauten und Außenanlagen 19.079.996,53
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 11.977,90
3. Technische Anlagen 48.324,55
- darunter: in Betriebsbauten und Außenanlagen 48.324,55
4. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 2.917.585,50 26.579,64
2.824,66 -
5. Fahrzeuge 57.005,15
6. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 69.592,68 62.642,00 0,00
Summe Sachanlagen 22.196.460,21 89.221,64 0,00
832.766,46-
2.824,66 -
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 124.196,87 4.109,00 4.291,00 8.400,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 124.196,87 4.109,00 4.291,00 8.400,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschließlich der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 8.835.837,14 682.744,50 10.466.665,65 11.149.410,15
- darunter: Betriebsbauten und darunter: Betriebsbauten und Außenanlagen 8.835.837,14 682.744,50 10.466.665,65 11.149.410,15
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 0,00 11.977,90 11.977,90
3. Technische Anlagen 48.323,55 1,00 1,00
- darunter: in Betriebsbauten und Außenanlagen 48.323,55 1,00 1,00
4. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 2.500.075,63 147.159,14 563.076,96 683.657,96
5. Fahrzeuge 32.352,98 1,00 1,00
6. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 132.234,68 69.592,68
Summe Sachanlagen 11.416.589,30 829.903,64 11.173.957,19 11.914.640,69
Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge Abgänge - Abgänge- Abgänge-
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
I. Finanzanlagen Finanzanlagen
2. Wertpapiere des Anlagevermögens Wertpapiere des Anlagevermögens 666.250,00 0,00 40.436,41
31,44 -
Summe Finanzanlagen Summe Finanzanlagen 666.250,00 0,00 0,00
22.991.198,08 89.221,64 0,00 11.581.222,58
2.856,10-
Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
I. Finanzanlagen Finanzanlagen
2. Wertpapiere des Anlagevermögens Wertpapiere des Anlagevermögens 40.436,41 625.782,15 666.250,00
Summe Finanzanlagen Summe Finanzanlagen 40.436,41 625.782,15 666.250,00
874.449,05 11.804.030,34 12.589.290,69

Sonstige Vermögensgegenstände

Bei der Allianz Lebensversicherungs-AG besteht eine Rückdeckungsversicherung für eine aufgrund einer Pensionszusage versorgungsberechtigter Person in Höhe von aktuellen Euro 259.348,00. Der handelsbilanzielle Wert ist mit dem Aktivwert der Lebensversicherung ausgewiesen.

Ausschüttungssperre

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von Euro 267,00. Dieser unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB der Ausschüttungssperre.

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren, die sogenannte "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode), angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,82 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel Richttafel 2018 G von Klaus Heubeck

Rückstellungsspiegel

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen ist allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen worden. Die setzen sich wie folgt zusammen:

Entwicklung Stand 01.01.2023
EUR
Verbrauch
EUR
Auflösung
EUR
Zuführung
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Rückstellungen für Abschluss u. Prüfung 32.100,00 32.052,51 47,49 32.000,00 32.000,00
Archivierung 23.400,00 465,00 0,00 0,00 22.935,00
Urlaubsrückstellungen 50.300,00 50.300,00 0,00 32.950,00 32.950,00
Rückstellung für Überstunden 41.300,00 41.300,00 0,00 73.100,00 73.100,00
Rückzahlung Betriebskosten 13.700,00 13.700,00 0,00 0,00 0,00
160.800,00 137.817,51 47,49 138.050,00 160.985,00

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Sämtliche zum Stichtag bestehenden Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr Euro 328.003,14 (Vorjahr: Euro 270.221,35). Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00).

Angaben zu Forderungen/Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Forderungen/Verbindlichkeiten bestehen vollständig aus Lieferungen und Leistungen und beinhalten im Geschäftsjahr Forderungen gegenüber dem Gesellschafter ASB Kreisverband Senftenberg e.V. in Höhe von Euro 1.780,44 (Vorjahr: Verbindlichkeiten in Höhe von Euro 9.002,26).

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen im betriebsgewöhnlichen Umfang in Form von Miet- und Leasingverträgen. Weitere finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind und die auch nicht nach § 268 Abs. 7 HGB anzugeben sind, existieren nicht.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterung der periodenfremden Erträge und Aufwendungen

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind wesentliche periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen nicht enthalten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 15
Angestellte 169
leitende Angestellte 2
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 186
(Vj. 178)
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 35
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 151

Name Geschäftsführer/in

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:

Geschäftsführerin: Jana Edel ausgeübter Beruf: Dipl.-Betriebswirtin (FH)

Geschäftsführer: Marc Schäfer ausgeübter Beruf: Dipl.-Betriebswirtin (FH)

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird in Übereinstimmung mit § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Aufgrund der weiterhin bestehenden Folgen der Corona-Krise ist im Geschäftsjahr 2023 weiterhin eine sinkende Auslastung der Einrichtung zu verzeichnen.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag beträgt Euro - 875.867,61 und wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Senftenberg, 9. Juli 2024

Jana Edel, Geschäftsführerin

Marc Schäfer, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ASB Altenpflegeheim GmbH Brieske, Senftenberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ASB Altenpflegeheim GmbH Brieske, Senftenberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ASB Altenpflegeheim GmbH Brieske, Senftenberg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft.

In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in

Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eisenhüttenstadt, den 22. Juli 2024

MÜNZER & STORBECK
Treuhand- und Revisions GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Axel Storbeck, Wirtschaftsprüfer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 09.10.2024 festgestellt.

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