Rübig Deutschland Service GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marco Schneider seit 11.8.2023 | Geschäftsführer |
Jutta Stratmann seit 15.1.2016 | Prokura |
Stefanie Honig seit 15.1.2016 | Prokura |
Andreas Alois Gehring seit 15.1.2016 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Nemak Exterior S.L. | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Nemak Pilsting GmbHPilstingJahresabschluss vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1. Allgemeine Entwicklung 2.1.2. Branchenentwicklung 2.2. Entwicklung und wesentliche Geschäftsvorfälle der Nemak Pilsting GmbH 2.2.1. Umsatzentwicklung 2.2.2. Produktion 2.2.3. Beschaffung 2.2.4. Investitionen 2.2.5. Vermögens- und Ertragslage 2.2.6. Finanzlage 2.2.7. Forschung und Entwicklung 2.2.8. Personal- und Sozialbereich 2.2.9. Umweltschutz und Arbeitssicherheit 3. Finanzielle Leistungsindikatoren 3.1. Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren 3.2. Sonstige Finanzkennzahlen 4. Risikomanagement 5. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung 5.1. Absatzrisiken 5.2. Produktionsrisiken 5.3. Beschaffungsrisiken 5.4. Finanzwirtschaftliche Risiken 5.5. Informationstechnische Risiken 5.6. Personalrisiken 5.7. Rechtliche Risiken 5.8. Umweltrisiken 5.9. Bewertung der derzeitigen Risikoposition 5.10. Chancen 5.11. Prognose-Ist-Vergleich 6. Ausblick 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Nemak Pilsting GmbH wurde am 13. April 2015 im Handelsregister Landshut unter HRB 9945 eingetragen. Das Stammkapital beträgt 25.000 Euro. Hr. Marco Schneider ist alleiniger Geschäftsführer. Am 31.12.2023 hielt die Nemak Exterior S.L., Madrid, Spanien, 100 Prozent der Anteile an der Gesellschaft. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Herstellung, Wärmebehandlung und Bearbeitung, als auch der Vertrieb von Strukturteilen und sonstigen Erzeugnissen aus Leichtmetall für die Automobilindustrie. Darüber hinaus ist Gegenstand des Unternehmens die Erbringung von Ingenieurs-, Planungs- und sonstigen Leistungen im Bereich der Leichtmetallindustrie, insbesondere für den Automobilsektor. Die Nemak Pilsting GmbH gehört zur Nemak - Gruppe in Mexiko. Das Geschäftsfeld der Nemak - Gruppe definiert sich über die Produktion von High-Tech-Aluminium-Komponenten für die Automobilindustrie. Die Hauptprodukte sind Zylinderköpfe, Motorblöcke, Getriebegehäuse, Fahrwerksteile und E-Gehäuse aus Aluminium. Die Produktion der Nemak - Gruppe erfolgt in mehr als 38 Werken in 15 Ländern, mit ca. 24.000 Mitarbeitern. Die Business Unit Europe & Asia steuert und betreut zwölf europäische sowie vier asiatische Standorte. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1. Allgemeine Entwicklung 2.1.1.1. Weltwirtschaft 1 Die Inflation sank im Jahr 2023 lt. OECD, aber auch das Wachstum ging zurück. Die restriktive Geldpolitik, die zur Eindämmung der Inflation notwendig war, zeigte Wirkung. Zwar hat sich das BIP-Wachstum 2023 besser entwickelt als erwartet, doch die restriktiven Finanzierungsbedingungen, der schwache Welthandel und das angeschlagene Vertrauen wirkten sich negativ auf das Wachstum aus. An den Wohnimmobilienmärkten und in bankabhängigen Volkswirtschaften, insbesondere in Europa, wurden die Auswirkungen besonders spürbar. Die Weltwirtschaft steht weiterhin vor den Herausforderungen einer anhaltenden Inflation und gedämpften Wachstumsaussichten. Auch die zunehmenden geopolitischen Spannungen erhöhen erneut die Unsicherheit über die kurzfristigen Aussichten. Es wird erwartet, dass die zunehmende Divergenz zwischen den Volkswirtschaften in naher Zukunft bestehen bleibt, wobei das Wachstum in den Schwellenländern im Allgemeinen besser anhält als in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften und das Wachstum in Europa im Vergleich zu Nordamerika und den großen asiatischen Volkswirtschaften relativ gedämpft ist. Das weltweite BIP-Wachstum wird sich gemäß den Erwartungen der OECD voraussichtlich von 2,9 Prozent im Jahr 2023 auf 2,7 Prozent im Jahr 2024 abschwächen, bevor es im Jahr 2025 auf 3 Prozent ansteigt, wenn sich das Realeinkommenswachstum erholt und die Leitzinsen wieder gesenkt werden. Das ifW Kiel rechnet für das kommende Jahr mit einem Anstieg der Weltproduktion - gemessen auf Basis von Kaufpreisparitäten - um 2,9 Prozent, nach 3,1 Prozent im Jahr 2023. Der Zuwachs im Jahr 2024 dürfte somit etwas schwächer ausfallen. Für das Jahr 2025 wird ein Anziehen der Weltkonjunktur auf eine Zuwachsrate von 3,2 Prozent erwartet. Die Prognosen des ifW Kiel liegen somit leicht über den Erwartungen der OECD. Der Aufschwung der Weltwirtschaft lässt aber noch auf sich warten, die Weltwirtschaft expandiert vorerst in moderatem Tempo und gewinnt nur allmählich an Schwung. 1 Quellen: OECD-Wirtschaftsausblick, November 2023; IfW Kiel "KIELER KONJUNKTURBERICHTE NR. 109 (2023/Q4)" 2.1.1.2. Euroraum 1 Vor dem Hintergrund der hohen Lebenshaltungskosten, der schwachen Auslandsnachfrage und der Straffung der Geldpolitik hat die europäische Wirtschaft an Dynamik verloren. Die Europäische Kommission erwartet in ihrer Herbstprognose 2023 zwar eine allmähliche Erholung der Wirtschaftstätigkeit, korrigierte dennoch ihre Prognose für das BIP-Wachstum der EU im Vergleich zu den Sommerprojektionen um 0,2 Prozentpunkte nach unten und erwartet für das Jahr 2023 ein BIP-Wachstum von 0,6 Prozent, sowohl in der EU als auch im Euro-Währungsgebiet. Da sich die Konsumausgaben aufgrund einer weiter robusten Entwicklung an den Arbeitsmärkten, eines anhaltenden Lohnwachstums und einer fortgesetzten Inflationsabschwächung erholen, rechnet die Kommission jedoch mit einem allmählichen Wiederanziehen der Wirtschaftstätigkeit. Für 2024 erwartet die Europäische Kommission eine Verbesserung des BIP-Wachstums in der EU auf 1,3 Prozent, für 2025 auf 1,7 Prozent. Ein ähnliches Wachstumsniveau sieht das ifW Kiel, mit einem Produktionsanstieg im Jahr 2023 von 0,6 Prozent, im Jahr 2024 von 1,4 Prozent und für 2025 von 1,7 Prozent. Die Inflation dürfte weiter abebben. Hier rechnet das ifW Kiel im Jahresdurchschnitt 2023 mit einem Anstieg um 5,6 Prozent, im kommenden Jahr 2024 mit einem Anstieg von 2,6 Prozent und im Jahr 2025 um 2,2 Prozent. Dabei ist unterstellt, dass die Energiepreise sich auf dem gegenwärtigen, eher moderaten Niveau bewegen und ausgehend von dort nur noch wenig nachgeben. Die wieder gesunkenen Energiepreise dürften sich über die verschiedenen Produktionsstufen auch dann noch mit Zeitverzögerung auf die Preise anderer Endprodukte durchwirken, sodass die Kernrate der Inflation allmählich weiter zurückgehen wird. Trotz der Verlangsamung des Wirtschaftswachstums bleibt die Arbeitslosigkeit in der EU niedrig. Die Erwerbslosenquote im Euroraum wird vom ifW Kiel im Durchschnitt des Jahres 2023 bei 6,5 Prozent erwartet und in den Folgejahren auf 6,3 Prozent (2024) sowie auf 5,9 Prozent (2025) zurückgehen. 2.1.1.3. Deutschland 2 Die konjunkturelle Erholung verzögerte sich in Deutschland, die Wirtschaft stagnierte im Jahr 2023. Die Zuwächse aus der ersten Jahreshälfte wurden durch die rückläufigen Entwicklungen im zweiten Halbjahr wieder aufgezehrt. Der Sachverständigenrat für Wirtschaft erwartet für 2023 einen Rückgang des deutschen Bruttoinlandsprodukts um 0,4 Prozent. Verschiedene Faktoren lasteten auf der wirtschaftlichen Aktivität in Deutschland. Die Energiepreise haben sich gegenüber dem Peak reduziert, waren aber trotzdem im längerfristigen Vergleich weiterhin deutlich erhöht. Die gesunkenen Realeinkommen belasteten ebenfalls die kurzfristige wirtschaftliche Entwicklung. Die schleppende Entwicklung in China trug zum eingetrübten außenwirtschaftlichen Umfeld bei. Das höhere Zinsniveau dämpfte zudem die Investitionen und Bautätigkeit im Inland. Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022. Sie ist mit knapp 5,9 Prozent aber weiterhin auf einem hohen Stand (Destatis). Während die Preissteigerungen bei Energie deutlich abnahmen, stiegen die Nahrungsmittelpreise lt. Statistischem Bundesamt besonders stark im Jahr 2023 und auch die Kerninflation blieb erhöht. Für das Jahr 2024 sieht das IfW Kiel eine Teuerungsrate von 2,3 Prozent und für das Jahr 2025 von 1,8 Prozent. Das IfW Kiel rechnet mit einer leicht steigenden Wirtschaftsleistung im Jahr 2024 von 0,9 Prozent, wobei keine große konjunkturelle Dynamik absehbar ist. Man rechnet vor allem damit, dass die recht kräftigen Zuwächse des real verfügbaren Einkommens den privaten Konsum anschieben werden. Die Zinswende belastet aber weiterhin die Baubranche und größere Impulse seitens der Weltwirtschaft lassen auf sich warten. Für das Jahr 2025 sieht das IfW Kiel einen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,2 Prozent. Der Sachverständigenrat für Wirtschaft prognostiziert einen niedrigeren Anstieg der Wirtschaftsleistung im Jahr 2024, der nur bei 0,7 Prozent gesehen wird. 1 Quellen: IfW Kiel "KIELER KONJUNKTURBERICHTE NR. 106 (2023/Q3)"; Europäische Kommission "Herbstprognose 2023" 2 Quellen: IfW Kiel "KIELER KONJUNKTURBERICHTE Nr. 107, 110 (2023)"; Statista; Sachverständigenrat für Wirtschaft "Jahresgutachten 2023" 2.1.2. Branchenentwicklung 1 Im Jahr 2023 wurden in Deutschland 2,84 Millionen Autos zugelassen, dies entspricht einem Anstieg von 7,3 Prozent gegenüber 2022. Davon waren etwas mehr als 524.000 E-Autos (18,4 Prozent). Unter Berücksichtigung der Hybrid-Fahrzeuge lag der Anteil der alternativen Antriebsarten bei knapp 50 Prozent. Nach dem Auslaufen der Förderung von Plug-in-Hybriden brach der Absatz danach ein und wurde auch nicht vollständig durch den Zuwachs von E-Autos (BEV) ausgeglichen. Diese Tendenz scheint sich auch im Jahr 2024 fortzusetzen, der Absatz der E-Autos lag im Januar bei nur noch 10,5 Prozent. Die deutsche Autoindustrie steht lt. Experten vor dem größten Wandel in der Geschichte. Die deutschen Autobauer konnten in den ersten drei Quartalen 2023 Umsatzsteigerungen gegenüber dem Vorjahr verzeichnen, da die Auto-Exporte und -Neuzulassungen wieder gestiegen sind. Die Entwicklung der Autoindustrie geht in Richtung Weiterentwicklung von Digitalisierung und zunehmender Konzentration auf Software. Die Zulieferindustrie beklagte allerdings Produktionsrückgänge und kündigt für die kommenden Jahre Stellenstreichungen an. Lt. Branchenexperten geht die Zunahme der Elektromobilität einher mit einem Wegfall von Arbeitsplätzen. Die Lieferanten der Automobilbranche werden mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert. Die letzten Jahre waren von diversen Krisen geprägt, insbesondere die anhaltenden Unterbrechungen der internationalen Lieferketten und die steigende Inflation ließen die Kosten für die Zulieferer weiter ansteigen. Der Krieg in der Ukraine führte zu einem Anstieg der Energiepreise, welche auch mittelfristig auf einem höheren Niveau verharren werden. Geopolitische Spannungen werden auch zukünftig negativ die Lieferketten beeinflussen. Zunehmende Unsicherheiten und fehlende Planbarkeiten erhöhen den Druck auf die Absatzmärkte der Zulieferunternehmen. Zusätzlich zur strategischen Neuausrichtung, stehen auch die Cash- und Finanzierungssituation sowie Maßnahmen zur Kostensenkung im Fokus. 1 Quellen: KBA Pressemitteilung Nr. 01/2024, Tagesschau Pressemitteilung, Deloitte Deutschland Article "Kosteneinsparung als zentrales Thema für Supplier" 2.2. Entwicklung und wesentliche Geschäftsvorfälle der Nemak Pilsting GmbH Trotz des anhaltenden Krieges in der Ukraine wurde die Materialknappheit des Vorjahres größtenteils überwunden. Dies spiegelte sich auch in hohen Kundenabrufen der Nemak Pilsting GmbH für die Jahre 2023 und 2024 wider. Insbesondere mussten im ersten Quartal 2023 sehr hohe Kundenabrufe bedient werden. Um den mittelfristig angezeigten Bedarfen gerecht zu werden, wurde in eine Kapazitätserweiterung investiert. Die Anlieferung, Installation und Inbetriebnahme der Anlagen und Vorrichtungen wurde in der zweiten Jahreshälfte erfolgreich abgeschlossen. Allerdings realisierten sich die hohen Abrufe für das Jahr 2023 nicht wie Anfang des Jahres prognostiziert. Der Absatz der Nemak Pilsting GmbH lag 2023 bei 490 TStück, damit um 19 TStück niedriger als im Vorjahr. Ursache hierfür war ein starker Rückgang der Kundenabrufe im Bereich der A-Säulen. Während im Jahr 2022 noch 243 TStück A-Säulen abgesetzt wurden, reduzierte sich die Menge im Jahr 2023 um 33 Prozent auf 162 TStück. Es zeigte sich bei den Oberklasse-Limousinen der deutschen Premiumhersteller ein Rückgang bzw. eine Stagnation der Nachfragesituation auf den globalen Märkten. Kompensiert wurde dieser Rückgang durch einen Absatzanstieg im Bereich der Längsträger. Hier konnte ein Zuwachs von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden. Im Jahr 2022 lief die Belieferung der Federbeinstützen aus. Auch im Jahr 2023 war das Kostenniveau durch gestiegene Verbrauchskosten beeinflusst. Der Inflationsanstieg war allerdings niedriger als im Jahr 2022. Wie auch schon in den vergangenen beiden Jahren wurden mit den Kunden Gespräche zu Preiserhöhungen geführt. Die aus dem Vorjahr bereits bekannte schwierige Liefersituation bei zahlreichen Produktionskomponenten blieb auch im Jahr 2023 bestehen. Durch Lieferanten Monitoring und das frühzeitige Ergreifen von Korrekturmaßnahmen konnte die Belieferung mit allen wichtigen Einsatzstoffen wie im Vorjahr sichergestellt werden. Im Bereich der Produktion wurde ab dem zweiten Quartal eine deutliche Stabilisierung der Fertigung erreicht. Die Zahl der ungeplanten Anlagenstörungen konnte deutlich reduziert und die Ausbringung gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. In der Produktionsunterbrechung kam es bei Wartungstätigkeiten durch einen Anlagenhersteller zu einem Brand, der durch sicheres, schnelles Handeln ohne größere Schadensauswirkung blieb. Ein negativer Einfluss auf die Produktions- bzw. Liefersituation konnte vermieden werden. Wie in der letzten Berichtsperiode führte die Nemak Pilsting GmbH, neben den Produktionen für die Kunden, Dienstleistungen im Bereich der Qualitätsüberwachung für unsere osteuropäischen Schwesterwerke durch. Mitte des Jahres wurde eine organisatorische Änderung vorgenommen, Hr. Michael Miebach wurde als Geschäftsführer abberufen und Hr. Marco Schneider als neuer Geschäftsführer der Nemak Pilsting GmbH bestellt. 2.2.1. Umsatzentwicklung Im Berichtsjahr lagen die Umsatzerlöse bei 25.199 TEUR und damit 4,7 Prozent höher als im Vorjahr. Der Umsatzanstieg ist im Wesentlichen auf den geänderten Produktmix zurückzuführen. Vom Umsatz entfielen ca. 86 Prozent auf die Längsträger, 13 Prozent auf die Montagegruppe A-Säule und 1 Prozent auf Sonstiges. 2.2.2. Produktion Im Jahr 2023 wurden brutto 509 TStück Strukturbauteile bearbeitet, davon waren 346 TStück Längsträger und 162 TStück A-Säulen. Gegenüber dem Vorjahr wurden 17 TStück weniger bearbeitet. Dies entspricht einem Rückgang von 3,2 Prozent. Die Produktion der Gutteile lag bei 486 TStück und damit 30 TStück unter dem Vorjahr. Die Ursachen für den Produktionsrückgang liegen in dem Auslaufen der Federbeinstützenfertigung und den deutlich reduzierten Abrufen der A-Säulen. Die Kundenabrufe für die A-Säule zeigen im Jahresverlauf einen wesentlichen Rückgang. Um die hohen Kundenabrufe zu Beginn des Jahres bedienen zu können, wurde für das erste Quartal das Vier-Schicht-Modell, das im Jahr 2022 eingeführt wurde, weitergeführt. Ab dem zweiten Quartal 2023 wurde dann im Drei-Schicht-Modell weiter produziert. Um Produktionsengpässe in einem Schwesterwerk abzumildern, wurden in der zweiten Jahreshälfte Zusatzschichten an ausgewählten Fertigungsanlagen durchgeführt. Im Jahresverlauf konnte die Produktionsleistung deutlich gesteigert und stabilisiert werden. Die interne Ausschussrate lag im Vorjahresvergleich leicht erhöht. Die externen Qualitätsreklamationen waren wie in den Vorjahren auf einem geringen Niveau. 2.2.3. Beschaffung Auch das Geschäftsjahr 2023 der Nemak Pilsting GmbH war geprägt durch die hohen Energiepreise, allgemeine Preissteigerungen und die damit einhergehende Inflation. Die Geschäftstätigkeit wurde zudem durch schwankende Lieferabrufe der Kunden beeinflusst, die teilweise deutlich über den prognostizierten Abrufen lagen, bei anderen Kunden und deren spezifischen Produkten wiederum deutlich unter den Prognosewerten. Daraus resultierend musste die Vormaterialbelieferung mit den jeweiligen Lieferanten eng abgestimmt werden. Mit Unterstützung des Nemak Zentraleinkaufs konnten die Lieferantenverträge an die aktuelle Situation angepasst werden; die Versorgung des Werkes war jederzeit sichergestellt. Die Kapazitätsanpassung der technischen Ausstattung an die erhöhten Kundenabrufe konnte während des zweiten Quartals 2023 erfolgreich umgesetzt werden, es kam zu keinen bedeutenden Verzögerungen. 2.2.4. Investitionen Die getätigten Investitionen lagen im Jahr 2023 bei 2.787 TEUR. Im Wesentlichen wurde in eine Kapazitätserweiterung der Längsträgerfertigung investiert, zudem wurde in Maßnahmen für den Umwelt- und Arbeitssicherheitsschutz investiert. Die GWG-Zugänge beliefen sich im Jahr 2023 auf 12 TEUR. 2.2.5. Vermögens- und Ertragslage Zum 31.12.2023 erhöhte sich die Bilanzsumme gegenüber dem Ende 2022 um 3.175 TEUR auf 17.845 TEUR. Das Anlagevermögen erhöhte sich im Jahr 2023 um 1.088 TEUR gegenüber dem Vorjahr (6.224 TEUR), im Wesentlichen begründet in einem Anstieg der Immateriellen Vermögensgegenstände um 55 TEUR und Sachanlagen um 979 TEUR, durch getätigte Investitionen, die die Abschreibungen des Geschäftsjahres überstiegen. Das Umlaufvermögen stieg um 2.069 TEUR auf 10.500 TEUR, hiervon entfielen 792 TEUR auf den Anstieg der Vorräte und 1.277 TEUR auf den stichtagsbedingten Anstieg der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände. Der Anstieg der Vorräte wurde im Wesentlichen beeinflusst durch einen Anstieg der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Der Bestand an Ersatzteilen erhöhte sich durch die neu gekauften Sachanlagen und der geänderte Produktmix machte eine Erhöhung der Bevorratung der Verpackungen als auch der Hilfs- und Betriebsstoffe notwendig. Während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 2.754 TEUR stiegen, verringerten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 1.403 TEUR, wovon 294 TEUR auf Lieferungen und Leistungen sowie 1.109 TEUR auf verringerte Finanzforderungen aus dem Cash Pool sowie der Zinsen darauf entfielen. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen war im Wesentlichen in der Bilanzierung einer Forderung für eine Einmalzahlung im Rahmen einer Kapazitätserweiterung begründet, für die eine Rückstellung für Nutzungsrechte erfasst wurde. Die Rückstellungen waren Ende 2023 um 2.488 TEUR höher als im Vorjahr (2.983 TEUR). Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf einem Anstieg der Preisrückstellungen sowie einer Rückstellung für Nutzungsrechte um 2.749 TEUR und einem Anstieg der Personalrückstellungen um 279 TEUR, während die Steuerrückstellungen im Jahr 2023 um 492 TEUR zurückgingen. Die Erhöhung der Preisrückstellungen ist im Wesentlichen auf die Passivierung einer abgegrenzten Einmalzahlung im Rahmen einer Kapazitätserweiterung zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 930 TEUR auf 4.623 TEUR. Während die erhaltenen Anzahlungen sich um 257 TEUR verminderten, erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 722 TEUR. Zum einen erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Investitionen und zum anderen erhöhten sich die Verbindlichkeiten bedingt durch den geänderten Produktmix. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um 242 TEUR und die sonstigen Verbindlichkeiten um 224 TEUR. Die Umsatzerlöse stiegen im Jahr 2023 um 1.127 TEUR auf 25.199 TEUR. Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich um 129 TEUR auf 229 TEUR. Im Jahr 2022 waren die sonstigen betrieblichen Erträge positiv durch die Auflösung von Rückstellungen sowie die Auflösung eines passiven Rechnungsabgrenzungspostens beeinflusst. Der Materialaufwand erhöhte sich um 798 TEUR gegenüber 2022 und lag bei 8.945 TEUR. Während die Aufwendungen für bezogenen Leistungen sich um 18 TEUR verringerten, stiegen die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen um 816 TEUR. Im Wesentlichen resultierte dieser Anstieg aus höheren Energiekosten und aus gestiegenen Verpackungskosten aufgrund des geänderten Produktmixes. Der Personalaufwand erhöhte sich im Jahr 2023 um 667 TEUR auf 7.768 TEUR. Die Lohn- und Gehaltszahlungen der Mitarbeiter wurden an die gestiegene Inflation angepasst. Die Abschreibungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 187 TEUR. Bei nahezu gleich hohen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgenstände, verringerten sich die Abschreibungen für Sachanlagen um 385 TEUR, zusätzlich wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 198 TEUR vorgenommen, da einige technische Anlagen nicht mehr wie geplant verwendet werden können. Der sonstige betriebliche Aufwand verringerte sich um 511 TEUR auf 7.268 TEUR. Die Veränderungen sind im Wesentlichen in einer Verminderung der Aufwendungen für Leiharbeitnehmer in Höhe von 856 TEUR sowie einer Verminderung der Frachtkosten um 723 TEUR begründet, bei einer gegenläufigen Erhöhung der Fremdleistungen um 312 TEUR, der Miet-/Leasingkosten um 241 TEUR sowie der Verluste aus Anlagenabgängen um 106 TEUR. Darüber hinaus lagen die Aufwendungen für Aus- und Fortbildungen sowie Personalbeschaffungen um 157 TEUR über den Aufwendungen des Vorjahres. Das Ergebnis vor Steuern betrug -207 TEUR. Unter Berücksichtigung der Steuern von 36 TEUR ergab sich ein Jahresfehlbetrag von 243 TEUR. Dies bedeutet eine Verschlechterung des Jahresergebnisses um 242 TEUR gegenüber dem Geschäftsjahr 2022. 2.2.6. Finanzlage Die Finanzierung der Investitionen sowie die Liquidität der Gesellschaft war durch die Muttergesellschaft Nemak Exterior S.L., Spanien, sichergestellt und erfolgte auch im Jahr 2023 vollständig konzernintern. Die Forderungen aus Cash Pooling betrugen Ende 2023 2.859 TEUR (ohne Zinsen). Dies entspricht einem Rückgang um 1.125 TEUR, resultierend aus den laufenden Geschäftsvorgängen. Der Anteil der Eigenmittel an der Bilanzsumme lag bei 43,4 Prozent. Die flüssigen Mittel betrugen Ende 2023 weniger als 1 TEUR. 2.2.7. Forschung und Entwicklung Die Nemak Pilsting GmbH betreibt keine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung. 2.2.8. Personal- und Sozialbereich Die Nemak Pilsting GmbH beschäftigte zum Ende des Jahres 2023 insgesamt 112 Mitarbeiter, die sich aus 95 gewerblichen Mitarbeitern, 13 Angestellten und 4 Auszubildenden zusammensetzten. Abrufschwankungen konnten durch einen flexiblen Mitarbeitereinsatz und Anpassungen der Schichtfahrweise abgefangen werden. Da wir einen hohen Wert auf qualifizierte Mitarbeiter legen, besitzen von den Mitarbeitern 6 Personen einen Universitäts- bzw. Hochschul-/FH-Abschluss oder vergleichbaren Abschluss, 7 Mitarbeiter haben einen Meisterbrief und 77 Mitarbeiter verfügen über eine abgeschlossene Berufsausbildung. Lediglich 18 Mitarbeiter haben keine abgeschlossene Berufsausbildung. Im Sommer 2023 endete die Ausbildung von einem Auszubildenden, der ein Übernahmeangebot erhielt. Hiervon machte dieser Gebrauch. Ebenso begann die Ausbildung von einem neuen Auszubildenden am Standort Pilsting, damit sind weiterhin 4 Auszubildende bei der Nemak Pilsting GmbH beschäftigt. Diese Entscheidung folgte vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Sicherung des Leistungsniveaus unseres Standortes sowie zur Wahrnehmung der sozialen Verantwortung des Unternehmens. Auch in 2023 haben wir gezielt in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter investiert. 2.2.9. Umweltschutz und Arbeitssicherheit Im April 2023 ist die Arbeitsschutzverordnung SARS COV 2 ausgelaufen und es gab bzgl. Corona keine Vorgaben mehr. Die Total Recordable Incident Rate lag bei 6,3 und damit deutlich über dem Vorjahreswert 2022 von 1,8 und dem intern gesetzten Ziel. Bis September gab es 6 Vorfälle mit Arbeitszeitausfällen, daraufhin wurde eine Mitarbeiterversammlung für alle Mitarbeiter einberufen, um den negativen Trend zu stoppen. Es wurden wöchentliche Rundgänge (WOCs) und tägliche Arbeitsplatzaudits ein- und durchgeführt. Die Nemak Pilsting GmbH strebt durch sicheres und nachhaltiges Wirtschaften einen umweltschonenden Umgang und die Vermeidung von Umweltbelastungen an. Damit verfolgt die Nemak Pilsting GmbH die Ziele einer nachhaltigen Entwicklung, insbesondere vor dem Hintergrund der globalen Nemak Strategie, bis 2050 klimaneutral zu produzieren. Für die bestehenden integrierten Managementsysteme ISO 14001, ISO 45001 sowie ISO 50001 wurden im Jahr 2023 Überwachungsaudits erfolgreich durchgeführt. Die konstant guten Ergebnisse wurden durch die externen Zertifizierungsstellen bestätigt. Kontinuierliche Verbesserungen in den Bereichen Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Gesundheitsschutz haben bei der Nemak Pilsting GmbH einen hohen Stellenwert. Im Umweltschutz gab es, wie auch in den Vorjahren, erfreulicherweise keine umweltrelevanten Vorfälle. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren 3.1. Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren
Der Umsatz stieg im Wesentlichen durch den geänderten Produktmix gegenüber 2022 an. Das EBT reduzierte sich dagegen im Vergleich zu 2022, basierend auf erhöhten Produktionskosten. Basierend auf dem niedrigeren EBT im Jahr 2023 war auch die Umsatzrendite wesentlich niedriger. Das Verhältnis Eigenkapital zu Bilanzsumme hat sich verschlechtert. Aufgrund des negativen Jahresfehlbetrages hat sich das Eigenkapital verringert, die Bilanzsumme hat sich dagegen um 3.175 TEUR erhöht. Sowohl die Personalintensität als auch die Materialintensität waren 2023 auf einem höheren Niveau als im Jahr 2022, diese Entwicklung reflektiert die steigenden Produktionskosten wieder. 3.2. Sonstige Finanzkennzahlen
Die Anlagendeckung (Eigenkapital/ Sachanlagen) hat sich gegenüber dem Jahr 2022 reduziert, da sich das Anlagevermögen aufgrund der Neuinvestitionen erhöht hat, das Eigenkapital sich aber durch den Jahresfehlbetrag reduziert hat. Die Eigenkapitalrentabilität 2023 hat sich durch das negative EBT ebenfalls gegenüber dem Vorjahr reduziert. Die Leistung pro Mitarbeiter (incl. Leiharbeitnehmer) verbesserte sich im Jahr 2023 aufgrund der gestiegenen Produktionsleistung. 4. Risikomanagement Der Markt, in dem die Gesellschaft tätig ist, ist sehr wettbewerbsintensiv. Es besteht ein erheblicher Preisdruck. Die Kunden und die Wettbewerber der Nemak-Gruppe nutzen die Möglichkeiten, die die unterschiedlichen Kosten in den Regionen bieten. Bei einem hohen Automatisierungsgrad der Fertigung entscheidet bei gleicher Qualität die Höhe der Personalkosten über den Erfolg im Wettbewerb. Durch den Transformationsdruck, in dem sich die Automobilindustrie befindet, der zusätzlich durch die Pandemie beschleunigt wurde, hat sich ein weiteres Risiko ergeben. Die Verunsicherung der Endkunden kann zu einer Kaufzurückhaltung führen. Das Jahr 2023 war zudem von gestiegenen Produktionskosten geprägt. Die Geschäftsabläufe wurden in einem engen Review-Prozess durch das Europa Management begleitet. Zudem werden jährlich Nemak intern und extern betreute Prozessaudits durchgeführt. Bestehende Risiken werden durch die Geschäftsführung überwacht. Für alle bekannten Risiken sind unter Berücksichtigung ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit in ausreichendem Umfang Rückstellungen gebildet. 5. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung 5.1. Absatzrisiken Die Absatzsituation der Gesellschaft steht in direkter Abhängigkeit zur Absatzentwicklung der OEM's. Im Zeichen steigender Wettbewerbsintensität sind unerwartete Änderungen im Abrufverhalten, eine Verschärfung des Wettbewerbs sowie zunehmender Preisdruck möglich. Daraus können Schwankungen von Preisen, Mengen und Margen resultieren. Parallel zu sich verkürzenden Produktlebenszyklen sind die Fahrzeughersteller einem starken Wettbewerbs-, Innovations- und Kostensenkungsdruck ausgesetzt, den sie an die Zulieferindustrie weitergeben. Nemak begrenzt die Auswirkungen dieser Trends durch Investitionen in neue kostensparende Prozesstechnologien und die Umsetzung von Einsparpotenzialen in den Unternehmensfunktionen. Eine genaue Entwicklung für die kommenden Jahre vorherzusagen ist weiterhin sehr schwierig, da zum einen geopolitische Ereignisse immer wieder kurzfristig zu Lieferkettenengpässe führen können, die das Abrufverhalten der OEM's beeinflussen. Zum anderen ist es unklar, wie sich die Transformationsprozesse im Automobilsektor im Detail auf die Nemak Pilsting GmbH auswirken werden. Darüber hinaus ist die Wirtschaft nach wie vor erhöhten Produktionskosten ausgesetzt, wenn diese auch auf einem niedrigeren Niveau im Vergleich zu den Vorjahren erwartet werden. Der Endkonsument war und ist immer noch mit höheren Inflationsraten als noch vor der Pandemie, konfrontiert. Auch der Krieg zwischen der Ukraine und Russland ist noch anhaltend. Wie sich alle diese Umstände auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung 2024 auswirken, bleibt abzuwarten. Nemak begrenzt die Auswirkungen dieser Entwicklungen kurzfristig durch schnelle und flexible Anpassungsmaßnahmen und mittelfristig durch Investitionen in neue Produkte bzw. Produktgruppen und kostensparende Prozesstechnologien. 5.2. Produktionsrisiken Der Betrieb der Fertigungseinrichtungen und Montageanlagen kann durch unvorhergesehene Ereignisse, unerwartete technische Störungen, Brände, Naturkatastrophen, Unfälle und menschliche Fehler beeinträchtigt werden, auch wenn hohe technische und sicherheitstechnische Standards gelten. Die Verfügbarkeit der Betriebsstätten und Fertigungsanlagen wird durch die vorbeugende Instandhaltung, mitlaufende Kontrollen, regelmäßige Prüf- und Wartungsarbeiten, ständige Modernisierungen und zielgerichtete Investitionen sichergestellt. Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz sowie Alarm- und Gefahrenabwehrpläne sollen Unfall- und Gesundheitsrisiken für Mitarbeiter und Dritte auf ein Minimum reduzieren bzw. nach Möglichkeit ganz vermeiden. Probleme bei Partnerunternehmen oder innerhalb der Lieferkette können zudem zu Störungen, z. B. in der Logistik, und damit zu nachteiligen Folgen oder Verlusten führen. Für mögliche Schäden und damit einhergehende Betriebsstörungen bzw. längere Geschäftsunterbrechungen oder durch fehlende Anlagenverfügbarkeit bedingte Produktionsausfälle sowie für andere denkbare Schadensfälle und Haftungsrisiken sind - soweit verfügbar - im wirtschaftlich sinnvollen und branchenüblichen Rahmen Versicherungen abgeschlossen, die gewährleisten, dass sich finanzielle Konsequenzen von möglicherweise eintretenden Risiken in Grenzen halten bzw. ganz ausgeschlossen werden. Der bestehende Versicherungsschutz wird zwar hinsichtlich der abgedeckten Risiken und Deckungssummen in bestimmten Abständen überprüft und bei Bedarf angepasst, kann sich allerdings im Einzelfall als unzureichend erweisen. 5.3. Beschaffungsrisiken Beschaffungsrisiken bestehen darin, dass die zur Herstellung der Produkte, Anwendungen und Systeme benötigten Rohstoffe, Bauteile und Komponenten nicht oder nicht in ausreichendem Maß in der erforderlichen Qualität und Quantität zur Verfügung stehen oder nicht zeitgerecht und reibungslos oder nicht zu marktgerechten Preisen beschafft werden können. Um möglichen Beschaffungsengpässen vorzubeugen und eine hohe Versorgungssicherheit zu gewährleisten, werden die Beschaffungsmärkte konstant beobachtet, damit auf sich abzeichnende Veränderungen kurzfristig reagiert werden kann. Lieferverzögerungen, Fehlmengen oder Qualitätsprobleme können zu Produktionsunterbrechungen und damit Schadenersatzforderungen führen. Generell werden Beschaffungsrisiken durch sorgfältige Lieferantenauswahl, Ermittlung alternativer Lieferquellen, effizientes Vertragsmanagement, kontinuierliche Lieferantenbewertungen, Qualitäts- und Zuverlässigkeitskontrollen bei Zulieferern sowie den Aufbau von angemessenen Sicherheitsbeständen reduziert. In Angebotsengpässen oder starken Preisschwankungen für Energie und Rohstoffe bestehen wesentliche Risiken bei den Einsatzfaktoren. Mögliche Insolvenzen von Zulieferern stellen ein weiteres Risiko auf der Beschaffungsseite dar. Diesem Risiko wird durch sorgfältige Auswahl, Streuung der Risiken durch Verteilung des Einkaufsvolumens auf weitere Lieferanten und gegebenenfalls Stützung der Lieferanten in Notsituationen begegnet. Nach wie vor wird der Beschaffungsmarkt durch den Krieg in der Ukraine, die Folgen der Covid-19-Politik in China, den Arbeitskraftmangel und die hohen Kostensteigerungen wesentlich beeinflusst. Durch intensive und enge Gespräche mit den Lieferanten unter anderem zu Preisanpassungen soll der Beschaffungsmarkt stabilisiert und gesichert werden. 5.4. Finanzwirtschaftliche Risiken Zu den zentralen Aufgaben der Nemak zählt die sichere Abdeckung des Finanzbedarfs sowohl für das operative Geschäft als auch für Investitionen. Dabei steht neben der Optimierung der Finanzierung auch die Begrenzung der finanzwirtschaftlichen Risiken im Vordergrund. 5.5. Informationstechnische Risiken Informationen und Daten sind verschiedenartigen und zum Teil wachsenden Bedrohungen im Hinblick auf Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität ausgesetzt. Immer größere Datenvolumina, kurze Zugriffszeiten und strukturierte Informationsbereitstellung verlangen für die integrierte Steuerung von Geschäfts- und Produktionsprozessen hoch verfügbare, ausfallsichere und redundant ausgelegte IT-Systeme und IT-Netzwerke sowie modernste Kommunikationsinfrastrukturen. Durch eine Vielzahl von Ursachen können Schäden oder Störungen auftreten, die die Geschäftstätigkeit stark beeinträchtigen und zu schwerwiegenden geschäftlichen Nachteilen führen: durch Betriebsstörungen oder Betriebsunterbrechungen sind Netzwerke nicht einsatzbereit, Daten können durch Programm- und Bedienfehler, Manipulation oder externe Einflüsse verfälscht oder zerstört werden. Hohe Sicherheitsstandards sowie Verfahrens- und Sicherheitsrichtlinien begrenzen gravierende Störungen bzw. Ausfälle der komplexen Systeme und Netzwerke. Zum Schutz gegen Angriffe von außen setzt die Nemak unter anderem Firewall-Systeme und Virenscanner nach dem neuesten Stand der Technik ein. Durch eine permanente Überprüfung der eingesetzten Software werden Funktionalitäten und Applikationen erweitert, identifizierte Sicherheitslücken geschlossen und aufgetretene Fehler behoben. Damit ist eine sichere und reibungslose Abwicklung der umfangreichen IT-gestützten Geschäftsprozesse konstant gewährleistet. 5.6. Personalrisiken In einem technologieorientierten Unternehmen wie Nemak werden die Erreichung der anspruchsvollen Unternehmensziele und der nachhaltige wirtschaftliche Erfolg unter anderem von insgesamt überdurchschnittlich qualifizierten Mitarbeitern und vielen Spezialisten unterschiedlichster Fachrichtungen getragen. Durch eine höhere Fluktuation von Führungskräften und Mitarbeitern in Schlüsselfunktionen kann wichtiges Fachwissen und Kompetenz verloren gehen. Probleme, für offene Stellen keine oder nur verzögert geeignete Führungs-, Fach- und Nachwuchskräfte zu finden, die über die gesuchten kaufmännischen, technischen oder branchenspezifischen Fähigkeiten verfügen, können ebenso nachteilige Auswirkungen auf das Unternehmen haben wie unzureichende Qualifikationen oder eine geringe Motivation von Beschäftigten. Diesen Risiken wird mit vielfältigen Maßnahmen für eine markt- und leistungsgerechte Vergütung mit erfolgsabhängigen Anreizsystemen, moderne Personalführung, qualifizierte Personalentwicklung und zielgruppengerechte Personalrekrutierung sowie vorausschauende Nachfolgeplanung begegnet. Stellvertreterregelungen federn den Weggang oder Ausfall von Schlüsselkräften ab. Zudem werden mit Blick auf den demografischen Wandel in regelmäßigen Abständen Altersstrukturanalysen durchgeführt und Berufsgruppen und Funktionen identifiziert, in denen es künftig zu Engpässen kommen kann. 5.7. Rechtliche Risiken Rechtsstreitigkeiten mit Wettbewerbern, Geschäftspartnern, Kunden oder anderen externen Dritten sowie Änderungen rechtlicher und/oder regulatorischer Rahmenbedingungen auf nationaler, europäischer oder internationaler Ebene bergen Risiken. Dazu zählen insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Patentrecht und Steuerrecht. Nemak stützt sich bei der Organisation und Administration von Geschäftsprozessen und bei Entscheidungen nicht nur auf eine umfassende Beratung durch eigene Fachleute, sondern zieht fallbezogen auch ausgewiesene Experten und renommierte Spezialisten hinzu. Schadensfälle und Haftungsrisiken aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sind entweder durch Versicherungen angemessen abgedeckt oder in der bilanziellen Vorsorge berücksichtigt. 5.8. Umweltrisiken Nemak betreibt ein aktives Umweltmanagement. Ein Umweltschutzbeauftragter überwacht die Einhaltung der gesetzlichen Auflagen am Fertigungsstandort. Das Risikopotenzial aus Produktionsabläufen und Umweltschutzrisiken wird durch moderne, sichere Anlagen, die strikte Einhaltung relevanter Gesetze, Auflagen und Verordnungen, umfassende Richtlinien zur Qualitätssicherung sowie stringente Qualitätskontrollen wirkungsvoll verringert. Hierzu gehören Zertifizierungen nach internationalen Normen für Qualität und Umweltschutz. Regelmäßige Überprüfungen dieser Zertifizierungen bestätigen objektiv die hohen Standards. Es ist möglich, dass die zuständigen Behörden Verfügungen erlassen, durch die kostenträchtige Sanierungen gefordert werden können. Verschärfungen von Sicherheits-, Qualitäts- und Umweltschutzbestimmungen und -standards können zu zusätzlichen Kosten und Haftungsrisiken führen, ohne dass Nemak darauf einen Einfluss hätte. 5.9. Bewertung der derzeitigen Risikoposition Im Berichtsjahr lagen die Risiko-Schwerpunkte der Gesellschaft in den Bereichen Absatz sowie Kostensteigerungen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Gesamtrisikoposition nicht wesentlich verändert. Da die gesamte Automobilbranche an einem Scheideweg angekommen ist und die Entwicklungen starken Unsicherheiten unterliegen, stellt dies auch ein Risikopotential für die Nemak Pilsting GmbH dar. Durch Innovation, Kundennähe und hohe Flexibilität wird diesem Risikopotential entgegengewirkt. Es wird intensiv an der Akquisition von neuen Produktionsaufträgen gearbeitet, die durchaus auch mit neuen Verfahrenstechniken einhergehen. Zum jetzigen Zeitpunkt werden als Ergebnis unserer Analyse keine bestandsgefährdenden Risiken gesehen. 5.10. Chancen Weltweit werden die Vorgaben für die Automobilindustrie in Bezug auf Grenzwerte für Schadstoffemissionen und Treibhausgase restriktiver. In den Märkten Westeuropa, NAFTA und Japan gelten zunehmend schärfere Beschränkungen für den Ausstoß von Schadstoffen wie zum Beispiel Stickoxide (NOx). Darüber hinaus haben einige Länder bereits Flotten-Emissionsziele für Kohlendioxid (CO 2 ) festgelegt, deren Nicht-Erreichen mit Strafzahlungen je Fahrzeug sanktioniert werden wird. Die grundsätzliche Entwicklung hin zu verbrauchsarmen und in der Regel leichteren PKWs führte in den vergangenen Jahren zu einem Anstieg des Bedarfs an Leichtmetallbauteilen aus Aluminium. Leichtbau als Möglichkeit zur Kraftstoffeinsparung wird zukünftig die Maßnahmen im Antriebsstrang deutlich stärker ergänzen als bisher. Nemak bieten sich hier infolge der Kompetenzen auf den Gebieten der Aluminiumtechnologie Chancen in neuen Anwendungen. Die Nemak Gruppe sieht die Erhöhung der Markanteile für Strukturteile als einen strategischen Schwerpunkt der nächsten Jahre. Die Auftragssituation der Nemak Pilsting GmbH wird für die nächsten Jahre auf einem steigenden Niveau gesehen. Die Neu-Akquisitionen der vergangenen Jahre stellen einen positiven Entwicklungsschritt für das Unternehmen dar, zumal im Rahmen dieser Projekte auch neue Verfahrenstechniken zum Einsatz kamen. Die Marktentwicklungen werden nah verfolgt und mit dem Kunden abgestimmt. Im Falle von wesentlichen Veränderungen werden sofort notwendige Gegenmaßnahmen eingeleitet. 5.11. Prognose-Ist-Vergleich Für 2023 wurde im Lagebericht 2022 mit einem leicht höheren Absatz und damit einhergehend höheren Umsatz als 2022 gerechnet. Da sich die Abrufzahlen nach dem ersten Quartal 2023 reduzierten, blieb die Absatzzahl 2023 in Summe unterhalb der Erwartung. Leider blieben auch die anderen positiven Entwicklungen zu EBT, Umsatzrendite, Betriebsleistung und das Verhältnis Eigenkapital zu Bilanzsumme damit hinter den Erwartungen zurück. Ebenso blieb die erwartete Verbesserung der Personalintensität gegenüber dem Vorjahr aus, da sich die Betriebsleistung nicht in dem Maße erhöht hat, wie erwartet. Die Materialintensität hat sich aufgrund der Preissteigerungen nicht verbessert, wie letztes Jahr noch erhofft. 6. Ausblick Für das Jahr 2024 wird weiterhin mit Preissteigerungen gerechnet, allerdings auf einem niedrigeren Niveau als im Jahr 2022 und 2023. Ein Ende des Krieges in der Ukraine ist nicht in Sicht, dazu kam im Jahr 2023 der Konflikt im Nahen Osten zwischen Israel und Palästina. Auch der Angriff der Huthi Rebellen im Suezkanal führt zu Verzögerungen in den weltweiten Lieferketten. Zudem steht im Jahr 2024 die amerikanische Präsidentenwahl bevor, deren Ausgang durchaus Auswirkungen auf die weltpolitische Situation und damit auch Weltwirtschaft haben kann. Die E-Mobilität der deutschen Automobilhersteller scheint etwas ins Stocken geraten zu sein. Alle genannten Rahmenbedingungen können die Entwicklung des Jahres 2024 mehr oder weniger stark beeinflussen. Basierend auf den aktuell vorliegenden Kundenabrufen wird der Absatz 2024 auf einem moderat höheren Niveau im Vergleich zu 2023 gesehen, damit einhergehend wird auch mit einem moderat höheren Umsatz gerechnet. Unter der Voraussetzung von steigenden Absatz- und Umsatzzahlen sowie stabilen Produktionsdaten rechnet man für das Jahr 2024 auch wieder mit einem moderaten Anstieg des EBT gegenüber 2023. Darauf basierend wird für die Umsatzrendite ebenfalls mit einer moderaten Verbesserung gerechnet. Das Verhältnis Eigenkapital zu Bilanzsumme wird auf einem vergleichbaren Niveau wie im Jahr 2023 gesehen. Bei Personal- und Materialintensität wird mit einer moderaten Verbesserung aufgrund einer verbesserten Betriebsleistung gerechnet. Die Entwicklung des Ergebnisses und auch der Betriebsleistung wird aber auch im Jahr 2024 maßgeblich davon abhängen, wie die Verkaufspreise der Kunden an die gestiegene Kostenstruktur angepasst werden können. Dazu werden auch im aktuellen Jahr intensive Gespräche mit den Kunden geführt. Mit der Entwicklung von Ergebnis und Betriebsleistung hängt auch die Entwicklung der Kennzahlen wie Personal- und Materialintensität sowie Verhältnis Eigenkapital zu Bilanzsumme ab. Eine der vordringlichsten Aufgabenstellungen des Jahres 2024 ist die erfolgreiche Umsetzung der geplanten Optimierungs- und Kosteneinsparmaßnahmen. Zudem stellen die Verhandlungen mit den Kunden zu Verkaufspreiserhöhungen eine wichtige Aufgabenstellung dar. Die Themen der vergangenen Jahre bleiben aber nach wie vor im Fokus; Erhöhung der Automationsprozesse und effizientes Reagieren auf die sich ändernden Markt- und Kundenbedingungen.
Pilsting, den 15. März 2024 Marco Schneider, Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023Allgemeine Angaben Die Nemak Pilsting GmbH, mit Sitz in 94431 Pilsting, ist beim Registergericht Landshut unter der Handelsregisternummer HRB 9945 als Gesellschaft mit beschränkter Haftung gemeldet. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für mittelgroße Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Herstellung, Wärmebehandlung und Bearbeitung, als auch der Vertrieb von Strukturteilen und sonstigen Erzeugnissen aus Leichtmetall für die Automobilindustrie. Darüber hinaus ist auch Gegenstand die Erbringung von Ingenieurs-, Planungs- und sonstigen Leistungen im Bereich der Leichtmetallindustrie. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 1. Grundsätze zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 1.1 Aktiva Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet und werden ausschließlich nach der linearen Methode abgeschrieben. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zwischen einem und fünf Jahren abgeschrieben. Bei den Sachanlagen werden Bauten über einen Zeitraum von 16 bis 17 Jahren abgeschrieben, Maschinen und technische Anlagen über einen Zeitraum von einem bis 22 Jahren abgeschrieben, Betriebs- und Geschäftsausstattung über einen Zeitraum von einem bis 19 Jahren. Die Nutzungsdauern richten sich nach den kürzesten zulässigen Nutzungsdauern gemäß den steuerlichen AfA-Tabellen. Die geringwertigen Anlagegüter werden linear über fünf Jahre abgeschrieben. Im Fall von außerplanmäßigen Abschreibungen wird ein niedrigerer Wertansatz nicht beibehalten, wenn die Gründe dafür nicht mehr bestehen. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen, sofern keine außerplanmäßigen Abschreibungen wegen dauerhafter Wertminderung erforderlich sind. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet; im Falle von erkennbaren Einzelrisiken werden diese wertberichtigt. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bewertet. Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben ausgewiesen, die Aufwendungen nach dem Abschlussstichtag darstellen. 1.2 Passiva Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr wird auf eine Abzinsung verzichtet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,05 % p.a. und auf der Grundlage der Heubeck-Richttafeln 2018 G nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen und potenzielle Anwärter gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. 1.3 Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB dergestalt Gebrauch gemacht, dass ein Ansatz unterbleibt. 2. Erläuterungen zur Bilanz 2.1 Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung von T€ 198 (Vorjahr T€ 0) vorgenommen, da die betroffenen technischen Anlagen nicht mehr verwendet werden können. 2.2 Vorräte Bei den unfertigen Erzeugnissen T€ 321 (Vorjahr T€ 390) handelt es sich um Teile, welche noch nicht komplett nach Auftrag bearbeitet sind. Die Fertigerzeugnisse T€ 615 (Vorjahr T€ 564) sind komplett bearbeitet und stehen zur Lieferung an den Kunden bereit. 2.3 Forderungen Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 2.963 (Vorjahr T€ 4.367) handelt es sich überwiegend um Forderungen an den Gesellschafter Nemak Exterior S.L. in Höhe von T€ 2.881 (Vorjahr T€ 3.990). Diese resultieren aus dem Cash-Pool Master Agreement vom 9. März 2015. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden zum 31. Dezember 2023 in Höhe von T€ 82 (Vorjahr T€ 376). Alle Forderungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit kürzer 1 Jahr. Seit September 2019 nutzt die Gesellschaft die Möglichkeit, innerhalb eines Finanzierungsfactoring-Vertrages Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu verkaufen. 2.4 Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände T€ 101 (Vorjahr T€ 174) enthalten insbesondere T€ 49 Forderungen gegen das Hauptzollamt für Strom-u. Energiesteuererstattungen. Die Restlaufzeiten der sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr alle kürzer als ein Jahr. 2.5 Eigenkapital Die Stammeinlagen sind erbracht. Das gezeichnete Kapital wird zum 31.12.2023 in Höhe von € 25.000,00 ausgewiesen. Im Jahr 2023 wird ein Jahresfehlbetrag von T€ 243 ausgewiesen. 2.6 Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen von T€ 5.410 (Vorjahr T€ 2.429) bestehen aus Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (477 T€), Personalrückstellungen (1.094 T€), Preisrückstellungen (3.434 T€) und sonstigen übrigen Rückstellungen (405 T€). In den Personalrückstellungen sind Rückstellungen für rückstellungspflichtige Altersteilzeitverpflichtungen T€ 131 (Vorjahr T€ 65) enthalten. Im Jahr 2023 wurden Zinsen für Rückstellungen für Altersteilzeit in Höhe von T€ 1 verbucht. Mit der Allianz AG wurde ein Vertrag zur Zeitkontenrückdeckung der Altersteilzeitverpflichtungen geschlossen. Der Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitverpflichtungen beträgt T€ 213, die potenziellen Anwärter wurden mit T€ 42 berücksichtigt. Der Erfüllungsbetrag wurde mit den Anschaffungskosten des Deckungsvermögens (T€ 124) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens beträgt zum 31.12.2023 TEUR 123. Im Jahr 2023 gab es keine zu verrechnenden Aufwendungen und Erträge. 2.7 Verbindlichkeiten Für die Verbindlichkeiten ergeben sich folgende Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 2.788 (Vorjahr T€ 2.066) bestehen aus Warenbezug T€ 2.441 (Vorjahr T€ 1.901) und Investitionen T€ 347 (Vorjahr T€ 165). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Leistungen gegenüber diversen verbundenen Unternehmen T€ 393 (Vorjahr T€ 152). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten im Rahmen des Factorings in Höhe von T€ 819 (Vorjahr T€ 681). Daneben besteht eine Verbindlichkeit gegenüber dem Finanzamt aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von T€ 48 (Vorjahr T€ 50) sowie aus Umsatzsteuer in Höhe von T€ 507 (Vorjahr T€ 228). Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. 2.8 Sonstige finanzielle Verpflichtungen i.S. von § 285 Ziff. 3a HGB Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (Gesamtbetrag T€ 10.249) betragen im Jahre 2024 T€ 1.419 und belaufen sich für die Jahre 2025 bis 2028 auf T€ 5.109. Für das Jahr 2029 und später bestehen Verpflichtungen in Höhe von T€ 3.721. Von den genannten sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen keine gegenüber verbundenen Gesellschaften. 3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 3.1 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 25.199 (Vorjahr T€ 24.071) betreffen die Bearbeitung von Längsträgern und Federbeinstützen (T€ 21.707; Vorjahr T€ 18.470) für BMW, die Bearbeitung von A-Säulen (T€ 3.230; Vorjahr T€ 5.267) für Nemak Polen (Daimler) sowie sonstige Umsätze (T€ 262; Vorjahr T€ 334). Die Absatzmärkte befinden sich in Deutschland (T€ 21.919; Vorjahr T€ 18.804) sowie im übrigen Europa (T€ 3.280; Vorjahr T€ 5.267). 3.2 Sonstige betriebliche Erträge Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von T€ 229 (Vorjahr T€ 358) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus Auflösung von Rückstellungen aus dem Vorjahr T€ 142 (Vorjahr T€ 189) und um Strom- u. Energiesteuererstattung vom Hauptzollamt T€ 49 (Vorjahr T€ 48). 3.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 7.268 (Vorjahr T€ 7.779) resultieren im Wesentlichen aus Aufwendungen für Leasing, Mieten und Pachten T€ 1.933 (Vorjahr T€ 1.692), Leiharbeiter T€ 1.747 (Vorjahr T€ 2.603), sonstige Fremdleistungen T€ 1.130 (Vorjahr T€ 1.251), Regional Charges von Nemak Europe in Höhe von T€ 801 (Vorjahr T€ 607), Frachtkosten T€ 619 (Vorjahr T€ 1.181) sowie Beratungs-/Prüfungskosten T€ 81 (Vorjahr T€ 48). 3.4 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 36 (Vorjahr T€ 73) entfallen fast ausschließlich auf das Geschäftsjahr 2023. 4. Sonstige Angaben 4.1 Gesellschafter An der Nemak Pilsting GmbH ist die Nemak Exterior S.L. mit dem Sitz in Alcobendas (Madrid), Spanien, (eingetragen im Handelsregister Madrid, Band 23.300 Buch 0, Folio 60, Abschnitt 8, BlattM-417.767, Eintragung 1) mit 100 % beteiligt. 4.2 Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen Die Gesellschaft unterhält mit diversen weiteren Gesellschaften aus der Nemak Gruppe Beziehungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Dabei kauft die Gesellschaft Dienstleistungen. Die im Geschäftsjahr 2023 empfangenen Leistungen sowie die sonstigen Aufwendungen aus Geschäftsvorgängen mit nahestehenden Unternehmen betragen T€ 2.207 (Vorjahr T€ 1.541). Dabei handelt es sich im Wesentlichen um bezogene Dienstleistungen und Personalkosten von der Nemak Dillingen GmbH T€ 687 (Vorjahr T€ 631), der Nemak Europe GmbH T€ 873 (Vorjahr T€ 648), der Nemak Polen T€ 368 (Vorjahr T€ 161) sowie der Nemak Linz GmbH T€ 171 (Vorjahr T€ 16). Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zum Jahresende bestehen aus Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen, davon im Wesentlichen gegenüber Nemak Dillingen GmbH T€ 65 (Vorjahr T€ 62), gegenüber Nemak Europe GmbH T€ 125 (Vorjahr T€ 76) sowie gegenüber Nemak Polen T€ 188 (Vorjahr T€ 2). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen zum Jahresende resultieren aus Forderungen gegen die Nemak Poland Sp. z o.o. T€ 82 (Vorjahr T€ 376), welche aus Weiterberechnung von Dienstleistungen T€ 29 (Vorjahr 9), A-Pillar Bearbeitung Daimlerteile T€ 53 (Vorjahr T€ 361) sowie Forderungen gegen die Gesellschafterin Nemak Exterior S.L. T€ 2.881 (Vorjahr T€ 3.990), welche aus dem Cash Pool Agreement resultieren. 4.3 Angaben zur Mindestbesteuerung Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Gemäß dem MinStG sind große multinationale Unternehmensgruppen (Umsatzerlöse von mehr als Mio. € 750) verpflichtet einen Mindeststeuersatz von 15 % auf die Einkünfte zu zahlen, die in jedem der Länder, in denen sie tätig sind, erzielt werden. Die Nemak Pilsting GmbH unterliegt diesen Vorschriften, wobei die früheste Anwendung am 1. Januar 2024 beginnt. Vorabanalysen haben ergeben, dass keine Mehrsteuern für die Gesellschaft zu erwarten sind. Es ist geplant die Safe-Harbour-Übergangsregelung in Anspruch zu nehmen. Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich kein tatsächlicher Steueraufwand oder -ertrag i.S.d. § 285 Nr. 30a HGB. 4.4 Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft:
4.5 Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Geschäftsführung der Nemak Pilsting GmbH bis zum 13.07.2023 von Herrn Michael Miebach wahrgenommen. Zum neuen Geschäftsführer ab diesem Zeitpunkt war bestellt: Herr Marco Schneider, Geschäftsführer. 4.6 Bezüge Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9 a HGB verzichtet. 4.7 Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der Nemak Pilsting GmbH wird über den Konzernabschluss der Nemak Exterior S.L., Madrid/Spanien, in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens Nemak S.A.B. de C.V., Garcia/Mexico, einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird durch die mexikanische Wertpapierbörse elektronisch veröffentlicht (https://www.bmv.com). Der Konzernabschluss der Nemak Exterior S.L. wird im Unternehmensregister hinterlegt (https://www.unternehmensregister.de/ureg/). 4.8 Angabe des Gesamthonorars für den Abschlussprüfer Für das Geschäftsjahr 2023 wurde die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Mannheim, zum Abschlussprüfer bestellt. Die Kosten für die Abschlussprüfung 2023 betragen T€ 40, davon für Vorjahre T€ 1. 4.9 ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresfehlbetrag von T€ 243 soll - vorbehaltlich der Zustimmung durch den Gesellschafter - auf neue Rechnung vorgetragen werden. 4.10 Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.
Pilsting, den 15. März 2024 Marco Schneider, Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Nemak Pilsting GmbH, Pilsting Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Nemak Pilsting GmbH, Pilsting, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Nemak Pilsting GmbH, Pilsting, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 15. März 2024 Deloitte
GmbH
Michael Paul, Wirtschaftsprüfer Boris Branski, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 14. Juni 2024 festgestellt. |
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