Nobbe Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniel Dr. Wichels seit 31.1.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
SP Derma Lux S.à r.l. | 59.38% |
| 29.94% | |
| 6.91% | |
| 3.78% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DERMANOVIS Holding GmbHMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht für das Berichtsjahr 20231 Unternehmensprofil Die DERMANOVIS Holding GmbH, München (nachfolgend "Gesellschaft"), ist die Holding der DERMANOVIS-Gruppe. Die DERMANOVIS-Gruppe wurde im Jahr 2022 initiiert und hat sich zum Ziel gesetzt, in Deutschland durch eine Buy-and-Build-Strategie eine bundesweit tätige dermatologische Praxis- und Klinikgruppe aufzubauen, die einerseits medizinisch-kurative Leistungen erbringt und andererseits medizinischästhetische Behandlungen anbietet. Das Leistungsspektrum der DERMANOVIS-Gruppe erstreckt sich auch auf das Gebiet der Phlebologie. Nukleus der DERMANOVIS-Gruppe ist die "St. Johannes Krankenhaus GmbH", Kamenz (nachfolgend "Krankenhaus"). Das Krankenhaus ist ein nach § 108 Abs. 3 SGB V zugelassenes Plankrankenhaus. Aufgrund der Krankenhauszulassung nach § 108 Abs. 3 SGB V besitzt das Krankenhaus die sogenannte "Gründereigenschaft", Medizinische Versorgungszentren in der Rechtsform von GmbHs gründen und sich an solchen als Gesellschafterin beteiligen zu können. Im Rahmen der Buy-and-Build-Strategie erwirbt das Krankenhaus dermatologische und/oder phlebologische Arztpraxen über die Zulassung von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) in der Rechtsform von GmbHs. Dies geschieht in der Regel im Rahmen von Nachfolgeregelungen unter enger und partnerschaftlicher Einbeziehung der ehemaligen Praxiseigentümer, die sich verpflichten, für einen Mindestanstellungszeitraum weiterhin als angestellte Ärzte bzw. als ärztliche Leiter für die MVZ-GmbHs tätig zu bleiben. Die erworbenen Arztpraxen nehmen einerseits an der kassenärztlichen Versorgung teil und behandeln andererseits Privatpatienten und Selbstzahler. Je nach Behandlungsschwerpunkt der erworbenen Arztpraxen wird ein nicht unerheblicher Umsatzanteil auch mit individuellen Gesundheitsleistungen ("IGeL") bzw. Selbstzahlerleistungen sowie mit medizinisch-ästhetischen Behandlungen erzielt. 2 Geschäftsbereiche Die DERMANOVIS-Gruppe besteht aus zwei Geschäftsbereichen. Zum einen aus dem Betrieb des Plankrankenhauses "St. Johannes" mit 160 Betten in Kamenz und zum anderen aus ambulanten dermatologischen und phlebologischen Praxen in der der Form von Medizinischen Versorgungszentren. Der Geschäftsbereich "Krankenhaus" wurde im Jahr 2022 durch den Erwerb des "Krankenhaus St. Johannes" im Rahmen eines Asset Deals per 1. September 2022 initiiert. Am 3. April 2023 wurde der Geschäftsbereich "Dermatologie" durch den Erwerb von einem Portfolio mit insgesamt 16 dermatologischen und phlebologischen Praxen und fünf dazugehörigen Kosmetikstudios im Rahmen von Asset Deals lanciert. Das "Krankenhaus St. Johannes" verzeichnet jährlich rund sechs- bis siebentausend stationäre Fälle in den Fachrichtungen innere Medizin, Chirurgie, Gynäkologie/Geburtshilfe, Geriatrie und palliative Medizin. Das Vorjahr und das Berichtsjahr dienten im Wesentlichen dem Konzernaufbau. Deshalb ist aufgrund der unterjährigen Zugehörigkeit des Geschäftsbereichs "Krankenhaus" im Vorjahr und der unterjährigen Zugehörigkeit des Geschäftsbereichs "Dermatologie" im Berichtsjahr ein Vorjahresvergleich grundsätzlich nicht aussagekräftig. Im Berichtsjahr wurde der Auf- und Ausbau eines übergeordneten "Head Offices" weitervorangetrieben. Das Head Office erbringt für sämtliche direkte und indirekte Tochtergesellschaften, jedoch schwerpunktmäßig für den Geschäftsbereich Dermatologie zentrale Dienstleistungen wie Finanz- und Rechnungswesen/Controlling, Human Resources, Operations, Personalwesen/Rekrutierung, Marketing, Steuern/ Recht sowie Unternehmensentwicklung. 3 Wirtschaftsbericht 3.1 Wirtschaftliches Umfeld Das wirtschaftliche Umfeld im Berichtsjahr war geprägt durch den Ukrainekrieg, eine Verlangsamung der Konjunktur sowie durch einen Rückgang der Binnennachfrage aufgrund diverser Regulierungsankündigungen der Bundesregierung, u.a. in der stationären Versorgung (Krankenhausreformgesetz) und durch die drohende Einschränkung von investorengetragenen Medizinischen Versorgungszentren. 3.1.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland verzeichnete in 2023 einen Rückgang um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr (Destatis Pressemitteilung vom 15. Januar 2024). Nach wie vor hohe Preise, ein krisengeprägtes Umfeld, ungünstige Finanzierungs- und Investitionsbedingungen sowie eine geringe Binnen- und Auslandsnachfrage waren hierfür verantwortlich. Der Arbeitsmarkt war jedoch weiterhin robust und verzeichnete einen Beschäftigungsaufbau, insbesondere im Dienstleistungsbereich. Bedingt durch die Covid-19-Pandemie verzeichnete der Anteil der Gesundheitsausgaben am BIP im Vorjahr (2022) einen Rückgang auf 12,8 % gegenüber einem Anteil von 13,1 % im Jahr 2021. In absoluten Zahlen sind die Gesundheitsausgaben in Deutschland im Jahr 2022 von 475,1 Mrd. € (2021) um 22,6 Mrd. € (+4,8 %) auf 497,7 Mrd. € gestiegen. Maßgeblich verantwortlich für den Ausgabenanstieg waren Covid-Testungen und Covid-Impfungen (Destatis Pressemitteilung vom 25. April 2024). Für das Jahr 2023 wird auf der Basis bereits vorliegender und fortgeschriebener Werte ein leichter Rückgang der Gesundheitsausgaben auf 494,6 Mrd. € geschätzt. Das wären rund 3,0 Mrd. € oder 0,6 % weniger als 2022. Damit wäre das Jahr 2023 erst das zweite Jahr mit einem Rückgang der Gesundheitsausgaben seit Beginn der Berechnungen im Jahr 1992. 3.1.2 Branchenentwicklung Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für das Jahr 2023 stellten für die Krankenhauslandschaft eine Herausforderung dar. Zwar haben die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie fast vollständig nachgelassen, jedoch war die Gesellschaft insbesondere im ersten Quartal des Berichtsjahres von krankheitsbedingten Ausfällen von Mitarbeitenden betroffen. Sämtliche Unterstützungsleistungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie waren bereits in 2022 ausgelaufen, so dass die Krankenhäuser wieder auf das Finanzierungssystem der Vor-Covid-19-Zeit angewiesen waren. Die Inflation und die ebenso erheblichen Personal- und Sachkostensteigerungen können im aktuellen System der Krankenhausfinanzierung nicht adäquat abgebildet werden. Dies führt dazu, dass die erheblichen Kostensteigerungen nicht kompensiert werden. Die zugeflossenen Energiepreishilfen reichen bei weitem nicht aus, um die gesamten Kostensteigerungen zu kompensieren. Das abgelaufene Wirtschaftsjahr war darüber hinaus stark geprägt von der Ankündigung des Bundesgesundheitsministers, eine umfassende Reform der Krankenhausfinanzierung umzusetzen, welche mittlerweile dem Bundeskabinett vorgelegt wurde (15. Mai 2024). Dabei hat die angekündigte Beschränkung von investorengetragenen Medizinischen Versorgungszentren (bisher) keinen Eingang in den Gesetzesentwurf gefunden. Wann und mit welchen Inhalten eine letztendliche Reform umgesetzt wird, bleibt indes ungewiss. Erneut ist daher keine Planungssicherheit gegeben. Schließlich war auch das Berichtsjahr wieder von einem erheblichen Fachkräftemangel insbesondere im ärztlichen Bereich und Pflegebereich geprägt, der die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft eingeschränkt hat. Der Landesbasisfallwert erhöhte sich vom Vorjahr von 3.825,10 € um 169,18 € auf 3.992,28 € im Berichtsjahr (+4,4 %). Dabei handelt es sich zwar um eine vergleichsweise hohe Steigerung. Der vom statistischen Bundesamt ermittelte Orientierungswert, der die Kostensteigerungen der Krankenhäuser abbildet, betrug jedoch 6,1 %, worin die nur für dieses Jahr entstandene Lücke sichtbar wird (Destatis Pressemitteilung vom 30. September 2022). Die ambulante medizinische/dermatologische Versorgung kann von einer anhaltend starken Nachfrage und vom Trend zur Ambulantisierung profitieren. Maßgeblich einschränkende Faktoren sind Ressourcen (Fachärzte, Fachpersonal und Sprechzimmer), um ausreichend Sprechstunden anbieten zu können. Dabei kann die Dermatologie insbesondere von einer anhaltend hohen Nachfrage nach minimal-invasiven ästhetischen Behandlungen, wie z.B. Unterspritzungen mit Botulinumtoxin oder Hyaluronsäure sowie nach Laserbehandlungen profitieren. 3.2 Geschäftsverlauf 3.2.1 Finanzielle Performance Das Berichtsjahr ist das erste volle Geschäftsjahr für den Geschäftsbereich Krankenhaus und das erste unterjährige Zugehörigkeitsjahr für den Geschäftsbereich Dermatologie. Im Berichtsjahr wurden Umsatzerlöse in der Höhe von 51,2 Mio. € (VJ: 10,0 Mio. €), die sich wie folgt auf die beiden Geschäftsbereiche aufteilen:
Der Konzernjahresfehlbetrag betrug -19,3 Mio. € (VJ: -2,9 Mio. €). Das negative Ergebnis ist maßgeblich auf die planmäßigen Abschreibungen der erworbenen Praxiswerte (-10,1 Mio. €) sowie auf die Sofortabschreibung der aktivierten Erwerbsnebenkosten für das erworbene Dermatologie-Portfolio (-5,7 Mio. €) zurückzuführen. Die übernommenen Praxiswerte werden linear über eine erwartete Nutzungsdauer von 96 Monaten abgeschrieben. 3.2.2 Nicht-Finanzielle Performance Zur Unternehmenssteuerung werden auch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren genutzt. Geschäftsbereich Krankenhaus Für den Geschäftsbereich Krankenhaus ergeben sich für das Berichtsjahr sowie für das Vorjahr (gesamtes Kalenderjahr, unabhängig von der Trägerschaft) folgende Leistungsdaten:
Geschäftsbereich Dermatologie Im Berichtsjahr lag die Priorität auf der Integration und Live-Schaltung von 16 dermatologischen Arztpraxen in MVZ-GmbHs sowie der Integration von fünf Kosmetikstudios. Aktuell wird am Aufbau von relevanten KPIs gearbeitet. Im (unterjährigen) Berichtsjahr wurden rund 45.000 Kassenpatienten behandelt und rund 55.000 Privatrechnungen geschrieben. 3.3 Ertragslage Für das abgelaufene Berichtsjahr 2023 rechnete die DERMANOVIS-Gruppe mit einem annualisierten Konzern-EBITDA in der Höhe von 4,9 Mio. € und einem Konzernjahresfehlbetrag in der Höhe von -20,0 Mio. €. Mit einem effektiven Konzern-EBITDA in der Höhe von 2,9 Mio. € für das Berichtsjahr wurde das vorgenannte EBITDA-Ziel übererreicht. Um ein annualisiertes Konzern-EBITDA zu erhalten, ist der Pro- Forma-EBITDA-Beitrag aus dem Dermatologie-Portfolio für den Zeitraum des ersten Quartals 2023 vor Vollzug am 3. April 2023 in der Höhe von 3,1 Mio. € (insgesamt 6,0 Mio. €) hinzurechnen. Maßgeblich zur Überschreitung beigetragen hat der Geschäftsbereich Krankenhaus, der mit Vorliegen der Jahresendwerte das Pflegebudget mit positiven Effekten nachkalkulieren konnte, während dem Jahr 2023 unerwartete Energiehilfen verzeichnete und von der Auflösung von Rückstellungen profitieren konnte. Die DERMANOVIS-Gruppe erzielte im Berichtsjahr ein EBITDA von 2,9 Mio. € (VJ: -0,9 Mio. €). Das EBITDA lässt sich wie folgt auf die beiden Geschäftsbereiche sowie auf das Head Office aufteilen:
3.4 Finanzlage Die Konzern-Kapitalflussrechnung ist Bestandteil des Konzernabschlusses. Im Berichtsjahr war eine Zunahme des Finanzmittelfonds in Höhe von 9,4 Mio. € (VJ: +6,6 Mio. €) zu verzeichnen. Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit betrug -5,9 Mio. € und resultierte im Wesentlichen aus dem EBITDA (2,9 Mio. €) und der Veränderung bzw. dem Aufbau von Working Capital (-8,1 Mio. €). Treiber des Working-Capital-Aufbaus waren die Praxiserwerbe sowie der Aufbau von Krankenhausforderungen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug -101,76Mio. € und resultierte im Wesentlichen aus dem Erwerb des dermatologischen Praxisportfolios. Davon entfielen 98,7 Mio. € auf immaterielles Anlagevermögen . Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug 117,0 Mio. € und resultierte im Wesentlichen aus der Zuführung von Finanzmitteln durch die Gesellschafterin (75,8 Mio. €) und aus der Aufnahme von Akquisitionsfinanzierung (50,0 Mio. €). Im April 2023 nahm die DERMANOVIS-Gruppe von sogenannten "Debt Funds" Akquisitionsfinanzierung in der Höhe von 50,0 Mio. € in Anspruch. Die Akquisitionsfinanzierung hat eine Laufzeit bis am 29. Oktober 2029 und ist endfällig zu tilgen. Die Zinsmarge über Ein-, Drei oder Sechsmonats-EURIBOR beträgt - in Abhängigkeit vom Nettoverschuldungsgrad - im Durchschnitt ca. 550 Basispunkte. Als Sicherheiten wurden Geschäftsanteile an der Krankenhausgesellschaft sowie an den MVZ-Gesellschaften an die Kreditgeber sowie die Bankguthaben der wesentlichen Gruppengesellschaften verpfändet. Am Stichtag verfügte der Konzern über weitere ungenutzte Linien in der Höhe von 50,0 Mio. €. Die DERMANOVIS-Gruppe verfügte im Berichtsjahr jederzeit über ausreichend Liquidität, um ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. 3.5 Vermögenslage Die Aktivseite der Konzernbilanz hat sich im Berichtsjahr von 43,2 Mio. € im Vorjahr um +100,3 Mio. € auf 143,5 Mio. € erhöht. Grund für diese Entwicklung waren insbesondere der Zugang von Praxiswerten (+81,9 Mio. €) aus der Übernahme der 16 dermatologischen Praxen, die Erhöhung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen (+6,3 Mio. €) und der Zunahme der Liquidität (+9,4 Mio. €). Das Anlagevermögen hat einen Anteil von 75 % (VJ: 51 %) an der Bilanzsumme. Die Liquidität beträgt 11 % (VJ: 15 %) der Bilanzsumme. Die Erhöhung der Passivseite im Berichtsjahr resultierte insbesondere aus Eigenkapitalzuführungen durch die Gesellschafter (+53,7 Mio. €) sowie aus der Übernahme von Rückstellungen (+3,3 Mio. €) sowie von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+1,5 Mio. €) im Zusammenhang mit den Praxiserwerben und aus der Aufnahme von Akquisitionsfinanzierung (+50,0 Mio. €). Dieser Entwicklung stand die Tilgung von Kaufpreisverbindlichkeiten in der Höhe von 4,5 Mio. € entgegen. Das Eigenkapital hat einen Anteil von 37 % (VJ: 0 %) an der Bilanzsumme. Unter Berücksichtigung der Sonderposten zur Finanzierung des Anlagevermögens betrug die Eigenkapitalquote 52 % (VJ: 40 %). Die Finanzverbindlichkeiten betragen 35 % (VJ: 0) der Bilanzsumme. 4 Prognose-, Chancen- und Risikobericht 4.1 Prognosebericht Die Konzernleitung beurteilt die zukünftige Entwicklung der DERMANOVIS-Gruppe positiv und geht von einer erfolgreichen Umsetzung der Buy-and-Build-Strategie aus. Für das laufende Geschäftsjahr 2024 erwartet die DERMANOVIS-Gruppe (ohne anorganisches Wachstum) Umsatzerlöse in der Höhe von 60,6 Mio. € und ein Konzern-EBITDA in der Höhe von 4,9 Mio. €. Zum Budget 2024 tragen die Geschäftsbereiche Krankenhaus und Dermatologie sowie das Head Office wie folgt bei:
Einen hohen Stellenwert hat das Ausrollen der Buy-and-Build-Strategie im ambulanten dermatologischen/phlebologischen Bereich. So hat sich die DERMANOVIS-Gruppe das akquisitorische Wachstum von ca. drei bis fünf Millionen EBITDA durch Praxiszukäufe (Vertragsabschlüsse; nicht Zulassung/ Vollzug) im laufenden Budgetjahr zum Ziel gesetzt. Am 11. März 2024 wurde ein Praxiskaufvertrag (Asset Deal) für den Erwerb einer kleinen dermatologischen Praxis in Lauf an der Pegnitz unterzeichnet und am 13. März 2024 wurde ein Anteilskauf- und Übertragungsvertrag (Share Deal) für den Erwerb einer großen phlebologischen Praxis in München beurkundet. Am 2. April 2024 wurde der Erwerb einer großen dermatologischen Praxis in Bremen (Asset Deal) und der Erwerb einer großen dermatologischen Praxis mit angeschlossener Privatklinik in Augsburg (beides Share Deals) vollzogen. Am 3. April 2024 wurde der oben genannte Anteilskauf- und Übertragungsvertrag (Share Deal) für den Erwerb einer großen phlebologischen Praxis in München vollzogen. Für den Vollzug dieser Transaktionen wurden weitere Akquisitionsfinanzierung in der Höhe von 26,5 Mio. € beansprucht. Im dritten Quartal 2024 ist der Vollzug von vier weiteren dermatologischen Praxen im Rahmen von Asset Deals sowie Share Deals geplant. Für den Vollzug dieser Transaktionen werden rund weitere 8,5 Mio. € von der Akquisitionsfinanzierung beansprucht werden, so dass der Konzern danach noch über rund 13,0 Mio. € nicht beanspruchte Mittel aus der Akquisitionsfinanzierung verfügt. Der Konzernjahresfehlbetrag für das Bestandsgeschäft wird in der Höhe von -17,0 Mio. € prognostiziert. Hiervon entfallen -3,6 Mio. € auf das Krankenhaus, 1,0 Mio. € auf die Dermatologie und -12,4 Mio. € auf das Head Office (inklusive Finanzierungskosten). 4.2 Risikobericht In Summe sieht sich der Konzern mit einer Vielzahl von Risiken konfrontiert, die von der Konzernleitung mit einer geringen Eintrittswahrscheinlich bewertet werden. Aus Vollständigkeitsgründen werden diese jedoch im Risikobericht aufgeführt. Es sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Im Chancenbericht hingegen werden Geschäftsmöglichkeiten aufgezeigt, die nach Einschätzung der Konzernleitung eine erhebliche Eintrittswahrscheinlichkeit aufweisen und einen signifikanten Einfluss auf das zukünftige Umsatz- und EBITDA-Wachstum DERMANOVIS-Gruppe haben werden. Die Gruppe nutzt ein Risikomanagementsystem zur systematischen Identifizierung signifikanter und bestandsgefährdender Risiken, um deren Auswirkungen zu bewerten und geeignete Maßnahmen zu erarbeiten. Das Ziel des Risikomanagementsystems besteht im Wesentlichen darin, finanziellen Verluste, Ausfälle oder Störungen zu vermeiden oder geeignete Gegenmaßnahmen unverzüglich umzusetzen sowie regulatorische und Zulassungsrisiken frühzeitig zu erkennen bzw. zu vermeiden. Wichtige Mechanismen der Früherkennung bilden dabei die Überwachung der Geschäfts- und Ergebnisentwicklung sowie der Liquidität und Zahlungsverpflichtungen. Die Überwachung der operativen Entwicklung und die Ermittlung rechtzeitiger Planabweichungen ist Aufgabe des Controllings. Falls notwendig, entscheiden die jeweiligen Verantwortlichen der Tochtergesellschaften gemeinsam mit der Konzernleitung über die angemessene Strategie und Maßnahmen bei der Steuerung der Risiken. Wesentliche Risiken aus Sicht der Konzernleitung sind:
Die krankenhausspezifischen Risiken umfassen u.a. die unklaren gesetzlichen Rahmenbedingungen (Krankenhausreform) sowie der weiterhin zunehmende Rückzug der öffentlichen Hand aus der Krankenhausfinanzierung. Die erhaltenen Fördermittel des Landes sind weiterhin nicht ausreichend, um die erforderlichen Investitionen zu finanzieren. Das Finanzierungssystem der Krankenhäuser benachteiligt auch weiterhin kleine Klinikstandorte. Hieraus besteht das Risiko, das notwendige Investitionen nur mit Verzögerung getätigt werden können. Zudem erfolgt keine zeitgleiche vollständige Vergütung der Leistungen. Teile der Pflegepersonalkosten werden mit zeitlichem Verzug durch die Krankenkassen abfinanziert. Der Fachkräftemangel bleibt unverändert hoch und führt zu einem anhaltenden Wettbewerb um hoch qualifizierte Fachkräfte, insbesondere im Bereich des Ärztlichen Dienstes und im Pflegedienst. Je nach Ausgestaltung des von der Regierung angekündigten "MVZ-Regulierungsgesetzes" könnte sich eine hohe, einschränkende Regulierungsdichte für die zukünftige Buy-and-Build-Strategie der DERMANOVIS-Gruppe ergeben. Damit befasste Experten gehen jedoch davon aus, dass mit einem solchen MVZ-Regulierungsgesetzes einerseits eine Verschlechterung der wohnortnahen haus- und fachärztlichen Versorgung einhergehen und andererseits ein solches MVZ-Regulierungsgesetz an unüberwindbaren verfassungs- und europarechtlichen Grenzen scheitern würde. Diesen Risiken wird durch unterschiedliche Maßnahmen begegnet. Insbesondere durch die Implementierung eines internen Kontrollsystems sollen bestandsgefährdende Risiken frühzeitig erkannt und verhindert werden. 4.3 Chancenbericht Chancen im Buy-and-Build-Bereich Die große Erfahrung der Mitarbeitenden der DERMANOVIS-Gruppe in der Akquisition und bei der Integration von Praxen und Kliniken ermöglicht es ihr, Investitionschancen und Akquisitionspotenziale frühzeitig zu identifizieren und solche von einem Anschluss ans DERMANOVIS-Netzwerk zu überzeugen. Das eigene Netzwerk der DERMANOVIS-Gruppe trägt maßgeblich zur Neuansprache von potenziellen Praxisverkäufern und neuen Gruppenmitgliedern bei. Die Konzernleitung sieht für das Budgetjahr 2024 und darüber hinaus weitere Chancen, dermatologische und phlebologische Arztpraxen für einen Beitritt zur DERMANOVIS-Gruppe gewinnen zu können. Hierfür werden insbesondere potenzielle Praxen bzw. Praxisinhaber systematisch durch den Konzern angesprochen. Chancen durch Bekanntheit und Reputation Mit dem erfolgreichen Markteintritt in 2023 konnte die DERMANOVIS-Gruppe ihre Markenbekanntheit bei Praxisinhabern sowie bei Dermatologen und Phlebologen platzieren. Die bisher abgeschlossenen und bereits realisierten Neuzugänge beweisen, dass die DERMANOVIS-Gruppe binnen kurzer Zeit eine respektable Stellung im Markt eingenommen hat. Diese gilt es weiter auf- und auszubauen. Chancen im Personalbereich Mit der zunehmenden Feminisierung des (dermatologischen) Arztberufes, einer abnehmenden Risikobereitschaft zur Selbständigkeit bzw. freiberuflichen Tätigkeit sowie dem steigenden Bedürfnis nach einer ausgeglichenen Work-Life-Balance und Trend zu Arztanstellung ergeben sich aus dem Geschäftsmodell der DERMANOVIS-Gruppe Chancen im Personalbereich. Durch ein gezieltes Arbeitgebermarketing in Richtung Weiterbildungsassistenten und Fachärzte sowie medizinisches Fachpersonal will die DERMANOVIS-Gruppe ihre Bekanntheit und Attraktivität steigern. Insbesondere beabsichtigt die DERMANOVIS-Gruppe im Bereich der Personalgewinnung und -rekrutierung ihre Praxen zielgerichtet, entlastend und effizient vom Head Office zu unterstützen. Die Facharztausbildung zum Dermatologen innerhalb der DERMANOVIS-Gruppe soll künftig vollständig innerhalb der Gruppe absolviert werden können, ohne dass weitere Ausbildungsschritte an anderen (stationären) Einrichtungen für den angehenden Facharzt erforderlich sind. Strategische Chancen Chancen ergeben sich einerseits aus globalen Trends und Entwicklungen und andererseits aus Investitionsprojekten, Akquisitionen, Stärkung der eigenen Marke sowie durch den Eintritt in neue Geschäftsfelder und Regionen. Strategische Chancen sieht die DERMANOVIS-Gruppe insbesondere im Bereich der Digitalisierung und Standardisierung sowie des internen Know-how-Transfers und Best Practice. Einerseits hat die DERMANOVIS-Gruppe in 2023 bereits damit begonnen, einen einheitlichen Onlineterminkalender einzuführen und hat andererseits diverse Pilotprojekte lanciert, die nach der Test- und Auswertungsphase nun implementiert werden sollen.
München, 29. Mai 2024 Stephan Jakober, Geschäftsführer/CFO Dr. Daniel Wichels, Geschäftsführer/CEO Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar zum 31. Dezember 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20231 Allgemeine Angaben Die Gesellschaft wurde am 25. Juli 2022 gegründet und ist unter HRB 278590 im Handelsregister des Amtsgerichts München eingetragen. Der Konzernabschluss (nachfolgend "Konzernabschluss") der DERMANOVIS Holding GmbH, München (nachfolgend "Gesellschaft"), für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 (nachfolgend "Berichtsjahr") wurde unter Beachtung der Vorschriften der §§ 290 ff. HGB und unter Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Konzernbilanz ist gemäß § 266 HGB und die Konzerngewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert. Die Postenbezeichnungen des Konzernabschlusses wurden teilweise nach § 265 Abs. 6 HGB dem Posteninhalt angepasst. Angaben, die wahlweise in der Konzernbilanz, in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung oder im Konzernanhang gemacht werden können, sind grundsätzlich im Konzernanhang aufgeführt. Abschlussstichtag ist für alle in den Konzernabschluss der Gesellschaft einbezogenen Unternehmen der 31. Dezember 2023 (nachfolgend "Stichtag"). 2 Konsolidierungsgrundsätze 2.1 Konsolidierungskreis Die Gesellschaft ist die oberste Holdinggesellschaft des Konzerns. Neben der Gesellschaft wurden die nachfolgend aufgeführten Tochterunternehmen nach den Grund sätzen der Vollkonsolidierung gemäß § 294 Abs. 1 HGB i.V.m. § 290 HGB Abs. 2 Nr. 1 HGB in den Konzernabschluss einbezogen:
Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wenden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an. Im Berichtsjahr waren drei Konzerngesellschaften als Neuzugänge zu verzeichnen. Delta Beratungs- AG, Zürich und KOSMED GmbH Kosmetik- und Hauslaserzentrum, München wurden durch Geschäftsanteilserwerb erworben, während St. Johannes Service-GmbH, Kamenz eine Neugründung war. Im Berichtsjahr wurden Ergebnisabführungsverträge zwischen der HoldCo und dem Krankenhaus geschlossen. Darüber hinaus wurden Ergebnisabführungsverträge zwischen dem Krankenhaus und MVZ01, MVZ02, MVZ03, MVZ04, MVZ05, MVZ06, MVZ07, MVZ08, MVZ09 und KosmeCo geschlossen. 2.2 Konsolidierungsmethoden Konzerninterne Transaktionen und Salden zwischen Mutter- und Tochterunternehmen bzw. zwischen Tochterunternehmen wurden eliminiert. Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2023 und das Geschäftsjahr aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist das Kalenderjahr. 2.2.1 Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung der vollkonsolidierten Tochterunternehmen erfolgte in Übereinstimmung mit DRS 23 nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB mit dem neubewerteten anteiligen Eigenkapital des erworbenen Unternehmens zum Zeitpunkt, in dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Der für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Ein aus der Neubewertung entstandener aktiver Unterschiedsbetrag wird in einem ersten Schritt unter Aufdeckung von stillen Reserven und von stillen Lasten bzw. passiven latenten Steuern auf die übernommenen Vermögensgegenstände bzw. Verbindlichkeiten allokiert. Der verbleibende aktive Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ("Goodwill") aktiviert bzw. sofort aufwandswirksam erfasst. Ein technischer passiver Unterschiedsbetrag ("Badwill") wird ergebnisneutral in die Gewinnrücklagen eingestellt. Die Aufdeckung der stillen Reserven erfolgte ausschließlich im Praxiswert. 2.2.2 Schuldenkonsolidierung Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen aufgerechnet. Aus der Schuldenkonsolidierung haben sich keine Unterschiedsbeträge ergeben. 2.2.3 Aufwands- und Ertragskonsolidierung Bei der Konsolidierung der Aufwands- und Ertragsposten wurden die Umsatzerlöse sowie die anderen Erträge der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit den ihnen entsprechenden Aufwendungen der empfangenden Unternehmen verrechnet. 2.2.4. Fremdwährungsumrechnung Aktiv- und Passivposten der Bilanz der Delta-Beratungs AG wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. 3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wenden - soweit nachfolgend nicht abweichend vermerkt - einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze nach den Vorschriften des HGB an. 3.1 Anlagevermögen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungswerten abzüglich der betriebswirtschaftlich notwendigen Abschreibungen bilanziert. Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 S. 1 HGB). Die beweglichen Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Die Praxiswerte und der Goodwill werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zum am Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet, soweit von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung ausgegangen wird. Die im Konzernabschluss enthaltenen Praxiswerte und der Goodwill werden über eine Dauer von acht Jahren linear abgeschrieben, da sich dieser Zeitraum im Zeitpunkt der Aktivierung aufgrund der Marktgepflogenheiten als betriebliche Nutzungsdauer voraussehen ließ. Gegenstände des beweglichen Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis 800,00 € (netto) werden unmittelbar aufwandswirksam erfasst. Folgende Nutzungsdauern werden angewendet:
Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet. 3.2 Umlaufvermögen Bei den Vorräten werden die Waren und Verbrauchsmaterialien zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt retrograd unter Berücksichtigung der krankenhausindividuellen Kostenstruktur, die unter Zugrundelegung des Landesbasisfallwertes sowie bestimmter Abschläge nach dem Krankenhausentgeltgesetz ("KHEntgG") des Krankenhauses anhand der Kosten des "InEK" (Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus GmbH) für das Jahr 2023 ermittelt wurde. Pflegekosten für die Pflege am Bett wurden ebenfalls retrograd aus den Pflegeentgelten hergeleitet. Das Niederstwertprinzip in Form der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten bewertet (§ 253 Abs. 1 S. 1 HGB). Nach einer fallbezogenen Einzelwertberichtigung wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten das Ausfallrisiko durch eine zeitbewertete Pauschalwertberichtigung auf die verbleibenden Forderungen berücksichtigt. Ausgaben, die auf einen bestimmten Zeitraum entfallen und nachfolgenden Berichtsjahren zuzurechnen sind, werden abgegrenzt und als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Nennwert angesetzt. 3.3 Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens Die Bilanzierung erfolgt entsprechend der zweckentsprechenden Verwendung der Fördermittel nach dem Krankenhausfinanzierungsgesetz ("KHG"), Zuweisungen und Zuschüsse der öffentlichen Hand und Zuweisungen Dritter für Investitionen in aktivierte Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Der Sonderposten wird entsprechend der Abschreibung des bezuschussten Anlagevermögens ertragswirksam aufgelöst. 3.4 Rückstellungen Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. 3.5 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). 4 Erläuterungen zur Konzernbilanz 4.1 Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Konzernanlagespiegel - Anlage zum Konzernanhang - zu entnehmen. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Berichtsjahres (§ 284 Abs. 3 HGB). Im Berichtsjahr wurde der Geschäfts- oder Firmenwert, der sich aus auf den Beteiligungsbuchwert aktivierte Erwerbsnebenkosten ergibt, aufwandswirksam abgeschrieben (5.657 Tsd. €). Im Vorjahr wurde der Geschäfts- oder Firmenwert, der aus dem Krankenhauserwerb im Rahmen eines Asset Deals resultiert, vollständig abgeschrieben (1.604 Tsd. €). 4.2 Vorräte Die Vorräte beinhalten Waren und Verbrauchsmaterial sowie geleistete Anzahlungen auf eben solche sowie Unfertige Leistungen (Überlieger). 4.3 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Von den Forderungen haben alle eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber den Kostenträgern/ Privatzahlern. 4.4 Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen Die Forderungen gegenüber verbunden Unternehmen beinhalten Forderungen in Höhe von 11 Tsd. € (VJ: 0 €) gegenüber den Gesellschaftern DERMANOVIS MEP GmbH & Co. KG, München, DERMA- NOVIS Co-Invest GmbH & Co. KG, München und DERMANOVIS Re-Invest GmbH & Co. KG, München. 4.5 Sonstige Vermögensgegenstände Von den Sonstigen Vermögensgegenständen haben alle eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten hauptsächlich Forderungen nach dem KHG sowie Forderungen nach dem KHEntgG (Erlösausgleiche und öffentliche Förderung im Zusammenhang mit gewährten Investitionszuschüssen). 4.6 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Die Position enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten. Diese enthalten Guthaben aus noch nicht zweckentsprechend verwendeten Fördermitteln in Höhe von 2.901 Tsd. € (VJ: 2.869 Tsd. €). 4.7 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet vorausbezahlte Aufwendungen. 4.8 Eigenkapital Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist aus dem Konzerneigenkapitalspiegel ersichtlich. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft wurde im Berichtsjahr von 25.000,00 € auf 19.534.684,00 € erhöht und ist voll eingezahlt. Weiter wurden im Berichtsjahr 56.318.845,07 € durch Barmittel und Sachagio in die Kapitalrücklage eingestellt. Ausschüttungssperren bestehen nicht. 4.9 Pensionsrückstellungen Mittelbare Versorgungszusagen gegenüber den Mitarbeitern des Krankenhauses bestehen bei der "Kirchlichen Zusatzversorgungskasse des Verbands der Diözesen Deutschlands" ("KZVK"). Die KZVK ist eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts. Zweck der Anstalt ist es, Arbeitnehmern der Beteiligten im Wege privatrechtlicher Versicherung eine zusätzliche Alters-, Berufsunfähigkeits-, Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenversorgung zu gewähren. Die Anstalt ist keine im Wettbewerb stehende Einrichtung. Auf eine Bilanzierung der mittelbaren Pensionsverpflichtungen wurde in Ausübung des Wahlrechts des Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB verzichtet. Die Altersversorgung durch die KZVK wird über Beiträge finanziert. Als Beitrag werden 6,0 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts erhoben, der Zuschlag für die partielle Beteiligung beträgt 0,6 %. Im Berichtsjahr betrug die Höhe der verbeitragten Löhne und Gehälter 12.142 Tsd. € (VJ: 4.678 Tsd. €). Zur Deckung der weiterhin bestehenden Finanzierungslücke hat die KZVK auf ihrer Verwaltungsratssitzung am 6. September 2016 beschlossen, einen pauschalen Finanzierungsbeitrag zu erheben. Damit soll bis zum 31. Dezember 2040 die Finanzierungslücke dauerhaft geschlossen werden. Grundlage des Angleichungsbetrag ist ein Finanzierungsplan, der vom Verwaltungsrat der Kasse auf Vorschlag des verantwortlichen Aktuars beschlossen wurde. Auf das Krankenhaus entfällt hierbei insgesamt eine Barwertdifferenz von 1.087 Tsd. €, welche die Bemessungsgrundlage für den durch das Krankenhaus zu zahlenden Finanzierungsbeitrag darstellt. Für das Berichtsjahr 2023 wurden insgesamt Finanzierungsbeiträge in der Höhe von 63 Tsd. € (VJ: 62 Tsd. €) an die KZVK gezahlt. 4.10 Sonstige Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen betreffen überwiegend Personalverpflichtungen (3.068 Tsd. €; VJ: 1.354 Tsd. €), Finanzierungskosten (1.331 Tsd. €; VJ: 0 Tsd. €) und Rückstellungen für Erlösrisiken (733 Tsd. €; VJ: 979 Tsd. €). 4.11 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt und haben die folgenden Restlaufzeiten:
Bei den Erhaltenen Anzahlungen handelt es sich ausschließlich um in Vorkasse vereinnahmte Anzahlungen für zukünftige Dienstleistungen. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich ausschließlich um Verbindlichkeiten für Waren- und Dienstleistungsbezüge. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich im Vorjahr ausschließlich um Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin "SP Derma Lux S.à.r.l.", Luxemburg (313 Tsd. €). Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten nach dem KHG und dem KHEntgG (8.366 Tsd. €; VJ: 8.276 Tsd. €). Darüber hinaus beinhalten sie Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 672 Tsd. € ( VJ: 181 Tsd. €), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 15 Tsd. € (Vj: -20 Tsd. €). 5 Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung 5.1 Umsatzerlöse Nachfolgend sind die Umsätze nach Tätigkeitsbereichen aufgegliedert:
Im Vorjahr waren in den Umsatzerlösen Ausgleichszahlungen in Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie (12 Tsd. €) enthalten. 5.2 Bestandsveränderung unfertige und fertige Erzeugnisse Die Bestandsveränderung beinhaltet die Bewertung der Überlieger. 5.3 Sonstige betriebliche Erträge Die Sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge (190 Tsd. €; VJ: 103 Tsd. €) sowie Erträge aus der Auflösung von Sonderposten (1.293 Tsd. €; VJ: 164 Tsd. €). 5.4 Personalaufwendungen Die Aufwendungen für Altersversorgung betrugen 1.105 Tsd. € (VJ: 340 Tsd. €). 5.5 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der Höhe von 12.044 Tsd. € (VJ: 2.255 Tsd. €) enthalten die Aufwendungen für Raumkosten, den Verwaltungsbedarf, Instandhaltungsaufwendungen, Abgaben und Versicherungen, Forderungsverluste (einschließlich der Zuführung zu Einzel- und Pauschalwertberichtigungen), sonstige ordentliche Aufwendungen sowie periodenfremde Aufwendungen (380 Tsd. €). 5.6 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Im Berichtsjahr wurden Zinserträge in der Höhe von 2 Tsd. € (VJ: 0 Tsd. €) erzielt. 5.7 Zinsen und ähnliche Aufwendungen Im Berichtsjahr sind Zinsaufwendungen in der Höhe von 4.357 Tsd. € (VJ: 0 Tsd. €) angefallen, wovon 4.171 Tsd. € (VJ: 0 Tsd. €) auf die Akquisitionsfinanzierung entfallen. 5.8 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Im Berichtsjahr betrug der Steueraufwand 37 Tsd. € (VJ: Steuerertrag: 6 Tsd. €). 5.9 Sonstige Steuern In den sonstigen Steuern sind KFZ-Steuern sowie Nachzahlungen für nicht abzugsfähige Vorsteuern der Vorjahre enthalten. 6 Angaben zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds beinhaltet ausschließlich die flüssigen Mittel gemäß Konzernbilanz (16.039 Tsd. €; VJ: 6.637 Tsd. €). 7 Ergänzende Angaben 7.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Stichtag bestehen neben den in der Konzernbilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB): Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind, betragen bis zu 49.152 Tsd. € (VJ: 7.117 Tsd. €). Dabei handelt es sich um Mietverpflichtungen, einen Kooperationsvertrag, Versicherungsverträge, Leasing- und Wartungsverträge, sowie nachträgliche Kaufpreiszahlungen/Sonderboni im Zusammenhang mit Praxiserwerben. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt nach Fälligkeiten:
7.2 Anzahl Mitarbeiter Zum Jahresende beschäftigte der Konzern 693 Mitarbeiter (VJ: 346). Die Zusammensetzung ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle:
* Im Berichtsjahr erfolgte eine Anpassung der
Vorjahresangabe
7.3 Zusammensetzung der Organe 7.3.1 Geschäftsführer Die Geschäftsführung der TopCo setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:
7.3.2 Gesellschafter Gesellschafter der TopCo zum 31. Dezember 2023 waren:
7.4 Bezüge der Geschäftsführer der Gesellschaft Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 7.5 Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft erstellt den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht für den größten Kreis von Unternehmen. 7.6 Gesamthonorar der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Das aufwandswirksam erfasste Honorar des Konzernabschlussprüfers beträgt 114 Tsd. € (VJ: 55 Tsd. €) einschließlich Auslagen und Umsatzsteuer und entfällt mit 104 Tsd. € (VJ: 45 Tsd. €) auf dessen Abschlussprüfungsleistungen für die Einzelabschlüsse und den Konzernabschluss des Konzerns und mit 10 Tsd. € (VJ: 10 Tsd. €) auf sonstige Bestätigungsleistungen. Steuerberatungsleistungen wurden im Berichtsjahr keine erbracht. 7.7 Ergebnisverwendung Der Jahresfehlbetrag des Mutterunternehmens in der Höhe von -5.847.716,23 € wird zusammen mit dem Verlustvortrag von 43.619,78 € auf neue Rechnung vorgetragen. 8 Nachstichtagsereignisse Am 11. März 2024 wurde ein Praxiskaufvertrag (Asset Deal) für den Erwerb einer kleinen dermatologischen Praxis in Lauf an der Pegnitz unterzeichnet und am 13. März 2024 wurde ein Anteilskauf- und Übertragungsvertrag (Share Deal) für den Erwerb einer großen phlebologischen Praxis in München beurkundet. Am 2. April 2024 wurde der Erwerb einer großen dermatologischen Praxis in Bremen (Asset Deal) und der Erwerb einer großen dermatologischen Praxis mit angeschlossener Privatklinik in Augsburg (beides Share Deals) vollzogen. Am 3. April 2024 wurde der oben genannte Anteilskauf- und Übertragungsvertrag (Share Deal) für den Erwerb einer großen phlebologischen Praxis in München vollzogen. Für den Vollzug dieser Transaktionen wurde weitere Akquisitionsfinanzierung in der Höhe von 26,5 Mio. € beansprucht.
München, 29. Mai 2024 Stephan Jakober, Geschäftsführer/CFO Dr. Daniel Wichels, Geschäftsführer/CEO Konzern-Bruttoanlagenspiegel 2023
Konzernkapitalflussrechnung
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DERMANOVIS Holding GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der DERMANOVIS Holding GmbH, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DERMANOVIS Holding GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 31. Mai 2024 CURACON
GmbH
Sander, Wirtschaftsprüfer Vogele, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 31. Mai 2024 gebilligt. |
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