LEISTRITZ PRODUKTIONSTECHNIK GMBH
Leistritzstraße 1, 92714 Pleystein, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nicole Sude seit 8.11.2024 | Prokura |
Johannes Dr. Bürner seit 6.6.2023 | Geschäftsführer |
Dirk Wilbert seit 8.5.2017 | Prokura |
Michael Tollkühn seit 8.5.2017 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LEISTRITZ PRODUKTIONSTECHNIK GMBHPleysteinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die LEISTRITZ PRODUKTIONSTECHNIK GMBH, Pleystein Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der LEISTRITZ PRODUKTIONSTECHNIK GmbH, Pleystein, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LEISTRITZ PRODUKTIONSTECHNIK GMBH, Pleystein, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 14. Mai 2020 Deloitte
GmbH
Sebastian Kiesewetter, Wirtschaftsprüfer Christian Fischer, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019
Anhang für 2019Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke im Anhang gemacht. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma LEISTRITZ PRODUKTIONSTECHNIK GMBH mit Sitz in Pleystein im Handelsregister des Amtsgerichts Weiden i. d. OPf.. unter der Nummer HRB 4904 eingetragen. Beziehungen zur Muttergesellschaft Die Gesellschaft ist in die finanziellen, organisatorischen und wirtschaftlichen Abläufe der LEISTRITZ-Gruppe eingebunden. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer für Software beträgt 3 bis 5 Jahre. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer für Grundstücke und Gebäude beträgt 10 bis 33 Jahre. Technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden mit einer Nutzungsdauer von 2 bis 10 Jahren abgeschrieben. In den Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen enthalten. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu einem Wert von EUR 250,00 werden im Zugangsjahr sofort als Aufwand gebucht. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20% p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. Bei unfertigen und fertigen Erzeugnissen wurden Fremdkapitalzinsen nicht in die Herstellungskosten einbezogen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Handelswaren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zum niedrigeren letzten Einstandspreis bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 2,71 % (Vj. 3,29%) gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB angewendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 1,5% (Vj. 1,5%) berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. An Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wurden im Berichtsjahr TEUR 6 (Vj. TEUR 75) aktiviert. Insgesamt fielen im Geschäftsjahr Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 1.067 an. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr den Liefer- und Leistungsverkehr. Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 2.500. Alleingesellschafterin ist die LEISTRITZ Aktiengesellschaft, Nürnberg. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre beträgt TEUR 2 (Vj. TEUR 2), der einer Ausschüttungssperre unterliegt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gleitzeitguthaben, Altersteilzeit, nachlaufende Kosten für Projekte, Gewährleistungen, Urlaubsansprüche, ausstehende Lieferantenrechnungen sowie variable Gehaltsbestandteile gebildet. Verbindlichkeiten Es bestehen keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 73 (Vj. TEUR 25) den Liefer- und Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafterin beinhalten den Cash-Pool in Höhe von TEUR 9.489 (Vj. TEUR 3.449). Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben TEUR 1.554 (Vj. TEUR 205) eine Restlaufzeit von unter einem Jahr sowie TEUR 1 (Vj. TEUR 2) eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Alle weiteren Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Besicherungen bestehen nicht. Latente Steuern Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 28,22% zugrunde gelegt. Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei immateriellen Vermögensgegenständen. Diese wurden mit aktiven latenten Steuern aus Bilanzdifferenzen bei Rückstellungen für Gewährleistungen, Rückstellungen für Altersteilzeit und Rückstellungen für Pensionen saldiert. Der Aktivsaldo wurde nicht aktiviert. Entwicklung der latenten Steuern Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
*) da Aktivüberhang im GJ 2019 kein Ansatz
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 122 (Vj. TEUR 75) enthalten. Ferner sind sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 13 (Vj. TEUR 25) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 180 (Vj. TEUR 108) enthalten. Haftungsverhältnisse Es besteht eine Mithaftung für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der Muttergesellschaft LEISTRITZ Aktiengesellschaft sowie anderer Gesellschaften der LEISTRITZ-Gruppe. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten unter Mithaftung der LEISTRITZ PRODUKTIONSTECHNIK GMBH betragen am Bilanzstichtag TEUR 33.372 (TEUR 28.343 nach Verrechnung mit Bankguthaben) (Vj. TEUR 27.100 nach Verrechnung mit Bankguthaben). Weiterhin haftet die Gesellschaft gesamtschuldnerisch mit anderen Gesellschaften der LEISTRITZ-Gruppe für Verbindlichkeiten der Muttergesellschaft LEISTRITZ Aktiengesellschaft gegenüber CBG Commerzbank Beteiligungskapital GmbH & Co. KG aus Genussrechtskapital in Höhe von TEUR 3.750 (Vj. TEUR 3.750). Ferner besteht eine gesamtschuldnerische Haftung bis zum Höchstbetrag von Mio. EUR 4 für Verpflichtungen der LEISTRITZ Turbinentechnik Nürnberg GmbH und LEISTRITZ PUMPEN GMBH gegenüber einem Factoring-Institut. Am Bilanzstichtag waren bei den entsprechenden Gesellschaften Forderungen in Höhe von TEUR 1.687 (Vj. TEUR 1.659) im Rahmen eines echten Factorings verkauft. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den einzelnen Haftungsverhältnissen wird aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Gesellschaften als gering eingeschätzt. Außerbilanzielle Geschäfte Leasing- und Mietverträge Diese Verträge bestehen zur Finanzierung von Investitionen von maschinellen Anlagen und Anmietung von Fabrikationsgebäuden. Die Vorteile aus den betreffenden Leasingverträgen/Mietverträgen bestehen in der geringen Kapitalbindung bei gleichbleibenden Nutzungsmöglichkeiten. Ein weiterer Vorteil der Leasingverträge/Mietverträge besteht im fehlenden Vermarktungsrisiko am Ende der Laufzeit. Dagegen steht die zukünftige Liquiditätsbelastung über die Dauer der Vertragslaufzeit. Zum 31. Dezember 2019 belaufen sich die Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen auf TEUR 2.259 (Vj. TEUR 2.539). Die Leasingverträge haben eine Restlaufzeit bis zu 51 Monate. Zur Auslagerung betrieblicher Funktionen verweisen wir auf unsere Erläuterungen zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen (Dienstleistungsverträge mit der LEISTRITZ AG). Die Gesellschaft nutzt Funktionen der LEISTRITZ AG (z.B. Personal, Recht, Finanz- und Rechnungswesen) und nutzt damit im Konzern vorhandene Ressourcen und profitiert von Skaleneffekten, da diese Funktionen auch von anderen Gesellschaften genutzt werden. Damit werden auch relevante Themen in diesen Bereichen einheitlich abgewickelt. Risiken sehen wir hierin nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Weitere finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus Dienstleistungsverträgen mit dem verbundenen Unternehmen LEISTRITZ Aktiengesellschaft jeweils in Höhe der Inanspruchnahme von Leistungen. Im Berichtsjahr wurden seitens der Gesellschaft insgesamt TEUR 2.749 (Vj. TEUR 2.612) an die LEISTRITZ Aktiengesellschaft vergütet, davon entfallen in 2019 TEUR 493 auf die jährliche Miete für Gebäudenutzung. Für Maschinen fallen jährliche Mietzahlungen in Höhe von TEUR 158 (Vj. TEUR 159) an. Die Gesellschaft ist vor Jahren der Altersversorgungseinrichtung "Ruth LEISTRITZ Mitarbeiterstiftung" der LEISTRITZ-Gruppe beigetreten. Deren Verpflichtungen sind teilweise durch Vermögen gedeckt. Eine direkte Verpflichtung der Gesellschaft liegt nicht vor. Für die nicht passivierten mittelbaren Verpflichtungen besteht zum Stichtag ein Fehlbetrag in Höhe von TEUR 4.482 (Vj. TEUR 3.884). Finanzfactoring Zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit werden laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft (echtes Factoring). Zum Stichtag war ein Forderungsbestand im Nominalwert von TEUR 393 (Vj. TEUR 511) verkauft. Die Vorteile des Factoring bestehen in der verbesserten Planbarkeit der Liquidität. Ausschüttungssperre Gemäß § 268 Abs. 8 HGB ergibt sich aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 45 sowie für aktive latente Steuern eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 17. Geschäftsführung
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2019 auf TEUR 35 (Vj. TEUR 36). Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge TEUR 4. Mitarbeiter
Konzernverhältnisse Die LEISTRITZ PRODUKTIONSTECHNIK GMBH ist eine Tochtergesellschaft der LEISTRITZ Aktiengesellschaft, Nürnberg, und wird in deren Konsolidierungskreis einbezogen. Die LEISTRITZ Aktiengesellschaft erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen; dies ist auch gleichzeitig der größte Kreis der Unternehmen. Der Konzernabschluss der LEISTRITZ Aktiengesellschaft, Nürnberg, wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers offengelegt. Prüfungs- und Beratungsgebühren Auf die Angabe des für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers wird verzichtet und insoweit auf den Konzernabschluss der LEISTRITZ AG verwiesen. Nachtragsbericht Bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts ist weltweit und in Deutschland das Corona-Virus ausgebrochen. Die sich zunehmend abzeichnenden volkswirtschaftlichen Auswirkungen werden Auswirkungen auf die zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LEISTRITZ PRODUKTIONSTECHNIK GMBH haben. Sofern die weitere Verbreitung des Corona-Virus zu fortwährenden und länger andauernden Unterbrechungen von Lieferketten und zu Produktionsunterbrechungen führen wird, könnte dies negative Auswirkungen auf die Prognose für die LEISTRITZ-Gruppe und folglich die LEISTRITZ PRODUKTIONSTECHNIK GMBH haben und eine Verschlechterung der prognostizierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren zur Folge haben. Wir verweisen hierzu auch auf unsere Ausführungen im Lagebericht unter Abschnitt "3. Chancen- und Risikobericht" sowie Abschnitt "6. Prognosebericht unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie".
Nürnberg, 14. Mai 2020 Dipl.-Ing. Klaus Theusner, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2019
Lagebericht 2019LEISTRITZ PRODUKTIONSTECHNIK GMBHBericht der Geschäftsführung über die Lage der Gesellschaft 2019 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die LEISTRITZ PRODUKTIONSTECHNIK GMBH, Pleystein, ist als Hersteller von gebogenen Rohren insbesondere für Abgasanlagen, Präzisionswerkzeugen für die Metallbearbeitung und Werkzeugmaschinen für die Teilefertigung in drei unterschiedlichen Branchen aktiv und dementsprechend abhängig von den Geschäfts- und Rahmenbedingungen dieser verschiedenartigen Industriezweige. Die Geschäftsentwicklung der LEISTRITZ PRODUKTIONSTECHNIK GMBH, Pleystein, korrespondiert damit insbesondere mit der Geschäftsentwicklung der Automobil-, der Präzisionswerkzeuge- sowie der Werkzeugmaschinenbauindustrie. 2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Wirtschaftliches Umfeld Weltweit war 2019 ein herausforderndes Jahr für die Automobilmärkte. Der europäische Pkw-Markt konnte mit 15,8 Mio. neu zugelassenen Pkw geringfügig sein hohes Vorjahresniveau übertreffen. Die USA verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr mit 17,0 Mio. verkauften Fahrzeugen ein leichtes Minus (-1,4 %). Die Märkte in Russland und Indien waren ebenfalls unter Vorjahresniveau. Brasilien überzeugte mit kräftigen Wachstumsraten und erreichte ein um 8 % höheres Absatzvolumen im Vergleich zum Vorjahr. In China gab es erneut einen starken Rückgang (-9,5 %). Allerdings ist das Marktvolumen mit 21,0 Mio. Neufahrzeugen weiterhin sehr hoch (Quelle: Pressemitteilung des VDA vom 16.01.2020). Die Produktion der deutschen Präzisionswerkzeuge (Zerspanwerkzeuge, Spannzeuge und Werkzeugbau) hat nach Angaben des VDMA-Fachverbands Präzisionswerkzeuge in 2019 einen Rückgang auf ca. 10,6 Mrd. Euro (-8 %) (Quelle: Presseinformation des VDMA Präzisionswerkzeuge vom 15.01.2020). Der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie war enttäuschend und sank in 2019 insgesamt um 22 %. Damit waren die Produktionskapazitäten nur noch zu 88 % ausgelastet. (Quelle: Presseinformation des VDW vom 13.02.2020) Geschäftsentwicklung Der Auftragseingang der LEISTRITZ PRODUKTIONSTECHNIK GMBH, Pleystein, erreichte im Geschäftsjahr 2019 einen Wert von 44,3 Mio. Euro und lag damit (-20,2 %) unter dem Vorjahreswert von 55,5 Mio. Euro. Der Umsatz lag mit 48,5 Mio. Euro deutlich (-10,4 %) unter dem Vorjahrswert von 54,2 Mio. Euro. Die Exportquote lag mit 28,6 % geringfügig unter dem Vorjahreswert (Vj.: 30,9 %). Im Bereich Rohrtechnik war ein Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr um -2,8 % zu verzeichnen. Der Auftragseingang bleibt mit -1,4 % leicht unter dem Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2019 schrumpfte im Bereich Hartmetallwerkzeuge der Auftragseingang um -11,0 % und der Umsatz um -7,0 %. Dies resultiert vor allem aus einer extrem rückläufigen Nachfrage im letzten Quartal bei den Schlüsselkunden aus dem Automobil- und Maschinenbausektor. Dies hat sich über das gesamte Produktportfolio gleichmäßig ausgewirkt. Die größten Umsatzträger sind weiterhin Flachformwerkzeuge und Auflageschienen, gefolgt von den Vollhartmetallfräsern und -bohrern. Der strategische Fokus des Bereichs liegt auf dem Vertrieb und der Herstellung von Nischen- und Sonderlösungen. Damit einhergehend ist das Geschäftsverständnis, weniger ein Produkt- sondern vielmehr ein Lösungsanbieter für die Kunden zu sein. Der Bereich Werkzeugmaschinen hat sich auf die Herstellung spiralförmiger Konturen rotationssymmetrischer Werkstücke durch Wirbeln spezialisiert. Das Leistungsspektrum beinhaltet die gesamte Lieferkette aus Maschine-Werkzeug-Produktionsverfahren und Zuführsystemen aus einer Hand. Durch immer neue Innovationen wird die Technologieführerschaft unter Beweis gestellt. Wachstum in diesem Nischenmarkt ist möglich durch die zunehmende Substitution von Präzisionsfertigungsschritten, wie z.B. das Schleifen, durch kostengünstigere Arbeitsschritte und durch das kontinuierliche, globale Erschließen neuer Märkte. Ergänzt wird der Bereich durch die Herstellung von Maschinen und Werkzeugen für die Fertigung von Nuten, Profilen in Bohrungen. Im Geschäftsjahr 2019 lag der Umsatz mit -16,7 % deutlich unter Vorjahreswert. Der Auftragseingang brach aufgrund von Kaufzurückhaltung der Kunden (u. a. in der Automobilindustrie) um -38,0 % ein. Der als interne Fertigungsdienstleister für die LEISTRITZ PRODUKTIONSTECHNIK GMBH und für weitere Gesellschaften der LEISTRITZ-Gruppe tätige Erzeugnisbereich Mechanische Fertigung liegt um -4,4 % unter dem Vorjahr (Umsatzerlöse + Bestandsveränderung + erbrachte interne Leistungen). Am 31. Dezember 2019 beschäftigte die LEISTRITZ PRODUKTIONSTECHNIK GMBH 333 Mitarbeiter (Vj.: 341), davon 31 Auszubildende (unverändert zum Vorjahr). 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Gesellschaft hat im Vergleich zum Vorjahr geringere Umsatzerlöse erzielt und ein unter dem Vorjahresniveau liegendes, aber positives Ergebnis erwirtschaftet. Die in 2018 prognostizierte leichte Steigerung des Umsatzes und Ergebnisses konnte insbesondere aufgrund der gesunkenen Nachfrage der Kunden nicht erreicht werden. Die LEISTRITZ PRODUKTIONSTECHNIK GMBH, Pleystein, erzielte im Geschäftsjahr 2019 Umsatzerlöse von 48,5 Mio. Euro (Vj.: 54,2 Mio. Euro) und erreichte eine Gesamtleistung (die Gesamtleistung setzt sich zusammen aus den Umsatzerlösen, der Bestandsveränderung und der aktivierten Eigenleistung) von 49,0 Mio. Euro (Vj.: 54,5 Mio. Euro). Ertragslage Die LEISTRITZ PRODUKTIONSTECHNIK GMBH, Pleystein, weist im Geschäftsjahr 2019 ein Jahresergebnis in Höhe von + 0,9 Mio. Euro (Vj.: + 3,7 Mio. Euro) aus. Der Umsatzrückgang in Höhe von -5,7 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr, welcher aus allen Erzeugnisbereichen aufgrund geringerer Kundennachfrage resultiert, trägt maßgeblich zum Ergebniseinbruch im Geschäftsjahr 2019 bei. Die Steuerlast betrug 0,4 Mio. Euro (Vj.: 1,5 Mio. Euro). Belastet durch die schwache Entwicklung im Werkzeugmaschinenbau hat sich die Materialaufwandsquote inklusive der Aufwendungen für bezogene Leistungen von 38,5 % auf 38,9 % der Gesamtleistung erhöht. Der Personalaufwand erhöht sich leicht von 18,8 Mio. Euro im Vorjahr auf 19,0 Mio. Euro. Dieser Anstieg ist vor allem Tariferhöhungen geschuldet. Die relative Personalaufwandsquote hat sich gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Prozentpunkte auf 38,8 % (Vj.: 34,5 %) erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 9,2 Mio. Euro (Vj.: 9,0 Mio. Euro). Durch ein geringeres Maschinengeschäft zum Geschäftsjahresende im Vergleich zum Vorjahr waren geringere Rückstellungen für nachlaufende Kosten in Höhe von -0,3 Mio. Euro notwendig. Investitionen Im Jahr 2019 wurden Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von rd. 0,7 Mio. Euro zugangswirksam (Vj.: 1,3 Mio. Euro) getätigt. Die Gesamtinvestitionen (inkl. Leasing) beliefen sich auf 1,6 Mio. Euro (Vj.: 3,1 Mio. Euro). Forschung und Entwicklung Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Jahr 2019 1,1 Mio. Euro (Vj.: 1,3 Mio. Euro) bzw. 2,3 % vom Umsatz (Vj.: 2,4 %). Davon wurden an selbst erstellten immateriellen Wirtschaftsgütern 6TEUR (Vj.: 75TEUR) aktiviert. Eine Aktivierung einer Entwicklung in der Betriebsausstattung fand im Geschäftsjahr 2019 wie auch im Vorjahr nicht statt. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme von 20,3 Mio. Euro liegt auf Vorjahresniveau (Vj.: 20,2 Mio. Euro). Das Anlagevermögen lag zum Bilanzstichtag mit 2,8 Mio. Euro um 0,3 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Das Umlaufvermögen der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Mio. Euro auf 17,3 Mio. Euro erhöht. Dies resultiert aus einer Erhöhung der Vorräte um 1,0 Mio. Euro. Demgegenüber stand der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1,8 Mio. Euro sowie der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 0,5 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Der Forderungsbestand inkl. sonstige Vermögensgegenstände liegt zum Bilanzstichtag mit 10,0 Mio. Euro um 0,8 Mio. Euro unter dem Vorjahrwert von 10,8 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Vorräte um 1,0 Mio. Euro auf 7,3 Mio. Euro erhöht. Die erhaltenen Anzahlungen sanken von 0,7 Mio. Euro im Vorjahr um -0,4 Mio. Euro auf 0,3 Mio. Euro und trugen im Wesentlichen zur Erhöhung der Vorräte bei. Der Rückgang der erhaltenen Anzahlungen resultiert im Wesentlichen aus einer anderen Kundenstruktur im Projektgeschäft aus dem Bereich Werkzeugmaschinen, sowie einer hohen Umsatzlegung kurz vor dem Bilanzstichtag in diesem Bereich. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe stiegen von 2,3 Mio. Euro im Vorjahr um 0,2 Mio. Euro auf 2,5 Mio. Euro an und trugen neben dem gesunkenen Niveau der erhaltenen Anzahlungen zum Anstieg der Vorräte bei. Durch die gestiegenen Beschaffungszeiten für Rohmaterial und Komponenten im Maschinenbau ist ein kontrollierter Bestandsaufbau hier notwendig, um die geplanten Umsatzziele zu erreichen. Die Steuerrückstellungen von 0,2 Mio. Euro liegt aufgrund der Ertragslage um 1,5 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Für Verpflichtungen in der Zukunft, die aus dem Geschäftsjahr 2019 resultieren, ist Vorsorge durch entsprechende sonstige Rückstellungen in Höhe von 2,3 Mio. Euro (Vj.: 2,7 Mio. Euro) getroffen worden. Der Rückgang resultiert aus den Rückstellungen im Personalbereich, die um 0,3 Mio. Euro gesunken sind. Des Weiteren sanken die Rückstellungen im Einkaufs- und Vertriebsbereich um 0,1 Mio. Euro. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen zum Geschäftsjahresende bei 2,9 Mio. Euro (Vj.: 3,0 Mio. Euro). Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über die Bankkreditlinien der Gesellschafterin, um ein Cash-Pooling innerhalb der LEISTRITZ-Gruppe zu ermöglichen. Der jeweilige Liquiditätsbedarf der Gesellschaft wurde auch in 2019 vollständig durch die Gesellschafterin über ein sogenanntes Verrechnungskonto bei der LEISTRITZ Aktiengesellschaft gedeckt, die auch den gesamten Zahlungsverkehr der Gesellschaft als Dienstleister abwickelt. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betrugen am Bilanzstichtag 9,5 Mio. Euro (Vj.: 3,4 Mio. Euro). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Jahr 2019 955 TEUR (Vj.: -33 TEUR). Der Free Cash Flow betrug im Geschäftsjahr 2019 0,4 Mio. Euro (Vj.: -0,9 Mio. Euro). Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 3,6 Mio. Euro (Vj.: 9,2 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote zum 31.12.2019 beläuft sich auf 17,9 % und liegt damit 27,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau von 45,2 %. Die Veränderung im Eigenkapital ist im Wesentlichen durch die im Geschäftsjahr 2019 beschlossene Gewinnausschüttung an die LEISTRITZ AG in Höhe von 6,5 Mio. Euro begründet. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Zertifikate für das Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001 bzw. AS/EN 9100 unterliegen regelmäßigen Audits und werden laufend aktualisiert. Zusätzlich besteht ein integriertes Arbeitsschutz- und Umweltmanagementsystem nach OHSAS 18001 und nach DIN EN ISO 14001. Ferner sind die Energiemanagementsysteme nach DIN EN ISO 50001 zertifiziert. Die aufgeführten Zertifikate haben sich wie geplant im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert und sollen auch künftig beibehalten werden. 4. Chancen- und Risikobericht Bei der LEISTRITZ PRODUKTIONSTECHNIK GMBH, Pleystein, ist das Risikomanagement Bestandteil regelmäßiger Managementbesprechungen. Im Rahmen der regelmäßigen Monats- und Quartals-Berichterstattung wird die Gesellschafterin regelmäßig über die Ertragslage, die Vermögenslage sowie den zukünftigen Finanz- und Liquiditätsbedarf der Gesellschaft informiert, und es werden gemeinsam die notwendigen Maßnahmen festgelegt. Die LEISTRITZ PRODUKTIONSTECHNIK GMBH, Pleystein, ist primär den im Werkzeugmaschinengeschäft branchenüblichen Risiken ausgesetzt, denen aber auch direkte Chancen gegenüberstehen. Durch die Ausrichtung auf einige Spezialanwendungen, besonders in der Automobil-Industrie, entsteht eine gewisse Abhängigkeit von der Geschäftsentwicklung dieser Kunden. Mit einer Diversifizierung in andere Industrien, wie z.B. Öl-Industrie, Antriebstechnik, Maschinenbau und Medizintechnik, wirkt das Unternehmen diesem Risiko gezielt entgegen. Aufgrund der Corona-Pandemie besteht auf der Beschaffungsseite das Risiko, dass Lieferketten nicht mehr in vollem Umfang intakt sind und es daher zu Lieferverzögerungen oder -ausfällen kommt. Coronabedingte Mitarbeiterausfälle sowie staatliche Einschränkungen können zu Produktionsrückgängen oder -ausfällen führen. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass Kunden ihre Aufträge verschieben oder stornieren. Des Weiteren existiert das Risiko, dass Kundenforderungen mit zeitlicher Verzögerung bezahlt werden oder ausfallen. Dies könnte zu Liquiditätsengpässen führen. Wir gehen davon aus, dass sich die durch Corona bedingten Einflüsse zwar temporär, insbesondere im zweiten und dritten Quartal 2020 auswirken, aber in Abhängigkeit von der Dauer der weltweiten Beeinträchtigungen in Zukunft wieder egalisieren werden. Auf Basis der aktuell verfügbaren Informationen gehen wir von einer Beherrschbarkeit der genannten Risiken aus. Für weitere Ausführungen bezüglich der Risikobeherrschung verweisen wir auf Abschnitt 6. Prognosebericht unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie. Marktrisiken bestehen insbesondere aufgrund der weiter anhaltenden Nachfrageschwäche. Dem Produktionsrückgang bei den Werkzeugmaschinen wird durch Kostensenkungen und Kapazitätsanpassungen entgegengewirkt. Auf Basis der aktuell verfügbaren Informationen sehen wir keine Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Preiserhöhungen in der Beschaffung wird gezielt durch ein entsprechendes Lieferantenmanagement und durch konstruktionsbedingte Maßnahmen zur Verbesserung der Erlösqualität in den Aufträgen entgegengearbeitet. Risiken aus Währungsschwankungen bestehen im stark exportorientierten Geschäft mit Werkzeugmaschinen. Zur Begrenzung des Währungsrisikos werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Die Kurssicherungen werden von grundgeschäftsbedingten Fremdwährungscashflows durchgeführt. Die Wirksamkeit des Absicherungszusammenhangs wird fortlaufend überprüft. Das Risiko von Zahlungsausfällen reduziert das Unternehmen durch Anzahlungen vor Lieferung der Maschinen oder dokumentenabhängigen Zahlungsinstrumenten wie Akkreditiven. Die Gesellschaft ist in keine Rechtsstreitigkeiten verwickelt, die die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage wesentlich beeinträchtigen könnten. Für drohende Aufwendungen aus nachlaufenden Kosten, Gewährleistungen und Rechtsstreitigkeiten wird durch Rückstellungen entsprechende Vorsorge getroffen. Im Hinblick auf die Liquidität der LEISTRITZ PRODUKTIONSTECHNIK GMBH stellt die Zuweisung einer ausreichenden Kontokorrentlinie durch die LEISTRITZ Aktiengesellschaft im Rahmen des Konsortialdarlehensvertrags weiterhin eine wesentliche Grundlage für die Finanzierung der Gesellschaft dar. Der geplante Finanzmittelbedarf wird durch ein langfristiges Darlehen, über eine gemeinsame Konsortialfinanzierung mit den deutschen operativen Gesellschaften und der LEISTRITZ AG sowie teilweise über Factoring gedeckt. Die Konsortialfinanzierung (Kontokorrent, Avale, Langfristfinanzierung) wird mit einer Laufzeit bis 2023 die Finanzplanung für diesen Zeitraum abbilden und ist produktüblich mit der Einhaltung der Finanzkennzahlen Mindesteigenmittelquote und maximaler Verschuldungsgrad verknüpft. Folglich besteht grundsätzlich das Risiko der Nichteinhaltung dieser Finanzkennzahlen. 5. Prognosebericht vor der Corona-Pandemie Prognosen sind grundsätzlich aufgrund der beständigen volkswirtschaftlichen und weltpolitischen Veränderungen sowie der sich volatil, zum Teil sogar disruptiv entwickelnden Märkte stets mit Unsicherheiten behaftet. Vor dem Hintergrund des aktuellen Auftragseingangs und des vorhandenen Auftragsbestands erwartet die LEISTRITZ PRODUKTIONSTECHNIK GMBH, Pleystein, für das Jahr 2020 einen leicht rückläufigen Trend, so soll der Umsatz über die gesamte Produktionstechnik GmbH um -0,9 Mio. Euro (-1,9 % gegenüber Vj.) im Geschäftsjahr 2020 schrumpfen. Für die weltweite Automobilproduktion rechnet die Branche mit einem weiteren Rückgang im Jahr 2020. Gründe hierfür sind neben der Dieselkrise vor allem die Schwäche im chinesischen Markt. Auch für den Bereich Rohrtechnik wird es einen weiteren Umsatzrückgang in 2020 geben. Bei den Zerspanwerkzeugen erwartet der VDMA Präzisionswerkzeuge für 2020 im Jahresverlauf eine Stabilisierung der Nachfrage. Diese Marktschwäche wird sich auch auf den Bereich Hartmetallwerkzeuge auswirken. Das für diesen Bereich geplante Wachstum muss daher insbesondere durch eine Intensivierung der Marktdurchdringung und -entwicklung realisiert werden. Durch den Ausbau der Vertriebsstrukturen, Intensivierung der Marketing- und Vertriebsaktivitäten sowie die Entwicklung und Vermarktung innovativer Werkzeuglösungen ist für das Geschäftsjahr 2020 ein Umsatzwachstum geplant. Für den Bereich Werkzeugmaschinen ist auch in 2020 das Marktumfeld für die angebotenen Werkzeugmaschinen unverändert herausfordernd, sehr volatil und kaum zu beeinflussen. Der geplante Umsatz muss daher auch in diesem Bereich durch eine intensive Marktdurchdringung und -entwicklung realisiert werden. Wichtige Leitmessen werden im September die AMB in Stuttgart und die IMTS in Chicago sein. Der Bereich Mechanische Fertigung fertigt schwerpunktmäßig auch zukünftig als interner Lieferant mechanische Bauteile für zwei Schwesterunternehmen. Die Planungen und Geschäftserwartungen der Schwesterunternehmen sowie ein weiteres Insourcing von Bauteilen lassen für 2020 ein Umsatzwachstum für diesen Bereich erwarten. Ausgehend von einem leichten Umsatzrückgang plant die LEISTRITZ PRODUKTIONSTECHNIK GMBH ein leicht verbessertes Ergebnis gegenüber dem Geschäftsjahr 2019, vor allem gestützt durch Kapazitätsanpassungen und einer Steigerung der Produktivität. 6. Prognosebericht unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie Der Ausbruch des Corona-Virus hat umfangreiche globale und lokale Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft. Die weitere Entwicklung der Ausbreitung des Virus sowie der getroffenen Gegenmaßnahmen und deren Folgen sind gegenwärtig schwer einzuschätzen. Folglich ist eine Prognose unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie mit einer hohen Unsicherheit behaftet. Aufgrund der Corona-Pandemie bestehen insbesondere die im Risikobericht dargestellten Risiken hinsichtlich Beschaffungsmärkten, Produktionskapazitäten, Absatzmärkten und Liquidität. Die Gesellschaft hat umfassende Notfallpläne erstellt. Möglichen Produktionsausfällen, bedingt durch Corona, wird durch Anpassungen im Rahmen von Kurzarbeit konsequent begegnet. Hierzu wurde bereits eine Betriebsvereinbarung mit den Arbeitnehmervertretern geschlossen und Kurzarbeit im April 2020 umgesetzt. Die Beschaffung von Rohmaterialien und Komponenten wird täglich geprüft und abgesichert. Darüber hinaus ist eine Systematik zur täglichen Erfassung und Verfolgung von Zahlungsein- und -ausgängen entwickelt worden, um die Liquiditätssituation jederzeit beurteilen und beeinflussen zu können. Die LEISTRITZ PRODUKTIONSTECHNIK GMBH ist als Teil der LEISTRITZ Gruppe in den bestehenden Konsortialdarlehensvertrag eingebunden. Nach derzeitiger Einschätzung auf Basis einer Szenario-Rechnung werden der Umsatz der LEISTRITZ Gruppe sowie das Finanzergebnis der LEISTRITZ Aktiengesellschaft im weiteren Verlauf des Jahres durch die Corona-Krise beeinflusst und unterhalb des Vorjahres liegen. Für das zweite und dritte Quartal 2020 wird ein Umsatzrückgang gegenüber dem ersten Quartal erwartet. Für das vierte Quartal werden Umsatzerlöse oberhalb des dritten Quartals, jedoch unterhalb der ursprünglichen Planung erwartet. Das Ergebnis der LEISTRITZ Gruppe wird jedoch gemäß dieser Prognoserechnung durch die bereits eingeleiteten Maßnahmen - insb. Kostenreduzierungen mittels Kurzarbeit und der Verschiebung von Maßnahmen der Transformation und der Neuausrichtung am Standort Remscheid - auf Vorjahresniveau gehalten werden. Unter den getroffenen Annahmen wird erwartet, dass die Liquidität ausreicht und die Finanzkennzahlen eingehalten werden und somit der Liquiditätsbedarf der LEISTRITZ PRODUKTIONSTECHNIK GMBH über das Cash-Pooling der LEISTRITZ-Gruppe abgedeckt werden kann. In Anbetracht der globalen Dimension der Pandemie und der hohen Unsicherheit der Auswirkungen, ist nicht auszuschließen, dass die Planungsannahmen nicht eintreffen und infolgedessen die im Rahmen der Konsortialfinanzierung einzuhaltenden Finanzkennzahlen nicht eingehalten werden können. Auf Basis der aktuell verfügbaren Informationen gehen wir für den Fortbestand des Unternehmens bzw. der Unternehmensgruppe davon aus, dass etwaige marktbedingte Risiken beherrscht werden können. Unter Berücksichtigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie wird für das Geschäftsjahr 2020 ein gegenüber dem Vorjahr geringeres Jahresergebnis der LEISTRITZ PRODUKTIONSTECHNIK GMBH erwartet. Für das Geschäftsjahr 2020 wird erwartet, dass die Umsatzerlöse der LEISTRITZ PRODUKTIONSTECHNIK GMBH die Umsatzerlöse des abgelaufenen Geschäftsjahres unterschreiten werden.
Pleystein, den 14. Mai 2020 LEISTRITZ PRODUKTIONSTECHNIK GMBH Dipl.-Ing. Klaus Theusner, Geschäftsführer |
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