Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 503352
Vorher
Lay Beteiligungs-GmbH
Eingetragen
10.1.1989
Branche
Herstellung von Würzmitteln und SoßenGroßhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und GewürzenGroßhandel mit Mehl und Getreideprodukten
Gegenstand
die Herstellung, der Vertrieb sowie der Import und Export von Gewürzen aller Art, von Lebens- und Genussmitteln, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Bedarfsartikeln

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Geschäftsführer
Jörg Gerstein
seit 18.6.2021
Geschäftsführer
Günter Schmitt
seit 8.1.2009
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Carl-Diem-Str. 25, 97688 Bad Kissingen
74.000 €
74.00%
Gutenbergstraße 12, 97688 Bad Kissingen
26.000 €
26.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lay Gewürze GmbH

Grabfeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Lay Gewürze GmbH

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die LAY Gewürze GmbH ist ein in Südthüringen angesiedeltes Unternehmen, das Trocken- und Flüssigmischungen für die Lebensmittelveredelung produziert. Wir beliefern Kunden in über 50 Ländern, welche unsere Mischungen überwiegend als Komponenten ihrer Lebensmittelproduktion einsetzen. Die Kunden gehören zu den verschiedensten Branchen: Fleischveredelung, vegane Produktion, Käse- und Milchveredelung, Convenience- und Salatproduktion sowie Snack-Industrie. Die Beschaffung erfolgt vorwiegend über Lieferanten in Deutschland und Europa.

1.2 Forschung und Entwicklung

Unser Unternehmen fokussiert die Neu- und Weiterentwicklung von Trocken- und Flüssigmischungen für die Lösungen von morgen. Die Lösungen entstehen durch Eigenentwicklung und durch einen kommunikativen Austausch mit unseren Industriekunden, Partneragenturen und vielen Fleischerei-und Handwerksbetrieben. Unter besonderer Betrachtung stehen die Themen Nachhaltigkeit und Fleischersatz. Wir beschäftigen in der Forschung, Entwicklung und Anwendungstechnik 11 Mitarbeiter.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2023 um 0,1 % (Quelle: Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 066 vom 23. Februar 2024) gesunken.

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 geprägt von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten, den Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie den extremen Energiepreiserhöhungen. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen sowie der Fachkräftemangel.

Die Umsätze der deutschen Ernährungsindustrie sind 2023 im Vergleich zum Vorjahr auf 233 Mrd. EUR (2022: 219 Mrd. EUR) gestiegen. Die Steigerung resultiert überwiegend aus höheren Verkaufspreisen (Quelle: BVE-Jahresschätzung 17.01.2024).

2.2 Geschäftsverlauf

Aus unserer Sicht wurde das Jahr 2023 geprägt durch Facharbeitermangel sowie verspätete Lieferungen von Rohstoffen und Störungen in der Lieferkette. Trotz des Krieges konnten die Absätze mit der Ukraine gesteigert werden. Russland wurde nicht beliefert.

Vorausschauendes Bestandsmanagement, die rechtzeitige Umsetzung von Verkaufsmaßnahmen sowie die Neukundengewinnung sorgten dafür, dass die Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich beeinflusst wurde.

2.3 Lage des Unternehmens

2.3.2 Ertragslage

Das Rohergebnis belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 15.334 und konnte um 4 % gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresergebnis von TEUR 14.800 gesteigert werden. Das Rohergebnis liegt damit leicht über dem erwarteten Niveau.

Die Personalkosten sind von TEUR 7.039 in 2022 auf TEUR 7.793 in 2023 (+11%) gestiegen. Dies resultiert aus einem ggü. dem Vorjahr leichten Mitarbeiteraufbau sowie Anpassungen von Löhnen und Gehältern. Die sonstigen betrieblichen Ausgaben einschließlich Abschreibungen wurden von TEUR 6.229 auf TEUR 6.131 in 2023 (-2%) reduziert.

Wir weisen für das Jahr 2023 einen Jahresüberschuss von TEUR 737 (2022: TEUR 842) aus. Das Ergebnis liegt damit leicht über dem erwarteten Niveau.

Insgesamt können wir auf ein zufriedenstellendes Jahr zurückblicken.

2.3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 12.980 auf TEUR 12.304 gesunken.

Alle geplanten Investitionen sind umgesetzt worden. Die Investitionstätigkeit belief sich auf insgesamt TEUR 582 (Vorjahr TEUR 337).

Im Jahresvergleich wurden die Bestände reduziert, aber zu höheren Wertansätzen. Die per Saldo ausgewiesene Reduzierung des Vorratsvermögens führte im Wesentlichen zur Reduzierung der Bilanzsumme.

2.3.4 Finanzlage

Das Eigenkapital (einschl. Genussrechtskapital) ist von TEUR 4.233 in 2022 auf TEUR 5.005 in 2023 angestiegen. Die Erhöhung des Eigenkapitals resultiert aus dem Jahresgewinn. Die Eigenkapitalquote beträgt am Bilanzstichtag 40,7 %.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten im Geschäftsjahr 2023 trotz Aufnahme von einem neuen Darlehen von TEUR 3.198 auf TEUR 2.684 aufgrund planmäßiger Tilgungen reduziert werden. Alle Investitionsdarlehen haben eine langfristige Zinsbindung und wurden vereinbarungsgemäß getilgt. Die kurzfristigen Kontokorrentkredite sind einzelvertraglich bis auf Weiteres gewährt.

Aufgrund einer verbesserten Working Capital Struktur konnte der operative Cashflow auf TEUR 1.344 im Geschäftsjahr gesteigert werden (Vorjahr TEUR 861). Abzüglich der Investitionstätigkeit und dem Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit, konnte der Finanzmittelbestand zum Stichtag auf TEUR 363 erhöht werden (Vorjahr TEUR 55). Die kurzfristigen Kontokorrentkredite konnten im Jahresvergleich reduziert werden. Die Liquidität unseres Unternehmens war im gesamten Verlauf 2023 gewährleistet.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 2.020 (Vorjahr TEUR 2.684).

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind von TEUR 999 auf TEUR 1.229 gestiegen.

2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf dem Rohergebnis und dem Jahresüberschuss. Diese wurden oben erläutert. Im Weiteren betrachten wir als Leistungsindikatoren die Qualifikation unserer MitarbeiterInnen und die ständige Verbesserung unserer internen Prozesse. Diese Indikatoren sind nicht in Kennzahlen darstellbar.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Risikobericht

Das Ziel unseres Risikomanagements ist es, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen, um durch geeignete Maßnahmen drohenden Schaden für das Unternehmen abzuwenden und eine Bestandsgefährdung des Unternehmens auszuschließen. Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil der Unternehmensführung und in die Gestaltung unserer Geschäftsprozesse eingebunden.

Aus dem Ukraine-Krieg und der aktuellen Inflation ist weiterhin mit Risiken für die Geschäftsentwicklung und den zukünftigen Geschäftsverlauf der Gesellschaft zu rechnen.

Die mit der Herstellung unserer Produkte bestehenden Risiken werden durch betriebsinterne Qualitätssicherheitssysteme (HACCP bescheinigt) sowie durch externe Untersuchungen minimiert und Schäden durch entsprechende Versicherungen finanziell abgedeckt.

Wie in den Vorjahren haben wir die angesehene Zertifizierung nach IFS Food (International Featured Standard Food) 2023 (Higher Level) erreicht. Diese Zertifizierung wurde auch in 2024 bescheinigt. Unsere Halal-, Bio-, Koscher-, EMAS-, SEDEX- und RSPO-Zertifizierung sind wichtige Gütesiegel, nicht nur aus Sicht unserer Kunden.

Operativen Risiken wie z.B. der Rohstoffpreiserhöhung und -verknappung begegnen wir mit mittelfristigen Einkaufskontrakten, der Anpassung der Verkaufspreise, Anpassung von Lagerbeständen und auch der Steigerung der Umsätze mit Bestands- und Neukunden. Sowohl die Beschaffung als auch die Fakturierung erfolgen weit überwiegend in Euro, weshalb wir keinen wesentlichen Wechselkursschwankungen ausgesetzt sind. LAY verfügt über Finanzinstrumente in begrenztem Umfang. Die Vermögens- und Ertragslage kann durch Marktpreisänderungen der zu Grunde liegenden Referenzzinssätze leicht negativ beeinflusst werden.

In den Kreditverträgen mit den Banken sind die üblichen Financial Covenants auf Basis des Jahresabschlusses vereinbart. Die Nichteinhaltung dieser Financial Covenants könnte große Auswirkungen auf die Finanzanlage des Unternehmens haben, wobei der tatsächliche bzw. zukünftige Eintritt als unwahrscheinlich eingeschätzt wird.

Für LAY könnten höhere Fluktuation und längere Rekrutierungszyklen bei Mitarbeitern dem Unternehmenswachstum schaden und die Produktionskapazitäten begrenzen. Potenzielle Risiken im Bereich Personal begegnen wir mit der Weiterentwicklung unserer Strategien zur Personalgewinnung und -bindung inkl. der Gestaltung des Gesamtpakets aus Vergütung, weiteren Leistungen und einem attraktiven Arbeitsumfeld.

Für LAY waren für 2023 keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Bestandsgefährdende Risiken und sonstige Risiken mit einem wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen nach derzeitigem Kenntnisstand auch für das aktuelle Geschäftsjahr sowie die überschaubare Zukunft nicht.

3.2 Chancen- und Prognosebericht

Der aufgelaufene Umsatz und das aufgelaufene Ergebnis für die ersten drei Monate in 2024 sind positiv und liegen auf unserem Planniveau. Für das Gesamtjahr 2024 zeigt der Forecast ein positives Ergebnis nach Steuern.

Wir haben die bisher gewonnenen Positionen und Marktdurchdringungen gefestigt und werden diese weiter ausbauen. Die Intensivierung der Umsätze mit Industriekunden und im Export werden uns weiteres Umsatzwachstum ermöglichen.

Die weiterhin konsequente Ausrichtung des Unternehmens auf die Bedürfnisse der Kunden und des Marktes sowie das hohe Maß an Qualität in Verbindung mit Flexibilität wird uns auch in den nächsten Jahren eine hohe Akzeptanz am Markt sichern.

Sämtliche Prozesse der Unternehmensorganisation wurden und werden laufend überarbeitet und zukunftsfähig gestaltet. Die effektive Steuerung des Unternehmens, seiner Prozesse und die Leistungssteigerung finden bei der täglichen und zukünftigen Arbeit sehr hohe Aufmerksamkeit.

Auf Basis der Unternehmensplanung 2024 (Stand: Dezember 2023) erwartet LAY die beobachteten finanziellen Leistungsindikatoren Rohergebnis und Jahresüberschuss leicht über dem Niveau von 2023.

Unter Berücksichtigung des gegenwärtig unsicheren wirtschaftlichen Umfeldes sind Prognosen für das Geschäftsjahr 2024 mit Unsicherheiten verbunden. Die Beeinträchtigungen aus dem Ukraine-Krieg und der Inflation machen es dabei schwierig, deren Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf zuverlässig einzuschätzen. Diese hängen von dem Ausmaß und der Dauer der Beeinträchtigungen und die darauffolgende wirtschaftliche Erholung ab.

Wir erwarten das Erreichen der Unternehmensplanung.

 

Grabfeld im Mai 2024

Die Geschäftsleitung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.214.447,68 2.368.822,43
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 200.719,00 339.418,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 200.719,00 339.418,00
II. Sachanlagen 2.013.728,68 2.029.404,43
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1,00 1,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.513.357,00 1.654.741,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 482.627,43 360.818,43
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.743,25 13.844,00
B. Umlaufvermögen 9.981.282,07 10.443.261,86
I. Vorräte 6.570.831,72 7.926.163,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.047.354,74 2.462.222,65
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 132.207,86 113.280,56
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.915.146,88 2.348.942,09
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 363.095,61 54.875,68
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.577,75 13.489,76
D. Abgrenzungsposten für latente Steuern 97.972,82 154.601,09
Bilanzsumme, Summe Aktiva 12.304.280,32 12.980.175,14

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.005.464,50 4.233.072,71
I. gezeichnetes Kapital 110.000,00 110.000,00
II. Kapitalrücklage 1.293.378,01 1.293.378,01
III. Gewinnrücklagen 2.417.639,24 1.575.836,54
IV. Genussrechtskapital 447.350,46 412.055,46
V. Jahresüberschuss 737.096,79 841.802,70
B. Rückstellungen 1.230.066,30 1.656.147,08
C. Verbindlichkeiten 5.988.946,25 6.959.520,16
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.684.224,66 3.198.114,19
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 56.331,41 79.286,94
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.248.390,18 3.682.119,03
D. Abgrenzungsposten für latente Steuern 79.803,27 131.435,19
Bilanzsumme, Summe Passiva 12.304.280,32 12.980.175,14

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 15.333.991,93 14.800.060,87
2. Personalaufwand 7.793.018,15 7.038.516,15
a) Löhne und Gehälter 6.509.416,14 5.977.295,11
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.283.602,01 1.061.221,04
3. Abschreibungen 709.796,62 714.112,83
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 709.796,62 714.112,83
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.420.748,16 5.514.727,16
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.044,16 9.891,72
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 328.197,22 331.988,56
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.084.275,94 1.210.607,89
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 337.157,00 358.682,19
9. sonstige Steuern 10.022,15 10.123,00
Jahresüberschuss 737.096,79 841.802,70

Anhang

der Lay Gewürze GmbH, Grabfeld OT Queienfeld

Amtsgericht Jena

HRB 503352

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268-274, 276-278 HGB, erstellt.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Bewertungsvorschriften der §§ 252-256 a HGB erstellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die beweglichen Gegenstände des Anlagevermögens werden linear entsprechend dem Werteverzehr abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 800,00 Euro werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. In 2020 wurde für die geringwertigen Wirtschaftsgüter ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre abgeschrieben wird.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten einzeln bewertet. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben.

Der Ansatz der fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Hierbei werden die Materialgemeinkosten, die Fertigungseinzelkosten sowie die Fertigungsgemeinkosten durch Zuschlagssätze auf Basis der Materialeinzelkosten einbezogen. Verwaltungsgemeinkosten werden in Anwendung des Wahlrechtes nach § 255 Abs. 2 S. 3 HGB nicht aktiviert. Gängigkeitsabschläge und Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert werden zur verlustfreien Bewertung vorgenommen.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Den in den Forderungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Der Ansatz des Kassenbestands und des Guthabens bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert.

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen Abgrenzungen von Versicherungsbeiträgen und Lizenzgebühren.

Zuschüsse werden, soweit sie die Beschaffung von Anlagegütern betreffen, im Jahr der Zahlung von deren Anschaffungskosten abgesetzt. Betreffen Zuschüssen nicht den Erwerb von Anlagegütern, werden diese ergebniswirksam vereinnahmt.

Der Ausweis des Genussrechtskapitals, das ausschließlich durch Mitarbeiter der Berichtsgesellschaft dotiert wurde, erfolgt entsprechend IDW HFA Stellungnahme 1/1994 im Eigenkapital. Die Bewertung erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag. Der Ausweis der Vergütungen für Genussrechtskapital erfolgt in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen und ist im Anhang erläutert.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde der dazu von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,83 % angesetzt (Vj. 1,79 %). Aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von Euro 1.249. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Der Versorgungszusage entsprechend, erfolgte weder der Ansatz einer Fluktuationsrate noch einer Rentendynamik.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden - soweit vorhanden - mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Abzinsung erfolgt mittels Nettomethode.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Das Wahlrecht zum Ansatz der aktiven latenten Steuern gem. § 274 I S. 2 HGB wurde in Anspruch genommen. Der Ausweis der aktiven und passiven latenten Steuern erfolgt unsaldiert.

Die Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

2. Grundlagen der Währungsumrechnung

Guthaben bei Kreditinstituten, Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist nachfolgend dargestellt. Wesentliche Teile des Anlagevermögens werden von einem verbundenen Unternehmen gepachtet (Jahrespacht TEUR 636). Der Ausweis der Jahrespacht erfolgt in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten sonstige Forderungen in Höhe von Euro 132.207,86 (Vj.: Euro 113.280,56), davon entfallen Euro 70.029,11 (Vj.: Euro 113.280,56) auf Forderungen gegen Gesellschafter.

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden, wie im Vorjahr, nicht.

3. Eigenkapital und Genussrechtskapital

Folgende Beträge unterliegen der Ausschüttungssperre:

1. Der Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre: Euro 1.249,00.

2. Der Betrag, um den die aktiven latenten Steuern die passiven latenten Steuern übersteigen: Euro 18.169,55.

Die Gesellschaft weist zum 31.12.2023 823 Genussrechte, die ausschließlich durch Mitarbeiter dotiert wurden, aus. Die Laufzeit der Genussrechte ist grundsätzlich unbefristet. Das Genussrechtskapital erfüllt neben der Langfristigkeit die Kriterien der Nachrangigkeit, der Verlustteilnahme bis zur vollen Höhe und der Erfolgsabhängigkeit der Vergütung. Die Genussrechtsinhaber haben gegenüber der Gesellschaft Anspruch auf einen jährlichen Genusszins.

4. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023

Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit > 1 Jahr
(Vorjahr) Euro Euro davon: Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
Euro
Gesamtbetrag
Euro
davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert
Euro
Art und Form der Sicherheit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.017.466,68 666.757,98 0,00 2.684.224,66 2.684.224,66 Sicherungsübereignung, Globalzession Forderungen
(1.774.056,13) (1.424.058,06) (0,00) (3.198.114,19)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 56.331,41 0,00 0,00 56.331,41 0,00 ---
(79.286,94) (0,00) (0,00) (79.286,94)
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.854.441,69 393.948,49 3.184,60 3.248.390,18 513.805,76 Sicherungsübereignung
(3.337.521,33) (344.597,70) (10.657,36) (3.682.119,03)
Gesamtsumme 4.928.239,78 1.060.706,47 3.184,60 5.988.946,25 3.198.030,42
(5.190.864,40) (1.768.655,76) (10.657,36) (6.959.520,16)

Abgesehen von den oben genannten Sicherheiten und den branchenüblichen Eigentumsvorbehalten sind die ausgewiesenen Verbindlichkeiten nicht weiter durch die Gesellschaft besichert.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von Euro 70.536,62 (Vj.: Euro 71.836,98) sowie aus sozialer Sicherheit in Höhe von Euro 0,00 (Vj.: Euro 1.810,20) enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Darlehen gegenüber mittelbaren Gesellschaftern in Höhe von Euro 186.000,38 enthalten.

5. Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern haben sich im Vergleich zum Vorjahr um Euro 56.628,27 auf Euro 97.972,82 verringert.

Im Berichtsjahr werden passive latente Steuern in Höhe von Euro 79.803,27 (Vj.: Euro 131.435,19) ausgewiesen, mithin haben sie sich um Euro 51.631,92 reduziert.

C. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung

In der Position sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von Euro 7.300,72 (Vj. Euro 7.674,39) enthalten.

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von Euro 2.587,67 (Vj.: Euro 1.043,19) enthalten. Zudem sind Aufwendungen aus einem Beratungsvertrag mit einem mittelbaren Gesellschafter in Höhe von Euro 74.720,03 enthalten.

3. Zinsen und ähnliche Erträge

Unter dieser Position werden Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von Euro 2.044,16 (Vj.: Euro 9.891,72) ausgewiesen.

4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Diese Position beinhaltet Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von Euro 4.634,34 (Vj.: Euro 36.335,30).

Des Weiteren sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von Euro 2.871,00 (Vj. Euro 3.057,00) enthalten.

Im Zinsaufwand sind Vergütungen für Genussrechtskapital in Höhe von Euro 78.400,51 (Vj. Euro 84.665,74) enthalten.

D. SONSTIGE ANGABEN

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft haftet gegenüber Kreditinstituten gesamtschuldnerisch für Verbindlichkeiten eines verbundenen Unternehmens und hat als Sicherheiten die selben Sicherheiten gewährt, die ihre eigenen Verbindlichkeiten abdecken. Die betragsmäßige Zusammenfassung stellt sich wie folgt dar:

Nach § 251 und § 268 Abs. 7 HGB sind folgende Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Gesamtschuldnerische Haftung für Verbindlichkeiten eines verbundenen Unternehmens sowie Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten TEuro 3.413

Die Inanspruchnahme schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

An sonstigen finanziellen Verpflichtungen von Bedeutung sind zu nennen (Jahresbetrag):

Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen TEuro 1.077
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEuro 636

2. Geschäftsführung

Mareike Dittmer, Bad Kissingen, Bachelor of Sciences

Jörg Gerstein, Münnerstadt, Lebensmitteltechnologe

Auf die Angaben gem. § 285 Nr. 9 Buchstabe a) HGB wurde unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 132 Mitarbeiter beschäftigt, davon waren 64 Angestellte und 68 gewerbliche Arbeitnehmer.

4. Derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft hält zinsbezogene Geschäfte (SWAPs) mit einem Nominalwert in Höhe von Euro 1.500.000. Der beizulegende Zeitwert dieser Geschäfte zum Bilanzstichtag beträgt Euro -50.560,60 (Vj. Euro -14.914,78). Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt zum Marktpreis (Market-to-Market).

5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Anfang 2024 wurde die bestehende Pensionsverpflichtung durch Vereinbarung und Zahlung eines Einmalbetrages an einen Pensionsfonds übertragen. Folglich wurde die Pensionsrückstellung nach dem Abschlussstichtag ausgebucht.

Anlagespiegel

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS vom 1.1.2023 bis 31.12.2023

Anschaffungs- / Herstellungskosten
Stand 1.1.2023
Euro
Zugang
Euro
Abgang
Euro
Umbuchung
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 1.033.572,34 71.393,76 12.958,08 0,00 1.092.008,02
2. geleistete Anzahlungen 16.128,00 8.064,00 16.128,00 0,00 8.064,00
1.049.700,34 79.457,76 29.086,08 0,00 1.100.072,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 42.417,80 0,00 0,00 0,00 42.417,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.543.110,03 181.787,70 140.802,23 13.844,00 4.597.939,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.507.476,34 302.640,16 106.579,13 0,00 1.703.537,37
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.844,00 17.743,25 0,00 -13.844,00 17.743,25
6.106.848,17 502.171,11 247.381,36 0,00 6.361.637,92
7.156.548,51 581.628,87 276.467,44 0,00 7.461.709,94

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2023
Euro
Zugang
Euro
Abgang
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 710.282,34 202.026,76 12.956,08 899.353,02
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
710.282,34 202.026,76 12.956,08 899.353,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 42.416,80 0,00 0,00 42.416,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.888.369,03 326.961,70 130.748,23 3.084.582,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.146.657,91 180.808,16 106.556,13 1.220.909,94
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
4.077.443,74 507.769,86 237.304,36 4.347.909,24
4.787.726,08 709.796,62 250.260,44 5.247.262,26

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

Buchwert 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 192.655,00 323.290,00
2. geleistete Anzahlungen 8.064,00 16.128,00
200.719,00 339.418,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1,00 1,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.513.357,00 1.654.741,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 482.627,43 360.818,43
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.743,25 13.844,00
2.013.728,68 2.029.404,43
2.214.447,68 2.368.822,43

sonstige Berichtsbestandteile

 

Grabfeld OT Queienfeld, den 17.06.2024

gez. Mareike Dittmer, Geschäftsführerin

gez. Jörg Gerstein, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende Jahresabschluss ist zur Offenlegung bestimmt und nach § 327 HGB verkürzt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Lay Gewürze GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Lay Gewürze GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lay Gewürze GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bad Neustadt a.d. Saale, den 17.06.2024

Ossig Main-Rhön-Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Heiko Werner, Wirtschaftsprüfer

gez. Andreas Kaufmann, Wirtschaftsprüfer

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