Stammdaten

Register
Amtsgericht Hagen HRB 7778
Vorher
DISKUS Zweihundertneunundsiebzigste Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH
Eingetragen
20.6.2007
Branche
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugBearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Gegenstand
die Verarbeitung und der Handel mit NE-Halbzeug, Edelstahl- und Nickelhalbzeug, das Kaltwalzen von NE-Halbzeug an Folie, die Konfektionierung und das Spalten von NE-Halbzeug sowie die Durchführung von Lohnarbeiten.

Historie

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Management

NameRolle
Stina Cloppenburg
seit 7.4.2020
Geschäftsführer
Jörg Giersbach
seit 29.5.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Gerd Cloppenburg
Lüdenscheid
49.000 €
49.00%
DZ Equity Partner GmbH
Germany
43.500 €
43.50%

Konzern- und Jahresabschlüsse

MK Metallfolien GmbH

Hagen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2016 bis zum 30.06.2017

AKTIVA

30.06.2017
30.06.2016
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.321,50   24.461,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.698.875,00   3.238.650,00
    2.723.196,50 3.263.111,50
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.375,50   10.748,50
2. technische Anlagen und Maschinen 300.658,00   379.020,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 220.569,00   226.508,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.800,00   0,00
5. Leasingvermögen 3.293.549,50   4.105.372,50
    3.831.952,00 4.721.649,00
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.800,87   6.800,87
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00   250.853,74
    6.800,87 257.654,61
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.355.677,14   1.482.951,52
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 5.050.545,83   4.551.190,48
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.157.564,36   1.190.186,53
4. geleistete Anzahlungen 39.000,00   0,00
    8.602.787,33 7.224.328,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.413.789,50   2.907.591,79
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.787.782,33   4.041.397,87
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.305.885,42   354.235,74
    9.507.457,25 7.303.225,40
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   4.177.323,77 4.507.903,09
C. Rechnungsabgrenzungsposten   14.283,72 10.386,32
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   0,00 6.249.102,97
    28.863.801,44 33.537.361,42

PASSIVA

     
  30.06.2017
30.06.2016
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 124.638,00   124.638,00
II. Kapitalrücklage 17.075.362,00   17.075.362,00
III. Gewinnrücklagen      
andere Gewinnrücklagen 22.506,10   22.506,10
IV. Verlustvortrag -23.471.609,07   -27.088.234,76
V. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 7.712.053,77   3.616.625,69
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00   6.249.102,97
buchmäßiges Eigenkapital   1.462.950,80 0,00
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 452.987,00   369.747,00
2. Steuerrückstellungen 924.348,49   2.742.859,81
3. sonstige Rückstellungen 1.185.746,31   1.113.698,65
    2.563.081,80 4.226.305,46
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.334.741,92   1.698.783,97
2. sonstige Verbindlichkeiten 22.503.026,92   27.201.375,53
    24.837.768,84 28.900.159,50
D. Passive Latente Steuern   0,00 410.896,46
    28.863.801,44 33.537.361,42

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.07.2016 bis 30.06.2017

MK Metallfolien GmbH Handel und Verarbeitung von Metallfolien, Hagen

Handelsrecht

EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse   35.263.346,54 29.693.723,50
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   1.466.733,18 755.120,74
3. sonstige betriebliche Erträge   49.977,40 3.019.814,26
4. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 16.799.596,65   15.362.139,51
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 981.728,30 17.781.324,95 1.028.919,59
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 4.658.015,10   4.166.622,37
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 900.509,71 5.558.524,81 761.582,66
6. Abschreibungen      
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.510.346,39   2.037.076,56
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 500.000,00 2.010.346,39 0,00
7. sonstige betriebliche Aufwendungen   3.772.163,68 4.462.436,15
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens   3.778,77 52.627,71
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   267.978,25 270.722,42
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens   0,00 200.000,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   376.256,08 439.702,46
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -160.530,43 1.790.741,70
13. Ergebnis nach Steuern   7.713.728,66 3.542.787,63
14. sonstige Steuern   1.674,89 -73.838,06
15. Jahresüberschuss   7.712.053,77 3.616.625,69

Anhang für das Geschäftsjahr 2016/2017

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2017 wurde entsprechend den gesetzlichen Regelungen unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§ 264 ff. HGB) aufgestellt. Die Neuerrungen durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) wurden umgesetzt.

Die Gesellschaft mit Sitz in Hagen wird unter der Registernummer HRB 7778 im Handelsregister des Amtsgerichts Hagen geführt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Zusammengefasste Posten im Sinne des § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB sind nicht vorhanden.

Ergänzend zu den Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

B. Angaben zur Bewertung und Bilanzierung

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind unverändert nachfolgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um die lineare Abschreibung über die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bewertet.

Für den ausgewiesenen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert wurde bei Aktivierung entsprechend den steuerlichen Vorgaben eine Nutzungsdauer von 15 Jahren angenommen. Eine Nutzungsdauer von mehr als zehn Jahren ist gerechtfertigt, da in den letzten Jahren aufgrund von Absatzeinbrüchen entstandenen Risiken in den Vorjahren bereits durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen wurde. Für den verbleibenden Geschäfts- und Firmenwert ist dagegen ein Nutzen über die angenommene Nutzungsdauer noch erkennbar.

Das Sachanlagevermögen wird zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer angesetzt.

Bei Zugängen von beweglichen Anlagengegenständen wird die Abschreibung nur zeitanteilig berechnet. Die Zugänge im Wirtschaftsjahr 2016/2017 wurden linear abgeschrieben.

Aufgrund der untergeordneten Bedeutung der betreffenden Vermögensgegenstände wurden die steuerlichen Regelungen zur Bilanzierung und Bewertung von geringfügigen Wirtschaftsgütern auch für handelsrechtliche Zwecke übernommen. Geringwertige Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungswert bis 410,00 Euro wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen, die im Anlagevermögen ausgewiesen werden, sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Bewertung der Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu den Anschaffungs-/Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden (Wiederbeschaffungs-) Wert. Die Anschaffungskosten werden mittels Einzelfeststellung ermittelt.

Bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen und Leistungen erfolgte die Aktivierung zu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten für fertige und unfertige Erzeugnisse und Leistungen beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der durch die Fertigung veranlassten Abschreibungen des Anlagevermögens und angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sowie freiwillige soziale Leistungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Ermittlung der Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt worden.

Der Kassenbestand, sowie Guthaben bei Kreditinstituten, sind zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionszusagen wurden Rückstellungen gebildet. Für die Berechnung der Pensionsverpflichtung in der Handelsbilanz wird das laufende Einmalbeitragsverfahren (PUC-Methode) zu Grunde gelegt.

Folgende Berechnungsparameter zur Bestimmung des Erfüllungsbetrages der Pensionsrückstellung nach § 253 Abs. 2 HGB zum 30.06.2017 wurden berücksichtigt:

7 Jahresdurchschnitt 10 Jahresdurchschnitt
Bewertungsmethode PUC Methode PUC Methode
Rechnungszins 3,00 % p. a. 3,86 % p. a.
Rententrend 0,00 % p. a. 0,00 % p. a.
Gehaltstrend 0,00 % p. a. 0,00 % p. a.
Karrieretrend 0,00 % p. a. 0,00 % p. a.
Fluktuation 0,00 % p. a. 0,00 % p. a.
Biometrische Annahmen (c) Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck (c) Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB zwischen der Berechnung auf Grundlage eines 7-Jahresdurchschnitts und der neuen Berechnung mit einem 10-Jahresdurchschnitt beträgt 190.625 Euro.

Bei der Bestimmung des Zinssatzes für die Pensionsrückstellung wird die Vereinfachungsregelung nach § 253 Abs. 1 HGB in Anspruch genommen und eine Restlaufzeit von 15 Jahren zu Grunde gelegt.

Die Pensionsrückstellung wurde mit einer Rückdeckungsversicherung saldiert, die die Anforderungen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllt. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen vor Saldierung mit der Rückdeckungsversicherung belief sich zum 30.06.2017 auf TEUR 1.409.

Die Bewertung der Rückdeckungsversicherung für die Pensionsverpflichtung erfolgte zum Aktivwert und beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 956. Der Aktivwert entspricht nach Auskünften der Versicherungsmathematiker den Anschaffungskosten näherungsweise dem Zeitwert. Der Zinsanteil der Zuführung der Pensionsrückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Zinserträgen oder -aufwendungen ausgewiesen. Ertragswirksame Wertänderungen aus den Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 93 werden mit dem Zinsanteil aus der Zuführung der Rückdeckung in Höhe von TEUR 78 saldiert.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die Vorjahre betreffenden noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle drohenden Verluste und ungewisse Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit einem restlaufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, wobei jede Rückstellung einzeln bewertet wurde.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Sachverhalte in fremder Währung werden mit dem Stichtagskassakurs am Tag des Geschäftsvorfalls in Euro umgerechnet. Zum Bilanzstichtag noch bestehende kurzfristige Forderungen oder Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Stichtagskurs (Mittelkurs) am Bilanzstichtag bewertet. Bei längerfristigen Forderungen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag ergebniswirksam berücksichtigt.

C. Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr

Aufgrund der erstmaligen Anwendung der gesetzlichen Neuregelungen durch das BilRuG sind die Posten Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst. Wäre die geänderte Definition des § 277 Abs. 11 HGB bereits im Vorjahr angewendet worden, hätten sich folgende Umsatzerlöse ergeben:

2016/2017 gem. BilRUG 2015/2016 HGB bisher 2015/2016 gem. BilRUG
Umsatzerlöse TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse nach bisherigem Recht 32.740 29.694 29.694
Mieteinnahmen 35 0 35
Leasingerträge 1.775 0 1.657
Lizenzgebühren 167 0 132
Sonstige Weiterberechnungen 546 0 279
Summe Umsatzerlöse 35.263 29.694 31.797

Korrespondierend zu den Änderungen bei den Umsatzerlösen waren auch Umgliederungen bei den GuV-Posten Materialaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen erforderlich. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst. Wären die geänderten Vorschriften bereits im Vorjahr angewendet worden, hätten sich bei den betreffenden Aufwandsposten folgende Werte ergeben:

2016/2017 gem. BilRUG 2015/2016 HGB bisher 2015/2016 gem. BilRUG
Materialaufwand TEUR TEUR TEUR
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe      
Aufwendungen nach bisherigem Recht 16.494 15.362 15.362
Änderungen durch BilRUG 306 0 192
Summe 16.800 15.362 15.554
  2016/2017 gem. BilRUG 2015/2016 HGB bisher 2015/2016 gem. BilRUG
Materialaufwand TEUR TEUR TEUR
b) bezogene Leistungen      
Aufwendungen nach bisherigem Recht 960 1.029 1.029
Änderungen durch BilRUG 22 0 22
Summe 982 1.029 1.051
  2016/2017 gem. BilRUG 2015/2016 HGB bisher 2015/2016 gem. BilRUG
Sonstige betriebliche Aufwendungen TEUR TEUR TEUR
Aufwendungen nach bisherigem Recht 3.444 4.462 4.462
Änderungen durch BilRUG 328 0 214
Summe 3.772 4.462 4.676

Die MK Metallfolien GmbH ist aufgrund des abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrags seit dem 01.07.2016 Organgesellschaft der MKM Holding GmbH. Aufgrund dessen erfolgt die Besteuerung als auch der Ausweis von latenten Steuern ab diesem Geschäftsjahr auf Ebene der Organträgerin. Die Vorjahreszahlen sind insoweit nicht vergleichbar.

D. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten

I. Posten der Bilanz

1. Einzelposten des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagewerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen (Anlage zum Anhang).

2. Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft hat eine 100%-ige Beteiligung an der MK Metalfoils USA Inc., Greenville (Duncan) in South Carolina/USA. Das bilanzielle Eigenkapital der MK Metalfoils USA Inc. nach US GAAP beläuft sich zum 30.06.2017 auf USD -7.811.705 bzw. -6.838.054 Euro bei einem Stichtagskurs von 0,87536 EUR/USD. Der Jahresüberschuss betrug für das Wirtschaftsjahr 2016/2017 USD 540.491.

Weiterhin hält die Gesellschaft eine 100%-ige Beteiligung an der MK Metalfoils (Wujiang) Co. Ltd., Wujiang Economic & Technological Development Zone (Pangjin no.1801)/China. Das bilanzielle Eigenkapital der MK Metalfoils Wujiang Co. Ltd beläuft sich zum 31.12.2016 auf -1.272.088,58 CNY (Stichtagskurs 0,12915 CNY/EUR). Der Jahresfehlbetrag betrug für das Wirtschaftsjahr 2016 CNY 751.012,62.

3. Forderungen an verbundene Unternehmen

Die Forderungen an verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und wurden mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

In den Forderungen an verbundene Unternehmen sind Forderungen an Gesellschafter von TEUR 1.776 (i. Vj. TEUR 354) enthalten.

4. Sonstige Vermögensgegenstände

Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen aus Stromsteuern für das abgelaufene Wirtschaftsjahr in Höhe von TEUR 95.

5. Restlaufzeiten von Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen

Restlaufzeit von
unter einem Jahr
TEUR
über einem Jahr
TEUR
gesamt
TEUR
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.414 0 4.414
(Vorjahr) 2.907 0 2.907
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.788 0 3.788
(Vorjahr) 4.041 0 4.041
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.275 31 1.306
(Vorjahr) 332 22 354

6. Sonstige Rückstellungen

In den Sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für ausstehende Bonizahlungen (TEUR 400), für Rückbauverpflichtungen (TEUR 65), für ausstehenden Urlaub des Personals (TEUR 102), voraussichtliche Jahresboni an Kunden (TEUR 371) und ausstehende Rechnungen für die Buchhaltung sowie Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses (TEUR 86) enthalten.

7. Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitsspiegel:

30.06.2017 30.06.2016
davon mit einer Restlaufzeit von davon mit einer Restlaufzeit von
Gesamt bis zu 1 Jahr 1-5 Jahren mehr als 5 Jahren Gesamt bis zu 1 Jahr 1-5 Jahren mehr als 5 Jahren
Verbindlichkeiten TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.335 2.335 0 0 1.699 1.699 0 0
2. Sonstige Verbindlichkeiten 22.503 932 0 21.571 27.201 852 0 26.349
-davon gegenüber Gesellschaftern 0 0 0 0 4.778 0 0 4.778
-davon aus Steuern 653 653 0 0 588 588 0 0
-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 47 47 0 0 38 38 0 0

II. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 0 (i. VJ TEUR 726).

2 Personalaufwand

Im Gesamtbetrag der Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung enthalten in Höhe von TEUR 145 (i.Vj. TEUR 85).

3. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens

Bei den in diesem Posten ausgewiesenen Beträgen i. H. v. TEUR 500 (i. VJ TEUR 0) handelt es sich um einen Aufwand von außergewöhnlicher Größenordnung (§ 285 Nr. 31 HGB). Die Beträge betreffen ausschließlich Abschreibungen auf Forderungen an die MK Metalfoils (Wujiang) Co. Ltd (verbundene Unternehmen).

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 333 (i. VJ TEUR 0).

5. Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

In dem Posten sind Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 4 (i. Vj. TEUR 53) enthalten.

6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In dem Posten sind Erträge aus verbundenen Unternehmen i.H.v. TEUR 251 (i.Vj. TEUR 238) enthalten.

7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In dem Posten sind Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen i.H.v. TEUR 54 (i.Vj. TEUR 51) enthalten.

8. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Posten Steuern vom Einkommen und Ertrag weist für das Geschäftsjahr 2016/2017 einen Ertrag von 160 TEUR aus. In diesem Posten sind TEUR 411 Erträge aus der Auflösung latenter Steuern (i.Vj. TEUR 95) und periodenfremde Aufwendungen von TEUR 250 (i. Vj. TEUR 59) enthalten. Aufgrund der ab dem Wirtschaftsjahr 2016/2017 bestehenden ertragssteuerlichen Organschaft erfolgt die Besteuerung auf der Ebene der Organträgerin.

E. Sonstige Pflichtangaben

I. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen resultiert aus Miet- und Leasingverpflichtungen und beläuft sich auf TEUR 2.739. Hiervon entfallen TEUR 2.594 auf das unbewegliche Sachanlagevermögen. Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind nicht enthalten.

II. Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten

Im Rahmen der Verbindlichkeiten der MKM Holding GmbH gegenüber Kreditinstituten hat die MK Metallfolien GmbH eine Schuldbeitrittserklärung abgegeben und haftet daher auch für die Verbindlichkeiten der MKM Holding GmbH (= verbundenes Unternehmen). Der Haftungsbetrag beläuft sich zum 30.06.2017 auf TEUR 8.115.

In diesem Rahmen wurden folgende Sicherheiten bestellt:

Globalzession aller bestehenden und künftigen Forderungen der MK Metallfolien GmbH aus Warenlieferungen und Leistungen,

Abtretung der Ansprüche auf Auszahlung einer Entschädigungsleistung aus einem Kreditsicherungsvertrag,

Abtretung aller bestehenden und künftigen Forderungen aus drei bestehenden Leasingverträgen gegen die MK Metalfoils Inc. USA.,

Sicherungsübereignung der gesamten technischen Anlagen und Maschinen, andere Anlagen sowie kaufmännische und technische Betriebs- und Geschäftsausstattung der MK Metallfolien GmbH nebst Peripherie und Zubehör an den Standorten Hagen und Schwerte,

Sicherungsübereignung des gesamten jeweiligen Bestands des Warenlagers an den Standorten Hagen und Schwerte und

Sicherungsübereignung von Stahlcoils der MK Metallfolien GmbH in Konsignationslagern.

Aufgrund der bisher planmäßigen Tilgung des Darlehens besteht zum Bilanzstichtag kein Risiko einer Inanspruchnahme.

III. Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungen

Die MK Metallfolien GmbH hat zu Gunsten der MK Metalfoils (Wujiang) Co., Ltd. eine Erklärung abgegeben, wonach sie sich verpflichtet, dass die MK Metallfolien GmbH das notwendige Kapital und die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung zur Verfügung zu stellen, um die Geschäftsfähigkeit zu gewährleisten und ihren laufenden Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich nachkommen zu können.

Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen, weil die Verbindlichkeiten ggü. externen Dritten gem. der bestehenden Unternehmensplanungen aus dem Cashflow der MK Metalfoils (Wujiang) Co., Ltd. zu bedienen sind.

IV. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Im Geschäftsjahr waren in durchschnittlicher Anzahl folgende Mitarbeitergruppen beschäftigt:

gesamt
Angestellte 19
Gewerbliche Arbeitnehmer 52
geringfügig Beschäftigte 1
Gesamt 72

V. Organe der Gesellschaft und Gesamtbezüge

Als Geschäftsführer der Gesellschaft ist bestellt:

Gerhard Cloppenburg, Dipl.-Kaufmann/Kaufmännischer Leiter

Jörg Giersbach, Dipl.-Ingenieur/technischer Leiter.

Von dem Wahlrecht des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

VI. Konzernzugehörigkeit

Die MK Metallfolien GmbH hat zwei Tochtergesellschaften. Auf die Erstellung eines Konzernabschlusses wird mit Verweis auf die größenabhängigen Befreiungen nach § 293 HGB verzichtet.

Die MK Metallfolien ist ein Tochterunternehmen der MKM Holding GmbH. Der Jahresabschluss der MK Metallfolien GmbH wird in den Konzernabschluss der MKM Holding GmbH, Hagen, einbezogen. Der Konzernabschluss ist unter Berücksichtigung der größenabhängigen Befreiungen gemäß § 293 HGB freiwillig und wird daher nicht im Bundesanzeiger offen gelegt.

VII. Ergebnisverwendungsvorschlag

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zu Gunsten der MK Holding GmbH. Der Jahresüberschuss wird auf Grund der bestehenden Verlustvorträge und der damit verbundenen Abführungssperre nicht an die MK Holding GmbH ausgekehrt, sondern auf neue Rechnung vorgetragen.

VIII. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2016/2017 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Der Jahresabschluss wurde am 26.04.2018 festgestellt.

 

Hagen, den 20.01.2018

Gerhard Cloppenburg, Geschäftsführer

Jörg Giersbach, Geschäftsführer

Lagebericht

A. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung von Branche und Geschäftsverlauf

Das globale Wirtschaftswachstum ist laut OECD im Verlauf des 1. Halbjahres 2017 stärker als zunächst erwartet ausgefallen, die Konjunktur ist seit längerer Zeit wieder in beinahe allen großen Volkswirtschaften aufwärts gerichtet. Nach lediglich 3,0 % Wachstum im Jahr 2016 wird sich die globale Wirtschaftsleistung in 2017 und 2018 deutlich auf 3,5 % bzw. 3,6 % erhöhen. Auch ist die Stimmungslage in den Schwellenländern deutlich angestiegen und gewinnt wieder an Dynamik.

Die globale Stahlindustrie ist seit Mitte 2016 im Aufwind, die Stahlerzeugung erreichte mit 1.610 Mio. Tonnen in 2016 fast wieder den Höchststand von 2014. Für 2017 wird der Wert von 2014 sicherlich übertroffen werden, da ein Anstieg der Rohstahlerzeugung in nahezu allen Regionen erfolgt. Offenbar haben der lebhaftere Welthandel und nach längerer Flaute wieder steigende Investitionen die Nachfrage nach Stahl belebt. Die Auslastung der globalen Produktionskapazitäten hat sich damit zwar verbessert, der Auslastungsgrad bleibt mit 72 % jedoch gering. Auch die deutsche Stahlindustrie hat sich in den letzten 12 Monaten positiv entwickelt. "Die Kapazitätsauslastung der deutschen Stahlindustrie lag im vergangenen Jahr durchschnittlich bei 86 %, was im internationalen Vergleich ein außerordentlich hoher Wert ist" so Prof. Dr. Döhrn, Konjunkturchef des RWI-Leibnitz-Institut für Wirtschaftsforschung. Trotz der guten konjunkturellen Aussichten für die Stahlindustrie weltweit und in Deutschland bleibt das Problem der Überkapazitäten bestehen. Dazu kommt die Gefahr einer handelspolitischen Eskalationsspirale im Stahlsektor: Die USA drohen mit handelspolitischen Maßnahmen gegen europäische Produzenten. Die EU ist bereits handelspolitisch aktiv geworden und beschränkt die Einfuhren von Billigstahl aus China und einigen anderen Ländern. Äußerst volatile Rohstoffmärkte und anhaltende politische Unsicherheiten prägen weiterhin das Umfeld.

Laut Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, kann nach den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 eine überwiegend positive Bilanz für die Weltmärkte gezogen werden, auch wenn sich die Wachstumsdynamik der letzten Jahre in den großen Märkten USA, China und Europa, die immerhin für 70 % des PKW-Weltmarktes stehen, verringert hat. In Europa wurden trotz Diesel-Skandals im ersten Halbjahr 2017 mit 8,21 Mio. Autos so viele Fahrzeuge binnen eines Halbjahres verkauft wie seit zehn Jahren nicht mehr. Allerdings zeigen wichtige Absatzmärkte wie Großbritannien und Deutschland Schwäche. Zudem sind vor allem die Zulassungen von Neuwagen mit Dieselmotor europaweit stark rückläufig. In Deutschland wird für das erste Halbjahr ein Rückgang von 9,1 % verbucht, wodurch der Marktanteil des Dieselmotors auf geringe 41,3 % fällt. Gleichzeitig zeigen die Neuzulassungszahlen des Kraftfahrzeugbundesamtes besonders bei den alternativen Antrieben einen positiven Trend. Der Anteil am Gesamtvolumen bleibt mit einem Marktanteil von rund 3 % aber noch gering.

Die MK Metallfolien GmbH blieb im Geschäftsjahr 2016/2017 trotz eines wirtschaftlichen Umfeldes, das stärker denn je von politischen Ereignissen wie dem BREXIT-Votum in Großbritannien, der US-Präsidentenwahl. Terror und Krieg im Nahen und Mittleren Osten, der Immigrationsproblematik in Europa oder global zunehmenden Handelshemmnissen geprägt war, weiter auf Erfolgskurs. Treiber für das Wachstum im Umsatz waren erneut die weltweit führende Marktposition in Verbindung mit einer globalen Aufstellung der Fertigungsstätten. Der VW-Dieselskandal hat unser Geschäft bisher noch nicht negativ beeinflusst.

2. Umsatz und Auftragsentwicklung

Die Umsatzerlöse stellen sich nach geographischer Aufteilung wie folgt dar:

2016/2017 2015/2016
in TEUR in % in TEUR in %
operatives Kerngeschäft        
Inland 20.867 59,2% 19.153 64,5%
EU 2.904 8,2% 2.524 8,5%
Drittstaaten 8.968 25,4% 8.017 27,0%
  32.739 92,8% 29.694 100,0%
Sonstige Umsatzerlöse        
Inland 35 0,1% - 0,0%
Drittstaaten 2.489 7,1% - 0,0%
  2.524 7,2% - 0,0%
Umsatzerlöse 35.263 100,0% 29.694 100,0%

Die obige Aufteilung in das operative Kerngeschäft und sonstige Umsatzerlöse ist durch die gesetzlichen Änderungen des BilRUG bedingt. Im Geschäftsjahr 2016/2017 sind die Umsätze innerhalb des Kerngeschäfts im Verhältnis zum Vorjahr um rund 10 % auf 32,74 Mio. Euro gestiegen. Die Umsätze in Übersee beinhalten Intercompany Lieferungen.

Die sonstigen Umsatzerlöse beinhalten vor allem konzerninterne Erlöse aus Leasing und Lizenzrechten.

Die Umsätze mit den innovativen Werkstoffen für das NEW BUSINESS Segment konnten wir gegenüber dem Vorjahr um knapp 11 % auf 3,6 Mio. Euro steigern. Der Lohnarbeitsanteil hat sich auf rund 1,1 Mio. Euro reduziert.

In unserem wichtigsten Segment, den Katalysatorfolien, konnten wir unseren Umsatz um ca. 2,7 Mio. Euro auf rund 23,9 Mio. Euro steigern.

3. Umweltschutz

Da wir Folien für die Produkte des Umweltschutzes liefern, ist der Umweltschutz ein wichtiger Bestandteil unserer betrieblichen Aktivitäten. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette praktizieren wir betrieblichen Umweltschutz, wobei Ressourcenschonung und Energieeinsparung im Vordergrund stehen. Der bestehende Anlagenpark wird diesbezüglich ständig auf die Umwelt-Effizienz geprüft und entsprechend aufgewertet. Die Zertifizierung nach DIN ISO 9001 und 14.001 wurde im Herbst 2016 neu bestätigt. Der Standard enthält Anforderungen an Umweltmanagementsysteme, und zwar bezüglich der kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung, der Erfüllung der rechtlichen und sonstigen Verpflichtungen sowie der Formulierung konkreter Umweltziele. Weiterhin wurde das Energiemanagementsystem nach DIN ISO 50001 überprüft und bestätigt. Ziel ist es, die eingesetzten Energieträger zu erfassen und auf Optimierungen zu analysieren.

4. Vermögenslage

30.06.2017 30.06.2016 Veränderung
Aktiva in TEUR in TEUR in TEUR
Geschäfts- oder Firmenwert 2.698 3.238 -540
Sachanlagen 3.831 4.721 -890
Finanzanlagen 6 257 -251
Vorräte 8.602 7.224 1.378
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände 9.507 7.303 2.204

Die Verringerung des Sachanlagevermögens ist in erster Linie auf planmäßige Abschreibungen zurückzuführen. Die Investitionen ins Sachanlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 65 und betrafen im Wesentlichen die Datenverarbeitungsanlagen sowie sonstige Büro- und Geschäftsausstattung.

Der Anstieg der Vorräte um rd. 19 % auf TEUR 8.602 ist insbesondere auf einen Anstieg der fertigen Erzeugnisse zurückzuführen.

Die Erhöhung der Forderungen ist vor allem auf einen Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.

30.06.2017 30.06.2016 Veränderung
Passiva in TEUR in TEUR in TEUR
Bilanzielles Eigenkapital 1.462 -6.249 7.711
Rückstellungen 2.563 4.226 -1.663
Nachrangige Darlehen von mittelbaren Gesellschaftern (inkl. abzugrenzende Zinsen) 18.594 18.594 0
Nachrangige Darlehen Muttergesellschaft 0 4.778 -4.778
Übriges Fremdkapital 6.243 5.528 715
Latente Steuern 0 410 -410

Mit Wirkung ab dem 01.07.2016 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft MKM Holding GmbH. Gemäß den gesetzlichen Vorgaben ist trotz des Ergebnisabführungsvertrags ein positives Jahresergebnis vorrangig mit dem Verlustvortrag zu verrechnen; nur ein etwaig übersteigendes positives Jahresergebnis ist an die Mutter abzuführen. Vor diesem Hintergrund war zum 30.06.2017 keine Gewinnabführung vorzunehmen, erhöhte sich das bilanzielle Eigenkapital um den Jahresüberschuss und ist per 30.06.2017 mit TEUR 1.463 positiv.

Das wirtschaftliche Eigenkapital der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

TEUR Geschäftsjahr Wert
in %
TEUR Vorjahr Wert
in %
Eigenkapital + nachrangige Gesellschafterdarlehen * x 100 20.033   17.100  
Gesamtkapital 28.863   33.537  
Wirtschaftliches Eigenkapital in %   69,4   51,0

Der Rückgang der Rückstellungen ist im Wesentlichen auf einen Rückgang der Steuerrückstellungen zurück zu führen. Durch den Ergebnisabführungsvertrag werden ab diesem Geschäftsjahr sowohl die latenten als auch die Ertragssteuern auf Ebene der MKM Holding GmbH abgebildet. Die ausgewiesenen Steuerrückstellungen betreffen daher nur noch nicht veranlagte Vorjahre.

Das im Vorjahr ausgewiesene nachrangige Darlehen der MKM Holding GmbH wurde im Geschäftsjahr mit Zustimmung der Gesellschafter getilgt bzw. mit Forderungen verrechnet.

5. Finanzlage

Die Finanz- und Liquiditätsstruktur stellt sich wie folgt dar:

TEUR Geschäftsjahr Wert TEUR Vorjahr Wert
Fremdkapital und Rückstellungen 27.400   33.126  
- Flüssige Mittel 4.177   4.507  
Nettoverschuldung in TEUR   23.223   28.619

In der o.a. Nettoverschuldung sind Gesellschafter- und mittelbare Gesellschafterdarlehen von TEUR 18.594 (Vorjahr TEUR 23.372) enthalten, die aufgrund ihrer Laufzeit und ihrer Nachrangigkeit dem Eigenkapital zugerechnet werden. Im Rahmen der gesellschaftsrechtlichen Änderungen im Oktober 2015 wurden die Laufzeiten der Gesellschafterdarlehen neu gefasst. Sie weisen nunmehr Laufzeiten bis mindestens zum 30.09.2022 auf.

Weiterhin steht der MK Metallfolien GmbH ein Finanzdarlehen eines privaten Investors zur Verfügung. Dieses hat ebenfalls eine Laufzeit bis 2022.

Der nachstehend ermittelte vereinfachte Cash Flow wird aus dem Jahresergebnis der Gesellschaft abgeleitet.

Geschäftsjahr Vorjahr
in TEUR in TEUR
Jahresergebnis 7.712 3.616
Erträge aus der Aufl. von Rückstellungen 0 -32
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 1.510 2.037
Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die üblichen Abschreibungen überschreiten 500 0
Erhöhung der Pensionsrückstellung (vor Saldierung mit einer Rückdeckungsversicherung) 176 114
Abschreibung Ausleihung an verbundene Unternehmen (AV) 0 200
Zuschreibung auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 -81
nicht zahlungswirksame Währungseffekte 334 -725
Cash Flow (vereinfacht) 10.232 5.129

6. Ertragslage

Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
in TEUR in TEUR in TEUR
Umsatzerlöse 35.263 29.693 5.570
Gesamtleistung (= Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) 36.730 30.448 6.282
Sonstige betriebliche Erträge 49 3.019 -2.970
Materialaufwand 17.781 16.391 1.390
Personalaufwand 5.558 4.928 630
Abschreibungen 2.010 2.037 -27
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.772 4.462 -690
Ergebnis vor Abschreibung, Steuern und Finanzergebnis (EBITDA) 9.168 7.686 1.482
Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis und a.o. Ergebnis (EBIT) 7.658 5.650 2.008
Finanzergebnis -104 -316 212
Jahresergebnis 7.712 3.617 4.095

Der Anstieg der Umsatzerlöse ist zum Teil auch auf gesetzliche Neuregelungen durch das BilRUG zurückzuführen. Im aktuellen Geschäftsjahr wurden insgesamt Erlöse in Höhe von TEUR 2.523 aus Mieteinnahmen, Leasing- und Lizenzvereinbarungen sowie sonstigen konzerninternen Weiterberechnungen im Posten Umsatzerlöse ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst. Wäre die geänderte Definition des § 277 Abs. 11 HGB bereits im Vorjahr angewendet worden, hätten sich im Vorjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 31.797 ergeben. Der um diese Effekte bereinigte Anstieg der Umsatzerlöse beträgt daher TEUR 3.466.

Zur Umsatz- und Auftragsentwicklung vgl. im Übrigen Abschnitt A. 2.

Die Materialaufwandsquote (Relation von Materialaufwand zur Gesamtleistung) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um rd. 5,42% verringert. Eingeleitete Maßnahmen zur Prozess- und Qualitätsverbesserung sind die wesentlichen Ursachen für die Verbesserung.

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 12,7 % auf TEUR 5.558 erhöht. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand in Relation zur Gesamtleistung) hat sich gegenüber dem Vorjahr von 16,2 % auf 15,1 %reduziert. Die gute Auftragslage hat zu einer Produktivitätssteigerung geführt.

In den o.a. Abschreibungen sind planmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen i. H. v. TEUR 1.510 (i. Vj. TEUR 2.037) sowie außerplanmäßige Abschreibungen auf Forderungen des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 500 (i. Vj. TEUR 0) enthalten.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrifft im Wesentlichen gesunkene Instandhaltungsaufwendungen.

Das Jahresergebnis ist um 4,0 Mio. Euro angestiegen. Insgesamt beurteilen wir die Entwicklung des Geschäftsjahres als positiv. Unsere Planungen des Vorjahres wurden sowohl hinsichtlich Umsatz als auch EBITDA und Jahresergebnis deutlich übertroffen, was insbesondere auf eine gegenüber der Planung verbesserte Absatzmarktsituation zurückzuführen ist.

7. Sonstige wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr

Im Zusammenhang mit dem Gesellschafterwechsel im Oktober 2015 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der MK Metallfolien GmbH und der neuen Muttergesellschaft MKM Holding GmbH abgeschlossen, der ab diesem Geschäftsjahr umgesetzt wurde.

B. Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB

1. Zweigniederlassungen

Die MK Metallfolien GmbH hat neben dem Standort Hagen einen Produktionsbetrieb in Schwerte.

2. Forschung und Entwicklung

Unsere aktuell laufenden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten befassen sich mit neuen Werkstoffkonzepten für unser Kerngeschäft Katalysatorfolien als auch für neue Anwendungen bei den erneuerbaren Energien. Bei der Umsetzung dieser Aktivitäten arbeiten wir mit Universitäten als auch mit Kernkunden partnerschaftlich zusammen.

Treiber der F&E-Aktivitäten sind die Verschärfung der weltweiten Abgasgesetze für Verbrennungsmotoren. Ein Schwerpunkt unserer Arbeiten lag daher im Testen und der Qualifizierung unseres neuen Werkstoffes für ein kompaktes Euro VI Abgasreinigungssystem für den LKW Bereich. Die F&E-Aktivitäten sind mittlerweile abgeschlossen, der Werkstoff wurde für die Serienfertigung freigegeben und wird erstmalig bei der VW Plattform MLB evo eingesetzt. Produktionsstart wird im 4. Quartal 2017 sein. Auch für den neuen Dieselmotor der Plattform MQB evo haben wir die Nominierung erhalten. Start der Produktion wird voraussichtlich im 2. Halbjahr 2018 sein.

Mit dem kompakten System sollen Gewicht und Bauraumbedarf für die Abgasreinigung signifikant verringert werden. Die AdBlue-Verdampfung im Abgas soll so optimiert werden, dass auch bei niedrigeren Abgastemperaturen hohe NOx-Minderungsraten im Hochleistungsmetallträger-SCR-Katalysator erreicht werden. Heute wird als SCR Katalysator hauptsächlich ein Keramikkörper eingesetzt. Durch den Einsatz des neuen Werkstoffes können die Kosten für die Folien signifikant verringert werden, wodurch das System wettbewerbsfähig gegenüber der Keramikkomponente angeboten werden kann.

Weiterhin arbeiten wir an einem neuen Legierungskonzept zur Einstellung und Regelung der physikalischen Eigenschaften von FeCrAl-Legierungen für beheizbare automobile Abgassysteme. Ziel dieses Projektes ist es die Werkstoffentwicklung so weiter zu entwickeln, dass eine Erhöhung der Energiedichte im elektrisch beheizbaren Katalysator um deutlich mehr als 30 % erreicht wird. Damit ließe sich der elektrisch beheizbare Katalysator optimal regeln und somit der Schadstoffausstoß deutlich reduzieren. Dieses Konzept wird dann für die Hybridfahrzeuge eingesetzt und stellt sicher, dass der Motor beim Einsatz sofort auf Betriebstemperatur ist und somit die katalytische Wirkung umgehend einsetzt.

Auch arbeiten wir an Materialien für den Einsatz von OLED. OLED sind halbleitende, organische Materialien, die unter elektrischer Spannung leuchten. Einsatzgebiete sind u.a. Displays von Smartphones.

Grundsätzlich können wir Lösungsansätze für Werkstoff- und Folien-Know-How, Prozesswissen in der Kalt- und Weiterverformung und weltweite logistische Leistungsfähigkeit anbieten. Auf diesen Gebieten sehen wir unsere Kernkompetenz, die wir konsequent durch F+E Aktivitäten weiter ausbauen.

C. Risikobericht

Risikomanagement

Im Rahmen unserer Strategie-, Planungs- und Budgetprozesse sowie in der Unternehmensberichterstattung werden die wesentlichen Risiken laufend beobachtet und bewertet und regelmäßig im Gesellschafterkreis diskutiert.

Die Prozesse der Leistungserbringung werden insgesamt gut gesteuert und sind daher weniger risikobehaftet. Um Prozess- und Wertschöpfungsrisiken zu begegnen, haben wir umfassende Verfahrensvorgaben zu Produkt- und Qualitätsmanagement, Arbeitssicherheit und Umwelt festgelegt. Die Zertifizierungen des Qualitätsmanagements nach ISO 9001, des Umweltmanagementsystems nach ISO 14001 sowie des Energiemanagementsystems nach ISO 50001 werden jährlich durch den TÜV auditiert.

Zudem werden unsere Produktionsverfahren und Abläufe ständig weiterentwickelt und verbessert, unsere Anlagen sorgfältig gewartet und unsere Mitarbeiter entsprechend aus- und weitergebildet. Für mögliche Schäden und dem damit verbundenen Produktionsausfall sowie für andere Schadens- und Haftpflichtfälle wurden entsprechende Versicherungen abgeschlossen.

Absatzrisiken und -chancen

Der Dieselmotor - ein sehr wichtiges Absatzsegment für die katalytischen Folien - steht seit der Abgasaffäre in der Kritik. Sind die Tage für den Selbstzünder gezählt? Nein, denn er bietet nach wie vor ein großes Potenzial zur Verbrauchs- und Emissionssenkung. Das ist der Tenor auf der 2. internationalen FEV-Konferenz "Diesel Powertrain 3.0", die im Juni 2016 in Leipzig stattfand.

"Ohne Diesel würde kein Hersteller die CO 2 Regularien, die ab 2021 in Europa gelten, erreichen", stellt der Chef Analytiker der Prognose Spezialisten von IHS Herr Fulbrook dar. Die Dieselantriebe garantieren nach wie vor einen geringen Verbrauch und damit auch niedrige CO 2 Werte. Vor allem angesichts des unvermindert anhaltenden SUV-Booms ist das entscheidend, um auch nur in die Nähe des dann vorgeschriebenen Kohlendioxid-Ausstoßes von 95 g/km zu kommen. Ab 2025 wird sogar über einen Flottengrenzwert von 75 g/km diskutiert.

Seit dem 1. September 2017 gelten in Europa die neuen Abgasnormen Euro 6c beziehungsweise Euro 6d-TEMP für Pkw. Die neuen Verordnungen weisen zwar die gleichen Emissionsgrenzwerte für die Prüfstandmessung wie die seit September 2014 gültige Euro-6-Abgasnorm auf, allerdings müssen die Fahrzeuge künftig ihr Emissionsverhalten unter schärferen Testbedingungen beweisen. So verlangt die nunmehr gültige Abgasnorm Euro 6c eine Messung auf dem Prüfstand nach dem WLTP-Verfahren. Diese Methode soll weniger praxisfern als die bisherige NEFZ-Messung sein. Darüber hinaus sieht die parallel gültige Abgasnorm Euro 6d-TEMP eine zusätzliche Messung im RDE-Verfahren vor. Bei dieser "Real Drive Emission"-Messung wird außerdem geprüft, wie das reale Abgas-Emissionsverhalten von Fahrzeugen im praktischen Fahrbetrieb ist. Die Abgasnorm Euro 6c ist aktuell nur für neue Fahrzeugtypen bindend, ab dem 01.09.2018 sind die Vorgaben aber von allen Neufahrzeugen verpflichtend. Euro 6d-TEMP und damit das RDE-Verfahren ist ebenfalls für die Genehmigung neuer Fahrzeugtypen ab dem 1. September 2017 bindend. Ab dem 1. September 2019 müssen dann alle neu zugelassenen Autos die NOx-Grenzwerte von 126 beziehungsweise 168 mg pro Kilometer im RDE-Verfahren erfüllen. Diese neuen Vorgaben werden nach unserer Auffassung den Einsatz von Partikelfiltern in Fahrzeugen mit Ottomotor forcieren. Neben Mercedes und PSA hat sich auch VW zum Einbau des Filters im Benziner entschieden. In 2022 sollen bis zu 7,0 Mio. Neufahrzeuge mit Rußfilter fahren, was für uns neue Absatzchancen beinhaltet.

"Der Verbrennungsmotor wird uns noch etliche Jahre begleiten. Er wird den Nachlauf der Elektromobilität flankieren und finanzieren. Er hat weiter Potenzial. Das gilt für den Diesel ebenso wie für den Benziner" so VDA Präsident Wissmann im Juni 2016. Die Elektromobil-Modelle zeigen im Ergebnis, dass es bisher nur wenigen Herstellern gelingt, technologisch ausgereifte Modelle hervorzubringen, die aus Kundensicht eine wirkliche Alternative darstellen, Es mangelt vor allen Dingen an Reichweiten, die 300 km deutlich überschreiten müssen. Ferner fehlt es an attraktiven Endkundenpreisen.

Die Gefahr einer Substitution in Richtung alternative Antriebe, insbesondere durch den Elektroantrieb, wird damit von uns für die nächsten Jahre als eher gering beurteilt.

Im Automobilzulieferergeschäft besteht grundsätzlich die Gefahr möglicher Markt- und Wachstumsschwankungen. Angesichts unserer Umsatzverteilung liegt unser Fokus auf der Entwicklung in Europa. Es besteht das Risiko, dass der Wettbewerbs- und Preisdruck in Europa weiter zunehmen wird. Diesem Risiko begegnen wir durch den Aufbau der Standorte in den USA und China und den damit verbundenen Absatzchancen sowohl in den USA als auch in Asien.

Die Produktion von Katalysatorfolien ist nach wie vor unser Hauptprodukt. Dadurch können Abhängigkeiten von der Entwicklung unserer Kunden im Automobilzulieferergeschäft entstehen. Diesem Risiko versuchen wir durch weltweiten Absatz unserer Produkte sowie durch eine Ausweitung unserer Produktpalette auch auf andere Geschäftsbereiche (z.B. stationäre Motoren, Ceranfelder, erneuerbare Energien, Berstscheiben für Airbags) zu begegnen. Durch neu entwickelte Werkstoffe werden wir in den nächsten Jahren in der Lage sein, neu entstehende Märkte (u.a. Off-Road Anwendungen) zu bedienen, als auch bestehende Wachstumsimpulse insbesondere bei den SCR Katalysatoren für LKW's zu erhalten.

Beschaffungsrisiken

Bei der Versorgung mit Vormaterial sind wir auf Fremdanbieter angewiesen. Die Anzahl der Lieferanten für unsere Hauptmaterialien ist gering, weshalb hier ebenfalls Risiken und Abhängigkeit bestehen. Aufgrund der Einschätzung unserer Beschaffungsquellen gehen wir aber derzeit davon aus, dass die Verfügbarkeit dieser Rohstoffe in den benötigten Mengen und Qualitäten auch in Zukunft gewährleistet ist.

Ein potentielles Risiko für die Ertragslage der MK Metallfolien GmbH ist das weiterhin hohe Preisniveau für Energie und Rohstoffe, insbesondere auch für unsere Stahlqualitäten. Diesen Risiken begegnen wir durch intensive Marktbeobachtung, eine enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten, sowie langfristiger Lieferverträge und Überwachung der gesamten Lieferkette. Die Kapazitätsauslastung hat sich auch bei den Zulieferern der für uns relevanten Stahlgüten deutlich verbessert. Im Laufe des Geschäftsjahres unterlag insbesondere auch der Chrom-Preis. der entscheidend in den Legierungszuschlag mit einfließt, starken Schwankungen.

Aufgrund der Beschlüsse zur Energiewende in Deutschland erwarten wir dauerhaft steigende Strompreise und Netzentgelte. Zur Absicherung dieses Risikos haben wir mittlerweile die Strompreise bis Ende 2018 abgesichert.

Risiken aus den Beteiligungen

Für den Aufbau unserer Tochtergesellschaften in den USA und in China haben wir in den vergangenen Jahren hohe Sach- und Geldinvestitionen getätigt. Der Ausbau unserer weltweiten Präsenz mit guten und langjährigen Kundenbeziehungen in den für unsere Geschäftsaktivitäten relevanten Märkten trägt nach unserer Auffassung wesentlich dazu bei. Abhängigkeiten von einzelnen Absatzmärkten und Branchen zu reduzieren und Nachfragerückgänge abzufedern. Gleichwohl besteht das Risiko, dass die wirtschaftliche Entwicklung der beiden Unternehmen unter unseren Erwartungen bleibt und die getätigten Such- und Geldinvestitionen ganz oder teilweise ausfallen.

Zum 30.06.2017 weisen beide Tochtergesellschaften ein negatives Eigenkapital aus, weitere Informationen zur Höhe finden sich im Anhang. Die MK Metallfolien hat sich verpflichtet. für die chinesische Tochtergesellschaft sicherzustellen, dass die MK Metalfoils (Wujiang) Co., Ltd. ausreichend finanzielle Mittel erhält, um den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten und die Verbindlichkeiten fristgerecht zu begleichen. Aufgrund dieser Verpflichtung besteht das Risiko, dass die MK Metallfolien GmbH weitere finanzielle Mittel für die Tochter aufbringen muss.

Ausfallrisiken und Fremdwährungsrisiken

Das Unternehmen stellt den Tochterunternehmen zur Stärkung ihrer Liquidität langfristige festverzinsliche Darlehen - in Euro oder in US-Dollar - zur Verfügung und/oder stundet dem Grunde nach kurzfristige Forderungen bis auf weiteres. Soweit diese Forderungen aufgrund der Liquiditätssituation der Tochterunternehmen voraussichtlich nicht kurz- bis mittelfristig beglichen werden können, wurden Einzelwertberichtigungen auf diese Forderungen gebildet, um den möglichen Ausfallrisiken bei diesen Forderungen Rechnung zu tragen.

Die Forderungen gegenüber der amerikanischen Tochtergesellschaft notieren in US-Dollar. Daher bestehen hier Fremdwährungsrisiken. Für die Zukunft können sich aus der Notierung der Forderungen in US-Dollar ergebnisbelastende Kursverluste ergeben.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten werden überwiegend durch eine Kreditausfallversicherung gegen Ausfallrisiken abgesichert.

Liquiditätsrisiken

Um jederzeit die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sicherstellen zu können, werden sowohl auf Ebene der MK Metallfolien GmbH als auch auf Konzernebene laufend Liquiditätsplanungen erstellt, um etwaige Defizite frühzeitig festzustellen und gegensteuern zu können. Zum 30.6.2017 halten wir etwaige Liquiditätsrisiken aufgrund des Zahlungsmittelbestands für gering. Neben den flüssigen Mitteln steht der GmbH eine Kreditlinie über 2,5 Mio. Euro bei der Commerzbank zur Verfügung, die zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen wurde.

Zinsrisiken

Um unseren Kapitalbedarf zu decken, stehen von den mittelbaren Gesellschaftern langfristige, niedrigverzinsliche Gesellschafterdarlehen in Höhe von rd. 18,6 Mio. Euro zur Verfügung. Daneben bestehen weitere Finanzdarlehen mit festen Zinsen. Insofern besteht bei einer Erhöhung des Zinsniveaus nicht das Risiko einer steigenden Zinsbelastung.

Die gestundeten kurzfristigen Forderungen an unsere Tochterunternehmen werden mit einem festen Zinssatz verzinst. Bei wesentlichen Änderungen des Zinsniveaus besteht die Möglichkeit, die Zinssätze anzupassen, so dass hier keine wesentlichen Zinsänderungsrisiken bestehen.

Personalrisiken

Für den Unternehmenserfolg sind engagierte Mitarbeiter von immenser Bedeutung. Es besteht das Risiko, insbesondere für Schlüsselpositionen geeignete Mitarbeiter zu finden oder kompetente Mitarbeiter zu verlieren. Diesem Risiko versuchen wir durch eine langfristige Bindung der Mitarbeiter und eine leistungsgerechte Bezahlung zu begegnen.

IT-Risiken

Unsere Geschäftsprozesse sind IT-gestützt und dementsprechend Risiken der Informationssicherheit und Funktionsfähigkeit ausgesetzt. Hierbei lassen wir uns durch externe Dienstleister beraten, die gemeinsam mit uns maßgeschneiderte Lösungen für unsere Systeme entwickeln und implementieren.

D. Prognosebericht

Wir gehen davon aus, dass auch im kommenden Jahr die weltweite Stahlnachfrage wachsen wird, wenn auch lediglich geringfügig. Der Importdruck auf dem europäischen Stahlmarkt dürfte tendenziell hoch bleiben. Wir erwarten eine intensive Wettbewerbssituation bei einem stabilen und hohen Preisgefüge.

Nach dem kräftigen Zuwachs im vergangenen Jahr wird der Welt-Automarkt 2017 wohl nur moderat zulegen. Nach einer Prognose des GAR-Instituts der Universität Duisburg-Essen könnten auf Jahressicht weltweit 85 Mio. PKW verkauft werden, das wäre ein Plus im Vergleich zu 2016 von 2,3 %. Im Vorjahr hatte die Steigerung noch 6,4 % betragen. Die Abkühlung wird den Experten zufolge maßgeblich durch das nachlassende Wachstum in China bestimmt. Verzeichnete der größte Automarkt der Welt 2016 noch einen Zuwachs von 18,2 %, werden es der Prognose zufolge in diesem Jahr nur noch 3,8 % sein. "Für die deutschen Autobauer dürfte China in den nächsten Jahren schwieriger werden" sagte der CAR Direktor Ferdinand Dudenhöfer. Während der europäische Markt in diesem Jahr um 3 % wachsen wird, erwarten die Forscher vom CAR-Institut für den US-Automarkt in 2017 sogar einen Absatzrückgang von 1 %. Trotz vieler Diskussionen um Antriebskonzepte und Fehlverhalten bei der Abgassteuerung ist die deutsche Automobilindustrie im Inland und im Ausland mit einer Gesamtproduktion von leicht über 16 Mio. Einheiten in 2017 und einem Weltmarktanteil von 18 % weiter auf Wachstumskurs.

Der VW-Dieselskandal wird nach unserer Auffassung weiterhin dazu führen, dass die Gesetzgebung strenger beachtet und mehr Kontrollen eingeführt werden. Die Gesetzgebung zur Real Driving Emission (RDE) ist am 1. September 2017 in Kraft getreten. Insgesamt gehen wir davon aus, dass die modernen Abgasnachbehandlungstechnologie noch aufwändiger und effizienter gestaltet wird, was für unsere Produkte nur von Vorteil sein kann. Hier hat nach unserer Einschätzung insbesondere der aufheizbare Katalysator ein großes Potenzial.

Aufgrund der Folgen von Dieselgate sowie des Booms an SUV-Verkäufen müssen sich die Automobilhersteller verstärkt mit ihren CO 2-Bilanzen auseinandersetzen. Beide Entwicklungen zusammengenommen haben dazu geführt, dass die lange Zeit rückläufigen CO 2-Werte zuletzt wieder angestiegen sind. Thomas Koch, Leiter des Instituts für Kolbenmaschinen am Karlsruher Institut für Technologie plädiert diesbezüglich in den VDI Nachrichten für eine weniger in die Vergangenheit, als vielmehr in die Zukunft gerichtete öffentliche Diskussion. Der CO 2-Vorteil des dieselmotorischen Antriebs im Vergleich zum Benziner ist seiner Meinung nach immens. Koch bilanziert, dass ein Wechsel von nur 1% der Neufahrzeuge vom Diesel- zum Benzinantrieb allein in Deutschland zu einer CO 2-Mehremission von mindestens 5.000 to pro Jahr führt, während der NOx-Ausstoß bei den neuesten Euro-6-Dieselfahrzeugen auf dem Niveau von Benzinmotoren liegt. Da die Entwicklungen im Bereich der Elektromobilität nach wie vor nicht ausgereift sind, werden die Autohersteller den Dieselmotor aufgrund der CO 2-Werte voraussichtlich weiterhin promoten.

Darüber hinaus erfordern die Kaltstartspezifikation ab 2018 (Euro VII) und die RDE Gesetzgebung (Real Driving Emission) ab 2017 Optimierungen, die sich über die elektrische Beheizung unserer Folien umsetzen lassen. Es geht insbesondere um die Frage, wie schnell die Diskrepanz zwischen Werten, die bei Straßentests oder im Labor gemessen werden, schrumpfen soll. Eine schnelle Aufheizung als außermotorische Maßnahme ist nur mit den sehr dünnen und hitzebeständigen Metallfolien möglich.

Unter Berücksichtigung der vorgenannten Rahmenbedingungen halten wir einen insgesamt vorsichtig optimistischen Blick auf die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2017/2018 für angemessen. Insgesamt erwarten wir im Geschäftsjahr 2017/2018 leicht rückläufige Umsätze und aufgrund steigender Kosten ein gegenüber diesem Jahr deutlich rückläufiges EBITDA und Jahresergebnis.

 

Hagen, den 20.01.2018

Gerhard Cloppenburg, Geschäftsführer

Jörg Giersbach, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der MK Metallfolien GmbH, 58089 Hagen, für das Geschäftsjahr vom 01.07.2016 bis 30.06.2017 geprüft.

Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften. vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Oldenburg, den 28.02.2018

ECENTIS GmbH
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