Porcher Industries Germany GmbH

Benzstraße 14, 89155 Erbach, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 735862
Vorher
Blitz 17-210 GmbH
Eingetragen
7.8.2017
Branche
Herstellung von technischen TextilienHerstellung von Glasfasern und Waren darausHerstellung von Vliesstoff und nicht-konfektionierten Erzeugnissen daraus
Gegenstand
Die Herstellung, der Vertrieb und die Veredelung von Fasern, Garnen und Geweben aus Glas, Aramid, Kohlenstoff und sonstigen Grundstoffen sowie die Beschichtung der vorgenannten Produkte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Maurer
seit 11.6.2024
Geschäftsführer
Rudolphe Alvares
seit 31.3.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Porcher Industries S.A.FRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Porcher Industries S.A.
France
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Porcher Industries Germany GmbH

Erbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.149,75 16.967,76
II. Sachanlagen 9.772.468,69 10.366.054,48
9.773.618,44 10.383.022,24
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 6.119.492,88 8.595.496,56
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.171.913,31 3.045.697,38
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.170.101,65 807.034,65
9.461.507,84 12.448.228,59
C. Rechnungsabgrenzungsposten 35.000,00 35.000,00
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 924.260,71 -
20.194.386,99 22.866.250,83

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 5.500.000,00 5.500.000,00
III. Verlustvortrag -4.959.648,78 -4.509.684,44
IV. Jahresfehlbetrag -1.489.611,93 -449.964,34
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 924.260,71 -
0,00 565.351,22
B. Rückstellungen 8.108.526,20 8.145.247,86
C. Verbindlichkeiten 11.989.190,79 14.053.611,75
D. Rechnungsabgrenzungsposten 96.670,00 102.040,00
20.194.386,99 22.866.250,83

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Rohergebnis 11.053.488,77 12.880.672,35
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.278.384,48 -6.369.384,09
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.476.235,98 -1.673.456,82
(davon für Altersversorgung € 59.406, im Vorjahr € 341.863)
-7.754.620,46 -8.042.840,91
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -783.006,13 -874.584,00
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.323.410,05 -3.795.010,16
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -510.439,58 -441.671,64
(davon an verbundene Unternehmen € 422.356, im VJ € 234.540)
(davon aus der Abzinsung langfristiger Rückstellungen € 88.083, im VJ € 206.030)
6. Ergebnis nach Steuern -1.317.987,45 -273.434,36
7. Sonstige Steuern -171.624,48 -176.529,98
8. Jahresfehlbetrag -1.489.611,93 -449.964,34

Amtsgericht Ulm, HRB 735862

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Angaben zum Jahresabschluss

A. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches, sowie der ergänzenden Bestimmungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung erstellt. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Vorschriften §§266 ff. HGB.

Soweit für Pflichtangaben Wahlrechte bestehen, diese in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang darzustellen, sind diese aus Gründen der Übersichtlichkeit im Anhang dargestellt.

Die Ausweisstetigkeit wurde grundsätzlich gewahrt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. §275 Abs. 2 HGB n.F. gegliedert.

Die Porcher Industries Germany GmbH wurde neu gegründet und am 7. August 2017 in das Handelsregister eingetragen. Sie hat zum 1. Oktober 2017 im Rahmen eines Asset Deals den Geschäftsbetrieb von der P-D Interglas Technologies GmbH übernommen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungswahlrechte werden nicht in Anspruch genommen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Euro Referenzkurs am Transaktionstag erfasst. Am Bilanzstichtag ausgewiesene, auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit Laufzeiten von einem Jahr oder weniger werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Euro Referenzkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei Vermögensgegenständen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr nach Abschlussstichtag erfolgt die Bewertung mit dem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag, sowie bei den Verbindlichkeiten mit dem höheren Kurs am Bilanzstichtag. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und im Anhang gesondert angegeben. Die laufenden Erstattungen von Sozialversicherungsbeiträgen im Rahmen der Kurzarbeit wurden im Personalaufwand aufwandsmindernd erfasst.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt bei immateriellen Vermögensgegenständen 3 bis 10 Jahre.

Sachanlagen

Die entgeltlich erworbenen Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Hergestellte Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden auf Einzelkostenbasis zuzüglich angemessener Gemeinkostenzuschläge, soweit diese für die Herstellung notwendig sind, bewertet. Fremdkapitalzinsen sind nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Für abnutzbare Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden 25 bis 50 Jahre, bei technischen Anlagen, Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 15 Jahre.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 800 werden innerhalb eines Jahres abgeschrieben.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren werden zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten abzüglich Preisnachlässen bewertet, die unter Beachtung des Niederstwertprinzips nicht über den Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag liegen. Für Hilfs- und Betriebsstoffe wird ein Festwert gebildet.

Fertige und unfertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessenen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst) bzw. niedrigerem beizulegenden Wert bewertet. Angemessene Gemeinkostenzuschläge wurden berücksichtigt, die auf normaler Kapazitätsauslastung basieren. Fremdkapitalzinsen sind nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Dem Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde durch absatzmarktorientierte Abschläge Rechnung getragen. Bestandsrisiken aus verminderter Verwertbarkeit, Lagerdauer o.Ä. werden durch Abwertungen im Rahmen von konzerneinheitlichen Altersabschlägen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Aktiva

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Dem allgemeinen Kreditrisiko sowie dem internen Zinsverlust wird durch eine Pauschalwertberichtigung des um die einzelwertberichtigen Forderungen bereinigten Nettoforderungsbestands, zweifelhaften Forderungen wird durch angemessene Einzelwertberichtigung Rechnung getragen. In Euro lautende Forderungen werden an einen Faktor verkauft.

Der Bestand an liquiden Mitteln wird mit Nominalwerten bewertet.

Der Ansatz der sonstigen Aktiva erfolgt zu Nennwerten.

Die Eigenkapitalposten sind zum Nennwert bewertet.

Rückstellungen

Die Rückstellungen werden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Diese Rückstellungen werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Bei Altersvorsorgeverpflichtungen wird der durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre für die Abzinsung verwendet.

Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

Latente Steuern

Latente Ertragsteuern werden für sämtliche Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen gebildet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung wahrscheinlich ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der für die Gesellschaft geltenden Steuersätze ermittelt.

Ergibt sich aus der Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern ein Aktivüberhang, wird von dem Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht.

Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen bzw. Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Haftungsverhältnisse

Die Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251, 268 Abs. 7 HGB werden nach den für Verbindlichkeiten geltenden Grundsätzen unter Berücksichtigung der Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme ausgewiesen. Die Risikoeinschätzung der Inanspruchnahme erfolgte auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Summe der Bruttowerte (kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten) und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten sowie die Zugänge und Abgänge des Berichtsjahres ergeben sich aus dem Anlagenspiegel (ebenso sind dem Anlagenspiegel die Abschreibungen des Geschäftsjahres zu entnehmen).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind in den sonstigen Vermögensgegenständen nicht mehr enthalten.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 532 enthalten (davon TEUR 129 gegenüber Gesellschaftern).

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist aufgrund des negativen Jahresergebnisses negativ.

Ausschüttungsgesperrte Beträge:

TEUR 63 aus der Abzinsung der Altersvorsorgeaufwendungen (sog. Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB)

Rückstellungen

Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf der Basis der Projected Unit Credit Methode unter Zugrundlegung eines Rechnungszinsfußes von 1,83%, der sich bei Annahme einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt und unter Anwendung der Sterbetafel Heubeck 2018 G. Lohn- und Gehaltstrends wurden in Höhe von 2,0% p.a. berücksichtigt sowie Rentenanpassungen in Höhe von 1,0% p.a..

Der unterschiedliche Wertansatz der Pensionsrückstellungen in der Handels- und Steuerbilanz ist überwiegend ursächlich für die Ertragssteuerbelastung der Gesellschaft.

Die ausgewiesenen Buchwerte zum Bilanzstichtag entsprechen den ermittelten notwendigen Erfüllungsbeträgen der Rückstellungen. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 63.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 11.750 (Vorjahr: TEUR 11.852) (davon gegenüber Gesellschaftern TEUR 11.675 (Vorjahr: TEUR 11.824), davon aus Lieferungen und Leistungen TEUR 293 (Vorjahr: TEUR 463)).

Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Hier sind Kursgewinne in Höhe von T€ 45 (VJ T€ 132), sowie T€ 487 (VJ T€ 0) Erträge aufgrund der Energiestrompreise enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Hier sind Kursverluste in Höhe von T€ 136 (VJ T€ 460) enthalten.

II. Sonstige Angaben

A. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte/Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Im Jahr 2019 wurde ein Vertrag für Factoring abgeschlossen. Im Rahmen dessen wurden auf Euro lautende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Geschäftsjahr 2023 veräußert. Bei dem Vertrag handelt es sich um ein echtes Factoring, bei dem das Risiko der Zahlungsunfähigkeit der Kunden auf den Faktor übergeht. Die verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 17.640 wurden in voller Höhe ausgebucht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Verpflichtungen aus Leasingverträgen (jährlich)

Maschinen, EDV Hard- und Software, sonstige Anlagen und Fahrzeuge bis Laufzeitende TEUR 176. Die Laufzeit der Leasingverträge beträgt bei Software und bei beweglichen Gegenständen bis zu fünf Jahre.

Die Bestellobligo lagen zum Bilanzstichtag in der Porcher Industries Germany GmbH im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen, die gemäß § 251 oder § 285 Nr. 3 HGB anzugeben sind, bestehen nicht.

B. Organe und Aufwendungen für Organe

Geschäftsführer: Herr René Bender alleiniger Geschäftsführer, einzelvertretungsberechtigt (bestellt 18.05.2021 bis zum 30.04.2024)
Herr Michael Maurer alleiniger Geschäftsführer, einzelvertretungsberechtigt (bestellt 01.05.2024)

Auf die Angabe der Bezüge der gesamten Geschäftsleitung, sowie für die Pensionsverpflichtung gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführungs Vorstands und ihrer Hinterbliebenen, als auch für die Ruhegeldbezüge der früheren Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer wird gemäß §286 (4) HGB verzichtet.

C. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Kaufm./techn. Angestellte 57
Gewerbliche Arbeitnehmer 80
Azubis 7
Gesamt 144

D. Nachtragsbericht

In 2024 wurde durch den Gesellschafter ein Teilverzicht in Höhe von 2,7 Mio EURO auf das Gesellschafterdarlehen erklärt. Die Erklärung sieht einen Besserungsschein auf zukünftige Gewinne ab 2026 vor.

E. Sonstige Pflichtangaben

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, Porcher Industries S.A. Badinières, Frankreich zum 31. Dezember 2023 einbezogen. Der Konzernabschluss wird von der Porcher Industries S.A. entsprechend den französischen Regeln veröffentlicht und ist beim Handelsgericht in Vienne unter der Registernummer 553 620 022 RCS Vienne hinterlegt. Hierbei handelt es sich sowohl um den größten, als auch um den kleinsten Konsolidierungskreis.

 

Erbach, den 31. Juli 2024

Porcher Industries Germany GmbH

Michael Maurer, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023 Zugang Abgang Umbuchung Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 101.568,26 0,00 0,00 0,00 101.568,26
101.568,26 0,00 0,00 0,00 101.568,26
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.968.785,41 0,00 0,00 0,00 10.968.785,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.671.676,63 0,00 0,00 292.441,09 3.964.117,72
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 355.052,20 21.860,29 0,00 0,00 376.912,49
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 140.699,05 151.742,04 292.441,09 0,00 0,00
15.136.213,29 173.602,33 292.441,09 292.441,09 15.309.815,62
15.237.781,55 173.602,33 292.441,09 292.441,09 15.411.383,88
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugang Abgang Umbuchung Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 84.600,50 15.818,01 0,00 0,00 100.418,51
84.600,50 15.818,01 0,00 0,00 100.418,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.821.940,01 351.751,81 0,00 0,00 2.173.691,82
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.710.293,85 384.344,93 0,00 0,00 3.094.638,78
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 237.924,95 31.091,38 0,00 0,00 269.016,33
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4.770.158,81 767.188,12 0,00 0,00 5.537.346,93
4.854.759,31 783.006,13 0,00 0,00 5.637.765,44
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.149,75 16.967,76
1.149,75 16.967,76
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.795.093,59 9.146.845,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 869.478,94 961.382,78
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 107.896,16 117.127,25
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 140.699,05
9.772.468,69 10.366.054,48
9.773.618,44 10.383.022,24

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen des Unternehmens

Präambel

Die Porcher Industries Germany GmbH wurde in 2017 gegründet. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2017 hat sie von der P-D Interglas Technologies GmbH im Rahmen eines Asset-Deals deren Geschäftsbetrieb in Erbach erworben, wo der Produktionsstandort bis heute vollumfänglich weiterbetrieben wird. Die Porcher Industries Germany GmbH ist Teil der Porcher Industries Gruppe; oberstes Mutterunternehmen ist die Porcher Industries S.A. in Frankreich.

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Porcher Industries Germany GmbH ist ein weltweit agierender Hersteller technischer Gewebe aus Glas-, Aramid- und anderen synthetischen Fasern. Die wesentlichen Absatzmärkte sind die Bereiche industrielle Anwendung, Bau und Luftfahrt.

Forschung und Entwicklung

Die kontinuierliche kundenspezifische Produktentwicklung spielt eine maßgebende Rolle für die Weiterentwicklung des Unternehmens. Forschung im eigentlichen Sinne wird nicht betrieben.

Wirtschaftsbericht

Geschäftsverlauf

Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 4,1 Billionen Euro, nominal gesehen ist das BIP laut Statista Research Department gestiegen . Dies liegt allerdings in der Inflation begründet, preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht, das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der höchsten Inflation der letzten Jahre fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus, im Jahr 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession.

Laut der Prognose der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 lediglich um 0,2 Prozent - im Vergleich zum Vorjahr - wachsen. Die Regierung rechnet für das Jahr 2024 mit einer erheblich schwächeren Entwicklung der Wirtschaftsleistung als noch im Herbst 2023 und korrigierte die Prognose um 1,1 Prozentpunkte deutlich nach unten. Die Auswirkungen der ansteigenden Preise im Energiesegment und allgemein der höheren Inflation als in den Vorjahren, sowie die allgemeine weltwirtschaftliche Schwäche, unter anderem bedingt durch die Folgen des Krieges in der Ukraine, belasten die deutsche Wirtschaft deutlich stärker als noch vor sechs Monaten angenommen.

Für den Standort Erbach bedeutete dies, dass wir einen sehr guten Start in das Jahr 2023 hatten, im Q2 bereits einen erheblichen Rückgang feststellten, verbunden mit einer negativen Prognose für den Rest des Jahres. Dies zwang das Unternehmen zur Kurzarbeit in der zweiten Hälfte des Jahres, da die Umsatzzahlen in der zweiten Hälfte des 2023 auf den tiefsten Stand seit dem Coronajahr 2020 sanken. Trotz dieser einschneidenden Maßnahme der Kurzarbeit und der Realisierung von Preiserhöhungen, konnten die fehlenden Volumen nicht aufgefangen werden und das Geschäftsjahr 2023 schloss mit einem Verlust.

Darstellung der Lage der Gesellschaft

Ertragslage

Die Gesamtleistung ohne sonstige betriebliche Erträge belief sich im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 19.803 (VJ. TEUR 26.867). Es wurden Umsatzerlöse aus Warenlieferungen in Höhe von TEUR 20.111 (Vj. TEUR 24.490) erwirtschaftet.

Die Materialaufwandsquote (bezogen auf die Umsatzerlöse aus Warenlieferungen und die Bestandsveränderung) lag bei 48.6 %. (Vj: 54,7 %). Die in 2022 aufgrund der Covid-Pandemie erhöhten Einkaufspreise sind im Berichtsjahr wieder gesunken. Dieser auh in 2024 anhaltender Trend und ein veränderter Produktmix haben zur Senkung der Materialaufwandsquote geführt.

Die Personalkosten konnten in 2023 unter anderem durch den Einsatz von Kurzarbeit von 8.042 TEUR auf 7.755 TEUR gesenkt werden.

Durch den Umsatzrückgang von ca. 24% stieg die Personalaufwandsquote auf 39.2%.im Vergleich zu 29.6% im Vorjahr.

Der operative Betriebsaufwand zeigt sich in den einzelnen Kostenarten als stabil.

Das Finanzergebnis beinhaltet im Wesentlichen Zinszahlungen an die Konzernmutter in Höhe von TEUR 422, sowie den Aufwand aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 88.

Finanzlage

Die Einbeziehung der Gesellschaft in die Konzernfinanzierung der Porcher Industries Gruppe bleibt zwar nach wie vor ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensfinanzierung, jedoch wurde die Finanzierung von Investitionen, Betriebsmitteln und auch laufender Kosten weitestgehend aus dem operativen Geschäft selbst sichergestellt. Im Rahmen des in den Vorjahren eingeführten Factorings werden in Euro lautende Forderungen verkauft.

Die Finanzierung ist durch die Einbindung in die Konzernfinanzierung der Porcher Gruppe sichergestellt.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beläuft sich auf TEUR 20.194 und hat sich aufgrund einer Reduzierung der Lagerbestände gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.672 verringert.

Eine Kapitalerhöhung durch Zuzahlung in die freie Kapitalrücklage gemäß § 272 (2) Nr. 4 HGB ist in 2020 in Höhe von TEUR 1.500, in 2021 in Höhe von TEUR 3.000 und in 2022 in Höhe von TEUR 500 erfolgt. In 2024 wurde durch den Gesellschafter ein Teilverzicht in Höhe von 2,7 Mio. EURO auf das Gesellschafterdarlehen erklärt. Die Erklärung sieht einen Besserungsschein auf zukünftige Gewinne ab 2026 vor.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 11.750 und liegen somit TEUR 102 unter dem Vorjahreswert.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 471 (Erhöhung um TEUR 205 gegenüber 2022) und sind solche aus Lieferungen und Leistungen.

Aufgrund eines aktiven Working Capital Managements wurde der Vorratsbestand gegenüber dem Vorjahresbilanzstichtag um TEUR 2.476 verringert, davon bei den fertigen Erzeugnissen um TEUR 958, bei den Rohstoffen um TEUR 1.294

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Entwicklung der Gesellschaft kann an folgenden finanziellen Leistungsindikatoren abgelesen werden:

2023 2022
Gesamtleistung ohne s.b.E. und Eigenleist. TEUR 19.803 26.867
Jahresergebnis TEUR -1.490 -450

Die Gesamtleistung hat sich aufgrund des gesunkenen Umsatzes und des Bestandsabbaus gegenüber dem Vorjahr um ca. 26% verringert .

Das EBIT hat sich um TEUR 976 von TEUR 168 auf TEUR (- 808) vermindert.

Prognose, Risiko- und Chancenbericht

Prognosebericht

Für 2023 war eine moderate Steigerung von Umsatz und Gesamtleistung geplant.

Dieses Ziel wurde aufgrund stark hinter den Erwartungen liegenden Auftragseingängen nicht erreicht.

In der Planung für 2023 wurde von einem leicht negativen Ergebnis ausgegangen.

Kostensteigerungen u. a. für Rohstoffe, Energie, Fracht und Verpackungen konnten nur zeitversetzt über Preiserhöhungen auf der Absatzseite kompensiert werden, so dass die Planung unterjährig nach unten korrigiert wurde (Plan: -1,41 Mio., IST -1,49 Mio.).

Für 2024 ff. wird eine breite Produktdiversifizierung angestrebt, um den Standort Erbach langfristig zu sichern.

In unserer Branche der technischen Gewebe sind die Aussichten für 2024 mit der Erholung der Aktivität weiterhin verhalten. Die Nachfrage im Elektro- und Architekturbereich ist moderat, im Luftfahrtbereich weiterhin auf niedrigem Niveau. Wir rechnen deshalb nur mit einem leichten Anstieg des Umsatzes und der Gesamtleistung ohne sonstige betriebliche Erträge und Eigenleistung im Vergleich zum Jahr 2023.

Sofern sich die externen Rahmenbedingungen nicht weiter negativ entwickeln und sich die internen Umstrukturierungs- und Integrationsmaßnahmen nachhaltig positiv auswirken, sollten wir das Geschäftsjahr 2024 mit einem ähnlichen Ergebnis aus dem operativen Geschäft wie 2023 abschließen.

Die Prognose kann unter bisher nicht vorhersehbaren Effekten im gesamtwirtschaftlichen Kontext aus dem Krieg in der Ukraine und der angespannten Situation im Nahen Osten beeinflusst werden.

Risikobericht

Die Risiken, die sich nachteilig auf die Geschäftsentwicklung und das prognostizierte Ergebnis auswirken können, haben sich zum Vorjahr nicht verändert und betreffen im Wesentlichen (ohne Priorisierung der Reihenfolge):

Aufgrund der aktuellen Situation in Bezug auf das "Corona-Virus" besteht grundsätzlich die Unsicherheit einer negativen Auswirkung im gesamtwirtschaftlichen Kontext. Für die Porcher als Produktions- und Vertriebsgesellschaft besteht dabei ein Risiko auf der Beschaffungsseite für Verzögerungen bei der Lieferung von Rohstoffen sowie auf der Absatzseite durch eine sinkende Nachfrage der Produkte.

Durch den Krieg in der Ukraine besteht das Risiko einer Energieverknappung, sowie in weiter steigenden Preise für Strom und Gas. Das direkte Risiko auf der Absatz- bzw. Beschaffungsmarktseite ist gering, denn weder Russland noch die Ukraine sind für uns ein wesentlicher Absatz bzw. Beschaffungsmarkt.

Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum, den USA und Asien und den damit verbundenen Inflationsrisiken.

Politische und wirtschaftliche Entwicklungen auf unseren Absatzmärkten, insbesondere in den USA und der Türkei.

Teilweise Überalterung des Maschinenparks mit immer schwieriger werdender Ersatzteilversorgung, was durch schrittweise Ersatzbeschaffung teilweise gelöst wird.

Zusatzaufwendungen und Herausforderungen bei der Integration und Umstrukturierung des Unternehmens im Verbund der Porcher Industries Gruppe, v.a. auch hinsichtlich des ERP und BISystems.

Überalterung ausgewählter Fachkräfte und Fluktuation in einzelnen Bereichen einhergehend mit Fachkräfte- und Spezialistenmangel zur Nachbesetzung. Verstärkte Ausbildungsaktivitäten sowie der Abschluss eines neuen Haustarifvertrages werden helfen, dem zu begegnen.

Chancenbericht

Das Chancenpotential liegt primär in den anspruchsvollen und margenstarken Bereichen Beschichtungs-, Luftfahrt- und Architekturgewebe. Steigt hier die Nachfrage stärker als erwartet, können zusätzliche Deckungsbeiträge realisiert werden. Zur Bedienung der breit gefächerten Nachfrage nach unterschiedlichsten Gewebetypen werden die Produktionskapazitäten angepasst, modernisiert und weiter ausgebaut.

 

Erbach, 31. Juli 2024

Michael Maurer, Geschäftsführer

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Porcher Industries Germany GmbH, Erbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Porcher Industries Germany GmbH, Erbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Porcher Industries Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 31. Juli 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jürgen Schwehr, Wirtschaftsprüfer

ppa. Alexandra Wiedmann, Wirtschaftsprüfer

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 20. Dezember 2024 festgestellt.

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