Eurogarant Autoservice Aktiengesellschaft

Grüner Weg 12, 61169 Friedberg (Hessen), DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Friedberg HRB 8030
Eingetragen
11.2.2015
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenBeteiligungsgesellschaftenVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels Carsharing
Gegenstand
Gegenstand der Gesellschaft ist der gemeinsame Einkauf von Materialien und Produkten für den Karosserie- und Fahrzeugbau zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Gesellschafter. Die Gesellschafter sind jedoch nicht verpflichtet, die von der Gesellschaft eingekauften Waren zu beziehen, es sei denn, sie haben mit der Gesellschaft einzelne nach Warenart und Warenmenge bestimmte Warenbezugsverträge abgeschlossen. Der individuelle Warenbezug der Gesellschafter bleibt unberührt. Weiterer Gegenstand der Gesellschaft ist es, ein Angebot der einzelnen Gesellschafter im Bereich der Kfz-Unfallinstandsetzung, insbesondere an Betreiber von überregionalen Fahrzeugflotten und Versicherungsgesellschaften im Rahmen eines überregionalen Schadensmanagementssystems zu ermöglichen. Sofern hierfür gemeinsame Leistungen der Gesellschafter erforderlich sind, werden diese von der Gesellschaft erbracht. Auch kann die Gesellschaft Verhaltensempfehlungen aussprechen die zur Errichtung und Aufrechterhaltung eines überregionalen Schadensmanagementssystems erforderlich sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sebastian Kaiser
seit 2.2.2026
Vorstandsmitglied
Marc Loibl
seit 7.10.2025
Prokura
Andreas Apel
seit 13.7.2022
Prokura
Ruth Matthäus
seit 10.11.2021
Prokura
Vorstandsmitglied
Thorsten Fiedler
seit 11.2.2015
Vorstandsmitglied
Peter Börner
seit 11.2.2015
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

NameAnteil
3.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Eurogarant Autoservice Aktiengesellschaft

Friedberg (Hessen)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Historie

Die EUROGARANT AutoService AG wurde Ende 1998 auf Initiative des ZKF (Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik) gegründet. Das Konzept ist inhaltlich auf die Belange und die Strukturen des Karosserie- und Fahrzeugbauer-Handwerks mit seinen rund 3.500 Mitgliedsbetrieben zugeschnitten und war von dem Leitgedanken geprägt, den angeschlossenen Betrieben wirtschaftliche Vorteile zu verschaffen.

Nach der vollständigen Zeichnung aller aufgelegten Aktien erfolgte im Jahr 2007 eine Kapitalerhöhung und damit die Möglichkeit, neue Aktionäre aufzunehmen. Im Jahre 2011 erfolgte eine erneute Kapitalerhöhung.

Der Wert der Aktie wurde aus Gesellschaftsmitteln von 1.000 € auf 2.000 € angehoben, wodurch sich das Grundkapital auf 900.000 € erhöhte.

Am Bilanzstichtag hatte die Gesellschaft aufgrund von Firmenverkäufen sechs eigene Aktien im Bestand. Eigene Aktien werden, soweit vorhanden, gemäß § 272 HGB mit ihrem Nennwert offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

II. Darstellung der Lage im abgelaufenen Geschäftsjahr

Seit vielen Jahren in Folge schafft es die Gesellschaft trotz Energiekrisen, Pandemie oder Kriegsauswirkungen hervorragende Ergebnisse zu erzielen. Auch im Jahr 2023 konnte in allen Geschäftsbereichen ein deutliches Plus erzielt werden. Die EUROGARANT AutoService AG schafft es immer wieder sich in einem Verdrängungsmarkt zu behaupten und gilt nicht nur deswegen bei den Mitarbeitern als sicherer Arbeitgeber. Besonders hervorzuheben sind die in der Branche ansonsten unüblichen, extrem langjährigen Kundenbeziehungen. Viele Stammkunden, Fahrzeugflotten, Lieferanten und Dienstleister werden teilweise schon seit über zwanzig Jahren durch uns betreut Dies unterstreicht die Qualität der angebotenen Dienstleistungen und sorgt natürlich auch für eine gewisse Planungssicherheit. Diese Kontinuität am Markt sorgt auch dafür, dass neue Kunden auf das Unternehmen aufmerksam werden, zumal die Zusammenarbeit mit wirtschaftlich abgesicherten Dienstleistern im Fokus vieler Kunden liegt.

Die Sparten Schadenmanagement und Zentraleinkauf konnten die geplanten Zahlen, Erwartungen und Prognosen wieder einmal deutlich übertreffen. Die laut Satzung vorgegebene Maxime, den angeschlossenen Betrieben "geldwerte Vorteile" zu verschaffen, konnte mit großem Erfolg umgesetzt werden.

Durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen konnte den Risiken, die mit der Gewährung von Zahlungszielen gegenüber Kunden und Mitgliedsbetrieben verbunden sind, auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ausreichend Rechnung getragen werden.

Die Geschäftsbereiche im Einzelnen:

A Zentraleinkauf

Die zunehmende Wiederaufnahme der allgemeinen Geschäftstätigkeiten nach Corona und damit einhergehender Reiseaktivitäten nehmen dem Individualverkehr Platz auf der Straße. Dies führt zu zunehmenden Unfallzahlen und damit ebenso zu einem erhöhten Ersatzteilbedarf. Hiergegen wirkt ein zunehmender Fachkräftemangel und damit eine Verknappung der Reparaturkapazität auf dem deutschen Markt. Vorlaufzeiten von mehr als 6 Wochen in den Karosserie- und Autolackierfachwerkstätten sind zur Normalität geworden. Werkstätten melden sich aus ihren Partnerverträgen bei den Versicherungen und Schadenlenkern ab, da keine Kapazitäten vorhanden sind. Erfahrungsgemäß werden zunächst diese Auftraggeber auf "Warteposition" gestellt, welche die schlechtesten Erträge in die Betriebe liefern. Diese Effekte führen bei der EUROGARANT AutoService AG in Summe zu erhöhter Nachfrage nach Ersatzteilen.

Die Fahrzeughersteller haben im vergangenen Jahr deutlich an der Ersatzteil-Preisschraube gedreht, und nach Einschätzung der Gesellschaft damit die Preise um rund 10 % erhöht. Die Gesellschaft selbst liegt mit einem Wachstum der gesamten Ersatzteilumsätze von 10 Millionen Euro deutlich über den Preisanpassungen und verzeichnet somit ein wachsendes Geschäftsfeld. Unabhängige Werkstätten haben die freie Wahl, ihren Ersatzteilbedarf dort zu decken, wo sie den besten Service erhalten und den besten Preis bekommen. Hier konnte sich die EUROGARANT AutoService AG im vergangenen Jahr besser positionieren.

Das Geschäftsfeld mit Werkzeugen, Ausstattungen und Verbrauchsmaterialien erfreut sich weiterhin einem leichten, aber nachhaltigen permanenten Wachstum. Die Anzahl der User des Web-Shops nehmen permanent zu und bestellen mehr und hochpreisige Produkte. Der Web-Shop wurde im letzten Jahr modernisiert und mit neuen Funktionen verbessert. Gleichzeitig wird durch die Zusammenarbeit mit den ZKF-Ausschüssen das Angebot erweitert und der spezielle Bedarf der Werkstätten bei der Produktauswahl im Detail berücksichtigt. Zusammen mit der Verstärkung im Außendienst entwickelt sich dieser Geschäftsbereich positiv.

B Schadenmanagement

Sprunghafte politische Entscheidungsfindungen mit zeitnahem, verbindlichem Gesetzerlass in Bezug auf die Verkehrs- und Energiemärkte, führen zu Verunsicherung und in der Folge zur konservativen Entscheidungsfindung im privaten als auch unternehmenstechnischen Umfeld. So tendieren viele Flottenentscheider in den Firmen, zusätzlich beflügelt durch die noch nicht völlig stabilisierte Lage am Neuwagenmarkt, zur Qualitätsreparatur der vorhandenen Fahrzeuge, um diese in der Anzahl und bekannten Technik stabil, sowie verfügbar zu halten. Deutlich merkbar ist zudem der mittlerweile auch in den Verwaltungsbereichen der Firmen angekommene Fachkräftemangel, der die Auslagerung von Bearbeitungsprozessen hin zu den Dienstleistern verstärkt. Hier zeigt das Geschäftsmodel der EUROGARANT AutoService AG mit dem Bereich Schadenbearbeitung, zielgerichtet seine besonderen Stärken. Leistungsfähige, digitale Prozesse gepaart mit der hohen Motivation unserer Mitarbeiter, sowie dem hochqualifizierten Werkstattnetz der EUROGARANT-Fachbetriebe, haben sich am Markt etabliert und finden deutlichen Anklang. Diese Erfolgsparameter in Verbindung von preissensibler, markenkonformer Qualitätsreparatur mit dem erforderlichen, innovativen Marktgespür haben wieder einmal dazu beigetragen, dass die Bestandskunden gehalten und Neukunden dazugewonnen wurden. Die Dienstleistung der Glasschadenvermittlung, in Verbindung mit dem Kooperationspartner Scheiben-Doktor, konnte zudem vertraglich für ein weiteres Jahr gefestigt werden. Die Vermittlungs- und Umsatzzahlen wurden durch diese Effekte höchst erfolgreich auf einem neuen Rekordniveau positioniert und zeigen weiterhin positive Tendenzen.

C Leasing

Zum ersten Mal in der Historie des Geschäftsbereiches Leasing in der EUROGARANT AutoService AG haben wir es mit einer stagnierenden Nachfrage bei den Betrieben zum Thema Fahrzeuge zu tun. Die Gründe hierzu sind vielfältig, den größten Einfluss hat allerdings die "Sättigung" der Nachfrage, es sind bereits ausreichend Werkstattersatzfahrzeuge in den Betrieben vorhanden. Ebenso Einfluss hat der Trend, dass die Betriebe Einsparungen vornehmen und nicht mehr für jeden Reparaturauftrag ein kostenfreies Fahrzeug zur Verfügung stellen. Einige Kunden verzichten dann auf einen kostenpflichtigen Ersatz, sodass der Bedarf leicht nachgibt. Zusätzlich haben große Vermieter den Weg in die Werkstätten gefunden und hier interessante Komplettangebote für den gesamten Bedarf abgegeben.

Zu Beginn des Jahres 2023 hatten wir noch mit einem Stau der Auslieferungen zu tun. Viele Hersteller konnten wegen deren Lieferketten nicht wie gewünscht die Fahrzeuge in gewohnten Lieferzeiten produzieren und ausliefern. Dies hatte zur Folge, dass Vermittlungsprovisionen verspätet in Rechnung gestellt werden konnten, da der Zeitpunkt der Provision von der Erstzulassung des Fahrzeuges abhängig ist. Zur Mitte des Jahres löste sich der "Knoten" und eine Welle der Auslieferungen hat stattgefunden. Dennoch wurde über den Jahreswechsel ein gewisser Vorlauf in das neue Jahr übertragen, der erst verzögert im Jahr 2024 aufgelöst werden wird.

Die Automobilhersteller reagieren schnell und stellten mit der Zunahme der Auslieferungen auch wieder interessante Angebote zur Verfügung. Mit der Ausweitung des Marken-Spektrums und der Anzahl der Lieferanten konnte ein breiteres Angebot erzeugt werden und damit die Nachfrage angekurbelt werden. Elektrofahrzeuge konnten allerdings in diesem Geschäftsfeld keine signifikanten Zunahmen verzeichnen. Hierzu sind zwei Gründe verantwortlich. Zum einen sind die Neupreise der E-Fahrzeuge deutlich über dem bisherigen Bedarf in der Gesellschaft, zum anderen "trauen" sich die Leasingbanken nicht an konkurrenzfähige Restwerte analog den Verbrennern heran. In Summe bedeutet das eine höhere Summe zur Verzinsung und Aufteilung auf die Monate Leasingdauer, sodass derzeit keine marktgerechten Leasingraten für E-Fahrzeuge verfügbar sind.

III. Investitionstätigkeit

Der zukünftige Erfolg der Gesellschaft kann nur erreicht werden, wenn deutlich in das Personal investiert wird. Der enorme Zuwachs von Kunden bedingt eine deutliche Aufstockung des Personalstamms und entsprechende Schulungen für die neuen Mitarbeiter. Damit einher geht die Investition in unsere IT, seien es neue Programme, Plattformen wie "numinos" oder in vom Gesetzgeber geforderte Richtlinien. Vor ein paar Jahren noch war es möglich, dass ein Mitarbeiter sich nebenbei um das Thema Datenschutz gekümmert hat. Leider ist das nicht mehr möglich, denn dieses Thema beschäftigt mittlerweile eine ganze Abteilung. Als Unternehmer hat man inzwischen das Gefühl, dass die Bürokratisierung einen höheren Arbeitsaufwand verursacht als die Gewinnung neuer Kunden oder die Erschließung neuer Märkte. Lieferkettenschutzgesetz, Datenschutz, BaFin, Finanzamt, Arbeitsschutzgesetze, Work Live Balance und vieles mehr hindern Firmen an dem, was eigentlich ihre Aufgabe ist - etwas zu unternehmen.

Unsere Beteiligungen in der Schweiz, bei repair-pedia oder Partslift, werden auch zukünftig Investitionen erforderlich machen.

Die umfangreichen telefonischen und digitalen Dienstleistungen erfordern eine ständige Erneuerung des Equipments. Deshalb haben wir Ende 2023 und Anfang 2024 in unsere neue Telefonanlage investiert. Dazu gehören nicht nur PCs, Programme und Telefone, sondern auch die Ausstattung mit leistungsfähigen Headsets oder die Erneuerung der technischen Ausstattungen für die mobilen Arbeitsplätze.

IV. Personalsituation

Der Vorstand bestand im Geschäftsjahr 2023 aus drei Personen. Zum Ende des Geschäftsjahres wurden 92 Arbeitnehmer, darunter vier Auszubildende, beschäftigt.

V. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Seit über 25 Jahren lauten die drei Grundsätze unseres Unternehmens: "Sicherheit, Sicherheit und nochmals Sicherheit"! Darum wurde auch größter Wert daraufgelegt, die Rücklagen zu erhöhen, um für etwaige Krisen oder Geschäftseinbrüche gewappnet zu sein. Damit schaffen wir für unsere Lieferanten, Kunden und vor allem Mitarbeiter das notwendige Vertrauen, um eine dauerhafte Zusammenarbeit zu gewährleisten. Die im Eigentum der Gesellschaft befindlichen Geschäftsräume, die weiterhin positive Auftragslage und die innovativen Strategien der Geschäftsleitung sorgen trotz des immer noch sehr angespannten Umfelds für eine gute Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Es sind keinerlei unkalkulierbare Risiken eingegangen worden.

Folgende Kennzahlen sollen die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage näher erläutern:

2022 2023
Anlagevermögen x 100 5.856.040,07 5.331.235,01
Gesamtvermögen 19.283.539,36 21.904.491,07
Anlagenintensität in % 30,37 24,34
Eigenkapital x 100 12.588.147,08 13.111.236,90
Gesamtkapital 19.283.539,36 21.904.491,07
Eigenkapitalanteil in % 65,28 59,86
Eigenkapital x 100 12.588.147,08 13.111.236,90
Anlagevermögen 5.856.040,07 5.331.235,01
Anlagendeckung I in % 214,96 245,93
Jahresüberschuss
+ EE-Steuern x 100 588.715,45 845.524,51
Eigenkapital 12.588.147,08 13.111.236,90
Eigenkapitalrentabilität vor Steuern in % 4,68 6,45
Jahresüberschuss + Fremdkapitalzinsen
+ EE-Steuern x 100 621.035,58 879.156,10
Gesamtkapital 19.283.539,36 21.904.491,07
Gesamtkapitalrentabilität
vor Zinsen und Steuern in % 3,22 4,01
Cashflow x 100
Eigenkapital 1.016.616,22 1.084.877,16
12.588.147,08 13.111.236,90
Eigenkapitalrentabilität in %
bezogen auf Cashflow 8,08 8,27

VI. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Betrachtet man das wirtschaftliche Umfeld genauer, stellt man fest, dass viele Chancen zugleich auch ein bisschen Risiko bedeuten. Die Gewinnung neuer Kunden und das damit verbundene Risiko der pünktlichen Bezahlung der Dienstleistungen machen vielen Unternehmen zu schaffen. Heutzutage gibt es eine nicht unerhebliche Anzahl von Auftraggebern, die erst nach 60 oder 90 Tagen ihre Rechnungen bezahlen. Das bedeutet eine hohe Anforderung an die Liquidität der Unternehmen. Bei gleichzeitigem Kundenzuwachs und einem Anstieg der Zinsen ist es zwingend erforderlich, die kurz- und langfristige Liquidität im Auge zu behalten.

Dies betrifft natürlich auch unsere Werkstätten oder Dienstleister. Es gibt jedes Jahr eine Handvoll Fälle, bei denen ein Zahlungsausfall zu erwarten ist. Dieses Risiko muss jeder Unternehmer tragen und eine entsprechende Vorsorge treffen. Die EUROGARANT AutoService AG hat das Risiko auch von vermehrten Ausfällen durch Rücklagen der Gesellschaft, Kreditlinien, sowie durch die im Eigentum befindliche Immobilie deutlich minimiert.

Immer noch spüren wir die Auswirkungen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine und die Energiekosten sind auch weiterhin kaum planbar.

Ungeachtet der schwierigen Rahmenparameter möchten wir mit einer optimistischen Prognose aufwarten. Im Jahr 2024 erwarten wir eine Umsatzsteigerung in der Bandbreite von 6 - 9 %.

Bisher bestand das größte Risiko der Gesellschaft, abgesehen von Insolvenzen, in der Rolle des faktischen Leasinggebers. Damit war für einen großen Teil des Leasingbestands ein nicht kalkulierbares, mögliches Ausfallrisiko verbunden. Durch die Umstellung im Leasingbereich auf die reine Maklertätigkeit, wurde das Risiko deutlich minimiert. Der Bestand der Fahrzeuge, bei denen die Gesellschaft nach dem alten Geschäftsmodell noch in der Haftung steht, sinkt jeden Monat und wird im Sommer 2024 endgültig ausgelaufen sein.

Der mögliche Wegfall der Glasschäden, bei unserem Kooperationspartner Scheiben-Doktor, hat sich nicht bestätigt und wir gehen davon aus, dass die gute Zusammenarbeit mit dem neuen Besitzer Belron auch im Jahr 2024 unverändert andauert.

Die am Markt einzigartige Konstellation mit einem eigenen Werkstattnetz, der bundesweiten Ersatzteilversorgung und den hervorragenden Konditionen für Ersatzfahrzeuge, bietet auch in 2024 die solide Basis an die Geschäftserfolge der zurückliegenden Jahre weiterhin anzuknüpfen.

VII. Planung 2024

A) Die Gesellschaft wird in diesem Jahr zwei Risiken besonders in ihrer Entwicklung beobachten müssen und hat die Entwicklungszahlen entsprechend angepasst. Bei prognostiziert gleichbleibenden Unfallzahlen auf Deutschlands Straßen, sinkt die Kapazität der Unfallreparaturen in den bei der EUROGARANT AutoService AG angeschlossenen Betrieben. Der Grund hierfür sind stark steigende offene Stellen in den Betrieben bei den produktiven Arbeitskräften. Laut Statistik verlieren die Betriebe rund 7 % der Beschäftigten pro Jahr, deren Stellen nicht wiederbesetzt werden können, da es keine ausreichende Anzahl an Fachkräfte in diesem Handwerksgewerk gibt. Aufgrund steigender Reparaturkosten in den Bereichen Stundensätze, Ersatzteile und Lackmaterial, werden mehr und mehr Fahrzeuge mit ihren Reparaturkosten nach einem Unfallschaden in den wirtschaftlichen Totalschaden abgleiten. Beide Szenarien beeinflussen den Markt der Ersatzteile bei der EUROGARANT AutoService AG besonders. Wir werden den Trends besonderes Augenmerk schenken und von Beginn des Jahres an entgegenwirken. Dies geschieht mit Verdopplung der Außendienstaktivitäten, Marketing-Anreizen, Intensivierung der digitalen Angebote sowie Erweiterung der Gruppe der bestellberechtigten Ersatzteilkunden.

Da sich die Kunden der EUROGARANT AutoService AG in einer guten Ertragssituation befinden, wird auch erfahrungsgemäß in die Werkstattausstattung investiert. Hier erwarten wir ein wachsendes Geschäftsfeld mit zunehmenden Bestellungen unserer Angebote.

Die Zahl der Zahlungsausfälle hat sich in den vergangenen Jahren auf einem niedrigen Niveau bewegt. Hier erwarten wir keine signifikanten Veränderungen. Jedoch verzeichnen wir seit einigen Jahre eine Zunahme an Betriebsaufgaben wegen fehlender Nachfolge und Zusammenschließungen von Betrieben in ein Filialnetz. Beide Trends verursachen ein nur schwer abzuschätzendes Risiko im Bereich Zahlungsausfall und Wegfall von Werkstätten, welche Ersatzteile und Werkzeuge bei uns kaufen. Auch hier vertrauen wir auf die genannten Maßnahmen, um auch diesen Bereich erfolgreich weiterführen zu können.

B) Die Sparte Schadenmanagement der EUROGARANT AutoService AG wird im Jahr 2024, aufgrund des hohen Personalbedarfs des weiterwachsenden Geschäftsfeldes und der entgegenstehenden schlechten Akquise Möglichkeit am Personalmarkt, intensiv die internen Prozesse auf Optimierungsmöglichkeiten analysieren. Das strategisch festgelegte Ziel, eine höhere Automatisierung durch verstärkt digitale Prozesse, unter Einbeziehung modernster KI-Technologie zu erreichen ist gesetzt und wird zu weiteren Effizienzgewinnen für die interne Schadenbearbeitung sowie zu Vorteilen für die angeschlossenen Betriebe und betreuten Kunden führen.

C) Wie auch in den letzten Jahren beobachtet, erwarten wir eine Stagnation und leicht rückläufige Zahlen bei den vermittelten Fahrzeugen und somit den Fällen, in denen eine Provision fließt. Die Gründe sind Sättigung des Marktes, rückläufiger Bedarf an Ersatzfahrzeugen wegen weniger Reparaturen und Wettbewerb durch die Autovermieter. Dennoch wollen wir mit unseren knapp kalkulierten Preisen und damit Leasingraten weiterhin Marktführer im unmittelbaren Wettbewerb bleiben und die Verhandlungsposition, des größten Abnehmers nicht hergeben. Dies könnte mit nachlassenden Provisionen als schwer zu kalkulierendes Risiko einhergehen, um den Markt bei "Laune" zu halten. Diese verhandlungs- und Marktposition ist nachhaltig enorm wichtig, um auch bei erfreulicheren Nachfragezahlen die besten Angebote haben zu können.

Auch hier werden wir auf die Karte der Digitalisierung setzen und unseren Kunden einen Prozess ohne Unterbrechung, voller Transparenz und einfacher Kommunikation bieten. Von der "One-Klick" Bestellung bis zur automatischen Rücknahme in Punkto Terminabstimmung, Sachverständigengutachten, Rücknahme und Endabrechnung arbeiten wir an einer entsprechenden Lösung in numinos.

 

Friedberg, 22. März 2024

Thorsten Fiedler

Peter Börner

Guido Kalter

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.331.235,01 5.856.040,07
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 652.105,50 722.355,56
II. Sachanlagen 4.197.947,20 4.442.502,20
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.631.139,67 3.751.396,67
2. technische Anlagen und Maschinen 450.083,00 553.979,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 116.724,53 137.126,53
III. Finanzanlagen 481.182,31 691.182,31
1. Beteiligungen 181.182,31 181.182,31
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 300.000,00 510.000,00
B. Umlaufvermögen 16.528.486,38 13.381.216,60
I. Vorräte 6.335.327,51 3.763.914,85
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.231.959,52 2.312.027,71
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.128.868,49 8.205.945,57
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 19.891,70 4.700,03
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.064.290,38 1.411.356,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten 44.769,68 46.282,69
Aktiva 21.904.491,07 19.283.539,36

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 13.111.236,90 12.588.147,08
I. ausgegebenes Kapital 888.000,00 892.000,00
1. Gezeichnetes Kapital 900.000,00 900.000,00
2. eigene Anteile -12.000,00 -8.000,00
II. Kapitalrücklage 160.641,50 160.641,50
III. Gewinnrücklagen 11.300.000,00 10.800.000,00
IV. Bilanzgewinn 762.595,40 735.505,58
davon Gewinnvortrag 735.505,58 635.573,70
B. Rückstellungen 750.054,04 549.205,00
C. Verbindlichkeiten 8.043.200,13 6.146.187,28
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 507.490,00 686.936,63
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 112.780,00 629.446,63
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 394.710,00 57.490,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 7.535.710,13 5.459.250,65
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.271.006,32 4.105.343,29
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.264.703,81 1.353.907,36
Passiva 21.904.491,07 19.283.539,36

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.652.965,34 8.550.905,48
2. Personalaufwand 6.111.151,46 5.322.894,81
a) Löhne und Gehälter 4.925.571,87 4.331.343,86
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.185.579,59 991.550,95
davon für Altersversorgung 219.273,96 189.140,68
3. Abschreibungen 357.787,34 416.684,34
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 357.787,34 416.684,34
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.093.195,47 1.964.891,87
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 2.204,72 8.801,60
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12.130,26 16.749,02
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 200.000,00 200.000,00
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 200.000,00 200.000,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 33.631,59 32.320,13
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 318.434,69 188.783,57
9. Ergebnis nach Steuern 550.895,05 442.079,78
10. sonstige Steuern 23.805,23 42.147,90
11. Jahresüberschuss 527.089,82 399.931,88
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 735.505,58 635.573,70
13. Einstellungen in Gewinnrücklagen 500.000,00 300.000,00
a) in andere Gewinnrücklagen 500.000,00 300.000,00
14. Bilanzgewinn 762.595,40 735.505,58

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Eurogarant Autoservice AG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (kurz: BilRUG) aufgestellt. Die gesetzlichen Gliederungsvorschriften der §§ 266, 275 HGB wurden unverändert angewandt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 276 HGB wurde kein Gebrauch gemacht.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens deren Anschaffungskosten Euro 800,00 nicht übersteigen, wurden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben (§ 6 Abs. 2 EStG). Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens deren Anschaffungskosten Euro 250,00 übersteigen nicht aber Euro 1.000,00, werden im Jahr der Anschaffung und in den folgenden vier Geschäftsjahren um jeweils ein Fünftel gewinnmindernd abgeschrieben (§ 6 Abs. 2a EStG).

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Von dem Wahlrecht gemäß § 253 Abs. 3 S. 6 HGB wurde kein Gebrauch gemacht.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte wurden mit dem Rückzahlungsbetrag (ohne Umsatzsteuer) offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte unter Berücksichtigung des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Verbindlichkeiten wurden mit deren Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Zur Fremdwährungsumrechnung ist festzustellen, dass die betroffenen Vermögensgegenstände und Schulden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet werden. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr erfolgt am Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wonach Kursverluste aufwandswirksam und Kursgewinne nicht berücksichtigt werden.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden konnten beibehalten werden.

III. Angaben zur Bilanz

Bruttoanlagenspiegel

Die Entwicklung des nach § 284 Abs. 3 HGB gegliederten Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Bruttoanlagenspiegel ersichtlich.

Geschäftsjahresabschreibung

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Auf die Darstellung im Anlagenspiegel, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist, wird verwiesen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden im Wesentlichen Bonusgutschriften und debitorische Kreditoren ausgewiesen.

Eigenkapital

Das Grundkapital ist in 450 Namensaktien mit einem Nennwert in Höhe von Euro 2.000,00 eingeteilt. Das Grundkapital ist in voller Höhe eingezahlt.

Die Kapitalrücklage hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Angaben und Erläuterungen zu den sonstigen Rückstellungen

Im Posten: "sonstige Rückstellungen" sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Aktuelles Jahr
EUR
Vorjahr
EUR
Sonderzahlung 245.000,00 100.000,00
Obligo aus Leasinggeschäften 121.000,00 186.000,00
Ausstehender Urlaub 63.000,00 64.700,00
Obligo aus Rückvergütungsansprüchen Ersatzteilegeschäft 46.000,00 56.000,00
Abschluss-/Prüfungskosten 46.000,00 42.000,00
Kosten der Aufbewahrung von Buchführungsunterlagen 25.000,00 24.000,00
Mitwirkung zukünftige Betriebsprüfungen 26.325,00 22.000,00
Kulanz Schadenmanagement 20.000,00 12.000,00
Schwerbehindertenabgabe 13.680,00 13.000,00
Bonus diverse Flotten 7.505,07 0,00
Berufsgenossenschaft 3.000,00 7.200,00
Übrige 27.105,00 22.305,00
Summe 643.615,07 549.205,00

Verbindlichkeitenspiegel

Nach den Posten der Bilanz gliedern sich die Verbindlichkeiten unter Berücksichtigung der jeweiligen Restlaufzeiten und der Art ihrer Besicherung wie folgt:

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit Gesicherte Beträge Art der Sicherheit
EUR bis 1 Jahr
EUR
> 1Jahr
EUR
davon > 5 Jahre
EUR
EUR
Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten 507.490,00 112.780,00 394.710,00 0,00 507.490,00 Grundschuld
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen 5.172.572,44 5.172.572,44 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 2.363.137,69 1.098.433,88 1.264.703,81 0,00 674.722,02 Grundschuld
Gesamtbetrag 8.043.200,13 6.383.786,32 1.659.413,81 0,00 1.182.212,02

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

• Leasingverträge für die geschäftlich genutzten Firmenfahrzeuge, die Restverpflichtung bis Vertragsende beträgt Euro 187.038,71.

• Software-Mietvertrag mit einer Restlaufzeit von einem Jahr. Der Vertrag verlängert sich automatisch um jeweils ein Jahr, wenn er nicht zum Ende eines Kalenderjahres fristgemäß gekündigt wird. Die jährliche Belastung beträgt Euro 22.810,01.

• Aus Leasingverpflichtungen für insgesamt 327 Kraftfahrzeuge, die die Gesellschaft am Bilanzstichtag angemietet und an die Aktionäre bzw. stillen Gesellschafter zeitkongruent weiter vermietet hat, bestehen weitere finanzielle Verpflichtungen. Eine wirtschaftliche Belastung der Gesellschaft ist jedoch nicht gegeben, da die den Leasingverpflichtungen gegenüberstehenden Leasingforderungen an die entsprechenden Kunden betragsmäßig den Wert der finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft übersteigen.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Tätigkeitsbereich Umsatz
in TEuro
Erlöse, Schadenmanagement 59.610,2
Erlöse, Teileverkauf 13.650,1
Erlöse, Leasinggeschäft 5.865,3
Erlöse, Fahrzeuge 2.619,5
Erlöse, sonstige 1.293,1
Grundstückserträge 118,6

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von Euro 6.675,97 (Vj.: Euro 19.367,05) enthalten, die auf das Geschäftsjahr 2022 entfallen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von Euro 19.700,93 (Vj: Euro 14.519,69) enthalten, die auf das Geschäftsjahr 2022 entfallen.

Bilanzgewinn

In den Bilanzgewinn wurde ein Gewinnvortrag in Höhe von Euro 735.505,58 einbezogen.

Angaben in Fortführung des Jahresergebnisses

In Fortführung des Jahresergebnisses erfolgt die nachfolgende Darstellung:

Posten der Ergebnisverwendung Betrag
+ Jahresüberschuss Euro 527.089,82
+ Gewinnvortrag aus dem Vorjahr Euro 735.505,58
- Einstellung andere Gewinnrücklagen Euro 500.000,00
= Bilanzgewinn Euro 762.595,40

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Über die Feststellung des Jahresabschlusses beschließen Vorstand und Aufsichtsrat. Der Jahresüberschuss wird zusammen mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr auf neue Rechnung vorgetragen. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, einen Teil des Bilanzgewinns in die Gewinnrücklagen einzustellen und den Rest auf neue Rechnung vorzutragen.

V. Sonstige Pflichtangaben

Angaben zu Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Name des Unternehmens: repair-pedia AG
Sitz des Unternehmens: Bremen
Grundkapital: Euro 220.700,00
Höhe des Anteils: 45,31 %, Euro 100.000,00

Es handelt sich um eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Der Jahresabschluss der repair-pedia AG zum 31. Dezember 2023 wurde noch nicht festgestellt. Das Eigenkaptal der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 beträgt Euro 222.339,05, der Jahresüberschuss Euro 836,36. Da sich die Gesellschaft auch weiterhin im Aufbau befindet, wurden selbstgeschaffene Vermögensgegenstände gemäß § 248 Abs. 2 HGB aktiviert. Die Bewertung der Ausleihungen erfolgte zum beizulegenden Wert.

Name des Unternehmens: HCG Services AG
Sitz des Unternehmens: Dällikon, Schweiz
Grundkapital: CHF 100.000,00
Höhe des Anteils: 50,00 %, CHF 50.000,00

Das Eigenkaptal der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 beträgt CHF 11.898,71, der Jahresfehlbetrag CHF 88.101,29.

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

• Herr Thorsten Fiedler, Kaufmann, Offenbach, Vorsitzender

• Herr Peter Börner, Kaufmann, Mühlheim

• Herr Guido Kalter, Kaufmann, Melsbach

Je zwei Vorstandsmitglieder vertreten die Gesellschaft gemeinsam.

Dem Aufsichtsrat gehören folgende Personen an:

Holger Schmädicke, (Vorsitzender), Potsdam ausgeübter Beruf: Karosseriebaumeister Ralf Christner, (Stellv. bis 06.07.2023), Offenbach ausgeübter Beruf: Rechtsanwalt Birgit Helfert, (Stellv. ab 06.07.2023), Mannheim ausgeübter Beruf: Bankfachwirtin Jörg Bergmann, Essen ausgeübter Beruf Karosseriebaumeister Jens Kopp, Freudenstadt ausgeübter Beruf: Karosseriebaumeister Frank Lederle, Frankfurt ausgeübter Beruf: Steuerberater

Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Angaben zu den Gesamtbezügen des Vorstandes wurden unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Die Aufsichtsratstätigkeit wurde mit Euro 7.600,00 zuzüglich Sitzungsgelder in Höhe von insgesamt Euro 54.600,00 im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie Auslagenerstattung und Umsatzsteuer vergütet.

Angaben gemäß § 264 Abs. 1a HGB

Firma: Eurogarant Autoservice AG
Sitz: Grüner Weg 12, 61169 Friedberg
Registergericht: Friedberg
Registernummer: HRB 8030

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen (ohne Vorstand und Auszubildende) waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 83
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 64
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 19

Die Gesamtzahl der beschäftigten Arbeitnehmer gemäß § 285 Nr. 7 HGB beträgt 83 (Vorjahr: 80). Die Angaben wurden kaufmännisch gerundet.

Weitere Abgabepflichten nach dem Aktiengesetz

Angaben über den Bestand, den Erwerb und die Veräußerung eigener Aktien

Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag sechs eigene Anteile.

Angaben über die Gattung der Aktien

Das Grundkapital von Euro 900.000,00 ist eingeteilt in:

450 Stück Stammaktien zum Nennwert von je Euro 2.000,00

Es handelt sich um Namensaktien.

Besondere Vorgänge nach Geschäftsjahresschluss (Nachtragsbericht)

Besondere Vorgänge von Bedeutung nach Geschäftsjahresschluss, über die an dieser Stelle zu berichten wäre haben sich nicht ergeben.

 

Friedberg, den 22. März 2024

Thorsten Fiedler

Peter Börner

Guido Kalter

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.952.353,33 17.866,77 1.970.220,10 1.241.025,83
2. geleistete Anzahlungen 11.028,06 6.838,71 -17.866,77 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.963.381,39 6.838,71 0,00 1.970.220,10 1.241.025,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.731.797,82 4.731.797,82 980.401,15
2. technische Anlagen und Maschinen 1.662.600,57 222.632,17 1.439.968,40 1.108.621,57
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.433.613,59 58.947,57 1.492.561,16 1.296.487,06
Summe Sachanlagen 7.828.011,98 58.947,57 222.632,17 7.664.327,38 3.385.509,78
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 181.182,31 181.182,31 0,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 710.000,00 10.000,00 700.000,00 200.000,00
Summe Finanzanlagen 891.182,31 10.000,00 881.182,31 200.000,00
Summe Anlagevermögen 10.682.575,68 65.786,28 232.632,17 0,00 10.515.729,79 4.826.535,61
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 77.088,77 1.318.114,60 652.105,50
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 77.088,77 1.318.114,60 652.105,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 120.257,00 1.100.658,15 3.631.139,67
2. technische Anlagen und Maschinen 81.092,00 199.828,17 989.885,40 450.083,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 79.349,57 1.375.836,63 116.724,53
Summe Sachanlagen 280.698,57 199.828,17 3.466.380,18 4.197.947,20
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 181.182,31
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 200.000,00 400.000,00 300.000,00
Summe Finanzanlagen 200.000,00 400.000,00 481.182,31
Summe Anlagevermögen 557.787,34 199.828,17 5.184.494,78 5.331.235,01

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im Geschäftsjahr 2023 konnte in den Geschäftsbereichen Zentraleinkauf, Schadenmanagement und Leasing ein deutliches Plus erzielt werden. Seit vielen Jahren in Folge schafft es die Gesellschaft, trotz Energiekrise, Pandemie und Folgen des Krieges in der Ukraine hervorragende Ergebnisse zu erzielen. Im Berichtsjahr ein Jahresüberschuss in Höhe von rund 527.000,00 EURO erzielt. Diese Entwicklungen gründen auf dem unermüdlichen Einsatz aller Mitarbeiter und des Vorstands. Hierfür gebührt allen Mitarbeitern und dem Vorstand ein ganz besonderer Dank!

Im Bereich unserer Kerngeschäfte - dem Schadenmanagement, der Fahrzeugvermittlung und dem Zentraleinkauf wurden die Erwartungen und Prognosen wieder deutlich übertroffen. Mit der steigenden Diversifizierung und fortlaufenden Investitionen wollen wir, trotz angespannter Personalsituation, weiterhin einen nachhaltigen Beitrag zum Erfolg der Gesellschaft zum Wohle unserer Aktionäre leisten.

Ihnen, meine sehr verehrten Damen und Herren Aktionäre, gebührt für Ihre Unterstützung auch als Partner des Unternehmens im Jahr 2023 wiederum ein ganz besonderer Dank.

Fortlaufender Austausch zwischen Aufsichtsrat und Vorstand

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr seine ihm nach dem Gesetz, der Satzung und der Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Wir berieten den Vorstand bei der Führung des Unternehmens regelmäßig und überwachten seine Tätigkeit kontinuierlich. In sämtliche Entscheidungen mit grundlegender Bedeutung waren wir unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Der Vorstand informierte uns regelmäßig sowohl in schriftlicher als auch in mündlicher Form umfassend über die Lage des Unternehmens, insbesondere über die Entwicklung der Geschäfts- und Finanzlage, die strategische Weiterentwicklung und über Investitionsvorhaben. Hierbei spielte insbesondere die fortlaufende Betrachtung der Liquidität des Unternehmens eine besondere Rolle.

Insbesondere dann, wenn der Geschäftsverlauf von den Plänen, Zielen oder Erwartungen abwich, ließen wir uns die Gründe dafür im Einzelnen erläutern und prüften diese anhand der vom Vorstand vorgelegten Unterlagen. Daneben stimmte der Vorstand die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit uns ab. Sämtliche für das Unternehmen wesentlichen Geschäftsvorgänge wurden im Aufsichtsrat auf Basis der Vorstandsberichte ausführlich erörtert.

Eine weitere Tätigkeit war die Diskussion und Beschlussfassung zu den zustimmungspflichtigen Geschäften des Vorstands.

Über die förmlichen Aufsichtsratssitzungen hinaus standen Mitglieder des Aufsichtsrats in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand und wurden von diesem auch im Rahmen von informellen Treffen über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle fortlaufend informiert.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2023 hielt der Aufsichtsrat fünf turnusmäßige Präsenzsitzungen ab; im Februar, im April, zur Hauptversammlung im Juli, im September und im November. Gegenstand der regelmäßigen Beratungen des Plenums waren insbesondere die Geschäftsentwicklung, die Finanzlage und die allgemeine Marktsituation. Der Vorstand unterrichtete regelmäßig und umfassend über den Gang der Geschäfte sowie die aktuelle Lage des Unternehmens und berichtete dabei auch über die Entwicklung des Geschäftsfelds Glasschäden, der repair-pedia, von "numinos" und "service2muuv" sowie Ersatzteillieferungen in die Schweiz.

Zusammensetzung von Aufsichtsrat und Vorstand

Im Berichtsjahr wurden vier Mitglieder des Aufsichtsrats im Juli von der Hauptversammlung bestätigt. Die Herren Frank Lederle und Holger Schmädicke sind unverändert vom WKF entsandt. Auf seiner konstituierenden Sitzung im Anschluss an die Hauptversammlung wählte der Aufsichtsrat erneut Herrn Holger Schmädicke zum Vorsitzenden; Frau Birgit Helfert wurde zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Der Mitte 2025 auslaufende Vertrag des Vorstandsvorsitzenden Herrn Thorsten Fiedler wurde mit Wirkung ab 2024 angepasst; die Arbeitszeit und die Vergütung wurden dabei reduziert. Der Aufsichtsrat wird sich im Laufe des Jahres 2024 mit Herrn Fiedler über eine Vertragsverlängerung über den 30. Juni 2025 hinaus verständigen. Das Vorstandsmandat von Herrn Guido Kalter wurde 2023 um fünf Jahre bis Ende 2028 verlängert.

Jahresabschluss

Herr Dipl.-Kfm. Martin Missol, Wirtschaftsprüfer aus Frankfurt am Main wurde vom Aufsichtsrat gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 06. Juli 2023 mit der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der EUROGARANT AutoService AG zum 31. Dezember 2023 beauftragt. Der Jahresabschluss wurde nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung nach HGB und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Der Abschluss wurde vom Abschlussprüfer mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden dem Aufsichtsrat rechtzeitig zugeleitet. Die Unterlagen wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 18. April 2024 in Gegenwart des Vorstands und des Abschlussprüfers umfassend erörtert. Dabei wurden der Abschluss und der Lagebericht vom Vorstand umfassend erläutert und Fragen der Aufsichtsratsmitglieder beantwortet. Daneben erläuterte der Vorstand das Risiko-Managementsystem und stellte Umfang und Schwerpunkte der Abschlussprüfung dar. Der Abschlussprüfer berichtete anschließend ausführlich über seine Prüfung und deren Ergebnisse und erläuterte den Prüfungsbericht. Das vorhandene interne Kontrollsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess wurde einer kritischen Überprüfung unterzogen. Die Aufsichtsratsmitglieder nahmen den Prüfungsbericht und uneingeschränkten Bestätigungsvermerk zur Kenntnis, würdigten diese kritisch und diskutierten sie ebenso wie die Prüfungen selbst mit dem Abschlussprüfer. Es lagen keine Umstände vor, die eine Befangenheit des Abschlussprüfers besorgen lassen.

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichts schloss sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Abschlussprüfung an und erhob keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schließt sich der Aufsichtsrat an.

Dank des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat dankt nochmals dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der EUROGARANT AutoService AG sowie der mit ihr verbundenen Unternehmen für ihren hohen Einsatz und die erfolgreich geleistete Arbeit im vergangenen Jahr.

 

Friedberg, im Mai 2024

EUROGARANT AutoService AG

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.04.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der EUROGARANT Autoservice AG, Friedberg (Hessen) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der EUROGARANT AutoService AG, Friedberg (Hessen) für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01 Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Mein Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wiltschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortflihrung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Frankfurt am Main, den 12. April 2024

Martin Missol, Wirtschaftsprüfer

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