pizza.de GmbHLiquidiert

10117 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 170264
Eingetragen
3.4.2007
Branche
Vermittlungstätigkeiten für gastronomische DienstleistungenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und SpirituosenLieferdienste
Gegenstand
Vertrieb, Vermittlung und Vermarktung von Essensbestellungen per Internet sowie alle geschäftlichen Tätigkeiten die sich mit dem Betrieb des Portales und mit den Kunden ergeben

Historie

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Management

NameRolle
Ronald-Jan Schuurs
seit 22.6.2016
Geschäftsführer
Prokura
Lars Niklas Östberg
seit 11.9.2015
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

pizza.de GmbH

Berlin (vormals: Braunschweig)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Bilanz zum 31. Dezember 2014

Aktiva

31.12.2014 31.12.2013
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Software   91.011,76   136.417,80
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.476,80   5.632,00  
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 997.928,86 1.002.405,66 1.153.923,56 1.159.555,56
III. Finanzanlagen        
Beteiligungen   0,00   25.000,00
  1.093.417,42     1.320.973,36
B. Umlaufvermögen        
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 560.781,63   797.655,49  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00   624.340,00  
3. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00   11.843,47  
4. Sonstige Vermögensgegenstände 689.934,07 1.250.715,70 503.388,06 1.937.227,02
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   5.623.413,52   1.190.811,16
  6.874.129,22     3.128.038,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten   118.551,83   2.520,76
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   7.569.266,13   0,00
    15.655.364,60   4.451.532,30

Passiva

       
  31.12.2014   31.12.2013
    EUR   EUR
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital   25.000,00   25.000,00
II. Kapitalrücklage   742.126,45   0,00
III. Bilanzverlust (i.Vj. Bilanzgewinn)   -8.336.392,58   450.405,96
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   7.569.266,13   0,00
    0,00   475.405,96
B. Rückstellungen        
1. Steuerrückstellungen   0,00   543.622,04
2. Sonstige Rückstellungen   4.127.340,83   139.201,05
    4.127.340,83   682.823,09
C. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten ggü Kreditinstituten   7,49   0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   778.397,56   824.525,62
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter   7.523.438,36   0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   1.031.312,62   0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten   2.194.867,74   2.468.777,63
- davon aus Steuern EUR 257.741,21 (i. Vj. 1.382.572,94 EUR ) -        
    11.528.023,77   3.293.303,25
    15.655.364,60   4.451.532,30

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014

2014 2013
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse   27.337.727,07   22.076.826,25
2. Sonstige betriebliche Erträge   56.526,11   40.868,55
3. Materialaufwand        
a) Aufwendungen für bezogene Waren 0,00   -121.514,58  
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.643.139,28 -3.643.139,28 -8.974.674,44 -9.096.189,02
4. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter -8.860.767,34   -1.260.383,91  
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -209.083,25 -9.069.850,59 -203.446,89 -1.463.830,80
- davon für Altersversorgung EUR 958,58 (i. Vj. EUR 391,98) -        
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -774.219,35   -639.071,66
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -19.147.899,40   -6.482.015,21
7. Zinsen und ähnliche Erträge   250,05   588,02
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -152.016,71   -619,67
- davon an verbundene Unternehmen EUR 141.563,31 (i. Vj. EUR 0,00) -        
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -5.392.622,10   4.436.556,46
10. Außerordentliche Aufwendungen   -3.391.703,18   0,00
11. Außerordentliches Ergebnis   -3.391.703,18   0,00
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -428,77   -1.405.915,28
13. Sonstige Steuern   -2.044,49   -1.710,00
14. Jahresfehlbetrag (i.Vj. Jahresüberschuss)   -8.786.798,54   3.028.931,18
15. Gewinnvortrag   450.405,96   121.474,78
16. Ausschüttung   0,00   -2.700.000,00
17. Bilanzverlust (i.Vj. Bilanzgewinn)   -8.336.392,58   450.405,96

Anhang für das Geschäftsjahr 2014

I. Allgemeine Angaben

Die pizza.de GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB i.V.m § 267 Abs. 4 S. 2 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes für Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Vermerke, die nach den gesetzlichen Vorschriften wahlweise in der Bilanz anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt.

Die Pizza.de GmbH schließt das Geschäftsjahr mit einem Verlust von rd. T€ -8.787 ab (Vorjahr T€ 3.029).

Aufgrund der Verschmelzungsverträge vom 9. Dezember 2014 wurden die asco GmbH, Braunschweig, und die Springfield GmbH, Braunschweig, unter Auflösung, ohne Abwicklung nach §§ 2 Nr. 1 ff. UmwG in Verbindung mit §§ 46 ff. UmwG, auf die pizza.de GmbH verschmolzen. Die Verschmelzungen wurden zu Buchwerten vorgenommen. Aufgrund der Verschmelzungen ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr beeinträchtigt.

Im Rahmen der Verschmelzung wurden T€ 395 Anlagevermögen, T€ 2.645 Umlaufvermögen, und T€ 3.040 Schulden übernommen.

3% der Umsatzerlöse, 6% der Personalaufwendungen und 5% der Materialaufwendungen der Gesellschaft stammen aus der Verschmelzung.

Die Effekte innerhalb der GuV aus der Verschmelzung sind unwesentlich.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Allgemeine Angaben

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Es wurden keine Ausweisänderungen im Vergleich zu Vorjahren vorgenommen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

AKTIVA

Anlagevermögen

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von zwei bis drei Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden die EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter € 150; diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst.

Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 410 nicht übersteigen.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Liegen für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens Anhaltspunkte für eine dauernde Wertminderung vor, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Offene Forderungen werden nach acht Monaten pauschal abgeschrieben.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Zeitpunkt darstellen.

PASSIVA

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

FREMDWÄHRUNGSUMRECHNUNG

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls erfasst.

LATENTE STEUERN

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so wird eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastung als "passive latente Steuern" in der Bilanz angesetzt. Auf den Ansatz der sich daraus insgesamt ergebenden Steuerentlastung wird in Ausübung des Wahlrechts gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Die pizza.de GmbH hat keine Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz). Mit Wirkung zum 1.12.2014 wurden die asco GmbH und die Springfield GmbH auf die pizza.de GmbH verschmolzen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf T€ 1.251 und beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen aus Steuern. Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 84 haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr T€ 66).

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt € 25.000.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen und ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste in Höhe von T€ 4.127 (Vorjahr T€ 139) bestehen im Wesentlichen aus T€ 1.113 Rückstellungen für Restrukturierung, T€ 144 für Personalverpflichtungen, T€ 2.251 für drohende Verluste aus Mietverhältnissen und Verträgen, T€ 78 für Rückbauverpflichtung sowie T€ 155 für Rechts-, Beratungs- und Jahresabschlusskosten. Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen sind langfristig. Die übrigen Rückstellungen haben im Wesentlichen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeiten

Es bestehen sonstige Verbindlichkeiten mit einer vertraglichen Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren in Höhe von T€ 46 (Vorjahr T€ 0). Alle weiteren Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Alleingesellschafterin aus Finanzierung in Höhe von T€ 7.523 (Vorjahr T€ 0). Die Darlehensverbindlichkeiten sind flexibel gestaltet und können jederzeit getilgt werden. Die Darlehen haben eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 432.

Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Lieferungen und Leistungen und sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten zum Großteil kreditorische Debitoren in Höhe von T€ 1.743, Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 258 sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 78. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2014 betrugen T€ 27.338 (Vorjahr T€ 22.077).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten vor allem Erträge aus Weiterbelastungen in Höhe von T€ 49 und periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 12.

Sonstige betriebliche Anwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in erster Linie Werbekosten in Höhe von T€ 13.913 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 24.

Außerordentliche Aufwendungen

Durch die Verschmelzungen der Springfield GmbH auf die pizza.de GmbH entstand ein Verschmelzungsverlust in Höhe von T€ 1.062, welcher in den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen ist.

V. Sonstige Angaben

Angaben zu den Honoraren der Wirtschaftsprüfer sind unterblieben, da die Gesellschaft in den Konzernabschluss der Delivery Hero Holding GmbH, Berlin, einbezogen ist, und diese Angabe in ihrem Anhang veröffentlicht.

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2014 waren durchschnittlich 42.5 Mitarbeiter (Vorjahr 40.5 Mitarbeiter) beschäftigt.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung erfolgte im Geschäftsjahr 2014 durch:

 

Herr Niklas Östberg, Kaufmann, Zollikon/Schweiz (ab 14. August 2014)

 

Herr Jochen Grote, Ingenieur, Braunschweig (bis 14. August 2014).

 

Frau Sybille Steinbach, Sozialpädagogin, Helmstedt (bis 26. August 2014)

Die Geschäftsführer dürfen Rechtsgeschäfte mit sich selbst und mit sich als Vertreter Dritter abschließen.

Da sich durch die Angabe der Geschäftsführerbezüge die Bezüge der Geschäftsführer ableiten lassen würden, ist auf eine Angabe nach § 285 Nr. 9a und b HGB durch § 286 Abs. 4 HGB verzichtet worden.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:

Verpflichtungen T€
bis 1 Jahr: 8
1-5 Jahre: 38
Über 5 Jahre  
  46

Die Leasingverträge betreffen mehrere Fahrzeuge und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen (Kopierer und Drucker).

Des Weiteren besteht eine Bürgschaft, die die pizza.de GmbH für die Delivery Hero Holding GmbH abgeschlossen hat. Mit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der Kapitalausstattung der DHH nicht gerechnet.

Gesellschafter und Konzernverhältnisse

Gesellschafterin zu 100 ist seit dem 14. August 2014 die Delivery Hero Holding GmbH mit Sitz in Berlin.

Die pizza.de GmbH wird in den befreienden Konzernabschluss der Delivery Hero Holding GmbH (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Dieser ist beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers einzureichen und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt machen zu lassen.

 

Berlin, 15.02.2016

Pizza.de GmbH

Niklas Östberg, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014

Anschaffungskosten
Vortrag 01.01.2014 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2014
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Software 832.635,73 14.891,53 0,00 0,00 847.527,26
  832.635,73 14.891,53 0,00 0,00 847.527,26
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.500,00 2.501,00   0,00 9.001,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.588.290,67 554.270,88   0,00 2.142.561,55
  1.594.790,67 556.771,88 0,00 0,00 2.151.562,55
III. Finanzanlagen          
Beteiligungen 25.000,00 0,00 0,00 25.000,00 0,00
  2.452.426,40 571.663,41 0,00 0,00 2.999.089,81
Kumulierte Abschreibungen
Vortrag 1.1.2014 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2014
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Software 696.217,93 60.297,57 0,00 756.515,50
  696.217,93 60.297,57 0,00 756.515,50
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 868,00 3.656,20 0,00 4.524,20
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 434.367,11 710.265,58 0,00 1.144.632,69
  435.235,11 713.921,78 0,00 1.149.156,89
III. Finanzanlagen        
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.131.453,04 774.219,35 0,00 1.905.672,39
Buchwerte
31.12.2014 31.12.2013
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Software 91.011,76 136.417,80
  91.011,76 136.417,80
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.476,80 5.632,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 997.928,86 1.153.923,56
  1.002.405,66 1.159.555,56
III. Finanzanlagen    
Beteiligungen 0,00 25.000,00
  1.093.417,42 1.320.973,36

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014

I. Grundlagen des Geschäftsmodells

1. Geschäftsmodell

Die Pizza.de GmbH (auch: Pizza.de) bietet Online-Essensbestelldienste in Deutschland an. Mittels einer Internetplattform können Kunden aus einer Vielzahl an Lieferdiensten in ihrer Region wählen und deren Speisekarten einsehen. Die Bestellung kann per App oder über die Website getätigt und anschließend sowohl bar als auch bargeldlos bezahlt werden. Aus Provisionen auf getätigte Bestellungen erzielt Pizza.de einen Großteil seines Umsatzes.

Das Unternehmen wurde 2007 mit Sitz in Braunschweig gegründet. Seit dem 14. August 2014 ist die Delivery Hero Holding GmbH zu 100 % Gesellschafterin. Mit Gesellschafterbeschluss vom 18. August 2015 und Eintragung im Handelsregister am 11.9.2015 wurde der Sitz der Gesellschaft von Braunschweig nach Berlin verlegt. Es bestehen keine Zweigniederlassungen der Gesellschaft zum Abschlussstichtag.

Der Markt für Online-Essensbestellungen in Deutschland ist hart umkämpft und wird von wenigen großen Wettbewerbern dominiert. Die Strategie der Pizza.de zielt nicht darauf ab, größter Anbieter auf dem Markt sein zu wollen. Vielmehr steht das Ziel im Vordergrund, den Kunden die beste Erfahrung zu bieten. Dabei profitiert die Pizza.de auch von dem Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmen der Delivery Hero Gruppe insbesondere von Lieferheld GmbH. Die Mitglieder der Delivery Hero Gruppe sind in diversen Ländern Europas, Latein- und Südamerika, aber auch in Asien und Australien tätig.

2. Forschung und Entwicklung

Ein Großteil der Mitarbeiter des IT-Bereichs arbeitet an der Weiterentwicklung der Online-Bestellplattform. Diese Plattform stellt die zentrale Ressource zur Umsatzgenerierung der Pizza.de dar, um dem Benutzer eine komfortable, zuverlässige und sichere Online-Bestellplattform zur Verfügung zu stellen. Zudem soll der Wandel hin zur verstärkten Nutzung mobiler Anwendungen technologisch abgedeckt werden. Aufgrund der schwer abgrenzbaren Tätigkeit von Wartung, Sicherstellung, Weiter- und Neuentwicklung sowie der stetigen Verbesserung der Systeme ist eine quantitative Trennung der einzelnen Bereiche nicht möglich. Aufgrund der Organisation von Produkt-, Entwicklungs,- Wartungs- und Designarbeiten innerhalb der IT-Abteilung ist eine genaue Zuordnung von Mitarbeiterzahlen derzeit nicht möglich.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das globale Wirtschaftswachstum betrug laut Erhebungen der Weltbank in 2014 3,4 Prozent, wobei im Vergleich zum Vorjahr insbesondere die entwickelten Volkswirtschaften an Wirtschaftswachstum zulegen konnten. Erhöhte Unsicherheiten belasteten die weltwirtschaftliche Entwicklung in 2014 insbesondere in sich entwickelnden Volkswirtschaften deutlich. In den Kernmärkten der DHH-Tochterunternehmen wie etwa Deutschland betrug das Wachstum laut IWF im Vergleich zum Vorjahr 1,6% und im Vereinigten Königreich 2,6%. In Latein-Amerika, wo DHH verstärkte Präsenzen aufbaut, betrug das Wachstum 2014 1,3%.

In den regionalen Märkten existieren häufig starke Wettbewerber, so etwa Lieferando in Deutschland oder Just Eat im Vereinigten Königreich, deren Strategien und Marktdurchdringung regional innerhalb der Länder variieren. Der Markt für Online-Essensbestellungen ist durch einen intensiven Wettbewerb geprägt, insbesondere da die Zielgruppe relativ starr ist. Innerhalb Deutschlands gibt es im Wesentlichen neben der Schwestergesellschaft Lieferheld GmbH die Lieferando-Onlineplattform als weiteren wesentlichen Wettbewerber, dessen Strategie und Marktdurchdringung regional innerhalb Deutschlands variiert. Zudem bieten mittlerweile auch Restaurantketten, wie etwa Domino's Pizza oder Joey's Pizza Service, eigene Onlinebestelldienste für ihre jeweiligen Produkte an.

Geschäftsverlauf.

Die Pizza.de GmbH ist auf dem deutschen Markt Marktführer in seiner Branche.

Auch im Jahr 2014 konnte Pizza.de den Wachstumskurs in seinem Kerngeschäft weiter fortführen. Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres konnten auf T€ 27.338 (Vorjahr T€ 22.077) gesteigert werden. Ursächlich hierfür sind höhere Provisionserlöse. Die Zuwächse sind auf den Erfolg der im Geschäftsjahr weiter verstärkten Marketing- und Vertriebsaktivitäten zurückzuführen.

Zur Steuerung der Wirtschaftlichkeit werden die Steuerungsgrößen "Umsatz" und "EBITDA" verwendet.

Aus Sicht der Geschäftsführung ist die Geschäftsentwicklung in Anbetracht des Umsatzwachstums 2014 günstig verlaufen. Gegenläufige Effekte ergaben sich aus Aufwendungen für die Restrukturierung der Gesellschaft und der geplanten Sitzverlagerung der Gesellschaft.

2. Lage

a) Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft ist im Folgenden in verkürzter Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt:

in TEUR 2014 2013 Veränderung
%
Umsatzerlöse 27.338 22.077 24%
Sonst. betriebl. Erträge 57 41 38%
Materialaufwand -3.643 -9.096 -60%
Personalaufwand -9.070 -1.464 520%
Sonst. betriebl. Aufwendungen -19.148 -6.482 195%
EBITDA -4.466 5.076 -188%
EBITDA-Marge in Prozent -16% 23% -170%
Abschreibungen -774 -639 21%
EBIT -5.240 4.437 -218%
Zinsergebnis -152 0  
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -5.393 4.437 -222%
Außerordentliches Ergebnis -3.391 0 -168%
Steuern -2 -1.408 -100%
Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -8.787 3.029 -378%

Die Umsatzerlöse der Pizza.de haben sich von T€ 22.077 in 2013 auf T€ 27.338 in 2014 erhöht, was ein Umsatzwachstum von 24 % darstellt. Das Wachstum geht im Wesentlichen auf das Kerngeschäft, die Vermittlung von Essensbestellungen zurück. Ein kleinerer Teil des Umsatzwachstums ist bedingt durch die Verschmelzung der Springfield GmbH auf die Pizza.de GmbH.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind in 2014 um 38% gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen bedingt durch Erträge aus Weiterberechnungen und periodenfremde Erträge.

Die Materialaufwendungen sind von T€ 9.096 in 2013 auf T€ 3.643 in 2014 um 60% gesunken. Die signifikante Abnahme resultiert im Wesentlichen aus einer Ausweisänderung von bezogenen Leistungen, die in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ungegliedert wurden. Die Materialaufwandsquote lag in 2014 bei 13 % (Vorjahr 41 %).

Die Personalaufwendungen stiegen in 2014 von T€ 1.464 in 2013 auf T€ 9.070 in 2014. Der Anstieg der Personalaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus einmaligen Aufwendungen, die im Rahmen der Restrukturierung und im Rahmen der Übernahme der Gesellschaft entstanden sind und als einmalige Effekt zu betrachten sind.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich in 2014 um T€ 12.666 auf T€ 19.148 erhöht. Der Anstieg ist im Wesentlichen bedingt durch Aufwendungen für Werbung, insbesondere für Online- und Offline-Marketing sowie Gebühren für Online-Bezahlsysteme.

Das EBITDA ist im Geschäftsjahr 2014 um 188% auf T€ -4.466 gesunken. Dies ist im Wesentlichen durch die Aufwendungen bedingt, die sich nicht proportional zum Umsatz entwickelt haben. Die EBITDA-Marge ist aufgrund von Einmaleffekten entsprechend von 23% auf -16 % gesunken.

Die Abschreibungen sind in 2014 um 21% auf T€ -774 gestiegen. Sie lagen im Vorjahr bei T€ -639.

Das Zinsergebnis 2014 beträgt -152 gestiegen (i. Vj.: T€ 0). Im Wesentlichen enthält dieses Zinsaufwendungen für Gesellschafterdarlehen.

Das außerordentliche Ergebnis in Höhe von T€ -3.391 (i. Vj. 0) resultiert im Wesentlichen aus der Verschmelzung mit der Springfield GmbH, Braunschweig, auf die Pizza.de GmbH sowie aus Aufwendungen für die Restrukturierung.

Der Jahresfehlbetrag beträgt in 2014 T€ -8.787.

b) Finanzlage

Die Liquiditätslage der Gesellschaft wird anhand der folgenden verkürzten Kapitalflussrechnung (indirekte Methode) dargestellt werden:

in T€ 2014 2013
Finanzmittelstand am Anfang des Geschäftsjahres 1.191 586
Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -4.055 3.621
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -240 -304
Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit 8.729 -2.712
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands 4.433 605
Finanzmittelstand am Ende des Geschäftsjahres 5.623 1.191

Die Finanzlage ist durch die enge Verbindung mit der Muttergesellschaft Delivery Hero Holding GmbH gekennzeichnet, die insbesondere durch ein Darlehen die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Geschäftsjahr gesichert hat. Der Zahlungsmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres betrug T€ 5.623. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sank im Geschäftsjahr auf T€ -4.055 (Vorjahr T€ 3.621), bedingt durch Maßnahmen im Rahmen der Restrukturierung und der geplanten Sitzverlegung der Gesellschaft.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beinhaltet im Wesentlichen Investitionen in das Sachanlagevermögen, hauptsächlich in Geschäftsausstattung, hier insbesondere in Laptops und Computerzubehör. Bedingt durch das Geschäftsmodell ist die Investitionstätigkeit der Gesellschaft generell relativ niedrig, da nur wenig Kapital in Anlagevermögen gebunden ist.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus dem in 2014 ausgereichten Gesellschafterdarlehen der Delivery Hero Holding. Die Pizza.de GmbH geht davon aus, ihren Gläubigern jederzeit fristgerecht die jeweils fälligen Verbindlichkeiten zurückzuzahlen und auch die zu zahlenden Zinsen bedienen zu können.

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage wird mittels einer verkürzten Bilanz verdeutlicht:

in T€          
Aktiva 31.12.2014 31.12.2013 Veränderung
Anlagevermögen 1.093 7% 1.321 30% -17%
Umlaufvermögen 6.874 44% 3.128 70% 120%
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 119 1% 3 0% >100%
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 7.569 48% 0 0% -
Summe Aktiva 15.655   4.452    
Passiva          
Eigenkapital 0 0% 475 11% -100%
Rückstellungen 4.127 26% 683 15% 504%
Verbindlichkeiten 11.528 74% 3.293 74% 250%
Summe Passiva 15.655   4.452    

Die Bilanzsumme beträgt T€ 15.655 und ist damit um T€ 11.204 höher als im Vorjahr. Das Vermögen der Pizza.de setzt sich vor allem aus kurzfristigen Aktiva zusammen. In 2014 wurden keine wesentlichen Investitionen in das Anlagevermögen getätigt, sodass das Anlagevermögen im Vergleich zum Vorjahr um -17 % gesunken ist. Das Umlaufvermögen hat sich in 2014 um 120% erhöht, was im Wesentlichen aus einem Anstieg der flüssigen Mittel um T€ 4.433 auf T€ 5.623 resultiert.

Die Gesellschaft weist zum Stichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von T€ 7.569 aus. Dieser stellt 48% der Aktiva dar.

Die Passivseite besteht vor allem aus Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 7.523, sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 1.031, die zur Finanzierung der operativen Tätigkeit der Gesellschaft insbesondere für Werbung und Marketing in Anspruch genommen wurden. Die Rückstellungen sind in 2014 von T€ 683 auf T€ 4.127 angestiegen. Die Zunahme ist insbesondere bedingt durch Rückstellungen für Restrukturierung und Rückstellungen für drohende Verluste aus Mietverhältnissen im Zusammenhang mit der Schließung des Standorts Braunschweig.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Pizza.de war im Geschäftsjahr 2014 durch ein anhaltendes Umsatzwachstum geprägt, wohingegen sich der Gesamtaufwand insbesondere durch die Restrukturierungsmaßmaßnahmen und Abfindungen gegenläufig auswirkte.

III. Nachtragsbericht

Bedingt durch den positiven Geschäftsverlauf in 2015 und dem daraus resultierenden Cash Flow konnte das Gesellschafterdarlehen von mEUR 7,1 zum Abschlussstichtag auf mEUR 4,8 per 31.12.2015 reduziert werden.

IV. Prognosebericht

Für die deutsche Wirtschaft wird 2015 ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 1,8% erwartet, die privaten Konsumausgaben werden dabei um 1% im Vergleich zum Vorjahr steigen. 1

Angesichts der allgemein guten Konjunkturlage, welche in Deutschland für 2015 vorhergesagt wird, erwartet die Geschäftsleitung weiterhin steigende Umsatzerlöse im unteren zweistelligen Prozentbereich. Ein Teil des Wachstums resultiert aus der ganzjährigen Berücksichtigung der in 2014 auf die Pizza.de verschmolzenen Gesellschaften. Gleichzeitig wird erwartet, dass die Gesamtaufwendungen ohne die Einmalaufwendungen des Geschäftsjahres 2014 voraussichtlich leicht sinken werden. Dies ist im Wesentlichen auf die in 2014 und 2015 durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen zurückzuführen. Somit wird ein im mittleren einstelligen Millionenbetrag liegendes positives EBITDA und Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2015 erwartet.

Für 2015 werden wesentliche Investitionen voraussichtlich nur im IT-Bereich erwartet. Die Applikationen sowie die technische Plattform sollen weiter entwickelt und neue Funktionen angeboten werden, um die Kundenaktivitäten, die Anzahl der Bestellungen sowie die Attraktivität der Marke zu erhöhen.

Die Annahmen über die wirtschaftliche Entwicklung von Markt und Branche basieren auf Einschätzungen, die die Geschäftsführung der Pizza.de GmbH nach den vorliegenden Informationen zurzeit als realistisch betrachtet. Diese Einschätzungen sind jedoch mit Unsicherheiten behaftet und bergen das unvermeidbare Risiko, dass die prognostizierten Entwicklungen weder in ihrer Tendenz, noch ihrem Ausmaß nach tatsächlich eintreten.

Die Aktivitäten der Pizza.de unterliegen unterschiedlichen Risiken, die im Risikobericht dargestellt sind. Soweit möglich wurden Maßnahmen eingeleitet, um sich gegen aktuelle Risiken zu schützen.

1 Vgl. Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel: Deutsche Konjunktur im Sommer 2015, S. 21. Online aufrufbar unter http://www.ifw-kiel.de.

V. Risiken- und Chancenbericht

1. Risikobericht

Die im nachfolgenden dargestellten Risiken sind in der Reihenfolge ihrer Auswirkung auf die Gesellschaft dargestellt.

Die Gesellschaft weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag aus. Aufgrund der Planung der Gesellschaft geht die Geschäftsführung davon aus, dass sich der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag in 2015 wesentlich reduziert und in 2016 wieder ein positives Eigenkapital vorhanden sein wird. Seitens der Gesellschafterin wurde ein Darlehen bis 31.12.2017 zur Verfügung gestellt, dass jederzeit durch die Vertragsparteien mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten gekündigt werden kann. Sollte das Darlehen fällig gestellt werden, so geht die Geschäftsführung davon aus, dass eine externe Finanzierung ermöglicht werden kann.

Die Pizza.de GmbH ist trotz des Umsatzwachstums nach wie vor auf externe Finanzierungsmittel angewiesen. Daher könnten sich Turbulenzen an den Finanzmärkten negativ auf die Finanzierungsmöglichkeiten der Gesellschaft bzw. der Alleingesellschafterin, welche die Pizza.de GmbH finanziert, auswirken. Offene Fragen zur wirtschaftlichen und institutionellen Stabilisierung des Euroraumes, die expansive Geldpolitik großer Notenbanken und die ungelöste Verschuldungsproblematik in zahlreichen Industrie- und Entwicklungsländern bergen weiterhin Risikofaktoren. Die Alleingesellschafterin konnte in 2014 und 2015 im Rahmen einer Kapitalerhöhung Finanzmittel in erheblichem Umfang sichern, womit sich die Geschäftstätigkeit der Pizza.de GmbH in 2014 finanzieren ließ. Zudem bestehen freie zugesagte Kreditlinien sowohl auf Ebene der Alleingesellschafterin als auch auf Ebene der Pizza.de GmbH.

Zur Generierung von Umsätzen ist die Pizza.de GmbH wesentlich auf die Funktionalität und Stabilität verschiedener Webseiten, insbesondere der Online-Bestellplattform, angewiesen. Ausfälle oder Störungen würden unmittelbar zu Umsatzausfällen führen sowie mittelfristig die Reputation der Gesellschaft schädigen. Zur Vermeidung von Schäden werden im zunehmenden Maße Best-practise Prozesse implementiert. Die entwickelte Software wird vor der Veröffentlichung durch das Quality Assurance Team geprüft. Zur Abwehr von Angriffen werden unter anderem externe Dienstleister und redundante Systeme eingesetzt sowie regelmäßig Lasttests gefahren. Im Rahmen eines Incident Management Prozesses wird systematisch nach Ursachen für Störungen gesucht und Maßnahmen erarbeitet, um diese dauerhaft zu beheben. Dies stellt für die Gesellschaft ein mittleres Risiko dar.

Das wirtschaftliche Umfeld ist nach wie vor durch starke Konkurrenz geprägt. Die Pizza.de GmbH versucht, den Endkunden die beste Einkaufserfahrung zu bieten und sich damit von dem Mitwettbewerbern abzusetzen. Folglich geht die Geschäftsführung der Pizza.de GmbH davon aus, dass sich die Pizza.de GmbH trotz der starken Konkurrenz weiterhin erfolgreich am Markt behaupten wird. Zum Kundenstamm der Pizza.de GmbH gehören auch Großkunden von Pizzaketten. Aufgrund der starken Konkurrenz und des Preisdruckes auf die Provisionen besteht das Risiko Großkunden zu verlieren. Dies stellt für die Gesellschaft ein mittleres Risiko dar.

Risiken entstehen für die Gesellschaft auch aus dem Betrug bei diversen Bezahlmöglichkeiten (Fraud & Fake). Im Rahmen eines Fraud & Fake-Managements werden Bestellaktivitäten überwacht, um Betrugsfälle erkennen und verhindern zu können. Die Geschäftsführung schätzt das Fraud-Risiko als ein geringes Risiko ein; die ergriffenen Maßnahmen haben im Geschäftsjahr 2014 zu deutlich rückläufigen Schäden durch Fraud geführt. Zudem wurde ab Mitte 2014 das Risiko durch Betrug bei den Bezahlmöglichkeiten durch die Gastronomen übernommen, da sie laut den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Pizza.de GmbH für den entstandenen Schaden selbst haften müssen. Aus obigen Gründen schätzt die Geschäftsführung der Pizza.de GmbH die Risiken durch Fraud als gering ein.

Für die Pizza.de GmbH bestehen sowohl Risiken aus externen Entwicklungen als auch aus unternehmensinternen Prozessen. Eine Schwächung der Konsumausgaben der Privathaushalte könnte sich negativ auf die Umsatzerlöse der Gesellschaft auswirken. In Anbetracht der positiven Prognosen für die deutsche Konjunktur 2015 schätzt die Geschäftsführung die Gefahr einer Eintrübung der Konsumausgaben als gering ein.

Die Pizza.de GmbH setzt zur Finanzierung in erheblichem Umfang Darlehen ein. Die Darlehen der Alleingesellschafterin sehen bei einer Änderung des Basiszinssatzes nach § 247 BGB von mehr als zwei Prozent eine Änderung des vertraglichen fixierten Zinssatzes vor. Das Zinsänderungsrisiko in dieser Hinsicht wird durch die Geschäftsführung aber als gering erachtet, insbesondere im Hinblick auf die Niedrigzinspolitik der europäischen Zentralbank. Der Basiszinssatz nach § 247 BGB stieg von -0,63 % am 01. Januar 2014 auf -0,83 % 2 am 01. Januar 2015. Eine Änderung des Basiszinssatzes um 2 % hätte auf den Zinsaufwand des Jahres 2014 einen Effekt in Höhe von T€ 337 gehabt.

Es bestehen Risiken für die Pizza.de GmbH aus laufenden Gerichtsverfahren aus der operativen Tätigkeit des Unternehmens. Für zum Bilanzstichtag anhängige Rechtsstreitigkeiten wurden unter Abschätzung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeiten Rückstellungen gebildet. Die tatsächliche Inanspruchnahme dieser Rückstellungen ist davon abhängig, ob sich die Risiken in Höhe der heutigen Einschätzungen realisieren.

Da trotz starken Umsatzwachstums nach wie vor erhebliches Wachstumspotential vorhanden ist, geht die Geschäftsführung davon aus, dass bis zum erneuten Erreichen des Break-evens auf externe Finanzmöglichkeiten zurückgegriffen werden kann. Von den äußerst erfolgreichen Kapitalerhöhungen der Delivery Hero Holding GmbH in 2014 und 2015 sieht sie sich in dieser Ansicht bestätigt.

2 Vgl. Deutsche Bundesbank - Online aufrufbar unter http://www.bundesbank.de

2. Chancenbericht

Die im nachfolgenden dargestellten Chancen sind in der Reihenfolge ihrer Auswirkung auf die Gesellschaft dargestellt.

Im Bereich der Gastronomie wird neben Take-away der sog. Home-Delivery-Markt als Trend mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten angesehen. 3 Durch die konsequente Ausrichtung des Geschäftsmodells an den Kundenbedürfnissen bietet sich der Pizza.de GmbH weiterhin die Chance auf steigende Umsätze. Durch zielgerichtete Marketingkampagnen, Sponsoring und Rabattaktionen will die Gesellschaft ihren Bekanntheitsgrad weiter erhöhen. Durch diese Marketingaktivitäten kombiniert mit dem besten Einkaufserlebnis sollen neue Kunden gewonnen und Bestandskunden weiter an die Pizza.de gebunden werden.

Zusätzliche Synergien lassen sich durch die gemeinsame Nutzung der Online-Plattform durch etliche Gesellschaften der Delivery Hero Gruppe realisieren.

3 Vgl. DEHOGA: Konjunkturumfrage Winter 2013/14 - Ausblick Sommer 2014, S. 19. Online aufrufbar unter http://www.dehoga-bundesverband.de

 

Berlin, 15.02.2016

Niklas Östberg, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Pizza.de GmbH, Berlin (bis 10. September 2015: Braunschweig), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Berlin, den 22. Februar 2016

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sternberg, Wirtschaftsprüfer

Dr. Arbter, Wirtschaftsprüfer

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