Henry Lamotte Oils GmbH
Merkurstraße 47, 28197 Bremen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Ole Drewes seit 18.1.2024 | Geschäftsführer |
Albert Sidney Lamotte seit 17.12.2020 | Geschäftsführer |
Hermann Baer Friedrich Albrecht Bosse seit 13.7.2016 | Geschäftsführer |
Sonja Peinemann seit 17.8.2012 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 98.50% | |
| 1.50% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Henry Lamotte Oils GmbHBremenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 20231. Grundlagen des UnternehmensDie Henry Lamotte Oils GmbH ist ein Lieferant in den Bereichen Öle, Wachse und Saatenmehle sowie Oleoresine. Unsere Kunden sind Unternehmen der Lebensmittelindustrie und des Lebensmittelhandels, der pharmazeutischen Industrie und des Pharmahandels, der kosmetischen Industrie sowie der Futtermittelindustrie und der chemisch-technischen Industrie. Unsere Tochtergesellschaft Lipos GmbH versorgt uns mit speziellen Ölen aus eigener Herstellung. 2. Geschäftsverlauf und Lage der GesellschaftDie wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Das preisbereinigte Bruttoninlandsprodukt ging im Vergleich zum Vorjahr um 0,3%-Punkte zurück. Damit liegt das Wachstum des nationalen BIP deutlich unter den Erwartungen für die Europäische Union, die von einem Wachstum von 0,6%-Punkten ausgehen. Der für uns wichtige private Konsum erholte sich, nach einem starken Rückgang gegen Ende des Jahres 2022, in 2023 nur langsam und lag insgesamt auf einem niedrigen Niveau. Insbesondere die Tatsache, dass die privaten Haushalte preisbereinigt weniger konsumierten und vor allem bei Gütern mit stark gestiegenen Preisen sparten, machte sich im Geschäftsverlauf bemerkbar. Dabei betrug der preisbereinigte Rückgang der Konsumausgaben der privaten Haushalte für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren -4,5%-Punkte im Vergleich zum Vorjahr. Zwar lag die Inflationsrate in 2023 mit +5,9% unter dem Wert von 2022 (+6,9%), allerdings stiegen insbesondere die Preise für Lebensmittel. So lag der Verbraucherpreisindex für Nahrungsmittel im Jahresdurchschnitt 2023 mit 130,3 um 12,3 Punkte über dem Wert von 2022. Allerdings zeigten sich auf den für uns relevanten Rohstoffmärkten gegenläufige Tendenzen. So fiel der Weltmarktpreis für Sonnenblumenöl vom absoluten Höchstpreise Mitte 2022 auf ein Niveau vergleichbar mit dem vor Beginn des Ukraine-Krieges im Dezember 2023. Der Erzeugerpreisindex von Raps nahm eine ähnliche Entwicklung, wohingegen der Erzeugerpreisindex für Gemüse seit Mitte 2022 weitestgehend stabil blieb. Ähnliches gilt für die Frachtraten. Der Erzeugerpreisindex für die Seeschifffahrt (Europa eingehend) ist vom Höchststand August 2022 (212,8) auf 168,6 im Dezember 2023 gefallen. Die Strompreise verharrten in 2023, nach starken Preisschwankungen in 2022, auf einem relativ hohen Niveau im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2021. Der für uns auf den ausländischen Rohstoffmärkten relevante Dollarkurs erholte sich ebenfalls im Vergleich zu 2022, verharrte aber ebenfalls auf einem niedrigeren Niveau als in den Vorkrisenjahren. Somit beschäftigten uns im Berichtsjahr sinkende Erzeugerpreise, sinkende Frachtraten und eine deutliche Kaufzurückhaltung auf der Konsumentenseite, sowie eine starke Tendenz von höherwertigen und hochpreisigen Produkten hin zu Preiseinstiegsprodukten. 3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und ErtragslageIm vergangenen Geschäftsjahr 2023 gingen die Umsätze preis- und mengenbedingt um 13,1m € auf 138,4m € zurück. Dies ist zum einen auf einen konjunktur- und inflationsbedingten Rückgang des Absatzes als auch einen deutlichen Preisverfall auf den Rohstoffmärkten zurückzuführen. Letzterer führte dazu, dass sich die Rohergebnismarge von 26,7% in 2022 auf 23,9% in 2023 verringerte. Der starken Abwärtsbewegung auf den Rohstoffmärkten sind wir dadurch begegnet, dass wir nur sehr zurückhaltend einkaufsseitig aktiv waren, um so möglichst flexibel auf die Preisentwicklungen reagieren zu können. Eine Stabilisierung der Preisentwicklung setze erst gegen Ende des Jahres ein, so dass wir das Rohergebnis, dass sich um 7,3m € auf 33,1m € reduzierte, nicht mehr wesentlich beeinflussen konnten. Dabei konnten allerdings die Vorräte um 7,8m € reduziert werden. Die Personalkosten sind im Rahmen der allgemeinen Lohn- und Gehaltsanpassungen gestiegen. Die Abschreibungen haben sich geringfügig um 38k € auf 1,2m € reduziert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 1,2m € auf 17,3m €. Während sich die mengenabhängigen Kosten wie Frachten und Analysekosten reduzierten, sind die Kosten für das Digitalisierungsprojekt planmäßig im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Dies wurde auch dadurch beeinflusst, dass wir uns dazu entschieden haben, voll auf eine cloudbasierte Lösung umzusteigen, was zu einem erhöhten Aufwand bei geringeren Aktivierungen geführt hat. Das Finanzergebnis vor Beteiligungserträgen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 100k € auf -350k € verschlechtert, was in erster Linie auf die deutlich gestiegenen Zinsen zurückzuführen ist. Der Jahresüberschuss 2023 reduzierte sich um 6,3m € auf 770,5k €, das Betriebsergebnis um 8,8m € auf 2,0m €. Die betriebliche Umsatzrendite 2023 lag bei 1,5% (Vorjahr: 7,1%), die Eigenkapitalrendite (vor Steuern) bei 5,49% (Vorjahr: 46,0%). Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde auch weiterhin in den Ausbau der Gebäude und die Anlageneffizienz insbesondere im Bereich der Flaschenabfüllung investiert. Stichtagsbezogen hat sich das Working Capital um 12,1m € auf 30,0m € reduziert. Die Vorräte haben sich wie bereits erwähnt um 7,8m € auf 26,3m €, die Forderungen wurden aufgrund geringerer Umsätze zum Stichtag um 2,1m € auf 11,1m € reduziert. Die Sonstigen Vermögensgegenstände stiegen durch Steuerrückforderungen aufgrund des gesunkenen Ergebnisses um 2,8m € auf 3,2m € an. Trotz der gesunkenen Vorräte konnten wir auch in diesem Jahr wieder die Lieferfähigkeit jederzeit sicherstellen. Gleichzeitig wurde jedoch bewusst das Working Capital reduziert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen stiegen um 2,5m € auf 7,4m €, bedingt durch verringerte Zahlungszyklen aufgrund von Betriebsferien zum Stichtag. Die Sonstigen Verbindlichkeiten blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die Bilanzsumme konnte um 7,2m € auf 50,6m € reduziert werden, so dass sich die Eigenkapitalquote auf 55,0% verbessert hat (Vorjahr 52,0%). Entsprechend konnten auch die Verbindlichkeiten gegenüber Banken um 5,8m € auf 11,6m € reduziert werden. Der Cashflow in 2023 beträgt +3,8m € (gegenüber -6,0m € im Vorjahr). Als Fazit lässt sich für das Geschäftsjahr feststellen, dass wir mit der Geschäftsentwicklung zufrieden sind. 4. Voraussichtliche Entwicklung sowie wesentliche Chancen und RisikenFür das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir bei leicht steigenden Umsätzen mit einer Erholung des Geschäfts auf niedrigem Niveau und einem Jahresüberschuss, der sich auf einem ähnlichen Niveau wie 2023 bewegen wird. Zum einen erwarten wir eine Verringerung der Ausschläge auf den Rohstoffmärkten, was zu einer Stabilisierung des Ergebnisses führen wird. Zum anderen erwarten wir sich stabilisierende Absatzmärkte und eine sich langsam erholende Nachfrage, Effekte, die sich in den Ergebnissen zu Beginn des Jahres 2024 gezeigt haben. Allerdings sehen wir zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Erholung insofern, als dass das Vorkrisenniveau erreicht werden könnte. Wir rechnen damit, dass sich die Inflation verringern und das Zinsniveau nicht weiter ansteigen wird, wodurch sich der für uns relevante Konsum erholen könnte, allerdings sehen wir hier eine vollständige Erholung noch nicht in 2024. Andererseits nimmt die Unsicherheit auf den internationalen Märkten durch die aktuellen Krisen (Nahost, Iran, China/Taiwan, Ukrainekrieg) eher zu als ab, was einer weiteren konjunkturellen Erholung im Wege stehen könnte. So werden wir das Jahr 2024 für eine weitere Konsolidierung der Kundenbasis und der Sortimente nutzen und die Voraussetzungen schaffen, um bei einer erwarteten wirtschaftlichen Erholung in 2025 entsprechend aktiv an den Märkten agieren zu können. Die fortgeführte Digitalisierung und die Implementierung von moderner IT-Infrastruktur werden uns einen Vorsprung gegenüber unseren Wettbewerbern sichern. Wir planen hierbei mittelfristig Produktivitätssteigerungen und Verbesserungen auf der Kostenseite, neben weiter steigenden Logistikkosten. Nennenswerte, unserer Markstellung beeinträchtigende Qualitätsrisiken bei den von uns gehandelten Waren, sind im Geschäftsjahr 2023 nicht eingetreten. Dies ist insbesondere auf den hohen Aufwand zurückzuführen, den wir in Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung mit eigenem Labor betreiben. Aufgrund der internationalen Lieferketten sind wir Devisenkursrisiken ausgesetzt. Devisenkursrisiken entstehen aufgrund unserer Devisenabsicherung nur insoweit, wie das Handelsvolumen unserer Produkte devisenkursabhängig ist. Devisensicherungsgeschäfte dienen ausschließlich der Absicherung unserer Warengeschäfte und sind somit als Zahlungsmittel zu klassifizieren, sodass hier nur Gewinne und Verluste entstehen können, denen entsprechende Verluste und Gewinne aus den abgesicherten Warengeschäften gegenüberstehen. Forderungsausfallrisiken werden weitgehend durch eine Warenkreditversicherung abgedeckt. Zur Vermeidung des Entstehens von Forderungsausfallrisiken bedienen wir uns eines hauseigenen Ratingsystems sowie verschiedener Informationsdienste. Verbleibenden Ausfallrisiken haben wir durch die Bildung ausreichender Wertberichtigungen Rechnung getragen. Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist zunehmend durch einen bestehenden Fachkräftemangel geprägt. Das hohe Qualifikationsniveau unserer Belegschaft sichern wir durch eigene Aus- und Weiterbildung und ein umfangreiches internes und externes Schulungsprogramm. Durch Tantiemen und Gratifikationen sind die Mitarbeiter am Unternehmenserfolg beteiligt. Die nachhaltige Weiterentwicklung unserer Geschäftstätigkeit sowie unserer Wertschöpfungsketten sichern wir durch unsere langfristige Nachhaltigkeitsstrategie. Diese beinhaltet auch die nachhaltige Sicherung unserer Geschäftsstätigkeit und der unserer Lieferanten vor klimatischen Veränderungen und Umwelteiflüssen. Die Unternehmenslandschaft in Deutschland und Europa ist vermehrt dem Risiko von Cyberangriffen ausgesetzt. Wir schützen unsere IT-Systemlandschaft durch mehrstufige Sicherheitsmaßnahmen, welche wir kontinuierlich weiterentwickeln. Teil dieses Konzeptes sind regelmäßige Mitarbeiterschulungen. Größere Risiken aus Rechtsstreitigkeiten sind nicht erkennbar. Wichtigstes Ziel der Geschäftsführung ist die Sicherung der Gesellschaft als Ganzes verbunden mit einer profitablen und langfristig orientierten Unternehmensentwicklungsstrategie. Hierbei unterliegt unsere Risikosteuerung einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess, um möglichen Risiken frühzeitig zu erkennen und zu sichern. Insgesamt kann basierend auf den der Geschäftsführung zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen kein Risiko identifiziert werden, das geeignet wäre, den Fortbestand des Unternehmens zu gefährden. 5. Zweigniederlassungen/ TochtergesellschaftenTochtergesellschaften der Henry Lamotte Oils GmbH sind die OLEUM Produktions- und Handels-GmbH sowie die Lipos GmbH, die für unsere Gesellschaft Öl presst und verschiedene weitere Dienstleistungen erbringt.
Bremen, den 17.05.2024 gez. Hermann Bosse gez. Sebastian Drewes gez. Albert Lamotte gez. Christian Siebrecht Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
AnhangJahresabschluss zum 31. Dezember 20231. Allgemeine AngabenDie Henry Lamotte Oils GmbH, Bremen, ist beim Amtsgericht Bremen unter HRB 14591 HB eingetragen. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HBG auf. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode. Die Nutzungsdauern erfolgen in Anlehnung an die für steuerliche Zwecke geltenden amtlichen Abschreibungstabellen und betragen 3 bis 8 Jahre. Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und linear über die voraussichtliche betriebliche Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Diese wurde im vorliegenden Fall aufgrund der wirtschaftlichen Nachhaltigkeit des Investments mit 15 Jahren ermittelt. Die Sachanlagen des Anlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten - bei dauerhaften Wertminderungen zum niedrigeren beizulegenden Wert - angesetzt. Sie werden jeweils um planmäßige Abschreibungen vermindert bewertet. Die Abschreibungen auf Sachanlagen des Anlagevermögens werden linear vorgenommen. Die Nutzungsdauern erfolgen in Anlehnung an die für steuerliche Zwecke geltenden amtlichen Abschreibungstabellen und betragen 3 bis 20 Jahre. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden aus Vereinfachungsgründen im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang behandelt, soweit sie nicht wegen Unwesentlichkeit in den Aufwand gebucht werden. Geleistete Anzahlungen auf Gegenstände des Anlagevermögens sind zum Nennwert bilanziert. Die Finanzanlagen des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten - bei dauerhaften Wertminderungen zum niedrigeren beizulegenden Wert - angesetzt. Die Vorräte und geleisteten Anzahlungen auf Vorräte werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nennbeträgen abzüglich ausreichender Wertberichtigungen bilanziert. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenmittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Flüssige Mittel in fremder Währung werden mit dem Devisenmittelkurs des Bilanzstichtages bewertet. Die übrigen Guthaben bei Kreditinstituten und der Kassenbestand sind zu Anschaffungskosten (in der Regel dem Nennwert) bilanziert. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet. Die Abzinsung erfolgt pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, die sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Den Berechnungen liegen die Generationentafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2018G) zugrunde. In den Steuerrückstellungen und den sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Die Bewertung erfolgt in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Abzinsung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge", die Aufzinsung in dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen" gesondert ausgewiesen. Erhaltene Anzahlungen sind mit dem Nennwert bilanziert. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Passive latente Steuern sind mit dem Nennwert bilanziert und resultieren aus dem Ansatz unterschiedlicher Nutzungsdauern des Anlagevermögens im Handels- und Steuerrecht, sofern sich diese Unterschiede in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Der Steuersatz beläuft sich auf 31,9%. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Eine Abzinsung dieser Beträge erfolgt nicht. 3. Erläuterungen zur Bilanz und GuVAktiva Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie der Abschreibungen im Geschäftsjahr 2023 ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Zur Anteilsbesitzliste vgl. unter Nr. 5 Sonstige Angaben. Die gesamten Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 14.412 (Vorjahr TEUR 14.256) enthalten sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 3.341 (Vorjahr TEUR 1.082). Diese wiederum enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 175 (Vorjahr TEUR 693). Davon entfallen auf Forderungen gegen Gesellschafter TEUR 2 (Vorjahr TEUR 146). Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Verrechnungskonten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden im Geschäftsjahr mit 2% verzinst. Passiva Aufgrund der Bewertungsänderung bei den Zinssätzen der Pensionsrückstellung in 2016 (Wechsel von dem 7-Jahres-Durchschnitt auf den 10-Jahres-Durchschnitt) unterliegen TEUR 4 (Vorjahr TEUR 17) einer Ausschüttungssperre. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 415 (Vorjahr TEUR 429) wurde ein Zinssatz von 1,82% angesetzt (Vorjahr: 1,78%). Die Erfüllungsbeträge wurden unter Annahme einer Rentendynamik von 2,0% (Vorjahr 2,0 %) und einer Anwartschaftsdynamik von 0,0% berechnet. Da es sich um Festzusagen handelt, ist ein Lohn- und Gehaltstrend nicht zu erfassen. Ein Fluktuationsabschlag wurde nicht vorgenommen. Die mit den Anschaffungskosten bewerteten und zur Absicherung dienenden Wertpapiere (TEUR 161) wurden vom Wert der Pensionsverpflichtung abgesetzt. Der Zeitwert der Wertpapiere betrug zum Bilanzstichtag TEUR 173 (Vorjahr TEUR 164). Die Rückstellung enthält Verpflichtungen gegenüber ehemaligen Geschäftsführern in Höhe von 276 TEUR (Vorjahr TEUR 288). Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Vorsorgen für Personalkosten von TEUR 639 (Vorjahr TEUR 847). In den Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 21.254 (Vorjahr TEUR 24.320) sind sonstige Verbindlichkeiten von TEUR 2.301 (Vorjahr 2.030 TEUR) enthalten, davon gegen verbundene Unternehmen TEUR 546 (Vorjahr TEUR 178). Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig, mit Ausnahme von Verbindlichkeiten gegenüber von Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1.727 (Vorjahr TEUR 1.996), sie haben eine Fälligkeit von unter 5 Jahren. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 1.825 (Vorjahr TEUR 996) durch sicherungsübereignete Maschinen besichert. Die passiven latenten Steuern erhöhten sich um TEUR 12 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 24) und betragen TEUR 36. Aktive latente Steuern liegen nicht vor. Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse wurden mit EUR 79 Mio. (Vorjahr EUR 88 Mio.) im Inland, mit EUR 37 Mio. (Vorjahr EUR 39 Mio.) in der EU und mit EUR 22 Mio. (Vorjahr EUR 25 Mio.) im Drittland erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 121 (Vorjahr TEUR 0). Weiterhin enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge einen periodenfremden Ertrag in Höhe von TEUR 83 (Vorjahr TEUR 651). Der Personalaufwand enthält Ruhebezüge ehemaliger Geschäftsführer von TEUR 23 (Vorjahr 22). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten einen Aufwand aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 146 (Vorjahr TEUR 0). Ebenso sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 129 (Vorjahr TEUR 29) enthalten. Im Zinsaufwand wurden Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen von TEUR 7 (Vorjahr TEUR 7) mit Erträgen aus dem Deckungsvermögen von TEUR 41 (Vorjahr TEUR 0) verrechnet. In den Steuern von Einkommen und vom Ertrag sind TEUR 12 (Vorjahr: EUR 24) Aufwendungen für latente Steuern enthalten. 4. Sonstige finanzielle VerpflichtungenEs bestehen gegenüber einem Kreditinstitut Verpflichtungen aus Devisentermingeschäften zum Kauf von Devisen im Wert von TUSD 5.188, was einem Gegenwert in Höhe von TEUR 4.695 entspricht (Vorjahr TUSD 410 / TEUR 384). Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag einen offenen Kontraktbestand im Einkaufsbereich von EUR 34 Mio. (Vorjahr EUR 55 Mio.). Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Dienstleistungsverträgen wie nachfolgend dargestellt:
Die gesamten sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen EUR 19 Mio. Für die Beteiligung an der Henry Lamotte (India) Private Ltd. besteht eine ausstehende, bisher nicht eingeforderte Einlage von 44.900 Anteilen = 4.490.000 INR = TEUR 50. 5. Sonstige AngabenAngaben gem. § 285 Nr. 3, 27 und 21 HGB: Die Gesellschaft bürgt für Kreditverpflichtungen der Henry Lamotte Services GmbH gegenüber einem Kreditinstitut. Zum Bilanzstichtag bestand eine Eventualverpflichtung aus dieser Bürgschaft von TEUR 348 (Vorjahr TEUR 0). Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers gem. § 285 Nr. 17 HGB beträgt EUR 52.864,01 und gliedert sich gem. § 288 Abs. 1 und 2 HGB wie folgt:
Bewertungseinheiten Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Dazu gehören insbesondere Devisentermingeschäfte und Zinsswaps. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt internen Kontrollen und bleibt auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft sowie der damit verbundenen Finanzierungsvorgänge beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Wert- oder Zahlungsstromänderungen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen und Zinssätzen zurückgehen. FX-Exposure (Makro-Hedge) In die Bewertungseinheit sind zum Abschlussstichtag Lagerbestände an Waren, die in USD gehandelt werden (EUR 4,4 Mio.), Verpflichtungen aus offenen Verkaufsgeschäften zum Einkauf von Waren, die in USD gehandelt werden (EUR 9,5 Mio.), Kundenforderungen in USD (EUR 0,9 Mio.), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in USD (EUR 0,9 Mio.) sowie Forderungen in USD aus Devisentermingeschäften (EUR 4,7 Mio.) einbezogen. Zur Absicherung der bilanziellen Fremdwährungspositionen sind Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von EUR 4,7 Mio. abgeschlossen. Die Derivate werden mit den sich gegenläufig verhaltenen Fremdwährungspositionen in währungsbezogene Bewertungseinheiten (Makro-Hedge) zusammengefasst. Sich ausgleichende Wertänderungen bleiben im Abschluss gemäß der Einfrierungsmethode unberücksichtigt. Die ineffektiven Anteile der währungsbezogenen Sicherungsbeziehungen, also sich nicht ausgleichende Wertänderungen, werden nach allgemeinen Bewertungsgrundsätzen behandelt. Für unrealisierte Verlustspitzen werden dem Imparitätsprinzip folgend Drohverlustrückstellungen gebildet. Zum Bilanzstichtag war keine Drohverlustrückstellung zu bilden. Der Ausgleich der Zahlungsströme und Wertänderungen erfolgen voraussichtlich im folgenden Monat (maximale Laufzeit der Devisensicherungsgeschäfte in USD). Die Höhe der mit der Bewertungseinheit abgesicherten Risiken beläuft sich am Bilanzstichtag auf TEUR -147. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv und retrospektiv anhand der Dollar-Offset-Methode festgestellt. Bewertungseinheiten zur Absicherung des Zinsrisikos Die Gesellschaft bildet eine Portfolio-Bewertungseinheit für die unter Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthaltenen laufenden Geldmarktkredite. Die in den Bewertungseinheiten einbezogenen Geschäfte unterliegen einem Zinsänderungsrisiko aufgrund sich im Zeitablauf ändernder variabler Zinssätze. Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos werden mehrere Zinssicherungsinstrumente abgeschlossen und mit dem Grundgeschäft zu einer Portfolio-Bewertungseinheit zusammengefasst. Die Schulden werden mit einem Nominalwert (Buchwert) von EUR 5,0 Mio. als gleichartige Grundgeschäfte in die Bewertungseinheit einbezogen. Zum Bilanzstichtag wurden Zinsswaps mit Nominalwerten von EUR 5,0 Mio. in die Bewertungseinheiten einbezogen. Die Höhe der mit Portfolio-Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken beträgt TEUR 245, d.h. in dieser Höhe wurden bis zum Bilanzstichtag negative Zinsänderungen vermieden. Zur bilanziellen Abbildung wird die sog. Einfrierungsmethode angewendet. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird prospektiv anhand der critical term match-Methode festgestellt. Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 196 Mitarbeiter (Vorjahr: 200), davon: Angestellte in der Verwaltung: 146 (Vorjahr 147) Angestellte in der Produktion: 50 (Vorjahr 53) Der gemäß § 285 Nr. 11 HGB anzugebende Anteilsbesitz betrifft zum 31. Dezember 2023 folgende Anteile an verbundenen Unternehmen:
Mit der Lipos GmbH, Bremen, besteht seit 2003 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Dieser ist von der Finanzverwaltung für die Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuer anerkannt. Der Vertrag wurde zum 31.12.2022 gekündigt und im Jahr 2023 neu abgeschlossen. Der bei der Lipos GmbH im Geschäftsjahr 2023 angefallene Jahresfehlbetrag (TEUR 132) wird lt. Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag an die Gesellschaft abgeführt. Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr
Der Geschäftsführer Sebastian Drewes bezieht aus dieser Gesellschaft keinerlei Vergütung für seine Geschäftsführungstätigkeit. Es erfolgen auch keine anteiligen Weiterbelastungen. Mitgliedern der Geschäftsführung wurden tilgungsfreie Kredite in Höhe von TEUR 100 mit einer Laufzeit bis 2030 eingeräumt. Der Zinssatz für diese Kredite betrug durchschnittlich 3,37%. 6. KonzernverhältnisseDie Henry Lamotte Oils GmbH wird als verbundenes Unternehmen der H. F. Ed. Meyer GmbH & Co. KG, Bremen, in den Konzernabschluss der H. F. Ed. Meyer GmbH & Co. KG einbezogen, welche den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen erstellt. Der Konzernabschluss der H. F. Ed. Meyer GmbH & Co. KG befreit gemäß § 291 HGB die Henry Lamotte Oils GmbH von der Verpflichtung zur Erstellung eines Teilkonzernabschlusses und eines Teilkonzernlageberichts. 7. Vorschlag über die Verwendung des JahresergebnissesDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 770.536,87 auf neue Rechnung vorzutragen. 8. NachtragsberichtBerichtspflichtige Ereignisse nach dem Abschlussstichtag liegen nicht vor.
Bremen, 17.05.2024 Sebastian Drewes Hermann Bosse Albert Lamotte Christian Siebrecht Entwicklung des Anlagevermögens 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Henry Lamotte Oils GmbH, Bremen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Henry Lamotte Oils GmbH, Bremen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Henry Lamotte Oils GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, den 17. Mai 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Dr. Thomas Ull, Wirtschaftsprüfer Stefan Geers, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 19.06.2024 festgestellt. |
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