Stammdaten

Register
Amtsgericht Wetzlar HRB 5646
Eingetragen
22.9.2008
Branche
Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von elektrischen und elektronischen Geräten, Ersatz- und Zubehörteilen aller Art aus Metall oder Kunststoffen oder einer Mischung dieser Rohstoffe, sowie der Handel mit diesen Gegenständen. Gegenstand des Unternehmens ist des weiteren die Vergabe und der Erwerb von Lizenzen zur Fertigung, zum Vertrieb und zum Handel solcher Gegenstände.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Prokura
Daniel Dr. Rook
seit 22.9.2008
Prokura
Karl-Ludwig Leppla
seit 22.9.2008
Prokura
Udo Neumann
seit 22.9.2008
Prokura
Manfred Steffen
seit 22.9.2008
Prokura
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ritto GmbH

Haiger

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

Bilanz zum 31. Dezember 2009

(Vorjahr zum Vergleich)

AKTIVA

31.12.2009
EUR
Vorjahr
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 55.308,00 57.914,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.359.454,20 2.196.973,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.551,00 12.916,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 165.064,00 719.304,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 58.947,81 31.924,97
2.586.017,01 2.961.118,89
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 100,00 100,00
2.641.425,01 3.019.132,89
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 23.908,00
2. Waren 0,00 659.797,00
0,00 683.705,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.345.811,37 2.532.909,95
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.733.804,41 1.112.035,35
3. Forderungen gegen Gesellschafter 10.905.868,73 16.102.948,27
4. Sonstige Vermögensgegenstände 23.956,37 296.972,22
16.009.440,88 20.044.865,79
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 127.520,49 150.480,13
16.136.961,37 20.879.050,92
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 26.190,27 1.493,56
18.804.576,65 23.899.677,37

PASSIVA

31.12.2009
EUR
Vorjahr
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 800.000,00 800.000,00
II. Kapitalrücklage 8.839.534,28 8.839.534,28
9.639.534,28 9.639.534,28
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.036.230,00 755.459,00
2. Steuerrückstellungen 110.787,60 7.127.363,02
3. Sonstige Rückstellungen 4.658.200,32 5.466.717,00
5.805.217,92 13.349.539,02
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.673,10 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 142.134,46 569.981,29
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.144.970,42 47.941,26
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.062.742,47 281.725,52
- davon aus Steuern: EUR 639.213,48 (Vorjahr: EUR 72.270,24)
3.352.520,45 899.648,07
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 7.304,00 10.956,00
18.804.576,65 23.899.677,37

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009

(Vorjahr zum Vergleich)
2009
EUR
Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse 22.937.066,90 22.784.171,88
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,00 -22.970,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.000.728,38 3.099.207,93
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -9.527.901,30 -7.476.336,44
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.818.824,64 -6.670.387,77
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.263.361,98 -1.144.694,66
- davon für Altersversorgung: EUR 303.969,30 (Vorjahr: EUR 498.761,11)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -334.813,59 -350.265,25
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.272.354,99 -4.950.546,81
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 128.708,43 632.858,94
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 122.942,49 (Vorjahr: EUR 631.867,10)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -108.736,69 -7.358,56
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 4.740.510,52 5.893.679,26
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -422.841,61 0,00
12. Sonstige Steuern -64.307,77 -15.703,51
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -4.253.361,14 -5.460.247,38
14. Jahresüberschuss 0,00 417.728,37
15. Verlustvortrag 0,00 -417.728,37
16. Bilanzgewinn 0,00 0,00

Anhang 2009

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

Die Gesellschaft wies zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die in dem vorliegenden Anhang genannten Gesetzesnormen entsprechen dem Stand des HGB nach Umsetzung des am 29. Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes. Von dem Wahlrecht, die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes bereits in 2009 vorgezogen anzuwenden, wurde kein Gebrauch gemacht.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Es fanden die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bei der Aufstellung des Jahresabschlusses Anwendung:

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Der Werteverzehr wurde grundsätzlich durch planmäßige Abschreibungen berücksichtigt, die im Rahmen der ertragsteuerlichen Vorschriften nach der linearen und der degressiven Methode ermittelt wurden. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden nach § 6 Abs. 2 a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Vorräte wurden im Rahmen der Integration in die Schneider-Gruppe auf die Merten GmbH, Wiehl, zum 30.06.2009 übertragen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nennbetrag bilanziert. Erkennbare Risiken wurden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Pensionsverpflichtungen wurden in 2009 erstmals mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Barwert unter Anwendung der Heubeck Tafeln 2005 G und auf der Basis eines Rechnungszinsfußes von 6 % angesetzt. Gegenüber der bisherigen Bewertung mit dem steuerlichen Teilwert ergibt sich für das Berichtsjahr eine Auswirkung auf die Ertragslage in Höhe von TEUR 141. Bei der Berechnung wurden die neuen Altersgrenzen nach dem RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die innerhalb der sonstigen Rückstellungen passivierten Rückstellungen für Dienstjubiläen wurden mit einem Zinssatz von 4 %, die Rückstellungen für Altersteilzeit und Überbrückungsgeld wurden mit einem Zinssatz von 6 % abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren Rückzahlungsbeträgen passiviert.

III. Angaben zur Bilanz

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen im Geschäftsjahr sind aus dem Anlagengitter ersichtlich.

Die Forderungen gegen Gesellschafter stellen in voller Höhe sonstige Vermögensgegenstände dar. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen.

Das Eigenkapital blieb aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags zum Vorjahr konstant.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen:

TEUR
Umsatzboni und andere Erlösminderungen 1.657,0
Garantieverpflichtungen 1.289,0
Prämien und Provisionen 959,0
Dienstjubiläen 192,5
Drohverluste 105,1
Übrige, je unter TEUR 100,0 455,4
4.658,0

Die Verbindlichkeiten sind mit Ausnahme der üblichen Eigentumsvorbehalte aus Lieferungen und Leistungen ungesichert und weisen die folgenden Restlaufzeiten auf:

Restlaufzeit
Stand am 31.12.2008
TEUR
Stand am 31.12.2009
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
1 - 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten
1. ... aus Lieferungen und Leistungen 570,0 142,1 142,1 0 0
2. ... gegenüber verb. Unternehmen 47,9 2.145,0 2.145,0 0 0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 281,7 1.062,7 1.062,7 0 0
899,6 3.349,8 3.349,8 0 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen in Höhe von TEUR 2.145,0 Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr dar.

Aus Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen ergeben sich am Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 393.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB i. V. m. § 275 Abs. 1 HGB aufgestellt.

Im Berichtsjahr betrugen die Umsatzerlöse TEUR 22.937. Der Auslandsanteil betrug 12,1%.

in TEUR 2009 2008 Abw.
Inland 20.169 19.393 4,0%
Ausland 2.768 3.391 -18,4%
Gesamt 22.937 22.784 0,6%

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 188,0 aperiodische Erträge erzielt, die in Höhe von TEUR 188,0 unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden.

Die aperiodischen Aufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 789,4 werden in Höhe von TEUR 150,0 unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, TEUR 48,6 unter den sonstigen Steuern sowie TEUR 590,8 unter der Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen.

V. Sonstige Angaben

Im gemäß § 267 Abs. 5 HGB ermittelten Durchschnitt des Geschäftsjahres waren bei der Ritto GmbH 129 Mitarbeiter beschäftigt. Alle Mitarbeiter befinden sich in einem Angestelltenverhältnis.

Die Geschäftsführung wurde im Jahr 2009 durch Herrn Dominique Bellot wahrgenommen.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Schneider Electric S.A., Paris einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist bei der Schneider Electric S.A., Paris erhältlich.

 

Haiger, den 22. Juli 2010

Dominique Bellot

Lagebericht für das Wirtschaftsjahr 2009

VI. A. Darstellung des Geschäftsverlaufs 2009

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Gesamtwirtschaft:

Als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt 2009 um fünf Prozent geschrumpft. Dies war der stärkste Einbruch in der Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik. Zum Vergleich: 1975 - in der bis dato schwersten Rezession - sank die Wirtschaftsleistung hierzulande um weniger als ein Prozent. Alle fünf Konjunkturabschwünge von 1967, 1975, 1982, 1993 und 2003 zusammen haben es (in Prozentpunkten gerechnet) gerade einmal auf die Hälfte des 2009er Einbruchs gebracht. Während der Konsum im letzten Jahr noch leicht wuchs, verzeichneten Exporte und Investitionen die stärksten Rückgänge. 2010 dürfte das deutsche BIP wieder um etwa 1,5 Prozent wachsen.

(Quelle: Jahresbericht 2009 des Zentralverbands Elektrotechnik und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI))

Branche:

Mit dem Rückgang der realen - also um Preiseffekte bereinigten - Produktion um 21 Prozent im letzten Jahr ist der Output der Elektroindustrie auf das Niveau des Jahres 2005 zurückgefallen. Damit hat die Branche das Wachstum von insgesamt drei Jahren eingebüßt. Die Kapazitätsauslastung lag Anfang 2010 immer noch sechs Prozentpunkte unter dem langjährigen Durchschnitt. Schätzungen des ZVEI zufolge wird es in etwa vier bis sieben Jahren in Anspruch nehmen, bis das Produktionslevel des Jahres 2008 wieder erreicht wird. Für dieses Jahr ist mit einem Wiederanstieg des Outputs in einer Größenordnung von drei bis vier Prozent zu rechnen (der sich dabei aber zum Teil auch rein statistischen Aufholeffekten verdankt).

Die Umsatzentwicklung der einzelnen Fachbereiche der Elektroindustrie hat sich im abgelaufenen Jahr 2009 höchst unterschiedlich dargestellt. Das Gros der Fachzweige musste allerdings Umsatzrückgänge verzeichnen, insbesondere auch der Bereich Automation, der mit einem Anteil von einem Viertel das mit Abstand größte Gewicht innerhalb der Elektroindustrie ausmacht. Einige wenige Fachzweige konnten aber trotz Krise auch 2009 mit wachsenden Geschäften aufwarten. So haben sich etwa die Schienenfahrzeuge oder die Medizintechnik vergleichsweise konjunkturunabhängig gezeigt. Auch der für die Gebrauchsgüter der Elektroindustrie relevante Inlandsmarkt hat sich im Krisenjahr 2009 behauptet.

Die weiter oben jeweils einzeln schon erwähnten Prognosen zusammenfassend erwartet der ZVEI für das laufende Jahr 2010, dass sich

die (preisbereinigte) Produktion der Elektroindustrie um drei bis vier Prozent,

der Umsatz von 145 auf 150 Mrd. Euro und

die Exporte um fünf Prozent

erholen werden. Wie bereits ausgeführt, zeichnen hierfür nicht zuletzt auch statistische

Überhangeffekte verantwortlich. Insgesamt wird der Aufholprozess zurück zu

Vor-Krisen-Werten einige Jahre dauern und zudem immer wieder auch holprig verlaufen.

2. Umsatzentwicklung

Tabelle 1: Umsatzentwicklung:

in TEUR 2009 2008 Abw.
Inland 20.169 19.393 4,0%
Ausland 2.768 3.391 -18,4%
Gesamt 22.937 22.784 0,6%

a.) Inland:

Entgegen der krisenhaften Situation der Wirtschaft in Deutschland hat sich der Inlandsumsatz der Ritto GmbH, bereinigt um den Effekt aus der Veräußerung aller Lagerbestände an Handelswaren an die Merten GmbH, Wiehl (TEUR 1.049), insgesamt nur leicht um -1,5% verändert. Die stabile Entwicklung ist im Wesentlichen auf die starke Zusammenarbeit mit dem Merten Vertrieb, sowie die Neueinführung des Sortimentes Portier-Neu zu begründen.

b.) Ausland:

Die Umsatzentwicklung im Ausland war in 2009 im Unterschied zur letztjährigen Entwicklung stark negativ. Insgesamt ging der Auslandsumsatz um 19% zurück. Zu dieser Entwicklung haben insbesondere die Länder Niederlande und Belgien beigetragen.

3. Beschaffung:

In 2009 sind die Beschaffungspreise bei den Zulieferern leicht gesunken.

Der Materialaufwand stieg trotzdem um ca. 28%, beeinflusst durch die Verlagerung der Bestände auf die Merten GmbH sowie durch Einmaleffekte durch Lagerbereinigungen bei Vorlieferanten.

4. Investitionen

Das Sachanlagevermögen hat sich unter Berücksichtigung der Abschreibungen in Summe von TEUR 3.019 um TEUR 378 auf TEUR 2.641 verringert.

Neben Neuinvestitionen im Bereich Grundstücke und Gebäude durch den Ausbau des Gebäudes Rodenbacherstrasse 15 in Haiger, die das Anlagevermögen erhöhten, reduzierte sich der Bestand an Werkzeugen und anderer Betriebsausstattungen um TEUR 544 aufgrund von Veräußerungen an die Merten GmbH.

5. Personal- und Sozialbereich

Tabelle 2: Personalentwicklung

Jahresdurchschnittswerte 2009 2008
Angestellte 124 122
Arbeiter 0 4
Gesamt 124 126

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter der Ritto GmbH ist von 126 i. Vj. leicht auf 124 im Wirtschaftsjahr gesunken.

6. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Im Geschäftsjahr 2009 wurde der Einkauf der Gesellschaft in den Einkauf der Merten GmbH, Wiehl (Schwestergesellschaft im Konzernverbund) integriert. In diesem Zusammenhang wurde mit Wirkung zum 30. Juni 2009 das gesamte Vorratsvermögen an die Merten GmbH veräußert. Die Handelswaren werden seitdem von der Merten GmbH erworben und die Kosten hierfür mit einem prozentualen Aufschlag an die Ritto GmbH weiterbelastet. Des Weiteren wurden Werkzeuge und andere Betriebsausstattungen an die Merten GmbH veräußert.

VII. B. Darstellung der Lage

1. Vermögenslage

Tabelle 3: Vermögenslage

in TEUR 2009 2008 Abw.
Anlagevermögen 2.641 3.019 -12,5%
Umlaufvermögen 16.137 20.879 -22,7%
Rechnungsabgrenzung 26 2 >100%
Gesamt 18.805 23.900 -21,3%

Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen mit TEUR 16.137 um 22,7% unter dem Vorjahreswerten (TEUR 20.879). Den größten Posten hierin bilden weiterhin die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die sich von TEUR 17.215 auf TEUR 12.640 verringert haben.

Das Eigenkapital der Ritto GmbH ist aufgrund der Ergebnisabführung an die Schneider Electric Deutschland GmbH, Ratingen, mit TEUR 9.640 im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Die Eigenkapitalquote belief sich zum Bilanzstichtag auf 51% (i. Vj.: 40%).

2. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2009 hat die Ritto GmbH einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse (+ TEUR 153) zu verzeichnen, die sich im Wesentlichen durch den Verkauf des Lagers an die Merten GmbH in Höhe von TEUR 1.049 begründet.

Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Anstieg der Umsatzerlöse überproportional gestiegen (28%). Hauptursache für die Verschlechterung der Marge ist, dass beim Erwerb der Handelswaren seit dem 1. Juni 2009 der Einkauf der Merten GmbH zwischengeschaltet ist und dieser die Waren mit einem prozentualen Aufschlag an Ritto weiterbelastet.

Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 733 gesunken.

Diese Effekte sind die wesentliche Ursache für den Rückgang des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von TEUR 5.894 auf TEUR 4.740.

VIII. C. Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Im Rahmen der Integration von Ritto in die Schneider Electric Gruppe zeigten sich in 2009 sowohl im Inland als auch im Export (insbesondere in der Schweiz und den Niederlanden) weitere sehr positive Entwicklungen durch Nutzung der diversen Vertriebsorganisationen im Konzern. Diese Entwicklungen werden auch in 2010 (Dänemark) weiter konsequent fortgesetzt.

Risiken in der künftigen Entwicklung bestehen über das geschäftsübliche Niveau hinaus nicht.

Die Ausweitung des Schneider Electric Produktionssystems und damit verbundenen Einkaufskostenanalysen werden zukünftig auch auf die für Ritto produzierenden Gesellschaften ausgeweitet, sodass mögliche Rohstoffpreisveränderungen durch die kontinuierliche Verbesserung der Prozesse kompensiert werden sollten.

IX. D. Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB

1. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Die nach dem 30. Juni 2009 (Kündigung des Dienstleistungsvertrages mit der Firma Loh Services GmbH und Co. KG) von der Firma Merten übernommenen Dienstleistungen im Bereich Rechnungswesen (Finanzbuchhaltung) werden ab dem 1. April 2010 zu großen Teilen vom FiSS (Finance Shared Service) Center in Warschau wahrgenommen.

Alle anderen Dienstleistungen:

Personalwesen (Abrechnung und Mitarbeiterverwaltung)

IT Rechenzentrum und Wartung von Hard- und Software

werden weiterhin von der Schneider Electric Deutschland GmbH, Ratingen bzw. Merten GmbH, Wiehl wahrgenommen.

2. Voraussichtliche Entwicklung

Im Gegensatz zum nur moderaten Umsatzrückgang in 2009, ist das erste Quartal 2010, insbesondere in Deutschland, sehr enttäuschend verlaufen. Insgesamt beträgt der Umsatzrückgang gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal -12,7%.

In Deutschland war insbesondere der Januar 2010 aufgrund des verhältnismäßig langen und strengen Winters sehr schwach. Während der Februar eine Erholung zeigt, war der März 2010 wieder von einem Umsatzrückgang um 14,1% geprägt.

Die weitere Entwicklung in Deutschland in 2010 wird jedoch aufgrund des sehr erfolgreichen Auftritts auf der Messe Light & Building in Frankfurt und der Produkteinführung "Ritto IP" positive gesehen. Die aktuelle Vorausschau für Deutschland liegt bei +2,0% für das Gesamtjahr 2010.

Die Umsatzentwicklung im Ausland liegt hingegen im Wesentlichen auf dem Niveau des ersten Quartals 2009 mit einem Plus von 1,7%. Insbesondere der Umsatz mit der Schweiz und Dänemark entwickelt sich sehr positiv.

2010 wird weiterhin davon geprägt sein, den klassischen Direktvertrieb über ausländische Vertretung zugunsten des Vertriebes über Schneider Electric Landesgesellschaften aufzugeben. Für das laufende Jahr wird insgesamt mit einem Anstieg des Auslandsumsatzes um 20% gerechnet.

Die positive Umsatzentwicklung sowie weitere Intensivierungen in einem konsequenten Kosten- und Cash-Management werden die Ertragslage der Gesellschaft positiv beeinflussen.

Für das Jahr 2011 ist es geplant, die Vertriebsorganisation der Ritto GmbH in die Schneider Electric GmbH einzugliedern und auch rechtlich zu verschmelzen.

3. Forschung und Entwicklung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die in 2007 begonnene Entwicklung der neuen Produktgruppe "Netzwerktechnologie", d.h. Möglichkeit der Nutzung der bestehenden Netzwerktechnologie (IP) zur Installation von Ritto-Produkten, abgeschlossen. Erste Umsätze hierzu sind in 2010 zu erwarten.

Entwicklung von Design- und Produktadaptionen für Unternehmen der Schneider Electric Gruppe, insbesondere für die Märkte in Südeuropa.

Auch in 2010 wird der Bereich Forschung und Entwicklung durch weitere Design- und Produktadaptionen für Unternehmen der Schneider Electric Gruppe weiter an Bedeutung gewinnen.

 

Haiger, 22. Juli 2010

Dominique Bellot

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Ritto GmbH, Haiger, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, den 22. Juli 2010

MAZARS GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Karthaus, Wirtschaftsprüfer

Stramitzer, Wirtschaftsprüfer

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2009

Anschaffungskosten
01.01.2009
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2009
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Software 333.952,29 20.480,10 11.049,27 343.383,12
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.388.582,78 273.946,27 0,00 3.662.529,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 109.032,31 373.029,57 434.819,61 47.242,27
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.204.356,35 74.075,83 3.692.834,08 1.585.598,10
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 31.924,97 1.207.802,51 1.180.779,67 58.947,81
8.733.896,41 1.928.854,18 5.308.433,36 5.354.317,23
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 100,00 0,00 0,00 100,00
9.067.948,70 1.949.334,28 5.319.482,63 5.697.800,35
Abschreibungen
01.01.2009
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2009
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Software 276.038,29 23.086,10 11.049,27 288.075,12
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.191.608,86 111.465,99 0,00 1.303.074,85
2. Technische Anlagen und Maschinen 96.116,31 122.014,67 173.439,71 44.691,27
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.485.052,35 78.246,83 3.142.765,08 1.420.534,10
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
5.772.777,52 311.727,49 3.316.204,79 2.768.300,22
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
6.048.815,81 334.813,59 3.327.254,06 3.056.375,34
Restbuchwert
31.12.2009
EUR
31.12.2008
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Software 55.308,00 57.914,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.359.454,20 2.196.973,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.551,00 12.916,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 165.064,00 719.304,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 58.947,81 31.924,97
2.586.017,01 2.961.118,89
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 100,00 100,00
2.641.425,01 3.019.132,89

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