Ziegle Sicherheit und Bewachung GmbH
Selbe AdresseSicherheitsdienste a. n. g.
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Hermann Kratz seit 14.11.2025 | Prokura |
Steffen Janke seit 14.11.2025 | Prokura |
Sven Fluske seit 15.7.2019 | Geschäftsführer |
Hans Helmut Ziegle seit 28.9.2011 | Geschäftsführer |
Claudia Ziegle seit 28.9.2011 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 80.00% | |
| 20.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ziegle GmbHLudwigshafen/RheinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell Mit mehr als 1.200 Mitarbeitern bietet die Ziegle GmbH infrastrukturelle Dienstleistungen rund um das Gebäude, von klassischer Unterhaltsreinigung über Glas- und Sonderreinigungen jeglicher Art bis hin zur Grünpflege. Die Geschäftsbereiche der Ziegle GmbH decken nahezu sämtliche Leistungen des Infrastrukturellen Facility-Managements ab. Ein Zusammenspiel von Kernkompetenzen und Managementaufgaben zeichnet die Facility-Management-Branche heute aus. Diese Entwicklung wurde von der Ziegle GmbH rechtzeitig erkannt und führte frühzeitig zur entsprechenden strategischen Ausrichtung, um das Unternehmen zukunftsfähig zu positionieren. Kernpunkt dieser Entscheidung war die Definition der Stärken in Verbindung mit klaren Strukturen in der Kernkompetenz und schließt sämtliche Leistungen im Bereich der infrastrukturellen Dienstleistungen, welche in einer der tragenden Säulen des Facility Managements beschrieben sind, ein. In Analogie des allgemeinen Marktrends wachsen die Absatzmöglichkeiten infrastrukturelle Dienstleister weiter, indem umfassend auf Kundeninteressen reagiert wird. Insbesondere im mittelständischen Kundenklientel steigen hierbei die Anforderungen an Betreuung, Qualitätssicherung und Transparenz der Dienstleistungen, welche die Ziegle Dienstleistungsgruppe mit stetig wachsendem Kundenbetreungspotential, Implementierung von Qualitätsmanagementsystemen und Ausbau eigener digitaler Infrastruktur begegnet. Die Ziegle GmbH ist strategisch auf extern heterogenen Kundengruppen eingerichtet und stellt hierbei die individuelle Betreuung der Kunden in den Vordergrund. 2. Rechtliche Struktur Die Ziegle GmbH ist am 24.08.2011 durch Ausgliederung von Vermögenteilen der Ziegle Holding GmbH (vormals: Ziegle GmbH) mit Sitz in Ludwigshafen/Rhein entstanden. Hauptsitz der Gesellschaft ist Ludwigshafen am Rhein. Die Ziegle GmbH ist unmittelbare Tochtergesellschaft der Ziegle Holding GmbH. Die Gesellschaft unterhält eine unselbständige Niederlassung mit Sitz in Bad Vilbel. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenspezifische Rahmenbedingungen Das Gebäudereiniger-Handwerk hat sich im Laufe der Jahre aufgrund immer neuer Anforderungen des Marktes ständig weiterentwickelt und seine Angebotspalette entsprechend erweitert. Heute sprechen wir von einem modernen Dienstleistungshandwerk und einem ernstzunehmenden Wirtschaftsfaktor in unserm Land mit ca. 30.000 Betrieben, mit nahezu 700.000 Beschäftigten. Der Gebäudereinigungsmarkt in Deutschland ist - wie in anderen europäischen Ländern - vorwiegend klein- und mittelständisch strukturiert. Das Betriebsspektrum reicht von kleinen Spezialanbietern, die Nischen auf dem Reinigungs- und Dienstleistungsmarkt ausfüllen, bis zu großen Unternehmen, die sämtliche Leistungen in und an Gebäuden anbieten und in Einzelfällen bis zu 40.000 Beschäftigte haben. Die Branche ist einem hohen Fachkräfte- und Arbeitskräftemangel ausgesetzt. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass die Lohnentwicklung der Branche unabhängig von der Entwicklung des gesetzlichen Mindestlohnes ist. Seit dem Jahr 2007 gelang es dem Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks in Zusammenarbeit mit dem Tarifpartner IG BAU die jeweiligen Mindestlohn-Tarifabschlüsse für allgemeinverbindlich zu erklären. Zum 01.01.2024 stieg der allgemeinverbindliche Tariflohn der Lohngruppe 1 (Innen- und Unterhaltsreinigung) von 13,00 EUR auf 13,50 EUR und Lohngruppe 6 (Glas- und Außenreinigung) von 16,20 EUR auf 16,70 EUR. Der allgemeinverbindliche Tariflohn der Lohngruppe 1 liegt damit weiterhin deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn. Das Gebäudereiniger-Handwerk konnte, nicht zuletzt durch die Erhöhung des Mindestlohnes ein Umsatzplus von ca. 2,0 Mrd. auf ca. 26 Mrd. EUR verzeichnen. 2. Zertifizierungen der Gesellschaft Die Ziegle GmbH kann aktuell folgende Zertifizierungen nachweisen: - Integriertes Management System inklusive Arbeits- und Gesundheitsschutz in Anlehnung an OHSAS 18001 - Zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2015 - Zertifiziert nach DIN ISO 14001:2015 - Erlaubnis zur gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung - § 3 VAwS i.V.m. VUmwS Die Gesellschaft hat damit die Grundlage geschaffen auch weiterhin qualitativ am Markt präsent sein zu können. Die Fortschreibung der Qualitätsmanagementinhalte wurde sichergestellt. 3. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens a. Umsatzerlöse und Auftragsentwicklung Das Berichtsjahr 2023 war weiterhin geprägt von verschiedenen Herausforderungen, die sich auf den Geschäftsverlauf und die Lage unseres Unternehmens ausgewirkt haben. Insbesondere der Ukraine-Krieg hatte weiterhin Auswirkungen auf den Beschaffungsbereich. Das Preisniveau im Beschaffungsbereich hatte sich indessen im Laufe des Jahres 2023 stabilisiert. Obgleich sich auch die Energiekosten stabilisiert hatten, sind vor allem unsere Industriekunden hiermit weiterhin stark belastet. Der Budgetdruck unserer Kunden, dem wir begegnen mussten, war weiterhin hoch. Bereits seit 2022 herrscht eine unruhige Marktsituation, die dazu führte, dass auch im Berichtsjahr unsere Kunden ihre Gebäudedienstleistungen neu bewerten mussten. Auftragskürzungen waren die Folge. Andererseits konnten wir den stetig wachsenden Ansprüchen nach einem großen Dienstleistungsportfolio nachkommen und unsere Bestandskunden vollumfänglich betreuen und weiter ausbauen. Das Neukundengeschäft wuchs stetig und konnte übliche Vertragsbeendigungen kompensieren. Die Umsatzerlöse konnten um rund TEUR 2.620 (rd. 8,8 %) zum Vorjahr und damit deutlicher als erwartet erhöht werden. Die Umsatzsteigerung blieb somit unter der Steigerung des Vorjahres (13,2 %). Ursächlich hierfür war neben der Tariflohnsteigerung die Gewinnung von Neukunden. Auch in diesem Jahr waren die Unterhalts- und Industriereinigung die beiden umsatzstärksten Bereiche. b. Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt Investitionen ins Anlagevermögen in Höhe von TEUR 554 getätigt. Die Investitionen im Sachanlagevermögen wurden im Wesentlichen zum Erhalt des Standards im Bereich der technischen Maschinen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 527 vorgenommen. c. Personal- und Sozialbereich Zum 31. Dezember 2023 waren 1.278 Mitarbeiter beschäftigt. In 2023 waren, wie auch in den Vorjahren, keine schweren Arbeitsunfälle zu verzeichnen. Unser Selbstverständnis ist es, unseren Mitarbeiten bei ihrer täglichen Arbeit den höchsten Arbeitsschutz zu gewährleisten. Daher wurden auch in diesem Jahr dem Unfallschutz stetig durch internes und externes Know-how große Aufmerksamkeit entgegengebracht. Unser Arbeitsschutzmanagementsystem orientiert sich an der international gültigen Spezifikation OHSAS 18001 (Occupational Health and Safety Management Systems). Als Dienstleistungsunternehmen in einem stetig komplexer werdenden Arbeitsumfeld und mit steigenden Sicherheitsanforderungen nehmen für uns die Fort- und Weiterbildungen der Mitarbeiter einen sehr großen Stellenwert ein. Insbesondere in den Bereichen Qualitäts-, Sicherheits- und Arbeitsschutzmanagement wurden zahlreiche Weiterbildungsmaßnahmen vorgenommen. Ein nachhaltiges Fort- und Weiterbildungsmanagement ist etabliert. d. Umweltschutz Der Umweltschutz ist ein integraler Bestandteil unserer Unternehmenspolitik. Aktiver Umweltschutz in einem Unternehmen kann nur durch aufgeklärte Mitarbeiter erfolgen. Daher führen wir regelmäßig Fortbildungen unserer Mitarbeiter durch, bei denen über den sorgsamen Umgang mit Reinigungs-, Pflege-, und Desinfektionsmittel aufgeklärt wird. Bestandteil dieser Schulungen ist auch das Aufzeigen, wie die verwendeten Betriebsstoffe auf die Umwelt einwirken und wie man deren Einsatz effizient und somit umweltschonend einsetzt. Parallel zu diesen Schulungsmaßnahmen sind wir als Unternehmen stets auf der Suche nach neueren und umweltverträglicheren Betriebsstoffen, die wir ersatzweise einsetzen können. Dank weiterer umfassender Digitalisierungsschritte konnte der Co 2 -Verbrauch im Bereich unserer Verwaltung weiterhin reduziert werden. Im Bereich des Fuhrparkmanagements stand die Sondierung der E-Mobilität weiterhin im Vordergrund. Weitere Elektrofahrzeuge konnten die Fuhrparkflotte erweitern. e. Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresergebnis (vor Gewinnabführung) in Höhe von TEUR 3.042 erzielt und weist unter Berücksichtigung der Gewinnabführung unverändert ein Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 1.624 aus. Die Geschäftsführung beurteilt die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft als zufriedenstellend. C. Lage der Gesellschaft 1. Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:
Das Anlagevermögen hat sich im Wesentlichen durch Investitionen in 2023 (TEUR 554) und planmäßige Abschreibungen (TEUR 316) insgesamt um TEUR 237 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen geringfügig stichtagsbedingt im Berichtsjahr um TEUR 55. Die liquiden Mittel erhöhten sich infolge der verbesserten Liquiditätssituation im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 397. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten die Ergebnisabführung des laufenden Jahres. In Kennzahlen stellt sich die Entwicklung der Vermögens- und Kapitallage der Gesellschaft wie folgt dar:
2. Finanzlage Die Nettoliquidität (Finanzmittelbestand) setzt sich aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit liegt bei TEUR 1.002 (Vorjahr: TEUR 686) und ist im Wesentlichen von dem Jahresergebnis vor Ergebnisabführung sowie der Abnahme der Verbindlichkeiten Verbund vor Ergebnisabführung beeinflusst. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeiten beträgt TEUR 554 (Vorjahr: TEUR 524) und ist maßgeblich durch Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen bedingt. Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 92) infolge der Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und gezahlten Zinsen. 3. Ertragslage Die Entwicklung der Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr stellt sich wie folgt dar:
Die Umsatzerlöse stiegen im Berichtsjahr um TEUR 2.620 bzw. 8,8 %, was insbesondere auf die Bereiche Unterhaltsreinigung, Sonderreinigung / Grundreinigung und Industriereinigung zurückzuführen ist. Der Materialaufwand stieg im Verhältnis zu den Umsatzerlösen aufgrund höherer Ausgaben für bezogene Dienstleistungen um TEUR 1.354 bzw. 23,2 % deutlicher. Die Personalaufwendungen erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund einer Tariflohnsteigerung ab dem Monat Oktober 2022 um TEUR 542 bzw. 3,0 %, sanken allerdings im Verhältnis zur Gesamtleistung etwas unter das Vorjahresniveau. Die Abschreibungen bleiben bei einem leichten Rückgang in Höhe TEUR 32 auf Vorjahresniveau. Der leichte Anstieg bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus höheren Aufwendungen für Fahrzeugkosten. Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2023 insgesamt ein Jahresergebnis (vor Gewinnabführung) in Höhe von TEUR 3.042 erzielen und liegt damit leicht über den Erwartungen für das Jahr 2023 sowie dem Vorjahr. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der Ziegle Holding GmbH wird der Jahresüberschuss an die Ziegle Holding GmbH abgeführt. D. Zukünftige Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken 1. Chancen und Risikobericht Aufgrund des demographischen Wandels ist die Personalgewinnung weiterhin als Risiko zu sehen. 2023 konnten die gewerblichen Ausbildungsplätze nicht besetzt werden. Der Personalmangel ist weiterhin der kritische Erfolgsfaktor der Branche. Nach Einschätzung der Geschäftsführung wird dieser sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Die Geschäftsführung begegnet dieser Entwicklung nach eigener Einschätzung mit einem hohen Maß an Wertschätzung, leistungsorientierter Entlohnung und Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der aus dem Bereich resultierenden Risiken sowie die möglichen finanziellen Auswirkungen werden als moderat eingestuft. Um die Attraktivität als Arbeitgeber weiterhin gewährleisten und steigern zu können, hat die Ziegle Dienstleistungsgruppe 2023 mit einem Büroneubau und der Sanierung der Bestandsgebäude begonnen. Die Fertigstellung ist zum Ende des Jahres 2024 avisiert. Die neuen Verwaltungsräume beinhalten wesentlich großzügigere und modernere Arbeitsplätze, sowie kommunikationsfördernde Aufenthaltsräume. Bei der Gestaltung der Arbeitsplätze im neuen Verwaltungsgebäude wurden höchste Ansprüche im Hinblick auf ein gesundheitsförderndes und ergonomisches Arbeiten, zum Beispiel durch höhenverstellbare Schreibtische, erfüllt. Die weiterhin hohen Energiekosten betreffen das Unternehmen mittelbar. Unsere Kunden setzen auch im Hinblick auf diese Herausforderung auf unsere Beratungsleistung und unser partnerschaftliches Agieren. Gemeinsam entwickeln wir positive Energiebilanzen und strukturieren unsere Gebäudeleistung für unsere Kunden energieeffizient. Die Ziegle GmbH kann ihre Kunden dabei auf verschiedene Weise unterstützen und Maßnahmen aufzeigen, welche zu einer besseren Energiebilanz führen. Neben einer regelmäßigen Reinigung von Solar- und Photovoltaikanlagen, welche zur Steigerung des Energieertrags beiträgt, setzt die Ziegle GmbH vermehrt auf Daytime-Cleaning unter Tageslicht und verringert hierdurch den Beleuchtungs-Energiebedarf ihrer Kunden. Nachhaltiges Handeln steht hierbei stets im Mittelpunkt. In unserem Geschäftsumfeld sehen wir vielversprechende Chancen für zukünftiges Wachstum. Einer dieser vielversprechenden Bereiche ist die Robotik. Die zunehmende Automatisierung und Integration von Robotertechnologie in Gebäudedienstleistungen, bietet uns die Möglichkeit, unsere Effizienz zu steigern und unsere Dienstleistungen weiter zu verbessern. Wir planen, in die Implementierung von Robotiklösungen zu investieren, um unseren Kunden innovative und kosteneffiziente Dienstleistungen anzubieten. Darüber hinaus verfolgen wir eine umfassende Klimastrategie, die darauf abzielt, unsere ökologische Nachhaltigkeit zu verbessern. Diese Strategie umfasst Maßnahmen zur Reduzierung unseres ökologischen Fußabdrucks, zur Energieeffizienzsteigerung und zur Förderung erneuerbarer Energiequellen. Wir sind überzeugt, dass unser Engagement für Nachhaltigkeit nicht nur dazu beiträgt, unsere Umweltauswirkungen zu minimieren, sondern auch als Chance auf dem Markt wahrgenommen wird. Immer mehr Kunden legen Wert auf umweltfreundliche Dienstleistungen, und wir sind gut positioniert, um ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Diesbezüglich hat die Ziegle GmbH das Umweltziel, ihre Scope 3 Emissionen bis zum Jahr 2030 um 30 % zu reduzieren. Diese beiden Chancen, die Robotik und unsere Klimastrategie, sind integraler Bestandteil unserer langfristigen Geschäftsstrategie und werden es uns ermöglichen, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und unser Wachstum in den kommenden Jahren voranzutreiben. Dem Markt der Gebäudereinigung ist grundsätzlich ein hoher regionaler Wettbewerb inhärent. In diesem Wettbewerb hat sich in der Vergangenheit bewährt, mit regionalen Netzwerken und Kooperationen am Markt aktiv zu sein. Diese ermöglichen Synergieeffekt und Einsparpotentiale insbesondere mit Blick auf großvolumige Aufträge. Jedoch können Unternehmen aus diesen Netzwerken und Kooperationen ausscheiden, was unter Anderem infolge von Übernahmen, Insolvenzen und Abwerbungen erfolgt. Dadurch werden die Effektivität und der Nutzen solcher Kooperationen und Netzwerke verringert. Die Gesellschaft verfügt darüber hinaus über interne Berichtssysteme, die es der Geschäftsführung ermöglichen, Abweichungen zeitnah zu erkennen und zu analysieren. Basierend auf einer jährlich erstellten Planung werden monatlich Plan/Ist-Vergleiche in Form einer Gewinn- und Verlustrechnung erstellt. Durch die Analyse der Plan- und Ist-Zahlen werden entsprechende Maßnahmen zur Steuerung erarbeitet und umgesetzt. Die regelmäßig erfolgende Risikoanalyse insbesondere im Hinblick auf Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken bestimmte auch im Berichtsjahr die Schwerpunkte der Überwachungsinstrumente. Liquiditätsrisiken drücken das mögliche Risiko aus, dass die Ziegle GmbH ihre bestehenden oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen, bedingt durch einen nicht ausreichenden Bestand an liquiden Mitteln, nicht erfüllen kann. Um diesem Risiko zu begegnen, wird der Bestand an liquiden Mitteln regelmäßig überwacht und gesteuert. Damit Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllt werden können, werden ausreichend Liquiditätsreserven vorgehalten. Die Geschäftsführung stuft die Wahrscheinlichkeit für den Eintritt der Risiken unter Berücksichtigung der vorgenannten Maßnahmen als unwahrscheinlich ein. Das finanzielle Ausmaß wäre moderat. Die Gesellschaft ist durch die Erbringung von Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten dem Risiko eines möglichen Forderungsausfalls ausgesetzt. Somit besteht ein Risiko, dass hieraus resultierende Zahlungsverpflichtungen seitens der Kunden nicht in voller Höhe eingehalten werden können. Weiterhin besteht das Risiko, dass Zahlungsziele nicht eingehalten werden können. Zur Reduzierung möglicher Ausfallrisiken erfolgt in den Sparten ein kontinuierliches Monitoring überfälliger Forderungen. Zudem werden Ausfallrisiken durch die Bildung von Wertberichtigungen erfasst. Des Weiteren werden von den Kunden Bonitätsauskünfte eingeholt. Aus dem potenziellen Ausfall von Forderungen resultieren eine mögliche Eintrittswahrscheinlichkeit und ein gering bis moderates finanzielles Ausmaß. Die sich aus den Lieferrisiken ergebende Verknappung von Rohstoffen kann Materialpreissteigerungen nach sich ziehen, die nur begrenzt an Kunden weitergegeben werden können. Allerdings hat sich die Rohstoffbeschaffung über das Berichtsjahr stabilisiert. Deshalb stuft die Geschäftsführung die Wahrscheinlichkeit für den Eintritt als unwahrscheinlich ein. Zudem wäre das finanzielle Ausmaß als moderat einzustufen. Im Berichtszeitraum haben wir einen weiteren Schwerpunkt im Bereich der IT-Sicherheit gelegt. Modernste EDV-Technik und Backup-Systeme bewähren sich. Ein Penetration-Test testierte uns sehr gute Arbeitsergebnisse. Das EDV-Ausfallrisiko schätzen wir als möglich ein, aber bedingt durch unsere EDV-Notfallplanung stufen wir das Ausmaß als moderat ein. Insgesamt haben sich Umfang und Gefährdungspotential der Risiken, mit Ausnahme der erwähnten Veränderungen, gegenüber dem Vorberichtszeitraum nicht wesentlich verändert. Somit ist nach Einschätzung der Geschäftsführung auch in den kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht ersichtlich. Nach unserer Überzeugung weisen die vorstehend beschriebenen Risiken in Anbetracht ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkungen weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter auf. 2. Prognosebericht Insgesamt ist das Wirtschaftswachstum in Deutschland stark eingebremst und rückläufig. Obgleich im Berichtszeitraum ein Umsatzwachstum zu erzielen war, bleibt zu konstatieren, dass dieser auch im Hinblick auf die Tariflohnsteigerung zu verzeichnen war. Wir gehen davon aus, dass sich budgetrelevante Themen, wozu das infrastrukturelle Gebäudemanagement zu zählen ist, im Kundenkreis auch im Jahr 2024 fortsetzen werden. Sondermaßnahmen werden weiterhin zurückgestellt werden. Zugleich wird der Trend zum mobilen Arbeiten und Abmieten von Büroflächen weiterhin aufrecht erhalten bleiben. Die Reduzierung von Reinigungsleistungen ist bereits Folge. Rohstoffpreise haben sich gegen Ende des Jahres größtenteils stabilisiert, weshalb wir für 2024 in diesem Bereich keine Steigerung sehen. Der Fokus liegt weiterhin auf der Stabilisierung der Geschäftsfelder sowie dem kontinuierlichen Ausbau der Industriereinigung und den sonstigen Dienstleistungen an der Immobilie. Ausgehend von der vorläufigen Umsatz- und Ertragssituation gehen wir davon aus, dass wir im Jahr 2024 die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr geringfügig steigern können. Um die weiterhin steigenden Kundenanforderungen im Bereich kaufmännischer Betreuung, als auch den gestiegenen Berichtspflichten u. a. aus den Verpflichtungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes nachzukommen, hat die Ziegle GmbH weitere Personaldispositionen getroffen und weitere Investition forciert. Insbesondere aus diesem Grund wird das zu erwartende Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung) rd. 10 % unter den Vorjahreswerten liegen. 3. Corporate Social Responsibility Verantwortungsbewusstes Handeln für unsere Mitarbeiter und Arbeitnehmer in Gebäudereiniger-Handwerk im Generellen haben sich die Geschäftsführer der Ziegle Dienstleistungsgruppe auch außerhalb des eigenen Unternehmens zur Aufgabe gemacht. Der Geschäftsführende Gesellschafter der Ziegle Unternehmensgruppe, Herr Hans Ziegle begleitet aktuell das Amt des stellvertretenden Bundesinnungsmeisters. Herr Sven Fluske als weiterer Geschäftsführer des Unternehmens ist in den Vorstand der Gebäudereiniger-Innung Rheinhessen-Pfalz gewählt. Zudem ist Herr Sven Fluske ständiges Mitglied des Ausschusses für Recht- und Wettbewerbsfragen des Bundesinnungsverbandes. Umfangreiche Projekte, insbesondere in der Nachwuchsförderung und zur nachhaltigen Betriebsführung konnten im Berichtszeitraum in diesen Gremien durch beide Personen umgesetzt werden.
Ludwigshafen am Rhein, 27. Juni 2024 Hans Ziegle, Geschäftsführer Claudia Ziegle, Geschäftsführerin Sven Fluske, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der "Ziegle GmbH" wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB aufgeführten Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie des Anlagennachweises als Bestandteil des Anhangs wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung vorgenommen. Der Ansatz und die Bewertung der Aktiva und Passiva erfolgten nach den für alle Kaufleute geltenden Grundsätzen der §§ 238 bis 263 HGB sowie den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß der §§ 264 bis 335 HGB. Die erworbenen immateriellen Anlagewerte wurden zu den Anschaffungskosten, sofern sie der Abnutzung unterlagen, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Bei den Gegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, wurden die Abschreibungen wie in der Vergangenheit planmäßig nach Maßgabe der Nutzungsdauer ermittelt. Die Berechnung der Abschreibungen erfolgt nach der linearen Methode. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem ggf. niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Die Forderungen und sonstige Vermögensgenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die liquiden Mittel werden zum Nennwert ausgewiesen. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten erfassen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Geschäftsjahresabschreibung sowie die Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden aktiviert und planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf EUR 1.440,72 (Vorjahr: EUR 7.167,35). Der Betrag Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00). 3. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 25 und ist in voller Höhe eingezahlt. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 ein zum Vorjahr unverändertes Eigenkapital in Höhe von TEUR 1.624 aus. Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 3.042.108,84 ist aufgrund des Gewinnabführungsvertrages an die Muttergesellschaft Ziegle Holding GmbH abgeführt worden. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen in nicht unerheblichem Umfang für Urlaub. 5. Verbindlichkeitenspiegel Aus der nachfolgenden Übersicht sind die Restlaufzeiten der jeweiligen Verbindlichkeiten ersichtlich:
D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Davon-Vermerke Zinsen und ähnliche Aufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen im Berichtsjahr 42.479,81 Euro (Vorjahr: 28.775,61 Euro) E. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.123, davon TEUR 860 aus Leasingverträgen mit Laufzeiten bis ins Jahr 2026, TEUR 181 aus Mietverträgen gegenüber verbundenen Unternehmen, die zum 31. Dezember 2023 ungekündigt sind, sowie TEUR 82 aus ebenfalls ungekündigten externen Mietverhältnissen. 2. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Während dem abgelaufenen Geschäftsjahr waren durchschnittlich 1.254 Arbeitnehmer, davon 1.206 gewerbliche Mitarbeiter und 48 Angestellte (ohne Auszubildende und Geschäftsführer), im Unternehmen beschäftigt. 3. Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird gemäß § 286 IV HGB verzichtet. 4. Konzernzugehörigkeit Die Ziegle GmbH wurde in den freiwillig aufgestellten Konzernabschluss der Ziegle Holding GmbH, Ludwigshafen, bestehend aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Da der Konzernabschluss freiwillig aufgestellt wird, erfolgt keine Offenlegung. 5. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss beträgt nach Gewinnabführung auf Grund des Ergebnisabführungsvertrages 0,00 Euro. Unterschrift der Geschäftsführung
Ludwigshafen am Rhein, 27. Juni 2024 Hans Ziegle, Geschäftsführer Claudia Ziegle, Geschäftsführerin Sven Fluske, Geschäftsführer Anlagenspiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 16.12.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die Ziegle GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Ziegle GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ziegle GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 16. September 2024 bkb
audit GmbH
Christine Aichele Klocker, Wirtschaftsprüfer Peter Bayer, Wirtschaftsprüfer |
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