SIGNAL IDUNA Gesundheitswelt GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marcel Butzke seit 6.11.2025 | Vorstandsmitglied |
Daniel Kolvenbach seit 17.6.2024 | Prokura |
Andreas Stein seit 12.1.2023 | Prokura |
Jörg Krieger seit 11.7.2022 | Prokura |
Alexander Weissbrodt seit 26.10.2021 | Prokura |
Andreas Gründemann seit 19.8.2021 | Prokura |
Rainer Dr. Bertram seit 26.9.2018 | Prokura |
Lowig Duer seit 21.12.2017 | Prokura |
Daniel-Alexander Windt seit 15.3.2017 | Vorstandsmitglied |
Sven Dr. Grönewäller seit 23.10.2015 | Vorstandsmitglied |
Michael Stahr seit 16.2.2009 | Prokura |
Enrica Kaiser seit 16.1.2008 | Prokura |
Martin Dr. rer. nat. Laurich seit 8.3.2007 | Prokura |
Ina Hische seit 8.2.2007 | Prokura |
Andreas Wiegers seit 8.2.2007 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SIGNAL IDUNA Pensionskasse AktiengesellschaftHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtWirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche LageDas Jahr 2023 war erneut von großen Herausforderungen geprägt. Der fortdauernde Krieg in der Ukraine, der drohende Flächenbrand im Nahostkonflikt und die damit einhergehende Zunahme von geopolitischen Spannungen, die hartnäckige Inflation sowie die hohen Zinsen wirkten sich belastend auf die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft aus. Positive Impulse ergaben sich für die Konjunktur aus der Bewältigung der Corona-Pandemie sowie der teilweisen Auflösung von Material- und Lieferengpässen. Die jahresdurchschnittliche Inflationsrate - gemessen am Verbraucherpreisindex - in Europa lag 2023 bei 6,4 %. Im Dezember 2023 fiel die Inflationsrate in Europa im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich auf 3,4 %. In den USA wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,0 %. Das BIP Chinas als zweitgrößte Volkswirtschaft stieg um 5,0 %. Dagegen wuchs die europäische Wirtschaft lediglich um 0,8 %. Deutschland befindet sich seit über einem Jahr im Abschwung und rutschte 2023 in eine Rezession. Die schwache gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland hat vielfältige Gründe. Die geopolitischen Spannungen und die damit einhergehende schwache Weltwirtschaft belasten Deutschland als Exportnation stärker als die anderen Länder Europas. Auch die weltweit gestiegenen Zinsen dämpfen weiterhin die Nachfrage nach deutschen Waren. Die hohen Zinsen treffen ebenfalls die Bauwirtschaft, wo zahlreiche Insolvenzen zu beobachten waren. Der Krieg in der Ukraine führte zu einem Energieschock. Dieser belastete die deutschen Haushalte und Unternehmen in besonderem Maße. Der haushaltspolitische Spielraum der Bundesregierung wurde zudem im November 2023 mit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts eingeschränkt. Diese Entwicklungen stellen Deutschland vor große Herausforderungen. Das preisbereinigte BIP war 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die konjunkturelle Schwäche kam auch auf dem Arbeitsmarkt an. Aber durch den fortschreitenden Arbeitskräftemangel und die rückläufige demografische Entwicklung war der Anstieg der Arbeitslosen auf ca. 2,6 Millionen Personen eher moderat. Die jahresdurchschnittliche Inflationsrate in Deutschland - gemessen am Verbraucherpreisindex - lag 2023 bei 5,9 %, im Dezember 2023 verminderte sich diese deutlich auf 3,8 %. Entwicklung der KapitalmärkteNach den enormen Turbulenzen des Vorjahres entwickelten sich die Kapitalmärkte 2023 trotz einer durch Zinsanstieg und Inflation belasteten Konjunktur letztendlich deutlich besser als zu Beginn des Jahres erwartet. An den Immobilienmärkten hingegen kam es zu Einbrüchen, die insbesondere das Projektentwicklungsgeschäft betrafen und hier bereits zu Insolvenzen führten. Als Reaktion auf die weiterhin hohen Inflationsraten setzten die Notenbanken ihren 2022 begonnenen Zinserhöhungskurs fort. Die US-Notenbank (FED) erhöhte den Leitzins in den ersten sieben Monaten des Jahres in vier Schritten um 1,0 %-Punkte auf 5,5 %, während die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins bis September in sechs Schritten um 2,0 %-Punkte auf 4,5 % anhob. Parallel wurde der Einlagenzins am 31. Dezember 2023 um 2,0 %-Punkte auf 4,0 % erhöht. Trotz fortgesetzt rückläufiger Inflationsraten blieben die Leitzinsen im weiteren Jahresverlauf unverändert. Im Gegensatz zu den massiven Wertverlusten im Jahr 2022 erholten sich die Kurse der zinstragenden Papiere 2023 in Summe wieder. So lag die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen am 31. Dezember 2023 bei 2,02 % und damit 0,55 %-Punkte unter dem Jahresultimo 2022. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen lag zum 31. Dezember 2023 bei 3,88 % und damit konstant zum Vorjahresstand. Die Entwicklung zeigte sich jedoch im Jahresverlauf ausgesprochen volatil mit einem deutlichen Rückgang im Frühjahr angesichts einer befürchteten Bankenkrise und Höchstständen im Oktober. Im weiteren Verlauf sanken die Zinsen dann wieder deutlich auf das Jahresendniveau. Beide Zinskurven blieben aufgrund weiterhin bestehender Rezessionsängste auch 2023 invers. Die Aktienmärkte entwickelten sich 2023 trotz schwieriger konjunktureller und geopolitischer Rahmenbedingungen deutlich positiv. So stieg der DAX 40 zum 31. Dezember 2023 auf 16.752 Punkte und verzeichnete somit einen Wertzuwachs von 20,3 %. Die europäischen Aktienmärkte - repräsentiert durch den EuroStoxx50 - entwickelten sich ähnlich positiv und verzeichneten einen Gewinn von 19,2 % gegenüber dem Jahresultimo 2022 bei einem Stand von 4.522 Punkten. Entwicklung der deutschen Versicherungswirtschaft Die Versicherungswirtschaft gehört nach wie vor zu den wichtigsten Branchen der deutschen Volkswirtschaft. Die deutschen Versicherer leisten einen wesentlichen Beitrag für die soziale Sicherung der privaten Haushalte. Sie ermöglichen wirtschaftliche Aktivitäten und Innovationen, indem sie Risiken übernehmen. Damit fördern sie Wohlstand und Beschäftigung. Durch die schnelle Bereitstellung finanzieller Mittel vor allem nach großen Schadenfällen wie Naturkatastrophen oder Pandemien erfüllt die Versicherungswirtschaft eine wichtige gesamtwirtschaftliche Stabilisierungsfunktion. Die Nachfrage nach Versicherungsschutz ist nur zum Teil konjunkturabhängig. Auf der einen Seite ist die Risikowahrnehmung der Kundinnen und Kunden in Krisen, wie extremen Unwetterereignissen, dem Ukraine-Krieg oder der Corona-Pandemie, hoch. Dies erhöht die Nachfrage nach Versicherungsschutz. Auf der anderen Seite stellen die Auswirkungen der hohen Inflation die Versicherer vor große Herausforderungen. Die eingetrübte wirtschaftliche Lage der privaten Haushalte und der damit einhergehende Kaufkraftverlust bei den Konsumenten wirken sich negativ auf die Nachfrage nach Versicherungsleistungen aus. Zusätzlich beeinflussen die sinkende Arbeitsplatzsicherheit, Kurzarbeit und Unternehmensinsolvenzen die Versicherungsnachfrage negativ. Die Branche gehört mit Kapitalanlagen von rund 1,8 Billionen EUR zu den größten institutionellen Anlegern in Deutschland. Durch die langfristige Ausrichtung ihrer Kapitalanlagen sind die Versicherer ein Stabilitätsanker auf den Finanzmärkten, die aufgrund der hohen globalen Vernetzung immer volatiler werden. Mit ihren Investitionen unterstützen die Versicherer auch die Finanzierung von Infrastruktur, neuen Technologien und Nachhaltigkeit. Das Umfeld der deutschen Versicherungswirtschaft befindet sich weiterhin im Umbruch. Themen wie die Extremwetterereignisse, eine hohe Inflation, die hohe Staatsverschuldung, die weiter voranschreitende Digitalisierung, immens hohe Regulierungsanforderungen, neue Risikolandschaften, bedingt durch den demografischen Wandel, und die Veränderung des Klimas sowie ein hoher Umsetzungsdruck bei der Nachhaltigkeit beeinflussen den Wettbewerb und die Innovationsdynamik der Branche. Die deutschen Versicherer bekennen sich zu ihrer Verantwortung und richten ihr Handeln zunehmend an Nachhaltigkeitszielen aus. Hierbei stehen insbesondere Klimaschutz, faire Arbeitsbedingungen sowie Gerechtigkeit und Sicherheit im Vordergrund. Versicherungen können mit nachhaltigen Kapitalanlagen diese gesellschaftlichen Ziele wirkungsvoll unterstützen. Für die etablierten Versicherer gilt es, die neuen Trends aktiv zu gestalten, um weiterhin am Markt erfolgreich zu sein, insbesondere vor dem Hintergrund einer veränderten Wettbewerbslandschaft. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ergab sich für 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Zuwachs der Beitragseinnahmen von 0,7 % auf 224,9 Mrd. EUR. Die Beiträge der Schaden- und Unfallversicherung wuchsen um 6,8 % auf 84,5 Mrd. EUR. Die Beiträge der Privaten Krankenversicherungen stiegen um 2,3 % auf 48,2 Mrd. EUR. Die Beiträge der Lebensversicherung im weiteren Sinne, mit Pensionskassen und Pensionsfonds, sanken um 5,0 % auf 92,2 Mrd. EUR. Die laufenden Beiträge blieben stabil bei 66,3 Mrd. EUR, während die Einmalbeiträge um 15,7 % auf 25,8 Mrd. EUR sanken. Besondere Ereignisse im BerichtsjahrDie SIGNAL IDUNA Gruppe stellte sich im Berichtsjahr erneut sehr herausfordernden Rahmenbedingungen. Die stark gestiegenen Preise, weitere Zinserhöhungen in kurzen zeitlichen Abständen durch die Notenbanken sowie die Material-und Lieferengpässe insbesondere in der Baubranche haben weiterhin einen starken Einfluss auf die wirtschaftliche Lage. Dem immer stärker werdenden Arbeitskräftemangel, der viele Branchen und auch die SIGNAL IDUNA Gruppe vor Herausforderungen stellt, wurde mit vielfältigen Maßnahmen begegnet. Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen erzielte die SIGNAL IDUNA Gruppe das zweitbeste Vertriebsergebnis seit Gründung des Gleichordnungskonzerns. Um die Entwicklung von kundenorientierten Produkten und Dienstleistungen zu beschleunigen, hat die SIGNAL IDUNA Gruppe im Dezember 2022 eine strategische Partnerschaft mit Google Cloud ins Leben gerufen, die 2023 ausgeweitet wurde. Kundinnen und Kunden der SIGNAL IDUNA Gruppe sollen zukünftig von neuen, cloudbasierten Versicherungsprodukten und -dienstleistungen sowie dem Einsatz von künstlicher Intelligenz profitieren. Kapitalmarkt, Regulatorik und Kundenverhalten sind im Wandel und damit auch das Geschäftsmodell der Versicherung. Die SIGNAL IDUNA Gruppe hat 2023 ihr Transformationsprogramm VISION 2023 erfolgreich abgeschlossen. Es ging darum, das Geschäftsmodell grundlegend zu transformieren, um als Unternehmen flexibler, antizipativer und schneller auf die Veränderungen im Markt und auf Kundenwünsche zu reagieren. Lebensversicherungen und Pensionskassen im MarktDas Umfeld der Lebensversicherungen und Pensionskassen ändert sich seit einigen Jahren grundlegend, wodurch sich die gesamte Branche im Wandel befindet. Insbesondere Themen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung wirken tief in die klassischen Geschäftsmodelle der etablierten Lebensversicherer hinein. Die hohe Inflationsrate und die damit einhergehende Kaufzurückhaltung der Konsumenten haben auch im Geschäftsjahr 2023 das Neugeschäft - insbesondere gegen Einmalbeitrag - belastet. Auch in diesem Umfeld konnte die Lebensversicherung ihre Rolle als wichtiger Eckpfeiler der Altersversorgung unter Beweis stellen. Mit ihrem auf Langfristigkeit angelegten Geschäftsmodell hat die Lebensversicherung sich erneut als stabil erwiesen. Durch die sicherheitsorientierte und breite Streuung der Kapitalanlagen zeigt die deutsche Lebensversicherung auch in kritischen Zeiten auf dem Kapitalmarkt ihre Solidität und Zuverlässigkeit. Nach Angaben des GDV lagen die gebuchten Bruttobeiträge der Lebensversicherung im weiteren Sinne (i. w. S.) mit 92,2 Mrd. EUR im Jahr 2023 unter dem Niveau des Vorjahres (- 5,0 %); bei den Pensionskassen fiel der Wert um 5,0 % auf 1,9 Mrd. EUR. Der Versicherungsbestand der Lebensversicherung insgesamt lag zum Jahresende 2023 - gemessen in Anzahl der Verträge - bei 85,5 Mio. Hauptversicherungen und damit um 0,5 % unter dem Vorjahresniveau; bei den Pensionskassen verringerte sich der Bestand nach Anzahl um 1,9 % auf 3,4 Mio. Hauptversicherungen. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 4,5 Mio. neue Verträge abgeschlossen. Dies sind 0,1 % mehr als im Vorjahr. Bei den Pensionskassen konnten 42,2 Tsd. neue Verträge akquiriert werden. Die Zahl der Neuabschlüsse fiel damit um 10,9 %. Das Neugeschäft gegen laufende Beiträge stieg in der Lebensversicherung i. w. S. um 4,5 % auf 6,5 Mrd. EUR; bei den Pensionskassen fiel das Neugeschäft nach laufendem Beitrag leicht um 0,2 % auf 30,3 Mio. EUR. Die Stornoquote nach laufenden Beiträgen lag für die Lebensversicherungen i. w. S. mit 4,6 % über dem Niveau des Vorjahres (4,3 %); bezogen auf die Anzahl der Verträge blieb die Stornoquote mit 2,5 % auf dem Vorjahresniveau. Für die Pensionskassen lag die Stornoquote bei 3,6 % des laufenden Beitrags bzw. 1,2 % der Verträge. Die an die Versicherten ausgezahlten Leistungen erreichten bei der Lebensversicherung die Summe von 99,0 Mrd. EUR; das entspricht einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von 8,6 %. Die Pensionskassen zahlten insgesamt 1,8 Mrd. EUR an Ihre Kundinnen und Kunden aus (+ 8,2 %). Geschäftsverlauf unseres UnternehmensPositionierung im MarktIm Rahmen der Einbettung in die SIGNAL IDUNA Gruppe übernimmt die SIGNAL IDUNA Pensionskasse Aktiengesellschaft (SIGNAL IDUNA Pensionskasse) alle relevanten Aspekte der Geschäftsstrategie der SIGNAL IDUNA Gruppe. Die SIGNAL IDUNA Pensionskasse hat in 2023 mit ihren Produkten im Rahmen des Angebots der SIGNAL IDUNA Gruppe zur betrieblichen Altersversorgung den Durchführungsweg "Pensionskasse" abgedeckt. Im Neugeschäft fokussiert sie sich im Wesentlichen auf bestehende Branchenlösungen im Tarifvertragsgeschäft. Sie trägt damit zur Zielerreichung der SIGNAL IDUNA Gruppe bei. Die von der SIGNAL IDUNA Pensionskasse verfolgte Kombination aus langfristig ausgerichteter, sicherheitsorientierter Kapitalanlagestrategie und einem professionellen Risikomanagement ermöglichte es - wie auch in den Vorjahren - ihre Kundinnen und Kunden vor den Auswirkungen der allgemein volatilen Bedingungen auf dem Kapitalmarkt zu schützen. Die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 war weiterhin durch die hohe Inflation geprägt. Dies belastete wie schon im Vorjahr das Neugeschäft in der betrieblichen Altersvorsorge. Das gesamte Neugeschäft gegen laufenden Beitrag der SIGNAL IDUNA Pensionskasse belief sich 2023 auf 7,9 Mio. EUR. Dies bedeutet einen Rückgang der laufenden Neugeschäftsbeiträge um -12,1 %. Damit entwickelte sich das Neugeschäft besser als der Gesamtmarkt, welcher einen Rückgang von -5,8 % verzeichnete. Produkte der SIGNAL IDUNA PensionskasseFür ihre Kundinnen und Kunden hält die SIGNAL IDUNA Pensionskasse eine umfassende Produktpalette für die betriebliche Altersversorgung (bAV) bereit. Unser Fokus liegt auf kapitalmarktnahen Produkten mit zeitgemäßen Sicherungsmodellen, die unseren Kundinnen und Kunden und uns die gewünschten Freiheiten bei der Kapitalanlage ermöglichen. Mit der modernen Fondspolice SI Global Garant Invest wurde zum 1. Januar 2022 eine nachhaltig ausgerichtete Vorsorgelösung eingeführt. Bei diesem Produkt sind attraktive Renditen durch einen SIGNAL IDUNA-eigenen Spezialfonds möglich, der durch die Kapitalmarktexpertinnen und -experten der SIGNAL IDUNA Gruppe gemanagt wird. Dieser Fonds ist nachhaltig ausgerichtet und besitzt eine explizite ESG-Strategie. In der freien Fondsanlage liegt ein klarer Schwerpunkt auf nachhaltig ausgerichtete Investmentfonds gem. Artikel 8 bzw. 9 der Transparenz-Verordnung. Die Fondspalette für die freie Fondsanlage wird von unseren Fonds-Expertinnen und -Experten zusammengestellt. Rendite und Nachhaltigkeit stehen hier nicht im Widerspruch zueinander, sondern ergänzen sich. Betriebene VersicherungsartenIm selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft wurden im Geschäftsjahr 2023 Einzel- und Kollektivversicherungen in der Form von Renten- und von Fondsgebundenen Rentenversicherungen, jeweils mit Elementen der Berufsunfähigkeits-, Erwerbsunfähigkeits-, Sterbegeld- und der Hinterbliebenenversorgung betrieben. Lage des UnternehmensBedeutsame finanzielle LeistungsindikatorenDie bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren sind die gebuchten Beiträge, das Neugeschäft, die Bestandsentwicklung, die Entwicklung der Zinszusatzreserve, das gesamte Kapitalanlageergebnis, der Rohüberschuss sowie das Jahresergebnis. BeiträgeDie gebuchten Bruttobeiträge verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Mio. EUR bzw. 1,6 % auf 101,8 Mio. EUR. Dabei sanken die laufenden Beiträge um 1,8 Mio. EUR bzw. 1,8 % auf 98,0 Mio. EUR, während sich die Einmalbeiträge um 0,1 Mio. EUR, bzw. 2,8 % auf 3,9 Mio. EUR erhöhten. Gebuchte Bruttobeiträge 2019 - 2023in Mio. EUR
Für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft sind im Geschäftsjahr 11,7 Mio. EUR (Vorjahr: 12,4 Mio. EUR) angefallen. Die verdienten Beiträge beliefen sich somit auf 90,7 Mio. EUR (Vorjahr: 91,5 Mio. EUR). NeugeschäftDas Neugeschäft, welches sich aus dem Neuzugang aus eingelösten Versicherungsscheinen und Erhöhungen der Versicherungssumme bei bestehenden Verträgen zusammensetzt, sank im laufenden Beitrag gegenüber dem Vorjahreswert um 1,1 Mio. EUR bzw. 12,05 % auf 7,9 Mio. EUR. Gemessen in Einmalbeiträgen stieg das Neugeschäft um 0,1 Mio EUR bzw. 2,83 % auf 3,9 Mio. EUR. Der Neuzugang gemessen in Beitragssumme des Neugeschäftes verminderte sich um 28,7 Mio. EUR bzw. 11,9 % auf 212,2 Mio. EUR. VersicherungsbestandDer Versicherungsbestand gemessen in Verträgen sank um 0,6 % auf 254,2 Tsd. Verträge, und gemessen in laufendem Beitrag um 2,6 % auf 100,1 Mio. EUR. Entwicklung des Versicherungsbestandes 2019 - 2023Laufender Beitrag in Mio. EUR
Die vorzeitigen Abgänge - d. h. Rückkäufe und Umwandlungen in beitragsfreie Versicherungen sowie sonstige vorzeitige Abgänge - verminderten sich (gemessen in laufendem Beitrag) um 0,9 Mio. EUR bzw. 10,4 % auf 8,0 Mio. EUR. Die gesamten Abgänge sanken um 0,9 Mio. EUR bzw. 7,6 % auf 10,6 Mio. EUR. Gemessen am mittleren Beitrag für ein Jahr sank die Stornoquote um 0,85 %-Punkte auf 7,9 %. Leistungen an unsere Kundinnen und KundenDie Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 8,0 Mio. EUR bzw. 13,1 % auf 69,3 Mio. EUR. Dabei stiegen die Versicherungsleistungen um 7,3 Mio EUR bzw. 14,1 % auf 59,3 Mio. EUR, und die Rückkäufe um 0,7 Mio EUR bzw. 7,3 % auf 10,1 Mio. EUR erhöhten. Den Aufwendungen für Versicherungsfälle standen überwiegend Inanspruchnahmen aus den Deckungsrückstellungen gegenüber. Zur Erfüllung der zugesagten Versicherungsleistungen wurden der Bruttodeckungsrückstellung (inklusive der Bruttodeckungsrückstellung aus der fondsgebundenen Lebensversicherung) 72,3 Mio. EUR (Vorjahr: 73,0 Mio. EUR) zugeführt. Darin ist eine Auflösung und somit ein Ertrag aus der Zinszusatzreserve von 4,6 Mio. EUR (Vorjahr: 2,2 Mio. EUR) enthalten. Zum Bilanzstichtag betrug die Bruttodeckungsrückstellung (inklusive der Bruttodeckungsrückstellung aus der fondsgebundenen Lebensversicherung) 2,4 Mrd. EUR (Vorjahr: 2,3 Mrd. EUR), wovon 325,7 Mio. EUR (Vorjahr: 330,3 Mio. EUR) auf die Zinszusatzreserve entfielen. Der Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft betrug 392,7 Mio. EUR (Vorjahr: 388,8 Mio. EUR). BetriebsaufwendungenDie Abschlussaufwendungen verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Mio. EUR bzw. 14,3 % auf 5,5 Mio. EUR. Die Abschlusskostenquote - bezogen auf die Beitragssumme des Neugeschäftes - verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 %-Punkte auf 2,6 %. Die Verwaltungsaufwendungen lagen leicht über dem Niveau des Vorjahres bei 2,5 Mio. EUR. Die Verwaltungskostenquote - bezogen auf die gebuchten Bruttobeiträge - betrug wie im Vorjahr 2,4 %. KapitalanlagenIm Fokus der Anlage stand 2023 die Erzielung einer guten Verzinsung und die Erhöhung der laufenden Erträge in Verbindung mit einer guten Kreditqualität. Die Kapitalanlagen stiegen im Geschäftsjahr um 63,2 Mio. EUR bzw. 2,8 % auf 2,3 Mrd. EUR. Kapitalanlagen 2019 - 2023in Mio. EUR
Die Zusammensetzung der Kapitalanlagen ist in dem folgenden Schaubild dargestellt. Zusammensetzung der Kapitalanlagen in %
Größere Strukturveränderungen im Vergleich zum Vorjahr gab es bei den Hypothekenforderungen (+1,0 % Punkte) und den Inhaberschuldverschreibungen (+0,6 %-Punkte) sowie bei den sonstigen Ausleihungen (-1,2 %-Punkte) und den Aktien und Anteilen an Investmentvermögen (-0,6 %-Punkte). Die Netto-Bewertungsreserven der Kapitalanlagen betrugen zum 31. Dezember 2023 insgesamt -305,6 Mio. EUR und stiegen damit im Vergleich zum Vorjahr um 104,8 Mio. EUR, was im Wesentlichen auf den deutlichen Zinsrückgang zurückzuführen ist. Die Netto-Bewertungsreservenquote betrug zum Bilanzstichtag -13,2 % (Vorjahr: -18,2 %). Das gesamte Kapitalanlageergebnis stieg um 2,6 Mio. EUR bzw. 6,5 % auf 42,6 Mio. EUR. Dabei stieg das ordentliche Kapitalanlageergebnis um 17,3 Mio. EUR auf 52,0 Mio. EUR. Dies resultierte im Wesentlichen aus höheren Ausschüttungen aus Investmentfonds und aus höheren Zinserträgen. Das außerordentliche Ergebnis sank um 14,7 Mio. EUR auf -9,3 Mio. EUR; dieser Rückgang resultierte im Wesentlichen aus geringeren Abgangsgewinnen. In den Abschreibungen ist eine Wertberichtigung auf ein Investment in ein Unternehmen der SIGNA Gruppe enthalten. Die Nettoverzinsung stieg von 1,8 % auf 1,9 %. Die laufende Durchschnittsverzinsung stieg von 1,6 % auf 2,3 %. Verzinsung gesamt netto 2019 - 2023in %
LiquiditätslageDie liquiden Mittel zum 31. Dezember 2023 sanken um 3,0 Mio EUR auf 1,9 Mio. EUR. Zum Bilanzstichtag bestanden daneben Liquiditätsreserven in Form von Einlagen bei Kreditinstituten von 24,0 Mio. EUR (Vorjahr: 18,0 Mio. EUR). Im Rahmen der detaillierten Liquiditätsplanung wird sichergestellt, dass wir jederzeit uneingeschränkt in der Lage sind, unseren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. RohüberschussDer Rohüberschuss beinhaltet die aus Zins-, Risiko- und Kostenergebnis resultierenden Gewinne, die über die Garantieverzinsung der gewinnberechtigten Versichertenguthaben hinaus erwirtschaftet werden. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte unsere Gesellschaft einen Rohüberschuss von -4,8 Mio. EUR (Vorjahr: -9,7 Mio. EUR). Überschussbeteiligung unserer Kundinnen und Kunden Nach einer Zuführung im Geschäftsjahr von 0,7 Mio. EUR und einer Entnahme zugunsten der Versicherten von 2,6 Mio. EUR (Vorjahr: 2,2 Mio. EUR) verminderte sich die Rückstellung für Beitragsrückerstattung zum Ende des Berichtsjahres auf 74,2 Mio. EUR (Vorjahr: 76,0 Mio. EUR). Die Aufwendungen für die Direktgutschrift betrugen 19,3 TEUR (Vorjahr: 22,1 TEUR). ÜberschussanteilsätzeDank der soliden und sicherheitsorientierten Kapitalanlagepolitik gewährt die SIGNAL IDUNA Pensionskasse für in 2024 fällig werdende Überschusszuteilungen in volatilen Zeiten am Kapitalmarkt weiterhin attraktive Gesamtverzinsung (Rechnungszins zuzüglich Zinsüberschussanteilssatz) für Verträge mit laufender Beitrags- oder Rentenzahlung von 1,5 %; einschließlich Schlussüberschuss und Mindestbeteiligung an den Netto-Bewertungsreserven ergibt sich für die klassische SIGNAL IDUNA Pensionskassenversorgung eine Gesamtverzinsung von durchschnittlich 1,75 %. Einzelheiten zu den Überschussanteilsätzen sind den Seiten 74 bis 85 zu entnehmen. GesamtergebnisNach einer Entnahme aus dem Eigenkapital von 5,6 Mio EUR ergab sich ein ausgeglichener Bilanzgewinn. Die Eigenkapitalquote - bezogen auf die Brutto-Deckungsrückstellung - sank von 8,2 ‰ auf 5,6 ‰. Tatsächliche Entwicklung im Vergleich zur Prognose des VorjahresDie leicht sinkenden Beitragseinnahmen und die rückläufige Bestandsentwicklung entsprachen, ebenso wie das leicht unter dem Vorjahr gelegene Neugeschäftsvolumen, der Prognose. Wie erwartet stabilisierte sich das Zinsniveau, was wiederum zu einer Auflösung der Zinszusatzreserve entsprechend der Prognose führte. Das Ergebnis der gesamten Kapitalanlagen lag wie prognostiziert über dem Ergebnis des Vorjahres, der Rückgang an außerordentlichen Abschreibungen blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück. Durch das niedrigere Gesamtergebnis aus Kapitalanlagen fiel der Rohüberschuss entgegen der Erwartung negativ aus. Nach erfolgter Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung gemäß der Mindestzuführungsverordnung (MindZV), entstand abweichend zur Prognose ein Jahresfehlbetrag, der durch eine Entnahme aus den Gewinn- sowie Kapitalrücklagen ausgeglichen wurde. VISION2023Die SIGNAL IDUNA Gruppe gehört zu den zwölf größten Versicherungsgruppen in Deutschland und pflegt enge Verbindungen zu Handwerk, Handel und zum öffentlichen Dienst. Volatile Märkte, geopolitische und makroökonomische Herausforderungen, wachsende regulatorische Anforderungen sowie die Digitalisierung verlangen von allen Versicherern hohe Anpassungsfähigkeit und kontinuierliche Verbesserungen. Die Strategie der SIGNAL IDUNA Gruppe zielt auf ertragreiches Wachstum durch konsequente Kundenorientierung und weitere Serviceverbesserungen. Dazu wurde Anfang 2018 das Transformationsprogramm VISION2023 gestartet, um neue Wachstumsimpulse zu setzen und gleichzeitig den immer dynamischeren Veränderungen des Marktes und den Anforderungen der Kundschaft weiterhin gerecht zu werden. Die SIGNAL IDUNA Gruppe hat bereits frühzeitig mit der digitalen Transformation des Kerngeschäfts begonnen. Dies betraf nicht nur Apps oder Online-Services, die zunehmend Papierformulare und Briefpost ersetzen. Es geht um das Produkt an sich: Die Versicherten wollen mehr als eine Versicherungspolice, nämlich Lösungen. Unsere Antwort auf diese Entwicklung war das Transformationsprogramm VISION2023. Im Mittelpunkt stehen die Kundinnen und Kunden und unsere Mission: "Gemeinsam mehr Lebensqualität schaffen!" VISION2023 war auf fünf Jahre ausgelegt und wurde als eines der ehrgeizigsten und umfangreichsten Transformationsprogramme in der Geschichte der SIGNAL IDUNA Gruppe 2023 erfolgreich abgeschlossen. Parallel wurde bereits die Entwicklung einer Folgestrategie konsequent vorangetrieben. Die agile Transformation der Organisation, die Offenheit und Bereitschaft für Veränderung im Dienst unserer Kundschaft gehen unverändert weiter. Fest steht unabhängig davon: Die Art zu leben und zu arbeiten hat sich deutlich verändert und zu einem enormen Digitalisierungsschub geführt. Gewinner sind deshalb Unternehmen, die besser die Zukunft antizipieren und schneller auf Veränderungen reagieren können, indem sie unter anderem ihre Produkte oder Services auch digital anbieten können. Allerdings bedeutet Digitalisierung gerade bei erklärungsbedürftigen Produkten wie bestimmten Versicherungen nicht, dass die Kundinnen und Kunden auf eine Beratung verzichten wollen. Das persönliche Informationsgespräch wird bei Finanz- und Vorsorgeprodukten daher weiter eine wichtige Rolle spielen, auch wenn ein Teil dieser Gespräche künftig auf digitalen Kanälen stattfinden wird. Es wurde die neue Kunden-App "Meine SI Mobile" entwickelt und gestartet. Mit der neuen App wurde die technische Basis geschaffen, um künftig schneller und effizienter auf Kundenanforderungen und -bedürfnisse reagieren zu können. Die App ermöglicht den Kundinnen und Kunden die Einreichung von Unterlagen und Nachrichten. Sie bietet ein digitales Postfach und den Zugriff auf Vertrags- und Leistungsdaten sowie Kontaktdaten zu Ansprechpartnern. Zudem stehen verschiedene digitale Services zur Verfügung. Auch das "Meine SI Kundenportal" haben wir weiterentwickelt. Durch die Implementierung einer einfachen, themenorientierten Navigation, neue Dienste und einer Erweiterung um den Bereich der Lebensversicherung, erleichtern wir unseren Kunden den Zugang zu unseren Services. Sämtliche Funktionen zielen auf eine automatische Verarbeitung ab, die eine kürzere Bearbeitungszeit der Anliegen ermöglicht. Insgesamt haben wir 2023 mehr als 750.000 Bestandskundinnen und -kunden in der Kunden-App und dem Kundenportal, knapp 625.000 Schriftstücke ausschließlich digital bereitgestellt und konnten 250.000 Kundenanliegen digital abwickeln. 2023 lag der Fokus auf der Herstellung des technisch stabilen Fundaments und der Umsetzung erster Business-Initiativen. Dabei ist ein wichtiges Fokusthema der Einsatz Generativer Künstlicher Intelligenz (GenKI). Als erste Anwendungsfelder wurden ein KV-Wissensassistent und der SI Chatbot auf Basis der Google Gemini Technologie ausgewählt, die künftig im Rahmen von Piloten verprobt werden. Die strategische Partnerschaft mit Google Cloud wird die Transformation der SIGNAL IDUNA Gruppe in ein datengetriebenes Unternehmen beschleunigen. Die Agilisierung haben wir als SIGNAL IDUNA Gruppe auch 2023 konsequent fortgeführt. Die verstärkte Kundenzentrierung als Basis der konzernweiten Transformation manifestiert sich in der erfolgreich abgeschlossenen organisatorischen Agilisierung weiterer Einheiten mit direktem Kundenkontakt. Hiermit konnte ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung des neuen, ganzheitlichen, agilen Organisationsmodells erfolgreich abgeschlossen werden. Die Veränderung der SIGNAL IDUNA Gruppe wird auch durch die Schaffung eines modernen und motivierenden Arbeitsumfeldes nach innen sichtbar. Um den ressortübergreifenden Austausch zu fördern, wurden bereits ganze Arbeitsflächen, Büros und Arbeitsplätze der SIGNAL IDUNA Gruppe modernisiert und digitaler ausgerichtet. Auch diese Maßnahmen zahlen auf die Weiterentwicklung unserer positiven Unternehmenskultur ein, und wir werden sie in den kommenden Jahren weiter fortsetzen. Auch zukünftig bleibt eines essenziell: Der Mensch bleibt immer im Mittelpunkt unseres Handelns! Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur LageVor dem Hintergrund der unvorhersehbaren wirtschaftlichen Herausforderungen im Jahr 2023 stellt sich die wirtschaftliche Lage der SIGNAL IDUNA Pensionskasse als zufriedenstellend dar. Nach dem deutlichen Zinsanstieg im Geschäftsjahr 2022, stabilisierte sich das allgemeine Zinsniveau im Berichtsjahr 2023 weitgehend. Der Referenzzins, der dem Verfahren zur Stärkung der Deckungsrückstellung (Zinszusatzreserve) zugrunde liegt, blieb im Vergleich zum Vorjahr entsprechend unverändert (1,57 %). Die Zinszusatzreserve verminderte sich entsprechend auf 325,7 Mio. EUR, was zu einem Ertrag aus der Auflösung der Zinszusatzreserve von 4,6 Mio EUR führte. Das Kapitalanlagenergebnis lag aufgrund verminderter außerordentlicher Abschreibungen über dem des Vorjahres. Die Nettoverzinsung stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 %-Punkte auf 1,9 %. Die laufende Verzinsung stieg von 1,6 % auf 2,3 %. Der Rohüberschuss fiel mit -4,8 Mio EUR negativ aus (Vorjahr: -9,7 Mio EUR). Nach erfolgter Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung gemäß der Mindestzuführungsverordnung (MindZV), entstand ein Jahresfehlbetrag von 5,6 Mio EUR, der durch eine Entnahme aus dem Eigenkapital ausgeglichen wurde. Beziehungen zu verbundenen UnternehmenGemäß § 312 AktG haben wir dem Aufsichtsrat unseres Unternehmens den von den Abschlussprüfern testierten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen vorgelegt und dazu erklärt: "Unsere Gesellschaft erhielt bei jedem der im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte eine angemessene Gegenleistung. Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse eines der herrschenden Unternehmen oder der mit ihnen verbundenen Unternehmen wurden weder getroffen noch unterlassen. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns zum Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren." ZweigniederlassungenDie Gesellschaft unterhält folgende Zweigniederlassungen:
Sitz der Zweigniederlassungen ist Hamburg. Erklärung zu den EU-OffenlegungspflichtenDie den Produkten zugrunde liegenden Investitionen berücksichtigen nicht die EU-Kriterien für ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten. Für die Produkte des Unternehmens werden nachteilige Nachhaltigkeitsauswirkungen durch Ausschlusskriterien berücksichtigt. Bei dem Produkt "SI Global Garant Invest" handelt es sich um ein Multi-Options-Produkt, bei dem die Kunden Fonds auswählen. Die Fonds, die als Anlageoption zur Auswahl stehen, sind von den Fondsgesellschaften nach Artikel 6 Absatz 1, Artikel 8 Absatz 1 und Artikel 9 Absatz 1 Offenlegungsverordnung klassifiziert. Der Grundsatz "Vermeidung erheblicher Beeinträchtigungen" findet nur bei denjenigen dem Finanzprodukt zugrunde liegenden Investitionen Anwendung, die die EU-Kriterien für ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten berücksichtigen. Die dem verbleibenden Teil dieses Finanzprodukts zugrunde liegenden Investitionen berücksichtigen nicht die EU-Kriterien für ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten. Weitere Informationen über die ökologischen oder sozialen Merkmale können den Anhängen in Form der vorgeschriebenen Templates der technischen Regulierungsstandards (RTS) zur Offenlegungsverordnung entnommen werden. Diese sind unter www.signal-iduna.de/anlageoptionen abrufbar. Personal- und SozialberichtPersonal SIGNAL IDUNA GruppeZum 31. Dezember 2023 waren 8.236 Mitarbeitende bei der SIGNAL IDUNA Gruppe beschäftigt, davon 340 Auszubildende. Hinzu kommen 2.863 selbstständige Außendienstpartnerinnen und -partner. Insgesamt sind 11.099 Mitarbeitende für die SIGNAL IDUNA Gruppe tätig (im Jahresdurchschnitt 11.044 Mitarbeitende). Qualifikation durch Aus- und WeiterbildungDie SIGNAL IDUNA Gruppe bietet mit fünf dualen Studien-und vier Ausbildungsgängen im Betrieb, Vertrieb, in der IT und bei den Tochtergesellschaften eine umfangreiche Auswahl an Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten an. Die neue Berufsordnung 2022 bzw. das neue Berufsbild wurden bereits in der Berufsausbildung der SIGNAL IDUNA Gruppe integriert und umgesetzt. Die guten Abschlüsse der Auszubildenden und der Studierenden und die konsequente digitale und agile Ausrichtung aller Ausbildungs- und Studiengänge konnte auch 2023 fortgeführt werden. Integraler Bestandteil der Ausbildung ist das Thema Diversität. Dadurch kann die SIGNAL IDUNA Gruppe ein breites Spektrum an beruflicher Qualifizierung der Auszubildenden und dual Studierenden und Perspektiven bieten, um als attraktiver und moderner Arbeitgeber Nachwuchs zu gewinnen und langfristig zu binden. 2023 wurden an den beiden Hauptverwaltungsstandorten 45 Auszubildende und dual Studierende eingestellt. Hinzu kamen 79 Auszubildende und dual Studierende im Vertrieb. Die SIGNAL IDUNA Gruppe unterstützt darüber hinaus eine systematische und an der Unternehmensstrategie ausgerichtete Entwicklung ihrer Mitarbeitenden. Dafür wurde ein nachhaltiges Kompetenzmanagement eingeführt, das die konsequente Qualifizierung und Entwicklung der Mitarbeitenden vorsieht. Dieses wurde softwaregestützt sukzessive in allen Unternehmensbereichen eingeführt. Um eine hochwertige Kompetenzentwicklung von Mitarbeitenden sicherzustellen und die Arbeitgeberattraktivität durch eine gezielte Förderung zu erhöhen, unterstützt die SIGNAL IDUNA Gruppe die "Nebenberufliche Weiterbildung" sowohl finanziell als auch durch Freistellungstage. Darüber hinaus vergibt die SIGNAL IDUNA Gruppe jährlich zwei Voll-Stipendien für berufsbegleitende Weiterbildungen, deren Schwerpunkt auf dem Ausbau digitaler Kompetenzen, agiler Methoden oder IT-Kenntnissen liegt. Hiermit wird das Ziel verfolgt, hochqualifizierten Nachwuchs aus den eigenen Reihen zu entwickeln und langfristig an das Unternehmen zu binden. Neben dem bestehenden Netzwerk von externen Bildungsanbietern ist ein internes Netzwerk für nebenberufliche Studierende entstanden, das stetig wächst. Hierzu finden regelmäßig Informationsveranstaltungen statt, die den Mitarbeitenden und Führungskräften Impulse und Orientierung für strategisch relevante Weiterbildungen geben. ChancengerechtigkeitIm April 2023 wurde als neue Funktion das Diversitätsmanagement bei der SIGNAL IDUNA Gruppe geschaffen. Ziel ist es, Diversität langfristig und nachhaltig mit all ihren Dimensionen zu etablieren. Unsere Initiative wirfürvielfalt ist weiterhin aktiv und bietet Formate für die Mitarbeitenden in Form von Keynotes und Veranstaltungen mit Vorstandsbeteiligung an. Auch das Frauennetzwerk women@SI fördert die Kommunikation zur Bedeutung von Diversität in der Organisation. Als moderner Arbeitgeber arbeiten wir auch stets an neuen Führungskonzepten, um den Bedürfnissen unserer Mitarbeitenden gerecht zu werden. Vielfältige Arbeitszeitmodelle und flexible Arbeitszeiten unterstützen dabei, Berufliches und Privates gut miteinander zu vereinbaren. Mobiles Arbeiten ist dabei ein fester Bestandteil und seit 2022 auch in einer Betriebsvereinbarung festgehalten. Die unkomplizierte Abgeltung von Sonderzahlungen u. Ä. durch Freizeit ist eine weitere attraktive Möglichkeit, die Work-Life-Balance zu fördern, z. B. durch eine längere, berufliche Auszeit. Weitere Angebote rund um das Thema Familie sind Ruheräume für werdende Mütter, KITA-Plätze ("Elbkinder"), Kinderbetreuungskostenzuschuss, Eltern-Kind-Zimmer sowie eine Pflegeberatung. Betriebliches GesundheitsmanagementDas Betriebliche Gesundheitsmanagement bietet den Mitarbeitenden eine umfangreiche Auswahl an Maßnahmen. Es gibt ein vernetztes Konzept gesundheitsfördernder Aktivitäten, wie Seminare, Workshops, Bewegungs- und Beratungsangebote, die remote, hybrid und in Präsenz umgesetzt werden. Wir verfolgen mit unserem Betrieblichen Gesundheitsmanagement u. a. folgende Ziele:
Qualifizierte betriebliche Suchtberatende unterstützen bei konkreten Fragestellungen. Eine Pflegeberatung für Fälle in der Familie, sowie ein umfangreiches Lebenslagencoaching, das Mitarbeitende bei herausfordernden Situationen im beruflichen und privaten Bereich sowie bei Krankheit jederzeit telefonisch oder persönlich nutzen können, runden das Angebot ab. Zudem gibt es die Möglichkeit, digital Vorsorgedokumente (Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung) zu einem vergünstigten Preis für sich selbst und seine Familienangehörigen zu erstellen. Das breite Angebot wird ergänzt durch spezielle (Online-) Workshops mit dem Titel "Gesund Führen - gesundes Führen". Diese sensibilisieren Führungskräfte für den verantwortungsvollen Umgang mit den eigenen Ressourcen und zum wertschätzenden Umgang mit Mitarbeitenden. Als Ausgleich zur Tätigkeit im Büro können die Mitarbeitenden die zahlreichen Angebote der Betriebssportgruppen und weiterer Kooperationspartner nutzen. Zufriedenheit der MitarbeitendenMit Einführung des Transformationsprogramms VISION2023 und der damit verbundenen Neuausrichtung des Unternehmens im Jahr 2018 wurde im Rahmen des damaligen Handlungsfeldes Unternehmenskultur die MEHR WIR Pulsbefragung als umfängliche Befragung aller Mitarbeitenden initiiert. Das Ziel der Befragung war es, die Stimmung in der Gesamtbelegschaft entlang der Transformation des Unternehmens zu erheben und transparent zu machen. Im direkten Vergleich zur ersten Messung im Jahr 2018 ist insgesamt eine positive Entwicklung der Zustimmung zu beobachten. Besonders positive Unterschiede sind in den Themenfeldern Transparenz und Leistungsmotivation festzustellen. Für die erfolgreiche Bewältigung der vielfältigen und anspruchsvollen Arbeiten im Jahr 2023 danken wir den Mitarbeitenden sowie den Außendienst- und Vertriebspartnerinnen und -partnern der SIGNAL IDUNA Gruppe. Unser Unternehmen beschäftigt kein eigenes Personal. Sämtliche betrieblichen Funktionen werden durch andere Unternehmen der SIGNAL IDUNA Gruppe wahrgenommen. Grundlage dafür sind Ausgliederungs- und Generalagenturverträge. Zufriedenheit der Kundinnen und KundenDie SIGNAL IDUNA Gruppe legt großen Wert darauf, ihren Kundinnen und Kunden einen exzellenten Service zu bieten. Für die Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden durch eine hohe Servicequalität wurden Servicegrundsätze vereinbart. Regelmäßige interne und externe Messungen helfen dabei, diese Grundsätze einzuhalten. So werden Kennzahlen zu unseren Geschäftsprozessen, z. B. die Bearbeitungszeiten von Anträgen, ermittelt und ausgewertet. Die Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden messen wir durch Befragungen zum Serviceerlebnis. Auf Basis der Ergebnisse werden Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet, mit denen wir die Servicequalität kontinuierlich verbessern und die Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden fortwährend erhöhen. NachhaltigkeitNeben den politisch und aufsichtsrechtlich zu erfüllenden Nachhaltigkeitsanforderungen wünschen sich auch Kundinnen und Kunden zunehmend nachhaltig ausgerichtete Unternehmen und Produkte. Auch die SIGNAL IDUNA Gruppe richtet ihr unternehmerisches Handeln an den Grundprinzipien einer ökonomischen sowie ökologisch und sozial verträglichen Wirtschaftsweise aus und verfolgt einen ganzheitlichen, integrativen Ansatz von Nachhaltigkeit. Nachhaltige Investments sind ein essenzieller Beitrag zur Sicherung der Wertstabilität unserer Kapitalanlagen. Seit Anfang 2020 haben wir Nachhaltigkeitsaspekte in unseren Investment- und Risikomanagementprozess integriert. So bewerten wir beispielsweise auch die Nachhaltigkeit von Wertpapieren unter anderem durch ein sogenanntes "ESG-Rating" auf Basis externer Daten (MSCI). Unter dem Begriff ESG-Rating versteht man eine Bewertung der Faktoren Umwelt, Soziales und Unternehmensführung in Unternehmen. Anfang 2021 wurden zudem die UN Principles for Responsible Investment (UN PRI) unterzeichnet, 2022 folgten die Prinzipien für nachhaltige Versicherung UN PSI (Principles for Sustainable Insurance). Dies bekräftigt das Ziel der SIGNAL IDUNA Gruppe, nachhaltige Aspekte im Kerngeschäft zu verankern. 2023 wurden die ersten PRI- und PSI-Reportings durchgeführt. Risiko- und ChancenberichtNach § 289 Abs. 1 Satz 4 HGB ist das Unternehmen verpflichtet, über wesentliche Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung zu berichten. Die nach § 91 Abs. 2 AktG sowie darüber hinaus die nach § 26 i. V. m. § 234 VAG geforderten Maßnahmen zur Einrichtung eines Überwachungs-bzw. Risikomanagementsystems wurden getroffen. Als Risiken und Chancen werden negative bzw. positive Abweichungen von den Zielerwartungen mit entsprechender Implikation auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens definiert. Die für das Unternehmen relevanten Risiken und Chancen werden im Folgenden näher beschrieben. Wesentliche Elemente des Risikomanagementsystems des UnternehmensZentrale Eckpfeiler des Risikomanagementsystems sind die Risikokultur im Unternehmen, die Risikostrategie sowie der Risikomanagementprozess. Die zu erfüllenden Aufgaben und Verantwortlichkeiten werden durch die Risikomanagementorganisation in die aufbauorganisatorischen Regelungen integriert. Die vorhandene Risikokultur fördert ein übergreifendes Bewusstsein für das Vorhandensein von Risiken und den offenen Umgang mit diesen. Die Risikostrategie wird aus der Geschäftsstrategie der SIGNAL IDUNA Pensionskasse abgeleitet und ist zu dieser konsistent. Die Risikostrategie des Unternehmens beinhaltet die Beschreibung der sich aus der Geschäftsstrategie ergebenden Risiken bezüglich ihres Einflusses auf die Finanz-und Ertragslage des Unternehmens sowie den daraus resultierenden Umgang mit den Risiken einschließlich Steuerung und Überwachung. Dabei ist festgelegt, dass nur solche Risiken eingegangen werden, die nicht zu einer existenzgefährdenden Situation für das Unternehmen führen. Dies beinhaltet insbesondere die Sicherstellung der Eigenständigkeit der SIGNAL IDUNA Gruppe, den Schutz der Versicherten sowie die Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Die Risikostrategie wird jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst. Darüber hinaus sind Anlässe definiert, die eine Ad-hoc-Überprüfung erfordern, wie beispielsweise die Aktualisierung der Geschäftsstrategie oder signifikante Änderungen des Gesamtrisikoprofils. Der Risikomanagementprozess setzt sich aus der Risikoidentifikation, der Risikoanalyse und -bewertung, der Risikosteuerung sowie der Risikoüberwachung und -berichterstattung zusammen. Die wesentlichen Bestandteile werden in internen Leitlinien definiert. Zur Risikoidentifikation werden quartalsweise Risikoinventuren durchgeführt. Darüber hinaus findet eine jährliche Emerging-Risk-Inventur statt. Bei dieser werden neu auftretende Ereignisse oder zunehmende Trends berücksichtigt, die das Geschäftsumfeld der SIGNAL IDUNA Gruppe betreffen, wobei deren Ursache nicht oder nicht direkt von der SIGNAL IDUNA Gruppe beeinflussbar sein können. Für alle Einzelrisiken erfolgt die Risikoanalyse und -bewertung als Teil der Risikoinventur. Die Risiken werden anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der Schadenhöhe bewertet. Die getroffenen Maßnahmen sind zu berücksichtigen (Nettobewertung). Darüber hinaus werden Risiken jährlich im Rahmen der Eigenen Risikobeurteilung (kurz: ERB) quantitativ bewertet. In diesem ERB-Prozess erfolgt zudem eine Analyse der Veränderung des Risikoprofils, der Solvabilitätsspanne sowie des Finanzierungsbedarfes über den Planungszeitraum. Materielle Änderungen des Risikoprofils führen darüber hinaus zur Durchführung einer Ad-hoc-ERB. Für Initiativen, die eine hohe Implikation auf die Erreichung der Unternehmensziele der SIGNAL IDUNA Gruppe haben, erfolgt zudem eine gesonderte Risikobewertung. Sowohl die Risikosteuerung als auch die Risikoüberwachung werden durch das Risikotragfähigkeitskonzept, das daraus abgeleitete Limitsystem, welches den Risikoappetit des Unternehmens berücksichtigt, sowie ein differenziertes Kennzahlensystem unterstützt. Die genannten Instrumente werden stetig weiterentwickelt. Über die im Rahmen des Risikomanagementprozesses und der Risikoinventur als materiell eingestuften Risiken erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung an das Risikokomitee und den Vorstand. Darüber hinaus sind Sachverhalte definiert, die eine Ad-hoc-Risikoberichterstattung auslösen. Ereignisse und Entwicklungen mit Auswirkungen auf die Risikolage und die Wirksamkeit der eingeleiteten Maßnahmen werden kontinuierlich analysiert und in die Berichterstattung integriert. Hierzu zählen aktuell insbesondere die Themenfelder Inflation und mit dem Zinsanstieg der Vorjahre verbundene Auswirkungen wie beispielsweise auf den Immobilienmarkt. Von letzterem ist die SIGNAL IDUNA Pensionskasse durch ihr Engagement in Finanzierungen von Unternehmen der SIGNA Gruppe betroffen. Innerhalb des Risikomanagements werden Planungs- und Überwachungssysteme eingesetzt, die die Verfolgung von Ziel-/Ist-Abweichungen ermöglichen. Die Überwachungssysteme und -prozesse werden kontinuierlich weiterentwickelt, um die Funktionsfähigkeit sicherzustellen. Unser Risikomanagementsystem umfasst auch ausgegliederte Funktionen, Prozesse und extern vergebene Dienstleistungen - z. B. Haupt- und Nebendienstleistungen i. S. der VAIT - da Risiken auch hieraus resultieren können. Für neue Ausgliederungen und die Überwachung bestehender Ausgliederungen ist ein strukturierter Ausgliederungsprozess etabliert. Die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems wird fortlaufend durch die Risikomanagementfunktion überwacht. Das Risikomanagementsystem der SIGNAL IDUNA Gruppe ist zudem Prüfungsgegenstand der Internen Revision. Zur Sicherstellung der Anforderungen an die fachliche Qualifikation von Aufsichtsräten, Vorständen sowie verantwortlichen Personen und Mitarbeitenden von Schlüsselfunktionen wurden auch in 2023 Schulungen angeboten und durchgeführt. Die Risikosteuerung liegt dezentral in der Verantwortung der Fachbereiche. Durch die Trennung des Eingehens von Risikopositionen und der Risikoüberwachung wird organisatorisch sichergestellt, dass keine Interessenkonflikte entstehen. Die von der Risikosteuerung unabhängige Risikoüberwachung, die Förderung der Umsetzung des Risikomanagementsystems sowie die operative Durchführung des Risikomanagements erfolgen durch die Risikomanagementfunktion. Dazu gehören insbesondere:
Die Risikomanagementfunktion setzt sich aus der Funktionsstelle Zentrales Risikomanagement (zentrale Risikomanagementfunktion) sowie dezentralen Risikomanagementfunktionen in einzelnen Vorstandsressorts zusammen. Bei der zentralen Risikomanagementfunktion liegt die Verantwortung insbesondere für die abschließende Sicherstellung der Unabhängigkeit der Risikomanagementfunktion von der Risikosteuerung sowie die übergreifende Koordination des Risikomanagementprozesses. Außerdem erfolgen in der zentralen Risikomanagementfunktion die Koordination, die Analyse und die Validierung der Berechnung sowie die Berichterstattung zur unternehmenseigenen Risikobeurteilung. Materielle Risiken und Chancen des UnternehmensDie Risiken der SIGNAL IDUNA Pensionskasse entstammen im Wesentlichen aus dem betriebenen Erstversicherungsgeschäft und dem damit verbundenen Kapitalanlagegeschäft. Versicherungstechnische RisikenFür die SIGNAL IDUNA Pensionskasse sind insbesondere folgende versicherungstechnische Risiken von zentraler Bedeutung, die nach Materialität absteigend geordnet sind:
Einen besonderen Stellenwert nimmt das Stornorisiko ein. Es bezeichnet das Risiko eines Verlustes oder einer nachteiligen Veränderung des Werts der Versicherungsverbindlichkeiten, das sich aus Veränderungen in der Höhe oder in der Volatilität der Storno-, Unterbrechungs- und Verlängerungsraten von Versicherungspolicen ergibt. Das Langlebigkeitsrisiko besteht in dem Risiko eines Verlustes oder einer nachteiligen Veränderung des Werts der Versicherungsverbindlichkeiten, das sich aus Veränderungen in der Höhe, im Trend oder in der Volatilität der Sterblichkeitsraten ergibt, wenn der Rückgang der Sterblichkeitsrate zu einem Anstieg des Werts der Versicherungsverbindlichkeiten führt. Das Niedrigzinsumfeld verstärkt in der Tendenz die Auswirkungen des Langlebigkeitsrisikos. Neben dem Langlebigkeits- und Stornorisiko spielt das Kostenrisiko eine wesentliche Rolle. Dies wird definiert als Risiko eines Verlustes oder einer nachteiligen Veränderung des Werts der Versicherungsverbindlichkeiten, das sich aus Veränderungen in der Höhe, im Trend oder in der Volatilität der beim Abschluss, bei der Verwaltung und bei der Schadenregulierung von Versicherungsverträgen angefallenen Kosten ergibt. Den fest vereinbarten Versicherungsbeiträgen stehen langfristige Leistungszusagen seitens des Unternehmens gegenüber. Die Höhe der für die Leistungszusagen benötigten Rückstellungen hängt vom Verlauf der biometrischen Risiken, von der Zinsentwicklung und von den Kostenannahmen ab. Im Rahmen der internen Rechnungslegung werden den kalkulierten Mitteln die tatsächlichen Aufwendungen durch die verantwortliche Aktuarin gegenübergestellt. Diese Überprüfung wird im Rahmen eines jährlichen Aktuarberichtes dem Vorstand und der Aufsicht erläutert. Sollte der tatsächliche Verlauf der den Leistungszusagen zugrundeliegenden Annahmen von der Kalkulation nachteilig abweichen, so kann sich daraus die Notwendigkeit zur Bildung einer entsprechenden Rückstellung ergeben, die das Geschäftsjahresergebnis belastet. Bei einer positiven Abweichung ergibt sich daraus die Chance eines guten Risikoergebnisses sowie einer Überschussbeteiligung für die Kundinnen und Kunden. Für Prämien und Rückstellungen werden aus heutiger Sicht ausreichend sichere Sterbe- und Invaliditätstafeln verwendet, für das Neugeschäft zum Beispiel die von der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. (DAV) veröffentlichten Sterbetafeln. Die DAV führt regelmäßig Untersuchungen hinsichtlich der künftigen Lebenserwartung der Versicherten durch. Als Ergebnis wurden zur Bewertung der Rentenversicherungsbestände Empfehlungen herausgegeben, die dem Trend des Anstiegs der Lebenserwartung Rechnung tragen. Aufgrund dieser Erkenntnisse wurden die Bestände in der Rentenversicherung bewertet, was teilweise zu einer Stärkung der Deckungsrückstellung geführt hat. Dabei wurden mit angemessenen Sicherheitsabschlägen versehene Stornowahrscheinlichkeiten angesetzt. Die bei der Berechnung der Deckungsrückstellung eingesetzten unterschiedlichen Ausscheideordnungen werden für wesentliche Anteile des Bestandes im Anhang aufgeführt. Bei der Kalkulation von Neugeschäftsbeiträgen werden die Kalkulationsannahmen bzw. Ausscheideordnungen überprüft und gegebenenfalls angepasst. Beim Zugang bestehen unter anderem durch die Gestaltung der Annahmepolitik und des Produktdesigns umfangreiche Steuerungsmöglichkeiten hinsichtlich der Qualität und des Volumens, was sich wiederum positiv auf die Bestandszusammensetzung auswirkt. MarktrisikenDas Marktrisiko bezeichnet das Risiko, das sich direkt oder indirekt aus Schwankungen in der Höhe bzw. in der Volatilität der Marktpreise für die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumente ergibt. Es umfasst im Wesentlichen das Verlustrisiko aufgrund von nachteiligen Änderungen von Aktienkursen, Zinsen, Währungskursen, Credit Spreads sowie von Zeitwerten bei Beteiligungen und Immobilien. Zusätzlich zählt die Marktrisikokonzentration zur Gruppe der Marktrisiken. Das Marktrisiko wurde in 2023 maßgeblich durch die vorgenannte Entwicklung der Kapitalmärkte (insbesondere Inflation und Zinsentwicklung) geprägt. Zu den für die SIGNAL IDUNA Pensionskasse wesentlichen Marktrisiken gehören insbesondere:
Das Spreadrisiko bezeichnet das Risiko von Verlusten aus der Sensitivität der Werte von Vermögen, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der Höhe oder in der Volatilität der Credit Spreads über der risikofreien Zinskurve. Im Rahmen des Spreadrisikos werden die Auswirkungen der Änderungen von Credit Spreads gegenüber dem risikofreien Zins auf den Marktwert von Kapitalanlagen unter Kreditrisikoaspekten analysiert. Die Veränderung der Credit Spreads resultiert aus Bonitätsänderungen der Schuldner sowie Veränderungen der Liquidität und somit der Handelbarkeit der Kapitalanlage. Das Risiko besteht im Werteverfall eines Kredits bzw. in der Möglichkeit, dass sich Verluste in Form von Kreditausfällen oder Ertragsausfällen ergeben. Das Spreadrisiko wird im Rahmen der regelmäßigen Bewertung der Zinsträger beobachtet und bewertet. Im Rahmen des implementierten Kreditprozesses erfolgt eine regelmäßige Überwachung der Kreditengagements. Das Emittentenuniversum basiert auf einem internen Scoring-Prozess und definierten Limiten je Emittenten. Neue Kreditsegmente und nicht alltägliche Anlagen durchlaufen einen standardisierten Prüfungsprozess. Die Anlage erfolgt auf Basis des vom Vorstand verabschiedeten internen Anlagekatalogs und unter Berücksichtigung der unternehmensindividuellen Risikotragfähigkeit. Den Schwerpunkt der Neuanlage in Zinsträger im Direktbestand bildeten Anlagen bei Kreditinstituten guter Bonität. Daneben wurden ausgewählte Staatsanleihen erworben. Ergänzend erfolgte im Bankensegment die Anlage selektiv in Form von strukturierten Finanzprodukten. Die im Folgenden genannten Quoten wurden auf Basis von Marktwerten ermittelt. Das Bankenexposure bildet mit 66,4 % der Kapitalanlagen weiterhin den Schwerpunkt im Portfolio. Hiervon sind 24,6 % Pfandbriefe, 65,3 % erstrangige Anlagen und 7,4 % Nachrangtitel. Die übrigen 2,7 % des Bankenexposures sind Aktien, Tagesgelder und andere Anlagen. Das Unternehmen ist mit 9,5 % in öffentliche Anleihen exklusive Bund und Länder investiert. Zu den Top-Emittenten gehören Spanien mit 3,5 %, die Europäische Union mit 1,4 % und die USA mit 1,3 %. Der Anteil der Anlagen bei Unternehmen außerhalb des Bankensektors beträgt 11,9 %, davon sind 90,9 % Zinsträger und 9,1 % Aktien. Die SIGNAL IDUNA Pensionskasse investiert in diesem Zusammenhang zunehmend auch in ausgewählte Anlagen im Segment "Infrastruktur". Der Anteil dieser Investments am gesamten Kapitalanlagebestand beträgt 1,5 %. Der Erhalt einer guten Kreditqualität im Bestand steht weiterhin im Fokus der Neuanlage. Aufgrund des höheren Zinsniveaus erfolgte die Neuanlage in 2023 auch bei Erzielung einer angemessenen Rendite wieder im höher gerateten Bereich. Dem folgend ist das Durchschnittsrating im Bestand der Zinsträger im Jahresverlauf gestiegen und beträgt zum 31. Dezember 2023 A+. Der Bestand weist folgende Ratingstruktur auf:
Chancen ergeben sich aus einer sich verbessernden durchschnittlichen Kreditwürdigkeit im Emittentenuniversum sowie aus steigenden Zinsen, die auch für hoch geratete Anlagen wieder zu höheren Renditen führen. Beim Zinsrisiko handelt es sich um das Risiko von Verlusten aus der Sensitivität der Werte von Vermögen, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der risikofreien Zinsstrukturkurve oder in Bezug auf die Volatilität der Zinssätze. Das Zinsrisiko besteht für alle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumente, deren Marktwert auf eine Änderung der Zinskurve reagiert. Neben Marktwertverlusten durch einen Zinsanstieg ergibt sich das Risiko auch daraus, dass bei der Neuanlage in Niedrigzinsphasen Zinserträge ggf. nicht mehr ausreichen, um passivseitige Anforderungen zu erfüllen. Bilanzielle Risiken wurden durch die Neuregelungen zur Zinszusatzreserve reduziert. Der garantierte Zins für die Neugeschäftsverträge des Geschäftsjahres 2023 beträgt 0,25 %. Da sich im Bestand auch Verträge mit höheren Garantiezinsen befinden, ist der mindestens zu erwirtschaftende Zins größer als 0,25 %. Für Verträge mit einem Garantiezins von 1,75 %, 2,25 %, 2,75 % und 3,25 % besteht aufgrund der derzeitigen Zinssituation zum 31. Dezember 2023 eine Stärkung der Deckungsrückstellung von 325,7 Mio. EUR. Dadurch reduziert sich das Zinserfordernis für diese Verträge auf 1,57 %. Für die Überwachung der Marktrisiken von Zinsträgern werden Sensitivitätsanalysen und Stresstests eingesetzt, welche die Wertveränderung des Portfolios in Abhängigkeit zu Marktschwankungen aufzeigen. Die Marktrisikokonzentration beschreibt zusätzliche Risiken, die entweder durch eine nicht ausreichende Diversifikation des Anlageportfolios oder durch eine hohe Exponierung gegenüber dem Ausfallrisiko eines einzelnen Wertpapieremittenten oder einer Gruppe verbundener Emittenten bedingt sind. Die Marktrisikokonzentration in der Kapitalanlage wird im Rahmen des Risikomanagementprozesses laufend überwacht. In diesem Zusammenhang ist beispielhaft die Schuldnerstruktur im Kreditbereich zu nennen. So beträgt die Gewichtung der zehn größten Emittenten (Emittenten aus demselben Konzern zusammengefasst) im Bestand 34,4 % des gesamten Kapitalanlagenbestandes des Unternehmens. Zu den Marktrisiken gehört abschließend das Währungsrisiko. Es bezeichnet das Risiko von Verlusten aus der Sensitivität der Werte von Vermögen, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der Höhe oder bei der Volatilität der Wechselkurse. Währungsrisiken ergeben sich z. B. aus Aufwertungen der Inlandswährung bzw. Abwertung der Auslandswährung im Hinblick auf Anlagen, die in Auslandswährungen gehalten werden. Eine Realisierung des Risikos ergibt sich in diesem Fall unter anderem, falls die entsprechende Kapitalanlage veräußert wird oder werden muss oder im Rahmen der Bilanzierung durch Abschreibung von Währungsverlusten. Das Währungsrisiko wird anhand des Fremdwährungsexposures nach Absicherung gemessen. Zum 31. Dezember 2023 beträgt das Fremdwährungsexposure unter Berücksichtigung von Absicherungsgeschäften 1,1 % zu Marktwerten. Chancen ergeben sich aus nicht erwarteten Währungsaufwertungen. Der deutliche Zinsanstieg in Verbindung mit einer restriktiveren Kreditvergabe der Banken sowie signifikanten Preissteigerungen bei den Baukosten haben zu einer massiven Krise in der Projektentwicklung von Immobilien und der gesamten Immobilienbranche geführt. Davon betroffen ist auch die SIGNA Gruppe (SIGNA). Die wesentlichen Unternehmen dieser Gruppe haben bereits Insolvenz angemeldet. Im Rahmen des Sanierungsverfahrens in Eigenverwaltung der SIGNA Prime Selection AG mit Sitz in Österreich hat die Gläubigerversammlung am 18. März 2024 dem vorgelegten Sanierungsplanvorschlag zugestimmt. Damit wird das gesamte Vermögen des Unternehmens einem Treuhänder übergeben und zur Gänze verwertet. Für einige Unternehmen der SIGNA Gruppe mit Sitz in Deutschland wurden vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet. Es ist davon auszugehen, dass für diese Unternehmen ab April 2024 Hauptinsolvenzverfahren eröffnet werden. Die SIGNAL IDUNA Pensionskasse ist bei einem Unternehmen der SIGNA Gruppe über ein Finanzinstrument Fremdkapitalgeber. Dieses wird im Jahresabschluss unter den Sonstigen Kapitalanlagen ausgewiesen. In Abhängigkeit von der erwarteten Rückführungsquote bezogen auf den Nominalwert im Rahmen der Treuhand- und Insolvenzverfahren wurde eine entsprechende Abschreibung vorgenommen, die letztendlich zu einem Jahresfehlbetrag führte. Durch eine Entnahme aus den Gewinn- und Kapitalrücklagen wurde dennoch ein ausgeglichenes Bilanzergebnis erzielt. Es besteht das Risiko, dass sich die Rückführungsquoten nicht in dem erwarteten Maß realisieren. Es besteht aber auch die Chance, dass diese im weiteren Verlauf höher als aktuell erwartet ausfallen. Der Fokus liegt nun darauf, in den anstehenden Treuhand-und Insolvenzverfahren die Ansprüche geltend zu machen (Forderungsanmeldungen in Österreich sind bereits erfolgt) und die Interessen des Unternehmens in den Gläubigerausschüssen und in den Gläubigerversammlungen zu vertreten. Zu diesem Zweck wurden Anwaltskanzleien beauftragt, die auf deutsches bzw. österreichisches Insolvenz- und Finanzierungsrecht spezialisiert sind. Die Entwicklung der SIGNA und die beteiligten Gläubiger sind Gegenstand öffentlicher Berichterstattung. Sofern die teils komplexen Sachverhalte dabei nicht sachgerecht dargestellt werden, könnte es zu negativen Auswirkungen auf die Reputation des Unternehmens kommen. AusfallrisikenDas Ausfallrisiko trägt möglichen Verlusten Rechnung, die sich aus einem unerwarteten Ausfall oder der Verschlechterung der Bonität von Gegenparteien und Schuldnern von Versicherungs- und Rückversicherungsgesellschaften ergeben. Bei der Bewertung des Ausfallrisikos werden die risikomindernden Verträge wie Rückversicherungsvereinbarungen, Verbriefungen und Derivate sowie Forderungen gegenüber Vermittlern und alle sonstigen Kreditrisiken, die im Spreadrisiko nicht abgedeckt sind, berücksichtigt. Es bestehen Forderungen gegen Versicherungsnehmer und Rückversicherer. Gegen Versicherungsnehmer liegen die Beitragsforderungen zum 31. Dezember 2023 bei 7,8 Mio. EUR. Der Anteil der ausstehenden Forderungen, deren Fälligkeitszeitpunkt am Bilanzstichtag mehr als 90 Tage zurückliegt, beläuft sich auf 1,8 Mio. EUR. Die durchschnittliche Ausfallquote der letzten drei Geschäftsjahre beträgt (bezogen auf die gebuchten Brutto-Beiträge) 0,03 %. Im Rahmen eines existierenden Forderungsmanagements wird bereits frühzeitig diesen Ausfallrisiken entgegengewirkt. Für die Forderungen gegen Versicherungsnehmer werden Wertberichtigungen in angemessener Höhe auf Basis der Erfahrungswerte aus den Vorjahren vorgenommen und uneinbringliche Forderungen abgeschrieben. Die Auswahl der Rückversicherer orientiert sich an Qualitätskriterien hinsichtlich der Finanzstärke, der fachlichen Qualität, den Möglichkeiten der Zusammenarbeit sowie der geschäftlichen Ausrichtung des Unternehmens. Die Ratingeinstufungen der Rückversicherer sind ein weiteres wichtiges Indiz für deren Solidität. Die versicherungstechnischen Rückstellungen aus Rückversicherung liegen vollständig bei einem Rückversicherungsunternehmen mit hoher Ratingklasse; zudem sind diese Rückstellungen vollständig durch geeignete Sicherungsinstrumente (Bar- und Wertpapierdepots) geschützt. Die Abrechnungsforderungen gegen Rückversicherer zum 31. Dezember 2023 betragen 6,2 Mio. EUR. Operationale RisikenOperationale Risiken betreffen die Qualität und Effizienz der Organisation, der funktionalen Abläufe, des Personals, der Technik und der Kontrolle und beschreiben das Verlustrisiko, das sich aus der Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Prozessen, Mitarbeitenden oder Systemen oder durch externe Ereignisse ergibt. Außerdem ist das Rechtsrisiko ein Bestandteil des operationalen Risikos. Zu den für die SIGNAL IDUNA Pensionskasse wesentlichen operationalen Risiken gehören insbesondere:
Zur weiteren Verbesserung einer nachvollziehbaren, effizienten und wirksamen Steuerung von im Geschäftsbetrieb existierenden operationalen Risiken wird das Interne Kontrollsystem einschließlich der Software-gestützten Abbildung stetig weiterentwickelt. Da in der SIGNAL IDUNA Gruppe alle wesentlichen Geschäftsprozesse und Aufgaben durch Informationstechnik (IT) unterstützt werden, liegt hier ein besonderer Schwerpunkt in der Betrachtung der operationalen Risiken. IT-Risiken umfassen dabei alle IT-bezogenen Risiken, die aus dem Eigentum, dem Betrieb, der Nutzung sowie bei Änderungen von Informationstechnologie entstehen. Einem möglichen Ausfall der IT-Systeme wird mit geeigneten technischen und organisatorischen Maßnahmen entgegengewirkt. Zentrale Elemente sind beispielsweise der Betrieb eines Sekundär-Rechenzentrums, die Durchführung umfangreicher Datensicherungen und -spiegelungen, maschinelle Überwachung der Systeme auf allen Ebenen, Bereitschaftsregelungen sowie Wartungsverträge mit den verschiedenen Anbietern von Hard- und Software. Zum Schutz der Daten vor unberechtigtem Zugriff und Manipulation sind angemessene technische und organisatorische Vorkehrungen getroffen worden - z. B. durch die Installation von Firewall-Systemen (Trennung vom öffentlichen Netz), Virenscannern, Verschlüsselungen, abgesicherten Verbindungen (z. B. zu den Organisations- oder Gebietsdirektionen und den außerbetrieblichen Arbeitsplätzen) und die Nutzung von Authentifizierungssystemen. Die Eignung der beschriebenen Vorkehrungen wird regelmäßig, z. B. im Rahmen von Notfallübungen oder Penetrationstests, überprüft und bewertet. Die IT wirkt den im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung entstandenen neuen digitalen Bedrohungen, insbesondere Cyber-Risiken, hinreichend entgegen. Die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität der Daten sind auch bei der Verarbeitung der Daten gewährleistet. Die SIGNAL IDUNA Gruppe stellt eine hinreichende Informationssicherheit aller IT-Infrastrukturen und -Anwendungen sicher. Um die Sicherheit aller vorhandenen Informationen zu managen, orientiert sich die Informationssicherheit der SIGNAL IDUNA Gruppe an international anerkannten Standards zur Informationssicherheit (ISO 27001/ISO 27002). Die Informationssicherheitspolitik wird durch die Informationssicherheitsleitlinie und weitere Richtlinien zum Information Security Management System (ISMS) ergänzt. Informationssicherheitsrisiken werden im Rahmen des ISMS kontinuierlich auf unterschiedlichen Wegen identifiziert (z. B. Allgemeine Risikoanalyse, Audits). Die Informationssicherheit ist neben der Überwachung des Einhaltens von Informationssicherheitsvorgaben auch für die Behandlung von Informationssicherheitsvorfällen verantwortlich. Darüber hinaus werden von ihr Sensibilisierungs- und Schulungsmaßnahmen (Awareness) durchgeführt. Nicht zuletzt aufgrund des andauernden Ukraine-Krieges wurden seitens der SIGNAL IDUNA Gruppe zusätzliche, präventive Schutzmaßnahmen zur Gefahrenabwehr auf die IT-Sicherheitslage implementiert. Hinsichtlich der Risikoeinschätzung und Maßnahmen orientiert sich die SIGNAL IDUNA Gruppe an den Empfehlungen des BSI. Die grundsätzliche Zielrichtung vieler laufender Initiativen, die Komplexität der Infrastruktur und Anwendungslandschaft weiter zu reduzieren, neue Technologien bereitzustellen und die Organisation in Richtung agiler Organisationsstrukturen weiterzuentwickeln. Mit dem Ziel digitalisierter Prozesse und der gezielten Bereitstellung von kundenzentrierten Lösungen soll eine weitere Steigerung der Kundenorientierung ermöglicht werden. Ende 2022 ist die SIGNAL IDUNA Gruppe zusammen mit Google Cloud eine strategische Partnerschaft eingegangen. Ziel der Partnerschaft ist es, die Entwicklung von cloudbasierten, kundenzentrierten Versicherungsprodukten und -dienstleistungen bei der SIGNAL IDUNA Gruppe zu beschleunigen und Kunden maßgeschneiderte Lösungen und Dienstleistungen anzubieten. Zusätzlich soll die Zusammenarbeit zu einer schnelleren Umsetzung von IT-Projekten beitragen und den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) und neuen Werkzeugen unterstützen. Aus der Partnerschaft werden sich in den kommenden Jahren Chancen für die SIGNAL IDUNA Gruppe ergeben. Die hiermit verbundenen Änderungen auf IT- und weitere Risiken werden im Risikomanagementprozess berücksichtigt. Das Compliance-Risiko ist definiert als Auswirkungen aus dem Verstoß gegen gesetzliche Bestimmungen, Vorgaben der Rechtsprechung, regulatorische Standards oder wesentliche vom Unternehmen selbst gesetzte ethische Normen und interne Anforderungen. Diese Auswirkungen umfassen finanzielle Schäden, Sanktionen der Aufsichts- und Ermittlungsbehörden, Reputationsschäden und Haftungstatbestände der Organmitglieder. Die Einhaltung der zu beachtenden Gesetze und Verordnungen, aufsichtsbehördlichen Anforderungen sowie zu deren Beachtung gesetzter interner Vorgaben und Standards wird durch die Umsetzung umfassender präventiver Maßnahmen (z. B. Rechtsmonitoring, regelmäßige Überwachungshandlungen und Compliance-Risikoanalysen) unterstützt. Grundlage des rechtskonformen Verhaltens aller Mitarbeitenden sind der Compliance-Kodex der SIGNAL IDUNA Gruppe, Compliance-Schulungen sowie umfassende interne Richtlinien und Anweisungen. Zur Reduzierung (bzw. Vermeidung) von Compliance- und Rechtsrisiken wird eine regelmäßige Beobachtung des Rechtsraumes durchgeführt. Relevante Rechtsänderungen und die aktuelle Rechtsprechung werden über ein eigenes Informationssystem an die für die Geschäftsprozesse verantwortlichen Mitarbeitenden weitergegeben. Festgestellten Rechtsänderungen kann so zeitnah entsprochen werden und Verstößen gegen die aktuelle Rechtslage wird vorgebeugt. Das Prozessrisiko bezeichnet Risiken, die aufgrund fehlgeschlagener Prozesse direkt oder indirekt zu Verlusten führen, vor allem im Falle von Prozessen mit Kontakt zu Kundinnen und Kunden sowie Geschäftspartnerinnen und -partnern. Prozesse unterliegen dem Risiko, dass sie aufgrund von Fehlbearbeitungen ganz oder teilweise fehlschlagen. Unsere Prozesse entwickeln wir kontinuierlich weiter. Durch prozessinhärente Kontrollen und die regelmäßige Überprüfung der Prozessgestaltung wird Risiken aus der Veränderung von Prozessen entgegengewirkt. Den Risiken aus Fehlbearbeitungen wird mit verbindlichen, zum Teil maschinellen Prüfverfahren begegnet. Für die wesentlichen Prozesse der SIGNAL IDUNA Gruppe werden Prozessdokumentationen erstellt, die jeweiligen prozessrelevanten, operationalen Risiken identifiziert und ein entsprechender risikomindernder/-vermeidender Kontrollrahmen durch den prozessverantwortlichen Bereich/Tribe aufgesetzt. Geschäftskritische Prozesse werden zudem im Business Continuity Management (BCM) identifiziert und dokumentiert. Kontrollen können vor- oder nachgelagert zum Prozess greifen, präventiver oder detektiver Art sein, sowie automatisiert, teilautomatisiert oder manuell ablaufen. Unter risikomindernden/-vermeidenden Maßnahmen werden Schulungs-, Kommunikations- und sonstige Maßnahmen (z. B. organisatorische Maßnahmen) verstanden, welche reduzierenden/vermeidenden Einfluss auf die prozessrelevanten Risiken haben. Um langfristig ihre Ziele erreichen zu können, ist die SIGNAL IDUNA Gruppe auf ihre Mitarbeitenden und deren individuellen Stärken angewiesen. Die SIGNAL IDUNA Gruppe unterstützt die systematische und an der Unternehmensstrategie ausgerichtete Entwicklung der Fähigkeiten und des Wissens ihrer Mitarbeitenden und Führungskräfte durch ein professionelles Kompetenzmanagement, ein ansprechendes und umfangreiches Lernangebot sowie die gezielte Förderung von Potenzialträgern. Zudem wird die adäquate Nachbesetzung von Schlüsselpositionen durch Einführung eines Nachfolgemanagements unterstützt. Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements werden verschiedene Angebote ermöglicht, um die Gesundheit und die Leistung ihrer Mitarbeitenden zu erhalten und zu fördern. Hierdurch wird dem operationalen Risiko entgegengewirkt. Sonstige RisikenZu den sonstigen Risiken gehören insbesondere das Neugeschäftsrisiko und das Reputationsrisiko. Das Neugeschäftsrisiko umfasst das Risiko, dass gesetzte Ziele für das Neugeschäft nicht erreicht werden und dieser Umstand negativ auf die Bestandsentwicklung des Unternehmens wirkt. Seit Mitte des Jahres 2023 ist bei der zuletzt spürbaren Kaufzurückhaltung wieder ein positiverer Trend festzustellen. Dennoch blieb die Neugeschäftsentwicklung im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig. Entgegengewirkt wird dem Neugeschäftsrisiko u. a. durch die Einführung von neuen Produktlösungen. Weiterhin wird die Ausgangsposition für ertragreiches Wachstum im Zukunftssegment der bAV kontinuierlich ausgebaut. Mit der SI Betriebsrente+ als fondgebundenes Produkt sieht sich die SIGNAL IDUNA Pensionskasse im Bereich der Geringverdienerförderung nach § 100 EStG gut aufgestellt, um sich im Zukunftssegment der bAV als kompetenter und erfahrener Lösungsanbieter für kleine und mittlere Unternehmen zu positionieren. Dadurch ist die SIGNAL IDUNA Pensionskasse weiterhin bestmöglich auf eine erfolgreiche Marktdurchdringung eingestellt. Zusätzlich schafft die laufende Verbesserung zeitgemäßer digitaler Lösungen für Arbeitgebende und Beschäftigte eine höhere Kundenzufriedenheit. Beim Reputationsrisiko handelt es sich um das Risiko einer möglichen Beschädigung des guten Rufes des Unternehmens infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit (z. B. bei Kundinnen und Kunden, Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartnern, Eigentümerinnen und Eigentü-mern/Aktionärinnen und Aktionären, Behörden). Das Reputationsrisiko ist in der Regel ein Risiko, das im Zusammenhang mit anderen Risiken auftritt. So kann sich ein Reputationsschaden unter anderem auf das Neugeschäft und die Stornoquoten und damit auf die Bestandsentwicklung auswirken. Zur Gruppe der sonstigen Risiken gehört auch das Liquiditätsrisiko. Als Liquiditätsrisiko wird das Risiko bezeichnet, dass Versicherungs- und Rückversicherungsgesellschaften nicht in der Lage sind, Anlagen und andere Vermögenswerte zu liquidieren, um ihren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen. Als Folge des Zinsanstieges in den Vorjahren, des damit verbundenen Rückgangs stiller Reserven und des Entstehens stiller Lasten ist die Möglichkeit zur Veräußerung von Vermögenswerten gemindert. Die Gefahr, dass Verluste realisiert werden müssen, wird durch den Einsatz von Finanzplanungsinstrumenten begrenzt, welche zur Abstimmung des Kapitalanlagebestandes, der laufenden Zahlungsströme und der versicherungstechnischen Verpflichtungen eingesetzt werden. Das Risiko gewinnt in der gesamtwirtschaftlichen Situation durch erhöhte Wahrscheinlichkeiten von Storno, Beitragsausfällen sowie aufgrund von Inflation an Bedeutung. Unsere Liquiditätskennzahlen lassen jedoch kein materielles Liquiditätsrisiko erkennen. Abschließend werden bei den sonstigen Risiken auch externe Risikoereignisse betrachtet, die außerhalb der SIGNAL IDUNA Gruppe stattfinden bzw. deren Realisation nicht von der SIGNAL IDUNA Gruppe beeinflusst werden kann, deren Realisation aber Auswirkungen auf die SIGNAL IDUNA Gruppe hat, wie beispielsweise die Eskalation geopolitischer Konflikte. Maßnahmen, die sich auf externe Risikoereignisse beziehen, zielen nicht auf die Verhinderung des Eintritts des Risikoereignisses ab, sondern auf die Steuerung der Auswirkung. NachhaltigkeitsrisikenNachhaltigkeitsrisiken sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation haben können. Risiken im Bereich Umwelt schließen klimabezogene Risiken in Form von physischen Risiken und Transitionsrisiken ein. Physische Risiken resultieren unmittelbar aus dem Klimawandel, z. B. durch eine zunehmende Intensität oder Häufigkeit von Extremwetterereignissen. Transitionsrisiken entstehen im Zusammenhang mit der Umstellung auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft, z. B. der Verzicht auf Energieerzeugung aus fossilen Rohstoffen und Orientierung an erneuerbaren Energien, d. h. eine Veränderung der Zusammensetzung der globalen Stromerzeugung. In Übereinstimmung mit dem "Merkblatt zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken" der BaFin wird in der SIGNAL IDUNA Gruppe für Nachhaltigkeitsrisiken keine separate Risikokategorie abgegrenzt, vielmehr sind diese Risiken in die bestehenden Prozesse als eine spezielle Ausprägung der bestehenden Risikokategorien integriert. Nachhaltigkeitsrisiken werden damit insbesondere auch systematisch identifiziert und dokumentiert. Klimarisiken werden mittels Szenarioanalysen analysiert. Ziel ist es, mögliche zukünftige Risiken und Chancen zu identifizieren, die infolge des Klimawandels entstehen und adverse Auswirkungen auf das Unternehmen entfalten können. Als Basis wurden zwei vom Network for Greening the Financial System (NGFS) beschriebene Erderwärmungsszenarien verwendet; das sog. "Delayed Transition"-Szenario, welches einen erwarteten Anstieg der globalen Temperatur bis zum Jahr 2100 um 1,6°C im Vergleich zur Referenzperiode 18501900 unterstellt, sowie das sog. "Current Policies"-Szenario, bei dem die globale Temperatur bis zum Jahr 2100 um 3,3°C im Vergleich zur Referenzperiode 1850-1900 steigt. Die physischen und transitorischen Risiken können potenziell wesentliche Auswirkungen auf die Risikolage haben. Die möglichen, daraus resultierenden Veränderungen auf die ökonomischen Eigenmittel und den Finanzierungsbedarf wurden im Berichtsjahr mittels eines Stresstestansatzes quantifiziert. Bei Bedarf wird der quantitative Ansatz durch geeignete qualitative Analysen flankiert. Die Ergebnisse sind Bestandteil der Eigenen Risikobeurteilung und der dazugehörigen Berichterstattung. Zusammenfassende DarstellungDie aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen nach Solvency I wurden im gesamten Geschäftsjahr erfüllt. Die aus geopolitischen Konflikten resultierenden Unsicherheiten sowie die insbesondere mit in den Vorjahren gestiegenen Zinsen verbundenen Auswirkungen auf den Immobilienmarkt stellen Herausforderungen für das Unternehmen dar, denen mit vielfältigen Maßnahmen entgegengewirkt wird. Der aus 2023 resultierende Jahresfehlbetrag kann durch die Entnahme aus den Gewinn- und Kapitalrücklagen ausgeglichen werden. Zum heutigen Zeitpunkt haben wir keine Erkenntnisse, dass es nicht gelingt, diesen Herausforderungen gerecht zu werden. So besteht bei der SIGNAL IDUNA Pensionskasse eine Rückversicherungslösung, welche die Finanzierung der Zinszusatzreserve (ZZR) vollständig abdeckt, die durch die SIGNAL IDUNA Holding Aktiengesellschaft bis maximal 300,0 Mio. EUR zu besichern ist. Zudem hat die SIGNAL IDUNA Holding Aktiengesellschaft eine weiche Patronatserklärung abgegeben, nach der sie sich grundsätzlich bereit erklärt, der SIGNAL IDUNA Pensionskasse zusätzliche Finanzmittmittel zur Erfüllung der Verpflichtungen sowie zur Erfüllung der Solvabilitätsvorschriften zur Verfügung zu stellen. Zur Einhaltung der gesetzlichen Kapitalanforderungen hat die SIGNAL IDUNA Pensionskasse in 2020 ein nachrangiges Darlehen von 12,0 Mio. EUR bei der SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a.G. (SIGNAL IDUNA Kranken) erhalten. Des Weiteren besteht für unser Unternehmen die Zusage von der SIGNAL IDUNA Kranken zur Gewährung eines weiteren nachrangigen Darlehens von maximal 4,0 Mio. EUR. Eine Inanspruchnahme ist nur für den Fall vorgesehen, dass die Einhaltung unserer Solvabilitätsanforderungen nicht durch die bereits beschlossenen und teilweise eingeleiteten Maßnahmen sichergestellt werden kann. Zusammenfassend ist für die SIGNAL IDUNA Pensionskasse als Unternehmen der SIGNAL IDUNA Gruppe festzustellen, dass derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar sind. PrognoseberichtAuf die Versicherungswirtschaft wirken durch das gesamtwirtschaftliche Umfeld unterschiedliche Impulse ein. Zurzeit ist die weltweite Unsicherheit über die Entwicklung der Zinsen noch groß. Nachdem die Zentralbanken nach der Pandemie vielfach dafür kritisiert wurden, zu spät auf die Inflationsentwicklung reagiert zu haben, werden sie sich nun der schwierigen Debatte über den richtigen Zeitpunkt für Zinssenkungen stellen müssen. Die hohen Zinsen dämpfen derzeit die gesamtwirtschaftliche Nachfrage. Durch den Rückgang der Inflation und die gestiegenen Löhne nimmt das Realeinkommen der Beschäftigten etwas zu und könnte die Konsumausgaben wiederbeleben und damit die Konjunktur stärken. Die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts Europas und vor allem der USA entwickelt sich seit einiger Zeit gegenläufig, doch die Inflation fiel zuletzt auf beiden Seiten deutlich und liegt im Euroraum nun nahe des EZB-Ziels. Es ist anzunehmen, dass die weltweite Inflation weiter zurückgeht. Für 2024 wird für die (fortgeschrittenen) Volkswirtschaften eine jahresdurchschnittliche Inflation von 2,6 % angenommen. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt wird mit 2,9 % für 2024 prognostiziert, da die Wirtschaft zwar in den USA wächst, aber in Europa und China schwächer eingeschätzt wird. Weiterhin sorgen der Krieg in der Ukraine und der mögliche Flächenbrand in Nahost für wirtschaftliche Unsicherheit. Der Krieg in der Ukraine hat für die deutschen Versicherer grundsätzlich nur geringe direkte wirtschaftliche Auswirkungen, da sie kaum in der Ukraine und in Russland engagiert sind. Es bleibt die gesamtwirtschaftliche, indirekte Wirkung auf die deutschen Versicherungsunternehmen, insbesondere aufgrund der hohen Energiekosten und massiv erhöhter geopolitischer Unsicherheiten. Die Kämpfe und zunehmenden Spannungen in Nahost haben Auswirkungen auf die Logistik, da zunehmend die Wege über die angrenzenden Meere bedroht werden. Auch 2024 werden die Kapitalmärkte vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Spannungen und weiterhin hoher Inflation von Unsicherheit geprägt sein. Es besteht zwar die Erwartung, dass der Preisdruck tendenziell weiter nachlassen wird, jedoch dürfte sich die Inflationsrate weiterhin oberhalb von 2,0 % bewegen. Die nachlassende Inflation könnte zu ersten Zinssenkungen seitens der Notenbanken führen, was wiederum grundsätzlich positiv sowohl auf die Renten- als auch die Aktienmärkte wirken dürfte. Dennoch bleiben die Erwartungen aufgrund der insgesamt schwierigen Rahmenbedingungen eher zurückhaltend. Die Immobilienbranche wird auch 2024 weiter unter Druck stehen. Die deutsche Haushaltskrise verdüstert den Ausblick auf das Jahr 2024. Gleichzeitig gibt es Signale für Wachstum des privaten Konsums. An den Finanzmärkten haben die sinkenden Inflationsraten für Erleichterung gesorgt. Es werden nun mehr und frühere Zinssenkungen eingepreist. Für das Jahr 2024 wird für Deutschland mit einer schwach steigenden wirtschaftlichen Entwicklung gerechnet. Die Prognose liegt derzeit bei 0,2 %. Aus diesen Prognosen ergibt sich für die Versicherungswirtschaft, dass die Beitragseinnahmen in den Hauptsparten um rund 2,9 % steigen könnten. Die Digitalisierung, die das Leben auf gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Ebene nachhaltig verändert, wird uns auch 2024 beschäftigen und die deutschen Versicherer damit weiter vor große Herausforderungen stellen. Im Zuge der Corona-Pandemie hat die Digitalisierung große Fortschritte gemacht. Die strategische Partnerschaft der SIGNAL IDUNA Gruppe mit Google Cloud wird mehrere strategische Projekte umfassen, darunter den Umstieg in eine moderne Cloud-Umgebung. Dies wird die Transformation der SIGNAL IDUNA Gruppe in ein datengetriebenes Unternehmen beschleunigen. Auch nachhaltige Geschäftsmodelle haben an Bedeutung gewonnen. Sie sind mittlerweile eine wichtige Basis, um eine langfristig positive wirtschaftliche Geschäftsentwicklung sicherzustellen. Neben den politisch und aufsichtsrechtlich zu erfüllenden Nachhaltigkeitszielen ist den Kundinnen und Kunden eine nachhaltige Positionierung der Unternehmen sowie ein nachhaltiges Produktangebot wichtig. Auch die SIGNAL IDUNA Gruppe richtet ihr unternehmerisches Handeln an den Grundprinzipien einer ökonomischen sowie ökologisch und sozial verträglichen Wirtschaftsweise aus. Sie verfolgt dabei einen ganzheitlichen, integrativen Ansatz von Nachhaltigkeit. Der Vorsorge- und Absicherungsbedarf in der Bevölkerung wird weiter zunehmen. Aufgabe der Versicherungsbranche ist es, gemeinsam mit der Politik in diesem Umfeld die Bedeutung der eigenverantwortlichen Vorsorge deutlich zu machen. Die SIGNAL IDUNA Pensionskasse bietet ihren Kunden auch 2024 eine umfassende Produktpalette für die betriebliche Altersversorgung an, die eine bedarfsorientierte Produktpflege erhält. Das Belegschaftsgeschäft ist einer der Wachstumsmärkte der betrieblichen Altersversorgung. Hierbei sorgen vor allem Großkunden- und Branchenlösungen für skalierbares Wachstum. Hierfür entwickeln wir ganzheitliche Lösungen. Bezogen auf die Umsetzung des Gesetzes zur Digitalen Rentenübersicht wird die SIGNAL IDUNA Pensionskasse die benötigten Daten zuliefern, damit die vom Gesetzgeber erwünschte Transparenz erzeugt werden kann. Gesamtaussage zur künftigen EntwicklungFür das Geschäftsjahr 2024 plant die SIGNAL IDUNA Pensionskasse mit leicht verminderten Beitragseinnahmen, einem Neugeschäft leicht unterhalb des Vorjahres sowie einer leicht rückläufigen Bestandsentwicklung. Darüber hinaus rechnet die SIGNAL IDUNA Pensionskasse auch für 2024 mit einem stabilen Zinsniveau und plant daher mit einer Entnahme aus der Zinszusatzreserve oberhalb des Vorjahresniveaus. Gemäß der Planung geht die SIGNAL IDUNA Pensionskasse von einem leichten Anstieg des gesamten Kapitalanlageergebnisses aus. Für 2024 plant die SIGNAL IDUNA Pensionskasse den Rohüberschuss nach Steuern fast ausschließlich an die Kundinnen und Kunden in Form der Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung weiterzugeben und strebt einen leicht positiven Jahresüberschuss an. Bewegung des Bestandes an Pensionsversicherungen(ohne sonstige Versicherungen) im Geschäftsjahr 2023
Bewegung des Bestandes an Sterbegeld- und Zusatzversicherungen im Geschäftsjahr 2023
Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
Ich bestätige hiermit entsprechend § 128 Abs. 5 VAG, dass die im Vermögensverzeichnis aufgeführten Vermögensanlagen den gesetzlichen und aufsichtsbehördlichen Anforderungen gemäß angelegt und vorschriftsmäßig sichergestellt sind.
Hamburg, 1. März 2024 Voß, Treuhänder für das Sicherungsvermögen Passivseite
Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter dem Posten E. II der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung des § 341 f HGB sowie der auf Grund des § 235 Abs. 1 Satz 1 Nummer 4 bis 7 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist; für den Altbestand im Sinne des § 336 in Verbindung mit § 234 Abs. 6 Satz 1, auch in Verbindung mit § 233 Abs. 5 Satz 2, VAG ist die Deckungsrückstellung nach den geltenden genehmigten Geschäftsplänen 1) berechnet worden. Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter dem Posten F. I der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung des § 341 f HGB sowie der auf Grund des § 235 Abs. 1 Satz 1 Nummer 4 bis 7 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist; Altbestand im Sinne des § 336 in Verbindung mit § 234 Abs. 6 Satz 1, auch in Verbindung mit § 233 Abs. 5 Satz 2, VAG ist nicht vorhanden.
Dortmund, 1. März 2024 Müller, Verantwortliche Aktuarin Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
AnhangBilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen aufgestellt. Aus rechentechnischen Gründen können im Lagebericht und im Anhang Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (EUR, %, etc.) auftreten. Immaterielle VermögensgegenständeDie immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die linearen Abschreibungen erfolgen planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche WertpapiereGrundsätzlich werden Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere zu Anschaffungskosten bilanziert und unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Von der Möglichkeit des § 341b Abs. 2 zweiter Halbsatz HGB (Bewertung bestimmter Kapitalanlagen nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften) wird für ausgewählte Investmentanteile Gebrauch gemacht. Eine außerplanmäßige Abschreibung wird gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen, wenn eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung vorliegt. Eine Wertminderung wird als dauerhaft angesehen, wenn der langfristig beizulegende Wert des Investmentvermögens unter dem Buchwert liegt. Der beizulegende Wert des Investmentvermögens ergibt sich dabei grundsätzlich aus der Bewertung der Einzeltitel mittels anerkannter Bewertungsmodelle und in Abhängigkeit von der Strategie des jeweiligen Fonds, gegebenenfalls unter Anwendung von Sicherheitsabschlägen und Korrekturfaktoren. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche WertpapiereInhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit Kuponzahlung werden zu Anschaffungskosten - zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation einer Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag unter Anwendung der Effektivzinsmethode - bilanziert und unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit Kuponzahlung werden demnach wie Schuldscheinforderungen und Darlehen analog § 341c Abs. 3 HGB bilanziert. Zero-Inhaberschuldverschreibungen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich der jeweils aufgrund der kapitalabhängigen Effektivzinsberechnung ermittelten zeitanteiligen Zinsforderungen bilanziert und unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Von der Möglichkeit des § 341b Abs. 2 zweiter Halbsatz HGB (Bewertung bestimmter Kapitalanlagen nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften) wird für Inhaberschuldverschreibungen, die dauerhaft dem Unternehmen dienen sollen, Gebrauch gemacht. Eine außerplanmäßige Abschreibung wird gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen, wenn eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung vorliegt. Hypotheken-, Grundschuld- und RentenschuldforderungenDas Unternehmen hat im Geschäftsjahr erstmals in Hypotheken investiert. Die Bilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Unterschiedsbeträge gegenüber dem Nennwert werden mittels Effektivzinsmethode über die Laufzeit amortisiert. Das Ausfallrisiko bei den Hypotheken wird durch Einzelwertberichtigungen und außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Sonstige AusleihungenBei Anschaffung der Namensschuldverschreibungen werden die Nennwerte aktiviert. Die Unterschiedsbeträge zu den hingegebenen Beträgen werden aktivisch und passivisch abgegrenzt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgen bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung. Bei Schuldscheinforderungen und Darlehen werden die Anschaffungskosten zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation einer Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Das Ausfallrisiko wird durch Einzelwertberichtigungen und außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Bei übrigen Ausleihungen werden die Anschaffungskosten zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation einer Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Das Ausfallrisiko wird durch Einzelwertberichtigungen und außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Zero-Namensschuldverschreibungen und Zero-Schuldscheindarlehen werden mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich der jeweils aufgrund der kapitalabhängigen Effektivzinsberechnung ermittelten zeitanteiligen Zinsforderungen bilanziert. Strukturierte Produkte und die darin enthaltenen Optionen oder Verpflichtungen werden grundsätzlich einheitlich bilanziert. Die Bewertung erfolgt entsprechend der Bewertung der anderen Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen. Weist das strukturierte Finanzinstrument durch das eingebettete Derivat wesentlich erhöhte oder zusätzliche bzw. andersartige Risiken auf, werden Basisinstrument und eingebettetes Derivat getrennt bilanziert. Die Zinserträge aus Genussscheinen werden grundsätzlich phasengleich vereinnahmt. Einlagen bei KreditinstitutenDie Bilanzierung der Tages- und Festgelder wird zu Nominalwerten vorgenommen. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von LebensversicherungspolicenDie Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen werden mit dem Zeitwert (Rücknahmepreise der Investmentanteile am Bewertungsstichtag) angesetzt. ForderungenForderungen werden mit dem Nennbetrag abzüglich geleisteter Tilgungen angesetzt. Im Einzelnen gilt dies für:
Für abgeschlossene Versicherungsverträge werden im Einzelfall negative Werte, die sich aus noch nicht getilgten, rechnungsmäßig gedeckten Abschlusskosten ergeben, als Forderungen an Versicherungsnehmer aktiviert. Das Ausfallrisiko der Forderungen wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Pauschalwertberichtigungen zu den Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an Versicherungsnehmer sowie zu den Sonstigen Forderungen werden unter Berücksichtigung der in der Vergangenheit gewonnenen Erfahrungen vorgenommen. Die Pauschalwertberichtigungen zu den Forderungen an Versicherungsnehmer beziehen sich auf voraussichtlich nicht einbringliche Teile der noch nicht getilgten rechnungsmäßigen Abschlusskosten. Die Einzel- und Pauschalwertberichtigungen werden jeweils aktivisch abgesetzt. SachanlagenSachanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen, die planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer erfolgen, bewertet. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und KassenbestandLaufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestände werden zum Nominalwert bilanziert. Andere VermögensgegenständeDie Bewertung der anderen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Aktive RechnungsabgrenzungspostenDie noch nicht fälligen Zinsen und sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten werden zeitanteilig ermittelt, die Agiobeträge aus Namensschuldverschreibungen werden linear aufgelöst. Aktive latente SteuernLatente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB bilanziell nicht angesetzt wird. Die aktiven latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf temporären Differenzen im Bereich der thesaurierten Erträge aus Investmentfonds, die steuerlich zu erfassen sind und auf Wertabweichungen durch Abschreibungen im Bereich der Investmentfonds. Bei der Ermittlung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 32,28 % zugrunde gelegt. Nachrangige VerbindlichkeitenDie Bewertung der nachrangigen Verbindlichkeiten erfolgt zum Nennwert. BeitragsüberträgeDie Beitragsüberträge werden für jeden einzelnen Versicherungsvertrag unter Berücksichtigung der vereinbarten Zahlungsweise und der Fälligkeitstermine ermittelt. Dabei werden die Bruttobeiträge um Stückkosten, zum Teil um Inkassokosten und gegebenenfalls um sonstige Zuschläge gekürzt. DeckungsrückstellungDie Deckungsrückstellung für das selbst abgeschlossene Geschäft wird unter Beachtung der einschlägigen gesetzlichen Vorschriften, insbesondere der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen und der Verordnung über Rechnungsgrundlagen für die Deckungsrückstellungen sowohl einzelvertraglich als auch für nicht automatisch bis zum 31. Dezember 2023 fortgeschriebene Verträge unter Verwendung qualifizierter Hochrechnungsverfahren ermittelt. Eine Übersicht der Aufteilung der Deckungsrückstellung auf die verwendeten Ausscheideordnungen und Zinssätze für die wesentlichen Anteile des Bestandes ist in der Tabelle auf nachfolgender Seite dargestellt. Für die bis zum 31. Dezember 2005 abgeschlossenen Versicherungsverträge wird die Deckungsrückstellung nach den von der Aufsichtsbehörde genehmigten Geschäftsplänen einzelvertraglich ermittelt. Für die ab dem 1. Januar 2006 abgeschlossenen Versicherungen des Tarifprogramms PK11, die in Leistung befindlichen Rentenversicherungen nach Tarif PK02 sowie die Rentenversicherungen nach Tarif PK wird die Deckungsrückstellung nach der prospektiven Methode unter Berücksichtigung implizit angesetzter Kosten berechnet. Dies gilt auch für die Deckungsrückstellung von Bonusrenten. Die Deckungsrückstellung für anwartschaftliche Rentenversicherungen nach Tarif PK02 wird einzelvertraglich retrospektiv ermittelt. Die Fortschreibung erfolgt, indem die gezahlten Beiträge und Zinsen gutgeschrieben und Kostenanteile entnommen werden. Im Tarifprogramm PK11 werden die Einzelversicherungen im Wesentlichen mit 40 ‰ und die Kollektivversicherungen mit 25 ‰ bis Tarifwerk 2007 bzw. 20 ‰ ab Tarifwerk 2008 der Beitragssumme gezillmert. Die dabei zugrunde liegende Beitragssumme wird auf 40 Jahre begrenzt. Bei den Rentenversicherungen nach Tarif PK02 werden für die bis 2007 eingeführten Tarife die Abschlusskosten auf die ersten zehn Versicherungsjahre verteilt. Die Abschlusskosten betragen bei den Einzelversicherungen im Wesentlichen 50 ‰ und bei den Kollektivversicherungen 31,25 ‰ der auf maximal 35 Jahre begrenzten Regelbeitragssumme. Bei den Rentenversicherungen nach Tarif PK bis Tarifwerk 2013 werden die Einzelversicherungen im Wesentlichen mit 40 ‰ und die Kollektivversicherungen mit 20 ‰ der Beitragssumme gezillmert. Im Tarifwerk 2015 werden die Einzelversicherungen im Wesentlichen mit 25 ‰ und die Kollektivversicherungen mit 12,5 ‰ der Beitragssumme gezillmert. Ab 2017 betragen die Zillmersätze bei Einzelversicherungen im Wesentlichen 25 ‰ und bei Kollektivversicherungen 20 ‰ der Beitragssumme. Die dabei zugrunde liegenden Beitragssummen werden auf 40 Jahre begrenzt. Im Tarifwerk 2008 werden die Abschlusskosten bei den Rentenversicherungen nach Tarif PK02 auf die ersten fünf Versicherungsjahre verteilt. Die Abschlusskosten betragen hier bei den Einzelversicherungen im Wesentlichen 40 ‰ und bei den Kollektivversicherungen 20 ‰ der auf maximal 35 Jahre begrenzten Regelbeitragssumme. Aufteilung der Deckungsrückstellung in % in Abhängigkeit von unterschiedlichen Ausscheideordnungen und Zinssätzen für die wesentlichen Anteile des Bestandes
* Die Deckungsrückstellung wurde als der um
19/20 linear interpolierte Wert zwischen den
Deckungsrückstellungen auf Basis von DAV 2004 R -
Bestand und der DAV 2004 R - B20 berechnet.
Die Deckungsrückstellung wird für die vor 2005 abgeschlossenen Rentenversicherungen unter Verwendung der aktuellen Rententafeln DAV 2004 R - Bestand und DAV 2004 R - B20 berechnet. Die Differenz zwischen der resultierenden Deckungsrückstellung und der Deckungsrückstellung gemäß Rechnungsgrundlagen der Prämienkalkulation - gewichtet mit Wahrscheinlichkeiten für die Ausübung des Kapitalwahlrechts und für Storno - wird zusätzlich passiviert. Für Versicherungen des Neubestandes, deren Rechnungszins über dem gemäß § 5 Abs. 3 DeckRV für den Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2022 bestimmten Referenzzins in Höhe von 1,57 % liegt, wird gemäß § 5 Abs. 4 DeckRV die Bilanzdeckungsrückstellung durch eine einzelvertraglich ermittelte zusätzliche Rückstellung (Zinszusatzreserve) unter Ansatz vorsichtiger Storno- und Kapitalwahlwahrscheinlichkeiten erhöht. Die Ermittlungsvorschriften für den Neubestand gemäß DeckRV werden unverändert auch für den Altbestand übernommen. Für Rentenversicherungen, für die bereits im Rahmen einer Rentenneubewertung nach DAV 2004 R zusätzliche Reserven unter Ansatz vorsichtiger Storno- und Kapitalwahlwahrscheinlichkeiten gestellt werden, wurde das Verfahren zur Rentenneubewertung bereits 2011 um die Ermittlung der Zinszusatzreserve erweitert. Die Deckungsrückstellung wird um den Betrag der Beteiligung der Versicherungsnehmer an den Bewertungsreserven erhöht, der für diejenigen Versicherungen mit Fälligkeit der Leistung in 2024 bereits in der Höhe zum 31. Dezember 2023 feststand. Die Anteile des in Rückdeckung gegebenen Geschäfts an der Deckungsrückstellung werden entsprechend der vertraglichen Vereinbarungen angesetzt. Im übernommenen Konsortialgeschäft folgt das Unternehmen dem Konsortialführer bei der Berechnung der Deckungsrückstellung. Rückstellung für noch nicht abgewickelte VersicherungsfälleDie Rückstellung wird für die bis zum Abschlussstichtag gemeldeten bzw. gekündigten und im Geschäftsjahr nicht mehr gezahlten Versicherungsfälle einzeln in Höhe der voraussichtlichen Leistung bzw. in Höhe des Rückkaufswertes ermittelt. Für Leistungsfälle, die bis zum Abschlussstichtag eingetreten, aber erst nach Bestandsfeststellung bekannt geworden sind, wird eine Spätschadenrückstellung in Höhe der Risikobeträge gebildet. Für die nach der Ermittlung bekannt werdenden Fälle wird eine pauschale Korrektur vorgenommen, die aufgrund von Untersuchungen über die in den Vorjahren eingetretenen Spätschadenfälle gebildet wird. Die Position enthält ferner eine Rückstellung für Regulierungsaufwendungen. Das Verfahren ist der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gegenüber festgelegt worden. Anteile von Rückversicherern an der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle liegen nicht vor. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wirdDie Deckungsrückstellung für anwartschaftliche fondsgebundene Rentenversicherungen mit Garantiekomponente (Tarif GIPK) wird einzelvertraglich retrospektiv ermittelt. Die Fortschreibung erfolgt monatlich, indem die gezahlten Beiträge gutgeschrieben und Risiko- und Kostenanteile entnommen werden. Das vorhandene Guthaben entspricht mindestens dem nach der prospektiven Methode ermittelten Wert der Garantie. Die Einzelversicherungen bis Tarifwerk 2013 werden im Wesentlichen mit 40 ‰ und die Kollektivversicherungen mit 20 ‰ der Beitragssumme gezillmert. Im Tarifwerk 2015 werden die Einzelversicherungen im Wesentlichen mit 25 ‰ und die Kollektivversicherungen mit 12,5 ‰ der Beitragssumme gezillmert. Ab dem Tarifwerk 2017 betragen die Zillmersätze bei Einzelversicherungen im Wesentlichen 25 ‰ und bei Kollektivversicherungen 20 ‰ der Beitragssumme. Die dabei zugrunde liegende Beitragssumme wird auf 40 Jahre begrenzt. Die übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen, bei denen das Anlagerisiko vom Versicherungsnehmer getragen wird, werden einzelvertraglich ermittelt. Die Rückstellungen werden in Anteileinheiten der für den jeweiligen Vertrag gewählten Fonds geführt. Im Jahresabschluss wird der Zeitwert der Fondsanteile passiviert. Andere Rückstellungen• SteuerrückstellungenDie Steuerrückstellungen werden nach ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme ermittelt und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Mindeststeuergesetz (MinStG)Das Unternehmen ist Bestandteil einer Mindeststeuergruppe (§ 3 MinStG). Gruppenträger der Mindeststeuergruppe ist die SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G. Der Gruppenträger wird die Übergangsregelung bei untergeordneter internationaler Tätigkeit (§ 83 MinStG) in Anspruch nehmen. Hierdurch ergibt sich in den ersten fünf Jahren eine Befreiung von der Mindeststeuer. • Sonstige RückstellungenAlle sonstige Rückstellungen werden nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt und - soweit die Laufzeiten mehr als ein Jahr betragen - gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen VersicherungsgeschäftDie Depotverbindlichkeiten ergeben sich aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft und werden zum Bilanzstichtag aufgrund der vertraglichen Regelungen zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Der gesamte Wert entfällt auf Depotverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Andere VerbindlichkeitenDie Passivierung der Verbindlichkeiten wird gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit den Erfüllungsbeträgen vorgenommen. Passive RechnungsabgrenzungspostenVorausgezahlte Zinsen werden zeitanteilig ermittelt, Disagiobeträge aus Namensschuldverschreibungen werden linear aufgelöst. Passive latente SteuernLatente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB bilanziell nicht angesetzt wird. KonsortialgeschäftIm übernommenen Konsortialgeschäft werden die von den federführenden Gesellschaften übernommenen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung für unseren Anteil den entsprechenden Jahresabschlussposten zugeordnet. Soweit diese Angaben bis zum Meldeschluss nicht vorliegen, werden die anteiligen Positionen aus dem Konsortialgeschäft um ein Jahr zeitversetzt gebucht. Entwicklung der Aktivposten B, C I bis III im Geschäftsjahr 2023
Erläuterungen zur Bilanz zum 31. Dezember 2023
Für börsennotierte Kapitalanlagen werden grundsätzlich die Kurswerte zum letzten Börsentag vor dem Abschlussstichtag zugrunde gelegt. Investmentanteile werden mit den von den Fondsgesellschaften mitgeteilten Rücknahmekursen angesetzt. Für börsennotierte Inhaberpapiere, die nicht an einem aktiven Markt gehandelt werden, werden die Zeitwerte mittels der Discounted Cash Flow-Methode ermittelt. Sowohl für die zum Nennwert bilanzierten Namensschuldverschreibungen als auch für die zu Anschaffungskosten bilanzierten Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen, übrigen Ausleihungen sowie die nicht notierten Zero-Schuldscheinforderungen und Zero-Namensschuldverschreibungen werden die Zeitwerte mittels der Discounted Cash Flow-Methode ermittelt. Im Bilanzposten C.III.3. befinden sich Anlagen mit stillen Lasten. Diese betragen in Summe 10.252.441 EUR und betreffen einen Teilbestand mit einem Buchwert von 64.184.451 EUR und einem beizulegenden Zeitwert von 53.932.010 EUR. Die betreffenden Darlehen verbleiben planmäßig bis zu ihrer Fälligkeit im Bestand. Bei keinem Darlehen wird ein Forderungsausfall erwartet. Somit ist die Wertminderung als nicht dauerhaft zu betrachten. Die unsaldierten stillen Lasten betragen im Bilanzposten C.III.4.a) 79.517.235 EUR bei einem Buchwert von 509.199.505 EUR und einem beizulegenden Zeitwert von 429.682.270 EUR, im Bilanzposten C.III.4.b) 9.028.946 EUR bei einem Buchwert von 79.200.000 EUR und einem beizulegenden Zeitwert von 70.171.054 EUR und im Bilanzposten C.III.4.d) 36.614 EUR bei einem Buchwert von 2.008.564 EUR und einem beizulegenden Zeitwert von 1.971.949 EUR. Die betreffenden Papiere verbleiben planmäßig bis zu ihrer Fälligkeit im Bestand. Bei keinem Papier wird ein Forderungsausfall erwartet. Somit ist die Wertminderung als nicht dauerhaft zu betrachten. Die Zeitwerte der zum Nennwert bilanzierten Einlagen bei Kreditinstituten entsprechen jeweils den fortgeführten Anschaffungskosten. Derivative FinanzinstrumenteArt und Umfang sowie beizulegender Zeitwert (§ 285 Satz 1 Nr. 19 HGB)Das Unternehmen hat drei Verpflichtungen zur Abnahme von Namensschuldverschreibungen zu feststehenden Konditionen an die Landesbank Hessen-Thüringen verkauft. Die erhaltenen Optionsprämien wurden mit 2.109.091 EUR passiviert und werden bei Ausübung der Optionen verrechnet. Die Höhe der Abnahmeverpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag 20.000.000 EUR und ist in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten. Die Optionen haben zum Bilanzstichtag einen Zeitwert von -654.761 EUR, der mittels des Optionspreismodells nach Hull/White ermittelt wurde. Eine Rückstellung aus drohenden Verlusten ist zum Bilanzstichtag nicht zu bilden, da die Absicht und Fähigkeit besteht, die angedienten Tranchen bis zur Fälligkeit zu halten und voraussichtlich keine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Die angedienten Tranchen werden wie Anlagevermögen bewertet.
Die Aufstellung enthält abweichend von der Vorgabe des § 285 Nr. 26 HGB auch Fonds mit einer Anteilsquote unter 10 %. Es handelt sich hierbei um die Fonds HANSAliquid mit 5,0 % und HANSAinfrastruktur mit 6,5 %. Die oben aufgeführten Fonds können börsentäglich zurückgegeben werden. Einzahlungsverpflichtungen lagen im Geschäftsjahr nicht vor. Mit Ausnahme des Spezialfonds SI Best Invest sind die Fonds mit einem Buchwert von 539.748.128 EUR gemäß der Möglichkeit des § 341b Abs. 2 zweiter Halbsatz HGB dem Anlagevermögen zugeordnet. Die Bewertung erfolgt daher für diese Fonds nach dem gemilderten Niederstwertprinzip. Der beizulegende Wert des Investmentvermögens ergibt sich dabei grundsätzlich aus der Bewertung der Einzeltitel mittels anerkannter Bewertungsmodelle und in Abhängigkeit von der Strategie des jeweiligen Fonds unter Anwendung von Sicherheitsabschlägen und Korrekturfaktoren. Die Summe dieser Einzelwerte hat bei einzelnen Wertpapierspezialfonds einen niedrigeren beizulegenden Wert zum Stichtag ergeben. Daher wurde beim Fonds HANSAinfrastruktur eine Abschreibung in Höhe von 456.922 EUR und beim Fonds AEAM Dutch Mortgage Fund 2 eine Abschreibung in Höhe von 11.883 EUR vorgenommen. Die verbleibenden stillen Lasten in diesem Portfolio betragen 68.668.851 EUR bei einem Buchwert von 539.748.128 EUR und einem beizulegenden Zeitwert von 471.079.277 EUR. Diese stillen Lasten werden als nicht dauerhaft betrachtet. Der dem Umlaufvermögen zugeordnete Fonds wurde nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Die nach Anwendung des § 341b Abs. 2 HGB wie Anlagevermögen bewerteten Spezialfonds sind primär auf die Erwirtschaftung von laufenden Erträgen ausgerichtet und tragen zur Erreichung des passivseitigen Zinserfordernisses bei. C. III. 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche WertpapiereWeiterhin sind Inhaberschuldverschreibungen, die dem Unternehmen dauerhaft dienen sollen, gemäß der Möglichkeit des § 341b Abs. 2 zweiter Halbsatz HGB dem Anlagevermögen zugeordnet. Es handelt sich hierbei um Papiere mit einem Buchwert von 888.560.813 EUR. Im Geschäftsjahr wurde eine Anleihe auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die verbleibenden stillen Lasten in diesem Portfolio betragen 147.299.430 EUR und betreffen einen Teilbestand mit einem Buchwert von 773.484.753 EUR und einem beizulegenden Zeitwert von 626.185.322 EUR. Die betreffenden Papiere verbleiben planmäßig bis zu ihrer Fälligkeit im Bestand. In keinem Fall wird ein Forderungsausfall erwartet. Die Wertminderung wird daher als nicht dauerhaft angesehen.
Passivseite
Der Fonds für Schlussüberschussanteile und der Fonds für die Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven wurden für die bis zum 31. Dezember 2005 abgeschlossenen Versicherungsverträge entsprechend den in den genehmigten Geschäftsplänen dargelegten Methoden ermittelt. Für die Verträge des Tarifprogramms PK11 wurden der Schlussüberschussanteilfonds und der Fonds für die Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven einzelvertraglich prospektiv unter impliziter Berücksichtigung der Ausscheidewahrscheinlichkeiten mit einem Zinssatz für die Diskontierung von 0,25 % für Rententarife und Berufsunfähigkeitstarife berechnet. Der Fonds für Schlussüberschussanteile und der Fonds für die Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven der Rentenversicherungen nach Tarif PK02 wurden einzelvertraglich in Höhe der sich nach Maßgabe der geltenden Deklaration ergebenen anteiligen Anwartschaften mit einer Diskontierung von 5,0 % als implizite Berücksichtigung von Ausscheidewahrscheinlichkeiten für jedes Jahr der noch verbleibenden Wartefrist berechnet. Für die ab dem 1. Januar 2006 abgeschlossenen Verträge des Neubestandes wurden der Fonds für Schlussüberschussanteile und der Fonds für die Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven unter Beachtung von § 28 Abs. 7 RechVersV berechnet. Für die deregulierten Verträge des Tarifprogramms PK11 sowie die Rentenversicherungen nach Tarif PK wurden der Schlussüberschussanteilfonds und der Fonds für die Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven einzelvertraglich als abgezinster anteiliger Endwert der Schlussüberschussanteile zum regulären Fälligkeitstermin berechnet. Der Zinssatz für die Diskontierung wurde unter impliziter Berücksichtigung von Ausscheidewahrscheinlichkeiten mit 0,25 % für Rententarife und Berufsunfähigkeitstarife angesetzt. Für die deregulierten Rentenversicherungen nach Tarif PK02 wurden der Fonds für Schlussüberschussanteile und der Fonds für die Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven unter Beachtung von § 28 Abs. 7e RechVersV einzelvertraglich in Höhe der sich nach Maßgabe der geltenden Deklaration ergebenen anteiligen Anwartschaften mit einer Diskontierung von 5,0 % als implizite Berücksichtigung von Ausscheidewahrscheinlichkeiten für jedes Jahr der noch verbleibenden Wartefrist berechnet.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personal-Aufwendungen
Sonstige AngabenGesamtbezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrates, gewährte KrediteDie Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes für das Geschäftsjahr beliefen sich auf 70,0 TEUR (Vorjahr: 70,0 TEUR). Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten für ihre Tätigkeit 98,5 TEUR (Vorjahr: 95,2 TEUR). An Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates wurden keine Kredite gewährt. Gesamthonorar AbschlussprüferAuf die Angaben über das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar gemäß § 285 Nr. 17 HGB wurde verzichtet, da die Angaben im Konzernabschluss der SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a.G. enthalten sind. Honorare für andere Bestätigungsleistungen betreffen die Prüfung zur Meldung gemäß SichLVFinV an den Sicherungsfonds. MitarbeitendeUnser Unternehmen beschäftigt kein eigenes Personal. Sämtliche betriebliche Funktionen werden durch andere Unternehmen der SIGNAL IDUNA Gruppe wahrgenommen. Grundlage hierfür sind Ausgliederungs- und Generalagenturverträge. In der SIGNAL IDUNA Gruppe betrug in 2023 die durchschnittliche Anzahl der angestellten Innen- und Außendienstmitarbeitenden 8.173 (Vorjahr: 7.950). Außerdem waren 2.871 (Vorjahr: 2.920) selbstständige Ausschließlichkeitsagenturen tätig. Haftungsverhältnisse und Sonstige finanzielle VerpflichtungenUnser Unternehmen ist gemäß §§ 221 ff. VAG Mitglied des Sicherungsfonds für die Lebensversicherer. Der Sicherungsfonds erhebt auf Grundlage der Sicherungsfonds-Finanzierungs-Verordnung jährliche Beiträge von 0,2 ‰ der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen, bis ein Sicherungsvermögen von 1 ‰ der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen aufgebaut ist. Der Sicherungsfonds kann darüber hinaus Sonderbeiträge in Höhe von weiteren 1 ‰ der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen erheben; dies entspricht einer Verpflichtung von 2,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1,3 Mio. EUR). Zusätzlich hat sich unser Unternehmen verpflichtet, dem Sicherungsfonds oder alternativ der Protektor Lebensversicherung-AG finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, sofern die Mittel des Sicherungsfonds bei einem Sanierungsfall nicht ausreichen. Die Verpflichtung beträgt 1 % der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen unter Anrechnung der zu diesem Zeitpunkt bereits an den Sicherungsfonds geleisteten Beiträge. Unter Einschluss der oben genannten Einzahlungsverpflichtungen aus den Beitragszahlungen an den Sicherungsfonds beträgt die Gesamtverpflichtung zum Bilanzstichtag 18,4 Mio. EUR (Vorjahr: 12,1 Mio. EUR). Derzeit ist der Eintritt eines Sanierungsfalls für den Sicherungsfonds für Lebensversicherer nicht absehbar. Deshalb ist mit einer Inanspruchnahme aus den Eventualverbindlichkeiten nicht zu rechnen. Weiterhin bestehen zum Ende des Geschäftsjahres Einzahlungsverpflichtungen aus Andienungsrechten der Emittenten für Multitranchen in Höhe von 40,0 Mio. EUR (Vorjahr: 60,0 Mio. EUR). Es liegen unverändert zum Vorjahr keine Verpflichtungen aus Vorverkäufen und Vorkäufen von festverzinslichen Wertpapieren vor. Bei Hypothekendarlehen bestehen zum Bilanzstichtag noch offene Auszahlungsverpflichtungen an Darlehensnehmer aus unwiderruflichen Kreditzusagen für den Bau, Kauf und Renovierung von Immobilien in Höhe von 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: 7,5 Mio. EUR). Wir gehen davon aus, dass diese kurzfristig in Anspruch genommen werden. Es bestehen Zahlungsverpflichtungen im Rahmen von Projektfinanzierungen von 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR), die sukzessive nach Erfüllung der Auszahlungsbedingungen fällig werden. Weitere Einzahlungsverpflichtungen bestanden im Geschäftsjahr nicht. Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und PersonenIm Berichtszeitraum wurden mit nahestehenden Unternehmen und Personen keine marktunüblichen Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 21 HGB getätigt. NachtragsberichtÜber weitere Ereignisse von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, ist nichts zu berichten. OrganeAufsichtsrat
Vorstand
Verantwortlicher Aktuar
Treuhänder für das Sicherungsvermögen
Abschlussprüfer
KonzernangabenDie SIGNAL IDUNA Holding Aktiengesellschaft, Dortmund, hat uns, SIGNAL IDUNA Pensionskasse Aktiengesellschaft, Hamburg (Amtsgericht Hamburg, Handelsregisternummer HRB 100052), gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass sie zu 100 % am Grundkapital unseres Unternehmens beteiligt ist. Das Grundkapital von 3.000.000,00 EUR ist voll eingezahlt. Wir sind aufgrund des Beteiligungsverhältnisses ein von der SIGNAL IDUNA Holding Aktiengesellschaft, Dortmund, abhängiges Unternehmen. Gemäß § 290 HGB wird unser Unternehmen in den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht der SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a.G., Hamburg, einbezogen. Die SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G., Hamburg, stellt den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht und beim Unternehmensregister am Geschäftssitz hinterlegt. Zur SIGNAL IDUNA Gruppe gehören folgende Unternehmen:
Sie stehen unter einheitlicher Leitung und bilden deshalb einen Konzern nach Aktiengesetz.
Hamburg, 14. März 2024 Der Vorstand Daniel-Alexander Windt Dr. Sven Grönewäller Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SIGNAL IDUNA Pensionskasse Aktiengesellschaft, Hamburg Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der SIGNAL IDUNA Pensionskasse Aktiengesellschaft, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SIGNAL IDUNA Pensionskasse Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften bei der Bildung unseres Prüfungsurteils zum Lagebericht nicht berücksichtigt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts. Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Jahresabschluss, die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Unternehmens vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Unternehmens zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Unternehmens vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im Internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 6. Mai 2024 KPMG
AG
Dr. Hasenburg, Wirtschaftsprüfer Haarstrich, Wirtschaftsprüferin Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat während des Berichtsjahres die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat sich insbesondere vom Vorstand während des Geschäftsjahres regelmäßig über die Geschäftsentwicklung, die Risiken und die finanzielle Situation sowie über die Lage des Unternehmens schriftlich und mündlich unterrichten lassen und die Geschäftsführung des Vorstandes überwacht. In seinen Sitzungen informierte sich der Aufsichtsrat eingehend über die geschäftlichen Aktivitäten des Unternehmens und fasste die notwendigen Beschlüsse. Der verantwortliche Aktuar hat in der Bilanzaufsichtsratssitzung über die wesentlichen Ergebnisse seines Erläuterungsberichts zur versicherungsmathematischen Bestätigung berichtet. Der Aufsichtsrat hat den Erläuterungsbericht des verantwortlichen Aktuars und dessen Ausführungen zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Abschlussprüfer, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und den Lagebericht geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2023 vorgelegte Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG ist von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, ebenfalls geprüft worden. Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers hat folgenden Wortlaut: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung des Unternehmens nicht unangemessen hoch war." Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsbericht zur Kenntnis genommen und stimmt dem Ergebnis der Prüfungen zu. Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen lagen dem Aufsichtsrat vor und sind von ihm geprüft worden. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind Einwendungen nicht zu erheben. Dies gilt auch für die Erklärungen des Vorstandes im Lagebericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist. Dem Vorstand und allen Mitarbeitenden der SIGNAL IDUNA Gruppe gilt der Dank des Aufsichtsrates für die im Jahre 2023 geleistete Arbeit.
Hamburg, 27. Juni 2024 Der Aufsichtsrat Clemens Vatter Dr. Peter Achten Sabine Hagmann Hans-Joachim Hering Klaus Hofmann Martin Reinhardt Stephan Tromp Robert Wüst Daniela Rode Roland Ermer Lothar Hellmann Jürgen Hinkelmann Michael Lutter Gerhard Schenk Jens Dirk Wohlfeil Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer 2023Auf den nachfolgenden Seiten werden für den Bestand der SIGNAL IDUNA Pensionskasse Aktiengesellschaft (SIGNAL IDUNA Pensionskasse) die Erläuterungen zur Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer aufgeführt (siehe Kapitel I) sowie die Überschussanteilsätze für Zuteilungen im Geschäftsjahr 2023 festgesetzt (siehe Kapitel II). Der Bestand der SIGNAL IDUNA Pensionskasse gliedert sich in 3 Teile:
I. Erläuterungen zur Überschussbeteiligung der VersicherungsnehmerGemäß Versicherungsvertragsgesetz setzt sich die Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer zusammen aus der Beteiligung am Überschuss und der Beteiligung an den Bewertungsreserven. Die Ermittlung der auf alle überschussberechtigten Versicherungsverträge entfallenden Kapital-, Risiko- und übrigen Erträge und die Beteiligung der überschussberechtigten Versicherungsverträge an diesen Erträgen erfolgen nach den gesetzlichen Regelungen (Mindestzuführungsverordnung). Alle überschussberechtigten Versicherungsverträge werden an der Hälfte der verteilungsfähigen Bewertungsreserven beteiligt. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 beträgt die verteilungsfähige Bewertungsreserve 0 EUR. Die im Jahr 2023 für alle Versicherungsverträge fällige Beteiligung am Überschuss und die Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven werden der Rückstellung für Beitragsrückerstattung entnommen. Die über die Mindestbeteiligung hinausgehende Beteiligung an den Bewertungsreserven wird als Direktgutschrift gewährt. Für den einzelnen Versicherungsvertrag setzt sich i.d.R. die Beteiligung am Überschuss zusammen aus: laufenden Überschussanteilen in Form von
sowie einem Schlussüberschussanteil bei Beendigung des Vertrages. Eine Zuteilung der Beteiligung an den Bewertungsreserven für den einzelnen Versicherungsvertrag erfolgt bei Beendigung der Versicherung. Kapitalbildenden Versicherungen, die einen Schlussüberschussanteil erhalten, wird eine Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven gewährt, die auf die Beteiligung an den Bewertungsreserven angerechnet wird. Die Überschussanteile werden i.d.R. gemäß der mit dem Versicherungsnehmer vereinbarten Überschussverwendung verwendet. Die Bemessungsgrößen und Zuteilungszeitpunkte für die Überschussanteilsätze sind für Versicherungen gemäß Teil A und B in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen und für Versicherungen gemäß Teil C im Geschäftsplan der jeweiligen Produkte beschrieben. In Kapitel II verwendete Abkürzungen und Fachbegriffe werden im Glossar erläutert. II. Überschussanteilsätze für Zuteilungen im Geschäftsjahr 2023A Versicherungen der für das Neugeschäft offenen Produktgenerationen1 Konventionelle Rentenversicherungen SI Pensionskassenversorgung inkl. Hinterbliebenenrenten- und Waisenrenten-Zusatzversicherungen1.1 Laufende Überschussanteile
1.2 Schlussüberschussanteile und Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven
1 Der Diskontierungszinssatz bei vorzeitiger
Fälligkeit des Schlussüberschusses beträgt
10%.
2 Fondsgebundene Rentenversicherungen SIGGI Pensionskassenversorgung inkl. Hinterbliebenenrenten Zusatzversicherungen und SI Betriebsrente+2.1 Laufende Überschussanteile
2.2 Schlussüberschussanteile und Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven
1 Der Diskontierungszinssatz bei vorzeitiger
Fälligkeit des Schlussüberschusses beträgt
10%.
2.3 Fondsindividueller Überschussanteil
3 Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen
1 In % des verzinslichen Ansammlungsguthaben.
B Versicherungen der geschlossenen Produktgenerationen ab 2006 bis 20211 Konventionelle Rentenversicherungen1.1 SI Pensionskassenversorgung inkl. Hinterbliebenenrenten- und Waisenrenten-Zusatzversicherungen1.1.1 Laufende Überschussanteile
1.1.2 Schlussüberschussanteile und Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven
1 Der Diskontierungszinssatz bei vorzeitiger
Fälligkeit des Schlussüberschusses beträgt
10%.
1.2 Plus-Rente inkl. Hinterbliebenenrenten- und Waisenrenten-Zusatzversicherungen1.2.1 Laufende Überschussanteile
1.2.2 Schlussüberschussanteile und Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven
1 Für Versicherungen mit Beginn in 2008
gilt: Der Schlussüberschussanteil beträgt das
Maximum des ausgewiesenen Wertes und 0,01 685% des für
jedes Jahr aufsummierten und mit dem Rechnungszins
verzinsten Betrages des Deckungskapitals bei Rentenbeginn
vermindert um 0,0002% für jedes Jahr, das die
Ansparzeit über 20 Jahren liegt. Der
Diskontierungszinssatz bei vorzeitiger Fälligkeit des
Schlussüberschusses beträgt 7%. Für die
Überschussverwendung Fondsanlage wird der
Schlussüberschussanteil auf 70% reduziert.
1.3 Aufbau-Rente1.3.1 Laufende Überschussanteile
1 Nur für Versicherungen, zu denen im
jeweiligen Kalenderjahr keine Hinterbliebenen- oder
Waisenrente mitversichert ist.
1.3.2. Schlussüberschussanteile und Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven
2. Fondsgebundene Rentenversicherungen SIGGI Pensionskassenversorgung und SI Betriebsrente+ inkl. Hinterbliebenenrenten- und Waisenrenten-Zusatzversicherungen2.1 Laufende Überschussanteile
2.2 Schlussüberschussanteile und Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven
1 Der Diskontierungszinssatz bei vorzeitiger
Fälligkeit des Schlussüberschusses beträgt
10%.
2.3 Fondsindividueller Überschussanteil
2.4 Schlusszahlung
1 Der Diskontierungszinssatz bei vorzeitiger
Fälligkeit der Schlusszahlung beträgt 10%.
3 Zusatzversicherungen3.1 (Premium) Berufsunfähigkeits-, Erwerbsunfähigkeits- und Kombinierte Berufs- und Erwerbsunfähigkeits-Zusatzversicherungen
1 Für beitragspflichtige Bestandteile bzw.
in der beitragspflichtigen Anwartschaftszeit in % des
verzinslichen Ansammlungsguthabens.
3.2 Sterbegeld-Zusatzversicherungen
C Versicherungen der Tarifwerke bis einschließlich 20051 Konventionelle Rentenversicherungen1.1 Plus-Rente inkl. Hinterbliebenenrenten- und Waisenrenten-Zusatzversicherungen1.1.1 Laufende Überschussanteile
1.1.2 Schlussüberschussanteile und Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven
1.2 Aufbau-Rente1.2.1 Laufende Überschussanteile
1 Nur für Versicherungen, zu denen im
jeweiligen Kalenderjahr keine Hinterbliebenen- oder
Waisenrente mitversichert ist.
1.2.2 Schlussüberschussanteile und Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven
2 Zusatzversicherungen2.1 Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen
1 Der Diskontierungszinssatz bei vorzeitiger
Fälligkeit des Schlussüberschusses beträgt
7%.
2.2 Sterbegeld-Zusatzversicherungen
Glossar
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Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
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