Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 2885
Eingetragen
21.8.1991
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
An- und Verkauf von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen; Angebot von Service und Reparatur von Kraftfahrzeugen jeder Art, Handel und Verkauf von Teilen und Zubehör von Kraftfahrzeugen, Versicherungsvermittlung sowie Vermietung von Kraftfahrzeugen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Diana Polster
seit 2.7.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Diana Polster
Limbach-Oberfrohna
368 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autohaus Lohs GmbH

Limbach-Oberfrohna

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

AUTOHAUS LOHS GMBH, LIMBACH-OBERFROHNA LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. Wirtschaftsbericht

1. Branchen- und wirtschaftliche Situation im Kfz-Handel und -Gewerbe

Das Jahr 2023 war für alle Akteure der Autobranche ein schwieriges Jahr. Die politischen Rahmenbedingungen waren für die Automobilbranche suboptimal, die Automobilhersteller mussten mit rückläufigen Bestellungen kämpfen und der Handel hatte nach zwei Jahren des Mangels nun plötzlich ein Überangebot an teuren Fahrzeugen. Dazwischen stand der Endverbraucher mit seinen finanziellen Nöten und seinem weiterhin hohen Bedarf an individueller Mobilität. Jedoch ist die Lust auf ein neues Automobil bei den Endverbrauchern gerade eher verhalten, ganz zu schweigen vom Umstieg auf E-Mobilität.

Nach einem sehr schwachen Autojahr 2022 konnte sich der Markt 2023 leicht erholen. Die Neuzulassungen und Besitzumschreibungen wuchsen um 7 % gegenüber dem Vorjahr. Das Kraftfahrtbundesamt verzeichnete insgesamt Mio. 2,84 Neuzulassungen. Zwei Drittel davon waren gewerblich zugelassene Neuwagen. Die Besitzumschreibungen beliefen sich auf Mio. 6,03.

Auf dem Neu- und Gebrauchtwagenmarkt machte sich die generell starke Kaufzurückhaltung im Jahr 2023 bemerkbar. Viele Menschen haben aus finanziellen Gründen den Autokauf verschoben. Diese generelle Zurückhaltung könnte auch durch die kritische Sicht der Endverbraucher auf das Thema E-Mobilität beeinflusst worden sein.

Der Hochlauf beim Thema Elektromobilität kam 2023 nur langsam voran. Die beliebteste Antriebsart 2023 blieben die Verbrenner - bei Neu- und Gebrauchtwagen.

Der Durchschnittspreis eines Gebrauchtwagens war im Jahr 2023 leicht rückläufig. Er lag in diesem Jahr bei EUR 18.620 (Vorjahr: EUR 18.800). Das Internet spielt seit Jahren eine elementare Rolle. Bei den Online-Quellen stehen weiterhin die Online-Verkaufsplattformen mit deutlichem Abstand zu allen weiteren Informationsquellen ganz oben. An der Spitze der Offline-Quellen standen die Gespräche mit dem persönlichen Umfeld.

Ein Neuwagen hatte einen durchschnittlichen Preis von EUR 44.630 (Vorjahr: EUR 42.790). Dies entspricht einer Steigerung von 4 %. Auch hier standen die Gespräche im persönlichen Umfeld an erster Stelle bei den Offline-Quellen und löste damit die Probefahrt an der Spitze ab. Bei den Online-Quellen stehen der Fahrzeugkonfigurator der Hersteller und die Online-Verkaufsplattformen an erster Stelle. Videos und die sozialen Medien sind die Aufsteiger unter den Online-Quellen.

Das Geschäft mit Serviceleistungen und Teilen gilt seit Jahren als wesentliche Ertragsquelle. Wartungsarbeiten an PKW sind in ihrer Bedeutung gestiegen. Der Endverbraucher beauftragte im Jahr 2023 in hohem Maße die Werkstätten mit den Arbeiten an seinem PKW. Die PKW werden deutlich länger gehalten und damit auch häufiger zu einer Inspektion gebracht.

Das Wartungsbewusstsein der Kunden ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Der Wartungsaufwand pro Fahrzeug ist in 2023 auf EUR 357 im Vergleich zu EUR 329 in 2022 gestiegen. Der durchschnittliche Reparaturkostenaufwand pro Fahrzeug liegt in 2023 bei EUR 178 (Vorjahr: EUR 153).

2. Geschäftsverlauf

Das im Vorjahr geplante Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 150 wurde um TEUR 208 überschritten. Dies ist im Wesentlichen in besseren Deckungsbeiträgen in den Bereichen Neu- und Gebrauchtwagen und in höheren Bonus und Provisionszahlungen begründet.

3. Lage

a) Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um 13,8 %, die Sonstigen betrieblichen Erträge um 26,0 % gestiegen. Der Materialaufwand ist um 15,0 % gestiegen.

2023 2022 2021
TEUR % TEUR % TEUR %
Rohergebnis 6.315,3 31,6 5.671,9 32,3 4.854,7 29,8
Vorsteuerergebnis 358,2 1,7 312,3 1,8 282,7 1,8
Jahresüberschuss 273,4 1,3 216,7 1,3 191,5 1,2

Die Prozentangaben beziehen sich auf das Verhältnis zur Gesamtleistung.

b) Finanzlage

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 1.171 1.231
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.504 -1.626
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 399 474
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands 66 79

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit liegt mit TEUR -1.504 unter, dem Niveau des Vorjahres. Die Zugänge im Sachanlagevermögen sind vorwiegend in den Bereichen Vorführwagen (TEUR 24.095,14) und Euromobile (TEUR 266) sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 138) und technische Anlagen und Maschinen (TEUR 84) zu verzeichnen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf TEUR 399 (Vorjahr: TEUR 474). Die bestehenden Kredite wurden plangemäß getilgt (TEUR 6.504,00). Für Neuanschaffungen wurden im Berichtsjahr insgesamt TEUR 8.439,00 neue Verbindlichkeiten aufgenommen.

Insgesamt hat sich der Bestand an liquiden Mittel um TEUR 66 erhöht.

Die Liquiditätslage war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit stabil und die Zahlungsfähigkeit ganzjährig gesichert.

c) Vermögenslage

31.12.2023 31.12.2022 31.12.2021
TEUR % TEUR % TEUR %
Langfristige Vermögenswerte 3.936,0 40,8 3.746,6 44,4 3.567,7 50,2
Kurzfristige Vermögenswerte 5.713,3 59,2 4.686,0 55,6 3.538,5 49,8
Bilanzsumme Aktiva 9.649,3 100,0 8.432,6 100,0 7.106,2 100,0
Eigenkapital 2.369,8 24,6 2.146,3 25,5 1.929,6 27,2
Rückstellungen 1.550,4 16,0 1.215,3 14,4 802,6 11,3
Mittelfristiges Fremdkapital 233,0 2,4 242,1 2,9 279,4 3,9
Langfristiges Fremdkapital 0,0 0,0 8,0 0,1 0,0 0,0
Kurzfristiges Fremdkapital 5.496,1 57,0 4.820,9 57,1 4.094,6 57,6
Bilanzsumme Passiva 9.649,3 100,0 8.432,6 100,0 7.106,2 100,0

Wesentlicher Bestandteil des Vorratsvermögens ist der Neu- und Gebrauchtwagenbestand. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Gebrauchtwagenbestand um TEUR 137 gestiegen. Der Neuwagenbestand ist um TEUR 897 gestiegen.

Die Eigenkapitalquote ist von 25,5 % im Vorjahr aufgrund der steigenden Bilanzsumme um 0,9 % auf 24,6 % im Berichtsjahr gesunken.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die wichtigsten Steuerungsgrößen der letzten Geschäftsjahre werden im Folgenden dargestellt:

2023 2022 2021
TEUR TEUR TEUR
Rohergebnis 6.315,3 5.671,9 4.854,7
EBIT 618,4 470,4 434,0
Jahresüberschuss 273,4 216,7 191,5
2023 2022 2021
Anlagenintensität 40,8 % 44,4 % 50,2 %
Eigenkapitalquote 24,6 % 25,5 % 27,2 %
Verschuldungsgrad 75,4 % 74,5 % 72,8 %

Zur Gewährleistung eines hohen Qualifikationsniveaus bei den Mitarbeitern wird in die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung investiert.

Die Motivation der Mitarbeiter durch die Beteiligung am betrieblichen Erfolg ist ein bedeutender Faktor zur Sicherung der zukünftigen erfolgreichen Entwicklung des Unternehmens.

II. Prognosebericht

Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft wird positiv beurteilt.

Für das Jahr 2024 sind Umsatzerlöse in Höhe von ca. TEUR 20.000 und ein Ergebnis in Höhe von ca. TEUR 350 vor Steuern geplant.

Die Geschäftsführerin geht davon aus, dass die dargestellten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren in 2024 in etwa dem Vorjahresniveau entsprechen werden.

Reparatur und Wartung sind nach wie vor wichtige Umsatzträger. Betrachtet man die Quellen der Wertschöpfung des Unternehmens, so zeigt sich, dass diese zu 40 % dem Handel und zu 60 % dem Service zuzuordnen sind.

Bezüglich der Darstellung der Risiken wird auf den Risikobericht verwiesen.

III. Chancen- und Risikobericht

Es sind zurzeit keine Risiken für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens zu sehen, welche eine Bestandsgefährdung hervorrufen könnten.

Aus heutiger Sicht bestehen folgende interne und externe Chancen und Risiken für die Autohaus Lohs GmbH:

Handel

Die Risiken aufgrund der Entwicklungen um den Dieselmotor bestehen weiterhin. Die ursprünglich kalkulierten Leasing-Restwerte, insbesondere von Euro-5-Dieseln, sind markenübergreifend nicht mehr zu halten. Aufgrund des Wertverlusts der Leasing-Rückläufer mit Dieselmotoren können hohe Kosten entstehen. Das Risiko ist aufgrund der derzeitigen Marktlage aktuell nicht akut.

Rücknahmegarantien für Fahrzeuge aus Leasinggeschäften stellen nach wie vor ein Liquiditätsrisiko dar. Um das Volumen dieser Leasingrückläufer zu minimieren, verzichtet die Autohaus Lohs GmbH auf einen Teil der von der Leasinggesellschaft gezahlten Provisionen und muss im Gegenzug diese Fahrzeuge nicht zurücknehmen. Andererseits wurde das Gebrauchtwagenmanagement dahingehend verbessert, dass zwischen Ankauf und Verkauf des Leasingrückläufers durch die Vermarktung in Online-Börsen nur sehr wenig Zeit vergeht.

Finanzierte Fahrzeugbestände (ehemalige Vorführ-, Lager- und Mietwagen) sind bei längeren Standzeiten (> 180 Tage) mit regelmäßigen Abschlagszahlungen der finanzierenden Banken behaftet. Dies kostet das Unternehmen Liquidität. Die Standtage sollen auf durchschnittlich 80 Tage bei Gebrauchtwagen gesenkt werden. Im Berichtsjahr beliefen sich die Standtage auf durchschnittlich mehr als 120 Tage.

Weitere Risiken liegen in den folgenden Themenbereichen:

zukünftige Investitionen in die E-Mobilität (Ladeinfrastruktur, Werkzeuge, Mitarbeiterschulungen);

vermehrter Direktvertrieb durch den Hersteller;

Reduzierung der Händlerstandorte;

Veränderungen bei den Bonus- und Margensystemen;

Lieferengpässe bei den Neuwagen;

Knappheit auf dem Gebrauchtwagenmarkt.

Sowohl für Neu- als auch für Gebrauchtwagenkäufer ist das Internet eine entscheidende Quelle für die Beschaffung von Fahrzeugen. Aus diesem Grund muss auf den Internetauftritt des Unternehmens und auf die Positionierung der eigenen Fahrzeugangebote im Internet verstärktes Augenmerk gelegt werden.

Handel und Service

Es werden 65 % der Umsätze im Fahrzeughandel und ca. 35 % im Service getätigt. Der Verlust von Großkunden könnte zu einem starken Umsatzrückgang führen. Deshalb ist auf diesen sehr sensiblen Bereich besonderes Augenmerk zu richten. Im Großkundenservicebereich müssen Verantwortlichkeiten eingerichtet werden, welche eine dauerhaft gute und aktive Betreuung der Großkunden garantiert.

Der zukünftige Ausbau der E-Mobilität führt zu wesentlich weniger umfangreichen Wartungsarbeiten und damit zu einem erheblichen Rückgang des After-Sales-Geschäftes.

Personal

Das Anwerben von adäquatem neuen Personal wird zunehmend schwieriger, so dass sich das Sicherstellen des zukünftigen Bedarfs an qualifiziertem Personal als Problem darstellt. Hier muss in Bezug auf zukünftige Auszubildende verstärkt Augenmerk auf direktes Informieren und Werben in Schulen und bei Ausbildungsmessen gelegt werden.

 

Limbach-Oberfrohna, 27. Mai 2024

Diana Polster

Geschäftsführerin

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AUTOHAUS LOHS GMBH, LIMBACH-OBERFROHNA

A K T I V A

31.12.2023 
EUR
31.12.2022 
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 3.936.030,71 3.746.681,71
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.936,00 39,00
II. Sachanlagen 3.930.093,69 3.743.641,69
III. Finanzanlagen 3.001,02 3.001,02
B. UMLAUFVERMÖGEN 5.694.200,93 4.665.281,20
I. Vorräte 3.923.546,79 2.857.680,19
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.597.778,87 1.700.048,86
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 172.875,27 107.552,15
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 19.119,83 20.672,55
9.649.351,47 8.432.635,46

P A S S I V A

31.12.2023 
EUR
31.12.2022 
EUR
A. EIGENKAPITAL 2.369.757,99 2.146.309,58
I. Gezeichnetes Kapital 368.150,00 368.150,00
II. Gewinnvortrag 1.728.159,58 1.561.474,33
III. Jahresüberschuss 273.448,41 216.685,25
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.550.496,86 1.215.287,12
C. VERBINDLICHKEITEN 5.729.096,62 5.071.038,76
9.649.351,47 8.432.635,46

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023 
EUR
2022 
EUR
1. Rohergebnis 6.315.283,05 5.671.973,19
2. Personalaufwand -4.073.944,20 -3.587.939,19
a) Löhne und Gehälter -3.321.400,80 -2.878.548,36
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -752.543,40 -709.390,83
- Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung: EUR 1.000,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
3. Abschreibungen -435.023,75 -409.994,19
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.169.012,10 -1.184.308,46
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.281,13 2.212,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -263.518,05 -160.337,29
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -84.829,03 -95.605,17
8. Ergebnis nach Steuern 292.237,05 236.000,89
9. Sonstige Steuern -18.788,64 -19.315,64
10. Jahresüberschuss 273.448,41 216.685,25

AUTOHAUS LOHS GMBH, LIMBACH-OBERFROHNA ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss, zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Autohaus Lohs GmbH hat ihren Sitz in Limbach-Oberfrohna und ist beim Amtsgericht Chemnitz im Handelsregister unter der Nummer HRB 2885 eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss wurde für das Geschäftsjahr 2023 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs in der aktuellen Fassung erstellt.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen nach § 267 in Verbindung mit §§ 276 und 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.

Darüber hinaus wurden Offenlegungserleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen.

Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren.

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 im Anlagevermögen auf einem über fünf Jahre abzuschreibenden Sammelposten erfasst. Der steuerliche Sammelposten wurde in die Handelsbilanz übernommen, da er von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung ist.

Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten. Auf nicht mehr gängige Ersatzteile werden angemessene Abschläge vorgenommen.

Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen werden mit Herstellungskosten bzw. Standardherstellungskosten bewertet. Erkennbare Bestandsrisiken werden angemessen berücksichtigt.

Neuwagen werden mit dem Nettowert des Fahrzeugs zuzüglich Überführungskosten und Gebraucht wagen mit dem Fahrzeugeinkaufswert zuzüglich Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen bewertet. Die Standzeiten der einzelnen Fahrzeuge werden bei der Bewertung mit berücksichtigt und - soweit notwendig - Abschläge aufgrund der anfallenden Zwischenfinanzierungskosten vorgenommen. Kantinenware wird mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet.

Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Bei unverzinslichen und niedrig verzinslichen Forderungen erfolgt der Bilanzansatz mit dem Barwert. Zweifelhafte Forderungen wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Stichtag einzeln wertberichtigt. Uneinbringliche Forderungen wurden voll abgeschrieben. Das allgemeine Forderungsrisiko wurde ausreichend durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Ausgaben, die Aufwendungen für Perioden nach dem Abschlussstichtag darstellen, wurden als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Berechnung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgte entsprechend den Bestimmungen des § 249 HGB in Verbindung mit §§ 252 bis 255 HGB. Nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB ist die Versorgungsverpflichtung in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags anzusetzen. Die Bewertung beruht auf der "projected unit credit method" (Methode der laufenden Einmalprämien).

Der Berechnung für den Erfüllungsbetrag liegen das vertragliche Pensionierungsalter sowie folgende Bewertungsannahmen zugrunde:

pauschale durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren;

durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82 %;

(Vorjahr: durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,78 %);

ein Gehalts- bzw. Anwartschaftstrend von 0,00 % p. a.;

ein Rententrend in Höhe von 1,50 % p. a.;

Sterbetafeln nach Prof. Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G".

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 2.969,00. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Steuerrückstellungen sind entsprechend der erwarteten Steuerbelastung gebildet.

Die Sonstigen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Abzinsungen wurden - soweit notwendig - für langfristige Rückstellungen vorgenommen.

Langfristige Rückstellungen für Jubiläen wurden mit einem versicherungsmathematischen Gutachten unter Anwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G und eines Rechnungszinsfußes von 1,75 % anhand der "projected unit credit method" bewertet.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden im Jahresabschluss nur berücksichtigt, wenn sich nach Verrechnung aller zeitlichen Unterschiede eine Belastung ergibt. Auf den Ansatz aktiver latenter Steuern wird verzichtet.

II. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten wie im Vorjahr in voller Höhe Forderungen gegen die Gesellschafterin.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 51. Die restlichen Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Pensionsrückstellung betrifft die Pensionszusage an einen ehemaligen Geschäftsführer. Die Absicherung der Pension in Form eines verpfändeten Bankguthabens wurde mit der Pensionsrückstellung verrechnet. Die Bewertung des Aktivvermögens wurde zum Zeitwert (entspricht dem Nennwert des Bankguthabens) vorgenommen.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 30. November 2023 wurde der Geschäftsführerin Diana Polster eine beitragsorientierte Pensionszusage gewährt, die vollumfänglich rückgedeckt ist. Aufgrund § 246 Abs. 2 HGB wird das Vermögen mit dem Zeitwert der Rückdeckungsversicherung angesetzt (Aktivwert). Der Verpflichtungsumfang wird auf Grund der Beitragsorientierung ebenfalls mit dem Zeitwert der Rückdeckungsversicherung angesetzt. Gemäß § 246 Abs. 2 HGB ergibt sich auf Grund der Saldierung beider Beträge ein Wert von Null Euro.

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

TEUR
Erfüllungsbetrag der Schulden 360
abzgl. Guthaben verpfändetes Bankkonto 50
Passivischer Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung 310

Die Zuführung zur Pensionsrückstellung wird mit Zinsen des verpfändeten Bankkontos saldiert in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Im Geschäftsjahr sind keine Zinsen angefallen.

TEUR
Aufwendungen Zuführung Pensionsrückstellung 7

Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten:

2023 2022
TEUR TEUR
Personalkosten 1.071 619
Bonusprüfungen 52 82
Hauseigene Garantieleistung/Gewährleistung 33 82
Abschluss- und Prüfungskosten 28 24
Archivierung 26 26

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag
31.12.2023
EUR

bis zu einem
Jahr
EUR

über einem Jahr
EUR

von mehr als
fünf Jahre
EUR

Besicherte Beträge
EUR

Art der Sicherheiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.188.162,99 3.955.202,38 232.960,61 0,00 4.188.162,99 Grundschulden, Sicherungs-übereignung, Bürgschaften
Vorjahreswerte 3.476.168,56 3.226.035,72 242.090,80 8.042,04 3.476.168,56 Globalabtretung
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 379,46 379,46 0,00 0,00 0,00
Vorjahreswerte 160,00 160,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 850.514,96 850.514,96 0,00 0,00 0,00
Vorjahreswerte 652.006,03 652.006,03 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 690.039,21 690.039,21 0,00 0,00 0,00
Vorjahreswerte 942.704,17 942.704,17 0,00 0,00 0,00
5.729.096,62 5.496.136,01 232.960,61 0,00 4.188.162,99
Vorjahreswerte 5.071.038,76 4.820.905,92 242.090,80 8.042,04 3.476.168,56

Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 170 (Vorjahr: TEUR 270) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 0,5 (Vorjahr: TEUR 28).

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die periodenfremden Erträge betragen insgesamt EUR 24.095,14 (Vorjahr: EUR 24.427,37) und resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 22.895,14 (Vorjahr: EUR 11.754,18).

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 31.447,42 (Vorjahr: EUR 0,00).

Die Sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung enthalten EUR 48.580,05 (Vorjahr: EUR 54.307,62) für Altersversorgung für Mitarbeiter und für die Geschäftsführerin.

In den Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 2.208,00 (Vorjahr: EUR 432,00) enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 6.504,00 (Vorjahr: EUR 8.439,00) enthalten.

IV. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen im geschäftsüblichen Umfang aus Wartungs- und sonstigen Leistungsverträgen.

Haftungsverhältnisse

Am Abschlussstichtag bestehen in der Bilanz nicht ausgewiesene Haftungsverhältnisse aus der Bestellung einer Grundschuld für fremde Verbindlichkeiten. Die Höhe der Grundschuld beträgt EUR 455.859,92. Das Risiko der Inanspruchnahme der gegebenen Sicherheiten im Sinne des § 285 Nr. 27 HGB wird vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft als gering eingeschätzt.

Geschäftsführung

Als Geschäftsführerin ist seit 1. Juli 2013 Frau Diana Polster bestellt.

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Beschäftigte

Im Jahresdurchschnitt waren 71 Arbeitnehmer (Vorjahr: 70) sowie 12 Auszubildende (Vorjahr: 10) beschäftigt.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 273.448,41 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Limbach-Oberfrohna, 27. Mai 2024

Diana Polster

Geschäftsführerin

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 97.054,07 2.998,00 0,00 100.052,07
Geschäfts- oder Firmenwert 1.828,50 0,00 1,00 1.827,50
98.882,57 2.998,00 1,00 101.879,57
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.526.091,40 0,00 0,00 2.526.091,40
Technische Anlagen und Maschinen 751.852,60 83.705,68 0,00 835.558,28
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.235.275,40 138.355,53 17.342,25 1.356.288,68
Vorführwagen 1.071.388,85 1.016.667,56 878.322,03 1.209.734,38
Euro-Mobile 396.178,89 265.625,98 256.524,31 405.280,56
5.980.787,14 1.504.354,75 1.152.188,59 6.332.953,30
III. FINANZANLAGEN
Beteiligungen und Genossenschaftsanteile 3.001,02 0,00 0,00 3.001,02
6.082.670,73 1.507.352,75 1.152.189,59 6.437.833,89
ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 97.016,07 100,00 0,00 97.116,07
Geschäfts- oder Firmenwert 1.827,50 0,00 0,00 1.827,50
98.843,57 100,00 0,00 98.943,57
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 527.342,70 53.833,00 0,00 581.175,70
Technische Anlagen und Maschinen 468.560,60 35.216,68 0,00 503.777,28
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.009.547,40 77.458,53 13.658,25 1.073.347,68
Vorführwagen 158.841,85 201.996,56 196.940,03 163.898,38
Euro-Mobile 72.852,90 66.418,98 58.611,31 80.660,57
2.237.145,45 434.923,75 269.209,59 2.402.859,61
III. FINANZANLAGEN
Beteiligungen und Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
2.335.989,02 435.023,75 269.209,59 2.501.803,18
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.936,00 38,00
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1,00
2.936,00 39,00
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.944.915,70 1.998.748,70
Technische Anlagen und Maschinen 331.781,00 283.292,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 282.941,00 225.728,00
Vorführwagen 1.045.836,00 912.547,00
Euro-Mobile 324.619,99 323.325,99
3.930.093,69 3.743.641,69
III. FINANZANLAGEN
Beteiligungen und Genossenschaftsanteile 3.001,02 3.001,02
3.936.030,71 3.746.681,71

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Autohaus Lohs GmbH, Limbach-Oberfrohna

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Lohs GmbH, Limbach-Oberfrohna, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Lohs GmbH, Limbach-Oberfrohna, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, 11. Juni 2024

ECOVIS Wirtschaftstreuhand GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christoph Daut, Wirtschaftsprüfer

Sven Blechschmidt, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 27. Juni 2024 festgestellt.

Durch die Gesellschafterin wurde in der Gesellschafterversammlung am 27. Juni 2024 beschlossen, den zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 273.448,4 mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen und diesen auf neue Rechnung vorzutragen.

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