Stammdaten

Register
Amtsgericht Schwerin HRB 11151
Eingetragen
29.3.2012
Branche
ElektrizitätshandelTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernWärme- und Kältehandel
Gegenstand
Der bilaterale und der börsliche Handel mit elektrischem Strom, Gas und sonstigen Energiearten, der Bau und der Betrieb von Energieübertragungs-, -verteilungs- und erzeugungsanlagen sowie die energiewirtschaftliche Beratung. Der Energiehandel umfasst den außerbörslichen Handel, den Spothandel und den Handel mit Derivaten.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Susanne Voß
seit 6.12.2021
Prokura
Steffen Dr. Rothe
seit 29.3.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
VNG Handel & Vertrieb GmbH
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ENERGIEUNION GmbH

Schwerin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ENERGIEUNION GmbH

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ENERGIEUNION GmbH, Schwerin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ENERGIEUNION GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Prüfungsurteil

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2024 bis zum 31. Dezember 2024 eingehalten hat. Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG“ weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen der IDW Qualitätsmanagementstandards, die die International Standards on Quality Management des IAASB umsetzen, angewendet. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

 

Leipzig, 28. Mai 2025

BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dirks, Wirtschaftsprüfer

Sachs, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

31.12.2024
31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 72.337,00 82.676,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 1.692,00 2.734,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 105.915,00 122.341,00
107.607,00 125.075,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 825.000,00 825.000,00
1.004.944,00 1.032.751,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 50.277.981,39 56.043.539,76
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 37.131.540,45 26.673.133,99
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.045.080,78 19.754.409,01
3. Sonstige Vermögensgegenstände 5.101.360,16 9.615.996,76
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 542,13 276,58
50.278.523,52 56.043.816,34
C. Rechnungsabgrenzungsposten 16.056,67 10.749,30
51.299.524,19 57.087.316,64

Passiva

31.12.2024
31.12.2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.387.343,00 4.387.343,00
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 1.836.071,03 1.836.071,03
6.223.414,03 6.223.414,03
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.599.638,00 1.524.525,24
2. Sonstige Rückstellungen 837.685,23 1.532.488,77
2.437.323,23 3.057.014,01
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 465.202,28 275.463,31
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.494.869,14 13.156.143,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 33.130.551,98 33.160.115,90
4. Sonstige Verbindlichkeiten 546.913,53 1.212.666,39
(davon aus Steuern € 128.323,07; Vorjahr € 38.514,21)
42.637.536,93 47.804.388,60
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.250,00 2.500,00
51.299.524,19 57.087.316,64

Gewinn- und Verlustrechnung

2024
2023
1. Umsatzerlöse 1.557.601.965,89 2.641.255.687,54
abzüglich Stromsteuer -379.795,78 -437.191,18
1.557.222.170,11 2.640.818.496,36
2. Sonstige betriebliche Erträge 469.897,81 337.910,60
1.557.692.067,92 2.641.156.406,96
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 1.544.689.767,66 2.627.294.585,03
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 184.273,04 122.994,45
1.544.874.040,70 2.627.417.579,48
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.432.573,65 2.470.970,43
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 445.871,35 309.974,73
(davon für Altersversorgung € 148.679,50; Vorjahr € 18.505,29)
2.878.445,00 2.780.945,16
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 85.160,46 85.551,25
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 883.245,45 758.920,68
(davon für Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB € 5.669,18; Vorjahr € 5.665,00)
7. Erträge aus Beteiligungen 0,00 20.000,00
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 660.295,35 587.422,80
(davon aus verbundenen Unternehmen € 535.589,64; Vorjahr € 474.984,72)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 63.933,45 76.718,81
(davon an verbundene Unternehmen € 26.571,93; Vorjahr € 25.033,86)
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 16.792,58; Vorjahr € 23.664,64)
10. Ergebnis nach Steuern 9.567.538,21 10.644.114,38
11. Aufwendungen aus Gewinnabführungsvertrag 9.567.538,21 10.644.114,38
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

Allgemeine Angaben

Die ENERGIEUNION GmbH hat ihren Sitz in Schwerin und ist unter der Nummer HRB 11151 im Handelsregister des Amtsgerichtes Schwerin eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff. und 264 ff. HGB nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG sowie des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von §267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der vorliegende Abschluss wurde unter der Prämisse der Fortführung des Unternehmens aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, gemindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, gemindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Geringwertige Vermögensgegenstände im Sinne von § 6 Abs. 2 EStG werden im Jahr der Anschaffung voll aufwandswirksam berücksichtigt.

Die Finanzanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten bilanziert.

Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen in ausreichendem Maße berücksichtigt worden. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert aktiviert. Fremdwährungsbestände bestanden zum Abschlussstichtag nicht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr mit den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen saldiert worden, soweit eine Aufrechnungsmöglichkeit gegeben war.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist mit dem Nennwert angesetzt.

Rückstellungen

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Anwendung der nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen üblichen Projected Unit Credit Methode. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2018G von Prof. Klaus Heubeck zugrunde.

Der Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung beläuft sich zum 31. Dezember 2024 auf 1,90% p.a. (2023: 1,83% p.a.). Bei der Bewertung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in Höhe von 1,96% ergibt sich im Vergleich zur Bewertung mit dem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,90%) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 9.

Weiterhin wurde eine Rentendynamik von 2,1% in 2025 und 2,0% ab 2026 sowie eine Fluktuation von 0,00 % zugrunde gelegt.

Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 (BilMoG-Eröffnungsbilanz) ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 31. Dezember 2009 von 85 TEUR. Die Gesellschaft machte von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2024 wurden letztmalig 6 TEUR als Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Steuerrückstellungen wurden aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft zur VNG Handel & Vertrieb GmbH nicht gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Langfristige Rückstellungen (Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgewiesen werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Latente Steuern

Bei ertragsteuerlicher Organschaft ist das Einkommen bzw. der Gewerbeertrag der Organgesellschaft (ENERGIEUNION GmbH) dem Organträger als Steuersubjekt und Steuerschuldner zuzurechnen. In diesem Fall sind künftige Steuerbe- oder -entlastungen aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten der ENERGIEUNION GmbH und den korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen im Einzelabschluss der VNG Handel & Vertrieb GmbH als Steuersubjekt zu berücksichtigen. Ein Ansatz latenter Steuern im Einzelabschluss der ENERGIEUNION GmbH erfolgt insoweit nicht.

Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung sind in dem Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Zum 31. Dezember 2024 hält die ENERGIEUNION GmbH unmittelbar Anteile an den nachstehend aufgeführten Unternehmen:

Anteil
%
Eigenkapital
TEUR
Jahresergebnis 2023
TEUR
EnergieFinanz GmbH, Schwerin 100 1.043 82
EnergyIncore GmbH, Schwerin 50 58 4

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beruhen im Wesentlichen auf Strom- und Gaslieferungen.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind TEUR 4.865 (2023: TEUR 15.543) sonstige Vermögensgegenstände (davon TEUR 4.794 [2023: TEUR 15.305] aus dem Cash Contracting mit VNG AG) und TEUR 3.180 (2023: TEUR 4.204) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (davon TEUR 9 [2023: TEUR 8] gegen die Gesellschafterin VNG Handel & Vertrieb GmbH) enthalten.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Initial Marginleistungen in Höhe von TEUR 4.631 (2023: TEUR 9.493) enthalten.

Soweit nicht gesondert erwähnt haben sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Rückstellungen

Die Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr 2024 wie folgt entwickelt:

31.12.2023
TEUR
Inanspruchnahme
TEUR
Auflösung
TEUR
Zuführung
TEUR
Auf-/Abzinsung
TEUR
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.525 0 0 58 17
sonstige Rückstellungen 1.532 1.133 389 827 0
- davon Personalbereich 795 791 0 717 0
- davon ausstehende Rechnungen 689 300 389 88 0
- davon Jahresabschluss/-prüfungs- und Archivierungskosten 48 42 0 22 0
31.12.2024
TEUR
Restlaufzeit Bis zu 1 Jahr
TEUR
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.600 0
sonstige Rückstellungen 838 833
- davon Personalbereich 722 722
- davon ausstehende Rechnungen 88 88
- davon Jahresabschluss/-prüfungs- und Archivierungskosten 28 23

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 20.977 (2023: TEUR 20.890) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 12.154 (2023: TEUR 12.270). Davon bestehen TEUR 9.568 (2023:TEUR 10.644) gegenüber der Gesellschafterin aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Umsatzerlöse

Die ausschließlich im Inland erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

2024
TEUR
2023
TEUR
Strom 220.288 280.430
Stromsteuer -380 -437
Strom (ohne Stromsteuer) 219.908 279.993
Gas 1.335.409 2.359.172
CO2 -Derivate 31 25
Serviceleistungen 1.874 1.628
Summe 1.557.222 2.640.818

Bewertungseinheiten nach § 254 HGB

Risiken aus dem Strom- und Gashandelsgeschäft ergeben sich für die ENERGIEUNION GmbH aus den Preisschwankungen an den jeweiligen Handelsmärkten. Im Rahmen einer Portfoliobildung werden die Risikopositionen aus Einzelverträgen im Ein- und Verkauf von Strom und Gas zu einer Gesamtrisikoposition je Handelsart und Kalenderjahr aggregiert, kontinuierlich überwacht und effektiv gesteuert. Die Bildung der Portfolios erfolgt unter Beachtung der Konzernvorgaben für das Risikomanagement und des Risikohandbuches der ENERGIEUNION GmbH. Zur Überwachung und Steuerung der Gesamtrisikoposition je Handelsart liegt ein dokumentiertes, angemessenes und funktionsfähiges Risikomanagementsystem vor. Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten sowie Kontrollen sind verbindlich festgelegt. Der Handel erfolgt im Rahmen vorgegebener Limite, die durch organisatorisch unabhängige Einheiten festgelegt und täglich überwacht werden.

Die Gesellschaft bildet für schwebende physische Strom- und Gashandelsgeschäfte Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB auf Portfolio-Ebene. In den Portfolios wird die risikokompensierende Wirkung der Ein- und Verkaufsverträge der jeweiligen Handelsart im Handelszeitraum zusammengefasst; die Bewertung offener Risikopositionen erfolgt zu Marktwerten. Die Marktwerte sind abhängig von der Entwicklung der zugrunde liegenden Marktfaktoren. Die Bewertung wurde unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten nach marktüblichen Methoden vorgenommen. Dabei werden Ein- und Verkaufsverträge mit einer auf den zum letzten Handelstag des Jahres vorliegenden Marktdaten erzeugten Price-Forward-Curve (PFC bzw. HPFC) bewertet. Diese Bewertung der Verträge wird aufsaldiert und ergibt die am Abschlussstichtag ausgewiesene schwebende Position. Die Höhe der abgesicherten Risiken für Strom- und Gaspreisschwankungen betragen zum Stichtag 16,4 Mio EUR bzw. 40,2 Mio EUR. Zum Bilanzstichtag wurden folgende schwebende Geschäfte in die Portfolio-Bewertungseinheiten einbezogen:

Nominalvolumen
TEUR
Strom
Kaufverträge 104.120
Verkaufsverträge 105.971
Gas
Kaufverträge 206.098
Verkaufsverträge 206.976

Die bilanzielle Abbildung der wirksamen Teile der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode, bei der die sich ausgleichenden gegenläufigen Wertänderungen in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung unberücksichtigt bleiben. Sofern sich aus der Bewertung der offenen Risikopositionen der in den Strom- und Gas-Portfolios enthaltenen schwebenden Ein- und Verkaufsverträgen negative Salden ergeben, werden diese Verlustspitzen unter Beachtung des Imparitätsprinzips aufwandswirksam zurückgestellt. Positive Salden bleiben bilanziell unberücksichtigt.

Aus Sicht der ENERGIEUNION GmbH bestanden am Abschlussstichtag jeweils positive Marktwerte für schwebende Geschäfte der Portfolio-Bewertungseinheit Gas für die Jahre 2025 bis 2026 in Höhe von insgesamt TEUR 671. Für die Portfolio-Bewertungseinheit Strom ergaben sich für die Jahre 2025 bis 2027 positive Marktwerte in Höhe von TEUR 1.929.

Sonstige Angaben

Mitarbeiterzahl

Im Geschäftsjahr 2024 wurden durchschnittlich 19 Mitarbeiter (2023: 20 Mitarbeiter) beschäftigt.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Es fielen periodenfremde Umsatzerlöse von TEUR 67 und Materialaufwendungen von TEUR 47 aus dem Energiehandel an. Im Weiteren ergaben sich periodenfremde sonstige betriebliche Erträge von TEUR 11 und sonstige betriebliche Aufwendungen von TEUR 13.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB belaufen sich auf TEUR 257 für Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen, auf TEUR 322 für Dienstleistungen (davon TEUR 110 gegenüber verbundenen Unternehmen).

Verpflichtungen aus den abgeschlossenen, aber noch schwebenden Strom- und Gasgeschäften werden unter den Punkt Bewertungseinheiten erläutert.

Abschlussprüferhonorar

Die Angaben erfolgen gemäß § 285 Nr. 17 HGB im Anhang des einbeziehenden Konzernabschlusses.

Angaben nach § 6b Abs. 2 EnWG

Die ENERGIEUNION GmbH nimmt direkte Avale der VNG AG und der VNG Erdgascommerz GmbH ohne Berechnung einer Avalprovision sowie Dienstleistungen der VNG AG und der VNG Handel & Vertrieb GmbH für den und im Zusammenhang mit dem Geschäftsbetrieb der ENERGIEUNION GmbH in Höhe von TEUR 151 in Anspruch. Darüber hinaus findet innerhalb der VNG-Gruppe ein Cash-Pooling zu marktüblichen Zinsen statt.

Konzernzugehörigkeit

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, (EnBW), hat im Geschäftsjahr 2024 unmittelbar die Mehrheit der Aktien und der Stimmrechte an der VNG AG gehalten und stellt für den größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, auf. Der Konzernabschluss der EnBW wird beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch eingereicht und ist über das Unternehmensregister (www.unternehmensregister.de) abrufbar.

Die VNG AG, Leipzig, stellt für den kleinsten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss nach den in der EU anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und einen Konzernlagebericht auf. Die ENERGIEUNION GmbH wird in diesen Konzernabschluss als vollkonsolidiertes Unternehmen einbezogen. Der Konzernabschluss der VNG AG wird beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch eingereicht und ist über das Unternehmensregister (www.unternehmensregister.de) abrufbar.

Die ENERGIEUNION GmbH ist gemäß § 291 HGB von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht gemäß §§ 290 ff. HGB aufzustellen, befreit.

Angaben zur Mindestbesteuerung nach §285 Nr. 30a HGB

Der EnBW-Konzern fällt in den Anwendungsbereich der OECD-Modellregelungen zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung (Säule 2-Modellregeln). Die Regelungen sind demnach auf die ENERGIEUNION GmbH anzuwenden. Das Mindeststeuergesetz ist in Deutschland, der Jurisdiktion, in der die ENERGIEUNION GmbH steuerlich ansässig ist, am 28. Dezember 2023 in Kraft getreten und gilt, sofern nichts anderes bestimmt ist, erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2023 beginnen.

Eine Erläuterung etwaiger Auswirkungen der Anwendung der Säule 2-Regelungen auf die ENERGIEUNION GmbH

Die Säule 2-Regelungen sehen die Einführung einer nationalen Ergänzungssteuer vor, sollte das Mindeststeuerniveau von 15 % in Deutschland nicht erreicht werden. Die Gesellschaft unterliegt dann einer Ergänzungssteuer in Höhe der Differenz zwischen dem Säule 2-Effektivsteuersatz und dem in Deutschland geforderten Mindeststeuerniveau von 15 %. Es wird basierend auf dem länderbezogenen Bericht (CbCR) für 2023 sowie Planzahlen für die Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2023 beginnen, davon ausgegangen, alle für den EnBW-Konzern relevanten Jurisdiktionen dem geforderten Mindeststeuerniveau von 15 % unterliegen oder eine qualifizierte nationale Ergänzungssteuer erheben und es daher für diese Jurisdiktionen nicht zur Anwendung der Ergänzungssteuerregelungen kommt.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der ENERGIEUNION GmbH wurde im Geschäftsjahr 2024 von Herrn Dr. Steffen Rothe (hauptberuflich Geschäftsführer ENERGIEUNION GmbH) wahrgenommen.

Organbezüge

Aus Versorgungszusagen für einen ehemaligen Vorstand hat sich die Pensionsrückstellung im Geschäftsjahr um TEUR 75 erhöht. Die Pensionsrückstellung beläuft sich zum 31. Dezember 2024 auf TEUR 1.600. Hinsichtlich der Angabe der Bezüge für die Geschäftsführer wird von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Geschäftsjahresende

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Geschäftsjahresende, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken können, sind nicht festzustellen.

 

Schwerin, 28. Mai 2025

Dr. Steffen Rothe

Entwicklung des Anlagevermögens 2024

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2024
Zugänge
Abgänge
31.12.2024
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 360.599,20 15.630,00 37.413,00 338.816,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, Grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.038,29 0 0 25.038,29
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 422.461,61 41.723,46 109.182,31 355.002,76
447.499,90 41.723,46 109.182,31 380.041,05
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 825.000,00 0 0 825.000,00
1.633.099,10 57.353,46 146.595,31 1.543.857,25
Abschreibung
01.01.2024
Zugänge
Abgänge
31.12.2024
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 277.923,20 25.969,00 37.413,00 266.479,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, Grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.304,29 1.042,00 0,00 23.346,29
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 300.120,61 58.149,46 109.182,31 249.087,76
322.424,90 59.191,46 109.182,31 272.434,05
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
600.348,10 85.160,46 146.595,31 538.913,25
Restbuchwerte
31.12.2024
31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 72.337,00 82.676,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, Grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.692,00 2.734,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 105.915,00 122.341,00
107.607,00 125.075,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 825.000,00 825.000,00
1.004.944,00 1.032.751,00

Lagebericht 2024

A Grundlagen

1. Einleitung

Die ENERGIEUNION GmbH ist ein vollkonsolidiertes Unternehmen im Konzern der VNG AG. Mit der VNG Handel & Vertrieb GmbH als unmittelbarer Muttergesellschaft besteht seit 2018 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Im Geschäftsjahr 2024 war Herr Dr. Steffen Rothe alleiniger Geschäftsführer der ENERGIEUNION GmbH.

Die Haupttätigkeit des Unternehmens im Geschäftsjahr 2024 war der Handel von Strom und Erdgas im Auftrag unserer Kunden und der Erbringung von Marktzugangs-, Portolio- und Abrechnungsdienstleistungen.. Die Kunden den ENERGIEUNION sind Stadtwerke, Industrieunternehmen und Lieferanten von gewerblichen und privaten Energieverbrauchern.

Das sich im Verlaufe des Jahres 2024 weiter deutlich abschwächende Preis- und Volatilitätsniveau im Strom- und Gasmarkt im Vergleich zum Vorjahr führte zu einer deutlichen Entspannung der im Vorjahr noch hochbelasteten Handels- und Kreditlinien unserer Kunden und Handelspartner. Diese Marktberuhigung ermöglichte den Wiedereinstieg unserer Kunden in den Energiehandel und förderte zudem das Interesse neuer Kunden für das angebotene Dienstleistungsspektrum der ENERGIEUNION. Da der Energiehandel in großem Umfang auf dem schnellen und sicheren Austausch von Daten und Informationen beruht, diese aber ein ideales Angriffsziel für Störungen der Energiesysteme und Datendiebstahl darstellen, stand die sichere Anbindung und Integration der Kundendaten in die datenverarbeitenden IT-Systeme und die stabile und geschützte Datenverarbeitung im besonderen Fokus der Weiterentwicklung des Unternehmens und seiner Produktpallette. In weiterhin großem Umfang wurde deshalb in die Modernisierung der IT-Systeme, die IT-Sicherheit und die Schulung der Mitarbeiter in den sicheren Umgang mit der IT auch in Hinblick auf eine angestrebte Zertifizierung der Informationssicherheit im Unternehmen gemäß ISO27001 investiert.

2. Marktentwicklung

2.1. Strommarkt

Im Jahr 2024 war der deutsche Strommarkt von sinkenden Großhandelspreisen, einem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien und einer intensiven Debatte über eine mögliche Aufteilung der Strompreiszone geprägt.

Die gesamte Stromerzeugung in Deutschland belief sich 2024 auf 431,7 Terawattstunden (TWh), ein Rückgang von 4,2 % gegenüber dem Vorjahr. Erneuerbare Energien stellten mit 254,9 TWh (59 %) den größten Anteil, wobei insbesondere die Photovoltaik starke Zuwächse aufwies. Die Stromerzeugung aus Braun- und Steinkohle sank deutlich, während die Stromproduktion aus Erdgas leicht zunahm.

Der durchschnittliche Großhandelspreis für Strom im Day-Ahead-Markt lag 2024 bei 78,51 Euro pro Megawattstunde (€/MWh), 17,5 % niedriger als 2023. Besonders bemerkenswert war der hohe Anteil an Stunden mit negativen Strompreisen (457h 2024 vs. 301h 2023), bedingt durch die teilweise nicht regulierbare Einspeisung erneuerbarer Energien aus kleinen Photovoltaikanlagen.

Die niedrigsten Preise wurden im Februar (61 €/MWh), die höchsten im Dezember (108 €/MWh) verzeichnet.

Die Strompreisentwicklung wurde wesentlich beeinflusst durch den Rückgang der Gaspreise aufgrund der Diversifizierung der Bezugsquellen sowie den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien und die damit verbundenen wetterabhängigen Angebotsschwankungen. Nachwievor unzureichend ist der Netzausbau und damit einhergehende Transportengpässe zwischen Nord- und Süddeutschland, was auch zu Markt- und Preisbeeinflussungen in den Nachbarländern Deutschlands führte.

Ein zentrales Thema 2024 war die mögliche Aufteilung Deutschlands in mehrere Strompreiszonen. Hintergrund ist die ungleiche regionale Verteilung der erneuerbaren Energien, die zu Netzengpässen und beispielsweise 2022 mit 4,2 Mrd. EUR zu hohen Kosten für das Engpassmanagement führte. Während die europäische Regulierungsbehörde ACER eine Aufteilung befürwortet, warnte die Bundesnetzagentur vor negativen Folgen für die Akzeptanz der Energiewende. Eine Studie im Auftrag Baden-Württembergs kam zu dem Schluss, dass ein Zonensplit kurzfristig wenig Vorteile brächte. Alternativ wurde ein neues Verrechnungsmodell vorgeschlagen, das die Netzausbaukosten gerechter auf alle Verbraucher verteilen soll.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der deutsche Strommarkt 2024 geprägt war von im Vergleich zum Vorjahr sinkenden Strompreisen, einem weiter gestiegenen Anteil erneuerbarer Energien und einer intensiven Diskussion über das zukünftige Strommarktdesign.

2.2. Gasmarkt

Obwohl das Jahr 2024 mit kühleren Temperaturen startete und speziell die Angriffe der Huthi-rebellen katarische LNG-Lieferungen im Suezkanal beeinträchtigten, testeten die Notierungen sowohl im Spot- als auch im Terminmarkt die 30 EUR Marke je MWh. Durch die milden Temperaturen im Februar verstärkte sich dieser Trend weiter, so dass die Preise bis zum 23. Februar 2024 bis auf unter 25 EUR/MWh sanken und damit die „alte“ obere Preisrange vor der Energiekrise erreichten.

Ab diesem Zeitpunkt übernahmen immer mehr die geopolitischen Risiken sowie unplanmäßige Störungen Einfluss auf die Preisentwicklung des Marktes. Es kam über das Jahr verteilt immer wieder zu unplanmäßigen Wartungen im norwegischen System oder in der amerikanischen LNG-Produktion bzw. an den Exportterminal, so dass bei einer eigentlich guten fundamentalen Versorgungssituation die weltweiten Abhängigkeiten und mögliche Angebotsrisiken immer deutlicher wurden. Die Preise stiegen z.B. im Juni in Asien auf Grund von warmen Temperaturen deutlich an und wurden durch den zwischenzeitlichen Ausfall einer Chevron LNG-Produktionsanlage nochmal deutlich verstärkt.

Die russischen Angriffe auf das ukrainische Energiesystem erhöhten die Risikoprämien im Markt und sowohl die Meldung von einem internationalen Gerichtsurteil, welches Gazprom Export zu Zahlungen durch den Ausfall der Gaslieferungen verpflichten würde oder die Meldung von Uniper über das Recht auf Schadenersatz in Milliardenhöhe gegenüber Gazprom Export machten zu diesem Zeitpunkt sogar eine vorzeitige Einstellung russischer Lieferung über die Ukraine wahrscheinlicher.

Im August kletterten die Gaspreise dann auf neue Jahreshochs und das Kalenderjahr erstmals wieder über 40 EUR/MWh. Neben dem Beginn der finalen Wartungen in Norwegen, erhöhten spekulative Anleger ihre Netto-Long-Positionen deutlich, was den Preisanstieg unterstützte. Deren Positionierung führte dann ab Oktober auch zu einer Preiskonstellation, bei der der TTF-Sommer 25 Kontrakt in der Spitze ein Premium von 4 Euro je MWh gegenüber dem darauffolgenden Winter erreichte, was sowohl die zukünftige Vermarktung der Speicherkapazitäten erschwerte bzw. Anreize zum Auflösen bereits kontrahierter Einspeicherung gab.

Die Volatilität der Marktpreise blieb auch bis zum Jahresende hoch. Die Marktteilnehmer reagierten sichtlich nervös auf Meldungen über den möglichen Wegfall russischer Lieferungen ab dem 1. Januar 2025 oder über kühlere Temperaturen, die zu umfangreichere Speicherentnahmen führten. Die Gesamtkonstellation des Marktes führten im Laufe zu höheren Spot- als auch die Terminmarktpreise, was die Aussicht auf das kommende Kalenderjahr als äußerst herausfordernd definiert.

B Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsentwicklung

1.1. Stromhandel und Stromhandelsdienstleistungen

Der Stromhandel erreichte im Jahr 2024 wiederum ein sehr gutes Ergebnis. Die konsequente Fortsetzung der in den vergangenen Jahren bewehrten Handels- und Risikomechanismen hat dazu einen genauso wesentlichen Beitrag geleistet, wie die nach wie vor attraktiven Margen insbesondere für Profillieferungen.

Die Preissituation im Stromhandel hat sich weiter entspannt und auch die Volatilität ist zurückgegangen. Vor diesem Hintergrund waren kontinuierliche Verbesserungen bei der Auskömmlichkeit von Kreditsicherheiten zu verzeichnen, wenn auch das Niveau von 2021 bei Weitem noch nicht erreicht wurde. Die durch hochpreisige Geschäfte in den Vorjahren auftretenden Wiederverkaufsrisiken und die damit verbundenen Kreditlimitbelastungen fallen dabei immer weniger ins Gewicht. Somit konnte das physische Stromhandelsvolumens bei 1,5 TWh (2023: 1,6 TWh) auf dem Vorjahresniveau stabilisiert werden. Dieser Entwicklung Rechnung tragend wurden deshalb auch im Geschäftsjahr 2024 die Handelsmöglichkeiten mit Stromfutures an der Energiebörse EEX verstärkt genutzt.

Der Bereich Stromhandelsdienstleistungen konnte verglichen zum Jahr 2023 weiter ausgebaut werden, wobei ein wesentliches Wachstum durch Fahrplanlieferungen erzielt wurde. Die in den letzten Jahren erfolgte Straffung und Automatisierung der Prozesse bei Fahrplanlieferungen gestattete es, neben der eigenen Bepreisungs- und Handelsplattform für Fahrpläne auch Plattformen Dritter zu bedienen und intensiv zu nutzen, so dass die Umsätze im Fahrplanportfolio gesteigert werden konnten.

Der Bereich der Stromhandelsdienstleistungen hat einen nachhaltigen Zuwachs erfahren. Die Geschäftsprozesse der im Vorjahr gewonnenen 9 neuen Kunden wurden erfolgreich aufgebaut, umgesetzt und in die Prozesslandschaft integriert. Die Umsätze im Spot-Börsengeschäft haben sich durch die große Kundenzahl weiter stabilisiert.

Mit dem im Vorjahr eingeführten Fahrplanmodul wurde der vom IT-Anbieter geforderte Umbau der Systemlandschaft im Handelsbereich eingeleitet. Nach anfänglichen Schwierigkeiten laufen die Prozesse inzwischen reibungslos. Allerdings lässt der Umstellungsprozess in Hinblick auf spätere Transformationen deutlich umfangreicherer Module eine gewisse Skepsis angemessen und besondere Obacht notwendig erscheinen.

Getrieben durch die neuen Kunden, die Geschäftsmodelle um den smart meter roll out herum aufbauen, wurden die Prozesse im Energiedatenmanagement im Jahr 2024 um Abrechnungsthemen für intelligente Messsysteme erweitert.

Die im Vorjahr erstmals angebotenen Verbrauchsprognosedienstleistungen konnten in 2024 weiter konsolidiert werden und sind inzwischen als zuverlässiger Ertragsfaktor etabliert.

1.2. Gashandel und Gashandelsdienstleistungen

Der Gashandel konnte verglichen zum Vorjahr zwar nicht das Ergebnis wiederholen, jedoch erneut ein überdurchschnittliches Ergebnis im Vergleich zum Vorkrisenniveau ausweisen. Der gute Ergebnisvorlauf aus dem Terminhandel für das Jahr 2024 wurde durch eine überwiegend auf den Kurzfristhandel konzentrierte Strategie ergänzt. Hierbei wurden die Angebote weiterhin so strukturiert, das neben der vorhandenen Liquidität das bestehende und zukünftige Kreditexposure auf der Kundenseite beachtet wurde.

Der Eigenhandel an der Intercontinental Commodity Exchange (ICE) wurde weiter ausgebaut, wenn auch nur ein überschaubarer Beitrag zum Gesamtergebnis erzielt werden konnte. Das Potential für eine deutlich positivere Entwicklung bleibt jedoch bestehen und nimmt einen hohen Stellenwert in der strategischen Handelsausrichtung ein. Bei den OTC-Brokern ist zu beobachten, dass die Liquidität ansteigt, so das hinsichtlich der kundenbasierten Beschaffung wieder Möglichkeiten für Produktergänzungen zulässt.

Aus diesem Grund haben wir die Verhandlungen mit größeren europäischen Händlern intensiviert, um ein größeres Partnerspektrum zu schaffen.

Insgesamt reduzierte sich das Gashandelsvolumen im Jahr 2024 auf 39 TWh (2023: 53 TWh), was mit den reduzierten absatzbedingten Kundenmengen wegen mittelfristig eingedeckter Portfolien begründet werden kann.

Der Betrieb der eigenen internetbasierten Gashandelsplattform verlief auch im Jahr 2024 erfolgreich, wobei sich zwar die Anzahl der Geschäfte leicht erhöhte, jedoch die Handelsmengen leicht zurück gingen.

Der Anteil der Gashandelsdienstleistungen am Gesamtergebnis konnte im Jahr 2024 wiederum gesteigert werden. Neben neuen Kunden im Bereich des Portfolio- und Bilanzkreismanagement stieg das Interesse vor Allem in der Beratung zum Thema Risikomanagement.

Thematische interne Schwerpunkte lagen insbesondere in der Optimierung der täglichen Prozesse hinsichtlich der Ersetzbarkeit und Kundenbetreuung, in der Weiterbildung bei handels- und charttechnischen Strategien und der Organisation datentechnischer Schnittstellen in der Marktkommunikation (Datenaustausch und AS4-Anforderungen).

1.3. Zusammenarbeit mit der VNG Handel & Vertrieb GmbH (VNG H&V) und der VNG AG

Die VNG H&V ist alleiniger Gesellschafter und führt eine Reihe vertraglich geregelter Dienstleistungen für die ENERGIEUNION GmbH aus. Dazu zählen die Prüfung, Freigabe, Steuerung und Überwachung der Handels- und Kreditlinien, welche mit den Handelspartnern und Kunden bestehen. Zudem wird durch den Gesellschafter das Mark-to-Market-Risiko überwacht. Hierzu ist die ENERGIEUNION GmbH komplett in das Risikomanagement, -controlling und Berichtswesen der VNG H&V integriert. Neben der rechtlichen und juristischen Beratung in vertrags- und gesellschaftsrechtlichen Angelegenheiten werden von der VNG AG zudem steuerliche und personalverwaltende Tätigkeiten im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages erbracht.

1.4. Personalentwicklung

Durchschnittlich wurden 19 Mitarbeiter (2023: 20) beschäftigt.

Auch 2024 wurde das bestehende Leistungsanreizsystem der Gewinnbeteiligung aller Mitarbeiter fortgeführt. Im Rahmen der Verbesserungen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf wurde neben der bestehenden flexiblen Arbeitszeitregelungen die Möglichkeit der Tätigkeit aus dem Homeoffice an zwei Tagen pro Woche für alle Mitarbeiter fortgeführt. Zur Vielzahl von sozialen Maßnahmen gehörte wie vordem die Beteiligung des Unternehmens beim Aufbau einer betrieblichen oder privaten Zusatzrente.

Weiterhin herausfordernd ist u.a. aufgrund der demografischen Entwicklung am Unternehmensstandort das Akquirieren neuer Mitarbeiter und Fachkräfte. Der Ersatz von Mitarbeitern, welche wegen Rentenbeginns ihr Arbeitsverhältnis im Unternehmen beendeten, dauerte bis zu vier Monate. Neu eingestellte Fachkräfte kommen zunehmend auch überwiegend aus EU- und Nicht-EU-Ländern.

Die im Rahmen der jährlichen im EnBW-Konzern durchgeführten Mitarbeiterbefragung erhobene Kennzahl zur Mitarbeiterzufriedenheit im Unternehmen ENERGIEUNION konnte verbessert werden.

2. Darstellung der Lage

Wie in den vergangenen Geschäftsjahren wurde die ENERGIEUNION GmbH auch in 2024 anhand der Umsatzerlöse und der Ergebniskennzahlen EBIT und Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung gesteuert und eng an die Berichts- und Controllingvorgaben der VNG Handel & Vertrieb GmbH angebunden.

2.1. Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2024 schließt mit einem Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von TEUR 9.568 (2023: TEUR 10.644) und liegt damit deutlich über der Prognose für 2024 von TEUR 5.485. Der Jahresüberschuss wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die VNG Handel & Vertrieb GmbH abgeführt. Das EBIT ist im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 10.113) auf TEUR 8.971 gefallen und liegt ebenfalls deutlich über der Planung von TEUR 5.341 für 2024. Das deutlich höhere EBIT und Jahresergebnis vor Ergebnisabführung im Vergleich Ist 2024 zum Plan 2024 ergibt sich aus dem Handel mit Stromterminprodukten, welche in 2023 bei hoher Volatilität und Margen gehandelt, jedoch erst in 2024 geliefert und abgerechnet wurden sowie dem Intraday-Handel mit finanziellen Gaskontrakten an der ICE London, welche unmittelbar nach Schließung der Positionen zur Abrechnung kamen.

Die Umsatzerlöse haben sich im Geschäftsjahr aufgrund des geringeren Marktpreisniveaus auf TEUR 1.557.222 reduziert (2023: TEUR 2.640.818) und unterschreiten damit den geplanten Wert von TEUR 3.320.

Analog dazu verringerte sich auch der Materialaufwand auf TEUR 1.544.874 (2023:TEUR 2.627.417).

Die Kundenbeziehungen und die Inanspruchnahme von Dienstleistungsangeboten im Strom- und Gasbereich waren wieder stabil und konnten durch Neukundenakquise weiter ausgebaut werden.

2.2. Finanzlage

Die Gesellschaft nahm im Geschäftsjahr 2024 keine Bankdarlehen in Anspruch.

Garantien für Börsen, OTC-Handelspartner und Netzgesellschaften konnten durch die VNG Erdgascommerz GmbH sowie die VNG AG in ausreichendem Maße bereitgestellt werden.

2024
TEUR
2023
TEUR
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 15.305 8.247
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -423 18.401
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 603 557
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -10.691 -11.900
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.794 15.305

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR -423.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit im Saldo in Höhe von TEUR 604 ist wesentlich von erhaltenen Zinsen in Höhe von TEUR 660 geprägt.

Im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages wurden an die VNG Handel & Vertrieb GmbH TEUR 10.644 für das Jahresergebnis 2023 abgeführt und es wurden Zinsen in Höhe von TEUR 47 gezahlt. Damit belief sich der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit auf TEUR 10.691.

Der Finanzmittelfonds zum Stichtag entspricht mit TEUR 4.794 (2023: TEUR 15.305) den Cashpoolforderungen gegenüber der VNG AG.

2.3. Vermögenslage

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt unverändert EUR 6.223.414. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme auf 12,1% erhöht (2023: 10,9 %). Die Reduzierung der Bilanzsumme ist im Wesentlichen auf geringere Forderungen und Verbindlichkeiten zurückzuführen.

Langfristig gebundene Vermögenswerte (Anlagevermögen) sind vollständig durch Eigenkapital gedeckt. Das kurzfristig fällige Fremdkapital (Verbindlichkeiten) ist vollständig durch liquide Mittel und das übrige kurzfristig gebundene Vermögen (Umlaufvermögen) gedeckt.

Die Investitionen im Geschäftsjahr 2024 umfassen insbesondere die Modernisierung der Soft- und Hardware sowie der Büroausstattung sowie die Verbesserung der IT- und Datensicherheit.

C Prognosebericht

Insgesamt muss weiterhin von einer starken Verschiebung der Einflussgrößen auf den deutschen Energiemarkt ausgegangen werden. Der Ausbau der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien, schwerpunktmäßig der Photovoltaik, wird zu einem weiterwachsenden volatilen Preisgeschehen aufgrund der Wettereinflüsse führen. Um gegensteuernd und ausgleichend gesicherte Leistung bereithalten zu können, muss die konventionelle Energieerzeugung um- und modern ausgebaut werden. Nach dem Abschalten der letzten Atomkraftwerke werden nun in den kommenden Jahren mehr und mehr Kohlekraftwerke abgeschaltet. Damit geht ein erheblicher Teil an gesicherter Kraftwerksleistung verloren, welcher in den nächsten Jahren durch Gaskraftwerke ersetzt werden soll. Diese Gaskraftwerke, welche zum Großteil nur wenige Benutzungsstunden im Jahr haben werden, müssen jedoch erst geplant, finanziert und gebaut werden. Die politische Diskussion über den weiteren Weg des Umbaus der Energiewirtschaft hin zu geringeren CO2 -Emmissionen ist in Deutschland zersplittert und kontrovers. Die seit mehreren Quartalen bestehende Rezession der Wirtschaft beruht zum großen Teil auf den im Vergleich zu anderen Industrienationen hohen Energiepreisen in Deutschland. Kurz- und mittelfristig muss eine neue Bundesregierung mit einem neuen Kraftwerkskonzept und preisdämpfend tätig werden. In 2025 ist also mit wesentlichen den Energiemarkt und somit das Preisniveau und die Preisvolatilität beeinflussenden energiepolitischen Weichenstellungen in Deutschland und auf EU-Ebene zu rechnen, welche jedoch kaum vorausgesehen werden können.

Dieser sich verändernde Gesamtrahmen sorgt für einen ständigen Anpassungs- und Optimierungsdruck bei unseren Kunden, Handelspartnern und im Unternehmen selbst. Einhergehend damit steigen die Anforderungen an die IT-Systeme, die IT-Sicherheit und deren einwandfreies technisches Funktionieren. Die Vorgaben der EU zum sicheren Betrieb von IT-Infrastruktur, die Internationale Norm ISO 27001, Gesetzesvorhaben wie die Umsetzung der NIS2 und die Einhaltung der Konzernrichtlinien sind deshalb weiterhin Ziel- und Messgröße für die weiteren Investitionen, die Prozessabläufe im Unternehmen und die Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiter, um einen dauerhaft sicheren Geschäftsbetrieb zu ermöglichen.

Die wirtschaftliche Weiterentwicklung der ENERGIEUNION GmbH wird somit auch im Jahr 2025 wesentlich durch den Strom- und Gashandel, das jederzeitige Bereithalten des aktiven Marktzuganges für unsere Kunden und die Erbringung der diversen Dienstleistungen im Handels-, Portfoliomanagement- und Energiedatenprozess geprägt. Durch gute wettbewerbliche Position auf dem Markt der Energiedienstleistungen und die mittlerweile jahrzehntelange Dienstleistungserfahrung und Anpassungsfähigkeit der ENERGIEUNION GmbH werden auch für das Jahr 2025 mit einer Gewinnung neuer Kunden gerechnet.

Die Beschaffung von LNG zu Weltmarktpreisen, die flexible Verfügbarkeit von zu importierendem französischem Atomstrom als auch der Wettereinfluss auf die Erzeugung von erneuerbaren Energien in Deutschland führen weiter zu Preisvolatilitäten im Strom- und Gashandel, welche besondere Handelschancen aber auch Marktpreis- und Kreditrisiken beinhalten. In enger Zusammenarbeit mit dem Risiko- und Finanzcontrolling der VNG Handel & Vertrieb GmbH werden diese Prozesse laufend geprüft, verbessert und nach risikomindernden Optionen gesucht. Eine starke Nutzung der Handelszugänge zur EEX und ICE als zentrale Counterparty ist auch im Jahr 2025 gegeben, gleichzeitig wird aber im Rahmen der Risikominderung auch diversifizierend der bilaterale Handel im Rahmen der Verfügbarkeit von freien Handels- und Kreditlinien weiter ausgebaut. Das Unternehmen verfügt über eine große Anzahl an aktiven Handelspartnern und ausreichend Kapital, Geschäfte im zugelassenen Rahmen durchzuführen.

In Erwartung einer ähnlichen ausreichenden Preisvolatilität wie im Jahr 2024, eines weiterhin Handelslinien schonenden Preisniveaus, der weiteren Optimierung und Fortentwicklung der Dienstleistungen für unsere Kunden und der hohen Flexibilität unserer Produkt- und Dienstleistungsangebote wird eine stabile und weiter positive Geschäftsentwicklung für 2025 und in den Folgejahren erwartet. Basierend auf dem zur Verfügung stehenden Handels- und Risikorahmen, der Verfügbarkeit von benötigten Fachkräften, der stetigen Qualifizierung und Schulung der Mitarbeiter und unter Beachtung der möglichen Chancen und Risiken energiepolitischer Entscheidungen einer neuen Bundesregierung wird für das Geschäftsjahr 2025 ein EBIT von ca. 2,5 Mio. EUR erwartet.

D Chancen und Risiken

Auch das Jahr 2025 wird für den deutschen Strom- und Gasmarkt herausfordernd. Dringend notwendige politische Entscheidungen für eine sichere und preiswerte Energieversorgung insbesondere der Industrie unter dem Gesichtspunkt des Klimaschutzes und der geopolitischen Veränderungen stehen an und müssen aufgrund der Abschaltung weiterer konventionell Strom erzeugender Kraftwerke in diesem Jahr erfolgen. Einhergehend wir der Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen weitergehen und damit die Abhängigkeit von Wind und Wetter zunehmen. Gleichzeitig muss weiter das Ziel verfolgt werden, die Kohlendioxid-Emissionen zu reduzieren, was aufgrund der Abschaltung von Kohlekraftwerken und deren Ersatz durch neu zu bauende und nur wenige Stunden zu betreibende Gaskraftwerke ermöglicht werden soll, aber damit auch die Abhängigkeit von Dritten, besonders dem LNG-Weltmarkt, erhöht. Gaskraftwerke als sichere und bisher preiswerte Übergangskraftwerke zu einer weitestgehend emissionsfreien, wasserstoffbasierten Stromerzeugung sind wegen des Umschwenkens der Gasbeschaffung vom billigen russischen Pipeline-Gas auf im Weltmarkt gehandeltes und über weite Strecken zu transportierendes Flüssiggas preisvolatile und teure Stromproduzenten. Einhergehend damit wird der Stromverbrauch in Deutschland im Haushaltsbereich durch den vermehrten Einsatz von Wärmepumpen zu Heizzwecken und dem Ausbau der Elektromobilität steigen. Dieses Szenario führt in Summe zu starkem Anpassungsdruck aller Teilnehmer am Energiemarkt, einer Veränderung des Gesamtmarktes und in Hinblick auf den Umbau zur wasserstoffbasierten Energiebereitstellung zu enormen Investitionen mit ungewissem politischem Einfluss auf Amortisation und Rentabilität.

Da die ENERGIEUNION GmbH auch weiterhin keinerlei Erzeugungsanlagen bzw. langfristige Abnahme- oder Lieferverpflichtungen hat, kann sie auch im Jahr 2025 und den Folgejahren frei auf dem Markt agieren und die Chancen, die sich im Handels- bzw. Dienstleistungsmarkt ergeben, flexibel und profitabel nutzen. Diese Chancen ergeben sich insbesondere Im Handelsmarkt für Strom und Gas aber auch in der Bereitstellung und Modifizierung der von den Kunden gewünschten Prozesse, Produkte und Dienstleistungen. Diese rechtzeitig aufzubauen, vorhandene zu optimieren und notwendige sicher bereitzustellen ist wesentlich für die Geschäftserfolge der letzten Jahre gewesen und wird im Zusammenspiel mit unseren Kunden, Handelspartnern, Mitarbeitern und unserem Gesellschafter auch im Jahr 2025 und folgend erfolgreich möglich sein.

Die Mitarbeiter der ENERGIEUNION können dafür jederzeit auf die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Konzernverbund zurückgreifen und zudem werden externe Qualifizierungen vom Unternehmen gefördert. Besonders wird auf eine gute Alters-, Wissens- und Kulturdurchmischung wert gelegt. Neue Mitarbeiter sollen mit ausreichendem Qualifizierungsvorlauf als Ersatz für wegen Renteneintritts ausscheidenden Mitarbeitern eingestellt werden. Besonders werden aber Mitarbeiter auch aus anderen Kulturkreisen umworben, um zum einen dem Fachkräftemangel zu begegnen, andererseits aber auch andere Sichtweisen und Problemlösungsansätze als Chancen im Unternehmen zu integrieren.

Im auf Portfolio- und Risikomanagement spezialisierten Handelsunternehmen mit eigenen Marktzugängen, einer großen Anzahl an Handelspartnern und im Konzernverbund werden weiterhin gute Chancen gesehen, uns mit unserer jahrelangen Erfahrung und Anpassungsfähigkeit im Wettbewerb zu behaupten. Die Breite der Marktzugänge, sowohl direkt an den Börsen, mit eigenen Handelslinien als auch in Anbindung an den Handel der VNG Handel & Vertrieb GmbH und dem Trading der EnBW AG, ermöglichen der ENERGIEUNION GmbH ein breites Handelsangebot im Hinblick auf Strom- und Gas-Dienstleistungen für Kunden. Das Energiedaten- und Abrechnungsmanagement ergänzt diese Handelsdienstleistungen und wird weiterhin als besondere Stärke im Servicewettbewerb für Stadtwerke und Industrie mit weiterem Wachstumspotential gesehen.

Die im Energiehandels- und Dienstleistungsgeschäft auftretenden Risiken sind aufgrund der Anlagenfreiheit des Unternehmens überschaubar und zusammengefasst folgende:

Finanzielle Chancen und Risiken aus dem Strom- und Gashandelsgeschäft ergeben sich aus den Preisschwankungen an den Energiemärkten und den unterschiedlichen Preisbildungsmechanismen im Ein- und Verkauf. Im Rahmen einer Portfoliobetrachtung werden die Risikopositionen aus Einzelverträgen im Ein- und Verkauf von Strom und Gas zu einer Gesamtrisikoposition (Bewertungseinheit) je Energieart und Kalenderjahr aggregiert, kontinuierlich durch IT-Systeme und richtliniengemäße Risikosteuerung überwacht und anhand von Schwellenwerten im Hinblick auf die Risikotragfähigkeit gesteuert. Die Bildung der Portfolien erfolgt unter Beachtung der Konzernvorgaben der VNG AG bzw. der VNG Handel & Vertrieb GmbH und unter Beachtung des Risikohandbuches der ENERGIEUNION GmbH für das Risikomanagement und unterliegt mehrmals jährlich einer Überprüfung und gegebenenfalls Nachjustierung durch das Risikocontrolling der VNG Handel & Vertrieb GmbH.

Operationelle Risiken aus Hard- und Softwareausfällen werden im Rahmen der weiteren Digitalisierung zunehmend bedeutender. Deshalb wurde das gesamte Informationssicherheitsmanagement und die wesentlichen Geschäftsprozesse im Jahr 2024 einer internen Überprüfung unterzogen, teilweise neu organisiert und sollen im Jahr 2025 durch ein Audit der TÜV Nord Group überprüft werden. Durch Nutzung von Cloudsystemen, Notfalltests, testweise Spontanabschaltungen von Komponenten oder des Gesamtsystems und simulierte Angriffe durch beauftragte Dritte wird deutlich mehr Augenmerk auf die Sicherheit der IT-Systeme und Informationsverarbeitung gelegt. Ziel dieser verbesserten Überwachung der operationellen Risiken ist der permanente Schutz und die Aufrechterhaltung der jederzeitigen vollen Handels- und Dienstleistungsfähigkeit aber auch die Entwicklung der Chance, neue Kundengruppen zu gewinnen, die im Bereich der KRITIS-Unternehmen angesiedelt sind und besonders hohe Sicherheitsanforderungen an die Verarbeitung ihrer Informationen und Daten stellen.

Abgesehen von den aufgeführten Geschäftsrisiken sind Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ENERGIEUNION GmbH nachhaltig und wesentlich beeinträchtigen könnten, auf Basis unseres derzeitigen Wissenstandes nicht erkennbar.

 

Schwerin, 28. Mai 2025

Dr. Steffen Rothe

Feststellung

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2024 wurde am 4. Juni 2025 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

7 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.