German Biofuels GmbH
Am Hünengrab 9, 16928 Pritzwalk, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Erwin Norbert Gausa seit 1.4.2025 | Prokura |
Bengt Korupp seit 28.4.2011 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 35.00% | |
| 29.99% |
Ungelöste Beteiligungen (2)
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
German Biofuels GmbHPritzwalkJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang zum 31.12.2023I. ALLGEMEINES Die German Biofuels GmbH hat ihren Sitz in Pritzwalk und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Neuruppin unter HRB 9238 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Bei der German Biofuels GmbH handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 1. Allgemeines Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Die ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden wurden zum Stichtag des Jahresabschlusses einzeln bewertet. Es wurde vorsichtig bewertet; insbesondere wurden alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Stichtag des Jahresabschlusses entstanden waren, berücksichtigt. Gewinne wurden demgegenüber nur berücksichtigt, wenn sie am Bilanzstichtag realisiert waren. Im Jahresabschluss werden Posten, die auf fremde Währung lauten, grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert ausgeübt. 2. Bilanzierung und Bewertung 2.1 Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig - überwiegend über eine Nutzungsdauer von 4 Jahren - linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Abschreibungen werden nach der linearen Methode über die geschätzte Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen, die für Gebäude und Bauten überwiegend 15-33 Jahre, für Technische Anlagen und Maschinen 4-15 Jahre und für Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-4 Jahre beträgt. Die Abschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern mit Anschaffungskosten von EUR 250 bis EUR 1.000 erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren. Liegt der beizulegende Wert am Bilanzstichtag unter dem Buchwert wird eine außerplanmäßige Abschreibung auf den beizulegenden Wert vorgenommen. 2.2 Vorräte Die Roh -, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die geleisteten Anzahlungen werden zu Anschaffungskosten oder ihrem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bzw. beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Die fertigen Erzeugnisse werden mit ihren Herstellungskosten angesetzt, die neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Gemeinkosten sowie Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind, enthalten. Das Wahlrecht zur Einbeziehung von angemessenen Teilen der Verwaltungskosten wurde nicht ausgeübt. Bei einem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bzw. beizulegenden Wert am Bilanzstichtag werden Abwertungen vorgenommen. 2.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert bzw. niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Es besteht ein Factoringvertrag für die Gesellschaft. Der noch nicht durch den Factoringpartner gezahlte Betrag wurde unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. 2.4 Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Die flüssigen Mittel enthalten Barmittel und kurzfristig liquide Anlagen. 2.5 Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital ist zum Nennbetrag bilanziert. 2.6 Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Berichtszeitraum ist aus dem Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich. Der Anlagenspiegel ist gemäß § 284 Abs. 3 in der Bruttodarstellung abgeleitet worden. 2. Vorräte Bei den Roh -, Hilfs- und Betriebsstoffen handelt es sich im Wesentlichen um Rapssaat sowie Pflanzenölbestandteile, bei den unfertigen Erzeugnissen um eigengepresstes Rapsöl und bei den Fertigerzeugnissen um Biodiesel und Rapskuchen. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr mit Kunden. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen für die noch nicht ausgezahlten Beträge aus einem Factoringvertrag (EUR 1.439.609,03), Treuhandsperrkonto Factoring (EUR 750.000,00), Forderungen gegenüber Finanzamt aus Gewerbe- und Körperschaftssteuererstattungen (EUR 309.816,10), Forderungen aus Stromsteuerentlastung gemäß §§ 9b, 10 StromStG (EUR 219.599,37), debitorische Kreditoren (EUR 170.046,84), Sicherheitshinterlegungen (EUR 38.000,00) und im Folgejahr abziehbare Vorsteuern (EUR 24.766,93). Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 4. Rechnungsabgrenzungsposten Die zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben, die Aufwendungen für das Folgejahr darstellen. 5. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft ist gemäß § 4 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages eingeteilt in 100.000 Geschäftsanteile mit einem Nennbetrag von EUR 1,00. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgten aus dem Bilanzgewinn 2022 eine Gewinnausschüttung in Höhe von insgesamt EUR 2.000.000,00. Im Bilanzgewinn von EUR 28.234.619,89 ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 18.825.274,98 enthalten. 6. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Rückstellungen für Personal (u.a. Urlaub, Bonuszahlungen) in Höhe von EUR 575.457,32, Rückstellungen für Energie (Gas, Strom, Wasser) in Höhe von EUR 437.174,55 und Rückstellungen für Prüfungskosten und Steuerberatungskosten in Höhe von EUR 31.000,00 sowie sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 28.000,00. Des Weiteren wurden für ausstehende Rechnungen Rückstellungen iHv. EUR 47.322,62 gebildet. 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Die Umsatzerlöse wurden in Höhe von EUR 125.874.959,33 im Inland und in Höhe von EUR 36.758.870,88 im Ausland erzielt. 2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzten sich im Wesentlichen aus den Erträgen aus Sicherungsgeschäften und Kursdifferenzen (EUR 3.000.231,11) zusammen. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Ausgangsfrachten (EUR 3.295.839.65), Reparaturen und Instandhaltungsmaßnahmen (EUR 1.497.565,45), Versicherungen und Beiträge (EUR 642.539,33), Aufwendungen für Sicherungsgeschäfte und Kursdifferenzen (EUR 364.689,12), Nebenkosten des Geldverkehrs (EUR 275.597,57), Rechts- und Beratungskosten (EUR 186.708,77), Miete der Kesselwagen (EUR 164.250,00) sowie für Betriebsbedarf (EUR 131.918,87). V. SONSTIGE ANGABEN 1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen aus Einkaufskontrakten in Höhe von EUR 13.350.123,25. Die Gesamtverpflichtung bestehender Miet- und Leasingverträge beläuft sich auf EUR 6.910,00 €. Im Weiteren besteht zum Bilanzstichtag eine Zollbürgschaft in Höhe von EUR 1.317.120,00. 2. Durchschnittlicher Personalbestand Die durchschnittliche Anzahl an Mitarbeitern nach Gruppen stellt sich im Berichtszeitraum wie folgt dar:
3. Einsatz derivativer Finanzinstrumente / Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB Die Gesellschaft ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs -, Preis- und Zinsrisiken ausgesetzt. Gegen verbleibende Preisrisiken wurden im Geschäftsjahr derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt ausschließlich im Rahmen der Sicherung von aus dem operativen Geschäft entstehenden Positionen oder geplanten Transaktionen. Es erfolgt eine laufende Überwachung der aus den Grundgeschäften resultierenden Risiken sowie der zu Absicherung geschlossenen Derivate. Regelmäßig werden diese Ergebnisse an die verantwortlichen Mitarbeiter berichtet. Zur Absicherung von Preisrisiken auf der Einkaufsseite erfolgt ein Einsatz von Futures. Zur Absicherung von Preisrisiken auf der Verkaufsseite werden Futures eingesetzt. Zum Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen aus Hedginggeschäften aus 190 Kontrakten Rapsfutures. Die Zeitwerte der Rapsfutures betragen zum Bilanzstichtag EUR 4.161.000,00. Derivative Finanzinstrumente werden innerhalb der Gesellschaft ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt und, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten (Macro Hedge) zusammengefasst. Bei der Bildung von Bewertungseinheiten werden die Veränderungen der Zahlungsströme aus den Grund- und Sicherungsgeschäften einander gegenübergestellt und nur ein negativer Überhang aus dem ineffektiven Teil der Marktwertveränderungen als Drohverlust zurückgestellt. Die nicht realisierten Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil gleichen sich vollständig aus und werden weder bilanziell noch ergebniswirksam erfasst. Die Zeitwerte der Finanzinstrumente entsprechenden dem Markt- oder Börsenwert. Weitere Erläuterungen zu den abgesicherten Risiken und der Sicherungsstrategie sind im Lagebericht enthalten. 4. Abschlussprüferhonorar Das Honorar des Abschlussprüfers für den Berichtszeitraum beläuft sich auf TEUR 31,0 (i.V. TEUR 26,0) und setzt sich wie folgt zusammen:
5. Geschäftsführung Zum Geschäftsführer war im Berichtszeitraum bestellt:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 6. Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses des Geschäftsjahres 2023 Bei der Erstellung des Jahresabschlusses auf den 31.12.2023 wird davon ausgegangen, dass der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 11.409.344,91 unter Berücksichtigung des um die Gewinnausschüttung in 2023 für 2022 in Höhe von EUR 2.000.000,00 geminderten Gewinnvortrages aus dem Vorjahr in Höhe von ursprünglich EUR 18.825.274,98 auf neue Rechnung vorgetragen wird.
Pritzwalk-Falkenhagen, den 19. Februar 2024 Bengt Korupp Der Jahresabschluss wurde am 12. März 2024 von der Gesellschafterversammlung festgestellt. Anlagenspiegel zum 31.12.2023German Biofuels GmbHPritzwalk OT Falkenhagen
Lagebericht zum 31.12.2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die German Biofuels GmbH ist auf dem Biodieselbeimischungsmarkt tätig und produziert qualitativ hochwertigen Biodiesel, der die Vorgaben der entsprechenden technischen Normen deutlich übertrifft. Das macht die Gesellschaft zu einem zuverlässigen Lieferanten der deutschen Mineralölindustrie für nachhaltig zertifizierten Biodiesel. Die Kunden bestätigen sowohl die hohe Qualität des gelieferten Biodiesels, als auch die überdurchschnittliche Serviceorientierung und Flexibilität des Unternehmens. Die German Biofuels GmbH steht im Wettbewerb mit anderen deutschen und internationalen Biodieselproduzenten. Daneben werden im Produktionsprozess unter Einsatz von Rapsöl, Used Cooking Oil (UCO) und weiteren Zusatzstoffen die Nebenprodukte Glycerin, Expeller (Rapskuchen), Fettsäuren und Gums (Schleimstoffe) produziert. 2. Ziele und Strategien Die Qualitätspolitik der German Biofuels GmbH zielt auf die Herstellung qualitativ hochwertiger Produkte nach gültigen Normen, Verbandsempfehlungen und konkreten Kundenforderungen nationaler und internationaler Märkte. Die Steigerung der Leistungsfähigkeit im Wettbewerb mit anderen Biodieselproduzenten steht gleichrangig mit dem Ziel, die Verantwortung für den schonenden Umgang mit unserer Umwelt zu übernehmen. 3. Forschung und Entwicklung Die German Biofuels GmbH arbeitet ständig an der Optimierung und Verbesserung des gesamten Produktionsprozesses, um einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den Konkurrenten zu erzielen und die Vermögens -, Finanz- und Ertragslage zu stärken. Insbesondere wird an der Verbesserung der Effizienz bei der Verarbeitung von Altspeisefetten (UCO) gearbeitet. Der Anteil von Altspeisefetten als Rohstoff zur Biodieselproduktion stieg deutlich im Vergleich zum Vorjahr. II. Wirtschaftsbericht 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % geringer als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 weiterhin geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie den extremen Energiepreiserhöhungen. Material- und Lieferengpässe konnten behoben werden, massiv steigende Preise wie beispielsweise für Nahrungsmittel im Vorjahr stagnierten. Die Biodieselbranche konnte in 2023 im Vergleich zum Vorjahr den Marktanteil steigern. Der Marktanteil von Biodiesel ist bei insgesamt geringerem Verbrauch an Dieselkraftstoffen in Deutschland im Durchschnitt auf 7,8 % (Vorjahr: 7,3%) gestiegen. Inlandsverbrauch Biokraftstoffe 2023
Anmerkung: a) Volumenprozentanteil Bioethanol am ETBE = 47 %; Kumulation von BAFA berechnet mit korrigierten, (unveröffentlichten) Monatsdaten. Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, AMI. Mit der Umsetzung der Kraftstoffqualitätsrichtlinie der Europäischen Union hat die Bundesregierung im zwölften Gesetz zur Änderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) die Vorgaben der EU ab 01.01.2015 in nationales Recht umgesetzt. Für die Biokraftstoff- und Mineralölindustrie ergab sich auf dieser Grundlage eine Umstellung der Biokraftstoffförderung von einer energetischen Biokraftstoffquote auf eine Treibhausgasquote. Die Mineralölindustrie war vor der Gesetzesänderung verpflichtet, eine Mindestmenge an Biokraftstoffen, bezogen auf die jährliche Gesamtabsatzmenge an Otto- und Dieselkraftstoff (einschließlich des Biokraftstoffanteils) eines Unternehmens, in den Verkehr zu bringen. Demnach mussten bis 2014 mindestens 6,25% der gesamten Treibstoffe biogenen Ursprungs sein. Seit dem Jahr 2015 beziehen sich die im BImSchG bestimmten Quoten auf die durch Biokraftstoffe zu vermeidenden Treibhausgase. Die Mineralölindustrie ist nunmehr verpflichtet, den Treibhausgasausstoß der von ihr in den Verkehr gebrachten Kraftstoffe zu reduzieren. Die gesetzlich vorgeschriebene Treibhausgasminderung ergibt sich aus § 37a Absatz 4 Satz 2 BImSchG. Danach muss der Verpflichtete (Mineralölanbieter) den Treibhausgasanteil der von ihm in Verkehr gebrachten Gesamtmenge fossilen Ottokraftstoffs, fossilen Dieselkraftstoffs und Biokraftstoffs
2. Geschäftsverlauf 2.1. Geschäftsergebnis Der Rohertrag der Gesellschaft aus Grund- und Derivativgeschäften ist von 29,8 Mio. € im Jahr 2022 auf 25,1 Mio. € im Jahr 2023 zurückgegangen. Die Rohertragsquote stieg von 11,4% auf 15,9%. Das Ergebnis vor Abschreibung, Zinsen und Steuern betrug im Jahr 2023 14,6 Mio. € gegenüber 20,6 Mio. € im Vorjahr. Das positive Ergebnis vor Abschreibung, Zinsen und Steuern deckte die übrigen Aufwandspositionen, so dass das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 11,4 Mio.€ (Vorjahr: Jahresüberschuss 14,8 Mio. €) abgeschlossen wird. 2.2. Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Produktionsmenge Biodiesel sank von 123.011 mt in 2022 auf 108.770 mt in 2023. Damit konnte eine auskömmliche Auslastung von gut 82% der Anlagen erreicht werden. Die Umsatzerlöse fielen im Vergleich zum Vorjahr um 37,4%, wobei der Rückgang aus Preis- und Mengeneffekten resultiert. 2.3. Statistik Produktion und Umsatz
2.4. Beschaffung Die Verfügbarkeit des wesentlichen Rohstoffes Raps war über das gesamte Jahr 2023 hinreichend. Nachdem im Verlauf des letzten Quartals 2022 die Beschaffungspreise bei 650 €/mt lagen, fiel der Preis in 2023 kontinuierlich bis zur Jahresmitte auf 460 €/mt und fiel bis zum Jahresschluss weiter auf 430 €/mt. Damit lagen die Preise für den Rohstoff Raps in 2023 im Durchschnitt um 275 €/mt unter den Preisen von 2022. Nachdem die Preise für Rapsöl Ende 2022 auf 1.300 €/mt gefallen waren, sank der Preis in 2023 kontinuierlich bis zur Jahresmitte auf 700 €/mt und stieg bis zum Jahresschluss wieder auf 900 €/mt an. Damit lagen die Preise in 2023 im Durchschnitt um 600 €/mt unter den Preisen von 2022. Der Anteil der Verarbeitung von UCO stieg auf 65,07% in 2023 deutlich gegenüber dem Vorjahr (61,13% in 2022). 2.5. Investitionen Neben den routinemäßigen Wartungsinvestitionen wurden im Jahre 2023 Investitionen in Höhe von insgesamt TEUR 74,0 vorgenommen, die im Wesentlichen in ein Labormessgerät (TEUR 31,4) investiert wurden. 2.6. Personal Die Mitarbeiterzahl betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr im Mittelwert 54 Personen. Eine Rückstellung für den Verpflichtungsüberhang aus noch nicht in Anspruch genommenen Urlaubstagen wurde in 2023 in Höhe von EUR 54.142,30 gebildet. 3. Darstellung der Lage Nachdem die durchschnittliche Beimischungsquote von Biodiesel in den Jahren 2021 und 2022 leicht zurückging, stieg diese in 2023 wieder an. In diesem Biodieselmarkt konnte die GBF GmbH - trotz der schwierigen weltweiten exogenen Faktoren - ihre Marktanteile ausbauen. Damit bestätigt sich, dass die GBF als mittelgroßer Lieferant der Mineralölindustrie hohe Wertschätzung genießt. Im zweiten Halbjahr 2023 kam es preisbedingt zu einem deutlichen Anstieg der Marge, nachdem im zweiten Quartal aufgrund einer großen Importmenge chinesischer Ware diese deutlich zurückgegangen waren. 3.1. Ertragslage Die Rohertragsmarge stieg von 11,4% in 2022 auf 15,9% in 2023 und ist gut auskömmlich, um alle weiteren fixen und variablen Kosten abzudecken. Bei leicht gestiegenen variablen Personal- und etwas niedrigeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist das operative Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) mit 14,6 Mio. € deutlich positiv und reicht mehr als aus, die gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Abschreibungen und das im Vergleich zum Vorjahr annähernd unveränderte Finanzergebnis zu decken. Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 11.409.344,91 (nach einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 14.754.375,34 im Geschäftsjahr 2022) ab. 3.2. Finanzlage Die Liquiditätslage des Unternehmens hat sich nach der deutlichen Verbesserung im Vorjahr weiter auf hohem Niveau etabliert. Aufgrund des wiederum positiven Jahresergebnisses und den nicht zahlungswirksamen Abschreibungen, denen ein deutlicher Abbau der Rückstellungen (= Zahlungsmittelabfluss) sowie ein Aufbau des Umlaufvermögens (=Zahlungsmittelbindung) und ein Abbau der nicht zinstragenden Verbindlichkeiten (= Zahlungsmittelabfluss) gegenüberstehen, wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr mit rd. TEUR 14.801 ein deutlich positiver Cash Flow aus operativer Tätigkeit erzielt. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeiten war mit rd. TEUR 37 negativ. Es wurden Gewinnausschüttungen in Höhe von EUR 2 Mio. realisiert. Insgesamt ist der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit unter Berücksichtigung der gezahlten Zinsen in Höhe von TEUR 73 mit EUR 2,1 Mio. negativ. Der Bestand an liquiden Mitteln ist von EUR 9.414.788 zum Ende des Vorjahres auf EUR 22.105.703 zum Ende des Berichtszeitraums gestiegen. Der German Biofuels GmbH standen Kreditlinien in Höhe von EUR 10.000.000 (davon EUR 1.000.000 als Terminkreditrahmen) zur Verfügung. Im Ergebnis war die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihre fälligen Verbindlichkeiten frist- und betragsgerecht nachzukommen. 3.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR 3,4 Mio. gestiegen (EUR 32,8 Mio.). Auf der Aktivseite ist das Anlagevermögen - im Ergebnis abschreibungsbedingt - um rd. TEUR 155 gesunken. Das Vorratsvermögen ist durch Abbau der Bestände um rd. EUR 7,1 Mio. gesunken. Der Bestand an Forderungen aus Lieferung und Leistung ist gegenüber dem Vorjahr um rd. TEUR 93 gesunken. Durch das wiederum deutlich positive Jahresergebnis konnte der Bilanzgewinn deutlich auf EUR 28,2 Mio. erhöht und hieraus die Gewinnausschüttungen von EUR 2,0 Mio. vorgenommen werden. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag ein positives Eigenkapital in Höhe von EUR 28.934.619,89 auf, was einer handelsrechtlichen Eigenkapitalquote im Verhältnis zur Bilanzsumme von 88,1% entspricht. Auf der Passivseite sind die Rückstellungen um TEUR 4.854 gesunken. Des Weiteren konnten die Verbindlichkeiten per Saldo um TEUR 1.197 reduziert werden. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Das Management der GBF zieht für die interne Unternehmenssteuerung unter anderem die Kennzahlen Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA), Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und Rohertragsmarge heran. Die Kennzahlen sind gegenüber dem Vorjahr auf einem normalen Niveau.
Die Rohertragsmarge ergibt sich aus den Umsatzerlösen abzüglich der Kosten, die für die Erzielung des Umsatzes notwendig gewesen sind.
Die Rohertragsmarge ist im Geschäftsjahr auf 15,9 % (Vorjahr: 11,4%) gestiegen. Bezüglich der Analyse der Entwicklung der Kennzahlen wird auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verwiesen. 5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Zur Feststellung der Kundeneinschätzung wird in jährlichen Intervallen per Email die Zufriedenheit der Kunden abgefragt. Der entsprechende Fragebogen ist im Rahmen des QM-Systems standardisiert. Voraussetzung für die Befreiung von der EEG-Umlage ist die Einführung eines Energiemanagementsystems, welches gemäß EU-Verordnung 1221/2009 EMAS zertifiziert sein muss. Demgemäß werden Indikatoren wie z.B. Energieverbrauch, Wasserverbrauch, Abfallmengen und Emissionen gemessen. Die Belange der Arbeitnehmer werden durch ein Beurteilungs- und Förderungssystem berücksichtigt. Jährliche Beurteilungsgespräche zeigen den Mitarbeitern Stärken und Verbesserungspotenziale auf und münden in einer Zielvereinbarung für das kommende Jahr. Zur Messung/Steigerung der Effizienz der Prozesse werden die Ausbeuteverluste bei unterschiedlichen Mischungsverhältnissen zwischen Rapsöl und Altspeisefett als Ausgangsrohstoffe zur Biodieselproduktion in Werk 3 analysiert und die Fahrweise daraufhin optimiert. 6. Gesamtaussage Die Geschäftsentwicklung verlief im Geschäftsjahr 2023 insgesamt zufriedenstellend. Aufgrund der genannten exogenen Faktoren konnten die prognostizierten finanziellen Unternehmensziele (u.a. Rohertragsmarge, EBIT) und Erwartungen erreicht werden. Bezüglich konkreter Ausführungen zum Geschäftsverlauf verweisen wir auf die Ausführungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Risiken der künftigen Entwicklung sieht die Geschäftsführung weiterhin in einem volatilen Branchen- und Wettbewerbsumfeld, schlecht planbaren Energie- und Logistikkosten sowie unverändert schwierig planbar verlaufenden Verkaufspreisen für Biodiesel sowie unverändert nicht determinierbaren exogenen Einflüssen (z.B. Billigimporte von Biodiesel). Vor dem Hintergrund der Erfahrungen des Managements, dem Know-how der Belegschaft sowie der unverändert guten Marktpositionierung als langjähriger Hersteller von Biodiesel sieht sich die Geschäftsführung die GBF für die Bewältigung der künftigen Risiken unverändert gut gerüstet. III. Prognosebericht Die CO 2 -Reduktionsquote (THG Quote) für Inverkehrbringer für Kraftstoffe wurde von 2022 auf 2023 um 1%-Punkte angehoben und stieg damit auf 8%. Trotz Anrechenbarkeit von eigenen Umbau- und CO 2 -Sparmaßnahmen in der Herstellung von Kraftstoffen durch die Inverkehrbringer selbst, rechnet das Management mit einem Anstieg des Marktanteils und einer Beimischung im Dieselkraftstoff-Bereich bis an die Blendwall von derzeit 7%. Kraftstoffe der 2ten Generation, u.a. UCOME werden Ihren Marktanteil wegen ihrer hohen CO 2 Einsparungswerte aller Voraussicht nach weiter ausbauen. Aufgrund der allgemeinen Branchenvoraussetzungen kann die Gesellschaft als Lieferant von Kraftstoffen der 2ten Generation mit hohen CO 2 Vermeidungsquoten zwar grundsätzlich von volumenmäßig stabilen Absätzen ausgehen. Gleichwohl muss berücksichtigt werden, dass die Mengenabrufe der Kunden bezüglich Biodiesel maßgeblich von der Verfügbarkeit Rohölbasierter Rohstoffe einer bestimmten technischen Spezifikation abhängen, da nur diese in den von der Gesellschaft belieferten Raffinerien verarbeitet werden können. Insofern sind in der Planung der Gesellschaft aus Vorsichtsgründen im Vergleich zum Vorjahr geringere Mengenabrufe unterstellt worden. Da beschaffungsseitig mengenmäßig keine Restriktionen erkennbar sind, aber auch hier - wie bei der Entwicklung der Absatzpreise - weiterhin von schwankenden Beschaffungspreisen auszugehen ist, während in Bezug auf die Fixkostenentwicklung keine signifikanten Veränderungen zu erwarten sind, geht die Geschäftsführung von einer zwar positiven Ergebniserwartung aus, diese wird aber deutlich unterhalb des Niveaus des Jahres 2023 liegen. Aufgrund einer stabilen Auftragslage und bei unsicherer Entwicklung der Marktsituation geht das Management wiederum von einer positiven Geschäftsentwicklung für das Geschäftsjahr 2024 aus. Für das Geschäftsjahr 2024 werden Erlöse in Höhe EUR 127 Mio ., ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR 4,2 Mio. und ein Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen iHv EUR 4,4 Mio. erwartet, bei einer Rohertragsmarge von ca. 9,2%. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Die Branche der Biodieselhersteller ist stark von zyklischen und gesetzgeberischen Einflüssen abhängig, welche sich in den vergangenen Jahren deutlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der German Biofuels GmbH auswirkt haben und weiter auswirken können. Branchenspezifische Risiken: Der Biodieselmarkt ist stark von gesetzlichen Regelungen und den regulatorischen Eingriffen der Politik abhängig, wie bereits im Prognosebericht erläutert. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass politische Entscheidungen kaum vorhersehbar sind. Dieses Risiko kann von der German Biofuels GmbH nur sehr gering begrenzt werden, sodass sich hieraus jederzeit wieder Auswirkungen auf die Ertragslage ergeben können. Die Gesellschaft hat im Berichtszeitraum das Widerspruchsverfahren gegen das Landesamt für Umwelt Brandenburg fortgesetzt, in dem es um die Einstufung der aus der Kuppelproduktion entstehende Endstoffe und als solche verkaufbare Schleimstoffe als Abfall geht. Im Falle einer Ablehnung des Widerspruchs müsste die Gesellschaft zukünftig ein Kataster führen und die Warenbezeichnung ändern. Die hierfür anfallenden Kosten für die Umprogrammierung des ERP-Systems werden auf unter TEUR 10 taxiert. Änderungen in Bezug auf die erlösseitige Verwertbarkeit der Schleimstoffe resultieren nach Einschätzung der Geschäftsführung hieraus nicht. Ertragsorientierte Risiken: Preisschwankungen zwischen dem Absatz- und Beschaffungsmarkt gehören zu den Kernrisiken der German Biofuels GmbH. Zur Steuerung und Begrenzung dieser Risiken wurde eine für die Absatz- und Beschaffungsseite gültige, gemeinsame Preissicherungsstrategie erarbeitet. Diese zielt darauf ab, dass verkaufte Mengen rohstoffseitig sofort abgedeckt bzw. eingekaufte Rohstoffmengen frühzeitig absatzseitig gesichert wurden. Ohne Sicherungsmaßnahmen besteht das Risiko, dass sich die Einkaufs- und Verkaufsmärkte ungünstig entwickeln und keine ausreichende Marge erwirtschaftet werden kann. Ein weiteres Risiko stellen die bei der Verarbeitung von Altspeisefetten entstehenden Ausbeuteverluste dar. Die GBF hat hier im Vergleich zu den Vorjahren deutliche Fortschritte bei der quantitativen und der qualitativen Produktion von Biodiesel aus Altspeisefetten erzielt, die marktseitig auch in 2024 deutlich besser honoriert werden. Finanzwirtschaftliche Risiken: Risiken aus der Beschaffung von fremder Währung begegnete die Gesellschaft durch den Abschluss von Devisentermingeschäften oder ähnlichen Sicherungsinstrumenten. Aus heutiger Sicht ist die German Biofuels GmbH nicht in ihrem Bestand gefährdet. Der Betrieb wird ohne Kontokorrentlinien von Kreditinstituten unter Einschaltung eines Finanzierungsinstruments auf Ebene des Umlaufvermögens finanziert. Aufgrund einer positiven Going Concern-Betrachtung sowie ausreichender liquider Mittel mit denen die fälligen Verbindlichkeiten ausgeglichen und die Vorkassenrechnungen der Lieferanten beglichen werden können, läuft das operative Geschäft unverändert weiter. Es müssen jedoch laufend die sich verändernden Marktparameter analysiert werden, damit die aktuelle Unternehmensstrategie und Struktur entsprechend angepasst werden kann, um mittelfristig die Wettbewerbsfähigkeit und Ertragsstärke des Unternehmens abzusichern. Die Liquiditätslage ist ausreichend und es sind keine Engpässe zu erwarten. 2. Chancenbericht Die German Biofuels GmbH bietet auch in den kommenden Jahren weiterhin alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Positionierung im Markt für Biodiesel. Dem Wettbewerb wird unverändert durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnet. Da die German Biofuels GmbH ausschließlich im Beimischungsmarkt aktiv ist, geht das Management weiterhin von einer stabilen Absatzentwicklung aus. Grundlage für diese Annahme ist die durch die Bundesregierung festgelegte THG-Quoteneinsparung von 7,0% bis Ende 2022, 8% in 2023 und schrittweise ab 2025 bis 2030 auf 25%. Dem mit den Steigerungen der THG-Quotenverpflichtung verbundenen Mengenerhöhungen kann die GBF GmbH durch höhere Auslastung der Werke begegnen. Die Tatsache, dass die GBF GmbH in der Lage, ist UCO (Altspeisefett) zu verarbeiten bedeutet, dass auch langfristig die Existenz des Unternehmens gesichert ist, da das für den Zeitraum nach 2030 zu erwartende Einschränkungsgebot für Biokraftstoffe der ersten Generation aus Nahrungsmittelbasierten Rohstoffen eine Mengenlimitierung zur Folge hat. Im Dezember 2018 haben die EU-Mitgliedsstaaten die Neufassung der Erneuerbaren-Energien- Richtlinie verabschiedet. Ein wesentlicher Kernpunkt der Richtlinie ist die Beschränkung von Biodiesel, welcher aus herkömmlichen Futterpflanzen (u.a. Raps) gewonnen wird. Wir gehen davon aus, dass wir trotzdem unsere Marktposition weiter ausbauen können, da wir Biodiesel überwiegend aus Altspeisefetten gewinnen und weiterhin Möglichkeiten sehen, die Beimischungsquote von UCO noch ausbauen zu können. UCO gilt als sogenannter " 2nd Generation Biofuels", das heißt Biokraftstoff der zweiten Generation, der auch langfristig dazu beitragen wird, insgesamt die THG-Emission im Verkehrssektor zu reduzieren. Kurzfristig sind weltweit Investitionen in 2nd Generation Biofuels eher unwahrscheinlich, da auch nach dem Bundestagsbeschluss vom 25.05.2021 derzeit keinerlei investive Großprojekte in dieser Branche bekannt sind. Nach Aussage der IEA (International Energy Agency) ist abzusehen, dass die Produktion von Biokraftstoffen hinter der Zielsetzung der sogenannten IEA Biofuel Group Map zurückfällt. Damit ergibt sich sowohl für konventionellen Biodiesel, als auch für fortgeschrittene Biodiesel ein erhöhtes Marktpotenzial. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Wesentliche Finanzinstrumente sind Forderungen aus Lieferung und Leistung, Finanzschulden sowie Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung. Die Werthaltigkeit wird laufend überwacht. Ausfallrisiken bei Forderungen wurden durch ein Debitorenmanagement überwacht, das regelmäßig Mahnläufe und den Abschluss von Warenkreditversicherungen beinhaltet. Des Weiteren wurden zur Absicherung von Preisrisiken derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgte ausschließlich im Rahmen der Sicherung von aus dem operativen Geschäft entstehenden Positionen oder geplanten Transaktionen ohne physisches Geschäft. Es wurden keine sogenannten Leerverkäufe oder reine Papiergeschäfte vorgenommen, d.h. keine spekulative Nutzung derivativer Finanzinstrumente. Es erfolgt eine laufende Überwachung der aus den Grundgeschäften resultierenden Risiken, sowie der zur Absicherung abgeschlossenen Derivate. Regelmäßig werden diese Ergebnisse an die verantwortlichen Mitarbeiter berichtet. Zur Absicherung der Preisrisiken auf der Einkaufseite erfolgte ein Einsatz von Futures. Zur Absicherung von Preisrisiken auf der Verkaufsseite wurden ebenso vornehmlich Futures eingesetzt.
Pritzwalk, den 20. Februar 2024 Bengt Korupp BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die German Biofuels GmbH, Pritzwalk OT Falkenhagen: Prüfungsurteile Wir haben den J ahresabschluss der German Biofuels GmbH, Pritzwalk OT Falkenhagen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der German Biofuels GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. J anuar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (I DW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum J ahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den J ahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grunds- ätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des J ahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem J ahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 23. Februar 2024 Nexia
GmbH
Valentin Schmid, Wirtschaftsprüfer Alexander Blume, Wirtschaftsprüfer |
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