Stammdaten

Register
Amtsgericht Neuruppin HRB 9238
Eingetragen
14.3.2011
Branche
Herstellung von flüssigen BiokraftstoffenHerstellung von Ölen und Fetten, ohne Margarine u. ä. NahrungsfetteHerstellung von Mineralölerzeugnissen und von fossilen Brennstoffen
Gegenstand
Die Herstellung und Vermarktung von Rapsöl und Biodiesel auf der Basis von Raps- oder anderen pflanzlichen Ölen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Erwin Norbert Gausa
seit 1.4.2025
Prokura
Bengt Korupp
seit 28.4.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
35.00%
29.99%

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
German Biofuels Beteiligungs GmbH
Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

German Biofuels GmbH

Pritzwalk

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
-. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 72.072,00 78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 991.549,27 1.046
2. Technische Anlagen und Maschinen 289.733,00 347
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 166.529,99 205
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 24.857,90 24
1.472.670,16 1.622
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.564.186,67 5.651
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.182.706,92 292
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.410.193,31 7.278
6.157.086,90 13.221
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 30.051,72 123
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2.951.838,27 4.960
2.981.889,99 5.083
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 22.105.703,18 9.415
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 53.119,66 66
32.842.541,89 29.485

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100
II. Kapitalrücklage 600.000,00 600
III. Bilanzgewinn 28.234.619,89 18.825
28.934.619,89 19.525
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 476.638,1 6 5.000
2. Sonstige Rückstellungen 1.118.954,4 9 1.450
1.595.592,65 6.450
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 661.275,5 8 2.118
2. Sonstige Verbindlichkeiten 1.651.053,7 7 1.392
davon aus Steuern: EUR 1.461.111,02 (Vorjahr: TEUR 1.214)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 2.532,53 (Vorjahr: TEUR 4)
2.312.329,35 3.510
32.842.541,89 29.485

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 162.633.830,21 259.878
2. Verminderung (-)/ Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -4.868.312,33 2.177
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.065.411,20 3.787
davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 116.731,11 (Vorjahr: TEUR 25)
160.830.929,08 265.842
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -130.697.274,75 -227.895
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -4.837.004,74 -2.774
-135.534.279,49 -230.669
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.060.909,52 -2.983
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -492.688,53 -460
davon für Altersversorgung: EUR -13.256,72 (Vorjahr: TEUR -15)
-3.553.598,05 -3.443
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -228.993,04 -420
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.183.227,38 -11.154
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR -178.426,62 (Vorjahr: TEUR -126)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 37.267,30 3
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -73.134,58 -73
-35.867,28 -70
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.869.204,70 -5.326
11. Ergebnis nach Steuern 11.425.759,14 14.760
12. Sonstige Steuern -16.414,23 -6
13. Jahresüberschuss 11.409.344,91 14.754
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 18.825.274,98 16.071
15. Ausschüttung -2.000.000,00 -12.000
16. Bilanzgewinn 28.234.619,89 18.825

Anhang zum 31.12.2023

I. ALLGEMEINES

Die German Biofuels GmbH hat ihren Sitz in Pritzwalk und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Neuruppin unter HRB 9238 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Bei der German Biofuels GmbH handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

1. Allgemeines

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Die ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden wurden zum Stichtag des Jahresabschlusses einzeln bewertet.

Es wurde vorsichtig bewertet; insbesondere wurden alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Stichtag des Jahresabschlusses entstanden waren, berücksichtigt. Gewinne wurden demgegenüber nur berücksichtigt, wenn sie am Bilanzstichtag realisiert waren.

Im Jahresabschluss werden Posten, die auf fremde Währung lauten, grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert ausgeübt.

2. Bilanzierung und Bewertung

2.1 Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig - überwiegend über eine Nutzungsdauer von 4 Jahren - linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Abschreibungen werden nach der linearen Methode über die geschätzte Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen, die für Gebäude und Bauten überwiegend 15-33 Jahre, für Technische Anlagen und Maschinen 4-15 Jahre und für Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-4 Jahre beträgt.

Die Abschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern mit Anschaffungskosten von EUR 250 bis EUR 1.000 erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren.

Liegt der beizulegende Wert am Bilanzstichtag unter dem Buchwert wird eine außerplanmäßige Abschreibung auf den beizulegenden Wert vorgenommen.

2.2 Vorräte

Die Roh -, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die geleisteten Anzahlungen werden zu Anschaffungskosten oder ihrem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bzw. beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Die fertigen Erzeugnisse werden mit ihren Herstellungskosten angesetzt, die neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Gemeinkosten sowie Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind, enthalten. Das Wahlrecht zur Einbeziehung von angemessenen Teilen der Verwaltungskosten wurde nicht ausgeübt. Bei einem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bzw. beizulegenden Wert am Bilanzstichtag werden Abwertungen vorgenommen.

2.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert bzw. niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Es besteht ein Factoringvertrag für die Gesellschaft. Der noch nicht durch den Factoringpartner gezahlte Betrag wurde unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

2.4 Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die flüssigen Mittel enthalten Barmittel und kurzfristig liquide Anlagen.

2.5 Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital ist zum Nennbetrag bilanziert.

2.6 Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Berichtszeitraum ist aus dem Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich. Der Anlagenspiegel ist gemäß § 284 Abs. 3 in der Bruttodarstellung abgeleitet worden.

2. Vorräte

Bei den Roh -, Hilfs- und Betriebsstoffen handelt es sich im Wesentlichen um Rapssaat sowie Pflanzenölbestandteile, bei den unfertigen Erzeugnissen um eigengepresstes Rapsöl und bei den Fertigerzeugnissen um Biodiesel und Rapskuchen.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr mit Kunden.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen für die noch nicht ausgezahlten Beträge aus einem Factoringvertrag (EUR 1.439.609,03), Treuhandsperrkonto Factoring (EUR 750.000,00), Forderungen gegenüber Finanzamt aus Gewerbe- und Körperschaftssteuererstattungen (EUR 309.816,10), Forderungen aus Stromsteuerentlastung gemäß §§ 9b, 10 StromStG (EUR 219.599,37), debitorische Kreditoren (EUR 170.046,84), Sicherheitshinterlegungen (EUR 38.000,00) und im Folgejahr abziehbare Vorsteuern (EUR 24.766,93).

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4. Rechnungsabgrenzungsposten

Die zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben, die Aufwendungen für das Folgejahr darstellen.

5. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft ist gemäß § 4 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages eingeteilt in 100.000 Geschäftsanteile mit einem Nennbetrag von EUR 1,00.

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgten aus dem Bilanzgewinn 2022 eine Gewinnausschüttung in Höhe von insgesamt EUR 2.000.000,00.

Im Bilanzgewinn von EUR 28.234.619,89 ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 18.825.274,98 enthalten.

6. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Rückstellungen für Personal (u.a. Urlaub, Bonuszahlungen) in Höhe von EUR 575.457,32, Rückstellungen für Energie (Gas, Strom, Wasser) in Höhe von EUR 437.174,55 und Rückstellungen für Prüfungskosten und Steuerberatungskosten in Höhe von EUR 31.000,00 sowie sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 28.000,00.

Des Weiteren wurden für ausstehende Rechnungen Rückstellungen iHv. EUR 47.322,62 gebildet.

7. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 661.275,58 661.275,58 0,00 0,00
(VJ: 2.118.191,36) (VJ: 2.118.191,36) (VJ: 0,00) (VJ: 0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.651.053,77 1.651.053,77 0,00 0,00
(VJ: 1.391.396,13) (VJ: 1.391.396,13) (VJ: 0,00) (VJ: 0,00)
2.312.329,35 2.312.329,35 0,00 0,00
(VJ: 3.509.587,49) (VJ: 3.509.587,49) (VJ: 0,00) (VJ:0,00)

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
EUR EUR
Biodiesel 142.058.164,53 231.392.324,03
Rapskuchen (Expeller) 16.356.274,39 20.891.921,15
Glycerin 3.362.968,35 6.280.011,88
Übrige 856.422,94 1.313.435,61
162.633.830,21 259.877.692,67

Die Umsatzerlöse wurden in Höhe von EUR 125.874.959,33 im Inland und in Höhe von EUR 36.758.870,88 im Ausland erzielt.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzten sich im Wesentlichen aus den Erträgen aus Sicherungsgeschäften und Kursdifferenzen (EUR 3.000.231,11) zusammen.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Ausgangsfrachten (EUR 3.295.839.65), Reparaturen und Instandhaltungsmaßnahmen (EUR 1.497.565,45), Versicherungen und Beiträge (EUR 642.539,33), Aufwendungen für Sicherungsgeschäfte und Kursdifferenzen (EUR 364.689,12), Nebenkosten des Geldverkehrs (EUR 275.597,57), Rechts- und Beratungskosten (EUR 186.708,77), Miete der Kesselwagen (EUR 164.250,00) sowie für Betriebsbedarf (EUR 131.918,87).

V. SONSTIGE ANGABEN

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen aus Einkaufskontrakten in Höhe von EUR 13.350.123,25. Die Gesamtverpflichtung bestehender Miet- und Leasingverträge beläuft sich auf EUR 6.910,00 €.

Im Weiteren besteht zum Bilanzstichtag eine Zollbürgschaft in Höhe von EUR 1.317.120,00.

2. Durchschnittlicher Personalbestand

Die durchschnittliche Anzahl an Mitarbeitern nach Gruppen stellt sich im Berichtszeitraum wie folgt dar:

2023 2022
EUR EUR
Geschäftsführer 1 1
Angestellte 8 8
Arbeiter 45 50
Auszubildende 0 0
54 59

3. Einsatz derivativer Finanzinstrumente / Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB

Die Gesellschaft ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs -, Preis- und Zinsrisiken ausgesetzt. Gegen verbleibende Preisrisiken wurden im Geschäftsjahr derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt ausschließlich im Rahmen der Sicherung von aus dem operativen Geschäft entstehenden Positionen oder geplanten Transaktionen. Es erfolgt eine laufende Überwachung der aus den Grundgeschäften resultierenden Risiken sowie der zu Absicherung geschlossenen Derivate. Regelmäßig werden diese Ergebnisse an die verantwortlichen Mitarbeiter berichtet.

Zur Absicherung von Preisrisiken auf der Einkaufsseite erfolgt ein Einsatz von Futures. Zur Absicherung von Preisrisiken auf der Verkaufsseite werden Futures eingesetzt. Zum Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen aus Hedginggeschäften aus 190 Kontrakten Rapsfutures. Die Zeitwerte der Rapsfutures betragen zum Bilanzstichtag EUR 4.161.000,00.

Derivative Finanzinstrumente werden innerhalb der Gesellschaft ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt und, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten (Macro Hedge) zusammengefasst.

Bei der Bildung von Bewertungseinheiten werden die Veränderungen der Zahlungsströme aus den Grund- und Sicherungsgeschäften einander gegenübergestellt und nur ein negativer Überhang aus dem ineffektiven Teil der Marktwertveränderungen als Drohverlust zurückgestellt. Die nicht realisierten Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil gleichen sich vollständig aus und werden weder bilanziell noch ergebniswirksam erfasst. Die Zeitwerte der Finanzinstrumente entsprechenden dem Markt- oder Börsenwert.

Weitere Erläuterungen zu den abgesicherten Risiken und der Sicherungsstrategie sind im Lagebericht enthalten.

4. Abschlussprüferhonorar

Das Honorar des Abschlussprüfers für den Berichtszeitraum beläuft sich auf TEUR 31,0 (i.V. TEUR 26,0) und setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 21,0 21,0
Sonstige Bestätigungsleistungen 0,0 0,0
Steuerberatungsleistungen 10,0 5,0
31,0 26,0

5. Geschäftsführung

Zum Geschäftsführer war im Berichtszeitraum bestellt:

 

Bengt Korupp, Kaufmann, Seevetal.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

6. Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses des Geschäftsjahres 2023

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses auf den 31.12.2023 wird davon ausgegangen, dass der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 11.409.344,91 unter Berücksichtigung des um die Gewinnausschüttung in 2023 für 2022 in Höhe von EUR 2.000.000,00 geminderten Gewinnvortrages aus dem Vorjahr in Höhe von ursprünglich EUR 18.825.274,98 auf neue Rechnung vorgetragen wird.

 

Pritzwalk-Falkenhagen, den 19. Februar 2024

Bengt Korupp

Der Jahresabschluss wurde am 12. März 2024 von der Gesellschafterversammlung festgestellt.

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

German Biofuels GmbH

Pritzwalk OT Falkenhagen

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Anschaffungs- Herstellungskosten 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 200.935,62 15.000,00 0,00 215.935,62
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 200.935,62 15.000,00 0,00 215.935,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.705.814,63 0,00 0,00 1.705.814,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.381.083,46 31.358,00 11.412.441,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 536.907,90 26.607,04 0,00 563.514,94
4. Anlagen im Bau 23.868,17 989,73 0,00 24.857,90
Summe Sachanlagen 13.647.674,16 58.954,77 0,00 13.706.628,93
Summe Anlagevermögen 13.848.609,78 73.954,77 0,00 13.922.564,55
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 Abschreibungen Geschäftsjahr Abgänge kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 122.462,62 21.401,00 0,00 143.863,62
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 122.462,62 21.401,00 0,00 143.863,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 659.834,36 54.431,00 0,00 714.265,36
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.034.291,46 88.417,00 0,00 11.122.708,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 332.240,91 64.744,04 0,00 396.984,95
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 12.026.366,73 207.592,04 0,00 12.233.958,77
Summe Anlagevermögen 12.148.829,35 228.993,04 0,00 12.377.822,39
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 72.072,00 78.473,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 72.072,00 78.473,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 991.549,27 1.045.980,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 289.733,00 346.792,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 166.529,99 204.666,99
4. Anlagen im Bau 24.857,90 23.868,17
Summe Sachanlagen 1.472.670,16 1.621.307,43
Summe Anlagevermögen 1.544.742,16 1.699.780,43

Lagebericht zum 31.12.2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die German Biofuels GmbH ist auf dem Biodieselbeimischungsmarkt tätig und produziert qualitativ hochwertigen Biodiesel, der die Vorgaben der entsprechenden technischen Normen deutlich übertrifft. Das macht die Gesellschaft zu einem zuverlässigen Lieferanten der deutschen Mineralölindustrie für nachhaltig zertifizierten Biodiesel. Die Kunden bestätigen sowohl die hohe Qualität des gelieferten Biodiesels, als auch die überdurchschnittliche Serviceorientierung und Flexibilität des Unternehmens. Die German Biofuels GmbH steht im Wettbewerb mit anderen deutschen und internationalen Biodieselproduzenten.

Daneben werden im Produktionsprozess unter Einsatz von Rapsöl, Used Cooking Oil (UCO) und weiteren Zusatzstoffen die Nebenprodukte Glycerin, Expeller (Rapskuchen), Fettsäuren und Gums (Schleimstoffe) produziert.

2. Ziele und Strategien

Die Qualitätspolitik der German Biofuels GmbH zielt auf die Herstellung qualitativ hochwertiger Produkte nach gültigen Normen, Verbandsempfehlungen und konkreten Kundenforderungen nationaler und internationaler Märkte. Die Steigerung der Leistungsfähigkeit im Wettbewerb mit anderen Biodieselproduzenten steht gleichrangig mit dem Ziel, die Verantwortung für den schonenden Umgang mit unserer Umwelt zu übernehmen.

3. Forschung und Entwicklung

Die German Biofuels GmbH arbeitet ständig an der Optimierung und Verbesserung des gesamten Produktionsprozesses, um einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den Konkurrenten zu erzielen und die Vermögens -, Finanz- und Ertragslage zu stärken. Insbesondere wird an der Verbesserung der Effizienz bei der Verarbeitung von Altspeisefetten (UCO) gearbeitet. Der Anteil von Altspeisefetten als Rohstoff zur Biodieselproduktion stieg deutlich im Vergleich zum Vorjahr.

II. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % geringer als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 weiterhin geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie den extremen Energiepreiserhöhungen. Material- und Lieferengpässe konnten behoben werden, massiv steigende Preise wie beispielsweise für Nahrungsmittel im Vorjahr stagnierten.

Die Biodieselbranche konnte in 2023 im Vergleich zum Vorjahr den Marktanteil steigern. Der Marktanteil von Biodiesel ist bei insgesamt geringerem Verbrauch an Dieselkraftstoffen in Deutschland im Durchschnitt auf 7,8 % (Vorjahr: 7,3%) gestiegen.

Inlandsverbrauch Biokraftstoffe 2023

in 1.000 t
Jan. Feb. März April Mai
Biodiesel Beimischung 195,4 189,4 236,8 209,3 209,6
Dieselkraftstoffe 2.261,9 2.385,4 2.780,4 2.373,7 2.758,0
Biodiesel + Diesel 2.457,3 2.574,8 3.017,1 2.583,0 2.967,5
Anteil Biodiesel in % 8,0 7,4 7,9 8,1 7,1
Bioethanol ETBE a) 9,3 8,6 10,2 10,7 11,5
Bioethanol Beimischung 80,7 78,6 78,5 88,7 101,2
Summe Bioethanol 90,0 87,2 88,7 99,4 112,7
Ottokraftstoffe 1.208,5 1.239,9 1.398,0 1.307,5 1.412,7
Otto- + Bioethanolkraftstoffe 1.298,6 1.327,0 1.477,7 1.406,9 1.525,4
Anteil Bioethanol in % 6,9 6,6 6,0 7,1 7,4
in 1.000 t
Juni Juli Aug. Sep. Okt.
Biodiesel Beimischung 231,7 227,7 233,4 224,2 198,4
Dieselkraftstoffe 2.603,7 2.575,0 2.557,6 2.530,5 2.717,9
Biodiesel + Diesel 2.835,4 2.802,7 2.791,0 2.754,7 2.916,3
Anteil Biodiesel in % 8,2 8,1 8,4 8,1 6,8
Bioethanol ETBE a) 14,1 13,2 13,6 12,1 12,2
Bioethanol Beimischung 94,8 98,5 94,3 95,1 93,6
Summe Bioethanol 108,9 111,7 107,9 107,3 105,8
Ottokraftstoffe 1.398,9 1.393,8 1.343,4 1.406,5 1.425,2
Otto- + Bioethanolkraftstoffe 1.507,8 1.505,5 1.451,3 1.513,8 1.531,0
Anteil Bioethanol in % 7,2 7,4 7,4 7,1 6,9
in 1.000 t kumuliert
2023 2022
Biodiesel Beimischung 2.155,1 2.102,7
Dieselkraftstoffe 25.639,9 26.593,7
Biodiesel + Diesel 27.794,9 28.696,4
Anteil Biodiesel in % 7,8 7,3
Bioethanol ETBE a) 115,4 110,5
Bioethanol Beimischung 901,7 874,4
Summe Bioethanol 1.017,0 984,9
Ottokraftstoffe 13.508,6 13.167,4
Otto- + Bioethanolkraftstoffe 14.525,6 14.152,3
Anteil Bioethanol in % 7,0 7,0

Anmerkung: a) Volumenprozentanteil Bioethanol am ETBE = 47 %; Kumulation von BAFA berechnet mit korrigierten, (unveröffentlichten) Monatsdaten. Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, AMI.

Mit der Umsetzung der Kraftstoffqualitätsrichtlinie der Europäischen Union hat die Bundesregierung im zwölften Gesetz zur Änderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) die Vorgaben der EU ab 01.01.2015 in nationales Recht umgesetzt. Für die Biokraftstoff- und Mineralölindustrie ergab sich auf dieser Grundlage eine Umstellung der Biokraftstoffförderung von einer energetischen Biokraftstoffquote auf eine Treibhausgasquote. Die Mineralölindustrie war vor der Gesetzesänderung verpflichtet, eine Mindestmenge an Biokraftstoffen, bezogen auf die jährliche Gesamtabsatzmenge an Otto- und Dieselkraftstoff (einschließlich des Biokraftstoffanteils) eines Unternehmens, in den Verkehr zu bringen. Demnach mussten bis 2014 mindestens 6,25% der gesamten Treibstoffe biogenen Ursprungs sein. Seit dem Jahr 2015 beziehen sich die im BImSchG bestimmten Quoten auf die durch Biokraftstoffe zu vermeidenden Treibhausgase. Die Mineralölindustrie ist nunmehr verpflichtet, den Treibhausgasausstoß der von ihr in den Verkehr gebrachten Kraftstoffe zu reduzieren.

Die gesetzlich vorgeschriebene Treibhausgasminderung ergibt sich aus § 37a Absatz 4 Satz 2 BImSchG. Danach muss der Verpflichtete (Mineralölanbieter) den Treibhausgasanteil der von ihm in Verkehr gebrachten Gesamtmenge fossilen Ottokraftstoffs, fossilen Dieselkraftstoffs und Biokraftstoffs

ab dem Jahr 2022 um 7% und

ab dem Jahr 2023 um 8% zu senken (die Steigerung um 1%-Punkte entspricht einer Steigerung um 14%).

Der Bundestag hat am 25.05.2022 beschlossen die THG Quote bis 2030 schrittweise auf bis zu 25% anzuheben.

2. Geschäftsverlauf

2.1. Geschäftsergebnis

Der Rohertrag der Gesellschaft aus Grund- und Derivativgeschäften ist von 29,8 Mio. € im Jahr 2022 auf 25,1 Mio. € im Jahr 2023 zurückgegangen. Die Rohertragsquote stieg von 11,4% auf 15,9%. Das Ergebnis vor Abschreibung, Zinsen und Steuern betrug im Jahr 2023 14,6 Mio. € gegenüber 20,6 Mio. € im Vorjahr.

Das positive Ergebnis vor Abschreibung, Zinsen und Steuern deckte die übrigen Aufwandspositionen, so dass das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 11,4 Mio.€ (Vorjahr: Jahresüberschuss 14,8 Mio. €) abgeschlossen wird.

2.2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Produktionsmenge Biodiesel sank von 123.011 mt in 2022 auf 108.770 mt in 2023. Damit konnte eine auskömmliche Auslastung von gut 82% der Anlagen erreicht werden. Die Umsatzerlöse fielen im Vergleich zum Vorjahr um 37,4%, wobei der Rückgang aus Preis- und Mengeneffekten resultiert.

2.3. Statistik Produktion und Umsatz

2023 2022
Produkt in mt produziert Auslastung * produziert Auslastung *
FAME 108.770 82,40% 123.011 93,19%
Rapskuchen 47.092 78,02% 55.787 92,43%
Glycerin 13.456 81,55% 15.018 91,02%
Kaliumsulfat 355 71,76% 450 90,86%
Umsatz in € 162.633.830 259.877.693

* Basis 330 Arbeitstage - FAME 400 t/d - Rapskuchen 310 t/d, 41% Ölausbeute - Glycerin 50 t/d - Kaliumsulfat 1,5 t/d

2.4. Beschaffung

Die Verfügbarkeit des wesentlichen Rohstoffes Raps war über das gesamte Jahr 2023 hinreichend. Nachdem im Verlauf des letzten Quartals 2022 die Beschaffungspreise bei 650 €/mt lagen, fiel der Preis in 2023 kontinuierlich bis zur Jahresmitte auf 460 €/mt und fiel bis zum Jahresschluss weiter auf 430 €/mt. Damit lagen die Preise für den Rohstoff Raps in 2023 im Durchschnitt um 275 €/mt unter den Preisen von 2022.

Nachdem die Preise für Rapsöl Ende 2022 auf 1.300 €/mt gefallen waren, sank der Preis in 2023 kontinuierlich bis zur Jahresmitte auf 700 €/mt und stieg bis zum Jahresschluss wieder auf 900 €/mt an. Damit lagen die Preise in 2023 im Durchschnitt um 600 €/mt unter den Preisen von 2022.

Der Anteil der Verarbeitung von UCO stieg auf 65,07% in 2023 deutlich gegenüber dem Vorjahr (61,13% in 2022).

2.5. Investitionen

Neben den routinemäßigen Wartungsinvestitionen wurden im Jahre 2023 Investitionen in Höhe von insgesamt TEUR 74,0 vorgenommen, die im Wesentlichen in ein Labormessgerät (TEUR 31,4) investiert wurden.

2.6. Personal

Die Mitarbeiterzahl betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr im Mittelwert 54 Personen. Eine Rückstellung für den Verpflichtungsüberhang aus noch nicht in Anspruch genommenen Urlaubstagen wurde in 2023 in Höhe von EUR 54.142,30 gebildet.

3. Darstellung der Lage

Nachdem die durchschnittliche Beimischungsquote von Biodiesel in den Jahren 2021 und 2022 leicht zurückging, stieg diese in 2023 wieder an. In diesem Biodieselmarkt konnte die GBF GmbH - trotz der schwierigen weltweiten exogenen Faktoren - ihre Marktanteile ausbauen. Damit bestätigt sich, dass die GBF als mittelgroßer Lieferant der Mineralölindustrie hohe Wertschätzung genießt. Im zweiten Halbjahr 2023 kam es preisbedingt zu einem deutlichen Anstieg der Marge, nachdem im zweiten Quartal aufgrund einer großen Importmenge chinesischer Ware diese deutlich zurückgegangen waren.

3.1. Ertragslage

Die Rohertragsmarge stieg von 11,4% in 2022 auf 15,9% in 2023 und ist gut auskömmlich, um alle weiteren fixen und variablen Kosten abzudecken. Bei leicht gestiegenen variablen Personal- und etwas niedrigeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist das operative Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) mit 14,6 Mio. € deutlich positiv und reicht mehr als aus, die gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Abschreibungen und das im Vergleich zum Vorjahr annähernd unveränderte Finanzergebnis zu decken. Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 11.409.344,91 (nach einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 14.754.375,34 im Geschäftsjahr 2022) ab.

3.2. Finanzlage

Die Liquiditätslage des Unternehmens hat sich nach der deutlichen Verbesserung im Vorjahr weiter auf hohem Niveau etabliert.

Aufgrund des wiederum positiven Jahresergebnisses und den nicht zahlungswirksamen Abschreibungen, denen ein deutlicher Abbau der Rückstellungen (= Zahlungsmittelabfluss) sowie ein Aufbau des Umlaufvermögens (=Zahlungsmittelbindung) und ein Abbau der nicht zinstragenden Verbindlichkeiten (= Zahlungsmittelabfluss) gegenüberstehen, wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr mit rd. TEUR 14.801 ein deutlich positiver Cash Flow aus operativer Tätigkeit erzielt. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeiten war mit rd. TEUR 37 negativ.

Es wurden Gewinnausschüttungen in Höhe von EUR 2 Mio. realisiert. Insgesamt ist der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit unter Berücksichtigung der gezahlten Zinsen in Höhe von TEUR 73 mit EUR 2,1 Mio. negativ.

Der Bestand an liquiden Mitteln ist von EUR 9.414.788 zum Ende des Vorjahres auf EUR 22.105.703 zum Ende des Berichtszeitraums gestiegen.

Der German Biofuels GmbH standen Kreditlinien in Höhe von EUR 10.000.000 (davon EUR 1.000.000 als Terminkreditrahmen) zur Verfügung.

Im Ergebnis war die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihre fälligen Verbindlichkeiten frist- und betragsgerecht nachzukommen.

3.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR 3,4 Mio. gestiegen (EUR 32,8 Mio.).

Auf der Aktivseite ist das Anlagevermögen - im Ergebnis abschreibungsbedingt - um rd. TEUR 155 gesunken. Das Vorratsvermögen ist durch Abbau der Bestände um rd. EUR 7,1 Mio. gesunken. Der Bestand an Forderungen aus Lieferung und Leistung ist gegenüber dem Vorjahr um rd. TEUR 93 gesunken.

Durch das wiederum deutlich positive Jahresergebnis konnte der Bilanzgewinn deutlich auf EUR 28,2 Mio. erhöht und hieraus die Gewinnausschüttungen von EUR 2,0 Mio. vorgenommen werden. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag ein positives Eigenkapital in Höhe von EUR 28.934.619,89 auf, was einer handelsrechtlichen Eigenkapitalquote im Verhältnis zur Bilanzsumme von 88,1% entspricht.

Auf der Passivseite sind die Rückstellungen um TEUR 4.854 gesunken. Des Weiteren konnten die Verbindlichkeiten per Saldo um TEUR 1.197 reduziert werden.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Management der GBF zieht für die interne Unternehmenssteuerung unter anderem die Kennzahlen Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA), Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und Rohertragsmarge heran. Die Kennzahlen sind gegenüber dem Vorjahr auf einem normalen Niveau.

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Jahresüberschuss 11.409.345 14.754.375
sonstige Steuern 16.414 6.253
Ergebnis nach Steuern 11.425.759 14.760.628
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.869.205 5.325.984
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 73.135 72.627
Zinserträge -37.267 -3.287
EBIT 14.330.832 20.155.953
Abschreibungen 228.993 419.898
EBITDA 14.559.825 20.575.851

Die Rohertragsmarge ergibt sich aus den Umsatzerlösen abzüglich der Kosten, die für die Erzielung des Umsatzes notwendig gewesen sind.

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Umsatzerlöse 162.633.830 103,1% 259.877.693 99,2%
Bestandsveränderung/aktivierte Eigenl. -4.868.312 -3,1% 2.176.906 0,8%
Gesamtleistung 157.765.518 100,0% 262.054.598 100,0%
Sonstige betriebliche Erträge 181.911 0,1% 688.033 0,3%
Erträge Derivate 2.883.500 1,8% 3.099.402 1,2%
Betriebserträge 160.830.929 101,9% 265.842.033 101,4%
Materialaufwand 135.534.279 85,9% 230.669.815 88,0%
Aufwendungen Derivate 186.263 0,1% 5.340.988 2,0%
Rohertrag 25.110.387 15,9% 29.831.230 11,4%

Die Rohertragsmarge ist im Geschäftsjahr auf 15,9 % (Vorjahr: 11,4%) gestiegen.

Bezüglich der Analyse der Entwicklung der Kennzahlen wird auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verwiesen.

5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zur Feststellung der Kundeneinschätzung wird in jährlichen Intervallen per Email die Zufriedenheit der Kunden abgefragt. Der entsprechende Fragebogen ist im Rahmen des QM-Systems standardisiert.

Voraussetzung für die Befreiung von der EEG-Umlage ist die Einführung eines Energiemanagementsystems, welches gemäß EU-Verordnung 1221/2009 EMAS zertifiziert sein muss. Demgemäß werden Indikatoren wie z.B. Energieverbrauch, Wasserverbrauch, Abfallmengen und Emissionen gemessen.

Die Belange der Arbeitnehmer werden durch ein Beurteilungs- und Förderungssystem berücksichtigt. Jährliche Beurteilungsgespräche zeigen den Mitarbeitern Stärken und Verbesserungspotenziale auf und münden in einer Zielvereinbarung für das kommende Jahr.

Zur Messung/Steigerung der Effizienz der Prozesse werden die Ausbeuteverluste bei unterschiedlichen Mischungsverhältnissen zwischen Rapsöl und Altspeisefett als Ausgangsrohstoffe zur Biodieselproduktion in Werk 3 analysiert und die Fahrweise daraufhin optimiert.

6. Gesamtaussage

Die Geschäftsentwicklung verlief im Geschäftsjahr 2023 insgesamt zufriedenstellend. Aufgrund der genannten exogenen Faktoren konnten die prognostizierten finanziellen Unternehmensziele (u.a. Rohertragsmarge, EBIT) und Erwartungen erreicht werden. Bezüglich konkreter Ausführungen zum Geschäftsverlauf verweisen wir auf die Ausführungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Risiken der künftigen Entwicklung sieht die Geschäftsführung weiterhin in einem volatilen Branchen- und Wettbewerbsumfeld, schlecht planbaren Energie- und Logistikkosten sowie unverändert schwierig planbar verlaufenden Verkaufspreisen für Biodiesel sowie unverändert nicht determinierbaren exogenen Einflüssen (z.B. Billigimporte von Biodiesel). Vor dem Hintergrund der Erfahrungen des Managements, dem Know-how der Belegschaft sowie der unverändert guten Marktpositionierung als langjähriger Hersteller von Biodiesel sieht sich die Geschäftsführung die GBF für die Bewältigung der künftigen Risiken unverändert gut gerüstet.

III. Prognosebericht

Die CO 2 -Reduktionsquote (THG Quote) für Inverkehrbringer für Kraftstoffe wurde von 2022 auf 2023 um 1%-Punkte angehoben und stieg damit auf 8%. Trotz Anrechenbarkeit von eigenen Umbau- und CO 2 -Sparmaßnahmen in der Herstellung von Kraftstoffen durch die Inverkehrbringer selbst, rechnet das Management mit einem Anstieg des Marktanteils und einer Beimischung im Dieselkraftstoff-Bereich bis an die Blendwall von derzeit 7%. Kraftstoffe der 2ten Generation, u.a. UCOME werden Ihren Marktanteil wegen ihrer hohen CO 2 Einsparungswerte aller Voraussicht nach weiter ausbauen.

Aufgrund der allgemeinen Branchenvoraussetzungen kann die Gesellschaft als Lieferant von Kraftstoffen der 2ten Generation mit hohen CO 2 Vermeidungsquoten zwar grundsätzlich von volumenmäßig stabilen Absätzen ausgehen. Gleichwohl muss berücksichtigt werden, dass die Mengenabrufe der Kunden bezüglich Biodiesel maßgeblich von der Verfügbarkeit Rohölbasierter Rohstoffe einer bestimmten technischen Spezifikation abhängen, da nur diese in den von der Gesellschaft belieferten Raffinerien verarbeitet werden können. Insofern sind in der Planung der Gesellschaft aus Vorsichtsgründen im Vergleich zum Vorjahr geringere Mengenabrufe unterstellt worden. Da beschaffungsseitig mengenmäßig keine Restriktionen erkennbar sind, aber auch hier - wie bei der Entwicklung der Absatzpreise - weiterhin von schwankenden Beschaffungspreisen auszugehen ist, während in Bezug auf die Fixkostenentwicklung keine signifikanten Veränderungen zu erwarten sind, geht die Geschäftsführung von einer zwar positiven Ergebniserwartung aus, diese wird aber deutlich unterhalb des Niveaus des Jahres 2023 liegen.

Aufgrund einer stabilen Auftragslage und bei unsicherer Entwicklung der Marktsituation geht das Management wiederum von einer positiven Geschäftsentwicklung für das Geschäftsjahr 2024 aus. Für das Geschäftsjahr 2024 werden Erlöse in Höhe EUR 127 Mio ., ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR 4,2 Mio. und ein Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen iHv EUR 4,4 Mio. erwartet, bei einer Rohertragsmarge von ca. 9,2%.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die Branche der Biodieselhersteller ist stark von zyklischen und gesetzgeberischen Einflüssen abhängig, welche sich in den vergangenen Jahren deutlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der German Biofuels GmbH auswirkt haben und weiter auswirken können.

Branchenspezifische Risiken:

Der Biodieselmarkt ist stark von gesetzlichen Regelungen und den regulatorischen Eingriffen der Politik abhängig, wie bereits im Prognosebericht erläutert. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass politische Entscheidungen kaum vorhersehbar sind. Dieses Risiko kann von der German Biofuels GmbH nur sehr gering begrenzt werden, sodass sich hieraus jederzeit wieder Auswirkungen auf die Ertragslage ergeben können.

Die Gesellschaft hat im Berichtszeitraum das Widerspruchsverfahren gegen das Landesamt für Umwelt Brandenburg fortgesetzt, in dem es um die Einstufung der aus der Kuppelproduktion entstehende Endstoffe und als solche verkaufbare Schleimstoffe als Abfall geht. Im Falle einer Ablehnung des Widerspruchs müsste die Gesellschaft zukünftig ein Kataster führen und die Warenbezeichnung ändern. Die hierfür anfallenden Kosten für die Umprogrammierung des ERP-Systems werden auf unter TEUR 10 taxiert. Änderungen in Bezug auf die erlösseitige Verwertbarkeit der Schleimstoffe resultieren nach Einschätzung der Geschäftsführung hieraus nicht.

Ertragsorientierte Risiken:

Preisschwankungen zwischen dem Absatz- und Beschaffungsmarkt gehören zu den Kernrisiken der German Biofuels GmbH. Zur Steuerung und Begrenzung dieser Risiken wurde eine für die Absatz- und Beschaffungsseite gültige, gemeinsame Preissicherungsstrategie erarbeitet. Diese zielt darauf ab, dass verkaufte Mengen rohstoffseitig sofort abgedeckt bzw. eingekaufte Rohstoffmengen frühzeitig absatzseitig gesichert wurden. Ohne Sicherungsmaßnahmen besteht das Risiko, dass sich die Einkaufs- und Verkaufsmärkte ungünstig entwickeln und keine ausreichende Marge erwirtschaftet werden kann.

Ein weiteres Risiko stellen die bei der Verarbeitung von Altspeisefetten entstehenden Ausbeuteverluste dar. Die GBF hat hier im Vergleich zu den Vorjahren deutliche Fortschritte bei der quantitativen und der qualitativen Produktion von Biodiesel aus Altspeisefetten erzielt, die marktseitig auch in 2024 deutlich besser honoriert werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Risiken aus der Beschaffung von fremder Währung begegnete die Gesellschaft durch den Abschluss von Devisentermingeschäften oder ähnlichen Sicherungsinstrumenten.

Aus heutiger Sicht ist die German Biofuels GmbH nicht in ihrem Bestand gefährdet. Der Betrieb wird ohne Kontokorrentlinien von Kreditinstituten unter Einschaltung eines Finanzierungsinstruments auf Ebene des Umlaufvermögens finanziert. Aufgrund einer positiven Going Concern-Betrachtung sowie ausreichender liquider Mittel mit denen die fälligen Verbindlichkeiten ausgeglichen und die Vorkassenrechnungen der Lieferanten beglichen werden können, läuft das operative Geschäft unverändert weiter.

Es müssen jedoch laufend die sich verändernden Marktparameter analysiert werden, damit die aktuelle Unternehmensstrategie und Struktur entsprechend angepasst werden kann, um mittelfristig die Wettbewerbsfähigkeit und Ertragsstärke des Unternehmens abzusichern. Die Liquiditätslage ist ausreichend und es sind keine Engpässe zu erwarten.

2. Chancenbericht

Die German Biofuels GmbH bietet auch in den kommenden Jahren weiterhin alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Positionierung im Markt für Biodiesel. Dem Wettbewerb wird unverändert durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnet. Da die German Biofuels GmbH ausschließlich im Beimischungsmarkt aktiv ist, geht das Management weiterhin von einer stabilen Absatzentwicklung aus. Grundlage für diese Annahme ist die durch die Bundesregierung festgelegte THG-Quoteneinsparung von 7,0% bis Ende 2022, 8% in 2023 und schrittweise ab 2025 bis 2030 auf 25%.

Dem mit den Steigerungen der THG-Quotenverpflichtung verbundenen Mengenerhöhungen kann die GBF GmbH durch höhere Auslastung der Werke begegnen. Die Tatsache, dass die GBF GmbH in der Lage, ist UCO (Altspeisefett) zu verarbeiten bedeutet, dass auch langfristig die Existenz des Unternehmens gesichert ist, da das für den Zeitraum nach 2030 zu erwartende Einschränkungsgebot für Biokraftstoffe der ersten Generation aus Nahrungsmittelbasierten Rohstoffen eine Mengenlimitierung zur Folge hat.

Im Dezember 2018 haben die EU-Mitgliedsstaaten die Neufassung der Erneuerbaren-Energien- Richtlinie verabschiedet. Ein wesentlicher Kernpunkt der Richtlinie ist die Beschränkung von Biodiesel, welcher aus herkömmlichen Futterpflanzen (u.a. Raps) gewonnen wird. Wir gehen davon aus, dass wir trotzdem unsere Marktposition weiter ausbauen können, da wir Biodiesel überwiegend aus Altspeisefetten gewinnen und weiterhin Möglichkeiten sehen, die Beimischungsquote von UCO noch ausbauen zu können.

UCO gilt als sogenannter " 2nd Generation Biofuels", das heißt Biokraftstoff der zweiten Generation, der auch langfristig dazu beitragen wird, insgesamt die THG-Emission im Verkehrssektor zu reduzieren. Kurzfristig sind weltweit Investitionen in 2nd Generation Biofuels eher unwahrscheinlich, da auch nach dem Bundestagsbeschluss vom 25.05.2021 derzeit keinerlei investive Großprojekte in dieser Branche bekannt sind.

Nach Aussage der IEA (International Energy Agency) ist abzusehen, dass die Produktion von Biokraftstoffen hinter der Zielsetzung der sogenannten IEA Biofuel Group Map zurückfällt. Damit ergibt sich sowohl für konventionellen Biodiesel, als auch für fortgeschrittene Biodiesel ein erhöhtes Marktpotenzial.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Wesentliche Finanzinstrumente sind Forderungen aus Lieferung und Leistung, Finanzschulden sowie Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung. Die Werthaltigkeit wird laufend überwacht. Ausfallrisiken bei Forderungen wurden durch ein Debitorenmanagement überwacht, das regelmäßig Mahnläufe und den Abschluss von Warenkreditversicherungen beinhaltet.

Des Weiteren wurden zur Absicherung von Preisrisiken derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgte ausschließlich im Rahmen der Sicherung von aus dem operativen Geschäft entstehenden Positionen oder geplanten Transaktionen ohne physisches Geschäft. Es wurden keine sogenannten Leerverkäufe oder reine Papiergeschäfte vorgenommen, d.h. keine spekulative Nutzung derivativer Finanzinstrumente. Es erfolgt eine laufende Überwachung der aus den Grundgeschäften resultierenden Risiken, sowie der zur Absicherung abgeschlossenen Derivate. Regelmäßig werden diese Ergebnisse an die verantwortlichen Mitarbeiter berichtet. Zur Absicherung der Preisrisiken auf der Einkaufseite erfolgte ein Einsatz von Futures. Zur Absicherung von Preisrisiken auf der Verkaufsseite wurden ebenso vornehmlich Futures eingesetzt.

 

Pritzwalk, den 20. Februar 2024

Bengt Korupp

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die German Biofuels GmbH, Pritzwalk OT Falkenhagen:

Prüfungsurteile

Wir haben den J ahresabschluss der German Biofuels GmbH, Pritzwalk OT Falkenhagen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der German Biofuels GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. J anuar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem J ahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (I DW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum J ahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den J ahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grunds- ätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des J ahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem J ahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 23. Februar 2024

Nexia GmbH
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Valentin Schmid, Wirtschaftsprüfer

Alexander Blume, Wirtschaftsprüfer

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