Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
CF Gastro Service GmbH & Co. KG
10553 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
15 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
5 von 15 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
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| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CF Gastro Service GmbH & Co. KGBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN Die Gesellschaft firmiert unter dem Namen CF Gastro Service GmbH & Co. KG, Berlin und ist beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) unter HRA 37963 B eingetragen. B. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS 1. Grundsätzliche Angaben Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 i.V.m. § 264a Abs. 1 HGB Anwendung. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für große Gesellschaften & Co. KG's geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Im Berichtsjahr wurde im Vergleich zum Vorjahr nachfolgende Ausweiskorrektur mit Einfluss auf die Darstellungsstetigkeit in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen. Vor dem Stichtag angestoßene Zahlungen in Transit in Höhe von 217 TEUR (Vorjahr 102 TEUR) werden abweichend vom Vorjahr unter den sonstigen Vermögensgegenständen statt in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde nicht angepasst. C. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEN 1. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1.1 Bilanzierung Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Vorschriften der §§ 238-263 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Vorschriften für Kapitalgesellschaften bzw. bestimmte Personenhandelsgesellschaften, §§ 264-289 HGB, aufgestellt. 1.2 Bewertung Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt: ANLAGEVERMÖGEN Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre), bewertet. Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten mit einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 bis 20 Jahren. Die Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert in Höhe von EUR 250,00 wurden in voller Höhe als Betriebsausgaben angesetzt. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert in Höhe von EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr planmäßig abgeschrieben. Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlusstag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit Gründe für diese Abschreibungen nicht mehr bestehen, werden Zuschreibungen vorgenommen. UMLAUFVERMÖGEN Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nominalwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 auf die Netto-Forderungen Rechnung getragen. Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennwerten angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten und Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Nominalwerten bilanziert. RÜCKSTELLUNGEN berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. VERBINDLICHKEITEN Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens und die Abschreibungen im Geschäftsjahr sind aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel zu ersehen. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen der Gesellschaft werden zum 31. Dezember 2023 Ansprüche aus Erstattungen der Warenkreditversicherung für Forderungsausfälle, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen, in Höhe von TEUR 146 (Vorjahr: TEUR 207) bilanziert. 2.1 Mitzugehörigkeit zu anderen Posten In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (EUR 1.651,30) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1.651,30 enthalten. 2.2 Mitzugehörigkeitsvermerk In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen Gesellschafter und verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 95 (Vorjahr: TEUR 89) enthalten. 3. Eigenkapital Die Kommanditeinlagen in Höhe von TEUR 2.400 sind voll eingezahlt. Die Höhe der bilanzierten Kommanditeinlagen weicht in Höhe von TEUR 150 von den Eintragungen im Handelsregister ab, da das Ausscheiden des Kommanditisten Rothenburger Marktfrisch Verarbeitungs- und Handelsgesellschaft mbH zum 31.10.2023 bislang nicht im Handelsregister eingetragen wurde. Der Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile enthält Anschaffungskosten (entspricht Stammkapital) für alle Anteile der Komplementär-GmbH, der CF Gastro Service Verwaltungs-GmbH, Berlin. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen die Rückstellungen für Rückvergütungen (TEUR 8.022) und HUB-Vergütungen (TEUR 629). Temporäre Differenzen i.S.v. § 274 HGB ergeben sich bei den sonstigen Rückstellungen (aktive latente Steuern). Der Grenzsteuersatz beträgt 14,35%. Die aktive latente Steuer wurde entsprechend dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht aktiviert. 5. Verbindlichkeiten In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 16.077 (Vorjahr: TEUR 20.875) enthalten. Bezüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 173 (Vorjahr: TEUR 164). Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als fünf Jahren. E. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Allgemein Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich in Warenhandelserlöse (TEUR 256.965), Logistikvergütungen (TEUR 7.764) und Leistungsvergütungen (TEUR 7.707). Sie sind in Deutschland und, in geringem Umfang, in den EU-sowie in Drittländern (insgesamt 0,58% des Umsatzes) erzielt worden. 3. Periodenfremdes Ergebnis 3.1 Periodenfremde Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Beträge in Höhe von TEUR 724 aus der Auflösung von Rückstellungen für Rückvergütungen der Vorjahre enthalten. Weitere periodenfremde sonstige betriebliche Erträge wurden für Ausbuchungen aus Verjährungen sowie nachträglichen Weiterberechnungen in Höhe von TEUR 222 erzielt. 3.2 Periodenfremde Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Beträge in Höhe von TEUR 519 enthalten. Diese entfallen auf Rückvergütungen (TEUR 302), Versicherungsprämien (TEUR 144), einer erwarteten Nachzahlung aus der Prüfung zum Kurzarbeitergeld (TEUR 30) und weiteren sonstigen Aufwendungen für vorangegangene Geschäftsjahre (TEUR 43). F. SONSTIGE ANGABEN 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind, beläuft sich auf TEUR 697 und betrifft Verträge für Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsvorhaben (TEUR 315), Mietverträge (TEUR 157), Leasingverträge (TEUR 142) sowie Verträge zur Sicherung unterschiedlicher Dienstleistungen (TEUR 83) mit einer Restlaufzeit bis zu 37 Monaten. Insgesamt entfallen von den genannten sonstigen finanziellen Verpflichtungen TEUR 390 auf Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Zweck und Vorteil der Dienstleistungsverträge ist insbesondere die Sicherung der externen Leistung der Abrechnungsprozesse. Die Leasingverträge dienen der Verbesserung der Liquiditätssituation. Ein weiterer Vorteil aller Verträge liegt in der kurzen Vertragsbindung. Risiken können sich insbesondere aus den jeweils vereinbarten Grundmietzeiten ergeben. 2. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt sind 43 Mitarbeiter beschäftigt worden.
3. Gesellschaftsorgane 3.1 Geschäftsführung und Aufsichtsrat Im Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsführung durch den Geschäftsführer der Komplementär-GmbH:
Der Aufsichtsrat setzte sich wie folgt zusammen:
Auf die Angabe der Höhe der Bezüge der Mitglieder der Geschäftsführung wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben keine Bezüge erhalten. 4. Angabe von Name, Sitz und gezeichnetes Kapital der persönlich haftenden Gesellschafterin: Die persönliche haftende Gesellschafterin der CF Gastro Service GmbH & Co. KG ist die CF Gastro Service Verwaltungs-GmbH mit Sitz in Berlin und einem gezeichneten Kapital von TEUR 31. 5. Angabe von Name und Sitz anderer Unternehmen, an denen die Gesellschaft mindestens 20% besitzt sowie Angabe der Höhe des Kapitalanteils, Eigenkapital und Ergebnis des letzten Geschäftsjahres, für das ein Jahresabschluss vorliegt:
6. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr zurückgestellte und teilweise bereits fakturierte Gesamthonorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 39 sowie TEUR 7 für sonstige Prüfungsleistungen. 7. Konzernverhältnisse Die CF Gastro Service GmbH & Co. KG stellt keinen Konzernabschluss auf, da sie gem. § 290 Abs. 5 HGB i.V.m. § 296 Abs. 2 HGB von der Aufstellung befreit ist. Die beiden Tochterunternehmen (siehe Angabe unter 5.) sind von untergeordneter Bedeutung. Im Zuge des Abschlusses eines neuen Geschäftsbesorgungsvertrags mit der Orga Ware GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2023 ist auch dieses Tochterunternehmen als kleine Kapitalgesellschaft in seiner Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der CF Gastro Service GmbH & Co. KG von untergeordneter Bedeutung. 8. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.436.508,30 wie folgt zu verwenden: Die Kommanditeinlagen sollen um EUR 600.000,00 und die Rücklagen der Gesellschafter um EUR 400.000,00 erhöht werden. Der übersteigende Betrag von EUR 1.436.508,30 ist an die Gesellschafter auszuschütten. UNTERSCHRIFT GEMÄSS § 245 HGB
Berlin, 30. April 2024 CF Gastro Service Verwaltungs-GmbH Herr Marcel Freise, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023I. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Die Gesellschaft (nachfolgend auch CF Gastro) beliefert und betreut im Wesentlichen überregional tätige Großverbraucher wie Hotel- und Gastronomiebetriebe, Großküchen, Krankenhäuser, Seniorenheime, Catering-Unternehmen und andere vergleichbare Kunden mit Obst, Gemüse und weiteren Frischesortimenten sowie logistischen Dienstleistungen. Die Auslieferung der Ware erfolgt im Namen und für Rechnung der CF Gastro durch regionale Lieferpartner. CF Gastro übernimmt für die Lieferpartner die Akquise, das Key-Account, die einheitliche Preisfindung und Verrechnung sowie die Abstimmung eines einheitlichen Artikelstammes. Ferner organisiert CF Gastro die gruppeninterne Verteilung von Handelswaren über Zentralläger und verhandelt in diesem Zuge die Preise und Konditionen mit den Vorlieferanten. CF Gastro verfügt über ein zentrales Qualitätsmanagementsystem. Die Rechnungserstellung an die Kunden und die Abrechnung mit den Lieferpartnern wird ebenfalls durch CF Gastro durchgeführt, ein umfangreiches IT-Dienstleistungsangebot wird sowohl den Kunden als auch dem Lieferpartner-Netzwerk angeboten. Mit ihren Lieferpartnern und Vorlieferanten entwickelt die Gesellschaft Eigenmarken- und weitere nationale projektbezogene Konzepte. Aufgrund des Ausbaus von Eigenmarken- und übrigen Sortimentskonzepten wird der Bereich Category Management und Supply Chain Management weiterhin intensiv verfolgt. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 geprägt von den weiterhin hohen Preisen auf allen Wirtschaftsstufen. Die hohen Energiepreise sowie die ungünstigen Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland dämpften die Erholung der deutschen Wirtschaft nachhaltig. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Jahr 2022 (kalenderbereinigt betrug der Rückgang 0,1% %). Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief wiederholt sehr unterschiedlich in den einzelnen Wirtschaftsbereichen. Die Bruttowertschöpfung im produzierenden Gewerbe ging deutlich zurück, die meisten Dienstleistungsbereiche stützten die Wirtschaft. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe ging die Bruttowertschöpfung um 1,0 % zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %). Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Grund hierfür waren vor allem die hohen Verbraucherpreise. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Auch der Staat reduzierte erstmals nach fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2023 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 82,7 Milliarden Euro. Das waren etwa 14 Milliarden Euro weniger als im Jahr 2022 (96,9 Milliarden Euro). Vor allem der Bund konnte sein Finanzierungsdefizit gegenüber dem Vorjahr erheblich verringern. Im Jahr 2022 hatten die Entlastungspakete der Bundesregierung zur Abmilderung der Energiekrise und Stabilisierung der Wirtschaft zu hohen Ausgaben geführt. Im Jahr 2023 erfolgten zwar ebenfalls umfangreiche Zahlungen für die Gas- und Strompreisbremse, es entfielen aber größtenteils die Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, zum Beispiel für Tests und Impfstoffe. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Die Inflationsrate fiel damit für 2023 geringer aus als im Jahr zuvor, sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9 % gelegen. Nahrungsmittel verteuerten sich im Jahresdurchschnitt 2023 besonders stark. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich 2023 gegenüber 2022 erneut spürbar um 12,4 %. Bereits 2022 hatte die Preiserhöhung bei Nahrungsmitteln mit +13,4 % deutlich über der Gesamtteuerung gelegen. Im Jahresdurchschnitt 2023 waren fast alle Nahrungsmittelgruppen von Preiserhöhungen betroffen. Besonders stark verteuerten sich beispielsweise Brot und Getreideerzeugnisse (+16,4 %), Molkereiprodukte und Eier sowie Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (jeweils: +15,7 %). Auch andere Nahrungsmittelgruppen wie Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (+14,7 %) oder Gemüse (+13,3 %) wurden 2023 gegenüber 2022 überdurchschnittlich teurer. Herausforderungen bestehen weiterhin in der logistischen Anbindung und Abwicklung, welche durch verschiedene Einflüsse, z.B. Kostenerhöhungen und Personalmangel, eine immer größer werdende Aufgabe für die mittelständische Struktur der Gesellschaft darstellt. 2. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf 2023 gestaltete sich für die Gesellschaft trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen insgesamt sehr zufriedenstellend (Jahresüberschuss in Höhe von 2.437 TEUR). Im Berichtsjahr wurde insbesondere Wert auf die Ausweitung des Produktsortimentes bei den Bestandskunden gelegt. Die Neukundenakquise wurde in 2023 ebenfalls weiter vorangetrieben, auch um Verluste bei bestehenden Kundengruppen auszugleichen. Die Verfügbarkeit von Produkten sowie die Preisgestaltung waren weitere Schwerpunktthemen der Gesellschaft im Jahr 2023. Die Versorgungssicherheit der Kunden stand hierbei stets im Vordergrund. In einigen relevanten Bereichen konnten Kunden hinzugewonnen werden, insbesondere im Bereich der Betriebsversorgung/Catering und Systemgastronomie wurden Neuprojekte realisiert. Die Sortimentserweiterungen bei den Bestandskunden hatten das Ziel die relevanten Kennzahlen zur wirtschaftlichen Versorgung der Betriebe zu optimieren. Insbesondere die Preiseffekte mit einer einhergehenden stabilen Belieferungssituation und nur sehr geringen Kundenabschmelzungen haben auch in 2023 zu einem erheblichen Umsatzwachstum geführt. Aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mussten vereinzelt Insolvenzen auf Kundenebene festgestellt werden, welche entsprechend bearbeitet werden mussten. Mit Hilfe der vorhandenen Warenkreditversicherung konnten die entsprechenden Ausfälle jedoch im Wesentlichen kompensiert werden. 3. Lage Die Lage des Unternehmens ist gekennzeichnet vom operativen Geschäft. a) Ertragslage Die Umsätze der Gesellschaft (272 Mio. Euro) beruhen im Wesentlichen auf der Akzeptanz des vorhandenen Dienstleistungsangebotes bei den Kunden, auf der Einhaltung der Qualitätsstandards sowie auf einem effizienten Kostenmanagement sowie auf der Neukundenakquise. Der Umsatz aus Warenhandelserlösen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 14,29 % auf 256.965 TEUR erhöht. Der Umsatz aus Logistikvergütungen hat sich ebenfalls erhöht, um 21,83% auf 7.764 TEUR. Die Gesamtumsätze sind um 47.593 TEUR gestiegen. Die im Vorjahr prognostizierte Umsatzerhöhung wurde somit erreicht. Der Jahresüberschuss erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 673 TEUR auf 2.437 TEUR (2022: 1.764 TEUR). Die im Vorjahr getroffene Prognose eines geringeren bis gleichbleibenden Jahresüberschuss wurde somit übertroffen. Ausschlaggebend waren vor allem Preiseffekte am Markt und eine bessere Neukundengewinnung . Der gegenüber dem Vorjahr um 1.222 TEUR höhere Rohertrag ist im Wesentlichen auf die die positive Umsatzentwicklung zurückzuführen. Die Personalkosten haben sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 452 TEUR auf 3.339 TEUR (2022: 2.887 TEUR) erhöht. Grund hierfür war, dass in 2023 erstmalig die übernommenen Mitarbeitenden der OrgaWare GmbH über das gesamte Jahr im Personalaufwand der CF Gastro berücksichtigt wurden. Im Juli 2022 wurden die Mitarbeitenden der OrgaWare in die CF Gastro überführt. Die weiteren Kostensteigerungen resultieren aus Gehaltsanpassungen bei den übrigen Mitarbeitenden und Neueinstellungen bei der CF Gastro. Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 49 TEUR auf 3.083 TEUR (2022: 3.034 TEUR) ist, neben der Inflation, auf gestiegene Reise- und Logistikkosten sowie periodenfremde Aufwendungen zurückzuführen. Gegenläufig gab es Einsparungen bei der Geschäftsbesorgung durch die Umstrukturierung eines Vertragsverhältnisses mit einer Tochtergesellschaft. Der Beteiligungsbuchwert der Tochtergesellschaft OrgaWare GmbH wurde im Geschäftsjahr 2023 um 200 TEUR aufgrund der derzeit prognostizierten Auftragslage der Gesellschaft abgeschrieben. b) Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft ist stabil. Die prognostizierte Erhöhung des Umlaufvermögens ist durch die positive Geschäftsentwicklung eingetreten. Die Gesellschaft hat ein geordnetes Mahnwesen, welches die fristgerechte Vereinnahmung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gewährleistet. Den eigenen Zahlungsverpflichtungen kommt die Gesellschaft pünktlich nach. Durch das vorhandene Finanzmanagement wird sichergestellt, dass stets ausreichend Liquidität zur Verfügung steht. Die Kapitalstruktur der Gesellschaft ist wie in den Vorjahren stabil. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Eigenkapitalquote beträgt am 31.12.2023 12 % (2022: 14 %). Das Fremdkapital erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 8.238 TEUR auf 43.702 TEUR (2022: 35.464 TEUR). Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der gestiegenen Geschäftstätigkeit gegenüber dem Vorjahr. Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich hauptsächlich um Rückstellungen für Rückvergütungen in Höhe von 8.022 TEUR (2022: 5.437 TEUR). Die langfristigen Verbindlichkeiten betragen 173 TEUR (2022: 164 TEUR). Ersatzinvestitionen erfolgten, wie in vergangenen Geschäftsjahren, kontinuierlich und nach Plan. Sie werden traditionell aus Eigenmitteln finanziert. Die Finanzlage wird durch die folgende Kapitalflussrechnung dargestellt:
Aufgrund des positiven Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit (+6.998 TEUR gegenüber +4.316 TEUR im Vorjahr) und dem Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von -96 TEUR erhöht sich der Finanzmittelbestand um 5.138 TEUR. Die Liquidität der Gesellschaft war im Berichtsjahr stets gesichert. c) Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Die Struktur des kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und der Verbindlichkeiten wird ebenso stabil gehalten. Wesentliches nicht betriebsnotwendiges Vermögen besteht nicht. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Folgende Rentabilitätskennzahlen werden zur internen Unternehmenssteuerung herangezogen:
Bei der Ermittlung der Handelsspanne werden Werbekostenzuschüsse und Rückvergütungen für Vorjahre sowie Leergut und andere nicht dem gewöhnlichen Geschäft zugehörigen Umsätze nicht berücksichtigt. Die im Vorjahr getroffene Prognose zum Anstieg der Umsatzrentabilität wurde somit erreicht. Der ebenfalls prognostizierte Anstieg der Handelsspanne wurde aufgrund von schwierigen Rahmenbedingungen in Bezug auf Preiseffekte am Markt nicht erreicht. Der Cashflow beträgt +5.138 TEUR und ist damit um 845 TEUR höher als im Vorjahr. Die im Vorjahr prognostizierte positive Entwicklung des Cashflows wurde somit erreicht. Die Lieferpartner der CF Gastro arbeiten auch zur Einhaltung von Hygienevorschriften streng nach dem HACCP-Konzept und sind nach dem International Featured Standard und/oder nach der DIN EN ISO-Norm zertifiziert. Um den stetig steigenden Anforderungen in Bezug auf Produktsicherheit und auf Einhaltung von Qualitätsstandards auch in Zukunft gerecht werden zu können, wurden im Berichtsjahr bei den Lieferpartnern externe Audit-Maßnahmen durchgeführt. 5. Gesamtaussage Die Gesellschaft hat sich im Berichtsjahr unter Berücksichtigung der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen überdurchschnittlich entwickelt. Der Geschäftsverlauf war trotz schwieriger Rahmenbedingungen zufriedenstellend. III. Prognosebericht Die Auswirkungen der ansteigenden Preise im Energiesegment und der hohen Inflation sowie die allgemeine weltwirtschaftliche Schwäche, unter anderem bedingt durch die Folgen des Krieges in der Ukraine, belasten die deutsche Wirtschaft auch in 2024. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt wird in 2024 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres stagnieren (+0,2 %), in 2025 wird mit einem leichten Anstieg von 1,0 % gerechnet. In 2024 wird die laufende Intensivierung der vorhandenen Kundenkontakte fortgesetzt, Warengruppen weiterentwickelt und weitere Vermarktungskonzepte entwickelt. Darüber hinaus wird die Gewinnung neuer Kunden angestrebt. Enge Abstimmungen mit der Warenkreditversicherung werden fortlaufend realisiert, um potenzielle Risiken zu minimieren und Marktentwicklungen zu analysieren. Zur Erreichung der Unternehmensziele sowie zur Umsetzung weiterer Optimierungsmöglichkeiten wird maßgeblich an der internen und externen Logistik innerhalb der Organisation gearbeitet. Bestehende Kundenkontakte werden mit dem Ziel der Bestandssicherung und -erweiterung gepflegt; darüber hinaus wird die IT-Landschaft weiterentwickelt und neue Module implementiert. Interne Auditmaßnahmen bei Lieferpartnern werden weiter durchgeführt. Die Gesellschaft wird auch zukünftig in der Lage sein, den Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Im Laufe des Jahres 2024 wird im Zuge von Optimierungsvorhaben die Faktura der internen Warenbewegung zwischen der Verteilzentrum-Struktur und dem Lieferpartnernetzwerk von CF Gastro sukzessive übernommen. Für das Geschäftsjahr 2024 werden Warenhandelserlöse anstatt Umsatzerlöse prognostiziert. Für das Jahr 2024 werden leicht sinkende bis stagnierende Warenhandelserlöse sowie ein leicht geringerer bis gleichbleibender Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr erwartet. Die Kernabsatzmärkte werden als stabil bewertet, allerdings ist aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen damit zu rechnen, dass die Abnehmerseite deutlich preissensibler agiert und ggf. Beschaffungsprozesse anpasst. Folglich rechnen wir mit einer leicht reduzierten bis stagnierenden Umsatzrentabilität sowie Handelsspanne. Beim Cashflow gehen wir von einer Entwicklung mit positiver Tendenz im Vergleich zum Vorjahr aus. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Wir erwarten im Bereich der Gastronomie und Hotellerie maßgebliche Marktveränderungen, zum einen durch die Anhebung der Mehrwertsteuersätze für gastronomische Dienstleistungen von vormals 7 % auf 19 %. Weiterhin bleiben die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit dem Russland- Ukraine-Krieg herausfordernd. Insbesondere die Teuerung von Lebensmitteln könnte kurz- bis mittelfristig dazu führen, dass die Gastronomie weniger Gästezahlen verzeichnet. Weiterhin könnte der allgemeine Fachkräftemangel die Gastronomie und Hotellerie in der Entwicklung ausbremsen. Branchenspezifische Risiken Die Preissteigerungen im Bereich Lebensmittel und Konsumgüter aufgrund des Kriegs in der Ukraine und damit einhergehender Kaufzurückhaltung der Konsumenten belasten zunehmend die Branche. Die Marktteilnehmer müssen die Zusatzkosten aus den Preissteigerungen an den Endverbraucher weitergeben, die aber ihrerseits in Folge steigender Lebenshaltungskosten preissensibler geworden sind und dadurch auf zusätzliche Ausgaben verzichten. Die Kunden sind ebenfalls preissensibel und versuchen weiterhin, mehrere Sortimente bei einem Anbieter zu bündeln. Dies könnte zur Folge haben, dass Umsatz und Rohertrag nicht in einer üblicherweise zu erwartenden Höhe erreicht werden können. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, werden zielgerichtet Konzepte zur effektiven Belieferung der Kunden in puncto Warenkorbmanagement, Logistik sowie IT- Dienstleistungen erarbeitet und weiterentwickelt. Die Aufrechterhaltung der Bestandskundenaktivitäten, Maßnahmen zur Produkt- und Prozesssicherheit sowie eine effiziente Warenverteilung über die Zentrallagerstruktur stellen weiterhin Kernaufgaben dar. Die Wettbewerbssituation, insbesondere im Frischesegment, wird weiterhin intensiv beobachtet. Es wird erwartet, dass das Wettbewerbsumfeld auch zukünftig durch Zusammenschlüsse und Übernahmen von Marktteilnehmern geprägt sein wird. Das wird zur Folge haben, dass die dann noch bestehenden Marktteilnehmer sich immer mehr zu Vollsortimentern entwickeln werden. Darüber hinaus bieten Logistikunternehmen umfangreiche Dienstleistungen an, so dass der Stellenwert von Brokering- Dienstleistungen weiter steigen wird. Risikopotenzial wird kurzfristig in weiter steigenden Preisen aufgrund von weltweiten Unruhen und Handelskonflikten und damit einhergehend einer weiteren nachlassenden Nachfrage der Konsumenten gesehen. Darüber besteht weiterhin die Gefahr von Störungen in den Lieferketten. Bei einer langanhaltenden Verzögerung der konjunkturellen Erholung besteht das Risiko, dass das Finanzsystem prozyklisch auf die Realwirtschaft wirken könnte. Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft sind möglich. Der Fachkräftemangel und die Leistungsbereitschaft sowie die Kostensteigerungen insbesondere im Bereich der Logistik werden nachhaltig zu großen Herausforderungen in der gesamten Branche führen. Ertragsorientierte Risiken Es wird davon ausgegangen, dass die Marktanteile mittel- bis langfristig weiter ausgedehnt werden können. Im Gegenzug besteht das Risiko, dass hiermit weitere Zusatzkosten verbunden sind, die einen negativen Einfluss auf künftige Ergebnisse haben könnten. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation der Gesellschaft sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Gesellschaft finanziert sich ausschließlich über Eigenkapital. Währungsrisiken bestehen aufgrund der vorhandenen Kundenstruktur nicht. Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; es sind derzeit keine Engpässe zu erwarten. Bezüglich der finanziellen Leistungsindikatoren verweisen wir auf unsere Aussagen im Prognosebericht. 2. Chancenbericht Durch den weiteren Ausbau der Eigenmarken, die Aufschaltung weiterer Produktgruppen sowie durch eine Fokussierung auf die Verbesserung der Dienstleistungsprozesse innerhalb des Lieferpartnernetzwerks wird die Gesellschaft auch in Zukunft die Chancen am Markt nutzen. Die hohen Qualitätsansprüche werden durch Qualitätskontrollen direkt bei den Lieferanten, durch interne Ablauf- und Qualitätskontrollen, sowie durch Zertifizierungen und durch eigene Audits bei den Lieferpartnern sichergestellt. Dem Wettbewerb am Markt wird weiterhin durch Erfahrung, Zuverlässigkeit sowie durch ein hohes Maß an Qualität begegnet. Der anhaltende Trend zu gesunder Ernährung und zu regionalen Bezugsquellen bietet der Gesellschaft weitere Entwicklungsmöglichkeiten. Diese Trends werden im Markt aufmerksam verfolgt. Aufgrund der vorhandenen, gewachsenen Lieferantenpartnerschaften können die Anforderungen der Kunden noch besser erfüllt werden. Weiterhin wird die Gesellschaft neue Geschäftsaktivitäten prüfen und im Zuge der voranschreitenden Digitalisierung auch weitere Kooperationen eingehen. Die Gesellschaft sieht sich im Zusammenhang mit der regionalen Anordnung des Lieferpartnernetzwerkes nach wie vor gut aufgestellt, um den Anforderungen des Marktes gerecht werden zu können 3. Gesamtaussage Die Geschäftsführung beobachtet intensiv und regelmäßig die Entwicklung der Konjunktur und des Marktes, die gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie allgemeine unternehmerische Risikofaktoren und insbesondere auch die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg. Risiken der künftigen Entwicklung werden in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, in steigenden Beschaffungskosten und dem steigenden Preisniveau gesehen. Vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität ist die Gesellschaft für die Bewältigung dieser Herausforderungen aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Potenzielle Zahlungsausfälle von Kunden sind durch Warenkreditversicherungen abgesichert. Hinsichtlich der finanziellen Leistungsindikatoren verweisen wir auf die Aussagen im Prognosebericht unter III. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm und unterhält eine Warenkreditversicherung. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Darüber hinaus werden vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung Informationen über die Bonität der Kunden eingeholt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.
Berlin, 30. April 2024 Marcel Freise BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die CF Gastro Service GmbH & Co. KG, Berlin PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der CF Gastro Service GmbH & Co. KG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CF Gastro Service GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 30. April 2024 PKF
Fasselt Partnerschaft mbB
Beier, Wirtschaftsprüfer Niebuhr, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 25. Mai 2024 festgestellt. Die Gesellschafterversammlung hat beschlossen den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.436.508,30 wie folgt zu verwenden: Die Kommanditeinlagen werden um EUR 600.000,00 und die Rücklagen der Gesellschafter um EUR 400.000,00 erhöht. Der übersteigende Betrag von EUR 1.436.508,30 wird an die Gesellschafter ausgeschüttet. |
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