CedarDB GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bernd Dr. Lehmann seit 9.10.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Academic Work Group AB | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Academic Work Germany GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS 1.1 Geschäftsmodell Die Academic Work Germany GmbH ist ein Personaldienstleister für den Sektor der sogenannten 'Young Professionals' und Teil der Academic Work Gruppe, Schweden, die ihren Hauptsitz in Stockholm hat. Die Spezialisierung auf ,Young Professionals` umfasst im Wesentlichen die Personalvermittlung und Arbeitnehmerüberlassung von Studenten, Absolventen und Akademikern mit bis zu 5 Jahren Berufserfahrung. Zu unseren Kunden gehören Start-ups, Einzelunternehmen, Unternehmen aus dem Mittelstand sowie Großkonzerne aus der IT-Branche, Industrie und Wirtschaft. 1.2 Ziele und Strategien Grundsätzlich verfolgt die Academic Work Germany GmbH eine Wachstumsstrategie und strebt in diesem Zusammenhang eine tiefere Durchdringung des deutschen Personalvermittlungs- und Arbeitnehmerüberlassungsmarktes an. Neben einem deutschlandweiten Standortnetz setzen wir bei unserem Geschäftsausbau auf die Vermittlung von arbeitsmarktgerecht ausgebildetem Personal. Bereits seit 2018 investieren wir in die Ausbildung neuer Mitarbeiter über die Schwestergesellschaft Brights Learning Germany GmbH (bis 2022: Academic Work Academy Germany GmbH). Während dieses Intensivtrainings werden unsere Consultants in Kompetenzen ausgebildet, die auf dem deutschen Arbeitsmarkt nachgefragt werden. Für das Jahr 2024 sind insgesamt 6 verschiedene Academy-Programme mit bis zu 70 Absolventen geplant. Diese Absolventen werden dann für die weitere Personalvermittlung und Arbeitnehmerüberlassung zur Verfügung stehen. Unsere Entwicklungsbemühungen zielen speziell auf die Erweiterung des Kunden- und Bewerberportfolios sowie die Förderung und Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter ab. Hierbei fokussieren wir uns seit 2017 auf den Aufbau des Freelancing Geschäfts durch unsere Schwestergesellschaft Winona Germany GmbH sowie seit 2018 auf den Aufbau des Geschäftsmodells der Brights Learning Germany GmbH, um aktuellen kundenspezifischen Anforderungen und Profilwünschen begegnen zu können. Darüber hinaus arbeiten wir an der Optimierung unserer Prozesse, um unseren Kunden den bestmöglichen Service bieten zu können. Bereits im Vorjahr haben wir unsere Verwaltung neu organisiert und einige zentrale Funktionen zur Konzernmutter nach Schweden verlagert. Die angemieteten Räume konnten teilweise abgegeben oder untervermietet werden. Die Veränderungen haben sich im Berichtsjahr in geringeren Raumkosten niedergeschlagen. Im Geschäftsjahr haben wir unseren Fokus noch mehr auf ein margenstärkeres Geschäft gerichtet. Dabei unterstützt uns die Ausweitung des Kursangebots in der Brights Learning Germany GmbH und eine höhere Anzahl der Absolventen, die uns zur Verfügung stehen. 2. RAHMENBEDINGUNGEN Gesamtwirtschaft Die Erholung der Weltwirtschaft nach der Corona-Pandemie und dem Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine setzte sich im Jahr 2023 fort, blieb dabei aber schwach und ungleichmäßig. Insgesamt ist die globale Wirtschaft noch deutlich von ihrem langjährigen Wachstumspfad vor der Pandemie entfernt. Das Wachstum der Weltwirtschaft schwächte sich nach Schätzung des IWF im Jahr 2023 auf 3,1 Prozent nach 3,5 Prozent im Vorjahr ab. In der Euro- Zone fiel die BIP-Steigerung auf 0,5 Prozent zurück (2022: 3,4 Prozent). In Frankreich, Italien und Spanien verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum sehr deutlich, Deutschland als größte Ökonomie der Euro-Zone fiel mit -0,3 Prozent sogar in die Rezession. Trotz der verhaltenen konjunkturellen Entwicklung hat die Erwerbstätigkeit im Herbst 2023 erstmalig 46,0 Millionen überschritten und erreichte im Jahresdurchschnitt einen Wert von 45,9 Millionen (Vorjahr: 45,6 Millionen). Eine Ursache für die Beschäftigungszunahme im Jahr 2023 war die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte. Hinzu kam eine gesteigerte Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese beiden Wachstumsimpulse überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt, der mittelfristig zu einem deutlichen Rückgang der Bevölkerung im Erwerbsalter führen dürfte. In einer Initiative der Europäischen Kommission soll dem anhaltenden Fachkräftemangel durch gezielte Stärkung von Kompetenzen und Praktika begegnet werden. Es ist geplant, neben der Verbesserung der Arbeitsbedingungen in bestimmten Sektoren und der Mobilität von Arbeitskräften auch Fachkräfte aus Drittländern anzuwerben. In diesem Rahmen soll auch die Einrichtung von Exzellenzzentren für die berufliche Aus- und Weiterbildung verstärkt kofinanziert werden. Insgesamt sollen also ähnliche Maßnahmen auf Europäischer Ebene ergriffen werden, wie sie bereits bei der Academic Work installiert sind. Branchenkonjunktur Die Leiharbeit ist im Vergleich zu anderen Branchen durch eine überdurchschnittlich hohe Dynamik und Fluktuation gekennzeichnet. Obwohl im Bereich der sonstigen Unternehmensdienstleistungen im dritten Quartal 2023 eine Ausweitung der Wirtschaftsleistung zu verzeichnen war, nahm sie in der Arbeitnehmerüberlassung ab. Auch bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung war im Vergleich zum Vorjahr die stärkste Abnahme in der Arbeitnehmerüberlassung (-8,1 Prozent) festzustellen. Die Nachfrage nach Arbeitnehmerüberlassung war in 2023 schwächer als im Vorjahr. Durchschnittlich sanken die Umsätze im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,8%, während die Anzahl der Zeitarbeitskräfte zum Stichtag 31.12.2023 knapp 5% unter dem Vorjahreswert liegt. Anbieter, die sich auf Akademiker und Akademikerinnen fokussieren, verzeichneten im Vergleich zum Vorjahresquartal deutliche Umsatz- und Beschäftigungsrückgänge. 3. WIRTSCHAFTSBERICHT 3.1 Geschäftsverlauf/-lage Zur Steuerung des Unternehmens durch die Geschäftsführung werden die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und EBIT herangezogen. Für 2023 rechnete die Gesellschaft mit einer weiteren Steigerung des Umsatzes auf ca. EUR 32m. und einem leicht negativen EBIT von ca. EUR -0,7m. Der Schwerpunkt des Umsatzes sollte weiterhin auf der Arbeitnehmerüberlassung liegen. Die Planung in den Umsatzerlösen wurde deutlich verfehlt, vor allem im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung. Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren vor allem massive Kosteneinsparungsmaßnahmen bei den Hauptkunden der Gesellschaft. Der Materialaufwand und der Personalaufwand sind moderat gestiegen, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 888 bzw. 15% gesunken. Vor allem die gestiegenen Kosten für die Consultants konnten nicht durch entsprechende Umsatzerlöse verdient werden. Dementsprechend betrug das EBIT (Jahresergebnis vor Finanzergebnis und Steuern) im Berichtsjahr TEUR -2.599 und lag deutlich unter der im Vorjahr gesetzten Erwartung. Die Zinsaufwendungen haben sich im Berichtsjahr von TEUR 730 auf TEUR 1.653 mehr als verdoppelt. Grund dafür ist der deutliche Anstieg der Zinsen auf das Darlehen der Muttergesellschaft, die vertraglich an das Verschuldungsrate und den STIBOR gekoppelt sind. Beide Faktoren haben sich im Berichtsjahr deutlich verschlechtert. Insgesamt fiel der Jahresfehlbetrag um TEUR 1.592 höher aus als im Vorjahr und beträgt für das Berichtsjahr TEUR 4.419 (Vorjahr: TEUR 2.827). 3.2 Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 28.384 (Vorjahr: TEUR 28.751) erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Umsätze aus der Direktvermittlung um TEUR 134 bzw. 4,9% gesteigert werden, während die Erlöse aus der Arbeitnehmerüberlassung um TEUR 501 bzw. 1,9% zurückgingen. Der überproportionale Anstieg des Materialaufwands von TEUR 20.139 um TEUR 679 bzw. +3,4% auf TEUR 20.818 ist vor allem auf die proportional zur Mitarbeiterzahl gestiegenen Gehälter für die Consultants zurückzuführen, die nicht durch die wieder gesunkenen Trainingskosten ausgeglichen werden konnten. In der Arbeitnehmerüberlassung waren im Berichtsjahr durchschnittlich 327 Mitarbeiter und damit mehr als im Vorjahr (Vorjahr: 298 Mitarbeiter) beschäftigt. Kurzarbeit wurde im Berichtsjahr nicht in Anspruch genommen. Der Personalaufwand stieg leicht um 1,4 %, obwohl die Zahl der Mitarbeiter im Vertriebs- und Verwaltungsinnendienst deutlich reduziert wurde (Berichtsjahr: 74, Vorjahr: 104). Wir begannen das Jahr mit einer viel größeren Organisation als im Jahr 2022, viele Neueinstellungen in H2 2022. Umstrukturierung ab April 2023 von 120 auf 60 Mitarbeiter. Resteffekte der Trennungskosten liefen bis Ende 2023. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 5.139, Vorjahr TEUR 6.027) um TEUR 888 bzw. 15% ist im Wesentlichen auf geringere Konzernumlagen für IT, Marketing und Managementleistungen zurückzuführen. Trotz der bereits im Vorjahr erfolgreich umgesetzten Kostensenkungsmaßnahmen war die Summe der Aufwendungen immer noch höher als die Gesamtleistung, weshalb die Gesellschaft auch im Berichtsjahr ein negatives betriebliches Ergebnis (EBIT) in Höhe von TEUR -2.599 ausweist, welches das negative betriebliche Ergebnis des Vorjahres (TEUR -2.262) noch übertrifft. Der Zinsaufwand (TEUR 1.653, Vorjahr: TEUR 730), der überwiegend für das von der Akind Venture AB, Stockholm, Schweden, gewährte Darlehen und den Cash Pool anfiel, ist aufgrund des deutlich gestiegenen Zinsniveaus deutlich gestiegen. Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, der bis zum 31.12.2023 mit der Academic Work Flex Germany GmbH bestand, wurde mit Wirkung zum Ablauf des 31.12.2023 beendet. Nach einem Vorjahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 2.827 ergibt sich im Berichtsjahr ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 4.419. Aufgrund der kumulierten Verluste in Höhe von TEUR 26.689 fallen weder im Berichtsjahr noch voraussichtlich in den kommenden Jahren Ertragsteuern an. 3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme ist von TEUR 36.035 im Vorjahr um TEUR 4.501 auf TEUR 31.534 im Berichtsjahr zurückgegangen. Auf der Aktivseite ist ein deutlicher Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 8.871 zu verzeichnen, dem ein Anstieg des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages um TEUR 4.419 gegenübersteht. Die relative geringe Verminderung des Anlagevermögens um TEUR 75 resultiert aus regulären Abschreibungen und aus dem Verkauf der Beteiligung an der Academic Work Flex Germany GmbH an die AW Executive Search GmbH (jetzt: Winona Germany GmbH) mit Wirkung zum Ablauf des 31.12.2023. Im Vorjahr waren die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor allem wegen sehr hoher Forderungen an einen wesentlichen Kunden und im Vergleich zu anderen Jahren besonders hohen Leistungen für die Ausbildung im Rahmen der Academy-Programme überdurchschnittlich hoch. Diese sind im Berichtsjahr wieder auf ein durchschnittliches Niveau zurückgegangen. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen waren im Vorjahr noch Forderungen aus der Ergebnisabführung (TEUR 159) enthalten, die im Berichtsjahr nicht mehr angefallen sind. Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 3.706 ist auf den um TEUR 7.669 geringeren Bestand der kurzfristigen Cashpool- Verbindlichkeiten zurückzuführen, dem ein Anstieg des langfristigen verzinslichen Darlehens der Gesellschafterin um TEUR 2.800 gegenübersteht. Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 168 aus der Verlustübernahme der Academic Work Flex GmbH bis zur Beendigung des Ergebnisabführungsvertrages. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen resultiert aus höheren Rückstellungen für die Personalabrechnung. Der deutliche Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 1.274 bzw. 65% ist vor allem auf den Rückgang von Verbindlichkeiten aus der Personalabrechnung zurückzuführen. Daneben bestanden im Vorjahr hohe Umsatzsteuer- Verbindlichkeiten, die in direktem Zusammenhang mit dem stichtagsbezogenen Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen standen. 3.4 Finanzlage Die Finanzierung erfolgt neben einem langfristigen Darlehen im Rahmen der Cashpool-Vereinbarung mit der Academic Work Group AB innerhalb des Konzerns. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen größtenteils innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Die Verbindlichkeiten aus dem Cashpool werden unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag belaufen sich die Verbindlichkeiten aus dem Cashpool auf TEUR 5.647 (Vorjahr: TEUR 13.316). Darüber hinaus ist die Erweiterung des langfristigen Darlehens mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2028 durch die Muttergesellschaft zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit um TEUR 2.800 auf TEUR 22.447 wesentlich. Der Bedarf an liquiden Mitteln resultiert hauptsächlich aus der operativen Geschäftstätigkeit. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft besteht eine harte Patronatserklärung der Akind Venture AB, Stockholm, Schweden. Diesbezüglich verweisen wir auch auf die Ausführungen in Abschnitt 4.2 Risikobericht dieses Lageberichts. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 26.689 (Vorjahr: TEUR 22.270) aus. 3.5 Investitionen Im Geschäftsjahr wurden keine Investitionen getätigt. Für das kommende Geschäftsjahr sind keine Investitionen geplant. 3.6 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Entwicklung Das Unternehmen kann auf ein Jahr zurückblicken, das vielversprechend begann, aber im 2. und vor allem im letzten Quartal wirkte sich die allgemeine Konjunkturabschwächung vor allem im Geschäftsfeld Academy negativ auf die Ertragslage des Unternehmens aus. Zu Beginn des letzten Jahres wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragslage eingeleitet, aber da wir mit hohen internen Kosten in das Jahr 2023 gestartet sind und wir erhebliche Kosten im Zusammenhang mit der Reorganisation hatten, war der volle Effekt in den Finanzen für dieses Jahr nicht sichtbar. Seit dem Ende des Jahres 2023 sind alle verbleibenden Kosten aus den Büchern verschwunden und eine schlankere und effizientere Kostenstruktur ist nun etabliert. Mit der neuen Organisation und einer stärkeren Marktposition ab H2 im Jahr 2024 sind wir optimistisch, dass wir weiterhin positive Schritte in unseren Finanzergebnissen machen werden. 3.7 Forschung & Entwicklung Die Gesellschaft betreibt keine Forschung und Entwicklung. 4. CHANCEN-/RISIKOBERICHT 4.1 Chancenbericht Mit der stark auf die beiden attraktiven Standorte München und Hamburg konzentrierten Expansion sehen wir Chancen, diesen Markt weiter erfolgreich zu erschließen und dauerhaft zu besetzen. Durch Investitionen in den Ausbau der Vertriebskapazitäten, Optimierung der Rekrutierungsprozesse und der hierzu notwendigen Systeme sowie eine hervorragende Servicequalität wollen wir unseren Wettbewerbsvorteil und damit unseren Marktanteil weiter ausbauen. Zusammen mit der Brights Learning Germany GmbH haben wir ein Projekt abgeschlossen, das die Schulungskosten verringert und damit die Investitionen in zukünftige Schulungen im Rahmen der Academy-Programme sicherstellt. Ohne die Qualität der Schulung zu beeinträchtigen, ist es uns gelungen, die durchschnittlichen Schulungskosten pro auszubildenden Mitarbeiter um 20 % zu senken. Dies wird die Rentabilität aller zukünftigen Investitionen in die Ausbildung verbessern. Das Arbeitnehmerüberlassungs- Geschäft wird durch Erweiterung der spezifischen Vertriebsressourcen auch in Zukunft stetig wachsen. Besonders aber mit den Consultants, welche wir aus den Academy-Programmen erhalten, erwirtschaften wir einen positiven operativen Ergebnisbeitrag, da hier die Margen im Vergleich zu unserem Gesamtgeschäft überdurchschnittlich hoch sind. Dies ist darauf zurückzuführen, dass in den Academy-Klassen die Ausbildung der Consultants gezielt auf die Bereiche ausgerichtet werden kann, in denen ein Fachkräftemangel besteht. Wir werden dieses speziell ausgerichtete Angebot auch in den nächsten Jahren weiter erhöhen, da wir hier langfristig eine starke Nachfrage erwarten und wir so durch hohe Kundenbindung eine stabile Kundenbasis aufbauen können. In der ersten Jahreshälfte des Jahres 2023 haben wir ein Projekt zur Optimierung der Organisationsstruktur abgeschlossen. Die Gesamtorganisation sollte durch Begrenzung der Anzahl der unterstützenden Rollen außerhalb des operativen Tagesgeschäfts deutlich effizienter werden. Dieses Projekt ist abgeschlossen und hat zu einem höheren Mitarbeiteranteil im operativen Geschäft, aber zu einer geringeren Gesamtmitarbeiterzahl geführt. Dies wird eine gute Grundlage für die Verbesserung der Rentabilität schaffen, gleichzeitig unseren Wettbewerbsvorteil wahren und uns bei der Gewinnung weiterer Marktanteile unterstützen. 4.2 Risikobericht Die unten dargestellten Risiken schätzen wir als kontrollierbar ein. Grundsätzlich werden diese fortlaufend durch uns beurteilt und bewertet. Hierzu werden die Kundenfeedbacks sowie das aktuelle Marktgeschehen analysiert. Aus den daraus identifizierten Risiken werden die dementsprechenden erforderlichen Maßnahmen in die Wege geleitet. Hierbei bedient sich die Gesellschaft auch der Unterstützung ihrer Muttergesellschaft in Schweden. Bestandsgefährdende Risiken Die Gesellschaft weist aufgrund der in der Vergangenheit mit Liquiditätsabflüssen verbundenen Verluste zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 26.689 (Vorjahr: TEUR 22.270) aus. Bis zum Erreichen nachhaltiger positiver operativer Cashflows, die das Erreichen geplanter Umsatzsteigerungen und Kosteneinsparungen voraussetzen, hängt die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit daher von der finanziellen Unterstützung und Kapitalausstattung durch die indirekte Gesellschafterin Akind Venture AB, Stockholm, Schweden ab. Diese hat sich in einer harten Patronatserklärung vom 20. Juni 2024, die der Höhe nach unbeschränkt sowie zeitlich unbefristet ist, dazu verpflichtet, die Gesellschaft finanziell so auszustatten, dass diese jederzeit in der Lage ist, ihre Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen. Die Patronatserklärung kann frühestens nach dem 31. Dezember 2025 gekündigt werden. Finanzielle Risiken Im Zuge der Nachwirkungen der Wirtschaftskrise und der Corona-Pandemie konnten wir die Gesamtleistung des Vorjahres erreichen. Trotz sinkender Kosten in allen Bereichen haben wir auch im Geschäftsjahr 2023 einen Verlust verzeichnet. Wir gehen weiterhin davon aus, dass die Zahlungsfähigkeit durch den bestehenden Cashpool-Vertrag, das gewährte Darlehen und die Patronatserklärung der Akind Venture AB zumindest kurzfristig ausreichend unterstützt wird. Mittel- und langfristig planen wir, die Liquiditätsposition bei steigenden Umsatzerlösen und geringeren Kosten durch einen steigenden Bruttogewinn aus eigener Kraft zu stärken. Mitarbeiterrisiken Dem Risiko der Mitarbeiterfluktuation begegnen wir unter anderem durch unser Schulungsangebot, unsere Vergünstigungen für Mitarbeiter und Arbeitsbedingungen, welche eine ausgewogene Work- Life-Balance ermöglichen. Branchenspezifische Risiken Die gesetzlichen Regularien für die Arbeitnehmerüberlassung wie z.B. Überlassungsdauer, Equal- Treatment (Gleichbehandlung), Fachkräfteeinwanderungsgesetz u. ä. beeinflussen die Marktbedingungen für Zeitarbeitsfirmen permanent. Des Weiteren besteht das Risiko, dass insbesondere Unternehmen der Personaldienstleistungsbranche von der aktuellen Coronakrise betroffen sein werden, da sich solche Krisen meist als erstes und überproportional auf Zeitarbeitnehmer auswirken. Beschaffungsrisiken Aufgrund des engeren Bewerbermarktes im Bereich Fachkräfte und dessen Herausforderungen in der Rekrutierung gehen wir davon aus, dass die Vermittlungs- und Rekrutierungskosten pro Kandidat steigen werden. Dem wird die Gesellschaft mit einer Optimierung der Bewerber-Online-Tools sowie der Steigerung der Effizienz im Rekrutierungsprozess entgegenwirken. Das erfolgreiche Konzept der Academy-Programme wird auch von anderen Mitbewerbern erkannt und seit diesem Jahr vermehrt angeboten, so dass wir uns in Zukunft umso mehr als vertrauenswürdiger und qualitativ hochwertiger Anbieter am Markt platzieren müssen. Kundenrisiken Die Forderungen an Kunden sind aufgrund des besonders zum Jahresende überproportionalen Anstiegs der Umsatzerlöse zum Stichtag im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen, wobei der Forderungsausfall weiterhin gering ist. Seit 2020 ist das Forderungsmanagement der Gesellschaft an die Credit Risk Abteilung der Academic Work Gruppe in Schweden ausgelagert. Dies führte zu einem verbesserten Zahlungsverhalten unserer Kunden. Risiko aus dem Verlust eines Kunden Der Verlust eines oder mehrerer von uns belieferten Großkunden kann übergangsweise zu Gewinn-/ Deckungsbeitragsausfällen und zusätzlich zu Kapazitätsanpassungskosten führen. Durch eine stetige Verbreiterung der Kundenbasis soll die Abhängigkeit von einigen wenigen Großkunden verringert werden. Die in der Regel sehr engen und stabilen Kundenbeziehungen sorgen dafür, dass sich ein Kundenverlust in der Regel frühzeitig ankündigen würde und entsprechende Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden könnten. Risiken aus Informationstechnologien/Cyberrisiken Eine in Deutschland aktive Gesellschaft wie die Academic Work Germany GmbH kann nur mit Hilfe leistungsstarker IT-Systeme gesteuert werden. Gravierende Störungen wie Systemausfälle, Angriffe auf unsere Netzwerke, der Verlust oder die Manipulation von Daten können Ausfälle in der Personalbereitstellung für den Kunden zur Folge haben. Die Gesellschaft bezieht einen großen Teil der IT-Services über die Konzernmutter und ist somit über deren konzeptionelle als auch operative Optimierung des IT-Umfeldes inklusive entsprechender, konzernweiter Sicherheitskonzepte abgedeckt. Darüber hinaus steigen die Bedrohungen für unsere Informationssicherheit aufgrund der weltweit zunehmenden Professionalität in der Computerkriminalität. Zur Risikominimierung ergreifen wir eine Reihe von Maßnahmen, die unter anderem die Schulung von Mitarbeitenden sowie die Überwachung unserer Netzwerke und Informationssysteme etwa durch Firewalls und Virenscanner umfassen. Risiken aus der Ukraine-Krise Aus der seit Februar 2022 vorherrschenden Ukraine-Krise ergeben sich für die Academic Work überwiegend indirekte Risiken, die z.B. aus einer Insolvenzbedingten Zahlungsunfähigkeit eines Kunden resultieren könnten. Eine rezessionsbedingte Einstellung von Projekten könnte die Nachfrage nach qualifizierter Zeitarbeit negativ beeinflussen. Bisher waren die Auswirkungen solcher Risiken für die Gesellschaft gering. 5. PROGNOSEBERICHT Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für die Weltwirtschaft im Jahr 2024 ein Wachstum auf dem Niveau des Vorjahrs von 3,1 Prozent, das damit weiterhin unter dem langjährigen Wachstumstrend aus den Jahren vor der Corona-Pandemie verharrt (durchschnittlich 3,8 Prozent im Zeitraum 2000 bis 2019). Als übergeordnete Gründe verweist der IWF auf erhöhte Leitzinsen der Zentralbanken zur Inflationsbekämpfung, die Rücknahme fiskalischer Unterstützung in einem Umfeld hoher Verschuldung und geringe Produktivitätssteigerungen. In Summe hat der IWF in seinem World Economic Outlook (WEO) Update vom Januar 2024 die Wachstumsprognose für 2024 leicht um 0,2 Prozentpunkte angehoben im Vergleich zum Ausblick aus Oktober 2023, was auf eine robustere Entwicklung als angenommen in den USA und mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern sowie auf fiskalische Maßnahmen in China zurückzuführen ist. Die Eurozone wird ihr Wachstum gemäß der IWF-Projektion auf 0,9 Prozent steigern (2023: 0,5 Prozent), getragen von einer höheren Konsumnachfrage bei steigenden Realeinkommen. Die deutsche Wirtschaft lässt demnach mit 0,5 Prozent Wachstum die Rezession hinter sich (2023: -0,3 Prozent), bleibt aber Schlusslicht unter den großen Wirtschaftsnationen. Die Arbeitsmarktdaten der ersten Monate des Jahres 2024 weisen trotz Spuren anhaltender Wirtschaftsschwäche auf einen robusten Arbeitsmarkt hin. Obwohl die bereinigte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung etwas zugenommen hat, sind Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung gestiegen. Trotzdem ist die Zahl der offenen Stellen mit rund 1,7 Mio. weiterhin hoch. Unternehmen sehen nach den hohen Energiekosten vor allem den Fachkräftemangel als Investitionshemmnis, der auch weiterhin den Beschäftigungsaufbau bremst. Dennoch geht die Bundesregierung für 2024 von einem erneuten leichten Zuwachs der Erwerbstätigkeit um 110.000 Beschäftigte aus. Es wird damit gerechnet, dass die verhaltene Dynamik bei der Arbeitslosigkeit bis zum Frühjahr andauert, es jedoch etwas zeitverzögert zur wirtschaftlichen Erholung im späteren Jahresverlauf zu einem Abbau der Arbeitslosigkeit kommen wird. Die Personalvermittlungsbranche verzeichnet zwar derzeit keine positive Entwicklung, aber die langfristigen Trends haben sich nicht geändert. Aufgrund der härteren Marktbedingungen und der höheren Arbeitslosigkeit haben wir eine gewisse Abschwächung des Bewerbermangels festgestellt, aber der allgemeine Trend ist immer noch derselbe und wir sehen den Mangel an Fachkräften als einen der wichtigsten Trends für die Zukunft. Um die Positionierung von Academic Work auf dem Markt zu stabilisieren und zu erweitern, steht die Sicherung der langfristigen Kundenbeziehungen und der Servicequalität im Fokus der Vertriebs- und Rekrutierungsaktivitäten. Hierzu werden weiterhin qualifizierte und ausgebildete Academy Consultants in Arbeitnehmerüberlassungen vermittelt. Die Schwestergesellschaft Brights Learning Germany GmbH gehört zur Academic Work Familie und bildet seit 2018 Bewerber zu IT-Consultants aus. um den Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften in der IT-Branche zu bedienen. Dank des praxisorientierten und interaktiven Lernansatzes wird Teilnehmern umfassende IT-Kompetenz vermittelt, die anschließend als Consultants bei Kunden der Academic Work Germany GmbH eingesetzt werden. Basierend auf dem aktuellen Forecast für das Jahr 2024 rechnet die Gesellschaft mit einem Rückgang des Umsatzes um 31,8% auf ca. EUR 20,1m. Die Arbeitnehmerüberlassung soll dabei wie bisher den wesentlichen Anteil des Gesamtumsatzes stellen. Die Planung geht davon aus, dass im Geschäftsjahr 2024 ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt werden kann. Durch die breite Aufstellung mit Kunden verschiedener Branchen und Industrien wird es der Gesellschaft auch zukünftig möglich sein, konjunkturellen und/oder zyklischen Bewegungen flexibel entgegenzusteuern. Dies wirkt sich unter schwierigen Rahmenbedingungen stabilisierend auf die Ertrags- und damit auch die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft aus. Nach der Konsolidierung in 2024 soll für das Geschäftsjahr 2025 wieder eine Steigerung des Umsatzes auf EUR 25,5m erreicht und ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern in Höhe von ca. EUR 0,5m erzielt werden. 6. GESAMTAUSSAGE ZUR KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG Aus Sicht des Managements nahmen die Herausforderungen des Marktes im Jahr 2023 permanent zu und gipfelten in einem sehr schwierigen vierten Quartal. Die starke Erholung nach Wirtschaftskrise und Corona-Pandemie verlor an Dynamik. Dennoch ist es uns gelungen, die Rentabilität durch Kosteneinsparungsmaßnahmen und Gewinnmargensteigerungen zu verbessern. Wir sehen weiterhin erhebliche Chancen sowohl in unseren Kerndienstleistungen Personalbeschaffung und Rekrutierung als auch in unserer Ausbildung bei der Brights Learning Germany GmbH (vorher: Academic Work Academy Germany GmbH), um den Umsatz zu steigern und gleichzeitig die im Jahr 2023 initiierten erheblichen Sparprogramme zu nutzen, um das EBIT im Jahr 2024 zu verbessern. 7. BERICHT ÜBER ZWEIGNIEDERLASSUNGEN UND BETEILIGUNGEN Der Hauptsitz der Gesellschaft liegt in München Zentrum. Ein zweiter Standort befindet sich in Hamburg Zentrum. HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. ALLGEMEINE ANGABEN
II. ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Allgemeines Der Jahresabschluss der Academic Work Germany GmbH für das am 31. Dezember 2023 abgeschlossene Geschäftsjahr wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften gem. §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB unter Beachtung der Ergänzungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (gem. § 267 HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit wurde beachtet. Ergänzend zu den Vorschriften des Handelsgesetzbuches waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Aus dem Gesellschaftsvertrag ergeben sich keine weiteren ergänzenden Vorschriften. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern). Die indirekte Gesellschafterin Akind Venture AB, Stockholm, Schweden, hat sich mit der am 20. Juni 2024 ausgestellten harten Patronatserklärung verpflichtet, der Gesellschaft ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, dass diese ihren fälligen Verpflichtungen gegenüber Dritten nachkommen kann. Bezüglich der bestandsgefährdenden Risiken verweisen wir auf Abschnitt 4.2 im Lagebericht. III. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Für die Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung waren im Wesentlichen die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt. Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden fand nicht statt. Anlagevermögen Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Für die Zugänge werden die Abschreibungen pro rata temporis ermittelt. Die immateriellen Vermögenswerte der Gesellschaft sind zum Stichtag vollständig abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgte in der Regel über einen Zeitraum von 3 bis 5 Jahren. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzelnen zuordenbaren Anschaffungsnebenkosten. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände (Mietereinbauten zwischen 7 und 15 Jahren, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 10 Jahren, IT-Equipment zwischen 3 und 5 Jahren) und planmäßig linear vorgenommen. Die Abschreibung auf Zugänge beweglicher Anlagengegenstände während des Geschäftsjahres wurde zeitanteilig ermittelt. Abgänge werden in der Anlagenbuchhaltung zu originären Anschaffungskosten und kumulierten Abschreibungen ausgebucht. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von EUR 250,00 wurden ohne gesonderte Erfassung sofort in voller Höhe als Aufwand verbucht. Gering- wertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als EUR 250,00 bis zu EUR 800,00 werden - sofern sie selbständig genutzt werden können - im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben, ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als EUR 800,00 sind über die voraussichtliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für das allgemeine Kreditrisiko wurde bei den Kundenforderungen eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5% (VJ 0,5%) auf den um die Umsatzsteuer verminderten Forderungsbestand gebildet. Die sonstigenVermögensgegenstände sind zu Nennwerten bilanziert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die Aktive Rechnungsabgrenzung umfasst zeitanteilig abgegrenzte Vorauszahlungen für zukünftige Zeiträume. Die Beträge haben Forderungscharakter. Eigenkapital Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt. Sonstige Rückstellungen Bei der Bildung von Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe des Erfüllungsbetrages bemessen, der nach kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert bilanziert. Währungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem EUR- Referenzkurs der Bundesbank am Bilanzstichtag bewertet. Die Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt nach dem Imparitätsprinzip. Damit werden unrealisierte Kursverluste erfolgswirksam erfasst, während unrealisierte Kursgewinne nicht erfasst werden dürfen. IV. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen. In den Finanzanlagen war die Beteiligung an der Academic Work Flex Germany GmbH, München, ausgewiesen. An dieser Gesellschaft war die Academic Work Germany GmbH zu 100% beteiligt. Das Eigenkapital der Tochtergesellschaft betrug TEUR 25 (VJ TEUR 25). Die Gesellschaft wies bis zu ihrem Abgang im Berichtsjahr wie in den Vorjahren auf Grund des mit der Academic Work Germany GmbH bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages vom 2. Dezember 2010 mit Änderungsvertrag vom 13. Dezember 2021 ein ausgeglichenes Ergebnis aus. Die Academic Work Flex GmbH wurde mit Vertrag vom 6. Dezember 2023 und mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2023 an die AW Executive Search Germany GmbH (jetzt: Winona Germany GmbH) verkauft. Zum gleichen Zeitpunkt wurde der Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschaft beendet. Beim Verkauf wurde ein Buchgewinn on Höhe von TEUR 5 erzielt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen sind kurzfristig. Im Berichtsjahr besteht eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von TEUR 13 (VJ TEUR 44). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegen verschiedene Konzerngesellschaften und sind hauptsächlich aus der Verrechnung von laufenden Leistungen entstanden. Daneben bestehen Forderungen aus der Umsatzsteuer (TEUR 18, Vj. TEUR 38). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen aus Mietkautionen in Höhe von TEUR 93 (VJ TEUR 86). Die Kautionen sind an die Laufzeit der Mietverträge gebunden und haben in Höhe von TEUR 61 (VJ TEUR 54) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Daneben sind in den sonstigen Vermögensgegenständen Vorauszahlungen an Mitarbeiter in Höhe von TEUR 29 bilanziert. Sonstige Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen gebildet für die Verpflichtungen aus der Lohnabrechnung Dezember (TEUR 583), Überstunden und Urlaubsguthaben der Mitarbeiter (TEUR 318, VJ TEUR 385), für Verpflichtungen aus Mitarbeiter- Boni (TEUR 103, VJ TEUR 112), Verpflichtungen aus Sozialabgaben (TEUR 71, VJ TEUR 66) sowie Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 66, VJ TEUR 54). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 29.663 (VJ TEUR 33.369) betreffen mit TEUR 29.387 (VJ TEUR 33.359) die indirekte Gesellschafterin Akind Venture AB, Stockholm, Schweden, (vorher: Academic Work Solutions AB, Stockholm, Schweden), davon resultieren TEUR 22.447 (VJ TEUR 19.647) aus Darlehen, TEUR 5.647 (VJ TEUR 13.316) aus dem Cashpool-Vertrag sowie TEUR 1.162 (VJ TEUR 394) aus Zinsen. Aus Lieferungen und Leistungen bestehen Verbindlichkeiten an Konzerngesellschaften in Höhe von TEUR 108 (VJ TEUR 11). Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben TEUR 22.447 (VJ TEUR 19.647) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr und unter 5 Jahren. Alle übrigen Verbindlichkeiten sind kurzfristig. V. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 28.384 (VJ TEUR 28.751) wurden im Berichtsjahr überwiegend im Inland erzielt. Die operativen Umsätze bestehen aus Erlösen der Arbeitnehmerüberlassung in Höhe von TEUR 25.528 (VJ TEUR 26.030) sowie aus Erlösen der Direktvermittlung in Höhe von TEUR 2.855 (VJ TEUR 2.721). Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Umlagen für zentralisierte Marketing-, IT- und Personalleistungen an andere Konzerngesellschaften (TEUR 593, VJ TEUR 575) und der Untervermietung von Büroräumen (TEUR 333). Aus der Erstattung von Kursgebühren durch Absolventen wurden TEUR 120 erlöst. Die Erträge aus Kursdifferenzen betragen im Berichtsjahr TEUR 3 (VJ TEUR 7). Aus der Auflösung von nicht benötigten Wertberichtigungen resultiert ein Ertrag von TEUR 66 (VJ Aufwendungen für Forderungsverluste TEUR 83). Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ist auch der Buchgewinn aus dem Verkauf der Academic Work Flex Germany GmbH in Höhe von TEUR 5 erfasst. Materialaufwand Der Materialaufwand enthält die Personalaufwendungen für die Mitarbeiter, die direkt für die Leistungserbringung aus Arbeitnehmerüberlassung an Kunden eingesetzt werden, und setzt sich wie folgt zusammen:
Personalaufwand Der Personalaufwand enthält die Aufwendungen der internen Mitarbeiter, die nicht für die Arbeitnehmerüberlassung an Kunden eingesetzt sind. Der Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich um TEUR 75 bzw. 1%. Abschreibungen Die Abschreibungen betreffen Sachanlagen. Die Abschreibungen sind im Anlagenspiegel aufgegliedert. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Werbe- und Marketingaufwendungen TEUR 1.115 (VJ TEUR 1.582), Umlagen für IT-Kosten TEUR 1.004 (VJ TEUR 1.227), sonstige Personalaufwendungen TEUR 933 (VJ TEUR 1.217), und Raumkosten TEUR 778 (VJ TEUR 829). Die Aufwendungen für Kursdifferenzen belaufen sich auf TEUR 1 (VJ TEUR 5). Finanzergebnis Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit TEUR 1.652 (VJ TEUR 729) fast vollständig Zinsen für das Darlehen sowie Zinsen für das Cashpooling, die von der indirekten Gesellschafterin Akind Venture AB in Rechnung gestellt wurden. VI. SONSTIGE ANGABEN Beschäftigte Die Gesellschaft hatte im Jahresdurchschnitt 401 (VJ 402) Mitarbeiter beschäftigt. Davon entfielen durchschnittlich 74 (VJ 104) Mitarbeiter auf den internen Vertriebs- und Verwaltungsbereich. Für die Leistungserbringung an Kunden im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung waren 327 (VJ 289) Mitarbeiter angestellt. Insgesamt wurden 74 (VJ 104) Teilzeitkräfte beschäftigt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.557 (VJ TEUR 1.427) beinhalten:
Haftungsverhältnisse Besondere Haftungsverhältnisse aufgrund von gewährten Pfandrechten, begebenen oder übertragenen Wechseln, Bürgschaften oder ähnlichen Sicherheiten bestehen zum Stichtag nicht. Konzernabschluss Die Academic Work Germany GmbH ist 100%iges Tochterunternehmen der Academic Work Group AB und wird in den Konzernabschluss der Akind Universe AB, Stockholm, Schweden, (vorher: Academic Work Holding AB, Stockholm, Schweden) einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger (Bolagsverket) in Schweden veröffentlicht. Geschäftsführung Im Berichtsjahr wurde die Geschäftsführung von folgenden Personen ausgeübt: - Herr Matthias Stenberg, HR, Management and Services, Bachelor of Arts, München, ab 9. Februar 2023 - Herr Stefan Heinrichts, Betriebswirt, München, bis 9. Februar 2023 In Anwendung der Schutzklausel des § 286 Abs.4 HGB i.V.m. § 285 Nr. 9a HGB wird auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge verzichtet. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 4.054 auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben.
München, 26. Juni 2024 Academic Work Germany GmbH Mattias Stenberg sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 15.01.2025 festgestellt. BestätigungsvermerkWir haben dem Jahresabschluss und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der Academic Work Germany GmbH, München, den folgenden mit dem 26. Juni 2024 unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Academic Work Germany GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Academic Work Germany GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Academic Work Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Ausführungen in Abschnitt "II. Angaben zum Jahresabschluss" im Anhang und in Abschnitt "4.2 Risikobericht" im Lagebericht, in welchen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft aufgrund der in der Vergangenheit mit Liquiditätsabflüssen verbundenen Verluste zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 26.689 (Vorjahr TEUR 22.270) ausweist. Bis zum Erreichen nachhaltiger positiver operativer Cashflows, die das Erreichen geplanter Umsatzsteigerungen und Kosteneinsparungen voraussetzen, hängt die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit daher von der finanziellen Unterstützung und Kapitalausstattung durch die indirekte Gesellschafterin Akind Venture AB, Stockholm, Schweden ab. Diese hat sich in einer harten Patronatserklärung vom 20. Juni 2024, die der Höhe nach unbeschränkt sowie zeitlich unbefristet ist, dazu verpflichtet, die Gesellschaft finanziell so auszustatten, dass diese jederzeit in der Lage ist, ihre Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen. Die Patronatserklärung kann frühestens nach dem 31. Dezember 2025 gekündigt werden. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
München, den 26. Juni 2024 KKM
GmbH
Martin Kleemann, Wirtschaftsprüfer |
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