Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Index Capital GmbH
Hechtstraße 35, 82266 Inning a. Ammersee, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Paula Beck seit 11.6.2024 | Prokura |
Andreas Dr. Beck seit 13.10.2011 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (4)
| Name | Anteil |
|---|---|
Clara Beck | 30.00% |
| 30.00% | |
Annabel Beck | 30.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Index Capital GmbHInning a.AmmerseeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023Geschäftszweck Die Index Capital GmbH mit Sitz in Inning am Ammersee, eingetragen im Handelsregister B München unter der Nr. 194667, ist mit dem Ziel gegründet worden, als Fondsadvisor für den Xtrackers Portfolio ETF (ISIN: LU0397221945). Der Empfänger dieser Dienstleistung ist die DWS Investments UK Limited, London (Großbritannien) Erweitert wurde das Geschäftsfeld um folgende Kunden: Seit 2015 Fondsadvisor für den Investmentfonds Global Online Retail (ISIN: DE000A14N9A9). Der Empfänger dieser Dienstleistung ist die SIGNAL IDUNA Asset Management GmbH (Portfolio Manager) HANSAINVEST (KAG). Seit 2018 Subadvisor für die Investmentfonds HB Fonds Substanz Plus (ISIN: LU0378037070) und HB Fonds Rendite Global (ISIN: LU0378037237). Der Empfänger dieser Dienstleistung ist die Hoerner Bank AG. Seit 2021 Subadvisor für die Investmentfonds LLB Global Portfolio One (ISIN: AT0000A2B4T3) und seit 2023 LLB Fixed Income One (ISIN: AT0000A347S9). Der Empfänger dieser Dienstleistung ist die Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG. Daneben berät die Index Capital seit Ende 2018 die myLife Lebensversicherung AG und die Lebensversicherung von 1871 a. G. München. Bei diesen Kunden wurden bislang jedoch keine nennenswerten Umsätze erwirtschaftet. Es wurde darauf geachtet, dass die Index Capital GmbH bei allen Kunden eine ähnliche Rolle übernimmt, wie für die Portfolio ETF und nur unverbindliche Anlagevorschläge macht, die Umsetzungsverantwortung, Umsetzung und Risikomanagement jedoch beim Auftraggeber liegt. Bei den Auftraggebern handelt es sich um professionelle Gegenparteien. Damit ist sichergestellt, dass keine regulatorischen Risiken für die Index Capital bestehen. Bei den Investmentfonds ist die Index Capital GmbH nur für den Xtrackers Portfolio ETF und den Global Online Retail als Fondsadvisor tätig und liefert unverbindliche Anlagevorschläge an den Portfoliomanager. Die Tätigkeit der Index Capital GmbH für die Hoerner Bank AG und die Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG erfolgt hingegen nur in der Rolle es Subadvisors, da diese selbst als Fondsadvisor für die Investmentfonds agieren. Dieser Aspekt ist insofern relevant, als dass aufgrund der Fondsvolumen der Investmentfonds der Index Capital GmbH 2024 eine Einstufung als "Mittleres Institut" seitens der Bankenaufsicht droht. Um dieses Risiko zu beheben, ist die Index Capital GmbH mit der Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG in konkreten Gesprächen bzgl. einer Beendigung der Vertragsbeziehungen zum 30.4. Damit soll sichergestellt werden, dass die Index Capital GmbH auch weithin ein "Kleines Institut" bleibt. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Die Ertragsentwicklung der Gesellschaft hängt vom Asset under Management der Investmentfonds ab. Dieses beträgt im Fondsadvisory ca. 560 Mio. Euro (2022: ca. 510 Mio Euro) und im Subadvisory 900 Mio. Euro zum 31.12.2023 (2022: ca. 540 Mio. Euro). Da die Index Capital GmbH keinen Vertrieb übernimmt, besteht kein direkter Einfluss auf die Entwicklung des Asset under Managements. Seit 2021 arbeitet die Index Capital GmbH an einem Konzept für zwei nachhaltige (Art. 8) ETF, die 2024 zusammen mit Xtrackers aufgelegt werden. Wir sehen für die beiden ETFs - Xtrackers GTI World ETF und Xtrackers GTI World Small Cap ETF gutes Potential bei institutionellen Investoren. Die Index Capital GmbH wird dabei analog zum Xtrackers Portfolio ETF die Rolle des Fondsadvisors übernehmen. Insgesamt sind die Bedingungen für eine hohe Profitabilität der Index Capital GmbH damit sehr gut. Lage des Unternehmens Am 1.7.2012 wurde der Geschäftsbetrieb pro forma aufgenommen. Die Aktivität als Asset Allocator startete gemäß Vertrag mit der Deutschen Bank erfolgreich am 15.11.2012, sodass die Gesellschaft 2023 das elfte volle Geschäftsjahr diesbezüglich aktiv war und Einnahmen generierte. Der Gesamtumsatz 2023 (Provisionserlöse) belief sich auf 1.417.867,98 EUR (2022: 1.175.015,53 EUR) Der Gewinn vor Steuern belief sich 2023 auf 1.408.786,16 EUR (2022: 796.039,32 EUR) Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung liegt über dem ursprünglichen Geschäftsplan der Index Capital, da gute Zuwächse in den beratenen Anlageprodukten zu verzeichnen waren. Die anderen Verwaltungsaufwendungen lagen im Geschäftsjahr 2023 mit 91.905,98 EUR deutlich unter dem Vergleichswert des Vorjahres (170.430,31 EUR). Die Finanzlage ist sehr gut, es gibt keine wesentlichen Verbindlichkeiten und es sind auch keine geplant. Nach Feststellung des Jahresabschlusses 2023 beträgt das Eigenkapital 4.034.844,99 EUR (2022: 2.986.819,24 EUR); die Eigenkapitalquote beträgt damit 92.7 % (2022: 87,5 %). Die Liquiditäts- und Vermögenssituation ist sehr gut. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben. Das angelaufene Jahr 2024 verläuft bislang ohne besondere Vorkommnisse, die Assets under Management der Investmentfonds sind stabil. Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die Lage der Index Capital GmbH als gut. Risikobericht Die Risikolage der Index Capital GmbH ist überschaubar. Es wurden keine Kundengelder verwaltet, es wird hinreichend Eigenkapital als täglich fälliges Bankguthaben gehalten. Die Struktur und Steuerung ist schlank, die Kosten überschaubar. Die Sicherung der Zahlungsfähigkeit sowie die Aufrechthaltung der regulatorischen Eigenkapitalanforderungen sind primäre Ziele der Risikosteuerung. Im Geschäftsjahr 2023 war die Zahlungsfähigkeit jederzeit gegeben und die regulatorischen Eigenmittelanforderungen wurden eingehalten. Das Institut verfügt über eine sehr gute Eigenkapitalausstattung und Liquiditätsreserve. Nachfolgend werden die für die Geschäftstätigkeit der Index Capital GmbH wesentlichen Risiken und deren Steuerungsmaßnahmen beschrieben: Ertragsrisiko Das Institut unterliegt dem Ertragsrisiko. Dieses Risiko kann sich realisieren, wenn Kunden Verträge kündigen. Daneben können sich die Erträge aufgrund sinkender Asset under Management rückläufig entwickeln, welches auch vom allgemeinen Aktienumfeld abhängig ist. Falls es hier zu starken Einbrüchen kommt, so muss mit deutlichen Rückgängen im Asset under Management und damit auch der Provisionserträge gerechnet werden. Insofern unterliegt die Index Capital GmbH indirekt einem Marktpreisrisiko welches sich im Ertragsrisiko äußert. Das Ertragsrisiko wird als wesentliches Risiko definiert. Mit dem Ertragsrisiko verbunden ist das Liquiditätsrisiko, welches gemeinsam mit dem Ertragsrisiko überwacht und gesteuert wird. Die Geschäftsführung der Index Capital GmbH begegnet diesem Risiko damit, dass die Einnahmen bis 2015 als Reserven thesauriert wurden und erst seit 2015 ein Geschäftsführergehalt als relevanter Fixkostenblock bezahlt wird. Die erzielten Erträge wurden daneben bisher vollständig thesauriert und Ausschüttungen sind derzeit nicht geplant. Außerdem werden jetzt weitere Kunden bedient, insbesondere die Liechtensteinische Landesbank (A) Invest KVG. Die Index Capital liefert als Advisor auch hier nur unverbindliche Anlagevorschläge für das Portfolio. Die Umsetzungsverantwortung, Umsetzung und das Risikomanagement liegt beim Auftraggeber. Bei den Auftraggebern handelt es sich um professionelle Gegenparteien. Damit ist weiter sichergestellt, dass keine regulatorischen Risiken für die Index Capital GmbH bestehen. Marktpreisrisiko Unter Marktpreisrisiken versteht die Index Capital GmbH mögliche Wertveränderungen der vom Institut gehaltenen Positionen als Folge der Veränderung von Marktpreisen einzelner Anlagen und umfasst grundsätzlich das Zinsänderungsrisiko, Aktien- und Wertpapierkursrisiko, sonstige Preisrisiken sowie das Währungsrisiko. Die Index Capital GmbH hat im Geschäftsjahr 2014 erstmals Investmentfonds erworben und den Bestand ausgebaut. Die Wertpapiere dienen ausschließlich der langfristigen Anlage der liquiden Mittel und sind dem Anlagevermögen zugeordnet worden. Die Index Capital GmbH überwacht die Kursentwicklung des von ihr gehaltenen Investmentfonds fortlaufend. Seit 2020 investiert die Index Capital GmbH ausschließlich in das Global Portfolio One, dessen sehr langfristige Ausrichtung umfassend den Zielen der Index Capital GmbH entspricht. Seit 2023 wird als Beimischung auch in das Fixed Income One investiert, der in Unternehmensanleihen investiert. Aufgrund der hohen Liquidität wird die Index Capital in 2024 die Investitionen in beide Investmentfonds weiter erhöhen. Zinsänderungsrisiken sind für die Gesellschaft nicht relevant, da keine verzinslichen Anlagen bestehen oder Refinanzierungen in Anspruch genommen werden. Daneben bestehen aufgrund der Geschäftstätigkeit keine Währungs- oder sonstigen Preisrisiken. Das Marktpreisrisiko wird als für die Geschäftstätigkeit der Index Capital GmbH aufgrund der derzeit guten Vermögenslage nicht als wesentliches Risiko beurteilt. Adressenausfallrisiko Unter Adressenausfallrisiko wird das Risiko verstanden, dass Forderungen und Außenstände nicht mehr beizubringen sind, weil diese an Bonität verlieren oder gänzlich als Zahlungsadressat ausfallen. Die Forderungen an Kreditinstitute resultieren ausschließlich aus Kontokorrentguthaben bei Kreditinstituten mit Sitz in Deutschland. Die Forderungen gegen Kunden aus den erbrachten Wertpapierdienstleistungen bestehen ausschließlich gegen bonitätsstarke größere Kreditinstitute, Versicherungen und Investmentgesellschaften. Daher wird das Risiko eines Ausfalles für gering erachtet. Die Bonität wird laufend überwacht. Andere wesentliche Positionen mit Adressenausfallrisiken bestehen nicht. Das Adressenausfallrisiko hat für das Institut nach der Einschätzung der Geschäftsleitung eine untergeordnete Bedeutung. Operationelle Risiken Das Institut definiert das operationelle Risiko als Gefahr von Verlusten die in Folge von Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder von externen Ereignissen eintreten. Das Institut hat festgehalten, dass das operationelle Risiko bis 2016 das größte Risiko darstellte, da die Index Capital GmbH nur aus einer Person bestand. Sollte diese Person ausfallen, besteht das Risiko, Leistungszusagen nicht erfüllen zu können. Daher wurde zum 1.1.2016 die Geschäftsleitung um Matthias Lamberti erweitert, der über die notwendigen Kompetenzen verfügt, die Geschäfte der Index Capital GmbH weiter zu führen. Das operationelle Risiko wird aber weiterhin als wesentliches Risiko betrachtet, da die Gesellschaft insgesamt aus nur zwei Personen besteht. Daneben sind Vorkehrungen zur Datensicherung getroffen worden, um einem weiteren operationellen Risiko zu begegnen. Es ist aber zu betonen, dass dieses Risiko von untergeordneter Bedeutung ist. Auch ein plötzlicher Verlust aller Datenbestände würde die Leistungsfähigkeit der Index Capital GmbH nicht beeinträchtigen. Die Index Capital liefert nur unverbindliche Anlageempfehlungen für Portfolios, sodass die Kunden der Index Capital als professionelle Gegenparteien selber auch über alle relevanten Daten der Portfolios verfügen. Bisher haben sich bei der Geschäftstätigkeit keine Schadensfälle aus operationellen Risiken ergeben. Auch im Zusammenhang mit der Corona Pandemie hatten sich keine Einschränkungen in der Geschäftstätigkeit der Index Capital GmbH ergeben. Für die Index Capital ist es jedoch wichtig, auch weiter als "Kleines Institut" eingestuft zu werden bzw. dafür entsprechende Maßnahmen umzusetzen. Die Geschäftsführung hat die entsprechenden Schritte eingeleitet und befindet sich in deren Realisierung. Nachhaltigkeitsrisiken Die Index Capital achtet in Ihren Tätigkeiten auf Nachhaltigkeit. Sie bietet bislang aber keine Advisory Leistungen für nachhaltige Investmentfonds (Art. 8 oder Art. 9) an. Spezifische Nachhaltigkeitsrisiken bestehen nicht. Zusammenfassung Aufgrund der Größe und des Umfangs der Geschäftstätigkeit sind weitergehende Analysen, Risiko-Quantifizierungen oder Berichte nicht erforderlich. Verantwortlich für die gesamte Geschäftstätigkeit und die Risikoüberwachung ist ausschließlich die Geschäftsführung. Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die Risikolage als sehr risikoarm. Die bestehenden Risiken sind überschaubar und können gesteuert werden. Insbesondere liegen nach Auffassung der Geschäftsführung keine bestandsgefährdenden Risiken vor. Chancenbericht Wesentliche Chancen für die Geschäftsentwicklung der Index Capital GmbH ergeben sich daraus, dass sich der Trend zu kostengünstigen Anlageformen weiter fortsetzt und die Assets under Management stärker als geplant gesteigert werden können. Daneben ergeben sich Chancen für die zukünftige Geschäftsentwicklung, wenn es gelingt die beiden neuen Xtrackers GTI ETFs in 2024 erfolgreich im Markt zu platzieren. Prognosebericht Die voraussichtliche Entwicklung der Finanz- und Ertragslage für die nächsten zwei Jahre ist sehr positiv. Wir rechnen damit, dass sich insbesondere das Asset under Management in den Investmentfonds, die im Fondsadvisory liegen, weiter positiv entwickelt. Für 2024 und 2025 wird ein Gesamtumsatz von 800.000 bis 1.000.000 Euro p.a. angestrebt. Bei den Kosten wird laufend darauf geachtet, dass diese nur soweit steigen, dass der Gewinn vor Steuern 2024 und 2025 zwischen 300.000 Euro und 500.000 Euro p.a. liegt. Diese Betrachtungen gehen davon aus, dass das Asset under Management in den Investmentfonds im Fondsadvisory nicht unter 500 Mio. Euro Asset under Management fällt. Bezogen auf die Branche wird sich die angespannte Situation vermutlich 2024 und 2025 nicht verbessern. Der Trend zu kostengünstigen Lösungen sollte aber weiter bestehen. Es ist darauf hinzuweisen, dass die Einflüsse der Ukraine Krise und auch des Konfliktes in Israel auf die Kapitalmärkte und damit auch auf die Geschäftsentwicklung der Index Capital GmbH nicht sicher prognostiziert werden können. Besondere weitere Risiken werden nicht gesehen.
Inning am Ammersee, 25.02.2024 Dr. Andreas Beck Matthias Lamberti Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Allgemeine Angaben Der Index Capital GmbH wurde am 25. April 2012 die Erlaubnis gemäß § 32 KWG zur Erbringung von Finanzdienstleistungen im Sinne von § 1 Abs. 1a S. 2 Nr. 1 und 1a KWG (Anlagevermittlung und Anlageberatung) erteilt. Im Geschäftsjahr 2022 hat das Institut ausschließlich die Anlageberatung im Sinne von § 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG (vormals § 1 Abs. 1a S. 2 Nr. 1a KWG) erbracht. Als Wertpapierinstitut hat die Gesellschaft damit gemäß § 340 Abs. 4 a HGB in Verbindung mit § 340a Abs. 1 HGB auf ihren Jahresabschluss die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften anzuwenden. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde daher unter Beachtung der Vorschriften des Dritten Buches des HGB (§§ 238 ff HGB) und unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff HGB) und für Wertpapierinstitute (§§ 340 ff HGB) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Ergänzend wurden die Vorschriften des GmbH-Gesetzes beachtet. Für die Gliederung der Bilanz hat die Gesellschaft das Formblatt 1 und für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung das Formblatt 3 (Staffelform) der RechKredV angewandt. Bilanzierung und Bewertung Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen sind nicht mit Erträgen verrechnet. Zusätzliche Angaben wg. Nichtvergleichbarkeit einzelner Positionen des Jahresabschlusses mit denen des Vorjahres sind nicht notwendig. Der Jahresabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind einzeln bewertet worden. Es ist vorsichtig bewertet worden und alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit diese am Abschlussstichtag realisiert waren. Aufwendungen und Erträge sind unabhängig von den Zeitpunkten der tatsächlichen Zahlung im Jahresabschluss berücksichtigt, soweit sie wirtschaftlich im Geschäftsjahr 2023 verursacht waren. Angaben zu einzelnen Bilanzposten Die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden wurden zum Nennwert angesetzt. Alle Forderungen sind unverändert zum Vorjahr täglich fällig, Forderungen mit vereinbarter Laufzeit bestehen nicht. Die Forderungen an Kunden in Höhe von 254.234,34 EUR betreffen fünf Kunden; Wertberichtigungen waren nicht notwendig. Die unter den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren ausgewiesenen Wertpapiere sind dem Anlagebestand zugeordnet und werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Bewertung erfolgte nach dem gemilderten Niederstwertprinzip. Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert waren im Geschäftsjahr 2023 nicht erforderlich. Die Wertpapiere sind börsenfähig, aber nicht börsennotiert. Im Geschäftsjahr 2023 sind Zugänge in Höhe von 6.971.782,00 EUR zu verzeichnen, denen Abgänge in Höhe von 5.972.581,00 EUR gegenüberstehen. Aus den Abgängen wurden insg. Erträge in Höhe von 274.983,00 EUR generiert. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in Höhe von 25.000,00 EUR unfertige Leistungen, die zum Nominalbetrag angesetzt werden. Die sonstigen Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt und haben vollständig eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Steuer- und anderen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für die Jahresabschlusserstellung und -prüfung und zur Beschaffung von Informationen über Unternehmen. Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt 10.000,00 EUR (ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen) sowie 10.000,00 EUR für andere Bestätigungsleistungen. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen keine Bürgschaften, Gewährleistungen oder sonstige finanzielle Verpflichtungen. Sonstige Angaben Vertretungsberechtigte Geschäftsführer waren während des gesamten Geschäftsjahres Herr Dr. Andreas Beck (Diplom-Mathematiker) und Herr Matthias Lamberti (Fondsmanager). Herr Dr. Beck ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angabe der Bezüge unterbleibt mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB. Weitere Mitarbeiter waren im Geschäftsjahr 2023 nicht beschäftigt. Nachtragsbericht Der Russland-Ukraine-Konflikt sowie der Krieg in Nahost beeinflussen die wirtschaftliche Lage weltweit. Auf den Abschluss zum 31. Dezember 2023 und die zukünftige Entwicklung der Index Capital GmbH haben die derzeitigen Krisen noch keinen nachhaltigen Einfluss. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres, die einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zur Folge gehabt hätten, haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB nicht ergeben. Wir verweisen dazu auch auf unsere Darstellung im Lagebericht. Verwendung des Bilanzgewinns Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 3.984.844,99 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Inning am Ammersee, den 25. Februar 2024 Dr. Andreas Beck Matthias Lamberti Sonstige Berichtsbestandteile Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 10. August 2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Index Capital GmbH, Inning am Ammersee Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Index Capital GmbH, Inning am Ammersee, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Index Capital GmbH, Inning am Ammersee, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 15. Juli 2024 Hubert
Jahn Kollegen GmbH
Matthias Jahn, Wirtschaftsprüfer |
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