Intertrade Vertriebs KG
Selbe AdresseGroßhandel mit Flachglas
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Welack seit 6.6.2025 | Prokura |
Bernd Elflein seit 6.6.2025 | Prokura |
Hermann Lehmann seit 6.6.2025 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 12.62% | |
| 12.52% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 74.85% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
2 von 3 Anteilseignern sichtbar
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Finori GmbHUntersiemauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.06.2022 bis zum 31.05.2023Bilanz zum 31.05.2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.06.2022 bis 31.05.2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Finori GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Finori GmbH, Untersiemau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Mai 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2022 bis zum 31. Mai 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Finori GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2022 bis zum 31. Mai 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bayreuth, 30. April 2024 UNION
AG
Dipl.-Kfm. Hubert E. Grünbaum, Wirtschaftsprüfer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Juni 2022 bis 31. Mai 2023 in Euro | HGB
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.06.2022 bis 31.05.2023Allgemeines Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022/23 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Bilanz wurde gem. § 266 HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gem. § 275 HGB nach Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Das Geschäftsjahr beginnt am 01.06. und endet am 31.05. eines jeden Kalenderjahres. Die Finori GmbH mit Sitz in Untersiemau wird am Amtsgericht Coburg unter der Handelsregisternummer HRB 3509 geführt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erworbenes immaterielles Anlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände des immateriellen Anlagevermögens beträgt zwischen 3 und 9 Jahren Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens beträgt zwischen 3 und 13 Jahre mit Ausnahme der Gebäude, welche über 33 Jahre abgeschrieben werden. Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 werden im Zugangsjahr in einem gesonderten Verzeichnis erfasst und sofort abgeschrieben. Die Abschreibungen auf unterjährige Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die Vorräte werden entsprechend dem Niederstwertprinzip zu Anschaffungskosten bzw. zu dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. - falls erforderlich - werden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Steuerrückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt und beinhalten die erwarteten Steuerzahlungen für die Geschäftsjahre 2021/2022 und 2022/2023. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen im Wesentlichen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. Der Betrag der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von größer einem Jahr beträgt TEUR 6 (Vorjahr TEUR 6) und beinhaltet gezahlte Mietkautionen und Forderungen gegen Personal. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 609 (Vorjahr TEUR 445) und beinhalten mit TEUR 565 (Vorjahr TEUR 445) Forderungen gegen Gesellschafter. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Das Eigenkapital beinhaltet das Stammkapital und die Kapitalrücklage sowie das kumulierte Jahresergebnis. Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 158 (Vorjahr TEUR 117) enthält im Wesentlichen zeitliche Abgrenzungen für Lizenzen mit jährlicher Laufzeit und Versicherungen mit jährlicher Laufzeit, welche unterjährig abgerechnet sind. Für die Geschäftsjahre 2021/2022 und 2022/2023 wurden Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 30 (Vorjahr TEUR 0) für Ertragssteuern gebildet. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 966 (Vorjahr TEUR 1.405) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 632 (Vorjahr TEUR 1.213), Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von TEUR 323 (Vorjahr TEUR 181) sowie Rückstellungen für Aufbewahrung in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr TEUR 11). In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 137 (Vorjahr TEUR 60) und beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Tochterunternehmen, resultierend aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 600 (Vorjahr TEUR 59) enthalten ein Darlehen in Höhe von TEUR 600 (Vorjahr TEUR 59), die auf unbestimmte Zeit geschlossen wurden. Entsprechend dem voraussichtlichen Rückzahlungszeitpunkt wird von einer Laufzeit von über fünf Jahren ausgegangen. Für die Darlehensverbindlichkeit gegenüber Gesellschaftern wurden keine Sicherheiten begeben.
Die Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten sind in voller Höhe gesichert. Für alle anderen Verbindlichkeiten wurden keine Sicherheiten begeben. Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 202 (Vorjahr TEUR 291) beinhalten den Unterschiedsbetrag aus der höheren steuerlichen Abschreibung von Hardware und Software aus dem Jahr 2021 sowie aus dem unterschiedlichen Bewertungsverfahren der Vorräte im Handelsrecht nach dem FIFO-Verfahren und im Steuerrecht nach Durchschnittsbewertung. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse beliefen sich für das Geschäftsjahr 2022/2023 auf 59,0 Mio. EUR (Vorjahr 64,8 Mio. EUR). Die Umsätze lassen sich dabei aufteilen in im Inland erzielt mit 34,7 Mio. EUR (Vorjahr 39,7 Mio. EUR) sowie im Ausland erzielt mit 24,3 Mio. EUR (Vorjahr 25,1 Mio. EUR). Sonstige betriebliche Erträge und sonstige Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im Geschäftsjahr 2022/2023 TEUR 195 (Vorjahr TEUR 82) und beinhalten im Wesentlichen Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 54 (Vorjahr TEUR 22), verrechneten Sachbezügen aus Kfz-Nutzung in Höhe von TEUR 67 (Vorjahr TEUR 57), Verkaufsprovisionen in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr TEUR 0) sowie sonstige betriebliche Erträge TEUR 61 (Vorjahr TEUR 3). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten unter anderem mit TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0) periodenfremde Erträge. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Geschäftsjahr 2022/2023 größtenteils Kosten der Warenabgabe (6,4 Mio. EUR, Vorjahr 8,2 Mio. EUR), Werbe- und Reisekosten (1,6 Mio. EUR, Vorjahr 1,9 Mio. EUR) und Verwaltungskosten (0,3 Mio. EUR, Vorjahr 0,3 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten unter anderem mit TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0) periodenfremde Aufwendungen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen mit TEUR 341 (Vorjahr TEUR 213) sind im Wesentlichen Zinsen gegenüber Kreditinstituten mit TEUR 330 (Vorjahr TEUR 199) enthalten. Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen betrgen TEUR 7 (Vorjahr TEUR 7). Sonstige Angaben Gewinnverwendung Die Geschäftsführung wird dem Gesellschafter vorschlagen, den Jahresüberschuss 2022/2023 auf neue Rechnung vorzutragen. Anzahl der Arbeitnehmer Die Gesellschaft hat während des Geschäftsjahres durchschnittlich 43,0 Angestellte beschäftigt. Davon waren 7,0 gewerbliche Angestellte und 36,0 kaufmännische Angestellte. Organmitglieder Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Herr Stefan Finzel, Kaufmann, ist alleiniger Geschäftsführer der Finori GmbH, Untersiemau. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Diese Gesellschaft ist eine 100% ige Tochter der Finori GmbH. Diese Firma übernimmt im Wesentlichen den Vertrieb in Frankreich und den angrenzenden Ländern. Die Gründung der Firma erfolgte mit Vertrag vom 19.12.2019. Die Eintragung im Handelsregister datiert vom 24.12.2019. Der Geschäftsbetrieb wurde am 01.01.2020 eröffnet. Der Jahresabschlussstichtag ist der 31.05. Die Jahresabschlüsse bis einschließlich 31.05.2023 liegen vor. Honorar des Abschlussprüfers Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr betrug 21,0 TEUR. Nachtragsbericht Es gibt keine Ereignisse von wesentlicher Bedeutung.
Untersiemau, 18.04.2024 Finori GmbH Der Geschäftsführer: Stefan Finzel Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2022 bis 31. Mai 2023Gliederung I. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell des Unternehmens II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren und Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage a) Finanzielle Leistungsindikatoren b) Ertragslage c) Finanzlage d) Vermögenslage e) Zusammenfassung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3. Mitarbeiter III. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht a) Markt b) Operatives Geschäft c) Finanzierung d) Forderungsausfall e) IT-Risiken 2. Chancenbericht a) Markt b) IT 3. Zusammenfassung IV. Prognosebericht Seite 2 I. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Finori GmbH designt Möbel und Wohnaccessoires, lässt diese fremdproduzieren und vertreibt die Produkte weltweit. Finori verkauft in über 60 Länder, der Kernmarkt ist Deutschland sowie die EU. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland, dem wesentlichen Absatzmarkt von Finori, schrumpfte im Jahr 2023 mit -0,4% (preisbereinigtes BIP im Vergleich zum Vorjahr) 1. Die privaten Konsumausgaben gingen preisbereinigt um -0,8% im Vergleich zum Vorjahr zurück 2. Die Prognosen für das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 gehen von einem Wachstum von ca. +0,7% aus, die privaten Konsumausgaben steigen im Jahr 2024 um 1,1% im Vergleich zum Vorjahr 3. Die Corona-Pandemie und die Energiekrise haben in Europa und insbesondere in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen. Die deutsche Wirtschaftsleistung liegt derzeit nahezu auf demselben Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie vor knapp vier Jahren. Deutschland verzeichnet damit seit Beginn der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften des Euro-Raums. Zwar kam Deutschland zunächst noch vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie. Während der Energiekrise entwickelte sich die deutsche Wirtschaft jedoch sehr schwach. Gegenüber dem Vorjahr dürfte die Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 schrumpfen und im kommenden Jahr deutlich langsamer wachsen als in den 2010er-Jahren. 4 Die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im Euro-Raum, dem zweitwichtigsten Absatzmarkt von Finori, ist ebenfalls gering. Für das Jahr 2023 wird von +0,6% und für das Jahr 2024 von +1,1% Wachstum ausgegangen. Zudem sind von der Weltwirtschaft aktuell keine positiven Impulse zu erwarten. Für die Jahre 2023 und 2024 ist damit zu rechnen, dass das globale BIP um 2,7% bzw. 2,2% wachsen wird, weniger als im Durchschnitt der 2010er-Jahre. Für das Jahr 2023 prognostiziert der Sachverständigenrat eine durchschnittliche Inflationsrate von 6,1% und für das Jahr 2024 von 2,6%. 5
1 Quelle: Sachverständigenrat zur
Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
2 Quelle: Sachverständigenrat zur
Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
3 Quelle: Sachverständigenrat zur
Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
4 Quelle: Sachverständigenrat zur
Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
5 Quelle: Sachverständigenrat zur
Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
Das Geschäftsjahr 2022/2023 war, anders als die Jahre davor, kaum noch von der globalen Covid-19 Pandemie geprägt. Allerdings hat der russische Überfall auf die Ukraine das gesamtwirtschaftliche Geschehen ebenfalls stark negativ geprägt. Der deutsche und auch europäische Möbelmarkt ist im Jahr 2023 durch ein sehr schwieriges Marktumfeld geprägt. Laut dem VDK/VHK-Geschäftsführer wird der Gesamtumsatz der Branche im Kalenderjahr 2023 zwischen -5% und -7% unter dem Vorjahr liegen. Die schwache Baukonjunktur, die Unsicherheiten um das Heizungsgesetz und eine schlechte Verbraucherstimmung führen allgemein zu einer starken Kaufzurückhaltung im Möbelhandel. Insbesondere kann im Markt eine Kaufzurückhaltung im niedrigen Preissegment beobachtet werden. Da Finori besonders in den Bereichen SB-Möbel und Junges Wohnen stark ist, ist die Auswirkung auf das Geschäft stark. 2. Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren und Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage a) Finanzielle Leistungsindikatoren Zur Steuerung der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibung (EBITDA) von zentraler Bedeutung für die Geschäftsleitung. Die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2022/2023 betrugen 59,0 Mio. EUR (Vorjahr 64,8 Mio. EUR). Die Prognose in Höhe von 59 Mio. EUR wurde damit erreicht. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurde das Marktumfeld nicht mehr von der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Infektionsschutzmaßnahmen geprägt. Allerdings hatte der russische Überfall auf die Ukraine stark negative Auswirkungen auf das gesamtwirtschaftliche Umfeld. Auch Finori konnte sich den Effekten durch diese Rahmenbedingungen nicht entziehen. Die Ergebnis-Prognose (EBITDA) für das Geschäftsjahr 2022/2023 in Höhe von TEUR 900, wurde mit TEUR 755 um TEUR -145 unterschritten. Durch die gesunkenen Umsätze sowie gestiegener Strukturkosten konnte das prognostizierte Ergebnis nicht erreicht werden. b) Ertragslage Umsatzerlöse und Nachfrage Die Finori GmbH konnte im Geschäftsjahr 2022/2023 Umsatzerlöse in Höhe von 59,0 Mio. EUR (Vorjahr 64,8 Mio. EUR) erwirtschaften. Als Lieferant für den Möbelmarkt konnte sich Finori den Belastungen durch den Gesamtmarkt aufgrund der verschiedenen gesamtwirtschaftlichen Einflüsse in Europa und weltweit nicht entziehen. Als Folge dessen gingen die Umsätze um -8,9% im Vergleich zum Vorjahr zurück. Die Umsätze lassen sich dabei aufteilen in im Inland erzielt mit 34,7 Mio. EUR (Vorjahr 39,7 Mio. EUR) sowie im Ausland erzielt mit 24,3 Mio. EUR (Vorjahr 25,1 Mio. EUR). Wareneinsatz Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurde eine Wareneinsatzquote inklusive der Eingangsfrachten von 74,2% (Vorjahr 75,6%) erreicht. Die sinkende Wareneinsatzquote beruht im Wesentlichen auf den sich stabilisierenden Einkaufspreisen, nachdem die Beschaffung im Vorjahr durch erhebliche Kostensteigerungen und Problemen entlang der Lieferkette gekennzeichnet war. Personalaufwand Der Personalaufwand lag mit 3,1 Mio. EUR (Vorjahr 2,7 Mio. EUR) auf dem geplanten Niveau. Die gestiegenen Personalkosten sind im Wesentlichen auf Gehaltssteigerungen zurückzuführen. Zum 31. Mai 2023 sind 43 Mitarbeiter angestellt. Davon sind 23 Mitarbeiter weiblich und 20 Mitarbeiter männlich. Die Leistungen aus den Bereichen Produktion und Logistik werden durch externe Dienstleister erbracht. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Geschäftsjahr 2022/2023 größtenteils Logistik- und Transportkosten (6,4 Mio. EUR, Vorjahr 8,2 Mio. EUR), Werbekosten (1,5 Mio. EUR, Vorjahr 1,8 Mio. EUR) und Verwaltungskosten (1,5 Mio. EUR, Vorjahr 1,3 Mio. EUR). Jahresergebnis Die Finori GmbH weist für das Geschäftsjahr 2022/2023 vom 1. Juni bis 31. Mai einen Jahresüberschuss von TEUR 21 (Vorjahr TEUR 436) aus. Der rückläufige Jahresüberschuss ist im Wesentlichen auf den gesunkenen Umsatz und die gestiegenen Zinsen zurückzuführen. c) Finanzlage Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen durch Fremdkapital. Die Fremdkapitalquote zum 31. Mai 2023 beträgt 73,1% im Verhältnis zur Bilanzsumme (Vorjahr 77,5%). Die Kapitalseite wird maßgeblich von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 8,7 Mio. EUR (Vorjahr 10,5 Mio. EUR) bestimmt. Diese Verbindlichkeiten dienen der Finanzierung des laufenden Geschäfts der Gesellschaft. Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2022/2023 einen Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 1,4 Mio. EUR. Dieser Cash-Flow kommt aus dem operativen Ergebnis der Gesellschaft sowie im Wesentlichen aus dem Abbau der Vorräte, die aufgrund der Lieferkettenprobleme zum Stichtag des Vorjahres aufgebaut wurden, um die Lieferfähigkeit sicherzustellen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung sind analog den Vorräten gesunken. Im Geschäftsjahr 2022/2023 hat die Gesellschaft 0,2 Mio. EUR investiert. Die Investitionen wurden für die Unternehmenssoftware, Umbauten und Büroausstattung ausgegeben. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit beinhaltet Darlehen, die von den Gesellschaftern gegeben wurden. Die Finori GmbH war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. In der Regel wurden Rechnungen innerhalb der Skontofälligkeit beglichen. d) Vermögenslage Die Finori GmbH weist eine für Vertriebsgesellschaften typische Vermögensstruktur aus. Der Anteil des Anlagevermögens beträgt 12,2% (Vorjahr 10,9%). Der wesentliche Anteil des Anlagevermögens ist das Grundstück sowie das Firmengebäude. Der Anteil des Umlaufvermögens zum Bilanzstichtag beträgt 87,0% (Vorjahr 88,6%). Den Vorräten, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 17,8 Mio. EUR (Vorjahr 21,6 Mio. EUR) sowie den flüssigen Mitteln in Höhe von 0,0 Mio. EUR (Vorjahr 0,0 Mio. EUR) stehen dabei kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 11,9 Mio. EUR (Vorjahr 15,4 Mio. EUR) sowie kurzfristige Rückstellungen in Höhe von 1,0 Mio. EUR (Vorjahr 1,4 Mio. EUR) gegenüber. Das Working Capital beträgt damit 4,9 Mio. EUR (Vorjahr 4,8 Mio. EUR). Die Vorräte umfassen Handelswaren und dienen dem operativen Geschäft. Die Vorräte in Höhe von 10,3 Mio. EUR (Vorjahr 14,2 Mio. EUR) konnten aufgrund der sich entspannenden Situation auf den Beschaffungsmärkten optimiert werden. Die Reichweite der Vorräte ist auf das Vorkrisenniveau angepasst worden. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind geprägt durch die Forderungen aus Lieferung und Leistung, die sich gegenüber dem Vorjahr auf 7,5 Mio. EUR (Vorjahr 7,4 Mio. EUR) erhöht haben. Die Forderungen aus Lieferung und Leistung sind trotz der rückläufigen Umsätze gestiegen. Dies liegt vor allem am Verlauf des Umsatzes innerhalb des Geschäftsjahres. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen aufgrund der niedrigeren Vorräte gesunken. Das Eigenkapital betrug zum Bilanzstichtag 5,5 Mio. EUR (Vorjahr 5,5 Mio. EUR). Aufgrund des niedrigen Jahresüberschusses ist das Eigenkapital stabil geblieben. Ausschüttungen wurden nicht getätigt. e) Zusammenfassung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die dargestellte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft im Geschäftsjahr ist geprägt durch die Auswirkungen des russischen Überfalls auf die Ukraine im Jahr 2022 sowie die Folgen der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie. Durch die veränderten Marktbedingungen, die hohe Inflation sowie die hohe Unsicherheit im Bezug auf die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung wurde der Geschäftsverlauf, insbesondere im Jahr 2022, negativ beeinflusst. Dadurch lag die Geschäftsentwicklung unter den Erwartungen der Geschäftsführung. Gemäß Finanzplanung ist die Finori GmbH jederzeit in der Lage allen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. 3. Mitarbeiter Zum Bilanzstichtag waren insgesamt 42 Mitarbeiter beschäftigt, für deren Engagement und Einsatz sich die Geschäftsleitung bedankt. III. Chancen- und Risikobericht Die Finori GmbH ist als Hersteller von Möbeln und Wohnaccessoires einer Vielzahl von operativen, finanziellen und sonstigen Risiken und Chancen ausgesetzt. Die Steuerung von Chancen und Risiken ist integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie der Finori GmbH. Risiken werden definiert als das potenzielle Eintreten interner wie externer Ereignisse, die das Erreichen kurzfristiger Ziele oder die Umsetzung langfristiger Strategien negativ beeinflussen könnten. Unter Chancen werden interne und externe Entwicklungen operativer und strategischer Art verstanden, die genutzt werden können, um die geplanten Ziele zu erreichen. Die Geschäftsführung hat ein umfassendes Risikomanagementsystem innerhalb des internen Kontrollsystems implementiert, um Risiken frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls korrigierende Maßnahmen ergreifen zu können. Nach der Einschätzung der Geschäftsführung ergeben sich insbesondere folgende wesentliche Risiken und Chancen die ihrer Bedeutung nach absteigend sortiert sind: 1. Risikobericht a) Markt Die Corona-Pandemie und die Energiekrise haben in Europa und insbesondere in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen. Die deutsche Wirtschaftsleistung liegt derzeit nahezu auf demselben Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie vor knapp vier Jahren. Deutschland verzeichnet damit seit Beginn der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften des Euro-Raums. Zwar kam Deutschland zunächst noch vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie. Während der Energiekrise entwickelte sich die deutsche Wirtschaft jedoch sehr schwach. Gegenüber dem Vorjahr dürfte die Wirtschaftsleistung im aktuellen Jahr schrumpfen und im kommenden Jahr deutlich langsamer wachsen als in den 2010er-Jahren. 6 Die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im Euro-Raum, dem zweitwichtigsten Absatzmarkt von Finori, ist ebenfalls gering. Für das Jahr 2023 wird von +0,6% und für das Jahr 2024 von +1,1% Wachstum ausgegangen. Zudem sind von der Weltwirtschaft aktuell keine positiven Impulse zu erwarten. Für die Jahre 2023 und 2024 ist damit zu rechnen, dass das globale BIP um 2,7 % bzw. 2,2 % wachsen wird, weniger als im Durchschnitt der 2010er-Jahre. Für das Jahr 2023 prognostiziert der Sachverständigenrat eine durchschnittliche Inflationsrate von 6,1 % und für das Jahr 2024 von 2,6 %. 7
6 Quelle: Sachverständigenrat zur
Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
7 Quelle: Sachverständigenrat zur
Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
Das Risiko wird als moderat eingestuft. Der Möbelhandel in Deutschland und Europa insgesamt ist grundsätzlich von saturierten Märkten, hoher Veränderungsdynamik und einem intensiven Wettbewerb geprägt. Dadurch entstehen Faktoren, die den Geschäftsverlauf beeinflussen und die Geschäftsrisiken darstellen können. Ein grundsätzliches Geschäftsrisiko ist die schwankende Konsumbereitschaft der Verbraucher, vor allem vor dem Hintergrund des inflationsbedingten Kaufkraftverlustes. Der Wandel des Konsumverhaltens und der Kundenerwartungen birgt Chancen und Risiken - auch vor dem Hintergrund der demographischen Veränderungen, der fortschreitenden Digitalisierung und der wirtschaftlichen Entwicklung. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, optimiert die Finori GmbH Vertriebskonzepte und Sortimente kontinuierlich und passt sie den Bedürfnissen und dem Einkaufsverhalten der Kunden sowie des Marktumfeldes an. Beispiel hierfür ist die klare Akzentuierung auf die Kernbereiche Stauraummöbel, Speisen und Diele. Durch die getroffenen Maßnahmen in Bezug auf die gegebene Komplexität der aktuellen Lage ist das Risiko derzeit sowohl im Hinblick auf die mögliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als auch insgesamt als hoch einzustufen. b) Operatives Geschäft Die Finori GmbH designt Produkte und lässt diese von verschiedenen Produzenten fertigen. Der Großteil dieser Fertigung findet in der EU statt, teilweise werden Produkte in Asien, vor allem China, eingekauft. Im Berichtszeitraum war die Beschaffung von hohen Einkaufspreissteigerungen, langen Lieferzeiten, Lieferausfällen und stark gestiegenen Eingangsfrachten geprägt. Der Wareneinkauf in Asien wird typischerweise in Dollar abgewickelt. Höhere Einkaufspreise der Ware durch Wechselkursschwankungen, steigende Frachtkosten sowie durch sonstige Effekte, z. B. Störungen der Lieferketten durch die angespannte weltpolitische Situation, können aufgrund der Marktsituation lediglich bedingt durch höhere Verkaufspreise weitergegeben werden. Verwertungsrisiken der disponierten Ware bestehen bei der Finori GmbH insofern, da Abnahmeverpflichtungen durch Kunden nicht vollumfänglich bestehen. Überproduktion bzw. Falschannahmen der Verkaufsfähigkeit am Markt können zu Abwertungen des Lagerbestandes führen. Dadurch entsteht für die kommenden Jahre ein Risiko, welches derzeit sowohl im Hinblick auf die mögliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als auch insgesamt als hoch einzustufen ist. c) Finanzierung Die Finori GmbH ist im Wesentlichen durch kurzfristige Bankkredite finanziert. Die langfristige Finanzierung ist durch die Rahmenkreditvereinbarung bis auf Weiteres mit einem ausreichend hohen Kreditlimit, über das die Gesellschaft verfügen kann, sichergestellt. Zudem stellen die Gesellschafter der Gesellschaft ebenfalls langfristige Darlehen zur Verfügung. Die Entwicklung der Zinsen in den vergangenen Jahren führt dadurch zu höheren Zinsbelastungen. Allerdings sind Marktbeobachter mittlerweile der Ansicht, dass weitere substanzielle Zinssteigerungen von der EZB nicht zu erwarten sind. Zum Bilanzstichtag 31. Mai 2023 nutzte die Finori GmbH die Kreditlinie in Höhe von 8,7 Mio. EUR (Vorjahr 10,5 Mio. EUR). Davon betrugen die langfristigen Kredite 1,3 Mio. EUR (Vorjahr 1,7 Mio. EUR). Durch die getroffenen Maßnahmen in Bezug auf die aktuelle Lage ist das Risiko derzeit sowohl im Hinblick auf die mögliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als auch insgesamt als gering einzustufen. d) Forderungsausfall Die Forderungen verteilen sich auf wenige Großkunden, für die grundsätzlich ein potenzielles Ausfallrisiko besteht. Um diesem Risiko besser zu begegnen, wurde die Risikosteuerung so ausgerichtet, dass Forderungen über Warenkreditversicherungen und Zentralregulierer gegen das Delkredererisiko versichert werden. Ist dies bei Kunden nicht möglich, wird u. a. Vorauskasse verlangt. Die Marktstruktur ist jedoch so, dass dies nicht vollumfänglich möglich ist. Forderungen werden permanent hinsichtlich potenzieller Risiken überwacht und gegebenenfalls sofortige Maßnahmen zur Vermeidung von Forderungsausfällen eingeleitet. Allerdings wäre ein Ausfall der großen, marktbeherrschenden Systemhäuser mit hohen finanziellen Verlusten verbunden. Durch die getroffenen Maßnahmen in Bezug auf die aktuelle Lage ist das Risiko derzeit sowohl im Hinblick auf die mögliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als auch insgesamt als gering einzustufen. e) IT-Risiken Die wesentlichen IT-Systeme der Finori GmbH werden sowohl intern betreut (Netzwerk) als auch von externen Dienstleistern (ERP-System) betreut. Ein Verlust von Daten oder ein längerer Ausfall der Systeme könnte zu spürbaren Umsatzverlusten führen. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, werden Backups und separate Speicherung der relevanten Daten in der Infrastruktur der Gesellschaft erstellt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird deshalb als sehr gering angesehen. Aufgrund geeigneter interner Kontrollsysteme mit permanenter Überwachung und Möglichkeiten zur schnellen Gegensteuerung wird dieses Risiko sowohl im Hinblick auf die mögliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als auch insgesamt als gering eingestuft. 2. Chancenbericht a) Markt Das schwierige Marktumfeld in der Möbelbranche in Deutschland und Europa hat die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2022/2023 belastet. Die Prognosen für die nächste Zukunft gehen von einer Seitwärtsbewegung (geringes Wachstum bei gleichzeitig niedriger werdender Inflation) aus. Finori passt die Artikelstruktur mit der eigenen Designabteilung kontinuierlich an, um mit den designorientierten, innovativen Produkten erfolgreich am Markt zu wachsen. Dem starken Wettbewerb am Markt und der Kaufzurückhaltung der Kunden, insbesondere im Kernbereich von Finori, SB-Möbel und Junges Wohnen, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovation und originellem Design begegnen. Dies bietet die Chance mit den Vertriebskonzepten weiterhin erfolgreich am Markt zu bestehen. Weitere Wachstumschancen für Finori liegen im Export. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt einen Anstieg des Exportanteils, hauptsächlich in die EU. Dies wird durch das eigene Vertriebsbüro in Frankreich unterstützt und forciert. Dies bietet die Chance weiterhin mit den internationalen Vertriebskonzepten erfolgreich im Exportmarkt zu wachsen. b) IT Die stetige Weiterentwicklung der Möglichkeiten des ERP-Systems bewirken vor allem im Bereich Logistik verbesserte Vorgehensweisen. Ziel dabei ist es die logistische Prozesskette und dadurch die Kundenzufriedenheit sowie die Kostenstruktur zu verbessern. Dies ist insbesondere für das weitere Wachstum im Exportgeschäft wichtig. 3. Zusammenfassung Das Geschäftsjahr 2022/2023 vom 1. Juni bis 31. Mai war geprägt durch die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sowie die Folgewirkungen der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie. Durch die dadurch verursachten Verwerfungen im wirtschaftlichen Geschehen sowie die starke Unsicherheit bei Marktteilnehmern führte dazu, dass die Umsätze im Geschäftsjahr 2022/2023 gesunken sind. Gemäß Finanzplanung ist die Finori GmbH jederzeit in der Lage allen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. In der Gesamtbeurteilung der Risikosituation lassen sich somit auf Grundlage der heute bekannten Informationen keine das Fortbestehen der Finori GmbH konkret gefährdenden Risiken erkennen. IV. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2023/2024 geht die Geschäftsführung von einem Umsatzniveau in Höhe von 65 Mio. EUR und einem Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibung in Höhe von 1 Mio. EUR aus. Im Kernsegment von Finori, SB-Möbel und Junges Wohnen, war eine Kaufzurückhaltung der Kunden zu beobachten. Laut den Verbänden der deutschen Möbelindustrie (VDM/VHK) sind die Verbraucher angesichts der Inflation und der langwierigen politischen Debatten über das Heizungsgesetz verunsichert und scheuen die Anschaffung langfristiger Konsumgüter. Im Zuge der niedriger werdenden Inflation sowie der Normalisierung der Rahmenbedingung geht Finori davon aus, dass Kunden wieder mehr Kauflaune verspüren werden. Die gesamtwirtschaftliche Lage hat sich im Jahr 2023 in Deutschland und Europa bei niedrigen BIP-Wachstumsraten stabilisiert. Die Prognosen für die Inflation in Deutschland in 2024 liegen bei 2,6%, nach 6,1% in 2023. Im Euro-Raum liegt die Prognose für die Inflation in 2024 bei 2,9%, nach 5,6% in 2023. Für die mittel- bis langfristige Entwicklung geht der Sachverständigenrat von deutlichen Wachstumshemmnissen in Deutschland aus. Insgesamt sind diese Entwicklungen allerdings sehr unsicher und in der weiteren Folge nicht abschätzbar, weshalb eine Planungsunsicherheit besteht.
Untersiemau, 18. April 2024 Der Geschäftsführer: Stefan Finzel Der Jahresabschluss zum 31.05.2023 wurde am 08.05.2024 festgestellt. |
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