Stammdaten

Register
Amtsgericht Flensburg HRB 7729 FL
Eingetragen
22.9.2009
Branche
Herstellung von Futtermitteln für NutztiereVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Grundstoffen, lebenden Tieren, textilen Rohstoffen und Halbwaren
Gegenstand
Die Beseitigung und Verwertung von Tierkörpern, Tierkörperteilen und tierischen Erzeugnissen, die Herstellung von und der Handel mit Futter und Düngemitteln, der Handel mit Schlachtnebenprodukten aller Art, die Beteiligung an Unternehmen der Verwertung und Beseitigung von Tierkörpern, Tierkörperteilen und tierischen Erzeugnissen sowie die Vermietung und Verpachtung von Anlagegütern, die dem Betrieb dienen.

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Schlecht
seit 23.4.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Darling International NL Holdings B.V.NLD
90.00%
Darling International Netherlands B.V.NLD
10.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
SNP Handels- und Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG
Germany
505.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Darling Ingredients Germany Holding GmbH

Belm-Icker

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Konzernbilanz zum 31.12.2017

Aktiva

Anhang Nr. 31.12.2017
TEUR
31.12.2016
TEUR
A. Anlagevermögen 1    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   44.734 51.004
2. Geschäfts- oder Firmenwert   103.849 113.167
    148.583 164.171
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken   56.327 57.701
2. Technische Anlagen und Maschinen   46.937 46.154
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   9.921 10.150
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau   15.226 7.622
III. Finanzanlagen   128.411 121.627
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen   16.846 17.388
2. Beteiligungen   15 15
    16.861 17.403
    293.855 303.201
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe   6.842 8.804
2. Unfertige Erzeugnisse   2.597 1.406
3. Fertige Erzeugnisse und Waren   20.462 18.335
    29.901 28.545
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   46.443 45.534
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen   26.172 17.400
3. Sonstige Vermögensgegenstände   12.767 9.715
    85.382 72.649
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   2.682 1.284
    117.965 102.478
C. Aktive latente Steuern   2.198 974
    414.018 406.653

Passiva

     
  Anhang Nr. 31.12.2017
TEUR
31.12.2016
TEUR
A. Eigenkapital 3    
I. Gezeichnetes Kapital   25 25
II. Kapitalrücklage   143.323 143.323
III. Verlustvortrag   -18.242 -12.416
IV. Konzernjahresüberschuss (i.Vj. - fehlbetrag)   4.505 -5.826
V. Ausgleichsposten aus Fremdwährungsumrechnung   32 -1.572
VI. Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile   6.905 6.396
    136.548 129.930
B. Rückstellungen 4    
1. Pensionsrückstellungen   6.261 6.062
2. Steuerrückstellungen   2.763 1.647
3. Sonstige Rückstellungen   17.276 14.812
    26.300 22.521
C. Verbindlichkeiten 5    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   1.326 5.571
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   37.764 32.124
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   181.413 184.458
4. Sonstige Verbindlichkeiten   3.887 2.073
    224.390 224.226
D. Passive latente Steuern 6 26.780 29.976
    414.018 406.653

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017

Anhang Nr. 2017
TEUR
2016
TEUR
1. Umsatzerlöse 7 533.889 494.839
2. Erhöhung (Vorjahr: Minderung) des Bestands an fertigen Erzeugnissen   2.257 -1.777
3. Sonstige betriebliche Erträge 8 414 756
4. Gesamtleistung   536.560 493.818
5. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren   278.520 256.995
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen   25.559 25.362
    304.079 282.357
6. Rohergebnis   232.481 211.461
7. Personalaufwand 9    
a) Löhne und Gehälter   36.826 34.544
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung   7.877 7.484
    44.703 42.028
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   32.222 31.400
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 10 142.822 133.997
10. Betriebsergebnis   12.734 4.036
11. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 11 1.087 839
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12 1.047 841
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 12 -6.626 -9.469
14. Finanzergebnis   -4.492 -7.789
15. Konzernergebnis vor Steuern   8.242 -3.753
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 13 2.684 876
17. Konzernergebnis nach Steuern   5.558 -4.629
18. Sonstige Steuern   528 631
19. Konzernjahresüberschuss (im Vj. -fehlbetrag)   5.030 -5.260
20. Anteil nicht beherrschender Anteile   -525 -566
21. Konzernjahresüberschuss Konzernanteil   4.505 -5.826

Konzerneigenkapitalspiegel

Darling Ingredients Germany Holding GmbH, Belm-Icker

Eigenkapital des Mutterunternehmen
Stammkapital
TEUR
Kapitalrücklage
TEUR
Verlustvortrag
TEUR
Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung
TEUR
Konzernjahresübers chuss/-fehlbetrag der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
TEUR
Summe
TEUR
Stand 1. Januar 2016 25 143.323 -5.569 -650 -6.847 130.282
Vortrag Ergebnis Vorjahr     -6.847   6.847 0
Jahresergebnis         -5.826 -5.826
Veränderungen aus Währungsumrechnung       -922   -922
Stand 31. Dezember 2016 25 143.323 -12.416 -1.572 -5.826 123.534
Vortrag Ergebnis Vorjahr     -5.826   5.826 0
Jahresergebnis         4.505 4.505
Veränderungen aus Währungsumrechnung       1.604   1.604
Stand 31. Dezember 2017 25 143.323 -18.242 32 4.505 129.643
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschender Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
TEUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallene Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
TEUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn
TEUR
Summe
TEUR
Summe
TEUR
Stand 1. Januar 2016 3.702 -21 2.204 5.885 136.167
Vortrag Ergebnis Vorjahr         0
Jahresergebnis     566 566 -5.260
Veränderungen aus Währungsumrechnung   -55   -55 -977
Stand 31. Dezember 2016 3.702 -76 2.770 6.396 129.930
Vortrag Ergebnis Vorjahr         0
Jahresergebnis     525 525 5.030
Veränderungen aus Währungsumrechnung   -16   -16 1.588
Stand 31. Dezember 2017 3.702 -92 3.295 6.905 136.548

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die Darling Ingredients Germany Holding GmbH, Belm-Icker wird unter der Nummer HRB 208356 beim Amtsgericht Osnabrück geführt.

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Der Konzernabschluss gilt gleichzeitig als befreiender Konzernabschluss für diejenigen Unternehmen, bei denen dies in der Aufstellung des Konzern-Anteilsbesitzes unter Punkt B. entsprechend vermerkt ist.

Im Interesse der Klarheit der Darstellung wurden in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung auf davon Vermerke verzichtet und im Anhang dargestellt

Der Konzern beinhaltet drei Geschäftsfelder. Das Geschäftsfeld ERS befasst sich mit der Verarbeitung von Schlachtnebenprodukten und der Tierkörperbeseitigung. Die BestHides GmbH und die Hide Service GmbH befassen sich mit dem Handel von frischen und gegerbten Rinderhäuten. Das Geschäftsfeld CTH befasst sich mit der Verarbeitung und dem Vertrieb von Naturdärmen.

B. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss wurden die Muttergesellschaft sowie 30 Tochtergesellschaften vollständig einbezogen. Des weiteren wurden 5 assoziierte Gesellschaften durch die Bilanzierung mit der Equitymethode berücksichtigt.

a. Einbezogene Unternehmen Konzernanteil
in %
BestHides GmbH, Eching-Weixerau 60,00
CTH GmbH, Lohne (*), (***) 100,00
CTH Porto - Industria Alimentar, Unipessoal Lda, Vilar do Pinheiro (Portugal) 100,00
ecoson GmbH, Belm-Icker (*) 100,00
Hide Service GmbH, Wegberg 50,00
Kanzler GmbH, Großalmerode (*) 100,00
LARU GmbH, Bottrop (*) 100,00
M D Entsorgungsgesellschaft für Schlachtnebenprodukte mit beschränkter Haftung, Kassel (*) 100,00
Rendac Icker GmbH & Co. KG, Belm-Icker (**) 100,00
Rendac Jagel GmbH, Jagel (*) 100,00
Rendac Lingen GmbH, Lingen (*) 100,00
Rendac Rotenburg GmbH, Mulmshorn (*) 100,00
SANREC GmbH, Belm (***) 100,00
SNP Handels- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Belm-Icker (*), (***) 100,00
SNP Verwaltungs-GmbH, Belm 100,00
Sobel GmbH, Belm (*), (***) 100,00
Sonac Bad Bramstedt GmbH, Bad Bramstedt (*) 100,00
Sonac Bergheim GmbH, Bergheim (Österreich) 100,00
Sonac Bramstedt Nord GmbH, Bad Bramstedt (*) 100,00
Sonac Brünen GmbH, Hamminkeln (*), (***) 100,00
Sonac Elsholz GmbH, Elsholz (*) 100,00
Sonac Erolzheim GmbH, Erolzheim (*) 100,00
Sonac Gelsenkirchen GmbH, Gelsenkirchen (*), (***) 100,00
Sonac Kiel GmbH, Kiel (*) 100,00
Sonac Lingen GmbH, Lingen (*) 100,00
Sonac Mering GmbH, Mering (*) 100,00
Sonac Osetnica Sp. z o.o., Osetnica (Polen) 75,00
Sonac Usnice Sp. z o.o., Usnice (Polen) 100,00
Sonac Versmold GmbH, Versmold (*) 100,00
Treuhand SNP Icker GmbH, Belm-Icker 100,00
b. Assoziierte Unternehmen  
ASAP s.r.o., Vez (Tschechische Republik) 40,00
ASAVET a.s., Prag (Tschechische Republik) 40,00
Berndt Besitz GmbH & Co. KG, Oberding, Landkreis Erding 21,50
Berndt Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Oberding, Landkreis Erding 21,50
Berndt Verwaltungs GmbH, Oberding, Landkreis Erding 21,50

(*) Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift gemäß § 264 Abs. 3 HGB
(**) Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift gemäß § 264b HGB
(***) befreiender Konzernabschluss

Die Einbeziehung der Hide Service GmbH als vollkonsolidiertes Unternehmen in den Konsolidierungskreis erfolgte als Zweckgesellschaft, da die Gesellschaft exklusiv nur Leistungen an ein Konzernunternehmen erbringt.

Die Stimmrechte der assoziierten Unternehmen entsprechen den Kapitalanteilen.

C. Konsolidierungsgrundsätze

Die Erstkonsolidierung aus dem Erwerb ERS Germany GmbH, CTH Germany GmbH und der Best Hides GmbH sowie deren Tochtergesellschaften und deren assoziierten Unternehmen erfolgte zum 7. Januar 2014.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der in- und ausländischen Gesellschaften sind grundsätzlich nach den für den Jahresabschluss der Darling Ingredients Germany Holding GmbH angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt worden. Von den konzerneinheitlichen Grundsätzen abweichende Wertansätze ausländischer Tochtergesellschaften wurden in Einzelfällen beibehalten, weil ihre Auswirkungen auf den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sind. Das Geschäftsjahr für alle einbezogenen Jahresabschlüsse ist stets das Kalenderjahr.

Die den Wertansätzen nach den Vorschriften der §§ 311 und 312 HGB der in den Konzernabschluss als assoziierte Unternehmen erfassten Gesellschaften zugrunde liegenden Jahresabschlüsse der in- und ausländischen Gesellschaften sind grundsätzlich nach den für den Jahresabschluss der Darling Ingredients Germany Holding GmbH angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt worden. Von den konzerneinheitlichen Grundsätzen abweichende Wertansätze ausländischer Beteiligungen wurden in Einzelfällen beibehalten, weil ihre Auswirkungen auf den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sind.

Die Kapitalkonsolidierung für die Erstkonsolidierung am 7. Januar 2014 wurde gemäß § 301 HGB nach der Neubewertungsmethode vorgenommen. Es wurden sämtliche übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden neu bewertet. Anschließend wurde das anteilige neubewertete Eigenkapital mit dem Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile verrechnet.

Verbliebene aktivische Unterschiedsbeträge wurden in der Konzernbilanz gemäß § 309 Abs. 1 HGB als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und über 15 Jahre abgeschrieben. Der sich aus der Erstkonsolidierung zum 7. Januar 2014 ergebende Unterschiedsbetrag beträgt TEUR 141.118. Zum 31. Dezember 2017 beträgt der Geschäfts-Firmenwert TEUR 103.849.

Die Wertansätze der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, die als Beteiligungen der ERS Germany GmbH sowie deren Tochtergesellschaften erworben wurden, wurden zum Erwerbszeitpunkt mit dem Zeitwert von TEUR 21.272 bewertet. Der Unterschiedstrag in Höhe von TEUR 10.539 betraf in voller Höhe den Geschäfts- und Firmenwert. Zum 31. Dezember 2017 beträgt der Unterschiedsbetrag TEUR 7.611. Die Abschreibungsdauer dieses Geschäfts- und Firmenwertes beträgt 15 Jahre und erfolgt nach der linearen Methode.

Nach den Vorschriften der §§ 311 und 312 HGB über assoziierte Unternehmen wurden drei inländische und zwei ausländische Beteiligungen im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bewertet. Für die ausländischen Beteiligungen ergeben sich keine wesentlichen Unterschiede in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der lokalen Rechnungslegung zu der handelsrechtlichen Rechnungslegung, so dass die Fortschreibung des Equity-Ansatzes auf Basis der lokalen Abschlüsse erfolgt.

In ausländischer Währung aufgestellte Bilanzen der vollkonsolidierten Gesellschaften werden mit Ausnahme des Eigenkapitals zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Währungsdifferenzen aus der Umrechnung des Netto-Reinvermögens mit gegenüber dem Vorjahr veränderten Kursen sind erfolgsneutral im Eigenkapital des Konzerns verrechnet worden.

Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen der ausländischen Tochtergesellschaften werden mit den Durchschnittskursen des Geschäftsjahres umgerechnet. Der sich aus der Umrechnung der Jahresergebnisse zum Bilanzstichtagskurs ergebende Unterschiedsbetrag wurde erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet.

Für nicht dem Mutterunternehmen gehörende Anteile vollkonsolidierter Gesellschaften wurde ein entsprechender Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter gebildet.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den vollkonsolidierten Unternehmen wurden eliminiert.

Ferner wurden Erträge und Aufwendungen zwischen den vollkonsolidierten Unternehmen in der Gewinn- und Verlustrechnung eliminiert.

D. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Es wurden die handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angewendet.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Geschäfts- oder Firmenwerte werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.

Die Ermittlung der voraussichtlichen Nutzungsdauer von 15 Jahren für den Geschäfts- oder Firmenwert erfolgt insbesondere vor dem Hintergrund eines überdurchschnittlich stabilen Gesamtmarktes. Im Bereich der Verarbeitung von tierischen Nebenprodukten der Kategorie 3 sowie Food Grade sind die Kunden- und Lieferantenbeziehungen langfristiger Natur. Die Beseitigung von tierischen Nebenprodukten der Kategorien 1 und 2 ist eine originär öffentliche Aufgabe, die auf die operativen Gesellschaften des Konzern übertragen wurde. Die Besitzer der tierischen Nebenprodukte sind verpflichtet, das anfallende Material durch das für den jeweiligen Einzugsbereich zuständige Unternehmen entsorgen zu lassen. Somit handelt es sich um Gebietsmonopole, die für die jeweilige Laufzeit der Verträge Bestand haben. Auf Grund der langfristigen Natur von Verträgen und die für den Betrieb notwendigen öffentlich-rechtlichen Genehmigungen zeichnet sich der Markt durch hohe Eintrittsbarrieren aus.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und linear pro rata temporis abgeschrieben. Die Gebäude werden über 25 - 50 Jahre, technische Anlagen und Maschinen über 5-15 Jahre sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung über 5 - 10 Jahre abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit der am Bilanzstichtag beizulegende Wert dauerhaft unter den Anschaffungskosten liegt, wird dieser angesetzt.

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben, wenn der Buchwert höher ist als der niedrigere beizulegende Wert.

Die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften werden mit den jeweiligen Anschaffungskosten, ggf. abzüglich Abschreibungen, Ausleihungen mit den Nennwerten ausgewiesen.

Bei den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Verwertbarkeit am Bilanzstichtag angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. In den Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die einzubeziehenden Fertigungs- und Materialgemeinkosten enthalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu den Nominalbeträgen angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel werden mit ihrem Nennwert angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen sind mit einem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zum Barwert nach der Projected Unit Credit Methode (PUC) bewertet.

Für die Bewertung der Pensionsrückstellungen wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Für den 31. Dezember 2017 wurde ein Zinssatz in Höhe von 3,68 % prognostiziert und der Bewertung zu Grunde gelegt. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungszinssatzes bei der Bewertung der Pensionsverpflichtung werden in den Zinsaufwendungen gezeigt.

Im Einzelnen liegen der Bewertung folgende Annahmen zugrunde:

31.12.2017 Handelsbilanz
Rechnungszins p.a. 3,68%
Anwartschaftsdynamik p.a. 2,50%
BBG-Dynamik 2,50%
Rentendynamik p.a. 1,75%
Bewertungsverfahren PUC-Methode
Sterbewahrscheinlichkeiten "Richttafeln 2005G" von Klaus Heubeck
Bewertung der Hinterbliebenenrentenanwartschaften kollektiv

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden entsprechend abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden nicht abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen, ermittelt. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß der §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts aus der Kapitalkonsolidierung. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von 29,83 %.

Temporäre Differenzen, die zu aktiven latenten Steuern in den Jahresabschlüssen zum 31. Dezember 2017 geführt haben, bestehen bei den Pensions- und sonstigen Rückstellungen sowie vortragsfähigen Zinsvorträgen. Temporäre Differenzen, die zu passiven latenten Steuern in den Jahresabschlüssen zum 31. Dezember 2017 geführt haben, resultieren aus den erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen und dem Sachanlagevermögen.

E. Kapitalflussrechnung

Als Finanzmittelfonds sind ausschließlich Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten definiert.

F. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung und Aufgliederung des Anlagevermögens ist dem Konzernanlagenspiegel in der Anlage zum Konzernanhang zu entnehmen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2017
TEUR
31.12.2016
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 46.443 45.534
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (0) (0)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 26.172 17.400
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (0) (0)
(davon aus Lieferungen und Leistungen) -9.096 -7.648
sonstige Vermögensgegenstände 12.767 9.715
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (0) (0)
  85.382 72.649

3. Eigenkapital

Das Stammkapital der Darling Ingredients Germany GmbH beträgt EUR 25.000.

4. Rückstellungen

31.12.2017
TEUR
31.12.2016
TEUR
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.261 6.062
Steuerrückstellungen 2.763 1.647
sonstige Rückstellungen 17.276 14.812
  26.300 22.521

In den sonstigen Rückstellungen ist ein Betrag von TEUR 1.997 (Vorjahr TEUR 1.889) für Rückforderungsansprüche von Kunden zurückgestellt.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Übrigen im Wesentlichen Rückstellungen für fehlende Eingangsrechnungen, Rückerstattungsansprüche an Kunden sowie Mitarbeiterboni und sonstige Personalrückstellungen.

Aus der Aufzinsung der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen resultierte ein Zinsaufwand in Höhe von TEUR 229 (Vorjahr TEUR 225).

Der Unterschiedsbetrag der Pensionsrückstellungen gemäß § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich auf TEUR 665 (Vorjahr TEUR 547).

5. Verbindlichkeiten

Restlaufzeiten
31.12.2017
(in TEUR)
gesamt bis zu einem Jahr 1 bis 5 Jahre über fünf Jahre davon gesichert
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.326 1.197 129 0 112
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 37.764 37.764 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 181.413 181.413 0 0 0
(davon aus Lieferung und Leistung) -9.335 -9.335 (0) (0) (0)
(davon gegenüber Gesellschaftern) -480 -480 (0) (0) (0)
sonstige Verbindlichkeiten 3.887 3.601 96 190 0
(davon aus Steuern) -3.247 -3.247 0 0 0
(davon im Rahmen der Sozialen Sicherheit) -316 -316 (0) (0) (0)
Summe Verbindlichkeiten 224.390 223.975 225 190 112
Restlaufzeiten
31.12.2016
(in TEUR)
gesamt bis zu einem Jahr 1 bis 5 Jahre über fünf Jahre davon gesichert
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.571 5.329 242 0 242
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 32.124 32.124 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 184.458 184.458 0 0 0
(davon aus Lieferungen und Leistungen) -6.147 -6.147 (0) (0) (0)
(davon gegenüber Gesellschaftern) -550 -550 (0) (0) (0)
sonstige Verbindlichkeiten 2.073 1.763 96 214 0
(davon aus Steuern) -1.504 -1.504 0 0 0
(davon im Rahmen der Sozialen Sicherheit) -224 -224 (0) (0) (0)
Summe Verbindlichkeiten 224.226 223.674 338 214 242

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit Grundschulden abgesichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen darüberhinaus handelsübliche Eigentumsvorbehalte.

6. Aktive/Passive latente Steuern

01.01.2017
TEUR
Veränderung
TEUR
31.12.2017
TEUR
Aktive Latente Steuern 974 1.224 2.198
Passive latente Steuern 29.976 -3.196 26.780
    4.420  

Die Veränderung führte zu einem Ertrag aus der Veränderung von latenten Steuern von TEUR 4.590 sowie einen Effekt von 170 TEUR aus der Währungsumrechnung von latenten Steuern aus den Abschlüssen ausländischer Konzernunternehmen.

G. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

7. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2017
TEUR
2016
TEUR
Umsätze Inland    
Produkterlöse Schlachtnebenprodukte 111.887 104.480
Produkterlöse Rinderhäute 38.877 38.826
Dienstleistungsumsätze 27.054 30.275
  177.818 173.581
Umsätze Ausland    
Produkterlöse Schlachtnebenprodukte 255.318 211.011
Produkterlöse Rinderhäute 100.738 107.976
Dienstleistungsumsätze 15 2.271
  356.071 321.258
  533.889 494.839

8. Sonstige betriebliche Erträge

in den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Fremdwährungsumrechnungen in Höhe von TEUR 361 (Vorjahr TEUR 436) enthalten.

9. Personalaufwand

2017
TEUR
2016
TEUR
Löhne und Gehälter 36.826 34.544
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 7.877 7.484
(davon Aufwendungen für Altersversorgung) -286 -382
  44.703 42.028

10. sonstige betriebliche Aufwendungen

2017
TEUR
2016
TEUR
Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnungen 370 513
übrige betriebliche Aufwendungen 142.452 133.484
  142.822 133.997

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 370 (Vorjahr TEUR 513) Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnungen enthalten. Die übrigen betrieblichen Aufwendungen bestehen i. W. für Transport-, Wartungs- und Verwaltungskosten. Es fielen periodenfremde Aufwendungen aus Anlagenabgängen von TEUR 227 (Vorjahr TEUR 122) an.

11. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen

Das ausgewiesene Beteiligungsergebnis betrifft ausschließlich Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen.

12. Zinsergebnis

2017
TEUR
2016
TEUR
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.047 841
(davon aus verbundenen Unternehmen) -4 -0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.626 9.469
(davon an verbundene Unternehmen) -5.235 -9.264
  -5.579 -8.628

Aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen resultiert ein Zinsaufwand von TEUR 225 (Vorjahr TEUR 244).

13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

2017
TEUR
2016
TEUR
Laufende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7.274 3.736
Ertrag aus der Veränderung von latenten Steuern -4.590 -2.860
  2.684 876

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 130 (Vorjahr Steuerertrag von TEUR 870) enthalten.

H. Sonstige Angaben

14. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen

Im Geschäftsjahr 2017 wurden folgende Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen getätigt:

Verkäufe
TEUR
Käufe
TEUR
Erbringen von Dienstleist.
TEUR
Verbundene Unternehmen 81.694 44.511 2.858
Assoziierte Unternehmen 522 15 0

15. Sonstige finanzielle Verpflichtungen/Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Sonstige finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Miet- und Leasingverträge. Der Konzern hat hieraus finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.579 (Vorjahr TEUR 2.066). Die finanziellen Verpflichtungen haben einen innerhalb eines Jahres fälligen Betrag von TEUR 912 (Vorjahr TEUR 1.108), mit Fälligkeiten zwischen ein und fünf Jahren von TEUR 593 (Vorjahr TEUR 862) sowie mit Fälligkeiten von über fünf Jahren von TEUR 74 (Vorjahr TEUR 96). Vorteil dieser nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte ist die geringere Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb dieser Anlagegegenstände.

16. Sicherungspolitik

Unternehmenspolitik der Darling Ingredients Germany Gruppe ist es, sich gegen erhebliche Währungsrisiken durch Fristgestaltung und Sicherungsgeschäfte in wirtschaftlich vertretbarem Umfang zu schützen.

Währungsrisiken bestehen sowohl auf der Absatz- als auch auf der Beschaffungsseite. Die Währungsentwicklung wird fortlaufend beobachtet und die Risiken werden, soweit ökonomisch sinnvoll, abgesichert.

Es bestehen Devisentermingeschäfte für Zahlungsströme aus schwebenden Verkaufsgeschäften mit einem Volumen von TUSD 16.806. Diese Devisentermingeschäften bilden Bewertungseinheiten mit den dazugehörigen Grundgeschäften gemäß § 254 HGB.

Zur Risikoabsicherung werden ausschließlich Micro Hedges verwendet, bei dem ein aus einem einzelnen Grundgeschäft resultierendes Risiko mittels eines einzelnen Sicherungsinstruments abgesichert wird. Der positive Marktwert (beizulegender Zeitwert) der abgeschlossenen Derivate beträgt am Stichtag TEUR 70.

Auch zukünftig werden sich bei den jeweiligen abgesicherten Risiken die gegenläufigen Wertentwicklungen voraussichtlich weitgehend ausgleichen, da laut Risikopolitik Risikopositionen (Grundgeschäft) unverzüglich nach Entstehung in betraglich gleicher Höhe in derselben Währung und Laufzeit durch Devisentermingeschäfte abgesichert werden. Der Ausgleich der gegenläufigen Wertänderungen erfolgt je nach Fälligkeit der Grundgeschäfte. Die bilanzielle Abbildung erfolgt nach der Einfrierungsmethode.

Weiterhin besteht zur Absicherung einer Fremdwährungsforderung mit einem Volumen von TPLN 4.259 ein Währungsswap. Bei dieser Forderung besteht keine Bewertungseinheit mit dem Derivat. Der positive Zeitwert des Swaps beträgt TEUR 273.

17. Nachtragsbericht

Am 01. Januar 2018 wurde ein Anteil von 20% an der Best Hides GmbH veräußert. Aus diesem Grund besteht ab diesem Zeitpunkt kein beherrschender Einfluss der Muttergesellschaft auf die Gesellschaft. Aus diesem Grund erfolgt zu diesem Datum die Entkonsolidierung der Best Hides GmbH und der Hide Services GmbH. Darüber hinaus haben sich keine Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag ereignet, über die zu berichten wäre.

18. Zusammensetzung der Geschäftsführung:

Erwin Werner, Geschäftsführer für Technik und Vertrieb, Hamburg

Stefan Niehaus, Geschäftsführer für Technik und Vertrieb, Dissen am Teutoburger Wald

Da im Geschäftsjahr nur zwei Geschäftsführer Bezüge vom Konzern erhalten haben, unterbleibt gemäß § 314 Abs. 3 S. 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung.

19. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl beträgt:

2017 2016
Angestellte 308 308
gewerbliche Mitarbeiter 757 723
  1.065 1.031

20. Das berechnete Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers beträgt:

2017
TEUR
2016
TEUR
für Abschlussprüfungsleistungen 68 74
für sonstige Leistungen 42 39
  110 113

21. Gewinnverwendungsvorschlag des Mutterunternehmens

Die Geschäftsleitung des Mutterunternehmens schlägt vor, den Jahresüberschuss mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen

22. Konzernabschluss

Das Mutterunternehmen und ihre Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der Darling Ingredients Inc., Irving/USA einbezogen, welche den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist auf der Internetseite der Gesellschaft verfügbar.

Das Mutterunternehmen und ihre Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der Darling International NL Holding B.V., Best/Niederlande einbezogen, welche den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird bei der dortigen Handelskammer offengelegt.

 

Belm-Icker, den 14. Dezember 2018

Darling Ingredients Germany Holding GmbH

Die Geschäftsführung

Erwin Werner, Geschäftsführer

Stefan Niehaus, Geschäftsführer

Entwicklung des Konzernanlagevermögens

der Darling Ingredients Germany Holding GmbH, Belm-Icker

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2017
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
Währungsdifferenzen
TEUR
31.12.2017
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbeliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 71.407 123 0 5 507 72.042
2. Geschäfts- oder Firmenwert 141.118 0 0 0 0 141.118
  212.525 123 0 5 507 213.160
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 65.923 1.156 227 33 590 67.475
2. technische Anlagen und Maschinen 70.593 9.482 516 547 1.296 81.402
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.762 2.719 956 555 68 20.148
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.622 8.563 0 -1.140 181 15.226
  161.900 21.920 1.699 -5 2.135 184.251
III. Finanzanlagen            
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 17.388 1.718 2.260 0 0 16.846
2. Beteiligungen 15 0 0 0 0 15
  17.403 1.718 2.260 0 0 16.861
Gesamtsumme: 391.828 23.761 3.959 0 2.642 414.272
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2017
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
Währungsdifferenzen
TEUR
31.12.2017
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbeliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.403 6.729 0 176 27.308
2. Geschäfts- oder Firmenwert 27.951 9.318 0 0 37.269
  48.354 16.047 0 176 64.577
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.222 3.049 209 86 11.148
2. technische Anlagen und Maschinen 24.439 10.010 412 430 34.467
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.612 3.116 527 24 10.225
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
  40.273 16.175 1.148 540 55.840
III. Finanzanlagen          
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0 0
2. Beteiligungen 0 0 0 0 0
  0 0 0 0 0
Gesamtsumme: 88.627 32.222 1.148 716 120.417
Restbuchwert
31.12.2017
TEUR
31.12.2016
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbeliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 44.734 51.004
2. Geschäfts- oder Firmenwert 103.849 113.167
  148.583 164.171
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 56.327 57.701
2. technische Anlagen und Maschinen 46.935 46.154
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.923 10.150
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.226 7.622
  128.411 121.627
III. Finanzanlagen    
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 16.846 17.388
2. Beteiligungen 15 15
  16.861 17.403
Gesamtsumme: 293.855 303.201

Konzernlagebericht 2017

Darling Ingredients Germany Holding GmbH, Belm-Icker

1. Grundlagen des Konzerns

1.1. Geschäftsmodell des Konzerns

Der Konzern wurde durch den Erwerb der ERS Germany GmbH, CTH Germany GmbH und der BestHides GmbH am 7. Januar 2014 begründet.

Sämtliche Tochtergesellschaften sind im Bereich der Entsorgung sowie der Verarbeitung von tierischen Nebenprodukten tätig. Dabei reicht das Spektrum der verschiedenen Verarbeitungsbetriebe von Entsorgungsbetrieben für Tierkörper und Schlachtnebenprodukte der Kategorien 1 und 2 über Verarbeitungsbetriebe für Schlachtnebenprodukte der Kategorie 3 bis hin zu Fettschmelzen für lebensmitteltaugliche Fette. Kategorie 1 umfasst kontaminierte oder verseuchte Tierkörper und tierische Nebenprodukte. Die Kategorie 2 beinhaltet Tierkörper und Nebenprodukte mit geringerem Risiko, wie getötete oder gefallene Tiere mit nicht übertragbaren Krankheiten und Tierprodukte mit Medikamentenrückständen. Die Kategorie 3 umfasst Nebenprodukte aus der Schlachtung sowie Küchen- und Speiseabfälle.

Weiterhin gibt es Spezialbetriebe für die Verarbeitung von Häuten (BestHides GmbH) sowie von Därmen (CTH GmbH). Die Konservierung, Aufbereitung, Logistik und Vertrieb von bei Schlachthöfen anfallenden frischen Rinderhäuten und von Abdeckerhäuten führt zu Vorprodukten, die als Rohware für die Lederherstellung dienen. Für die Wurstindustrie werden Naturdärme benötigt. Dazu werden die bei Schlachthöfen anfallenden Därme gereinigt, aufbereitet und in verschiedenen Größen zugeschnitten.

Unser Ziel ist, durch eine Aufbereitung von Entsorgungsprodukten als hochwertige Energieträger und durch eine Verwertung von Schlachtnebenprodukten für die Futter- und Lebensmittelindustrie eine Wertschöpfung zu erzielen und so den Ernährungs- und Energiebedürfnissen einer wachsenden Weltbevölkerung gerecht zu werden.

Der rechtliche Rahmen der Tätigkeit wird insbesondere in der EU-Verordnung 1069/2009 gesetzt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

2.1.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft war im Jahr 2017 gekennzeichnet durch ein kräftiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahresdurchschnitt um 2,2 % höher als im Vorjahr. Damit hat sich das Wirtschaftswachstum gegenüber den Vorjahren nochmal erhöht, nach 1,9 % in 2016 und 1,7 % in 2015. In einer langfristigen Betrachtung zeigt sich, dass das Wirtschaftswachstum in 2017 um 0,9 Prozentpunkte über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von 1,3 % lag. Kalenderbereinigt stieg das BIP sogar um 2,5 %, da im Jahr 2017 rechnerisch drei Arbeitstage weniger zur Verfügung standen als im Vorjahr.

Der Grund für das starke Wirtschaftswachstum war primär die Inlandsnachfrage. Die Konsumausgaben stiegen um 1,7 %, wobei der private Konsum preisbereinigt um 1,8 % höher war als ein Jahr zuvor und die staatlichen Konsumausgaben unterdurchschnittlich um nur 1,5 % gestiegen sind. Insbesondere aber die Bruttoanlageinvestitionen legten 2017 um 3,3 % überdurchschnittlich stark zu. Hierbei sind besonders die Investitionen in Ausrüstung hervorzuheben, die um 4,0 % gestiegen sind, nach 2,2 % im Vorjahr. Die Investitionen in Bauten stiegen um den Vorjahreswert von 2,7 % und die Investitionen in sonstige Anlagen stiegen nur um 3,5 % nach 5,5 % im Vorjahr.

Die deutschen Ausfuhren konnten 2017 weiter zulegen. Preisbereinigt stiegen die Exporte von Waren und Dienstleistungen im Jahr 2017 um 4,6 %. Die Importe legten im gleichen Zeitraum mit 5,2 % stärker zu. Der daraus resultierende Außenhandel trug rein rechnerisch +0,2 Prozentpunkte zum BIP-Wachstum bei.

Die Wirtschafsleistung wurde in 2017 von 44,2 Millionen Erwerbstätigen erbracht, dies sind 625.000 Personen mehr als im Vorjahr. Das ist damit der höchste Stand seit der Wiedervereinigung. Dieser Anstieg resultiert aus einer Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Eine höhere Erwerbsbeteiligung sowie die Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland glichen altersbedingte demografische Effekte aus.

Die staatlichen Haushalte, also Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen, beendeten das Jahr 2017 mit einem Überschuss von 61,9 Milliarden Euro. Absolut gesehen ist dies der höchste Überschuss seit der Wiedervereinigung und bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt ergibt sich daraus eine Maastrichtquote von + 1,2 %. Damit wurde das vierte Jahr in Folge mit einem Überschuss abgeschlossen.

Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahr 2017 um durchschnittlich 1,8 %. Das ist die höchste Teuerungsrate seit fünf Jahren (2012: + 2,0 %). In den beiden Vorjahren war die Teuerung auf die Verbraucherpreise mit 0,5 % in 2016 und mit 0,3 % in 2015 noch spürbar schwächer ausgefallen. Über die einzelnen Monate bewegte sich die Teuerungsrate recht gleichmäßig mit dem niedrigsten Wert im Mai von 1,5 % und dem höchsten Wert im Februar von 2,2 %. Der Februar verblieb der einzige Monat in dem die Zwei-Prozent-Marke überschritten wurde. Das letzte Mal, das diese Marke überschritten wurde war im August 2012. Energie hat sich im Jahresdurchschnitt 2017 um 3,1 % verteuert und steuerte 0,2 Prozentpunkte zum Anstieg der Verbraucherpreise von 1,8 % bei. Im Vorjahr hatte Energie einen deutlich größeren und umgekehrten Effekt von -0,7 Prozentpunkte auf die Teuerungsrate von 0,5 %. Am stärksten stiegen die Preise für leichtes Heizöl mit 16,0 % und Kraftstoffe um 6,0 %. Strom als bedeutender Haushaltsenergieträger hat sich mit +1,7 % stärker als noch 2016 mit 0,6 % verteuert. Einen Rückgang der Energiekosten gab es dagegen bei Gas mit -2,8 % und Zentralheizung und Fernwärme von -1,5 %. Nahrungsmittel haben sich im Jahresdurchschnitt 2017 um 3,0 % verteuert gegenüber 0,8 % im Vorjahr. Preistreiber waren hier besonders tierische Produkte. Speisefette und Speiseöle stiegen um 21,4 %, Molkereiprodukte um 9,7 %, Fisch und Fleischwaren verteuerten sich um 3,8 %.

(Quelle: Statistisches Bundesamt, DESTATIS)

2.1.2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die Verfügbarkeit des Rohmaterials ist die Basis unseres Geschäfts. Diese Verfügbarkeit wird maßgeblich durch die Fleischproduktion und damit einhergehend durch die Schlachtzahlen beeinflusst.

Im Jahr 2017 war die Fleischerzeugung durch deutsche gewerbliche Schlachtunternehmen nach zuletzt leicht steigenden Werten rückläufig. Die Fleischproduktion sank um 1,4 % auf 8,16 Millionen Tonnen.

Mit 58,3 Millionen geschlachteten Tieren gingen die Schlachtungen der Schweine gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent zurück. Aufgrund eines etwas höheren Schlachtgewichtes gingen die erzeugten Mengen dagegen nur um 1,5 % auf 5,5 Millionen Tonnen zurück.

Die Anzahl von Schlachtrindern verringerte sich gegenüber dem Vorjahr 2,5 % auf insgesamt 3,52 Millionen Tiere. Aufgrund eines spürbar höheren durchschnittlichen Schlachtgewichtes der Rinder sank die erzeugte Schlachtmenge gegenüber dem Vorjahr nur um 1,6 % auf 1,13 Millionen Tonnen. Besonders die Schlachtzahlen bei Kühen sind mit 6,4 % sehr deutlich zurückgegangen.

Die Menge an Geflügelfleisch war mit 1,51 Millionen Tonnen um 0,8 % niedriger als im Vorjahr mit 1,53 Millionen Tonnen. Zwar wurde 1,3% mehr Jungmasthühnerfleisch erzeugt, bei der Produktion von Entenfleisch mit -12,7 % und Truthühner mit -3,7 % gab es jedoch einen Rückgang.

(Quelle: Statistisches Bundesamt, DESTATIS)

2.2. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf im Jahr 2017 ist insgesamt zufriedenstellend. Wir konnten uns erfolgreich im Markt behaupten und die Ertragskraft steigern.

Große Herausforderungen in 2017 waren zum einen die aus dem veränderten BSE Risikostatus resultierende Mengenverschiebung von Material der Kategorie 1 zu Material der Kategorie 3, zum anderen die seit Jahren voranschreitende Konsolidierung der gewerblichen Schlachtunternehmen. Viele der kleinen und mittleren Unternehmen sind in finanziellen Schwierigkeiten und gezwungen ihr Geschäft aufzugeben oder an die großen Gesellschaften zu verkaufen, wodurch die Bindung an diese großen Unternehmen für uns von großer Bedeutung ist. Aber auch bei den großen Unternehmen gibt es eine Konsolidierung wie z. B. die Schließung des Schlachthofes VION Zeven. Hinzu kommen die in diesem Jahr deutlich um 1,4 % gesunkenen Schlachtzahlen.

Das temporäre Exportverbot von Schweineprodukten zweier großer Schweinefleischproduzenten in Deutschland nach China hat im ersten und zweiten Quartal 2017 die verarbeitete Menge in unseren Fettschmelzen stark erhöht. Nach der Aufhebung des Exportverbotes haben sich unsere verarbeiteten Mengen wieder normalisiert. Im Bereich der Geflügelfette konnten wir durch die Akquirierung neuer Lieferanten unsere verarbeiteten Mengen weiter steigern.

Auf der Absatzseite war es ein gutes Jahr für unsere Fette. Anfang des Jahres war der Preis für Palmöl sehr hoch, wodurch auch wir am Markt höhere Preise durchsetzen konnten. Im Verlauf des Jahres normalisierte sich der Preis für das Palmöl jedoch wieder. Insgesamt waren wir in der Lage auf Grund der hohen Qualität unserer Produkte einen sehr guten Aufschlag gegenüber dem Palmfettpreis erzielen zu können. Des Weiteren waren wir in der Lage unsere Kundenbasis weiter zu diversifizieren und uns somit etwas unabhängiger von einzelnen Abnehmern zu machen. Auch der Biodieselmarkt ist in 2017 weiter gewachsen und ist mittlerweile ein großer Abnehmer unserer Fette der Kategorie 1.

Unsere Verkaufspreise für Proteine waren in der ersten Jahreshälfte sehr stabil und wurden in der zweiten Jahreshälfte etwas volatiler. Steigende Nachfrage kam besonders aus der Futtermittelindustrie, welche für unsere Proteine der wichtigste Absatzmarkt ist. Auch die nord- und osteuropäische Nerzindustrie hatte in 2017 eine hohe Nachfrage nach unseren Proteinen und wir konnten hier gute Preise erzielen.

Nach dem nicht zufriedenstellenden Jahr 2016 für unsere Blutprodukte, war 2017 ein Jahr der Erholung. Die Qualitätsprobleme bei der Produktion wurden behoben und wir waren in der Lage unseren hohen Lagerbestand an Blutplasma abzubauen. Außerdem wurden neue Märkte in der amerikanischen Futtermittelindustrie hinzugewonnen und mit der Fertigstellung unserer neuen Blutverarbeitungslinie in Mering ist das Jahr 2017 zufriedenstellend für unser Blutgeschäft verlaufen.

Wie im Vorjahr war auch 2017 ein schwieriges Jahr für den Absatz von frischen Häuten. Die Rohhautmärkte leiden weiter unter dem allgemeinen Verfall der Rohstoffpreise wie der des Erdöls, der erst gegen Ende des Jahres gestiegen ist. Der geringe Erdölpreis und der Preisverfall von Faserstoffen befördern weiterhin den Trend, Leder im Modebereich und der Möbelindustrie zunehmend zu ersetzen. Weiterhin auf starkem Niveau bleibt dagegen die Nachfrage aus dem Luxusbereich, hier ist die Nachfrage sowohl der Möbelhersteller, der Täschnereien und der Automobilindustrie hoch. Der Markt für Abdeckerhäute leidet besonders unter dem Trend in der Schuhindustrie weg vom Leder und hin zu Sneakern aus Kunststoff und zu Leinenschuhen.

2.3. Vermögens-, Finanz und Ertragslage

2.3.1. Ertragslage

2017
EUR in Mio
2016
EUR in Mio
Umsatzerlöse 533,9 494,8
Bestandsveränderungen und s.b. Erträge 2,7 -1,0
Materialaufwand -304,1 -282,4
Personalaufwand -44,7 -42,0
s.b. Aufwendungen und sonstige Steuern -143,4 -134,5
EBITDA 44,4 34,9
Abschreibungen -32,2 -31,4
Beteiligungs- und Zinsergebnis -4,5 -7,8
Ertragsteuern -2,7 -0,9
Jahresüberschuss (ohne Minderheitenanteile) 5,0 -5,2
Anteile Dritter am Ergebnis -0,5 -0,6
Jahresüberschuss Konzernanteil 4,5 -5,8

Der Umsatz des Konzerns ist von EUR 494,8 Mio. auf EUR 533,9 Mio. gestiegen. Dies liegt vor allem an gestiegenen Verkaufspreisen im Bereich der Kategorie 3 und von Food Grade Produkten. Die Umsätze aus Dienstleistungen waren dagegen rückläufig. Von den EUR 533,9 Mio. Umsatzerlösen wurden EUR 177,8 Mio. in Deutschland und EUR 356,1 Mio. im Ausland erzielt.

Der Materialaufwand ist um EUR 21,7 Mio. auf EUR 304,1 Mio. gestiegen, was an höheren Einkaufspreisen für unser Rohmaterial lag, die Preise für die Hilfs- und Betriebsstoffe stiegen dagegen kaum. Auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um EUR 8,8 Mio. auf EUR 142,8 Mio. gestiegen. Dies lag vor allem an höheren Aufwendungen für Reparaturen, Frachten und Energie.

Das operative Geschäft (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)), als wichtige Ertragsgröße, hat sich sehr positiv entwickelt, da die Verkaufspreise gestiegen sind und sich die Einkaufspreise erst mit zeitlicher Verzögerung diesen angepasst haben.

Die Ertragslage wurde wie im Vorjahr durch die Effekte aus dem Erwerb der Tochterunternehmen im Januar 2014 beeinträchtigt. Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurden sowohl stille Reserven im Sachanlagevermögen aufgedeckt, als auch identifizierte immaterielle Vermögensgegenstände sowie der verbleibende positive Unterschiedsbetrag als Geschäfts- und Firmenwert aktiviert. Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die planmäßigen Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von EUR 9,3 Mio., die planmäßigen Abschreibungen auf das sonstige immaterielle Anlagevermögen von EUR 6,7 Mio. und das negative Zinsergebnis in Höhe von EUR 5,6 Mio. infolge der teilweise fremdfinanzierten Akquisition von Tochtergesellschaften.

Das Jahresergebnis hat sich sehr positiv entwickelt. Es wurde ein Jahresüberschuss von EUR 4,5 Mio. erzielt, nach einem Jahresfehlbetrag von EUR 5,8 Mio. im Vorjahr. Dies ist besonders auf die Erträge aus dem operativen Geschäft zurückzuführen, aber auch auf eine Reduzierung des Refinanzierungszinssatzes, wodurch sich das Zinsergebnis von EUR -8,6 Mio. auf EUR -5,6 Mio. reduziert hat.

2.3.2. Finanzlage

Der Konzern verfügt über ein zentrales Finanzmanagement um allen Verpflichtungen jeder Zeit nachkommen zu können. Zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit werden durch Konzerngesellschaften Darlehen zur Verfügung gestellt. Außerdem werden im Rahmen des Cash Pooling liquide Mittel zusammengefasst und den Konzerngesellschaften bereitgestellt, um sämtliche Zahlungsverpflichtungen zur jeweiligen Fälligkeit erfüllen zu können.

Im Geschäftsjahr konnten Darlehen von Konzerngesellschaften zur langfristigen Finanzierung um EUR 2,5 Mio. auf nun EUR 167,5 Mio. reduziert werden.

Zur Absicherung von Währungsrisiken bei Fremdwährungsdarlehen wurden Devisenswapgeschäfte abgeschlossen.

Im Geschäftsjahr 2017 konnte ein Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit von EUR 44,5 Mio. erzielt werden.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug in 2017 EUR 25,7 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf Investitionen in das Anlagevermögen (EUR 21,9 Mio.) zurück zu führen. Die Investitionen des Geschäftsjahres betrafen im zum größten Teil Ersatzinvestitionen aber auch eine größere Erweiterungsinvestition an unserem Standort in Mering.

Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit von EUR 17,1 Mio. in 2017 resultiert im Wesentlichen aus der Tilgung von Finanzkrediten bei verbundenen Unternehmen (EUR 2,5 Mio.) und der Tilgung von Bankdarlehen (EUR 4,2 Mio.) als auch aus den gezahlten Zinsen des Geschäftsjahres (EUR 10,3 Mio.).

2.3.3. Vermögenslage

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Bilanzsumme um EUR 7,4 Mio. auf EUR 414,0 Mio. Dies ist vor allem auf höhere Cash-Pool Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen.

Das Anlagevermögen sank um EUR 9,3 Mio. auf EUR 293,9 Mio., was insbesondere auf die planmäßigen Abschreibungen der immateriellen Vermögensgegenstände zurück zu führen ist. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen des Konzerns liegt bei 71,0 % nach 74,6 % im Vorjahr.

Die Eigenkapitalquote stieg von 32,0 % im Vorjahr auf 33,0 % zum 31. Dezember 2017.

Die Rückstellungen sind von EUR 22,5 Mio. auf EUR 26,3 Mio. gestiegen. Dies liegt vor allem an gestiegenen Rückstellungen für Steuern, Boni und Energie.

Die Verbindlichkeiten sind von EUR 224,2 Mio. im Vorjahr auf EUR 224,4 Mio. zum 31. Dezember 2017 nahezu unverändert. Die Verbindlichkeiten aus der Finanzierung konnte reduziert werden, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten haben dagegen zugenommen.

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen sowie in das immaterielle Anlagevermögen beliefen sich in 2017 auf EUR 21,9 Mio. Bei den Investitionen handelte es sich vor allem um Ersatzinvestitionen in die technischen Anlagen und den Fuhrpark sowie einer großen Erweiterungsinvestition in eine neue Produktionslinie in Mering.

2.4. Wesentliche Leistungsindikatoren

2.4.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen Leistungsindikatoren des Konzerns sind die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Die Umsatzerlöse haben sich Aufgrund gestiegener Verkaufspreise um EUR 39,1 Mio. deutlich auf EUR 533,9 Mio. erhöht. Das EBITDA hat sich gegenüber dem Vorjahr von EUR 34,9 Mio. auf EUR 44,4 Mio. erhöht. Hauptgrund hierfür war, dass in unserem Geschäft sich die Einkaufspreise erst mit zeitlicher Verzögerung den Verkaufspreisen anpassen. Da die Verkaufspreise in 2017 gestiegen sind, konnte hierdurch ein Überschuss erzielt werden.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden Umsatzerlöse und EBITDA gegenüber 2016 deutlich gesteigert. Auch das Konzernjahresergebnis 2017 hat sich gegenüber dem Vorjahr gesteigert trotz der nach wie vor hohen Belastungen aus dem Erwerb der Tochterunternehmen. Durch die gestiegenen Absatzpreise wurde die Vorjahresprognose in Bezug auf die Umsatzerlöse und des EBITDA leicht übertroffen. Aufgrund der erwarteten gesunkenen Zinsaufwendungen in 2017 hat sich das Konzernjahresergebnis, wie prognostiziert, erheblich verbessert.

2.4.2 Nicht finanzieller Leistungsindikator

Für unseren Erfolg sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wesentlicher Garant. Durch ihre Motivation und ihr Engagement ermöglichen sie das Erreichen unserer Ziele. Da sich unser Geschäft in einer Branche mit hohen und stetig zunehmenden Regularien bewegt, sind hoch qualifizierte Mitarbeiter ein wichtiger Erfolgsfaktor. Erfahrung und ein detailliertes Fachwissen sind dafür unerlässlich. Bisher blieben unsere Mitarbeiter der Unternehmensgruppe zumeist lange verbunden, die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit im Berichtsjahr 2017 betrug 11,79 Jahre nach 11,65 Jahren im Vorjahr. Damit wurde das Ziel einer stabilen Betriebszugehörigkeit erreicht. Auch in der Zukunft wird eine hohe durchschnittliche Betriebszugehörigkeit eines unserer Ziele sein, um den Unternehmenserfolg sicherzustellen

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die wirtschaftlichen Chancen und Risiken und ihre potenziellen Auswirkungen werden im Rahmen des Risikomanagements laufend erhoben, analysiert und minimiert. Die Risiken und Chancen aus der Rohmaterialverfügbarkeit stellen die für den Darling Ingredients Germany Holding GmbH Konzern bedeutsamsten Chancen und Risiken dar:

Rohmaterialverfügbarkeit

Chancen als auch Risiken ergeben sich aus der Entwicklung des allgemeinen Fleischkonsums, der sich direkt auf die Schlachtzahlen und somit auf die Verfügbarkeit von Rohmaterial auswirkt. Die Menge des verfügbaren Rohmaterials wirkt sich auf die Auslastung der Kapazität der Produktionsanlagen aus.

Es ergeben sich auch Risiken aus der zunehmenden Internationalisierung der Fleischbranche und einer erhöhten Markttransparenz, was sich auf die zu verarbeitenden Rohmaterialmengen als auch die Bezugspreise auswirken würde.

Des Weiteren ergeben sich Chancen und Risiken aus der Gewinnung und dem Verlust von Marktanteilen. Dies bezieht sich zum einen auf die Gewinnung weiterer gewerblicher Schlachtunternehmen als Lieferanten als auch auf die Erweiterung der Entsorgungsleistungen für tierische Nebenprodukte der Kategorie 1 und 2, die öffentlich ausgeschrieben werden. Weiterhin ergeben sich hier Chancen durch die enge Bindung an expandierende gewerbliche Schlachtunternehmen und die Intensivierung der Geschäftsbeziehungen die zu verarbeitenden Mengen zu steigern. Auf der anderen Seite besteht das Risiko einen wichtigen Lieferanten zu verlieren.

Sonstige allgemeine Risiken

Absatzrisiken

Absatzrisiken bestehen für den Konzern durch den Verlust oder der Insolvenz von Großkunden, was sich auf die Umsatzerlöse des Konzerns auswirken könnte.

Finanzwirtschaftliche Risiken

a) Forderungsverluste

Durch ein zentrales Forderungsmanagement wird das Risiko von Forderungsverlusten minimiert. In einem standardisierten Prozess werden Kreditlimits festgelegt und deren Einhaltung überwacht. Überschreitungen des Kreditlimits sind nur nach Durchlaufen eines Genehmigungsverfahrens möglich.

b) Schwankungen von Währungsumrechnungskursen

Verkäufe werden nahezu ausschließlich in Euro fakturiert, was das Risiko von Kursschwankungen minimiert. Verbleibende Wechselkursrisiken werden mit Derivaten minimiert. Durch eine Kursveränderung des Euros ergeben sich allerdings Chancen und Risiken für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Fertigprodukte auf dem Weltmarkt.

c) Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko wird zentral im Bereich Konzern-Treasury überwacht. Als Teil der Darling Ingredients International Gruppe werden dem Konzern jederzeit liquide Mittel zur Verfügung gestellt, um alle Zahlungsverpflichtung erfüllen zu können. Somit ist auch zukünftig die Liquiditätsversorgung sichergestellt.

Umweltrisiken

Im Rahmen der Minimierung von Umweltrisiken nimmt der Konzern sowohl bei der Strategie, als auch bei der Unternehmensführung, eine auf Nachhaltigkeit zielende Abwägung zwischen wirtschaftlichen, sozialen und umweltbezogenen Aspekten vor. Diesbezügliche Maßnahmen in den einzelnen Bereichen erstrecken sich u.a. auf die Bereiche Energiereduzierung an den Standorten, sowie auf eine Senkung des Schadstoffausstoßes durch optimierte Logistikplanung.

IT/Logistische Risiken

Eine effiziente Leitung und Lenkung der Geschäftstätigkeit erfordert ein umfassendes und komplexes Informationssystem, basierend auf moderner Informationstechnologie. Die laufende Pflege, Aktualisierung und Optimierung unserer IT-Systeme obliegt qualifiziertem internem und externem Fachpersonal.

Personalrisiken

Personalrisiken bestehen vor allem im Verlust von qualifizierten Mitarbeitern und dem damit entstehenden Wissensverlust. Eine möglichst langfristige Bindung zu unseren Fach- und Führungskräften zu pflegen und gleichzeitig erfolgreich neue Mitarbeiter zu gewinnen und zu integrieren, ist daher ein wesentlicher Bestandteil unserer Personalpolitik. So bieten wir unseren Mitarbeitern umfangreiche Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote sowie leistungsbezogene Vergütungssysteme.

Rechtliche Chancen und Risiken

Chancen und Risiken können sich aus Änderungen der bestehenden Rechtsordnungen ergeben. Diese beeinflussen sowohl die Zusammensetzung von Rohmaterial als auch den Absatz von Fertigprodukten.

Die Definitionen der verschiedenen Rohmaterialkategorien sowie die jeweils vorgeschriebenen Verarbeitungsmethoden haben maßgeblichen Einfluss darauf, inwieweit eine auf bestimmte Rohmaterialarten spezialisierte Verarbeitung in getrennten Verarbeitungslinien wirtschaftlich vorteilhaft ist.

Die Verwendungsmöglichkeiten unserer Fertigprodukte sind ebenfalls von den Rechtsverordnungen abhängig und können somit infolge von Rechtsänderungen erhöht oder eingeschränkt werden, was sich dann in höheren oder niedrigeren Preisen niederschlägt.

Zusammenfassung

Die wesentlichste Chance für unsere Unternehmensgruppe ist eine enge Bindung an die expandierenden gewerblichen Schlachtunternehmen. In den vergangenen Jahren gab es eine starke Konzentration unter den gewerblichen Schlachtunternehmen welche sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen wird. Diese Konzentration erwarten wir vor allem unter Schweinefleischproduzenten, die derzeit unter einer schlechten Rentabilität leiden. Aber auch die Geflügelbranche wird sich noch weiter konzentrieren. Für unsere Unternehmensgruppe ergibt sich hieraus die Chance, durch eine Intensivierung der Geschäftsbeziehungen zu diesen expandierenden Unternehmen unsere verarbeiteten Mengen zu steigern.

Für den Konzern ergeben sich die wesentlichsten Risiken aus der zunehmenden Internationalisierung der Fleischbranche, einer erhöhten Markttransparenz, als auch durch den Verlust oder der Insolvenz von wichtigen Lieferanten. Dies würde die Rohmaterialverfügbarkeit, bzw. den Einkaufspreis für Rohmaterialen erheblich beeinflussen. Dies würde unsere Geschäftsentwicklung als auch unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich beeinflussen. Darüber hinaus sind wir Risiken ausgesetzt, die uns derzeit noch nicht bekannt sind oder die wir als weniger signifikant erachten, die sich bei veränderter Sachlage aber gegebenenfalls nachteilig auf unser Unternehmen auswirken können.

Insgesamt hat die Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation ergeben, dass keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen und zukünftige bestandsgefährdende Risiken unserer Einschätzung nach nicht vorliegen.

Prognose

Aufgrund der Entkonsolidierung der BestHides GmbH im Januar 2018 erwarten wir für 2018 einen signifikanten Rückgang der Umsatzerlöse. Die BestHides GmbH hat in 2017 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 138,8 Mio. erzielt. Der daraus entstehende Einfluss auf das EBITDA des Konzerns beläuft sich auf einen Rückgang von ca. EUR 2,3 Mio., aufgrund der weiterhin bestehenden Beteiligung von 40% an der BestHides GmbH erwarten wir aus der Entkonsolidierung der BestHides GmbH nur Effekte von weniger als EUR 0,5 Mio. auf das Konzernjahresergebnis.

Darüber hinaus erwarten wir aufgrund der sinkenden Verkaufspreise in den anderen Geschäftsfeldern in 2018 deutlich sinkende Umsatzerlöse. Diese werden teilweise durch gesunkene Einkaufspreise kompensiert, allerdings erwarten wir auch einen deutlichen Rückgang beim EBITDA und beim Konzernjahresergebnis.

Wir erwarten, dass sich die Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter in 2018 auf dem Niveau des Vorjahres bewegt.

Für das Geschäftsjahr 2018 arbeiten wir weiter daran, unser Geschäftsmodell erfolgreich umzusetzen.

4. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem

Das interne Kontrollsystem ist ein wichtiges Instrument, welches unter anderem dazu dient, Fehler und Unregelmäßigkeiten zu verhindern bzw. aufzudecken und dadurch vorhandenes Vermögen zu schützen und Gesetze und Vorschriften einzuhalten. Um diese Ziele zu erreichen verfügt der Konzern über ein Risikomanagementsystem, welches insbesondere aus den Elementen Unternehmensplanung, Controlling und Interne Revision besteht. Zeitnahe Berichterstattung und laufende Überwachung der Risiken durch die Geschäftsführung, sowie der Angemessenheit eingeleiteter Steuerungsmaßnahmen finden in den verschiedenen Risikobereichen der operativen Gesellschaften statt, um ein frühzeitiges Erkennen von sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen zu gewährleisten.

Da der Darling Ingredients Germany Holding GmbH Konzern zur Darling Gruppe gehört und die oberste Holding, Darling Ingredients Inc., an der US-Börse gelistet ist, sind alle Tochtergesellschaften dem Sarbanes-Oxley Act (SOX)-Rahmenwerk, einem weltweit verwendeten Modell zum Enterprise Risk Management, untergeordnet. Dieses zieht auch das Management stark in die Verantwortung für die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems. Das Risikomanagement innerhalb der Darling Inc. wird auf allen organisatorischen Ebenen verwendet.

Im Bereich der Verwendung von Finanzinstrumenten erfolgt eine ständige Überwachung der ausstehenden Forderungen, sodass wir nach wie vor keine nennenswerten Forderungsausfälle zu verzeichnen haben. Die Risikostreuung bei den Kunden ist hoch.

Zur Absicherung von Zahlungsmittelzuflüssen in Fremdwährung nutzen wir Devisentermingeschäfte. Währungsrisiken und andere finanzielle Risiken werden zentral von der Treasury-Abteilung überwacht.

Unser Ziel ist es, auf Basis einer umfassenden Kenntnis der Risiken und Risikozusammenhänge Handlungsspielräume durch den bewussten Umgang mit Risiken optimal zu nutzen. Daneben sollen bestehende Chancen erkannt werden, um zur Steigerung des Unternehmenswertes beizutragen.

 

Belm-Icker, 14. Dezember 2018

Darling Ingredients Germany Holding GmbH

Erwin Werner, Geschäftsführer

Stefan Niehaus, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Darling Ingredients Germany Holding GmbH, Belm-Icker, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzernkapitalflussrechnung, Konzerneigenkapitalspiegel und Konzernanhang, - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, den 12. März 2019

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Buchwald, Wirtschaftsprüfer

Menke, Wirtschaftsprüfer

Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017

der Darling Ingredients Germany Holding GmbH, Belm-Icker

2017
TEUR
2016
TEUR
1. Konzernjahresüberschuss (i.Vj. -fehlbetrag) einschließlich Ergebnisanteile nicht beherrschende Anteile) 5.030 -5.260
2. + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 32.222 31.400
3. + Zunahme (i.Vj. Abnahme) der Rückstellungen 2.434 -6.119
4. + Zunahme (i.Vj. Abnahme) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -7.535 907
5. + Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 11.204 4.427
6. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 227 122
7. + Zinsaufwendungen/Zinserträge 5.579 8.628
8. - Sonstige Beteiligungserträge -1.087 -839
9. + Ertragsteueraufwand 2.684 876
10. - Ertragsteuerzahlungen -6.255 -4.215
11. = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 44.503 29.927
1. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -123 -10
2. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 324 282
3. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -21.920 -14.329
4. - Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition -6.526 -4.564
6. + Erhaltene Zinsen 1.047 841
7. + Erhaltene Dividenden 1.528 1.749
8. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit -25.670 -16.031
1. + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 0 5.075
2. - Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -7.171 -12.460
3. - Gezahlte Zinsen -10.266 -9.695
4. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -17.437 -17.080
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes 1.396 -3.184
Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes 2 24
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 1.284 4.444
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 2.682 1.284

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