Stammdaten

Register
Amtsgericht Kleve HRB 1047
Vorher
prowerb Werbe- u. Versandservice GmbH
Eingetragen
19.1.1989
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenTätigkeiten von Werbeagenturen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Unterstützung werbetreibender Unternehmen in der Kommunikation zu deren Kunden. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle den Gesellschaftszweck fördernden und im Zusammenhang damit stehenden Geschäfte zu tätigen. Sie ist insbesondere befugt, Zweigniederlassungen zu errichten, sich an ähnlichen Unternehmen zu beteiligen und solche Unternehmen zu erwerben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thorben Janßen
seit 25.6.2024
Prokura
Sven Gieschler
seit 25.6.2024
Prokura
Benedikt Derksen
seit 21.1.2016
Prokura
Sebastian Mattis Noy
seit 29.1.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Sebastian Mattis Noy
Bachstraße 139, 40217 Düsseldorf
320000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Prowerb GmbH (vormals: prowerb Werbe- u. Versandservice GmbH)

Kleve

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

Prowerb GmbH

Gliederung

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

4. Gesamtaussage

III. Zweigniederlassungsbericht

IV. Prognosebericht

V. Chancen- und Risikobericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Prowerb GmbH erbringt am Standort Kleve für ihre Kunden Dienstleistung im Warehousing und Fulfillment. Der Fokus der Dienstleistungen liegt hierbei in der Lagerung und Kommissionierung von Werbemitteln und FMCG's sowie weiteren Value-Added Services

2. Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung werden nicht betrieben.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen

Im Jahr 2023 konnte in Deutschland kein gesamtwirtschaftliches Wachstum erzielt werden. Das preisbereinigte BIP sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,3%. Die allgemeine konjunkturelle Schwäche muss insbesondere auf geopolitische Unsicherheiten sowie drastisch angestiegene Finanzierungskosten zurückgeführt werden.

Der Absatzmarkt für Dienstleistungen konnte hingegen ein Wachstum von 2,0% gegenüber dem Vorjahr verzeichnen.

Branchenentwicklung Warehousing und Fulfillment

Besonders aufgrund der aktuellen Gegebenheiten entwickelt sich die Nachfrage nach Dienstleistungen im Bereich der FMCG's weiterhin positiv. Weiter steigende Tendenzen hin zu Online-Bestellungen anstatt der Einkäufe vor Ort bestärken diesen Trend. Die Nachfrage nach den klassischen Dienstleistungen im Bereich der Werbemittel und Promotion Materialien erlebt durch die Ausweitung der Produktpaletten hin zu hochwertigen und nachhaltigen Werbemitteln einen leichten Aufschwung sowie einen gewissen Wahrnehmungswechsel.

Verzeichnete der B2C E-Commerce Markt in Deutschland im Jahr 2022 noch ein Volumen von 84,5 Mrd. EUR so waren es 2023 bereits 85,5 Mrd. EUR was einem Bruttozuwachs von 1,2% entspricht. Die Branche befindet sich in einer stabilen Aufwärtsbewegung und wartet mit immer neuen Marktbegleitern auf.

Im Bereich der klassischen Werbemittel kann ein geringfügiger Aufschwung verzeichnet werden. Der Trend der Abkehr von klassischen Print Produkten und niedrigpreisigen Streuartikeln hin zu digitalen Produkten und hochwertigeren, nachhaltigeren Produkten hält an. Das Gesamtvolumen das Werbemittel Marktvolumen stieg im Vergleich zum Vorjahr (2,80 Mrd. EUR) um 20,0% auf 3,36 Mrd. EUR an (vgl. 2019 3,65 Mrd. EUR). Die Branche zeigt demnach einen Trend in Richtung Rekordumsätzen an.

Eine weiterhin schwächelnde Entwicklung weist weiterhin die Messe- und Promotion Branche auf. Hier stiegen zwar die Besucherzahlen von im Vorjahr 7,60 Mio. auf 11,4 Mio. in 2023 an, die wirtschaftliche Entwicklung der Branche im Allgemeinen spiegelte sich jedoch nicht in den durch Prowerb betreuten Geschäftsbereichen unserer Kunden wider.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Im Geschäftsjahr 2023 waren die unterjährigen Entwicklungen der drei Geschäftsbereiche durchweg unterschiedlich. Der Bereich des B2C E-Commerce Fulfillments sticht durch eine überdurchschnittlich, wenn auch nicht unerwartet, gute Umsatzentwicklung deutlich hervor. Hier ist die Auftragslage über das gesamte Geschäftsjahr hinweg sehr gut. Die Entwicklung der anderen beiden Geschäftsfelder hingegen verlief monoton mit stärkeren Einbrüchen im Messe- und Promotion Geschäft. Im Bereich der klassischen Werbemittel ist jedoch ein Positivtrend zu erkennen.

Nach vollständigem Bezug des neu errichteten Logistikstandortes fiel ein Großteil der im Vorjahr angefallenen Sonderkosten weg, sodass in Ergänzung durch stringente Prozessoptimierungen das Betriebsergebnis stark verbessert werden konnte.

a) Ertragslage

Insbesondere durch die im Vorhergegangenen genannte Fertigstellung des neuen Logistikstandortes und dem damit einhergehenden Ausbau der Geschäftsaktivitäten mit den dort angesiedelten Kunden, konnte ein zufriedenstellendes Betriebsergebnis zu erzielt werden.

Das Betriebsergebnis stieg in Vorjahresvergleich um 1.565 TEUR auf 1.857 TEUR. Das Finanzergebnis verbesserte sich um 3 TEUR und beträgt in 2022 -13 TEUR. Unter Berücksichtigung der Steuern konnte ein Jahresüberschuss in 2023 von 1.238 TEUR (Vorjahr: 154 TEUR) erzielt werden.

Die nachstehende Übersicht stellt vorab die handelsrechtliche Gewinn- und Verlustrechnung in Form einer verdichteten Darstellung dar.

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Betriebsergebnis 1.857 292 1565 536,3
Zinsergebnis -13 -16 3 19,8
Steuerergebnis -603 -118 -485 410,1
Jahresergebnis 1.238 154 1.083 699,5

Die Umsatzerlöse sanken im Vorjahresvergleich um 345 TEUR auf 25.292 TEUR. Dies entspricht einer Veränderung von -1,4 %. Gleichzeitig stieg die Umsatzrendite von 0,6 % in 2022 auf 4,9 % in 2023.

Der Materialaufwand sank von 14.764 TEUR in 2022 auf 11.580 TEUR in 2023. Hierbei stieg die Materialaufwandsquote von 57,6 % in 2022 auf 45,8 % in 2023.

Der Personalaufwand stieg um 677 TEUR auf 6.973 TEUR in 2023. Ebenso verschlechterte sich die Personalaufwandquote und betrug in 2023 27,57 % nach 24,60 % in 2022.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Vorjahresvergleich um 22,0% auf 4.833 TEUR.

b) Finanzlage

Die Hauptziele des zentralen Finanz- und Liquiditätsmanagements sind weiterhin Ertrags- und Kostenoptimierung sowie Transparenz und Risikobegrenzung. Die Priorität liegt dabei auf der Sicherung ausreichender Liquiditätsreserven, um unseren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen zu können. Zusätzlich sollen die Liquiditätsreserven ausgebaut werden, um Neukundengeschäft bedienen zu können sowie um die marktüblichen, langen Zahlungsziele der Kunden abzudecken. Die Finanzierungsquelle hierfür liegt im operativen Cashflow.

Die Prowerb GmbH verfügte zum Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von 1.938 TEUR (Vorjahr: 50 TEUR).

Der Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres besteht im Wesentlichen aus Bankguthaben sowie einem geringen Kassenbestand. Im Vorjahresvergleich legte der Finanzmittelfond um 1.887 TEUR zu.

Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war im Berichtsjahr sehr zufriedenstellend. Insbesondre durch die Fertigstellung der neuen Logistikimmobilie konnten Fremdkosten vermieden werden und die Liquidität enorm ausgebaut werden.

Die Liquidität der Gesellschaft ist zufrieden stellend. Es wird auch künftig damit gerechnet, die finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Die positive Auftragslage sowie der Geschäftsverlauf des Jahres 2024 bestätigen dies.

c) Vermögenslage

Vermögenslage und Kapitalstruktur sowie deren Veränderungen gegenüber dem Vorjahr ergeben sich aus den folgenden Zusammenstellungen der Bilanzzahlen in TEUR für die beiden Abschlussstichtage 31.12.2023 und 31.12.2022.

wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Aktiva T€ T€ T€ %
Anlagevermögen 1.801 3.427 1.211 -52,6
kurzfristige Vermögenswerte 7.195 5.810 1.385 23,8
liquide Mittel 1.938 50 1.877 3.712
Passiva
Eigenkapital 3.456 2.218 1.238 55,8
Kurzfristige Rückstellungen 1.242 1.122 120 10,6
Langfristige Verbindlichkeiten 1.212 2.139 -927 -43,3
Kurzfristige Verbindlichkeiten 2.951 3.807 -856 -22,5
Bilanzsumme 10.934 9.287 1.646 17,7

Die Bilanzsumme stieg im Vorjahresvergleich um 1.646 TEUR von 9.287 TEUR in 2022 auf 10.934 TEUR in 2023. Dies entspricht einer Ausweitung der Bilanzsumme von 17,7%.

Die wesentlichen Posten auf der Aktivseite sind die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel. Zum 31.12.2022 betrugen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.859 TEUR (Vorjahr: 5.418 TEUR) und die Sachanlagen 1.755 TEUR (Vorjahr: 3.390 TEUR). Insgesamt stieg der Bestand der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 1.441 TEUR dies entspricht einer Zunahme von 26,6 %.

Die wertmäßig größten Posten auf der Passivseite sind das Eigenkapital und die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Das Eigenkapital stieg von 2.217 TEUR in 2022 um 55,8 % auf 3.456 TEUR in 2023. Die Eigenkapitalquote stieg im Vorjahresvergleich von 23,9 % auf 31,6 %.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten zum 31.12.2023 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten von 2.951 TEUR (Vorjahr: 3.087 TEUR). Insgesamt verringerte sich der Bestand der kurzfristigen Verbindlichkeiten um 856 TEUR.

3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

Das übergeordnete Unternehmensziel ist die kontinuierliche Steigerung der Umsätze aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit bei nachhaltiger Verbesserung von Ertragskraft und Cash-Flow. Zur Steuerung des Unternehmens dient ein Finanz-Controllingsystem für jeden Geschäftsbereich, in dessen Mittelpunkt Umsatz, Deckungsbeitrag und Ergebnis stehen. Zusätzlich erweitern wir stetig unser operatives Controllingsystem auf der Basis von Microsoft Power-BI zur Früherkennung von operativen Abweichungen und deren Auswirkungen auf die monatliche BWA.

Das übergeordnete finanzpolitische Ziel ist die Gewährleistung eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Finanzierungssicherheit, Eigenkapitalrentabilität und Wachstum.

Der Fokus unserer finanziellen Leistungsindikatoren liegt auf:

• Umsatzentwicklung,

• Betriebsergebnis und

• Cash-Flow

CashFlow

Der CashFlow des Geschäftsjahres beträgt TEUR 1.557 (JÜ TEUR 1.238 + AfA TEUR 319). Der CashFlow des Vorjahres beträgt TEUR 546 (JÜ TEUR 154 + AfA TEUR 392).

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Um weiterhin einen attraktiven Partner für unsere Kunden darzustellen, forcieren wir laufend das Recruiting sowie die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern in allen Geschäftsbereichen. Zusätzlich haben wir im Geschäftsjahr 2023 einen neuen und auf unsere logistischen Dienstleistungen maßgeschneiderten Logistikstandort eröffnet.

Ebenfalls extensivieren wir kontinuierlich unsere Anstrengungen im Umwelt- und Qualitätsmanagement und verfügen weiterhin über die einschlägigen Zertifizierungen in den Standards ISO 9001 und ISO 14001. Außerdem konnten wir durch die Ausweitung in der Emissionsberichterstattung die Ecovadis Bronze Medaille erlangen.

4. Gesamtaussage

Das abgelaufene Geschäftsjahr verlief aus Sicht der Geschäftsleitung, insbesondre durch die Standorteröffnung sowie massive Ausweitung des Cash-Flows besonders zufriedenstellend. Das weitere Wachstum und Wertsteigerungspotential des Unternehmens sind vor dem Hintergrund der soliden Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gut abgesichert. Für das Folgejahr erwarten wir einen gewissen, konjunkturbedingten Rückgang der Umsatzerlöse sowie eine Umsatzrendite leicht unterhalb der im Geschäftsjahr 2023 erzielten Werte.

III. Zweigniederlassungsbericht

Unser Unternehmen verfügt nicht über Zweigniederlassungen.

IV. Prognosebericht

Die Prowerb GmbH ist erwartungsgemäß gut in das Jahr 2024 gestartet. Die Strategie den deutschen als auch den europäischen Markt nachhaltig und kundenorientiert zu bedienen findet bei unseren Kunden durchweg Anklang. Ebenso ist die Einführung neuer Dienstleistungsangebote erfolgreich verlaufen.

Aufgrund der stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der konstant zufriedenstellenden Auftragslage sowie Neukundengeschäft konnte die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage im ersten Halbjahr auf Vorjahresniveau gehalten werden. Unsere operative Ergebnisplanung für das Jahr 2024 geht aufgrund der angespannten, geopolitischen Lage von einer zufriedenstellenden Ergebnisentwicklung leicht unter Vorjahresniveau aus. Wir erwarten einen Umsatz unter Vorjahresniveau sowie ein Ergebnis leicht unter Vorjahresniveau.

Unsere Marktbeobachtungen deuten an, dass unser primärer Absatzmarkt für Dienstleistungen in Deutschland und Europa auch zukünftig als stabil mit guten Wachstumsmöglichkeiten anzusehen ist. Dem Wettbewerbsdruck stehen wir gut gewappnet gegenüber und sind zuversichtlich, mit unserem dynamischen Dienstleistungsportfolio auch zukünftig eine starke Marktposition einnehmen zu können. Gerade die fortschreitende Internationalisierung unserer Kunden verbunden mit unserer Fähigkeit die Entwicklungen agil mitzugehen, bietet uns mittel bis langfristig gute Wachstumsperspektiven.

Ebenso ist der Beschaffungsmarkt als weitestgehend stabil anzusehen. Eine enge Zusammenarbeit mit unseren wesentlichen Lieferanten sichert uns eine zeitgerechte Belieferung bei kontinuierlicher Kosten- und Qualitätsoptimierung. Dennoch werden wir unser Sourcing Risk-Management ausweiten und in unsere Beschaffungsentscheidungen noch konsequenter Umweltaspekte einfließen lassen.

Mit der Eröffnung eines weiteren Standortes in Dortmund werden wir unseren Kunden zukünftig Dienstleistungen im Bereich des Werbemittel Merchandising und Handel anbieten könne. Hierin sehen wir einen wichtigen Schritt um unseren Kunden als Full-Service Partner zur Seite zu stehen.

Die anhaltend angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt führt dazu, dass wir neue Stellen meist nur mit großen Anstrengungen im Recruiting qualitativ angemessen besetzen können. Ein Pfeiler unserer Personalpolitik ist daher weiterhin die intensive Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Darüber hinaus sind wir bestrebt unsere Auszubildendenquote weiterhin hochzuhalten (laufendes Geschäftsjahr 4,1%) Wir haben erkannt, dass die Positionierung als attraktiver, familienorientierter Arbeitgeber in der Strukturregion Niederrhein ausschlaggebend für die Gewinnung von neuem Personal ist.

Im Bereich der Digitalisierung stehen die Entwicklungen von Prozessautomatisierungen im Online-Bestellumfeld im Vordergrund (extern) sowie Entwicklungen, die die Prozessstabilität der eigenen Abläufe erhöhen und Effizienzsteigerungen sowie Auswertungen ermöglichen (intern).

Des Weiteren treiben wir die die Digitalisierung in allen Geschäftsbereichen mit Nachdruck voran und planen für das Folgejahr einen weitflächigen, anhaltenden Ausbau unserer Berichterstattung mittels Power-BI für unsere Kunden. Außerdem soll ein übergreifendes, digitales Prozessmanagementsystem nach neustem Stand der Technik eingeführt werden, um Unternehmensprozesse weiter zu optimieren.

Insgesamt sehen wir den Unternehmensbestand für die nächsten Jahre gesichert.

V. Chancen- und Risikobericht

1.1. Risiken

Ziel des Finanz und Risikomanagements der Prowerb GmbH ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle und unternehmerische Risiken jeglicher Art. Das Risikomanagement ist die originäre Aufgabe der Geschäftsführung.

Das Finanz-Controllingsystem liefert umfangreiche und aktuelle Informationen über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und damit die wirtschaftliche Situation des Unternehmens. Durch die Verknüpfung mit dem operativen Controllingsystem können Risiken schnellstmöglich erkannt und Gegenmaßnahmen getroffen werden. Die proaktive Risikovermeidung sehen wir als zentrales Mittel unseres Risikomanagements.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Um Neukundengeschäft bei immer ausgedehnteren Zahlungszielen bedienen und vorfinanzieren zu können sehen wir die Notwendigkeit gegeben unseren Cash-Flow mittelfristig hoch zu halten.

1.2. Liquiditätsrisiken

Das Unternehmen verfügt über ein effizientes Mahnwesen sowie eine strikte Forderungseintreibung in Zusammenarbeit mit den gängigen Inkassodienstleistern. Forderungsausfälle unserer Kunden, welche über die erfassten Wertberichtigungen hinausgehen, sind nicht zu erwarten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Investitionen werden aus dem laufenden Cash-Flow bezahlt.

2. Chancen

Die partnerschaftliche Geschäftsausweitung mit unseren Bestandskunden bildet zusammen mit der Neukundenakquise die wesentlichen Potenziale für das weitere Wachstum der Gesellschaft.

Den Trend der steigenden Nachfrage nach umweltfreundlichen Produkten und klimaneutralen Dienstleistungen betrachten wir als Chance für die Ausweitung unserer Geschäftstätigkeit. Bereits heute erarbeiten wir mit unseren Kunden klimaneutrale Versandaktionen von der Verpackung bis hin zum Transport.

Wir sehen mit der fortschreitenden Internationalisierung, insbesondere im europäischen Raum, und der damit einhergehenden Ausweitung der Marktabdeckung unserer Kunden mittel- bis langfristig gute Perspektiven mit diesen zu wachsen. Durch stetige und intensive Investitionen in Lager- sowie IT-Infrastruktur in Verbindung mit der Fort- und Weiterbildung unserer Belegschaft wollen wir unsere gute Marktposition beibehalten und weiterhin einen attraktiven Partner für potenzielle Neukunden darstellen. Die enge Beziehung zu unseren Bestandskunden wird uns auch zukünftig die Möglichkeit bieten unsere Prozesse bestmögliche auf die Bedürfnisse unserer Kunden anzupassen. Aktives Insourcing von IT-Kapazitäten ist hierbei für uns ein ausschlaggebender Faktor für den Erfolg der weiteren, agilen Optimierung.

In der Realisierung der genannten Chancen sehen wir das Potenzial für Umsatz und Ergebnissteigerungen.

3. Gesamtaussage

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich unsere Einschätzung zu Chancen und Risiken nicht wesentlich verändert. Dennoch müssen wir laufend inländische und geopolitische Lage beobachten, um frühzeitig sich abzeichnende Trends wahrzunehmen. Auch wenn es aktuell noch zu keinen substanziellen Einschränkungen kommt, sehen wir die Notwendigkeit gegeben unser Dienstleistungsportfolio weiter zu diversifizieren.

 

Kleve, 11.10.2024

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.801.786,00 3.427.488,22
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 46.142,00 36.676,00
II. Sachanlagen 1.755.244,00 3.390.412,22
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 60.158,00 64.799,00
2. technische Anlagen und Maschinen 170.311,00 188.754,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.524.775,00 1.637.435,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.499.424,22
III. Finanzanlagen 400,00 400,00
1. Beteiligungen 400,00 400,00
B. Umlaufvermögen 9.065.672,98 5.796.891,28
I. Vorräte 268.222,19 328.284,21
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.859.040,42 5.417.765,36
1. Forderungen gegen Gesellschafter 110.986,04 131.306,73
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 110.986,04 106.319,47
2. sonstige Vermögensgegenstände 6.748.054,38 5.286.458,63
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.938.410,37 50.841,71
C. Rechnungsabgrenzungsposten 66.815,04 63.153,20
Aktiva 10.934.274,02 9.287.532,70

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.456.239,33 2.217.915,31
I. Gezeichnetes Kapital 163.613,40 163.613,40
II. Gewinnvortrag 2.054.301,91 1.899.415,19
III. Jahresüberschuss 1.238.324,02 154.886,72
B. Rückstellungen 1.241.780,62 1.122.547,03
C. Verbindlichkeiten 4.163.256,33 5.947.070,36
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.591.006,53 2.545.268,46
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 418.768,98 406.187,09
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.193.912,30 2.139.081,37
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 470.000,00 470.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 470.000,00 470.000,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 300.673,92 169.178,38
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 300.673,92 169.178,38
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.801.575,88 2.762.623,52
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.783.613,89 2.732.756,45
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 17.961,99 29.867,07
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.044.897,43
E. Passive latente Steuern 28.100,31
Passiva 10.934.274,02 9.287.532,70

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.983.401,19 10.944.623,34
2. Personalaufwand 6.973.609,21 6.296.224,73
a) Löhne und Gehälter 5.847.056,26 5.305.708,83
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.126.552,95 990.515,90
davon für Altersversorgung 5.487,97 4.912,46
3. Abschreibungen 319.088,68 392.961,12
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 319.088,68 392.961,12
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.833.549,62 3.963.545,45
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 44,26 138,65
5. Erträge aus Beteiligungen 5,16 5,00
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 4.784,38 9.205,97
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.334,03
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 25.263,19 25.597,83
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 603.344,04 118.285,46
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 28.100,31
10. Ergebnis nach Steuern 1.240.670,02 157.219,72
11. sonstige Steuern 2.346,00 2.333,00
12. Jahresüberschuss 1.238.324,02 154.886,72

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Prowerb GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Kleve
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Kleve
Register-Nr.: 1047

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs in EUR umgerechnet und eingebucht.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 299.190,27 29.108,96 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 299.190,27 29.108,96 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 953.037,12 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 297.718,09 2.970,41 16.857,84
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.534.785,29 163.181,31 38.522,14
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.499.424,22 0,00 1.499.424,22
Summe Sachanlagen 5.284.964,72 166.151,72 1.554.804,20
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 400,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 400,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 5.584.554,99 195.260,68 1.554.804,20
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 328.299,23
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 328.299,23
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 953.037,12
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 283.830,66
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 2.659.444,46
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 3.896.312,24
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 400,00
Summe Finanzanlagen 0,00 400,00
Summe Anlagevermögen 0,00 4.225.011,47
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 262.514,27 19.642,96 0,00 0,00 282.157,23
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 262.514,27 19.642,96 0,00 0,00 282.157,23
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 888.238,12 4.641,00 0,00 0,00 892.879,12
2. technische Anlagen und Maschinen 108.964,09 20.616,41 16.060,84 0,00 113.519,66
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 897.350,29 274.188,31 36.869,14 0,00 1.134.669,46
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.894.552,50 299.445,72 52.929,98 0,00 2.141.068,24
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.157.066,77 319.088,68 52.929,98 0,00 2.423.225,47
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 46.142,00 36.676,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 46.142,00 36.676,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 60.158,00 64.799,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 170.311,00 188.754,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.524.775,00 1.637.435,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 1.499.424,22
Summe Sachanlagen 0,00 1.755.244,00 3.390.412,22
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 400,00 400,00
Summe Finanzanlagen 0,00 400,00 400,00
Summe Anlagevermögen 0,00 1.801.786,00 3.427.488,22

Angabe zu Forderungen

Sämtlich Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Angabe zu Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 31.12.2023
Euro
kleiner 1 J.
Euro
1 bis 5 J.
Euro
größer 5 J.
Euro
gegenüber Kreditinstituten 1.591.006,53 397.094,23 1.033.295,68 160.616,62
Vorjahr 2.545.268,46 406.187,09 1.797.326,82 341.754,55
aus Lieferungen und Leistungen 1.139.488,52 1.139.488,52 0,00 0,00
Vorjahr 2.340.284,48 2.340.284,48 0,00 0,00
gegenüber verbundenen Unternehmen 770.673,92 770.673,92 0,00 0,00
Vorjahr 470.000,00 470.000,00 0,00 0,00
gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 169.178,38 169.178,38 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 662.087,36 644.125,37 17.961.99 0,00
Vorjahr 422.339,04 392.471,97 29.867,07 0,00
Summe 4.163.256,33 2.951.382,04 1.051.257,67 160.616,62
Summe Vorjahr 5.947.070,36 3.778.121,92 1.827.193,89 341.754,55

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 160.616,62 EUR (Vorjahr: 341.754,55 EUR). Der gesamte Betrag der bilanzierten Verbindlichkeiten ist durch dingliche Sicherheiten abgesichert.

Aufschlüsselung der sonstigen Rückstellungen gemäß § 285 Abs. 1 Nr. 12 HGB

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 977.489,13 € enthalten insbesondere Positionen für Personalkosten und Urlaubsrückstellungen über 474.989,13 €. Zudem ist eine Rückstellung über 150.000 € bilanziert, welche aus einem Rechtsstreit resultiert. Die restlichen Positionen sind nicht in einem unerheblichen Umfang im Sinne des § 285 Abs. 1 Nr. 12 HGB.

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 470.000,00 EUR (Vorjahr: 470.000,00 EUR).

Passive latente Steuern

Temporäre Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen bei Vermögensgegenständen und Schulden bestehen im Wesentlichen wie folgt:

- Anlagevermögen: 73.176,00 EUR (passiv)
- Sonstige Rückstellungen: 19.198,47 EUR (passiv)

Bei der Bewertung der daraus resultierenden latenten Steuern wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 30,42 % (15,00 % für KSt, 0,82 % für SolZ und 14,60 % für GewSt) zugrunde gelegt.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 2.049.434,47 € EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 285 Abs. 1 Nr. 3a HGB. Davon entfallen 83.019,62 EUR auf Verpflichtungen bis zu einem Jahr.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Mietverpflichtungen: 1.864.765,76 €
Mietverpflichtungen bis zu einem Jahr: 59.939,60 €
Leasingverträge: 184.668,71 €
Leasingverpflichtungen bis zu einem Jahr 23.080,02 €

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 133,00
Angestellte 64,00
leitende Angestellte 2,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 199,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 139,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 60,00

Namen der Mitglieder der Unternehmensorgane

Der Geschäftsführung gehörten an: Sebastian Noy

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer

Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet:

Kreditentwicklung Betrag
EUR
Stand bisheriger Kredite 106.319,47
Rückzahlungen im Berichtsjahr 117,81
Neuvergaben im Berichtsjahr 4.784,38
= neuer Kreditbestand 110.986,04

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 1.238.324,02 EUR. Auf neue Rechnung werden 1.238.324,02 EUR vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Kleve, den 11.10.2024

gez. S. Noy

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 11.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Prowerb GmbH, Kleve

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Prowerb GmbH, Kleve

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Prowerb GmbH, Kleve, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der prowerb Werbe- u. Versandservice GmbH, Kleve, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfungfeststellen.

 

Köln, 28.10.2024

gssr GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Reiss, Wirtschaftsprüfer

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