Stammdaten

Register
Amtsgericht Wiesbaden HRB 29496
Eingetragen
6.6.2008
Branche
Großhandel mit Sportartikeln und -zubehörEinzelhandel mit Waren verschiedener Art, Hauptrichtung Nicht-NahrungsmittelGroßhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Betrieb eines Online -Shops, sowie der Groß- und Einzelhandel, der Import und der Export von Trendprodukten, insbesondere von EDV-Hard- und -software, Sportartikeln, Massagesesseln, Deko-Kerzen, Weinen und Lebensmitteln, insbesondere Delikatessen.

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Tarek El-Mir
seit 13.1.2026
Geschäftsführer
Jörg Klimroth
seit 22.9.2025
Prokura
Laura Odle
seit 22.9.2025
Prokura
Dennis Greuling
seit 10.1.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Nimue GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

NEXTREND - GmbH

Flörsheim am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Bilanz zum 31. Dezember 2019

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.677,00 1.893,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.047.313,56 4.131.681,56
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 216.661,00 147.003,00
4.263.974,56 4.278.684,56
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. fertige Erzeugnisse und Waren 6.851.597,77 3.544.133,12
2. geleistete Anzahlungen 486.667,63 301.246,12
7.338.265,40 3.845.379,24
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 589.453,63 215.442,44
2. sonstige Vermögensgegenstände 537.934,35 467.253,75
1.127.387,98 682.696,19
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 257.000,86 (EUR 360.473,85)
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.350.561,20 6.504.122,07
C. Rechnungsabgrenzungsposten 18.110,67 10.854,80
17.107.976,81 15.323.629,86

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 11.002.616,25 8.971.129,34
- davon Gewinnvortrag EUR 8.971.129,34 (EUR 6.907.372,38)
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 300.587,25 391.961,91
2. sonstige Rückstellungen 557.391,38 496.600,53
857.978,63 888.562,44
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.033.330,00 3.602.100,71
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 466.668,00 (EUR 568.770,71)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 2.566.662,00 (EUR 3.033.330,00)
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 101.545,34 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 101.545,34 (EUR 0,00)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.166.236,46 619.480,79
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.166.236,46 (EUR 619.480,79)
4. sonstige Verbindlichkeiten 921.270,13 1.217.356,58
5.222.381,93 5.438.938,08
- davon gegenüber Gesellschaftern EUR 214.824,85 (EUR 394.201,11)
- davon aus Steuern EUR 146.443,46 (EUR 454.157,18)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 78.882,83 (EUR 55.272,06)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 921.270,13 (EUR 1.217.356,58)
17.107.976,81 15.323.629,86

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2019 bis 31.12.2019

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 33.399.986,27 26.584.172,45
2. sonstige betriebliche Erträge 481.309,23 440.390,83
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 244.523,84 (EUR 233.441,02)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 15.761.197,01 12.187.236,33
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.266,16 29.800,72
15.766.463,17 12.217.037,05
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.030.023,13 2.813.567,67
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 553.414,43 492.910,28
3.583.437,56 3.306.477,95
- davon für Altersversorgung EUR 1.800,00 (EUR 1.800,00)
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 168.098,73 162.917,00
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 11.363.413,58 8.319.682,25
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 321.241,63 (EUR 363.308,64)
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 263,00 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 44.426,99 55.040,54
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 909.206,19 870.869,68
10. Ergebnis nach Steuern 2.046.512,28 2.092.538,81
11. sonstige Steuern 15.025,37 28.781,85
12. Jahresüberschuss 2.031.486,91 2.063.756,96
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.971.129,34 6.907.372,38
14. Bilanzgewinn 11.002.616,25 8.971.129,34

Anhang

Allgemeine Angaben

Die NEXTREND GmbH hat ihren Sitz in Flörsheim am Main und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Wiesbaden (Reg.Nr. 29496).

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie den einschlägigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Angabenerleichterungen der §§ 276 und 288 HGB in Anspruch.

Die Gesellschaft macht von ihrem Wahlrecht Gebrauch, nur die vom Handelsgesetzbuch geforderten Mindestangaben in dem nachfolgenden Anhang zu machen. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk im Anhang gewählt.

Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung sowie Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände wurden nicht aktiviert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauern der Anlagegüter liegen zwischen 0 und 33,3 Jahren. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben. Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die Vorräte sind mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten nach der Durchschnittskostenmethode bewertet.

Die übrigen Aktiva sind zum Nennwert bilanziert.

Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahrs im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:

Forderungen in Höhe von T€ 0 (VJ T€ 100) haben eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Eigenkapital

Das Stammkapital von T€ 25 (VJ T€ 25) ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Sonstige Rückstellungen

Die Zusammensetzung der Rückstellungen ergibt sich wie folgt:

Rückstellung 31.12.2018 31.12.2019
T€ T€
Gewerbesteuerrückstellung 222 T€ 180 T€
Körperschaftsteuerrückstellung 170 T€ 121 T€
Steuerrückstellungen 392 T€ 301 T€
Abschluss- und Prüfungskosten 66 T€ 49 T€
Nicht genommener Urlaub 44 T€ 66 T€
Tantieme 174 T€ 60 T€
Gewährleistungsrückstellung 100 T€ 150 T€
Rückstellung Boni 17 T€ 32 T€
Ausstehende Rechungen für Transportleistungen 60 T€ 148 T€
Ausstehende Lieferantenrechnungen 35 T€ 53 T€
Sonstige Rückstellungen 496 T€ 558 T€
Summe Rückstellungen 888 T€ 859 T€

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 3.033 (Vorjahr: T€ 3.602) haben folgende Laufzeiten:

• bis zu einem Jahr T€ 467 (Vj. T€ 569)
• bis zu fünf Jahren T€ 1.866 (Vj. T€ 1.866)
• mehr als fünf Jahren T€ 700 (Vj. T€ 1.167)

und sind in vollem Umfang durch Grundschulden besichert.

Die weiteren Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 2.189 (Vorjahr: T€ 1.837) haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht besichert.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von T€ 215 (Vorjahr: T€ 394) ausgewiesen.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB haben zum Bilanzstichtag nicht bestanden.

Währungsumrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 245 (Vorjahr: T€ 233). Der sonstige betriebliche Aufwand umfasst Aufwand aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 321 (Vorjahr: T€ 363).

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung sind mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind in Höhe von T€ 2.514 (T€ 342).

Angaben zu nicht bilanzierten derivativen Finanzinstrumenten

Die NEXTRTEND GmbH ist im Rahmen ihrer globalen Tätigkeiten Währungsrisiken ausgesetzt. Zur Absicherung dieser Risiken werden ausgewählte Derivate eingesetzt, die der Absicherung der Grundgeschäfte dienen.

Im Geschäftsjahr wurden Derivatgeschäfte mit einem Nominalwert von USD 7,7 Mio. (VJ: USD 0) abgeschlossen. Die Bank hat die betreffenden Finanzinstrumente unter den vorherrschenden Marktbedingungen bewertet. Die Bewertung leitet sich entweder vom Mid Market-Preis oder, wenn als Geld- und Briefkurs ausgedrückt, vom indikativen Preis, zu dem die Bank das Finanzinstrument beendet und abgeschlossen bzw. zurückgekauft und verkauft hätte ab.

Nominalbetrag 31.12.2019 Beizulegender Zeitwert 31.12.2019 Buchwert 31.12.2019 Bilanzposten 31.12.2019
Art TEUR TEUR TEUR TEUR
währungsbezogener Swap 6.915 72 N/A N/A

Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt wurden 107 (VJ: 87) Mitarbeiter, davon 48 (VJ: 32) Aushilfskräfte sowie 7 (VJ: 5) Auszubildende beschäftigt.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres zum 31.12.2019 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss zum 31.12.2019 auf neue Rechnung vorzutragen.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres lag die Führung der Geschäfte bei

 

Michael Groß, Kaufmann.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 17. Dezember 2019 wurde Herr Dennis Greuling, Kaufmann, als weiterer Geschäftsführer bestellt.

Die Angabe der Bezüge der Mitglieder der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

 

Flörsheim, den 15. Oktober 2020

Michael Groß

Dennis Greuling

Anlagespiegel zum 31. Dezember 2019

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2019 Zugänge Abgänge 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR
II. Immaterielle Anlagewerte
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.762,40 9.317,50 0,00 24.079,90
14.762,40 9.317,50 0,00 24.079,90
III. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.335.572,50 0,00 0,00 4.335.572,50
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 369.277,00 151.856,23 -16.650,22 504.483,01
4.704.849,50 151.856,23 -16.650,22 4.840.055,51
4.719.611,90 161.173,73 -16.650,22 4.864.135,41
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2019 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR
II. Immaterielle Anlagewerte
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.869,40 1.533,50 0,00 14.402,90
12.869,40 1.533,50 0,00 14.402,90
III. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 203.890,94 84.368,00 0,00 288.258,94
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 222.274,40 82.197,23 -16.649,22 287.822,41
426.165,34 166.565,23 -16.649,22 576.081,35
439.034,74 168.098,73 -16.649,22 590.484,25
Buchwert
31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
II. Immaterielle Anlagewerte
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.677,00 1.893,00
9.677,00 1.893,00
III. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.047.313,56 4.131.681,56
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 216.660,60 147.002,60
4.263.974,16 4.278.684,16
4.273.651,16 4.280.577,16

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die Nextrend GmbH mit Sitz in Flörsheim am Main mit den Produkten im Sanitärbereich findet sich wieder in der e-Commerce Kategorie Möbel und Haushaltswaren, die unter dem registrierten Markennamen BERNSTEIN vertrieben werden. Trendprodukte aus dem Bereich Wellness, Lifestyle und Wohnen werden bei ausgesuchten Herstellern weltweit produziert und dem Kunden direkt über eigene Online-Shops, eBay und weitere Plattformen offeriert.

Organisatorische und rechtliche Struktur

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Flörsheim am Main mit einem Außenlager in der Nachbargemeinde Kriftel sowie in Hochheim. Alleiniger Anteilseigner ist Michael Groß, der gleichzeitig der einzige Geschäftsführer in 2019 war. In 2020 wurde die Geschäftsführung mit Dennis Greuling erweitert.

II. Wirtschaftsbericht

Konjunkturperspektiven

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2019 hat sich merklich verlangsamt. Dazu trägt insbesondere die Schwäche der Industrie bei. Gleichzeitig kam es zu einem Rückgang des Welthandelsvolumens. Im Euro-Raum hat sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ebenfalls verlangsamt. Insbesondere die Investitionen und Exporte entwickelten sich schwächer. Für das Jahr 2019 erwartete der Sachverständigenrat Zuwachsraten des BIP im Euro-Raum von 1,2 %.

Deutschland ist von der globalen Wachstumsverlangsamung, insbesondere in der Industrie, besonders betroffen. Das Wirtschaftswachstum hat sich gegenüber den Vorjahren deutlich verlangsamt und liegt unterhalb der Potenzialrate. Für das Jahr 2019 erwartete der Sachverständigenrat eine Zuwachsrate des BIP von 0,5 %. Der kräftige Beschäftigungsaufbau der vergangenen Jahre dürfte zu einem vorläufigen Ende kommen.

Der Sachverständigenrat erwartet, dass die Wirtschaft in Deutschland und im Euro-Raum im Jahr 2020 in Folge der Corona-Pandemie deutlich um 6,5% beziehungsweise 8,5 % schrumpfen wird. Der Sachverständigenrat erwartet für das Jahr 2020 einen Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 6,5 % (kalenderbereinigt 6,9 %). Für das Jahr 2021 rechnet er mit einem positiven Wachstum von 4,9 % (kalenderbereinigt ebenfalls 4,9 %).

Die Arbeitslosenquote wird in den kommenden Monaten weiter ansteigen und erst im Jahresverlauf 2021 wohl langsam wieder zurückgehen. Das schlechte außenwirtschaftliche Umfeld belastet die deutschen Ausfuhren in diesem Jahr deutlich. Die globale Ausbreitung des Corona-Virus hat zu einer tiefen Rezession der Weltwirtschaft geführt. Für den Euro-Raum rechnet der Sachverständigenrat mit einem Rückgang des realen BIP im Jahr 2020 um 8,5 % und einem positiven Wachstum von 6,2 im Jahr 2021.

Der Ausblick für die weitere wirtschaftliche Entwicklung unterliegt weiterhin einer erheblichen Unsicherheit. Vor allem der weitere Pandemieverlauf ist von großer Bedeutung.

Branchenentwicklung

Der Gesamtumsatz der 1.000 größten Onlineshops in Deutschland lag 2019 bei 51,7 Mrd. Euro. Das entspricht einem Wachstum von gut 12,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (46 Mrd. Euro).

Die Marktkonzentration ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, da die hinteren Plätze im Ranking weniger Umsatz erwirtschaften. Das bedeutet: Die Großen werden größer. Die 10 umsatzstärksten Händler erwirtschaften zusammen 20,8 Mrd. Euro, was 40,2 Prozent des Gesamtumsatzes entspricht. Die Top 100 erzielen 37,5 Mrd. Euro, das sind 72,6 Prozent der gesamten Top-1.000-Onlineshops.

Gesunken ist der Umsatzanteil der Onlineshops auf den Plätzen 501 bis 1.000 von 8,3 Prozent auf 6,7 Prozent und somit um 1,6 Prozentpunkte.

Die Dynamik des Marktes findet sich in diesem Jahr auf den Plätzen 501 bis 1.000: Während im letzten Jahr noch 3,8 Mrd. Euro in der zweiten Hälfte des Rankings erwirtschaftet wurden, waren es in diesem Jahr 3,5 Mrd. Euro. Zusätzlich ist die Zahl der Neueinsteiger mit 199 Shops so hoch wie schon lange nicht mehr. Für das laufende Jahr 2020 zeigen zwei zusätzliche Umfragen: Die Händler*innen sind optimistisch, was das Umsatzwachstum angeht: 80,0 Prozent der Onlineshops gaben im Rahmen der Händlerbefragung an, für 2020 ein Umsatzwachstum zu erwarten.

Das Verhalten der Konsument*innen scheint ihnen Recht zu geben: 53 Prozent berichteten, in diesem Jahr aufgrund von Covid-19 bereits Artikel online bestellt, statt sie stationär gekauft zu haben. (Quelle: EHI-Studie zum E-Commerce-Markt D-A- CH 2020)

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die Gesellschaft vertreibt ihre Produkte neben Deutschland in fast allen Ländern der europäischen Gemeinschaft. Insgesamt konnte im vergangenen Jahr das gute Geschäftsergebnis des Vorjahres gehalten werden. Der Anstieg der Betriebsleistung resultiert im Wesentlichen aus dem im Vergleich zum Gesamtmarkt erneut überproportionalen Umsatzwachstum der Nextrend GmbH. Das Geschäftsfeld der Gesellschaft konzentriert sich auf das Inland und den Euroraum. Risiken und negative politische Einflüsse in den Auslandsmärkten der Sanitärbranche konnten damit keinen Einfluss auf den Geschäftserfolg der Gesellschaft entfalten. Gemessen an den größten 1.000 Onlineshops in Deutschland bewegt sich die Nextrend GmbH derzeit unter den TOP 200, im Sanitärbereich unter den TOP 10. Gegenläufig wirkten sich die überproportional gestiegenen Werbungs- und Vertriebskosten auf das Ergebnis aus, so dass sich das Betriebsergebnis trotz der gestiegenen Umsatzerlöse auf Vorjahresniveau bewegt.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr entsprechend den Erwartungen deutlich über dem Branchenschnitt gesteigert, nämlich um rund 26 Prozent. Die insgesamt positive Reaktion der Kunden in der Vergangenheit und die positiven Bewertungen im Internet zu den angebotenen Produkten sowie die Bemühungen um pünktliche und zuverlässige Lieferungen haben wesentlich zu der Steigerung beigetragen.

Nach Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge mit dem Materialaufwand wurde ein Rohertrag von T€ 18.115 (Vorjahr T€ 14.807) erzielt. Unter Berücksichtigung von weiteren Aufwendungen und Erträgen ergibt sich ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von T€ 3.000 (Vorjahr T€ 3.018). Dem gestiegenen Rohertrag stehen überproportional gestiegene Werbungs- und Vertriebskosten sowie gestiegene Mietaufwendungen gegenüber, so dass das Ergebnis vor Steuern nicht entsprechend den Erwartungen gesteigert werden konnte. Der Personalaufwand erhöhte sich durch den Aufbau des Mitarbeiterbestands um 8,6 %. Nach Abzug des Zinsaufwands und der Zinserträge in Höhe von T€ 44 und nach Abzug des Aufwands von Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von T€ 2.031 (Vorjahr T€ 2.064).

Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft ist im Berichtsjahr durch einen Aufbau des Vorratsbestands und ein positives Jahresergebnis gekennzeichnet. Der negative Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich im Berichtsjahr auf T€ -1.300 (Vorjahr positiver Cashflow in Höhe von T€ 3.300). Der negative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beruht insbesondere auf dem deutlichen Aufbau des Lagerbestands und der unterwegs befindlichen Waren Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt im Berichtsjahr T€ -161 (Vorjahr T€ -31) und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich im Berichtsjahr auf T€ -590 (Vorjahr T€ -463). Es konnten zu jedem Zeitpunkt die anstehenden Verbindlichkeiten mit den vorhandenen liquiden Mitteln bedient werden. Bankdarlehen wurden, außer für die Finanzierung des betrieblich genutzten Grundstücks, nicht in Anspruch genommen.

Vermögenslage

Wesentliche Bilanzpositionen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Aktiva T€ T€ T€ %
Anlagevermögen 4.274 4.281 -7 -0,2
Kurzfristige Vermögenswerte 8.484 4.539 3.944 86,9
Liquide Mittel 4.350 6.504 -2.154 -33,1
Bilanzsumme 17.108 15.324 1.784 11,6

Bei einer Bilanzsumme zum Bilanzstichtag von T€ 17.108 entfallen auf der Aktivseite auf das Anlagevermögen T€ 4.274 - davon hauptsächlich auf das Betriebsgebäude entfallend T€ 4.047 - sowie auf das Umlaufvermögen T€ 12.816 - davon insbesondere Vorräte von T€ 7.338 sowie liquide Mittel von T€ 4.350.

Weiterhin ergeben sich geringfügige Rechnungsabgrenzungen von T€ 18.

Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 6 gesunken, was auf die entsprechenden planmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 168 zurückzuführen ist, denen Investitionen in Höhe von TEUR 161, insbesondere die Anschaffung eines Hochregallagersystems, gegenüberstehen.

Der Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte ist insbesondere auf einen Aufbau des Lagerbestands sowie der zum Bilanzstichtag höheren unterwegs befindlichen Waren zurückzuführen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auf T€ 589 (Vorjahr T€ 215) gestiegen. Da im online-Geschäft im Regelfall der Kunde Vorauszahlungen leistet, bevor die Ware versandt wird, kommt es nur in vernachlässigbaren Einzelfällen zu Ausfällen.

Die Finanzmittelfonds liegt bei T€ 4.351 und ist gegenüber dem Vorjahr um T€ 2.051 gesunken.

Wesentliche Bilanzpositionen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Passiva T€ T€ T€ %
Eigenkapital 11.028 8.996 2.031 22,6
Rückstellungen 858 889 -31 -3,5
Langfristige Verbindlichkeiten 2.566 3.033 -467 -15,4
Kurzfristige Verbindlichkeiten 2.657 2.406 251 10,4
Bilanzsumme 17.108 15.324 1.784 11,6

Auf der Passivseite wird ein Eigenkapital von T€ 11.028 ausgewiesen, hiervon sind gezeichnete Kapitalanteile T€ 25, in Vorjahren erwirtschaftete Gewinnvorträge von T€ 8.971 sowie der Jahresüberschuss des Wirtschaftsjahres 2019 von T€ 2.031.

Das gesamte Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahres auf T€ 11.028 und somit bei 64,5 Prozent und somit über den Größenordnungen vergleichbarer Unternehmen der Branche.

Die gebildeten Rückstellungen betragen insgesamt T€ 858, davon für Ertragsteuern T€ 301 sowie andere wiederkehrende Rückstellungen von T€ 557.

Die insgesamt ausgewiesenen Verbindlichkeiten von in Summe T€ 5.222 setzen sich zusammen aus einem kurz- und langfristig grundbuchgesicherten Darlehen von T€ 3.033 sowie aus kurzfristigen Lieferantenverbindlichkeiten von T€ 1.166, erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von T€ 102 und sonstigen Verbindlichkeiten von T€ 921. Letztere teilen sich im Wesentlichen in Gesellschafterdarlehen nebst Zinsen von T€ 215 und Steuerverbindlichkeiten von T€ 146 auf.

Das vorhandene Darlehen für das Betriebsgrundstück wurde in 2019 planmäßig um T€ 467 zurückgeführt.

Kontokorrentlinien wurden zum Bilanzstichtag nicht beansprucht (Vorjahr T€ 102). Das Finanzmanagement achtet stets darauf, sämtliche Verbindlichkeiten vorfristig auszugleichen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf Umsatzentwicklung, Betriebsergebnis und Branchenentwicklung.

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen der Umsatzrendite und des Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit heran.

Wir streben wie in den Vorjahren eine positive Umsatzentwicklung an, verbunden mit einer Erhöhung des Betriebsergebnisses über dem Durchschnitt der Gesamtbranche.

Gesamtaussage

Die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage wird als positiv beurteilt. Die Umsatz- und Rohertragsentwicklungen zeigen nach Jahren in Folge stete Erhöhungen, das Ergebnis vor Steuern liegt auf Vorjahresniveau.

Das Finanzmanagement achtet stets darauf, sämtliche Verbindlichkeiten vorfristig auszugleichen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen sind durch liquide Mittel deutlich gedeckt.

III. Prognosebericht

Die weitere Geschäftsentwicklung wird als günstig beurteilt. Für das Geschäftsjahr 2020 wird auf die Gesellschaft bezogen mit einem Umsatzplus von über 30 Prozent und einer damit einhergehenden Ergebniserhöhung vor Steuern gerechnet. Für das Folgejahr 2021 wird für die Gesellschaft eine Umsatz- und Ergebnissteigerung in ähnlichen Größenordnungen als realistisch angesehen. Dies bestätigt auch die Entwicklung bis zum Berichtsdatum. Der geplante Aufbau in Deutschland von ca. sechs Ausstellungsflächen, sowie der weitere Ausbau der Präsenz im europäischen Ausland, die Konzentration und wachsende Akzeptanz im Bereich b2b, die steigende Bekanntheit und Akzeptanz von BERNSTEIN als Marke, die positiven Ergebnisse der Radiowerbung, sowie die Ausweitung des Produktsortiments bilden hier die Grundlage.

IV. Chancen und Risikobericht

Chancen

Die derzeitige Konjunktur und die anhaltende Kauflaune der Konsumenten, u.a. aufgrund der Null-Zins-Politik der EZB werden voraussichtlich auch in den Folgejahren zu weiterem Umsatzwachstum führen. Nicht zuletzt aufgrund des nach wie vor großen Renovierungsbedarfs im Sanitärbereich werden hier Chancen für den weiteren Ausbau der Geschäftstätigkeit gesehen.

Risiken

Währungsrisiken aufgrund des Wareneinkaufs in US-Dollar wird durch den geeigneten Einsatz von Sicherungsinstrumenten begegnet. Währungsrisiken werden durch den Abschluss von USD-Währungsswaps abgesichert.

2020 hat mit Covid-19 auch den E-Commerce Markt verändert.

Viele geplante Investitionen wurden zunächst aufgrund von Unsicherheiten zurückgestellt, bzw. gestoppt. Andererseits werden aufgrund von Covid-19 Bestellungen vermehrt online getätigt. Der Trend sollte auch bis 2021 und in den Folgejahren anhalten.

Höhere Kosten, verursacht durch steigende Rohstoffpreise, steigende Löhne in den asiatischen Produktionsländern, höhere Transportkosten sowie aufgrund von Wechselkursschwankungen bilden mögliche Risiken dar.

Unsere permanente und hohe Konzentration auf diese Unsicherheitsfaktoren, sowie kurze Reaktionszeiten, um auf mögliche Veränderungen zu reagieren, lassen uns jedoch auch weiterhin optimistisch in die Zukunft blicken.

 

Flörsheim, den 15. Oktober 2020

Michael Groß, Geschäftsführer

Dennis Greuling, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die NEXTREND GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der NEXTREND GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NEXTREND GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Die Einbeziehung der Buchführung in die Abschlussprüfung nach § 317 Abs. 1 Satz 1 HGB sowie die Prüfung des Lageberichts nach § 317 Abs. 2 HGB stellen zusätzliche gesetzliche Anforderungen dar, die über diejenigen der Internationalen Prüfungsstandards (ISA) hinausgehen.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht der Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung internationaler Prüfungsstandards (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der Internationalen Standards (ISA) durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Als Teil unserer Prüfung in Übereinstimmung mit ISA üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren uns eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses, einschließlich der Angaben, sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hofheim am Taunus, 27. Oktober 2020

VOTUM AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Lehnert, Wirtschaftsprüfer

Schmidt-Fuhr, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

2 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.