Carl Mahr Vermögensverwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Robert Herbert Mikula seit 20.2.2024 | Geschäftsführer |
Martin Dr. Thomaier seit 5.5.2023 | Geschäftsführer |
Manuel Dipl.-Ing. (FH) Hüsken seit 11.4.2019 | Geschäftsführer |
Wolfgang Seibold seit 16.1.2013 | Prokura |
Heiko Kern seit 16.1.2013 | Prokura |
Dirk Dorra seit 7.7.2008 | Prokura |
Uwe Kauder seit 29.3.2006 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Carl Mahr GmbH & Co. KGGöttingenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022A. Grundlagen des Unternehmens1. Geschäftsmodell des Unternehmens Höchste Präzision, moderne Technologien und internationale Präsenz - dafür steht Mahr. Als Hersteller innovativer Fertigungsmesstechnik sind wir seit über 160 Jahren am Markt aktiv. Diese Erfahrung macht uns zu Experten für die Qualitätssicherung in der Automobilindustrie, im Maschinenbau, der Luft- und Raumfahrt, der Optik und vielen anderen Branchen. Egal, ob manueller Handmessschieber oder vollautomatisierter Messplatz mit Roboterbeladung: in allen unseren Produkten stecken die Leidenschaft und das Know-how unserer mehr als 1.750 Mitarbeiter weltweit. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht wird in diesem Jahr erstmals für den Konzern der Carl Mahr GmbH & Co. KG als oberstes Mutterunternehmen der Mahr Gruppe aufgestellt. In Vorjahren erfolgte die Abschlussaufstellung auf die Carl Mahr Holding GmbH. Das oberste Mutterunternehmen ist als Finanz- und Dienstleistungsholding nicht in das operative Geschäft der Mahr Gruppe involviert. 2. Ziele und Strategien Unsere Ziele und Werte sind in einem Wertesystem zusammengefasst. Wir verfolgen die Vision, der verlässlichste Partner für beste und wirtschaftliche Qualität in der Fertigung zu sein. Als Familienunternehmen steht Mahr für Vertrauen und Nachhaltigkeit. Wir haben uns der Mission verschrieben, mit intelligenten und nutzerfreundlichen Lösungen die Produktivität und Qualität bei unseren Kunden zu steigern. 3. Steuerungssystem Zur Konzernsteuerung werden in der Mahr Gruppe Kennzahlen verwendet, die darauf abzielen, die Geschäftsentwicklung des Konzerns im Hinblick auf Wachstum, Ergebnis und Liquidität zielgerichtet zu steuern. Zu den wichtigsten Kennzahlen, die im Geschäftsjahr 2022 zur Steuerung der Mahr Gruppe geführt und analysiert werden, gehören:
Diese Kennzahlen werden monatlich ermittelt und sind im Berichtswesen der einzelnen Gruppenunternehmen an die Carl Mahr GmbH & Co. KG in ihrer Funktion als Konzernmutter enthalten. Die Mahr Gruppe zieht zur Steuerung des Konzerns keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren heran. 4. Forschung und Entwicklung Die Entwicklung und Erprobung der neuen Multisensorik-Maschinenbaureihe PLQ wurde in Vorbereitung der Markteinführung 2023 weiter vorangetrieben, gleichzeitig mit der Familienerweiterung der Kontur- und Oberflächengeräte für die Markteinführung im Frühjahr 2023. Qualitäts- und Lieferschwierigkeiten mit Lieferanten führten weiterhin zu Befassung und Verzögerungen. Die Arbeiten zur Entwicklung der neuen Software MarWin NextGen wurden gestartet. In der Plattformtechnologie wurde ein Projekt für eine neue Antriebstechnik begonnen, mit dem Ziel einer verbesserten messtechnischen Leistung und geringeren Herstellkosten. Die Möglichkeiten für die Aktivierung von Entwicklungskosten wurden erstmalig 2011 in die Bilanzierung des Konzernes einbezogen und auch im Geschäftsjahr 2022 konsequent fortgeführt. Der Effekt im Geschäftsjahr 2022 lag in einer Größenordnung wie in den Vorjahren. Im Geschäftsjahr 2022 wurde keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf in der Vergangenheit aktivierte Projekte vorgenommen. Die aktivierten Entwicklungskosten betragen 22 % (VJ 25 %) der gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten. Es wurden 2022 ca. 1,4 Mio. € (VJ 3,8 Mio. €) Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten vorgenommen. B. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung sowie branchenbezogene Rahmenbedingungen Weltwirtschaftliches Umfeld Die wirtschaftliche Entwicklung im Kalenderjahr 2022 war weiterhin, wenngleich abgeschwächt, geprägt durch die Folgen der Corona-Pandemie. Hinzu kamen die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine. Während es in den meisten Ländern angesichts steigender Impfraten zu weniger coronabedingten Einschränkungen kam, ergriff die chinesische Regierung beim Auftreten neuer Varianten und vergleichsweise kleinerer Ausbrüche stets großflächige Maßnahmen zur Eindämmung. Durch diese Lockdowns wurden die Wirtschaftstätigkeit in China, aber auch die globalen Lieferketten weiterhin beeinträchtigt. Der Krieg in der Ukraine brachte zusätzliche Disruptionen mit sich, insbesondere in Europa. Die Preise für Rohstoffe und Landwirtschaftsprodukte stiegen nach der Invasion Russlands stark an, da die Ukraine kriegsbedingt und Russland sanktionsbedingt als Lieferanten ausfielen. Die Verknappung der Erdgaslieferungen aus Russland in die Europäische Union (EU) führte zu einer erhöhten Unsicherheit bezüglich der Versorgungslage und enormen Preissteigerungen bei fossilen Brennstoffen. Hinzu kamen die nach wie vor pandemiebedingt gestörten Wertschöpfungsketten und die damit einhergehenden Preissteigerungen. Zusammen mit Nachholeffekten der privaten Haushalte und Unternehmen, zum Teil noch genährt durch staatliche Konjunkturpakete, führte dies zum starken Anstieg der Inflationsraten. Die Nationalbanken schwenkten angesichts dessen zu Beginn bzw. im Laufe des Jahres 2022 auf den Weg einer restriktiveren Geldpolitik ein, wodurch sich die Kreditkosten im Laufe des Berichtsjahres erhöhten. In Folge der sich im Jahresverlauf 2022 eintrübenden globalen Wachstumsperspektiven kam es zu wiederholten Abwärtsrevisionen bei den Prognosen führender Institutionen. Trotz massivem Gegenwind zeigte sich die Konjunktur letztlich aber robuster als allgemein erwartet. Der Internationale Währungsfonds (IWF) nahm Ende Januar 2023 daher eine, wenn auch kleine Aufwärtsrevision vor und schätzte den Zuwachs der globalen Wirtschaftsleistung für das Gesamtjahr 2022 zuletzt auf preisbereinigt +3,4 Prozent, nach einem kräftigen Anstieg von +6,2 Prozent im Jahr zuvor. Die globale Inflationsrate lag 2022 bei geschätzt +8,8 Prozent. Der weltweite Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2022 mit geschätzt +5,4 Prozent. Nachdem die Industrieproduktion im Jahr 2021 dynamisch um +7,8 Prozent zugelegt hatte, wuchs sie im Jahr 2022 nur um 3 Prozent. Das Plus in den Entwickelten Volkswirtschaft betrug +2,2 Prozent, die Schwellen- und Entwicklungsländer kamen auf einen Anstieg von +3,8 Prozent. In Europa sind die negativen Auswirkungen des Krieges am stärksten spürbar. Durch die hohen Preissteigerungen trübte sich das Konsumentenvertrauen merklich ein. Dass es dennoch in der Euro-Zone zu höheren BIP-Zuwächsen als in den USA kam, liegt zum einen an pandemiebedingten Basis- und Nachholeffekten im Bereich Tourismus. Zum anderen spielen konjunkturstützende Maßnahmen aus der EU Aufbau- und Resilienzfazilität sowie staatliche Konjunkturprogramme einzelner Mitgliedsstaaten eine Rolle. In den USA verlor der private Konsum im Laufe des Jahres 2022 an Fahrt, und die Bautätigkeit schrumpfte im hohen einstelligen Bereich. Japan zeigt weiter unter den G7-Staaten den schwächsten gesamtwirtschaftlichen Verlauf. In China war die wirtschaftliche Entwicklung mit einem BIP-Zuwachs von 3 Prozent ausgesprochen schwach. Der Anstieg lag sogar unter dem durchschnittlichen Wachstum aller Entwicklungs- und Schwellenländer in Summe, welches geschätzt +3,9 Prozent betrug. Überdurchschnittlich und weit vor China war der Zuwachs in Indien. Quelle: BIP-Zahlen: IMF World Economic Outlook Update January 2023 VDMA Konjunk turelle Lage 2022, März 2023 (Auszug) Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland hat nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ihr Vorjahresniveau im Jahr 2022 um real +0,5 Prozent übertroffen. Das Produktionswachstum hätte deutlich höher ausfallen können, wenn nicht hartnäckig gestörte Lieferketten, ein sich intensivierender Fachkräftemangel und Schwierigkeiten bei der Energieversorgung die Produktion so stark und nachhaltig unter Druck gesetzt hätten. Allerdings blieb der von nicht wenigen erwartete Einbruch der Maschinenproduktion aus. Mehr noch: Im letzten Quartal des Jahres gelang eine regelrechte Aufholjagd: Die Produktion legte um +2,1 Prozent zu, und so wurde die bereits im April aufgestellte VDMA-Prognose 2022 von +1 Prozent erreicht. In Folge der deutlich anziehenden Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +10,5 Prozent zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 237 Mrd. Euro, für den Umsatz stehen 244 Mrd. Euro in den Büchern. Der Auftragseingang startete mit deutlich zweistelligen realen Plusraten ins Jahr, verlor im Jahresverlauf aber zusehends an Dynamik. Starke Produktionsbehinderungen und die nur allmählich abflauende Nachfrage führten zu Rekordauftragsbeständen, denn Stornierungen blieben abgesehen von dem Ausbuchen von Orders aus Russland und Bereinigungen zum Jahresende eher die Ausnahme. Im Maschinenbaudurchschnitt lag die Auftragsreichweite zeitweise über einem Jahr - ein Rekordwert. Im weiteren Jahresverlauf zeigten sich erste Entspannungsanzeichen bei den Lieferketten, insbesondere bei Metallen und Kunststoffen. Die Versorgung mit Elektronikteilen blieb aber herausfordernd. Im Dezember 2022 waren noch 74 Prozent der Unternehmen durch Störungen in vorgelagerten Lieferketten beeinträchtigt. Der Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin robust. Vielmehr verhinderte der Fachkräftemangel so manche Fertigstellung von Maschinen, Maschinenteilen und -komponenten. Viele Unternehmen möchten angesichts des hohen Auftragsbestands einstellen. Die Personalsuche gestaltet sich jedoch schwierig. Nicht nur Fachkräfte sind knapp, sondern Arbeitskräfte insgesamt. Die Teilbranche Mess- und Prüftechnik hat vom Aufschwung insgesamt nur unterdurchschnittlich profitiert. So betrug das Umsatzwachstum 2022 nominal lediglich 2 %. Mahr als Hersteller von Fertigungsmesstechnik berichtet in dieser Teilbranche, hat zum Wachstum allerdings überproportional beigetragen. VDMA Konjunkturelle Lage 2022 , Maschinenbaukonjunktur 2022, März 2023 (Auszug) VDMA-Prognosespiegel, März 2023 (Auszug) 2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2022 wurde sehr stark durch einen Cyberangriff beeinflusst. Dieser ereignete sich am 25.12.2021 und brachte die IT-Infrastruktur für ca. 2 Monate zum weltweiten Stillstand. Der hieraus entstandene Rückstau in der kompletten Supply Chain führte zu erheblichen Umsatzrückständen ggü. den Erwartungen und auch ggü. den bestehenden Auftragsbeständen. Diese konnten erst in der zweiten Jahreshälfte teilweise kompensiert werden. Die IT-Landschaft war ca. 3 Monate nach dem Angriff wieder voll funktionsfähig und ist nun noch sicherer gegen derartige Angriffe aufgestellt. Wir nutzten die Phase des Wiederaufbaus für Prozessverbesserungen und eine Modernisierung unserer IT-Landschaft. Einige unserer Digitalisierungsprojekte, welche wir mittelfristig realisieren wollten, haben wir bei dieser Gelegenheit kurzfristig vorgezogen. Die Projekte erstrecken sich von der internen Dimension unserer eigenen Prozesse bis hin zu unseren Produkten und Kunden. Für das Geschäftsjahr 2022 sind Umsatzerlöse in Höhe von 256 Mio. € geplant worden. Der erzielte Umsatz von 243 Mio. € liegt somit um 13 Mio. € oder 5 % unter dieser Planung. Der Rückstand ist einzig auf die angesprochene Cyber Attacke zurückzuführen. Der Auftragseingang der Gruppe erreichte 2022 ein Volumen von 254 Mio. €. Dieses bedeutet ein Wachstum um ca. 10 Mio. € oder 4 % zum Volumen des Vorjahres. Geplant waren für das Geschäftsjahr 250 bis 255 Mio. €. Die Abweichung zu den geplanten Auftragseingängen resultiert zu großen Teilen aus dem Spinnpumpengeschäft. In diesem Bereich wurden 16 % über Budget liegende Auftragseingänge verbucht. Im Bereich der Messtechnik wurde die geplante Größe an Auftragseingängen erreicht. Letztlich wurde für das Geschäftsjahr 2022 ein Konzernjahresüberschuss von 11,0 Mio. € geplant. Der erreichte Konzernjahresüberschuss von 4,3 Mio. € war vor dem Hintergrund der Umsatzausfälle durch die Cyber Attacke nur durch die erhaltene Versicherungsentschädigung von 10,0 Mio. für den Cyberschaden erzielbar. Unser Spinnpumpengeschäft konnte im Jahr 2022 durch weitere Großaufträge an die gute Geschäftslage der Vorjahre anknüpfen und weiter wachsen. Für den Bereich Messtechnik konnte, nach sinkenden Auftragseingängen im Jahr 2020 und einem kräftigen Wachstum im Jahr 2021, auch im Geschäftsjahr 2022 ein weiteres Wachstum verbucht werden. Die Gründe für dieses anhaltende Wachstum sind vielschichtig und zum Teil auch in Nachholeffekten nach der pandemiebedingten Zeit begründet. In Summe verzeichnete der Geschäftsbereich Messtechnik ein weltweites Wachstum im Auftragseingang von +6,2 % zum Vorjahr. Im Distributionsgeschäft konnte eine Steigerung von +6,7 % erreicht werden und lag damit unter der gesamten Wachstumsrate. Der Grund hierfür ist in der Verfügbarkeit der Produkte begründet. Diese war durch die Cyberattacke insbesondere in der ersten Jahreshälfte stark beeinträchtigt. Das Endkundengeschäft inkl. Großkunden wuchs um 7,4 % zum Vorjahr. Die Fokussierung auf neue Branchen und die Neukundengewinnung neben der Automotivebranche trägt zu diesem Wachstum bei. Dennoch gilt es festzuhalten, dass Automotive weiterhin die stärkste Einzelbranche bleibt. Und das Wachstum in dieser Leitbranche fiel im Geschäftsjahr 2022 mit +9,4 % überdurchschnittlich stark aus. Zusätzlich haben sich die Branchen Maschinenbau und Elektronik positiv zum Vorjahr entwickelt. Den regional stärksten Zuwachs im Auftragseingang hat Mahr mit +14 % gegenüber Vorjahr in Amerika erzielt, gefolgt von der Region DACH (+2,5 %). Das geringste Wachstum ist in der Region Asien/Pazifik zu verzeichnen. Das Wettbewerbsumfeld ist geprägt von Investitionen in Themen rund um die E-Mobilität, also Fokus auf neue Anwendungen und diverse Branchen sowie von Akquisen, was sich in den nächsten Jahren weiter verstärken wird. Der Konzernumsatz der Mahr Gruppe ist im Geschäftsjahr 2022 um 9 % gewachsen und betrug zum Ende des Geschäftsjahres 243 Mio. €. Das entspricht einem Wachstum von 21 Mio. € gegenüber dem Wert des Vorjahres. Wie bereits oben ausgeführt, lag dieses Wachstum aufgrund des Cyberangriffs unter unserer Planung. Auch Währungseffekte hatten bei dieser Umsatzentwicklung einen signifikanten Einfluss. Die Umsatzentwicklung wirkte sich in unseren strategischen Geschäftsbereichen in ähnlicher Weise aus. Der Bereich der Messtechnik konnte gegenüber dem Geschäftsjahr 2021 ebenso ein Wachstum erzielen (+7 %) wie der Geschäftsbereich der Spinn- und Dosierpumpen (+10,6 %). Beide Bereiche haben ebenfalls einen zum Vorjahr erhöhten Auftragsbestand zum Ende des Geschäftsjahres zu verbuchen (Messtechnik: +25,2 %, Spinn- und Dosierpumpen: +14,1 %). Das größte Geschäftsfeld bleibt weiterhin die Messtechnik. Die vor einigen Jahren begonnene Transformation innerhalb der Automobilwirtschaft hat im Geschäftsjahr zu keinen Umsatzrückgängen geführt. Im Gegenteil: der Umsatz der Messtechnik mit der Automotivbranche konnte um 8,1 % gesteigert werden. Dennoch wird diese Entwicklung weiter Einfluss auf unser Messtechnikgeschäft haben. Das Umsatzwachstum von knapp 9 % ist regional nicht begrenzt, sondern vollzieht sich weltweit. Im Bereich der Spinn- und Dosierpumpen war, wie in den Vorjahren, abermals der asiatische Markt der Garant für die hohen Umsätze. Der Umgang mit der anhaltenden Corona-Pandemie hat unsere Geschäftsbereiche direkt nur marginal negativ beeinträchtigt. Im nunmehr dritten Geschäftsjahr mit coronabedingten Beeinträchtigungen konnten wir unsere internen Prozesse und Abläufe bestmöglich an die Verfügbarkeit der Mitarbeiter anpassen. Wir haben auch im GJ 2022 deshalb die gesundheitliche Sicherheit unser Mitarbeiter in den Vordergrund gestellt. Die Aufrechterhaltung der Produktionskapazitäten und sonstigen betrieblichen Funktionen unter Einhaltung aller notwendigen Hygienemaßnahmen konnten wir deshalb gut gewährleisten. Das Wachstum von 21 Mio. € in den Konzernumsatzerlösen gegenüber Vorjahr spiegelt sich, auch aufgrund negativer Einflüsse durch die Cyber Attacke, nicht im operativen Konzernergebnis wider. Gegenüber dem Vorjahr wandelte sich der operative Gewinn (EBIT ohne außerordentliche Posten, insbesondere vor der Versicherungserstattung der Cyberversicherung im Geschäftsjahr und ohne Wechselkursgewinne- und Verluste) von 6,5 Mio. € in einen Verlust von -2 Mio. €. Der Konzernjahresüberschuss für 2022 ist aufgrund von Kompensationszahlungen unserer Cyberversicherung, dennoch positiv und beträgt 4,3 Mio. €. Trotz des gestiegenen Geschäftsvolumens halten wir an der im Jahr 2020 begonnenen Restrukturierung der Mahr Gruppe fest. Die sich abzeichnende und anhaltende Konjunkturschwäche unseres Hauptgeschäftsfeldes (vornehmlich in der Automobilwirtschaft) zwingt uns zu strukturellen Anpassungen in unserer weltweiten Aufstellung. Hierfür hatten wir bereits im GJ 2020 eine entsprechende Rückstellung für Restrukturierung in Höhe von 15 Mio € eingestellt. Im GJ 2022 wurden weitere Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt. So wurde die Schließung des Standortes in Gammertingen umgesetzt. Die dortigen Aktivitäten werden zukünftig auf andere bestehende Standorte in der Mahr Gruppe verlagert. Die Marke Helios Preisser und auch das Produktportfolio bleiben weitgehend bestehen. Zum Bilanzstichtag besteht noch eine Rückstellung in Höhe von 8 Mio. €. Zu dem Konzernjahresüberschuss von 4,3 Mio.€ haben alle Konzerngesellschaften, entsprechend ihrer betrieblichen Konzernfunktion, beigetragen. Sowohl die inländischen wie auch die ausländischen Gesellschaften haben mit einem Gewinn abgeschlossen. Die resultierende Konzernsteuerquote spiegelt eine positive Ertragsmöglichkeit der Zukunft wider, was sich in der Bildung von latenten Steuern zeigt. Gesamtaussage Aufgrund herausfordernder makroökonomischer Faktoren, der schwierigen weltpolitischen Lage und der durch die anhaltende Pandemie weiterhin erschwerten Arbeitsprozesse, insbesondere aber durch die weitreichenden Folgen des Cyberangriffs waren die Rahmenbedingungen des Geschäftsjahres 2022 als überaus herausfordernd zu bezeichnen. Unter Berücksichtigung der Versicherungsentschädigung von € 10,0 Mio. und der eingeleiteten Gegenmaßnahmen ist es der Mahr Gruppe gelungen, einen Jahresüberschuss von € 4,3 Mio. zu erzielen. Gleichwohl bleibt das Konzernjahresergebnis unter den geplanten Erwartungen zurück. Personal- und Sozialbereich Im Geschäftsjahr 2022 waren in der Mahr Gruppe durchschnittlich 1.776 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 1.773). Als Mittel der Personalflexibilität haben wir die Arbeitnehmerüberlassung genutzt, die wir insbesondere im zweiten Halbjahr verwendet haben, um die durch den Cyberangriff bedingten Produktionsausfälle im ersten Halbjahr zu kompensieren. Weltweit verzeichnen wir einen intensiveren Wettbewerb um qualifiziertes Personal und auch eine verstärkte Fluktuation. Es kamen im Geschäftsjahr 2022 keine weiteren Unternehmen hinzu. Allerdings wurde der Geschäftsbereich von Helios Preisser auf andere Mahr-Unternehmungen verlagert. 3. Darstellung der Lage a) Ertragslage Wie oben beschrieben, ist der Konzernumsatz der Mahr Gruppe im Geschäftsjahr 2022 um 9 % gewachsen und betrug zum Ende des Geschäftsjahres 243 Mio. €. Einhergehend mit dem o.g. Wachstum der Geschäftsbereiche sind auch die Kosten gestiegen. Im Vorjahr konnten durch Kurzarbeit, wenn auch in deutlich geringerem Maße als 2020, und ähnliche Maßnahmen die Personalkosten reduziert werden. Dieses Instrument haben wir 2022 nicht eingesetzt, weil wir durch den Cyberangriff im ersten Quartal 2022 quasi "lahmgelegt" waren und diesen Rückstand ab dem zweiten Quartal mit erhöhten Kapazitäten versucht haben aufzuholen. Zusätzlich spielte das Thema Corona im Laufe des Geschäftsjahres eine immer wenige einschränkende Rolle. Das führte dazu, dass Reisen, Maschineninbetriebnahmen, Messen und sonstigen Maßnahmen wieder stärker wahrgenommen wurden - wenngleich teilweise noch immer nicht auf dem Niveau der "Vor-Pandemiezeit". Kostenanstiege ggü. 2021 resultierten aus dieser Entwicklung dennoch. Insbesondere durch das Aufholen und Beseitigen der Schäden des Cyberangriffs kam es zu Mehrkosten, u.a. auch durch Effizienzverluste in der Produktion. Darüber hinaus kam es zu inflationsbedingten Kostensteigerungen, insbesondere verursacht durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine, sowie negativen Effekten aus Störungen in den Lieferketten und mangelnde Verfügbarkeit bestimmter elektronischer Komponenten. Die Personalkostenquote entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr als Folge von gestiegenen Umsätzen und ebenfalls gestiegenen Personalkosten bei gesunkener Personalzahl leicht nach unten. Der Anstieg der Personalkosten trotz gesunkener Personalzahl ist vor dem Hintergrund der in 2021 weggefallenen Kurzarbeit an den deutschen Standorten zu sehen. Als Personalkostenquote ergab sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Wert von 50,9 % (VJ: 52,6 %). Durch die beginnende Zinswende bei gleichzeitigem Anstieg des Working Capitals haben sich unsere effektiven Zinszahlungen erhöht, wenngleich sie auf einem niedrigen Niveau verbleiben. Mit einem Wert von 1 Mio. € schlagen sich diese Kosten nur in geringem Maße in den Gesamtkosten der Gruppe nieder. Der Konzernertragssteueraufwand 2022 betrug 3,3 Mio. € oder 41,0 % (VJ 3,2 Mio. €) und ist aufgrund von verschiedenen Effekten nur bedingt zum Vorjahr vergleichbar. Die Kennzahl EBIT (Ergebnis vor Ertragssteuern, sonstigen Steuern und Zinsergebnis) erreicht im Geschäftsjahr einen positiven Wert von +8,7 Mio. € (VJ +9,1 Mio. €). Die EBIT-Marge im Konzern lag damit bei 3,6 % (VJ 4,1 %). Das EBIT beinhaltet, im Gegensatz zum operativen Gewinn, auch Erstattungen der Cyberversicherung von 10,0 Mio. €. Die im internationalen Vergleich wichtige Kennzahl des EBITDA (EBIT vor Abschreibungen für immaterielle Vermögensegenstände und Sachanlagen) belief sich im Geschäftsjahr auf 18,3 Mio. €. Sondereffekte ergaben sich durch die Cyberversicherungsleistung, aber auch durch die Anpassung eines Zinssatzes bei den Pensionsrückstellungen. Auch diese Kennzahl liegt knapp unter dem Vorjahresniveau von 18,6 Mio. €. b) Vermögens- und Finanzlage (inkl. Investitionen und Liquidität) Die über einen Konsortialkreditvertrag abgesicherte Finanzlage der Mahr Gruppe wurde im Geschäftsjahr unverändert fortgeführt und bildet weiterhin einen gesicherten finanziellen Rahmen für die kommenden 3 bis 5 Jahre. Dieser Vertrag konnte zu Beginn des zweiten Quartals 2022 mit dem bestehenden Konsortium verlängert werden. Die Sicherung der Liquiditätsversorgung der Mahr Gruppe hatte wie in den Vorjahren eine hohe Priorität und spielte insbesondere durch die Cyberschaden bedingten Produktionsausfälle und sehr stark eingeschränkten Kundenlieferungen im ersten Quartal eine entscheidende Rolle. Unser Investitionsvolumen lag im Vergleich zu den Vorjahren auf einem durchschnittlichen Niveau. Einige kapazitätserweiternde Maßnahmen im Bereich der Spinnpumpe konnten 2022 erfolgreich umgesetzt werden. Zusätzliche Firmenzukäufe haben im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht stattgefunden. Der Lagerbestand sowie die Forderungen stiegen im Jahresvergleich an. Verantwortlich hierfür war im Wesentlichen das dargestellte makroökonomische Umfeld. Aus den genannten Effekten ergab sich eine stärkere Inanspruchnahme von Bankkreditlinien. Die liquiden Mittel der Gruppe beliefen sich zum Geschäftsjahresende auf 9,4 Mio. € und beinhalten verschiedene Währungen. Währungseffekte oder -schwankungen hatten im Geschäftsjahr keine nennenswerten Effekte auf die Liquiditäts- oder Ertragslage. Absicherungsgeschäfte und Derivate zur Absicherung derartiger Effekte wurden unverändert in angemessenem Umfang fortgesetzt. Die Eigenkapitalquote zum 31.12.2022 sinkt auf 53,1 % (VJ 57,1 %). Der Grund liegt in der Konsolidierungsänderung, wodurch nun auf das Eigenkapital der Carl Mahr & Co. KG konsolidiert wird. Dieses liegt 17,6 Mio € unter dem der Carl Mahr Holding. Bankverbindlichkeiten in der Mahr Gruppe werden ausschließlich über die Carl Mahr Holding GmbH eingegangen. Zum 31.12.2022 betrugen diese Verbindlichkeiten 17,2 Mio. € und liegen damit über dem Vorjahreswert. Die Mahr Gruppe konnte alle finanziellen Verpflichtungen des laufenden Geschäftsjahres problemlos erfüllen. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht1. Prognosebericht Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Der Maschinenbau in Deutschland steuert 2023 auf ein herausforderndes Jahr zu. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von -2 Prozent. Diese Prognose ist weiterhin mit einer hohen Unsicherheit behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Noch immer tobt in der Ukraine ein Krieg mitten in Europa, der festgefahren scheint. Und mit Blick auf den nächsten Winter stellt sich die Frage, ob die Energieversorgung in den Unternehmen sichergestellt werden kann. Noch haben viele Unternehmen ein solides Auftragspolster, dieses wird im Jahresverlauf aber teilweise schmelzen. Sich weiter entspannende Lieferketten und die Zurückhaltung bei den Bestellungen infolge der zahlreichen Unsicherheiten sind dafür maßgeblich verantwortlich. Sorgen bereitet insbesondere der Fachkräftemangel. Viele Unternehmen möchten Personal einstellen, finden jedoch keine oder nur zu wenige Leute. Insgesamt schauen laut VDMA-Blitzumfrage trotz aller Widrigkeiten knapp die Hälfte der Unternehmen optimistisch auf das bevorstehende Jahr, 38 Prozent der Befragten zeigen aber auch eine gemischte Stimmungslage. Lediglich 14 Prozent der Unternehmen sind pessimistisch gestimmt. Für die Teilbranche Mess- und Prüftechnik wird für 2023 ein nominales Umsatzwachstum von 3 % prognostiziert. VDMA Maschinenbaukonjunktur 2023, März 2023 (Auszug) VDMA Prognosespiegel , März 2023 (Auszug) Situation bei Mahr Obwohl sich der Transformationsdruck der Automobilindustrie im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 für die Mahr Gruppe nicht in Form von sinkenden Aufträgen widergespiegelt hat, so bleibt diese Entwicklung sehr relevant. Wichtige Kunden von Mahr haben Entscheidungen getroffen und umgesetzt, die die Verlagerung von Ressourcen vom Verbrennungsmotor zum Elektroantrieb deutlich machen. Präzision hat für die neuen Themen eine völlig andere Bedeutung. Präzise mechanische Komponenten kommen in geringerer Stückzahl und völlig anderen Bauformen vor. Die seit mittlerweile 3 Jahren anhaltende COVID-19-Pandemie hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht weiter als Wachstumshemmnis erwiesen. Wir erwarten für 2023 eine langsame Rückkehr zur Normalität, haben aber unsere Prozesse und Abläufe entsprechend an die flexibleren Arbeitsbedingungen angepasst, so dass wir für den Fall des Wiederaufflammens der Pandemie gerüstet sind. Mobilität bleibt trotz allem Transformationsdrucks ein wichtiges gesellschaftliches Thema und somit ein sehr präsenter Anteil im Geschäft von Mahr. Für die Messaufgaben im elektrifizierten Antriebsstrang sowie bei Batterien und Brennstoffzellen hat Mahr einige sehr gute Lösungen. Eine Transformationsphase ist allerdings durch Unsicherheiten geprägt. Es werden noch viele technische Lösungen in der Elektromobilität parallel verfolgt, so dass sich in vielen Aspekten der Mainstream noch nicht sicher eingrenzen lässt und viel Flexibilität auch von Mahr gefordert ist. In unserem Sondergeschäft bei Mahr MWF konnte in den letzten Jahren der Anteil der Projekte für Nicht-Verbrenner auf 70 % gesteigert werden. Eine Re-Fokussierung auf weitere bzw. neue Branchen ist Teil unserer Strategie der nächsten Jahre, die wir mit neuen Entwicklungen und Akquisitionen bereits eingeleitet haben und fortsetzen werden. Das zyklische Geschäft der Spinn- und Dosierpumpen wird durch sonderkonjunkturelle Effekte über eine weitere Geschäftsperiode gut verlaufen, was sich (Stand Februar 2023) an einem hohen Auftragsbestand für das Jahr 2023 ablesen lässt. Der Auftragseingang liegt im angelaufenen Geschäftsjahr 2023 auf Budgetniveau. Lediglich der Umsatz liegt derzeit auch aufgrund von Lieferverzögerungen wegen weiterhin angespannter Lieferketten unter Budget. Das Marktumfeld ist immer noch gut, und wir konnten in einigen Bereichen Marktanteile vom Wettbewerb dazugewinnen. Im Bereich der Dosiermaschinen ist der Start ins Jahr 2023 sowohl bei Mahr Unipre als auch bei Mahr Charlotte entsprechend der Budgetplanung verlaufen. Der Auftragseingang liegt über Budgetniveau. Beim Umsatz hingegen bereiten beiden Firmen die Beschaffungsprobleme bei elektronischen Komponenten weiterhin Sorgen. Es wird allerdings im weiteren Jahresverlauf diesbezüglich mit einer deutlichen Entspannung und entsprechenden Nachholeffekten gerechnet. Der erfreulich hohen Auslastung begegnen wir durch weitere Flexibilisierung und Prozessverbesserungen, aber auch Investitionen. Für 2023 erwarten wir ein Umsatzwachstum von 10 % auf 267 Mio €. Diese Annahme wird durch den hohen Auftragsbestand in unserem Metering-Geschäft und in der Messtechnik gestützt. Den Auftragseingang 2023 planen wir mit 232 Mio. €. wobei wir im Geschäftsfeld der Spinn- und Dosierpumpen von einer Abkühlung des Neugeschäfts ausgehen. Der Konzernjahresüberschuss 2023 wird deutlich über dem Istwert des Jahres 2022 liegen, so dass wir auch ergebnisseitig auf unseren langfristigen Wachstumspfad zurückkehren wollen. Die begonnenen Strukturanpassungen innerhalb der Mahr Gruppe werden wir 2023 und 2024 weiter fortsetzen. Diese sind Voraussetzung für nachhaltig wettbewerbsfähige Geschäftsstrukturen in unseren Standorten, Produkten und Prozessen. Die sehr gute Eigenkapitalbasis und die gesicherte Liquiditätssituation geben uns entsprechende Handlungsfreiheit. Unsere globale Aufstellung werden wir unverändert fortsetzen. 2. Chancen- und Risikobericht a) Risiken Marktrisiken Auf geopolitischer Ebene stellen die Unsicherheiten durch die Ukrainekrise für uns zunächst kein direktes Risiko dar. Dennoch werden die stark gestiegenen Energiepreise und ggf. auch die Energieversorgung von uns genau beobachtet. Mit Weitblick haben wir bereits vor Jahren mit innovativen und flexiblen Konzepten zur Energieversorgung begonnen und sind deshalb nicht vorrangig abhängig von etwaigen Lieferengpässen beim Gas. Der russische Absatzmarkt ist für uns von nachgelagerter Bedeutung. Selbstverständlich beteiligen wir uns an allen für uns relevanten Sanktionen und geforderten Beschränkungen diesen Markt betreffend. Leistungswirtschaftliche Risiken Die Lieferfähigkeit unser Vorlieferanten und die weltweiten Supply Chain Einschränkungen stellen uns weiterhin vor größere Herausforderungen. Wir werden diesen Herausforderungen mit maximaler Flexibilität in der Materialbeschaffung und durch Produktinnovationen begegnen. Lieferengpässe, Preissteigerungen bei Einsatzmaterialien, insbesondere elektronischen Bauteilen sowie Supply Chain Beeinträchtigungen und die sichere Energieversorgung sehen wir als größte Gefahren hinsichtlich unserer Zielerreichung. Ein erneuter signifikanter COVID-19-Ausbruch könnte zusätzlich für Probleme sorgen. Intern haben sich unsere Maßnahmen zur Begegnung dieser Gefahren bislang als wirkungsvoll erwiesen. Finanzwirtschaftliche und sonstige Risiken Risiken, die sich aus Zahlungsausfällen oder -verzögerungen ergeben können, werden durch ein effektives Forderungsmanagement und teilweise durch Bankbürgschaften minimiert. Finanz- und Währungsrisiken werden weitestgehend zentral durch die Treasury-Abteilung beobachtet; hierbei werden, soweit sinnvoll, auch Absicherungsinstrumente eingesetzt. Grundsätzlich verfügt die Mahr Gruppe über ausreichende Liquidität, um allen geplanten Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen zu können. Das jüngst gestiegene Zinsniveau führt definitiv zu Kostensteigerungen, diese werden aber im Vergleich zur gesamten Strukturkostenquote nur eine nachgelagerte Rolle spielen. Risiken aus Informationstechnologie Unser globales IT-System ist die Grundlage für die wesentlichen Geschäfts- und Produktionsprozesse sowie die erforderliche Kommunikation. Manipulationen oder unkontrollierter Verlust von Daten durch Cyberangriffe stellen ein hohes Risiko dar. Bedingt durch den Cyberangriff im Jahr 2021 hat die Gesellschaft entsprechend verstärkte Maßnahmen in Bezug auf ihre Systemsicherheit und Verfügbarkeit getroffen. Hierdurch sind wir vor einer wiederholten Cyberattacke bestmöglich geschützt. Insgesamt sind die Risken der Höhe nach nicht zu vernachlässigen, aber die Eintrittswahrscheinlichkeit halten wir für gering. b) Chancen Chancen ergeben sich aufgrund der internationalen Aufstellung der Unternehmensgruppe, wodurch wir alle relevanten Märkte bedienen können, sowie aufgrund des breit aufgestellten und innovativen Produkt- und Dienstleistungsportfolios im Bereich der Messtechnik. Weitere Chancen bestehen darüber im Bereich der Spinnpumpe durch die hohe Marktdurchdringung und die Qualitätsführerschaft in diesem Segment. Zusätzliche Chancen ergeben sich aus der Diversifikation des Pumpengeschäftes hin zu Dosiersystemen. Zusammenfassende Bewertung der Chancen und Risikolage Aus der Analyse der derzeit erkennbaren Einzelrisiken sind auch vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen keine Anhaltspunkte ersichtlich, die den Fortbestand der Mahr Gruppe gefährden könnten.
Göttingen, 27. April 2023 Carl Mahr GmbH & Co. KG Manuel Hüsken, Geschäftsführer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2022
Konzernanhang für 2022Allgemeine HinweiseDie Carl Mahr GmbH & Co. KG mit Sitz in Göttingen ist im Handelsregister des Amtsgerichts Göttingen unter der Nummer HRA 3519 eingetragen. Die Gesellschaft erstellt und veröffentlicht erstmals einen Konzernabschluss. In der Vergangenheit wurde der Konzernabschluss durch ihre mittelbare Tochter, die Carl Mahr Holding GmbH, Göttingen, aufgestellt. Die Carl Mahr GmbH & Co. KG wurde 1999 errichtet. Die Gesellschafter haben im Rahmen der Gesellschaftsgründung ihre an der Carl Mahr Holding GmbH gehaltenen Anteile in die neu gegründete Kommanditgesellschaft eingebracht. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Konsolidierungskreis und -stichtag Da der Carl Mahr GmbH & Co. KG die Mehrheit der Stimmrechte an den einbezogenen Tochterunternehmen zusteht, ist diese damit gemäß §§ 290 ff. HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen. In den Konzernabschluss der Carl Mahr GmbH & Co. KG sind neben der Mutter alle direkt und indirekt gehaltenen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen. Tochterunternehmen, an denen die Carl Mahr GmbH & Co. KG mit mehr als 50 % beteiligt ist, werden nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss mit einbezogen. Im Einzelnen sind folgende Tochterunternehmen im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung berücksichtigt worden:
Bilanzstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2022. Die NanoFocus AG in Oberhausen und die Breitmeier GmbH die bislang nach der Equity-Methode in dem Konzernabschluss mit berücksichtigt wurden, sind seit dem 01.04.2020 vollkonsolidiert in den Konzern eingeflossen. KonsolidierungsgrundsätzeKapitalkonsolidierung Die erstmalige Kapitalkonsolidierung der Carl Mahr Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften folgt der Interessenzusammenführungsmethode gem. § 302 HGB a.F. Dabei kommt es nicht zu einer Aufdeckung stiller Reserven. Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder für zugekaufte Kapitalanteile, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Buchwertmethode zum Erwerbszeitpunkt oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung vorgenommen. Die zu aktivierenden Beträge ordneten wir dabei so weit wie möglich den betreffenden Aktivposten zu; der Restbetrag wurde als Firmenwert ausgewiesen. Passivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung erfassten wir innerhalb des Eigenkapitals. Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs nach dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Für die Anteile an einbezogenen Unternehmen, die nicht dem Mutterunternehmen gehören, ist in Höhe des Anteils am Eigenkapital ein Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile gebildet worden. Zwischenergebniseliminierung Soweit in den zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Vorräten Zwischenergebnisse aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr enthalten sind, werden diese erfolgswirksam eliminiert. Soweit bei konzerninternen Verkäufen von Sachanlagegegenständen Buchgewinne oder Buchverluste entstanden sind, werden diese nicht eliminiert. Die Gesellschaft macht vom Wahlrecht des § 304 Abs. 2 HGB Gebrauch, da die Eliminierung nur einen unwesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns hätte. Schuldenkonsolidierung Die Schuldenkonsolidierung wird gemäß § 303 HGB vorgenommen. Unterschiede, die sich aus Kursdifferenzen ergeben haben, werden in den Posten Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt. Unterschiede, die aus Einzelwertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen oder aus Forderungsverzichten innerhalb des Konsolidierungskreises resultieren, werden erfolgswirksam korrigiert. Eventualverbindlichkeiten sind im erforderlichen Umfang konsolidiert worden. Aufwands- und Ertragskonsolidierung In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind die Aufwendungen und Erträge nach Verrechnung von konzerninternen Vorgängen gemäß § 305 HGB ausgewiesen. Steuerabgrenzung Als Folge der erfolgswirksamen Schuldenkonsolidierung und Zwischenerfolgseliminierung sind gemäß § 306 HGB Steuerabgrenzungen vorzunehmen. Hierbei ist mit einem Ertragsteuersatz von 30 % (Vj. 30 %) gerechnet worden. Nicht beherrschende Anteile Soweit Anteile an in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen nicht dem Mutterunternehmen gehören, wird gemäß § 307 HGB ein Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile ausgewiesen. Nicht beherrschenden Anteilen zustehende Gewinne und auf sie entfallende Verluste sind in den Posten einbezogen und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Posten "Gewinnvortrag aus dem Vorjahr" gesondert ausgewiesen. Währungsumrechnung Die funktionale Währung des Konzerns entspricht der Berichtswährung. Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Einzelabschlüsse erfolgt unverändert nach der modifizierten Stichtagsmethode. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag zu historischen Kursen), mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen als "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden einheitlich, im Wesentlichen unverändert gegenüber dem Vorjahr, nach den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen der Carl Mahr Holding GmbH und des Mutterunternehmens aufgestellt. Die Jahresabschlüsse von assoziierten Unternehmen wurden nicht an die konzerneinheitlichen Methoden angepasst. Die Jahresabschlüsse sind in der funktionalen Währung der jeweiligen Gesellschaft erstellt. Diese stimmt bei den einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen mit der Landeswährung überein, in dem die Tochtergesellschaft ihren Sitz hat. Eine Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden erfolgt zum Mittelkurs des Bilanzstichtages (Stichtagskurs). Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und damit das Jahresergebnis werden mit dem Durchschnittskurs berechnet. Differenzen aus der Umrechnung des Jahresabschlusses des ausländischen Tochterunternehmens werden erfolgsneutral im gesonderten Posten "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" im Konzerneigenkapital erfasst. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu ihren Herstellungskosten bewertet und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer von 5 Jahren um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 5 und 10 Jahren. Geschäfts- oder Firmenwerte einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Anteilen werden über einen Zeitraum von 5 bis 10 Jahren, abhängig von dem Zeitraum, über den der Konzern voraussichtlich Nutzen aus diesen ziehen wird, linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Zinsen für Fremdkapital werden nicht mit in die Herstellungskosten einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Für Bearbeitungsmaschinen, sonstige Betriebsausstattung und sonstige Geschäftsausstattung die in 2009 und in 2010 zugegangen sind, wird die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Zur linearen Methode wird in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt, übergegangen. Die übrigen Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die abnutzbaren Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben:
Außerplanmäßige Abschreibungen werden - soweit erforderlich - in ausreichendem Umfang vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die geleisteten Anzahlungen werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Bei den Finanzanlagen werden die Wertpapiere zu Anschaffungskosten und die sonstigen Ausleihungen zum Nennwert unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Konzernherstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Standardherstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch notwendige und angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten, der Fremdkapitalzinsen und Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie der Abschreibungen einbezogen werden. Die Standardherstellungskosten werden jeweils mit den Istkosten verglichen und gegebenenfalls angepasst. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit, drohenden Verlusten und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Wertpapiere des Umlaufvermögens setzten wir zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Tageswerten an. Liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag sind als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2018G ermittelt. Den Altersteilzeit- und Jubliäumsrückstellungen liegen ebenfalls entsprechende versicherungsmathematische Berechnungen zugrunde. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung kommt ein Rechnungszins auf Basis der letzten 10 Jahre (§ 253 Abs. 2 HGB) zur Anwendung, welcher bei einer pauschalen Restlaufzeit der Verpflichtung von 15 Jahren 1,78 % (Vorjahr 1,87 % beträgt. Der Differenzbetrag der Rückstellung aus dem Durchschnittszins der letzten 7 sowie 10 Jahre von 1,44 % bzw. 1,35 % beträgt TEUR 1.751 und ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB mit einer Ausschüttungssperre belegt. Bei der Berechnung war kein Gehaltsdynamiktrend zugrunde zu legen. Der Rentendynamiktrend betrug 2,0 % (Vorjahr 1,50 %). Die Fluktuation wurde mit 3,0 % (Vorjahr 3,0 %) unterstellt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Soweit im Rahmen des Erwerbs von Tochterunternehmen steuerliche Verlustvorträge mit erworben werden, für die innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verrechenbarkeit zu erwarten ist, wird die Möglichkeit, hierfür im Zuge der Kaufpreisaufteilung bis zum Ablauf der Anpassungsperiode i. S. d. § 301 Abs. 2 Satz 2 HGB aktive latente Steuern erfolgsneutral zu berücksichtigen, in Anspruch genommen. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung: Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die "Einfrierungsmethode" angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag sind als passive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wurden in Höhe von TEUR 3.341 (Vorjahr TEUR 4.904) aktiviert. Insgesamt fielen im Geschäftsjahr Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 14.643 (Vorjahr TEUR 15.700) an. Aus der vollständigen Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts an der NanoFocus AG entstanden außerplanmäßige Aufwendungen von EUR 1,5 Mio. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Gegen die Carl Mahr Verwaltungs GmbH, Göttingen, bestehen sonstige Forderungen von TEUR 33 (Vj. TEUR 30). Latente Steuern Die latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:
Der Berechnung wurde für inländische Steuern ein Steuersatz von 30,875 % zugrunde gelegt. Es handelt sich dabei um den Steuersatz im Organkreis der Carl Mahr Holding GmbH, in der sämtliche inländischen Unternehmensaktivitäten zusammenführt werden. Für ausländische Steuern kamen folgende Steuersätze zur Anwendung: USA 24,84 %. Die aktiven latenten Steuern enthalten solche aus Konsolidierungsmaßnahmen (Zwischenergebniseliminierung) in Höhe von TEUR 1.301. Eigenkapital Das Eigenkapital setzt sich aus der Kommanditeinlage in Höhe von TEUR 20.000 (Vj. TEUR 20.000), einer Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 54.864 (Vj. TEUR 54.864) und einer im Geschäftsjahr 2022 neu gebildeten gesamthänderischen Sonderkapitalrücklage in Höhe von TEUR 34.500 zusammen. Darüber hinaus enthält das Eigenkapital Beträge aus der Verrechnung sonstiger Konsolidierungsmaßnahmen. Die Zusammensetzung und Veränderung der Posten innerhalb des Eigenkapitals ist aus dem Konzern-Eigenkapitalspiegel ersichtlich. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Der Konsolidierungsausgleichsposten enthält Differenzen aus Währungsumrechnungen, die im Konzernabschluss erfolgsneutral im Eigenkapital dargestellt werden.
Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Der passive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung stammt aus der Kapitalkonsolidierung folgender Gesellschaften:
Diese Beträge stellen die thesaurierten Ergebnisse bis zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung dar und haben Rücklagencharakter. Nicht beherrschende Anteile Die nicht beherrschenden Anteile am Konzerneigenkapital sind aus nachstehender Tabelle ersichtlich:
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 1.128, von dem TEUR 959 bei der Carl Mahr Holding GmbH einer Ausschüttungssperre unterliegen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für Altersteilzeit, Jubiläen, Urlaubsansprüche, Gleitzeitüberhänge, Mitarbeitersonderzahlungen, Garantiefälle, Drohverluste aus schwebenden Geschäften, ausstehende Rechnungen und Restprovisionen sowie für Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten sowie einer Rückstellung für Restrukturierung. An Arbeitnehmer im Rahmen der Ergänzungsvereinbarung über die Verwendung von Bestandteilen künftiger Ansprüche und die Bildung von Zeitwertkonten verpfändete Wertpapierdepots für die Sicherung derer Ansprüche aus Altersteilzeit stellen saldierungspflichtiges Deckungsvermögen dar, da sie ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen sind. Sie wurden in Übereinstimmung mit den geänderten gesetzlichen Vorschriften (BilMoG, § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) zu ihrem Zeitwert (TEUR 1.169) mit dem dazugehörigen Erfüllungsbetrag (TEUR 1.743) verrechnet. Der passivische Überhang ist als Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im folgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Verbindlichkeiten gegenüber der Carl Mahr Verwaltungs GmbH bestanden zum Abschlussstichtag von TEUR 220. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegen mit Valuta zum Stichtag in Höhe von TEUR 17.148 vor. Davon haben TEUR 0 eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Davon sind TEUR 17.148 über einen Konsortialkreditvertrag wie folgt besichert:
Der Konsortialdarlehensvertrag besteht unter der Führerschaft der Carl Mahr Holding GmbH. Aus unserer Sicht besteht kein Risiko der Inanspruchnahme des Vertrages. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen in Höhe von TEUR 6.827 sonstige finanzielle Verpflichtungen bzw. außerbilanzielle Geschäfte. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2023 und 2027. Derivative Finanzinstrumente In 2022 wurden zwei Devisentermingeschäfte mit einer maximalen Laufzeit bis 29.12.2023 abgeschlossen, bei dem monatlich, zu einem festgelegten Umrechnungskurs, TUSD 100 bzw. TUSD 200 in Euro getauscht werden. Die Geschäfte weisen zum Stichtag einen negativen Barwert von TEUR 52 aus. Folgende Bewertungsmethoden wurden angewandt: Die Bewertung wurde nach der Barwertmethode vorgenommen. Diese gibt den Wert des betreffenden Finanzinstrumentes unter den vorherrschenden Marktbedingungen wieder und leitet sich ab vom indikativen Preis, zu dem die Bank das Finanzinstrument beendet und abgeschlossen bzw. zurückgekauft und verkauft hätte. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse stammen aus dem Verkauf und der Reparatur von Mess- und Prüfgeräten und gliedern sich - geographisch - folgendermaßen:
Materialaufwand Der Gesamtbetrag des Materialaufwands betrug TEUR 53.275 (Vj. TEUR 53.667). Personalaufwand
Entwicklungskosten Der Gesamtbetrag der Entwicklungskosten betrug TEUR 14.643 (Vj. TEUR 15.700). Es wurden im Geschäftsjahr Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 3.341 (Vj. TEUR 4.904) aktiviert. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Versicherungsentschädigung in Höhe von TEUR 9.966 (außerordentlicher Posten im Sinne des § 285 Nr. 31 HGB) sowie aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 4.414 (Vj. TEUR 1.113) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 5.356 (Vj. TEUR 2.999) enthalten. Folgende wesentliche aperiodische Erträge und Aufwendungen sind zu nennen:
Sonstige AngabenGeschäftsführung
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a und b i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB wurde auf die Angabe der Bezüge verzichtet. Die Gesamtbezüge für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung der Muttergesellschaft und ihre Hinterbliebenen betrugen TEUR 365. Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung der Muttergesellschaft und ihre Hinterbliebenen sind Pensionsrückstellungen in voller Höhe gebildet; diese belaufen sich zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 5.208. Beirat der Carl Mahr GmbH & Co. KG
Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Honorare des Konzernabschlussprüfers für das Geschäftsjahr Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für
Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. Konzernverhältnisse Ein Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von der Carl Mahr GmbH & Co. KG, Göttingen, erstellt. Die Offenlegung erfolgt im Bundesanzeiger. Folgende Tochterunterunternehmen nehmen die Erleichterungsvorschriften der § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:
Erläuterungen zur KonzernkapitalflussrechnungDer Finanzmittelfonds setzt sich aus den Bilanzposten Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sowie sonstige Wertpapiere abzgl. kurzfristiger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beinhaltet außerordentliche Posten (Versicherungserstattungen) im Sinne des § 285 Nr. 31 HGB in Höhe von TEUR 9.966.
Göttingen, 27. April 2023 Carl Mahr GmbH & Co. KG Manuel Hüsken, Geschäftsführer Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung für 2022
Konzern-Eigenkapitalspiegel für 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Carl Mahr GmbH & Co. KG, Göttingen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Carl Mahr GmbH & Co. KG, Göttingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Carl Mahr GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, den 4. Mai 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Sabrina Pankse, Wirtschaftsprüferin ppa. Maik Schure, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 14. Juli 2023 gebilligt. |
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