AGRO Donau-Ries GmbH -Raiffeisen-

An der Lach 8, 86720 Nördlingen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 11045
Vorher
AGRO-Donau-Ries GmbH -Raiffeisen-
Eingetragen
13.1.1987
Branche
Großhandel mit landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Grundstoffen, lebenden Tieren, textilen Rohstoffen und Halbwaren
Gegenstand
Durchführung des Warengeschäftes, insbesondere der An- und Verkauf landwirtschaftlicher Bedarfsartikel und Erzeugnissen sowie der Handel mit sonstigen Waren, außerdem Dienstleistungen im landwirtschaftlichen Bereich .

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Heiko Loi
seit 7.8.2019
Prokura
Frank Ruf
seit 24.9.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Raiffeisen-Volksbank Ries eG
Germany
1.645.600 €
68.00%
Raiffeisen-Volksbank Donauwörth eG
Germany
411.400 €
17.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AGRO Donau-Ries GmbH -Raiffeisen-

Nördlingen

Jahresabschluss zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.23

Aktivseite

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.160,25 5.798,40
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 5.799.871,42 6.075.474,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 836.038,51 951.881,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 673.476,69 861.461,33
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 927,99 2.139,65
7.310.314,61 7.890.956,91
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 461,12 461,12
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.300,00 1.300,00
3. Sonstige Ausleihungen 11.019,49 0,00
12.780,61 1.761,12
ANLAGEVERMÖGEN insgesamt 7.325.255,47 7.898.516,43
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. VORRÄTE
1. Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.297,62 6.578,22
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.969.852,17 7.870.177,29
4.976.149,79 7.876.755,51
II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, 2.012.639,02 2.138.216,47
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen, 126,20 0,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, 0,00 104,87
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)
4. Sonstige Vermögensgegenstände, 288.932,22 97.709,99
davon Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)
2.301.697,44 2.236.031,33
III. KASSENBESTAND, BUNDESBANKGUTHABEN, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN UND SCHECKS 4.354,54 2.326,97
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 21.360,00 17.706,78
14.628.817,24 18.031.337,02

Passivseite

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. GEZEICHNETES KAPITAL 2.420.000,00 2.420.000,00
II. KAPITALRÜCKLAGE 0,00 0,00
III. GEWINNRÜCKLAGEN
- Andere Rücklagen 400.000,00 200.000,00
IV. GEWINNVORTRAG 57.648,64 6.916,36
V. JAHRESÜBERSCHUSS 177.448,32 250.732,28
EIGENKAPITAL insgesamt 3.055.096,96 2.877.648,64
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Sonstige Rückstellungen 464.557,82 565.862,76
464.557,82 565.862,76
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, 8.084.246,97 9.492.908,02
davon mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr: € 4.786.683,14 (Vorjahr: € 5.875.476,39)
von mehr als 1 Jahr: € 3.297.563,83 (Vorjahr: € 3.617.431,63)
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.043.866,75 3.182.538,73
davon mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr: € 1.043.866,75 (Vorjahr: € 3.182.538,73)
von mehr als 1 Jahr: € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, 1.835.315,27 1.517.591,80
davon mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr: € 1.835.315,27 (Vorjahr: € 1.517.591,80)
von mehr als 1 Jahr: € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, 60,56 59,75
davon mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr: € 60,56 (Vorjahr: € 59,75)
von mehr als 1 Jahr: € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)
5. Sonstige Verbindlichkeiten, 144.668,78 394.727,32
davon - aus Steuern: € 17.605,75 (Vorjahr: € 15.194,81)
- im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 4.924,49 (Vorjahr: € 3.646,69)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: € 144.668,78 (Vorjahr: € 394.727,32)
von mehr als 1 Jahr: € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)
11.108.158,33 14.587.825,62
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.004,13 0,00
14.628.817,24 18.031.337,02

Gewinn- und Verlustrechnung 31.12.2023

2023
EUR
EUR Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse 33.390.826,93 36.657.473,42
2. Sonstige betriebliche Erträge 146.919,19 33.537.746,12 164.096,09
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 29.556.927,40 29.556.927,40 32.914.121,36
Rohergebnis 3.980.818,72 3.907.448,15
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.486.193,72 1.522.203,02
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung, 324.644,51 1.810.838,23 324.218,91
davon Altersversorgung: € 21.891,28 (Vorjahr: € 21.658,12)
5. a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 607.129,99 641.719,45
b) auf Vermögensgegenstände des Umlauf vermögens, soweit diese die in der Gesellschaft
üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 0,00
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.175.428,35 1.782.558,34 1.019.063,23
Zwischensumme 387.422,15 400.243,54
7. Erträge aus Beteiligungen 78,00 78,00
davon von verbundenen Unternehmen € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, 65.980,58 31.091,88
davon von verbundenen Unternehmen € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)
davon Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen: € 80,10 (Vorjahr: € 33,04)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen, 258.768,58 192.710,00 163.875,31
davon an verbundene Unternehmen: € 151.432,74 (Vorjahr: € 91.331,34)
davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen: € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag -0,50 -0,50
davon aus der Zuführung / Auflösung latenter Steuern: € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)
11. Ergebnis nach Steuern 194.712,65 267.538,61
12. Sonstige Steuern 17.264,33 16.806,33
13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 177.448,32 250.732,28

Anhang 31.12.2023

A. ERLÄUTERUNGEN

a) Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft firmiert unter: AGRO Donau-Ries GmbH -Raiffeisen-. Sie hat ihren Sitz in Nördlingen und ist unter Nr. HRB 11045 beim Amtsgericht Augsburg eingetragen.

Die Bilanzierung erfolgte nach §§ 246 ff. HGB unter Beachtung der speziellen Vorschriften für Kapitalgesellschaften in den §§ 264 ff. HGB.

Die AGRO Donau-Ries GmbH -Raiffeisen-, Nördlingen, ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Größenabhängige Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurden nicht in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Das Geschäftsjahr 2023 war durch einen stetigen Preisrückgang, nach einem massiven Preisauftrieb im Geschäftsjahr 2022 mit Ausbruch des Russland-Ukraine-Konfliktes geprägt, welcher insbesondere die Teilsparten Düngemittel, Futtermittel, Getreide und Ölsaaten betraf. Infolgedessen ergaben sich deutliche Preisreduktionen, die sich auf einen Großteil der Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wertmindernd auswirkten und die Ertragslage tendenziell belasteten.

b) Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer und degressiver Abschreibungen bilanziert. Erhaltene Investitionszuschüsse wurden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten gekürzt. Es erfolgte eine Ausrichtung an den steuerlichen Vorschriften.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis einschließlich 250,00 EUR werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Aufwand erfasst. Vermögensgegenstände mit einem Wert von 250,00 EUR bis 1.000,00 EUR werden in einem Sammelposten zusammengefasst, welcher über fünf Jahre gleichmäßig aufgelöst und anschließend als Abgang im Anlagespiegel behandelt wird.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vorräte werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren Marktwert zum Bilanzstichtag angesetzt. Insoweit als der retrograd ermittelte verlustfreie Wert niedriger war, kommt dieser zum Ansatz. Abschläge für eingeschränkte Verwertbarkeit aufgrund des strengen Niederstwertprinzips werden vorgenommen. Wesentliche Einzelartikel werden unternehmensweit einheitlich bewertet. Düngemittel werden grundsätzlich unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips sortenbezogen mit dem gewogenen Durchschnitt der letzten Einkäufe bewertet.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu ihren Anschaffungskosten angesetzt. Zweifelhafte Forderungen sind einzelwertberichtigt, uneinbringliche Forderungen sind abgeschrieben. Das allgemeine Ausfallrisiko sowie Delcredereaufwendungen sind durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert bewertet.

Zur periodengerechten Erfolgsabgrenzung wurde ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten für Altersvorsorgebeiträge, Leasingkosten, Lizenzen, Versicherungsbeiträge und sonstige Aufwendungen gebildet.

Gemäß § 274 HGB ist eine Gesamtdifferenzbetrachtung der steuerlichen Latenzen erfolgt, wobei sich ein Aktivüberhang ergibt, der unter Ausübung des Wahlrechtes nicht gebucht wurde. Die ermittelten Latenzen beruhen auf den Bilanzposten Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Rückstellungen sowie Verlustvorträge.

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) wird mit dem Nominalbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen (465 TEUR) werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages dotiert.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden zur periodengerechten Erfolgsermittlung für vereinnahmte Lagergelder gebildet.

c.) Erläuterungen zu Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und Beteiligungsunternehmen sind in der Bilanz gesondert dargestellt. Beide Posten betreffen Forderungen gegenüber Gesellschaftern. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind ebenfalls dort angegeben.

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.
EUR
Zugänge
EUR
davon Zinsen
EUR
Umbuchungen
EUR
a) Abgänge b) Zuschüsse
EUR
Stand 31.12.
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und Werte, Lizenzen 24.420,83 0,00 0,00 0,00 0,00 24.420,83
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
24.420,83 0,00 0,00 0,00 0,00 24.420,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte 8.631.341,24 0,00 0,00 0,00 0,00 8.631.341,24
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.116.631,93 468,29 0,00 0,00 0,00 2.117.100,22
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 2.236.879,41 24.141,95 0,00 1.211,66 a) 31.005,07 2.231.227,95
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.139,65 0,00 0,00 -1.211,66 0,00 927,99
12.986.992,23 24.610,24 0,00 0,00 31.005,07 12.980.597,40
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 461,12 0,00 0,00 0,00 0,00 461,12
4. Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Geschäftsguthaben bei Genossenschften 1.300,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.300,00
6. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
7. Sonstige Ausleihungen 0,00 13.419,49 419,49 0,00 2.400,00 11.019,49
1.761,12 13.419,49 419,49 0,00 2.400,00 12.780,61
insgesamt 13.013.174,18 38.029,73 419,49 0,00 33.405,07 13.017.798,84
Abschreibungen
Stand 01.01. (kumuliert) Abschreibungen Geschäftsjahr Abschreibungs- veränderung i.Z.m. Abgängen Abschreibungs- veränderung i.Z.m. Zuschreibungen Abschreibungs- veränderung i.Z.m. Umbuchungen Stand 31.12. (kumuliert)
des Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und Werte, Lizenzen 18.622,43 3.638,15 0,00 0,00 0,00 22.260,58
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
18.622,43 3.638,15 0,00 0,00 0,00 22.260,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte 2.555.866,31 275.603,51 0,00 0,00 0,00 2.831.469,82
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.164.750,93 116.310,78 0,00 0,00 0,00 1.281.061,71
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 1.375.418,08 211.577,55 29.244,37 0,00 0,00 1.557.751,26
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5.096.035,32 603.491,84 29.244,37 0,00 0,00 5.670.282,79
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Geschäftsguthaben bei Genossenschften 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
6. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
7. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
insgesamt 5.114.657,75 607.129,99 29.244,37 0,00 0,00 5.692.543,37
Entwicklung des Anlagevermögens 2023 Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und Werte, Lizenzen 2.160,25
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00
2.160,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte 5.799.871,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 836.038,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 673.476,69
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 927,99
7.310.314,61
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 0,00
3. Beteiligungen 461,12
4. Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 0,00
5. Geschäftsguthaben bei Genossenschften 1.300,00
6. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00
7. Sonstige Ausleihungen 11.019,49
12.780,61
insgesamt 7.325.255,47

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Umsatzsteuerforderungen über 276 TEUR enthalten.

Die Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaub und Überstunden (170 TEUR), Rückstellungen für variable Gehaltsbestandteile (111 TEUR), Drohverlustrückstellungen (52 TEUR), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (38 TEUR), Beiträge zur Berufsgenossenschaft (26 TEUR) und Jahresabschlusskosten (35 TEUR). Rückstellungen gegenüber Gesellschaftern betreffen Nebenkostenumlagen für angemietete Lagerstellen in Höhe von 3 TEUR.

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 4.457.920,09 EUR sowie gegenüber Beteiligungsunternehmen und gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 3.626.326,88 EUR enthalten. Weitere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Beteiligungsunternehmen sind in der Bilanz gesondert dargestellt. Beide Posten betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr bzw. von mehr als einem Jahr sind ebenfalls in der Bilanz angegeben.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren sind in Höhe von 1.941.264,11 EUR vorhanden. Die Fristengliederung der Verbindlichkeiten ist im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.

Verbindlichkeitenspiegel AGRO Donau-Ries GmbH -Raiffeisen- Nördlingen im Geschäftjahr 2023

Gesamtbetrag
Euro
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
Euro
1 bis 5 Jahre
Euro
über 5 Jahre
Euro
Euro
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 8.084.246,97 4.786.683,14 1.356.299,72 1.941.264,11 500.000,00
SÜ 1.000.000,00
BuG 2.000.000,00
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.043.866,75 1.043.866,75 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.835.315,27 1.835.315,27 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 60,65 60,65 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 144.668,78 144.668,78 0,00 0,00 0,00
Gesamtsumme 11.108.158,42 7.810.594,59 1.356.299,72 1.941.264,11 500.000,00
SÜ 1.000.000,00
BuG 2.000.000,00
davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 8.084.307,62 4.786.743,79 1.356.299,72 1.941.264,11 500.000,00
SÜ 1.000.000,00
BuG 2.000.000,00
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternhehmen 4.457.980,74 2.640.714,95 745.736,79 1.071.529,00 500.000,00
SÜ 1.000.000,00
BuG 2.000.000,00
davon Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 3.626.326,88 2.146.028,84 610.562,92 869.735,12 500.000,00
SÜ 1.000.000,00
BuG 2.000.000,00

Für die ausgewiesenen Verbindlichkeiten wurden den Gesellschaftern Sicherheiten in Form von Buchgrundschulden in Höhe von 500.000,00 EUR, 1.000.000,00 EUR und 2.000.000,00 EUR, Sicherungsübereignungen von Warenbeständen und vom finanzierten Fuhrpark gewährt.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Erträge und Aufwendungen aus der Abzinsung sind gesondert als Davon-Vermerk in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.

Periodenfremde und neutrale Erträge und Aufwendungen waren wie folgt zu verzeichnen:

Erträge aus Auflösung von Wertberichtigungen 51 TEUR

Erträge aus Auflösung von Rückstellungen 21 TEUR

Aufwendungen aus Zuführung zu Wertberichtigungen 148 TEUR

d) Sonstige Angaben

Finanzielle Verpflichtungen bestehen in Form der gemieteten Niederlassungen (ausschließlich Nebenlager). Die diesbezüglichen Mietverträge sind von unbestimmter Dauer. Die zu wesentlichen Teilen vom Jahresumsatz 2022 abhängige Umsatzmiete beträgt 71.392,78 EUR. Davon entfallen 71.392,78 EUR auf Gesellschafter und hiervon 35.307,31 EUR auf verbundene Unternehmen.

Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten im Geschäftsjahr betrug:

Vollzeitkräfte 23,00
Teilzeitkräfte 16,00
Geringfügig Beschäftigte 6,75
Auszubildende 1,50
Kurzfristig Beschäftigte 1,00

Die Angabe zu den Gesamtbezügen des Geschäftsführers und des Aufsichtsrates unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Der Aufsichtsrat der AGRO Donau-Ries GmbH -Raiffeisen- setzt sich wie folgt zusammen:

Paul W. Ritter, Bankdirektor, Nördlingen - Vorsitzender

Sitz der Raiffeisen-Volksbank Donauwörth eG derzeit unbesetzt (ab 01.07.2021)

Roland Gieß, Bankdirektor, Schrobenhausen

Bernd Frisch, Bankdirektor, Fessenheim

Siegfried Doppelbauer, Landwirt, Bühl

Der Geschäftsführer der AGRO Donau-Ries GmbH -Raiffeisen- ist:

Frank Ruf, Dipl. oec., Nördlingen

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht vorhanden.

B. Ergebnisverwendung

Der Geschäftsführer schlägt vor, den entstandenen Bilanzgewinn in Höhe von 235.096,96 EUR bestehend aus dem Jahresüberschuss 2023 mit 177.448,32 EUR und dem Gewinnvortrag in Höhe von 57.648,64 EUR wie folgt zu verwenden:

- Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen: 200.000,00 EUR

- Vortrag auf neue Rechnung: 35.096,96 EUR

 

Nördlingen, den 19. Februar 2024

AGRO Donau-Ries GmbH -Raiffeisen-

Frank Ruf, Geschäftsführer

Lagebericht 31.12.2023

I. Geschäftsverlauf

1. Branchenentwicklung

2. Absatz- und Umsatzentwicklung

3. Beschaffung

4. Umwelt

5. Investitionen

6. Finanzierungsmaßnahmen

7. Personal- und Sozialbereich

8. Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

9. Zusammenfassung und Beurteilung der Entwicklung durch die Geschäftsführung

II. Lage der Gesellschaft

1. Vermögens- und Finanzlage

2. Ertragslage

III. Risikobericht

IV. Voraussichtliche Entwicklung

V. Zweigniederlassungen

I. Geschäftsverlauf

1. Branchenentwicklung

Im Jahr 2023 wurde die konjunkturelle Entwicklung maßgeblich durch die Auswirkungen des Ukrainekrieges und den Spätfolgen der Coronapandemie belastet. Das Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %, nachdem es in 2022 noch um 1,8 % gestiegen war. Die Inflationsrate hat sich zwar leicht verbessert, sie lag im Jahresdurchschnitt bei 5,9 % (Vorjahr 6,9 %), die Preissteigerungen sind aber nach wie vor stark belastend für die deutsche Volkswirtschaft zu charakterisieren. Hauptpreistreiber sind die nach wie vor stark gestiegenen Energiekosten. Im Jahresverlauf 2023 wirkten sich die kräftigen Leitzinsanhebungen der westlichen Notenbanken auf viele Wirtschaftszweige sehr stark aus, wobei die Bauindustrie am stärksten beeinträchtigt wurde. Zusätzlich befeuern die Spannungen im nahen Osten durch den im letzten Quartal ausgebrochenen Gaza-Krieg die geopolitischen Spannungen und damit die Unsicherheit an den Märkten.

Für den Rückgang der Gesamtteuerungsrate war in erster Linie der nachlassende Preisanstieg bei Energie verantwortlich. Durch staatliche Entlastungsmaßnahmen, sowie durch rückläufige Notierungen bei den Energieträgern, verteuerten sich Energieprodukte 2023 um nur 5,3 %, nach einem drastischen Anstieg um 29,7 % in 2022. Bei den Nahrungsmitteln hielt die Preisaufwärtsspirale nahezu ungebremst an. Es kam zu einer Verteuerung von 12,4 % nach einer Erhöhung um 13,4 % im Vorjahr.

Im Vorjahr verzeichnete der private Konsum durch die Erholung von der Coronakrise noch einen kräftigen Zuwachs von 3,9 %, im Jahr 2023 ging dann aber der private Konsum um 0,8 % zurück. Der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise dämpfte die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte deutlich. Trotz der insgesamt robusten Arbeitsmarktlage und der vielfach deutlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen gaben die Privathaushalte erheblich weniger aus.

Der Staatskonsum der im Vorjahr noch um 1,6 % gestiegen war, verringerte sich um 1,7 %.

Der Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandproduktes ist auf die geringeren Konsumausgaben zurückzuführen.

Der Arbeitsmarkt bleib trotz der wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen sehr solide. Die Arbeitslosenquote stieg zwar von 5,3 % auf 5,7 % an, was aber auch der verstärkten statistischen Erfassung Geflüchteter geschuldet ist. Um rund 300.000 stieg die Erwerbstätigenzahl im Vergleich zum Vorjahr auf einen Rekordwert von 45,9 Mio. Menschen. Die demografische Entwicklung und der sich weiter verschärfende Fachkräftemangel stellen nach wie vor eine Herausforderung für die Unternehmen dar.

Die Agrarbranche ist unverändert geprägt von einem anhaltenden Strukturwandel der landwirtschaftlichen Betriebe. Daraus leitet sich ein beschleunigter Konzentrationsprozess ab. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe geht im Arbeitsgebiet jährlich um ca. 2 % zurück, Tendenz weiter steigend. Die Betriebsgröße steigt sukzessive an. Durch die zunehmenden regulatorischen Eingriffe (z. B. Düngeverordnung, Initiative Tierwohl, Wirkstoffzulassungsauslauf, Bio-Anteil), die gesellschaftliche Kritik an der konventionellen Erzeugung, die Nachfolgeproblematik, verstärkte Marktpreisvolatilitäten und die vermehrten extremen Wetterlagen wird sich dieser Prozess zukünftig noch weiter beschleunigen. Zusätzlich verändert der Klimawandel den Anbau, so dass vermehrt trocken- und hitzetolerante Sorten zum Einsatz kommen. Dies wirkt sich zusammen mit dem Fachkräftemangel auch auf die Struktur im Agrarhandel aus und führt auch hier zu einem Strukturwandel, hin zu größeren Einheiten und schlankeren, leistungsfähigeren Organisationen.

Die Absatzmenge bei Mineraldünger (inklusive Kalkdünger) ist im Wirtschaftsjahr 2022/23 mit 4,09 Mio. t (Vorjahr 4,32 Mio. t) erneut zurückgegangen. Zurückzuführen ist dies neben Witterungseinflüssen und der Düngeverordnung auf einen preisbedingten Nachfragerückgang.

In den einzelnen Düngersparten gab es teils drastische Veränderungen zum Vorjahr:

Bezeichnung Absatzmenge in Mio. t Veränderung zur Vorperiode
in %
Stickstoffdünger 1,04 -5,3
Phosphatdünger 0,12 +1,4
Kalidünger 0,24 -21,8
Kalkdünger (Absatzmenge variiert stark witterungsbedingt) 2,69 -2,0

Quelle: DRV Jahresbericht Agrarwirtschaft 2023

Nach einem bisher noch nie dagewesenen Preisauftrieb bei Düngemitteln aufgrund des Energiepreisschocks im Vorjahr, entwickelten sich die Marktpreise für Düngemittel seit dem letzten Quartal 2022 sukzessive zurück, bis auf ein noch leicht erhöhtes Niveau zum Jahresende 2023. Auch in 2024 setzte sich der Preisrückgang insbesondere bei Stickstoffdüngern weiter fort. Infolge des Preisverfalls bei Getreide und Ölsaaten, vor allem durch das Überangebot am europäischen Markt, sowie der anhaltend fallenden Marktpreistendenz zeigte sich insbesondere im Herbstgeschäft 2023 eine stärkere Kaufzurückhaltung in der Landwirtschaft.

Die Futtermittelwirtschaft und deren Absatzmengen werden stark beeinflusst von der Grundfutterversorgung und den Tierbeständen. Die Grundfutterversorgung mit betriebseigenem Futter wurde von den landwirtschaftlichen Betrieben aufgrund der Erfahrungen der Vorperioden mit ihren Witterungsextremen ausgebaut, um Versorgungsengpässen vorzubeugen. Die Silomaisernte konnte in 2023 deutliche Zuwächse im Vergleich zu einem sehr schwachen Vorjahr erzielen. Es kam zu einem Anstieg von 10,8 % und damit zu einer Erntemenge von 81 Mio. t in 2023. Insgesamt gesehen ist die Versorgungslage mit Grundfutter besser als in der Vorperiode zu bewerten, allerdings mit Luft nach oben. Nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung lag im vergangenen Wirtschaftsjahr (WJ) 2022/2023 die Mischfutterproduktion bundesweit bei 21,8 Mio. t und sank somit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,4 %. Vor allem im Bereich des Schweinefutters ist ein deutlicher Produktionsrückgang im Vergleich zum Wirtschaftsvorjahr zu verzeichnen. Dies zeichnet die prekäre wirtschaftliche Situation der schweinehaltenden Betriebe ab. Rasant steigende Kosten für Betriebsmittel und zunehmende gesetzliche Anforderungen standen wenig kostendeckenden Schlachttierpreisen gegenüber.

In der Saison 2023 kam es laut dem Handelspanel der Raiffeisen Service GmbH zu einer fast unveränderten Absatzmenge an Pflanzenschutzmittel gegenüber dem Vorjahr (+1 %). Zuwächse gab es hauptsächlich bei den Fungiziden (+7,1 %), demgegenüber gab es bei den Herbiziden (-5,8 %) und den Insektiziden (-3,5 %) einen Rückgang bei der Absatzmenge. Hauptsächlich durch die von der Industrie durchgesetzten Preiserhöhungen kam es zu einem Umsatzanstieg von in etwa 4 % bei Pflanzenschutzmitteln. Das gesellschaftlich und politisch gewollte Wachstum der biologischen Produktion und der damit einhergehenden Flächenausweitung in diesem Bereich verursacht jährlich ca. 1 % Umsatzverlust. Befeuert wird diese Entwicklung durch den zunehmenden Auslauf von Wirkstoffzulassungen.

Laut der Europäischen-Kommission wurden in der EU in der diesjährigen Getreideernte, nach einer bereits mageren Vorperiode, erneut ein enttäuschendes Ergebnis eingefahren - mit einer Gesamterntemenge von nur 269 Mio. t. Die Agrarbranche hatte mit Wetterextremen in hohem Ausmaß zu kämpfen. Auf ein zu feuchtes Frühjahr folgte in weiten Teilen Europas eine empfindlich lange Trockenperiode, gefolgt von andauernden Niederschlägen im Erntezeitraum, mit der Folge von vermehrt minderwertigen Qualitäten. Die Versorgungsbilanz weist aber nach wie vor ein positives Ergebnis auf. Der Verbrauch an Getreide in der EU wird im Wirtschaftsjahr 2023/2024 mit gut 257 Mio. t auf Vorjahresniveau geschätzt. Die Endbestände sinken auf 47 Mio. t. Trotzdem haben sich die Marktpreise weiter deutlich ermäßigt, was insbesondere der Marktüberversorgung mit günstigem ukrainischem Getreide und dem witterungsbedingten Überangebot von Futtergetreide geschuldet ist. Während die Nachfrage für die Ernährung weitgehend identisch ist, sinkt sie im Futtersektor spürbar. Steigende Umweltauflagen und ein sich zunehmend veränderndes Ernährungsverhalten führen zu weiter sinkenden Tierbeständen, insbesondere in Deutschland.

Aufgrund der gesunkenen Erntemengen dürften die Exporte allerdings das Vorjahresniveau von rund 48 Mio. t (davon 32,5 Mio. t Weizen) nicht ganz erreichen. Vielmehr rechnet die EU-Kommission mit einer Exportmenge im Wirtschaftsjahr (WJ) 2023/2024 in Höhe von gut 46 Mio. t, davon 31 Mio. t Weizen.

Getreideproduktion und -verbrauch weltweit (in Mio. t) ohne Reis Produktion Verbrauch Bestandsveränderung zum Vorjahr
2019/20 2.109 2.096 -3
2020/21 2.137 2.153 -22
2021/22 2.204 2.174 -3
2022/23 2.166 2.158 -8
2023/24 (Vorschätzung) 2.225 2.205 -1

Quelle: DRV Jahresbericht Agrarwirtschaft 2023

Bei der wirtschaftlich sehr angespannten Lage der Landwirtschaft ist für 2024 mit einer signifikanten Beschleunigung des Strukturwandels zu rechnen.

2. Absatz- und Umsatzentwicklung

Absatzentwicklung

Der Absatz der wichtigsten Artikelgruppen - Düngemittel, Futtermittel, Pflanzenschutzmittel, Saatgut und Getreide - entwickelte sich wie folgt:

2023 in t 2022 in t Veränderung zum Vorjahr
in %
Gründe
Düngemittel 22.332 18.911 +18 Periodenverschiebung
Futtermittel 18.294 18.709 -2 verminderte Nachfrage
Saatgut 2.408 2.530 -5 aberkannte Saatgetreidepartien
Pflanzenschutz 149 160 -7 überdurchschnittliches Vorjahr / rückläufiger Markt
Getreide und Öls. 18.081 18.735 -3 unterdurchschnittliche Erträge / geringe Abgabebereitschaft Landwirtschaft

Umsatzentwicklung

Der Umsatz betrug im Geschäftsjahr 2023 33.391 TEUR (Vorjahr 36.657 TEUR). Dies entspricht einer Umsatzschmälerung von 9 %. Die negative Entwicklung der Umsatzerlöse resultiert aus einem stark nachlassenden Preisniveau in den Warensparten Düngermittel, Futtermittel und Getreide. Der Umsatz der wichtigsten Artikelgruppen entwickelte sich wie folgt:

2023TEUR 2022TEUR Veränderung zum Vorjahr
in %
Düngemittel 10.544 12.372 -15
Futtermittel 9.122 9.571 -5
Saatgut 3.272 3.493 -6
Pflanzenschutz 4.124 4.207 -2
Betriebsbedarf 277 288 -4
Marktartikel 217 210 +3
Dienstleistungen 454 407 +12
Getreide und Ölsaaten 5.379 6.103 -12

Die reduzierten Umsätze im Bereich Düngemittel waren ausschließlich preisbedingt, die Absatzmenge konnte vor allem durch das Frühjahrsgeschäft um 18 % gesteigert werden und dies in einem rückläufigen Gesamtmarkt. Die Gleisanschlüsse versetzten die Gesellschaft in die Lage, eine hohe Lieferfähigkeit zu gewährleisten.

Das Futtermittelgeschäft war in der vergangenen Periode sowohl preis- als auch wertbedingt rückläufig. Die Absatzmenge ging erneut deutlich um 415 Tonnen zurück. Die Gründe liegen hier eindeutig bei einer rückläufigen Tierhaltung.

Beim Saatgutgeschäft gingen die Absatzmengen nach einem starken Vorjahr zurück. Es kam zu einigen aberkannten Saatgutpartien aufgrund der verregneten Ernte. Das hohe Preisniveau des Vorjahres kam deutlich zurück und wirkte sich ebenso auf die Umsätze aus.

Bei Pflanzenschutzmitteln blieb der Umsatz über der 4 Mio. Euro Umsatzmarke, konnte aber das Jahr 2022 nicht ganz erreichen. Es kam zu einer reduzierten Absatzmenge durch den Abgang eines starken Vertriebsmitarbeiters.

In den Segmenten Betriebsbedarf, Marktartikel und Dienstleistungen kam es in dieser Periode nur zu geringen Vorjahresabweichungen, vor allem im Vergleich zu den vorangegangen Sparten.

In der Sparte Getreide und Ölsaaten kam es ebenfalls zu deutlich abnehmenden Umsatzzahlen in Höhe von -12 % bedingt durch ein abnehmendes Preisniveau. Die Absatzmengen ging allerdings ebenfalls um mehr als 650 Tonnen stark zurück. Viele Landwirte spekulieren auf ein nochmal anziehendes Preisniveau und wollten sich im Jahr 2023 noch nicht von eingelagerten Mengen trennen. Durch den zügigen Abverkauf zu Lasten des Warenbestandes konnten Preisrisiken im Getreidebestand deutlich reduziert werden.

Warenausgang

Beim Warenausgang ist korrespondierend zum Strukturwandel mit der Bildung größerer Einheiten eine weitere Verlagerung zu Transitgeschäften und Direktabholungen erkennbar. Neben dem Segment Futtermittel ebenso im Segment Düngemittel. Dies verschärft den Margendruck im Handel. Gleichzeitig nimmt die Anzahl der Selbstabholungen vor allem für Saisonartikel ab. Die Zufuhr dieser Produkte gewinnt weiter an Bedeutung.

3. Beschaffung

Der Wareneinkauf wird hauptsächlich im Inland getätigt. Ein Großteil hiervon wird über den Großhandel abgewickelt, in zunehmendem Umfang erfolgt die Beschaffung direkt bei den Produzenten. Hauptlieferant war die team agrar AG mit Sitz in Flensburg. Die Lieferantenstruktur ist ausgewogen und bemisst sich nach der Leistungsfähigkeit der Lieferanten.

2023 2022
Anzahl der wesentlichen Lieferanten(Einkaufsvolumen > 100.000 € netto) 22 18

Die Beschaffungskosten über alle Warensparten hinweg haben sich gegenüber dem Vorjahr um 9.683 TEUR vermindert - innerhalb der Warensparten gab es teils starke Veränderungen:

Beschaffungskosten 2023
TEUR
2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Düngemittel 7.894 13.153 -5.259
Futtermittel 8.702 8.905 -203
Saatgut 2.629 3.113 -484
Pflanzenschutz 3.256 3.606 -350
Betriebsbedarf 156 222 -66
Marktartikel 155 158 -3
Dienstleistungen 37 59 -22
Getreide und Ölsaaten 3.974 6.965 -2.991

Zusammen mit der Bestandsminderung über 2.900 TEUR hat sich der Materialaufwand grundsätzlich analog zu den Umsatzerlösen um 10 % vermindert und beläuft sich im Jahr 2023 auf 29.557 TEUR (Vorjahr 32.914 TEUR). Die stärker reduzierten Beschaffungskosten der Sparten Düngemittel und Saatgut sind ausschließlich wertbedingt verursacht. Im Segment der Getreide und Ölsaaten kam es sowohl mengen- wie auch wertbedingt zu einer überproportionalen Reduktion des Einkaufs. Im Pflanzenschutz ist dagegen ausschließlich der mengenmäßige Zukauf für den deutlichen Rückgang verantwortlich.

4. Umweltschutz

Wir übernehmen die Verantwortung, die durch unsere unternehmerische Tätigkeit entsteht. Die Schonung der Umwelt und eine sinnvolle Nutzung der Ressourcen sind wichtige Ziele, zu deren Erfüllung wir mit unserem Handeln beitragen möchten. Wir versuchen beispielsweise Frachten von der Straße auf die Schiene zu verlagern, um CO 2 -Emissionen zu reduzieren. Gleichzeitig steht unverändert die Regionalität im Fokus unserer unternehmerischen Tätigkeit. Auch wird der gezielte Betriebsmitteleinsatz zur Begrenzung von Umweltbelastungen mehr fokussiert. Realisiert wird dies z. B. über eine gezielte Anwendungsberatung im Pflanzenschutz und eine bedarfsgerechte Düngeempfehlung. Für die Umsetzung eines optimierten Düngemitteleinsatzes kommt unsere Düngemittelmischanlage zunehmend zum Einsatz. Im Pflanzenschutz wie auch im Düngemittelbereich werden vermehrt ökologische Produkte an Stelle chemischer Wirkstoffe mit einer gezielteren Wirkung verwendet. Diesem Bereich soll durch verstärkte Anwendungsberatung auch künftig mehr Raum gegeben werden.

5. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt 38 TEUR investiert. Nachfolgende Aufstellung zeigt die genaue Zuordnung der Investitionen.

Investitionen in 2023 Investitionsbetrag
in TEUR
Betriebs- und Geschäftsausstattung 21
EDV-Hardware und -Software 2
Geringwertige Wirtschaftsgüter 1
Technische Anlagen 1
Sonstige Ausleihungen 13

Die historischen Anschaffungskosten des Anlagevermögens betragen insgesamt 13.018 TEUR. Die Restbuchwerte beliefen sich zum 31.12.2023 auf 7.325 TEUR.

Außerplanmäßige Investitionen wurden nicht getätigt. Im Fokus standen vor allem Ersatzinvestitionen im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Zudem wurden sonstige Ausleihungen in Form von Darlehen getätigt.

6. Finanzierungsmaßnahmen

Die Kontokorrentkredite wurden zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr um 1.096 TEUR weniger beansprucht. Die verminderte Kreditbeanspruchung ist auf eine reduzierte aktivische Kapitalbindung bei den Vorräten (-2.901 TEUR) zurückzuführen. Die Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entlastete mit 125 TEUR ebenso wie eine Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die um 318 TEUR anwuchsen.

Belastend auf die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten wirkte der Abbau der Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen, deren Wert sich gegenüber dem Vorjahr stark um 2.139 TEUR verminderte.

Darüber hinaus war bei den Investitionsdarlehen im Vorjahresvergleich eine Verringerung aufgrund von geleisteten planmäßigen Tilgungen in Höhe von insgesamt 313 TEUR zu verzeichnen, was durch den Abschreibungsüberhang gegenüber den Neuinvestitionen finanziert werden konnte.

Die Finanzierung des Anlagevermögens erfolgt zu 68,2 % durch langfristiges Kapital. Der verbleibende Restbetrag wird kurz- und mittelfristig gegenfinanziert. Eine fristenkongruente Finanzierung ist nicht gegeben.

Zum Bilanzstichtag verfügt das Unternehmen über Kreditlinien in Höhe von 10.143 TEUR. Der per 31.12.2023 nicht ausgeschöpfte Kreditrahmen beträgt 2.059 TEUR.

7. Personal- und Sozialbereich

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter war im Jahr 2023 leicht rückläufig. Dies ist auf einen geringeren Beschäftigungsstand bei Vollzeitkräften zurückzuführen, trotz einer Ausweitung bei Teilzeitkräften. Durchschnittlich wurden nach Köpfen bemessen48,25 Mitarbeiter (Vorjahr 50,75 Mitarbeiter) im Geschäftsjahr 2023 beschäftigt.

Davon sind 7 Angestellte in leitender Position beschäftigt.

Im Unternehmen wurden im Berichtszeitraum 2 Auszubildende beschäftigt.

Für einzelne Mitarbeiter besteht eine betriebliche Altersversorgung in Form einer Pensionskasse bzw. Kapitallebensversicherung.

Die Personalkosten, gemessen am Warenrohertrag, betragen im Geschäftsjahr 2023 49,1 %. Sie haben sich damit gegenüber dem Vorjahr leicht ausgeweitet (2022 47,4 %), was durch den leicht fallenden Rohertrag verursacht wird.

8. Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Seit dem Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Schwarzmeerregion kommt es zu intensiven Bewegungen an den Warenterminbörsen, sowie an den physischen Märkten. Die damit einhergehende hohe Volatilität und Fragilität betrifft sämtliche Geschäftsbereiche, was die Unsicherheit in den Lieferketten erhöhte. Nach einem gravierenden und schnellen Preisauftrieb in 2022 - fiel das Preisniveau im Geschäftsjahr 2023 stetig und deutlich - insbesondere die Sparten Düngemittel, Futtermittel sowie Getreide und Ölsaaten waren hiervon betroffen. Das Risikopotential hat sich folglich signifikant reduziert. Wobei ein stetig rückläufiger Markt, die Erwirtschaftung von Lagergewinnen deutlich erschwerte. Eine gezielte Mengendisposition und der schnelle Abschluss von Deckungsgeschäften waren für den wirtschaftlichen Erfolg in 2023 essentiell. Die Warenversorgung war als stabil zu bezeichnen.

Innerhalb der wichtigen Unternehmenssparte Düngemittel sind die Absatzmengen stark gestiegen und die Umsatzerlöse konträr hierzu stark gesunken. Der Mengenzuwachs ist insbesondere dem erheblichen Düngemittelvorkauf des Vorjahres geschuldet. Der Rohertrag entwickelte sich trotzdem rückläufig, in absoluten Zahlen ausgedrückt um fast 400 TEUR. Auf die Marge drückte hauptsächlich der starke Preisrückgang im Frühjahrsgeschäft, die bereits eingelagerte Ware musste mit teils erheblichen Verlusten an die Landwirtschaft abgegeben werden. Ware die im Frühjahr 2023 nicht abfloss - hier wäre insbesondere Kali zu nennen - musste stark abgewertet werden. Durch die Düngeverordnung wird die Absatzmenge um ca. 15 % reduziert. Die Gesellschaft versucht dies durch Großhandelsgeschäfte zu kompensieren, allerdings wird hier eine deutlich geringere Deckungsbeitragsquote erzielt.

Die Futtermittelabsatzmengen sind nach wie vor rückläufig. Dies hat ebenso in Kombination mit den fallenden Marktpreisen zu einer Belastung der Ertragslage geführt. Die Rahmenbedingungen in der Tierhaltung haben sich allerdings auch im Geschäftsjahr 2023 nicht entspannt. Insbesondere die Schweinehaltung hat mit einer Problemkombination aus vermehrten Tierwohlauflagen, reduzierter Nachfrage, Exportbeschränkungen aus der Afrikanischen Schweinepest und hohen Futterkosten zu kämpfen. Unter diesen Voraussetzungen wird es kurz- bis mittelfristig zu einer strukturellen Anpassung kommen, die zu einer deutlichen Reduktion der Bestände führen wird und damit zu weiter fallenden Absatzmengen.

Die Ernte 2023 war geprägt von unterdurhschnittlichen Erträgen, zudem sorgten die hohen Niederschlagsmengen im Erntezeitraum für schlechte Qualitäten. Die Erfassungsmengen gingen zurück. Die Verkaufsbereitschaft der Landwirte war in der zweiten Jahreshälfte sehr niedrig, sie hatten noch das hohe Preisniveau aus 2022 im Kopf und spekulierten auf wieder steigende Preise. Dies führte zu deutlich niedrigeren Lagerbeständen. Das auch hier stetig rückläufige Preisniveau setzte sich unverändert zu Jahresbeginn 2024 fort. Infolge des Preisrückganges waren Wertanpassungen für Lagerware zum Bilanzstichtag vorzunehmen, was sich wiederum negativ auf die Ertragslage ausgewirkt hat.

Die positive Entwicklung der Umsatzerlöse und Roherträge im Märktebereich hat sich im Geschäftsjahr 2023 fortgesetzt, bei insgesamt stabilen Absatzmengen.

9. Zusammenfassende Beurteilung der Entwicklung durch den Geschäftsführer

Die Umsatzentwicklung der Gesellschaft beurteilen wir unter Berücksichtigung der Lagerstellenstrukturbereinigung entsprechend der Branchenentwicklung. Die Absatz- und Umsatzzahlen wurden durch nachfolgende Punkte beeinflusst:

• Düngemittel wurden im Geschäftsjahr 2023 von den landwirtschaftlichen Betrieben aufgrund stark nachgebender Preise stabil nachgefragt. Daraus resultierten ein signifikanter Mengenanstieg bei wertmäßigem Umsatzrückgang und rückläufigem Ergebnis, das sich gegenüber dem historisch hohen Vorjahreswert jedoch immer noch auf zufriedenstellendem Niveau gestalten ließ.

• Im Segment Futtermittel ergaben sich aufgrund sinkender Tierbestände niedrigere Mengen- und Wertumsätze bei ebenfalls verringertem, aber auch hier noch zufriedenstellendem Resultat.

• Die Sparten Saatgut und Pflanzenschutz konnten auf bereits hohem Niveau leicht gesteigert bzw. stabil gehalten werden.

• Die Umsätze bei Getreide und Ölsaaten gingen preis- und mengenbedingt etwas zurück. Das Ergebnis in diesem Segment entwickelte sich trotzdem positiv.

Der Anteil der Fremdfinanzierung ist unverändert sehr hoch. Durch eine hohe aktivische Kapitalbindung, vor allem im Anlagevermögen, ist der Kreditrahmen in größerem Umfang langfristig ausgeschöpft. Dem entgegen hat das deutlich gesunkene Preisniveau, insbesondere über das Vorratsvermögen, die Liquidität entlastet. Es bestehen ausreichend Finanzierungsreserven bei den Gesellschaftern. Mit Blick auf die Ertragslage kommt den deutlich gestiegenen Kreditzinsen aber eine wesentlich größere Bedeutung zu.

Die vorhandenen Lagerkapazitäten haben sich im aktuellen Geschäftsjahr nicht verändert und sind aktuell nicht als überdimensioniert anzusehen - dementsprechend ist auch das Verhältnis von Chance und Risiko angemessen. Aus den Lagerkapazitäten konnte im zweiten Halbjahr im Segment Dünger aus Einlagerungsgewinnen ein leicht positiver Ergebniseffekt erzielt werden. Belastungen ergaben sich insbesondere im ersten Halbjahr durch das deutlich rückläufige Preisniveau in das Frühjahrsgeschäft hinein. Die Lagerstellenstruktur muss aber jährlich neu auf den Prüfstand gestellt werden, da gesetzliche Änderungen wie die Düngeverordnung und die Strukturanpassung in der Landwirtschaft dies zunehmend auch im Handel erfordern. Das noch verbliebene Optimierungspotential wird voraussichtlich mittelfristig genutzt werden.

Die Schaffung von Voraussetzungen für eine verbesserte Erlössituation, als auch die Nutzung von Einsparpotentialen in der Kostenstruktur, werden unverändert forciert. Der Fokus liegt derzeit auf der Stärkung der Marktstellung, der weiteren Erschließung von margenträchtigen Geschäftsfeldern sowie Überlegungen zur Bildung einer größeren wirtschaftlichen Einheit. Zur weitergehenden Hebung von Ertragspotentialen wird der gemeinschaftliche Wareneinkauf zur Hebung von Größendegressionseffekten mit einem benachbarten Handelsunternehmen intensiviert fortgesetzt.

Die Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 stellte sich besser dar wie ursprünglich geplant. Wobei die Rohertragslage sich besser entwickelt hat wie prognostiziert, was im Wesentlichen auf stabil hohe bzw. leicht steigende Erträge im Pflanzenschutz- und Saatgutgeschäft zurückzuführen ist. Deutlich verbessert hat sich durch richtige Verkaufsentscheidungen das Segment Getreide und Ölsaaten. Starke Rohertragsrückgänge auf ein wieder normales Niveau verzeichneten die Sparten Düngemittel und Futtermittel. Das ebenfalls weiter hohe Kostenniveau, vor allem bei Instandhaltungen, Treibstoffen und Energie, konnte wieder überkompensiert werden. Entsprechend errechnet sich insgesamt wieder ein gegenüber den Vorjahren überdurchschnittliches Ergebnis.

So wird auch in der aktualisierten Jahresplanung 2024 aus leicht vermehrt erwarteten Roherträgen, bei preisbedingt weiter rückläufigen Umsatzerlösen, ein vermindertes positives Ergebnis erwartet, sofern sich die Rahmenbedingungen nicht gravierend verändern. Insbesondere das immer noch hohe Kostenniveau zusammen mit dem weiter fallenden Preisniveau bergen das Risiko einer überproportionalen Ergebnisbelastung.

Derzeit sind drei Problemfelder im globalen Fokus, nämlich der Krieg in der Schwarzmeerregion, das gestiegene Energiepreisniveau und die anstehende Präsidentschaftswahl in den USA. Alle genannten Punkte haben das Potenzial, das Handelsumfeld im Agrarsektor erheblich zu beeinflussen. Durch die starke Fokussierung auf den Agrarhandel gehen wir durch eine derzeit stabile Versorgungslage von nur geringen kriegsbedingten negativen Auswirkungen aus. Jedoch können insbesondere die Einschränkungen von Getreideexporten und bei der Rohstoffversorgung stärkere Verwerfungen nach sich ziehen. Allerdings wird das gestiegene Energiepreisniveau bei einer weiteren Zuspitzung zu erheblichen Turbulenzen an den Märkten führen. Bei regionaler Betrachtung wird zudem die künftige Ausgestaltung der Düngeverordnung und deren Konsequenzen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit in verschiedenen Sparten haben. Ebenso wird der Abbau der Tierbestände die Geschäftstätigkeit im Futtermittelbereich belasten. Mit dem fortschreitenden Zulassungsauslauf bei Pflanzenschutzmitteln wird auch hier ein tendenziell rückläufiger Markt erwartet.

Aufgrund der erhöhten Fixkostenbelastung, vor allem aus Abschreibungen und Zinsen, wird die Entwicklung der Gesellschaft durch die Geschäftsführung unter Würdigung der vorgenommenen Umstrukturierungen, der Nutzung von Rohertragspotenzialen unter Risikogesichtspunkten und der Branchenentwicklung als zufriedenstellend beurteilt. Das Jahresergebnis 2023 bewegt sich deutlich über dem geplanten Wert.

II. Lage der Gesellschaft

1. Vermögens- und Finanzlage

Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen beträgt 50,1 % (Vorjahr: 43,8 %). Der Wert ist neben dem Abschreibungsüberhang vor allem aufgrund der verminderten Bilanzsumme, insbesondere aus dem abnehmenden Vorratsvermögen, stärker gestiegen. Er liegt noch oberhalb des Branchendurchschnitts. Der erhöhte absolute Wert resultiert aus den Standortneubauten in Nördlingen und Rain am Lech. Die Gesellschaft hat zum Jahreswechsel trotz diverser Lagerschließungen in den Vorjahren unverändert eine größere Anzahl an Niederlassungen gepachtet.

Der Warenbestand hat sich insgesamt im Vergleich zum Vorjahr um 2.900 TEUR vermindert. Die Veränderungen nach den Warensparten sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

Warenbestand
in TEUR
2023 2022 Differenz
Düngemittel 2.633 4.415 -1.782
Futtermittel 116 148 -32
Saatgut 285 231 +54
Pflanzenschutz 676 811 -135
Betriebsbedarf 86 110 -24
Marktartikel 98 80 +18
Getreide und Ölsaaten 1.076 2.075 -999
Summe 4.970 7.870 -2.900

Die Verminderung der Bestände der Sparte Düngemittel ist ausschließlich wertbedingt. Durch abgeschlossene Besitzkonstitute im Berichtsjahr für das Geschäftsjahr 2024 ist gleich zu Beginn des kommenden Geschäftsjahres aber mit einer schnellen Bestandsreduzierung zu rechnen. In den Segmenten Getreide und Ölsaaten sowie Futtermittel errechnet sich eine mengen- und wertinduzierte Verminderung. Bei Pflanzenschutz kommt es zu einer Bestandsminderung, die hauptsächlich mengeninduziert verursacht ist. In der Sparte Saatgut kommt es zu einer Bestandsausweitung, die stark auf einen frühzeitigen Saatmaiseinkauf für die Folgesaison zurückzuführen ist.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 125 TEUR reduziert. Verursacht wird dieser Rückgang durch ein rückläufiges Preisniveau gegenüber dem Vorjahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um 191 TEUR stark erhöht. Die Zunahme betrifft nahezu ausschließlich die Umsatzsteuerforderungen. Diese haben sich gegenüber dem Vorjahr stark ausgeweitet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungen zeigen sich leicht ansteigend, bedingt durch eine unterjährig abgeschlossene Versicherung und belaufen sich auf gerundet 21 TEUR.

Die Verminderung der sonstigen Rückstellungen um 101 TEUR resultiert aus einer stark rückläufigen Rückstellungsdotierung bei den Drohverlusten. Gegenläufig hierzu entwickelten sich die personalbezogenen Rückstellungen und die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Alle anderen Rückstellungspositionen veränderten sich nur geringfügig.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 1.821 TEUR reduziert. Dies resultiert aus abnehmenden Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen gegenüber dem Vorjahr durch einen stark verminderten Düngemittelvorkauf vor dem Stichtag um -2.139 TEUR. Die Lieferantenverbindlichkeiten steigerten sich dem gegenüber um +318 TEUR aus Verbindlichkeiten für Dünge- und Futtermittel aus Wareneinkäufen vor dem Bilanzstichtag.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um 250 TEUR vermindert. Verursacht wird die Veränderung vor allem durch abnehmende kreditorische Debitoren aus Getreideankäufen von Landwirten (- 208 TEUR) und rückläufige Energiekostenrechnungen (-42).

Der Anteil des bilanziellen Eigenkapitals am Gesamtkapital liegt mit 20,9 % über dem Vorjahreswert (Vorjahr: 16,0 %). Er befindet sich aber nach wie vor deutlich unter dem Branchendurchschnitt und ist durch die Gesellschaftsstruktur und die Unternehmenszielsetzung begründet (kreditgewährende Gesellschafterbanken). Die positive Entwicklung resultiert aus dem erzielten Jahresergebnis und aus der stark gesunkenen Bilanzsumme. Durch den Jahresüberschuss 2023 wurde das Eigenkapital um 177 TEUR auf 3.055 TEUR erhöht.

Die Barliquidität liegt bei 4 TEUR.

Die Liquidität 2. Grades beträgt -5.971 TEUR bzw. 27,9 % des kurzfristigen Fremdkapitals.

Die Liquidität 3. Grades beträgt -995 TEUR bzw. 88,0 % des kurzfristigen Fremdkapitals.

Durch ausreichend bemessene Kreditlinien der Gesellschafterbanken war die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft stets gewährleistet.

Die Kapitalflussrechnung stellt sich wie folgt dar:

2023
TEUR
2022
TEUR
Cash Flow lfd. Geschäftstätigkeit 1.633 538
Cash Flow Investitionstätigkeit 37 -151
Cash Flow Finanzierungstätigkeit -572 -468

Der erhöhte Mittelzufluss aus dem Cash Flow der laufenden Geschäftstätigkeit (+1.095 TEUR) resultiert im Wesentlichen aus:

Position Auswirkungen auf den Cash Flow gegenüber dem Vorjahr
TEUR
Abnahme der Vorräte +6.342
Zunahme der sonstigen zahlungswirksamen Aufwendungen +88
Zunahme der Zinserträge +60
Abnahme des Periodenergebnisses -74
Abnahme der anderen Passiva -180
Abnahme der Rückstellungen -304
Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -349
Zunahme der anderen Aktiva -408
Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -4.041

Die starken Veränderungen im Vorratsvermögen resultierten im Wesentlichen aus den starken Marktpreisverwerfungen in 2023 und dem Vorjahr, wo gegen die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen insbesondere auf die erhaltenen Anzahlungen aus dem Düngemittelvorkauf zurückzuführen ist.

Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit verbessert sich um 188 TEUR. Der gestiegene Wert ist auf stark reduzierte Investitionsausgaben in 2023 (-158 TEUR gegenüber Vj.) sowie ansteigende Zinseinnahmen (+35 TEUR gegenüber Vj.) bei gegenläufig wirkenden Veränderungen bei den Auszahlungen für Finanzanlagen (+13 TEUR gegenüber Vj.) zurückzuführen.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine neuen Darlehen aufgenommen. Die Tilgungen auf bestehende Darlehen in Höhe von 313 TEUR erfolgten planmäßig. Zusätzlich fielen ansteigende Zinsaufwendungen aus höheren Zinssätzen in Höhe von 259 TEUR an.

Der Liquiditätsbedarf aus der Finanzierungstätigkeit konnte im Berichtsjahr durch den Cash Flow der laufenden Geschäftstätigkeit und der Investitionstätigkeit gedeckt werden.

Der Jahres Cash Flow beträgt +781 TEUR (Vj. +1.106 TEUR). Er hat sich gegenüber dem Vorjahr durch das verminderte Jahresergebnis und durch die Abnahme der Rückstellungen verschlechtert.

2. Ertragslage

Die Ertragslage ist durch Marktgegebenheiten in fast allen wichtigen Produktsegmenten bestimmt. Der Zuwachs im Rohgewinn wurde dabei vor allem aus Preiseinflüssen positiv beeinflusst.

Das Jahresergebnis hat sich wie folgt entwickelt:

2023
TEUR
2022
TEUR
Umsatzerlöse +33.391 +36.657
Materialaufwand -29.557 -32.914
Rohgewinn +3.834 +3.743
Sonstige ordentliche Erträge +60 +70
Rohergebnis +3.894 +3.813
Personal- und Sachaufwand -2.837 -2.832
Abschreibungen -607 -642
Betriebsergebnis +450 +339
Finanzergebnis -252 -159
Sonstiges neutrales und ao. Ergebnis -18 +71
Ertragssteuern (Geschäftsjahr) 0 0
Jahresergebnis +177 +251

Das gestiegene Rohergebnis ist im Wesentlichen auf folgende Segmente zurückzuführen

Veränderung gegenüberVorjahr (absolut
in TEUR)
Absatzmengenveränderung gegenüber Vorjahr Umsatzveränderung gegenüber Vorjahr
Düngemittel -399 (+) (-)
Futtermittel -279 (-) (-)
Saatgut +170 (-) (-)
Pflanzenschutz -33 (-) (-)
Betriebsbedarf -2 (+) (-)
Markt +9 (-) (+)
Dienstleistungen +69 (+) (+)
Getreide & Ölsaaten +256 (-) (-)
Veränderung der Handelsspannegegenüber Vorjahr Gründe für die Veränderung der Handelsspanne gegenüber dem Vorjahr
Düngemittel (-) Starker Preisabschwung erstes Halbjahr
Futtermittel (-) ungünstige Preisentwicklung
Saatgut (+) Abwertungen überlagerter Ware 22, angepasste Saatgetreidekalkulation
Pflanzenschutz (/) Überdurchschnittliches Vorjahr / kaum Inventurdifferenz 2023
Betriebsbedarf (/) Konstante Entwicklung
Markt (+) Konstante Entwicklung
Dienstleistungen (+) Spartenverschiebungen mit Futtermittel aufgrund angepasster Frachten
Getreide & Ölsaaten (+) Abwertungen Vorjahr / günstige Preisentwicklung 1. Halbjahr

(+) = positiv, (-) = negativ, (/) = neutral

Die Personalaufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr vermindert (-35 TEUR). Zurückzuführen ist dies auf einen abnehmenden Personalstand. Im Vorjahr waren durchschnittlich 50,75 Mitarbeiter beschäftigt, dies hat sich im Jahr 2023 auf 48,25 Mitarbeiter vermindert. Die Einführung eines Zeiterfassungssystems hat sich, wie bereits im Vorjahr, nachteilig auf die Personalaufwendungen ausgewirkt.

Die Abschreibungen haben sich um rund 5 % bzw. um 35 TEUR vermindert. Insbesondere beim Fuhrpark (-33 TEUR) kam es aus dem Abschreibungsauslauf zu einer reduzierten Belastung. Gegenläufig hierzu war bei der übrigen Betriebs- und Geschäftsausstattung eine investitionsbedingt vermehrte Abschreibung (+6 TEUR) zu verzeichnen.

Die sonstigen ordentlichen Aufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 40 TEUR, hervorzuhebende Veränderungen (Veränderung größer +/- 5 TEUR) waren:

Posten Veränderung gegenüber Vorjahr
(TEUR)
Gas, Strom, Heizung, Wasser -45
Betriebskosten LKW und Stapler -33
Personalnebenkosten -6
Büromaterial, Fachliteratur -5
Mautgebühren +6
Personalgestellung +7
Buchführungs- und EDV-Kosten +7
Versicherungsbeiträge +13
Mieten und Pachten - bewegliche Gegenstände +13
Rechts- und Wirtschaftsberatung +13
Instandhaltungen +19
Mieten und Pachten -unbewegliche Gegenstände +54

Die Verschlechterung des Finanzergebnisses ist vor allem auf die stark ansteigenden Zinssätze zurückzuführen, bei einer temporär noch erhöhten Beanspruchung, wobei die planmäßigen Rückzahlungen der Darlehen den Zinsaufwand im langfristigen Bereich senkten. Die Kunden-Zinserträge inklusive der periodenfremden Zinsen sind gegenüber dem Vorjahr stark gestiegen (+35 TEUR). Dies lag ebenfalls an dem steigenden Zinsniveau.

Die Veränderung des neutralen Ergebnisses (-89 TEUR) gegenüber dem Vorjahr setzt sich aus nachfolgenden Posten zusammen:

Posten Veränderung des neutralen Ergebnisses gegenüber Vorjahr
(TEUR)
Zuweisung EWB -103
Sonstige periodenfremden Erträge -30
Sonstiger neutraler Aufwand -13
Erträge aus Schadensfällen -9
Erträge aus Ausbuchung verjährter Verbindlichkeiten -3
Sonstige neutrale Erträge -2
Forderungsabschreibung -1
Erträge aus dem Abgang von Anlagervermögen +4
Auflösung von Rückstellungen +13
Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen +20
Neutrales Finanzergebnis +35

Die Rentabilität nach Steuern stellt sich wie folgt dar:

in %
Gesamtkapitalrentabilität nach Steuern 1,21
Rentabilität des Stammkapitals nach Steuern 7,33
Eigenkapitalrentabilität nach Steuern 5,81
Umsatzrentabilität nach Steuern 0,53

III. Risikobericht

Wir haben über ein Risikomanagementsystem organisatorische Regelungen und Maßnahmen getroffen, damit Risiken, die die Entwicklung der Gesellschaft gefährden, frühzeitig erkannt werden.

Als Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft wurden insbesondere Marktpreisrisiken, Witterungsrisiken, Strukturwandel und politische Risiken, Betriebsausfallrisiken, Finanzierungsrisiken und Personalausfallrisiken identifiziert. Neben den eingeleiteten Risikobegrenzungsmaßnahmen wird die aktuelle Eigenkapitalausstattung als ausreichend zur Abdeckung eines Worst-Case-Szenarios angesehen.

Das Gesamtrisiko im Szenario 1 (Standard-Szenario) beträgt 920 TEUR und im Szenario 2 (Stress-Szenario) beträgt der Risikowert 1.699 TEUR. Sowohl das Standard-Szenario als auch das Stress-Szenario sind durch das Risikobudget abgedeckt. Wesentliche Risiken sind das Preisrisiko, das Betriebsausfallrisiko, insbesondere in der Ernte, das Personalausfallrisiko und das Finanzierungsrisiko, bedingt durch das derzeit hohe Zinsniveau.

Das Risiko von Preisschwankungen wird durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften und konsequente Mengendisposition im Bezugsgeschäft begrenzt. Daneben erfolgen ein striktes Debitorenmanagement, sowie eine monatliche Ergebnisüberwachung. Allgemeine Betriebsrisiken sind durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Liquiditätsrisiken werden durch ausreichende Kreditlinien, insbesondere bei Gesellschaftern, ausgeschlossen. Gleichzeitig wird das Risiko durch Zertifizierungsmaßnahmen gesenkt. Zusätzlich werden Kontraktrisiken für die Bereiche Düngemittel, Futtermittel sowie Getreide und Ölsaaten regelmäßig betrachtet.

Der Risikogehalt für das Unternehmen wird insgesamt als gering bis mittel eingeschätzt. Nach den vorliegenden Informationen haben sich keine bestandsgefährdenden oder sonstigen Risiken ergeben.

Steigende Zinskosten aus variablen und langfristig erhöhten Zinssätzen stellen einen wesentlichen Risikofaktor für die künftige Ertragskraft dar. Trotz der jüngst sinkenden Inflationsrate ist für 2024 mit leicht steigenden Zinskosten auf einem anhaltend überdurchschnittlich hohen Niveau zu Lasten der Ertragslage zu rechnen.

Rechtliche Bestandsgefährdungspotentiale bestehen nicht.

Der Aufsichtsrat wird von der Geschäftsleitung in regelmäßigen Abständen über die Geschäftsentwicklung informiert.

IV. Voraussichtliche Entwicklung

Im ersten Halbjahr des kommenden Geschäftsjahres rechnen wir insgesamt mit einer hohen Volatilität der Agrarmärkte. Der seit Ende 2022 einsetzende sukzessive Preisabschwung in nahezu allen Teilsparten setzt sich zu Jahresbeginn 2024 weiter fort. Darüber hinaus wird die weitere Entwicklung der Energiepreise starken Einfluss auf weite Teile der Geschäftsfelder der Gesellschaft haben.

Bei Düngemitteln ist möglicherweise mit einer schwierigen Warenverfügbarkeit im Frühjahr zu rechnen, was Potenzial für einen Preisanstieg mit sich bringt. Wir gehen von erhöhten Preisschwankungen und den damit einhergehenden Marktpreisrisiken aus. Infolge des starken Wettbewerbs ist nicht mit einer signifikanten Verbesserung der Marge im Bezugsgeschäft zu rechnen. Jedoch erwarten wir aufgrund des relativ moderaten Preisniveaus eine insgesamt stabile Nachfrage. Das niedrigere Preisniveau wird zur Jahresmitte Chancen für eine preisgünstige Früheinlagerung zur Generierung von Einlagerungsgewinnen bieten und in der zweiten Jahreshälfte zum Düngemittelvorkauf eine hohe Nachfrage mit sich bringen.

Beim Absatz von Saatgut gehen wir von einer stabilen Umsatzentwicklung mit leicht rückläufigen Erträgen nach einem sehr erfolgreichen Jahr aus. Die Aufhebung der Flächenstilllegung könnte zusätzliche Nachfrage generieren. Im Segment Pflanzenschutz gehen wir von einer weiter stabilen Nachfrage aus, da im Vorjahr keine nennenswerten Vorkäufe seitens der Landwirtschaft durchgeführt wurden. Durch den Wegfall des Effektes einer Preiserhöhung seitens der Industrie ist mit einem leicht rückläufigen Rohertrag zu rechnen. Allerdings kann der Witterungsverlauf und der zunehmende Wirkstoffauslauf die Absatzmenge negativ beeinflussen.

Im Absatzgeschäft erwarten wir bei Unterstellung eines normalen Ernteverlaufes aufgrund der reduzierten Lagerbestände mit bereits abgeschlossenen Verkaufskontrakten und der zügigen Deckung von nacherfasster Ware in einem weiter fallenden Markt einen stabilen Rohertrag. Zur Ernte 2024 ist aufgrund der derzeitigen Marktüberversorgung mit einem nochmals verringerten Preisniveau zu rechnen, was wiederum Chancen für Einlagerungsgewinne eröffnet.

In der Sparte Futtermittel sind weiter rückläufige Absatzmengen in 2024 realistisch. Belastend werden sich die rückläufigen Tierbestände auf die Nachfrage auswirken - fraglich ist inwieweit dies durch Großhandelsumsätze kompensiert werden kann. Für den Fall des Ausbruchs der afrikanischen Schweinepest in Bayern, ist ein Einbruch des Futtermittelabsatzes wahrscheinlich.

Die Planung für das Geschäftsjahr 2024 geht von einer rückläufigen Umsatzentwicklung zusammen mit einer preisbedingt leicht steigenden Handelsspanne und einer stabilen Rohertragsentwicklung aus. Nach Abschluss der starken Investitionstätigkeit, die aufgrund eines langjährigen Investitionsstaus notwendig war, wird das Ergebnis weiterhin mittelfristig durch anhaltend hohe Abschreibungen und mittel- bis langfristig durch Fremdkapitalzinsen auf einem erhöhten Niveau belastet. Deutliche Ergebnisentlastungen werden erst zum Ende des mittelfristigen Bereiches mit dem einsetzenden Abschreibungsauslauf im Technikbereich erwartet. Die Prognosen gehen investitionsbedingt von einer leicht sinkenden Abschreibungsbelastung im Geschäftsjahr 2024 aus.

Beim Personal rechnen wir im Jahr 2024 mit leicht steigenden Gesamtkosten aufgrund eines wieder zunehmenden Personalbestands. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind weiter auf hohem Niveau geplant, da insbesondere die Energiepreisentwicklung sich negativ auf das Ergebnis auswirken könnte. Steigende Aufwendungen werden des Weiteren bei den Kosten des Fuhrparks und Versicherungen sowie EDV-Aufwendungen, aus einer geplanten Softwareaktualisierung erwartet. Fallende Aufwendungen aus Miete und der Forderungsbewertung sollen diesen Kostenanstieg weitgehend kompensieren. Durch das unverändert hohe Zinsniveau und eine preisbedingt voraussichtlich wieder stärkere Früheinlagerung wird die Zinsbelastung anhaltend hoch bleiben, mit leicht steigender Tendenz.

Von den oben skizzierten Erwartungen ausgehend rechnen wir für das Geschäftsjahr 2024 mit einem zufriedenstellenden Ergebnis, welches voraussichtlich leicht unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2021 liegen wird. Allerdings haben die gestiegenen Energiekosten, die weiterhin unsicheren Lieferketten, der anhaltende Marktpreisverfall und das erhöhte Zinsniveau das Potential, die prognostizierte positive Entwicklung 2024 weitgehend aufzuzehren. Die hohe Beanspruchung von kurzfristigen Bankkrediten aufgrund der niedrigen Eigenkapitalausstattung wird das Ergebnis bei nochmals steigenden Zinsaufwendungen stark belasten. Für das Geschäftsjahr 2024 ist daher nach der aktuellen Einschätzung von einem zwar weiterhin positiven, aber geringeren Jahresergebnis auszugehen.

In Abhängigkeit von der Entwicklung der Geschäftstätigkeit und den Auswirkungen der Düngeverordnung werden weitere strukturelle Anpassungsmaßnahmen in den Lagerkapazitäten geprüft. Um dem zunehmenden Margendruck aus dem sich beschleunigenden Strukturwandel zu begegnen, werden handelsseitig auch strategisch notwendige Größenanpassungen hinterfragt.

V. Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält Niederlassungen in:

Nördlingen, Marktoffingen, Fessenheim, Nordheim, Bissingen, Rain.

 

Nördlingen, den 19. Februar 2024

AGRO Donau-Ries GmbH -Raiffeisen-

Der Geschäftsführer

Frank Ruf

Bestätigungsvermerk 31.12.23

An die AGRO Donau-Ries GmbH -Raiffeisen-

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AGRO Donau-Ries GmbH -Raiffeisen- - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AGRO Donau-Ries GmbH -Raiffeisen- für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.

Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F.).

 

München, 19. Februar 2024

Genossenschafts - Treuhand Bayern GmbH
Genossenschafts - Treuhand Bayern GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Joachim Pletsch, Wirtschaftsprüfer

Udo Löw, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

5 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.