GA Automotive GmbHLiquidiert

64720 Michelstadt, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 71534
Eingetragen
12.2.2003
Branche
Herstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für KraftwagenHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von bestückten Leiterplatten
Gegenstand
Herstellung und Montage von mechanischen sowie elektronischen Baugruppen für die Automobilindustrie und andere Gewerbe.

Historie

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Management

NameRolle
Rainer Lechner
seit 6.8.2012
Geschäftsführer
Joachim Balbach
seit 6.8.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

5.00% identifiziert95.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
J****** B******
5.00%

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
45.00%
45.00%
LECHNER BETEILIGUNGS GmbH
5.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Germany
67.500 €
90.00%
LECHNER BETEILIGUNGS GmbH
Germany
3.750 €
5.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

GA Automotive GmbH

Michelstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2009 bis zum 30.09.2010

Lagebericht

A. Wirtschaftsbericht

I. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2009/2010

Die Firma GA Automotive GmbH ist seit Jahren verlässlicher Partner und Zulieferer der Automobilindustrie. Die Gesellschaft fertigt ca. 8.000 verschiedene Produkte in etwa 25 Produktgruppen. Das Unternehmen wird nach Profitcentern gesteuert; diese sind im Einzelnen die Geschäftsbereiche Montage, Zerspanung und Stanzerei.

Das Jahresergebnis vor Steuern (EBT) beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr 306.878 EUR und liegt trotz des schwierigen allgemeinen wirtschaftlichen Umfeldes nur leicht, mit - 8,5%, unter dem Ergebnis des Vorjahres (335.337 EUR). Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 200.683 EUR und liegt damit 11,9% unter dem Wert des Vorjahres (227.872 EUR). Bezogen auf die Umsatzerlöse konnte eine operative Rentabilität (EBIT zu Umsatz) von 5,3% in 2009/2010 erreicht werden. Für die Umsetzung neuer Aufträge wurden immaterielle Vermögenswerte in Form von Vorrichtungen, Automatisierungslösungen etc.in Höhe von 211 TEUR selbst geschaffen und aktiviert.

Die Strategien des Vorjahres mit dem Fokus, die Segmente Zerspanung und Stanzerei zu stärken, wurde auch im Geschäftsjahr 2009/2010 weiter umgesetzt und vertieft. An der Grundsatzentscheidung, die Geschäftsfelder der GA Automotive GmbH weiter zu diversifizieren und durch Investitionen in ergänzende Fertigungstechnologien die Abhängigkeit der vergangenen Jahre vom Bereich Montage nachhaltig zurückzuführen, wurde weiterhin festgehalten. Es konnten neue langfristige Verträge direkt mit namhaften deutschen Automobilherstellern abgeschlossen werden. Hierdurch wird nicht nur die Risikosituation aus einer Monoabhängigkeit von wenigen Kunden und Bearbeitungsfeldern reduziert, sondern gleichzeitig neue, auf Basis der vorliegenden Kalkulationen ertragsstärkere Felder besetzt.

Bei der Neukundengewinnung waren gleichbleibend hohe Qualität in Verbindung mit intensiver Kundenbetreuung und insbesondere die Ausweitung der Wertschöpfungskette die Basis, um neue Projekte als Systemlieferant zu akquirieren - gerade in schwierigen gesamtwirtschaftlichen oder branchenbedingten Situationen.

Besonders zu erwähnen ist, dass die von GA Automotive GmbH gefertigten Großserienartikel (Drehteile) in unterschiedlichen Endprodukten Verwendung finden werden. So sind nun Aufträge angelaufen, die Laufzeiten bis 2016 haben und bei denen die zu produzierenden Drehteile nicht nur in Sechs- und Achtzylindermotoren, sondern zu überwiegenden Teilen in den preiswerten und umweltfreundlichen Vierzylindermotoren eingebaut werden. Dies sichert die Auftragslage von GA Automotive GmbH unter dem Aspekt der Ausrichtung der Automobilindustrie hin zu ökologischen, CO2-reduzierten Konzepten, nachhaltig. Zudem schafft diese Situation eine deutliche Risikominimierung für GA Automotive GmbH, da erheblich weniger Abhängigkeit von einem Käuferverhalten in einem bestimmten Segment besteht.

In dem Geschäftsfeld der Umformtechnik ist eindeutig ersichtlich, dass die Unternehmensgröße der GA Automotive GmbH es ermöglicht, schnell und flexibel auf neue Marktanforderungen zu reagieren; dies in Verbindung mit der Bereitschaft zur Durchführung von Investitionsmaßnahmen in neue Fertigungstechnologien hat die Basis zur Erlangung von neuen Serienaufträgen namhafter Sitzhersteller geschaffen.

Parallel zur Ausweitung der Profitcenter Zerspanung und Stanzerei wurde eine bewusste Reduzierung der Auftragsvolumina im Bereich der Montage (Ersatzteilfertigung) seitens der GA Automotive GmbH eingeleitet. Mit dem langjährigen Hauptkunden wurde die Verlagerung mehrerer Produktionsstraßen bis Ende Dezember 2010 vereinbart, da dieser Bereich eine zunehmend hohe Bindung von Ressourcen (Personal, Fläche, Kapital im Lager) bedingt hatte und eine Weiterführung insbesondere aufgrund der hohen Kapitalbindung aus dem Warenlager für GA Automotive GmbH betriebswirtschaftlich nicht sinnvoll ist. Damit einhergehend wurde die Rücknahme der gesamten dazugehörigen Vorräte (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, halbfertige und fertige Erzeugnisse) bis September 2010 durch den Kunden verbindlich vereinbart. Diese geplante Verlagerung wurde bis zum Bilanzstichtag trotz vertraglicher Vereinbarung nur teilweise vollzogen. Die liquiditätswirksame Übertragung der Warenbestände führte zu einer erheblichen Entlastung im Bereich der kurzfristigen Finanzierungen bei GA Automotive GmbH.

Insgesamt ist mit der dargestellten Unternehmensstrategie und einer vorsichtigen Planung eine wirtschaftliche Grundlage für GA Automotive GmbH geschaffen worden.

II. Lage des Unternehmens

Das abgelaufene Geschäftsjahr ist für die GA Automotive GmbH insbesondere durch die konsequente Umsetzung der bereits im Vorjahr eingeleiteten Neuausrichtung der Produktionslinien zur Stärkung der Bereiche Zerspanen und Stanzen geprägt gewesen.

Die wirtschaftliche Lage der GA Automotive GmbH hinsichtlich Erfolgs- und Liquiditätsgesichtspunkten liegt weitgehend über den, mit den Kapitalgebern kommunizierten Daten der Ausgangsplanung (Plan-Ist-Vergleich des Geschäftsjahres 2009/2010). Im Vorjahresvergleich haben sich die Umsatzerlöse, sowie die Liquiditätssituation der Gesellschaft insgesamt verbessert. Das Gesamtergebnis lag nur geringfügig unter den Erwartungen.

Wesentliche Erfolgszahlen:

Die Umsatzerlöse haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 30,9% erhöht (Gesamtleistung +15,4%). Diese Erhöhung ist nicht zuletzt auf die Verlagerung der Produktionslinien und des Warenlagers im Bereich der Montage zurückzuführen.

Die Ergebnissituation der Gesellschaft hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz eines schwierigen Gesamtumfeldes gefestigt. Es wurde ein Vorsteuerergebnis in Höhe von 306.878 € erwirtschaftet (Vorjahr: 335.337 €).

Die nachfolgenden Rentabilitätskennzahlen lagen aufgrund des Lagerverkaufs leicht unter dem Vorjahresniveau

Betriebsrentabilität (EBT/Gesamtleistung): 1,7% (Vorjahr: 2,1%)

Umsatzrentabilität (EBT/Umsatz): 1,6% (Vorjahr: 2,3%)

Die Gesamtkapitalrentabilität (Summe aus Jahresüberschuss nach Steuern und Fremdkapitalzinsen / Gesamtkapital)in Höhe von 10,1% übersteigt die Finanzierungskosten. Das Unternehmen kann mit den getätigten Investitionen die (Fremd-)Kapitalkosten erwirtschaften (positiver Leverage).

Im Geschäftsjahr 2009/2010 waren durchschnittlich 126 Personen (ohne Auszubildende) beschäftigt. Der Personalaufwand erhöhte sich aufgrund von Neueinstellungen und Lohnanpassungen um 9,3% gegenüber dem Vorjahr. Die Personalkostenintensität ist aufgrund der Materialverlagerungen in 2009/2010 gesunken. Im Hinblick auf das erwartete Auftragsvolumen wird der Personalbestand vollständig für die Abwicklung der Neuaufträge eingesetzt werden.

Wesentliche Liquiditätskennzahlen:

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden verschiedene Investitionen in langfristiges Anlagevermögen mit einem Volumen von 1.815 TEUR getätigt. Größtenteils handelt es sich hierbei um Investitionen in Produktionsanlagen für die Bereiche Zerspanung und Stanzerei sowie selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände. Den Investitionen liegen jeweils langfristige Aufträge zugrunde.

Die Finanzlage der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/2010 als gesichert zu bezeichnen. Die eingeräumten KK-Linien wurden zu keinem Zeitpunkt überschritten, die Linienausnutzung zum 30.09.2010 belief sich auf 44%.

Durch die Ausweitung der Finanzierungen im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich die Zinsbelastung im Unternehmen auf 714 TEUR erhöht (Vorjahr: 612 TEUR).

Die Belastung aus Leasingverträgen hat sich im Geschäftsjahr 2009/2010 um 63 TEUR auf 695 TEUR erhöht.

Die Gesellschaft hat einen Cash Flow von 737,5 TEUR erwirtschaftet (Ermittlung nach der vereinfachten indirekten Methode: Jahresüberschuss zzgl. Abschreibungen). Die Cash Flow-Rate beläuft sich somit auf 3,99% und übertrifft den Vorjahreswert von 2,75%. Bei Ansatz der Berechnungsmethodik des Cash Flow gemäß DRS 2 ergibt sich ein Wert aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von + 2.899 TEUR. Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr (-199 TEUR) eine Verbesserung um 3.098 TEUR.

Das Finanzmanagement ist straff organisiert und unterliegt einem regelmäßigen Controlling. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen; im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 27 TEUR Skonto gezogen, im Vorjahreszeitraum 12 TEUR. Debitorenforderungen werden in der Regel innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele vereinnahmt. Es ist erneut zu keinen nennenswerten Forderungsausfällen gekommen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen befinden sich liquide Mittel (Geldtransit) in Höhe von 277 TEUR.

Bilanzstruktur:

Das Gesamtvermögen konnte gegenüber dem Vorjahr um 1.881 TEUR reduziert werden (- 15,6%). Diese Reduzierung resultiert aus dem vertraglich vereinbarten Verkauf (der Rückverlagerung) des Warenlagers im Bereich der Montage im Zuge der Neuausrichtung. Damit einhergehend ist eine Reduzierung der Forderungen aus Lieferung und Leistung.

Das wirtschaftliche Eigenkapital der Gesellschaft weist einen Wert von 3.083.420 € auf. Dies entspricht einer wirtschaftlichen Eigenkapitalquote von 30,4% (Vorjahr 24,2%).

Die bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt 6,87% (Vorjahr 4,13%).

Das wirtschaftliche Eigenkapital setzt sich zum 30.09.2010 wie folgt zusammen:

Gezeichnetes Kapital 75.000 EUR
Kapitalrücklage 178.952 EUR
Gewinnrücklage 439 EUR
Gewinnvortrag 241.346 EUR
Jahresüberschuss 200.683 EUR
originäres Eigenkapital 696.420 EUR
Mezzanine-Kapital 2.325.000 EUR
Gesellschafterdarlehen mit Rangrücktritt 62.000 EUR
wirtschaftliches Eigenkapital 3.083.420 EUR

Im Geschäftsjahr 2009/2010 wurde keine Gewinnausschüttung vorgenommen.

Die Mezzanine- Darlehen setzen sich aus Einlagen stiller Gesellschafter in Höhe von 1.725 TEUR und drei KfW-Nachrangdarlehen in Höhe von insgesamt 600 TEUR zusammen.

B. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

I. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Wo im Jahr 2009 noch ein Rückgang der weltwirtschaftlichen Produktion, insbesondere in der Automobilbranche, zu verzeichnen war, weisen nunmehr alle Indikatoren darauf hin, dass die Weltwirtschaft die Talsohle durchschritten hat und deutliche Züge einer Erholung trägt. Insbesondere die deutsche Wirtschaft und hier die großen Wirtschaftszweige wie der Automobilsektor und damit verbunden der Automobilzuliefersektor verspürt aktuell einen starken Aufschwung. Neben einer starken Nachfrage aus dem Export spielen in gewissen Bereichen auch die zurückhaltende Einstellung im Zuge der Wirtschaftskrise eine Rolle, welche nun zu einem verstärkten Auftragseingang führt.

Das Unternehmen GA Automotive GmbH verfügt über eine seit Jahren aufgebaute gute Marktposition und baut diese durch den Ausbau der Produktbereiche Zerspanung und Stanzerei sowohl auf Kundenebene als auch auf Produktebene weiter aus. Hier profitiert das Unternehmen von der Verbindung der jeweiligen Bereiche Montage/Zerspanung und Stanzerei und tritt als Systemlieferant auf. Diese Unternehmensausrichtung verbunden mit der positiven Prognose des Zielkundenmarktes lassen auch für das Geschäftsjahr 2010/2011 eine stabile Nachfrage erwarten.

Die eingeschlagene Geschäftspolitik und konsequente Weiterverfolgung der diversifizierten Kunden- und Produktstrukturen bilden einen wesentlichen Baustein der erfolgreichen Weiterentwicklung der Gesellschaft.

In Bereich des Vertriebs wird parallel zur Politik der Neuakquisition verstärkt Wert auf den Ausbau und die Vertiefung bestehender Verbindungen gesetzt, um die Kundenloyalität zu GA Automotive GmbH weiter zu festigen.

Betrachtet man die Kundenstruktur der GA Automotive GmbH so ist festzustellen, dass vor allem in der Blechbearbeitung für die Sitzhersteller Projekte die im Jahr 2008 Serienreife hatten, nun erst im Jahr 2010 / 2011 beauftragt werden. In der zerspanenden Fertigung kam es bereits 2009/2010 zu der Beauftragung neuer Projekte die zu einer Vollauslastung der bestehenden Produktion nach heutigen Prognosen führen.

Hauptaugenmerk wird GA Automotive GmbH in 2011 weiterhin auf den Vollzug des Fertigungswechsels von der Montage hin zu den Geschäftseinheiten Zerspanen und Stanzen legen. Die erforderlichen technologischen und kapazitätsseitigen Schritte hierzu sind eingeleitet, so dass mit den fest vereinbarten langjährigen Lieferverträgen die Weiterentwicklung der Gesellschaft realisiert werden kann. Aufgrund des Fertigungswechsels und der aktuell noch zögerlichen Vergabepolitik bei Neuaufträgen im Bereich der Blechbearbeitung ist zunächst von einem Umsatz in 2010/2011 von 16,4 Mio. € auszugehen, im darauf folgenden Geschäftsjahr ist eine Erhöhung auf 20,5 Mio. € geplant.

Die Gesellschaft hat bereits mit Ende des ersten Quartals des neuen Geschäftsjahres sämtliche für 2011 relevanten Investitionsvorhaben in Fertigungsmaschinen mit einem Volumen von ca. 4,1 Mio. € finanzierungsseitig verbindlich sichergestellt.

Insgesamt sieht sich die GA Automotive GmbH unverändert in einer günstigen Marktposition. Aufgrund des geplanten Umsatzrückgangs wird jedoch für das Geschäftsjahr 2010/2011 zunächst eine Verschlechterung der Ertrags- und Liquiditätssituation durch die zeitliche Verschiebung bei der Beauftragung von Neuprojekten erwartet. Spätestens in 2011/2012 wird eine deutliche Verbesserung der Ertrags- und Liquiditätssituation durch die bereits vorhandenen Aufträge spürbar sein.

II. Risikobericht

Einschätzung zur gesamtwirtschaftlichen Situation und möglichen Auswirkungen für die aktuelle Geschäftsentwicklung der GA Automotive GmbH:

Wie der Großteil kleiner und mittelständischer Unternehmen ist GA Automotive GmbH aufgrund des allgemeinen Geschäftsrisikos auch den Risiken der Wirtschafts- und Finanzkrise ausgesetzt. Bislang konnte die Gesellschaft sich sowohl geschäftsverlaufs- als auch finanzierungsseitig den negativen Einflüssen aus dieser globalen Entwicklung entziehen. Es bleibt jedoch ein Restrisiko für die Zukunft, dass negative externe Effekte sich betriebswirtschaftlich bei GA Automotive GmbH niederschlagen.

Betrachtet man den Geschäftsverlauf der GA Automotive GmbH, ist festzustellen, dass neben dem klassisch betriebenen Geschäft der Ersatzteilfertigung der Ausbau der Metallfertigung einen deutlichen Schritt zur Unabhängigkeit des Unternehmens bewirkt hat. Für die Zukunft wird daher eine breitere Streuung von Umsätzen auf mehrere Kunden gegeben sein. Der teilweise Rückzug aus dem Ersatzteilgeschäft und der damit verbundene Abbau der Vorräte wurden vertraglich abgesichert. Grundsätzlich wird trotz der Diversifizierungspolitik weiterhin eine Abhängigkeit zu den Hauptkunden bestehen, jedoch wird das Risiko aus den genannten Gründen breiter gestreut sein als bisher.

Weitere wesentliche Risiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist, stammen aus den nachfolgend aufgeführten Bereichen:

1. Belastungen aus den mittel- bis langfristigen Fremdfinanzierungen: Die Gesellschaft ist weiterhin - insbesondere unter Berücksichtigung des Mezzanine-Kapitals - von einer hohen Verschuldung geprägt. Hieraus rühren die typischen Liquiditäts- und Leveragerisiken, sofern die Gesellschaft zukünftig nicht in der Lage sein sollte, mit den getätigten Investitionen die Fremdkapitalkosten zu erwirtschaften.

2. Die akquirierten Neuaufträge sind hinsichtlich ihrer Absatz- und Umsatzzahlen in der Planung der nächsten Geschäftsjahre konservativ berücksichtigt. Dennoch bleibt ein durch die Gesellschaft nicht beeinflussbares Risiko dahingehend, dass Verträge durch Großkunden einseitig zum Nachteil von GA Automotive GmbH angepasst werden. Die faktische und rechtliche Durchsetzbarkeit von Ansprüchen wäre in solchen Fällen zeitlich und wirtschaftlich fraglich.

3. Die Gesellschaft ist zur Einhaltung ihrer vertraglichen Pflichten gegenüber den Kunden/Auftraggebern davon abhängig, dass die eigenen Lieferanten (Maschinen- und Materiallieferanten) die Orders in der notwendigen Qualität "on time" für den Produktionsprozess zur Verfügung stellen. Ein nicht beeinflussbares Risiko besteht daher im potenziellen Ausfall von Lieferanten oder Lieferverzögerungen aufgrund von Kurzarbeit.

4. Im Zusammenhang mit der erfolgreichen strategischen Neuausrichtung spielt die Einhaltung von Prognosen sowohl auf Ebene der geplanten Verlagerung der Montageaufträge als auch in Bezug auf den Anlauf der neuen Aufträge in den Bereichen Zerspanung und Stanzerei eine entscheidende Rolle. Verzögerungen können zu potentiellen Risiken und Belastungen der Ertrags- sowie Liquiditätssituation führen. Verzögerungen aus der Verlagerung der Montageaufträge können auch eine Chance darstellen, da dann weiterhin Umsätze zu höheren Aufschlägen realisiert werden.

Die Gesellschaft unterliegt keinen nennenswerten Qualitätsrisiken aus laufenden oder neu akquirierten Aufträgen. GA Automotive GmbH verfolgt seit Jahren die Sicherung bestehender hoher Qualitätsstandards. Hierzu werden bestehende Zertifizierungen regelmäßig erneuert und zusätzliche, ergänzende Zertifizierungsverfahren absolviert, so z.B. die Zertifizierung nach ISO/TS 16949. Dies sichert der Gesellschaft nicht nur die Möglichkeit, zukünftig weitere Aufträge mit hohen Qualitätsanforderungen zu akquirieren. Vielmehr ist hierdurch auch sichergestellt, dass die Fehlerquote in der Produktion ausgesprochen gering ist, die Lieferqualität gesichert wird und es zu keinen wirtschaftlich bedrohlichen Reklamationen bzw. Nachtragsforderungen der Kunden kommt.

Ziel des Finanzmanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Finanzpolitik des Unternehmens beinhaltet neben der langfristigen Finanzierung des Anlagevermögens auch ca. 40% des Umlaufvermögens durch langfristige Finanzierungsmittel ab zu decken. Hinzu kommt die objektbezogene Mietkauf- und Leasingfinanzierung von Maschinen und Anlagen mit Laufzeiten von durchschnittlich 60 Monaten und einer Anpassung an die Laufzeiten der jeweiligen Aufträge. Es sind keine Finanzierungsengpässe zu erwarten. Die kalkulierten und planungsseitig berücksichtigten Belastungen aus den Neufinanzierungen werden allerdings gerade in den ersten 12 Monaten überdurchschnittlich groß sein, da die neu akquirierten Fertigungsaufträge erst danach entsprechend hohe Erträge zur Kompensation erwirtschaften (Hockey-Stick-Effect). Zur Finanzierung eventueller Verzögerungen und Verschiebungen von Aufträgen sowie der angesprochenen Verlagerung hat die Hausbank eine zusätzliche Kreditlinie zur Verfügung gestellt.

Alle wesentlichen unternehmensinternen Risiken (Liquidität, Kostenentwicklung und Personal) sind durch umfangreiche Kontroll- und Berichtssysteme unter ständiger Beobachtung der Geschäftsführung um bei veränderten Rahmenbedingungen zeitnah entsprechende Maßnahmen einleiten zu können. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Forderungsmanagement; Forderungsausfälle sind die Ausnahme.

Die Gesellschaft hat keine Währungsrisiken.

Darüber hinaus gehende Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten, sind nicht bekannt.

C. Nachtragsbericht

Durch zusätzliche Auftragseingänge des Hauptkunden im Bereich der Montage hat sich situativ der Lagerbestand trotz vertraglich vereinbarter Rückverlagerung des kompletten Montagegeschäftes erhöht. Die Aufträge können aufgrund fehlender Einzelkomponenten nicht ausgeliefert werden, was kurzfristig zu einem Liquiditätsbedarf geführt hat, der durch die angeschlossenen Banken gesichert wurde. Dieses time-lag führt zu einem zeitlichen Versatz geplanter Erträge.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

D. Forschungs- und Entwicklungsbericht

Die Gesellschaft tätigt in branchenüblichem Umfang Entwicklungen zur technischen Weiterentwicklung vorhandener Produkte und Verfahren. Im Zuge der Einführung der neuen Aufträge wurde ein erheblicher Aufwand in die Entwicklung, Installation und die Einführung spezifischer Produktionsanlagen gesteckt. Weiterhin ist in die Prototypen- und Vorserienentwicklung großes Engagement geflossen, welches dann zu Beauftragung der Serienproduktion geführt hat.

E. Zweigniederlassungsbericht

Es bestanden keine Zweigniederlassungen im Geschäftsjahr.

 

Michelstadt, den 22. März 2011

gez. Thomas Gansler

gez. Rainer Bohländer

Bilanz

Aktiva

  30.9.2010
EUR
30.9.2009
EUR
A. Anlagevermögen 3.624.516,33 2.480.299,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 350.165,33 47.520,00
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 210.785,54 0,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 139.379,79 47.520,00
II. Sachanlagen 3.274.351,00 2.432.779,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 94.272,00 100.856,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.379.702,00 967.565,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 532.037,00 364.358,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 268.340,00 1.000.000,00
B. Umlaufvermögen 6.356.730,27 9.411.156,34
I. Vorräte 3.567.837,88 6.333.580,33
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.007.823,55 2.415.287,82
1. sonstige Vermögensgegenstände 2.007.823,55 2.415.287,82
III. Wertpapiere 574.525,65 457.613,61
1. sonstige Wertpapiere 574.525,65 457.613,61
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 206.543,19 204.674,58
C. Rechnungsabgrenzungsposten 159.730,10 125.377,39
Bilanzsumme, Summe Aktiva 10.140.976,70 12.016.832,73

Passiva

   
  30.9.2010
EUR
30.9.2009
EUR
A. Eigenkapital 696.419,81 495.298,26
I. gezeichnetes Kapital 75.000,00 75.000,00
II. Kapitalrücklage 178.952,16 178.952,16
III. Gewinnrücklagen 438,53 0,00
IV. Gewinnvortrag 241.346,10 13.473,56
V. Jahresüberschuss 200.683,02 227.872,54
B. Rückstellungen 633.068,21 546.286,00
C. Verbindlichkeiten 8.738.609,51 10.975.248,47
1. stille Gesellschafter 1.725.000,00 1.725.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.662.166,78 7.217.712,60
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.351.442,73 2.032.535,87
D. Passive latente Steuern 72.879,17 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 10.140.976,70 12.016.832,73

Gewinn- und Verlustrechnung

  1.10.2009 - 30.9.2010
EUR
1.10.2008 - 30.9.2009
EUR
1. Rohergebnis 9.468.391,78 8.705.581,20
2. Personalaufwand 5.069.959,17 4.637.605,56
a) Löhne und Gehälter 4.311.439,58 3.909.827,36
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 758.519,59 727.778,20
3. Abschreibungen 536.771,45 207.837,84
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 536.771,45 207.837,84
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.857.095,87 2.916.768,89
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16.478,71 4.743,19
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 683,13
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 714.165,73 612.091,60
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 306.878,27 335.337,37
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 103.980,25 144.148,17
a) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 72.714,91 0,00
10. sonstige Steuern 2.215,00 -36.683,34
11. Jahresüberschuss 200.683,02 227.872,54

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Absatz 2 HGB auf.

Die neuen Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes vom 25. Mai 2009 wurden insgesamt bereits für das Geschäftsjahr 2009/2010 beginnend ab dem 01.10.2009 angewandt.

Die erstmalige Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes in 2009/2010 hatte keine Auswirkungen auf die bisherige Form der Darstellung oder die bisher angewandten Bewertungsmethoden. In diesem Zusammenhang erfolgte entsprechend Art. 67 VIII 2 EGHGB keine Anpassung von Vorjahreszahlen. Im Geschäftsjahr 2009/2010 wurden erstmals Entwicklungskosten als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert.

Die Bilanz wurde unter den Verbindlichkeiten um den Posten der Einlagen stiller Gesellschafter erweitert. Die stillen Gesellschafter haben hinsichtlich ihrer Forderungen erklärt, dass sie im Falle der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Beteiligungsnehmers oder der Ablehnung der Eröffnung mangels Masse, Ansprüche aus dem Beteiligungsvertrag im Rang nach den Ansprüchen der einfachen Insolvenzgläubiger, jedoch vor den Ansprüchen im Sinne des § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO geltend machen.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Die unter den Posten des Anlagevermögens ausgewiesenen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten nach § 255 HGB, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen nach den im Einklang mit steuerrechtlichen Vorschriften festgelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zu steuerlich zulässigen Sätzen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von in der Regel drei Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (zwischen 3 und 20 Jahren) angesetzt.

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden gem. § 255 IIa HGB mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet. Diese entsprechen den Vollkosten (§ 255 II HGB)

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von 150 bis 1.000 Euro werden in einem sogenannten Pool erfasst und über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Hinsichtlich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurde die Fifo- Methode ("First in - First out") angewandt.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet. Bei der Ermittlung der Herstellkosten nach § 255 Abs. 2 HGB wurden Kosten der allgemeinen Verwaltung nicht einbezogen.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen sind zu Nominalbeträgen, vermindert um Pauschalabwertungen in Höhe von 3% zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos, angesetzt. Einzelwertberichtigungen erfolgten nicht.

Die flüssigen Mittel sind zu ihren Nennwerten angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung im Jahr 2009/2010 der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Im Geschäftsjahr wurden Aufwendungen für Forschung und Entwicklung von insgesamt 210.786 EUR getätigt. Diese Aufwendungen wurden ausschließlich für die Entwicklung aufgewendet und dementsprechend in voller Höhe als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert (§ 285 Nr. 22 HGB).

Zum 30.09.2010 bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von insgesamt 153.285,54 Euro (§ 285 Nr. 28 HGB), die in voller Höhe auf die Aktivierung von Entwicklungskosten entfallen.

Die von den Banken bei der Darlehensauszahlung einbehaltenen Disagien wurden entsprechend dem handelsrechtlichen Wahlrecht des § 250 Abs. 3 HGB sowie der steuerlichen Aktivierungspflicht aktiviert und linear über die Laufzeit der Darlehensinanspruchnahme aufgelöst. Zum Bilanzstichtag sind 16.000,00 Euro aktiviert.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

  2009/2010
TEuro
2008/2009
TEuro
Personalrückstellungen 428,1 320,0
Rückstellung für Berufsgenossenschaft 25,4 20,0
Rückstellung Tantiemen 71,0 83,9
Rückstellungen für pauschale Gewährleistungen 77,6 72,2
Abschlusskosten 26,0 26,0
Übrige 5,0 7,4
Summe 633,1 529,4

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Restlaufzeiten und Sicherheiten der Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt.

  Stand 30.09.2010 TEURO Restlaufzeit bis 1 Jahr TEURO Restlaufzeit zwischen 1 bis 5 Jahre TEURO Restlaufzeit mehr als 5 Jahre TEURO
Einlagen stiller Gesellschafter 1) 1.725 500 375 850
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2) 3) 5.663 1.742 3.023 898
davon Nachrangdarlehen 2) 3) 600 0 345 255
davon Mietkaufverträge 886 294 592 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 698 697 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 654 654 0 0
davon aus Steuern 225 225 0 0
davon aus soz. Sicherheit 5 5 0 0
Summen 8.739 3.593 3.393 1.748

1. Von den Einlagen stiller Gesellschafter sind insgesamt 1.600 TEuro durch die Verpfändung der sonstigen Wertpapiere in Höhe von 575 TEuro gesichert

2. Raumsicherungsübertragung Warenlager

3. Sicherungsübertragung diverser Fertigungsmaschinen

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 62 TEuro enthalten. Die Gesellschafter haben hinsichtlich ihrer Forderungen erklärt, dass sie zur Vermeidung einer etwaigen drohenden Überschuldung mit allen gegenwärtigen und künftigen Ansprüchen auf Tilgung, Verzinsung und Rückzahlung aus dem Darlehen hinter die Forderungen aller gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger in der Weise zurücktreten, dass die Forderung des Darlehensgebers nur zu Lasten von Bilanzgewinnen, aus einem Liquidationsüberschuss oder aus dem Übrigen die Verbindlichkeiten des Darlehensnehmers übersteigenden Vermögen bedient zu werden braucht. Bis zur Abwendung einer etwaigen Krise des Darlehensnehmers soll die Forderung des Darlehensgebers nicht vor, sondern mit dem Einlagenrückgewährungsanspruch der Gesellschafter berücksichtigt werden.

Finanzielle Verpflichtungen außerhalb der Bilanz ergeben sich aus den bestehenden Leasingverträgen sowie den Mietverträgen in folgender Höhe (alle Beträge in TEuro):

  2010 / 2011 2011 / 2012 bis 2015 / 2016 > 2015 / 2016
Leasing 897,1 1.927,7 0,0
Miete 563,5 1.847,0 0,0

Die Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen betreffen im Wesentlichen die seitens der Gesellschaft angemieteten Immobilien am Unternehmenssitz im Michelstadt-Vielbrunn. Bei den Zahlungsverpflichtungen aus Leasingverträgen handelt es sich nahezu ausschließlich um objektbezogene Finanzierungen für Produktionsmaschinen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) aufgestellt.

V. Sonstige Angaben

Im Jahresdurchschnitt 2009/2010 wurden 126 Personen (ohne Auszubildende) beschäftigt (Vorjahr: 117 Mitarbeiter). Davon waren 64 gewerbliche Arbeitnehmer und 62 Angestellte.

Im Geschäftsjahr 2009/2010 erfolgte die Geschäftsführung der Gesellschaft durch ihre beiden Geschäftsführer:

- Herrn Thomas Gansler, Elektromeister, Michelstadt

- Herrn Rainer Bohländer, Industriemeister, Michelstadt

Beide Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die von der Gesellschaft im Berichtsjahr bezahlten Gesamtbezüge der tätigen Geschäftsführer betrugen 324.864 Euro.

 

Michelstadt, den 22. März 2011

GA Automotive GmbH

- Geschäftsführung -

gez. Thomas Gansler

gez. Rainer Bohländer

Anlagespiegel

  Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.10.2009
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Anlagevermögen        
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 210.785,54 0,00 0,00
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 63.036,35 127.311,79 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 63.036,35 338.097,33 0,00 0,00
Sachanlagen        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 130.102,76 0,00 0,00 0,00
technische Anlagen und Maschinen 1.919.751,75 558.708,76 828.927,57 1.349.854,05
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 831.532,02 299.985,64 18.470,40 0,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.000.000,00 618.194,05 0,00 -1.349.854,05
Summe Sachanlagen 3.881.386,53 1.476.888,45 847.397,97 0,00
Summe Anlagevermögen 3.944.422,88 1.814.985,78 847.397,97 0,00
  kumulierte Abschreibungen 30.09.2010
Euro
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 30.09.2010
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Anlagevermögen        
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 210.785,54 0,00
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 50.968,35 0,00 139.379,79 35.452,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 50.968,35 0,00 350.165,33 35.452,00
Sachanlagen        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 35.830,76 0,00 94.272,00 6.584,00
technische Anlagen und Maschinen 619.684,99 0,00 2.379.702,00 365.579,81
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 581.010,26 0,00 532.037,00 129.155,64
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 268.340,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.236.526,01 0,00 3.274.351,00 501.319,45
Summe Anlagevermögen 1.287.494,36 0,00 3.624.516,33 536.771,45

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 14.04.2011 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der GA Automotive GmbH, Michelstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis 30. September 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen im Gesellschaftsvertrag liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Aschaffenburg, den 22.03.2011

Florig & Söhne GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Aschaffenburg

Dr. Hans-Bernd Florig, Wirtschaftsprüfer

Dr. Hans-Georg Florig, Wirtschaftsprüfer

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