Stammdaten

Register
Amtsgericht Oldenburg HRB 5236
Vorher
Dritte RE Vermögensverwaltungsgesellschaft mbHEWE Netz GmbH
Eingetragen
17.2.2003
Branche
Bau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und TelekommunikationSpeichern von Gas zu VersorgungszweckenTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Gegenstand
Errichtung, Erwerb und Betrieb von Leitungs- bzw. Versorgungsnetzen in den Bereichen Energie (Strom und Gas) sowie Wasser, Telekommunikation und Straßenbeleuchtung, einschließlich der dazugehörigen Anlagen; Erbringung von Dienstleistungen in den Bereichen Energie (Strom und Gas) sowie Wasser, Telekommunikation und Straßenbeleuchtung, insbesondere auch für Dritte; Erbringung von Abrechnungs- und Inkassodienstleistungen;Beratung und Förderung von Verbrauchsverminderung von Energie und Wasser sowie Forschung und Entwicklung in den Bereichen Energie und Telekommunikation

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Heiko Fastje
seit 26.5.2023
Prokura
Thomas Nagel
seit 2.2.2021
Prokura
Jörn Machheit
seit 22.8.2012
Geschäftsführer
Elfried Dieling
seit 7.6.2011
Prokura
Torsten Maus
seit 27.6.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert98.20% ungelöst

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EWE NETZ GmbH

Oldenburg

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für die Periode 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Die Werte im Lagebericht werden - soweit keine andere Darstellung erkenntlich - jeweils auf Mio. Euro mit einer Kommastelle gerundet dargestellt.

Geschäft und Rahmenbedingungen

Geschäftstätigkeit

EWE NETZ betreibt Strom- und Erdgasnetze im Ems-Weser-Elbe-Gebiet sowie Erdgasnetze in Brandenburg, Rügen und Nordvorpommern. Aufgrund der sehr geringen Störanfälligkeit verfügt EWE NETZ als Verteilernetzbetreiber über eines der sichersten Netze in Europa. Während die durchschnittliche Stromausfallzeit im Jahr 2022 pro Kunde und Jahr in Deutschland bei ca. 12 Minuten lag, beträgt die Ausfallzeit im Jahr 2023 bei EWE NETZ fünf Minuten. Das Stromnetz misst eine Länge von ca. 84.000 Kilometern und das Gasnetz von ca. 57.600 Kilometern. Darüber hinaus betreibt EWE NETZ ein weit verzweigtes Kommunikationsnetz von ca. 65.000 Kilometern sowie in einigen Kommunen regionale Trinkwassernetze von ca. 590 Kilometern.

Die EWE NETZ GmbH ist eine Tochtergesellschaft der EWE AG (mittelbar 95,1 % und 0,8% direkt), welche mit Energie, Telekommunikation und IT die Schlüsselkompetenzen für eine nachhaltige Energiewirtschaft der Zukunft bündelt und hauptsächlich im Norden Deutschlands aktiv ist. Neben der EWE AG ist die Kommunale Netzbeteiligung Nordwest GmbH & Co. KG, Oldenburg, (KNN) mit einem Anteil von 4,1 % an der EWE NETZ beteiligt.

Politisches, regulatorisches und wirtschaftliches Umfeld

Die Rahmenbedingungen in der Wirtschaft haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Dies geschah insbesondere in Kombination mit der Covid-19-Pandemie, der nachfolgenden Energiemarktkrise, dem Russland-Ukraine-Krieg, hoher Inflation und der Zinswende. Insbesondere für Unternehmen im Energiesektor ergeben sich daraus neue makroökonomische und marktgetriebene Herausforderungen. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Bundeshaushalt bzw. Wirtschaftsstabilisierungs- sowie Klimatransformationsfond aus November 2023 hat gezeigt, dass sich kurzfristig politische und regulatorische Änderungen mit erheblichen Auswirkungen auf das Geschäft ergeben können. Im Zusammenhang mit der Energiewende ergibt sich eine beträchtliche Komplexität.

Umstellung von L- auf H-Gas

Aufgrund des sinkenden L-Gas-Aufkommens in Deutschland und den Niederlanden läuft im EWE-Versorgungsgebiet derzeit die Umstellung von dem niedrigkalorischen L-Gas auf das hochkalorische H-Gas. Hierdurch wird auch zukünftig die Versorgungssicherheit in den bisher mit L-Gas versorgten Markträumen sichergestellt. Im EWE-Netzgebiet läuft die Marktraumumstellung seit 2018 und bis voraussichtlich Ende 2027. Erhöhte LNG-Importe, welche in der Regel hochkalorisches Gas liefern, sowie geplante Explorationsprojekte in der Nordsee haben derzeit keine Auswirkungen auf das Marktraumumstellungsprojekt.

Umsetzung des EuGH-Urteils zur Unabhängigkeit der nationalen Regulierungsbehörden

Die in Deutschland durch den Gesetz- und Verordnungsgeber umfangreich vorstrukturierte Regulierung verstößt gegen europäisches Recht. Die nationale Regulierungsbehörde muss unabhängig vom Gesetzgeber sein. Daraus folgt, dass die nötigen Rechte durch den Gesetzgeber an die BNetzA übertragen werden und das EnWG in Teilen anzupassen ist. Die aktuellen gesetzlichen Grundlagen zum Netzzugang (GasNZV/ StromNZV) und der Bestimmung von Netzentgelten (GasNEV/ StromNEV) werden ebenso wie die Anreizregulierungsverordnung (ARegV) schrittweise aufgehoben. Die bisherigen Verordnungsermächtigungen werden durch Festlegungskompetenzen der nationalen Regulierungsbehörde ersetzt. Aktuell wird konsultiert, wie die Regulierungssystematik unter Führung der Bundesnetzagentur konkret ausgestaltet werden soll.

Grundzuständiger Messstellenbetreiber (gMSB)

In der Funktion des grundzuständigen Messstellenbetreibers (gMSB) muss EWE NETZ gemäß § 29 MsbG bis 2032 alle konventionellen Stromzähler durch moderne Messeinrichtungen (mME) und intelligente Messsysteme (iMs) austauschen. Rund 200.000 Bestandskunden mit einem Jahresverbrauch von über 6.000 kWh Strom bzw. Erzeugungsanlagen mit mehr als 7 kW installierter Leistung erhalten ein intelligentes Messsystem. Durch den prognostizierten Zubau an dezentralen Erzeugungsanlagen und steuerbaren Verbrauchseinrichtungen (u.a. Wallboxen, Wärmepumpen) erwartet EWE NETZ eine Steigerung auf bis zu 794.000 iMS im Jahr 2034. Bei EWE NETZ konnten rd. 10.000 intelligente Messsysteme per 31. Dezember 2023 ausgerollt werden. Für das Jahr 2024 plant EWE NETZ weitere 32.000 Installationen durchzuführen.

Liegt der Jahresverbrauch bzw. die installierte Leistung unterhalb der oben aufgeführten Werte, ersetzt EWE NETZ den konventionellen Zähler durch eine moderne Messeinrichtung (mMe). Zum Jahresende 2023 waren bereits rd. 690.000 moderne Messeinrichtungen bei EWE NETZ installiert. Das Investitionsvolumen im Rahmen der Umsetzung des MsbG im Jahr 2023 betrug rund 12,5 Mio. Euro, im Jahr 2024 wird ein Investitionsvolumen in Höhe von rd. 16,0 Mio. Euro erwartet.

Beschwerdeverfahren gegen regulatorische Entscheidungen

Im Oktober 2021 hat die BNetzA die Eigenkapitalzinssätze für Elektrizitäts- und Gasnetzbetreiber für die 4. Regulierungsperiode festgelegt. Trotz erheblicher Kritik aus der Branche wurden die Zinssätze weiter gekürzt. Infolgedessen hat EWE NETZ Beschwerde gegen die Beschlüsse vor dem OLG Düsseldorf eingereicht. Am 30. August 2023 hat das OLG Düsseldorf in mehreren Musterverfahren die EK-Zins-Festlegungen aufgehoben. Hiergegen hat die BNetzA jedoch Rechtsbeschwerde zum BGH eingereicht, sodass die OLG-Entscheidungen nicht rechtskräftig sind.

Im August 2023 hat die Bundesnetzagentur eine neue Festlegung für die Bestimmung des kalkulatorischen Fremdkapitalzinssatzes im Kapitalkostenaufschlag für Elektrizitäts- und Gasverteilernetzbetreiber veröffentlicht. Demnach werden Investitionen ab 2024 mit 4,17 % (variabel) verzinst. Hierdurch wird Netzbetreibern für Neuinvestitionen ein höherer Zinssatz zugestanden als für Anlagevermögen, welches bis einschließlich 2023 gebaut wurde (Gas 2,03 %/ Strom 1,71 %).​ Branchenseitig wird kritisiert, dass der neue Zinssatz erst ab dem 01.01.2024 gilt und damit weder Bestandsanlagen noch Investitionen des Jahres 2023 mit eingeschlossen sind. EWE NETZ hat daher Beschwerde gegen die Festlegung vor dem OLG Düsseldorf eingereicht.

Der sog. X-Generell (allgemeiner sektoraler Produktivitätsfaktor) stellt einen Korrekturterm für den Verbraucherpreisindex (VPI) dar und beträgt aufgrund einer Festlegung durch die BNetzA für die 3. Regulierungsperiode pro Jahr 0,49 % im Gas- bzw. 0,90 % im Stromsektor. EWE NETZ vertritt die in der Branche geteilte Meinung, dass für die dritte Regulierungsperiode ein X-Generell von größer null Prozent für den Strom- und Gassektor nicht hergeleitet und begründet werden kann und hat daher Beschwerde gegen die Festlegungen eingelegt. Nachdem der BGH die Beschwerden mehrerer Netzbetreiber zurückgewiesen hat, haben einige Netzbetreiber Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Die Verfahren von EWE NETZ werden offen gehalten bis darüber entschieden ist.

Aufgrund der aus Sicht von EWE NETZ unsachgerechten Ermittlung der Effizienzwerte wurde im Jahr 2020 gegen die Festlegung der Erlösobergrenzen Gas für die dritte Regulierungsperiode beim OLG Düsseldorf geklagt. Das OLG Düsseldorf hat die Beschwerde von EWE NETZ zurückgewiesen und damit den von der BNetzA durchgeführten Effizienzvergleich Gas für die 3. Regulierungsperiode für rechtmäßig erklärt. Da EWE NETZ weiterhin von der Rechtswidrigkeit des Effizienzvergleichsverfahrens überzeugt ist, wurde eine Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe eingereicht. Mit Entscheidung vom 26.09.2023 hat der BGH sich der Kritik von EWE NETZ in wesentlichen Teilen angeschlossen und bestätigt, dass der von der BNetzA durchgeführte Effizienzvergleich den objektiven strukturellen Unterschieden der einbezogenen Netzbetreiber nicht hinreichend Rechnung trägt. Die Bundesnetzagentur ist nun dazu verpflichtet, den Effizienzwert für EWE NETZ unter Beachtung der Rechtsauffassung des BGH neu festzulegen.

Aufgrund unterschiedlicher Rechtsauffassungen zur Berücksichtigung von Umsatzsteuernachzahlungen auf den Gemeinderabatt, des Umfangs des Gemeinderabatts und der Umbasierung des Verbraucherpreisindexes hat EWE NETZ mehrere Beschwerden gegen Beschlüsse zum Regulierungskonto beim OLG Düsseldorf eingereicht. Mit Entscheidung aus September 2021 ist das OLG der Rechtsauffassung der BNetzA gefolgt. Dagegen hat EWE NETZ Rechtsbeschwerde beim BGH eingereicht. Nach der mündlichen Verhandlung im Dezember 2023 hat der BGH die Rechtsbeschwerde von EWE NETZ zurückgewiesen und damit die Rechtsauffassung der BNetzA bestätigt.

Wegenutzungsvertragsverfahren im Jahr 2023

Bei Verlust eines Wegenutzungsrechts ist nach § 46 Abs. 2 EnWG das betroffene Versorgungsnetz an den neuen Netzbetreiber gegen eine wirtschaftlich angemessene Vergütung zu verkaufen, allerdings gehen EWE NETZ im Falle eines Verkaufs die auf das Netz entfallenden laufenden Netznutzungserlöse verloren. Aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung erfolgt fortlaufend eine intensive Beobachtung der Entwicklungen und Auswirkungen von auslaufenden Wegenutzungsverträgen.

In den Vergabeverfahren um die Wegenutzungsrechte Strom und Gas in den Gemeinden Groß Meckelsen, Hamersen, Kalbe, Klein Meckelsen, Lengenbostel, Sittensen, Tiste, Vierden, Wohnste (alle Samtgemeinde Sittensen, Landkreis Rotenburg) und Asendorf (Landkreis Harburg) sowie in der Stadt Emden befindet sich EWE NETZ in konkreten Verhandlungen bzw. die Behandlung und Beschlussfassung durch die kommunalen Gremien steht in Kürze bevor.

Des Weiteren haben auch die Vergabeverfahren für Wegenutzungsverträge Strom und/oder Gas in den Gemeinden Worpswede (Landkreis Osterholz-Scharmbeck), Spiekeroog (Landkreis Wittmund), Gramzow und Zichow (Landkreis Uckermark) sowie Süderholz (Landkreis Vorpommern-Rügen) begonnen.

In den Vergabeverfahren um die Wegenutzungsrechte Strom und/oder Gas der Städte Wittmund (Landkreis Wittmund) und Fürstenwalde (Landkreis Oder-Spree) sowie den Gemeinden Groß Kiesow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) und Hammah (Landkreis Stade) sind nach Beschluss der kommunalen Gremien zwischenzeitlich langfristige Vertragswerke zwischen den Kommunen und EWE NETZ geschlossen worden.

Anpassung kalkulatorischer Nutzungsdauern von Erdgasleitungsinfrastruktur ("KANU")

Mit der Festlegung vom 8. November 2022 zur Anpassung von kalkulatorischen Nutzungsdauern von Erdgasleitungsinfrastruktur ("KANU") änderte die BNetzA die Vorgaben zu kalkulatorischen Nutzungsdauern im Gasbereich. Zu beachten ist, dass die Festlegung nur Investitionen in Erdgasleitungsinfrastruktur betrifft, die ab dem Jahr 2023 aktiviert werden. Die Festlegung räumt den Gasnetzbetreibern ein Wahlrecht zur Verkürzung der Nutzungsdauer ein, welches die vollständige kalkulatorische Abschreibung bis 2045 ermöglicht. Durch die Wahlmöglichkeit sollen Gasnetzbetreiber die Möglichkeit erhalten, neue Investitionen bis zum geplanten Gasausstieg 2045 über die Erlösobergrenze vollständig zu refinanzieren. Verwaltungsgebäude sind von dieser Änderung ausgenommen, zudem ändert sich für Anlagengruppen mit ohnehin kürzerer Nutzungsdauer und für Bestandsanlagen durch die Neuregelung nichts. Allerdings lassen Aussagen der BNetzA eine Ausweitung der Nutzungsdaueranpassung auch auf Bestandsanlagen durch eine entsprechende Festlegung im Jahr 2024 erwarten. Die konkrete Ausgestaltung bleibt noch abzuwarten.

Anbindung neue GWL-Leitung

Die für das Konzernschwesterunternehmen GTG Nord gebaute Gasleitung ist ein wesentlicher Baustein, um die deutsche Energieversorgung unabhängiger von russischem Erdgas zu machen und zu einer Diversifizierung der Bezugsquellen beizutragen. Die Zukunftsleitung hat die nötige Kapazität, regasifiziertes LNG aus Wilhelmshaven zu den Erdgasspeichern in Nüttermoor und Jemgum im ostfriesischen Landkreis Leer zu transportieren und Energie für über vier Millionen Haushalte bereitzustellen.

Im Dezember 2023 wurde die letzte Schweißnaht der 70 Kilometer langen Pipeline angefertigt - nach nur 22 Monaten Planungs- und Bauzeit. Im Januar 2024 konnte GTG Nord, der Ferngasnetzbetreiber im EWE-Konzern, die Gasanbindung Wilhelmshaven-Leer (GWL) in Betrieb nehmen und die Leitung an das deutsche Gasnetz anbinden.

Die noch offene Wiederherstellung der Trasse wird von EWE NETZ im ersten Halbjahr 2024 durchgeführt.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Im Berichtszeitraum liegt der Umsatz (2,8 Mrd. Euro) über dem Niveau der Vergleichsperiode.

Die Entwicklung der Umsatzerlöse stellt sich wie folgt dar:

in Mio. € 2023 2022
Umsatzerlöse aus dem EEG und aus Mehr-/Mindermenge Gas 1.047 803
Umsatzerlöse Strom aus Netznutzung 770 697
Umsatzerlöse Gas aus Netznutzung 353 341
Sonstige Umsatzerlöse 663 482
Summe Umsatzerlöse 2.833 2.323

Systemisch bedingt sind sowohl das EEG-Geschäft als auch die Mehr-/Mindermenge Gas durch eine annähernd gleichlautende Entwicklung der entsprechenden Materialaufwendungen nahezu margenfrei für EWE NETZ. Der Umsatzanstieg im Bereich der Regenerativen Energien resultiert fast ausschließlich aus höheren EEG-Vergütungen im Rahmen der Windeinspeisungen. Die eingespeisten Windenergiemengen sind sowohl in der Direktvermarktung als auch im "regulären EEG Vergütungsregime" gestiegen. Des Weiteren führten die gesunkenen Marktpreise wieder zu gestiegenen Marktprämien im Bereich der Direktvermarktung.

Insgesamt sind im Berichtsjahr 13,2 Mrd. kWh Strom (Vorjahr 12,9 Mrd. kWh) dezentral eingespeist worden. Die höheren Einspeisemengen ergeben sich aus einer höheren Stromproduktion aus Windanlagen mit einem Anstieg zum Vorjahr um 0,5 Mrd. kWh. Dabei nehmen die direkt vermarkteten Einspeisungen gemäß § 33a EEG mit 11,1 Mrd. kWh (Vorjahr 10,8 Mrd. kWh) den Hauptanteil ein.

Im Bereich der Netznutzung Strom liegen die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr auf einem höheren Niveau. Trotz einer leicht gesunkenen Netznutzungsmenge (11,5 Mrd. kWh, Vorjahr 12,1 Mrd. kWh) liegen die Erlöse aufgrund einer höheren genehmigten Erlösobergrenze (EOG) deutlich über dem Vorjahresniveau. Insbesondere höhere vorgelagerte Netzkosten führen zu einer steigenden EOG.

Die Erlöse aus der Netznutzung Gas in Höhe von 353 Mio. Euro (Vorjahr 341 Mio. Euro) bewegen sich mit einer Veränderung von knapp +4 Prozent über dem Vergleichszeitraum. Der Anstieg der Erlöse resultiert hauptsächlich aus höheren Netznutzungspreisen im Rahmen der genehmigten Erlösobergrenze, während die Netznutzungsmengen mit 35,3 Mrd. KWh leicht unter dem Vorjahr liegen (37,6 Mrd. KWh). Der Anstieg der sonstigen Erlöse betrifft im Wesentlichen die Erlöse aus dem Bau der "Zukunftsleitung" Gas für die GTG Nord.

Im Vergleich zur Vorjahresprognose, die von einer Umsatzerwartung von 2,3 bis 2,4 Mrd. Euro ausging, liegen die aktuellen Umsatzerlöse deutlich über den Erwartungen. Diese Überschreitung betrifft vorwiegend die Erlöse aus dem EEG-Geschäft aufgrund der höheren Windeinspeisungen und der "normalisierten" Marktprämien im Bereich der Direktvermarktung.

Der Materialaufwand ist - weitgehend analog zu den Umsatzerlösen - um 558 Mio. Euro angestiegen. Insbesondere die höheren Aufwendungen im Bereich der Einspeisung von regenerativer Energie sowie im Bereich des Projektgeschäftes im Rahmen des Leitungsbaus der "Zukunftsleitung" haben dazu beigetragen. Des Weiteren sind die Aufwendungen bei den vorgelagerten Netzkosten weiter angestiegen.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 30 Mio. Euro insbesondere aufgrund geringerer Zuführungen bei den Pensionsrückstellungen gesunken. Gegenläufig zu den gesunkenen Zuführungen bei den Pensionen sind die gestiegenen Grundvergütungen u.a. aufgrund eines sehr moderaten Anstiegs bei den Tarifvergütungen.

Der Posten "Sonstige Erträge und Aufwendungen" liegt aufgrund der Veränderungen bei den Bestandsveränderungen (+31 Mio. Euro) mit 28 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau. Gegenläufig wirken leicht niedrigere sonstige betriebliche Erträge mit einer Veränderung von -4 Mio. Euro, u.a. aus niedrigeren Rückstellungsauflösungen und leicht niedrigeren Erträgen aus Anlagenverkäufen.

Gestiegene planmäßige Abschreibungen insbesondere im Bereich der Sachanlagen Strom (+6 Mio. Euro) führen insgesamt zu etwas höheren Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr.

In der Berichtsperiode liegt das EBIT mit 180 Mio. Euro (Vorjahr 177 Mio. Euro) deutlich unter der Vorjahreserwartung, welche von einem geplanten EBIT zwischen 220 Mio. Euro und 240 Mio. Euro ausgegangen ist.

Das Finanz- und Zinsergebnis ist im Wesentlichen durch den Zinsanteil der Pensionsrückstellungen geprägt.

Gewinn- und Verlustrechnung der EWE NETZ GmbH, Oldenburg
in Mio. € 2023 2022 Abweichung
Umsatzerlöse 2.832,9 2.322,8 +510,1
Materialaufwand -2150,8 -1.593,0 -557,8
Rohertrag 682,1 729,8 -47,7
Personalaufwand -215,0 -245,5 +30,5
Sonstige Erträge und Aufwendungen -163,3 -191,7 +28,4
Abschreibungen -123,8 -115,6 -8,2
EBIT 180,0 177,0 +3,0
Finanz- und Zinsergebnis -22,5 -30,1 +7,6
Steuern -40,2 -51,2 +11,0
Ergebnis nach Steuern 117,3 95,7 +21,6
Sonstige Steuern -0,6 -0,5 -0,1
Ergebnisabführung -116,7 -95,2 -21,5
Jahresergebnis 0,0 0,0 0,0

Vermögenslage

Die Bilanzsumme von EWE NETZ liegt mit knapp 2,1 Mrd. Euro leicht über dem Niveau des Vorjahres. Mit 1,6 Mrd. Euro0 Mio. € ist das Anlagevermögen der dominierende Posten auf der Aktivseite. Die hohe Anlagenintensität von 75 % spiegelt das operative Netzgeschäft mit seiner langfristigen Kapitalbindung in der Netzinfrastruktur wider.

Insgesamt stellt sich die Vermögenslage wie folgt dar:

in Mio. € 31.12.2023 31.12.2022
Anlagevermögen 1.557,9 75% 1.415,5 75%
Umlaufvermögen 509,7 25% 465,8 25%
Summe Aktiva 2.067,6 100% 1.881,3 100%
Eigenkapital 222,8 11% 222,8 12%
Langfristiges Fremdkapital 1.320,0 64% 1.113,5 59%
Kurzfristiges Fremdkapital 524,8 25% 545,0 29%
Summe Passiva 2.067,6 100% 1.881,3 100%

Die Eigenkapitalquote ist mit 11 % aufgrund der höheren Bilanzsumme leicht gesunken, während sich der statische Verschuldungsgrad, der sich aus dem Quotienten von Fremdkapital zu Eigenkapital ergibt, moderat auf 8,3 (Vorjahr 7,4) erhöhte. Das langfristige Fremdkapital setzt sich überwiegend aus den Pensionsrückstellungen und den Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen zusammen. Das langfristige Anlagevermögen ist fristenkongruent finanziert.

Investitionen

EWE NETZ investierte im Berichtsjahr weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Neben dem Ausbau des TK-Netzes in ländlich geprägten Strukturen im Rahmen von Förderprogrammen, forciert EWE NETZ den Lichtwellenleiter (LWL)-Breitbandausbau. Des Weiteren investiert EWE NETZ stetig in den Aus- und Umbau des Leitungsnetzes Strom und Gas. Regelbare Ortsnetztransformatoren und die Ertüchtigung von Umspannwerken stellen dabei wesentliche Investitionen des Stromnetzes dar. Auch die Investitionen im Bereich der Hausanschlüsse im Strombereich sind weiterhin nennenswert.

Insgesamt liegen die getätigten Investitionen deutlich unterhalb der Vorjahreserwartung, welche von einer Spanne zwischen 400 Mio. Euro und 430 Mio. Euro ausgegangen ist. Insbesondere im TK-Bereich konnten die ambitionierten Investitionsziele u.a. aufgrund von geringeren beauftragten Mengen der EWE TEL GmbH sowie zeitlicher Verschiebung von Förderverfahren nicht erreicht werden.

in Mio. € 2023 2022
Stromversorgungsanlagen 131 99
Telekommunikationsanlagen 115 98
Gasversorgungsanlagen 64 32
Grundstücke und Gebäude 2 1
Sonstige technische Anlagen 13 8
Betriebs- und Geschäftsausstattung 9 5
Immaterielle Vermögensgegenstände 10 13
Finanzanlagen 1 1
Gesamt 345 257

Finanzlage

Zur Finanzierung nutzt EWE NETZ langfristige Darlehen mit der EWE AG in Höhe von zusammen 610 Mio. Euro sowie zur laufenden Finanzierung ein Cash Pooling mit der EWE AG. Diese Liquiditätsvereinbarung mit der EWE AG deckt den kurzfristigen Liquiditätsbedarf jederzeit ab und sichert in Verbindung mit den bestehenden Darlehen den Liquiditätsbedarf in einem ausreichenden Umfang, so dass keine Liquiditätsrisiken erkennbar sind.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnte den hohen Finanzmittelabfluss aus dem Cashflow aus Investitionstätigkeit nicht decken, so dass die langfristigen Darlehen gegenüber der EWE AG um 200 Mio. Euro aufgestockt wurden.

§ 6b Absatz 3 EnWG - Kontentrennung in der internen Rechnungslegung

Gemäß § 6b Abs. 3 EnWG haben Energieversorgungsunternehmen zur Vermeidung von Diskriminierung und Quersubventionierung in ihrer internen Rechnungslegung jeweils getrennte Konten für jede ihrer Tätigkeiten so zu führen, wie dies erforderlich wäre, wenn diese Tätigkeiten von rechtlich selbstständigen Unternehmen ausgeführt würden. Bei der EWE NETZ GmbH ist zwischen den Bereichen Elektrizitätsverteilung, Gasverteilung, intelligentem Messstellenbetrieb (iMSB) und sonstigen Aktivitäten zu trennen.

Ausgewählte GuV- und Bilanzposten aus dem Tätigkeitsabschluss 2023:

in Mio. € Elektrizitätsverteilung Gasverteilung Sonstige Aktivitäten iMSB Interne Aufrechnung Gesamt
Umsatzerlöse 1.845 631 370 12 -25 2.833
EBIT 43 78 60 -1 0 180
Anlagevermögen 545 359 626 28 0 1.558
Eigenkapital 78 51 90 4 0 223
Bilanzsumme 796 464 772 36 0 2.068

Im Vorjahr stellten sich die ausgewählten Bilanz- und GuV-Posten wie folgt dar:

in Mio. € Elektrizitätsverteilung Gasverteilung Sonstige Aktivitäten iMSB Interne Aufrechnung Gesamt
Umsatzerlöse 1.482 643 209 9 -20 2.323
EBIT 54 77 49 -3 0 177
Anlagevermögen 497 334 565 19 0 1.415
Eigenkapital 78 53 88 3 0 223
Bilanzsumme 684 501 703 26 -33 1.881

Gemessen am Gesamtumsatz weisen der Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung mit 65 % (Vorjahr 64 %) und der Tätigkeitsbereich Gasverteilung mit 22 % (Vorjahr 28 %) den höchsten Umsatz aus. Die sonstigen Aktivitäten und die Tätigkeit des intelligenten Messstellenbetrieb (iMSB) sind von eher untergeordneter Bedeutung.

Das hohe Anlagevermögen im Elektrizitätsbereich sowie in der Gasverteilung spiegelt die Kapitalintensität und mittelbar auch den hohen Anteil an der Bilanzsumme wider. Einen Ergebnisanteil mit einem EBIT von 43 Mio. Euro (Vorjahr 54 Mio. Euro) liefert der Tätigkeitsbereich der Elektrizitätsverteilung (24% des EBIT), einen Ergebnisanteil mit einem EBIT von 78 Mio. Euro (Vorjahr 77 Mio. Euro) liefert der Tätigkeitsbereich der Gasverteilung (43% des EBIT). Zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auf die Ausführungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Chancen- und Risikobericht sowie internes Kontrollsystem (IKS)

Grundsätze des Risiko- und Chancenmanagements im EWE-Konzern

Das Risikomanagementsystem (RMS) des EWE-Konzerns dient der Früherkennung, Bewertung und Steuerung interner und externer Risiken. Das Interne Kontrollsystem (IKS) überwacht die Wirksamkeit der implementierten Kontrollen und Risikosteuerungsmaßnahmen. RMS und IKS werden im EWE-Konzern in Methode und Durchführung unter einem einheitlichen Ansatz als integriertes Risikomanagement (iRM) umgesetzt.

Risiken sind mögliche zukünftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für den EWE-Konzern negativen oder positiven Zielabweichung führen können (Risiko im engeren Sinne bzw. Chance). Diese Zielabweichungen können sich im strategischen Bereich, im Finanzbereich, im operativen Bereich und im Rechts- und Compliance-Bereich inklusive der Finanzberichterstattung ergeben. Neben den finanziellen Zielabweichungen können sich Risiken auch auf die Reputation des EWE-Konzerns auswirken. Den Bestand des EWE-Konzerns gefährdende Risiken dürfen grundsätzlich nicht bewusst eingegangen werden.

Ein regelmäßiges Berichtswesen an die Entscheidungs- und Aufsichtsgremien sorgt für hohe Transparenz hinsichtlich des aktuellen Risikoprofils und der Wirksamkeit des IKS sowie für die kontinuierliche Überwachung der risikopolitischen Vorgaben im EWE-Konzern.

Prozess des Risiko- und Chancenmanagements im EWE-Konzern

Der iRM-Prozess erfolgt in Anlehnung an die international anerkannten Rahmenwerke des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO Enterprise Risk Management - Integrated Framework bzw. Internal Control - Integrated Framework).

Die Schwerpunkte des iRM-Prozesses liegen auf der jährlichen Risikoinventur, die parallel zur Planung stattfindet, sowie der Wirksamkeitsbeurteilung des IKS zum Jahresende. Im Rahmen der Risikoinventur werden in allen Gesellschaften des EWE-Konzerns die wesentlichen Risiken der Geschäftstätigkeit ermittelt und auf Konzernebene zusammengefasst.

Die Bewertung der Risiken erfolgt anhand der Bruttoeintrittswahrscheinlichkeit und der Bruttoschadenhöhe für jedes einzelne Geschäftsjahr der mittelfristigen Unternehmensplanung. Die Steuerung der Risiken erfolgt über Kontrollen und Risikosteuerungsmaßnahmen, die zu jedem Risiko dokumentiert werden. Durch Berücksichtigung der Minderungswirkung der Kontrollen ergibt sich die Nettobewertung des Risikos. Darauf wird der Expected Shortfall 95 Prozent (ES 95) als zentrale Kennzahl zur Bewertung und Einordnung der Risiken ermittelt.

Ausgehend vom ES 95 lassen sich die Risiken in die folgenden Schadenstufen einordnen:

Schadenstufe in Mio. Euro
gering < 15
moderat 15 - 60
mittelschwer 60 - 150
hoch 150 - 400
katastrophal > 400

Im nachfolgenden Abschnitt werden Risiken, die wesentliche negative finanzielle Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie unsere Reputation haben können, in den einzelnen Risikokategorien beschrieben. Chancen sind oftmals die Gegenposition der entsprechenden Risiken. Diese werden den gleichen Kategorien zugeordnet und in diesen berichtet.

Witterungsrisiken- und Chancen

Bei den Netznutzungsentgelten Strom und Gas, den vorgelagerten Netzkosten Strom und den vermiedenen Netzentgelten Strom können sich witterungsbedingt (z.B. durch geringere oder höhere Absatzmengen) sowohl negative als auch positive Ergebniseffekte in Bezug auf die Planung ergeben. Dabei ist zu beachten, dass solche Mehr-/Mindereinnahmen bzw. -ausgaben nach der Systematik der Anreizregulierung im Regulierungskonto berücksichtigt und in nachfolgenden Perioden ausgeglichen werden. Die Risiken in diesem Bereich werden als "gering" bis "moderat" eingestuft.

Regulatorische und rechtliche Risiken und Chancen

Vor dem Hintergrund der Energiewende verändern sich die wirtschaftlichen, rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen fortlaufend. Daraus resultiert ein potenzielles Risiko für die Geschäftsentwicklung von EWE NETZ. Insbesondere sind die Auswirkungen von Regulierungsentscheidungen der BNetzA sowie höchstrichterliche Entscheidungen durch den BGH bezüglich der Erlösobergrenzen Strom und Gas zu nennen. Kürzungen durch die BNetzA aufgrund einer Nichtanerkennung von Kosten für den Netzbetrieb, die Feststellung von geringeren Effizienzwerten, Reduzierung der Eigenkapital-Zinssätze zur Verzinsung des betriebsnotwendigen Anlagevermögens und abweichende Auffassungen zur Umsetzung des Regulierungsrechts sind hier ebenfalls zu nennen. Die Risiken in diesem Bereich werden als "moderat" eingestuft.

EWE NETZ beteiligt sich durch die aktive Mitarbeit in den relevanten Verbänden konstruktiv an der Gestaltung der Rahmenbedingungen, um sich so auf zukünftige regulatorische und rechtliche Anforderungen frühzeitig einstellen zu können sowie vorhandene Potenziale auszuschöpfen.

Des Weiteren können sich aus Rechtsstreitigkeiten Risiken ergeben. Die entsprechenden Verfahren werden durch erfahrene eigene Justiziare begleitet. Sofern erforderlich, hat EWE NETZ als Risikovorsorge für den Fall eines nachteiligen Ausgangs solcher Verfahren Rückstellungen gebildet.

Risiken aus nicht regelkonformem Verhalten (Non-Compliance)

Alle Gesellschaften, Mitarbeitenden und Organträger des EWE-Konzerns sind darauf bedacht und dazu verpflichtet, regelkonform zu handeln. Hierbei sind sowohl interne Anweisungen und Richtlinien als auch externe Gesetze, Richtlinien und sonstige Vorgaben jederzeit einzuhalten. Durch Compliance-Verstöße kann es zu Reputationsverlusten oder Beeinträchtigungen von Geschäftsbeziehungen kommen. Eine Folge hieraus könnte beispielsweise sein, dass die Gewinnung von Mitarbeitenden erschwert wird, Kundenbeziehungen unterbrochen oder abgebrochen oder Tochterunternehmen des EWE-Konzerns bei Vergabeverfahren ausgeschlossen werden. In all diesen Fällen kann dies auch negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Weiterhin sind direkte finanzielle Aufwendungen aus Schadensersatzforderungen und Bußgelder denkbar. Die Risiken in diesem Bereich werden als "gering" eingestuft.

Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen

Die Finanzierung der EWE NETZ GmbH erfolgt über die EWE AG. Die stabile Finanzlage der Konzernmutter gewährleistet die jederzeitige Deckung des Mittelbedarfs und ein geringeres Anlagerisiko für EWE NETZ. Finanzmarktbedingte Ergebniseffekte werden in der EWE AG gesteuert.

Risiken aus Bauprojekten

EWE NETZ setzt derzeit diverse große Bauprojekte, wie beispielsweise der großflächige Glasfaser-Ausbau (Fibre to the Home) im Nordwesten und die Gestaltung der künftigen Energieversorgung um. Die Umsetzung dieser Projekte stellt jedoch eine Herausforderung dar. Neben dem Ausfall von Vertragspartnern besteht aufgrund des Volumens der umzusetzenden Projekte das Risiko, dass Vertragspartner nicht ausreichend Kapazitäten für eine fristgerechte Auftragserfüllung zur Verfügung stellen können. Projektrisiken können Verzögerungen im Zeitplan und steigende Investitionen beinhalten. Eine Nichterreichung der Projektziele kann sowohl zu Reputations- als auch zu wirtschaftlichen Schäden führen. Die Risiken in diesem Bereich werden als "gering" eingestuft.

Betriebliche Risiken und Chancen

Ein effizienter Netzbetrieb sowie gezielte Investitionen in innovative und hochkomplexe Netz- und Betriebsanlagen bilden die Basis für den nachhaltigen geschäftlichen Erfolg der EWE NETZ GmbH.

Das hohe Qualifizierungsniveau der im Netzbetrieb tätigen Mitarbeitenden wird kontinuierlich im Rahmen eines Schulungssystems - insbesondere im Hinblick auf sicherheitsrelevante Maßnahmen sowie gesetzliche und zukunftsgerichtete Anforderungen - sichergestellt. Dadurch werden potenzielle Risiken reduziert und sich bietende Chancen konsequent wahrgenommen.

Bei EWE NETZ ergeben sich aus dem Betrieb technischer Anlagen sowie durch Fehler und ungeplante Unterbrechungen in Prozessabläufen operative Risiken.

Die Anforderungen an den Betrieb der Versorgungsnetze sind insbesondere durch den Ausbau der dezentralen Einspeisung im Rahmen der Energiewende kontinuierlich gestiegen. So besteht potenziell die Gefährdung der Versorgungssicherheit durch den Ausfall von Netz- und Betriebsanlagen mit daraus möglicherweise folgenden negativen Auswirkungen für EWE NETZ.

Darüber hinaus erfordern betriebliche Abläufe eine operative und strategische Steuerung, welche von einer komplexen und hochverfügbaren Informationstechnologie sowie Betriebstechnik abhängig sind. Es ergeben sich Risiken im Zusammenhang mit der Informationssicherheit und der Sicherheit von betrieblichen Abläufen. Eine hohe und weiterhin ansteigende Bedrohungslage durch Cyberangriffe gegen Betreiber Kritischer Infrastrukturen sowie deren Dienstleister bergen Risiken für das stark vernetzte Geschäft der EWE NETZ. Darüber hinaus gewinnen Anforderungen an die Sicherheit von Informationen sowohl aus unternehmerischer als auch aus gesetzlicher Sicht zunehmend an Bedeutung. Wesentliches Ziel der Funktion "Informationssicherheit" ist neben einem angemessenen Schutz von Unternehmensinformationen daher die Erhöhung der Cyber-Resilienz zur Vermeidung von Sicherheitsvorfällen und im Falle des Auftretens die schnelle und sorgfältige Behandlung derselben sowie ein hohes Sicherheitsbewusstsein bei den Mitarbeitenden. Hierzu sind Informationssicherheitsmanagementsysteme und Maßnahmen sowie Prozesse zur Stärkung der Cyber-Resilienz etabliert, die eine effektive und gesamthafte Risikosteuerung und Handlungsfähigkeit in Cyberlagen ermöglichen. Neben einer zentralen Steuerung durch den Konzern-CISO hat EWE NETZ einen Informationssicherheitsbeauftragten etabliert, welcher relevante Geschäftsrisiken proaktiv identifiziert und risikoreduzierende Maßnahmen vorschlägt bzw. umsetzt.

Die Risiken in diesem Bereich werden als "gering" bis "moderat" eingestuft.

Zusammenfassende Beurteilung der Risikosituation

Im Rahmen des Risikofrüherkennungssystems ergab sich im Berichtsjahr weder aus Einzelrisiken noch aus der Gesamtrisikoposition eine Bestandsgefährdung für EWE NETZ. Zum Ende des Berichtsjahres bestehen unter Berücksichtigung der jeweiligen Steuerungsmaßnahmen potenzielle finanzielle Risiken und Chancen mit einem Nettoschadenerwartungswert im mittleren einstelligen Mio. Euro Bereich. Im Risikomanagement sind finanzielle, qualitative und strategische Risiken maximal in der Stufe mittelschwer bewertet worden.

Mitarbeitende

Arbeitssicherheit und Weiterbildung

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz hat für EWE NETZ schon immer eine sehr hohe Priorität. Als Indikator bei der Arbeitssicherheit wird die Kennzahl LTIF verwendet. Sie misst, wie viele Unfälle mit mindestens einem Ausfalltag bezogen auf die Gesamtarbeitszeit auftreten. Der EWE Konzern hat für das Jahr 2023 im Durchschnitt für alle Konzerngesellschaften ein LTIF-Ziel von 2,5 festgelegt, in dem das Geschäftsfeld Energienetze mit einem Erwartungswert von 3,58 berücksichtigt wurde. Das Geschäftsfeld Energienetze hat dieses Ziel im Jahr 2023 mit einem LTIF von 5,9 überschritten.

Bei der Konzeption konkreter Maßnahmen zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz legt EWE NETZ Wert auf präventive Ansätze mittels Schulungen aller Mitarbeitenden. Im Rahmen eines Seminarportals stehen jedem Mitarbeitenden alle internen Weiterbildungsangebote - sowohl fachlich als auch überfachlich - zur Verfügung und können bei Bedarf entsprechend gebucht werden.

Programm Operative Exzellenz (PrOpEx)

Ziel des Programms Operative Exzellenz ist es, das Geschäftsfeld Energienetze und insbesondere den Regionalen Service auf die zukünftigen Herausforderungen vorzubereiten. Die wesentlichen Treiber für die angestrebten Veränderung sind Marktveränderungen, Veränderungen der Kundenbedürfnisse, Klimaneutralität, Digitalisierung aber auch Demographie und zunehmender Fachkräftemangel. Im Kern soll daher das Programm das Geschäftsfeld Energienetze für die Zukunft umbauen, um den Zielen bzw. dem Anspruch an Mitarbeiterzufriedenheit, Kundenfreundlichkeit, Regionalität, Klimafreundlichkeit und auch Performance gerecht zu werden. Um dies zu erreichen, liegt der Fokus einerseits auf der Harmonisierung von Aufgaben, Rollen, Verantwortlichkeiten sowie Prozessen, und andererseits auf verschiedenen Themen wie bspw. Elektrifizierung des Fuhrparks, Zukunftsfähigkeit des Rufbereitschaftsdienstes, Optimierung unserer Standorte und Einführung eines Workforce Managements mit neuen Arbeitsweisen.

Entwicklung der Mitarbeitendenzahlen

31.12.2023 31.12.2022
Vollzeitbeschäftigte 1.595 1.568
Teilzeitbeschäftigte 259 226
Aushilfen 39 53
Trainees, Auszubildende & Praktikanten 269 269
Gesamt 2.162 2.116

Bezogen auf Vollzeitäquivalente (FTE, Full Time Equivalent) liegt der Personalbestand im Berichtsjahr bei 1.798 FTE (Vorjahr 1.738 FTE) und damit leicht über der Vorjahresprognoseerwartung, die im Bereich von 1.760 bis 1.790 FTE lag.

Erklärung zur Unternehmensführung *

EWE NETZ hat ein hohes Interesse, den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu steigern und in den kommenden Jahren weiter auszubauen. Dabei möchte EWE NETZ Frauen und Männern bei der Besetzung von Führungspositionen die gleichen Chancen bieten und setzt auf bewährte und auf neue Angebote, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter zu stärken und die Vielfalt in der Berufs- und Karriereorientierung zu fördern. Es soll sichergestellt werden, dass Schlüsselpositionen unabhängig vom Geschlecht mit den am besten geeigneten Kandidaten besetzt werden.

Vor diesem Hintergrund wurden auf Grundlage des Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst Zielquoten festgelegt. Aufgrund der bestehenden Geschäftsführungsverträge ist bis 2027 voraussichtlich keine Änderung geplant, so dass die Geschäftsführungsquote mit Null Prozent festgelegt worden ist. Der Frauenanteil im Aufsichtsrat, in der Geschäftsführung sowie in den beiden oberen Führungsebenen wurde mit den folgenden Quoten festgelegt:

Zielquoten für den Aufsichtsrat / Geschäftsführung der EWE NETZ GmbH:

Gremium bzw. Führungsebene Frauenquote (Stichtag 31.12.2023) Zielfrauenquote bis 30.06.2027 Festgelegt durch:
Aufsichtsrat 5 % 19 % Aufsichtsrat der EWE NETZ GmbH
Geschäftsführung 0 % 0 %

* diese Angaben sind nicht Prüfungsgegenstand der Abschlussprüfung

Zielquoten für die beiden oberen Führungsebenen (nach der 1. Berichtsebene / Geschäftsleitung) der EWE NETZ GmbH:

Führungsebene Frauenquote (Stichtag 31.12.2023) Zielfrauenquote bis 30.06.2027 Festgelegt durch:
2. Berichtsebene / Abteilungsleitung 19 % 19 % Geschäftsführung EWE NETZ GmbH
3. Berichtsebene / Gruppenleitung 16 % 16 %

Im Fokus vielfältiger Fördermaßnahmen zur Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen stehen die weiblichen Führungsnachwuchskräfte. Diese werden durch Networking-Initiativen, Mentoring-Programme, spezifische Seminare und individuelle Fördermaßnahmen auf die Übernahme einer Führungs- oder Expertenposition vorbereitet. Die konzerneigene Kindertagesstätte unterstützt durch ein umfangreiches Betreuungsangebot die Vereinbarung von beruflicher Karriere und Familie.

Prognosebericht

Netzentgelte für 2024 veröffentlicht

Die Lage an den Energiemärkten wirkt sich auch auf die Netzentgelte der Verteilnetzbetreiber aus. Sie führt im Strom- und Gassektor gegenüber 2023 zu Steigerungen.

EWE NETZ zahlt im Gasbereich für 2024 zwar rund 16 Prozent weniger für Netzentgelte an vorgelagerte Fernleitungsnetzbetreiber, verzeichnet aufgrund einer deutlich gestiegenen Erlösobergrenze und geringeren Verbrauchsdatenprognosen dennoch leicht steigende Netznutzungsentgelte. Für Haushaltskunden Gas steigt das gesamte Netzentgelt leicht um rund 4 Prozent. Bei Industrie- und Gewerbekunden steigt das gesamte Netzentgelt im Mittel um ca. 8 Prozent, wobei sich je nach Verbrauchsstruktur unterschiedliche Werte ergeben können.

Bei den Stromnetzentgelten muss EWE NETZ ab 2024 rund 45 Prozent mehr für Netzentgelte an vorgelagerte Netzbetreiber zahlen als bisher. Außerdem muss EWE NETZ wie andere Verteilnetzbetreiber auch Strom zum Ausgleich von technisch bedingten Netzverlusten zu stark gestiegenen Börsenpreisen einkaufen. Diese erheblichen Mehrkosten fließen in die Netzentgeltkalkulation für 2024 ein. Für Haushaltskunden steigt das gesamte Netzentgelt gegenüber 2023 um circa 17 Prozent. Bei Industrie- und Gewerbekunden steigt das gesamte jährliche Netzentgelt in allen Spannungsebenen im Mittel um circa 25 Prozent, wobei sich je nach Verbrauchsstruktur unterschiedliche Werte ergeben können.

EWE NETZ arbeitet kontinuierlich an Optimierung und Effizienz. Für die Kostensteigerungen bei den Netzentgelten sind - wie dargestellt - im Wesentlichen äußere Einflussfaktoren verantwortlich.

Investitionen und Bautätigkeit

Die Investitionsplanung der kommenden Jahre legt den Fokus auf den insbesondere EEG-bedingten Netzausbau, den TK-Breitbandausbau, den Netzanschlussbau von Biogaseinspeiseanlagen und die Schaffung intelligenter Netzstrukturen ("Smart Grid / Smart Meter").

Die dezentrale Erzeugung auf Grundlage der erneuerbaren Energien, die zunehmende Elektromobilität sowie die Wärmewende und die Sektorenkopplung bedingen einen signifikanten Ausbau der Nieder- und Mittelspannungsnetze und stellen hohe Ansprüche an das Stromnetz. EWE NETZ begegnet diesem großen Bedarf neben konventionellem Netzausbau mit dem Bau intelligenter Netze ("Smart Grids") und leistet damit einen großen Beitrag zur Energiewende in Deutschland. Die durchgeleiteten Strommengen von EWE NETZ stammen zu rund 95% aus erneuerbaren Energieträgern 1 und erfüllen bereits die Zielsetzung der Bundesregierung für das Jahr 2040 (min. 88%, Klimaneutralität ab 2045). 2 Für das Jahr 2024 sind Investitionen in Höhe von rd. 97 Mio. Euro für den Netzausbau und die Netzverstärkung eingeplant.

Im Rahmen der Funktion als grundzuständiger Messtellenbetreiber und dem damit verbundenen Austausch konventioneller Stromzähler durch moderne Messeinrichtungen (mME) und intelligente Messysteme (iMS) plant EWE NETZ (ohne Dienstleistungsgeschäft für Dritte) im Jahr 2024 Investitionen in Höhe von rd. 16 Mio. Euro.

Der Anteil der Neubauten, die mit Gas beheizt werden, sinkt seit Jahren und die Transformation hin zur klimaneutralen und unabhängigen Energieversorgung soll durch das neue Gebäudeenergiegesetz weiter beschleunigt werden. Darüber hinaus ist von einem geringeren Niveau an Neubauprojekten aufgrund der Zinswende auszugehen. Insofern erwartet EWE NETZ im Jahr 2024 eine deutliche Reduzierung zusätzlicher Gasanschlüsse bei gleichzeitig steigendem Bedarf an Netzausbau und Netzverstärkungen im Strombereich. Zusätzlich ist ein hoher Zuwachs an Anträgen für Netzanschlüsse im Biogasbereich zu verzeichnen. Für das Jahr 2024 werden Investitionen in Strom- und Gasanschlüsse in Höhe von rd. 27 Mio. Euro und rd. 88 Mio. Euro in den Anschluss von Biogasanlagen erwartet.

Zudem erfolgt ein weiterer Ausbau des TK-Netzes, um auch im ländlich geprägten Raum Nordwestdeutschlands einen schnellen Internetzugang zu ermöglichen. Die aktuellen Förderprogramme für den Breitbandausbau bewirken im Jahr 2024 weiterhin ein Investitionsvolumen auf hohem Niveau. Für den TK-Ausbau im Zusammenhang mit Förderprogrammen sind im Jahr 2024 ca. 118 Mio. Euro vorgesehen. EWE NETZ erhält aufgrund der gestiegenen TK-Investitionen zeitversetzt auch kompensierende höhere Zuschüsse aus den verschiedenen Förderprogrammen.

Neben den geförderten Projekten für den TK-Breitbandausbau beabsichtigt EWE NETZ gemeinsam mit EWE TEL weitere bereits beauftragte Gebiete eigenwirtschaftlich auszubauen. Das im Jahr 2024 für den eigenwirtschaftlichen Breitbandausbau vorgesehene Budget liegt bei rd. 30 Mio. Euro.

EWE und Telekom Deutschland haben das Joint Venture Glasfaser NordWest GmbH & Co. KG gegründet, welches im Jahr 2020 die Geschäftstätigkeit aufgenommen hat. Ziel des Gemeinschaftsunternehmens ist der gemeinsame FTTH-Ausbau in Nordwestdeutschland. EWE NETZ plant 2024 im Auftrag des Unternehmens, Dienstleistungen für Planung, Bauabwicklung und den Betrieb des passiven Netzes zu erbringen. Das Volumen der geplanten Bautätigkeit liegt bei etwa 78 Mio. Euro.

Insgesamt werden die Bruttoinvestitionen des Jahres 2024 insbesondere aufgrund des Netzausbaus im Strombereich, des Anschlusses von Biogasanlagen und der TK-Investitionen gegenüber 2023 deutlich ansteigen und vor Abzug von Baukostenzuschüssen / Anschlusskostenbeiträgen zwischen 430 und 470 Mio. Euro liegen. Der weitaus größte Teil der Investitionen im regulierten Bereich der Strom- und Gasnetze ist gesetzlich verpflichtend.

Mitarbeitendenentwicklung

Bei der Umsetzung der Energiewende, insbesondere im Rahmen des weiteren Ausbaus der dezentralen Energieeinspeisung und für den effizienten Betrieb der Energie- und Telekommunikationsnetze nehmen die Mitarbeitenden der EWE NETZ GmbH eine tragende Rolle ein. EWE NETZ erwartet für das Jahr 2024 einen Personalbestand, der im Bereich von 1.900 bis 1.930 Vollzeitäquivalenten (FTE) liegen wird.

Umsatz und Ergebniserwartung

Für das Geschäftsjahr 2024 werden insgesamt Umsatzerlöse unter Vorjahresniveau zwischen 2,3 und 2,4 Mrd. Euro erwartet. Die Schwankungsbreite der Umsatzerlöse resultiert aus der Beeinflussung der Umsatzerlöse durch die Witterungsverhältnisse im Gasbereich sowie durch die volatile EEG-Stromeinspeisung.

Die regulierten Netzentgelte im Strom- und Gasbereich haben unmittelbare Auswirkungen auf die Ergebnissituation der EWE NETZ GmbH. Im Jahr 2024 beginnt die 4. Regulierungsperiode Strom, während die 4. Regulierungsperiode Gas bereits zum 1. Januar 2023 startete. Sowohl für den Strom- als auch für den Gasbereich stehen zu Beginn des Jahres 2024 wesentliche regulatorische Parameter für die 4. Regulierungsperiode noch nicht fest. So befinden sich der unternehmensindividuelle Effizienzwert sowie der allgemeine Produktivitätsfaktor noch in Ermittlung durch die Bundesnetzagentur; es ist unklar, wann eine finale Festlegung erfolgen wird. Die für die 4. Regulierungsperiode festgelegten Eigenkapitalzinssätze zur Verzinsung des Bestandsanlagevermögens im Fotojahr sowie von Investitionen bis einschließlich 2023 sind gegenüber den für die 3. Regulierungsperiode geltenden Zinssätzen erheblich reduziert. Zur Verzinsung von Neuinvestitionen erfolgt ab dem Jahr 2024 eine jährliche Anpassung der anzuwendenden Zinssätze unter Berücksichtigung der aktuellen Marktentwicklung.

Die warme Witterung des Vorjahres und das geänderte Verbrauchsverhalten führten in dem Jahr 2023 zu niedrigen Gasmengen. Aufgrund der stark gestiegenen Verbraucherpreise und der zunehmenden Elektrifizierung der Wärmegewinnung geht EWE NETZ auch im Jahr 2024 von Verbrauchsmengen auf dem Niveau des Vorjahres aus. Im Strombereich wurde das Ergebnis des Jahres 2023 im Kontext der Energiemengenbewirtschaftung des Differenzbilanzkreises durch Mengen- und Preiseffekte stark belastet. Diese Ergebnisbelastung wird für das Jahr 2024 nicht erwartet.

Nach aktueller Einschätzung erwartet EWE NETZ im Jahr 2024 ein deutlich besseres Ergebnis als im Vorjahr. Durch die schlechteren regulatorischen Rahmenbedingungen der vierten Regulierungsperiode in Bezug auf die Eigenkapitalverzinsung sinkt der Ergebnisbeitrag im Strom- und Gasbereich. Gegenläufig entwickeln sich die Erlösobergrenzen positiv im Bereich der dauerhaft nicht beeinflussbaren Kosten. Die handelsrechtliche Zuführung der Pensionsrückstellung aus 2022 darf aufgrund der Regulierungssystematik im Jahr 2024 in den Netzentgelten berücksichtigt werden. Gegenläufig wirken der ansteigende Personalaufwand durch die vereinbarte Tariferhöhung und dem Anstieg der Personalzahlen. Das ambitionierte (TK-) Investitionsvolumen führt auch im Jahr 2024 zu höheren aktivierten Eigenleistungen und steigenden TK-Netzerlösen. Insgesamt erwartet EWE NETZ für 2024 ein EBIT zwischen 230 Mio. und 250 Mio. Euro.

EWE NETZ sieht sich als Infrastrukturdienstleister gut aufgestellt und wird weiterhin konsequent die sich bietenden Chancen nutzen. Ergebnisbelastungen aus der Systematik der Anreizregulierung begegnet EWE NETZ mit Effizienzmaßnahmen wie Prozessoptimierungen und Strukturveränderungen.

Die in die Zukunft gerichteten Aussagen des Lageberichtes beruhen auf heutigen Annahmen und Schätzungen. Auch wenn die Geschäftsführung davon überzeugt ist, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse in der Zukunft aufgrund der Vielzahl der internen und externen Faktoren hiervon abweichen.

 

Oldenburg, den 15. März 2024

Die Geschäftsführung

Maus Machheit

1 vgl. Link: https://www.ewe.com/de/zukunft-gestalten/klimaschutz/energiewende-gestalten
2 vgl. Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG) § 3 Nationale Klimaschutzziele

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

in Mio. € 31.12.2023 31.12.2022
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 24,0 19,5
Sachanlagen 1.528,0 1.390,5
Finanzanlagen 5,9 5,5
1.557,9 1.415,5
Umlaufvermögen
Vorräte 53,2 20,0
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 456,5 445,3
Flüssige Mittel 0,0 0,5
509,7 465,8
Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 0,0
2.067,6 1.881,3

Passiva

in Mio. € 31.12.2023 31.12.2022
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 41,0 41,0
Kapitalrücklage 181,6 181,6
Gewinnrücklagen 0,2 0,2
222,8 222,8
Bau- und Investitionszuschüsse 0,2 0,3
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 687,9 679,2
Sonstige Rückstellungen 137,3 147,2
825,2 826,4
Verbindlichkeiten
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 19,5 16,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 167,3 174,5
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 814,5 610,3
Sonstige Verbindlichkeiten 17,8 29,8
1.019,1 831,5
Rechnungsabgrenzungsposten 0,3 0,3
2.067,6 1.881,3

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

in Mio. € 2023 2022
Umsatzerlöse 2.832,9 2.322,8
Bestandsveränderungen 18,2 -12,5
Andere aktivierte Eigenleistungen 31,0 24,0
Sonstige betriebliche Erträge 12,9 16,8
Materialaufwand -2.150,8 -1.593,0
Personalaufwand -215,0 -245,4
Abschreibungen -123,8 -115,6
Konzessionsabgaben -71,1 -73,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen -154,3 -146,7
Ergebnis aus Finanzanlagen 0,0 0,3
Zinsergebnis -22,5 -30,4
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -40,2 -51,2
Ergebnis nach Steuern 117,3 95,7
Sonstige Steuern -0,6 -0,5
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -116,7 -95,2
Jahresüberschuss 0,0 0,0

Anhang 2023

Allgemeine Angaben

Die EWE NETZ GmbH mit Sitz in Oldenburg ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB und ist beim Handelsregister B des Amtsgerichtes Oldenburg unter HRB 5236 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des EnWG aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit sind in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen worden. In diesem Zusammenhang werden Davon-Angaben und weitere gesetzlich geforderte Angaben der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang dargestellt. In der Bilanz ist der Posten "Bau- und Investitionszuschüsse" sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung, die nach dem Gesamtkostenverfahren dargestellt ist, der Posten "Konzessionsabgaben" eingefügt worden. Damit wird den spezifischen Besonderheiten der netzgebundenen Versorgungswirtschaft und der Internationalisierung der Bilanzierung Rechnung getragen. Die Werte werden - soweit keine andere Darstellung erkenntlich - jeweils auf Mio. Euro mit einer Kommastelle gerundet dargestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Sachanlagen sind mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen gem. § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen.

Für die planmäßigen Abschreibungen werden, soweit nicht anlagenspezifischen Besonderheiten Rechnung zu tragen ist, die branchenüblichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt. Im Zugangsjahr werden die planmäßigen Abschreibungen zeitanteilig vorgenommen. Grundsätzlich kommt die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Bewegliche Sachanlagen werden, soweit sie vor dem 1. Januar 2010 zugegangen sind, zum Teil degressiv mit Methodenwechsel abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter bis 250 Euro werden in Anlehnung an die steuerlichen Grenzwerte im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben. Für Anlagengüter mit einem Wert zwischen 250 Euro und 1.000 Euro, welche nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft wurden, ist der jährlich zu bildende steuerliche Sammelposten in die Handelsbilanz übernommen worden. Der Sammelposten wird pauschalierend mit 20 Prozent p.a. im Zugangsjahr und in den vier Folgejahren abgeschrieben.

Die Herstellungskosten für selbst erstelltes Anlagevermögen umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und der Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden - soweit die Voraussetzungen des § 240 Abs. 3 HGB erfüllt sind - mit einem Festwert bewertet. Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet.

Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt grundsätzlich zum Nennwert. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen in ausreichendem Maße berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Am Bilanzstichtag noch nicht abgerechnete Netznutzungsentgelte werden periodengerecht abgegrenzt.

Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt.

Die Zuschüsse für neue Anschlüsse und Netzerweiterungen werden aktivisch, erfolgsneutral von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt. In den Folgejahren werden diese aufgrund der geringeren Abschreibung der geminderten Investitionskosten über die Nutzungsdauer der entsprechenden Versorgungsanlagen ergebniswirksam. Dies betrifft alle Bauzuschüsse, die nach 2002 zugegangen sind. Bauzuschüsse, die vor 2003 zugegangen sind, wurden passivisch abgegrenzt und innerhalb von 20 Jahren linear aufgelöst, andere Investitionszuschüsse werden entsprechend dem Abschreibungsverlauf der bezuschussten Anlagegüter aufgelöst.

Die Pensionsverpflichtungen gegenüber Pensionären und aus Anwartschaften sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der Projected Unit Credit Method (laufendes Einmalprämienverfahren) auf Basis der modifizierten Richttafeln Heubeck 2018 G bewertet.

Im Berichtsjahr wird ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,82 Prozent p.a. (Vorjahr 1,78 Prozent p.a.) bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren (§ 253 Abs. 2 HGB) bei der Bewertung zugrunde gelegt. Zur Ermittlung des Zinssatzes wird ein vergangenheitsbezogener Zeitraum von 10 Jahren herangezogen (§ 253 Abs. 2 HGB). Einkommenssteigerungen sind wie im Vorjahr mit einem Prozentsatz von 2,50 Prozent p.a. eingerechnet. Unverändert zum Vorjahr wurden Rentenanpassungen für Pensionsfondsleistungen in Höhe von 1,00 Prozent p.a. sowie Anpassungen für unmittelbare Zusagen in Höhe von 2,25 Prozent p.a. (4,00 Prozent p.a. bei entsprechender Mindestanpassung) berücksichtigt. Des Weiteren wird - wie im Vorjahr - eine Fluktuation von 1,00 Prozent p.a. unterstellt. Neben den Verpflichtungen aus laufenden Pensionen und den am Bilanzstichtag bestehenden Anwartschaften sind auch Verpflichtungen für Deputate im Ansatz enthalten.

Die arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung für Mitarbeiter, deren Arbeitsverhältnis nach dem 31. August 2007 begonnen hat, wird über den EWE-Treuhandverein finanziert. Dabei führt die EWE GASSPEICHER GmbH die erforderlichen Mittel zur Finanzierung der Altersversorgung im Rahmen eines Contractual Trust Arrangement (CTA) einem Treuhandvermögen zu, welches vom EWE-Treuhandverein verwaltet wird. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen und sind dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen. Sie wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um zum beizulegenden Zeitwert bewertete Zielfonds, deren ertrags- und risikoreicher Aktienanteil sich mit näherndem Rentenbeginn zugunsten sicherheitsorientierter Anlagen wie Anleihen und Geldmarktanlagen verringert. Übersteigt zum Ende des Geschäftsjahres der Barwert der Garantieleistungen den Zeitwert der zu verrechnenden Vermögensgegenstände, entspricht der Erfüllungsbetrag diesem Barwert und es wird eine Pensionsrückstellung ausgewiesen. Gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB werden auch die Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen innerhalb des Finanzergebnisses verrechnet.

Das zu den Rückstellungen für Pensionen korrespondierende Planvermögen wird im Folgenden näher erläutert.

Der in der nachstehenden Tabelle genannte beizulegende Zeitwert des beim EWE Treuhandverein e. V., Oldenburg, angelegten Vermögens wurde aus den Börsenkursen des Fondsvermögens am Abschlussstichtag abgeleitet. Aufgrund des weiterhin schwierigen Marktumfeldes für Geldanlagen übersteigt der Erfüllungsbetrag den Zeitwert der zu verrechnenden Vermögensgegenstände. Der Differenzbetrag ist Bestandteil der Pensions- bzw. sonstigen Rückstellungen.

in Mio. Euro fondsgebundene Direktzusage Entgeltumwandlung Lebensarbeitszeitkonten 31.12.2023
Beizulegender Zeitwert der CTA-Vermögen 17,6 11,7 14,9 44,2
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 18,1 11,7 15,0 44,8
Überschuss des Deckungsvermögens über die Verpflichtungen - - - -
Überschuss der Verpflichtungen über das Deckungsvermögen 0,5 0,0 0,1 0,6
Anschaffungskosten der CTA-Vermögen 13,6 8,8 14,5 36,9
in Mio. Euro fondsgebundene Direktzusage Entgeltumwandlung Lebensarbeitszeitkonten 31.12.2022
Beizulegender Zeitwert der CTA-Vermögen 14,1 9,4 11,7 35,2
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 14,6 9,4 12,1 36,1
Überschuss des Deckungsvermögens über die Verpflichtungen - - - -
Überschuss der Verpflichtungen über das Deckungsvermögen 0,5 0,0 0,4 0,9
Anschaffungskosten der CTA-Vermögen 11,5 7,7 12,4 31,6

Die aus dem Deckungsvermögen resultierenden Erträge, die Veränderungen des Zeitwerts sowie die Verrechnung mit den Dienst- und Zinsaufwendungen der korrespondierenden Erfüllungsbeträge der Pensionsrückstellungen stellen sich wie folgt dar:

in Mio. € 2023 2022
Nettoaufwand/-ertrag aus dem CTA-Vermögen 3,7 3,8
Ertrag/Aufwand aus der korrespondierenden Pensionsrückstellung -3,7 -3,8
Saldo aus der Verrechnung von Aufwendungen und Erträgen 0,0 0,0

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 8,3 Mio. Euro.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Diskontierungszins werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden Marktzinssätze gemäß § 253 Abs. 2 HGB verwendet.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen für dezentrale Einspeisungen im Jahresabrechnungsverfahren werden auf Basis einer einzelvertraglichen Hochrechnung mit den geleisteten Anzahlungen saldiert. Die übrigen Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens und die Entwicklung des Anlagevermögens stellt sich wie folgt dar:

in Mio. € Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 01.01.2023 Zugänge Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 123,8 10,1 -0,4
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 107,3 2,2 -0,2
2. Technische Anlagen und Maschinen
a.) Stromversorgungsanlagen 2.453,0 57,2 -15,4
b.) Gasversorgungsanlagen 2.115,5 11,5 -8,6
c.) TK / Sonstige 1.367,0 35,3 -4,6
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 47,6 9,3 -1,8
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 126,5 141,1 0,0
6.216,9 256,7 -30,8
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,6 0,0 0,0
2. Beteiligungen 3,9 0,4 0,0
5,5 0,4 0,0
Gesamt 6.346,2 267,2 -31,2
in Mio. € Umbuchungen Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 0,0 133,5
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken +1,2 110,5
2. Technische Anlagen und Maschinen
a.) Stromversorgungsanlagen +26,3 2.521,1
b.) Gasversorgungsanlagen +7,5 2.125,9
c.) TK / Sonstige +32,8 1.430,5
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung +0,2 55,3
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -68,0 199,6
0,0 6.442,8
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,0 1,6
2. Beteiligungen 0,0 4,3
0,0 5,9
Gesamt 0,0 6.582,2
in Mio. € Kumulierte Abschreibungen zum 01.01.2023 Zugänge Abgänge Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 104,4 5,4 0,3 109,5
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 66,7 1,6 0,2 68,1
2. Technische Anlagen und Maschinen
a.) Stromversorgungsanlagen 2.062,2 46,9 14,9 2.094,2
b.) Gasversorgungsanlagen 1.814,4 31,1 8,6 1.836,9
c.) TK / Sonstige 851,6 33,7 4,4 880,9
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 31,5 5,1 1,8 34,8
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,0 0,0 0,0 0,0
4.826,4 118,4 29,9 4.914,9
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,0 0,0 0,0 0,0
2. Beteiligungen 0,0 0,0 0,0 0,0
0,0 0,0 0,0 0,0
Gesamt 4.930,8 123,8 30,2 5.024,4
in Mio. € Buchwerte 31.12.2023 Buchwerte 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 24,0 19,5
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 42,4 40,5
2. Technische Anlagen und Maschinen
a.) Stromversorgungsanlagen 426,9 390,9
b.) Gasversorgungsanlagen 289,0 301,1
c.) TK / Sonstige 549,6 515,4
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20,5 16,1
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 199,6 126,5
1.528,0 1.390,5
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,6 1,6
2. Beteiligungen 4,3 3,9
5,9 5,5
Gesamt 1.557,9 1.415,5

Aufgrund der ertragsteuerlichen Behandlung der Baukostenzuschüsse werden die im Berichtsjahr vereinnahmten Zuschüsse in Höhe von 77,7 Mio. Euro (Vorjahr: 63,7 Mio. Euro) bei den Zugängen im Anlagevermögen aktivisch abgesetzt.

2. Vorräte

in Mio. € 31.12.2023 31.12.2022
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 22,3 7,5
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 30,7 12,5
Geleistete Anzahlungen 0,2 0,0
Gesamt 53,2 20,0

Bei den unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen handelt es sich um noch nicht abgeschlossene Projektaufträge.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in Mio. € 31.12.2023 davon RLZ *) über 1 Jahr 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 280,2 0,0 323,4
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 158,9 0,0 102,5
Sonstige Vermögensgegenstände 17,4 0,0 19,4
Gesamt 456,5 0,0 445,3

*) Restlaufzeit

Im Vorjahr hatten alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,6 Mio. Euro). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entsprechen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 156,8 Mio. Euro (Vorjahr: 101,5 Mio. Euro), welche im Wesentlichen Forderungen aus der Netznutzung der EWE VERTRIEB GmbH, Oldenburg, darstellen. Des Weiteren sind sonstige Forderungen in Höhe von 2,1 Mio. Euro (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro) enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Steuerforderungen von 3,4 Mio. Euro (Vorjahr: 3,4 Mio. Euro).

4. Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital der EWE NETZ GmbH beträgt 41,0 Mio. Euro.

in Mio. € 31.12.2023 31.12.2022
Stand 1. Januar 41,0 41,0
Stand 31. Dezember 41,0 41,0

5. Kapitalrücklage

in Mio. € 31.12.2023 31.12.2022
Stand 1. Januar 181,6 181,6
Stand 31. Dezember 181,6 181,6

6. Gewinnrücklagen

Die anderen Gewinnrücklagen betragen zum Stichtag 0,2 Mio. Euro.

in Mio. € 31.12.2023 31.12.2022
Stand 1. Januar 0,2 0,2
Stand 31. Dezember 0,2 0,2

7. Bau- und Investitionszuschüsse

in Mio. € 31.12.2023 31.12.2022
Stand 1. Januar 0,3 1,2
Auflösungen -0,1 -0,9
Stand 31. Dezember 0,2 0,3

8. Rückstellungen

in Mio. € 31.12.2023 31.12.2022
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 687,9 679,2
Sonstige Rückstellungen 137,3 147,2
Gesamt 825,2 826,4

Die sonstigen Rückstellungen betreffen überwiegend abgegrenzte Aufwendungen für Energielieferungen, Verpflichtungen aus dem Personalbereich, die abgegrenzten Aufwendungen im Rahmen der vorgelagerten Netze sowie die Abrechnung der noch nicht abgelesenen Abnahmestellen.

9. Verbindlichkeiten

in Mio. € 31.12.2023 davon RLZ *) bis 1 Jahr davon RLZ *) über 1 Jahr davon RLZ *) über 5 Jahre 31.12.2022
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 19,5 19,5 0,0 0,0 16,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 167,3 167,3 0,0 0,0 174,5
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 814,5 204,5 610,0 610,0 610,3
Sonstige Verbindlichkeiten 17,8 17,8 0,0 0,0 29,8
Gesamt 1.019,1 409,1 610,0 610,0 831,5

*) RLZ = Restlaufzeit

Im Vorjahr betrugen die Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr (421,5 Mio. Euro) bei den Erhaltenen Anzahlungen 16,9 Mio. Euro, bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 174,5 Mio. Euro, den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 200,3 Mio. Euro und den sonstigen Verbindlichkeiten 29,8 Mio. Euro.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 741,1 Mio. Euro (Vorjahr: 481,8 Mio. Euro). Innerhalb der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 78,5 Mio. Euro (Vorjahr: 128,7 Mio. Euro) enthalten, welche u.a. die Mehr- und Mindermengenabrechnung mit der EWE VERTRIEB GmbH betreffen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten u.a. Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 3,5 Mio. Euro (Vorjahr: 15,0 Mio. Euro) und Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit in Höhe von 0,6 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro).

10. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Bestellobligos bestehen sonstige Verpflichtungen in Höhe von 180,8 Mio. Euro (Vorjahr: 164,2 Mio. Euro).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

11. Umsatzerlöse

in Mio. € 2023 2022
Regenerative Energien 838,8 573,5
Strom 997,0 896,4
Gas 622,4 632,7
TK/ Sonstiges 374,7 220,2
Gesamt 2.832,9 2.322,8

Der Umsatzanstieg im Bereich der Regenerativen Energien resultiert im Wesentlichen aus höheren EEG-Vergütungen im Rahmen der Windeinspeisungen.

Aufgrund des EEG-Belastungsausgleichs erfolgt im Rahmen des EEG-Testats eine Anpassung der Erlöse an die tatsächlich festgestellten Einspeisemengen und Vergütungssätze. Aus dieser Systematik resultieren periodenfremde Umsatzerlöse aus regenerativen Energien in Höhe von 1,8 Mio. Euro (Vorjahr: 2,2 Mio. Euro), welche sich systematisch im Materialaufwand überwiegend ausgleichen.

Die Umsatzerlöse resultieren neben der EEG-Vergütung aus den Aufgaben der EWE NETZ GmbH als Netzbetreiber. Dazu zählen die Betriebsführung, Instandhaltung, Wartung und der Ausbau der Netzinfrastruktur sowie der Netzvertrieb. Sämtliche Umsatzerlöse werden in Deutschland erzielt.

12. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u.a. Erträge aus Anlagenabgängen von 3,5 Mio. Euro (Vorjahr: 4,8 Mio. Euro) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 7,2 Mio. Euro (Vorjahr: 9,2 Mio. Euro).

13. Materialaufwand

in Mio. € 2023 2022
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.431,6 1.050,1
Aufwendungen für bezogene Leistungen 719,2 542,9
Gesamt 2.150,8 1.593,0

Die Materialaufwendungen aus regenerativen Energien enthalten Aufwendungen von 1,8 Mio. Euro (Vorjahr: 2,2 Mio. Euro), die das Vorjahr betreffen. Aufgrund des EEG-Belastungsausgleichs erfolgt jährlich im Rahmen des EEG-Testats eine Anpassung der Vorjahreserlöse und Vorjahresaufwendungen an die tatsächlich festgestellten Einspeisemengen und Vergütungssätze.

14. Personalaufwand

in Mio. € 2023 2022
Löhne und Gehälter 156,8 142,8
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 58,2 102,7
davon für Altersversorgung 31,7 77,9
Gesamt 215,0 245,4

15. Abschreibungen

Dieser Posten enthält ausschließlich Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. In den Abschreibungen sind 0,0 Mio. Euro außerplanmäßige Abschreibungen (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) enthalten.

16. Ergebnis aus Finanzanlagen

Dieser Posten enthält Erträge aus Ergebnisübernahmen im Rahmen des abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages mit der Tochtergesellschaft EnergieCampus GmbH, Oldenburg, i.H.v. 33 Tsd. Euro (Vorjahr 29 Tsd. Euro). Des Weiteren enthält er im Vorjahr Erträge in Höhe von 50 Tsd. Euro, welche Ausschüttungen der HeideNetz GmbH, Munster, betreffen und Vorjahreserträge i.H.v. 291 Tsd. Euro aus Beteiligungen, die von der Stromnetz Delmenhorst GmbH & Co. KG, Delmenhorst, stammen.

17. Zinsergebnis

in Mio. € 2023 2022
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 22,5 30,4
davon an verbundene Unternehmen 16,2 10,6
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen 6,1 19,8
Gesamt 22,5 30,4

18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Steuerumlage)

Mit der EWE Aktiengesellschaft (EWE AG), Oldenburg, besteht eine ertragsteuerliche Organschaft. Demzufolge weist die Organgesellschaft EWE NETZ gegenüber dem Organträger einen Aufwand aus Steuerumlage in Höhe von 39,6 Mio. Euro (Vorjahr: Aufwand 50,6 Mio. Euro) aus. Die latenten Steuern werden auf Ebene des Organträgers berücksichtigt.

19. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführte Gewinne

Zwischen der EWE NETZ GmbH und der EWE AG besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Das von der EWE NETZ GmbH erwirtschaftete Ergebnis nach Steuerumlage und sonstigen Steuern in Höhe von 116,7 Mio. Euro (Vorjahr: 95,2 Mio. Euro) wird vollständig an die EWE AG abgeführt.

Nachtragsbericht

Im Juni 2023 wurde der Entgelttarifvertrag für den EWE-Tarifbereich (EWE AG, EWE GASSPEICHER GmbH, EWE NETZ GmbH, EWE TRADING GmbH, EWE VERTRIEB GmbH und GTG Nord GmbH) von Seiten der Gewerkschaft ver.di (ver.di) mit Wirkung zum 31.12.2023 fristgerecht gekündigt. Die im Berichtsjahr aufgenommenen Tarifverhandlungen zwischen ver.di und EWE konnten am 18. Januar 2024 abgeschlossen werden. Die Vereinbarung mit einer Laufzeit von 20 Monaten sieht neben einer Inflationsausgleichsprämie von 1.500 Euro eine Erhöhung der Tabellenentgelte rückwirkend ab 01.01.2024 um 5,9 % (mindestens 295 €) sowie eine lineare Erhöhung der Tabellenentgelte ab 01.02.2025 um weitere 1,9 % vor. Die Ergebnisse wurden - soweit sie für die Verpflichtungen zum Bilanzstichtag von Relevanz waren - vollumfänglich berücksichtigt.

Darüber hinaus sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag bekannt.

Ergänzende Angaben

20. Beziehungen zu den Gesellschaftern

Die EWE AG ist mit 0,8 % direkt an EWE NETZ beteiligt sowie über ihre Tochtergesellschaft Energieversorgung Weser-Ems GmbH, Oldenburg, zu 95,1 % mittelbar beteiligt. Weiterer Gesellschafter ist die Kommunale Netzbeteiligung Nordwest GmbH & Co. KG, Oldenburg, mit einer Beteiligungsquote von 4,1 %.

Ertragsteuerlich wird EWE NETZ in den Organkreis der EWE AG einbezogen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird gemäß §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der EWE Aktiengesellschaft mit Sitz in Oldenburg (HRB 33), die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt sowie in den Konzernabschluss der Ems-Weser-Elbe Versorgungs- und Entsorgungsverband Beteiligungsgesellschaft mbH mit Sitz in Oldenburg (HRB 201794), die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Die Konzernabschlüsse werden nach den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) aufgestellt. Der Konzernabschluss der EWE Aktiengesellschaft und der Ems-Weser-Elbe Versorgungs- und Entsorgungsverband Beteiligungsgesellschaft mbH wird beim Unternehmensregister eingereicht und offengelegt.

21. Angaben zu den Organen

Der Aufsichtsrat (AR) besteht aus folgenden Mitgliedern:

Dr. Urban Keussen Vorstand der EWE AG, Aufsichtsratsvorsitzender
Hubert Pille Kreistagsabgeordneter Landkreis Vechta, Stv. Aufsichtsratsvorsitzender seit Dezember 2023
Kai-Uwe Bielefeld Landrat Landkreis Cuxhaven, Stv. Aufsichtsratsvorsitzender, ausgeschieden im Dezember 2023
Tammo Bakenhus Qualitätsmanager EWE NETZ GmbH
Sina Beckmann Kreistagsabgeordnete Landkreis Friesland
Frank Berghorn Kreistagsabgeordneter Cuxhaven (AR Mitglied seit Dezember 2023)
Hermann Block Bürgermeister Gemeinde Bösel
Peter Bohlmann Landrat Landkreis Verden
Frank Büttner Referent EWE NETZ GmbH
Holger Dorn Monteur EWE NETZ GmbH
Jens Gerwink Teamleiter EWE NETZ GmbH
Jens Grote Landrat Landkreis Heidekreis
Holger Heymann Landrat Landkreis Wittmund
Johannes Kleen Kreistagsabgeordneter Landkreis Aurich
Stefan Kück Teamleiter EWE NETZ GmbH
Wolfgang Mücher Vorstand der EWE AG
Kristof Ogonovski Stadtrat Stadt Delmenhorst
Michael Ospalski Zweiter stv. Landrat Landkreis Stade
Thomas Potritt Fachwirt EWE NETZ GmbH
Marco Prietz Landrat Landkreis Rotenburg (Wümme)
Holger Tönjes Elektrotechnikmeister EWE NETZ GmbH
Gerd-Christian Wagner Bürgermeister Stadt Varel

Dem Aufsichtsrat wurden Vergütungen in Höhe von 38 Tsd. Euro (Vorjahr: 46 Tsd. Euro) gewährt.

22. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind die Herren:

 

Dipl.-Ing. Torsten Maus, Rastede

 

Dipl.-Ing. Jörn Machheit, Rastede

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB erfolgt keine Angabe über die Gesamtbezüge.

23. Angaben zum Anteilsbesitz

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil
in %
Eigenkapital
in Tsd. €
Jahresergebnis
in Tsd. €
31.12.2023
Verbundene Unternehmen
EnergieCampus GmbH, Oldenburg 100,0 25 33 1) 2)
Erste RE-NETZ Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Oldenburg 100,0 26 0 3)
Stromnetz Delmenhorst GmbH & Co. KG, Delmenhorst 50,05 5.869 1.021
Stromnetz Delmenhorst Verwaltungs GmbH, Oldenburg 50,05 32 2 4)
Sonstige Beteiligungen
HeideNetz GmbH, Munster 50,5 3.211 148 3)

1) Jahresergebnis vor Ergebnisabführung

2) Mit diesem Unternehmen besteht ein Gewinnabführungsvertrag

3) Angabe Eigenkapital und Jahresergebnis aus 2022

4) Die Anteile werden mittelbar über die Stromnetz Delmenhorst GmbH & Co. KG, Delmenhorst, gehalten.

24. Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt:

2023 2022
Vollzeitbeschäftigte 1.597 1.567
Teilzeitbeschäftigte 250 208
Aushilfen 48 49
durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer 1.895 1.824
Trainees, Auszubildende und Praktikanten 241 245
Gesamt 2.136 2.069

25. Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen nach § 6b Abs. 2 EnWG

EWE NETZ bezog von verbundenen Unternehmen Leistungen in Höhe von 109,9 Mio. Euro (Vorjahr: 106,6 Mio. Euro). Die Aufwendungen betreffen hauptsächlich Konzerndienstleistungen, Mietaufwendungen sowie Konzernumlagen.

Der größte Anteil innerhalb der Konzerndienstleistungen betrifft die IT-Dienstleistungen in Höhe von 47,1 Mio. Euro (Vorjahr: 46,8 Mio. Euro). Im Geschäftsjahr hat im Wesentlichen die EWE AG 26,5 Mio. Euro (Vorjahr: 25,5 Mio. Euro) und die BTC AG inklusive Tochterunternehmen 20,4 Mio. Euro (Vorjahr: 20,9 Mio. Euro) für IT-Projekte und IT-Dienstleistungen der EWE NETZ GmbH in Rechnung gestellt. Weitere Dienstleistungen (< 5 Mio. Euro) betreffen das Rechnungswesen inklusive Buchhaltung, die Steuerberatung und den zentralen Einkauf. Die Bereitstellung von Telekommunikationsdienstleistungen in Höhe von 8,2 Mio. Euro (Vorjahr: 8,4 Mio. Euro) erfolgte hauptsächlich durch die EWE TEL GmbH, Oldenburg, mit 7,8 Mio. Euro (Vorjahr: 8,0 Mio. Euro).

Mietaufwendungen für Büroflächen sowie für die Netzmeistereien sind in Höhe von 13,7 Mio. Euro gegenüber der EWE AG (Vorjahr: 13,2 Mio. Euro) angefallen.

Die größte Konzernumlage ist die Holdingverrechnung inklusive Personaldienstleistungen und Rechtsberatung der EWE AG in Höhe von 9,7 Mio. Euro (Vorjahr: 9,8 Mio. Euro).

26. Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Auf die Angabe zur Veröffentlichung der Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers ist gemäß § 285 Nr. 17 HGB aufgrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss der EWE AG verzichtet worden.

27. Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte, deren Art, Zweck, Risiken und Vorteile für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, lagen in 2023 nicht vor.

28. Wesentliche nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, lagen in 2023 nicht vor.

 

Oldenburg, den 15. März 2024

Die Geschäftsführung

Maus Machheit

Tätigkeitsabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Bilanzen der einzelnen Tätigkeitsbereiche der EWE NETZ GmbH, Oldenburg

zum Stichtag 31. Dezember 2023 (in Mio. Euro)

Gesamt Elektrizitätsverteilung Gasverteilung iMSB Sonstige Aktivitäten Interne Aufrechnung
Immaterielle Vermögensgegenstände 24,0 13,9 7,8 0,3 2,0 -
Sachanlagen 1.528,0 531,2 351,6 27,3 617,9 -
Finanzanlagen 5,9 - - - 5,9 -
Anlagevermögen (1) 1.557,9 545,1 359,4 27,6 625,8 -
Vorräte 53,2 12,7 7,8 0,3 32,3 -
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 22,3 11,5 7,3 0,3 3,1 -
unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 30,7 1,1 0,4 - 0,0 29,1 -
geleistete Anzahlungen 0,2 0,1 0,1 0,0 0,0 -
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (2) 456,5 238,2 96,4 8,5 113,4 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 280,2 166,9 80,3 3,0 29,9 -
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 158,9 57,8 13,0 5,5 82,6 -
Sonstige Vermögensgegenstände 17,4 13,5 3,1 0,0 0,8 -
Flüssige Mittel 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 -
Umlaufvermögen 509,7 251,0 104,2 8,9 145,7 -
Forderungen gegen andere Unternehmensbereiche - - - - - -
Aktiva 2.067,6 796,0 463,6 36,5 771,5 -
Gesamt Elektrizitätsverteilung Gasverteilung iMSB Sonstige Aktivitäten Interne Aufrechnung
zugeordnetes Eigenkapital 222,8 78,0 51,4 3,9 89,5 -
Bauzuschüsse 0,2 - 0,2 - - -
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 687,9 355,0 226,3 10,1 96,6 -
Sonstige Rückstellungen 137,3 92,2 34,7 0,8 9,5 -
Rückstellungen 825,2 447,2 261,0 10,9 106,1 -
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 19,5 10,6 2,8 0,1 6,0 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 167,3 145,0 19,5 0,3 2,6 -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 814,5 109,5 124,5 20,6 559,9 -
Sonstige Verbindlichkeiten 17,7 5,7 4,2 0,7 7,1 -
Verbindlichkeiten (3) 1.019,1 270,8 151,0 21,6 575,6 -
Rechnungsabgrenzungsposten 0,3 - - - 0,3 -
Verbindlichkeiten gegenüber anderen Unternehmensbereichen - - - - - -
Passiva 2.067,6 796,0 463,6 36,5 771,5 - 0,0

Aufgrund der kaufmännischen Rundung kann es zu Abweichungen bei der Summenbildung kommen

Bilanzen der einzelnen Tätigkeitsbereiche der EWE NETZ GmbH, Oldenburg

zum Stichtag 31. Dezember 2022 (in Mio. Euro)

Gesamt Elektrizitätsverteilung Gasverteilung iMSB Sonstige Aktivitäten Interne Aufrechnung
Immaterielle Vermögensgegenstände 19,5 11,0 6,0 1,0 1,4 -
Sachanlagen 1.390,5 486,4 327,7 18,5 557,9 -
Finanzanlagen 5,5 - - - 5,5 -
Anlagevermögen (1) 1.415,4 497,4 333,7 19,5 564,8 -
Vorräte 20,0 4,5 2,8 0,1 12,6 -
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7,5 3,6 2,7 0,1 1,1 -
unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 12,5 0,9 0,2 - 0,0 11,5 -
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (2) 445,3 181,8 150,6 6,6 106,3 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 323,4 117,9 133,0 2,3 70,3 -
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 102,5 53,4 11,1 4,2 33,8 -
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - - - - -
Sonstige Vermögensgegenstände 19,4 10,5 6,6 0,1 2,1 -
Flüssige Mittel 0,5 0,3 0,2 0,0 0,1 -
Umlaufvermögen 465,8 186,5 153,6 6,7 119,0 -
Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 - 0,0 - - -
Forderungen gegen andere Unternehmensbereiche - - 13,7 - 19,6 - 33,3
Aktiva 1.881,3 683,9 501,1 26,2 703,4 - 33,3
Gesamt Elektrizitätsverteilung Gasverteilung iMSB Sonstige Aktivitäten Interne Aufrechnung
zugeordnetes Eigenkapital 222,8 78,3 52,5 3,1 88,9 -
Sonderposten - - 0,0 - - -
Bauzuschüsse 0,3 - 0,3 - - -
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 679,2 326,4 243,4 7,7 101,7 -
Sonstige Rückstellungen 147,1 96,1 44,4 0,5 6,2 -
Rückstellungen 826,4 422,5 287,8 8,2 107,9 -
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 16,9 10,3 2,1 0,1 4,4 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 174,5 108,0 64,1 0,1 2,2 -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 610,3 34,7 85,3 0,1 490,2 -
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - - - - -
Sonstige Verbindlichkeiten 29,8 10,9 9,0 0,5 9,4 -
Verbindlichkeiten (3) 831,5 164,0 160,5 0,8 506,2 -
Rechnungsabgrenzungsposten 0,3 - - - 0,3 -
Verbindlichkeiten gegenüber anderen Unternehmensbereichen - 19,1 - 14,2 - - 33,3
Passiva 1.881,3 683,9 501,1 26,2 703,4 - 33,3

Aufgrund der kaufmännischen Rundung kann es zu Abweichungen bei der Summenbildung kommen

Gewinn- und Verlustrechnungen der einzelnen Tätigkeitsbereiche der EWE NETZ GmbH, Oldenburg

für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023 (in Mio. Euro)

Gesamt Elektrizitätsverteilung Gasverteilung iMSB Sonstige Aktivitäten Interne Aufrechnung
Umsatzerlöse 2.832,9 1.845,3 631,3 11,4 370,2 - 25,2
Erhöhung/Verminderung des Bestands an unfertigen oder unfertigen Erzeugnissen 18,2 0,3 0,3 - 0,0 17,7 -
Andere aktivierte Eigenleistungen 31,0 16,4 3,9 2,0 8,7 -
Sonstige betriebliche Erträge 12,9 2,7 6,9 0,0 3,3 -
Materialaufwand - 2.150,8 - 1.519,8 - 403,7 - 1,2 - 251,4 25,2
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 1.431,6 - 1.130,4 - 229,0 - 0,1 - 72,1 -
Aufwendungen für bezogene Leistungen - 719,2 - 389,4 - 174,7 - 1,1 - 179,2 25,2
Personalaufwand - 215,0 - 110,3 - 60,8 - 5,8 - 37,9 -
Löhne und Gehälter - 156,8 - 80,4 - 43,9 - 4,4 - 28,1 -
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 58,2 - 30,0 - 17,0 - 1,5 - 9,8 -
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 123,8 - 54,1 - 35,4 - 4,0 - 30,4 -
Konzessionsabgaben - 71,1 - 61,5 - 9,0 - - 0,5 -
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 154,3 - 75,4 - 55,4 - 3,5 - 20,1 -
EBIT 180,0 43,5 78,1 - 1,0 59,5 -
Erträge aus Beteiligungen 0,0 - - - 0,0 -
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 -
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 22,5 - 4,6 - 4,0 - 0,6 - 13,4 -
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Steuerumlage) - 40,2 - 9,7 - 18,6 0,4 - 12,2 -
Ergebnis nach Steuern 117,3 29,2 55,4 - 1,2 33,9 -
Sonstige Steuern - 0,6 - 0,3 - 0,2 - 0,0 - 0,1 -
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne - 116,7 - 28,9 - 55,2 1,2 - 33,7 -
Jahresüberschuss - - - - - -

Aufgrund der kaufmännischen Rundung kann es zu Abweichungen bei der Summenbildung kommen

Gewinn- und Verlustrechnungen der einzelnen Tätigkeitsbereiche der EWE NETZ GmbH, Oldenburg

für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2022 (in Mio. Euro)

Gesamt Elektrizitätsverteilung Gasverteilung iMSB Sonstige Aktivitäten Interne Aufrechnung
Umsatzerlöse 2.322,8 1.482,5 642,6 8,6 209,2 - 20,1
Erhöhung/Verminderung des Bestands an unfertigen oder unfertigen Erzeugnissen - 12,5 - 0,1 - 0,1 - 0,0 - 12,3 -
Andere aktivierte Eigenleistungen 24,0 12,7 3,9 - 7,3 -
Sonstige betriebliche Erträge 16,8 9,4 3,8 0,0 3,6 -
2.351,2 1.504,5 650,3 8,6 207,9 - 20,1
Materialaufwand - 1.593,0 - 1.148,5 - 394,1 - 0,8 - 69,7 20,1
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 1.050,1 - 802,6 - 244,2 - 0,0 - 3,3 -
Aufwendungen für bezogene Leistungen - 542,9 - 345,9 - 149,9 - 0,8 - 66,4 20,1
Personalaufwand - 245,4 - 121,0 - 81,0 - 3,9 - 39,6 -
Löhne und Gehälter - 142,8 - 71,1 - 45,5 - 2,5 - 23,6 -
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 102,7 - 49,9 - 35,5 - 1,4 - 15,9 -
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 115,6 - 48,5 - 35,2 - 3,1 - 28,8 -
Konzessionsabgaben - 73,4 - 63,5 - 9,2 - - 0,7 -
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 146,7 - 69,0 - 54,0 - 4,3 - 19,5 -
- 2.174,2 - 1.450,4 - 573,6 - 12,1 - 158,3 20,1
EBIT 177,0 54,2 76,6 - 3,4 49,6 -
Erträge aus Beteiligungen 0,4 - - - 0,4 -
Abschreibungen auf Finanzanlagen - - - - - -
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 -
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 30,5 - 9,5 - 7,2 - 0,2 - 13,6 -
Zinsen aus Forderungen / Verbindlichkeiten gegenüber anderen Unternehmensbereichen - - 0,9 - 0,1 - 0,3 1,3 -
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 147,0 43,8 69,4 - 4,0 37,8 -
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Steuerumlage) - 51,2 - 15,1 - 23,9 1,4 - 13,7 -
Sonstige Steuern - 0,5 - 0,2 - 0,2 - 0,0 - 0,1 -
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne - 95,2 - 28,5 - 45,3 2,6 - 24,0 -
Jahresüberschuss - - - - - -

Aufgrund der kaufmännischen Rundung kann es zu Abweichungen bei der Summenbildung kommen

Erläuterungen zum Tätigkeitsabschluss

Kontentrennung in der internen Rechnungslegung

Gemäß § 6b Abs. 3 EnWG haben Energieversorgungsunternehmen zur Vermeidung von Diskriminierung und Quersubventionierung in ihrer internen Rechnungslegung jeweils getrennte Konten für jede ihrer Tätigkeiten so zu führen, wie dies erforderlich wäre, wenn diese Tätigkeiten von rechtlich selbstständigen Unternehmen ausgeführt würden. Bei der EWE NETZ GmbH ist dementsprechend zu trennen zwischen den Bereichen Elektrizitätsverteilung, Gasverteilung, intelligenten Messstellenbetrieb (iMSB) und Sonstigen Aktivitäten. Als wesentliche Aktivität des sonstigen Bereiches ist das Telekommunikationsnetz zu nennen. Die Trennung wird im Rahmen des Tätigkeitsabschlusses dargelegt. Die im Anhang der EWE NETZ GmbH genannten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden finden auf den Tätigkeitsabschluss entsprechende Anwendung.

Grundsätze, nach denen die Gegenstände des Aktiv- und Passivvermögens sowie die ausgewiesenen Aufwendungen und Erträge den einzelnen Unternehmenstätigkeiten zugeordnet werden

In den Bilanzen und den Gewinn- und Verlustrechnungen erfolgt im Regelfall eine direkte Zuordnung der Aktiv- und Passivposten sowie der Aufwendungen und Erträge auf die verschiedenen Unternehmensaktivitäten. Dabei wird in Einzelfällen auch eine Einzelpostenanalyse durchgeführt. In den Fällen, wo dies nicht möglich ist, da nur ein mittelbarer Sachbezug zu den einzelnen Aktivitäten vorliegt oder die weitere Zuordnung der Konten mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden wäre, erfolgt die Zurechnung auf der Basis sachgerechter Verteilungsschlüssel. Dabei wird im Wesentlichen ein Umsatzschlüssel angewandt. Zusätzlich werden Informationen aus der internen Rechnungslegung in Form von sachgerechten Kostenstellenzuordnungen berücksichtigt.

Das Eigenkapital wird auf die Tätigkeiten proportional nach dem Anteil der Eigenfinanzierung des Anlagevermögens abzüglich der Bauzuschüsse verteilt. Das Fremdkapital in Form von langfristigen Darlehen und Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pool wird entsprechend des Finanzierungsbedarfes der jeweiligen Tätigkeit verteilt. Dazu werden - vor Verteilung dieser Positionen - sämtliche Bestandsposten der Aktiva und der Passiva den Tätigkeiten zugeordnet. Tätigkeiten, die danach einen Aktivüberhang (zugeordnete Aktiva > zugeordnete Passiva) aufweisen, erhalten anteilig Darlehen und Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pool. Die Höhe des Anteils richtet sich dabei nach der Höhe des Aktivüberhangs der jeweiligen Tätigkeiten. Die im Rahmen der Darlehens- bzw. Cash-Pool-Aufnahme entstehenden Zinsen werden in den Tätigkeits-Gewinn- und Verlustrechnungen korrespondierend zu den zugeordneten Darlehens- und Cash-Pool-Beständen verteilt. Sofern nach Zuordnung von Darlehens- und Cash-Pool-Beständen bei einzelnen Tätigkeiten noch Passiv- oder Aktivüberhänge bestehen, werden die jeweiligen Tätigkeiten-Bilanzen über die Position Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber anderen Unternehmensbereichen geschlossen.

Die Aufteilung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erfolgt in Abhängigkeit eines Mischsteuersatzes des Gesamtunternehmens. Dadurch wird die Steuerbelastung proportional verteilt, so dass negative Ergebnisse zu Steuergutschriften führen können.

Bei der Zuordnung und bei der Wahl der Kostenschlüssel wurde das Stetigkeitsgebot beachtet. Wesentliche Änderungen bei den Zuordnungsregeln und bei der Wahl der Kostenschlüsselungen im Vergleich zum Vorjahr fanden nicht statt.

Grundsätze der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung

Die zwischen den einzelnen Unternehmenstätigkeiten bestehenden Leistungsbeziehungen werden in der Regel zu Marktpreisen bewertet. In der Tätigkeits-Gewinn- und Verlustrechnung ist der Umfang der innerbetrieblichen Leistungsbeziehungen über die "Interne Aufrechnung" ersichtlich.

Erläuterungen zur Bilanz des Tätigkeitsabschlusses

(1) Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Sachanlagen sind mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen gem. § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen.

(2) Forderungen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,6 Mio. Euro). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entsprechen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 156,8 Mio. Euro (Vorjahr: 101,5 Mio. Euro), welche im Wesentlichen Forderungen aus der Netznutzung der EWE VERTRIEB GmbH, Oldenburg, darstellen. Des Weiteren sind sonstige Forderungen in Höhe von 2,1 Mio. Euro (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro) enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Steuerforderungen von 3,4 Mio. Euro (Vorjahr: 3,4 Mio. Euro).

Sämtliche Forderungen im Berichtsjahr sowie im Vorjahr haben eine Restlaufzeit kleiner ein Jahr.

(3) Verbindlichkeiten

Im Vorjahr betrugen die Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr (421,5 Mio. Euro) bei den Erhaltenen Anzahlungen 16,9 Mio. Euro, bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 174,5 Mio. Euro, den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 200,3 Mio. Euro und den sonstigen Verbindlichkeiten 29,8 Mio. Euro.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 741,1 Mio. Euro (Vorjahr: 481,8 Mio. Euro). Innerhalb der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 78,5 Mio. Euro (Vorjahr: 128,7 Mio. Euro) enthalten, welche u.a. die Mehr- und Mindermengenabrechnung mit der EWE VERTRIEB GmbH betreffen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten u.a. Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 3,5 Mio. Euro (Vorjahr: 15,0 Mio. Euro) und Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit in Höhe von 0,6 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro).

Alle Verbindlichkeiten im Berichtsjahr sowie im Vorjahr haben Laufzeiten von unter einem Jahr mit Ausnahme einer Darlehensverbindlichkeit in Höhe von 610 Mio. Euro (Vorjahr 410 Mio. Euro) gegenüber der EWE AG mit einer Restlaufzeit größer 5 Jahren.

Erläuterung zu den Haftungsverhältnissen des Tätigkeitsabschlusses

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

Betrag
in Mio. Euro
Gesamt Elektrizitätsverteilung Gasverteilung iMSB Sonstige Aktivitäten
Bestellobligo 180,8 93,3 59,5 2,6 25,4

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die EWE NETZ GmbH, Oldenburg

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EWE NETZ GmbH, Oldenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EWE NETZ GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs.3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG

Prüfungsurteile

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung", "Gasverteilung", "intelligenten Messstellenbetrieb" und "andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG sowie § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG entsprechen.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Bremen, den 9. April 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carsten Engelhardt, Wirtschaftsprüfer

ppa. Carsten Möller, Wirtschaftsprüfer

BERICHT des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2023

der EWE NETZ GmbH

In der Sitzung des Aufsichtsrates am 10 Mai 2023 wurde über das vorangegangene Geschäftsjahr 2022 und das laufende Geschäftsjahr 2023 berichtet. In der Sitzung am 14. Dezember 2023 stellt die Geschäftsführung dem Aufsichtsrat die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2024 vor, so dass dieser im zurückliegenden Berichtsjahr zeitnah über das Geschäft und alle wesentlichen Vorgänge informiert war.

Der Jahresabschluss der EWE NETZ GmbH sowie der Bericht über die Lage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 sind von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die auf Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 10. Mai 2023 zum Abschlussprüfer bestellt wurde, geprüft worden. Der Bericht des Abschlussprüfers ist dem Aufsichtsrat ausgehändigt worden. Er wurde in die Aussprache und Prüfung des Jahresabschlusses einbezogen. Der Aufsichtsrat hat das durch den Wirtschaftsprüfer erläuterte Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen.

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat gegen den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft keine Einwendungen. Das gesamte handelsrechtliche Ergebnis wurde aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags an die EWE AG abgeführt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss nach Prüfung gebilligt und schlägt ihn der Gesellschafterversammlung zur Feststellung vor.

Der Aufsichtsrat spricht der Geschäftsführung und allen Mitarbeitenden für die im Geschäftsjahr 2023 geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.

 

Oldenburg, den 22. Mai 2024

Dr. Urban Keussen, Vorsitzender des Aufsichtsrates der EWE NETZ GmbH

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 16.05.2024 festgestellt.

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