AURO GmbH Werbung-Service-Vertrieb
Selbe AdresseGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Köninger seit 4.7.2025 | Geschäftsführer |
Eric Schröck seit 12.3.2013 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Reischauer GmbHIdar-ObersteinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Reischauer GmbH, Idar-ObersteinAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Reischauer GmbH, Idar-Oberstein, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Kreuznach unter HRB 10536 eingetragen. Der Jahresabschluss ist unter Beachtung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB und des GmbHG für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften werden teilweise in Anspruch genommen. Für die Darstellung der Gewinn und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Umrechnung von auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenständen und Schulden erfolgte zum Devisenkassamittelkurs. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten aktiviert und linear über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich der Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Für abnutzbare Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden angemessene planmäßige Abschreibungen nach der linearen und degressiven Methode vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, deren Einzelanschaffungskosten € 800,00 nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr gemäß § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben. Die Bewertung des Anteilsbesitzes erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten. Die Bewertung der Edelmetalle erfolgte zu Anschaffungskosten, die in Bezug auf die Gold-, Silber-, Platin-, Palladium-, Rhodium- und Iridiumbestände nach einem Bewertungsvereinfachungsverfahren i. S. d. § 256 Satz 1 HGB ermittelt wurden. Dabei wurde unterstellt, dass die zuletzt angeschafften Vermögensgegenstände zuerst verbraucht oder veräußert worden sind (Lifo-Methode). Sachdarlehen (z. B. in Form von Gold) werden grundsätzlich im Rahmen einer Bewertungseinheit mit dem Wert des entsprechenden aktivierten Edelmetallbestandes angesetzt und offen von dem empfangenen betragsmäßig gleichen Edelmetallbestand abgesetzt. Andere Metallbestände, die verschiedenen fremdbezogenen Materialien sowie die Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten nach der Durchschnittsmethode unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, die durch EinzeIkalkulationen auf der Grundlage der innerbetrieblichen Kostenrechnung der Gesellschaft auf Vollkostenbasis (Ist-Kosten) ermittelt werden. Vertriebs- und nicht die Herstellung betreffende Verwaltungskosten bleiben außer Ansatz. Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgte zum Nennwert. Dem allgemeinen Kreditrisiko sowie dem internen Zinsverlust wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,5 % des Nettoforderungsbestandes Rechnung getragen. Der Bestand an liquiden Mitteln wird mit Nominalwerten angesetzt. Der Ansatz der sonstigen Aktiva erfolgt zu Nennwerten. Das gezeichnete Kapital wird gemäß § 272 Abs. 1 HGB mit seinem Nennbetrag angesetzt. Für erhaltene Zuschüsse für Investitionen wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB ein Sonderposten gebildet. Da der Bildung des Sonderpostens verschiedene Sachverhalte zu Grunde liegen, erfolgt die Auflösung korrespondierend zu den Abschreibungen der bezuschussten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bzw. über den Zeitraum, über welchen der Vermögensgegenstand geleast wird. Bei der Bemessung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB. Bei Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellung entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Die Ermittlung der Pensionsverpflichtung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (ProjectedUnitCreditMethode) auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Gehaltstrend von 0,0 % und Rententrend von 2,0 % p. a. Da es sich bei einem der Versorgungsempfänger um eine fixe, nicht mehr steigende Rente handelt, wird bei der Ermittlung der Pensionsverpflichtung für diesen Fall zum 31. Dezember 2023 kein Rententrend mehr berücksichtigt. Als Abzinsungsfaktor wurde der von der Deutschen Bundesbank ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre verwendet. Der verwendete Abzinsungssatz betrug zum Bilanzstichtag 1,82 %. Der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre betrug zum Bilanzstichtag 1,74 %. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. III. Angaben zu den Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage 1 zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich ebenfalls aus dieser Anlage. Bilanzgewinn Der Bilanzgewinn entwickelt sich wie folgt:
Ausschüttungssperre Aufgrund der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände sowie des Unterschiedsbetrages nach § 253 Abs. 6 HGB besteht gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB eine Ausschüttungssperre von € 74.628,69 (Vorjahr € 106.496,41). Pensionsrückstellungen Der aufgrund des Übergangswahlrechts des Art. 67 Abs. 1 EGHGB nicht in der Bilanz ausgewiesene Fehlbetrag beläuft sich auf € 13.276,00 (Vorjahr € 26.546,00). Der Differenzbetrag wurde im Personalaufwand erfasst. Aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von € 2.129,05. In Höhe dieses Unterschiedsbetrags sind die passivierten Rückstellungen für Pensionen und der Zinsaufwand im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre niedriger angesetzt. Der abzinsungsbedingte Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n. F. für die Ausschüttung gesperrt. Zum 31. Dezember 2023 werden notwendige Erfüllungsbeträge aus Pensionszusagen mit den Zeitwerten von Ansprüchen gegen Versicherungen, die dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus der entsprechenden Altersversorgungsverpflichtung dienen, verrechnet.
Verbindlichkeiten Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel in der Anlage 2 zum Anhang dargestellt. IV. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen für Grundsteuern in Höhe von T€ 8,0 (Vorjahr T€ 8,0) und Aufwendungen für KFZ-Steuern in Höhe von T€ 0,1 (Vorjahr T€ 0,2). V. Sonstige Angaben Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen
Die Höhe der Angabe bezieht sich auf die Verpflichtung bis zum frühestmöglichen Kündigungstermin. Organe und Aufwendungen für Organe Geschäftsführer: Dr. Gerd Wagner, Ingenieur, Idar-Oberstein Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Durchschnittliche Mitarbeiterzahl
ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Idar-Oberstein, den 6. Juni 2024 Reischauer GmbH gez. Dr. Gerd Wagner, Geschäftsführer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 6. August 2024 festgestellt.
Verbindlichkeitenspiegel
Art der Sicherheit Grundschulden; Sicherungsübereignung; Bürgschaft Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens a) Geschäftsmodell des Unternehmens Die Reischauer GmbH fertigt und vertreibt Rohlinge zum Prägen von Münzen, Medaillen und Investmentprodukten aus Silber-/Gold-/Platin-/Kupfer- Werkstoffen. Die Kunden sind private und staatliche Prägeanstalten in Deutschland, Europa, Asien und USA. Die Gesellschaft bietet ebenfalls eigene Prägungen von Münzen, Medaillen und Investmentprodukten aus den genannten Werkstoffen an. Die Kunden sind Großhändler und Einzelhändler in Deutschland, Europa und USA. b) Forschung und Entwicklung Die Reischauer GmbH betreibt keine originäre Forschung und Entwicklung, entwickelt jedoch die pulvermetallurgische Fertigung von Rohlingen und das Prägen der Rohlinge sukzessive weiter. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Inwieweit die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen das Geschäft der Reischauer GmbH im Detail beeinflussen, ist schwer zu bestimmen. Für die Entwicklung der Gesellschaft sind die Preise für die relevanten Edelmetalle interessant. Der Goldpreis hat sich um ca. 9,5 % erhöht, der Preis für Silber um ca. 4,2 % verringert. Der Preisanstieg bei Gold steigert das Vertrauen der Endkunden in goldhaltige Prägeprodukte. Die höhere Nachfrage hat sich im Geschäftsjahr positiv auf das Geschäft der Gesellschaft ausgewirkt. Der Preisrückgang bei Silber führt hingegen eher zur Verunsicherung des Endkunden und hat sich auch entsprechend negativ auf das Geschäft der Gesellschaft ausgewirkt. Das Geschäft der Reischauer GmbH hängt aber auch insbesondere von Einzelvorgängen auf Kunden-, Produkt- und Auftragsebene ab. Neue Kunden, innovative Produkte und größere Aufträge können sich schnell positiv auf das Geschäft auswirken. 2. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens a) Geschäftsverlauf Das Geschäft der Reischauer GmbH wird im Wesentlichen getragen durch die Produktbereiche Rohlinge und Prägungen. Der Anteil des Produktbereichs Rohlinge am gesamten Bearbeitungsgeschäft beträgt ca. 51 %, während die Prägungen einen Anteil von ca. 42 % haben. Weitere 3 % entfallen auf die Dienstleistung Galvanik. Die verbleibenden 4 % resultieren aus der Dienstleistung Scheidung und aus diversen, kleineren Erlösen aus Einzelvorgängen. Die relativen Anteile haben sich im Geschäftsjahr 2023 signifikant verschoben im Vergleich zum Vorjahr. Der relative Anteil der Prägungen ist um 11 Prozentpunkte gestiegen, der relative Anteil der Rohlinge ist 12 Prozentpunkte gefallen. Die Verarbeitung der Metalle verteilt sich wie folgt, ca. 61 % auf Silber, ca. 18 % auf Gold und ca. 20 % auf Kupfer. Die verbleibenden 1 % resultieren aus der Verarbeitung von Platin und Eisen. Die relativen Anteile haben sich im Geschäftsjahr 2023 verschoben. Der relative Anteil von Silber ist um 5 Prozentpunkte gesunken, der relative Anteil von Gold ist um 7 Prozentpunkte gestiegen. Das Geschäftsjahr 2023 ist von einem signifikanten Rückgang im Produktbereich Silberrohlinge geprägt. Im Jahr 2022 lief ein Großauftrag für Silberrohlinge aus. Die Stückzahlen konnten im Jahr 2023 nicht mehr realisiert werden. b) Ertragslage Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2023 um 10.337 TE (-26 %) gesunken. Davon entfallen 9.392 TE auf geringere Edelmetallverkäufe (-27 %). Das Bearbeitungsgeschäft ist um 945 TE geschrumpft (-17 %). Der Materialaufwand ist um 9.988 T€ gesunken (-28 %). Der geringere Materialaufwand korrespondiert mit den geringeren Edelmetallverkäufen. Der Personalaufwand hat sich im Wesentlichen durch einen geringeren Personalbestand um 59 T€ auf 2.437 T€ verringert (-2,4 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 165 T€ reduziert (-15%). Die wesentlichen Gründe hierfür liegen in einem geringeren Aufwand für Instandhaltungskosten sowie für Verkaufsprovisionen. Das Finanz- und Beteiligungsergebnis hat sich insbesondere aufgrund eines höheren Zinsaufwands für Edelmetall-Leihen um 25 T€ auf 114 T€ verschlechtert. Das neutrale Ergebnis mit 166 T€ hat sich signifikant verändert (im Vergleich zu -1 T€ in 2022) und leistet einen wesentlichen Beitrag zum Jahresergebnis. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus Versicherungserstattungen für einen Brandschaden (156 T€). Das Betriebsergebnis hat sich von 437 T€ auf 390 T€ reduziert und der Jahresüberschuss ist von 218 T€ auf 334 T€ gestiegen. Der Bilanzgewinn hat sich unter Berücksichtigung von Ausschüttungen auf 886 T€ erhöht (Vorjahr 752 T€). Die Ertragslage war in 2023 gekennzeichnet durch signifikant geringere Edelmetallverkäufe sowie durch ein geringeres Bearbeitungsgeschäft, das in Relation zu den Edelmetallverkäufen weniger stark rückläufig war. Trotz der zuvor genannten Umstände liegt das Jahresergebnis damit leicht über der Prognose des Vorjahres, welche von einem gleichbleibenden Jahresergebnis ausgegangen war. c) Finanzlage Die Finanzlage ist gesichert. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Der negative Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von -603 T€ (im Vergleich zu 598 T€ im Geschäftsjahr 2022) resultiert unter Berücksichtigung eines Periodenergebnisses von 334 T€ und Abschreibungen von 326 T€ im Wesentlichen aus einer Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva (-693 T€) sowie der Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva (-447 T€). Die Gesellschaft wird auch zukünftig ihren finanziellen Verpflichtungen innerhalb der gegebenen Zahlungsziele nachkommen. d) Vermögenslage Das Vermögen hat sich um 293 T€ auf 3.229 T€ verringert, im Wesentlichen getrieben durch geringere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-336 T€), sowie geringere liquide Mittel von -249 T€. Dem steht ein höherer Bestand an Vorräten von 392 T€ gegenüber. Der Anteil des langfristig gebundenen Vermögens hat sich von 42,8 % auf 45,1 % erhöht, der des kurzfristig gebunden Vermögens hat sich von 50,0 % auf 54,8 % erhöht. Die liquiden Mittel haben einen Anteil von 0,1 % am Vermögen. Der Bilanzgewinn stieg um 134 T€ auf 886 T€. Das gezeichnete Kapital und die Rücklagen bestehen in unveränderter Höhe. Das Eigenkapital hat sich damit auf 1.570 T€ erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 48,6 %, nach 40,8 % im Vorjahr. Das Fremdkapital gliedert sich in lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten. Die langfristigen Verbindlichkeiten haben sich um 33 TE auf 345 T€ verringert. Das kurzfristige Fremdkapital hat sich um 394 T€ auf 1.314 T€ verringert, zurückzuführen auf geringere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und geringere Steuerrückstellungen. e) Finanzielle Leistungsindikatoren Die Unternehmenssteuerung erfolgt über die Kennzahlen Rohertrag und Jahresüberschuss vor Steuern. Der Rohertrag sank um 349 T€ auf 4.007 T€ (-8 %). Der Jahresüberschuss vor Steuern stieg um 95 T€ auf 442 T€. III. Prognosebericht Die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen haben dem Geschäft der Gesellschaft in den ersten Monaten des Jahres 2024 zugesetzt. Die Edelmetallpreise sind bis Mai 2024 stark gestiegen, Gold um ca. 15 % und Silber um ca. 30 %. Schnell und stark steigende Edelmetallpreise führen zu Verunsicherung beim Endkunden, moderat steigende Preise würden das Geschäft der Gesellschaft besser stützen. Einzelvorgänge, wie das Ausbleiben von wenigen Stückzahl-starken Aufträgen, insbesondere in der Bereichen Silber- und Kupferrohlinge, wirkten sich negativ auf das Geschäft aus. Die Gesellschaft muss in 2024 zunehmend von vielen, kleineren und mittelgroßen Aufträgen leben. Der relative Anteil an Aufträgen zur Fertigung von Prägeprodukten steigt. Die Herausforderungen für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres werden sein, die interne Leistungsfähigkeit im Auftragsdurchlauf zu steigern und eine ausreichende Kapazität beim Prägen von Münzprodukten zur Verfügung zu stellen. Neue Kunden und neue Produkte werden im 2. Halbjahr einen weiteren Beitrag zur Verbesserung der Situation leisten. Insgesamt sind nach den ersten Monaten die Aussichten für das Geschäftsjahr 2024 gemischt. Die Rahmenbedingungen haben sich verändert und die Gesellschaft reagiert darauf. Die Gesellschaft erwartet vor diesem Hintergrund ein ausgeglichenes Jahresergebnis. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Die Ertragslage hängt, wie im Prognosebericht dargelegt, von der Entwicklung der Edelmetallpreise ab, aber auch besonders von der Entwicklung und der Qualität von wenigen Kundenbeziehungen. Die starke Abhängigkeit der Ertragslage von einzelnen Kunden und von einzelnen Aufträgen stellt ein Risiko dar. Die Liquiditätslage ist befriedigend, Engpässe können überwunden werden. Die Liquidität wird permanent überwacht. Die Lieferantenbeziehungen sind stabil. Hier werden keine speziellen Risiken erwartet. 2. Chancenbericht In den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2024 wurden Gespräche mit neuen, potentiellen Kunden geführt. Die Aussichten werden als positiv angesehen. Chancen liegen daher insbesondere im Bereich von Neukundengewinnung und in der Entwicklung von neuen Produkten, aufgrund derer im 2. Halbjahr neue bzw. zusätzliche Umsätze erwartet werden können. Die Gesellschaft arbeitet an der Entwicklung neuer Prägeprodukte, die insbesondere auch das Potential für Aufträge mit höheren Stückzahlen haben. Neue Umsätze werden hier im Zeitraum der nächsten 6 bis 12 Monate erwartet. Der relative Anteil an Prägeprodukten im Vergleich zu Rohlingen steigt. Das ist positiv. Prägungen bringen eine höhere Rentabilität als Rohlinge mit sich. Die Situation, mit einer eigenen Rohlingfertigung, schnell und flexibel auf Kundenwünsche für Prägungen einzugehen, ist von Vorteil und wird von Kundenseite und im Markt wahrgenommen und honoriert. Die pulvermetallurgische Fertigung ermöglicht es, Rohlinge und Prägungen mit höheren Reliefs aus weniger duktilen Münzwerkstoffen zu produzieren. Die Gesellschaft arbeitet hier an verschiedenen Themen und sieht gute Chancen mit neuen Werkstoffen für Reliefprägungen die Umsätze in den nächsten 6 bis 12 Monaten zu steigern. Das Thema Nachhaltigkeit wird die Gesellschaft in den nächsten Jahren zunehmend beschäftigen. Ein neues Energie- und Wärmekonzept ist weiterhin in Arbeit und wird einen wesentlichen Beitrag leisten, die Nachhaltigkeit auf ein hohes Level zu bringen. 3. Gesamtaussage Das Potential an Chancen sollte die Bedrohung durch Risiken übertreffen. Die Aufgabe der Gesellschaft ist es, genügend Kapazität und genügend Fokus bereitzustellen, um bestehende Chancen zu realisieren. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den in der Gesellschaft bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Bankkredite. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden im Debitorenmanagement eng verfolgt. Die Gesellschaft vermeidet nicht vertretbare Risiken bei der Lieferung von Edelmetallprodukten. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Lieferantenbeziehungen sind stabil. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen. Die Beziehungen mit den Hausbanken sind stabil. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Bankkredite innerhalb des vorgesehen Vertragsrahmens rückzuführen.
Idar-Oberstein, 6. Juni 2024 Reischauer GmbH gez. Dr. Gerd Wagner, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Reischauer GmbH, Idar-Oberstein: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Reischauer GmbH, Idar-Oberstein, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Reischauer GmbH, Idar-Oberstein, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Köln, den 3. Juli 2024 DORNBACH
GmbH
gez. Brendt, Wirtschaftsprüfer gez. Fortmann, Wirtschaftsprüfer |
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