Stoof Engineering Technology GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Nutzkraftwagen und Nutzkraftwagenmotoren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sven-Olaf Schmöle seit 23.10.2025 | Geschäftsführer |
Gregory Hancke seit 1.4.2025 | Geschäftsführer |
Patrick Franke seit 31.1.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
MOSOLF SE & Co. KG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Stoof International GmbHBorkheideJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtGeschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft 2023 I. Grundlagen des Unternehmens Die Stoof International GmbH, ein seit 1865 inhabergeführtes Unternehmen, kann wiederholt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Die Produktionskapazitäten waren auch in diesem Jahr zu 100% ausgelastet. Der neu zertifizierte LC 300 wurde im Jahr 2023 schrittweise in die Produktion eingeführt und die ersten Fahrzeuge dieses Typs an die Kunden ausgeliefert. Auch im Segment Cash and Transit konnten aufgrund der langfristigen und sehr guten Kundenbeziehungen Aufträge generiert und in die Umsetzung gebracht werden. Diese Entwicklung setzt sich im Jahr 2024 fort. Das Geschäftsfeld wird weiterhin im Portfolio des Unternehmens verbleiben, auch wenn dessen Bedeutung für den Unternehmenserfolg im Laufe der letzten Jahre abgenommen hat. Die Umsätze in diesem Teilbereich haben sich auf niedrigerem Niveau stabilisiert. Es ist unser Ziel, die langjährigen Kunden in diesem Geschäftsfeld weiterhin zu unterstützen und an die STOOF International GmbH zu binden. Insbesondere der Service für die Fahrzeugflotte und die Instandhaltung gewinnt zunehmend an Bedeutung, wobei aber ein höherer Auftragseingang für Neufahrzeuge zu verzeichnen ist. Durch die positive Entwicklung in 2023 hat sich auch die Mitarbeiterkapazität weiter aufgebaut. Das Unternehmen vor den Toren Berlins gehört somit weiterhin zu den größeren Arbeitgebern im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Die Unternehmensentwicklung in 2023 zeigt, dass die Zielrichtung - alle Produktionsschritte im Unternehmen zu behalten - die richtige Entscheidung ist. Somit bleibt eine hohe Wertschöpfungstiefe im Unternehmen erhalten. Weiterhin gilt, dass handwerkliche Tradition gepaart mit Innovation und einem hohen Qualitätsanspruch, durch die nationalen und internationalen Kunden anerkannt wird. Der neu entwickelte und mit Bestnoten in VR 9 und VR 7 zertifizierte LC 300 konnte als Nachfolgemodell erfolgreich am Markt etabliert werden. Es gilt unser Leitspruch: Die Sicherheit unserer Kunden hat oberste Priorität! Auch im Jahr 2023 vertreibt und entwickelt die STOOF International GmbH folgende Produkte: 1. Gepanzerte Sonderschutzfahrzeuge - Geländewagen/Limousinen 2. Geld- und Werttransporter 3. Sonderanfertigungen 4. Verkauf von Ersatzteilen und Zubehör für Sonderschutzfahrzeuge Innerhalb der Geschäftsführung gab es im Jahr 2023 keine Veränderungen. Vollständige Rezertifizierungen erfolgten im Qualitätsmanagement ISO 9001 und im Segment Umwelt die ISO 14001:2015. Die Verbesserung der Nachhaltigkeit im Produktionsprozess wird durch die Geschäftsführung regelmäßig betrachtet und neue Investitionen werden zusätzlich zur Prozessverbesserung auch unter dem Blickwinkel der Nachhaltigkeit untersucht. Es gibt einen regelmäßigen Austausch innerhalb des Unternehmens, um Verbesserungen im Produktionsablauf sowie Arbeitserleichterungen für die Mitarbeiter zu erreichen. Daraus wurde in 2023 beginnend ein Konzept entwickelt, welches ab 2024 schrittweise umgesetzt wird. Ziel ist, Prozesse weiter zu optimieren, die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter stetig zu verbessern und Prozesssicherheit auf allen Teilebenen zu etablieren. Zu Beginn 2024 konnten dafür auch hoch qualifizierte Mitarbeiter mit Erfahrung in der Umsetzung dieser Prozesse gewonnen werden. Ziel ist außerdem auch der Ausbau der Produktionskapazitäten, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Die zolltechnische Zertifizierung als AEO (zugelassener Wirtschaftsbeteiligter) wurde in 2023 ebenfalls erfolgreich rezertifiziert. Weiterhin liegt das Augenmerk der Geschäftsführung und der verantwortlichen Mitarbeiter weiterhin auf der Einhaltung aller Regularien, um dieses Privileg auch zukünftig nutzen zu können. Weiterbildungs- und Schulungsmaßnahmen für unsere Mitarbeiter in Produktion und Verwaltung wurden angeboten und durch die Kollegen auch umfangreich genutzt. Wir bedanken uns an dieser Stelle wieder insbesondere bei allen Mitarbeitenden für die geleistete Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die hohe Auslastung der Produktionskapazitäten sowie die parallele Einführung des neuen LC300 in die Produktion waren immense Herausforderungen und haben allen Mitarbeitenden im Jahr 2023 viel abverlangt. Für den gezeigten Einsatz bedankt sich die Geschäftsführung bei allen Betriebsangehörigen. II. Wirtschaftsbericht Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft 2023 Gesamtwirtschaftliche Lage Seit dem Jahr 2022 befand sich die Weltwirtschaft wieder auf einem moderaten Wachstumspfad. Die gestörten Lieferketten haben sich normalisiert und stabilisiert. Die Auswirkungen der geopolitischen Konflikte halten jedoch an. Weiterhin gibt es kriegerische Auseinandersetzungen weltweit und eine Entspannung ist nicht erkennbar. Die Inflation ging in wesentlichen Teilen der Welt zurück, in Deutschland lag sie im Jahresdurchschnitt noch bei 5,9%. Dies führte zu Preissteigerungen unserer Lieferanten und zog auch in 2023 erhebliche Steigerungen im Bereich der Lohnkosten nach sich. Neben den Belastungen in wesentlichen Kostenpositionen für das Unternehmen waren diese Belastungen auch für die Mitarbeitenden spürbar. Aufgrund der Ertragslage hat sich die Unternehmensleitung entschlossen den noch nicht gezahlten Betrag der Inflationsprämie an die Mitarbeitenden auszuzahlen. Somit wurden durch die STOOF International GmbH die Möglichkeiten der Zahlung der Inflationsprämie voll ausgeschöpft. Die Lieferzeiten für eine Vielzahl von Teilen für die Produktion sind weiterhin sehr lang und nicht immer kalkulierbar. Aus diesem Grund wurde durch die Geschäftsführung beschlossen, die Lagerbestände nicht abzubauen, sondern auf dem hohen Niveau zu belassen, bzw. in Teilen auszubauen. Die Kapitalbindung dafür ist zwar sehr hoch, jedoch für die Sicherstellung der laufenden Produktion eine zwingende Voraussetzung. Die Weltwirtschaft spürt nach wie vor sehr starke Unsicherheiten. Weitere regionale Konflikte, wie z.B. die Spannungen zwischen China und Taiwan oder der im Oktober 2023 neu angefachte Nahost Konflikt durch den Überfall auf Israel, lassen eine wieder zunehmende Unsicherheit in der Weltwirtschaft erkennen. Auch im Verlauf des Jahres 2024 nehmen die kriegerischen Konflikte in der Welt nicht ab. Regionale Konflikte in Afrika führen zum Abbruch internationaler Missionen zur Unterstützung der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung auf dem Kontinent. Die Inflation stagniert auf einem hohen Level. Aufgrund dessen sind die Zinsen weiterhin stark gestiegen und verharren auf diesem Niveau. Uns ist es gelungen, die Zusammenarbeit auch in 2023 mit den langjährigen Bankpartnern weiterhin erfolgreich fortzusetzen. Zusätzlich konnte eine internationale Großbank für die Zusammenarbeit gewonnen werden, um so die Finanzierung langfristig auf die Bedürfnisse des Unternehmens anzupassen. Ziel der Firma STOOF International GmbH ist es, das organische Wachstum fortzusetzen sowie die sehr gute Marktposition zu halten und weiter auszubauen. In 2023 hat sich der Bedarf an sondergeschützten Fahrzeugen - im Gegensatz zur weltweiten Automobilbranche - weiterhin stabil entwickelt. Die weltweiten Krisenherde und Konflikte erfordern den Schutz der Mitarbeiter von Organisationen, Behörden und Regierungen, welche zu unserem Kundenkreis gehören. Unser Geschäftsmodell ist robust. Die weltweit auftretenden internationalen Spannungen, Konflikte und kriegerischen Auseinandersetzungen führen zu einem höheren Bedarf an sondergeschützten Fahrzeugen. Die Sicherheitslage in vielen Ländern der Welt wurde auch in 2023 neu bewertet. Problematisch ist weiterhin, dass der sehr hohe Bedarf an sondergeschützten Fahrzeugen auf eine angespannte Lieferfähigkeit der für die Produktion notwendigen Basisfahrzeuge und anderer notwendiger Materialien für die Produktion trifft. Der größte Teil des Umsatzes im Unternehmen generiert sich aus dem Bau sondergeschützter Fahrzeuge. Auch in 2024 lässt die internationale Sicherheitslage erwarten, dass dieser Bedarf weiter steigen wird. Es gibt im Unternehmen Ideen, weitere Produkte und Fahrtzeuge für bestimmte Einsatzbereiche zu entwickeln. So wurde der Bereich Konstruktion ab 2024 durch einen sehr erfahrenen Mitarbeiter bereichert, um diesen Bereich zu stärken und die Entwicklung und Konstruktion zielstrebig voranzubringenden. Das Unternehmen war in 2023 voll ausgelastet. Es konnten knapp 200 Fahrzeuge an unsere Kunden ausgeliefert werden. Der Auftragsvorlauf für 2024 ist sehr gut. Verschiedene Rahmenverträge laufen im Jahr 2024 aus. So hat der Vertrieb sein Augenmerk auf die Akquise neuer Kunden und die Teilnahme an Ausschreibungen gelegt. Die intensiven Bemühungen hatten Erfolg und lassen eine stabile Geschäftsentwicklung auch in 2024 erwarten. Die Geschäftsführung prüft gemeinsam mit allen verantwortlichen Abteilungsleitern regelmäßig unterjährig die Geschäftsentwicklung, damit bei eventuell vorhandenen Fehlentwicklungen zeitnah gegengesteuert werden kann. Es werden analog der Vorjahre folgende Leistungsindikatoren ausgewertet: Umsatz, wesentliche Kostenpositionen, Auftragseingänge. Durch diese regelmäßige Prüfung und den Abgleich mit der Planung soll sichergestellt werden, dass Fehlentwicklungen frühzeitig erkannt und unterbunden werden können. Die Ergebnisse in 2023 lagen über der angestrebten Planung, weisen aber erhebliche Abweichungen gegenüber 2022 aus. Das Jahr 2022 war durch Sondereffekte geprägt, diese werden sich so nicht wiederholen. Das Ergebnis wird belastet durch die steigenden Personalkosten sowie durch die gestiegenen Materialkosten. Die Entwicklung wird in folgender Übersicht deutlich:
Es ist in 2023 gelungen, neue Mitarbeiter für das Unternehmen STOOF International GmbH zu gewinnen. Die Verabschiedung von langjährigen Mitarbeitern in den Ruhestand konnte überkompensiert werden. Die Gewinnung von Fachkräften ist eine Aufgabe, welcher sich das gesamte Führungsteam verschrieben hat. So konnte auch der Bereich Konstruktion bereits zu Beginn 2023 durch zwei weitere qualifizierte Mitarbeiter gestärkt werden, in 2024 folgt ein weiterer sehr erfahrener Konstrukteur. In der Unternehmensbewertung auf der Plattform KUNUNU werden die Änderungen im Unternehmen wiedergespiegelt und die aktuelle Bewertung konnte sich wesentlich verbessern. Das Angebot Praktika im Unternehmen zu absolvieren wird intensiv durch junge Menschen genutzt. So ist es auch in 2023 gelungen, Auszubildende für das Unternehmen zu begeistern und für unsere unterschiedlichen Ausbildungsmöglichkeiten zu gewinnen. So sind zum Ende des Jahres 2023 insgesamt 11 Auszubildende in allen angebotenen Ausbildungsberufen im Unternehmen beschäftigt. Wir bieten jungen Menschen interessante Ausbildungsberufe und sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten. Als Unternehmensleitung sind wir stolz darauf, diesen jungen Menschen den Schritt in das Berufsleben zu ermöglichen um damit junge Fachkräfte für unser Unternehmen zu gewinnen. Weiterhin befindet sich ein Mitarbeiter in der Meisterausbildung, was ebenfalls durch die Geschäftsführung unterstützt wird. Auch für das Ausbildungsjahr 2024 wurden bereits Lehrverträge unterzeichnet. 1. Ertragslage Die STOOF International GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresergebnis von 1.578,73 T€ erzielt. Somit konnte das Unternehmen wieder ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr vorweisen. Die nach wie vor bestehenden Lieferengpässe und -verzögerungen konnten kompensiert werden, auch wenn es nicht immer gelungen ist die Fahrzeuge plangemäß auszuliefern. Die Lagerhaltung wird bis auf Weiteres auf hohem Niveau bestehen bleiben. Die Anzahl der ausgelieferten Fahrzeuge ist stabil und lag in 2023 bei knapp 200 Fahrzeugen. In der weiteren Umsatz- und Ertragsplanung geht das Management für 2024 von einer leicht rückläufigen Entwicklung der Umsatz- und Ertragslage aus. Ursache dafür ist das Auslaufen bestehender Rahmenverträge. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren betrugen in 2023 19.260,73 T€. Somit betrug die Materialaufwandsquote 58,57 % und liegt wiederum etwas unterhalb der Vorjahre. Diese Änderung resultiert aus dem veränderten Produktmix im erzielten Umsatz und einer konsequenten Überprüfung der Produktionsprozesse. Die Personalkosten betrugen 5.036,49 T€ und sind damit im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Es wurden neue Mitarbeiter eingestellt und Gehaltsanpassungen vorgenommen. Weiterhin wurde der noch offene Anteil der Inflationsprämie ausgezahlt. 2. Finanzlage Der erwirtschaftete Cashflow (vereinfachter Cash flow aus dem Jahresüberschuss ohne Abschreibung oder Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) per 31.12.2023 betrug 2.053,49 T€ und liegt damit unterhalb des Vorjahreswertes. Wie im Lagebericht 2022 erwähnt, ging zu Beginn 2023 das Management nicht von einer Wiederholung der Sondereffekte aus. Diese Annahme hat sich bestätigt. Es wurden weiterhin erhebliche Beträge in Forschung- und Entwicklung investiert, ebenso ist der Aufwand für Werbekosten nochmals angestiegen. Dahinter verbirgt sich eine sehr aktive Teilnahme an nationalen und internationalen Messen. Dieser Schritt war notwendig, um das neu zertifizierte Fahrzeug entsprechend zu vermarkten und am Markt zu etablieren. Unsere Kapitalstruktur halten wir weiterhin für ausgewogen. Das Eigenkapital beträgt 11.224,48 T€ und ist trotz der erfolgten Ausschüttung an den Gesellschafter noch sehr hoch. Dies entspricht auch aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme aufgrund von hohen Anzahlungen einer Eigenkapitalquote von 37 %. Der Abbau der langfristigen Verbindlichkeiten erfolgte planmäßig. Unsere Gesellschaft hat Kreditzusagen über Kontokorrentkreditlinien in Höhe von mehr als 6,0 Mio.€. Diese Liquidität ist weiterhin ausreichend, um jederzeit kurzfristige Liquiditätsspitzen abzudecken. Für die Sicherung der Anzahlungen konnten wir zusätzlich entsprechende Anzahlungsbürgschaften mit unseren Bankpartnern vereinbaren. Das Ziel des Finanz- und Risikomanagements der STOOF International GmbH ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Größere Geschäfte, welche nicht in Euro fakturiert werden, werden zumindest teilweise gesichert. Dafür stehen entsprechende Limite zur Verfügung. 3. Vermögenslage Das Sachanlagevermögen hat sich aufgrund der getätigten Investitionen weiter erhöht. Die Vorräte wurden um 427,35 T€ aufgestockt, um die Lieferverzögerungen abzufedern. Planmäßig erfolgte der Abbau der bevorrateten LC 200, welcher in 2024 im Wesentlichen abgeschlossen sein wird. Die Forderungen gegenüber unseren Kunden belaufen sich aufgrund eines Großauftrages zum Jahresende auf 3.340,32 T€. Ausfallgefährdete Forderungen bestehen nicht. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Lieferanten wurden auch in 2023 überwiegend innerhalb der Skontozeiträume bezahlt. Die STOOF International GmbH verfügt über ein angemessenes Debitorenmanagement mit einem adäquaten Mahnwesen. Die Geschäftsführung schätzt aufgrund der weiterhin vorhandenen sehr guten Vermögens- und Ertragslage die Erwartungen in die wirtschaftliche Entwicklung als positiv ein. III. Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft Für das Geschäftsjahr 2024 gibt es einen sehr guten Auftragsvorlauf, welcher die Auslastung der Produktion fast für das ganze Jahr absichert. Dennoch gehen wir von einer leicht reduzierten Umsatz- und Ertragsentwicklung für 2024 aus. Für das Jahr 2025 nehmen wir bereits an Ausschreibungen teil. Mit unseren langjährigen Lieferanten arbeiten wir weiterhin eng zusammen. Die Zusammenarbeit in Form von Abrufkontingenten hat sich bewährt. Die Erhöhung der Planungssicherheit ist sowohl für die STOOF International GmbH als auch für unsere Lieferanten von Vorteil. Die aktuelle Preisentwicklung in allen Bereichen zeigt, dass diese Geschäftspolitik einen Teil der starken Preissteigerungen abfedern kann. Lieferanten mit Qualitätsproblemen werden, sofern dies im Rahmen der Zertifizierung möglich ist, für eine Belieferung des Unternehmens gesperrt. Dies ist im Jahresverlauf 2023 für einen Lieferanten erfolgt. Die Planungen für das BHKW wurden noch nicht umgesetzt, hier wird die politische Entscheidung der Regierung für das Energiegesetz abgewartet. Diese Planungen werden nach einer Klarstellung der Anforderungen an die Unternehmen wieder aufgenommen und umgesetzt. Die Digitalisierung des Unternehmens, gefördert durch die ILB, wurde erfolgreich umgesetzt und in 2023 abgeschlossen. Nach der erfolgreichen Zertifizierung des LC 300 in allen Schutzklassen ist es erklärtes Ziel für 2024, dieses Fahrzeug innerhalb der Produktion zu optimieren und Prozesse zu verbessern. Weitere Entwicklungen sind in Planung, sodass wir als STOOF International GmbH unsere führende Position im Markt für zivile sondergeschützte Fahrzeuge halten und ausbauen können. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Brandenburger Hochschulen wurde ebenfalls in 2023 fortgeführt. Erstmals in 2023 hat die STOOF International GmbH an einem internationalen Programm für Austauschstudenten teilgenommen. Ziel ist es, das Unternehmen STOOF international noch bekannter zu machen, jungen Menschen die Möglichkeit eines Praktikums zu geben und den internationalen Austausch zu fördern. Ein Risiko für die Geschäftsentwicklung stellt die weiterhin steigende Preisentwicklung dar. Neue Investitionen werden bei Kreditbedarfen höher verzinst, was sich in entsprechenden Kostenpositionen niederschlägt. Aus diesem Grund prüft die Geschäftsführung regelmäßig die vereinbarten Leistungsindikatoren. Analysiert wird deren Entwicklung und gegebenenfalls werden Optimierungen geprüft und umgesetzt. Trotz aller Schwierigkeiten und nicht kalkulierbaren Einflussfaktoren in der wirtschaftlichen und internationalen Entwicklung geht die Geschäftsführung von einer stabilen Entwicklung in 2024 und folgende Jahre aus. Gemäß Planung gehen wir von folgender Entwicklung aus. Hierbei erfolgt die Planung unter größtmöglicher Vorsicht, unter Berücksichtigung der vorhandenen Unwägbarkeiten.
Weiterhin werden Vor - und Zwischenfinanzierungen unserer Aufträge durch unsere langjährigen Partner begleitet. Wir bedanken uns explizit für das uns entgegengebrachte Vertrauen. Dieser Dank gilt auch den neuen Bankpartnern, welche durch ihren Einstieg in unser Unternehmen die weitere Entwicklung unterstützen. Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung der Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft als positiv. IV. Chancen- und Risikobericht Die aktuelle weltpolitische Lage lässt weiterhin eine stabile Marktentwicklung für die STOOF International GmbH erwarten. Unsere überwiegende Fakturierung erfolgt in EURO. Für Währungsrisiken werden, sobald diese auftreten, geeignete Finanzinstrumente angewandt, um die Risiken zu minimieren. Größere Währungspositionen werden abgesichert. Den Bereich Haftpflicht und Sachschadenrisiken überträgt das Unternehmen an Dritte. Auch im Bereich der Absicherung arbeiten wir langjährig mit Partnern zusammen und pflegen eine sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit. Innere Strukturen unterliegen in regelmäßigen Abständen der internen Überprüfung. Weiterhin erfolgen unsere Anstrengungen im Bereich der Fachkräftegewinnung. Durch die sehr intensiven Aktivitäten der letzten Jahre ist es gelungen, die Anzahl der Auszubildenden signifikant zu erhöhen und neue Mitarbeiter zu gewinnen. Mittlerweile arbeiten Menschen aus acht Nationen im Unternehmen. Ziel unserer Vertriebsaktivitäten ist es, die Diversifizierung unseres Kundenportfolios weiter voranzutreiben. Dies ist uns in beginnend in 2023 durch die Gewinnung neuer Kunden in einem ersten Schritt gelungen. Durch den Aufbau von Mitarbeitern im Vertrieb geht die Geschäftsführung davon aus, dass dies auch in 2024 weiterhin erfolgreich gelingen wird. Weiterhin sehr schwer einschätzbar ist, welche Auswirkungen die geopolitischen Spannungen auf das Unternehmen haben werden. Zusätzlich zwingt die hohe Inflation die Mitarbeiter und Unternehmen dazu, sich mit weiteren Gehaltsanpassungen auseinanderzusetzen. Dies belastet die Kostenstruktur. Die Geschäftsführung versucht durch mögliche Diversifizierungen der Lieferantenstruktur, sowie effizienteren Produktionsmethoden und Einsparungen diesen Risiken entgegenzuwirken. Das vorhandene Know how und die sehr gute Marktposition des Unternehmens STOOF International GmbH bieten eine sehr gute Basis für die Nutzung der Marktchancen, welche sich aus den geopolitischen Spannungen ergeben. Ein bekanntes Risiko für unser Unternehmen sind die notwendigen Ausfuhrgenehmigungen für unsere Fahrzeuge und der damit verbundene Zeitaufwand. Leider hat sich an dieser Situation nichts verändert, eher sind die Bearbeitungszeiten in 2023 noch weiter ausgeweitet worden. Seit Mitte 2024 zeichnet sich bei den Genehmigungen eine leichte Verbesserung der Bearbeitungszeiten ab. Die Betrachtung der aktuellen Lage und aller neuen Regelungen im Bereich Ausfuhr ist ein wesentlicher Bestandteil der damit betrauten Mitarbeiter und der Geschäftsführung im Unternehmen, um Risiken frühzeitig zu erkennen. Hintergrund ist, dass deutsche Exporte in Krisengebieten weder konfliktverstärkend wirken dürfen noch zu internen Repressionen oder anderen schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen beitragen sollen. Die internationale Einbindung verpflichtet die Bundesrepublik Deutschland, die auswärtigen Beziehungen nicht durch kritische Exporte zu belasten. Diesem Anspruch werden wir bereits im Vorfeld durch die Auswahl unserer Kunden gerecht. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Die STOOF International GmbH verfolgt weiterhin eine konservative Risikopolitik. Es werden vorrangig Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten als Finanzinstrumente genutzt. Die Anlage in Wertpapieren spielt eine untergeordnete Rolle. Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken werden situativ genutzt. Das Unternehmen verfügt weiterhin über einen sehr langjährigen und guten Kundenstamm, es sind keine Ausfallrisiken erkennbar. Weiterhin stehen zur kurzfristigen Finanzierung ausreichend Kreditlinien der Hausbanken zur Verfügung.
Borkheide, den 19.07.2024 STOOF International GmbH Fred Stoof, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Stoof International GmbH für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften der § § 242 ff., 264 ff. HGB und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Stoof International GmbH mit Sitz in Borkheide ist beim Amtsgericht Potsdam unter der Nummer 18658 in das Handelsregister eingetragen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewendete Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB beibehalten. Grundsätzliche Änderungen gegenüber dem Vorjahr in der Ausübung von Bewertungswahlrechten sind nicht zu verzeichnen. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft und hat von den Erleichterungen des § 288 HGB teilweise Gebrauch gemacht. II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden Anlagevermögen Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von zwei bis drei Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden die EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter € 250; diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und linear vorgenommen. Die Nutzungsdauern weichen nicht von den steuerlichen Abschreibungstabellen ab. Selbständig nutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert von bis zu 800 Euro wurden als geringwertig im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Umlaufvermögen Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt. Eine entsprechende Einzelaufstellung (Debitorenliste) liegt vor. Pauschalwertberichtigungen erfolgten in Höhe von 0,5 % des Nettoforderungsbestandes unter Berücksichtigung der vorgenommenen Einzelwertberichtigung i.H.v. 6 TEuro. Der Kassenbestand und die Guthaben bei den Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währungen lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst alle Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital wird in Höhe des im Handelsregister eingetragenen Stammkapitals ausgewiesen. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten wurden generell mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. III. Erläuterungen zu Bilanzposten Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind dem folgenden Anlagenspiegel zu entnehmen.
Vorräte Die Vorräte i.H.v. 13.474 TEuro (Vorjahr 13.046 TEuro) enthalten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe i.H.v.2.801 TEuro (Vorjahr 572 TEuro), unfertige Erzeugnisse/Leistungen i.H.v. 3.223 TEuro (Vorjahr 2.796 TEuro) und fertige Erzeugnisse 7.329 TEuro (Vorjahr 9.287 TEuro) sowie geleistete Anzahlungen i.H.v. 121 TEuro (Vorjahr 391 TEuro). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung bis auf einen Restbetrag von 1.159 TEuro beglichen. Die sonstigen Vermögensgegenstände 892 TEuro (Vorjahr 548 TEuro) beinhalten mit 671 TEuro (Vorjahr 239 TEuro) Forderungen gegenüber dem Finanzamt, die zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung weitestgehend ausgeglichen waren. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt, wie auch im Vorjahr, 25.000,00 Euro. Die Kapitalrücklage wurde durch die Verschmelzung 2020 um 70 TEuro auf 95 TEuro erhöht. Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:
Die Bilanz wurde unter der Prämisse aufgestellt, dass keine Gewinnausschüttung für das Jahr 2023 erfolgt und der Jahresüberschuss mit den vorhandenen Gewinnvorträgen verrechnet und auf neue Rechnung vorgetragen wird. sonstige Berichtsbestandteile
Stoof International GmbH, vertr. d. d. GF der GmbH: gez. Ira Bartels gez. Peter Kühne gez. Fred Stoof Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 23.07.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Stoof International GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Stoof International GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stoof International GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Potsdam, 23. Juli 2024 Dr.
Knabe GmbH
Prof. Dr. Stephan Knabe, Wirtschaftsprüfer Sabine Paul, Wirtschaftsprüferin |
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