Speditionen
KBS Infra GmbHLiquidiert
Robert-Koch-Straße 30, 55129 Mainz, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Elisabeth Petra Maria van Kerkom seit 30.3.2021 | Geschäftsführer |
Johannes Hendrik Valk seit 30.3.2021 | Geschäftsführer |
Peter Bernard Marcel Boels seit 30.3.2021 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KBS Infra GmbHMainzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 und LagebrichtBESTÄTIGUNGSVERMERKKBS Infra GmbH, MainzBilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019
Anhang zum 31.12.2019 I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die KBS Infra GmbH hat ihren Sitz in Mainz, Robert-Koch-Str. 30 und ist eingetragen beim Handelsregister des Amtsgerichts Mainz unter der Nummer HRB 8568. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des JA Der Jahresabschluss zum 31.12.2019 der KBS Infra GmbH wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des HGB in der aktuellen in Übereinstimmung mit den gesellschaftsvertraglichen Regelungen aufgestellt. Für die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB angewandt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 - 4 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. Die ausgewiesenen Vorjahresangaben beziehen sich auf das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Mai 2018 bis zum 31. Dezember 2018. Somit ist die Vergleichbarkeit zu den Angaben für das vorliegende Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019 eingeschränkt. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beachtet. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Die Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte wurden in Kontinuität zum Vorjahr beibehalten. Die Bilanzierung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen ohne Einbeziehung der Zinsen für Fremdkapital. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 HGB). Bei den entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung linear. Die beweglichen Anlagegüter werden linear und degressiv abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800 wurden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Bauzäune die im Anlagevermögen geführt werden, werden jeweils nach der Gruppenbewertung bewertet, § 240 Abs. 4 HGB. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten (§ 253 Abs. 1 HGB), soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war (§ 253 Abs. 3 HGB). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum Niederstwertprinzip (§ 253 HGB). Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB). Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Das gezeichnete Kapital und die Gewinnrücklagen wurden zum Nennwert angesetzt. Für das Geschäftsjahr wurden keine Rückstellungen für nicht veranlagte Steuern gebildet, da ab dem letzten Geschäftsjahr steuerliche Organschaften bestehen. Für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten wurden Rückstellungen gebildet. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses erkannten Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). IV. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im beiliegenden Anlagenspiegel dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres. Unter den Sachanlagen sind Containeranlagen für Flüchtlingsunterkünfte und ein Rechenzentrum für einen vorübergehenden Nutzungszweck auf fremden Grundstücken aktiviert. Die Abschreibung erfolgt nach § 7 Abs. 4 Satz 2 EStG über die tatsächliche Nutzungsdauer von 5 Jahren. Es verbleibt nach der Nutzungsdauer ein Restwert für die einzelnen noch zu verwendenden Container. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von EUR 21.982.758,85 (i. Vj. EUR 14.816.821,92) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In Höhe von EUR 56.072,49 (i. Vj. EUR 89.046,66) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Es bestehen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 74.811,56 (i. Vj. EUR 0,00) und es bestehen Forderungen in Höhe von EUR 445.173,71 (i. Vj. EUR 245.327,52) gegen verbundene Unternehmen. Diese resultieren in Höhe von EUR 89.046,69 (i. Vj. EUR 122.020,89) aus Darlehen, in Höhe von EUR 193.129,52 aus Gewinnansprüchen der KBS Tochtergesellschaften und einer ARGE aus 2019 und Vorjahren sowie in Höhe von EUR 162.997,50 (i. Vj. EUR 123.306,63) aus Lieferungen und Leistungen und aus dem laufenden Verrechnungsverkehr.
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (§ 268 V 1 HGB, § 285 Nr. 1 und Nr. 2 HGB) ergeben sich wie folgt:
Zum 31.12.2019 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB):
Darüber hinaus bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen. V. Angaben zu Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Die Abschreibung der Bauten auf fremden Grundstücken wurde gem. § 7 Abs. 4 Satz 2 EStG über die tatsächliche Nutzungsdauer von 5 Jahren unter Anrechnung des verbleibenden Restwertes zum Schluss der Nutzung angenommen. Es handelt sich hierbei um Container-Häuser, die nur zum vorübergehenden Verbleib errichtet wurden. VI. Sonstige Pflichtangaben Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die Cramo AG, Feldkirchen, die in den Konzernabschluss der Cramo Plc. Vanta / Finnland einbezogen wird. Diese hat den Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen aufzustellen. Sie ist an der finnischen Börse notiert und veröffentlicht auf der Homepage unter www.cramo.com ihren IFRS-Konzernabschluss. Dieser wird zusätzlich in deutscher Sprache in Deutschland offengelegt. Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 140 Arbeitnehmer, 97 Angestellte- und 43 gewerbliche Arbeitnehmer beschäftigt. Die Auszubildenden wurden nicht berücksichtigt (§ 285 Nr. 7 HGB). Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch: Oliver Karrie, Dipl.-Ing., Wackernheim (bis zum 28. Februar 2019), Stefan Diegisser, Dipl-Ing., Geschäftsführung operativ Bereich Mitte und Süd, Mainz, und Frederik Illing, Geschäftsführung operativ Bereich Nord und Kaufmännische Verwaltung, Ober-Olm. Die Schutzklausel gem.§ 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen. Anteilsbesitz
Die Gesellschaften haben Ihren Sitz alle in Mainz. Ergebnisabführungsvertrag: Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Cramo AG, Feldkirchen. Entsprechend dem abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag wurde die Ergebnisabführung in Höhe von EUR 4.460.682,32 ausgewiesen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag: Im Februar 2020 wurde bekannt, dass Boels Rental die Cramo Gruppe übernommen hat. Auf Grund der Entwicklungen durch das neuartige Corona-Virus bis zum 13.03.2020 sehen wir für die KBS Infra GmbH keinen Anlass unsere Prognosen für das Wirtschaftsjahr 2020 zu senken. Die Gesellschaft hat ein hohes vertraglich fixiertes Auftragsvolumen und eine Vielzahl der Projekte sind wichtige Projekte, die auch im Falle einer allgemeinen wirtschaftlichen Abschwächung durchgeführt werden würden. Hier würden wir aktuell maximal von geringfügigen Verschiebungen ausgehen und nicht vom Wegfall dieser Projekte. Weiter haben sich keine Vorgänge, die nach dem Bilanzstichtag, von besonderer Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage und von wesentlicher Bedeutung für die Lage der KBS Infra GmbH sind, ereignet.
Mainz, im März 2020 -Geschäftsführung- Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019
Lagebericht 31. Dezember 2019KBS Infra GmbH BaulogistikInhaltsverzeichnis
1. Grundlage des UnternehmensDie KBS Infra GmbH ist ein deutschlandweit agierender Komplettanbieter für Baulogistik, Baustelleneinrichtung, Baustelleninfrastruktur sowie Containervermietung. Unser Spektrum reicht dabei vom allgemeinen Logistikkonzept bis zum detaillierten Ausführungsplan für Baustelleneinrichtung und Infrastruktur inklusive jeglicher Dienstleistungen und Ausrüstung, wie Absicherung, Container, Baustrom, Wasserversorgung, Baubeheizung und Kranbetrieb. Mit unserer Modulraumsparte stellen wir darüber hinaus temporäre Lösungen für Büro- und Wohnunterkünfte sowie Schulen und Kindergärten. Wir stehen hauptsächlich im Wettbewerb mit Tochterunternehmen von Bau- und Vermietungskonzernen. Aufgrund unserer mittelständischen Struktur können wir schnell auf veränderte Marktsituationen reagieren. Durch unsere breite Angebotspalette aus Dienstleistungen und Ausrüstung, können wir zentrale Baustelleneinrichtungen und Baulogistik aus einer Hand anbieten. 2. Wirtschaftsberichta.) Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Nachfrage nach baulogistischen Dienstleistungen und zentral betriebenen Baustelleneinrichtungen ist nach wie vor hoch. Grund dafür ist die aktuelle Hochphase im Bausektor. Eine Abschwächung in absehbarer Zeit ist für uns aktuell nicht zu erkennen. Die Bereitstellung von Containeranlagen wird u.a. durch die staatlichen Förderprogramme bezüglich der Bereitstellung von KiTa-Tagesplätzen und dem Schulsanierungsprogramm stark nachgefragt. Die gute Markt- und Wettbewerbsstellung der Gesellschaft zeigt sich darin, dass wir etliche namhafte deutsche Industrieunternehmen zu unseren Stammkunden zählen können. Im Berichtszeitraum durften wir insbesondere in der Automobil- und Automobilzulieferindustrie, sowie im öffentlichen Bereich, Projekte für unsere Kunden umsetzen. b. Geschäftsverlauf Erhebliche Investitionen in das Anlagevermögen der Gesellschaft in den letzten zwei Jahren, haben zu einem deutlichen Umsatzwachstum im abgelaufenen Geschäftsjahr geführt. Im Berichtszeitraum ist es uns gelungen, die Leistung auf rd. 46,7 Mio. EUR zu steigern, was einem Zuwachs von rd. 26,2% im Vergleich zum Gesamtjahr 2018 entspricht (37,0 Mio. EUR Umsatz). Die Erwartungen an den Umsatz des letzten Lageberichtes wurden somit deutlich übertroffen. Dieses war zum einen darin begründet, dass innerhalb laufender Projekte mehr Leistung abgerufen wurde als vorgesehen sowie darin, dass insgesamt eine sehr hohe Nachfrage nach unseren Dienstleistungen bestand. Zur nachhaltigen Steigerung der Profitabilität wurde im zweiten Halbjahr 2019 der Geschäftszweig Endkunden geschlossen, da hier keine Möglichkeit gesehen wurde, dass die KBS Infra GmbH diesen Sektor in absehbarer Zeit profitabel weiterentwickelt. In 2019 wurden mit dem Bereich rd. 1,7 Mio. EUR Umsatz gemacht. Durch die Einstellung des sehr arbeitsintensiven Geschäftsfeldes erwarten wir an verschiedenen Stellen im Unternehmen eine Entlastung unserer Organisation, was sich positiv auf die verbleibenden Geschäftsfelder auswirken wird. Die KBS Infra GmbH konnte auch im Berichtszeitraum weiterhin ausreichend Aufträge akquirieren, so dass für das kommende Geschäftsjahr eine solide Basis geschaffen wurde. Die hohe Nachfrage im Markt lässt eine selektive Angebotsabgabe zu. c. Lage Die Lage des Unternehmens ist geprägt vom stark wachsenden operativen Geschäft. I. Ertragslage Der Umsatz liegt im Berichtszeitraum bei rd. 46,7 Mio. EUR. Im Ganzjahresvergleich gegenüber 2018, konnte der Umsatz von rd. 37 Mio. EUR um rd. 9,7 Mio. EUR gesteigert werden, was einem Zuwachs von 26% entspricht. Die Auftragslage ist nach wie vor gut. Wesentliche Kosten liegen im Bereich Nachunternehmer und Material. Im Berichtszeitraum wurden hierfür 50% vom Umsatz aufgewendet, was der Quote aus dem Vorjahr entspricht. Fremdleistungen der Tochterunternehmen KBS Baustrom (1,3 Mio. EUR) sowie KBS Montage (2,0 Mio. EUR) bilden hierbei relevante Posten. Ferner bilden Nachunternehmerleistungen Dritter im Bereich der Containermontage (2,0 Mio. EUR), Transporte (1,5 Mio. EUR) sowie Reinigung (1,4 Mio. EUR) relevante Positionen. Zur Sicherstellung guter Einkaufskonditionen schreibt der Einkauf nachgefragte Dienstleistungen und Materialien regelmäßig aus und vergleicht laufend die Preise im Markt. Aufgrund des Gewinnabführungsvertrages mit der Cramo AG beläuft sich der Jahresüberschuss auf 0 EUR. Der abgeführte Gewinn liegt bei rd. 4,5 Mio. EUR, was ca. 9,6% vom Umsatz entspricht. II. Finanzlage
Unsere Finanzlage ist stabil. Sowohl der Investitionsrahmen als auch die Betriebsmittellinien sind ausreichend bemessen. Die negativen Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit (TEUR -619), welche insbesondere durch den Aufbau von Forderungen entstanden sind, und der Investitionstätigkeit (TEUR -10.686) konnten durch Mittelzuflüsse aus der Finanzierungstätigkeit (TEUR 11.460) vollständig kompensiert werden, so dass sich die liquiden Mittel im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 156 erhöht haben. Durch die Zugehörigkeit zum Cramo-Konzern und der damit verbundenen erleichterten Finanzierungsmöglichkeiten ist die Finanzierungslage als gut zu bezeichnen. Mehrere Kredite wurden bei Geschäftsbanken abgelöst und durch Darlehen seitens Cramo PLC ersetzt. Insgesamt bestand zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 ein Finanzierungsrahmen von Cramo PLC für die KBS Infra in Höhe von 37,25 Mio. EUR. Der Finanzierungsrahmen wurde zum Bilanzstichtag in Höhe von 35,55 Mio. EUR ausgenutzt. Von dem Finanzierungsrahmen sind 4,0 Mio. EUR im Dezember 2020, 23,25 Mio. EUR im Dezember 2022 und 10,0 Mio. EUR im Dezember 2023 zur Rückzahlung fällig. Gegenüber der Cramo AG bestehen 4,46 Mio. EUR Verbindlichkeiten aus dem Gewinnabführungsvertrag. Unsere Kunden sind größtenteils namenhafte Industrieunternehmen und staatliche Auftraggeber. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Im Berichtszeitraum wurden Investitionen in Höhe von rd. 12,1 Mio. EUR getätigt. Im Fokus standen hierbei Investitionen in unsere Containerflotte mit Ausgaben von rd. 8,3 Mio. EUR. Nächstgrößere Positionen waren sonstige Baustellenausrüstung, wie beispielsweise Bauaufzüge, mit rd. 1,0 Mio. EUR sowie Kabel / Leitungen mit rd. 0,9 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten wurden fristgerecht gezahlt und mögliche Skontopotentiale realisiert. Unser Risikomanagement beobachtet die finanzwirtschaftliche Entwicklung und vermeidet finanzielle Risiken jeglicher Art. Durch frühzeitige Planung werden die Fremdkapitalgeber miteingebunden und entsprechende Finanzzusagen vereinbart. III. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist im Berichtszeitraum um rd. 12,1 Mio. EUR (+26%) von 46,6 Mio. EUR auf 58,7 Mio. EUR angestiegen. Dieses zeigt sich im Sachanlagevermögen, welches sich um 4,1 Mio. EUR erhöht hat, hier insbesondere durch Investitionen in die Containerflotte. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum vorherigen Bilanzstichtag um rd. 6,7 Mio. EUR erhöht. Ursächlich hierfür sind u.a. die höheren Umsätze im Vergleich zum Vorjahr. Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist weiterhin gut. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2019 beträgt rd. 13,3%. Die Quote ist, bedingt durch den abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag und der damit einhergehenden Gewinnabführung an unsere Gesellschafterin, um 3,5 Prozentpunkte gesunken. Die Rückstellungen für ausstehende Leistungen sind um rd. 0,4 Mio. EUR gesunken. Dieses begründet sich hauptsächlich damit, dass die Lieferanten um frühzeitige Rechnungsstellung im Dezember gebeten wurden, so dass zum Buchungsstopp bereits mehr bezogene Leistungen kreditorisch erfasst werden konnten und gezahlt werden konnten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bewegen sich rd. 2,6 Mio. EUR in etwa auf dem Vorjahresniveau. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten um rd. 2,1 Mio. EUR verringert werden im Vergleich zum Stichtag 31.12.2018. Grundliegend hierfür ist die Entscheidung, dass alle laufenden Finanzierungen seitens Cramo PLC gestellt werden und somit bestehende Finanzierungsverpflichtungen laufend getilgt werden, jedoch keine neuen Beträge hinzukommen. 3. PrognoseberichtNach dem deutlichen Umsatzwachstum im Jahr 2019 sieht der Plan für 2020 einen Umsatzrückgang auf rd. 42 Mio. EUR vor. Dieses soll dem Unternehmen die Möglichkeit geben, sich auf besonders profitable Aufträge zu fokussieren und somit die Marge zu stärken. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Baubranche lassen uns davon ausgehen, dass der Gewinn im Jahresvergleich leicht gesteigert werden kann. 4. Risiko- und Chancenberichta.) Branchenspezifische Risiken Die Darstellung der Risiken erfolgt in absteigender Reihenfolge. Im Bereich zentrale Baustellenausrüstung besteht eine direkte Abhängigkeit zur Bautätigkeit. Durch die Verschiebung der Anlagegelder in Immobilien, befinden wir uns in einer Hochphase. Sollten sich die Finanzmärkte neu orientieren oder wiederholt in Turbulenzen geraten, wird sich die konjunkturelle Lage verschlechtern, was direkten Einfluss auf Umsatz und Ergebnis haben wird. Insbesondere Industriekunden könnten bei einer erheblichen Verschlechterung der Konjunktur Investitionen aufschieben. Im öffentlichen Bereich ist durch langfristige Investitionsprogramme auf absehbare Zeit kein Rückgang zu erwarten, allerdings könnte ein höherer Preisdruck im Ausschreibungsgeschäft entstehen, wenn aus dem privaten Sektor Ressourcen frei werden. Ein weiteres Risiko besteht in der Personalgewinnung, da der Fachkräftemangel sowohl im operativen als auch im Bereich der Verwaltung spürbar ist. Um in dem Wettbewerb um gute Mitarbeiter zu bestehen, wurden diverse Maßnahmen ergriffen, um uns im Markt als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. So wurde beispielsweise ein Vertrag mit einem Dienstleiter abgeschlossen, der es unseren Mitarbeitern ermöglicht zu sehr attraktiven Konditionen in diversen Sport- und Freizeiteinrichtungen aktiv zu werden sowie eine interne Mitarbeiterzeitung eingeführt. Gleichzeitig ist der Einkauf laufend damit betraut das Nachunternehmernetzwerk auszubauen und zu optimieren. Zusammenfassend halten wir die Risiken, insbesondere durch die bereits getroffenen Maßnahmen, für beherrschbar und überschaubar. Im Rahmen eines umfangreichen monatlichen Reportings, werden die Risiken monatlich überwacht und bewertet. Insbesondere der Auftragseingang und die Submissionsergebnisse liefern ein gutes Bild der künftigen Marktentwicklung. b. Chancenbericht Wir sehen sowohl die zentrale Baustellenausrüstung als auch die Containervermietung in einem kontinuierlichen Wachstumsfeld. Unsere hohe technische Qualifikation unterscheidet uns von Mitbewerbern und verschafft uns einen Wettbewerbsvorteil. Hier ist insbesondere der direkte Zugriff auf die Mitarbeiter der KBS Baustrom GmbH & Co. KG sowie der KBS Montage GmbH und Co. KG zu nennen, was uns unabhängiger von Nachunternehmern im Bereich Baustrom und Montage macht. Die hohe Anzahl an Submissionen lässt eine selektive Angebotsabgabe zu. Hieraus ergibt sich die Möglichkeit, sich auf Angebote zu fokussieren, bei denen wir als Unternehmen unsere Stärken gezielt einsetzten können und unsere bestehende Flotte sinnvoll zum Einsatz bringen können. c. Gesamtaussage Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens schätzen wir als stabil ein. Sowohl die Umsatz- als auch die Ergebnisentwicklung ist erfreulich. Die Chancen überwiegen aktuell deutlich den Risiken. Zusammenfassend sehen wir uns trotz zunehmendem Wettbewerb gut aufgestellt, um zukünftig technische und wirtschaftlich attraktive Lösungen für unsere Kunden auszuarbeiten. Hierbei ist auch die strategische Zusammenarbeit mit dem Cramo-Konzern hilfreich. In einem nachverdichtetem Bauumfeld mit komplexen Bauaufgaben werden unsere Leistungen zunehmend öfter nachgefragt. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, sind nicht erkennbar. Der bisherige Verlauf des Geschäftsjahres 2020 bestärkt uns in diesen Einschätzungen. Im Februar 2020 wurde bekannt, dass Boels Rental die Cramo Gruppe übernommen hat. Auf Grund der hohen Präsenz von Boels Rental in Deutschland gehen wir davon aus, dass sich hieraus für die KBS Chancen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ergeben werden. Nach ersten Gesprächen mit Boels Rental gehen wir davon aus, dass der eingeschlagene Weg weiter fortgesetzt wird. Auf Grund der Entwicklungen durch das neuartige Corona-Virus bis zum 13.03.2020 sehen wir für die KBS Infra GmbH keinen Anlass unsere Prognosen für das Wirtschaftsjahr 2020 zu senken. Die Gesellschaft hat ein hohes vertraglich fixiertes Auftragsvolumen und eine Vielzahl der Projekte sind wichtige Projekte, die auch im Falle einer allgemeinen wirtschaftlichen Abschwächung durchgeführt werden würden. Hier würden wir aktuell maximal von geringfügigen Verschiebungen ausgehen und nicht vom Wegfall dieser Projekte. 5. ZweigniederlassungenZweigniederlassungen werden nicht unterhalten. Wir arbeiten mit Regionalbüros in Wolfsburg, München, Dortmund und Hamburg um bundesweit schnell und flexibel zu agieren und eine Expansion unseres Leistungsspektrums auf dem Markt zu erzielen.
Mainz, im März 2020 gez. die Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des unabhängigen WirtschaftsprüfersAn die KBS Infra GmbH, Mainz Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der KBS Infra GmbH, Mainz - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KBS Infra GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 31. März 2020 KPMG
AG
Signiert von Christian Duschl am 01.04.2020 Duschl
Signiert von Sebastian Kaiser am 01.04.2020 Kaiser
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