Stammdaten

Register
Amtsgericht Mainz HRB 8568
Vorher
Karrié Bau-Service GmbHKBS Karrié Bau-Service GmbH
Eingetragen
17.5.2004
Branche
Rohrleitungstiefbau, Brunnenbau und KläranlagenbauSpezialisierte Bautätigkeiten im TiefbauVermietung von Baumaschinen und -geräten
Gegenstand
Die Durchführung aller Hochbau- und Tiefbauarbeiten sowie die Erstellung schlüsselfertiger Bauvorhaben, der Ankauf, Verkauf und die Vermietung von Baumaschinen, Baugeräten und Baustelleneinrichtungsgegenständen sowie das Erbringen von sonstigen Dienstleistungen im Zusammenhang mit Baustelleneinrichtungen, Baumaschinen und Baugeräten, insbesondere die Durchführung von Montage-, Instandhaltungs- und Reinigungsarbeiten.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Johannes Hendrik Valk
seit 30.3.2021
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

KBS Infra GmbH

Mainz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 und Lagebricht

BESTÄTIGUNGSVERMERK

KBS Infra GmbH, Mainz

Bilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   36.404,00   83.379,00
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.125.370,00   4.514.469,00  
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.941.345,40 34.066.715,40 25.472.202,04 29.986.671,04
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 265.476,00   265.476,00  
2. Genossenschaftsanteile 1.100,00 266.576,00 1.100,00 266.576,00
    34.369.695,40   30.336.626,04
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.264.771,50   883.835,96  
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 341.150,64   0,00  
3. Geleistete Anzahlungen 182.582,50 1.788.504,64 62.012,10 945.848,06
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.624.400,82   13.974.021,37  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 519.985,27   245.327,52  
3. Sonstige Vermögensgegenstände 894.445,25 22.038.831,34 686.519,70 14.905.868,59
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   497.679,00   341.973,47
    24.325.014,98   16.193.690,12
C. Rechnungsabgrenzungsposten   31.500,55   60.176,40
    58.726.210,93   46.590.492,56

Passiva

       
    31.12.2019   31.12.2018
    EUR   EUR
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital   25.000,00   25.000,00
II. Gewinnrücklagen        
Andere Gewinnrücklagen   2.122.503,54   2.122.503,54
III. Gewinnvortrag   5.687.436,07   5.687.436,07
IV. Jahresüberschuss   0,00   0,00
    7.834.939,61   7.834.939,61
B. Rückstellungen        
1. Steuerrückstellungen   0,00   40.740,00
2. Sonstige Rückstellungen   1.327.092,04   1.730.695,68
    1.327.092,04   1.771.435,68
C. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   5.176.972,95   7.321.846,52
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   2.532.299,60   2.777.629,71
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   40.245.639,19   25.509.845,73
4. Sonstige Verbindlichkeiten   1.609.267,54   1.374.795,31
- davon aus Steuern EUR 522.617,44 (i. Vj. EUR 761.893,15) -        
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 3.182,21 (i. Vj. EUR 3.194,62) -        
    49.564.179,28   36.984.117,27
    58.726.210,93   46.590.492,56

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

2019 1.5. - 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse   46.671.359,59   26.744.798,86
2. Verminderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen   0,00   -12.800,00
3. Sonstige betriebliche Erträge   2.164.360,98   685.721,31
4. Materialaufwand        
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -4.678.131,26   -2.761.125,09  
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -18.667.850,27 -23.345.981,53 -10.524.912,26 -13.286.037,35
5. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter -7.085.154,34   -3.507.647,21  
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.347.828,52 -8.432.982,86 -713.010,78 -4.220.657,99
- davon für Altersversorgung EUR 2.942,52 (i. Vj. EUR 1.161,68)-        
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -6.821.728,78   -3.588.982,69
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -5.062.286,56   -4.534.435,79
8. Erträge aus Beteiligungen   191.240,90   0,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   4.229,47   5.989,02
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -895.644,11   -521.980,77
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   0,00   0,49
12. Ergebnis nach Steuern   4.472.567,10   1.271.615,09
13. Sonstige Steuern   -11.884,78   1.283,87
14. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn   -4.460.682,32   -1.272.898,96
15. Jahresergebnis   0,00   0,00

Anhang zum 31.12.2019

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die KBS Infra GmbH hat ihren Sitz in Mainz, Robert-Koch-Str. 30 und ist eingetragen beim Handelsregister des Amtsgerichts Mainz unter der Nummer HRB 8568.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des JA

Der Jahresabschluss zum 31.12.2019 der KBS Infra GmbH wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des HGB in der aktuellen in Übereinstimmung mit den gesellschaftsvertraglichen Regelungen aufgestellt. Für die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB angewandt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 - 4 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Die ausgewiesenen Vorjahresangaben beziehen sich auf das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Mai 2018 bis zum 31. Dezember 2018. Somit ist die Vergleichbarkeit zu den Angaben für das vorliegende Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019 eingeschränkt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beachtet. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Die Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte wurden in Kontinuität zum Vorjahr beibehalten.

Die Bilanzierung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen ohne Einbeziehung der Zinsen für Fremdkapital. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 HGB). Bei den entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung linear. Die beweglichen Anlagegüter werden linear und degressiv abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800 wurden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Bauzäune die im Anlagevermögen geführt werden, werden jeweils nach der Gruppenbewertung bewertet, § 240 Abs. 4 HGB.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten (§ 253 Abs. 1 HGB), soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war (§ 253 Abs. 3 HGB).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum Niederstwertprinzip (§ 253 HGB). Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB).

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital und die Gewinnrücklagen wurden zum Nennwert angesetzt.

Für das Geschäftsjahr wurden keine Rückstellungen für nicht veranlagte Steuern gebildet, da ab dem letzten Geschäftsjahr steuerliche Organschaften bestehen. Für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten wurden Rückstellungen gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses erkannten Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB).

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB).

IV. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im beiliegenden Anlagenspiegel dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Unter den Sachanlagen sind Containeranlagen für Flüchtlingsunterkünfte und ein Rechenzentrum für einen vorübergehenden Nutzungszweck auf fremden Grundstücken aktiviert. Die Abschreibung erfolgt nach § 7 Abs. 4 Satz 2 EStG über die tatsächliche Nutzungsdauer von 5 Jahren. Es verbleibt nach der Nutzungsdauer ein Restwert für die einzelnen noch zu verwendenden Container.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von EUR 21.982.758,85 (i. Vj. EUR 14.816.821,92) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In Höhe von EUR 56.072,49 (i. Vj. EUR 89.046,66) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Es bestehen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 74.811,56 (i. Vj. EUR 0,00) und es bestehen Forderungen in Höhe von EUR 445.173,71 (i. Vj. EUR 245.327,52) gegen verbundene Unternehmen. Diese resultieren in Höhe von EUR 89.046,69 (i. Vj. EUR 122.020,89) aus Darlehen, in Höhe von EUR 193.129,52 aus Gewinnansprüchen der KBS Tochtergesellschaften und einer ARGE aus 2019 und Vorjahren sowie in Höhe von EUR 162.997,50 (i. Vj. EUR 123.306,63) aus Lieferungen und Leistungen und aus dem laufenden Verrechnungsverkehr.

EUR
Die sonstigen Rückstellungen betragen 1.327.092
davon entfallen auf:  
Personalkosten 532.214
Sonstige Rückstellungen 125.097
ausstehende Rechnungen 593.779
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 76.000

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (§ 268 V 1 HGB, § 285 Nr. 1 und Nr. 2 HGB) ergeben sich wie folgt:

Restlaufzeit Summe davon gesichert Art und Form der Sicherheit
bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Verbindlichkeiten EUR EUR EUR EUR TEUR  
gegenüber Kreditinstituten 3.498.777 1.678.195   5.176.972   Grundpfandrechte
          5.176.972 Sicherungs-
übereignung
            Bürgschaften
(i. Vj.) (3.469.669) (3.852.178)   (7.321.847) (7.321.847)  
aus Lieferungen und Leistungen 2.532.300 0 0 2.532.300 0  
(i. Vj.) (2.777.630)     (2.777.630)    
aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen 8.695.639 31.550.000 0 40.245.639 0  
(i. Vj.) (2.259.846) (23.250.000)   (25.509.846)    
Sonstige 1.609.268 0 0 1.609.268 0  
(i. Vj.) (1.374.795)     (1.374.795)    
Summe 16.335.984 33.228.195 0 49.564.179 5.176.972  
(i. Vj.) (9.881.940) (27.102.178)   (36.984.118) (7.321.847)  

Zum 31.12.2019 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB):

EUR
Mietverträge Immobilen 2.732.166
Leasing Mobilien 1.029.466

Darüber hinaus bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

V. Angaben zu Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Die Abschreibung der Bauten auf fremden Grundstücken wurde gem. § 7 Abs. 4 Satz 2 EStG über die tatsächliche Nutzungsdauer von 5 Jahren unter Anrechnung des verbleibenden Restwertes zum Schluss der Nutzung angenommen. Es handelt sich hierbei um Container-Häuser, die nur zum vorübergehenden Verbleib errichtet wurden.

VI. Sonstige Pflichtangaben

Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die Cramo AG, Feldkirchen, die in den Konzernabschluss der Cramo Plc. Vanta / Finnland einbezogen wird. Diese hat den Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen aufzustellen. Sie ist an der finnischen Börse notiert und veröffentlicht auf der Homepage unter www.cramo.com ihren IFRS-Konzernabschluss. Dieser wird zusätzlich in deutscher Sprache in Deutschland offengelegt.

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 140 Arbeitnehmer, 97 Angestellte- und 43 gewerbliche Arbeitnehmer beschäftigt. Die Auszubildenden wurden nicht berücksichtigt (§ 285 Nr. 7 HGB).

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch: Oliver Karrie, Dipl.-Ing., Wackernheim (bis zum 28. Februar 2019), Stefan Diegisser, Dipl-Ing., Geschäftsführung operativ Bereich Mitte und Süd, Mainz, und Frederik Illing, Geschäftsführung operativ Bereich Nord und Kaufmännische Verwaltung, Ober-Olm.

Die Schutzklausel gem.§ 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen.

Anteilsbesitz

Beteiligung Anteilsbesitz in % Eigenkapital Jahresergebnis 31.12.2019
EUR EUR
KBS Baustrom GmbH & Co. KG 100% 226.029 162.507
KBS Montage GmbH & Co. KG 100% 64.423 28.733
KBS Verwaltungs- GmbH 100% 34.076 1.055

Die Gesellschaften haben Ihren Sitz alle in Mainz.

Ergebnisabführungsvertrag:

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Cramo AG, Feldkirchen. Entsprechend dem abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag wurde die Ergebnisabführung in Höhe von EUR 4.460.682,32 ausgewiesen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag:

Im Februar 2020 wurde bekannt, dass Boels Rental die Cramo Gruppe übernommen hat.

Auf Grund der Entwicklungen durch das neuartige Corona-Virus bis zum 13.03.2020 sehen wir für die KBS Infra GmbH keinen Anlass unsere Prognosen für das Wirtschaftsjahr 2020 zu senken. Die Gesellschaft hat ein hohes vertraglich fixiertes Auftragsvolumen und eine Vielzahl der Projekte sind wichtige Projekte, die auch im Falle einer allgemeinen wirtschaftlichen Abschwächung durchgeführt werden würden. Hier würden wir aktuell maximal von geringfügigen Verschiebungen ausgehen und nicht vom Wegfall dieser Projekte.

Weiter haben sich keine Vorgänge, die nach dem Bilanzstichtag, von besonderer Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage und von wesentlicher Bedeutung für die Lage der KBS Infra GmbH sind, ereignet.

 

Mainz, im März 2020

-Geschäftsführung-

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2019 Zugänge Abgänge 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 384.924,10 16.853,39 0,00 401.777,49
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.263.553,67 623,70 0,00 8.264.177,37
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 40.606.669,62 12.054.701,53 3.446.105,31 49.215.265,84
  48.870.223,29 12.055.325,23 3.446.105,31 57.479.443,21
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 265.476,00 0,00 0,00 265.476,00
2. Genossenschaftsanteile 1.100,00 0,00 0,00 1.100,00
  266.576,00 0,00 0,00 266.576,00
  49.521.723,39 12.072.178,62 3.446.105,31 58.147.796,70
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2019 Zugänge Abgänge 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 301.545,10 63.828,39 0,00 365.373,49
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.749.084,67 1.389.722,70 0,00 5.138.807,37
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.134.467,58 5.368.177,69 2.228.724,83 18.273.920,44
  18.883.552,25 6.757.900,39 2.228.724,83 23.412.727,81
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  19.185.097,35 6.821.728,78 2.228.724,83 23.778.101,30
Buchwerte
31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36.404,00 83.379,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.125.370,00 4.514.469,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.941.345,40 25.472.202,04
  34.066.715,40 29.986.671,04
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 265.476,00 265.476,00
2. Genossenschaftsanteile 1.100,00 1.100,00
  266.576,00 266.576,00
  34.369.695,40 30.336.626,04

Lagebericht 31. Dezember 2019

KBS Infra GmbH Baulogistik

Inhaltsverzeichnis

1. Grundlage des Unternehmens
2. Wirtschaftsbericht
  a.) Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen
  b.) Geschäftsverlauf
  c.) Lage
  I. Ertragslage
  II. Finanzlage
  III. Vermögenslage
3. Prognosebericht
4. Risiko- und Chancenbericht
  a.) Branchenspezifische Risiken
  b.) Chancenbericht
  c.) Gesamtaussage
5. Zweigniederlassungen

1. Grundlage des Unternehmens

Die KBS Infra GmbH ist ein deutschlandweit agierender Komplettanbieter für Baulogistik, Baustelleneinrichtung, Baustelleninfrastruktur sowie Containervermietung. Unser Spektrum reicht dabei vom allgemeinen Logistikkonzept bis zum detaillierten Ausführungsplan für Baustelleneinrichtung und Infrastruktur inklusive jeglicher Dienstleistungen und Ausrüstung, wie Absicherung, Container, Baustrom, Wasserversorgung, Baubeheizung und Kranbetrieb. Mit unserer Modulraumsparte stellen wir darüber hinaus temporäre Lösungen für Büro- und Wohnunterkünfte sowie Schulen und Kindergärten.

Wir stehen hauptsächlich im Wettbewerb mit Tochterunternehmen von Bau- und Vermietungskonzernen. Aufgrund unserer mittelständischen Struktur können wir schnell auf veränderte Marktsituationen reagieren.

Durch unsere breite Angebotspalette aus Dienstleistungen und Ausrüstung, können wir zentrale Baustelleneinrichtungen und Baulogistik aus einer Hand anbieten.

2. Wirtschaftsbericht

a.) Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Nachfrage nach baulogistischen Dienstleistungen und zentral betriebenen Baustelleneinrichtungen ist nach wie vor hoch. Grund dafür ist die aktuelle Hochphase im Bausektor. Eine Abschwächung in absehbarer Zeit ist für uns aktuell nicht zu erkennen.

Die Bereitstellung von Containeranlagen wird u.a. durch die staatlichen Förderprogramme bezüglich der Bereitstellung von KiTa-Tagesplätzen und dem Schulsanierungsprogramm stark nachgefragt.

Die gute Markt- und Wettbewerbsstellung der Gesellschaft zeigt sich darin, dass wir etliche namhafte deutsche Industrieunternehmen zu unseren Stammkunden zählen können.

Im Berichtszeitraum durften wir insbesondere in der Automobil- und Automobilzulieferindustrie, sowie im öffentlichen Bereich, Projekte für unsere Kunden umsetzen.

b. Geschäftsverlauf

Erhebliche Investitionen in das Anlagevermögen der Gesellschaft in den letzten zwei Jahren, haben zu einem deutlichen Umsatzwachstum im abgelaufenen Geschäftsjahr geführt.

Im Berichtszeitraum ist es uns gelungen, die Leistung auf rd. 46,7 Mio. EUR zu steigern, was einem Zuwachs von rd. 26,2% im Vergleich zum Gesamtjahr 2018 entspricht (37,0 Mio. EUR Umsatz). Die Erwartungen an den Umsatz des letzten Lageberichtes wurden somit deutlich übertroffen. Dieses war zum einen darin begründet, dass innerhalb laufender Projekte mehr Leistung abgerufen wurde als vorgesehen sowie darin, dass insgesamt eine sehr hohe Nachfrage nach unseren Dienstleistungen bestand.

Zur nachhaltigen Steigerung der Profitabilität wurde im zweiten Halbjahr 2019 der Geschäftszweig Endkunden geschlossen, da hier keine Möglichkeit gesehen wurde, dass die KBS Infra GmbH diesen Sektor in absehbarer Zeit profitabel weiterentwickelt. In 2019 wurden mit dem Bereich rd. 1,7 Mio. EUR Umsatz gemacht. Durch die Einstellung des sehr arbeitsintensiven Geschäftsfeldes erwarten wir an verschiedenen Stellen im Unternehmen eine Entlastung unserer Organisation, was sich positiv auf die verbleibenden Geschäftsfelder auswirken wird.

Die KBS Infra GmbH konnte auch im Berichtszeitraum weiterhin ausreichend Aufträge akquirieren, so dass für das kommende Geschäftsjahr eine solide Basis geschaffen wurde. Die hohe Nachfrage im Markt lässt eine selektive Angebotsabgabe zu.

c. Lage

Die Lage des Unternehmens ist geprägt vom stark wachsenden operativen Geschäft.

I. Ertragslage

Der Umsatz liegt im Berichtszeitraum bei rd. 46,7 Mio. EUR. Im Ganzjahresvergleich gegenüber 2018, konnte der Umsatz von rd. 37 Mio. EUR um rd. 9,7 Mio. EUR gesteigert werden, was einem Zuwachs von 26% entspricht. Die Auftragslage ist nach wie vor gut.

Wesentliche Kosten liegen im Bereich Nachunternehmer und Material. Im Berichtszeitraum wurden hierfür 50% vom Umsatz aufgewendet, was der Quote aus dem Vorjahr entspricht. Fremdleistungen der Tochterunternehmen KBS Baustrom (1,3 Mio. EUR) sowie KBS Montage (2,0 Mio. EUR) bilden hierbei relevante Posten. Ferner bilden Nachunternehmerleistungen Dritter im Bereich der Containermontage (2,0 Mio. EUR), Transporte (1,5 Mio. EUR) sowie Reinigung (1,4 Mio. EUR) relevante Positionen. Zur Sicherstellung guter Einkaufskonditionen schreibt der Einkauf nachgefragte Dienstleistungen und Materialien regelmäßig aus und vergleicht laufend die Preise im Markt.

Aufgrund des Gewinnabführungsvertrages mit der Cramo AG beläuft sich der Jahresüberschuss auf 0 EUR. Der abgeführte Gewinn liegt bei rd. 4,5 Mio. EUR, was ca. 9,6% vom Umsatz entspricht.

II. Finanzlage

01.01.2019 - 31.12.2019
  TEUR
Jahresergebnis 0
Abschreibungen auf immaterielles Vermögen und Sachanlagen 6.822
Cashflow aus Veränderung von Vermögenswerten und Schulden 7.440
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -619
Cashflow aus Investitionstätigkeit -10.686
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 11.460
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 342
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 498

Unsere Finanzlage ist stabil. Sowohl der Investitionsrahmen als auch die Betriebsmittellinien sind ausreichend bemessen.

Die negativen Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit (TEUR -619), welche insbesondere durch den Aufbau von Forderungen entstanden sind, und der Investitionstätigkeit (TEUR -10.686) konnten durch Mittelzuflüsse aus der Finanzierungstätigkeit (TEUR 11.460) vollständig kompensiert werden, so dass sich die liquiden Mittel im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 156 erhöht haben.

Durch die Zugehörigkeit zum Cramo-Konzern und der damit verbundenen erleichterten Finanzierungsmöglichkeiten ist die Finanzierungslage als gut zu bezeichnen. Mehrere Kredite wurden bei Geschäftsbanken abgelöst und durch Darlehen seitens Cramo PLC ersetzt. Insgesamt bestand zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 ein Finanzierungsrahmen von Cramo PLC für die KBS Infra in Höhe von 37,25 Mio. EUR. Der Finanzierungsrahmen wurde zum Bilanzstichtag in Höhe von 35,55 Mio. EUR ausgenutzt. Von dem Finanzierungsrahmen sind 4,0 Mio. EUR im Dezember 2020, 23,25 Mio. EUR im Dezember 2022 und 10,0 Mio. EUR im Dezember 2023 zur Rückzahlung fällig. Gegenüber der Cramo AG bestehen 4,46 Mio. EUR Verbindlichkeiten aus dem Gewinnabführungsvertrag.

Unsere Kunden sind größtenteils namenhafte Industrieunternehmen und staatliche Auftraggeber. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme.

Im Berichtszeitraum wurden Investitionen in Höhe von rd. 12,1 Mio. EUR getätigt. Im Fokus standen hierbei Investitionen in unsere Containerflotte mit Ausgaben von rd. 8,3 Mio. EUR. Nächstgrößere Positionen waren sonstige Baustellenausrüstung, wie beispielsweise Bauaufzüge, mit rd. 1,0 Mio. EUR sowie Kabel / Leitungen mit rd. 0,9 Mio. EUR.

Die Verbindlichkeiten wurden fristgerecht gezahlt und mögliche Skontopotentiale realisiert.

Unser Risikomanagement beobachtet die finanzwirtschaftliche Entwicklung und vermeidet finanzielle Risiken jeglicher Art. Durch frühzeitige Planung werden die Fremdkapitalgeber miteingebunden und entsprechende Finanzzusagen vereinbart.

III. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Berichtszeitraum um rd. 12,1 Mio. EUR (+26%) von 46,6 Mio. EUR auf 58,7 Mio. EUR angestiegen. Dieses zeigt sich im Sachanlagevermögen, welches sich um 4,1 Mio. EUR erhöht hat, hier insbesondere durch Investitionen in die Containerflotte. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum vorherigen Bilanzstichtag um rd. 6,7 Mio. EUR erhöht. Ursächlich hierfür sind u.a. die höheren Umsätze im Vergleich zum Vorjahr.

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist weiterhin gut. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2019 beträgt rd. 13,3%. Die Quote ist, bedingt durch den abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag und der damit einhergehenden Gewinnabführung an unsere Gesellschafterin, um 3,5 Prozentpunkte gesunken.

Die Rückstellungen für ausstehende Leistungen sind um rd. 0,4 Mio. EUR gesunken. Dieses begründet sich hauptsächlich damit, dass die Lieferanten um frühzeitige Rechnungsstellung im Dezember gebeten wurden, so dass zum Buchungsstopp bereits mehr bezogene Leistungen kreditorisch erfasst werden konnten und gezahlt werden konnten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bewegen sich rd. 2,6 Mio. EUR in etwa auf dem Vorjahresniveau.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten um rd. 2,1 Mio. EUR verringert werden im Vergleich zum Stichtag 31.12.2018. Grundliegend hierfür ist die Entscheidung, dass alle laufenden Finanzierungen seitens Cramo PLC gestellt werden und somit bestehende Finanzierungsverpflichtungen laufend getilgt werden, jedoch keine neuen Beträge hinzukommen.

3. Prognosebericht

Nach dem deutlichen Umsatzwachstum im Jahr 2019 sieht der Plan für 2020 einen Umsatzrückgang auf rd. 42 Mio. EUR vor. Dieses soll dem Unternehmen die Möglichkeit geben, sich auf besonders profitable Aufträge zu fokussieren und somit die Marge zu stärken.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Baubranche lassen uns davon ausgehen, dass der Gewinn im Jahresvergleich leicht gesteigert werden kann.

4. Risiko- und Chancenbericht

a.) Branchenspezifische Risiken

Die Darstellung der Risiken erfolgt in absteigender Reihenfolge.

Im Bereich zentrale Baustellenausrüstung besteht eine direkte Abhängigkeit zur Bautätigkeit. Durch die Verschiebung der Anlagegelder in Immobilien, befinden wir uns in einer Hochphase. Sollten sich die Finanzmärkte neu orientieren oder wiederholt in Turbulenzen geraten, wird sich die konjunkturelle Lage verschlechtern, was direkten Einfluss auf Umsatz und Ergebnis haben wird. Insbesondere Industriekunden könnten bei einer erheblichen Verschlechterung der Konjunktur Investitionen aufschieben. Im öffentlichen Bereich ist durch langfristige Investitionsprogramme auf absehbare Zeit kein Rückgang zu erwarten, allerdings könnte ein höherer Preisdruck im Ausschreibungsgeschäft entstehen, wenn aus dem privaten Sektor Ressourcen frei werden.

Ein weiteres Risiko besteht in der Personalgewinnung, da der Fachkräftemangel sowohl im operativen als auch im Bereich der Verwaltung spürbar ist. Um in dem Wettbewerb um gute Mitarbeiter zu bestehen, wurden diverse Maßnahmen ergriffen, um uns im Markt als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. So wurde beispielsweise ein Vertrag mit einem Dienstleiter abgeschlossen, der es unseren Mitarbeitern ermöglicht zu sehr attraktiven Konditionen in diversen Sport- und Freizeiteinrichtungen aktiv zu werden sowie eine interne Mitarbeiterzeitung eingeführt. Gleichzeitig ist der Einkauf laufend damit betraut das Nachunternehmernetzwerk auszubauen und zu optimieren.

Zusammenfassend halten wir die Risiken, insbesondere durch die bereits getroffenen Maßnahmen, für beherrschbar und überschaubar. Im Rahmen eines umfangreichen monatlichen Reportings, werden die Risiken monatlich überwacht und bewertet. Insbesondere der Auftragseingang und die Submissionsergebnisse liefern ein gutes Bild der künftigen Marktentwicklung.

b. Chancenbericht

Wir sehen sowohl die zentrale Baustellenausrüstung als auch die Containervermietung in einem kontinuierlichen Wachstumsfeld.

Unsere hohe technische Qualifikation unterscheidet uns von Mitbewerbern und verschafft uns einen Wettbewerbsvorteil. Hier ist insbesondere der direkte Zugriff auf die Mitarbeiter der KBS Baustrom GmbH & Co. KG sowie der KBS Montage GmbH und Co. KG zu nennen, was uns unabhängiger von Nachunternehmern im Bereich Baustrom und Montage macht.

Die hohe Anzahl an Submissionen lässt eine selektive Angebotsabgabe zu. Hieraus ergibt sich die Möglichkeit, sich auf Angebote zu fokussieren, bei denen wir als Unternehmen unsere Stärken gezielt einsetzten können und unsere bestehende Flotte sinnvoll zum Einsatz bringen können.

c. Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens schätzen wir als stabil ein. Sowohl die Umsatz- als auch die Ergebnisentwicklung ist erfreulich. Die Chancen überwiegen aktuell deutlich den Risiken.

Zusammenfassend sehen wir uns trotz zunehmendem Wettbewerb gut aufgestellt, um zukünftig technische und wirtschaftlich attraktive Lösungen für unsere Kunden auszuarbeiten. Hierbei ist auch die strategische Zusammenarbeit mit dem Cramo-Konzern hilfreich.

In einem nachverdichtetem Bauumfeld mit komplexen Bauaufgaben werden unsere Leistungen zunehmend öfter nachgefragt. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, sind nicht erkennbar.

Der bisherige Verlauf des Geschäftsjahres 2020 bestärkt uns in diesen Einschätzungen.

Im Februar 2020 wurde bekannt, dass Boels Rental die Cramo Gruppe übernommen hat. Auf Grund der hohen Präsenz von Boels Rental in Deutschland gehen wir davon aus, dass sich hieraus für die KBS Chancen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ergeben werden. Nach ersten Gesprächen mit Boels Rental gehen wir davon aus, dass der eingeschlagene Weg weiter fortgesetzt wird.

Auf Grund der Entwicklungen durch das neuartige Corona-Virus bis zum 13.03.2020 sehen wir für die KBS Infra GmbH keinen Anlass unsere Prognosen für das Wirtschaftsjahr 2020 zu senken. Die Gesellschaft hat ein hohes vertraglich fixiertes Auftragsvolumen und eine Vielzahl der Projekte sind wichtige Projekte, die auch im Falle einer allgemeinen wirtschaftlichen Abschwächung durchgeführt werden würden. Hier würden wir aktuell maximal von geringfügigen Verschiebungen ausgehen und nicht vom Wegfall dieser Projekte.

5. Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden nicht unterhalten.

Wir arbeiten mit Regionalbüros in Wolfsburg, München, Dortmund und Hamburg um bundesweit schnell und flexibel zu agieren und eine Expansion unseres Leistungsspektrums auf dem Markt zu erzielen.

 

Mainz, im März 2020

gez. die Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers

An die KBS Infra GmbH, Mainz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KBS Infra GmbH, Mainz - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KBS Infra GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und
- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
- beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
- führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 31. März 2020

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Signiert von Christian Duschl am 01.04.2020

Duschl
Wirtschaftsprüfer

Signiert von Sebastian Kaiser am 01.04.2020

Kaiser
Wirtschaftsprüfer

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