Stammdaten

Register
Amtsgericht Bonn HRB 17939
Eingetragen
12.5.2010
Branche
Wärme- und KältehandelTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernSpeichern von Gas zu Versorgungszwecken
Gegenstand
die Beschaffung und der Verkauf von Energie für Endverbraucher, insbesondere Erdgas, Flüssiggas, Strom und erneuerbare Energien sowie die Lieferung von Wärme an Endkunden

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Krebs
seit 16.8.2021
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
e-regio GmbH & Co. KG in Euskirchen
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LOGOEnergie GmbH

Euskirchen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

2023 2022
A. Umlaufvermögen 111.492.273,67 71.505.049,63
I. Vorräte 9.276.024,68 9.983.415,84
1. Fertige Erzeugnisse/Waren 9.276.024,68 9.983.415,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 46.840.406,31 26.378.480,39
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 44.460.880,32 24.371.528,75
2. Forderungen gegen Gesellschafter 1.622.826,83 0,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 756.699,16 2.006.951,64
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 55.375.842,68 35.143.153,40
1. Guthaben bei Kreditinstituten 55.375.842,68 35.143.153,40
SUMME AKTIVA 111.492.273,67 71.505.049,63

PASSIVA

2023 2022
A. Eigenkapital 25.000,00 25.000,00
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
B. Rückstellungen 22.053.000,00 16.654.600,00
1. sonstige Rückstellungen 22.053.000,00 16.654.600,00
C. Verbindlichkeiten 89.414.273,67 54.825.449,63
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.032.628,04 5.778.306,88
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.141.536,15 2.739.889,03
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 60.315.859,87 28.803.155,24
4. sonstige Verbindlichkeiten 24.924.249,61 17.504.098,48
SUMME PASSIVA 111.492.273,67 71.505.049,63

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 275.648.105,69 183.120.976,52
2. Energie- und Stromsteuer -14.398.611,51 -14.960.734,34
3. sonstige betriebliche Erträge 564.858,00 286.861,87
4. Materialaufwand 243.237.972,96 160.163.585,10
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 191.549.394,21 115.088.451,14
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 51.688.578,75 45.075.133,96
5. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.377.779,32 3.336.908,34
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.124,86 4.995,65
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 38,10 0,00
8. Ergebnis nach Steuern 15.199.686,66 4.951.606,26
9. Sonstige Steuern -1.788,24 -163,96
10. Jahresüberschuss 15.201.474,90 4.951.770,22
11. aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 15.201.474,90 4.951.770,22
12. Bilanzgewinn/-verlust 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

A. Allgemeines

Die LOGOEnergie GmbH (LOGOEnergie) wurde am 12. Mai 2010 mit Sitz in Euskirchen gegründet. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Bonn unter der Nummer HRB 17939 geführt.

Die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung werden in Euro (€) aufgestellt. Der Anhang wird teilweise in TEuro (€) dargestellt.

Gegenstand des Unternehmens ist die Beschaffung und der Verkauf von Energie für Endverbraucher, insbesondere Erdgas, Flüssiggas, Strom und erneuerbare Energien sowie die Lieferung von Wärme an Endkunden.

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) aufgestellt. Bei der Aufstellung der Bilanz wurden die Gliederungsgrundsätze gemäß § 266 HGB in Verbindung mit § 265 Abs. 5 HGB beachtet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 HGB erstellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2023 die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Ausweis der Vermögensgegenstände und der Schulden erfolgte entsprechend den handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und Bilanzierung. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr unverändert mit der Ausnahme, dass Saldierungen zwischen Forderungen und Verbindlichkeiten bei gleichem Debitor/Kreditor im Gegensatz zum Vorjahr nicht mehr vorgenommen werden.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden - sofern notwendig - durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko ist in Form einer pauschalen Wertberichtigung berücksichtigt.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Die Rückstellungen sind der Höhe nach mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag nach § 253 Abs.1 Satz 2 HGB bewertet.

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen nach § 253 Abs.1 Satz 2 HGB bewertet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Vorräte

Aufgrund des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG) sind Unternehmen, die fossile Brennstoffe liefern oder in Verkehr bringen, zum Erwerb von CO 2 Emissionszertifikate verpflichtet worden. Dies betrifft bei LogoEnergie die Gasverkaufsmenge. Daher enthalten die fertigen Erzeugnisse und Waren CO 2 Emissionszertifikate in Höhe von 309.039 Tonnen (i. V. 332.607 Tonnen) zum Preis von 30,00 € (i. V. 30,00 €) zuzüglich Nebenkosten.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus dem Gas- und Stromverkauf. Darin enthalten sind Forderungen durch das angewendete rollierende Abrechnungsverfahren. Hier werden die Gas- und Stromverbräuche zum Bilanzstichtag abgegrenzt und die daraus resultierenden Beträge den vom Kunden vereinnahmten Abschlagszahlungen gegenübergestellt. Liegen die Abgrenzungsbeträge über den vereinnahmten Abschlagszahlungen, ergibt sich eine Forderung, umgekehrt eine Verbindlichkeit.

Im Jahr 2023 liegen die abgegrenzten Beträge im Gasverkauf unter den vereinnahmten Abschlagszahlungen, daher erfolgt der Ausweis unter den Verbindlichkeiten (erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen). Die Forderungen aus der Verbrauchsabgrenzung Strom liegen um 1.548 T€ über den erhaltenen Abschlagszahlungen. Im Vorjahr lagen die abgegrenzten Beträge im Strom- und Gasverkauf unter den vereinnahmten Abschlagszahlungen, daher erfolgte der Ausweis unter den Verbindlichkeiten (erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen).

Den Forderungen stehen Einzelwertberichtigungen in Höhe von 356 T€ (i. V. 875 T€) und eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 250 T€ (i. V. 250 T€) gegenüber.

2023
T€
2022
T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 43.519 25.497
Wertberichtigungen -606 -1.125
Forderungen aus nicht abgelesenen Verkauf Strom 1.548 0
44.461 24.372

Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen ausschließlich die e-regio GmbH & Co. KG. Sie setzen sich im Wesentlichen aus einem Erstattungsanspruch aus der Vorsteuer in Höhe von 1.518 T€ sowie aus der Umsatzsteuer Jahreserklärung 2021 in Höhe von 62 T€ zusammen. Mit der e-regio GmbH & Co. KG besteht eine umsatzsteuerliche Organschaft.

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Erstattungsansprüche aufgrund zu viel gezahlter EEG-Umlage in Höhe von 91 T€ (i. V. 465 T€), einem Erstattungsanspruch aus der Mehr-/Mindermengenabrechnung Gas in Höhe von 230 T€ (i. V. 998 T€) sowie für Strom in Höhe von 436 T€ (i.V. 0 T€). Im Vorjahr war zudem noch ein Erstattungsanspruch aus zu viel gezahlten Netzentgelten Gas in Höhe von 542 T€ enthalten.

Alle Forderungen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel betreffen Guthaben bei zwei Kreditinstituten.

4. Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt unverändert 25 T€.

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten ausstehende Gas- und Strombezugsrechnungen im Rahmen der Mehr-/Mindermengenabrechnung in Höhe von 5.562 T€ (i. V. 2.092 T€), Rückstellungen für noch ausstehende Netznutzungsentgelte Gas und Strom in Höhe von 3.217 T€ (i. V. Strom in Höhe von 1.290 T€), Rückstellung für CO 2 -Zertifikate in Höhe von 9.355 T€ (i. V. 10.354 T€), noch auszuzahlende Bonuszahlungen in Höhe von 2 T€ (i. V. 2 T€) sowie für Prüfungskosten in Höhe von 17 T€ (i. V. 17 T€). Zudem besteht noch eine Rückstellung für energiewirtschaftliche Risiken in Höhe von 3.900 T€ (i. V. 2.900 T€).

Stand 01.01.2023
T€
Inanspruchnahme
T€
Auflösung
T€
Zuführung
T€
Auf-/ Abzinsung
T€
Stand 31.12.2023
T€
16.655 11.653 380 17.431 0 22.053

6. Verbindlichkeiten

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen enthalten die Abschlagszahlungen der Kunden für Gas, die im Berichtsjahr um 2.033 T€ (i.V. 4.218 T€) über der Verbrauchsabgrenzung lagen. Im Jahr 2023 lagen die abgegrenzten Beträge im Stromverkauf über den vereinnahmten Abschlagszahlungen und sind unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Im Vorjahr lagen die erhaltenen Abschlagszahlungen für Strom mit 1.560 T€ über den Forderungen aus der Verbrauchsabgrenzung.

Unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Wesentlichen zum Bilanzstichtag noch nicht geleistete Zahlungen an Preisvergleichsportale und Dienstleister für die Webseite ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betreffen ausschließlich die e-regio GmbH & Co. KG. Sie setzen sich im Wesentlichen zusammen aus den noch zu zahlenden Gas- und Strombezugsrechnungen für 2023 in Höhe von 40.277 T€ (i. V. 25.868 T€) und der noch ausstehenden Gewinnabführung in Höhe von 15.201 T€ (i. V. 4.952 T€). Aufgrund der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der e-regio GmbH & Co. KG sind 4.284 T€ Umsatzsteuer gegenüber dem Finanzamt noch abzuführen (i. V. 2.440 T€ zu erstatten).

Wesentliche Positionen der sonstigen Verbindlichkeiten sind die Kundenguthaben in Höhe von 23.420 T€ (i. V. 15.530 T€) und eine Verbindlichkeit gegenüber dem Hauptzollamt bezüglich Energie- und Stromsteuer in Höhe von 1.490 T€ (i. V. 1.243 T€). Im Vorjahr war zudem eine Rückzahlung an PWC gemäß § 8 des Gesetzes über eine Soforthilfe für Letztverbraucher von leitungsgebundenen Erdgas und Kunden von Wärme (EWSG) in Höhe von 718 T€ enthalten.

Die Restlaufzeiten der zum Bilanzstichtag bestehenden Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023
bis 1 Jahr
1 bis 5 Jahre
über 5 Jahre
Erhaltene Anzahlungen 2.032.628,04 2.032.628,04 0,00 0,00
auf Bestellungen (5.778.306,88) (5.778.306,88) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und 2.141.536,15 2.141.536,15 0,00 0,00
Leistungen (2.739.889,03) (2.739.889,03) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber 60.315.859,87 60.315.859,87 0,00 0,00
Gesellschaftern (28.803.155,24) (28.803.155,24) (0,00) (0,00)
sonstige 24.924.249,61 24.924.249,61 0,00 0,00
Verbindlichkeiten (17.504.098,48) (17.504.098,48) (0,00) (0,00)
89.414.273,67 89.414.273,67 0,00 0,00
(54.825.449,63) (54.825.449,63) (0,00) (0,00)

(in Klammern Vorjahreswerte)

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

2023
T€
2022
T€
Gasverkaufserlöse 176.186 119.001
Stromverkaufserlöse 99.461 64.119
übrige 1 1
275.648 183.121

2. Energie- und Stromsteuer

2023
T€
2022
T€
Energiesteuer 9.422 10.427
Stromsteuer 4.977 4.534
14.399 14.961

Die verkaufte Erdgasmenge wurde mit dem entsprechenden Steuersatz gemäß § 2 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 Energie StG versteuert. Die Stromsteuer richtet sich nach dem Steuersatz gemäß § 3 StromStG.

3. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Zahlungseingänge von bereits abgeschriebenen Forderungen aus den Vorjahren in Höhe von 29 T€ (i. V. 47 T€), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (periodenfremd) in Höhe von 380 T€ (i. V. 159 T€), Erstattungen aus zu viel gezahlter EEG-Umlage für das Jahr 2022 in Höhe von 91 T€ (i. V. 0 T€) sowie Provisionserstattungen von 14 T€ (i. V. 45 T€).

4. Materialaufwand

2023
T€
2022
T€
Erdgasbezug und Netzentgelte 138.871 93.223
CO 2 -Zertifikate 9.355 10.354
Strombezug und Netzentgelte 95.012 51.403
EEG-Umlage 0 5.184
243.238 160.164

Der Erdgas- und Strombezug erfolgte ausschließlich über die e-regio GmbH & Co. KG. Die Netznutzungsentgelte für Strom und Gas betreffen verschiedene Netzbetreiber für die Durchleitung der Energie durch ihre Netze. Zum 01.07.2022 ist die EEG-Umlage weggefallen.

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

2023
T€
2022
T€
Betriebsführungsentgelt 1.900 1.800
Abschreibung auf Forderungen und Wertberichtigungen 184 709
Vertriebs- und Marketingkosten 997 535
Verwaltungskosten 202 150
sonstige Aufwendungen 58 27
periodenfremde Aufwendungen 37 116
3.378 3.337

Die Vertriebs- und Marketingkosten betreffen Provisionszahlungen an Internetportale, Werbemaßnahmen sowie Internetgestaltung.

6. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn

Der Jahresüberschuss beträgt 15.201 T€ (i. V. 4.952 T€), der gemäß Gewinnabführungsvertrag an die e-regio übertragen wird.

E. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB resultieren zum Bilanzstichtag nicht. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen für das Jahr 2024 betreffen mit rd. 1,9 Mio. € vertragliche Verpflichtungen für die kaufmännische Betriebsführung durch die e-regio GmbH & Co. KG.

F. Außerbilanzielle Geschäfte

Es liegen keine außerbilanziellen Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, vor.

G. Angaben nach § 6b EnWG

Zusammen mit der Erstellung des Jahresabschlusses nach Maßgabe des § 6b Abs. 1 EnWG ist die LOGOEnergie gemäß § 6b Abs. 3 EnWG nicht zur Kontentrennung verpflichtet. Die Geschäftstätigkeit der LOGOEnergie (Gas- und Stromvertrieb) bezieht sich ausschließlich auf die Tätigkeit "andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors".

H. Angaben zu Geschäften größeren Umfangs gemäß § 6b Abs. 2 EnWG

Zwischen der LOGOEnergie GmbH und der e-regio GmbH & Co. KG besteht ein Betriebsführungs- und Geschäftsbesorgungsvertrag vom 23. Februar 2011. Die Betriebsführungspauschale gemäß § 3 des Vertrages wurde für das Geschäftsjahr 2023 von 1.800 T€ auf 1.900 T€ angehoben. Der Vertrag trat gemäß § 4 rückwirkend zum 1. Juni 2010 in Kraft und kann jeweils mit einer Frist von drei Monaten zum Ende eine jeden Kalenderjahres schriftlich gekündigt werden.

I. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, über die zu berichten wäre, sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

J. Organe der Gesellschaft

Gesellschafter

%
e-regio GmbH & Co. KG, Euskirchen 25.000,00 100

Gesellschafterversammlung

Im Geschäftsjahr haben zwei Gesellschafterversammlungen stattgefunden.

Die Gesellschafterversammlung ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte des Stammkapitals vertreten ist. Die Beschlüsse der Gesellschafterversammlung bedürfen, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, einfacher Stimmenmehrheit des in der Versammlung vertretenen Stammkapitals.

Geschäftsführung

Alessandro Lanfranconi, Diplom-Volkswirt, Bonn

Christian Krebs, Diplom-Wirtschaftsingenieur, Inden

Die Geschäftsführung hat von der Gesellschaft für ihre Tätigkeit im Jahr 2023 keine Vergütung erhalten. Insofern entfällt die gesellschaftsvertragliche Verpflichtung einer Angabe personalisierter Bezüge gemäß § 108 GO NRW.

K. Sonstige Angaben

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der e-regio GmbH & Co. KG, Euskirchen, zum 31. Dezember 2023 (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen, der geprüft und gemäß § 325 HGB in deutscher Sprache offengelegt wird. Der Konzernabschluss der e-regio GmbH & Co. KG wird bei der Unternehmensregister führenden Stelle (Bundesanzeiger Verlag) eingereicht und im Unternehmensregister bekannt gemacht.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Abschlussprüferhonorar wird in Übereinstimmung mit § 285 Nr. 17 HGB im Konzernabschluss der e-regio GmbH & Co. KG, Euskirchen, angegeben.

 

Euskirchen, den 20. Juni 2024

LOGOEnergie GmbH

Christian Krebs, Geschäftsführer

Alessandro Lanfranconi, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Rechtliche Verhältnisse

Die LogoEnergie GmbH (LogoEnergie) wurde am 12. Mai 2010 mit Sitz in Euskirchen gegründet. Alleiniger Gesellschafter der LogoEnergie ist die e-regio GmbH & Co. KG, Euskirchen.

2. Ziele und Strategie des Unternehmens

Seit 2010 ist die LogoEnergie GmbH auf dem bundesdeutschen Markt aktiv. Das Handelsunternehmen beschafft Erdgas, Strom und Wärme und vertreibt diese an Haushalte und Geschäftskunden. Erneuerbare Energien haben einen bedeutenden Anteil am Handelsvolumen: Der Strom stammt zu 100 % aus Wasserkraft. Neben Erdgas und Biogas wird auch ein CO 2 neutrales Erdgasprodukt angeboten. Die Gas- und Stromprodukte der LogoEnergie sind nahezu flächendeckend im Bundesgebiet erhältlich. Zudem werden in vielen Regionen auch spezielle Tarife für Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen erfolgreich vertrieben.

LogoEnergie konzentriert sich im Privatkundensegment werblich auf Online-Marketingmaßnahmen. Großkunden, insbesondere aus Industrie, Gewerbe und öffentlichen Einrichtungen, werden mit individuellen Angeboten und Produkten direkt wie auch indirekt über Vertriebspartner akquiriert.

3. Angaben nach § 6b Absatz 3 und 7 Satz 4 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)

Gemäß § 6b Absatz 3 und 7 Satz 4 EnWG hat die Gesellschaft aufgrund ihrer auf den Vertrieb und Handel mit Energie gerichtete Tätigkeit als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen auf ihre Tätigkeit im Lagebericht einzugehen. Die Gesellschaft übt von den im § 6b Abs. 3 EnWG genannten Tätigkeiten lediglich "andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors und innerhalb des Gassektors" aus. Dementsprechend wurde kein Tätigkeitsabschluss im Sinne des § 6b Abs. 3 EnWG aufgestellt.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 1

Der Primärenergieverbrauch (PEV) in Deutschland ging im Jahr 2023 nach ersten Schätzungen der AG Energiebilanzen um 7,9 % auf 10.791 Petajoule (PJ) (i.V. 11.829 PJ) zurück. Den größten Einfluss auf den Rückgang des Energieverbrauchs hatte die zurückgehende wirtschaftliche Leistung in Deutschland. Vor allem die energieintensiven Industriezweige verzeichneten Produktionsrückgänge, was spürbare Auswirkungen auf den Energieverbrauch hatte. Ein weiterer Faktor waren die immer noch auf einem hohen Niveau liegenden Energiepreise. Die Witterung, ähnlich mild wie im Vorjahr, hatte kaum Einfluss auf den Energieverbrauch. Der einzige verbrauchssteigernde Effekt ging 2023 von der demografischen Entwicklung aus. Durch den migrationsbedingten Zuzug von mehr als einer Mio. Menschen wuchs die Gesamtbevölkerung deutlich.

Die Verbräuche von Mineralöl (- 5,5 %), Erdgas (- 4,3 %), Steinkohle (- 16,9 %), Braunkohle (- 21,9 %) und vor allem Kernenergie (- 79,2 %) nahmen im Vergleich zum Vorjahr ab. Lediglich die Erneuerbaren Energien legten um 2,3 % zu. Der deutliche Rückgang der Kernenergie ist auf die Stilllegungen der letzten drei Kernkraftwerke zum 15. April 2023 zurückzuführen.

Die Struktur des Energieträgermixes in Deutschland entwickelte sich wie folgt:

Insgesamt zeigte sich zum Jahresende, dass auch 2023 wieder ein überdurchschnittliches warmes Jahr war. Dementsprechend lag auch die Gradtagszahl für 2023, die einen Anhaltspunkte für die benötigte Heizenergie liefert, unter dem Mittelwert der letzten 20 Jahre und auch leicht unter ihrem Vorjahreswert.

1) BDEW, Die Energieversorgung 2023 - Jahresbericht - vom 18. Dezember 2023

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen 1

Im Jahr 2023 wurde nach ersten Zahlen mit 2.641 Petajoule (PJ) (90,1 Mio.t SKE) gut 4 % weniger Erdgas verbraucht als im Vorjahr. Der Nachfragerückgang betraf sowohl die Industrie wie auch private Haushalte und den Bereich Gewerbe, Handel, Dienstleistungen. Zur Stromerzeugung wurde gegenüber dem Vorjahr etwas mehr Erdgas (+ 1 %) eingesetzt. Die Erzeugung von Fernwärme aus Erdgas sank um 2 %. Die Witterung hatte nur einen eher geringen Einfluss auf die Verbrauchsentwicklung. Vielmehr geht der Verbrauchsrückgang vorranging auf erfolgreiche Einsparungen bei den Verbrauchern zurück. Erdgas hatte 2023 einen Anteil von 24,5 % am Primärenergieverbrauch.

Nach ersten Daten nahm der Erdgasverbrauch 2023 in Deutschland um 4,3 % auf 813 Mrd. kWh ab und war damit so niedrig wie zuletzt in der 1. Hälfte der 90er Jahre. Die Entwicklungen in der Gaswirtschaft waren auch 2023 gekennzeichnet durch die Folgen des Angriffskrieges auf die Ukraine, ein immer noch vergleichsweise hohes Preisniveau, Einsparmaßnahmen sowie der gedämpften Konjunktur. Diese Entwicklung ließ sich über alle Monate des Jahres 2023 hinweg beobachten.

2023 2022 Veränderung
Kundengruppen Mrd. kWh Mrd. kWh Mrd. kWh %
Industrie 278,0 303,9 -25,9 - 8,5
Stromversorgung 108,0 106,8 1,2 + 1,1
Fernwärme/-kälteversorgung 58,0 58,8 -0,8 - 1,4
Haushalte 267,0 279,5 -12,5 - 4,5
Gewerbe, Handel, Dienstleistungen 90,2 96,4 -6,2 - 6,4
Verkehr 2,1 2,1 0,0 + 0,0
Erdgasabsatz insgesamt 803,3 847,5 -44,2 - 5,2
Eigenverbrauch /stat. Differenzen 9,7 11,7 -2,0 - 17,1
Erdgasverbrauch 813,0 859,2 -46,2 - 5,4

Die Nachfrage der Industrie ging aufgrund konjunktureller Abschwächung, des Vergleichsweise immer noch hohen Preisniveaus, aber auch des intersektoralen Strukturwandels zurück. So ging der Verbrauch durch die Betriebe des Bergbaus und Verarbeitenden Gewerbes von Erdgas als Energieträger, aber auch als Rohstoff, 2023 um voraussichtlich insgesamt 8,5 % auf 278 Mrd. kWh zurück.

Der Erdgasverbrauch der Gewerbe-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen (GHD), der zu fast 90 % für Raumwärmezwecke eingesetzt wird, war nach ersten Daten ebenfalls rückläufig. Der konjunkturelle Abschwung verstärkte diesen Verbrauchsrückgang, so dass sich per Ende 2023 ein Rückgang von 6,4 % auf 90 Mrd. kWh darstellte.

1) BDEW, Die Energieversorgung 2023 - Jahresbericht - vom 18. Dezember 2023

Private Haushalte verbrauchten 2023 nach ersten Abschätzungen 4,5 % weniger Erdgas als noch im Vorjahr. Eine Analyse der Daten von Trading Hub Europe (THE) zeigte, dass die privaten Haushalte und kleineren Gewerbebetriebe (Standardlastprofil- bzw. SLP-Kunden) im Vergleich mit ähnlichen kalten Tagen vergangenen Heißperioden weniger Erdgas verbrauchten und damit eine Verhaltensänderung erkennbar war.

Der durchschnittliche Gaspreis für Haushalte ist nach seinem Höchststand im 4. Quartal 2022 im Jahr 2023 wieder deutlich gesunken. Erdgasheizer in einem Einfamilienhaus (EFH) bezahlten im Jahr 2023 durchschnittlich 13,99 ct/kWh, im 4. Quartal waren es sogar nur 11,53 ct/kWh, ein Rückgang um 42 % gegenüber dem 4. Quartal 2022 (EFH bei 20.000 kWh Jahresverbrauch). Dennoch liegen die Gaspreise im Großhandel immer noch gut drei Mal höher als im Mittel der Jahre 2016 bis 2020. Die Gaspreisbremse, die im Jahr 2023 den Arbeitspreis für 80 % des prognostizierten Jahresverbrauch auf 12 ct/kWh gedeckelt hat, für eine spürbare Entlastung der Haushaltskunden gesorgt.

durchschnittlicher Gaspreis für Haushalte

Die Stromwirtschaft war 2023 geprägt durch eine sich insgesamt abschwächende Konjunktur und eine milde Witterung, vor allem aber durch die Folgen des Angriffskrieges auf die Ukraine. Der Stromverbrauch (Bruttoinlandsstromverbrauch) nahm voraussichtlich um 4,2 % auf 517 Mrd. kWh ab. Ein noch stärkeres Minus verzeichnete die Stromerzeugung (Bruttostromerzeugung) mit 10,7 %. Der Stromaustauschsaldo Deutschlands drehte sich mit einem Importüberschuss von 9,2 Mrd. kWh nach vielen Jahren erstmals ins Plus (2022 noch Exportüberschuss von -29,0 Mrd. kWh). Der Erzeugungsmix 2023 war vor allem von konjunktureller Entwicklung, Preiseffekten, Witterung und der Außerbetriebnahme der letzten drei verbliebenen Krenkraftwerke zum 15. April 2023 beeinflusst. Die Witterung sorgte für einen Anstieg der Stromerzeugung aus Wind, Sonne und Wasser.

2023 2022 Veränderung
Kundengruppen Mrd. kWh Mrd. kWh Mrd. kWh %
Industrie 201,1 211,7 -10,6 - 5,0
Haushalte 131,4 135,2 -3,8 - 2,8
Gewerbe, Handel, Dienstleistungen 118,4 123,3 -4,9 - 4,0
Verkehr 15,1 14,1 1,0 + 7,1
Stromabsatz insgesamt 466,0 484,3 -18,3 - 3,8
Differenz Speicher 2,0 2,1 -0,1 - 4,8
Netzverluste/stat. Differenzen 26,2 26,3 -0,1 - 0,4
Stromverbrauch 494,2 512,7 -18,5 - 3,6

Der Letztverbrauch von Strom belief sich 2023 nach ersten Daten auf 466 Mrd. kWh. Der Rückgang betraf alle Verbrauchssektoren, lediglich im Sektor Verkehr ließen erste Daten auf ein Verbrauchszuwachs schließen. In dem Rückgang zeigen sich neben den konjunkturellen Effekten vor allem die Reaktionen angesichts der Strom- und Energiepreise, die zu sparsamerem Verbrauchsverhalten und zum Teil zu Produktionseinschränkungen führten.

Größter Stromverbraucher war 2023 trotz des wiederholten Verbrauchsrückgangs immer noch die Industrie mit einem Anteil von 43 %, gefolgt von den privaten Haushalten mit 28 %. Der Anteil des Sektors für Gewerbe, Handel und Dienstleistungen betrug gut 25 %, der des Verkehrssektors 3 %. Der Stromverbrauch der Industrie (Bergbau und Verarbeitendes Gewerbe) betrug im Berichtsjahr voraussichtlich insgesamt 201 Mrd. kWh und ging damit um weitere 5 % zurück. Der Stromverbrauch der privaten Haushalte nahm voraussichtlich um 2,8 % ab, der Stromverbrauch bei Gewerbe, Handel und Dienstleistungen um 4,0 %. Im Verkehrsbereich wurde nach ersten Daten mit einem Plus von 7,0 % für den Fahrstrom von Schienenbahnen sowie für die Elektromobilität gerechnet.

Der Strompreis für Haushalte ist im Jahr 2023 gegenüber dem 2. Halbjahr 2022 weiter um 14 % auf durchschnittlich 45,73 ct/kWh angestiegen. Grund für den Anstieg sind die sehr stark gestiegenen Strompreise im Großhandel im Jahr 2022. Nach den Höchstständen im 3. Quartal 2022 sanken die Großhandelspreise zwar zu Beginn des Jahres wieder deutlich, lagen aber immer noch rund drei Mal höher als vor der Energiekrise. Genauso, wie sich die drastischen Preisanstiege 2022 nur verzögert und gedämpft in den Endkundenpreisen auswirkten, kamen die Preisrückgänge im Großhandel ebenfalls erst nach und nach in den Endkundenpreisen an. Seit dem 1. Quartal 2023 ist der durchschnittliche Strompreis für Haushalte aber kontinuierlich gesunken und lag im 4. Quartal bei 44,17 ct/kWh. Steuern, Abgaben und Umlagen haben damit nur noch einen Anteil von 27 % am Strompreis, wohingegen der Anteil der Kosten für Beschaffung und Vertrieb weiterhin 52 % beträgt. Die Netzentgelte haben einen Anteil von 21 %.

durchschnittlicher Strompreis für Haushalte

Für das Jahr 2024 sinken die Steuern, Abgaben und Umlagen geringfügig. Die Strompreisbremse, die im Jahr 2023 den Arbeitspreis für 80 % des prognostizierten Jahresverbrauch auf 40 ct/kWh gedeckelt hat, sorgte für eine spürbare Entlastung der Stromrechnung für Haushaltskunden.

Die Anzahl der Gasvertriebsgesellschaften im Endkundengeschäft ist auf 1.026 Unternehmen gesunken (i.V. 1.038). Ebenfalls gesunken ist auch die Anzahl der Stromvertriebsgesellschaften von 1.359 auf 1.345 Unternehmen.

3. Witterungsverlauf 2

Das Jahr 2023 war in Deutschland das wärmste seit Messbeginn 1881. Im Gegensatz zu den früheren warmen Jahren, die oft von Trockenheit und Hitzewellen geprägt waren, dominierten 2023 eher feuchtwarme Bedingungen mit hohen Niederschlagsmengen. Leicht positiv war auch die Sonnenscheinbilanz 2023.

Das Temperaturmittel erreichte im Jahr 2023 erstmals 10,6 Grad Celsius (°C) und lag damit um 2,4 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 (8,2 °C). Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (9,3 °C) betrug das Plus 1,3 °C. Ein rekordmilder Jahresbeginn und der anschließende Winterausfall ließen erahnen, was für ein warmes Jahr bevorstehen würde. Im Sommer erreichten nach dem fünftwärmsten Juni in der ersten Julihälfte die Höchsttemperaturen dann ihre Spitzenwerte: das mittelfränkische MöhrendorfKleinseebach erreichte am 15.7. mit stolzen 38,8 °C den bundesweiten Höchstwert 2023. Der September wurde dank Sommernachschlag folglich zum wärmsten September seit Beginn systematischer Wetteraufzeichnungen in Deutschland im Jahr 1881. Die spätesten heißen Tage (≥ 30 °C) seit Messbeginn folgten dann im Oktober im Oberrheingraben. Anfang Dezember gab es strenge Fröste. Am 3.12. erreichte Gottfrieding in Niederbayern mit -18,9 °C den Tiefpunkt des Jahres.

2 DWD-Pressemitteilung Deutschlandwetter im Jahr 2023 vom 29.12.2023

Im Jahr fielen mit rund 958 Litern pro Quadratmeter (l/m 2) über 20 Prozent mehr Niederschlag als in der Referenzperiode 1961 bis 1990 (789 l/m2). Im Vergleich zu 1991 bis 2020 erreichte die Menge ebenfalls ein Plus von rund 20 Prozent des Solls (791 l/m2).

Mit rund 1.764 Stunden überragte die Sonnenscheindauer im Jahr ihr Soll von 1.544 Stunden (Periode 1961 bis 1990) um fast 15 Prozent. Im Vergleich zu 1991 bis 2020 (1.665 Stunden) betrug die positive Abweichung rund 5 Prozent. Küstennah und im Süden war es mit gebietsweise über 2.000 Stunden am sonnigsten. Vergleichsweise trüber blieb es in den Mittelgebirgen mit rd. 1.600 Stunden.

C. Geschäftsverlauf 2023

Im Geschäftsjahr 2023 waren die Auswirkungen der Energiemarktkrise weiterhin deutlich zu spüren. Während das Risiko einer Gasmangellage im Jahresverlauf abnahm und bereits zu Jahresmitte keine Rolle mehr spielte, hatte die Umsetzung der Preisbremsen einen großen Einfluss auf das Kundenverhalten und den operativen Betrieb der LogoEnergie. Alle Kunden mussten über die Preisbremsen schriftlich informiert werden. Zudem musste das Abrechnungssystem entsprechend angepasst werden. Es entstand aufgrund der komplexen Regelungen, insbesondere der Berechnung des zugrunde gelegten historischen Verbrauchs, ein erhebliches Aufkommen an Kundenrückfragen. Zudem verursachte die Abwicklung der aggregierten Erstattungsbeträge über die KfW für Gas und über die Übertragungsnetzbetreiber für Strom einen hohen Verwaltungsaufwand.

Auch die vertrieblichen Aktivitäten standen unter dem Einfluss der Preisbremsen. Zu Jahresbeginn gab es im Privatkundensegment aufgrund der gedeckelten Preise kaum Wechselbereitschaft. Dies änderte sich zur Jahresmitte durch einen deutlichen Preisverfall unter die festgelegten Höchstpreise der Preisbremsen für Gas und Strom an den Beschaffungsmärkten. Wettbewerber nutzten die stark gesunkenen Beschaffungspreise zur Kundenakquise. Als Reaktion hat LogoEnergie die Preise in einigen Bestandskundensegmenten senken müssen, um Kundenabgänge zu begrenzen. Auf Grund der im Jahr 2022 drohenden Gas-Mangellage und dem knappen Angebot an Energien wurden potentielle Liefermengen frühzeitig eingekauft um die Versorgung der Kunden sicherzustellen. Der schnelle Preisrückgang an der Energiebörse sowohl für Gas als auch Strom sorgte im Jahr 2023 dafür, dass sich Akquiseaktivitäten im B2C-Kundenumfeld nicht ergeben haben.

Im Geschäftskundensegment hat LogoEnergie seine Vertriebsstrategie fortgesetzt und sich bei der Neukundenakquise auf Kunden mit hoher Bonität konzentriert. Dazu wurde das anlässlich der Energiemarktkrise etablierte Kunden-Scoring-Modell zur Bewertung und Begrenzung von Risiken genutzt. LogoEnergie konnte insbesondere von der Nachfrage nach langfristigen Preisfixierungen profitieren.

1. Gas- und Stromvertrieb

Am Ende des Geschäftsjahres 2023 versorgte die LogoEnergie rund 24 Tsd. Kunden mit Erdgas, das ist ein Anstieg von rd. 1 Tsd. Kunden im Vergleich zum Jahresbeginn. Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt 1.775 Mio. kWh (i. V. 1.936 Mio. kWh) Erdgas verkauft. Der Mengenrückgang ist im Wesentlichen auf die Bereiche Haushalte und Energiedienstleistern zurückzuführen. Dem entgegen steht ein Anstieg bei dem Absatz im Bereich Industrie.

Erdgasverkauf nach Kundengruppen

2023 2022 Veränderung
MWh MWh MWh %
Haushalt 311.462 474.769 -163.307 - 34,4
Mehrfamilienhäuser 3.689 13.157 -9.468 - 72,0
Handel und Gewerbe 145.579 195.777 -50.198 - 25,6
öffentliche Einrichtungen 1.000.234 899.118 101.116 + 11,2
Industrie 268.648 22.032 246.616 + 1.119,4
Energiedienstleistern 45.088 330.829 -285.741 - 86,4
Erdgasverkauf insgesamt 1.774.700 1.935.682 -160.982 - 8,3

Der Absatz im Strombereich hat sich insgesamt positiv entwickelt. Die Absatzmenge erhöhte sich um 18 Mio. kWh auf 310 Mio. kWh. Maßgeblich für den Mengenanstieg waren die Bereiche öffentliche Einrichtungen und Energiedienstleistern. Die Kundenanzahl reduzierte sich um rd. 5 Tsd. Kunden auf nunmehr 25 Tsd. Kunden. Bei den öffentlichen Einrichtungen konnten rd. 400 Kunden und bei den Energiedienstleistern rd. 300 Kunden gewonnen werden.

Strom verkauf nach Kundengruppen

2023 2022 Veränderung
MWh MWh MWh %
Haushalt 61.886 82.767 -20.881 - 25,2
Mehrfamilienhäuser 3 4 -1 - 25,0
Handel- und Gewerbe 80.370 104.106 -23.736 - 22,8
öffentliche Einrichtungen 112.171 72.017 40.154 + 55,8
Industrie 29.149 29.036 113 + 0,4
Energiedienstleister 26.666 3.914 22.752 + 581,3
Stromverkauf insgesamt 310.245 291.844 18.401 + 6,3

2. Ertragslage

Die Verkaufspreise werden individuell in Abhängigkeit der verschiedenen Netznutzungsentgelte und der Einkaufskonditionen kalkuliert. Die verschiedenen Produkte werden hinsichtlich der Konditionen, wie Preis, Preisgarantie und Laufzeit regelmäßig an die veränderten Markt- und Wettbewerbsbedingungen angepasst.

Die Erlöse aus dem Gasverkauf erhöhten sich trotz des Mengenrückgangs durch das gestiegene Preisniveau um 57,2 Mio. Euro auf 176,2 Mio. Euro. Ebenfalls angestiegen sind die Erlöse aus dem Stromverkauf aufgrund der positiven Absatzentwicklung und der gestiegenen Verkaufspreise um 35,3 Mio. Euro auf 99,5 Mio. Euro.

Entsprechend der geringeren Absatzmenge im Gasbereich reduzierte sich die Energiesteuer um 1,0 Mio. Euro auf 9,4 Mio. Euro. Die Stromsteuer erhöhte sich aufgrund der gestiegenen Absatzmenge im Strombereich um 0,4 Mio. Euro auf 5,0 Mio. Euro.

Der Erlösanstieg bei den sonstigen betrieblichen Erträgen um 0,3 Mio. Euro resultiert im Wesentlichen aus der höheren Teilauflösung der Rückstellung für Mehr-/Mindermengen sowie der zu viel gezahlten EEG-Umlage für das Jahr 2022 an die Übertragungsnetzbetreiber.

Der Materialaufwand lag im Geschäftsjahr 2023 bei 243,2 Mio. Euro und damit um 83,1 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Davon entfielen 123,2 Mio. Euro (i. V. 80,8 Mio. Euro) auf den Gasbezug und 25,0 Mio. Euro (i. V. 22,7 Mio. Euro) auf die Netznutzungsentgelte der Gasnetzbetreiber. Die CO 2 -Abgabe nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) ist in den Gasbezugskosten enthalten. Der Strombezug einschließlich der EEG-Umlage hatte einen Anteil von 68,3 Mio. Euro (i. V. 34,3 Mio. Euro). Auf die Netznutzungskosten der Stromnetzbetreiber entfielen 26,7 Mio. Euro (i. V. 22,3 Mio. Euro).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben mit 3,4 Mio. Euro auf dem Vorjahresniveau. Höhere Aufwendungen für Provisionszahlungen an Internetportale und Vermittler standen geringere Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber.

Die Energiebeschaffung und das Portfoliomanagement werden durch die Muttergesellschaft e-regio GmbH & Co. KG erbracht.

3. Vermögenslage

Das Bilanzvolumen zum 31. Dezember 2023 liegt bei 111,5 Mio. Euro und damit um 40,0 Mio. Euro über dem Vorjahr. Auf der Vermögensseite entfallen 9,3 Mio. Euro (i. V. 10,0 Mio. Euro) auf Vorräte, 45,2 Mio. Euro (i. V. 26,4 Mio. Euro) auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, 1,6 Mio. Euro (i. V. 0,0 Mio. Euro) auf Forderungen gegen Gesellschafter sowie 55,4 Mio. Euro (i. V. 35,1 Mio. Euro) auf Guthaben bei Kreditinstituten.

Auf der Passivseite bleibt das Eigenkapital im Vergleich zum Vorjahr mit 25 T€ unverändert. Die kurzfristigen Fremdmittel erhöhen sich um 40,0 Mio. Euro auf 111,5 Mio. Euro im Wesentlichen durch die höheren Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sowie sonstigen Verbindlichkeiten.

Die Liquidität zum Bilanzstichtag verbesserte sich um 20,2 Mio. Euro auf 55,4 Mio. Euro. Die Liquidität 2. Grades liegt bei 90,2 % (i. V. 86,1 %). Die Umsatzrentabilität erhöhte sich von 2,7 % auf 5,5 % sowie die Gesamtkapitalrentabilität von 6,9 % auf 13,6 % im Vergleich zum Vorjahr.

4. Finanzlage

Positionen 2023
T€
2022
T€
Veränderung
T€
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 25.185 36.428 -11.243
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 0 0 0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -4.952 -2.773 -2.179
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 20.233 33.655 -13.422
Finanzmittelfond am Anfang der Periode 35.143 1.488 33.655
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 55.376 35.143 20.233

Die Gesellschaft ist jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

5. Unternehmensergebnis

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 liegt bei 15.201 T€ und damit um 10.249 T€ über dem Vorjahr. Gemäß Gewinnabführungsvertrag wird das Jahresergebnis vollständig an die e-regio GmbH & Co. KG abgeführt.

Die Gesellschaft hatte für das Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis von 8.593 T€ geplant. Das tatsächliche Ergebnis liegt mit 15.201 T€ deutlich oberhalb der Planung. Zurückzuführen ist diese Entwicklung insbesondere auf das Gassegment. LogoEnergie konnte von dem sehr geringen Wettbewerb und in der Energiemarktkrise realisierbaren erheblichen Aufschlägen für Risiken bei Geschäftskunden profitieren.

D. Berichterstattung gem. § 108 Abs. 3 Nr. 2 GO

Gemäß § 108 Abs. 3 Nr. 2 GO NRW muss im Lagebericht zur Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung und zur Zweckerreichung Stellung genommen werden. Die Gesellschaft, deren Gesellschaftszweck die Beschaffung und der Verkauf von Energie für Endverbraucher, insbesondere Erdgas, Flüssiggas, Strom und erneuerbare Energien sowie die Lieferung von Wärme an Endkunden ist, erbringt hiermit eine öffentliche Aufgabe der Daseinsvorsorge auf dem Gebiet der Energieversorgung. Der öffentliche Zweck ist damit erfüllt.

E. Leistungsindikatoren

1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Steuerung der Gesellschaft erfolgt über unterschiedliche finanziellen Leistungsindikatoren. Dazu gehören insbesondere die Erlöse aus Erdgas- und Stromverkauf. Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Wesentlichen preisbedingt beim Gasverkauf um 57,2 Mio. Euro auf 176,2 Mio. Euro und im Stromverkauf mengen- und preisbedingt um 35,3 Mio. Euro auf 99,5 Mio. Euro. Die Umsatzrentabilität verbesserte sich von 2,7 % im Vorjahr auf 5,5 % im Geschäftsjahr. Die Gesamtleistung erhöhte sich von 168,2 Mio. Euro auf 261,2 Mio. Euro. Damit hat die Gesamtleistung im Verhältnis zum Jahresüberschuss einen Anteil von 5,8 % (i. V. 2,9 %). Die Materialintensität reduzierte sich leicht von 95,2 % im Jahr 2022 auf 93,1 % im Berichtsjahr.

Die bei der Betriebsführerin e-regio GmbH & Co. KG installierte Abteilung Controlling stellt der Geschäftsführung regelmäßig aktualisierte Prognoserechnungen für alle relevanten Kundensegmente sowie darüberhinausgehende vertiefende Analysen zur Darstellung eines umfassenden Bildes der aktuellen wirtschaftlichen Situation sowie der zukünftigen Entwicklung des Unternehmens zur Verfügung.

2. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Als wesentliche nicht finanzielle Leistungsindikatoren betrachten wir insbesondere das Aufkommen von Kundenanfragen und die telefonische Erreichbarkeit unserer Kunden-Hotline im Privatkundensegment. Das Aufkommen und die Erreichbarkeit waren von der Einführung der Preisbremsen beeinflusst. Im Durchschnitt lag die Anzahl der Anrufe bei rd. 1.600 pro Monat. Bei einer durchschnittlichen Erreichbarkeit von rd. 92%. Ein weiterer nicht finanzieller Leistungsindikator ist die Kundenzufriedenheit, welche wir u.a. im Rahmen von Kundenbefragungen messen.

F. Chancen und Risikobericht

1. Risikomanagement

Das Risikomanagement der LogoEnergie ist in die unternehmerischen Entscheidungen und Geschäftsprozesse integriert. Es ist darauf ausgerichtet, Risiken möglichst zu vermeiden bzw. früh zu erkennen. Im Mai des Jahres 2024 wurde eine Neubewertung der Risiken in Form einer systematischen Risikoinventur vorgenommen. Hierbei wurden Risiken identifiziert, bewertet und dokumentiert sowie geeignete Maßnahmen zur Vorsorge getroffen.

Bereits in den Vorjahren wurde als Ergebnis der Prüfung nach § 53 HGrG festgestellt, dass LogoEnergie in geeigneter Weise entsprechende Maßnahmen zur Einrichtung eines Überwachungssystems getroffen hat. Das Überwachungssystem ist geeignet, Entwicklungen, die in der Risikosphäre der LogoEnergie liegt und die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen.

2. Ertragsorientierte Risiken

Wesentliche ertragsorientierte Risiken resultieren weiterhin aus der Entwicklung an den Energiemärkten. Trotz der Stabilisierung der Märkte im Jahresverlauf 2023 verbleibt eine hohe Unsicherheit und Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Entwicklung insbesondere aufgrund des weiterhin anhaltenden Krieges Russlands gegen die Ukraine. Es werden fortlaufend mögliche Auswirkungen anhand verschiedener Szenarien analysiert und bewertet. Insbesondere nur bedingt bzw. nicht einschätzbare Mengenveränderungen aufgrund der Witterungs- und Konjunkturentwicklung oder einer Veränderung des Kundenverhaltens können in Verbindung mit hoher Preisvolatilität zu erheblichen Risiken führen. Neben der Intensivierung des energiewirtschaftlichen Risikomanagements hat LogoEnergie die bilanzielle Risikovorsorge über entsprechende Rückstellungen erhöht.

Ein Risiko resultiert weiterhin aus erhöhten Zahlungs- bzw. Forderungsausfällen. Der Gesetzgeber hat im Vorjahr auf die Risikolage reagiert und die Gesetze zu den Preisbremsen verabschiedet und in Kraft gesetzt. Nach Auslaufen dieser Unterstützungsmaßnahmen könnte es trotz reduziertem Preisniveau zu vermehrten Ausfällen kommen. Im Bereich der Geschäfts- bzw. Individualkunden sehen wir weiterhin Risiken aufgrund der allgemein negativen Konjunkturentwicklung. Um den Risiken entgegenzutreten, liegt auch weiterhin ein besonderer Fokus auf dem Forderungsmanagement und der Liquiditätsüberwachung. Es erfolgen regelmäßige Berichte an die Geschäftsführung.

Um diesen Risiken bestmöglich entgegenzuwirken, wurden folgende Maßnahmen getroffen bzw. ausgeweitet:

Regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Vertriebs- und Beschaffungsstrategie

Berücksichtigung der Risiken volatiler Beschaffungspreise bei der Ausgestaltung von Angeboten und Verträgen mit Kunden, z.B. Bindefristen von Angeboten, Preisgarantien, Zahlungskonditionen, Wirtschaftlichkeitsklauseln und Kündigungsmöglichkeiten, bis hin zum Aussetzen des Vertriebs

Engmaschige Auswertung des Zahlverhaltens von Kunden

Regelmäßige Liquiditätsplanung und Szenarioanalyse

Regelmäßige Kontaktaufnahme zu Key Accounts hinsichtlich Absatzentwicklung

Regelmäßige Mengenplanung zur Vermeidung von Über-/Unterdeckungen

Risikobewertung etwaiger Vorlieferanten hinsichtlich eines Ausfalls

Vermeidung von Klumpenrisiken auf Absatz- und Beschaffungsseite

Neben dem Risikomanagement-System besteht bei der e-regio GmbH & Co. KG, die dienstleistend für die LogoEnergie die Energie beschafft, ein umfassendes Risikohandbuch, in dem die Beschaffungsstrategie und die operative Abwicklung detailliert festgelegt und geregelt ist.

3. Chancenbericht

LogoEnergie sieht sich gut positioniert, um die Akquiseaktivitäten im Commodity-Geschäft zu forcieren und den Kundenstamm sowohl im Privat- als auch im Geschäftskundensegment wieder auf-bzw. weiter auszubauen. Durch die Optimierung und Automatisierung vom operativen Prozessen, ist LogoEnergie in der Lage auf die volatilen Beschaffungsmärkte schnell zu reagieren und in günstigen Situationen massiv Kunden:innen im Privatkundensegment zu gewinnen. Im Geschäftskundenbereich sieht LogoEnergie weiteres Wachstumspotential in der Belieferung von Multiside-Kunden. Zudem entstehen Wachstumschancen in der Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte, wie bspw. in den Segmenten intelligente Steuerung und Elektromobilität.

4. Gesamtaussage

LogoEnergie konnte seine Vertriebsstrategie erfolgreich auf die extremen Herausforderungen der Energiemarktkrise anpassen und insbesondere im Geschäftskundensegment langfristige Lieferverträge schließen. Viele Wettbewerber hatten sich aus diesem Kundensegment in der Krise verabschiedet und keine Angebote mehr abgegeben. LogoEnergie verfolgte hingegen die Strategie, die finanziellen Risiken der Energiemarktkrise in die Angebote einzupreisen und weiterhin aktiv Kunden:innen zu akquirieren. Diese Strategie war sehr erfolgreich und führte zu außerordentlich hohen Margen im Individualkundensegment.

G. Prognosebericht

1. Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2024 wird auf Basis der aktuellen Kundenentwicklung und einem normalen Temperaturverlauf im Gasbereich eine Absatzmenge von rd. 1.832 Mio. kWh und ein Umsatzerlös von rd. 148,8 Mio. Euro erwartet. In der Sparte Strom wird von einer Verkaufsmenge von rd. 323 Mio. kWh ausgegangen, die zu Umsatzerlösen von rd. 84,3 Mio. Euro führt.

Die Strom- und Gasbezugskosten werden entsprechend dem Bezugsportfolio kalkuliert. Die EEGUmlage ist zum 1. Juli 2022 gänzlich weggefallen. Der Preis für CO 2 Zertifikate erhöhte sich zum 1. Januar 2024 um 15 Euro auf 45 Euro je Tonne. Bei den Netzentgelten ist sowohl im Strom- als auch im Gasbereich durch ansteigende vorgelagerte Netzkosten von leicht steigenden Kosten auszugehen.

2. Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres und Ergebnisprognose

Auch zu Beginn des Jahres 2024 hält der Angriffskrieg der Russischen Föderation gegen das Nachbarland Ukraine noch an und ein Ende der kriegerischen Auseinandersetzung ist derzeit nicht absehbar. Die Gasversorgung zeigt sich aktuell stabil und das Preisniveau hat sich an den Gas- und Strommärkten wieder reduziert. Es ist jedoch weiterhin mit einer erhöhten Preisvolatilität sowie unsicheren Mengenprognosen zu rechnen. Im Wettbewerb zeigt sich derzeit aufgrund der unterschiedlichen Einkaufsstrategien eine große Preisspreizung, die zu Risiken für die Versorger führt.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen Jahresüberschuss von 8,6 Mio. Euro. Dieser wird wie auch im Jahr 2023 durch werthaltige Geschäftskundenverträge, die während der Energiemarktkrise geschlossen wurden, gestützt. Mittelfristig wird mit einer Normalisierung der Margen im Geschäftskundenbereich und damit auch der Jahresüberschüsse gerechnet. Für das Jahr 2025 wird mit einem Jahresüberschuss von 6,9 Mio. Euro geplant.

Weitere Sondereinflüsse, welche die wirtschaftliche Lage nach dem Prognosezeitraum beeinflussen könnten, sind derzeit nicht absehbar.

 

Euskirchen, den 20. Juni 2024

LogoEnergie GmbH

Christian Krebs, Geschäftsführer

Alessandro Lanfranconi, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die LOGOEnergie GmbH, Euskirchen

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LOGOEnergie GmbH, Euskirchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LOGOEnergie GmbH, Euskirchen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Prüfungsurteil

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n. F. (07.2021)) durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

 

Bonn, 20. Juni 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Bernhard Holz, Wirtschaftsprüfer

Barbara Tiefenbach-Yasar, Wirtschaftsprüfer

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